AN/2044/2021
Wohnungs- und Obdachlosenhilfe in Köln
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Gem. Anfrage nach § 4 (Die Linke)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln An die Oberbürgermeisterin Henriette Reker An den Ausschussvorsitzenden Daniel Bauer-Dahm Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 23.09.2021 AN/2044/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 30.09.2021 Wohnungs- und Obdachlosenhilfe in Köln Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, die Anfragesteller bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren zu setzen. Die Zahl der Wohnungslosen ist in Köln binnen eines Jahres, vom Stichtag im Juni 2019 bis zum Stichtag im Juni 2020 um 1000 Menschen gestiegen, wie sich der integrierten Woh- nungsnotfallberichterstattung des Landes NRW entnehmen lässt. Diese Zahlen sind valide, werden sie doch von der Stadt und den freien Trägern selbst an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gemeldet. In den vergangenen Wochen haben sich zudem Bürgerinitiativen und Vereine zu Wort ge- meldet, die die Stadtverwaltung in die Pflicht nehmen, der Verelendung, die nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Vierteln immer offensichtlicher wird, mit einem wirkungsvol- len Konzept zu begegnen. Die Arbeitsgemeinschaft der Liga der Wohlfahrtsverbände hat bereits im Sommer ein Papier mit konkreten Schritten zur Weiterentwicklung der bestehenden Einrichtungen der Woh- nungslosenhilfe vorgelegt. Angeregt werden dort neben dem Ausbau präventiver Angebote zur Verhinderung drohen- den Wohnungsverlustes, die Schaffung zusätzlicher Plätze auf dem Niveau der Winterhilfe, der Umbau und Ausbau bestehender Einrichtungen, so dass eine geschlechtergetrennte Unterbringung in abschließbaren Einzelzimmern möglich ist. Darüber hinaus sollen Jugend- hilfe und Wohnungslosenhilfe stärker miteinander verzahnt und überhaupt verstärkt ämter- übergreifend gearbeitet werden, um mehr Menschen frühzeitiger zu erreichen. - 2 - Angesichts der Tatsache, dass nun der zweite Corona-Winter bevorsteht, und die Not der wohnungslosen Menschen immer offensichtlicher wird, bitten die anfragestellenden Fraktio- nen um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wird es im Rahmen der Winterhilfe ausreichend Übernachtungs- und Tagesaufenthalts- plätze für wohnungslose Menschen geben, bei denen diese auch mit warmer Nahrung und Getränken versorgt werden? Bitte nennen Sie Zahlen. 2. Welche Vorschläge gibt es seitens der Verwaltung zur konkreten Umsetzung einer ämter- übergreifenden Zusammenarbeit zwischen Jugendamt, Gesundheitsamt, Sozialamt, dem Ordnungsamt etc. und den freien Trägern analog zur gelebten Praxis während der Ge- flüchtetenhilfe 2015/2016? 3. Wann gehen die bereits geplanten und beschlossenen Kontakt- und Beratungsstellen z.B. in Mülheim, Kalk oder Porz an den Start bzw. können diese auch mobil eingerichtet wer- den, sofern es noch keine geeigneten Räumlichkeiten gibt? 4. Wie sollen die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Köln zukunftsfähig gestaltet und ausgebaut werden z.B. mit Angeboten für Menschen, die sich aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen nicht an Regeln halten können und daher verstärkt auf der Straße anzutref- fen sind? 5. Was plant die Verwaltung hinsichtlich der Schaffung von zusätzlichen Plätzen z.B. für jüngere Obdachlose, für Paare und Frauen sowie für Menschen, die mit ihren Tieren le- ben? Wir bitten den Sozialdezernenten Herrn Dr. Rau bis zur Sitzung am 30.9.2021 erste Antwor- ten zumindest mündlich darzulegen, aufgrund des nahenden Beginns der Winterhilfe. Mit freundlichen Grüßen Gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2044/2021
- Typ
- Gem. Anfrage nach § 4 (Linke)
- Datum
- 23.09.2021
- Erstellt
- 23.09.2021 10:06