AN/0034/2020
Änderungsantrag zum Regionalplan (2887/2019)
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Änderungsantrag Regionalplan DÜnnwald-Höhenhaus SPD und Grüne
3743 Zeichen
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim
Gleichlautend an:
Herrn Bezirksbürgermeister
Norbert Fuchs
-Bezirksrathaus Mülheim-
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
-Rathaus-
12.01.2020
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die SPD-Fraktion und die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen in der Bezirksvertretung
Mülheim bitten Sie, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung am
27. Januar 2020 zu setzen:
Änderungsantrag zum Regionalplan (2887/2019)
Beschluss:
Die Bezirksvertretung lehnt die Schaffung einer weiteren Großsiedlung im Stadtteil Dünnwald und
Höhenhaus und die Umwandlung von Waldgebieten und Freiflächen, die bereits als
Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sind bzw. für den Natur- und Landschaftsschutz sowie
den Grundwasser- und Gewässerschutz benötigt werden, in Bauflächen ab.
Die Verwaltung wird stattdessen aufgefordert, umgehend die bereits beschlossenen
Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen in Dünnwald für den Umbau der Leuchterstraße und der
Berlinerstraße umzusetzen und ein Maßnahmenkonzept vorzulegen, wie die Infrastruktur in
Dünnwald in den nächsten Jahren verbessert werden kann, um in Anschluss daran eine
behutsame kleinräumige Nachverdichtung zu Schaffung weiteren Wohnraums in Dünnwald
sicherstellen zu können.
Hierbei sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
• Taktverdichtung Linie 4 mit zweitem Gleis zwischen den Haltestellen Schlebusch und
Odenthalerstr. und weitere Entlastungsmaßnahmen für die Linie 4.
• Schaffung eines P&R-Parkplatzes (und ggf. einer weiteren Haltestelle) an der
Stadtteilgrenze, um den Durchgangsverkehr zu begrenzen und die Parksituation zu
entlasten.
• Bessere Anbindung der Stadtteile Dünnwald und Höhenhaus an den Bahnhof Mülheim
und an das Kölner Radwegenetz.
• Schaffung weiterer Kita-, Schul- und Betreuungsplätze.
Begründung:
Die vorgelegte Beschlussvorlage zur Regionalplanung 2887/2019 macht deutlich, dass die
Verwaltung die derzeitige Situation im Stadtteil Dünnwald nicht ausreichend kennt bzw. bei ihren
Planungen nicht berücksichtigt.
Die Schaffung der Donewald-Siedlung Mitte der neunziger Jahre ohne ausreichende Infrastruktur
hat zu massiven sozialen Problemen in Dünnwald geführt, da durch die dörfliche Struktur und
fehlende Infrastrukturmaßnahmen eine ausreichende Integration bis heute nicht stattgefunden
hat. Dass mittlerweile die Einrichtung eines eigenen Sozialraums vorgesehen ist, macht diese
Fehlentwicklung auch noch einmal deutlich.
Wichtige bereits beschlossene Verkehrsinfrastrukturprojekte für den Ortskern von Dünnwald
(Umbau der Leuchter- und Berlinerstraße) wurden zudem bisher nicht umgesetzt.
Die ÖPNV-Anbindung ist unzureichend. Die Linie 4 ist in Stoßzeiten mittlerweile völlig überlastet.
Eine attraktive Anbindung zum Bf. Mülheim besteht nicht. Die Anbindung an das Kölner
Radwegenetz ist unzureichend.
Auch in Dünnwald wächst der Druck auf den Wohnungsmarkt. Der Stadtteil kann eine weitere
Siedlung aber nicht verkraften, selbst eine Nachverdichtung im Bestand ist nur möglich, wenn
zuvor erhebliche Anstrengungen unternommen werden, die Infrastruktur zu verbessern.
gez. Winfried Seldschopf gez. Berit Kranz gez. Alexander Lünenbach
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Winfried Seldschopf Berit Kranz Alexander Lünenbach
(B‘90/Grüne) (SPD-Fraktion) (SPD-Fraktionsvorsitzender)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0034/2020
- Typ
- Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat
- Datum
- 14.01.2020
- Erstellt
- 14.01.2020 08:16