Mandari Insight

2008/0426

Zuwendungsvertrag mit dem Caritasverband Darmstadt e. V. zur Verwendung kommunalisierter Landesmittel

Magistratsvorlage 26.09.2008

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Leistungsbeschreibung der interdisziplinären Frühförderung

Frühberatungsstelle Darmstadt
Schwarzer Weg 14a
64287 Darmstadt
Tel.: 06151/66968-0

1. Allgemeine Merkmale

 Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Frühberatungsstelle Darmstadt ist die Stadt Darmstadt und der Westkreis des Landkreises Darmstadt-Dieburg.

 Zielgruppe

Das Angebot der Frühberatung richtet sich an Kinder im Säuglings-, Kleinkind- und Kindergartenalter, die behindert, von Behinderung bedroht oder entwicklungsverzögert sind, wie auch an deren Eltern sowie andere Personen, die Elternfunktionen wahrnehmen.

Grundsätzlich sind die Frühberatungsstellen zuständig für:

Frühgeborene und Säuglinge mit biologischen und/oder psychosozialen Entwicklungsrisiken 
Mehrfachbehinderte und chronisch kranke Kinder 
entwicklungsgefährdete Kinder aus sozial benachteiligten Familien 
Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, Lern- und Leistungsstörungen 
Kinder, die von psychischer Behinderung bedroht sind 
verunsicherte Eltern und Familien, die sich um die Entwicklung ihrer Kinder Sorgen machen

Außerdem sind die Frühberatungsstellen Ansprechpartner für pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten und anderen entsprechenden Einrichtungen.

 Kernaufgaben

Die Frühberatungsstellen bieten in interdisziplinärer Zusammenarbeit pädagogische und medizinisch-therapeutische Leistungen an. Dazu gehören:

als kindbezogene Hilfen: 
     Entwicklungsdiagnostik, Therapie und Förderung
als Eltern – und familienbezogene Hilfen: 
     Information, Beratung über Entwicklungsstand und Entwicklungsbedürfnisse
     des Kindes, psychologische Beratung/Familienberatung
als Integrationshilfen:                                                                               Angebote bezogen auf das familiäre Umfeld und soziale Netzwerke, Initiieren und Vermitteln von Elterngruppen, Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen, Öffentlichkeitsarbeit.

Die Arbeit in der Frühberatung orientiert sich grundsätzlich an den Prinzipien der Ganzheitlichkeit, der Familienorientierung, der Interdisziplinarität und der Vernetzung. Arbeitsgrundlage hierfür ist die besondere Beachtung der individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Kindes sowie der Ressourcen der Eltern bzw. der gesamten Familie. Auf der Basis dieser ganzheitlichen Sichtweise werden der Entwicklungsstand, das körperliche und emotionale Befinden des Kindes und seine Einbindung in das soziale Umfeld bei Diagnostik und Fördermaßnahmen berücksichtigt.
 
 Interdisziplinäre Zusammenarbeit  
   
Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen medizinisch-therapeutischen und pädagogischen Bereich kennzeichnet und begleitet den gesamten Ablauf der Frühberatung/Frühförderung:  bei Eingangs-, Verlaufs- und Abschlussdiagnostik, beim Erstellen des Förderkonzepts, im Prozess der Behandlung und Förderung des Kindes und in der begleitenden Beratung der Eltern/Erziehungsverantwortlichen bis zur Beendigung der Frühförderung.

Formen interdisziplinärer Kooperation sind:

regelmäßige Zusammenarbeit im interdisziplinären Team
Kooperation mit niedergelassenen Ärzten
Kooperation mit externen Fachkräften und Experten unterschiedlicher Institutionen, die sich aus spezifischen Frage- und Aufgabenstellungen ergibt
 
 
2.  Kindbezogene Leistungen
 
2.1  Entwicklungsdiagnostik
 
Die  Entwicklungsdiagnostik
ist als Eingangs-, Verlaufs- und Abschlussdiagnostik angelegt 
umfasst alle Dimensionen der kindlichen Entwicklung 
beinhaltet die Beobachtung und Beurteilung der Eltern-Kind-Interaktion 
ist handlungs- und alltagsorientiert 
wird erbracht in Abstimmung mit den Bezugspersonen des Kindes 
bedient sich fachspezifischer Befunderhebung, freier und Hypothesengeleiteter Beobachtung des spontanen und reaktiven Verhaltens des Kindes und standardisierter Screenings 
führt die diagnostischen Beiträge der einzelnen Fachdisziplinen, die Vorbefunde sowie die Beobachtungen der Eltern zu einem Gesamtbild zusammen 
ist Grundlage der individuellen interdisziplinär ausgerichteten Förderplanung

Bestandteile der Entwicklungsdiagnostik

medizinisch – therapeutische Diagnostik:

allgemeiner Überblick über die verschiedenen Bereiche der kindlichen Entwicklung
vertiefende und erweiterte berufsgruppenspezifische Diagnostik mit der Erhebung von Fähigkeiten und Schwierigkeiten sowie anamnestische Daten in der:

Logopädie  bezogen auf die Stimme (incl. Atmung), das Sprechen (incl. Hören), die Sprache und die Nahrungsaufnahme (incl. Schlucken)
Ergotherapie bezogen auf die Alltagsbewältigung und Handlungskompetenz im motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuropsychologisch-kognitiven und  psychosozialen Bereich
Physiotherapie bezogen auf die Bewegungsentwicklung und Bewegungskontrolle, die spezifische Befundung des Bewegungssystems (Gelenke, Knochen, Muskeln), und des Organsystems (Atmung, Haut).

Prüfung des Alltagsgebrauchs von vorhandenen Hilfsmitteln und Bedarfsermittlung

pädagogische – heilpädagogische Diagnostik

allgemeine Entwicklungsdiagnostik
Kindbezogene Anamnese
Familienanamnese und Hypothesenbildung zur Familiendynamik
die Einschätzung der Beeinträchtigung/Behinderung des Kindes sowie die Einschätzung seiner Ressourcen im Hinblick auf seine gegenwärtige Lebenssituation und künftige Entwicklung
die Einschätzung des Kindes im Hinblick auf den Übergang in weiterführende Einrichtungen


3. Förderung und Therapie

Förderung und Therapie sind handlungs- und alltagsorientiert. Sie berücksichtigen die allgemeinen Ziele: 
die Beeinträchtigungen der Kinder und ihre Auswirkungen zu mildern und späteren Beeinträchtigungen vorzubeugen; kompensatorische Möglichkeiten zu eröffnen; zur Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Beeinträchtigung beizutragen; die Verfügung über eigene wie außen liegende Ressourcen zu erweitern; die Entwicklungschancen zu verbessern und eine Integration der Kinder in ihr Umfeld zu erleichtern.

Förderung und Therapie sind eingebettet in den Lebenskontext der Kinder. Sie finden in Zusammenarbeit mit den Eltern oder wesentlichen Bezugspersonen des Kindes statt. Das jeweilige therapeutische oder/und pädagogische Angebot richtet sich nach dem interdisziplinär abgestimmten Förderplan.

3.1. Die medizinisch – therapeutischen Angebote basieren auf spezifischen
       Behandlungsmethoden und Konzepten und umfassen folgende 
       Zielbereiche:

a) in der Ergotherapie

Alltagsbewältigung und Handlungskompetenz, Selbständigkeit
Grob- und Feinmotorik, Koordination, Kraft, Konzentration und Ausdauer
Wahrnehmungsverarbeitung, Sensorische Integration, Körperwahrnehmung
Kognitive Funktionen, sozial – emotionale Kompetenzen, Interaktions- und Kommunikationsfähigkeit, Beziehungsfähigkeit
Umfeldanpassung
Hilfsmittelversorgung, -anpassung, -schulung

b) in der Logopädie

Atmung, Haltung/Tonus, Sprech- /Schluckmotorik, taktil- kinästhetische und auditive Wahrnehmung
Artikulation/Lautbildung, Phonation, Sprechablauf, Sprachverständnis, Sprachproduktion
Konzentration und Sprachgedächtnis
Kommunikationsfähigkeit und Sprachkompetenz/Sprechfreude
Hilfsmittelversorgung, -anpassung, -schulung

c) in der Physiotherapie

Sensomotorik (mit Haltungskontrolle und motorischem Lernen), Koordination und Eigenregulation
Atmung, Nahrungsaufnahme, Durchblutung
Beweglichkeit, Schmerzlinderung, Kraft und Ausdauer
Hilfsmittelversorgung, -anpassung, -schulung

3.2. Die heilpädagogische Entwicklungsbegleitung umfasst eine ganzheitliche  
       Förderung der Entwicklung des Kindes und beinhaltet folgende Bereiche:

Basale Aktivierung
Psychomotorische Entwicklungsförderung
Heilpädagogische Spielförderung
Förderung von Handlungskompetenz und Alltagsfertigkeiten
Förderung der psycho- sozialen Kompetenz, der Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit
Unterstützung und Erleichterung der Lernschritte sowie Ermunterung des Kindes, Gelerntes anzuwenden 
Integration in das Lebensumfeld


4. Eltern– und Familienbezogene Hilfen

Es macht die besondere Qualität der Frühberatung aus, das Angebot an Diagnostik, Behandlung und Förderung für das Kind und die Angebote an Beratung und Begleitung für Eltern bzw. andere relevante Bezugspersonen miteinander zu verbinden. Deshalb versteht sich Frühberatung als Hilfe für die ganze Familie.

Die Familie ist das primäre Entwicklungs- und Erfahrungsfeld des Kindes. Von daher kann Frühförderung als professionelle Einflussnahme nur dann langfristig wirksam sein, wenn Fördermaßnahmen aufeinander abgestimmt, Eltern in allen Stadien der Frühförderung beteiligt, die Maßnahmen in das Familiensystem integriert und an der spezifischen familiären Situation ausgerichtet sind.

Bedeutsam ist die Vermittlung von Informationen über die Behinderung und die Entwicklungsperspektiven des Kindes sowie die psychosoziale Beratung der Eltern.

Dies beinhaltet:

entwicklungsdiagnostische Beratung
Anleitung günstiger Interaktionsformen mit dem Kind, die seine sprachliche, kognitive, soziale Kompetenzentwicklung sowie sein positives Selbsterleben unterstützen
Informationen über Möglichkeiten zur sozialen Entlastung und finanzieller Hilfen
Anleitung und konkrete Hilfe zur Gestaltung des Alltags mit dem behinderten Kind
psychologische Beratung zur Bewältigung der Lebenssituation mit einem behinderten oder entwicklungsauffälligen Kind, bei kritischen Entscheidungen ( z.B. Schulperspektiven), bei vorübergehender oder dauerhafter emotionaler Destabilisierung.
Stärkung der Ressourcen und Bewältigungskräfte des Familiensystems, die alle Familienmitglieder, insbesondere auch die Geschwister behinderter Kinder, mit einbezieht
Kriseninterventionen 
Bearbeitung von bestehenden oder entstandenen Konflikten in der Familie, die eine Entwicklungsförderung des Kindes verhindern könnten
Nutzung der interdisziplinären Angebotsstruktur der Frühberatungsstelle 
Ggf. Vermittlung an externe Einrichtungen oder Praxen 
Eltern- und Familienbezogene Hilfen haben in den einzelnen Phasen des Förderprozesses verschiedene Schwerpunkte:

4.1 Die Aufnahmephase

Erstgespräch

Das Erstgespräch dient dem Aufnehmen der Anliegen der Eltern und ihrer Sorgen bezüglich ihres Kindes. Zudem wird eine Anamnese erstellt, die den bisherigen Entwicklungsverlauf erfasst, einschließlich der pränatalen Phase.
Außerdem dient das Erstgespräch einer ersten Hypothesenbildung hinsichtlich der Familienstruktur und Beziehungsdynamik.

Entwicklungsdiagnostische Information und Beratung

Entweder bereits im Erstgespräch oder nach ersten Kennenlern - und Einschätzungsterminen mit dem Kind wird eine Entscheidung bezüglich der Fördermaßnahme getroffen. Diese Entscheidung wird in der Regel gemeinsam mit den Eltern gefällt. Berücksichtigt werden hierbei fachliche Aspekte und das Anliegen der Eltern, alles Notwendige für ihr Kind zu tun.

Krisenberatung

Besonders am Anfang aber auch im weiteren Verlauf der Beratung und Förderung tauchen bei den Eltern vielfältige Fragen nach der näheren und ferneren Zukunft auf. Die Beratung unterstützt die Eltern in der Verarbeitung ihrer Gefühle ( wie z.B. Trauer, Ohnmacht, Wut und Hilflosigkeit), die durch die Behinderung des Kindes entstanden sind. Die psychologische Beratung ist eine Hilfe zur Klärung der persönlichen Situation und zur Umorientierung auf das Leben mit dem behinderten oder entwicklungsverzögerten Kind. Dies erfordert andere Qualifikationen und Methoden als die entwicklungsdiagnostische Beratung der Eltern.

4.2 Im Verlauf des Förderprozesses

Die Beratung und Begleitung der Eltern bezieht sich zum Einen auf die konkrete Förderung des Kindes. Zum Anderen findet begleitend dazu Eltern-  und Familienberatung statt.

Zur Kindbezogenen Beratung gehören:

Die heilpädagogische, physiotherapeutische, ergotherapeutische und  logopädische Beratung der Eltern während der Förderung. 
Diese umfasst: 
die Information und Beratung zum Entwicklungsstand und den besonderen Entwicklungsbedingungen des Kindes
das Dolmetscher-Sein für die besonderen Entwicklungsbedürfnisse des Kindes
den Austausch über den Förderprozess
Anleitung und Hilfen für die Gestaltung des Alltags mit dem Kind
regelmäßige Bilanzgespräche mit den Eltern, der Therapeutin und/oder Pädagogin zum Entwicklungsstand des Kindes, Fortschreibung des Förderplans und der weiteren Förderinhalte

b)  Zur begleitenden Familienberatung gehören:

Familienberatung bei Erziehungsproblemen, Verhaltens – und Beziehungsstörungen, die aufgrund der Behinderung oder Entwicklungsverzögerung entstanden sind bzw. diese verstärkt oder verursacht haben
die psychologische Beratung bei Krisen und Konflikten, die sich durch die Behinderung des Kindes entwickelt oder verstärkt haben
vernetzte Beratungsangebote für Familien in Armutslagen, wenn schlechte äußere Entwicklungsbedingungen und Risikofaktoren des Kindes sich gegenseitig verstärken
Elterngesprächsgruppen in verschiedenen Formen

4.3 Die Abschlussphase

Die Abschlussphase beinhaltet:

a) das Vermitteln von Einschätzungen zum Stand des Kindes
allgemeiner Entwicklungsstand
Kompetenzen und Ressourcen des Kindes
Beeinträchtigungen und Schwierigkeiten des Kindes
aktuelle Situation des Kindes in der Familie


b) Einschätzung  des Förderverlaufs durch die Eltern 
Fortschritte des Kindes
Zufriedenheitsgrad mit der Förderung 
Zufriedenheit mit der Familienberatung und Begleitung
Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit insgesamt

c) Rückmeldung zum Förderverlauf durch die Frühberatung
Positive Veränderungen und offene Fragen in Bezug auf das Kind und seine Familie
Auswertung des gemeinsamen Prozesses

d) Überleitung
die Vorbereitung von Weiterempfehlungen und Vermittlungen
die Unterstützung beim Übergang des Kindes in andere Institutionen (z.B. Kindertagesstätte, Schule etc.)


5. Heilpädagogische Fachberatung in Kindertagesstätten

Wie für alle Kinder stellt die Kindertagesstätte häufig das erste außerfamiliäre
Erfahrungs- und Integrationsfeld für ein behindertes und entwicklungsauffälliges Kind dar. Die Gruppensituation mit Gleichaltrigen bietet dem Kind vielfältige, neue Entwicklungsimpulse und Anforderungen.
Die Kindertagesstätte ist ein wichtiger Bereich der (Früh-) Erkennung kindlicher Entwicklungsauffälligkeiten, die erst im Kindergartenalter bzw. in Gruppensituationen auftreten. Bei der heilpädagogischen Fachberatung handelt es sich um ein spezifisches, Kindzentriertes Beratungs- und Begleitungsangebot.

Arbeitsschwerpunkte sind: 

Präventive Beratung bei entwicklungsauffälligen Kindern in der Kindertagesstätte
Beratung und Begleitung zur Integration von Kindern mit Behinderung in die Kindertagesstätte
Fallbesprechungen in der Kleingruppe oder im Team
Beobachtung eines Kindes/der Gruppe in der Kindertagesstätte mit anschließendem Gespräch mit den ErzieherInnen und den Eltern bzgl. einer Entwicklungseinschätzung
Koordination von Förder- und Hilfeplangesprächen zusammen mit ErzieherInnen und Eltern, sowie anderer Beteiligter
Hospitation und fachlicher Austausch mit den ErgotherapeutInnen, LogopädInnen und PhysiotherapeutInnen der Frühberatungsstellen
Begleitung von Arbeitskreisen zum Thema „Behinderung – Entwicklungsverzögerung – Integration“
Begleitung bei der Überleitung von der Kindertagesstätte in die Schule
Info-Veranstaltungen für Kindertagesstätten-Teams oder Arbeitskreise
zu allen Themen kindlicher Entwicklung und Förderung
als Hilfestellung zur „Integration des Integrationsgedankens“ in die Konzeption und Praxis einer Kindertagesstätte

Unseren Ansatz in der heilpädagogischen Kindertagesstätten-Fachberatung bestimmt ein möglichst präventives Angebot und ein umfassendes Konzept der kindlichen Entwicklungsförderung und Entwicklungsbegleitung. 
Unser Bestreben ist es, pädagogische Fachkräfte für unterschiedliche Verläufe kindlicher Entwicklung zu sensibilisieren und ihnen ein Instrumentarium für den Umgang mit „auffälligen“ Kindern zu vermitteln. Dazu gehören die Schulung in  Beobachtung und Dokumentation kindlicher Entwicklung sowie die Erarbeitung pädagogischer Integrationskonzepte und eine umfassende Hilfeplanung.

6. Umfeld – und Netzwerkbezogene Angebote

Durch vernetzende Zusammenarbeit unterstützt Frühförderung  die Etablierung von Kooperationsbeziehungen und Kooperationsstrukturen.
Vernetzung bedeutet auch das Engagement für eine Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Ressourcen für behinderte Kinder und deren Familien in der Gemeinde.

Wir kooperieren mit:

speziellen Frühfördereinrichtungen für sinnesgeschädigte und autistische Kinder
niedergelassenen ÄrztInnen
niedergelassenen TherapeutInnen
Ämtern und Institutionen wie Gesundheits-, Jugend- und Sozialämtern
weiterführenden Diensten, Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Erziehungs- und Bildungseinrichtungen wie z.B. Kindertagesstätten, Kindergruppen, Schulen- und Vorklassen, familienentlastenden Diensten, Heimen
Selbsthilfegruppen und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung
Kliniken, Sozialpädiatrischen Zentren, Spezialambulanzen
regionalen und überregionalen Gremien, Arbeitskreisen und Interessenvertretungen wie psychosoziale Arbeitsgemeinschaften, regionale und überregionale fachliche Arbeitsgremien der Frühförderung, Landesarbeitsgemeinschaften

Weitere Angebote im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit sind:

Informationsveranstaltungen für Eltern
Fachtage für ErzieherInnen
Tage der offenen Tür
Straßen- und Nachbarschaftsfeste
Beteiligung an regionalen und überregionalen Veranstaltungen und Kampagnen zu Themen im Bereich „Familie, Kinder, Behinderung“
Bereitstellen von Informationsblättern und Broschüren 


7. Institutionelle Voraussetzungen

In den Frühberatungsstellen arbeiten medizinisch-therapeutische und pädagogische Berufsgruppen zusammen. Das interdisziplinäre Angebot umfasst sowohl die Kindbezogene Behandlung als auch eng damit verknüpft, die Beratung und Begleitung der Eltern. Diese Verknüpfung erfordert eine enge Zusammenarbeit, einen über den einzelnen Fall hinausgehenden Austausch und die Verständigung über die jeweiligen Sichtweisen, Ziele und Arbeitsschwerpunkte.

Die Leistungsfähigkeit der Frühberatungsstelle im Sinne der erwähnten Aufgaben ist insbesondere abhängig von:

der Ausstattung mit Personal in den verschiedenen beruflichen Schwerpunkten
der Bereitstellung und Etablierung von Kooperationsstrukturen für den interdisziplinären Austausch
der Gestaltung und Qualitätssicherung durch eine kompetente Leitung
einer den Arbeitsschwerpunkten angemessenen räumlichen und sächlichen Ausstattung

7.1 Personalausstattung

In der Personalausstattung der interdisziplinären Frühberatungsstelle sind folgende Kompetenzen erforderlich:

medizinisch therapeutischer Bereich (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie)
psychologischer Bereich
heilpädagogischer Bereich
Bereich der Sozialarbeit/Sozialpädagogik

Voraussetzungen sind jeweils berufsspezifische Qualifikationen.
Die institutionalisierte Zusammenarbeit mit den regional ansässigen Kinderärzten ist Bestandteil des interdisziplinären Konzeptes.

7.2 Räumliche Ausstattung

Die Einrichtung ist durch den öffentlichen Personennahverkehr gut erreichbar.
Die räumlichen Bedingungen sind dem Zweck angemessen. 
Die Einrichtung ist behindertengerecht.
Wartebereich sowie Sanitäranlagen sind vorhanden.

7.3 Sächliche Ausstattung

Neben der normalen Büroausstattung sind für eine effiziente Büroorganisation vorhanden:

Telefon/Fax
EDV 
Internetzugang
Kopiergerät
Aktenvernichter
Verschließbare Schränke



7.4 Qualitätssicherung 

Die direkten Leistungen der Frühberatungsstelle für die Kinder und Familien sind in ihrer Qualität wesentlich abhängig von indirekten Leistungen, die der Sicherung ganzheitlicher und Familienorientierter interdisziplinärer Arbeit dienen. Dazu gehören:

die Zusammenarbeit im Team, der interdisziplinäre Fachaustausch und die Fallbezogenen Absprachen
stützende Strukturen für die einzelnen MitarbeiterInnen in Form von fachlicher Beratung durch KollegInnen anderer Professionen, kollegialer Beratung und Supervision
kontinuierliche Fortbildung in fachspezifischen und fachübergreifenden Themen der Frühförderung
Ressourcen für die Institutionsübergreifende Kooperation und Vernetzung

Besondere Qualitätsmerkmale der Frühberatungsstellen sind:

die Arbeit im interdisziplinären Team. Das heißt, dass die MitarbeiterInnen der verschiedenen genannten Berufsgruppen in den Frühberatungsstellen des Caritasverbandes fest angestellt sind. 
die intensive Institutionsübergreifende Zusammenarbeit. Sie koordiniert und optimiert die verfügbaren Ressourcen im Einzelfall. Über den Einzelfall hinaus trägt sie zur notwendigen Weiterentwicklung der verschiedenen Angebote und zur Klärung von Aufgaben und Verantwortlichkeit zwischen den beteiligten Personen und Institutionen bei.

7.5 Leitung

Der Leitung obliegt insbesondere:

die inhaltliche Ausgestaltung und Sicherung des Angebots der Stelle (Richtlinienkompetenz in fachlichen Fragen, Fachaufsicht)
die Ausgestaltung und Sicherung der organisatorischen Erfordernisse und der Betriebsabläufe (Dienstaufsicht)
die Ausgestaltung und Sicherung der Funktionsfähigkeit und Effizienz des Teams (Mitarbeiterführung)

8. Kosten 

Die Leistungen der Frühberatungsstellen sind grundsätzlich unbürokratisch und kostenfrei zugänglich. Die medizinisch-therapeutischen Leistungen werden über eine ärztliche Verordnung abgerechnet. 

Juli 2006








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2008/0426

4142 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
14.10.2008 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Sozialverwaltung  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
II  20 
V  50/51 
Stvv.  52 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0426 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Zuwendungsvertrag mit dem Caritasv erband Darmstadt e. V. zur Verwendung 
kommunalisierter Landesmittel 
 
Vorlage vom: 26.09.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat stimmt der Unterzeichnung des beiliegenden Zuwendungsvertrages mit dem 
Caritasverband Darmstadt e. V. über die Förderung der Frühberatungsstelle für entwicklungsgefährdete 
Kleinkinder zu. 
 
Anlagen: Zuwendungsvertrag Caritasverband 
Leistungsbeschreibung Caritasverband 
Kalkulationsblatt Caritasverband 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 26. September 2008: 
 
Nach Abschluss eines erfolgreichen Modellversuches zur Neustrukturierung sozialer Hilfen in Hessen, 
führten intensive Verhandlungen zwischen dem Hessischen Städtetag, dem Hessischen Landkreistag, 
der Liga der freien Wohlfahrtsverbände in Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen und dem 
Hessischen Sozialministerium zu dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung die die Grundsätze der 
„Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen“ hessenweit 
übertragen soll. 
 
Dieser Rahmenvereinbarung haben sich nach und nach sämtliche hessische kreisfreie Städte und 
Landkreise angeschlossen. Am 27. Januar 2005 wurde vom damaligen Oberbürgermeister Benz die 
Beitrittserklärung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Rahmenvereinbarung unterzeichnet. 
 
Am 15. September 2006 unterschrieb Oberbürgermeister Walter Hoffmann die Zielvereinbarung 
zwischen dem Land Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen sowie der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt über die Verwendung des örtlichen Budgets gemäß § 3 und über die Verwendung der 
Mittel des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen gemäß § 9 der oben genannten Rahmenvereinbarung 
über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in 
Hessen. 
 
Der Magistrat hat die Vorgänge mit Vorlage 264 am 26.April 2006 zur Kenntnis genommen und 
gleichzeitig die weitere Vorgehensweise beschlossen. Die Magistratsvorlage lag der 
Stadtverordnetenversammlung am 2. Mai 2006 zur Kenntnisnahme vor. 
Die Rahmenvereinbarung sieht im § 6 vor, Zuwendungsverträge mit den Anbietern sozialer Hilfen in 
ihren Zuständigkeiten abzuschließen. 
 
Die Frühberatungsstelle für entwicklungsgefährdete Kleinkinder des Caritasverbandes 
Darmstadt e. V., ist in der Zielvereinbarung dem Zielbereich „Allgemeine Frühförderung“ zugeordnet. 
 
Mit dem in der Anlage beigefügten Vertrag, werden lediglich die bislang über das Land Hessen sowie 
den Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) ausgezahlten Zuschüsse geregelt. Über den 
kommunalen Zuschuss für Personal- und Sachkosten besteht seit Jahren eine gesonderte 
Vereinbarung mit dem Caritasverband. 
 
Wie im § 4 des Vertrages dokumentiert, betragen die Zuwendungen aus kommunalisierten 
Landesmitteln insgesamt 126.156,99 Euro und werden vom Land Hessen sowie dem 
Landeswohlfahrtsverband Hessen, an die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen des 
Gesamtbudgets zurückerstattet. 
 
Der Vertrag wurde vom Rechtsamt sowie vom Revisionsamt geprüft. Die in der Anlage beigefügte 
Leistungsbeschreibung lag der stadtinternen „AG Kommunalisierung“ vor und wurde von der Sozial- 
und Jugendhilfeplanung als „den Standards entsprechend“ bewertet. 
 
Darmstadt, 26. September 2008 
dr-gö, Nst.: 32 73 
 
Dezernat II     Dezernat V 
 
 
 
Wolfgang Glenz     Jochen Partsch 
Bürgermeister     Stadtrat 
 
Anlage 
Zuwendungsvertrag 
Leistungsbeschreibung 
Kalkulationsblatt

anlage 1

28181 Zeichen

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        Zuwendungsvertrag 
über die Förderung sozialer Hilfen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt


zwischen der 

Wissenschaftsstadt Darmstadt		
vertreten durch den Magistrat
- nachfolgend Zuwendungsgeber genannt - 


und dem Caritasverband Darmstadt e.V.,
Heinrichstraße 32 A, 64283 Darmstadt,		
vertreten durch Herrn Franz-Josef Kiefer, Caritasdirektor	
- nachfolgend Zuwendungsempfänger genannt - 



Präambel


Zur Erbringung sozialer Hilfen und zum Wohle der Hilfesuchenden kooperieren öffentlich-hoheitliche, kirchliche sowie nicht konfessionelle Träger der freien Wohlfahrtspflege in vielfältiger Weise. Auf dieser Grundlage und unter Achtung der jeweiligen Selbständigkeit in Zielsetzung und Aufgabenerfüllung sind die Partner dieser Vereinbarung bestrebt, soziale Hilfsangebote zu fördern, mit anderen Angeboten abzustimmen und damit eine leistungsfähige soziale Infrastruktur im Raum Darmstadt zu sichern.

Der Zuwendungsempfänger ist gemäß seiner Satzung im Bereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt tätig. 



§ 1 Vertragsgegenstand


Mit der Rahmenvereinbarung über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen (im folgenden Rahmenvereinbarung Kommunalisierung) vom 14.12.2004 haben das Land Hessen, der Hess. Landkreistag, der Hess. Städtetag, der Landeswohlfahrtsverband Hessen und die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen) die Strukturierung und Kommunalisierung sozialer Hilfen in Hessen vereinbart. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist der Rahmenvereinbarung Kommunalisierung mit Erklärung vom 27.01.2005 beigetreten. Darauf beruhend wurde zwischen dem Land Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) und der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Zielvereinbarung über die Verwendung des örtlichen Budgets gemäß § 3 und über die Verwendung der Mittel des LWV Hessen gemäß § 9 der oben genannten Rahmenvereinbarung mit Datum vom 15.09.2006 vereinbart.

Gegenstand des Zuwendungsvertrages ist die Förderung der Frühberatungsstelle für entwicklungsgefährdete Kleinkinder, Schwarzer Weg 14a, 64287 Darmstadt des 
Zuwendungsempfängers gemäß 
 FORMCHECKBOX  § 17 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 2 Satz 2 SGB II
 FORMCHECKBOX  § 74 SGB VIII, 
 FORMCHECKBOX  der Zielvereinbarung zwischen dem Land Hessen und der   
     Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 15.09.2006 in dem Bereich          
     allgemeine Frühförderung

Die Leistungsbeschreibung und das Kalkulationsblatt sind als Anlage 1 und Anlage 2 
Bestandteile des Zuwendungsvertrags.

Durch die Zuwendung werden keine Leistungen abgegolten, die zugleich Gegenstand von 
Vereinbarungen nach § 17 Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 2 Satz 2 SGB II, §§ 78a ff SGB 
VIII oder §§ 75 ff SGB XII darstellen.



§ 2 Art und Umfang der Zuwendung

Der Zuwendungsgeber fördert die in § 1 genannten Hilfeangebote des Zuwendungs-empfängers im Rahmen der 
 FORMCHECKBOX  Projektförderung
 FORMCHECKBOX  Institutionellen Förderung.

(2) Die oben genannte Förderung erfolgt als 
 FORMCHECKBOX  Teilfinanzierung als
 FORMCHECKBOX  Anteilsfinanzierung
 FORMCHECKBOX  Festbetragsfinanzierung 
 FORMCHECKBOX  Fehlbedarfsfinanzierung
 FORMCHECKBOX  Vollfinanzierung .						



§ 3 Personelle und sächliche Ausstattung

Die Anforderungen an die personelle und sächliche Ausstattung der von § 1 umfassten Tätigkeiten richten sich nach der Leistungsbeschreibung und dem Kalkulationsblatt.



§ 4 Finanzierung



Der Zuwendungsempfänger erhält für den in § 1 vereinbarten Vertragsgegenstand eine jährliche Zuwendung in Höhe von  126.156,99  Euro.

Der Zuwendungsempfänger erhält den jährlichen Zuwendungsbetrag in vier gleichen Teilbeträgen, jeweils am 15.2., 15.5., 15.8. und 15.11. des Jahres. Abweichende Auszahlungstermine sind möglich.




Die genannte Gesamtsumme der Zuwendung setzt sich derzeit wie folgt zusammen:

Land Hessen: 	 	98.375,00 Euro 
LWV Hessen	  	27.781,99 Euro 


Der Zuwendungsempfänger setzt für den Vertragsgegenstand Eigenmittel in Höhe
von mindestens von 20% der Gesamtausgaben ein .

(4) Die Zuwendung dient dem Ausgleich von:

Personalkosten für Mitarbeiter/innen gemäß § 3 in Verbindung mit der Leistungsbeschreibung 
Sachkosten 

Personalkosten und Sachkosten sind gegenseitig deckungsfähig .

Soweit Mittel des LWV Hessen weitergeleitet werden, gilt die Einschränkung, dass diese ausschließlich für die ergänzende Förderung von Frühförderangeboten eingesetzt werden.

Der Zuwendungsgeber verpflichtet sich, die vom Land Hessen und vom Landeswohlfahrts-
verband Hessen zur Finanzierung der Frühförderstelle des Caritasverbandes Darmstadt e.V.
in Darmstadt bereitgestellten Mittel uneingeschränkt für die Arbeit im gesamten Einzugs-
bereich, bestehend aus der Stadt Darmstadt und dem Westteil ( Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Erzhausen, Griesheim, Messel, Modautal, Mühltal, Ober-Ramstadt, Pfungstadt, Roßdorf, Seeheim-Jugenheim, Weiterstadt) des Landkreises Darmstadt-Dieburg einzusetzen.


§ 5 Berichtspflichten und Prüfungsrechte

(1) Jeweils zum 31.03. des Jahres legt der Zuwendungsempfänger für das abgelaufene Jahr einen 
     Verwendungsnachweis über die nach § 4 Abs. 2 verwendeten Mittel vor. Die gegliederte
     Abrechnung ist wie bisher auch vom Rechnungsprüfungsamt der Diözese Mainz vorzu-
     prüfen.

Der Verwendungsnachweis besteht aus:
einem Bericht über den Erfolg der geförderten Maßnahme (Sachbericht)
einer gegliederten Abrechnung.

Die Originalbelege mit Nachweis der Zahlungen (Kontoauszügen) sind auf Verlangen vorzulegen.

Die nicht in einem Haushaltsjahr verbrauchten Zuwendungen können nach vorheriger 
schriftlicher Anzeige an den Zuwendungsgeber auf das Folgejahr übertragen werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Förderung des folgenden Jahres hat. Eine Übertragung der nicht verbrauchten Mittel in die Folgejahre kann nur nach Zustimmung des Zuwendungsgebers erfolgen. Dabei wird in der Regel eine Übertragung nur bis zur Höhe von 20 % der Ausgaben (Liquiditätsreserve) möglich sein. Höhere Übertragungen sind im Einzelfall besonders zu begründen und bedürfen der Zustimmung des Stadtkämmerers.

Der Verwendungsnachweis wird vom zuständigen Fachamt und dem Revisionsamt der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt geprüft. Diese Ämter können die Vorlage weiterer Unterlagen (auch über den Vermögensstand) verlangen und auch eine Prüfung in den Räumen des Zuschussempfängers vornehmen.
Dem Präsidenten des Hessischen Rechnungshofes – überörtliche Prüfung – stehen die Rechte aus dem Gesetz zur Regelung der überörtlichen Prüfung kommunaler Körperschaften in Hessen (ÜPKKG vom 22.12.1993 Gesetz und Verordnungsblatt (GVBl) I, Seite 708 ff. insbesondere § 5 Abs. 2-4) zu.
Bei einer Beteiligung des Landeswohlfahrtsverbandes an der Förderung, ist ein Prüfrecht der Prüfungsgremien des LWV ebenfalls gegeben.





(4) Die Stadt behält sich vor, die bereits gewährte Zuwendung zurückzufordern, wenn:

der Verwendungsnachweis nicht ordnungsgemäß geführt oder nicht rechtzeitig vorgelegt wird,
die Zuwendung nicht oder nicht in voller Höhe (z. B. wegen Reduzierung der Gesamtausgaben gegenüber der Planung), nicht alsbald nach ihrer Erbringung oder nicht mehr für den vertraglich festgelegten Verwendungszweck verwendet wird,
die Liquiditätsreserve des Zuwendungsempfängers ohne vorherige Genehmigung des Zuwendungsgebers am Ende eines Jahres 20 % der Ausgaben ggf. zuzüglich der steuerlichen Absetzung für Abnutzung übersteigt. Sollte die Liquiditätsreserve die vorbezeichnete Grenze übersteigen, ist die Zuwendung in Höhe des Betrages zu erstatten, der zur Absenkung auf diese Grenze erforderlich ist.

(5) Der Zuwendungsempfänger hat die Originalbelege für die Dauer von fünf (5) Jahren nach 
     Abschluss der Prüfung aufzuheben.



§ 6 Informationspflicht/Vertragsanpassung

      Die Vertragsparteien verpflichten sich zur gegenseitigen Information über alle Veränderungen,
die von grundsätzlicher Bedeutung sind. Sie besteht insbesondere, wenn sich wesentliche 
personelle oder eine wesentliche inhaltliche Veränderung des Arbeitsfeldes angezeigt ist oder sich wesentliche Veränderungen gegenüber dem vorgelegten Kostenplan abzeichnen. 

Sofern im Laufe der Vertragslaufzeit Entwicklungen eintreten, in deren Folge die Zuwendung 
nach § 4 zur Abdeckung der anteiligen / vollständigen Personal- und Sachkosten im geförderten Bereich nicht ausreichen, ist der Zuwendungsempfänger berechtigt, die in § 1 umfassten Tätigkeiten entsprechend anzupassen.

Dies ist unter anderem der Fall, sofern die bei einer Teilfinanzierung des Vertragsgegenstandes eingesetzten Eigen- oder Drittmittel zur Finanzierung nicht ausreichen. Der Zuwendungsempfänger hat vor der Anpassung unverzüglich Gespräche mit dem Zuwendungsgeber einzuleiten.



§ 7 Kommunale Planung

Der unter § 1 vereinbarte Vertragsgegenstand ist Bestandteil der im Rahmen der kommunalen Sozialplanung verabredeten Hilfeangebote.

Die Vertragsparteien verpflichten sich, im Rahmen der kommunalen Sozialplanung nach § 5 der „Rahmenvereinbarung über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen“ über den Stand der Entwicklung ihrer geförderten Arbeit zu informieren, sich auszutauschen und zur Weiterentwicklung beizutragen.

Die Vertragsparteien entwickeln unter Berücksichtigung der aktuellen Zielvereinbarung eine einheitliche Dokumentation, Evaluation und ein einheitliches Berichtswesen.






§ 8 Vertragsdauer und Kündigung

Der Vertrag tritt rückwirkend ab 01.01.2006 in Kraft.

Er kann mit einer Frist von 12 Monaten zum 31.12. des darauf folgenden Jahres ordentlich
gekündigt werden.

Das Recht der Vertragsparteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Vor Ausspruch einer ordentlichen oder außerordentlichen Kündigung sind zwischen den Vertragsparteien Gespräche zu führen und die Möglichkeiten einer Vertragsfortführung oder – anpassung zu erörtern.



§ 9 Sonstiges und Schlussbestimmungen

Der Zuwendungsempfänger weist bei seiner Öffentlichkeitsarbeit, die im Rahmen des Zuwendungszweckes erfolgt, auf die Förderung durch das Land Hessen bzw. den Landeswohlfahrtsverband und die Kommune in entsprechender Form hin. Über Öffentlichkeitstermine im Rahmen des Förderungszweckes nach § 1, informiert der Zuwendungsempfänger vorab die Kommune.

Änderungen dieses Vertrages, insbesondere ergänzende Vereinbarungen bedürfen der Schriftform.
Auf diesen Vertrag finden ergänzend die Vorschriften der §§ 53 ff SGB X Anwendung.

Eine etwaige Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages berührt seine Rechtswirksamkeit im Übrigen nicht. 


.................................................... 				...........................................
Ort, Datum 							Ort, Datum 


......................................................				..............................................
Zuwendungsempfänger 					Zuwendungsgeber




                                                                                           ................................................
                                                                                             Zuwendungsgeber


                                                                                         


Anlagen: 
Anlage 1: Leistungsbeschreibung
Anlage 2: Kalkulationsblatt (Beispiel)



Anlage 1: Leistungsbeschreibung zum Zuwendungsvertrag zwischen der Gebietskörperschaft …. Und dem Träger …… vom ……..


Anlage 2: Kalkulationsblatt zum Zuwendungsvertrag zwischen der Gebietskörperschaft …. Und dem Träger …… vom ……..




















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anlage 3

1286 Zeichen

Kalkulationsblatt für das Jahr 2006
Name : Caritasverband Darmstadt e. V. - Frühberatung -
Anschrift : Heinrichstraße 32a, 64283 Darmstadt
Rechtsform : eingetragener Verein
I. Ausgaben
1. Personal Stellen [11 Höhe[21
Pädagogische Arbeit 2,91 165.201,89 €
Therapeutische Arbeit 3 132.408,12 €
Leitung 0,85 47.728,98 €
Verwaltung 0,5 20.097,48 €
Reinigung und technische Dienste GfB 9.723,53 €
Honorarmitarbeiter
Sonstige Personalausgaben
SUMME 375.160,00 €
2. Sachkosten Höhe
Miete / Pacht / Darlehn mit Umlagen und Nebenkosten 10.170,00€
Unterhaltung, Instandhaltung, Reparatur, 6.530,00 €Neuanschaffungen
Supervision / Fortbildunq[31 2.050,00 €
Öffentlichkeitsarbeit
Verwaltungskosten (Telefon, Büromaterial etc.) 17.350,00 €
Abschreibungen, Zinsen
SUMME 36.100,00 €
SUMME Ausgaben 411.260,00 €
11.Einnahmen
Arten Höhe
Fremdmittel
Stadt Darmstadt 60.404,50 €
Landkreis Da-DielWest 51.768,51 €
Förderung LWV 27.781,99€
Landesmitteln Hessen 98.375,00 €
Krankenkassenleistu ngen 80.000,00 €
Eigenmittel 92.930,00 €
Mitgliedsbeiträge
Stiftungen, Spenden, Bußgelder etc.
andere
SUMME Einnahmen 411.260,00 €
[1J in Vollzeitäquivalenten zu 38.5 Std./ Woche
[2) Bruttolohnkosten + Arbeitqeberanteil SV
[31 incl. Fahrtkosten zu Fortbildunq etc.
Sozial- und Jugendhilfeplanung 10/06
Herr Emanuel

Beratungsverlauf (1)

TOP 549

Orte (1)

  • Heinrichstraße 32a

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Details

Vorlagen-Nr.
2008/0426
Typ
Magistratsvorlage
Datum
26.09.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00