2007/0566
Finanzierungsvorlage Reaktivierung der Schienenverbindung Pfungstadt-Darmstadt
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2007/0566
8359 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
04.10.2007
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat
Amt: Dezernat III
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Öffentlich:
Verteiler:
I II
III VI
15 20
67 Stvv
BE
Vorlage-Nr. 2007/0566
Magistratsbeschluss-Nr.
648
Betreff: Finanzier ungsvorlage Reaktivierung der Schienenverbindung Pfungstadt-Darmstadt
Vorlage vom: 19.09.2007
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat nimmt den Sachstandsbericht zur Reaktivierung der Schienenverbindung
Pfungstadt-Darmstadt zur Kenntnis.
2. Der Magistrat stimmt den Betriebskosten von 225. 000,-- Euro/a ab dem Haushaltsjahr 2010
unter der Voraussetzung zu, dass für dieses Projekt keine Ausweitung der DADINA –
Verbandsumlage erfolgt. Die jährlichen Betriebskosten sind durch Einsparungen innerhalb der
DADINA zu erwirtschaften.
3. Mit Inbetriebnahme der Bahnstrecke ist der Linienverlauf der Linie P zu überprüfen und
bedarfsorientiert anzupassen.
Anlagen: Fahrplanentwurf Pfungstadt
Beschluss des Magistrats vom 10.10.2007
Der Vorlage wird zugestimmt.
2
...
Begründungsseite zur Magistratsvorlage III vom 25. September 2007
In der Berichtsvorlage-Nr. 2007/0420 (Magistratsbeschluss-Nr. 498 vom 15.08.2007) wurden die
überarbeitete Nutzen-Kosten-Untersuchung und die aktuelle Berechnung der Bestellkostenanteile
durch den RMV dem Magistrat und den Stadtverordneten zur Kenntnis gegeben.
Am 24.03.2003 hatte die Verbandsversammlung der DADINA die Bereitstellung von jährlich € 350.000
(Stadt Darmstadt = € 175.000, Landkreis Darmstadt-Dieburg = € 175.000) ab Dezember 2005 zum
Betrieb der Bahnstrecke Pfungstadt beschlossen. Der RMV wollte sich mit einem Betrag in gleicher
Höhe beteiligen.
Am 8.03.2007 nahm die DADINA-Verbandsversammlung die überarbeitete Nutzen-Kosten-
Untersuchung (NKU) zur Kenntnis und beauftragte die Geschäftsstelle zusammen mit dem RMV, der
Stadt Pfungstadt und der DB AG mit der weiteren Umsetzung des Vorhabens. Hiermit waren die
Voraussetzungen für die Weiterplanung der Infrastrukturmaßnahmen gegeben.
Im April 2007 teilte der RMV mit, dass der damals festgelegte Betrag wegen zwischenzeitlich
eingetretener Änderungen der finanziellen Rahmenbedingungen (z. B. Kürzung der
Regionalisierungsmittel, Wegfall der Fahrzeugförderung) nicht mehr realistisch ist. Jetzt soll das
Betriebsprogramm zur Kosteneinsparung reduziert werden, in dem am Wochenende und montags bis
freitags vormittags weniger Fahrten angeboten werden (s. Anlage), um den Betrag von € 350.000
(ohne Fahrzeuge) zu halten. Gleichzeitig setzt der RMV zusätzliche Kosten in Höhe von € 100.000
(Stadt Darmstadt = € 50.000, Landkreis Darmstadt-Dieburg = € 50.000)
pro Jahr für die DADINA für die Beschaffung eines Itino-Triebwagens an, der zusammen mit den
zusätzlichen Triebwagen für die Odenwaldbahn (3 Fahrzeuge) bestellt werden könnte. So ergibt sich
ein Gesamtbetrag von jährlich € 450.000 (Stadt Darmstadt = € 225.000, Landkreis Darmstadt-Dieburg
= € 225.000).
Am 05.09.2007 stimmte der DADINA-Vorstand der beabsichtigten Bereitstellung von jährlich €
450.000.(Stadt Darmstadt = € 225.000, Landkreis Darmstadt-Dieburg = € 225.000) ab dem Jahr 2010
zum Betrieb der Bahnstrecke Pfungstadt – Darmstadt – vorbehaltlich der Zustimmung der Stadt
Darmstadt - zu.
Das Konzept beruht auf einer betrieblichen Integration der Bahnstrecke Pfungstadt – Darmstadt in die
Odenwaldbahn. Hierdurch kann auch der Fahrzeugpool der Odenwaldbahn für die Pfungstädter
Strecke eingesetzt und vorhandene Standzeiten im Darmstädter Hauptbahnhof produktiv genutzt
werden. Statt zwei Fahrzeugen (ohne Reserve) wird deshalb nur ein zusätzliches Fahrzeug benötigt.
Außerdem entstehen umsteigefreie Verbindungen aus dem Odenwald sowie von den Stationen TU-
Lichtwiese, Darmstadt Ost und Darmstadt Nord nach Pfungstadt und umgekehrt. Dies entlastet auch
die Darmstädter Innenstadt. Darüber hinaus sichert und stärkt die Bahnstrecke Pfungstadt –
Darmstadt die Knotenfunktion des Darmstädter Hauptbahnhofes und trägt zum Erhalt von Regional-
und Fernverkehrsanbindungen bei.
Der Fahrplanentwurf des Rhein-Main-Verkehrsverbundes sieht für die Hauptverkehrszeit z.Zt.
folgende umsteigefreien Verbindungen vor (vgl. Anlage):
Vormittags (Lastrichtung Pfungstadt – Darmstadt):
Pfungstadt ab: 6:05 Uhr
Darmstadt Hbf. an: 6:18 Uhr
Darmstadt Hbf. ab: 6:18 Uhr (0 min Wartezeit)
Pfungstadt ab: 8:05 Uhr
Darmstadt Hbf. an: 8:18 Uhr
Darmstadt Hbf. ab: 8:37 Uhr (19 min Wartezeit)
Pfungstadt ab: 10:05 Uhr
Darmstadt Hbf. an: 10:18 Uhr
Darmstadt Hbf. ab: 10:37 Uhr (19 min Wartezeit)
Die Fahrten 5:05 und 7:05 enden ohne Durchbindung am Hauptbahnhof Darmstadt.
Nachmittags (Lastrichtung Darmstadt – Pfungstadt):
3
...
Darmstadt Hbf. an: 15:20 Uhr (21 min Wartezeit)
Darmstadt Hbf. ab: 15:41 Uhr
Pfungstadt an: 15:53 Uhr
Darmstadt Hbf. an: 17:20 Uhr (21 min Wartezeit)
Darmstadt Hbf. ab: 17:41 Uhr
Pfungstadt an: 17:53 Uhr
Darmstadt Hbf. an: 19:20 Uhr (21 min Wartezeit)
Darmstadt Hbf. ab: 19:41 Uhr
Pfungstadt an: 19:53 Uhr
Die Fahrten 16:41 und 18:41 enden ohne Durchbindung am Hauptbahnhof Darmstadt. Die weitere
Entwicklung des Fahrplanes mit einer verbesserten Durchbindung wird beim RMV ausdrücklich
geprüft.
RMV-Geschäftsführer Sparmann hat zugesagt, die Höhe der Fahrzeugkosten für die DADINA (€
100.000) wegen der Wechselwirkungen mit der Odenwaldbahn noch zu überprüfen.
Durch die Integration in den Betrieb der Odenwaldbahn ist es auch möglich, bei Bedarf mit
Doppeltraktion nach Pfungstadt zu fahren. Eine Verdichtung des Stundentaktes auf einen
Halbstundentakt ist wegen der starken Belegung der Main-Neckar-Bahn schwierig.
Wegen der fast abgeschlossenen Verhandlungen zur Fahrzeugbestellung für die Odenwaldbahn
benötigt der RMV bis Oktober 2007 die Zusage der DADINA bzw. der Stadt Darmstadt zur
Mitfinanzierung der Betriebskosten.
Die Linie P der HEAG mobiBus wird bei Inbetriebnahme der neuen Bahnstrecke vor allem auf dem
Abschnitt von Pfungstadt nach Eberstadt - weniger Fahrgäste verzeichnen. Die Einnahmenverluste
können voraussichtlich durch betriebliche und planerische Änderungen (Einsparung von
Einsatzfahrzeugen, Anpassung des Leistungsangebotes,
Neuordnung des Schülerverkehrs) ausgeglichen werden. Auf den Straßenbahnlinien von Eberstadt
nach Darmstadt wird es gemäß Nutzen-Kosten-Untersuchung zu keinen signifikanten
Fahrgastrückgängen kommen.
Die Integration des Ausbaus Bahnhof Eberstadt in das Projekt Reaktivierung der Schienenverbindung
Pfungstadt ist nicht vorgesehen. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung müsste hierzu mit einigem
Zeitaufwand überarbeitet werden, da die Kosten Auswirkungen auf den NKU-Faktor haben. Zur Zeit
finden Gespräche zwischen der DB AG, der Stadt Darmstadt und der DADINA statt. Die DB AG hat ihr
Interesse an einer schnellen Lösung deutlich betont. Der Ausbau des Bahnhofs Darmstadt-Eberstadt
sollte parallel zum Projekt Bahnstrecke Pfungstadt-Darmstadt von der Stadt Darmstadt und der DB
AG mit dem Ziel vorangebracht werden, eine zeitgleiche Umsetzung zu realisieren.
Außerdem hat RMV-Geschäftsführer Sparmann zugesagt, die Stadt Darmstadt im Rahmen der
Stationsentwicklungsplanung im Hinblick auf eine Sanierung und Aufwertung des Eberstädter
Bahnhofes zu unterstützen.
4
...
Die für die Stadt Darmstadt anteiligen jährlichen Betriebskosten von 225.000,-- Euro für den Betrieb
der Schienenverbindung nach Pfungstadt ab dem Haushaltsjahr 2010 sind durch Einsparungen
innerhalb des DADINA - Wirtschaftsplanes zu erzielen. Der städtische Zuschuss an die Darmstadt-
Dieburger Nahverkehrsorganisation wird nicht um diese Betriebskosten erhöht.
Darmstadt, 25. September 2007
III wei-br
Nst. 3937
Anlage
Der Dezernent I Der Dezernent II Der Dezernent III Der Dezernent VI
Walter Hoffmann Wolfgang Glenz Klaus Feuchtinger Dieter Wenzel
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtrat Stadtrat
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Fahrplanentwurf Pfungstadt - Darmstadt Hbf (Mo-Fr)*
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Knotenzeiten
Darmstadt- Hbf (Mo-Fr) -
AnschIüsse
Pfungstadt-Bahn
(Entwurf]
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RB 76 nach Wiesbaden '40 RB 75 von Wiesbeden '21
IC nach Heidelberg '37
RB 66 nach Erbach '37
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RB 83 nach Aschaffenburg '32 RB 63 von Aschaffenburg '27
SE 60 von Heidelberg '28
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SE 60 nach Frankfurt '30 SE 60 nach Heidelberg '30
G6 Planung SPNV
J 14.08.2007
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Am Hauptbahnhof
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2007/0566
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 19.09.2007
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00