AN/0324/2018
Änderungsantrag zum Antrag unter TOP 6.1 auf Zahlung von Sitzungsgeld und einer pauschalierten Aufwandsentschädigung gem. § 33 GO
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Änderungsantrag auf Zahlung von Sitzungsgeld und einer Aufwandsentschädigung
6991 Zeichen
Tayfun Keltek 26.02.2018
Ahmet Edis
Antonella Giurano
Figen Maleki
An den
Vorsitzenden des Integrationsrates
An die
Geschäftsstelle des Integrationsrates
Herrn Andreas Vetter
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates – AN/0324/2018
Gremium Datum der Sitzung
Integrationsrat 05.03.2018
TOP 6.1 Antrag auf Zahlung von Sitzungsgeld für die Teilnahme an Arbeitskreisen und
der Koordinierungsrunde, sowie Zahlung einer pauschalierten Aufwandsentschädi-
gung gem. § 33 GO für die Mitglieder des Integrationsrates – AN/0215/2018
Sehr geehrte Damen und Herren,
es wird gebeten folgenden Änderungsantrag zur Abstimmung zu stellen:
Beschluss:
Antrag auf Zahlung von Sitzungsgeld für die Teilnahme an Arbeitskreisen und der Koordinie-
rungsrunde, sowie Zahlung eines Auslagenersatzes gem. § 33 für die Mitglieder des Integra-
tionsrates
Der Integrationsrat bittet die Verwaltung
1. die Zahlung eines Sitzungsgeldes für gewählte Mitglieder bei Teilnahme an maximal 16
Arbeitskreissitzungen des Integrationsrates im Jahr, nach § 45 GO i.V. mit § 25 Abs. 4
Hauptsatzung der Stadt Köln,
2. die Zahlung eines Sitzungsgeldes für die/den Vorsitzenden und die stellvertretenden
Vorsitzenden bei Teilnahme an den Koordinierungsrunden, nach § 45 GO i.V. mit § 25
Abs. 4 Hauptsatzung der Stadt Köln,
3. die Einführung eines Auslagenersatzes für entstandene Unkosten in Form einer Pau-
schalzahlung für die gewählten Mitglieder, die stellvertretenden Vorsitzenden und die
Vorsitzende /den Vorsitzenden nach § 33 GO,
zu prüfen und das Ergebnis dem Integrationsrat vorzulegen.
Aktueller Sachstand der Zahlung von Sitzungsgeld bzw. einer Aufwandsentschädi-
gung an direkt gewählte Integrationsratsmitglieder
Die 22 direkt gewählten Mitglieder des Integrationsrates
erhalten nach § 45 GO ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an den IR-Sitzungen in Höhe
von z.Z. 41,70 € je Sitzung (d.h. ca. 325,60 €/Jahr) analog dem Sitzungsgeld für sach-
kundige Einwohner*innen;
erhalten im Fall einer Benennung als Sachkundige Einwohner*innen in Fachausschüssen
ein Sitzungsgeld in Höhe von z.Z. 41,70 € je Sitzung;
können Verdienstausfall geltend machen und gem. § 5 Entschädigungsverordnung per
Einzelnachweis eine Fahrkostenerstattung beantragen (von dieser Möglichkeit wird auf-
grund des verhältnismäßig großen Aufwandes der Einzelantragstellung kaum Gebrauch
gemacht). Die für Ratsmitglieder und Bezirksvertreter*innen vorgesehene Möglichkeit
des Bezuges eines Monatstickets für die KVB bzw. eine Fahrkostenerstattung in Form
einer monatlichen Kilometerpauschale gilt für IR-Mitglieder bislang nicht;
haben nach § 44 GO NRW einen Freistellungsanspruch.
Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende bzw. die Vorsitzenden der fünf Arbeitskreise
erhalten keinerlei zusätzlichen Aufwandsentschädigungen.
Begründung zum Antrag:
Die politische Arbeit der gewählten Mitglieder des Integrationsrates gestaltet sich mittlerweile
im Rahmen einer Weiterentwicklung des Gremiums Integrationsrat wesentlich aufwändiger
und zeitintensiver.
Zu 1.:
Zu Beginn der Amtsperiode hat der Integrationsrat gemäß seiner Geschäftsordnung die Ein-
richtung von fünf thematisch arbeitenden Arbeitskreisen1 entschieden.
Dies sind:
AK 1 - Kultur und Sport
AK 2 - Flüchtlinge, Interkulturelle Zentren und bürgerschaftl. Engagement
AK 3 - Erziehung, Bildung und Beruf
AK 4 - Gesundheit, Soziales und Senioren
AK 5 - Allgemeine Ausländerangelegenheiten, Interkulturelle Öffnung und Antirassismus
Die Arbeitskreise tagen unter der Leitung einer/eines vom Integrationsrat benannten Spre-
cherin/Sprechers (üblicherweise einer der stellvertretenden Vorsitzenden) ca. 6 – 8 x im
Jahr. In den Arbeitskreisen werden die jeweiligen Schwerpunktthemen inhaltlich diskutiert
und Anfragen, Anträge zu den Sitzungen sowie weitere Initiativen wie Veranstaltungen etc.
pp. vorbereitet.
Zu 2.:
Die Koordinierungsrunde2, bestehend aus dem Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsit-
zenden und den migrationspolitischen Sprecher*innen der Fraktionen treffen sich regelmäßig
vor der Integrationsratssitzung (d.h. ca. 8 x/Jahr) und stimmen sich zur bevorstehenden Sit-
zung untereinander ab.
Die Teilnahme an den Arbeitskreisen und der Koordinierungsrunde soll über Anwe-
senheitslisten dokumentiert werden – es soll jeweils ein Sitzungsgeld gezahlt werden.
Für gewählte Mitglieder ist die Teilnahme an maximal 16 Arbeitskreissitzungen, d.h.
zwei Arbeitskreisen möglich.
1
In Entsprechung zu den Fraktionsarbeitskreissitzungen
2
In Entsprechung zu den Fraktionsvorsitzendenbesprechungen
Zu 3.:
Gem. § 33 GO soll die Aufwandsentschädigung in Form einer Pauschale als Ersatz von Aus-
lagen (z.B. erforderliche Fahrkosten, Telefongebühren, Kosten für Informationsmaterial, Fachbücher, Fachzeit-
schriften, Portokosten, Kosten für Schreib- und Büromaterial) gezahlt werden.
Darüber hinaus nehmen der Vorsitzende bzw. seine Stellvertretungen eine Vielzahl weiterer
Termine für den Integrationsrat wahr, bzw. vertreten ihn in Gremien, Arbeitskreisen, Runden
Tischen unterschiedlichster Art.
Rechtliche Grundlagen
In ‚Integrationsräte in NRW, Handlungsempfehlung für die Arbeit der Integrationsräte in den
Kommunen, Herausgeber: Ministerium für Inneres und Kommunales NRW3 wird auf S. 18
folgendes beschrieben:
„Welche entschädigungsrechtlichen Ansprüche haben die Mitglieder des Integrations-
rates?
Gemäß § 27 Absatz 7 Satz 1 der GO NRW haben die Mitglieder des Integrationsrates
im Rahmen ihrer Tätigkeit Ansprüche nach
§ 33 GO NRW – Auslagenersatz4
§ 44 GO NRW – Freistellungsansprüche
§ 45 GO NRW – Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung und Sitzungsgeld.
Als Auslagen nach § 33 GO NRW kommen hier beispielsweise Kosten für Informati-
onsmaterial, Fachbücher, Fachzeitschriften, erforderliche Fahrkosten, Portokosten,
Telefongebühren sowie Kosten für Schreib- und Büromaterial in Betracht. Diese Kos-
ten können auch pauschal erstattet werden, wobei allerdings gewährleistet sein
muss, dass die Pauschale die tatsächlich entstandenen Kosten nicht übersteigt. Die
Höhe dieses pauschalen Auslagenersatzes wird sehr stark von der Größe der Kom-
mune abhängen. Da es sich um einen persönlichen Auslagenersatz handelt, der auch
in pauschalierter Form die tatsächlichen Ausgaben nicht übersteigen darf, ist hierzu
eine persönliche Erhebung notwendig. Soweit aber eine Vergleichbarkeit der indivi-
duellen Pauschalen besteht, ist es möglich, dass die Kommunen Pauschalen, die für
alle Integrationsratsmitglieder gelten, erstatten.“
Mit freundlichen Grüßen
Tayfun Keltek
Ahmet Edis
Antonella Giurano
Figen Maleki
3
http://www.mik.nrw.de/fileadmin/user_upload/Redakteure/Dokumente/Publikationen/integrationsraete.pdf
4
das bedeutet ein Ersatz von Auslagen / entstandenen Unkosten
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0324/2018
- Typ
- Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat
- Datum
- 01.03.2018
- Erstellt
- 01.03.2018 10:12