0828/2021
Beantwortung der Anfrage AN 0349/2021 Diskriminierung queere Jugendliche
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
4191 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/40/404/6 Vorlagen-Nummer 0828/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 15.04.2021 Beantwortung der Anfrage AN 0349/2021 Diskriminierung queere Jugendliche Die Schulsozialarbeit setzt sich aufgrund ihres Berufsethos generell für Vielfalt und Toleranz ein. Die sozialpädagogischen Angebote richten sich an alle Kinder und Jugendlichen und verfolgen das Ziel, Verschiedenheit wahrzunehmen und anzuerkennen, Diskriminierungen und sozialen Ausschlüssen entgegen- und auf eine inklusive Gesellschaft hinzuwirken. zu 1. Die Schulsozialarbeitenden der Stadt Köln sind im Umgang mit Coming-outs und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung/Identität geschult und fortgebildet. Regelmäßig nehmen Mitarbeitende die Fortbildungsangebote des Gesundheitsamtes zur „Sexuellen Bildung“ wahr. Nachgefragt sind zudem themenspezifische Seminare der AJS (Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz). Viele Kolleg*innen haben sich zum Thema „Anti-Bias“ (Vorurteilsfreie Pädagogik) schulen lassen. Städtische Fachtage zur Geschlechtervielfalt (z. B. „Zusammenhalten“ 2017 im Historischen Rathaus) werden ebenfalls von einer Vielzahl der Schulsozialarbeitenden besucht und Informationen in die Teams weiter getragen. Auch wurden und werden Workshops im anyway e. V. besucht. zu 2. SchLAu Köln e. V. hat an Schulen in Chorweiler (z. B. am Heinrich-Mann-Gymnasium) Seminare an- geboten. Das anyway gehört zu den Kooperationspartner*innen der Schulsozialarbeit und zum Kennenlernen oder um an Workshops teilzunehmen, besuchen die Fachkräfte das Jugendzentrum mit Schü- ler*innen-Gruppen. Das Sachgebiet Schulsozialarbeit ist in Kooperation mit dem Koordinator des Bundesprogramms „Schule der Vielfalt“ (bundesweites Antidiskriminierungsnetzwerk) in Köln. Eine Inhouse- Veranstaltung ist für März terminiert. Angedacht ist, dass die Fachkräfte entsprechende Angebote für gezielte Klassen und/oder Schüler*innengruppen vermitteln. zu 3. Die Schulsozialarbeitenden an den Schulen in Chorweiler sind entsprechend vernetzt und suchen mit Jugendlichen bei Bedarf die Kontaktstellen, wie Rubicon und anyway auf oder leiten die entsprechen- den Kontakte weiter. Ob eine Beratungsstelle für queere Jugendliche im Bezirk Chorweiler der gerade in der Anfangsphase eines Coming-outs gebotenen Anonymität gerecht wird, kann zunächst nicht abschließend beantwortet werden. Zu 4. Die Arbeit der beiden Träger „SCHLAU Köln e.V“. und „anyway e.V.“ wird mit kommunalen Mitteln gefördert. „SCHLAU e.V.“ führt ihr „LSBT*Q - Aufklärungsprojekt“ mit ehrenamtlichen, qualifizierten Team- Mitgliedern direkt in Schulen und Jugendeinrichtungen durch. Damit wendet sich der Träger auf Ein- 2 ladung direkt an die Jugendlichen im jeweiligen Stadtbezirk/Stadtteil. Zudem ist „SCHLAU e.V.“ Mit- glied im Landesnetzwerk „SCHLAU NRW“ sowie im Bundesverband „Queere Bildung“ aktiv. „anyway e.V.“ lädt Besucher*innengruppen aus Schulen und Jugendeinrichtungen zur Teilnahme am LSBT*Q-Aufklärungsprojekt „WIR – Wissen Ist Respekt“ in ihre Räumlichkeiten ein. Dadurch soll die Hemmschwelle zur persönlichen Kontaktaufnahme herabgesetzt werden und bietet zudem direkte Anschlussmöglichkeiten an die weiteren Angebote. Mit beiden Formaten werden Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet angesprochen. „anyway e.V“. steht allen Jugendlichen offen und hat darüber hinaus ebenfalls aus kommunalen För- dermitteln eine Jugendberatungsstelle entwickelt. Hier können Jugendliche ihre spezifischen Themen mit qualifizierten Fachkräften besprechen (telefo- nisch, persönlich, per Video-Call, einzeln oder in Gruppen), erfahren somit direkte Unterstützung in ihren persönlichen Lebenslagen oder werden ggf. an weitere passende Beratungsstellen weiterver- mittelt. Die Jugendverwaltung steht regelmäßig im fachlichen Austausch mit den genannten Trägern, Ar- beitskreisen und Beratungsstellen. Des Weiteren wird die Zielgruppe der LSBT*Q-Jugendlichen besondere Berücksichtigung im neuen kommunalen Kinder- und Jugendförderplan 2021 ff finden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0828/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 11.03.2021
- Erstellt
- 04.03.2021 09:13