2014/0320
Geschäftsbericht 2013 der Sparkasse Darmstadt
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2014/0320
14890 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
24.09.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Rechtsamt -
Stadtwirtschaftskoordina
tion
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2014/0320
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Geschäftsbericht 2013 der Sparkasse Darmstadt
Vorlage vom: 22.09.2014
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt von dem Geschäftsbericht der
Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt
(Sparkasse) für das Jahr 2013 Kenntnis.
Anlagen: Geschäftsbericht 2013
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 22.09.2014
Begründung:
Das Geschäftsjahr 2013 der Sparkasse verlief ihren Erwartungen entsprechend gut. Mit
Deutschland als Vorreiter konnte der Euroraum die Rezession überwinden, so dass im 2. Quartal
2013 in Deutschland der wirtschaftliche Aufschwung eingeleitet wurde. Die Entwicklung in
Südhessen, dem Kernmarkt der Sparkasse, verlief vergleichbar. Die Zinsen waren weiterhin
leicht rückläufig bei insgesamt positiven Finanzmärkten. Vor diesem Hintergrund erreichte das
Kundengeschäft der Sparkasse das zweite Jahr in Folge neue historische Höchststände. Die
Ausweitung des Volumens schlug sich aufgrund des äußerst niedrigen Zinsniveaus jedoch nicht
in gleichem Maße in den Ergebnissen nieder. Dennoch konnte die Sparkasse erneut ihre
Reserven stärken und wies einen Jahresüberschuss und Bilanzgewinn auf Vorjahresniveau von
jeweils 16 Mio. € aus. Davon erhält die Wissenschaftsstadt Darmstadt als einer der beiden Träger
des Instituts gemäß Hessisches Sparkassengesetz (HSpG) eine Ausschüttung von 3 Mio. €.
Ergebnisstabilität ist seit vielen Jahren eine besondere Stärke der Sparkasse. In den
wesentlichen Kennzahlen liegt das Institut über dem hessischen Sparkassendurchschnitt. Dank
seiner regionalen Ausrichtung und seiner im Vergleich zu den großen Universal- und
Spezialbanken risikoärmeren Geschäftsstruktur erwirtschaftet das Institut seit vielen Jahren
beständige Überschüsse und ermöglicht damit entsprechende stabile Ausschüttungen an die
Wissenschaftsstadt Darmstadt von durchschnittlich über 2 Mio. € pro Jahr. Auch für das
laufende Geschäftsjahr 2014 wurde erneut ein gegenüber dem Vorjahr unveränderter
Bilanzgewinn mit den entsprechenden Ausschüttungen für die Träger in Aussicht gestellt.
Die Bilanzierung der Sparkasse erfolgte auch 2013 unverändert nach deutscher
Rechnungslegung nach Handelsgesetzbuch (HGB). Der Jahresabschluss zum 31.12.2013 wurde
von der Prüfungsstelle des Sparkassen und Giroverbandes Hessen-Thüringen im Mai 2014
geprüft. Diese Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Es wurde ein uneingeschränkter
Bestätigungsvermerk erteilt.
- 4 -
Im Einzelnen:
1. Geschäftsentwicklung
Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 um rd. 1% auf rd. 4.088 Mio.
€ bei einem berichteten Geschäftsvolumen (Bilanzsummen inkl. Eventualverbindlichkeiten) von rd.
4.169 Mio. €. Schwerpunkt blieb das Kredit- und Einlagengeschäft mit Kunden, vor allem aus
der Region. Das Institut betrieb keinen risikoreichen Wertpapierhandel auf eigene Rechnung.
Wie schon in den beiden Jahren zuvor wurden im Geschäftsjahr 2013 das Geschäft mit anderen
Kreditinstituten sowie eigene Wertpapieranlagen tendenziell abgebaut. Das Kredit- und
Einlagengeschäft mit Kunden erreichte dagegen erneut historische Höchststände.
a) Aktivseite
Das berichtete Kreditvolumen (inkl. Treuhandkredite und unwiderrufliche Kreditzusagen) lag Ende
2013 rd. 2.805 Mio. € (plus rd. 5% gegenüber Vorjahr.). Davon sind über 90 % „Forderungen an
Kunden“, Ende 2013 rd. 2.571 Mio. € (plus rd. 7% gegenüber Vorjahr). Das Kreditgeschäft mit
Privat- und Geschäftskunden zählt somit unverändert mit einem Anteil von über 60% an der
Bilanzsumme zum Kerngeschäft der Sparkasse. Mehr als die Hälfte diese Kundenkredite sind
durch Grundpfandrechte besicherte Hypothekardarlehen, weitere rd. 9% entfallen auf Kredite an
Kommunen.
Die Position „Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren“, welche die
Wertpapieranlagen der Sparkasse enthält, verringerte sich nach dem Anstieg im letzten Jahr um
rd. 13% auf 828 Mio. €. Hier fand eine Umschichtung zu Gunsten von Krediten an Kunden statt.
Der Anteil an der Bilanzsumme betrug aber noch rd. ein Fünftel.
Der Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren lag fast unverändert
gegenüber dem Vorjahr bei rd. 77 Mio. €. Er spielt mit einem Anteil von rd. 2% an der
Bilanzsumme eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Wie auch alle anderen eigenen
Wertpapieranlagen der Bank werden diese Papiere nach dem strengen Niederstwertprinzip
bewertet.
Auch Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen haben mit einem Anteil von
nur rd. 1% der Bilanzsumme (31.12.2013: rd. 40 Mio. €) keinen großen Stellenwert. Der
erneute leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr liegt, wie auch im Vorjahr, vor allem in
einer Abschreibung begründet.
- 5 -
b) Passivseite (Refinanzierung)
Dem gegenüber steht die Refinanzierung des Aktivgeschäfts, abgebildet auf der Passivseite der
Bilanz. Auch 2013 profitierte die Sparkasse von ihrer passivlastigen Refinanzierungsstruktur,
wenngleich auch in geringerem Ausmaß wie in den Jahren zuvor: die Kundeneinlagen überstiegen
das auf der Aktivseite bilanzierte Kreditgeschäft mit Kunden deutlich, doch das anhaltend sehr
niedrige Zinsumfeld führte gleichzeitig zu einem leichten Margenrückgang. Ende 2013
erreichten die Kundeneinlagen inkl. verbriefter Verbindlichkeiten 3.443 Mio. €, ein Plus von rd. 5%
gegenüber Vorjahr. Gleichzeitig stieg ihr der Anteil an der Bilanzsumme um 3 Prozentpunkte auf
84%. Der Schwerpunkt der Geldanlagen lag nach wie vor im Bereich der kurzfristigen Sichteinlagen.
Das bilanzielle Eigenkapital der Sparkasse besteht aus den Sicherheitsrücklagen zum Jahresende
zuzüglich des jeweiligen Bilanzgewinns des Jahres. Die Sicherheitsrücklagen erhöhen sich nach
Feststellung des Jahresabschlusses jeweils um den Bilanzgewinn abzüglich der Ausschüttung des
Anteils am Bilanzgewinn, welcher den Trägern zusteht.
Ende 2013 lag die Sicherheitsrücklage bei rd. 320 Mio. € (Vorjahr: 308 Mio. €). Nach Feststellung
des Jahresabschlusses sollte sie sich um 11 Mio. € auf rd. 330,7 Mio. € erhöhen. Ein weiterer
ergänzender Eigenmittelbestandteil ist der Fonds für allgemeine Bankrisiken (sog. „340 g-
Reserven“), welcher sich um rd. 16 Mio. € auf nunmehr 50,6 Mio. € erhöhte (vgl. dazu auch unter
Punkt 3c)
2. Ertragslage
Die operativen Erträge der Sparkasse (Zins-, Provisionsüberschuss und Saldo der sonstigen
betrieblichen Erträge und Aufwendungen) lagen 2013 weiterhin auf hohem Niveau, wenn auch
leicht unter Vorjahr. Nach Abzug der Verwaltungsaufwendungen, welche ihren Vorjahreswert mit
rd. 5% überstiegen, lag das Betriebsergebnis vor Bewertung um rd. 7% unter seinem
Vorjahreswert bei rd. 48 Mio. € (Vj: 51 Mio. €; vgl. im Folgenden Abb. 1).
- 6 -
Abb. 1 Grafische Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung der Sparkasse für die Jahre 2010-2013
Daten: Sparkasse, Geschäftsberichte 2011- 2013
15
-14
-1
30
-5
-14
49
-65
8
22
84
16
-15
0
30
-10
-9
49
-68
6
23
88
16
-15
0
31
-20
-0,2
51
-68
6
23
90
16
-16
0
32
-16
0
48
-71
6
23
90
-90 -70 -50 -30 -10 10 30 50 70 90 110
Jahresüberschuss
Steuern
Außerord. Ergebnis 5)
Ergebnis vor Steuern
Zuführung
340g Reserven
Bewertungsergebnis 4)
Betriebsergebnis
vor Bewertung 3)
Verwaltungsaufwand 2)
Saldo Sonstiges 1)
Provisionsüberschuss
Zinsüberschuss
2013 2012 2011 2010
Mio. EUR
Erläuterungen:
1) Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen
2) Personalaufwand + andere Verwaltungsaufwendungen
3) Zinsüberschuss + Provisionsüberschuss + Saldo Sonstiges abzüglich Verwaltungsaufwendungen
4) Ab- und Zuschreibungen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen, bestimmte Wertpapiere, Beteiligungen
und Anteile an verbundenen Unternehmen, Zuführungen zu und Auflösungen von Rückstellungen im
Kreditgeschäft
5) Saldo der außerordentlichen Erträge- und Aufwendungen
- 7 -
Bei einem ausgeglichenen Bewertungsergebnis konnte die Sparkasse den Reserven des „Fonds
für allgemeine Bankrisiken“ 16 Mio. € zuführen und erreichte gleichzeitig einen
Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau i. H. v. 16 Mio. €. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern
(Gewinn vor Steuern in Relation zur durchschnittlichen Sicherheitsrücklage ohne Bilanzgewinn)
lag leicht unter Vorjahr bei guten 10,1%.
Wesentlicher Ertragsfaktor blieb mit einem Anteil von rund dreiviertel der Erträge der
Zinsüberschuss. Er spiegelt maßgeblich den Erfolg aus dem Kreditgeschäft wider. Die Nachfrage
nach Krediten war so hoch wie noch nie. Das äußerst niedrige Zinsumfeld belastete jedoch die
Zinserträge. Dies konnte auch der rückläufige Zinsaufwand nicht kompensieren, so dass der
Zinsüberschuss leicht zurückging.
Der Provisionsüberschuss lag dagegen leicht über Vorjahr bei rd. 23,5 Mio. €. Er ist die
zweitwichtigste Ertragsquelle der Bank und enthält vor allem die Provisionen aus dem
Kreditgeschäft, dem Vermittlungsgeschäft (Bausparen, Immobilen, Versicherungen) sowie dem
Wertpapier- und Depotgeschäft für Kunden.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich sichtbar um rd. 5% auf 71 Mio. €.
Wesentlicher Kostenblock blieben die Personalaufwendungen. Verantwortlich für den
Kostenanstieg waren jedoch insbesondere die sog. anderen Aufwendungen, die u.a. die Kosten
für Datenverarbeitung, Werbung oder die Aufwendungen für zu leistende Pflichtbeiträge
beinhalten. Die von der Sparkasse berichtete Kostenquote (operative Verwaltungsaufwendungen
in % der operativen Erträge) stieg sichtbar gegenüber Vorjahr an. Sie lag mit 55,2% aber immer
noch deutlich unter dem Durchschnitt der hessischen Sparkassen von über 62%.
Der Saldo aus Zu-, Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, bestimmte
Wertpapiere und Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Zuführungen
bzw. Auflösungen von Rückstellungen im Kreditgeschäft (Bewertungsergebnis) war ausgeglichen
und damit erneut auf sehr niedrigem Niveau. Zu der Verbesserung des Bewertungsergebnisses hat
maßgeblich der geringere Wertberichtigungsbedarf (geringere Neubildungen sowie die Auflösung
von bereits in den Vorjahren gebildeten Wertberichtigungen) im Kreditgeschäft beigetragen.
3. Risikolage
a) Relevanz der Risikoarten
Die Risiken der Sparkasse kommen unverändert hauptsächlich aus dem Kreditgeschäft mit
Kunden. Dementsprechend sind Kreditausfälle (sog. Adressrisiken) die wesentliche Risikoquelle
des Kreditinstituts. Weitere Risiken der Sparkasse, wenn auch in geringerem Maße, sind
Marktpreisrisiken und operationelle Risiken.
- 8 -
b) Risikomanagement
Seit mehreren Jahren dokumentiert das Institut im sog. Risikohandbuch das Gesamtsystem des
Risikomanagements. Die dort aufgeführten Risiken werden dann auf Basis einer GuV-orientierte
Risikotragfähigkeitsbetrachtung mit Hilfe eines Gesamtlimitsystems auf ein Maß begrenzt,
welches die Vermögens- und Ertragslage des Kreditinstituts nicht gefährdet.
Regelmäßig durchgeführte Stresstests ermöglichen es, Risikoszenarien und ihre
Auswirkungen auf die Sparkasse zu analysieren.
Das Risiko-Controlling entwickelt und implementiert Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme.
Die so ermittelten Risiken werden im Rahmen der Risikosteuerung aktiv beeinflusst. Die
Funktionen Risikoüberwachung und -steuerung werden innerhalb der Sparkasse bis hin zur
Vorstandebene - auch im Vertretungsfall - getrennt wahrgenommen. Die interne Revision prüft
regelmäßig die Wirksamkeit der gesamten Risikosteuerung auf Basis der Anforderungen der sog.
MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement).
Das auf Basis der Risikodeckungsmasse festgelegte Gesamtlimit war im Jahr 2013 ausreichend
und wurde zu keiner Zeit überschritten. Selbst bei Eintritt der darüber hinausgehenden
Stresstests konnten die Risiken getragen werden.
c) Eigenmittel und Reserven
Die Sparkasse verfügt über umfangreiche Eigenmittel. Neben dem unter der Position Eigenkapital
bilanzierten Sicherheitsrücklage (nach Feststellung des Jahresabschlusses 2013: rd. 331 Mio. €)
zählt hierzu auch der Fonds für allgemeine Bankrisiken, welcher sich Ende 2013 auf 50,6 Mio. €
(Vj. 34,6 Mio. €) erhöhte. Des Weiteren verfügt die Sparkasse über umfangreiche stille (d.h. nicht
bilanziell sichtbare), bereits bei Bildung versteuerte Vorsorgereserven gemäß § 340 f HGB sowie
stille Bewertungsreserven in ihren Wertpapierbeständen.
Die Solvabilitätsgesamtkennziffer (gem. Solvabilitätsverordnung) betrug zum 31.12.2013 23,9%.
Sie lag damit um rd. 1 Prozentpunkt über Vorjahr und überschritt den gesetzlich
vorgeschriebenen Mindestwert von 8% erneut deutlich.
d) Liquidität
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Der
gemäß § 11 Gesetz über das Kreditwesen (KWG) aufgestellt Liquiditätsgrundsatz wurde
ebenso wie die Mindestreservevorschriften im Berichtszeitraum stets eingehalten.
- 9 -
4. Ausblick
Im Geschäftsjahr 2014 rechnet die Sparkasse mit einem weiteren moderaten Wachstum des
Kundengeschäfts sowohl bei Krediten, vor allem im Bereich private und gewerbliche
Immobilienfinanzierungen, als auch bei den Einlagen. Dies sollte zu einem leichten
Bilanzsummenwachstum führen. Unter der Annahme leicht über alle Laufzeitenbänder steigender
Marktzinsen rechnet die Sparkasse für 2014 mit einem Zinsüberschuss auf Vorjahresniveau. Bei
gleichzeitig investitions- sowie tarifbedingt steigenden Verwaltungsaufwendungen geht das
Kreditinstitut davon aus, dass das Betriebsergebnis vor Bewertung in 2014 mit rd. 50,5 Mio. €
unter seinem Vorjahreswert liegen wird. Dennoch sollte die Kostenquote weiterhin die strategische
Zielmarke von 60% nicht überschreiten. Gleichzeitig wird ein gegenüber dem Vorjahr
unveränderter Bilanzgewinn von rd. 16 Mio. € mit den entsprechenden Ausschüttungen für die
Träger in Aussicht gestellt.
Darmstadt, den 22.09.2014
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
Anlage
anlage 1
80028 Zeichen
GESCHÄFTSBERICHT
2013
VON KLEINEN UND
VON GROSSEN DINGEN
Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen
Bilanzsumme Mio. EUR 4.087,8 4.040,6 3.842,6
Kundeneinlagen einschließlich
Eigenemissionen Mio. EUR 3.443,0 3.282,9 3.090,0
Kundenkreditvolumen
inkl. der Treuhandkredite und
unwiderrufl ichen Kreditzusagen Mio. EUR 2.805,3 2.664,5 2.482,6
Jahresüberschuss Mio. EUR 16,0 16,0 15,5
Girokonten (ohne Zins&Cash) Anzahl 141.115 137.773 133.709
Mitarbeiter Anzahl 874 876 869
Geschäftsstellen (inkl. SB-Stellen) Anzahl 45 44 44
Depotvolumen
Wertpapierdepots Mio. EUR 466,0 474,1 495,1
Investmentkonten Mio. EUR 291,8 269,4 256,2
Gesamt Mio. EUR 757,8 743,5 751,3
2013 2012 2011
SOZIALES HANDELN
Stiftungskapital der Jubiläumsstiftung
der Sparkasse Darmstadt TEUR 10.031,0 10.031,0 10.031,0
Ausschüttungen aus der
Jubiläumsstiftung TEUR 438,8 438,8 413,9
Spenden und Sponsoring TEUR 876,4 1.025,7 955,7
JAHRESBERICHT
2 Sparkasse Darmstadt
Vorwort 5
Wirtschaftsforum 2013 6
Regionales 8
Nachhaltigkeit im Fokus 10
Schnüffelnasen als Lebensretter 12
Geschichten erzählen, die Menschen berühren 14
Leichtgewichtige Stahlgiganten made in Darmstadt 15
Frischzellenkur für den Quellcode 16
Erfolg mit „Mademoiselle“ 18
Damit es im Ernstfall schnell geht 20
Aktiv an der Gesellschaft teilhaben 21
Soziales und Kulturelles 22
Schlossgrabenfest: Hessens größtes Musikfestival 24
„Ich bin eine Leseratte“ / Ludwig-Metzger-Preis 26
Preisgekrönte Instrumentalisten 27
Natur direkt erleben / Verwurzelt in der Region 28
KNAXianer auf den Spuren von Georg Büchner /
Herausragende Schulprojekte gefördert 29
Finanzen 30
Das Geschäftsjahr 2013 32
Bericht des Verwaltungsrates 39
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 (Kurzfassung ohne Anhang) 39
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2013
Aktivseite 40
Passivseite 41
Gewinn- und Verlust-Rechnung 42
Geschäftsstellen / Seit 50 Jahren unterwegs in der Region 44
Organe der Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt 46
INHALT
Geschäftsbericht 2013 3
4 Sparkasse Darmstadt
VORWORT
Georg Sellner Roman Scheidel Hans-Werner Erb
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kunden und Geschäftsfreunde,
trotz Niedrigzinsphase und einem schwierigen Marktumfeld war 2013 erneut ein
erfolgreiches Geschäftsjahr für die Sparkasse Darmstadt. Wir freuen uns besonders
über ein qualifiziertes und substanzielles Wachstum im Kundengeschäft. Es zeigt, wie
sehr uns die Menschen in der Region vertrauen und wie wichtig ihnen in Finanzfragen
ein stabiler Partner ist, auf den sie sich verlassen können.
Persönliche Nähe und eine qualifizierte Beratung durch Spezialisten werden auch
künftig Markenzeichen der Sparkasse Darmstadt sein. 2013 haben wir unsere ganz-
heitliche Kundenbetreuung weiter optimiert, etwa durch die Einführung IT-gestützter
Beratungsprozesse. Basis unserer Qualitätsberatungen ist nach wie vor unser erfolg-
reiches und systematisches Sparkassen-Finanzkonzept.
Viel Wert legen wir auf vertrauensvolle Beziehungen. Deswegen nehmen wir Wünsche
und Pläne unserer Partner ernst und möchten daran teilhaben, wenn aus vermeintlich
Kleinem Großes entsteht. Acht beispielhafte Erfolgsgeschichten und Projekte stellen
wir Ihnen auf den folgenden Seiten vor.
Sie erzählen von visionärem Unternehmergeist und Innovationen: Stärken, die unsere
Region so erfolgreich machen. Eine Region, mit der wir traditionell fest verbunden
sind. Eine Region, die wir auch umfassend fördern. Hierzu lesen Sie mehr in der Rubrik
„Soziales und Kulturelles“.
874 Menschen arbeiten für unser Haus Tag für Tag daran, Ihnen ein solider und ver-
trauensvoller Partner zu sein. Ihnen allen danken wir sehr herzlich für ihr groß artiges
Engagement. Ein Dank geht auch an unseren Verwaltungsrat und unseren Personalrat
für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Im Kleinen wie im Großen
trägt jeder Einzelne zum dauerhaften Erfolg unserer Sparkasse bei.
v. l. n. r.: Hans-Werner Erb, Roman Scheidel, Georg Sellner
Geschäftsbericht 2013 5
Mit seiner Analyse der institutionellen und wirtschaftspoli-
tischen Herausforderungen der Staatsschuldenkrise setzte
Bundesbankpräsident Jens Weidmann ein vielbeachtetes
Ausrufezeichen beim gemeinsam mit der TU Darmstadt ver -
anstalteten Wirtschaftsforum 2013 der Sparkasse Darmstadt.
Seine Botschaft: Zwar hat sich die konjunkturelle Lage im
Euroraum verbessert, doch ist es zu früh, das Ende der Krise
auszurufen. Noch viele strukturelle Herausforderungen sind
zu bewältigen.
In Anbetracht der steigenden Staatsverschuldungen wünscht
sich Weidmann ein Mehr an gemeinschaftlicher Haftung,
verbunden mit einem Mehr an gegenseitiger Kontrolle. Die
EU-Mitgliedsstaaten müssten dann allerdings bereit sein,
nationale Souveränitätsrechte zugunsten der europäischen
Ebene aufzugeben und die Währungsunion um eine Fiskal-
union zu ergänzen.
Momentan kann die Antwort auf die Krise laut Jens Weid-
mann nur lauten, den Maastricht-Rahmen zu stärken. Hierzu
gehöre, den Fiskalregeln mehr Bindungskraft zu verschaffen.
„Insofern sind die neuen Vereinbarungen wie der überarbeite-
te Stabilitäts- und Wachstumspakt und der Fiskalpakt Schrit-
t e i n d i e r i c h t i g e R i c h t u n g “ , l o b t e d e r B u n d e s b a n k p r ä s i d e n t .
Wichtig sei, dass Probleme einzelner Staaten oder Banken
nicht mehr die gesamte Währungsunion ins Wanken bringen.
Darmstadt hat Jens Weidmann übrigens noch in guter Erin-
nerung aus seiner Zeit als Lehrbeauftragter an der TU Darm-
stadt. Weidmann: „Ich habe es sehr genossen, mit Studenten
über wirtschafts- und geldpolitische Fragen zu diskutieren.“
Die 1.300 Gäste beim Wirtschaftsforum der Sparkasse Darm-
stadt konnten sich davon überzeugen, wie sehr er nach wie
vor für sein Thema brennt.
„Die Währungsunion
darf nicht ins Wanken geraten“
REGIONALES
Bundesbankpräsident Jens Weidmann
beim Wirtschaftsforum 2013
6 Sparkasse Darmstadt
Mehr erfahren Sie hier:
http://bit.ly/1vLmZ1x
Geschäftsbericht 2013 7
Die Lebensentwürfe der Menschen
werden immer vielfältiger. Wir sind
Partner, Impulsgeber und Unterstützer vor
Ort – ein Teil der Region . Wir lassen uns
begeistern und sind gerne dabei, wenn
Besonderes entsteht – im Großen und
im Kleinen.
8 Sparkasse Darmstadt
Regionales
Unternehmergeist
und Innovationen
Geschäftsbericht 2013 9
Nachhaltigkeit
im Fokus
REGIONALES
Der Region sind sie nach wie vor verbunden und setzen
gemeinsam mit ihren Partnern vielbeachtete bauliche
Akzente. Hierzu zählen der Erweiterungsbau des Städel
Museums, der Neubau der EZB sowie Projekte für die TU und
die Hochschule Darmstadt. Ein wichtiger Fokus hier: die
nachhaltige und energetische Sanierung im Bestand.
Zur Sparkasse Darmstadt haben die Ingenieure eine ganz
besondere Beziehung. War es doch ein gewährter Kredit, der
den Auf bau des Büros mit ermöglichte. Bis heute arbeiten die
Ingenieure in der Projektfinanzierung eng mit der Sparkasse
zusammen. Klaus Bollinger: „Es ist uns wichtig, diese lange
Verbundenheit zu leben.“
Frankfurter Tragwerks- und Fassaden-Planer Bollinger +
Grohmann setzen vielbeachtete Akzente in der Region
„Immer wieder neu zu denken, sich von einem Projekt begeis-
tern zu lassen, das ist unser Anspruch“, sagt Klaus Bollinger.
Vor drei Jahrzehnten haben er und sein Partner Manfred
Grohmann in Frankfurt klein angefangen. Inzwischen gehö-
ren sie zu den größten Ingenieurbüros in Deutschland, mit
Engagements rund um den Globus.
10 Sparkasse Darmstadt
Nachhaltigkeit
im Fokus
Geschäftsbericht 2013 11
Schnüffelnasen
als Lebensretter
REGIONALES
12 Sparkasse Darmstadt
VistaDogs-Gründer Michael Plotzki nutzt das einmalige
Talent vieler Hunde, frühzeitig Warnsymptome im mensch-
lichen Körper zu erschnüffeln. Hierzu gehört auch das
Ab fallen des Blutzuckerspiegels. Michael Plotzki trainiert-
Golden Retriever, Labradore & Co. von klein auf, damit sie
im Ernstfall Großes leisten können. Erst wenn sie sich
sicher als Diabetes-Warnhunde eignen, beginnt die intensive
Ausbildung.
Bundesweit hat der Hundetrainer von der Bergstraße bereits
Schlagzeilen gemacht. ARD, ZDF und zahlreiche Zeitschriften
haben schon über VistaDogs berichtet. Mehrfach war Michael
Plotzki zu Gast bei Stern TV: Das RTL-Team hatte einen seiner
Hunde begleitet, der einem kleinen Jungen als vierpfötiges
Frühwarnsystem zur Seite steht.
Was viele nicht wissen: Die Investitionen in einen Warnhund
gehen in die Tausende. Deswegen hat der Hundeexperte
den Verein VistaDogs-Assistenzhunde e. V. gegründet. Er hilft
bei der Auswahl und Finanzierung von Assistenzhunden.
Neben Diabetes-Warnhunden gehören hierzu auch Behin-
derten-Begleithunde oder Führhunde.
Visionen hat Michael Plotzki nach wie vor viele. Im Wachs-
tum begriffen ist weiterhin der VistaDogs-Kernbereich:
die Hundetrainerschule und ein bundesweites Trainernetz-
werk. Plotzki möchte in der Region ein Ausbildungszent-
rum für Assistenzhunde bauen. „Das hier ist meine Region,
hier will ich bleiben“, sagt er. „Deswegen bin ich auch
Kunde der Sparkasse Darmstadt: Nähe ist mir wichtig.“
Angenommen, ein an Diabetes erkranktes Kind unter-
zuckert im Schlaf. Der sicherste Lebensretter ist dann
meist ein Hund, der stupsend und bellend auf die Not-
situation aufmerksam macht und sogar den Notruf bedie-
nen kann. VistaDogs aus Alsbach-Hähnlein bildet solche
Diabetes-Warnhunde aus und verwendet dabei Methoden,
die bundesweit einmalig sind.
Geschäftsbericht 2013 13
Geschichten erzählen,
die Menschen berühren
Christian Groppers Filme gehen tief. Dabei sind die
Dokumentationen des Darmstädters nicht laut, nicht auf-
dringlich. Vielmehr intensiv, ganz nah dran an den
Menschen. Zum Beispiel „Besis Tour fürs Leben“, ein Film
über einen an Multiple Sklerose Erkrankten, der sich eine
Radtour durch Kanada zumutet. Erst kürzlich lief der Film in
der ARD. Seit mehr als zehn Jahren greift die Sendeanstalt
auf Produk tionen aus dem Hause „Gropperfilm“ zurück.
Bereits mehrfach ausgezeichnet wurde der Darmstädter
Dokumentarfilmer mit Ateliersitz auf der Rosenhöhe. Immer
wieder blitzen die Schrecken des 2. Weltkriegs in seinen
Arbeiten auf – so etwa im Film „Brandmale“ über die Darm-
städter Bombennacht 1944. „Dieser Film zählt sicherlich zu
meinen wichtigsten, hat er doch auch etwas mit der Stadt zu
tun, in der ich lebe“, sagt Christian Gropper.
Viele seiner Filmprojekte beschäftigen sich mit kleinen
und großen Geschichten aus Darmstadt. Momentan arbeitet
er an einer Dokumentation über die Künstler auf der Rosen-
höhe. Finanziell gefördert wird die Produktion mit Mitteln
aus der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt.
„Mit dieser Stiftung stellt sich die Sparkasse ihrer sozialen
Verantwortung“, lobt Christian Gropper, der seit drei Jahr-
zehnten Kunde des Hauses ist.
„Gerade als Filmemacher durchlebt man auch Mal schwierige
Phasen“, weiß er. „Da war die Sparkasse Darmstadt immer
Ansprechpartner, und gemeinsam haben wir eine Lösung
gefunden.“ Dieses vertrauensvolle Miteinander gibt ihm die
Sicherheit, sich auf das konzentrieren zu können, was seine
Arbeit auszeichnen soll: wahre Geschichten zu erzählen,
die Menschen berühren.
Die Dokumentationen des Darmstädter Filmemachers Christian Gropper sind direkt aus dem Leben gegriffen.
Immer wieder laufen sie in der ARD. Die Sparkasse Darmstadt steht Gropper als Förderer und Partner zur Seite.
REGIONALES
14 Sparkasse Darmstadt
Leichtgewichtige Stahlgiganten
made in Darmstadt
Ob Hamburg, Bremen oder entlang von Rhein und Main: In
fast allen deutschen Häfen stehen Kräne, die nach den tech-
nischen Zeichnungen des Darmstädter Ingenieurbüros Streb
Engineering gebaut wurden. Mit einem kleinen Team von gut
einem Dutzend Spezialisten stemmt Uwe Streb Großes: die
planerische Konzeption für die Riesen der Wasserwirt-
schaftslogistik.
Kaum ein anderes Büro weltweit kann Stahlkräne konzipie-
ren, die im Containerbereich oder auch im Schiffsbau riesige
Tonnenlasten meistern und dabei vergleichsweise Leicht-
gewichte sind. Das reduziert neben den Produktionskosten
auch den Energieverbrauch und schont zudem die Kaimau-
ern: knallharte Wettbewerbsvorteile für die Kranbauer, die
sich bevorzugt für Streb Engineering entscheiden.
Auch im Stahlbau sind die Darmstädter erfolgreich. So stam-
men alle Tore für die in Deutschland gebauten A 380-Hallen
von Streb Engineering. Ein weiteres Prestige-Projekt: die
Flugzeug-Hangars von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz bei
Salzburg. Streb Engineering entwickelte hier unter anderem
ein riesiges Falttor mit zwanzig Flügeln.
Mit Darmstadt fühlt sich das Unternehmen fest verankert.
Seit vielen Jahren ist Uwe Streb Kunde der Sparkasse
Darmstadt. „Unsere Ansprechpartner sind immer für uns
erreichbar, wir pflegen ein partnerschaftliches Mitein-
ander“, betont er. „Das ist für uns sehr wertvoll, denn wir
müssen immer Mal wieder investieren, um dem Markt einen
Schritt voraus zu sein.“
Im Bereich Spezialkräne gehört Streb Engineering zu den weltweit erfolgreichsten Ingenieurbüros. Auch im Flugzeug-
hangarbau sind die Darmstädter erfolgreich. Bei Investitionen vertraut Uwe Streb auf die Sparkasse Darmstadt.
REGIONALES
Geschäftsbericht 2013 15
Alte Software muss nicht zwangsläufig ausgetauscht wer-
den. Mit Recycling lässt sie sich modernisieren. Der Darm-
städter Dienstleister Codecare Software hat sich darauf
spezialisiert, den Quellcode zukunftsfit zu machen.
Software altert. Layout und Benutzerführung wirken dann
antiquiert, Schnittstellen passen nicht mehr, schlimmsten-
falls droht Datenverlust. Schnell wird dann an einen Aus-
tausch gedacht, doch gerade in Unternehmen mit komplexer
Software-Architektur gehen die Kosten hierfür bis ins
Siebenstellige. Dabei ist eine Modernisierung auch mit
Software-Recycling möglich. Der Darmstädter Dienstleister
Codecare Software hat sich auf „Application Modernisation“
spezialisiert: die Verlängerung des Software-Lebenszyklus.
Vor gerade einmal zwei Jahren gestartet, arbeitet das
Unternehmen mit Sitz im Darmstädter Stadtteil Bessungen
bereits für namhafte Kunden aus der Luftfahrtbranche.
Auch in den Bereichen Automobil, Telekommunikation oder
Finanzwirtschaft kann Software-Recycling eine sinnvolle
Alternative sein – sind es doch Branchen, die hochgradig
individualisierte Software-Architekturen im Einsatz haben.
Wertvolles Wissen ist hier über Jahre eingef lossen. Software-
Recycling trägt dazu bei, diese Werte zu erhalten.
Das Codecare Software-Team um die Geschäftsführer
Thorsten Rottschäfer und Ulrik Stehling trägt dafür Sorge,
dass die Quellcode-Perlen auch im neuen System funktio-
nieren. Hierfür spalten sie die alte Software, vereinfacht
gesagt, in einzelne Module auf und bergen die Programmier-
schätze, die mitgenommen oder modernisiert werden
können. Die Software-Architektur wird hierdurch dynamisch
weiterentwickelt.
„Eine gute Region für IT“
Am Standort Darmstadt arbeiten Thorsten Rottschäfer und
Ulrik Stehling mit einem kleinen Team an individuellen
Recycling-Lösungen. „Das Rhein-Main-Gebiet ist eine gute
Region für IT“, sagt Thorsten Rottschäfer. Er ist schon seit
Jahren Privatkunde bei der Sparkasse Darmstadt; nun wird
auch das Codecare-Geschäftskonto in der nahe gelegenen
Geschäftsstelle Orangerie geführt. Stehling: „Wir können
uns sicher sein, in der Sparkasse Darmstadt einen guten
Partner zu haben. Das ist uns wichtig“.
Frischzellenkur
für den
Quellcode
Software-Recycling mit Codecare Software
REGIONALES
16 Sparkasse Darmstadt
Geschäftsbericht 2013 17
REGIONALES
Erfolg mit
„Mademoiselle“
18 Sparkasse Darmstadt
Die Erfolgsgeschichte der Zwei GmbH ist zugleich ein Unter-
nehmermärchen wie aus dem Bilderbuch. Noch vor fünf
Jahren stand Geschäftsführer Florian Craciun angesichts
schlechter Verkaufszahlen mit dem Rücken zur Wand. Der fes-
te Glaube an seine Idee – und auch ein wenig Glück – brachten
die Wende. Heute sind die farbenfrohen Taschen der Weiter-
städter ein Verkaufsschlager. Eine halbe Million Produkte
wurden 2013 verkauft. In diesem Jahr peilt die Zwei GmbH die
10-Millionen-Euro-Umsatzschwelle an.
„Mademoiselle“ war für Florian Craciun und sein Team
die Glücksbringerin. Nach Jahren der Absatzflaute traf das
Designerteam mit der funktionalen Tasche aus hochwertigem
Kunstleder 2009 ins Schwarze. „Mit Mademoiselle haben wir
einfach den Nerv der Leute getroffen“, sagt Florian Craciun.
„Seitdem geht es für uns steil bergauf, wir haben uns explosiv
vergrößert.“
Riskante Expansionspläne sind für Florian Craciun allerdings
tabu. „Wir wirtschaften solide und verantwortungsbewusst.
Die Sparkasse Darmstadt passt so gut zu uns, weil sie ein sehr
ähnliches Selbstverständnis hat“, sagt der Zwei-Chef. Er
schätzt den offenen Umgang mit dem Spar kassen-Team,
pflegt er diesen doch auch mit seinen Handelspartnern. Die
können die Taschen zurückgeben, sollten diese sich nicht gut
genug verkaufen. Eine eher unübliche Vor gehensweise in der
Branche.
Bestseller im Zwei-Portfolio ist bis heute „Mademoiselle“,
die mittlerweile in gut 30 Farben erhältlich ist. Zahlreiche
weitere Taschen sind inzwischen hinzugekommen, außer-
dem Portemonnaies und Produkte für Kinder. Klassisch
schlicht kommen die Zwei-Taschen daher und sind, Florian
Craciun zufolge, gerade deswegen besonders gut kombinier-
bar mit der Kleidung. 1.200 Händler verkaufen inzwischen
die Produkte der Weiterstädter. Bis nach Asien und auf
Perspek tive auch in die USA werden die Taschen geliefert.
Der Standort im Rhein-Main-Gebiet soll allerdings gehalten
werden. In Weiterstadt ist ein kleiner Shop direkt am Firmen-
sitz in der Nähe des Loop 5 geplant. Und auch in Frankfurt ist
das Unternehmen aktuell auf der Suche nach einer Shopflä-
che. Die Erfolgsgeschichte der Zwei GmbH dürfte also unge-
bremst weitergehen.
Florian Craciun
Geschäftsbericht 2013 19
Damit es im Ernstfall schnell geht
Bei Amokläufen entscheiden Sekunden über Menschen-
leben. Amok-Alarmsysteme tragen dazu bei, die Gefähr-
deten schnell in Sicherheit zu bringen. Der Darmstädter
Sicherheitsspezialist Meiknologic ist an der Entwicklung
eines Alarmsystems beteiligt, das erstmals überhaupt
drahtlos funktioniert. Gefördert wird das Vorhaben vom
Bundeswirtschaftsministerium.
„Wir entwickeln die drahtlosen Melderkomponenten“, erläu-
tern die Meiknologic-Geschäftsführer Thilo Meisel und Ralf
Knobling. Mit ihrem Unternehmen agieren sie in einer beweg-
ten Branche, in der Schnelligkeit zählt. „Bei uns kann sich von
heute auf morgen alles ändern, da ist ein verlässlicher Finanz-
partner wichtig“, sagt Thilo Meisel, der seit vielen Jahren
Kunde der Sparkasse Darmstadt ist. „Mein Ansprechpartner
interessiert sich ehrlich für das, was wir tun. Ich habe einfach
ein gutes Gefühl, wenn wir einmal Finanzbedarf haben.“
Immer wieder stemmen Thilo Meisel und Ralf Knobling mit
ihrem kleinen Team Großaufträge. So vor einigen Jahren für
die Deutsche Bahn. Meiknologic hatte alle Fahrkartenauto-
maten bundesweit mit einem Schutzsystem ausgestattet.
Systematische Projektlösungen sind ein Schwerpunkt der
Darmstädter. Hierzu zählen auch Schließsysteme, Zugangs-
kontrollen und Notbeleuchtungen.
Thilo Meisel glaubt fest an den Standort Darmstadt. Noch
stärker möchte er sich hier verwurzeln und auch mit den
Hochschulen kooperieren. „Qualifizierter Nachwuchs ist
wichtig – hier in der Region finden wir ihn.“
Der Sicherheitsspezialist Meiknologic aus Darmstadt entwickelt das erste drahtlose Amok-Alarmsystem. In einer
bewegten Branche braucht das Unternehmen verlässliche Partner: Meiknologic vertraut auf die Sparkasse Darmstadt.
REGIONALES
20 Sparkasse Darmstadt
Aktiv an der Gesellschaft teilhaben
Die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) wandelt
sich seit Jahren von der Großeinrichtung in Mühltal zum
Sozialunternehmen für die ganze Region. Ein wichtiges Ziel:
Menschen mit Behinderung sollen aktiv an der Gesellschaft
teilhaben können. „Dafür machen wir stationäre und ambu-
lante Angebote an vielen verschiedenen Standorten im süd-
hessischen Raum, sagt NRD-Vorstand Walter Diehl.
Rund 300 Wohnplätze hat die NRD auf dem Kerngelände
Nieder-Ramstadt abgebaut und bietet sie nun in kleinteiligen
Wohnformen in normalen Wohngebieten von Städten und
Kommunen in Südhessen an. Menschen mit Behinderung
leben damit ganz selbstverständlich mitten in der Gesell-
schaft in der Region. „Wir freuen uns, mit der Sparkasse
Darmstadt einen ebenfalls stark in der Region verwurzelten
Partner zu haben“, sagt Walter Diehl.
Traditionell besteht eine enge Verbindung zwischen der
Sparkasse Darmstadt und der Nieder-Ramstädter Diakonie.
Hierzu gehören die Förderung von Veranstaltungen und
auch das Miteinander in Finanzierungsfragen. Eng koope-
riert wurde etwa für ein Wohnangebot in der Heidelberger
Straße in Darmstadt. 14 Menschen mit Behinderung leben
hier. Mitten in Darmstadt. Als Teil der Gesellschaft.
Die Nieder-Ramstädter Diakonie versteht sich als sozial engagiertes Mitglied der Region. Menschen mit Behinderung
werden in die Gesellschaft integriert. Die Sparkasse Darmstadt steht als regional starker Partner zur Seite.
REGIONALES
Geschäftsbericht 2013 21
Wir sind ein aktives Mitglied der
Gesellschaft, soziales Handeln ist uns
wichtig. Deswegen fördern wir Projekte,
die den Menschen in unserer Region
etwas bedeuten. Wir tragen dazu bei,
dass ihre Ideen, Wünsche und Träume
eine Chance bekommen – im Großen
wie im Kleinen.
22 Sparkasse Darmstadt
Soziales und Kulturelles
Damit unsere Region ihr
Potenzial entfalten kann
Geschäftsbericht 2013 23
SOZIALES
Schlossgrabenfest:
Hessens größtes
Musikfestival
410.000 Besucher
an vier Tagen
24 Sparkasse Darmstadt
Zum 15. Schlossgrabenfest konnten die Veran-
stalter 2013 einen Rekord vermelden: 410.000
Menschen aus der Region strömten auf Hessens
größtes Musikfestival. Wie immer mittendrin:
die Sparkassen-Bühne mit jungen Künstlern
aus Darmstadt und Umgebung. Neu in 2013:
Gemeinsam mit den Schlossgraben-
fest-Veranstaltern legte die Sparkasse
Darmstadt eine Sonderedition der
Kreditkarte „Mastercard Prepaid“
inklusive Live-Motiv auf.
Geschäftsbericht 2013 25
Ludwig-Metzger-
Preis
Insgesamt 75.000 Euro wurden 2013 im Rahmen des Ludwig-
Metzger-Preises der Sparkasse Darmstadt an 18 Vereine aus
Darmstadt und der Region ausgeschüttet. Die drei Hauptpreis-
träger sind die Bürgeraktion Bessungen-Ludwigshöhe, die Eltern-
initiative Griesheimer Kinder und der Konzertchor Darmstadt.
SOZIALES
„Ich bin eine
Leseratte“
Bücher lesen, bewerten, gewinnen – darum geht es beim Schüler-
Leseprojekt „Ich bin eine Leseratte“, initiiert von der Spar-
kassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Hessischen
Leseförderung. 2013 mit dabei: die Arheilger Kreuzkirchen-
gemeinde und die Sparkasse Darmstadt als regionale Partner.
SOZIALES
26 Sparkasse Darmstadt
Preisgekrönte
Instrumentalisten
Der Darmstädter Konzertgitarrist Tilman Hoppstock genießt
weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus hohes Ansehen
als Musiker, Publizist und Konzertveranstalter. 2013 erhielt er
den mit 5.000 Euro dotierten Darmstädter Musikpreis. Die junge
Darmstädter Jazzformation „The Basstubation“ wurde mit dem
Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro ausgezeichnet. Vergeben
wird der Darmstädter Musikpreis seit 2005 vom Darmstädter
Förderkreis Kultur e. V. und der Sparkasse Darmstadt.
SOZIALES
Geschäftsbericht 2013 27
Wenn Kinder früh Natur im Kleinen erleben, entwickeln sie
ein größeres Verständnis für Umweltschutz und Nachhaltig-
keit. Als in der Region engagierter Förderpartner unterstützt
die Sparkasse Darmstadt Projekte, die nachhaltige Zusam-
menhänge vermitteln. Dazu zählt der neue Garten der Schule
am Hinkelstein in Alsbach.
Entstanden ist dort auf einer Fläche von 1.000 Quadrat metern
eine professionell angelegte Natur-Erlebnislandschaft für 140
Schüler. Ermöglicht wurde sie durch den BUND- Ortsverband
Seeheim-Jugenheim, die Gemeinde Alsbach und die Natur-
schutzbehörde. Als Förderpartner war die Spar kasse Darm-
stadt von Beginn an in das Projekt einbezogen. Wie auch die
Schüler: Bereits beim Auf bau des Biotops durften sie Pflan-
zen einsetzen, Schubkarren schieben und die Bauarbeiten
mitverfolgen. Inzwischen ist der Garten fest in den schuli-
schen Alltag und Lehrplan integriert.
Natur direkt erleben
Ihren neuen Garten gestalten die Schüler der Schule am
Hinkelstein aktiv mit. Die Sparkasse ist Förderpartner.
SOZIALES
Für jeden Sparkassenbrief ein Baum. Das war das Verspre-
chen an die Käufer des Anfang 2013 neu aufgelegten Forst-
Sparkassenbriefs. Ende des Jahres war es dann soweit: Im
Kranichsteiner Wald pflanzte die Sparkasse Darmstadt
gemeinsam mit 120 Kunden und in Kooperation mit dem
Forstamt 2.000 junge Eichensetzlinge.
Als Baumpaten erhielten die Anleger der Sparkasse eine
Holztafel direkt bei ihren Setzlingen. Die Sparkasse setzte
mit der Baumpflanzaktion wiederum ein starkes symboli-
sches Signal: Als fest in der Region verwurzelter Partner ist
sie dem Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens verpflichtet.
„Die Sparkasse trägt mit dieser Aktion auch dazu bei, einen
Waldbestand heranwachsen zu lassen, welcher Erholungs-
raum, grüne Lunge und Holzlieferant in einem sein wird. Das
ist praktische Nachhaltigkeit vor Ort“, betont Forstamtsleiter
Hartmut Müller.
Verwurzelt in der Region
Mit Anlegern des Forst-Sparkassenbriefs pflanzt
die Sparkasse Darmstadt 2.000 junge Eichen.
28 Sparkasse Darmstadt
Die Initiative „Stärken fürs Leben“ ist ein wichtiger Teil der
Arbeit der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt. Seit
2008 werden hierüber Projekte an Schulen im Geschäftsge-
biet der Sparkasse ausgezeichnet, die sich mit Prävention,
Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein beschäfti-
gen. 2013 erhielten 57 Schulen aus Südhessen Fördermittel in
Höhe von insgesamt 137.000 Euro.
Seit mehr als 30 Jahren initiiert und unterstützt die Jubilä-
umsstiftung Maßnahmen, mit denen die Sparkasse ihre
soziale und gesellschaftliche Verantwortung unterstreicht.
Die umfangreichen Fördermittel kommen Projekten zugute,
die der Allgemeinheit dienen und somit den Menschen wich-
tig sind. Die Zwecke der Stiftung sind die Förderung von
Bildung und Wissenschaft, Kunst und Kultur, Sport und
Umwelt, Jugend- und Altenhilfe sowie des Gesundheitswe-
sens in Darmstadt und der Region.
Herausragende
Schulprojekte gefördert
57 Schulen erhalten Unterstützung aus der
Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt.
Was haben uralte Elefantenknochen und eine historische
Druckerpresse mit dem in Goddelau geborenen Schriftstel-
ler Georg Büchner zu tun? Antworten hierauf erhielten gut
100 Mitglieder des KNAX-Klubs der Sparkasse Darmstadt bei
einem Besuch der Georg Büchner-Ausstellung im darm-
stadtium.
Begleitet von Mitarbeiterinnen des Instituts Mathildenhöhe
begaben sich die zwischen sechs und zwölf Jahre jungen
KNAXianer auf die Spuren Büchners. Dabei entdeckten sie,
dass der Schriftsteller auch an Naturwissenschaft und
Medizin interessiert war, wie in Alkohol konservierte Tiere
oder eben Elefantenknochen zeigten.
Jedes Jahr lädt die Sparkasse Darmstadt ihre kleinsten Kun-
den zu ganz besonderen Begegnungen ein, die ausschließlich
KNAXianern vorbehalten sind. Die Sparkasse gibt ihnen so
Einblicke in die soziale und kulturelle Vielfalt einer Region,
die sie traditionell stark fördert. Auch bei der vom Institut
Mathildenhöhe konzipierten Büchner-Ausstellung war die
Sparkasse fördernder Partner.
KNAXianer auf den Spuren
von Georg Büchner
Mit der Sparkasse Darmstadt ins 19. Jahrhundert.
Eine Ein ladung zu ganz besonderen Begegnungen.
Geschäftsbericht 2013 29
Unser qualifiziertes Wachstum im
Kun dengeschäft zeigt, wie sehr uns
die Menschen in der Region vertrauen.
Wir sind ihnen ein stabiler und solider
Partner, auf den sie sich verlassen kön-
nen. Ziele nehmen wir uns gemeinsam
vor – im Großen und im Kleinen!
30 Sparkasse Darmstadt
Finanzen
Mit Qualität und
Vertrauen zu Stabilität
und Erfolg
Geschäftsbericht 2013 31
land zuvor nicht ganz so stark gedrückt. Deshalb reichte es
hierzulande immerhin für eine positive Wachstumsziffer
des Bruttoinlandsproduktes im Gesamtjahr, wenngleich nur
in Höhe von 0,4 %. Das ist zwar weniger als im Jahr zuvor
(2012 + 0,7 %), doch unterzeichnet die vom schwachen Start
geprägte magere Gesamtjahreszahl dieses Mal die tatsächliche
Entwicklung innerhalb des Jahresverlaufs. Die unterjährige
Dynamik war 2013 erheblich besser als im Jahr davor. Seit
dem zweiten Quartal 2013 kann die Entwicklung durchaus
als Aufschwung bezeichnet werden.
Neuer Erwerbstätigenrekord bei gleichzeitig
leicht gestiegener Arbeitslosigkeit
2013 waren im Jahresdurchschnitt 41,84 Mio. Menschen
erwerbstätig. Das waren 233.000 mehr als im vorangegange-
nen Jahr. Noch nie zuvor gab es in Deutschland so viele
Erwerbstätige. Das lag auch an einem höheren Zuwande-
rungssaldo, der das Arbeitskräfte- und das Produktions-
potenzial erhöhte. Die Arbeitslosenquote ist gleichzeitig
gestiegen, aber angesichts der Konjunkturschwäche vom
Jahresanfang ist der Zuwachs um nur 0,1 Prozentpunkte auf
eine Quote von 6,9 % als moderat zu bezeichnen.
Preisauftrieb in Deutschland moderat,
im Euroraum deutlicher unter der Zielmarke
Die Verbraucherpreise stiegen in Deutschland im Jahres-
durchschnitt um 1,5 %. In der europäisch harmonisierten
Abgrenzung war es eine Spur mehr. Der harmonisierte
Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Euroraum lag im
Gesamtjahr leicht darunter. In den letzten drei Monaten des
Jahres 2013 rutschte die Zwölfmonatsrate im Euroraum
dann sogar unter die Ein-Prozent-Marke. Bei solchen Raten
wird das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die Rate
unter, aber nahe bei 2 % zu halten, zunehmend verfehlt.
Der Abstand zu einer deflationären Entwicklung hat sich
erheblich verkleinert, zumal gleichzeitig das Geldmengen-
wachstum ebenfalls schwach ausfiel und die Kreditvolumina
recht stark rückläufig waren.
In dieser Situation hat die EZB nach einem Schritt im Mai
dann Anfang November 2013 ihre Leitzinsen noch einmal
gesenkt. Der Satz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte
liegt seither bei 0,25 %. Der Satz für die Einlagefazilität ist
bereits seit Mitte 2012 bei glatt Null. Im Sommer 2013 hatte
die EZB mit ihrem neu eingeführten Konzept einer „Forward
Guidance“ verdeutlicht, dass sie die Niedrigzinspolitik bis
auf Weiteres beibehalten will, sofern keine neuen Umstände
insbesondere bei den Inflationserwartungen eintreten. Ein
Motiv für die Geldpolitik beim jüngsten Zinsschritt mag
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Weltwirtschaft nicht sehr dynamisch,
Euroraum überwand Rezession
Einige Industrieländer wie Japan oder das Vereinigte König-
reich haben 2013 konjunkturell wieder Tritt gefasst. In den
USA war das Wachstum zwar nicht überbordend, doch kam
dort zumindest der Abbau der Arbeitslosigkeit voran. Eine
wirtschaftliche Normalisierung ist damit eingeleitet. Enttäu-
schend war dagegen die Entwicklung der Schwellenländer.
Deren Wachstumsraten sind zwar immer noch höher als
diejenigen in den Industrieländern; der Abstand ist aber
nicht mehr so groß, wie aus den vorangegangenen Jahren
gewohnt. Seit Sommer 2013 gab es sogar in einer ganzen
Reihe von Schwellenländern (darunter Indien, Brasilien,
Türkei) Turbulenzen um Kapitalabflüsse und Wechselkurse.
Teilweise waren dafür hausgemachte Probleme verantwort-
lich, teils wurden sie von den ersten Vorankündigungen
einer nicht mehr ganz so expansiv gestalteten US-Geldpolitik
ausgelöst. Die Irritationen in manchen Schwellenländern
waren auch zum Jahreswechsel 2013 / 2014 nicht gänzlich
überwunden. Im Euroraum wurde 2013 zumindest die
Rezession überwunden. Am Bruttoinlandsprodukt für das
Gesamtjahr ist die Verbesserung indes kaum abzulesen. Es
weist 2013 noch einmal einen realen Rückgang um voraus-
sichtlich 0,4 % aus. Die Schrumpfung stammt allerdings
allein aus einem statistischen Unterhang aus 2012 und aus
dem letzten von insgesamt sechs Rezessionsquartalen
Anfang 2013. Seit dem zweiten Quartal 2013 gab es bereits
eine Erholung, die jedoch die Gesamtjahresziffer nicht mehr
über die Nulllinie heben konnte. Erfreulich ist, dass der
Außenhandel im Euroraum einen Wachstumsbeitrag geleis-
tet hat. Die Exporte sind 2013 schneller gewachsen als die
Importe, und zwar gerade nicht aufgrund der Entwicklung in
Deutschland, sondern in den anderen Ländern. Die Ungleich-
gewichte bauen sich dadurch tendenziell ab. Die Südländer
haben offenbar zumindest graduell wieder an Wettbewerbs-
fähigkeit innerhalb der Gemeinschaft, aber auch auf den
Weltmärkten, gewonnen. Die Arbeitslosigkeit blieb dabei
allerdings in den Krisenländern vorerst beharrlich hoch.
Deutschland hat 2013 wieder Wachstum aufgenommen
In Deutschland sah das zeitliche Profil des Wachstums ganz
ähnlich aus wie im Euroraum, freilich auf insgesamt höhe-
rem Niveau. Auch hierzulande musste erst einmal eine um
den Jahreswechsel 2012 / 2013 bestehende Zwischenschwäche
überwunden werden. Dann setzte – noch deutlich dynami-
scher als im Euroraum – das Wachstum im zweiten Quartal
wieder ein. Außerdem war die Ausgangsbasis in Deutsch-
Das Geschäftsjahr 2013
FINANZEN
32 Sparkasse Darmstadt
neben der Preisentwicklung aber auch die Lage bei den
Wechselkursen gewesen sein. Der Euro hat 2013 gegenüber
praktisch allen anderen großen Währungen aufgewertet,
vor allem gegenüber dem japanischen Yen.
Wirtschaftliche Situation in Südhessen
Nach einer schwachen ersten Jahreshälfte gewann die
Konjunktur in Südhessen wieder an Fahrt. Im Vergleich zum
Frühsommer hatte sich der IHK-Geschäftsklimaindex um
sieben Punkte verbessert und lag bei 113,2 Punkten
(Frühsommer: 105,9). Der IHK-Geschäftsklimaindex bündelt
die aktuelle wirtschaftliche Lage sowie die Erwartungen der
Unternehmen und prognostiziert das künftige Wirtschafts-
wachstum. Gegenüber dem Herbst war er bis Jahresbeginn
2014 nochmals um 1,7 auf 114,9 Punkte gestiegen. Dieser
über der Wachstumsschwelle von 100 liegende Wert deutet
darauf hin, dass sich das südhessische Wirtschaftswachs-
tum verstetigen und verstärken wird. Für die südhessischen
Exporteure war das Jahr 2013 wieder sehr erfolgreich. Der
Außenhandel in der Region Darmstadt-Rhein-Main-Neckar
hat 2013 gegenüber dem Vorjahr nochmals angezogen.
Neben den etablierten Exportfirmen wagten zunehmend
auch kleinere Unternehmen den Schritt ins Ausland.
BRANCHENSITUATION, WETTBEWERBS-
UND MARKTVERHÄLTNISSE
Die Sparkassen stehen in einem intensiven Wettbewerb.
Neben der verstärkt in den deutschen Markt drängenden
Konkurrenz aus dem europäischen und internationalen
Ausland lassen sich bei den deutschen Marktteilnehmern
zwei wesentliche Entwicklungslinien aufzeigen: Zum einen
die Bündelung in große, breit aufgestellte Finanzdienst-
leistungseinheiten und zum anderen Gruppen wie die
S-Finanzgruppe Hessen-Thüringen als Teil der Deutschen
Sparkassen-Finanzgruppe.
Des Weiteren ist die Entwicklung hin zum Nischenanbieter
bzw. dem Spezialistentum zu nennen. Insbesondere die letzt-
genannte Entwicklung wird forciert durch eine Vielzahl an
„Non-Financials“ wie Handels- und Versandketten, Kfz-Her-
stellerbanken und Einproduktanbietern. Gleichzeitig haben
die Direktbanken ihr Geschäftsmodell erweitert und spre-
chen den internetaffinen, preis- und konditionsbewussten
Kunden gezielt mit einer standardisierten Produkt- und
Dienstleistungspalette und aggressiver Werbung an. Unser
Geschäftsgebiet liegt in einer der wirtschaftlich stärksten
Regionen Europas. Geografisch eingebettet zwischen den
Wirtschaftszentren Rhein-Main und Rhein-Neckar rangiert
Südhessen in Standortuntersuchungen regelmäßig unter
den führenden Regionen. Darmstadt weist eine hohe Wettbe-
werbsdichte im Bereich der Finanzdienstleister auf.
RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER SPARKASSE
Die Sparkasse Darmstadt ist eine mündelsichere, dem gemei-
nen Nutzen dienende rechtsfähige Anstalt des öffentlichen
Rechts. Träger sind die Stadt Darmstadt und der Landkreis
Darmstadt-Dieburg. Sie unterstützen unser Haus bei der
Erfüllung seiner Aufgaben mit der Maßgabe, dass ein
Anspruch der Sparkasse gegen die Träger oder eine sonstige
Verpflichtung der Träger, der Sparkasse Mittel zur Ver fügung
zu stellen, nicht besteht. Die Sparkasse haftet für ihre
Verbindlichkeiten mit ihrem gesamten Vermögen. Darüber
hinaus ist unsere Sparkasse dem Stützungsfonds des
Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen und dem
bundesweiten Sicherungssystem der Deutschen Sparkassen-
organisation angeschlossen.
Öffentlicher Auftrag, kommunale Trägerschaft und öffent-
liche Rechtsform der Sparkassen gehören untrennbar
zusammen. Die Erfüllung des öffentlichen Auftrags besteht
für uns darin, Bevölkerung, Wirtschaft und Kommunen
flächendeckend mit qualitativ anspruchsvollen und bezahl-
baren Finanzdienstleistungen zu versorgen. Unsere Orien-
tierung an den Bedürfnissen des Kunden gilt für die Privat-
kunden ebenso wie für Unternehmen. Mit 45 Geschäfts-
stellen sind wir in unserem Geschäftsgebiet flächendeckend
vor Ort. Darüber hinaus zählen wir zu den bedeutenden
Arbeit gebern der Region und sind einer der größten Aus-
bilder im Berufsfeld Bankkaufleute in Südhessen.
GESCHÄFTSVERLAUF
Bilanzwirksames Geschäft
Substantielles Wachstum sowohl im Kundenkredit als auch
im Kundeneinlagengeschäft führte zu einem Anstieg der
Bilanzsumme um 47,2 Mio. EUR auf 4.087,8 Mio. EUR. Sowohl
bei den Kundeneinlagen als auch -krediten erreichte die
Sparkasse historische Höchststände. Das Geschäfts volumen
(Bilanzsumme und Eventualverbindlichkeiten) stieg um
1,1 % auf 4.169,4 Mio. EUR. Das Wachstum im Kunden-
geschäft wurde auch im vergangenen Jahr dazu genutzt,
Eigen anlagen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten abzubauen.
Geschäftsbericht 2013 33
Kreditgeschäft
Das Kreditvolumen (inklusive Treuhandkredite und unwi-
derrufliche Kreditzusagen) konnte im Geschäftsjahr um
140,8 Mio. EUR auf 2.805,3 Mio. EUR gesteigert werden. Die
darin enthaltenen Forderungen an Kunden erhöhten sich
um 156,5 Mio. EUR (6,5 %) auf 2.570,9 Mio. EUR.
Das Wachstum erfolgte – außer bei Kontokorrentkrediten an
Geschäfts- und Privatkunden – in allen Teilportfolien. Das
Volumen der Kredit- und Darlehensneuzusagen reduzierte
sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Mio. EUR auf
441,4 Mio. EUR. Dies ist auf geringere Zusagen im Bereich
der Kommunal darlehen zurückzuführen.
Eigenanlagen
Die Position Schuldverschreibungen und andere festverzins-
liche Wertpapiere reduzierte sich in Verbindung mit der
Steigerung des Kundenkreditvolumens um 120,4 Mio. EUR
auf 828,0 Mio. EUR. Der Bestand an Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren betrug zum 31.12.2013
77,0 Mio. EUR (Vorjahr 77,2 Mio. EUR). Zum Jahresende
erfolgte die Bewertung des Wertpapierbestandes nach dem
strengen Niederstwertprinzip. Der Buchwert der Beteiligun-
gen und der Anteile an verbundenen Unternehmen reduzier-
te sich um 3,1 Mio. EUR. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen
durch eine Abschreibung begründet. Der Bestand zum
Jahresende betrug 40,6 Mio. EUR. Der Anteil der Eigen-
anlagen an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag
34,1 % (Vorjahr 37,3 %).
Einlagen von Kunden
Bei den Kundeneinlagen setzte sich der positive Trend der
Vorjahre fort. Die Kundeneinlagen einschließlich Eigen-
emissionen der Sparkasse erhöhten sich um 160,1 Mio. EUR
auf 3.443,0 Mio. EUR und entsprachen damit 84,2 % (Vorjahr
81,3 %) der Bilanzsumme. Der Schwerpunkt der Geld-
anlagen lag aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase
nach wie vor im kurz- und mittelfristigen Bereich. Die täglich
fälligen Einlagen inklusive der Guthaben auf den Geldmarkt-
konten (Zins&Cash) erhöhten sich im Berichtsjahr um 228,2
Mio. EUR auf 1.778,8 Mio. EUR (+ 14,7 %). Die Termineinlagen
betrugen zum Jahresende 269,0 Mio. EUR (+ 2,2 Mio. EUR). Die
Gesamtposition Spareinlagen erhöhte sich um 53,8 Mio. EUR
auf 910,5 Mio. EUR. Der Bestand an Sparkassenbriefen lag mit
408,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (499,4 Mio. EUR).
Die verbrieften Verbindlichkeiten (IHS) verringerten sich um
30,6 % auf 74,8 Mio. EUR.
Rücklagen
Im Jahr 2013 wurde ein Bilanzgewinn von 16,0 Mio. EUR
(Vorjahr 16,0 Mio. EUR) erzielt. Nach dem Gewinnverwen-
dungsvorschlag des Vorstands sollen mit Feststellung des
Jahresabschlusses 11,0 Mio. EUR den Rücklagen zugeführt
und 5,0 Mio. EUR an die Träger ausgeschüttet werden.
Forderungen an Kunden in Mio. EUR
2.500
2.250
2.000
Mio. EUR
2011 2012 2013
2.220,9
2.414,4
2.570,9
+ 156,5
Rücklagen in Mio. EUR (nach Gewinnverwendung)
330
320
310
Mio. EUR
2011 2012 2013
307,7
319,7
330,7
+ 11,0
3.250
3.000
Einlagen von Kunden in Mio. EUR
3.500
Mio. EUR
2011 2012 2013
3.090,0
3.282,9
3.443,0
+ 160,1
FINANZEN
34 Sparkasse Darmstadt
Landesbausparkasse (LBS)
Der Bausparumsatz zeigt sich für das Geschäftsjahr 2013
zweigeteilt. Während der Absatz der staatlichen WohnRiester-
Tarife mit 7,8 Mio. EUR Bausparsumme weiterhin auf Erfolgs-
kurs liegt, zeigten die Finanzierungstarife weniger Kunden-
nachfrage. Einflussgrößen für diese Entwicklung waren das
langjährige Niedrigzinsniveau in Verbindung mit kaum
vorhandener Zinsanstiegsfantasie. Der Bausparumsatz lag
mit 66,4 Mio. EUR um ca. 15 % unter dem Vorjahresergebnis.
PERSONALBEREICH
Unsere Mitarbeiter tragen wesentlich zum Erfolg unserer
Sparkasse bei. Ihr Engagement, ihre Motivation und ins-
besondere die Qualität ihrer Leistungen sind wesentliche
Faktoren zur Zukunftssicherung unseres Hauses. Zum
Jahresende 2013 beschäftigten wir insgesamt 874 Mit-
arbeiter/innen einschließlich der Auszubildenden und Prak-
tikanten (ohne Aushilfen). Davon arbeiteten 288 Personen in
Teilzeit, die in unterschiedlichen Varianten angeboten wird.
25 Mitarbeiter/innen (10,36 MAK) befanden sich in der Frei-
stellungsphase der Altersteilzeit. Unsere Mitarbeiter / innen
zeichnet eine im Durchschnitt lange Betriebszugehörigkeit
aus. Im Jahre 2013 feierten 27 Mitarbeiter / innen ihr 25-jähri-
ges und 10 Mitarbeiter / innen ihr 40-jähriges Dienstjubiläum.
Zum 01.08.2013 haben wir 21 Auszubildende für den Beruf
Bankkauffrau /-mann eingestellt. Mit 68 Auszubildenden zum
31.12.2013 sind wir einer der größten Ausbilder im Berufsfeld
Bankkaufleute in Südhessen. 20 Auszubildende vollendeten
erfolgreich ihre Ausbildung im vergangenen Jahr und
wurden in ein Angestelltenverhältnis übernommen.
FÖRDERUNG GEMEINNÜTZIGER / KARITATIVER
EINRICHTUNGEN UND PROJEKTE
Im Rahmen unseres öffentlichen Auftrags übernehmen wir
Verantwortung für die Menschen vor Ort. Über Spenden
und im Rahmen von Sponsoring initiieren und fördern wir
diejenigen Maßnahmen, die den Bürgern unserer Region
wichtig sind und mit denen regionale Stärken ausgebaut
werden können. Über unsere Jubiläumsstiftung unterstüt-
zen wir die Förderung kultureller und sozialer Zwecke in
unserem Geschäftsgebiet und verstärken so die positive
Wirkung für das wirtschaftliche und gesellschaftliche
Umfeld. Mit unserem Ludwig-Metzger-Preis haben wir einen
wichtigen Bürgerschaftspreis etabliert.
Nach der vom Verwaltungsrat im Rahmen der Gewinnver-
wendung noch zu beschließenden Rücklagenzuführung
wird die Sicherheitsrücklage 330,7 Mio. EUR betragen, das
entspricht einer Erhöhung um 3,4 %. Im Geschäftsjahr 2013
erfolgte eine Dotierung des Fonds für allgemeine Bank-
risiken in Höhe von 16,0 Mio. EUR auf insgesamt 50,6 Mio.
EUR. Neben der Sicherheitsrücklage und dem Fonds für
allgemeine Bankrisiken verfügt die Sparkasse über umfang-
reiche ergänzende Eigenkapitalbestandteile in Form der
Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.
Kunden-Wertpapiergeschäft
Die Finanzmärkte waren auch im fünften Jahr nach der
großen Krise durch außergewöhnliche Entwicklungen
geprägt. Eine erneute Zuspitzung der Schuldenkrise in der
Eurozone blieb aus, doch hinterließen u. a. der Haushalts-
streit in den USA und die zunächst zögerliche Haltung der
EZB im internationalen Währungsspiel sowie die Regulie-
rung des Finanzsektors deutliche Spuren. Das Börsenjahr
2013 war sehr kontrastreich. Mit sicheren Anlagen war kaum
Geld zu verdienen, an den Aktienmärkten gab es eine durch-
weg positive Entwicklung und Gold, der sogenannte Stabili-
tätsanker, wies in diesem Jahr seine höchsten Verluste seit
1981 auf. Das Anlageverhalten unserer Kunden war auf-
grund des niedrigen Zinsumfelds auch in 2013 von Zurück-
haltung geprägt. Die Wertpapierbestände konnten dank der
positiven Jahresentwicklung des DAX zum Jahresende
einen Anstieg verzeichnen.
Verbundgeschäft
SparkassenVersicherung
In der Geschäftssparte Komposit (Haftpflicht-, Unfall-, Sach-
und Rechtsschutzversicherung) konnte der Nettojahresbei-
trag auf 709 TEUR (+ 2,5 %) gesteigert werden. Damit beläuft
sich der Versicherungsbestand erstmals auf mehr als 6 Mio.
EUR. Zu diesem Erfolg haben die Vertriebs-Aktivitäten im
Bereich der gewerblichen und industriellen Versicherung
einen überdurchschnittlichen Beitrag geleistet. Bedingt
durch die Niedrigzinsphase konnte in der Altersvorsorge
(Lebens- und Rentenversicherungen) nicht an die Erfolge
der Vorjahre angeknüpft werden. Darüber hinaus kam es
durch die Einführung der UNISEX-Tarife zum 01.01.2013
zu Vorzieh effekten am Jahresende 2012. Somit lag der
Absatz von Lebens- und Rentenversicherungen, gemessen an
der Beitragssumme mit 25,9 Mio. EUR, deutlich unter dem
Absatz der Vorjahre. Der Absatz von Krankenversicherungen
in Kooperation mit der Union-Krankenversicherung (UKV)
konnte bezogen auf die Monatsprämien um stattliche 49,3 %
verbessert werden. Dabei richtete sich die Nachfrage der
Kunden verstärkt auf Produkte der ergänzenden Kranken-
tarife sowie der Förderpflege.
Geschäftsbericht 2013 35
VERMÖGENSLAGE
Die Solvabilitätsgesamtkennziffer betrug zum Bilanzstich-
tag 23,9 % und überschritt deutlich den vorgeschriebenen
Mindestwert von 8,0 %. Die Vermögenslage der Sparkasse ist
geordnet. Die Basis für eine zukünftige Geschäftsauswei-
tung ist gegeben.
FINANZLAGE
Die Zahlungsfähigkeit unseres Hauses war aufgrund einer
ausgewogenen Liquiditätspla nung im Geschäftsjahr jeder-
zeit gewährleistet. Die Anforderungen der Liquiditätsverord-
nung wurden stets eingehalten.
ERTRAGSLAGE
Der Zinsertrag lag mit 125,5 Mio. EUR 8,4 % unter dem
Vorjahreswert (137,0 Mio. EUR). Dem standen 42,6 Mio. EUR
Zinsaufwand (Vorjahr 52,0 Mio. EUR) gegenüber. Daraus
ergibt sich – unter Berücksichtigung der GuV-Positionen
3 und 4 – ein Zinsüberschuss in Höhe von 89,9 Mio. EUR,
das entspricht 2,20 % der durchschnittlichen Bilanzsumme
(DBS). Der Zinsüberschuss war nach wie vor die bedeutendste
Ertragsquelle. Da sich der Zinsertrag im Vergleich zum Zins-
aufwand stärker reduzierte, weist der saldierte Zinsüber-
schuss einen gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Wert aus.
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 0,1 Mio. EUR auf
23,4 Mio. EUR (0,57 % der DBS). Die Verwaltungsaufwendungen
erhöhten sich 2013 um 5,0 % auf 71,4 Mio. EUR (1,74 % der
DBS). Der Personalaufwand reduzierte sich um 0,1 Mio. EUR
auf 42,6 Mio. EUR. Grund dafür war im Wesentlichen ein
geringerer Rückstellungsbedarf für noch nicht in Anspruch
genommene Urlaubstage. Der Sachaufwand erhöhte sich
um 1,8 Mio. EUR auf 20,3 Mio. EUR. Insbesondere die erhöh-
ten Verwaltungsaufwendungen führten unter Berücksichti-
gung außerordentlicher Ergebnisbestandteile zu einem
niedrigeren Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von
47,6 Mio. EUR (Vorjahr 51,2 Mio. EUR).
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere führten nach Inanspruchnahme
des Wahlrechts gemäß § 340f Abs. 3 HGB zu einem nahezu
ausgeglichenen Bewertungsergebnis. Im Kreditgeschäft
haben wir 2013 ein positives Ergebnis erzielt. Die Wert-
papierbewertung erfolgte nach dem strengen Niederstwert-
prinzip. Aufgrund der Kursentwicklungen ergab sich ein
leicht negatives Wertpapierergebnis. Darüber hinaus war bei
einer Beteiligung eine Abschreibung auf den Niederstwert
erforderlich. Unter Berücksichtigung der erforderlichen
Bewertungsmaßnahmen und einer Dotierung des Fonds für
allgemeine Bankrisiken ergibt sich ein Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit in Höhe von 31,6 Mio. EUR (0,77 % der DBS).
Der Gesamtsteueraufwand betrug im Geschäftsjahr 15,6 Mio.
EUR (0,38 % der DBS). Nach Einbeziehung aller Ergebniskom-
ponenten konnte ein unveränderter Jahresüberschuss von
16,0 Mio. EUR (0,39 % der DBS) ausgewiesen werden. Mit
55,2 % (Vorjahr: 53,9 %) hat die Cost-Income-Ratio (CIR) die
im Rahmen des Verbund konzepts des Sparkassen- und
Giroverbandes Hessen- Thüringen formulierte strategische
Zielsetzung von 60,0 % im Jahr 2013 wie in den Vorjahren
deutlich unterschritten.
Die Geschäftsentwicklung und die Lage unserer Sparkasse
sind insgesamt für das Geschäftsjahr 2013 als günstig zu
bezeichnen. Substanzielles Wachstum im Kundengeschäft
führte zu einem erneuten Anstieg der Bilanzsumme.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt zwar unter dem
Vorjahresergebnis, dies ist aber angesichts der ungünstigen
Auswirkungen des anhaltend niedrigen Zinsniveaus ein
gutes Ergebnis.
RISIKOBERICHT
Risikomanagement und Risikocontrolling
Unsere Risikostrategie sowie die ergänzenden Teilrisiko-
strategien bilden die Grundlage für unser Risikomanage-
ment. Unter dem Begriff „Risiko“ verstehen wir eine Verlust-
oder Schadensgefahr, die dadurch entsteht, dass eine
erwartete zukünftige Entwicklung ungünstiger verläuft als
geplant oder sogar existenzbedrohend wird. Risikomanage-
ment bedeutet für uns, dass alle Risiken regelmäßig erkannt,
gesteuert und überwacht sowie interne Kontrollverfahren
implementiert werden. Das Risikomanagement umfasst
dabei sowohl alle Produkte, Dienstleistungen und Geschäfts-
prozesse, die in unserem Haus erstellt werden, als auch
Dienstleistungen, welche wir von Dritten beziehen, sofern
letztere von den Regelungen des § 25a Abs. 2 KWG erfasst
werden. Ergänzend sind alle Bediensteten, Anlagen, Sach-
und Organisationsmittel sowie Rechtsbeziehungen unserer
Sparkasse einbezogen.
Wir nehmen in unserer geschäftspolitischen Ausrichtung
grundsätzlich eine risikoneutrale Position ein. Das bedeutet,
dass Risiken bei günstigen Risiko- / Chancenprofilen bewusst
eingegangen werden, bei ungünstigerem Profil erfolgt in
der Regel eine Kompensation oder eine Verminderung
der Risiken.
Die Risikomanagementorganisation beschreibt den auf bau-
und den ablauforganisatorischen Rahmen der Sparkasse,
d. h. die entsprechenden Strukturen für ein wirkungsvolles
Risikomanagement. So ist die Funktionstrennung zwischen
Risikoüberwachung und Risikosteuerung bis hin zur Vor-
standsebene und auch für den Vertretungsfall gewährleistet.
FINANZEN
36 Sparkasse Darmstadt
Zum Zweck der Risikobegrenzung und -steuerung erfolgt
eine periodische Risikotragfähigkeitsbetrachtung. Auf bau-
end auf dem unter Berücksichtigung der Ertrags- und Ver-
mögenslage vorhandenen Risikodeckungspotenzial und
unter Berücksichtigung unserer Risikobereitschaft haben
wir ein Gesamtlimitsystem installiert, das den Risikofall
abbildet. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial sowie
das Limitsystem werden monatlich überprüft. Dabei werden
die zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotenziale
nicht vollständig auf einzelne Limite verteilt. Über einen so
genannten „Puffer“ können wir auch zwischen den einzelnen
Betrachtungszeitpunkten Limitüberschreitungen abschir-
men. Die Betrachtung erfolgt jeweils für das laufende
Geschäftsjahr, ab 30.06. ergänzend auch für das Folgejahr.
Zusätzlich führen wir quartalsweise Stresstests durch,
die außergewöhnliche, aber plausibel mögliche risikoarten-
übergreifende Szenarien betrachten (sog. „aE-Stresstests“).
Hierbei stehen jeweils die Auswirkungen auf unsere Spar-
kasse im Vordergrund der Betrachtung.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Das auf Basis des Risikodeckungspotenzials festgelegte
Gesamtlimit war im Jahr 2013 ausreichend und wurde zu
keiner Zeit überschritten. Unsere regelmäßig durchge-
führten Berechnungen zeigen, dass die Risikotragfähigkeit
unseres Hauses für den Risikofall gegeben ist. Selbst bei
Eintritt der darüber hinausgehenden aE-Stresstestszenarien
könnten die Risiken getragen werden. Wir betrachten und
bewerten regelmäßig, ob in unserem Portfolio oder in
Ertragskomponenten Konzentrationen bestehen. Hierzu
haben wir ein Verfahren von Parametern festgelegt. Aktuell
sehen wir keine bemerkenswerten Risikokonzentrationen.
Das Risikomanagementverfahren entspricht der Risikolage
und dem Risikogehalt der Sparkasse. Im Vergleich zum Vor-
jahr ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen der
Risiken. Methodiken und Angemessenheit werden regelmä-
ßig überprüft. Ein Risikohandbuch sowie ein Unternehmens-
sicherungskonzept (USI) sind seit mehreren Jahren in unse-
rem Hause eingeführt.
PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Für Deutschland prognostizieren die meisten Sachverständi-
gen ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 bis 2,0 %.
Getrieben wird dies vorwiegend von der Erholung der Investiti-
onstätigkeit. Die Bautätigkeit im Wohnungssektor wird
voraussichtlich stark bleiben und auch in anderen Bau-
bereichen anziehen. Wir spüren dies in unserem Geschäfts-
gebiet unter anderem an steigenden Preisen für Neu- und
Bestandsimmobilien. Begünstigt wird dies durch die günstige
Finanzierungssituation. Der Konsum sollte gestützt auf die
gute Beschäftigungs- und Einkommenslage weiter robust
Wesentliche Steuerungsentscheidungen werden vom Vor-
stand getroffen. Das Gesamtsystem des Risikomanagements
ist in geeigneter Weise in koordinierte Teilsysteme aufgeteilt,
sodass eine vollständige Erfassung und Überwachung aller
relevanten Risiken, die unser Haus betreffen, gewährleistet ist.
Das Risikocontrolling ist als Bestandteil des Risikomanage-
mentprozesses die zwingende Voraussetzung für eine sach-
gerechte Analyse und Beurteilung von Risiken. Im Rahmen
des Risikomanagementprozesses verfolgt das Controlling
das Ziel, die Risiken zu überwachen sowie die Planung
zielorientiert an veränderte Bedingungen anzu passen.
Dem Controlling obliegt demzufolge die Entwicklung von
Planungs-, Kontroll- und Informationssystemen sowie deren
Implementierung. In diesem Zusammenhang gehört die
Gestaltung eines informativen und zeitgerechten Berichts-
systems ebenfalls zum Aufgabengebiet des Controllings.
Darüber hinaus muss eine stetige Kontrolle der Maßnahmen
zur Risikosteuerung gewährleistet sein. Die in der vierten
MaRisk-Novelle (Mindestanforderungen an das Risikoma-
nagement) vom 14.12.2012 in AT 4.4.1 geforderte Risiko-
controlling-Funktion haben wir implementiert.
Wir sind bestrebt, die ermittelten Risiken im Rahmen der
Risikosteuerung aktiv zu beeinflussen. Die Steuerungsmaß-
nahmen zielen darauf ab, die Eintrittswahrscheinlichkeit zu
verringern oder die Risikoauswirkungen zu begrenzen.
Nachdem die Risiken erkannt, bewertet und gemessen
wurden, obliegt der Risikosteuerung die Analyse sowie eine
zeitnahe und situationsabhängige Auswahl und Anwendung
der Instrumente zur Risikobewältigung. Hierzu gehört auch
eine Simulation der einzelnen Risikoabwehrmaßnahmen
hinsichtlich ihrer Wirkung.
Die Interne Revision prüft regelmäßig die Angemessenheit
und Wirksamkeit der gesamten Risikosteuerung. Grundlage
der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind die
MaRisk. Ausgangspunkt der Prüfung des Risikomanage-
mentsystems ist die Risikostrategie. Das Risikomanagement
wird vom Vorstand als Teil der Corporate Governance gese-
hen. Das Risikomanagement system wird – hinsichtlich der
Errichtung und laufenden Anwendung – im Risikohandbuch
dokumentiert.
Die Risiken werden auf ein Maß beschränkt, welches die
Vermögens- und Ertragssituation unseres Hauses nicht
gefährdet. Bei der Quantifizierung und Steuerung der
Risiken werden – soweit möglich und im Hinblick auf die
Risikobedeutung sinnvoll – sowohl der Erwartungswert als
auch der Risikofall betrachtet Wir verfolgen einen Going-
Concern-Ansatz.
Geschäftsbericht 2013 37
expandieren, real vielleicht in der Größenordnung von 1,5 %.
Alles in allem zieht die Binnennachfrage deutlich an und
erhöht damit auch die Importnachfrage. Die Importe selbst
dürften deshalb 2014 noch stärker zulegen als die Exporte,
die ihrerseits gestützt auf die Belebung der Weltwirtschaft
und die Erholung bei den wichtigen Handelspartnern im
Euroraum durchaus in der Größenordnung von 5 % ausge-
weitet werden könnten. Der Außenbeitrag verringert sich
gleichwohl, was einen willkommenen Beitrag zum Abbau der
Ungleichgewichte leistet. Für Südhessen sind die Erwartun-
gen für 2014 weiterhin gut. Aktuelle Prognosen sehen für die
Region ein Wirtschaftswachstum über dem Bundesschnitt
sowie eine stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes.
Wir erwarten im Jahr 2014 von der EZB keine wesentliche
Kurskorrektur in der Geldpolitik und stellen uns auf ein
weiterhin niedriges Zinsniveau ein. Unsere Zinsprognose
geht in den Jahren 2014 bis 2016 von leicht steigenden Markt-
zinsen über alle Laufzeitbänder aus. Die auf unserer Zins-
erwartung basierenden Bilanzstrukturszenarien sehen ein
moderates Wachstum im Kundengeschäft – sowohl auf der
Aktiv- als auch auf der Passivseite – vor. Eine Ausweitung des
Eigengeschäfts wird nicht angestrebt. Dies führt im Ergebnis
zu einem leichten Bilanzsummenwachstum. Während bei
den Spareinlagen in der Summe mit einem geringen
Bestandswachstum gerechnet wird, erwarten wir bei den
privaten Sichteinlagen und Zins&Cash-Konten im Jahres-
vergleich einen konstanten Bestand auf hohem Niveau.
Ein Kreditwachstum sehen wir insbesondere im Bereich
der privaten und gewerblichen Immobilienfinanzierung.
Aufgrund der vorhandenen gesunden Risikostruktur schät-
zen wir die mit dem Aktivgeschäft verbundenen Risiken
insgesamt als vergleichsweise günstig ein.
Vor diesem Hintergrund führen (auf Basis der fortgeführten
Planung Stand Mitte März 2014) die Zins- und Bilanzstruk-
turerwartungen 2014 aus heutiger Sicht zu einem Zinsüber-
schuss, der etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 verbleibt.
Entwicklungen, die unserer Zinserwartung nicht entspre-
chen, können das Zinsergebnis beeinflussen. So würden
stärker steigende kurzfristige Zinsen und eine sich verfla-
chende Zinsstrukturkurve zu einem höheren Zinsaufwand
für variabel verzinsliche Einlagen bei nur begrenzten
Zinssteigerungspotenzialen auf der Aktivseite führen.
Zudem gingen Möglichkeiten zur Ertragsstabilisierung über
die Fristentransformation verloren. Eine Zinsentwicklung
mit größerer Differenz zwischen kurz- und langfristigen
Zinsen würde uns dagegen zusätzliche Ertragschancen
eröffnen. Auf Grundlage dieser Szenarien simulieren wir für
2014 einen Zinsüberschuss zwischen 88,2 Mio. EUR und
91,7 Mio. EUR.
Im Provisionsergebnis liegen unsere Planungen für 2014
leicht über dem Vorjahresniveau. Die Personalkapa zitäten
wollen wir konstant halten. Aufgrund erwarteter Tarif-
erhöhungen gehen wir jedoch von einem moderat erhöhten
Personalaufwand für 2014 aus. Zudem rechnen wir mit
einem gegenüber dem Vorjahr merklich höheren Sach-
aufwand. Darin sind u. a. erforderliche Investitionen in
unser Geschäftsstellennetz enthalten. Das Betriebsergebnis
vor Bewertung, ohne Berücksichtigung außerordentlicher
Ergebnisbestandteile, wird im Jahr 2014 aufgrund der
beschriebenen Faktoren mit 50,5 Mio. EUR unter dem Vor-
jahreswert liegen. Die formulierte strategische Vorgabe für
die Cost-Income-Ratio (CIR) von unter 60,0 % wird bei Eintref-
fen der Prognosen auch in den Folgejahren unterschritten.
Für 2014 streben wir einen unveränderten Bilanzgewinn an.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass wir die Chan-
cen, die sich uns am Markt bieten, unter Abwägung mögli-
cher Risiken bewusst wahrnehmen werden. Risiken aus sich
verändernden Marktsituationen können aufgrund der im
Hause eingeführten Verfahren beobachtet werden. Ihnen
wird mit geeigneten Maßnahmen begegnet. Den aus der
verschärften Wettbewerbssituation resultierenden Heraus-
forderungen stellen wir uns selbstbewusst und agieren mit
zukunftsorientierten Strategien und Produkten.
Der Offenlegungsbericht nach § 26a KWG wird auf der Inter-
netseite der Sparkasse veröffentlicht.
FINANZEN
38 Sparkasse Darmstadt
2013 und erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsver-
merk. In der heutigen Sitzung nahm der Verwaltungsrat
Kenntnis von dem Prüfungsergebnis und stellte den Jahres-
abschluss fest. Er billigte den Lagebericht und erteilte dem
Vorstand Entlastung.
Wie vom Vorstand vorgeschlagen hat der Verwaltungsrat
den Bilanzgewinn in Höhe von 16,0 Mio. EUR beschlossen.
Die Verwendung des Bilanzgewinns erfolgt entsprechend § 16
HSpG. Danach werden 5,0 Mio. EUR an die Träger zur Verwen-
dung für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet. Der Rest betrag
von 11,0 Mio. EUR wird der Sicherheitsrücklage zugeführt.
Darmstadt, 18. Juni 2014
Sparkasse Darmstadt
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates
Jochen Partsch
Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt
Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm durch
Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen
und sich intensiv mit der Lage und der Perspektive der Spar-
kasse Darmstadt beschäftigt. Er hat den Vorstand kontinuier-
lich in seiner Geschäftstätigkeit überwacht und beraten und
sich von der Ordnungsmäßigkeit seines Handelns überzeugt.
Der Vorstand unterrichtete den Verwaltungsrat regelmäßig
stets zeitnah und umfassend. Im Jahresverlauf hat sich der
Verwaltungsrat in vier Sitzungen über die Geschäftsentwick-
lung, die wirtschaftlichen Verhältnisse, die wesentlichen
Sachverhalte der strategischen Ausrichtung und die sonstigen
wichtigen Angelegenheiten informieren lassen. Der Ver-
waltungsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher
Bedeutung für die Sparkasse Darmstadt eingebunden
und hat – soweit erforderlich – nach umfassender Beratung
und Prüfung Beschlüsse gefasst bzw. Beschlüssen zu
gestimmt.
Der Kreditausschuss nahm die ihm übertragenen Aufgaben in
sechs Sitzungen wahr.
Der Vorstand hat dem Verwaltungsrat den Jahresabschluss,
den Lagebericht und den Geschäftsbericht für das Jahr 2013
vorgelegt. Die Prüfungsstelle des Sparkassen- und Girover-
bandes Hessen-Thüringen prüfte die Buchführung, den Jah-
resabschluss sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr
KURZFASSUNG OHNE ANHANG
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde in der gesetzlich vorgeschriebenen Form erstellt und mit dem uneinge-
schränkten Bestätigungsvermerk der Prüfungsstelle des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen versehen. Er wird
im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt
Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
Bericht des Verwaltungsrates
Seite 40 – 43
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013
BERICHT
Geschäftsbericht 2013 39
31.12.2012
AKTIVSEITE EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 23.649.361,16 28.192
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 29.342.412,27 26.713
52.991.773,43 54.906
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinan-
zierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen –,– – –
b) Wechsel –,– – –
– , – – –
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 190.076.239,96 127.967
b) andere Forderungen 260.086.502,99 309.352
450.162.742,95 437.319
4. Forderungen an Kunden 2.570.948.335,26 2.414.395
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 1.325.091.668,14 EUR ( 1.297.428 )
Kommunalkredite 224.046.092.78 EUR ( 196.013 )
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten –,– – –
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank –,– – EUR ( – )
ab) von anderen Emittenten –,– – –
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank –,– – EUR ( – )
– , – – –
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 30.245.205,48 20.252
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 30.245.205,48 EUR ( 20.252 )
bb) von anderen Emittenten 797.591.690,23 926.919
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 748.453.731,75 EUR ( 879.819 )
827.836.895.71 947.171
c) eigene Schuldverschreibungen 179.375,00 1.204
Nennbetrag 173.000,00 EUR ( 1.194 )
828.016.270,71 948.375
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 76.983.754,98 77.216
6a. Handelsbestand –,– – –
7. Beteiligungen 40.371.604,70 43.474
darunter:
an Kreditinstituten –,– – EUR ( – )
an Finanzdienstleistungsinstituten 2.621.000,00 EUR ( 2.621 )
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 204.516,75 205
darunter:
an Kreditinstituten –,– – EUR ( – )
an Finanzdienstleistungsinstituten –,– – EUR ( – )
9. Treuhandvermögen 307.821,09 40
darunter:
Treuhandkredite 307.821,09 EUR ( 40 )
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch –,– – –
11. Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte –,– – –
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 109.746,00 72
c) Geschäfts- oder Firmenwert –,– – –
d) geleistete Anzahlungen –,– – –
109.746,00 72
12. Sachanlagen 54.735.906,78 55.773
13. Sonstige Vermögensgegenstände 11.778.252,23 7.297
14. Rechnungsabgrenzungsposten 1.170.735,74 1.492
15. Aktiver Unterschiedsbeitrag aus der Vermögensverrechnung 8.241,88 –
Summe der Aktiva 4.087.789.702,50 4.040.564
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2013
40 Sparkasse Darmstadt
31.12.2012
PASSIVSEITE EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 30.065.574,30 20.014
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 192.215.829,09 341.786
222.281.403,39 361.799
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von drei Monaten 824.349.017,48 698.959
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten 86.192.292,93 157.798
910.541.310,41 856.757
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.778.742.484,10 1.550.605
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 678.856.780,97 767.734
2.457.599.265,07 2.318.339
3.368.140.575,48 3.175.096
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 74.814.616,69 107.783
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten –,– – –
darunter:
Geldmarktpapiere –,– – EUR ( – )
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf –,– – EUR ( – )
74.814.616,69 107.783
3a. Handelsbestand –,– – –
4. Treuhandverbindlichkeiten 307.821,09 40
darunter:
Treuhandkredite 307.821,09 EUR ( 40 )
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.869.679,23 4.881
6. Rechnungsabgrenzungsposten 1.321.651,72 1.812
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.789.012,00 10.029
b) Steuerrückstellungen 3.843.098,10 5.521
c) andere Rückstellungen 16.086.969,49 15.258
30.719.079,59 30.807
8. Sonderposten mit Rücklageanteil –,– – –
9. Nachrangige Verbindlichkeiten –,– – –
10. Genussrechtskapital –,– – –
darunter:
vor Ablauf von zwei Jahren fällig –,– – EUR ( – )
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 50.608.115,43 34.620
darunter:
Sonderposten nach § 340 e Abs. 4 HGB 76.815,43 EUR ( 77 )
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital –,– – –
b) Kapitalrücklage –,– – –
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 319.726.682,99 307.727
cb) andere Rücklagen –,– – –
319.726.682,99 307.727
d) Bilanzgewinn 16.000.076,89 16.000
335.726.759,88 323.727
Summe der Passiva 4.087.789.702,50 4.040.564
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln –,– – –
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 81.593.773,29 83.057
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten –,– – –
81.593.773,29 83.057
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften –,– – –
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen –,– – –
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 152.470.246,63 167.008
1 5 2 . 4 7 0 . 2 4 6 , 6 3 1 6 7 . 0 0 8
Geschäftsbericht 2013 41
01.01.–31.12.2012
FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2013 EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 106.791.796,40 111.160
b) festverzinslichen Wertpapieren
und Schuldbuchforderungen 18.736.644,74 25.782
125.528.441,14 136.942
2. Zinsaufwendungen 42.614.994,80 51.961
darunter:
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 103.573,89 EUR ( 80 )
82.913.446,34 84.981
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 4.028.916,25 3.000
b) Beteiligungen 2.951.862,85 2.151
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen –,– – –
6.980.779,10 5.151
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen 189,82 1
5. Provisionserträge 25.092.533,87 24.909
6. Provisionsaufwendungen 1.633.624,87 1.562
23.458.909,00 23.347
7. Nettoaufwand des Handelsbestands 70.812,37 12
8. Sonstige betriebliche Erträge 5.559.034,03 5.745
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 87.216,41 EUR ( 121 )
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil –,–– –
118.983.170,66 119.211
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 33.333.955,86 33.284
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 9.297.006,87 9.426
darunter:
für Altersversorgung 3.348.768,60 EUR ( 3.463 )
42.630.962,73 42.710
b) andere Verwaltungsaufwendungen 20.340.219,02 18.539
62.971.181,75 61.249
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen 3.694.370,06 3.718
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.746.311,84 3.070
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 7.498,75 EUR ( 10 )
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 585.953,86 EUR ( 667 )
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellungen im Kreditgeschäft –,– – –
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten
Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen
im Kreditgeschäft 3.009.536,16 2.047
3.009.536,16 2.047
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlage-
vermögen behandelte Wertpapiere 3.002.453,75 2.293
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen
an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren –,– – –
3.002.453,75 2.293
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme –,– – –
Gewinn- und Verlust-Rechnung
42 Sparkasse Darmstadt
01.01.–31.12.2012
EUR EUR EUR TEUR
18. Zuführungen zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 15.987.800,00 19.544
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 31.590.589,42 31.385
20. Außerordentliche Erträge
– , – – –
21. Außerordentliche Aufwendungen – , – – –
22. Außerordentliches Ergebnis
– , – – –
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.411.102,61 15.286
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 179.409,92 99
15.590.512,53 15.385
25. Jahresüberschuss 16.000.076,89 16.000
26. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr
– , – – –
16.000.076,89 16.000
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage –,– – –
b) aus anderen Rücklagen –,– – –
– , – – –
16.000.076,89 16.000
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage –,– – –
b) in andere Rücklagen –,– – –
– , – – –
29. Bilanzgewinn 16.000.076,89 16.000
Geschäftsbericht 2013 43
GESCHÄFTSSTELLEN
GESCHÄFTSSTELLEN DARMSTADT
STADTGEBIET
KundenCenter am Luisenplatz,
Rheinstraße 10 – 12
Dieburger Straße, Dieburger Straße 69
Heimstättensiedlung, Am Kaiserschlag 47
Hügelstraße, Hügelstraße 22
Johannesviertel, Liebigstraße 16
Martinsviertel, Heinheimer Straße 73 – 75
Orangerie, Karlstraße 112
Roßdörfer Straße, Roßdörfer Straße 55 A
SB-Stelle Rheintor, Rheinstraße 94
SB-Stelle Bessungen, Heidelberger Straße 87– 89
SB-Stelle Marktplatz Bessungen,
Rüdesheimer Straße 119
SB-Stelle TU Darmstadt, Welcome Center,
Karolinenplatz 5
SB-Stelle Waldkolonie, Michaelisstraße 6
SB-Stelle darmstadtium, Schlossgraben 1
Geldautomat Einhornapotheke, Ludwigsplatz 1
Geldautomat Elisabethenstift,
Landgraf-Georg-Straße 100
Geldautomat Henschel, Marktplatz 2
Geldautomat medical business center,
Mina-Rees-Straße 5
Geldautomat TU Darmstadt, Mensa Lichtwiese,
Petersenstraße 14
Geldautomat Wella AG, Berliner Allee 65
Geldautomat Zara, Schuchardstraße 18
GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET NORD
Arheilgen, Frankfurter Landstraße 163
Erzhausen, Bahnstraße 120
Kranichstein, Grundstraße 2– 8
Messel, Kohlweg 1
Wixhausen, Wegscheide 1
SB-Stelle Arheilgen, Jakob-Jung-Straße 2
SB-Stelle Merck KGaA, Frankfurter Straße 250
GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET WEST
Braunshardt, Ludwigstraße 6
Eschollbrücken, Breslauer Straße 2
Gräfenhausen, Darmstädter Landstraße 3 – 5
Griesheim, Wilhelm-Leuschner-Straße 47– 53
Unsere Fahrbare Geschäftsstelle für Sie vor Ort, hier am Haltepunkt DRK-Seniorenzentrum Fiedlersee
Seit 50 Jahren unterwegs in der Region
Wenn Georg Alex mit seinem Bus auf die Zielgerade einbiegt,
stehen seine Kunden oft schon erwartungsvoll bereit. Ein-
mal pro Woche macht die „Fahrbare Geschäftsstelle“ der
Sparkasse Darmstadt an insgesamt 21 Stationen in Darm-
stadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg Halt. Seit Juli
2013 auch am DRK Seniorenzentrum Fiedlersee in Darm-
stadt-Arheilgen.
Bis zu zweieinhalb Stunden ist Georg Alex dann das Gesicht
der Sparkasse in der Region. Insbesondere in kleinen Orten
mit etwas weiteren Wegen zu einer Bank und für Senioren,
denen kurze Wege besonders wichtig sind. Ob Geldabbuchung,
Überweisung oder Kontostandabfrage: hier erhalten sie all
das, was sie auch in jeder anderen Geschäftsstelle der Spar-
kasse Darmstadt an Serviceleistungen erwarten können.
Längst ist die „Fahrbare Geschäftsstelle“ in der Region ein
Synonym für vorbildliche Nähe, seit 1964 pflegt die Spar-
kasse Darmstadt die Tradition der mobilen Filiale. Der große
Bus mit dem roten „Sparkassen-S“ und der auffälligen Bebil-
derung ist in mittlerweile fünf Jahrzehnten zum selbstver-
ständlichen Alltagsbegleiter geworden. „Wenn ich durch das
Land fahre, dann gehen mir die Blicke hinterher“, beobachtet
Georg Alex. Die Aufschrift „Unterwegs für Land und Leute“
bringt den Anspruch auf den Punkt, für die Menschen über-
all dort präsent zu sein, wo es gewünscht ist.
„Das gibt es nur ein einziges Mal in der Region, keine andere
Bank bietet ihren Kunden so einen wertvollen Service“,
betont Georg Alex. Stolz ist er darauf, dass sein Arbeitgeber
ihm das Vertrauen schenkt, für die Sparkasse Darmstadt
den Menschen ganz nah zu sein. „Immerhin komme ich
ihnen quasi bis vor die Haustüre gefahren.“ Auch Unterneh-
mer nutzen das Angebot der „Fahrbaren Geschäftsstelle“.
„Senioren schätzen sie wegen der kurzen Wege“, weiß der
mobile Banker.
21 Stationen in Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg peilt die „Fahrbare Geschäftsstelle“ der Sparkasse
Darmstadt wöchentlich an. Mit dieser mobilen Filiale ist die Bank seit 1964 „unterwegs für Land und Leute“ – und damit
den Menschen in der Region besonders nah. Ein einzigartiger Service.
44 Sparkasse Darmstadt
Griesheim, St. Stephan,
Wilhelm-Leuschner-Straße 156
Pfungstadt, Eberstädter Straße 39
Pfungstadt, Odenwaldstraße 9
Pfungstadt / Hahn, Gernsheimer Straße 87
Weiterstadt, Darmstädter Straße 59 – 61
Geldautomat Kaufl and Weiterstadt,
Rudolf-Diesel-Straße 26 A
GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET SÜD
Alsbach, Hauptstraße 19
Bickenbach, Darmstädter Straße 21
Eberstadt, Heidelberger Landstraße 198
Eberstadt, In der Kirchtanne 31
Hähnlein, Gernsheimer Straße 24
Jugenheim, Ludwigstraße 15 A
Seeheim, Georg-Kaiser-Platz 1
SB-Stelle Alsbach-Sandwiese, Sandwiesenstraße 7
GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET OST
Brandau, Lützelbacher Straße 2
Nieder-Modau, Odenwaldstraße 100
Nieder-Ramstadt, Dornwegshöhstraße 6
Ober-Ramstadt, Hammergasse 7
Roßdorf, Wilhelm-Leuschner-Straße 12 A
Traisa, Darmstädter Straße 5
FAHRBARE GESCHÄFTSSTELLE
MIT 21 HALTEPUNKTEN
Stadtgebiet: Altenwohnheim Dieburger Straße 199,
Altenwohnheim Freiligrathstraße 8, Alten- und
Pfl egeheim Emilstraße, Karlshof, Merck KGaA,
Seniorenzentrum Fiedlersee, Waldkolonie,
Wohnpark Kranichstein
Modautal: Allertshofen, Hoxhohl, Ernsthofen,
Webern / Klein-Bieberau, Lützelbach, Neunkirchen
Mühltal: Frankenhausen, Waschenbach, Nieder-
Beerbach
Ober-Ramstadt: Rohrbach, Wembach
Seeheim-Jugenheim: Ober-Beerbach
Weiterstadt: Schneppenhausen
Mehr Informationen zu der
Fahrbaren Geschäftsstelle
fi nden Sie unter:
http://bit.ly/PjUvLW
Geschäftsbericht 2013 45
ORGANE DER STADT- UND KREIS-SPARKASSE DARMSTADT
VERWALTUNGSRAT
Vorsitzender
Jochen Partsch (Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt)
Stellvertretender Vorsitzender
Klaus Peter Schellhaas (Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg)
Mitglieder
Hanno Benz (Selbstständiger Unternehmensberater)
Reinhold Hafermehl (Bankkaufmann, Sparkassenangestellter, Geschäftsstellenleiter)
Thomas Heldmann (kaufmännischer Angestellter, Deutsche Telekom AG)
Hans-Dieter Karl (Bürgermeister der Gemeinde Erzhausen a. D.)
Petra Klink (Bankkauffrau, Sparkassenangestellte im Personalwesen)
Philipp Mager (Betriebsleiter der Philipp Mager-Vermarktung)
Dagmar Metzger (Sparkassenangestellte, Justitiarin)
Friedel Röder (Bankkaufmann, Sparkassenangestellter, Personalratsvorsitzender)
André Schellenberg (Kämmerer Stadt Darmstadt)
Thomas Steinacker (Rechtsanwalt der Kanzlei Ramminger, Rudolph, Steinacker & Partner, Frankfurt)
Andreas Tengicki (selbst. Softwareentwickler, Geschäftsführer der Autopoll Service GmbH Griesheim)
Renate Wudy (Bankkauffrau, Sparkassenangestellte im Bereich Marktfolge Kredit)
Karin Wolff (Mitglied des Hessischen Landtags)
VORSTAND
Vorsitzender
Georg Sellner
Stellvertretender Vorsitzender
Roman Scheidel
Vorstandsmitglied
Hans-Werner Erb
Stand: 31. Dezember 2013
46 Sparkasse Darmstadt
IMPRESSUM
REDAKTION: Sparkasse Darmstadt, Vorstands sekretariat
KONZEPT UND GESTALTUNG: Gerasch Communication, Darmstadt
TEXTE: Simon Colin, Darmstadt; Sparkasse Darmstadt
FOTOS: Daniel Bühl; Gerasch Communication, Darmstadt;
Sparkasse Darmstadt; dpa; fotolia; VistaDogs; Christian Gropper;
Streb Engineering; ZWEI GmbH; NRD
HERSTELLUNG: Werbedruck Petzold GmbH, Gernsheim
Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt
Anstalt des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit
SITZ:
Darmstadt
GEGRÜNDET: 1808
TRÄGER: Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg
Mitglied des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen
Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe
Sparkasse Darmstadt
Rheinstraße 10 –12
64283 Darmstadt
Telefon: 06151 2816-0
Telefax: 06151 2816-1 09999
www.sparkasse-darmstadt.de
info@sparkasse-darmstadt.de
Beratungsverlauf (3)
Orte (36)
- Rheinstraße 10
- Dieburger Straße 69
- Hügelstraße 22
- Liebigstraße 16
- Heinheimer Straße 73
- Karlstraße 112
- Roßdörfer Straße 55A
- Heidelberger Straße 87
- Landgraf-Georg-Straße 100
- Mina-Rees-Straße 5
- Berliner Allee 65
- Frankfurter Landstraße 163
- Bahnstraße 120
- Ludwigstraße 6
- Darmstädter Landstraße 3
- Wilhelm-Leuschner-Straße 47
- Odenwaldstraße 9
- Gernsheimer Straße 87
- Darmstädter Straße 59
- Heidelberger Landstraße 198
- Emilstraße
- Schlossgraben 1
- Luisenplatz
- Ludwigsplatz 1
- Marktplatz 2
- Am Kaiserschlag 47h
- Rüdesheimer Straße 119
- Michaelisstraße 6
- Schuchardstraße 18
- Jakob-Jung-Straße 2
- Frankfurter Straße 250
- In der Kirchtanne 31h
- Freiligrathstraße 8
- Karolinenplatz 5
- Wegscheide 1
- Karlshof
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0320
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 22.09.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00