Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld und über die Empfehlungen zur Überarbeitung des Ergebnisses des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs Max Becker-Areal
Beschlussvorlage Ausschuss 3635/2022 vom 07.11.2022
Stand: Am 02.02.2023 im Stadtentwicklungsausschuss geändert beschlossen.
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Anlage 4 Protokoll Preisgericht
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Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 1 Preisgerichtssitzung Phase 2 PROTOKOLL Datum: Dienstag, der 18.10.2022, 13:15 Uhr - 20:30 Uhr Ort: Balloni Hallen, Ehrenfeldgürtel 88-94, 50823 Köln Begrüßung Zu Beginn der Sitzung begrüßen Herr Greitemann, Stadt Köln, Herr Küppers, PANDION AG, und Frau Fabry, RheinEnergie AG alle Anwesenden. Sie unterstreichen die besondere Be- deutung der Entwicklung auf dem Max Becker-Areal für den Stadtteil Köln-Ehrenfeld, aber auch für die Versorgungssicherheit der Stadt Köln. Die Versorgungssicherheit hat aus Sicht der RheinEnergie die höchste Priorität. Frau Fabry führt aus, dass nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens aufgrund der aktuell angespannten Lage auf dem Energiemarkt und mit Blick auf die zeitliche Entwicklung des Grundstücks der RheinEnergie, noch einmal geprüft werden muss. Alle drei freuen sich auf die detailliert ausgearbeiteten Wettbe- werbsbeiträge, eine zielführende Diskussion und konstruktive Zusammenarbeit. Konstituierung des Preisgerichtes Frau Schlottbom begrüßt alle Anwesenden im Namen vo n ISR Innovative Stadt - und Raumplanung GmbH herzlich und stellt die Vollständigkeit des Preisgerichtes fest. Herr Franken wird, wie auch in der ersten Sitzung, von Herrn Kowalczyk vertreten. Frau Prof. Reichle ist nicht anwesend und wird von Frau Escher vertreten. Das Stimmrecht von Frau Fabry wird ab 19:20 Uhr an Herrn Röhrig übergeben , der die gesamte Sitzung anwe- send war. Insgesamt sind 20 stimmberechtigte Mitglieder des Preisgerichtes anwesend (siehe Anwesenheitsliste im Anhang). Frau Schlottbom weist auf die 20 Abstimmungskarten für die stimmberechtigten Mitglie- der des Preisgerichtes hin. Der Vorsitzende übernimmt anschließend die Leitung der Sitzung. Herr Prof. Molestina weist darauf hin, dass die Diskussion vertraulich zu behandeln ist. Er fasst in einem kurzen Überblick den bisherigen Ablauf des Verfahrens, den Beteiligungsprozess der Öffentlich- keit sowie die besonderen inhaltlichen Schwerpunkte der Wettbewerbsaufgabe zusam- men. Bericht der Vorprüfung Frau Schlottbom berichtet, dass 5 bewertbare Arbeiten fristgerecht eingegangen sind. Die Vorprüfung wurde durchgeführt durch ISR Innovative Stadt - und Rau mplanung GmbH, PANDION, RheinEnergie, moderne Stadt und die Unterstützung durch die Fachämter der Stadt Köln sowie weitere Berater*innen. Die Vorprüfung hat ihre Ergebnisse in einem Vor- prüfbericht zusammengefasst, der allen Beteiligten vorliegt. Der Vorsi tzende stellt fest, dass alle Arbeiten formal zugelassen sind und erläutert an- schließend die Vorgehensweise. Anlage 4 Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 2 Rundgänge Zuerst findet ein Informationsrundgang statt, bei dem Verständnisfragen gestellt werden können. Danach wird mit den Wertungsrundgängen begonnen. Im ersten Wertungsrund- gang können Wettbewerbsbeiträge nur einstimmig ausgeschlossen werden. In den da- rauffolgenden Wertungsrundgängen kann mehrheitlich beschlossen werden. Informationsrundgang Im Rahmen des Informationsrundgangs werden die 5 Präsentationsvideos der Entwurfs- verfasser*innen, die in der öffentlichen Abschlusspräsentation aufgezeichnet wurden, ab- gespielt und von Frau Schlottbom und Frau Linke durch den Bericht der Vorprüfung er- gänzt. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Beteilig ungsformate in einer kurzen, ob- jektiven Zusammenfassung von Frau Beden vorgestellt. 1. Wertungsrundgang Aufgrund der hohen Qualität aller Arbeiten, scheidet kein Beitrag im ersten Wertungsrund- gang aus. 2. Wertungsrundgang / Engere Wahl In einem umfassenden 2. Wertungsrundgang diskutieren die Anwesenden eingehend über die Arbeiten, die Besonderheit en der jeweiligen Konzept e und wägen die Vor - und Nachteile der Entwürfe ab. Es werden die folgenden Beurteilungstexte formuliert. Im An- schluss stimmt das Preisgericht über die engere Auswahl für die mit Preisen zu würdigen- den Beiträge ab. Urban Agency | NORD Der Entwurfsansatz der Verfassenden eines "Ehrenfelder Remix" wird anerkannt und er- fährt im Preisgericht besondere Würdigung; der Leitgedanke ist nachvollziehbar. In nicht unerheblichem Maße werden kleinteilig vermarktbare Wohn- und Gewerbestruk- turen vorgeschlagen, welche eine ebenso kleinteilige Vermarktung erlauben und fördern können und eine starke Alternative zu gängigen Blockstrukturen darstellen. Besonders ins Auge fällt hierbei der für ein "Wohnlabor" ausgewiesene Bereich, der die Intention der Verfassenden, ein Experimentierfeld mit hohem Innovationscharakter auszu- weisen, am deutlichsten hervortreten lässt. Dieser Experimentier -Baustein inmitten der Gesamtentwicklung wird kontrovers diskutiert. Diese lockere Bebauung erscheint allerdings in Summe eher fragwürdig, birgt sie doch nicht unerhebliche Nachteile. So entsteht eine große Anzahl von Gebäudeeinheiten, wel- che von öffentlichen Flächen umspült werden , die im Widerspruch zu der sonst vorge- schlagenen eher geschlossenen Blockbebauung steht. Die Orientierung im Quartier wird durch den Mix aus offener und geschlossener Bebauung als schwierig erachtet, wenngleich die 'Zwischenräume' von hoher Qualität erscheinen. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 3 Der großzügig angelegte Grünraum wird gewürdigt, ist allerdings programmatisch über- frachtet; eine stärkere räumliche Fassung wäre zudem wünschenswert. Der Entwurf bietet zu viele Gewerbeflächen an, was auf Kosten der Wohnflächen geht. Die Wohnraumnachfrage kann auf diese Weise leider nicht gelöst werden. Der Standort der Schule ist an dem ohnehin verkehrlich belasteten Knotenpunkt bedenk- lich. Die vielen interessanten und innovativen Ansätze der Arbeit fügen sich leider in Summe nicht zu einem in sich konsequenten und stimmigen Entwurf. Abstimmung: Mit 2:18 Stimmen verbleibt die Arbeit nicht in der engeren Auswahl. kister scheithauer gross | Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten Der Entwurf setzt auf die städtebauliche Trennung der Hauptnutzungen Wohnen und Ge- werbe, wodurch zwei Viertel mit zentralem Grünraum und der erhaltenen Gaskugel als Identitätsstifter entstehen. Der Stadtraum wird kl ar gegliedert in private Wohnhöfe und öffentliche Straßenräume. Die Dachlandschaft mit überwiegend gleichen Dachabschlüs- sen und vereinzelten Hochpunkten wirkt ruhig, ist aber wenig abwechslungsreich. Die großzügigen und leicht geöffneten Blöcke des Wohnquartiers ermöglichen zusätzli- che Blickbeziehungen in das Quartier. Die Gro ßzügigkeit in den Blöcken führt jedoch zu einem verhältnismäßig kleinen, stark mit Nutzungen belegten Parkraum im Planungsperi- meter, welcher mit großer Geste im Ideenteil entlan g der Bahngleise fortgeführt, jedoch funktional durch den langgezogenen Baukörper des Umspannwerks und die dahinterlie- gende Unterführung am Maarweg abgehängt wird. Die abwechslungsreiche Stadtsilhouette zur Bahn, ebenso die als Auftakt zum Quartier platzierte Schule an der Widdersdorfer Straße werden sehr positiv gewürdigt. Ebenso wirkt der Kulturplatz im Norden gut proportioniert und verspricht ein funktionierender Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 4 städtischer Begegnungsort zu werden. Das hier vorgesehene Brückenbauwerk wird als Überschlag und verbindendes Element Richtung Norden wertgeschätzt, jedoch wird die Verbindungsqualität, Funktionsfähigkeit und Frequentierung aufgrund der zu überbrü- ckenden Höhen hinterfragt. Die nördliche, geknickte Straße am Kulturplatz leitet den Blick geschic kt zum Gaskugel- behälter und verknüpft die grüne Mitte des Quartiers gut mit dem Kulturplatz und den, im Ideenteil vorgesehenen weiteren Stadtquartieren. Die Aneinanderreihung kleinerer Stadtplätze vom Kulturplatz im Norden als Überschlag zur Nachbarbebauu ng über den Marktplatz, hin zum Quartierstreff am Uhrenhaus er- scheint abwechslungsreich und spannungsvoll. Durch die Anordnung der Zufahrtsrampe zur Tiefgarage auf dem Marktplatz wird dessen Qualität jedoch stark beeinträchtigt. Die Tiefgarage wird vornehmlich unterhalb der Strassenebene vorgesehen, um die Hofin- nenbereiche von Untergeschossen frei zu halten. Das Konzept erscheint durchdacht, den- noch werden infrastrukturelle Zwänge für die weitere Quartiersplanung kontrovers disku- tiert, so dass es in Gänze nicht überzeugen kann. In diesem Entwurf sind sehr viele Dinge richtig gemacht, dennoch spiegelt sich eine eher klassische städtebauliche Handschrift wider, die als Konzept für ein bunt durchmischtes, lebendiges und urbanes Zukunftsquartier nicht komplett überzeugt. Abstimmung: Mit 1:19 Stimmen verbleibt die Arbeit nicht in der engeren Auswahl. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 5 Cityförster | urbanegestalt Die übergeordnete Leitidee basiert auf dem Motiv „Ehrenfeld weiterbauen“ und entwickelt für das Areal Max Becker eine Struktur, die von der bestehenden interessanten Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Arbeiten, Kunst, Kultur in Ehrenfeld inspiriert wird, diese aufnimmt, interpretiert, für die Aufgabe transformiert und in einem schlüssigen Gesamtkonzept mün- den lässt. Das Projekt zeichnet sich durch zwei konzeptionelle Themen aus, zum einen der das Areal vernetzende differenzierte Grünraum und zum anderen die kleine, urban gestaltete Fla- niermeile/Bummelmeile. Es gelingt die „Bummelmeile“ mit den intendierten lebendigen Erdgeschossnutzungen klammerartig über zwei Plätze (Uhrenplatz und Inselplatz) ge- schickt und räumlich spannungsvoll mit den Grünräumen zu verweben, wodurch im Zent- rum des Areals vielfältige Angebote für alle Nutzer:innen generiert werden können. Es wird jedoch kritisch hinterfragt, ob die von den Verfasser:innen angenommene hohe Frequenz der „Bummelmeile“ im Areal realistisch ist. Die baulichen Strukturen werden sehr kompakt, meist in Blöcken, mit individualisierten Höhenkonturierungen organisiert. Zum Quartierspark korrespo ndieren die Blockstruktu- ren für das Wohnen, indem diese sich über Fugen öffnen oder baulich terrassieren. Dieser konzeptionelle Ansatz wird sehr positiv bewertet, doch entstehen teilweise in den Blöcken enge Räume und in den Terrassenstrukturen scheinen Di chtepotenziale noch nicht aus- geschöpft. In einigen Blockstrukturen wirken die Setzungen zu dicht, um eine optimale natürliche Belichtung zu erzielen. Die städtebauliche Grundstruktur mit den interessant versetzten gassenartigen Stadt- und Straßenräumen, die jeweils in Plätzen münden oder Umlenkungen erfahren, ist vielfältig, robust und für Weiterentwicklungen flexibel. Der zentrale Freiraum sequenziert sich in den „Pocketwald“ zur Widdersdorferstr . und ei- nen Quartierpark mit integrierter Kulturbühne. Es gelingt den historischen Bau – und Baumbestand zu erhalten, einen Pocketpark vorzuschalten und über den Uhr -Platz, gleichsam als Gelenkpunkt, in den Quartierspark oder die Flaniermeile zu führen. Au ch zum Maarweg bestehen direkte Wege – und Blickbeziehungen in den Park, wodurch die Vernetzung mit dem Umfeld auch in westlicher Richtung gestärkt wird. Die räumliche und funktionale, meist lineare und durchgehend strenge Gliederung des Quartiersparks wir d in Frage gestellt. Ein großzügiger Gesamtzusammenhang wird teilweise vermisst. Der nördliche Abschluss des Parks und das dargestellte Ensemble aus Technikgebäuden (u.a. Umspannwerk) in Kombination mit dem Kulturbaustein wird kritisiert, denn es gelingt in dieser Form kein schlüssiges Industrie- und Kulturensemble. Es fehlt, auch unter Einbe- zug des Schulhofes, der städtebauliche Abschluss und schlüssige Übergang zum Gleis- radweg. In der Nutzungsverteilung entsteht eine nachvollziehbare Mischung aus Wohnen, Arbei- ten, Gewerbe und Kultur im Wechsel. Die sinnvolle Verteilung der kulturellen Einrichtun- gen und d ie Idee lebendiger Erdgeschosse verspricht ein vielfältiges Quartier . An den Standorten der Kindertagesstätten sind die erforderlichen Freiflächen zu klein, nur diffus oder nicht nachvollziehbar dargestellt. Eine Positionierung der Schule im Norden wird ak- zeptiert, kann jedoch nur mit sozial sicherer und attraktiver Gestaltu ng der Erschließung zur Schule und Einbindung in den Quartierpark im Kontext des nördlichen Abschlusses des Areals gelingen. Die Zugänglichkeit für geh -eingeschränkte Schüler wird im Kontext des Inklusionsgedankens kritisch gesehen. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 6 Der City Hub wird mit der Energiezentrale und weiteren Nutzungen in einem Gebäude kombiniert, was den funktionalen Anforderungen der Auslobung widerspricht. Die Bürogebäude östlich des Inselplatzes und südöstlich des Werksplatzes werden be- grüßt, doch wegen der gewählten Volum en und der daraus resultierenden Raumtiefen und den zu klein dimensionierten Innenhöfen kritisch bewertet. Die Adress- und Raumbildung zur Bahn ist konzeptionell überzeugend, doch widerspricht das Nebeneinander von Bus -Shuttle-Trasse und Radtrasse dem atm osphärischen und funktionalen Zielbild des grünen Bandes entlang der Bahntrasse als ein durchgängiger vernetzender Grünzug. Das Projekt zeichnet sich durch eine kompakte und belebte städtebauliche und freiräum- liche Konzeption mit vielfältigen, auch indivi duellen Raumstrukturen aus, die über eine hohe Flexibilität verfügen. Das Spiel mit unterschiedlichen Kubaturen und Höhenentwick- lungen überzeugt. Der Anspruch, sich mit den gewählten konzeptionellen Leitbildern auf vielen Ebenen mit Ehrenfeld zu vernetzen und Ehrenfeld gleichsam weiterzubauen, ist in dem Projekt klar erkennbar und verspricht ein Quartier mit hoher Identität und Vielfalt. Abstimmung: Mit 20:0 Stimmen verbleibt die Arbeit in der engeren Auswahl. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 7 ASTOC | club L 94 Landschaftsarchitekten Die Arbeit lässt erkennen, dass sich die Verfasser:innen intensiv mit den Hinweisen der ersten Phase auseinandergesetzt haben. Der städtebauliche Entwurf hat an Klarheit und Logik gewonnen. Die Entscheidung, die Kfz -Erschließung an den östlichen Quartiers rand zu verlegen, führt zu ruhigen, qualitätsvollen Wohnquartieren und Straßenräumen am Park. Die Wohnblöcke sind gut proportioniert. Kleine Plätze stärken die Nachbarschaften und verknüpfen mit den umgebenden Bestandsgebieten. Die gewerblichen Nutzungen sind adäquat platziert und berücksichtigen den Schallschutz. Der Freiraum wird keilförmig mit klarer Konturierung gefasst. Er bildet eine glaubwürdige Mitte des neuen Quartiers, da alle öffentlich frequentierten Nutzungen hier adressiert werden. Insgesamt wirkt der Keil im Vergleich zu anderen Arbeiten eher klein dimensioniert. So bleibt die Frage offen, ob die gewünschten vielfältigen Nutzungsoptionen (u.a. Sport) nachgewiesen werden können. Die Komposition und Gestaltung der drei Hochpunkte überzeugt die Jury nicht. Das an der Bahn gelegenen Hochhaus funktioniert für Wohnen typologisch wg. der starken Schal- limmissionen der Bahn nicht. Der Schulstandort an der Kreuzung Widdersdorfer Straße / Maarweg ist hervorragend für die Erreichbarkeit der Schüler:innen und kann gemeinsam mit dem Uhrenhaus für ein le- bendiges Entreé in den zentralen Park sorgen. Städtebaulich wird die Platzierung der Schule auf der Ecklage jedoch kontrovers diskutiert. Der Nachweis der Erschließung für Hol- und Bringverkehre in knapper Ecklage sowie die Aktivierung der Gebäude zum grü- nen Keil sind nicht gelöst. Abstimmung: Mit 13:7 Stimmen verbleibt die Arbeit in der engeren Auswahl. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 8 Teleinternetcafe | Treibhaus Landschaftsarchitektur Der Entwurf zeichnet sich durch eine sehr eigenständige Lesart des Max Becker-Areals aus. Unter der Leitidee „Liebe deinen Bestand“ werden markante Spuren der vergangenen Industriekultur identifiziert und sinnfällig für die städtebauliche Neuordnung herangezo- gen. Zwischen dem Uhrenhaus, dem Gasbehälter und dem bestehenden Gleisbogen ent- steht hierdurch eine zusammenhängende Grünfläche als neue Quartiersmitte. Durch de- ren interessante, sternförmige Ausgestaltung gelingt es über diesen zentralen Park eine starke Vernetzung mit den daran angrenzenden Teilquartieren in allen Himmel srichtun- gen auch über das Kerngebiet hinaus herzustellen. Über ein Geflecht aus Straßen, Gassen und kleinen Plätzen, die jeweils das Herz der neuen Veddel bilden, werden ausgehend von der grünen Mitte starke Einzeladressierungen ausformuliert. Durch ihre s pezifische Ausgestaltung versprechen diese Binnenräume für die Teilquartiere ein hohes Maß an spezifischer Identität und stadträumlicher Lebendigkeit. Besonders positiv hervorzuheben ist die markante Stellung des Uhrenhauses als räumlicher Abschluss des Pa rks. Mit dem gut proportionierten, nach Süden vorgelagerten Kulturplatz ergänzt durch eine weiteren angemessenen Kulturbaustein mit Jugendzentrum wird hier der richtige programmatische Akzent gesetzt und zugleich ein markantes Parkentrée ausformuliert. Zusammen mit dem Erhalt des wertvollen Baumbestandes gelingt es an dieser Stelle im besonderen Maße den Grünraum mit einer starken Geste bis direkt an die Widdersdorfer Straße heranzufüh- ren. Dem Geflecht an öffentlichen und gemeinschaftlichen Stadt - und Grünräumen wird fol- gerichtig mit einer konsequenten Blockrandbebauung und ruhigen Wohninnenhöfen be- gegnet. Die geschickte Staffelung der Geschosse über alle Blöcke hinweg bildet einen ruhigen und angemessenen Stadthorizont. Wenige Hochpunkte entlang der Bahn und am Kreuzungspunkt Maarweg I Widdersdorfer Straße sind richtig positioniert, wenngleich die Wohnnutzungen im Schienenbereich schalltechnisch äußerst problematisch beurteilt werden. Die Gleichförmigkeit der Blockdimensionen, die zunächst ein hohes Maß an Ro- bustheit versprechen, werden dennoch durch die geringe Flexibilität in der Weiterent- wicklung besonders im Umfeld des Gleisbogens durchaus auch kritisch gesehen. Es ent- stehen ungünstige Blockproportionen mit zum Teil zu kleinen Innenhöfen und spitzwinke- ligen Innenecken, die für die dargestellten Nutzungen Fragen aufwerfen . Grundsätzlich wird die Frage, inwieweit sich der fragmentarische Gleisbogen zu einem eigenständigen stadträumlichen Element entwickeln kann , kontrovers diskutiert. Der angestrebte Nut- zungsmix der Erdgeschosse in Form der sogenannten „Ehrenfelder Mischung“ und die dort angesiedelte Mobilitätstrasse können zumindest einen richtigen Impuls für dessen Bespielung geben. Die Verkehrserschließung erscheint auf den ersten Blick durch die kom pakten Zufahrten zu gekoppelten Tiefgaragen effizient. Im östlichen Bereich wird jedoch sehr tief ins Ge- lände eingefahren und hierdurch die angestrebte Vernetzung zwischen Park und „Veddel- platz“ ungünstig zerschnitten. Das Thema Mobilität wird insgesamt durch das Zusammen- spiel von ÖPNV und Mobiltätshubs gut in das städtebauliche Konzept implementiert. Die Verteilung der öffentlichen Gebäudenutzungen ist prinzipiell gut gelöst. Besonders stellt der gewählte Schulstandort an der Uhrenhalle den richtigen Vermittler zwischen Park und gewerblichem Bestand dar und verspricht für den Gleisbogen einen weiteren wichtigen Frequenzgeber. Dem hingegen kann die Ausformulierung der Kita‘s nicht überzeugen. Ins- besondere die Anordnung der Freiflächen im zentralen Park und d em schon knapp be- messenen Schulhof führt zu erheblichen Flächenverlusten, zerschneidet den zusammen- hängend gedachten Grünraum unnötig und konterkariert die zentrale Entwurfsidee. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 9 Die Entwurfshaltung des zentralen Parks als offene, biodiverse Wiesenfläche und zugleich Retentionsraum mit umlaufender belebter Parkpromenade überzeugt durch das ange- messene Maß an Gestaltungsmitteln. Der räumlich äußerst interessante Flächenzuschnitt gepaart mit dem beschriebenen Maß an Unbestimmtheit kann langfristig einen gut er- reichbaren Grünraum für ganz Ehrenfeld an der richtigen Stelle etablieren. Zusammenfassend stellt die Arbeit mit wenigen Schwächen einen äußerst eigenständigen Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe dar, der es vermag die Geschichte des Ortes weiter zu erzählen und zusammen mit den industriellen Relikten von Gaskugel und Uh- renhaus diesen besonderen städtischen Ort mit einem unverwechselbaren, maßstäbli- chen und gut durchmischten Quartier in die Zukunft zu überführen. Abstimmung: Mit 20:0 Stimmen verbleibt die Arbeit in der engeren Auswahl. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 10 Rangfolge und Preise Die Arbeiten der engeren Wahl werden vom Preisgericht noch einmal vergleichend dis- kutiert. Rangfolge Nach einer weiteren intensiven Diskussionsrunde beschließt das Preisgericht, auf jeweilige Anträge, die im folgenden dargestellte Rangfolge. Darüber hinaus beschließt das Preisge- richt einstimmig den beiden Wettbewerbsbeiträgen, die nicht in die engere Auswahl ge- wählt wurden, jeweils eine Anerkennung zuzuordnen. 1. Rang Cityförster | urbanegestalt Mit 11:9 Stimmen wird die Arbeit auf den 1. Rang gewählt. 2. Rang Teleinternetcafe | Treibhaus Landschaftsarchitektur Mit 13:7 Stimmen wird die Arbeit auf den 2. Rang gewählt. 3. Rang ASTOC | club L 94 Landschaftsarchitekten Mit 19:1 Stimmen wird die Arbeit auf den 3. Rang gewählt. Anerkennung - Urban Agency | NORD Anerkennung - kister scheithauer gross | Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten Preise Das Preisgericht beschließt einstimmig die unten aufgeführte Preisfolge. Darüber hinaus beschließt das Preisgericht einstimmig die Wettbewerbssumme, entgegen der Auslo- bung, wie folgt auszuschütten: 1. Preis: 50.000, - € netto Cityförster | urbanegestalt 2. Preis: 35.000, - € netto Teleinternetcafe | Treibhaus Landschaftsarchitektur 3. Preis: 20.000, - € netto ASTOC | club L 94 Landschaftsarchitekten Anerkennung: 12.500, - € netto Urban Agency | NORD Anerkennung: 12.500, - € netto kister scheithauer gross | Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten Darüber hinaus wird den Teilnehmenden der 2. Phase eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 100.000 € netto zur Verfügung gestellt, die zu gleichen Teilen auf die 5 Teams aufgeteilt wird. Jedes Team erhält demnach ei ne Aufwandsentschädigung in Höhe von 20.000, - € netto. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 11 Empfehlung des Preisgerichts Das Preisgericht empfiehlt den Siegerentwurf für die Umsetzung der weiteren Planungs- schritte. Für die drei mit Preisen ausgezeichneten Entwürfe verfasst das Preisgericht die im Folgenden aufgeführten individuellen Empfehlungen: 1. Preis – Cityförster | Hannover mit urbanegestalt | Köln • Die stadträumliche S ituation im Kontext Gasregelstation / Umspannwerk/ Kultur- baustein im Nordwesten des Plangebiets überzeugt nicht (bzgl. technischer Nutz- barkeit, Umfriedung, Grüncharakter, Schallschutz, Schnittstelle zum Schulbaustein etc.) und ist zu überarbeiten. Auch die räumliche Fassung dieses Freiraums sollte reflektiert werden. • Die Einbettung der Schule ist hinsichtlich der Erschließung (MIV, ÖPNV), der Frei- raumgestaltung und des Schallschutzes zu überprüfen. • Der östlich am Uhrenhau s gelegene City-Hub kann hinsichtlich der Nutzungsmi- schung (u.a. Kombination Energiezentrale und KiTa) nicht überzeugen. • Die Lagen der Kindertagesstätten sind zu überprüfen und die zugehörigen Frei- räume nachvollziehbar darzustellen. • Die horizontale Nutzungsmischung frei finanzierten / geförderter Wohnungsbau ist nicht realisierbar. Innerhalb eines Blocks muss eine Realteilung möglich sein. • Die „grüne“ Mobilitätstrasse entlang der Bahn wirkt zu steinern und ist im Sinne ei- ner attraktiveren Gestaltung zu überdenken. Im Ideenbereich 1 überzeugen Mobi- litätstrasse / Baustruktur / Grünraum / Vernetzung nicht und sind zu überarbeiten. • Eine maßvolle „belebende“ Nutzungsmischung (z.B. zusätzlich Cafe, Ateliers etc.) ist auf dem Gleisgrundstück zu prüfen und abzusichern. • Geeignete Maßnahmen für den Schallschutz zur Bahn (u.a. Zwischenraum Blöcke ggf. mit aktiven Schutzmaßnahmen) und zum Gewerbe im Osten (ggf. Tausch City- Hub / Wohnblock wie in Phase 1) sind zu ergreifen. • Bei einigen Blöcken entlang der Bummelmeile wirkt die Dichte zu massiv bzw. die Belichtung über die Innenhöfe problematisch und sollte überprüft werden (u.a. In- nenhöfe östliche Büroblöcke erscheinen zu klein) . Eine maßvolle Dichteverschie- bung im Sinne einer optimierten Nutzbarkeit in Richtung der beiden Blöcke entlang des Maarwegs ist zu prüfen. • Die zentrale öffentliche Grünfläche kann aufgrund der kleinteiligen, linearen Zoni- erung als öffentlicher Park nicht überzeugen und ist zu überarbeiten. • Die Bummelmeile ist attraktiv und intelligent auszuformulieren, um urbane Belebt- heit zu schaffen und in den Erdgeschoßen Leerstände zu verhindern. Die bele- bende Nutzung des Uhrenhaus als attraktives Markthallenkonzept (ggf. mit maß- voller Gastronomienutzung) ist zu überprüfen. 2. Preis – Teleinternetcafe | Berlin mit Treibhaus Landschaftsarchitektur | Hamburg • Die Kita-Außenflächen beeinträchtigen den öffentlichen Grünraum übermäßig und sind in ihrer Anordnung nicht zufriedenstellend gelöst , eine Überarbeitung ist er- forderlich. • Der Verkehr wird zu tief ins Quartier geführt. Die räumliche Beziehung des östlichen Stadtquartiers kann aufgrund der zerschneidenden Wirkung nicht überzeugen und ist anzupassen. • Insgesamt werden zu wenige Stellplätze nachgewiesen und sind daher zu erhöhen. • Die starren Blockstrukturen sollen angesichts Veränderung und Entwicklungspo- tenzial reflektiert werden. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 12 • Die Erdgeschoßnutzungen im Nordosten des Plangebietes werden als schwi erig belebbar eingeschätzt und sind zu überprüfen/ zu überarbeiten. • Die rein kulturelle Nutzung des Uhrenhaus wird zur Belebung des Quartiers kritisch gesehen und ist zu überprüfen. • Die Lärmbelastung ist zu überprüfen. Entlang der Bahntrasse werden (voraussicht- lich) aktive Schallschutzmaßnahmen zwischen den Blöcken erforderlich. Im Be- reich des Gleisbogens sind umsetzbare Möglichkeiten zu entwickeln. • Der Dreiklang zwischen Uhrenhaus, Gleisbogen und Gaskugelbehälter funktioniert nur bei Erhalt der Gaskugel und wäre ohne Erhalt zu überarbeiten. • Die integrative Kraft des öffentlichen Grünraums im Inneren des Quartiers wird in Frage gestellt. Der „Park“ bildet aus sich selbst heraus keine belebende Quartiers- mitte/kein Zentrum. • Die „grüne“ Mobilitätstrasse entlang der Bahn wirkt zu steinern und ist im Sinne ei- ner attraktiveren Gestaltung zu überdenken. • Die vorgeschlagene Blockstruktur zeigt zu wenig Vielfalt und ist in Richtung einer “Ehrenfelder Typologie“ zu überarbeiten. • Einige Blöcke erscheinen zu dicht und schwer bzgl. Belichtung umsetzbar. Eine Dichteverschiebung oder teilweise Aufweitung der Innenhöfe ist zu prüfen. • Die Verortung der Hochpunkte wurde kontrovers diskutiert. Wohnen im Hochpunkt entlang der Bahn erscheint aus schallschutztechnischer Sicht kaum realisierbar. • In der Gegenüberstellung von Schule und Schreinerei wird eine angemessene ur- bane Dichte vermisst. Die räumliche Situation ist hinsichtlich des Schalleintrags zu überprüfen. Bzgl. des Schalleintrags in den Gleisbogen sind umsetzbare Schall- schutzmöglichkeiten zu entwickeln. 3. Preis – ASTOC | Köln mit club L94 Landschaftsarchitekten | Köln • Die stadträumliche Situation im Kontext Gasregelstation/ Umspannwerk/ Hoch- punkt im Nordwesten des Plangebiets überzeugt noch nicht (u.a. bzgl. technischer Nutzbarkeit, Schallschutz, etc.) und ist zu überarbeiten. • Die Hochpunkte entlang der Bahn wurden kontrovers diskutiert und sind in Höhe, Nutzungsart, Bautiefen und Ausrichtung zu überprüfen. • Die vorgeschlagenen Wohnhochhäuser in Richtung Bahntrasse sowie die Bebau- ungsstrukturen gegenüber der Schreinerei sind hinsichtlich des Schalleintrags zu überprüfen. • Die Lärmbelastung entlang der Bahntrasse ist zu überprüfen. Es werden (voraus- sichtlich) aktive Schallschutzmaßnahmen zwischen den Blöcken erforderlich. • Die aufgelockerten Blöcke im Innenbereich des Quartiers werden bzgl. Vorder - /Rückseiten, Belichtung und räumlicher Ausformulierung kontrovers diskutiert und sind entsprechend zu überprüfen. • Der westlichste Gebäudeblock mit Hochpunkt an der Bahntrasse ist bzgl. Dichte, Innenhofbelichtung und Nutzungsmischung zu überprüfen. • Der Umfang und die Dimensionierung der Freiflächen sind zu überarbeiten, Sport- und Bewegungsflächen mitzudenken. • Der Entwurf lässt eine starke zentrale Mitte vermissen und ist entsprechen darauf- hin zu überprüfen und zu überarbeiten. • Die Positionierung der Schule inkl. der Spothalle an der präsenten Eingangssitua- tion im Kreuzungsbereich Widdersdorferstr. / Maarweg überzeugt nicht und ist zu überarbeiten. Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 13 Abschluss / Entlastung der Vorprüfung Die Vorprüfung wird durch den Vorsitzenden des Preisgerichts entlastet. Prof. Molestina bedankt sich bei allen anwesenden Mitgliedern und Berater*innen des Preisgerichtes für die detaillierte und intensive Diskussion sowie für die Organisation und die Vorprüfung. Herr Greitemann bedankt sich im Namen der Stadt Köln bei den Anwesenden und insbe- sondere bei Prof. Molestina für die strukturierte Leitung der Sitzung. Alle Teams wurden zeitnah über das Ergebnis der Sitzung informiert. Protokoll: Düsseldorf, 21.10.2022 Christina Schlottbom, Wettbewerbsmanagement Leonie Linke, Wettbewerbsmanagement Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 14 Verfasser*innen 1. Preis: Cityförster | Hannover mit urbanegestalt | Köln Verfasser*innen: Oliver Seidel | Cityförster Prof. Dr. Verena Brehm | Cityförster Johannes Böttger | urbanegestalt Mitarbeit: Tim Mohr | Cityförster Lisa Iglseder | Cityförster Imke Hullmann | Cityförster Isabel Behne | urbanegestalt Franziska Bräuninger | urbanegestalt Lena Lauermann | Cityförster Lilly Irmer | Cityförster Sophia Kalwa | Cityförster Ricarda Roloff | Cityförster Lukas Hegele | Cityförster Niko Volkhausen | urbanegestalt 2. Preis: Teleinternetcafe | Berlin mit Treibhaus Landschaftsarchitektur | Hamburg Verfasser*innen: Urs Kumberger | Teleinternetcafe Verena Schmidt | Teleinternetcafe Gerko Schröder | Treibhaus Landschaftsarchitektur Mitarbeit: Silja Glomb | Teleinternetcafe Christopher Ehlers | Teleinternetcafe Valere Kramer | Teleinternetcafe Jan van den Berge | Treibhaus Landschaftsarchitektur Songnan Liu | Treibhaus Landschaftsarchitektur Beratung Aron Bohmann | Buro Happold Energiekonzept: Philipp Kassing | Buro Happold Visualisierung: Lindenkreuz Eggert GbR 3. Preis: ASTOC | Köln mit club L94 Landschaftsarchitekten | Köln Verfasser*innen: Peter Berner | ASTOC Sebastian Hermann | ASTOC Frank Flor | club L94 Landschaftsarchitekten Burkhard Wegener | club L94 Landschaftsarchitekten Götz Klose | club L94 Landschaftsarchitekten Mitarbeit: Timo Eisele | ASTOC Jörg Schatzmann | ASTOC Lena Piepmeyer | ASTOC Lucas Riera | ASTOC Natascha Lohner | ASTOC Ferdinand Holz | ASTOC Anna Kuptz | club L94 Landschaftsarchitekten Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 15 Anerkennung: Urban Agency | Kopenhagen/Düsseldorf mit NORD Architects A/S | Kopenhagen Verfasser*innen: Henning Stüben | Urban Agency Johannes Molander Pedersen | NORD Architects Mitarbeit: Heechan Park | Urban Agency Kristen van Haeren | Urban Agency Gaspar Cánepa | Urban Agency Charlotte Klein | Urban Agency Morten Gregersen | NORD Architects Eilish Camplisson | NORD Architects Jeppe Niemann Jacobsen | NORD Architects Hannah Kruse | NORD Architects Lilli Malou Selcho | NORD Architects Anerkennung: kister scheithauer gross | Köln mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitek- ten | München Verfasser*innen: Prof. Johannes Kister | kister scheithauer gross Prof. Rainer Schmidt | Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten Mitarbeit: Sascha Bender | kister scheithauer gross Sandra Hafez | kister scheithauer gross Melanie Brügger | kister scheithauer gross Linus Reich | kister scheithauer gross Tina Schmid | kister scheithauer gross Lukas Bihler | Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten Rui Wand | Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 16 Wettbewerb MAX BECKER-AREAL | PĀN in Köln Ehrenfeld Preisgerichtssitzung Phase 2 17 -
Anlage 6 Dokumentation Beteiligung Phase 2
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Max Becker-a real ein n eues Stadtquartier für köln Dokumentation zum Beteiligungsverfahren der zweiten Phase Anlage 6 Seite 2 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | BeteiligungsverfahrenSeite 2 Die Oberbürgermeisterin Dezernat VI - Planen und Bauen Amt für Presse- und Öffentlichkeits- arbeit in Zusammenarbeit mit PANDION AG RheinEnergie AG Gestaltung und Redaktion ISR Innovative Stadt- und Raumpla- nung GmbH Bildnachweise Titel: Stadt Köln S. 9, 11, 18, 26, 29, 32, 35: © SIMON BUETTNER S. 4, 27: PANDION AG S.6,12: Urban Agency / NORD Architects A/s S.7,14: Kister scheithauer gross/ Rainer schmidt landschaftsarchitekten S.8, 21: Cityförster / Urbanegestalt S.9,19: ASTOC / club l94 Landschaftsarchitekten S.10, 23: Teleinternetcafe / treibhaus landschaftsarchitektur Seite 3 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Beteiligungsverfahren 1 Beteiligung zur abschlusspräsentation Seiten 5 - 11 2 Online - Beteiligung Seiten 12 - 25 3 Beteiligung zur analogen ausstellung Seite 26 4 Weitere anregungen (per Mail) Seiten 27 - 35 Seite 3 Seite 4 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | BeteiligungsverfahrenSeite 4 Seite 5 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Protokoll der Veranstaltung 26.9.2022 Beteiligung zur abschlusspräsentation 1 Datum: 26.09.2022 Uhrzeit: 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr Ort: Rufffactory, Köln Format: Präsenzveranstaltung 18.30 Uhr Begrüßung 18.35 Uhr Information Format und Ablauf der Veranstaltung 18:45 Uhr Vorstellung der Entwürfe 19:35 Uhr Information zum Spaziergang an den Boxen 19:40 Uhr Rückfragen und Diskussion 20:30 Uhr Erkenntnis: Zusammenfassung 20:40 Uhr Fazit, Ausblick und Abschied Von Beginn an ist der Dialog mit der Öffentlich- keit über die Zukunft des Max Becker-Areals und seinem produktiven Beitrag zur Stadtentwick - lung erforderlich und gewünscht. Die Beteiligung der Bürgerschaft fand im Rah- men einer öffentlichen Abschlusspräsentation am 26.09.22 in der Rufffactory in Köln Ehrenfeld statt. Darüber hinaus konnten die interessierten Bürger*innen die Entwürfe der Teams in zwei analogen Ausstellungen in den Bezirksrathäu- sern Ehrenfeld und Lindenthal sowie im Rah- men eines Online-Dialogs vom 22.09.22 bis zum 07.10.22 begutachten und diskutieren. Seite 6 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Abschlussveranstaltung 26.9.2022 Quartiersgaragen Ansicht von der Bahn Urban Agency / NORD Architects GUT GEFÄLLT MIR? MIR FEHLT NOCH? Struktur sieht aus wie gewach- sen! – Sehr individuell Lebendig, vielfältig, „macht nicht auf Kölsch“ Kleinteilig - keit Spannende Dachlandschaften Nutzungs- mischung Gut, wenn enge Blöcke zumindest Spalten haben, sodass Sonne eindringen kann Offene Blöcke WEITERE ANREGUNGEN? Kleinteiligkeit des ursprünglichen Ent- wurfs Der Kugel- gasbehälter Schule liegt gut an Grün, liegt an guter Stelle Markenzeichen auch ohne Gasbalon erhalten Grüne Trasse an der Bahn Dichte ist überall sehr hoch Alte Bäume sollten erhalten bleiben Begrünung auf den TG Zufahrt Zufahrt Fünf Freunde Seite 7 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Abschlussveranstaltung 26.9.2022 Positionierung der Hochpunkte Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten Kulturplatz im Norden positiv GUT GEFÄLLT MIR? WEITERE ANREGUNGEN? MIR FEHLT NOCH? Verbindung über Brücke super Barrierefreiheit muss gesichert sein: Aufzug Realisierbarkeit der Brücke fraglich; Verbindung positiv Warum sind die Ateliers so weit entfernt vom (Kern-)Quartier? Schule: Zentrale aber ruhige Lage, gute Anbindung, trotzdem geschützt, Baukörper schön ablesbar Erhalt des Gaskugelbehälters: Po- sitive Haltung, Identifi- kation mit Ehrenfeld Grünraum öff - net sich zur Bahn Studentisches Wohnen im Westen Der Belüftungs - winkel westlich Maarweg Unterirdische Er- schließungsachse Seite 8 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Abschlussveranstaltung 26.9.2022 WEITERE ANREGUNGEN? GUT GEFÄLLT MIR? MIR FEHLT NOCH? Dichte & Belichtung der Wohnungen hinterfragen Belichtung der Innenhöfe prüfen Gute und ausreichende Dichte Belebung der nördlichen Seite: kein Angstraum Nutzungsmischung zu grobkörnig! Falls Unterführung realisiert wird: Wie wird diese hell und lebendig? Shuttle auch an BHF Ehrenfeld anbinden Der Verzicht auf Hochhäuser ist angenehm und gut für das Quartier Vielfalt in der Architektur in späteren Arbeitsphasen sichern Die Dichte ist sehr hoch! Haben die Kitas genug Freiraum? cityförster / urbanegestalt Seite 9 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Abschlussveranstaltung 26.9.2022 GUT GEFÄLLT MIR? MIR FEHLT NOCH? WEITERE ANREGUNGEN? Kugelgas- behälter Nutzung Freiraum Lage Sportflächen Verjüngung / Form Erschließung Schule/ Lage Turnhalle gut erreichbar Offene Blöcke gut, Spielflächen werden begrüßt, Sportflächen an der richtigen Stelle ASTOC / club L94 Landschaftarchitekten Angstraum Trasse entlang Bahn vermeiden Unterschiedliche Nutzungen für den Park Teleinternetcafe / Treibhaus Seite 10 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Abschlussveranstaltung 26.9.2022 MIR FEHLT NOCH? GUT GEFÄLLT MIR? kompak- te zentrale Grünanlage Verbindung ins Quartier größere Innenhö- he (Verschattung, Licht und Luft kritisch) großzügigere Block- strukturen Lage der Schule, Schulhof vernetzt sich in den Grün- raum Parkanlage Mix an Nutzungen Aufgreifen des Gleisbogens städtebauliche Struktur MIR FEHLT NOCH? Lärmschutz kritisch in der Nähe der Bahn Seite 11 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Abschlussveranstaltung 26.9.2022 Seite 12 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung 1 Onlinebeteiligung UrBan aGencY / nOrD arcHitectS a/S Seite 13 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung mit Promenade im Norden, sie beziehen die Schule ein. Das zukunftsweisende Mobilitätskonzept mit Mobilitätsstationen und nun leider ohne Quartiersgaragen (Auslobervorgabe?) beinhaltet zu viele Tiefgaragen. Mit nur einer Straße für PKW und 2 Plätzen wird den Fußgängern/ Radfahrern genügend Raum gelassen. Das Rad-/Fußwegenetz berücksichtigt die Anschlüsse in der Umgebung. Die jetzt eventuell aufzugebene Gaskugel wird durch ein Amphitheater in deren Tragwerk zum Teil bewahrt und wird durch ein vorgelagertes Jugendzentrum zum Mittelpunkt des Parks. Die Geschosshöhen von II bis VI werden zur Parkmitte hin geringer. Um die geforderte Dichte zu erreichen werden an den Seiten Nord und West Hochhäuser vorgesehen. Obwohl Dichte und Geschosshöhen (wie in allen Entwürfen) viel zu hoch sind, ist dieser Entwurf zukunftsfähig und bietet hinsichtlich Nutzungsmischung, Wohnformen, Mobilität und Klima ein gutes Potential Anschluss Grüner Finger an Widderdorfer Straße 2 0 Ich finde den Anschluss mit dem Grün an die Widdersdorfer Straße problematisch. Hier wird ein großer Teil des vorhandenen Baumbestandes durch die Herstellung einer Bebauung südlich des Uhrenhauses preisgegeben. Im Lageplan auf dem zweiten Blatt wird dazu noch so getan, als wäre der Rewe Parkplatz gegenüber eine Grünfläche?! Der Bezug der Grünfläche ist daher nicht real. Insgesamt wirkt das Grün zu kleinteilig und übermöbliert. Lage der nördlichen Fußgängerunterführung 4 0 Die Positionierung der Fußgänger-Unterführung Richtung Norden ist nicht optimal gewählt, da sie den Wohnteil des Ehrenveedels unruhig macht und keinen guten Zugang zum gewerblichen Teil des Ehrenveedels bietet. Teleinternetcafe | Berlin mit Treibhaus Landschaftsarchitektur | Hamburg hat das besser gelöst. Mir fehlt der zentrale Mittelpunkt 1 0 So richtig überzeugt mich das Konzept nicht. Mir fehlt der zentrale und qualitätvolle Mittelpunkt im Veedel. Eine Ortsmitte, einen Platz mit Aufenthaltsqualität und Möglichkeit der Begegnung und zum Verweilen, ein Ort der belebt ist und wo man sich gerne aufhält. Diesen Ort finde ich in diesem Entwurf nicht. Anregungen 3 0 Die Hochpunkte wirken tlw. etwas gedrungen. Schlankere Hochhäuser würden ein eleganteres Erscheinungsbild abgeben. Falls die gewünschte Geschossfläche dadurch nicht abzubilden ist, dürfen es m. M. n. auch gerne vereinzelt mal ein paar Etagen mehr werden. Hätte man hier den Kugelgasbehälter nicht erhalten und in irgendeiner Form nachnutzen können? Der Platz scheint ja in diesem Entwurf nicht anderweitig verplant worden zu sein. Mir gefallen die Gebäudeformen, die nicht nur aus rechten Winkeln zu bestehen scheinen und Satteldächer nachbilden oder auf einer runden Grundfläche stehen. Schön ist auch die farbliche Abwechslung. Drei urbane Knotenpunkte und Kulturloop überzeugen 0 0 Die kleinen Baufelder lassen eine gute Nutzungsmischung und vielfältige Wohnformen zu, wie im Zielbild für die Kölner Weststadt vorgesehen. Die drei urbanen Knotenpunkte, Kultur- und Handwerksviertel, Kulturzentrum, Natur- und Innovationsviertel, Klimaviertel werden das Quartier beleben. Die Grünflächen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten sind jetzt gut bemessen und reichen bis über die ganze Grundstückstiefe Städtebauliche Gestaltung Nutzungen Mobilität und Verkehr Sportanlagen Sportfelder BMX-Bahn Sportfelder Sportfelder Skatepark Laufbahn Künstlerviertel Sitzstufen Luisenquartier Schule Zugang Schule Widdersdorfer Straße Oskar- Jäger Staße Marktplatz Fahrradparken Pergola Einfahrt Parken TG Spielplatz Obstbaum Obstbaum Sitzen im Freien Spielplatz Autofreies Quartier Autofreies Quartier Kita Innenhof Innenhof Feuerweg Umfahrt Be- und Entlieferung Innenhof Innenhof Öffentliche Spiel-/Grünflache Hundepark Promenade Promenade Sitzstufen Duftgarten Eventwiese Food courts Picknic Blumen Retention Retention Regenwasser Garten Dachbegrünung Dachbegrünung Dachbegrünung Dachbegrünung erhaltenswerter Baumbestand Baumbestand Radverkehrs- infrastruktur Maarweg Kindergarten Kulturplatz Quartierstreff Quartierstreff Uhrenhaus Quartierstreff Quartierstreff innenhof Cafe Cafe Cafe Cafe V1-Grün Gaskugel Sitzmöglichkeiten Community Art hub Ideenbereich 1 Ideenbereich 2 Ideenbereich 3 Müngersdorf Sbahn Technologiepark Seite 14 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung KISTER SCHEITHAUER GROSS / RAINER SCHMIDT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Sportanlagen Sportfelder BMX-Bahn Sportfelder Sportfelder Skatepark Laufbahn Künstlerviertel Sitzstufen Luisenquartier Schule Zugang Schule Widdersdorfer Straße Oskar- Jäger Staße Marktplatz Fahrradparken Pergola Einfahrt Parken TG Spielplatz Obstbaum Obstbaum Sitzen im Freien Spielplatz Autofreies Quartier Autofreies Quartier Kita Innenhof Innenhof Feuerweg Umfahrt Be- und Entlieferung Innenhof Innenhof Öffentliche Spiel-/Grünflache Hundepark Promenade Promenade Sitzstufen Duftgarten Eventwiese Food courts Picknic Blumen Retention Retention Regenwasser Garten Dachbegrünung Dachbegrünung Dachbegrünung Dachbegrünung erhaltenswerter Baumbestand Baumbestand Radverkehrs- infrastruktur Maarweg Kindergarten Kulturplatz Quartierstreff Quartierstreff Uhrenhaus Quartierstreff Quartierstreff innenhof Cafe Cafe Cafe Cafe V1-Grün Gaskugel Sitzmöglichkeiten Community Art hub Ideenbereich 1 Ideenbereich 2 Ideenbereich 3 Müngersdorf Sbahn Technologiepark Seite 15 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung einplant und dort keine städtebauliche Leerstelle hinterlässt. Sehr gut gefallen Sport- und Spielflächen rund um das Uhrenhaus, so dass dies ein echter Quartierstreffpunkt werden kann. Die Rampe zum Güterbahnhof hat vllt. einige konstruktive Schwächen, gerade der Abgang zum Güterbahnhof erscheint viel zu wuchtig. Superschlau ist auch die Erschließung der Tiefgaragen mit einer „Parkstraße“ im UG, sehr pfiffig und ein echter Gewinn für ein möglichst autofreies Veedel. Der Standort der Schule ist auch bestmöglich gewählt. Kommentare zum Beitrag: Ein Auto ist ein Auto, egal, wohin die Abgase gehen. Ein autofreies Quartier und eine unterirdische Erschließungsstraße sind pfiffig, ist keine Verkehrswende, sondern dient allein dem Komfort der dort wohnenden Eigentümern und Mietern. Viel wichtiger ist die Kleinteiligkeit der Baublöcke, die Mischung der Nutzungen und die soziale Mischung. Dies alles ist in diesem Entwurf nicht überzeugend. Kugelgasbehälter und Höhenentwicklung 10 0 Bei diesem Entwurf gefällt mir, dass er als einziger eine Nachnutzungsmöglichkeit für den Kugelgasbehälter gefunden zu haben scheint. Die Höhenstaffelungen sehen grundsätzlich gut aus. Eventuell könnte aber einer der Hochpunkte noch ein wenig mehr herausragen, um die Silhouette des neuen Quartiers noch etwas stärker zu akzentuieren und die Flachdachmonotonie etwas aufzubrechen. Insgesamt wirkt der Entwurf gut gelungen. Mir fehlt der zentrale öffentliche Raum 1 0 Mir persönlich sind die Plätze und öffentlichen Räume zu sehr im Veedel verteilt. Eine gemeinsame „Mitte“ täte dem Veedel gut. Es braucht zentrale Plätze und Räume der Begegnung. Einkaufen, Café, Büro, Büdchen, Ärzte, Kneipe, Kultur. Das auf das Konsequent weiter entwickelt 12 0 Stark verbesserter Entwurf im Vergleich zu der ersten Runde, gefällt mir jetzt sehr gut. Die Schule ist nun perfekt positioniert und der schöne Blick durch die alten Bäume zum Uhrenhaus bleibt frei. Den alten Villen wird genug Platz gelassen. Die West-Ost Anbindung für den Fahrradverkehr wurde verbessert. Die große Sportfläche links des Maarwegs vergrößert die Grünanlage nach Westen. Geniale Idee: Die zentrale Straße unterirdisch an die Tiefgaragen anzuschließen und mit zusätzlichen Parkplätzen zu versehen. Das schafft ein nahezu autofreies Quartier ohne Parkhäuser. Die Hochpunkte sind sehr gut platziert, sowohl im Park, als auch am Maarweg. Dort und entlang der Widdersdorfer Straße gibt es so viel verzichtbare Gebäude mit versiegelter Fläche, dass eine konsequente qualitative Neubebauung für enorme Urbanität sorgen könnte. Die Brücke über den Bahndamm finde ich im Zusammenspiel mit dem Kulturbaustein auch gelungen. Das bringt Leben in den hinteren Teil des Quartiers. Der Entwurf wirkt nun sehr stimmig und gelungen. Kommentare zum Beitrag: Leben im ganzen Quartier Kann hier nur zustimmen! Besonders gefällt mir der Platz hinten mit der Brücke über die Schienen...dieser belebt auch den hinteren Teil des Quartiers! Zudem sehe ich die Wohnqualität hier am höchsten mit den großen begrünten Innenhöfen. Gute Verbesserung. Mit weitem Abstand bester Entwurf 9 0 Konsequente Weiterentwicklung und einziger Entwurf, der die für die gesamte Identität des Veedels unverzichtbare Gaskugel konzeptionell Städtebauliche Gestaltung Seite 16 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung gesamte Areal zu verstreuen halte ich nicht für klug. Die Fassaden wirken zu monoton und großflächig. Mehr Kleinteiligkeit würde das Veedel wesentlich mehr auflockern. Verkehr und Mobilität Nördliche Fussgänger-Überführung über die Gleise nicht mehr zeitgemäß 16 2 Eine Überführung müsste wegen der Schallschutz- Wälle sehr hoch und wuchtig ausgeführt werden, wäre baulich also wenig attraktiv (eher ein Schandfleck) und bei Benutzung müsste ein sehr großer Höhenunterschied bewältigt werden. Die Positionierung ist ebenfalls nicht optimal gewählt, da sie den Wohnteil des Ehrenveedels unruhig macht und keinen direkten Zugang zum gewerblichen Teil des Ehrenveedels bietet. Teleinternetcafe | Berlin mit Treibhaus Landschaftsarchitektur | Hamburg hat das deutlich besser gelöst. Kommentare zum Beitrag: Bitte keine Unterführungen Unterführungen werden in der Regel nicht! attraktiv... da schon eher eine Brücke. Frage der Umsetzung Eine Unterführung kann auch hell und freundlich umgesetzt werden, besonders in diesem belebten Umfeld. In dem räumlich engen Baufeld müsste die Brücke sehr steil oder zu auslandend sein. Dafür ist aber zumindest auf der nördlichen Seite der Gleise überhaupt kein Platz, war dort nie vorgesehen. Haben Sie mal geschaut, wie eng an dieser Stelle die Gebäude vor dem Wall stehen? Verkehrsplanung aus dem letzten Jahrtausend 4 4 Leider spielen dezentrale Quartiersgaragen offenbar keine Rolle mehr. Für ein modernes Mobilitätskonzept sind diese aber elementar wichtig, damit nachhaltige Alternativen (Sharingsysteme, Fahrräder, ÖPNV) attraktiver sind als der private PKW). Auch aus ökonomischen Gründen ist der Bau von Tiefgaragen direkt unter den Gebäuden nicht sinnvoll, da dies die teuerste Form privater Kfz- Stellplätze darstellt. Wenn das Quartier doch so tolle Mobilitätsangebote haben soll, wieso dann diese teuren Tiefgaragen? So wird ein verkehrsberuhigter Innenbereich oder gar eine „autoarme“ Siedlung kaum zu realisieren sein, sondern viel Verkehr in das Quartier hereingezogen, während man Quartiersgaragen an den Eingängen platzieren könnte. Klarer Rückschritt und überhaupt nicht zukunftsweisend. Hamburg-Oberbillwerder und andere Projekte werden da Köln mal wieder den Rang ablaufen. Schade! Kommentare zum Beitrag: Umgebung miteinbeziehen Eigentlich sind doch eher Parkhäuser ein misslungenes Konzept aus dem letzten Jahrtausend und werden zurzeit gerne wieder abgerissen. Ich finde, man sollte das Max-Becker Areal nicht so isoliert betrachten. Rechts und links des Maarwegs und der Widdersdorfer Straße gibt es so viele interessante Projekte, dass sich die ganze Gegend zu einem wunderbaren urbanen Raum entwickeln könnte. Baute man dort aber die ganzen Quartiersgaragen, wäre es mit der Urbanität schnell dahin. Überhaupt nicht zukunftsweisend Zukunftsorientierte Stadtplanung ist anders! Von der Wohnung ins Auto, das ist so bequem wie immer. Sind das Investorvorgaben? In der Auslobung werden Quartiersgaragen erwähnt und aufgrund des Mobilitätskonzepts gibt es eine Stellplatzreduktion. Quartiersgaragen und Mobilitätsstationen wurden hier anscheinend gar nicht geplant. Seite 17 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Brücke schließt alte Menschen und Menschen mit Behinderung aus 6 0 Mir gefällt die Brücke überhaupt nicht. In einer alternden Gesellschaft ist eine Brücke mit einer Steigung von 16% nicht akzeptabel. Ein Rollstuhlfahrer kann allein lediglich eine Steigung von 6% bewältigen. Soll dieser jedes Mal außenrum fahren, wenn der Aufzug defekt ist, während seine Freunde ohne Rollstuhl die Brücke nehmen? Dass die Aufzüge an solchen Brücken immer wieder defekt sind, zeigen Negativbeispiele wie die Campusbrücke in Opladen oder die Brücke Caroline in Holzwickede. Darüber hinaus bestehen auch an fast jedem Bahnhof der DB Probleme mit den Aufzügen. Auch erscheint es unlogisch über einen stark erhöhten Bahndamm mit einer extra hohen Lärmschutzmauer eine Brücke bauen zu wollen, wenn man auch, ohne in die Tiefe zu gehen, eine Unterführung herstellen könnte. So ist es an jedem Bahnhof in Köln umgesetzt. Ich möchte dem anderen Kommentator zustimmen, dass die Position schlecht gewählt ist. Die Brücke würde die Menschen direkt auf privates Gelände in ein ruhiges Wohnviertel führen. Der Vorschlag (5) von „Teleinternetcafe | Berlin mit Treibhaus Landschaftsarchitektur | Hamburg“ ist hier besser. Er führt die Menschen auf bereits geplante Wege und zwischen Wohnviertel und Gewerbebereich. Durch die offenere Gestaltung an dieser Stelle erschließt sich den Menschen leichter ihr weiterer Weg. Beispielsweise in die Geschäfte des Gewerbebereichs, zu Lidl oder zur Ecosign Akademie für Gestaltung. Nutzungen Sporthalle? 0 0 Mir fehlt noch ein Hinweis auf die Schulsporthalle. Bei allen anderen Entwürfen ist sie klar verortet. Sonstiges / Verschiedenes Schlechte Auflösung des PDF Man kann leider keine Details im PDF erkennen. Beispielsweise lassen sich weder die Beschriftung der Brücke noch die Geschosshöhen lesen. Antwort der Moderation Vielen Dank für Ihren Hinweis! Die Pläne haben wir aktualisiert und in besserer Auflösung hochgeladen. Ihre Moderation Die Kugel muss bleiben! 7 0 Das fordern nicht nur die beteiligten Planungsbüros. Die weithin sichtbare Gaskugel kennzeichnet den Stadtteil wie es kein anderes Bauwerk vermag. Sie ist ein wichtiger Identifikationspunkt, vor allem für die Bürger*innen im Stadtteil, aber auch darüber hinaus. Der Unterschied zwischen den Planungen mit und ohne Kugelbau ist eklatant. Mit seinen großen Dimensionen und der mathematisch perfekten Kugelform setzt das Bauwerk im Stadtbild einen starken, künstlerisch wirkenden Akzent. Die Gaskugel wird ein beliebtes Fotomotiv in dem neuen Quartier werden, von weitem und aus der Nähe, allein schon wegen ihrer imposanten Form und Größe. Gleichzeitig kann und soll der Raum unter der Kugel genutzt werden, denn das aufgeständerte Bauwerk schwebt ja gleichsam über dem Boden. Ein Biergarten, ein Café, Veranstaltungsräume. Hier bietet sich ein exponierter Ort für verschiedene Nutzungen an. Dabei kann es sogar von Vorteil sein, dass es keinen Denkmalschutz mit den damit einhergehenden Auflagen gibt. Die Gaskugel verkörpert ein Stück Stadtgeschichte, sie ist authentisch und verleiht dem Stadtteil Charakter. Mit ihr sind die Bürger*innen 0 0 Seite 18 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung aufgewachsen, mit ihr identifizieren sie sich. Die Kosten, die der Abriss verursachen würde, sind besser für die Vitalisierung des ehemaligen Industriebaus angelegt. Es macht keinen Sinn, von Nachhaltigkeit zu sprechen und gleichzeitig ein solches historisches Bauwerk abzureißen. Umnutzen ist nachhaltig! Übrigens steht eine Schwesterkugel in Freiburg i. Br. Dort ist sie bereits Teil der aktuellen Stadtentwicklungs- und Freiraumplanung und soll im Zuge des Bürgerprojektes DIE KUGEL auch von Innen zugänglich gemacht werden. Infos gibt es unter www.gaskugel-freiburg.de. (hpi) Industriedenkmal Kugelgasbehälter Ehrenfeld bleibt erhalten 1 0 Das Büro hat den besonderen Stellenwert des Industriedenkmals erkannt und gewürdigt. Zukunftsorientiertes Bauen mit Verbindung zum geschichtsträchtigen Ort. Das ist Stadtplanung der Zukunft. CITYFÖRSTER / URBANEGESTALT Seite 19 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Seite 20 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Monotonie 6 2 Auf dem Luftbild wirkt das Quartier mit seinen flächigen und nahezu wie auf Einheitshöhe abgeschnittenen Gebäuden wie ein Gewerbegebiet voller Lagerhallen. Die ganzen Flachdächer helfen da natürlich auch nicht gerade, die empfundene Monotonie aufzulockern. Hier braucht es aus meiner Sicht zwingend ein paar höhere Gebäude, um dem neuen Quartier etwas Spannung und Urbanität einzuhauchen. Klare Zonierung durch die Bummelmeile 1 0 Mir gefällt die klare Zonierung der Bummelmeile als öffentliche Platzfläche und Begegnungsraum. Ebenso gefällt mir die kleinteilige und differenzierte Gestaltung der Gebäude und Fassaden. Es bleibt zu hoffen, dass dies durch den Investor so beibehalten wird, sollte dieser Entwurf gewinnen. Höhenstaffelung und Freiraumnetz 3 1 Das Höhenkonzept der Gebäude ist sehr angemessen und bietet gut nutzbare Dachflächen. Die Vernetzung des Quartiers mit urbanen und grünen Freiräumen schafft eine gute Gliederung der geplanten und vorhandenen Bebauung - auch über den Maarweg hinweg. Die große zentrale Grünfläche ist insgesamt auch eine Bereicherung für Braun/-Ehrenfeld. Die Bummelmeile flankierend zum Park belebt das Quartier 0 0 Die kleinen Baufelder lassen eine gute soziale und Nutzungsmischung sowie vielfältige Wohnformen zu in einem dichten Nebeneinander kompakter Wohnformen, moderner Arbeitswelten und gut erreichbarer sozialer Infrastruktur, wie im Zielbild für die Kölner Weststadt vorgesehen. Die Grünflächen mit vielfältigen Nutzungsmöglich- keiten sind gut bemessen und reichen bis über die Städtebauliche Gestaltung ganze Grundstückstiefe, sie beziehen die Schule ein. Das Mobilitätskonzept mit Quartiersgaragen und City-Hub für 1/3 der Stellplätze wird durch Tiefgaragen für nur 2/3 der Stellplätze (zukunftsfähig betr. Verkehrswende) ergänzt. Mit nur einer Straße für PKW und 3 Plätzen wird den Fußgängern und Radfahrern genügend Raum gelassen. Die Bummelmeile ist hervorragend. Das grundstücks- übergreifende Fahrradwegenetz fügt sich in das Radverkehrskonzept Ehrenfeld ein. Die jetzt eventuell aufzugebene Gaskugel wird mit einer Kugelbühne markiert. Der Park wird von relativ niedrigen Gebäuden gerahmt, mit II bis zu den Randbereichen VII Geschossen. Um die geforderte Dichte zu erreichen werden dort auch Hochhäuser vorgesehen. So bilden sich abwechslungsreiche Staffelungen. Obwohl Dichte und Geschosshöhen (wie in allen Entwürfen) viel zu hoch sind, ist dieser Entwurf zukunftsfähig und bietet hinsichtlich Nutzungsmischung, Wohnformen, Mobilität und Klima ein gutes Potential. Seite 21 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung aStOc / clUB l94 lanDScHaftSarcHitekten Seite 22 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Verkehr und Mobilität Die Erschließung der Blöcke 1 1 Ich finde die Erschließung der hinteren Blöcke nicht überzeugend. Der Verkehr wird hier hinten ins Quartier geholt. Denke das würde sehr unruhig werden. Dem gegenüber ist die Grundschule direkt an den zwei Hauptstraßen positioniert... hier die 1-4 Klässler zu verorten sehe ich kritisch! Nutzungen Sporthalle 0 0 Die Sporthalle unter den Schulhof legen und dafür das Kulturzentrum an deren Stelle setzen. Den Platz vor dem Uhrenhaus wie ursprünglich geplant frei lassen. Der gesamte Boden des Areals ist ja kontaminiert und muss sowieso abgetragen und neu verfüllt werden. Also wieso nicht mit einer Sporthalle? Sonstiges / Verschiedenes Planqualität Die Geschosshöhen sind unscharf und bei Vergrößerung kaum lesbar. Kommentare zum Beitrag: Antwort der Moderation Vielen Dank für Ihren Hinweis! In der Spalte rechts finden Sie die Datei „Präsentationspläne“ mit allen Geschosshöhen und Seitenansichten. Ihre Moderation Städtebauliche Gestaltung Hochpunkte / Dachformen 8 0 Die Höhenabwicklungen wirken auf den ersten Blick gelungen und sind abwechslungsreich. Bei den Hochhäusern sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht zu massig für ihre Höhe wirken. Lieber ein paar Etagen mehr, dafür aber eine schlankere Silhouette. Das Eckgebäude zum Maarweg könnte stärker akzentuiert werden. Die Fußgängerperspektiven wirken vielversprechend. Schön, dass hier verschiedene Dachformen gewählt und nicht nur Flachdächer geplant wurden. Das lockert die Perspektiven ungemein auf und wirkt aus meiner Sicht urbaner und moderner. Der Entwurf überzeugt nicht. 0 4 Der Entwurf überzeugt mich nicht, wieder fehlt ein zentraler Bereich im Veedel der identitätsstiftend ist, an dem zentrale Versorgungsbereiche gebündelt werden. Einkaufen, Verweilen (Cafe, Restaurant, Kneipe, Bäcker etc.) Ärzte, Kultur. Die Gebäude bilden keine Raumkanten und richtige Stadtplätze aus. Das sieht genauso trostlos aus wie die Gebäudeansammlung am Grünen Weg. Moderne vielfältige Wohnstrukturen mit passendem Konzept für ein Ehrenfeld im Wandel 6 0 Mir gefällt die vielfältige Baustruktur an diesem Entwurf sehr gut. Die kleinen Nachbarschaften sehen sehr wohnlich und gemeinschaftlich aus. Der große zusammenhängende Park ist toll. Besonders gut gefallen mir die grünen Elemente mit Verbindung zu Sportanlagen. Das Konzept wirkt auf mich als Laie sehr rund und zeichnet ein modernes Wohngebiet mit Zukunft in einem sich wandelnden Ehrenfeld. 0 0 Seite 23 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung TELEINTERNETCAFE / TREIBHAUS LANDSCHAFTSARCHITEKTUR Seite 24 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Zielbild für die Kölner Weststadt vorgesehen. Der gut bemessene Park bezieht Schule, Uhrenhaus und Jugendzentrum ein und würdigt zusätzlich mit dem Gleisbogen die industrielle Prägung dieses Quartiers. Das gute Mobilitätskonzept mit Quartiersgaragen und Mobilitätsstationen wird leider durch zu viele Tiefgaragen (Auslobervorgabe?) beeinträchtigt. Die Lieferverkehre sollten vom Maarweg aus vorgesehen werden. Das Fahrradwegenetz ist grundstücksübergreifend. Die Aufnahme des Gleisbogens dokumentiert den industriellen Charakter dieses Geländes. Die jetzt eventuell aufzugebene Gaskugel wird mit einem Sportplatz markiert. Der Park wird von relativ niedrigen Gebäuden gerahmt, mit II bis zu den Randbereichen VII Geschossen. Um die geforderte Dichte zu erreichen werden dort auch Hochhäuser vorgesehen. So bilden sich abwechslungsreiche Dachlandschaften. Obwohl Dichte und Geschosshöhen (wie in allen Entwürfen) viel zu hoch sind, ist dieser Entwurf zukunftsfähig und bietet hinsichtlich Nutzungsmischung, Wohnformen, Mobilität und Klima ein gutes Potential. Verkehr und Mobilität Lage der Unterführung zu Ehrenveedel 8 1 Die Positionierung der Fußgänger-Unterführung Richtung Norden ist sehr gut gewählt, da sie einen guten Zugang zum gewerblichen Teil des Ehrenveedels bietet und trotzdem nicht den Wohnteil stört. Super! Kommentare zum Beitrag: Unterführung = Angstraum Also die Vergangenheit hat in zig gebauten Beispielen gezeigt, dass Unterführungen mit der Zeit zu Angsträumen werden! ... Da finde ich die Überführung im anderen Entwurf viel besser. Hier auch in Verbindung mit den Aufzügen, Städtebauliche Gestaltung Dachformen 3 0 Schöner Entwurf. Die Höhenabwicklungen wirken gelungen und die Hochpunkte gut platziert. Es könnte überlegt werden, ein paar Gebäude mit anderen Dachformen als Flachdächern auszustatten, um noch etwas mehr Abwechslung und Spannung ins Quartier zu bringen. Städtebaulicher Bogen in eine Sackgasse 0 0 Mich überzeugt die riesige städtebauliche Geste des Bogens nicht! Dieser wird zur Sackgasse und zur Bahnbegleitung... zudem sind die TG Zufahrten ziemlich weit hinten an der Bahn. Somit ist hier auch Pkw-Verkehr...anders als im Rendering dargestellt. Die Blöcke erscheinen mir auch zu klein und die Innenhöfe zu eng. Die Wohnqualität passt hier nicht. Bahnbogen als spannende Idee 3 0 Mir gefällt bei diesem Entwurf das Aufgreifen des Bahnbogens ausgesprochen gut. Städtebaulich wird so das Gebiet aufgelockert und bildet dort eine Chance für ein belebtes Viertel mit Geschäften, Cafés und Treffpunkten. Auch die große Grünfläche gefällt mir sehr gut, hier ist genügend Platz, um ein grüner Treffpunkt für ganz Ehrenfeld zu werden. Gleisbogen und Parkzeichnen diesen Entwurf besonders aus 0 0 Eine gute Nutzungsmischung ergibt sich durch Kleinteiligkeit, zukunftsweisende städtebauliche Strukturen und Mischung der Wohnformen, wie im Seite 25 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung einer Glasbrücke vielleicht inkl. Lichtspiel!? Wäre auch aus dem Zug schön als Landmarke zu erkennen. Frage der konkreten Umsetzung Eine Unterführung kann auch hell und freundlich umgesetzt werden, besonders in diesem belebten Umfeld. Im räumlich engen Baufeld müsste eine Brücke sehr steil oder zu auslandend sein. Dafür ist aber zumindest auf der nördlichen Seite der Gleise überhaupt kein Platz, war dort nie vorgesehen. Haben Sie mal geschaut, wie eng an dieser Stelle die Gebäude vor dem Wall stehen? Nicht vergleichbar Die Belverdebrücke ist mit dieser Brücke nicht vergleichbar. Zunächst muss die Belverdebrücke keinen extra hohen Bahndamm und keine Lärmschutzmauer überwinden. Auch muss sich die Belverdebrücke nicht in ein bereits bestehendes Wohngebiet mit seinem eigenen Stil einfügen. Dennoch ist die Rampe der Belverdebrücke bereits riesig. Siehe: https://lightronics-gmbh.de/projekte/belvedere- brucke-koln Diese Rampe müsste (in noch größer) auf den schmalen Streifen zwischen Lärmschutzmauer und Häusern im Ehrenveedel gesetzt werden. Den Bewohner dieses Hauses direkt vor die Südfenster. Brücke = wenig inklusiv, viel Vandalismus 3 0 Die Vergangenheit hat an diversen Orten (Beispiel Bahnbrücke Opladen) gezeigt, dass Brücken ein sehr beliebtes Ziel von Vandalismus sind. Zudem ist die Brücke im anderen Entwurf sehr steil, sodass sie wenig inklusiv ist. Es ist eine Art Schiebehilfe für Fahrräder geplant, ansonsten Treppen. Hierfür wurden zwar Aufzüge vorgesehen, jedoch einer davon völlig abseits des regulären Weges. Und insbesondere die Aufzüge sind Ziel von Vandalismus, funktionieren oft nicht und wer soll eigentlich die hohen Betriebs- und Instandhaltungskosten dafür tragen? Auch sind öffentliche Aufzüge eher unbeliebt und ebenfalls eine Art „Angstraum“ . Die Brücke müsste ziemlich hoch und wie angedacht sehr steil gebaut werden, um am nördlichen Punkt überhaupt untergebracht werden zu können. Eine Realisierung ist äußerst fragwürdig und in allen Punkten nicht mehr zeitgemäß (Kosten, Barrierefreiheit, Wegnahme von Grünflächen für den massiven Rampenkörper nördlich). Kommentare zum Beitrag: Eine Frage der Konstruktion Die Belvedere-Brücke über den Militärring in Müngersdorf zeigt doch, dass es geht. Trotz hoher Steigung kann da jedes Kind locker mit dem Fahrrad hochfahren. Macht sogar Spass. Der Vandalismus hält sich dort - so glaube ich - in Grenzen. Betrifft den Entwurf KSG Betrifft dieser Kommentar nicht den Entwurf von KSG? Bei dem Entwurf von Teleinternetcafé kann ich keine Brücke entdecken... Kommentar vermutlich Rückmeldung auf anderen Kommentar Ich vermute der Kommentar wurde versehentlich als eigenständiger Kommentar gepostet und bezieht sich eigentlich auf folgenden Kommentar bei „Lage der Unterführung zu Ehrenveedel“ Seite 26 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Analoge Ausstellung WEITERE ANREGUNGEN? 1. Identifikationsort weniger, weniger Tiefgaragen 2. Die Ausstellung ist viel versprechend. Ich verfol- ge alles mit Spannung und hoffe irgendwann dort leben zu dürfen. Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt Land- schaftsarchitekten GUT GEFÄLLT MIR? Bahnüberführung, Schule weg von den Schienen. Allgemein GUT GEÄLLT MIR? 1. Viel Grün 2. Das aufs Klima geachtet wird, dass darauf geach- tet wird, dass Verbindungen (direkte) zum alten Güterbahnhof bestehen und zur Bahn. MIR FEHLT NOCH? 1. Der Gaskugelbehälter 2. Spitzdächer!! Alles wird nur noch flach gebaut! Gruselig! Balkone fehlen mir! Dachterrassen feh- len mir (private). 2 beteiligung der AnAlOgen Ausstellung Seite 27 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen 3 Weitere Anregungen (per MAil) 1. Stellungsnahmen Nutzungsmischung Die angestrebte Nutzungsmischung ist das ausschlaggebende Thema: Je kleiner die Baufelder, je vielfältiger die Gebäude, desto aussichtsreicher wird die Mischung, nicht nur im EG sondern auch gestapelt. Gleichzeitig kann auch eine soziale Mischung einfacher erfolgen, TELEINTERNETCAFE, URBAN AGENCY, CITYFÖRSTER zeigen hier sehr gute Strukturen. KSG und ASTOC planen konventionell mit wenig Mischung. Eine Nutzungsmischung im EG lässt sich unabhängig von den genannten Kriterien in allen Entwürfen verwirklichen, wenn sie im B-Plan ausdrücklich festgelegt wird. Verkehr und Parken Zukunftsorientiert wäre die Berücksichtigung der Einschränkung des MIV, die in den nächsten Jahren erfolgen wird, aufgrund von: Ratsentscheiden, Verkehrswende, Wirtschaftlichkeit, Umwelt- und Klimabewusstsein der Bevölkerung. In diese Zukunft gehören Quartiersgaragen und Mobilitäts-Stationen. TELEINTERNETCAFE, URBAN AGENCY, CITYFÖRSTER haben so geplant, ASTOC und KSG ignorieren das fast ganz oder völlig. Das Konzept von Wohnung/Büro direkt ins Auto in der Tiefgarage ist nicht zukunftsweisend. Das starre Festhalten an Tiefgaragen (auf Wunsch des Auslobers?) hat keine Zukunft. Auch wenn das Gelände als fast autofrei gepriesen wird: die Autos sind da, mit ihrem Schadstoffausstoß und Platzbedarf, egal ob unterirdisch oder sichtbar. Die Fahrrad- und Fußwege sind grundsätzlich zu begrüßen, dringend erforderlich und zukunftsweisend. Der ÖPNV muss besser werden, die Bustaktung muss enger werden, der Shuttle ist Wunschdenken und wird sich wirtschaftlich nicht rechnen und ist im Grünzug mehr als entbehrlich. Denkmalschutz, Industriegeschichte Der Erhalt von Uhrenhaus und Villen einschl. Grünflächen ist vorgegeben und das Uhrenhaus findet eine öffentliche Nutzung (Markt -bitte keinen Supermarkt- oder Kultur). Die (einmalige) Darstellung der ehemaligen Gleistrasse in der Wegeführung zeigt einen angemessenen Umgang mit der Ehrenfelder Industriegeschichte. Jedoch: der Kugel-Gasbehälter soll anscheinend vorschnell und kurzsichtig geopfert werden. Das ist völlig unverständlich, denn er ist stadt- und industriegeschichtlich bedeutsam. In den ersten Entwürfen wurde er als Identifikationsmerkmal in allen Konzepten hervorgehoben, nun scheint er entbehrlich. Ein gleichzeitiger Sinneswandel bei fast allen Planern, wie erklärt sich das bitte? Es wäre origineller das Quartier nach der Gaskugel benennen zu können, als nach dem Investor. Dichte, Geschosshöhen, Dachlandschaft Die angestrebte Dichte ist angesichts des vorhandenen ÖVPN nicht sinnvoll. Sie übertrifft auch in Dichte und Gebäudehöhen den Güterbahnhof Ehrenfeld, der keinesfalls als gelungener Städtebau angesehen werden kann. Die angestrebte Dichte kann nur durch komplette VII-Geschossigkeit oder durch mehr Hochhäuser erreicht werden. Das Wort Hochpunkte scheint interessant zu sein, es handelt sich dabei jedoch um Gebäude mit VIII-XV Geschossen. Es geht jetzt leider nur noch um die Ausgewogenheit der hohen Gebäude, die Dachlandschaft und die Relation zur der (dem Himmel sei Dank) großen Grünfläche. TELEINTERNETCAFE, URBAN AGENCY, CITYFÖRSTER halten die Geschossigkeit mit II-VII geringer und pla- nen die Hochhäuser in den Randbereichen. Der Park wird von relativ niedrigen Gebäuden gerahmt. Sie Seite 28 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen zeichnen sich durch abwechslungsreiche Dachland- schaften aus. KSG und ASTOC planen fast durchgehend VII Ge - schosse und Hochhäuser auch am Park. Die Dach- landschaften sind trotz einiger Satteldächlein mono- ton. Fazit TELEINTERNETCAFE, URBAN AGENCY, CITYFÖRSTER sind in dieser Reihenfolge gute und erfrischende Konzepte, die verkehrs-, klima- und umwelt- und so - zialbezogen innovative und beste Potentiale bieten (abgesehen von der leider extremen Verdichtung). ASTOC und KSG geben diesen innovativen Chancen leider zu wenig Raum. Unsere neuen Quartiere müssen nicht komfortabler, schöner, größer, höher und teurer werden, sondern sie müssen Chancen für ein gutes, gesundes und be- zahlbares Leben und Arbeiten miteinander in unse - ren Vierteln eröffnen 2. Stellungnahme als ein in nächster Nähe zum Max-Becker-Gelände le- bender Anwohner, als Bürger der Stadt Köln und als ausgewiesener Fachmann zur Industriedenkmalpfle- ge mache ich folgende Bedenken und Anregungen zu den vorgelegten Wettbewerbsentwürfen für das Max-Becker-Gelände geltend: 1. Die bauliche Dichte aller Entwürfe ist im Verhältnis zu den vorhandenen und vorgesehenen Anschlüs- sen an den öffentlichen Nahverkehr zu hoch. Die S- Bahnhaltestelle Müngersdorf-Technologiepark ist so weit, dass dieses Angebot zu wenig Beachtung fin- den wird. Der vorgesehene Shuttle-Bus ist zu wenig attraktiv um die Bewohner wirkungsvoll ansprechen zu können und wird vermutlich – wenn er überhaupt eingerichtet wird – nach absehbarer Zeitdauer wie - der stillgelegt. Da einer Verlegung der S-Bahnhalte - stelle oder eine neue Straßenbahnlinie nicht in Frage kommen dürfte, sollte die bauliche Dichte deutlich heruntergezont werden. Das scheint mir bei allen Entwürfen durch Verringerung der Geschoßhöhen auch möglich. Besonders wären diese Herabzo - nungen im Bereich Gaswerks-Wohnhäuser, der Gas- werksgebäude und des Gasbehälters sinnvoll. Gene - rell scheint mir eine Verringerung der Gebäudehöhen auch für eine bewohnergerechte Nutzung der zu den Innenhöfen gelegenen Räume anstrebenswert um die Wohnqualität zu erhöhen. 2. Im Sinne einer Verkehrswende weg vom Auto zu- gunsten von Fahrrad- und Fußgängerverkehre soll- te das neue Viertel gut mit dem vorhandenen und geplanten Radwegenetz der Stadt Köln verbunden werden. Offenbar haben die Wettbewerbsteilnehmer noch keine Kenntnis von dem geplanten Wegenetz entlang der ehemaligen Geleistrassen der Köln-Fre - chen-Benzelrather Eisenbahn (später HGK). Es wäre wünschenswert, die geplanten Rad-/Fußwege inner- halb des geplanten Quartiers damit zu verbinden. 3. Die angestrebte Nutzungsmischung erscheint mir in allen Entwürfen berücksichtigt zu sein. Es käme darauf an, diese Nutzungen auch effektiv im Bebau- ungsplan z. B. bei den hochgeschossigen Bauten durch eine geschoßweise Festsetzung der Nutzun- gen bindend zu machen. 4. Prägende stadt- und industriegeschichte sind die Relikte des ehemaligen Kölner Gaswerks in Ehren- feld. Die Backsteinbauten entlang der in das Gelände hineinführenden ehemaligen Werksbauten sind hier zu nennen, die Gaswerks-Wohnhäuser für leitende Angestellte und insbesondere der Kugel-Gasbehäl- ter. Es war ein sehr erfreuliches Ergebnis der ersten Wettbewerbsrunde, dass dies auch von den betei- ligten Stadtplanern und Architekten erkannt wurde. Offensichtlich unter maßgeblicher Einflussnahme der Grundeigentümer und Investoren und zumin- dest mit Billigung der Stadtverwaltung ist dies in der Seite 29 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen Überarbeitung der Entwürfe nicht mehr so eindeutig. Aus meiner Sicht, aus Sicht des LVR-Denkmalfacham- tes und vieler Politiker und Bürger in Ehrenfeld und auf Stadtebene ist der Kugelgasbehälter nicht nur denkmalwert, sondern kann auch identitätsstif- tend sein für das neue Quartier, für Stadtteil und Stadtbezirk Ehrenfeld sowie für die ganze Stadt Köln. Schon seine jetzige Lage gibt dem Denkmal Wahr - zeichencharakter. Dies könnte und sollte durch eine neue Quartiersbebauung profund berücksichtigt werden, durch eine angepasste Geschosshöhe der Nachbargebäude und zumindest durch Freihaltung von Sichtflächen zum Maarweg und zur Eisenbahn- / S-Bahn-Trasse. Über die Bedeutung für das Stadtbild hinaus hat der Gasbehälter eine enorme industriehistorische Be - deutung, die ich hier nur kurz zusammenfassend re - kapitulieren möchte: Genietete Kugelgasbehälter gibt es zwar schon seit den 1920er Jahren. Erste Bauwerke dieser Art, wie der genietete Kugelgasbehälter in Bielefeld-Gad- derbaum (1932-34) stehen zu Recht unter Denkmal- schutz. Dieser Behältertyp wurde in der Folgezeit zur meistbenutzten Bauart für mittlere Größen. Erst der Übergang von der Niet- zur Schweißtechnik machte größere Behälter für Gasspeicherung un- ter Hochdruck möglich. Für diese Entwicklung steht der 1953/54 entstandene Behälter in Ehrenfeld als Pionierbauwerk. Die von den Firmen Pintsch-Bamag und Klönne entwickelte Technik mit einer aufwän- digen Montageart der gebogenen Behälterplat - ten und einer für hohe Anforderungen geeigneten Schweißtechnik machte diese Bauart erfolgreich. Schon der Behälter in Ehrenfeld konnte unter Druck 110.000 m³ Gas speichern. Geschweißte Kugelgas- behälter wurde in den 1950er/60er Jahren eine weit - verbreitete Art der Gasspeicherung. Von den etwa 70 noch erhaltenen geschweißten Kugelgasbehältern in Deutschland steht das vorbildgebende Exemplar in Köln-Ehrenfeld. Es ist eine besondere Freude, dass diese Einstufung des Bauwerks von zumindest zwei Teilnehmern auch in der Überarbeitungsstufe erkannt wurde. In dieser Hinsicht sind die Entwürfe vom KSG / Köln und Urban Agency aus der Überarbeitungsphase hervorzuhe - ben. Seite 30 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen 3. Stellungsnahme Stellungnahme zu den überarbeiteten Entwürfen im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs Max-Becker-Areal Die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld möchte noch- mals dringend darauf hinweisen, dass das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) den Ku- gelgasbehälter Ehrenfeld mit Datum vom 10. März 2022 zum Baudenkmal gem. §2 DSchG NRW erklärt hat. Die Bürgervereinigung hat die Oberbürgermeiste - rin der Stadt Köln mit Schreiben vom 17. März 2022 aufgefordert, den Stadtkonservator anzuweisen, der gutachterlichen Stellungnahme der Oberen Denk - malbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen zu folgen und den Kugelgasbehälter Ehrenfeld in die Denkmalliste der Stadt Köln einzutragen. Dies ist bis heute nicht geschehen. Die inhaltliche Begründung dieser Verweigerungshaltung der Unteren Denkmal- behörde ist uns Bürgerinnen und Bürgern bis heute nicht transparent gemacht worden. Von der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln ist bis- lang keine Antwort an die Bürgervereinigung erfolgt. Daher ist davon auszugehen, dass der besondere denkmalschutzrechtliche Stellenwert dieser städte - baulichen Landmarke und das unbedingte öffentli- che Interesse an dessen Erhalt des Kugelgasbehälters von der Stadtspitze nicht anerkannt wird. Schon die Auslobung des städtebaulichen Wettbe - werbs in zwei Varianten (ohne und mit Industrie - denkmal Kugelgasbehälter) war mit Vorliegen des LVR-ADR-Gutachtens obsolet und missachtete die Faktenlage nach dem Motto „was nicht sein darf, gibt es nicht“ . „Der Kugelgasbehälter in Köln-Ehrenfeld ist ein- schließlich Fundament und umgebender Freifläche im beschriebenen Umfang ein Baudenkmal gemäß §2 DSchG NRW. Er ist bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen und für die Entwicklung der Arbeitsverhältnisse. Seine Erhaltung und Nutzung liegen aus wissenschaftlichen Gründen – hier: technikhistorischen und ortsgeschichtlichen Gründen – im öffentlichen Interesse“ , heißt es ein- gangs in der vorläufigen gutachterlichen Stellung- nahme des LVRADR. Wie das Gutachten darlegt, erfüllt der Kugelgasbe - hälter Ehrenfeld folgende wesentliche Kriterien, die den Denkmalwert begründen: • Bedeutend für den Menschen • Bedeutend für die Stadt Köln und die Ortsge - schichte • Bedeutend für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse im Rheinland Außerdem benennt das LVR-ADR wichtige technik - geschichtliche und ortsgeschichtliche Gründe für ei- nen Erhalt des Industriedenkmals Kugelgasbehälter Ehrenfeld. Wir begrüßen ausdrücklich, dass das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland nach eingehender und sorgfältiger Recherche dem Kugelgasbehälter in Ehrenfeld den Denkmalwert zuerkennt. Wir haben in Ehrenfeld nun ein neues Industriedenkmal, das es zu erhalten gilt und im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs zum Max-Becker-Areal, ohne Wenn und Aber zu integrieren. Gründe, an denen ein be - rechtigtes öffentliches Interesse an der Erhaltung des Ehrenfelder Gasspeichers geltend gemacht werden können, gibt es viele. Wir haben den Stadtkonser - vator Dr. Werner am 11. März 2022 aufgefordert, auf Grundlage des vorliegenden Gutachtens der Landes- konservatorin den Ehrenfelder Kugelgasbehälter in die Denkmalliste der Stadt Köln einzutragen. Ob dieses Gutachten im Original den beim städte - baulichen Wettbewerb teilnehmenden Büros zur Ver- fügung gestellt wurde, entzieht sich ebenfalls dem Wissen der Bürgerschaft. Wir als Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld haben dies beim Rat der Stadt Köln eingefordert. Sollte dies nicht geschehen sein, wäre Seite 31 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen das ein handfester Skandal. Ich möchte auch in dieser Stellungnahme nochmal die Faktenlage luzide verdichten. Erster geschweißter „Gashochdruckkugelbehälter“ der Welt Der Gasbehälter in Ehrenfeld ist der erste geschweißte „Gashochdruckkugelbehälter“ der Welt. Die Gaskugeln zuvor waren genietet. Also ein enormer Innovations- schritt, der sich in Ehrenfeld industriegeschichtlich ma- nifestiert. Der Gasspeicher in Form einer Kugel wurde 1954 nach siebenmonatiger Bauzeit fertigstellt und war damals ein echtes Pionierbauwerk mit einem Durch- messer von 33,75 Metern und einem Gesamtgewicht von rund 950 Tonnen. Er ist damit sowohl technikge - schichtlich bedeutend, als auch bedeutend für die Ge - schichte des Menschen. Errichtet wurde der innovative Hochdruckbehälter mit einem Nutzinhalt vom 112.500 Kubikmeter seinerzeit von einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der Stahlbau- firmen August Klönne aus Dortmund und der Pintsch- BAMAG-Maschinenfabrik in Köln-Bayenthal. Für den Bau wurden eigens entwickelter Sonderstahl und eine spezielle Schweißtechnik verwendet. Diese Arbeit stell- te hohe Anforderungen an alle am Bau Beteiligten, da die Bleche mit einer Wanddicke von 28,5 mm und ei- nem Einzelgewicht von bis zu 7.300 Kilogramm genau eingepasst werden mussten. Insgesamt wurden rund 1.800 Meter Schweißnähte mit Spezialelektroden, die erst nach wochenlangen Versuchen ermittelt werden konnten, hergestellt. Alle Nähte wurden nachträglich durch Wärmebehandlung entspannt und geröntgt. „Köln vollbrachte in dieser Beziehung eine Art Pio - niertat, indem es den bisher größten Kugelgas- behälter der Welt baute“ (Kölnische Rundschau, 13.11.1954) Bereits während der Bauzeit machte der neuartige Gas- speicher von sich reden. Die Gas-, Elektrizitäts- und Was- serwerke der Stadt Köln waren sich der Bedeutung ihres bemerkenswerten Neubaus in Ehrenfeld zu jeder Zeit vollkommen bewusst: „Eine Pionierleistung“ nannte Dr.-Ing. Richard Fischer, der damalige Direktor der GEW, den gerade in Angriff genommenen Bau des „größten Kugelgasbehälters der Welt“ , wie die Tagespresse be - richtete. „Die größte Kugel der Welt“ oder „Eine `Welt - kugel´ mit `entspanntem´ Gas“ lauteten 1954 die Titel in überregionalen Tageszeitungen. Auch Rundfunk und Fernsehen, in- und ausländische Illustrierte und Zeit - schriften berichteten über das Kölner Pionierbauwerk. Die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld hatte bereits im Februar 2021 zusammen mit dem Verein Rheinische In- dustriekultur und anderen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Bürgerinitiative (BI) Gaskugel Ehrenfeld ins Leben gerufen und fordert seitdem den Erhalt dieses für Köln einmaligen Bauwerkes auf dem Gelände der his- torischen Kölner Gasanstalt. Die BI hatte am 08.03.2021 die Prüfung des Denkmalwertes des Bauwerkes bei der Landeskonservatorin und der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln angeregt. Die Bürgervereinigung hat mit ei- genständigen Recherchen das Prüfverfahren beider Be- hörden unterstützt. „Die Kugel war technisch damals seiner Zeit weit voraus und beispielgebend für nachfolgende kleinere Gasspei- cher dieser Art. Er ist das letzte Zeugnis dieser industrie- geschichtlich bedeutenden Stufe der Technikentwick - lung im linksrheinischen Köln und somit erhaltenswert aus wissenschaftlichen, besonders technikhistorischen Gründen. Durch seine Größe und Lage am viel frequen- tierten Maarweg und an der Eisenbahnstrecke Köln-Aa- chen als Teil einer internationalen Verbindung zwischen Berlin, Brüssel, Paris und London ist der Kugelgasbehäl- ter in Ehrenfeld eine weithin sichtbare Landmarke im Stadtbild und daher von hoher städtebaulicher Bedeu- tung und somit von öffentlichem Interesse. Ein weiterer Grund für eine Eintragung in die Denkmal- liste der Stadt Köln“ , sagt Prof. Walter Buschmann, Vor- sitzender des Vereins Rheinische Industriekultur und renommierter Industriedenkmalpfleger. Die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld hat mit meiner Person seit über einem Jahr an der Vorbereitung des städtebaulichen Wettbewerbs mitgewirkt und versucht unsere Expertise lautbar zu machen und Einfluss zu nehmen auf die weiteren Planungsschritte. Die ist zum Teil mit in die Erarbeitung der „Charta Max-Becker-A - real“ eingeflossen. Rückwirkend kann man jetzt schon Seite 32 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen sagen, dass unser ehrenamtliches Engagement für die zukunftsfähige Entwicklung unseres Stadtteils von Tei- len der Verwaltung und Politik, vor allem aber von Sei- ten der Rheinenergie AG und der Pandion nicht wertge- schätzt und Ernst genommen wird. Unsere Ideen finden sich nicht wieder in den vorliegenden Plänen. Hier ein Beispiel. Nachhaltige städtebauliche Planung mit Industrie - denkmal inmitten eines urbanen Grüns Der nun zum Industriedenkmal erklärte Kugelgasbe - hälter Ehrenfeld gehört zu den identitätsstiftenden und unbedingt erhaltenswerten Objekten auf dem Grund- stück der ehemaligen Gasfabrik. Zusammen mit dem Max-Becker-Areal soll das Betriebsgelände der Rheine - nergie AG in den kommenden Jahren stadtplanerisch neu entwickelt werden. Städtebaulich in die Gesamtpla- nung von Wohnen und Frei-/Grünraum einbezogen und einer entsprechenden Umnutzung zugeführt, könnte dem Industriedenkmal als „Ehrenfelder Gasometer“ eine neue identitätsstiftende Rolle im Kölner Westen zu- gewiesen werden. Es gibt vielversprechende Visionen aus dem Kugelgasbehälter im Grünen, beispielsweise einen kulturellen Ort mit Café zu schaffen, der auch als Planetarium dienen kann, wie auch für Konzerte und kleinere Veranstaltungen. Zudem wird am Ort durch den Gasspeicher die Geschichte der Kölner Gaswerke dokumentiert. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld hatte am 13. Dezember 2021 beschlossen, die Auslobung des Städtebaulichen Wettbewerbs für das Max-Becker-Gelände so zu ändern, dass der Kugelgasbehälter als Landmarke des industri- ellen Erbes unabhängig vom formalen Denkmalstatus in vollem Umfang erhalten bleibt. Von den Teilnehmen- den sei aufzuzeigen, wie sich dieser inklusive des ihn umgebenden Baumbestandes in die Planung einfügen lässt. Neben der städtebaulichen Einbindung sollten auch Ideen für eine Nutzungsänderung dieses beson- deren Ortes skizziert werden, heißt es in dem BV-Be - schluss. Die Bezirksvertretung Lindenthal fasste am 24. Januar 2022 den gleichen Beschluss. Seite 33 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen Leider ist der Stadtentwicklungsausschuss auf seiner Sitzung am 10. März 2022 weder diesem innovativen Beschluss der Bezirksvertretungen Ehrenfeld und Lin- denthal gefolgt, noch hat er die gutachterliche Stellung- nahme des LVR-ADR berücksichtigt. Angesichts dieser eindeutigen Zuerkennung des Denkmalstatus für den Kugelgasbehälter Ehrenfeld, ist eine Planung, die den Rückbau des Denkmals vorsieht, wenig zielführend und negiert nicht nur die Fachexpertise des LVR-ADR, son- dern auch das berechtigte Interesse der Bürgerinnen und Bürger ein bedeutendes Industriedenkmal für die Stadtgesellschaft und ihre künftigen Generationen er - halten zu wollen. Das LVR-ADR-Gutachten endet mit dem Satz: „Die Stadt Köln hat nach wie vor allen Grund, mit Stolz auf diese bedeutende Technikleistung der frühen Nachkriegs- zeit zu blicken und den Kugelgasbehälter im Zuge der anstehenden städtebaulichen Neuordnung auf dem ehemaligen Areal der Gasanstalt Ehrenfeld gemeinsam mit den noch erhaltenen Bauten des ehemaligen städ- tischen Gaswerks für nachfolgende Generationen zu bewahren. “ Es ist hervorzuheben, dass diese Einstufung des Kugel- gasbehälters einzig vom Büro Kister Scheithauer Gross / Köln bis zur Überarbeitungsphase erkannt wurde und sich in den Plänen wiederfindet. Ansatzweise findet sich das Denkmal auch noch in den überarbeiteten Plänen von Urban Agency. Das lässt hoffen, dass am Ende doch Einsicht und Vernunft auch im Juryentscheid überwiegt und das Industriedenkmal erhalten bleibt. Für die Geschichtsbücher Ehrenfelds haben wir bereits in unserer Chronik festgehalten, welche verantwort - lichen Institutionen und Personen für die drohende Vernichtung unseres Kulturgutes im Stadtteil verant - wortlich zu benennen sind. Fehlentscheidungen von ehrenamtlichen Politikerinnen und Politikern und einer fremdbestimmten Verwaltung, müssen auch noch in 20 oder 50 Jahren kommenden Generationen in Erinne - rung gerufen werden. Bislang hat sich die Bürgervereinigung konstruktiv in den Planungsprozess um das Max- Becker-Areal ein- gebracht. Wir lassen uns aber nicht länger als Feigen- blatt einer vorgeschobenen Bürger:innen-Beteiligung für Dumm verkaufen. Längst ist es offensichtlich, dass seitens der Eigentümer und Investoren des Planungs- gebietes Einfluss auf die beteiligten Wettbewerbsbüros gegeben hat. Nur so ist es zu erklären, dass in den 2. überarbeiteten Entwürfen der Büros das Industriedenk- mal Kugelgasbehälter seiner denkmalschutzrechtlichen Stellung beraubt wurde. Gewinnmaximierung um je - den Preis scheint hier die Devise der Rheinenergie AG und der Pandion zu sein. Dies macht sich auch in der baulichen „Überdichtung“ und den überproportionalen Geschosshöhen bemerkbar. Als abschreckendes Bei- spiel mag da die jüngste Bebauung auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Ehrenfeld dienen. Was für urbane Scheinwelten wurden uns seinerzeit von Herrn Höing und den Büros versprochen. Was da nun steht ist architektonisch wie städteplanerisch eine Ka- tastrophe. Da sich die Stadt Köln und der Eigentümer manifest weigern, den Denkmalstatus des Kugelgasbehälters anzuerkennen, haben wir mit Schreiben vom 26. Sep - tember 2023 die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-West - falen, Frau Ina Scharrenbach, über dieses abstruse, denkmalschutzrechtlich anzuzweifelnde Verhalten der Stadt Köln informiert. Wir haben die Ministerin gebe - ten – auch wenn uns das als Bürgerinnen und Bürgern nicht formal zusteht – in ihrer Eigenschaft als Oberste Denkmalbehörde dem Industriedenkmal „Kugelgas- behälter Ehrenfeld“ den Stellenwert zuzuweisen, der ihm gebührt. Es ist schon so viel in unserem Stadtteil an geschichtlicher und industriegeschichtlicher Erinne- rungskultur vernichtet worden. Wir brauchen nur heute auf das Siemens-Gebäude in Ehrenfeld schauen. Auch dieses vom LVR-ADR als erhaltenswerte Bausubstanz eingestufte Bauwerk wird nun abgerissen. Es reicht langsam!!! Seite 34 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen 4. Stellungsnahme Abschlusspräsentation der Entwürfe zu Max-Be - cker-Areal - Meine Meinung ich habe Ihre Worte bei der öffentlichen Veranstaltung gerne gehört. Wichtig ist es, die historischen Elemente des Wettbewerbsgebiets in den Entwürfen zu erhalten. Daher sende ich Ihnen meine Stellungnahmen zu den beiden Wettbewerbsrunden zur Meinungsbildung. Es gab eine eindeutige Aussage aller fünf Planungsbü- ros und ein eindeutiges Ergebnis in der Bürgerbeteili- gung in der 1. Präsentation: Der Kugelgasbehälter ist ein Identifikationsmerkmal für das Gebiet und muss erhalten bleiben. Er lässt sich städtebaulich bestens integrieren und war zum Teil Kern des städtebaulichen Konzepts. Nach einer internen Klarstellung mussten die Büros den Kugelgasbehälter aus der Hauptplanung herausneh- men und nur noch als Alternative vorsehen. Anstelle dessen sind belanglose Platzhalter entstanden. Und ein städtebaulicher Entwurf, der an vielen Orten der Welt umgesetzt werden kann. Das Besondere und die Einzig- artigkeit MIT dem Kugelgasbehälter geht verloren. Den Aussagen des Büros Kister kann sich nur ange - schlossen werden. Eine Ablesbarkeit der Quartiershistorie (Charta zum Max-Becker-Areal) muss erhalten bleiben. Kölner Stadt Anzeiger vom 27. Juli 2022: „Alle Pla- ner wollen die Gaskugel erhalten“ Der 2. Rückschritt ist die interne Festlegung auf Tief- garagen unter jedem Block. Ein Wunsch des Investors, der auf eine rückwärtsgewandte Autoerschließung jedes Blocks besteht. Er verkennt die Zeichen der Zeit, die Notwendigkeit einer Verkehrswende und auch die Mobilität in 5-10 Jahren. Dem Realisierungszeitraum für das Max-Becker-Areal. Dem Investor ist es egal, ob die umliegenden Stra- ßen durch eine hohe PKW-Dichte durch seine Tiefgaragenangebote belastet werden. Zudem verbaut er Beton und die Kosten werden dann auf die zukünftigen Bewohner:innen umgelegt. Auch wenn sie kein Auto besitzen und eine moderne Mobi- lität haben. ln den von einigen Planungsbüros vorge - schlagenen Quartiersgaragen kann flexibel auf die An- forderungen nach PKW-Stellplätzen reagiert werden. Eine Umnutzung ist möglich, was bei Tiefgaragen nicht der Fall ist. ln den Bürgerversammlungen war es eine deutlich ver - nehmbare Stimme, eine moderne Mobilität, weg vom Privat-Auto, für das Quartier auch städtebaulich anzu- legen. Das Quartier soll belebt sein von Menschen. Auch von denen, die von der Quartiersgarage zu ihrer Wohnung gehen. Das Tiefgaragenkonzept ermöglicht es mit dem Auto unter seinen Block zu fahren und mit dem Aufzug in die Wohnung. Ohne Kontakt zum Quartier. Bei den Grünflächen wurde häufig mit Einengungen und Verengungen gearbeitet, die die Qualität beein- flussen. ln einem Entwurf (Astoc) wird sogar in den er - haltenswerten Baumbestand eingegriffen. Alle Entwürfe überplanen die Privatgrundstücke der beiden denkmalgeschützten Häuser an der Wid- dersdorfer Straße. Weiterhin gilt die Vorgabe, deren Pri- vatsphäre zu wahren. ln allen Entwürfen findet sich jetzt eine großmassstäbli- sche Blockstruktur wieder. Das ist investorenfreundlich, widerspricht aber der vielfach betonten Ehrenfelder Mi- schung. (Am Ende kommt dann Alter Güterbahnhof 2 mit seiner Großstruktur raus.) Das war im Wettbewerb auch ganz anders vorgesehen, doch die Investoren set- zen sich dann die großen Einheiten um. Die neue Planung setzt neue Hochhäuser (neudeutsch Hochpunkte) fest. Jeder Standort ist zu prüfen, ob die Blickachse aus dem Westen zum Weltkulturerbe Kölner Dom verstellt wird. Wenn ja, ist dieser Standort abzu- lehnen. Neben den Anmerkungen zu den überarbeiteten Plä- nen verweise ich noch auf drei weitere Anregungen: 1. Verlängerung des Rad- und Fußweges entlang des Bahndamms mit einer Brücke ÜBER die Oskar-Jä- ger-Straße und einer Rampe am Bahndamm zur Seite 35 Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen Vogelsanger Straße. Kreuzungsfreier und sicherer Anschluss zur Heliosschule, Bahnhof Ehrenfeld und dem Zentrum von Ehrenfeld. 2. Straßenbahn auf dem Maarweg/Äußere Kanalstra- ße (U-Bahn Haltestelle Rochusplatz) und dann über die Subbelrather Straße stadteinwärts. 3. An der S-Bahn-Haltestelle Köln-Müngersdorf die zukünftige Straßenbahnhaltestelle der Straßen- bahn auf den HGK-Gleisen (Braunsfeld - Niehl), der Klüttenbahn zu beachten. -
Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VI/612 Vorlagen-Nummer 3635/2022 Freigabedatum 07.11.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld und über die Empfehlungen zur Überarbeitung des Ergebnisses des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs Max Becker-Areal Beschlussorgan Stadtentwicklungsausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Stadtentwicklungsausschuss 1. nimmt das Ergebnis des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Max Becker- Areal zur Kenntnis; 2. beschließt, nach § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) einen Bebauungsplan für das Gebiet nörd- lich der Widdersdorfer Straße 194 – 208, östlich des Maarwegs, südlich der Bahntrasse und west- lich des Alten Gaswerkes, des Kontrastwerkes (Oskar-Jäger-Straße 173) und des Grundstückes Oskar-Jäger-Straße 175-177 sowie für das Annexgrundstückes westlich des Maarwegs bis zur Vi- talisstraße - Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld - aufzustellen mit dem Ziel, ein urba- nes Gebiet mit Wohnen, Gewerbe, einer Grundschule, mehreren Kindertagesstätten, Nahversor- gung, sozialen und kulturellen Nutzungen, Anlagen zur Energieversorgung, öffentlichen Grün-, Spiel- und Sportflächen sowie Verkehrsflächen festzusetzen; 3. beschließt die Überarbeitung des Siegerentwurfs von Cityförster mit urbanegestalt gemäß den Empfehlungen des Preisgerichts als Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren. Rahmenplanungsbeirat Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld 22.11.2022 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 05.12.2022 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 05.12.2022 Stadtentwicklungsausschuss 02.02.2023 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Das Recyclingunternehmen Max Becker verlässt seinen bisherigen Firmensitz nördlich der Widdersdor- fer Straße 194 in Köln-Ehrenfeld und verlagert seinen Standort in den Niehler Hafen. Dadurch ergibt sich die Chance, das bisher für die Öffentlichkeit abgeriegelte Gebiet als neues Stadtquartier zu entwickeln. Die Grundstücke von Max Becker wurden von der Pandion AG erworben. Das westlich angrenzende Grundstück der Rheinenergie AG wird ebenfalls in die Umnutzung miteinbezogen. Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung mit Beschluss vom 06.02.2020 beauftragt, die notwendigen planerischen Voraussetzungen zur städtebaulich-funktionalen Neuordnung und Weiterentwicklung des sogenannten Max Becker-Areals in Köln-Ehrenfeld zu treffen, um die Entwicklung eines mischgenutzten Quartiers anzustoßen. Zu diesem Zweck wurde von der Ausloberschaft Pandion AG und Rheinenergie AG in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln von März bis Oktober 2022 ein städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb zur Findung eines zukunftsfähigen Konzeptes für einen gemischt genutzten Stadtraum durchgeführt. Als Sieger des Wettbewerbsverfahrens wurde vom Preisgericht am 18.10.2022 der Entwurf des Planungs- büros Cityförster aus Hannover zusammen mit dem Landschaftsarchitekten urbanegestalt aus Köln ge- kürt. Die Umsetzung eines gemischt genutzten Quartieres auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses ist nach bestehendem Planungsrechts nicht möglich. Daher ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes er- forderlich. Ablauf und Ergebnis des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs Der Umgriff des Wettbewerbs gliederte sich in einen Realisierungsteil und einen Ideenteil. Der Realisie- rungsteil umfasste das Gebiet des eigentlichen Max-Becker-Geländes sowie das Grundstück der Rhein- energie sowie das Annexgrundstück zwischen Maarweg und Vitalisstraße. Darüber hinaus waren die Teams aufgefordert, auch angrenzende Grundstücke als konzeptionellen Ideenteil mit ersten Ansätzen mitzudenken. Der Ideenteil umfasste das Areal von der Vitalisstraße bis zur Oskar-Jäger-Straße, südlich der DB-Trasse und nördlich der Widdersdorfer Straße. Das Wettbewerbsverfahren startete am 28.03.2022 mit dem Auftaktkolloquium und der öffentlichen Auf- taktveranstaltung, die aufgrund der Corona-Einschränkungen rein digital stattfand. In der öffentlichen Auftaktveranstaltung wurden nochmals die Aufgabenstellung und die Rahmenparameter genauer erläu- tert. Daran anschließend waren in der ersten Bearbeitungshase des Wettbewerbs 15 Planungsteams aufge- fordert, erste Entwürfe zu entwickeln. Die erste Bearbeitungsphase fand anonym statt. Aus den 15 Arbeiten der Planungsteams hat das Preisgericht am 15.06.2022 fünf Entwürfe ausgewählt, danach wurde die Anonymität aufgehoben. In einer öffentlichen Zwischenpräsentation am 23.06.2022 (in Präsenz) wurden die fünf ausgewählten Arbeiten vorgestellt. Parallel dazu wurden die fünf Entwürfe vom 17.06. - 30.06.2022 digital sowie in den Bezirksrathäusern Lindenthal und Ehrenfeld ausgestellt. Die Öffentlichkeit hatte dabei die Möglichkeit, Anregungen und Ideen zu den Entwürfen mitzuteilen. Die Anregungen der Öffentlichkeit der Phase 1 wurden dokumentiert (Anlage 5) und den Planungsteams für die zweite Bearbeitungsphase mit auf den Weg gegeben. Nach der zweiten Bearbeitungsphase wur- 3 den die Entwürfe am 26.09.2022 öffentlich präsentiert. Vom 22.09. bis zum 07.10.2022 wurden die Ar- beiten der Planungsteams wieder digital und analog veröffentlicht. Die Anregungen aus dieser Beteili- gungsaktion wurden dem Preisgericht vorgelegt (Anlage 6). Es hat am 18.10.2022 über den Siegerent- wurf und die weiteren Ränge und Anerkennungen entschieden: 1. Preis: Cityförster | Hannover mit urbanegestalt | Köln 2. Preis: Teleinternetcafe | Berlin mit Treibhaus Landschaftsarchitektur | Hamburg 3. Preis: ASTOC | Köln mit club L 94 Landschaftsarchitekten | Köln Anerkennung: Urban Agency | Kopenhagen/Düsseldorf mit NORD Architects A/S | Kopenhagen Anerkennung: kister scheithauer gross | Köln mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten | München Erläuterung Siegerentwurf von Cityförster mit urbanegestalt Unter dem Titel „Ehrenfelder Best-Of“ schlägt Cityförster ein offenes, charakterstarkes Quartier vor, das eine hohe städtebauliche Dichte mit offenen, vielfältig vernetzenden und reichhaltig programmierten Freiräumen verbindet. Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung sind kleinräumlich gemischt und auf kurzen Wegen miteinander vernetzt. Das neue Quartier soll grün, kulturell verankert und kreativ anziehend sein. Ortsprägende Bau- und Freiraumtypologien fügen sich in ein buntes Mosaik ein und schaffen Angebote für unterschiedliche Lebensstile und Altersgruppen. Diagonal durch das Gebiet und verläuft ein Grünzug, der das grüne Herz des neuen Quartiers bildet. Der Entwurf kombiniert Wohnen, gewerbliche Nutzungen und dazugehörige Versorgungs- und Quarti- ersfunktionen in einem kompakten und durchmischten Stadtquartier. Die Mischung von Wohn- und Ge- werbenutzung geschieht vor allem auf Baufeldebene, soziale Infrastrukturen wie KiTas sind in die Wohn- und Bürogebäude integriert. In Anlage 3 ist der Erläuterungstext aus dem Wettbewerbsverfahren von Cityförster und urbanegestalt zu finden. Empfehlungen des Preisgerichts zur Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses Das Preisgericht empfiehlt den Siegerentwurf für die Umsetzung der weiteren Planungsschritte. Für den Siegerentwurf hat das Preisgericht die im Folgenden aufgeführten individuellen Empfehlungen verfasst: 1. Preis – Cityförster | Hannover mit urbanegestalt | Köln Die stadträumliche Situation im Kontext Gasregelstation/ Umspannwerk/ Kulturbaustein im Nord- westen des Plangebiets überzeugt nicht (bzgl. technischer Nutzbarkeit, Umfriedung, Grüncharak- ter, Schallschutz, Schnittstelle zum Schulbaustein etc.) und ist zu überarbeiten. Auch die räumli- che Fassung dieses Freiraums sollte reflektiert werden. Die Einbettung der Schule ist hinsichtlich der Erschließung (MIV, ÖPNV), der Freiraumgestaltung und des Schallschutzes zu überprüfen. Der östlich am Uhrenhaus gelegene City-Hub kann hinsichtlich der Nutzungsmischung (u.a. Kombination Energiezentrale und KiTa) nicht überzeugen. Die Lagen der Kindertagesstätten sind zu überprüfen und die zugehörigen Freiräume nachvoll- ziehbar darzustellen. Die horizontale Nutzungsmischung frei finanzierten / geförderter Wohnungsbau ist nicht realisier- bar. Innerhalb eines Blocks muss eine Realteilung möglich sein. Die „grüne“ Mobilitätstrasse entlang der Bahn wirkt zu steinern und ist im Sinne einer attraktive- ren Gestaltung zu überdenken. Im Ideenbereich 1 überzeugen Mobilitätstrasse / Baustruktur / Grünraum / Vernetzung nicht und sind zu überarbeiten. Eine maßvolle „belebende“ Nutzungsmischung (z.B. zusätzlich Café, Ateliers etc.) ist auf dem Gleisgrundstück zu prüfen und abzusichern. Geeignete Maßnahmen für den Schallschutz zur Bahn (u.a. Zwischenraum Blöcke ggf. mit akti- ven Schutzmaßnahmen) und zum Gewerbe im Osten (ggf. Tausch City-Hub / Wohnblock wie in Phase 1) sind zu ergreifen. Bei einigen Blöcken entlang der Bummelmeile wirkt die Dichte zu massiv bzw. die Belichtung über die Innenhöfe problematisch und sollte überprüft werden (u.a. Innenhöfe östliche Büroblö- cke erscheinen zu klein). Eine maßvolle Dichteverschiebung im Sinne einer optimierten Nutzbar- keit in Richtung der beiden Blöcke entlang des Maarwegs ist zu prüfen. 4 Die zentrale öffentliche Grünfläche kann aufgrund der kleinteiligen, linearen Zonierung als öffent- licher Park nicht überzeugen und ist zu überarbeiten. Die Bummelmeile ist attraktiv und intelligent auszuformulieren, um urbane Belebtheit zu schaffen und in den Erdgeschoßen Leerstände zu verhindern. Die belebende Nutzung des Uhrenhaus als attraktives Markthallenkonzept (ggf. mit maßvoller Gastronomienutzung) ist zu überprüfen. Das komplette Protokoll der Preisgerichtssitzung vom 18.10.2022 ist in Anlage 4 zu finden. Auf Grundlage dieser Empfehlungen wird das siegreiche Planungsteam nun seinen Entwurf in Abstim- mung mit der Verwaltung und der Pandion AG und Rheinenergie AG überarbeiten. Gaskugelbehälter Es ist abschließend entschieden, dass der Gaskugelbehälter nicht unter Denkmalschutz gestellt wird. Da das Verfahren zur Prüfung des Denkmalwerts erst im Laufe des Wettbewerbs abgeschlossen wurde, waren die Planungsteams im Wettbewerb aufgefordert Alternativen mit und ohne Gaskugelbehälter auf- zuzeigen. Das Preisgericht hat keine Empfehlung zum Umgang mit dem Gaskugelbehälter abgegeben. Ideenteil Das Augenmerk des Preisgerichts bei der Auswahl des Siegerentwurfs lag auf dem Realisierungsteil Max Becker-Areal. Trotzdem war es wichtig, für die Einbindung in die Umgebung den Ideenteil mitzu- denken und hier schon grundsätzliche Überlegungen zu Wege- und Grünverbindungen und Schnittstel- len zu berücksichtigen. Für die Ideenteile 2 und 3 (ehemaliges Thyssen-Grundstück Oskar-Jäger-Straße 179 sowie Widdersdorfer Straße 158 und 188) liegen bereits konkrete Nutzungsabsichten von Investo- ren vor, die so auch in das Wettbewerbsverfahren als Leitplanken hinein gegeben wurden. Die Verwal- tung wird nun in Abstimmung mit den Vorhabenträgern treten, um das Ergebnis der Ideenteile mit den im Wettbewerb vorgegebenen Leitplanken abzugleichen und die Ideenteile evtl. ebenfalls zu überarbeiten. Der Investor für den Ideenteil 2 hat die Absicht bekundet, für seine Grundstücke (ehemaliges Thyssen- gelände an der Oskar-Jäger-Straße 179 und 192) ein eigenes Wettbewerbsverfahren durchzuführen. Danach anschließend ist ein Bebauungsplanverfahren erforderlich. Für die Grundstücke Widdersdorfer Straße 158 und 188 (Ideenteil 3) ist ebenfalls ein Bebauungsplan- verfahren erforderlich, welches 2023 gestartet werden soll. Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Max Becker-Areal Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens soll nun das formale Bebauungsplanverfahren für das Max Becker-Areal eingeleitet werden. Der Geltungsbereich für das Bebauungsplanverfahren umfasst das Gebiet des Realisierungsteils des Wettbewerbs mit dem eigentlichen Max Becker-Gelände sowie dem Grundstück der Rheinenergie. Die Gesamtgröße beläuft sich auf rund 17,3 ha (inkl. angrenzender Erschließungsflächen). Der Geltungsbe- reich wird begrenzt im Norden durch die Ost-West-Trasse der Deutschen Bahn, im Süden durch die Widdersdorfer Straße, im Westen durch den Maarweg und im Osten durch das Alte Gaswerk, das Kon- trastwerk und weitere gewerbliche Gebäude. Ebenfalls Bestandteil des Geltungsbereichs ist das soge- nannte Gleisgrundstück zwischen Vitalisstraße und Maarweg, welches zwischen der DB-Trasse und dem betriebseigenen Gleis von Max-Becker liegt und bis zum S-Bahnhof Müngersdorf reicht. Der Gel- tungsbereich liegt somit überwiegend im Stadtteil Ehrenfeld, der westlichste "Zipfel" liegt im Stadtteil Müngersdorf. Die Umsetzung eines gemischt genutzten Quartiers mit Wohnen, gewerblichen Nutzungen, Nahversor- gung, Anlagen zur Energieversorgung sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen, erfordert die Auf- stellung eines Bebauungsplanes. Es besteht für das Areal derzeit kein Bebauungsplan, der Flächennut- zungsplan stellt Industriegebiet, Gewerbegebiet, Flächen für Ver- und Entsorgung und Fläche für Bahn- anlagen dar. Daher ist ebenfalls die Änderung des Flächennutzungsplanes notwendig. Der Regionalplan weist einen Allgemeinen Siedlungsbereich aus. 5 Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 (1) Baugesetzbuch (BauGB) soll auf Grundlage des überarbeiteten Wettbewerbsergebnisses erfolgen. Die Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses sowie die Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung werden dem Rahmenplanungsbeirat Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld, den Bezirksvertretungen Ehrenfeld und Lindenthal und dem Stadt- entwicklungsausschuss dann zum Beschluss vorgelegt. Anwendung Kooperatives Baulandmodell und Klimaschutzleitlinien Für das Verfahren kommt das Kooperative Baulandmodell in der Fassung der Bekanntmachung vom 10.05.2017 zur Anwendung. Die Anwendungszustimmung der Pandion AG liegt vor, die Anwendungs- zustimmung der RheinEnergie AG steht noch aus, soll aber in Kürze erfolgen. Neben den gemäß koope- rativem Baulandmodell verpflichteten 30% öffentlich gefördertem Wohnungsbau, wird beim Max Becker- Areal gemäß Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 10.03.2022 noch zusätzlich 20% des Wohnraumes für Mietwohnungsbau, Genossenschaften, gemeinschaftliche Wohnformen oder Baugrup- pen zur Verfügung gestellt werden. Die Leitlinien zum Klimaschutz in Köln in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in der Fas- sung des Ratsbeschlusses vom 17.03.2022 kommen zur Anwendung. Die Anwendungszustimmung zu den Klimaschutzleitlinien liegt ebenfalls von der Pandion AG vor, von der Rheinenergie steht sie noch aus, soll aber in Kürze erfolgen. Auswirkungen auf den Klimaschutz Die Umsetzung des Bebauungsplanes hat voraussichtlich negative Auswirkungen auf den Klimaschutz durch die Emission des Klimaschadgases Kohlenstoffdioxid (CO2). Im weiteren Verlauf des Bebauungs- plan-Verfahrens werden Maßnahmen zur Minderung der Emission des Klimaschadgases geprüft. Nach den gesetzlichen Vorgaben findet eine Umweltprüfung statt. Hierfür werden verschiedene Umweltgut- achten erstellt. Anlagen: 1 Geltungsbereich des Bebauungsplanes 2 Siegerentwurf von Cityförster mit urbanegestalt 3 Erläuterungstext von Cityförster mit urbangegestalt aus dem Wettbewerbsverfahren 4 Protokoll der Preisgerichtssitzung vom 18.10.2022 5 Dokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung Phase 1 6 Dokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung Phase 2 7 Die weiteren Entwürfe (2. und 3. Rang sowie Anerkennungen) -
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VI/612 Vorlagen-Nummer 3635/2022 Stand: 28.08.2025 Sachstandsbericht Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld und über die Empfehlungen zur Überarbeitung des Ergebnisses des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs Max Becker-Areal Status in Bearbeitung erledigt Der Stadtentwicklungsausschuss schließt sich dem Beschluss der Bezirksvertretung Ehren- feld vom 30.01.2023 an (Änderungen fett): Beschluss über die so geänderte Beschlussvorlage: Der Stadtentwicklungsausschuss 1. nimmt das Ergebnis des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Max Becker-Areal zur Kenntnis; 2. beschließt, nach § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) einen Bebauungsplan für das Gebiet nördlich der Widdersdorfer Straße 194 – 208, östlich des Maarwegs, südlich der Bahntrasse und westlich des Alten Gaswerkes, des Kontrastwerkes (Oskar-Jäger- Straße 173) und des Grundstückes Oskar-Jäger-Straße 175-177 sowie für das An- nexgrundstückes westlich des Maarwegs bis zur Vitalisstraße - Arbeitstitel: Max Becker- Areal in Köln-Ehrenfeld - aufzustellen mit dem Ziel, ein urbanes Gebiet mit Wohnen, Ge- werbe, einer Grundschule, mehreren Kindertagesstätten, Nahversorgung, sozialen und kulturellen Nutzungen, Anlagen zur Energieversorgung, öffentlichen Grün-, Spiel- und Sportflächen sowie Verkehrsflächen festzusetzen; 3. beschließt die Überarbeitung des Siegerentwurfs von Cityförster mit urbanegestalt ge- mäß den Empfehlungen des Preisgerichts als Grundlage für das weitere Bebauungs- planverfahren. 4. Bezüglich der weiteren Überarbeitung und des Bebauungsplanbeschlusses sind fol- gende Punkte zu beachten: a) Da das Preisgericht keine Überarbeitung der Nutzungsdichte empfohlen hat, sollten sich die Zahlen nicht nennenswert verändern. Somit ist an der im Sie- gerentwurf vorgesehenen, überwiegend fünf- bis siebengeschossigen Be- bauung festzuhalten. b) Bei der Überarbeitung des CityHubs ist die Quartiersgarage unbedingt beizu- behalten. 2 c) Kleinteiligkeit und Nutzungsmischung sind wie im Entwurf beizubehalten; d) Angesichts des heute schon überlasteten Verkehrssystems im Kölner Wes- ten muss sichergestellt werden, dass die Verkehrsinfrastruktur (ÖPNV, MIV, Rad- und Fußwege) vor der Fertigstellung / Inbetriebnahme erster Projekte auf dem Max Becker-Areal entsprechend ausgebaut und an die überörtlichen Verkehrswege angebunden wird; im Bereich des MIV gehört hierzu insbeson- dere die zeitnahe Realisierung des Anschlusses Stolberger Str. an die Mi- litärringstraße. e) Aufgrund der Unterversorgung mit Grünflächen im gesamten Gebiet müssen die notwendigen Grünflächen im Max Becker-Areal auch so früh wie möglich realisiert werden. Starkregenprävention und Bewässerung der Grünflächen bei Trockenheit müssen unbedingt mitgeplant werden. f) Das städtebauliche Konzept und mit ihm der vorhabenbezogene Bebauungs- plan sind mit der Gaskugel als Landmarke des industriellen Erbes weiter zu qualifizieren. g) Die Grundschule ist mit einem Lehrschwimmbecken weiter zu qualifizieren, das auch für Kurse (Babyschwimmen, Schwimmlernkurse, Aquagymnastik, Rehatraining etc.) außerhalb der Schulzeiten zugänglich und nutzbar ist. Ent- sprechend ist der evtl. zusätzliche Flächenbedarf dieses erweiterten Raum- programms schon im Bebauungsplanverfahren zu berücksichtigen. Eine flä- chensparende Kombilösung mit der Turnhalle ist anzustreben. h) Zur Verkehrserschließung des Bebauungsplangebietes wird die Verlänge- rung des Gleisrad- und Fußwegs entlang des Bahndamms mittels einer Brü- cke über die Oskar-Jäger-Straße und einer Rampe an der Vogelsanger Straße geprüft. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. Sachstand März 2023: Der Aufstellungsbeschluss ist am 22.03.2023 im Amtsblatt bekannt gemacht worden. Derzeit erfolgt die Überarbeitung des Wettbewerbsentwurfs unter Berücksichtigung der Punkte a – h). Sachstand 28.08.2025 Der Wettbewerbsentwurf wurde überarbeitet und der Öffentlichkeit im Rahmen der frühzeiti- gen Öffentlichkeitsbeteiligung vom 06.03.2024 - 05.04.2024 (Abendveranstaltung am 18.03.2024) vorgestellt. Der Vorgabenbeschluss wurde am 05.12.2024 vom Stadtentwick- lungsausschuss gefasst. Derzeit läuft die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange (gemäß § 4 Abs. 2 BauGB) Nächste Schritte: Der nächste Schritt im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens ist die Veröffentlichung gemäß § 3 (2) BauGB. Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: Nicht erforderlich -
Anlage 10- Auszug Beschlussprotokoll 10.1 SteA 02.02.2023
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Geschäftsführung Stadtentwicklungsausschuss Frau Hill-Schmidt Telefon: (0221) 32834 Fax: (0221) E-Mail: louise.hill-schmidt@stadt- koeln.de Datum: 06.02.2023 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 02.02.2023 öffentlich 10.1 Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld und über die Empfehlungen zur Überarbeitung des Ergebnisses des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs Max Becker- Areal 3635/2022 Der Stadtentwicklungsausschuss schließt sich dem Beschluss der Bezirksvertretung Ehrenfeld vom 30.01.2023 an (Änderungen fett): I Beschluss: Der Stadtentwicklungsausschuss 1. nimmt das Ergebnis des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Max Becker-Areal zur Kenntnis; 2. beschließt, nach § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) einen Bebauungsplan für das Gebiet nördlich der Widdersdorfer Straße 194 – 208, östlich des Maarwegs, südlich der Bahntrasse und westlich des Alten Gaswerkes, des Kontrastwerkes (Oskar-Jäger-Straße 173) und des Grundstückes Oskar-Jäger-Straße 175-177 sowie für das Annexgrundstückes westlich des Maarwegs bis zur Vitalisstraße - Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld - aufzustellen mit dem Ziel, ein urbanes Gebiet mit Wohnen, Gewerbe, einer Grundschule, mehreren Kinderta- gesstätten, Nahversorgung, sozialen und kulturellen Nutzungen, Anlagen zur Energieversorgung, öffentlichen Grün-, Spiel- und Sportflächen sowie Verkehrs- flächen festzusetzen; 3. beschließt die Überarbeitung des Siegerentwurfs von Cityförster mit urbanege- stalt gemäß den Empfehlungen des Preisgerichts als Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren. 4. Bezüglich der weiteren Überarbeitung und des Bebauungsplanbeschlusses sind folgende Punkte zu beachten: a) Da das Preisgericht keine Überarbeitung der Nutzungsdichte empfoh- len hat, sollten sich die Zahlen nicht nennenswert verändern. Somit ist an der im Siegerentwurf vorgesehenen, überwiegend fünf- bis sieben- geschossigen Bebauung festzuhalten. b) Bei der Überarbeitung des CityHubs ist die Quartiersgarage unbedingt beizubehalten. c) Kleinteiligkeit und Nutzungsmischung sind wie im Entwurf beizubehal- ten; d) Angesichts des heute schon überlasteten Verkehrssystems im Kölner Westen muss sichergestellt werden, dass die Verkehrsinfrastruktur (ÖPNV, MIV, Rad- und Fußwege) vor der Fertigstellung / Inbetriebnah- me erster Projekte auf dem Max Becker-Areal entsprechend ausgebaut und an die überörtlichen Verkehrswege angebunden wird; im Bereich des MIV gehört hierzu insbesondere die zeitnahe Realisierung des An- schlusses Stolberger Str. an die Militärringstraße. e) Aufgrund der Unterversorgung mit Grünflächen im gesamten Gebiet müssen die notwendigen Grünflächen im Max Becker-Areal auch so früh wie möglich realisiert werden. Starkregenprävention und Bewäs- serung der Grünflächen bei Trockenheit müssen unbedingt mitgeplant werden. f) Das städtebauliche Konzept und mit ihm der vorhabenbezogene Be- bauungsplan sind mit der Gaskugel als Landmarke des industriellen Erbes weiter zu qualifizieren. g) Die Grundschule ist mit einem Lehrschwimmbecken weiter zu qualifi- zieren, das auch für Kurse (Babyschwimmen, Schwimmlernkurse, Aquagymnastik, Rehatraining etc.) außerhalb der Schulzeiten zugäng- lich und nutzbar ist. Entsprechend ist der evtl. zusätzliche Flächenbe- darf dieses erweiterten Raumprogramms schon im Bebauungsplanver- fahren zu berücksichtigen. Eine flächensparende Kombilösung mit der Turnhalle ist anzustreben. h) Zur Verkehrserschließung des Bebauungsplangebietes wird die Ver- längerung des Gleisrad- und Fußwegs entlang des Bahndamms mittels einer Brücke über die Oskar-Jäger-Straße und einer Rampe an der Vo- gelsanger Straße geprüft. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. II Beschluss über die so geänderte Beschlussvorlage: Der Stadtentwicklungsausschuss 1. nimmt das Ergebnis des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Max Becker-Areal zur Kenntnis; 2. beschließt, nach § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) einen Bebauungsplan für das Gebiet nördlich der Widdersdorfer Straße 194 – 208, östlich des Maarwegs, südlich der Bahntrasse und westlich des Alten Gaswerkes, des Kontrastwerkes (Oskar-Jäger-Straße 173) und des Grundstückes Oskar-Jäger-Straße 175-177 sowie für das Annexgrundstückes westlich des Maarwegs bis zur Vitalisstraße - Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld - aufzustellen mit dem Ziel, ein urbanes Gebiet mit Wohnen, Gewerbe, einer Grundschule, mehreren Kinderta- gesstätten, Nahversorgung, sozialen und kulturellen Nutzungen, Anlagen zur Energieversorgung, öffentlichen Grün-, Spiel- und Sportflächen sowie Verkehrs- flächen festzusetzen; 3. beschließt die Überarbeitung des Siegerentwurfs von Cityförster mit urbanege- stalt gemäß den Empfehlungen des Preisgerichts als Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren. 4. Bezüglich der weiteren Überarbeitung und des Bebauungsplanbeschlusses sind folgende Punkte zu beachten: a) Da das Preisgericht keine Überarbeitung der Nutzungsdichte empfoh- len hat, sollten sich die Zahlen nicht nennenswert verändern. Somit ist an der im Siegerentwurf vorgesehenen, überwiegend fünf- bis sieben- geschossigen Bebauung festzuhalten. b) Bei der Überarbeitung des CityHubs ist die Quartiersgarage unbedingt beizubehalten. c) Kleinteiligkeit und Nutzungsmischung sind wie im Entwurf beizubehal- ten; d) Angesichts des heute schon überlasteten Verkehrssystems im Kölner Westen muss sichergestellt werden, dass die Verkehrsinfrastruktur (ÖPNV, MIV, Rad- und Fußwege) vor der Fertigstellung / Inbetriebnah- me erster Projekte auf dem Max Becker-Areal entsprechend ausgebaut und an die überörtlichen Verkehrswege angebunden wird; im Bereich des MIV gehört hierzu insbesondere die zeitnahe Realisierung des An- schlusses Stolberger Str. an die Militärringstraße. e) Aufgrund der Unterversorgung mit Grünflächen im gesamten Gebiet müssen die notwendigen Grünflächen im Max Becker-Areal auch so früh wie möglich realisiert werden. Starkregenprävention und Bewäs- serung der Grünflächen bei Trockenheit müssen unbedingt mitgeplant werden. f) Das städtebauliche Konzept und mit ihm der vorhabenbezogene Be- bauungsplan sind mit der Gaskugel als Landmarke des industriellen Erbes weiter zu qualifizieren. g) Die Grundschule ist mit einem Lehrschwimmbecken weiter zu qualifi- zieren, das auch für Kurse (Babyschwimmen, Schwimmlernkurse, Aquagymnastik, Rehatraining etc.) außerhalb der Schulzeiten zugäng- lich und nutzbar ist. Entsprechend ist der evtl. zusätzliche Flächenbe- darf dieses erweiterten Raumprogramms schon im Bebauungsplanver- fahren zu berücksichtigen. Eine flächensparende Kombilösung mit der Turnhalle ist anzustreben. h) Zur Verkehrserschließung des Bebauungsplangebietes wird die Ver- längerung des Gleisrad- und Fußwegs entlang des Bahndamms mittels einer Brücke über die Oskar-Jäger-Straße und einer Rampe an der Vo- gelsanger Straße geprüft. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. -
Anlage 8 Rahmenplanungsbeirat B-M-E_Beschlussprotokoll-Auszug
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Geschäftsführung Rahmenplanungsbeirat Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld Frau Dr. Sinz Telefon: (0221) 221 26391 E-Mail: Alexandra.Sinz@STADT- KOELN.DE Datum: 19.01.2023 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Rahmenplanungsbeirates Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld vom 22.11.2022 öffentlich 5.1 Beschlussvorlage 3635/2022: Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld und über die Empfehlungen zur Überarbeitung des Ergebnisses des städtebau- lichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs Max Becker-Areal Der Rahmenplanungsbeirat empfiehlt der Bezirksvertretung Lindenthal und der Bezirksvertre- tung Ehrenfeld folgenden in Ziffer Nr. 2 ergänzten Beschluss zu fassen: „Der Stadtentwicklungsausschuss: 1. nimmt das Ergebnis des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Max Becker-Areal zur Kenntnis; 2. beschließt, nach § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) einen Bebauungsplan für das Gebiet nördlich der Widdersdorfer Straße 194 – 208, östlich des Maarwegs, südlich der Bahntrasse und westlich des Alten Gaswerkes, des Kontrastwerkes (Oskar-Jäger-Straße 173) und des Grundstückes Oskar-Jäger-Straße 175-177 sowie für das Annexgrundstückes westlich des Maarwegs bis zur Vitalisstraße - Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld - aufzustellen mit dem Ziel, ein urbanes Gebiet mit Wohnen, Gewerbe, einer Grundschule, mehreren Kinderta- gesstätten, Nahversorgung, sozialen und kulturellen Nutzungen, Anlagen zur Energieversorgung, öffentlichen Grün-, Spiel- und Sportflächen sowie Verkehrs- flächen festzusetzen; Dabei sind die folgenden Punkte besonders zu beach- ten: a) Da das Preisgericht keine Überarbeitung der Nutzungsdichte emp- fohlen hat, sollten sich die Zahlen nicht nennenswert verändern. So- mit sollte es bei der im Siegerentwurf vorgesehenen, überwiegend fünf bis sieben geschossigen Bebauung bleiben; b) Bei der Überarbeitung des CityHubs sollte die Quartiersgarage unbe- dingt beibehalten werden; c) Kleinteiligkeit und Nutzungsmischung sollten wie im Entwurf erhal- ten bleiben; d) Angesichts des heute schon überlasteten Verkehrssystems im Köl- ner Westen muss sichergestellt werden, dass die Verkehrsinfrastruk- tur (ÖPNV, MIV, Rad- und Fußwege) vor der Fertigstellung / Inbetrieb- nahme erster Projekte auf dem Max Becker-Areal entsprechend aus- gebaut und an die überörtlichen Verkehrswege angebunden wird; Im Bereich des MIV gehört hierzu insbesondere die zeitnahe Realisie- rung des Anschlusses Stolberger Str. an die Militärringstraße; e) Aufgrund der Unterversorgung mit Grünflächen im gesamten Gebiet sollten die notwenigen Grünflächen im Max Becker-Areal auch so früh wie möglich realisiert werden. 3. beschließt die Überarbeitung des Siegerentwurfs von Cityförster mit urbanegestalt gemäß den Empfehlungen des Preisgerichts als Grundlage für das weitere Bebau- ungsplanverfahren.“ Abstimmungsergebnis: mehrstimmig beschlossen bei zwei Enthaltungen -
Anlage 2 Entwurf Cityfoerster
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Siegerentwurf Cityförster mit urbanegestalt Anlage 2 © PANDION AG / RheinEnergie AG Modellfoto: Siegerentwurf Cityförster mit urbanegestalt © PANDION AG / Fotograf: Simon Büttner Perspektive Park: Cityförster mit urbanegestalt © PANDION AG / RheinEnergie AG Perspektive Bummelmeile: Cityförster mit urbanegestalt © PANDION AG / RheinEnergie AG -
Anlage 7 weitere Entwürfe Phase 2
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2. Rang: Teleinternetcafé mit Treibhaus Landschaftsarchitektur Anlage 7 © PANDION AG / RheinEnergie AG 3. Rang: ASTOC mit club L 94 Landschaftsarchitekten © PANDION AG / RheinEnergie AG Anerkennung: Urban Agency mit NORD Architects © PANDION AG / RheinEnergie AG Anerkennung: kister scheithauer gross mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten © PANDION AG / RheinEnergie AG -
Anlage 1 Geltungsbereich
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6 Stadt Köln Anlage 1 Stadtplanungsamt Geltungsbereich des Bebauungsplanes Max Becker-Areal in Köln - Ehrenfeld 2, = al u & R ), I — il _ nz = Il IN) | e N) r— Mn — Sara er, I a ee Ss i sum \ Ta Mm es - \ a om Lieb u) Eee: Il) lin : el] Erae; Maßstab 1:10 000 Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von Mitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksver- 100 0 200 400 600 Meter tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu diesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen. EEE u | -
Anlage 5 Dokumentation Beteiligung Phase 1
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MAX BECKER-AREALMAX BECKER-AREAL Ein neues Stadtquartier Ein neues Stadtquartier für Kölnfür Köln Dokumentation zum Beteiligungsverfahren Anlage 5 Phase 1 Seite 2Max Becker-Areal – Ein neues Stadtquartier für Köln Impressum Die Oberbürgermeisterin Dezernat VI - Planen und Bauen Amt für Presse- und Öffentlichkeits- arbeit in Zusammenarbeit mit PANDION AG RheinEnergie AG Gestaltung und Redaktion ISR Innovative Stadt- und Raumpla- nung GmbH Bildnachweise Titel, S. 7, 9, 20, 33, 39, 41, 47, 52: © SIMON BUETTNER S. 4: PANDION AG S.11: Urban Agency / NORD Architects A/s S.19: Kister scheithauer gross/ Rainer schmidt landschaftsarchitekten S.26: Cityförster / Urbanegestalt S.34: ASTOC / club l94 Landschaftsarchitekten S.40: Teleinternetcafe / treibhaus landschaftsarchitektur 11 Beteiligung zur ZwischenpräsentationBeteiligung zur Zwischenpräsentation SEITEN 5 - 10 5 - 10 22 Online -BeteiligungOnline -Beteiligung SEITEN 11 - 4511 - 45 33 Beteiligung der analogen Ausstellung Beteiligung der analogen Ausstellung SEITEN 46 - 4746 - 47 44 Weitere Anregungen (per Mail)Weitere Anregungen (per Mail) SEITEN 48 - 5248 - 52 Seite 3Max Becker-Areal – Ein neues Stadtquartier für Köln Inhalt Seite 4Max Becker-Areal – Ein neues Stadtquartier für Köln Seite 5Max Becker-Areal – Ein neues Stadtquartier für Köln Protokoll der Veranstaltung Beteiligung zur Beteiligung zur Zwischenpräsentation Zwischenpräsentation 1 1 Datum: 23.07.2022 Uhrzeit: 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr Ort: Rufffac tory, Köln Format: P räsenzveranstaltung 18.30 Uhr B egrüßung 18.35 Uhr I nformation F ormat und Ablauf der Veranstaltung 18:40 Uhr I nformation zum Spaziergang an den Boxen 18:45 Uhr Disk ussion und Spaziergang 19:45 Uhr Er kenntnis: Zusammenfassung PlanerInnen 20:00 Uhr F azit, Ausblick und Abschied Seite 6Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Öffentlichkeitsveranstaltung 23. Juni 2022 Blau-grüne Archi-tektur Urban Agency / NORD ArchitectsUrban Agency / NORD Architects Die BürgerInnen überzeugte bei diesem Entwurf der Umgang mit Mobilität. Dabei stach insbesondere die geplante Mobilstation hervor sowie der Umgang mit dem ruhendem Verkehr. Des weiteren gefiel der Bür- gerschaft das Konzept der blau-grünen Architektur in Verbindung mit der Kleinteiligkeit und Lockerheit der Bebauung innerhalb des Plangebiets. Trotzdem wur- den Grünflächen und Grünverbindungen als fehlend betrachtet. Anregungen gab es auch zu Verbindun - gen des Gebiets mit der Umgebung besonders im Hinblick auf den Radverkehr. Zusätzlich wurde sich gewünscht, dass die Bestandsbäume erhalten wer - den. GUT GEFÄLLT MIR? MIR FEHLT NOCH? Kleinteiligkeit „Ehrenfelder Cha- rakter“ Das Lernzentrum (inkl. Freizeitanla- gen) Mobilstationen sind sehr gut Bitte Grünanbindung über Brücke Maarweg noch grüner gestal- ten Mehr Grünflächen Lockere und pro- gressive Bebauung Architektonisch super durchdacht + zeitgemäß Super Entwurf! Parkhaus, Spielflä- chen auf dem Dach… Nachhaltigkeit, Grün- Blaue Architektur WEITERE ANREGUNGEN? Gut Mobilitätsstatio- nen direkt von der Hauptstraße Nordwesten vom Gasbehälter: Öffnung zum Übergang wäre sinnvoll (Richtung Brücke) Alten Baumbestand be -wahren Die beiden südlichen Fahrradwege mit Querung Maarweg „funktioniert nicht“ = keine echt Trasse Tolles Konzept! Kleinteiligkeit der Wohnbebauung (fest topogra- phisch) sehr span - nend! Seite 7Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Öffentlichkeitsveranstaltung 23. Juni 2022 Kister scheithauer gross / Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt LandschaftsarchitektenRainer Schmidt Landschaftsarchitekten BürgerInnen schätzten die Begrünung der Fuß- und Radtrasse im Norden des Plangebiets, welche als attraktiv gestaltet bezeichnet wurde. Des weiteren wurde positiv hervorgehoben, dass der Entwurf den Kugelgasbehälter im Plangebiet erhält und innerhalb der großen Grünfläche freistellt. Die BürgerInnen vor Ort wünschten sich jedoch mehr Raum für Kultur und dessen sichbarere Gestaltung. Zusätzlich wurde angemerkt, dass die denkmalge - schützten Häuser auf der Widdersdorfer Str. nicht von Neubebauung verdeckt werden sollten. Anregungen gab es für diesen Entwurf im Bezug zum MIV. Dabei wurde vorgeschlagen, den MIV im Quar - tier weiter zu minimieren und eine reduzierte Anzahl an Tiefgaragen zu planen. Fuß- und Radtrasse entlang der Gleise GRÜN = attraktiv gestaltet: sehr gut! GUT GEFÄLLT MIR? MIR FEHLT NOCH? WEITERE ANREGUNGEN? Schöne Freistel- lung des Gasbe- hälters An die Denkmalhäu - ser Widdersdorfer Str. muss die Höhe der Nachbarhäuser niedriger werden. V+IV Mehr Kulturraum (sichtbarer ge- stalten) Zu viel MIV im Quartier: weniger TGs Seite 8Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Öffentlichkeitsveranstaltung 23. Juni 2022 cityförster / urbanegestaltcityförster / urbanegestalt Das Team cityförster und urbanegestalt punktete vornehmlich mit dem reduziertem MIV innerhalb des Quartiers. Dabei gefiel den BürgerInnen der Vorrang des Fuß- und Radverkehrs vor dem motorisierten Verkehr. Zusätzlich wurde bemerkt, dass der Entwurf weniger Tiefgaragen und somit „unterbaute“ Fläche vorzuweisen habe. Dies wurde als positiver Aspekt insbesondere für die Begrünung des Quartiers auf - gefasst. Es wurde sich gewünscht, dass eine direkte Fußwegeverbindung zwischen dem Plangebiet und der westlichen Bahnstation entsteht. Überdies fehlte den BürgerInnen Wasserflächen in der Planung, um die klimatischen Bedinungen innerhalb des Plan- gebiets zu verbessern. Es wurde weiterhin kritisiert, dass der Kugelgasbehälter durch die Planung ver - deckt sei. Im Punkto Anregungen beschäftigten sich die BürgerInnen unter anderem mit der Planung des Umspannwerks. Dabei wurde angeregt, dass dieses am jetzigen Standort gelassen werden sollte. Gleich- zeitig fragte sich ein/e ander/e BürgerIn was mit dem Raum des Umspannwerks passiert und warum dieser oberirdisch geplant ist. Weiterhin wurden sich klein - teilige Wohnkonzepte mit Gemeinschaftseinrich - tungen gewünscht. Der Standort der Schule wurde außerdem disskutiert wobei ein dezentraler Standort vorgeschlagen wurde. GUT GEFÄLLT MIR? MIR FEHLT NOCH? WEITERE ANREGUNGEN? Weniger MIV im Quartier = gut Vorrang von Fuß- und Radverkehr vor Shuttle: Effi - zienz zählt! wenig „unterbaute Fläche“ = mehr grün Wasserflächen fürs Stadtklima Direkte Fußverbin- dung Gebiet & westl. Bahnstation durch das Gewerbegebiet durch Der Gaskugelbe- hälter wird von Häusern verdeckt, freistellen Schulbau zu de- zentralen Lernort Kleinteilig wohnen und mit Gemein- schaftseinrichtungen Umspannwerk oberirdisch? Was passiert mit dem Raum? Umspannwerk am Ort lassen Seite 9Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Öffentlichkeitsveranstaltung 23. Juni 2022 ASTOC / club L94 LandschaftarchitektenASTOC / club L94 Landschaftarchitekten Dieser Entwurf wurde insbesondere für seinen „grü - nen Balkon“ geschätzt, welcher als Teil einer Grünver- bindung das Gebiet aufwerte. Des Weiteren wurde der freie Blick zum Uhrenhaus von der Widdersdorfer Str. hervorgehoben, da dieser Entwurf dies als einzi - ger berücksichtigt hätte. Nichtsdestrotrotz fehlte der BürgerInnen mehr Raum für Kultur. Weiterhin wurde als Anregung das Fehlen von Wasserflächen ange - sprochen. Dabei war der Vorschlag, die geplanten grünen Grachten umzufunktionieren, um Wasserflä - chen zu ergänzen. GUT GEFÄLLT MIR? MIR FEHLT NOCH? WEITERE ANREGUNGEN? Kulturraum + „Ju - gendpark“ in Nähe zum „Grünen Bal - kon“ Grüne Grachten? Kann es die auch mit Wasser ge- ben? Einziger Entwurf mit freiem Blick zum Uhrenhaus (von Widdersdor -fer Str.) „Grüner Balkon“: un - terstützt die Grün - verbindung Seite 10Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Öffentlichkeitsveranstaltung 23. Juni 2022 MIR FEHLT NOCH? WEITERE ANREGUNGEN? Soziale Kontrolle Gleisseite Mehr Kultur + mehr Bäume + Spielplätze + Durchbrüch und alter Baumbestand noch ein Kultur- raum Schön wäre „Selbst-versorger-Flächen“, Gewächshaus für Winter Außenfläche für Sommer Grüner Wohnhof? Was denn aus? Mehr Grün als wo + wie mehr grün? Das Hochhaus nimmt den Blick auf den Kugel- glasbehälter weg Was passiet im Freiraum? Pro- gramm? Nutzung Freiraum keine große Hun- dewiese Konzepte Klimaanpassung + Klimaschutz / FE ? Gleisbogen greift alte Struktur auf und lockert die Wegbeziehungen auf Schule Lage + Sport- halle + Freiflächen + Gleise Abgerundete We- geführung / Gebäudegestal- tung Quartiersge- fühl hoch Very interesting green space GUT GEFÄLLT MIR? Teleinternetcafe / treibhaus Landschaftsarchitek-Teleinternetcafe / treibhaus Landschaftsarchitek- turtur Bei diesem Entwurf wurde der Gleisbogen, wel - cher die ursprüngliche Struktur aufweist, gelobt. Es gefiel vornehmlich die daraus resultierende Ge- bäudegestaltung und das Quartiersgefühl wurde als hoch eingeschätzt. Darüber hinaus wurden die Grün- und Freiflächen positiv hervorgehoben. Defizite sahen die BürgerInnen bei der Bespielung der großen Freiräume. Sie wünschten sich unter - schiedliche Nutzungen und mehr Bepflanzung. Die Bürgerschaft bemängelte außerdem, dass nicht genug Kulturraum zur Verfügung stünde. Des Weiteren wurde ein Klimaschutz- bzw. Klima- anpassungskonzept gefordert. Anregung erhielt das Team für die Bespielung ih - rer geplanten Grünflächen. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass der Kugelgasbehälter, welcher prägend für das Plangebiet ist, durch die Bebaung verdeckt würde. Seite 11Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung URBAN AGENCY / NORD ARCHITECTS A/S 1 Onlinebeteiligung 1 Onlinebeteiligung Seite 12Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Die nachfolgend dokumentierten Kommentare wur - den über die Kommentarfunktion der zur Verfügung gestellten Online-Plattform eingebracht und im Nachgang thematisch gruppiert. Diese Sortierung dient der leichteren Auffindbarkeit; sie bildet daher aber nicht mehr die Reihenfolge des Eingangs der Beiträge ab. Die Fragen wurden lediglich redaktio - nell, falls erforderlich, verändert. Kleinteiligkeit Mir gefällt die angedeutete Kleinteiligkeit der Gebäu- de gut, das fördert Abwechslung. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Bebauung dadurch insgesamt nicht zu vorstädtisch wirkt, sondern einen für diese noch recht zentrale Lage angemessenen metropolisch-städtischen Charakter erhält. Dies kann meiner Meinung nach durch eine höhere Geschos - sanzahl, starke Nutzungsmischung und straßennahe Bebauung ohne große Abstandsgrünflächen erreicht werden. Positiv hervorheben möchte ich noch die Dachflä- chen, die von schnöden Flachdächern abweichen. Kommentare zum Beitrag: Hochhäuser sind des faulen Architekten Antwort auf die Frage nach Dichte Halten wir uns gern in Häuserschluchten auf? Woh - nen wir gern direkt an der Straße, „ohne große Ab - standsgrünfläche“? Sicher nicht. Genau das sind doch die Mankos der 08/15 Neubausiedlungen im innerstädtischen Bereich. Dort will man sich nicht aufhalten, dort geht man nur schlafen. Der Mensch liebt es kleinteilig und verwinkelt und grün, monumentale Gebäude sind doch nur aus der Vogelperspektive schön. Die Dänen haben das längst begriffen. Ich lege jedem die Schriften und Interviews mit dem Architekten und Stadtplaner Jan Gehl ans Herz. Auch die Überschrift ist ein Zitat von ihm. Siehe: https://www.brandeins.de/magazine/ brand-eins-wirtschaftsmagazin/2014/genuss/die- menschen-in-bewegung-setzen Unangemessene Kleinteiligkeit Ich finde die Kleinteiligkeit, also die vielen kleinen und freistehenden Baukörper in einer solchen Lage fehl am Platz und würde mir eine deutliche Verdich - tung wünschen. Zeitgerechte Version eines lebenswerten Quartiers Mir gefällt gut, dass hier alternative Ansätze für aktu- elle Herausforderungen gefunden wurden, nicht nur Funktionsbauten: gemischte, lockere Topologie der Häuser keine flächendeckende Versiegelung für Tiefgaragen, - sondern nur an den Rändern bzw. oberirdisch ermöglicht viel Grün mit richtigen (tiefwurzelnden) Bäumen und Wasser (!); hier wurde die Klimaverände- rung mal mitgedacht Die kleinen Zentren lassen ein lebenswertes und be - lebtes Quartier erwarten, gegenüber aktuell geplan - ten Wohn- bzw. Büroghettos. Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig Zu einem Zentrum eines Wohnquartiers gehört eine Kirche mit ihren sozialen Einrichtungen. Damit kann sich das Quatiersleben rund um den Kirchturm aran - gieren. Die Mehrheit der Menschen finden eine tra- ditionelle Raumstruktur mit einem Zentrum lebens- und liebenswert. 4 0 3 Städtebauliche Gestaltung 7 0 5 3 0 5 Seite 13Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Es ist ein lebenswertes Viertel zu erwarten, dass viel - leicht auch Nachbarn anziehen wird. Dazu wäre es schön, wenn eine Verbindung über/ unter die Gleise zum neuen Wohngebiet Alter Güter- bahnhof“ in Ehrenfeld ermöglicht wird. Nach Süden hin, jenseits der Widdersdorfer Str., Richtung Brauns- feld würde sich eine Anbindung zum geplanten Fuß-/ Radweg anbieten. Damit wäre das Areal auch abseits der Hauptver - kehrsstraßen zu Fuß / mit dem Rad erreichbar. Zu wenig Straßen Es ist ganz im Zeitgeist, Fahrradwege und Fußwege zu planen. Aber Wocheneinkäufe, Möbel, Getränke - kisten mit Glasflaschen, Umzugskartons, Handwer - kermaterial, Koffer für den Jahresurlaub, Postpakete etc. tragen sich nicht von alleine. Auch Lastenräder sind nur bedingt hilfreich. Also wo können die Au- tos den Bewohnern die Lasten abnehmen? Wo sind die Parkplätze für Besucher? Wo sind die Parkplätze für die Handwerker und Lieferdienste? Wo können die Krankentransportwagen die Notleidenden auf - nehmen? Wo können Pflegebedürftige ihren Behin - dertenfahrdienst finden? Die Häuser sind zu wenig durch Straßen erschlossen. Tiefgaragen können das Problem nicht lösen. Einziger Entwurf ohne Tiefgaragen! Dieser Wettbewerbsbeitrag ist der einzige, der auf Tiefgaragen vollständig verzichtet. Grün kan daher auch zwischen den Gebäuden richtig groß werden. Und die Bewohner werden den Straßenraum bele - ben, weil sie *nicht* aus der TG direkt mit dem Auf- zug in die Wohnung fahren können. Auch wird von großen, eher privaten Innenhöfe abgesehen, so dass das Leben im Viertel für alle sichtbar wird. Verkehr und Mobilität Verkehrskonzept sehr fortschrittlich, passt zu Ehren- feld! Mir gefällt, dass der Autoverkehr weitgehend aus dem Plangebiet herausgehalten wird und das Par - ken in mehreren Mobilitätshubs gebündelt wird. Der Fuß- und Radverkehr kann das Gebiet hingegen pas- sieren. Dies finde ich passt sehr gut zu Ehrenfeld als Stadtteil mit dem meisten Radverkehr in ganz Köln. Die Fahrradstraße als Ost-West-Verbindung finde ich top! Auch die angedachte Unterführung zum Güter - bahnhofgelände ist wichtig für den Rad- und Fußver- kehr. Für mich wirkt der Entwurf sehr abwechslungs- reich. Auch die belebten Dachlandschaften sind eine schöne Idee und wären toll, wenn diese umgesetzt werden würden. Auf den Dächern der Stadt befindet sich allgemein noch so viel Potential zur Nutzung. Walk- Ability Die Möglichkeit, einen einfachen, schnellen und be - quemen Fußweg anzutreten, ist viel wichtiger für den Mensch und die Umwelt, als unnötig breite Straßen. Indem Fußwege durchs Grün verlaufen, ist es wahr - scheinlicher, dass Bewohner und Besucher sich eher für einen Spaziergang entscheiden. Platzierung Mobiltätsstationen Die Mobilitätsstationen sollten so platziert sein, dass möglichst wenig oder gar kein MIV in das Quartier einfahren muss (Maarweg/Widdersdorfer Str.). Dies trifft bisher nicht auf alle Stationen zu bzw. sie könn- ten noch weiter an den Rand des Quartiers rücken. Anbindung an Alten Güterbahnhof und Braunsfeld 8 0 2 5 0 1 5 0 1 3 0 0 2 0 2 2 0 2 Seite 14Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung gebaut? Hier kann der Kindergarten ebenso sein, wie der Treffpunkt für die Anwohner. Vielleicht wollen sogar die katholische und evangelische Kirche ein gemeinsames Gebäude errichten. Die Kirchen bieten viele soziale Dienste, die dem gemischten Niveau der Siedlung dienlich sein können. Daher ist eine Kirche unabdingbar. Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig Kirchen und ihre sozialen Einrichtungen sind elemen- tar für ein gutes Zusammenleben, städtische Einrich- tungen sind damit überflüssig Kein Platz an Kirchen verschwenden Kirchen sind leider völlig aus der Zeit gefallen. Es gibt schon genug leerstehende Kirchen und deren da - zugehörigen Einrichtungen, die nicht mehr instand gehalten werden. Kirchen und ihre dazugehörigen Einrichtungen erfüllen immer weniger ihren ehema - ligen Zweck und es ist abzusehen, dass dieser Zweck auch in Zukunft nicht erfüllt wird. Leider haben die Kirchen sehr stark dazu beigetragen sich selbst ob - solet zu machen und die staatlichen Einrichtungen müssen dies auffangen. Es darf daher kein wertvoller Platz an Kirchen verschwendet werden. Kein Kirchenbedarf Gerade bei der steigenden Anzahl an Kirchenaustrit - ten, sowohl in der katholischen wie evangelischen Kirche, sehe ich keinen Sinn darin, hier den Neubau einer Kirche zu berücksichtigen. Die wenigen inner - städtischen Flächen sollten unbedingt zielgerichtet genutzt und überplant werden. Zudem gibt es mehr als genug private Träger, um Themen wie Kitas und eine Jugendeinrichtung zu betreiben und zu bewirt - schaften. Kirchen sind wichtig Gerade die steigenden Kirchenaustritte machen es Kulturzentrum und allgemeine städtebauliche Struk- tur/Wegeführung Dieser Entwurf von Urban Agency mit NORD Ar - chitects A/S zusammen gefällt mir wirklich sehr gut. Mit seiner Kleinteiligkeit und den unterschiedlichen Gebäudetypologien, die dennoch ein stimmiges Bild insgesamt abgeben, wird Raum für unterschiedliche Nutzergruppen geschaffen. Spannend finde ich auch die Wegeverbindung zwi - schen dem Kugelgasbehälter und dem Uhrenhaus. Hier kann ich mir ebenfalls zusätzlich zu dem neu ge- planten Kulturzentrum im Nordosten des Quartiers weitere kulturelle Nutzungen und kulturelle Außen- bespielungen vorstellen. Auch die angedachte Unterführung nach Norden in das Quartier „Ehrenveedel“ sehe ich als super sinnvoll an und könnte mir hier auch eine neue S-Bahn Halte- stelle vorstellen. Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig Zu unserer Kultur gehören Kirchen mit ihrem sozialen und kulturellen Angebot, ein Kulturzentrum und wei- teren Kulturräume sind wohl etwas zuviel. Dachgärten Bitte Dachgärten für die Bewohner, aber auch von außen zugängliche Dachterrassen (mit vorangeleg- ter Begrünungsmöglichkeit) für Restaurants. Wo ist die Kirche? Es werden Handwerker, Handel und öffentliche Ein- richtungen eingeplant. Das ist sehr gut. Auch ein So - ziales Zentrum soll es geben. Aber wo wird die Kirche Nutzungen 2 0 4 1 0 1 2 0 3 Seite 15Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Baumbestand erhalten Ich finde es klasse, dass der vorhandene Baumbe - stand erhalten wird. Das macht den Charme für Spa- ziergänge in der Parklandschaft aus. Große Wiese Mir fehlt in diesem Entwurf eine ausgedehnte Wie - se mit einem großen Spielplatz als Treffpunkt für die Kinder des Quartiers. Diese „informellen“ Spielgeräte in den Innenhöfen sind bei den Pänz nicht sehr be - liebt, weil sie da oft alleine sind. Hier erkenne ich nur drei größere grüne Freiflächen und die gehören ent - weder zum Kindergarten oder zu den alten Villen. Hochhaussiedlung? Wurde die Lärmschutzmauer im Ehrenveedel noch als monströs wahrgenommen (12,5m), plant man nun auf der anderen Seite ein 18 stöckiges Hochhaus (ca. 60m) und eine „Lärmschutzwand“ aus Gewer - beimmobilien die mit 7 bis 15 Stockwerken deutlich das Ehrenveedel mit seinen 5 Stockwerken über - ragen wird. In direkter Nachbarschaft ist schon das nächste Projekt geplant (The Wid, The Two) welches scheinbar ebenfalls >10 Stockwerke haben soll. Zum Vergleich: Die Kranhäuser haben 17 Stockwerke. Hier ein Link zu einem Architekturforum: https://www.skyscrapercity.com/threads/ k%C3%B6ln-the-wid.2308273/ Auch bei DHL und bei Thyssen sind weitere Hochhäu- ser in der Planung. Im Rahmenplanungbeirat Brauns- feld/Ehrenfeld sprach man von quasi bereits 9 neuen gesetzten Hochhäusern im Gebiet Ehrenfeld/Brauns- feld. notwendig, den menschen ein Angebot zu machen, dass direkt vor der eigenen Haustüre liegt. Warum nicht den Versuch machen, dass katholische und evangelische Kirche ein gemeinsames Gotteshaus bauen und betreiben. Denn eine Kirche kann ebenso wie Grünflächen, Marktplätze, Cafe´s ein Ort der Er - holung und Ruhe sein. Daher ist eine Kirche zielge - richtet auf die Erlebnisqualität eines Quartiers. Oder wollte jemand bestreiten, dass der Kölner Dom nicht eine besondere Qualität und Wirkung für unsere Stadt hat? Kirchen sind wichtig Kirchen sind immer noch sehr wichtig für die Men - schen, die an Gott glauben. Und es sind immer noch ca. 50% der Deutschen in den Kirchen verankert. Auch ist es falsch, dass Kirchen nicht gepflegt und in Schuss gehalten werden. Erst vor kurzem wurde St. Josef in Ehrenfeld an der Venloerstr. aufwendig re - noviert. Die kommunalen Einrichtungen können die Funktion der Kirchen nicht auffangen, da die Stadt Köln dafür kein Geld hat. Von einer Verschwendung von wertvollem Raum zu sprechen, wenn man den Gläubigen eine Kirche anbieten entlarvt die geistige Haltung des Kommentators. Kirchen sind und blei - ben Kulturgut. Wer hier von obsolet spricht, für den ist auch unsere kulturelle Wurzel unbekannt. Schwammstadt Die Berücksichtung des Regenwassers und das Rück- halten im Quartier ist in Zeiten des Klimawandels ab- solut notwendig. Auch die privaten und öffentlichen Grünflächen machen hier einen großzügigen und vernetzten Eindruck, sowohl innerhalb als auch mit den Strukturen außerhalb des Quartiers. Auch der „grüne Radweg“ entlang der Bahntrasse gefällt mir. 10 0 2 5 0 0 Sonstiges / Verschiedenes 4 0 3 5 0 0 Seite 16Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Ihre Moderation Was macht das Höhenkonzept für die innere Stadt? Nach einer Auftaktveranstaltung ist es ruhig gewor - den um das „Höhenkonzept für die Innere Stadt“ (= bis zum Äußeren Grüngürtel). Wann wird der Entwurf mit den Bürgern in den betroffenen Vierteln und den Initiativen diskutiert? Wie der Vor-Redende zutref - fend festgestellt hat, findet zwischen Bahndamm und Aachener Straße derzeit eine Entwicklung hin zu „Downtown Ehrenfeld“ statt - die Stadtgesellschaft diskutiert darüber aber (noch) nicht ... Sieht grüner aus als es ist Der Plan sieht auf den ersten Blick sehr grün und sehr ansprechend aus. Schaut man sich aber im Plan be - reits bestehende Gebäude und realisierte Projekte an (z.B. das Ehrenveedel im Norden), fällt auf, dass zwi- schen den vielen kleinteiligen Gebäuden nur recht wenig Platz ist. Die Innenhöfe im Ehrenveedel (einer davon bereits realisiert und begehbar) sind wirklich nicht riesig angelegt, wirken auf dem Plan im Ver - gleich aber schon fast parkähnlich. Insbesondere bei der „großen“ Grünfläche als Mittelpunkt des Gebiets ist fraglich, wie viel Grünfläche am Ende wirklich üb - rigbleibt. Auch die Wege zwischen den Gebäuden wirken sehr idyllisch, können jedoch nicht sehr breit sein, dennoch sind hier oberirdische Parkplätze ge - plant. Ebenso empfinde ich die Gebäudehöhen als unaus - geglichen. Im Vergleich niedrige (Wohn-)Gebäude vor den (teils) sehr hohen „Schallschutzbauten“ wir - ken auf mich ungemütlich und weniger einladend, außerdem werden Wohnen und gewerbliche Nut - zung aufgrunddessen (auch optisch) zu stark ge - trennt. Dies fällt auf dem Foto des Modells deutlich auf, andere Modelle sehen wesentlich stimmiger aus und lassen nicht auf den ersten Blick die klaren Berei- che wie Wohnen und Gewerbe etc erkennen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Höhenkon- zept bzw. diese ausufernde Höhe in der bisherigen Bürgerbeteiligung Thema war. Auch war dies kein Wunsch oder Identifikationsmerkmal, welches die Bürger dem Gebiet zugeschrieben haben. Ich schreibe den Kommentar hier, da dieser Entwurf das höchste Gebäude vorsieht und es leider keine allgemeine Kommentarfunktion gibt. Kommentare zum Beitrag: Nachverdichtung gegen Zersiedlung Ich finde den Bau von Hochhäusern eigentlich be - grüßenswert. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir, wenn wir zusammenhängende Naturflächen erhalten oder ausbauen wollen, mehr auf Nachver - dichtung in den Stadtgebieten setzen müssen. Die Alternative wäre die fortschreitende Zersiedelung der Landschaften im Umland, weil die Menschen letztendlich irgendwo wohnen müssen. Gerade bei der momentan akuten Flächenknappheit und -kon- kurrenz sind Hochhäuser doch eine gute Lösung, da auf einer kleinen Grundfläche viel Wohnraum (oder andere Nutzflächen) bereitgestellt werden können. Ich bin mir sicher, dass schlanke Hochhäuser auch ein ganz anderes Raumgefühl erzeugen, als eine meh - rere hundert Meter lange Lärmschutzwand. Mit der richtigen Architektur können sie nach meiner Über - zeugung sogar viel Positives zur Atmosphäre einer Großstadt beitragen. Immerhin haben wir doch mit Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands, die „Me - tropole des Westens“ - das darf man auch gerne mal im Stadtbild sehen. Antwort der Moderation: Unter der Kategorie https://www.dialog-max-becker-areal.de/dito/explo- re?action=lukjournalshow&id=88 können Sie allge - meine Kommentare Lob & Kritikplatzieren. 3 0 2 Seite 17Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung aber bereits angemerkt wurden, enden diese klei - nen Grünflächen leider oft in ungepflegten und auch ökologisch nicht unbedingt wertvollen Zuständen oder dienen als reines Abstandsgrün, was ich in die - ser urbanen Lage als unpassend erachte. Gut umgesetzt hätte ich dagegen also gar nichts ein- zuwenden, nur fehlt mir da der Glaube dran. Jedes Grün ist wertvoll Ich verstehe nicht, wie man sich in Zeiten des Kli - manotstands negativ gegenüber „Wildwuchs“ äu- ßern kann. Jedes Bisschen nicht versiegelte Fläche ist wertvoll – und sei es, weil dadurch das Wasser bei Starkregen versickern kann. Der beste Entwurf! Ganz klar der beste Entwurf, weil er nicht wie die an - deren Entwürfe der Investoren freundlichen Logik großer (im Ergebnis toter) Blöcke mit maximaler Brut- tofläche folgt (als abschreckendes Beispiel sei hier das furchtbare Neubaugebiet auf dem ehemaligen Gütergelände/Jack in the Box in Ehrenfeld genannt) - hier geht es um den Versuch, Organik herzustellen, damit am Ende auch Leben einzieht. Die Skandina - vier wissen, wie es geht! S.h. Deutzer Hafen! Die deut- schen Büros sind in der Breite nur kalt und technokra- tisch. Unbedingt auswählen! Welche Funktion hat der Gasspeicher? Sie haben den Gasspeicher eingeplant. Eine Metall - kugel ist sicherlich ein Hingucker. Aber er nimmt auch viel Platz weg, den man sicherlich besser nut - zen könnte. Wenn aber der Gasspeicher wieder seine Funktion ausüben könnte und wieder Gas speichern würde, dann könnte der Hingucker auch einen Nut - zen haben. Warum werden die Photovoltaikanlagen auf den Dächern nicht zur Produktion von Wasser - Die Idee der Schwammstadt gefällt mir. Der Entwurf will zuviel von Allem Zu unruhig. Der Entwurf versucht zwanghaft allen Anforderungen gerecht zu werden und verzettelt sich in Beliebigkeit. Wer pflegt das Grün? Was ungepflegte Grünanlagen bewirken sieht man an diversen Stellen in Köln. Ich empfehle daher klare Strukturen und einen Park und begrünte Dächer und Straßenbäume, statt diesen wildwuchs zwischen den Gebäuden. Kommentare zum Beitrag: Für mehr Grün - nicht nur in Parkanlagen! Interessant wie unterschiedlich die Meinungen bei so einem Punkt sein können. Super das wir hier das Forum bekommen uns darüber auszutauschen. Ich finde es toll und wichtig für die Städte von mor - gen wenn man nicht nur im Park auf Grünflächen stößt, sondern sich das Grün mit in die Straßen zieht und nicht nur in Form von kleinen Parkplatz Abtren - nungen mit drei Grashalmen. Selbst Stadtbewohner freuen sich doch über ein bisschen Grün vor der ei- genen Tür. Große Parkanlagen sind toll für jede Stadt keine Fra - ge, aber mehr Grün im Alltag, auf dem Weg zur Kita oder zum Job würde mich persönlich sehr freuen. Ich finde das einen wichtigen und richtigen Ansatz! Dilemma Der Ursprungskommentar stammt nicht von mir, aber darauf würde ich gerne eingehen. Prinzipiell finde auch ich es schön, wenn Grün an möglichst vielen Stellen der Stadt Einzug erhält. Wie 2 0 1 8 0 8 1 0 0 3 0 2 Seite 18Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Die drei urbanen Knotenpunkte, Kultur- und Hand - werksviertel, Kulturzentrum, Natur- und Innovations- viertel, Klimaviertel gruppiert um den zentralen Park, der noch mehr Raum einnehmen sollte, bilden einen überzeugenden Entwurf. Verschiedene Themen Bilanzierung der Grünflächen und Bäume Wie viel Grünfläche entsteht (ohne Spiel- und Sport - flächen)? Wie viele Bäume müssen laut Entwurf ge - fällt werden und gepflanzt werden (z. B. als Ausgleich für Parkflächen)? Wie viele von den Bäumen können wirklich gepflanzt werden? Wie viel der Fläche ist unterbaut? Nachhaltiges Bau- en sollte an erster Stelle stehen, z. B. Holzbauweise, Recycling von Materialien, örtliche Gegebenheiten mit in die neuen Strukturen einfließen lassen, wurde das im Entwurf beachtet? Wenn ja, gerne noch kennt- licher machen. Wie ist die Verschattung durch die Gebäude zu den unterschiedlichen Jahreszeiten, vor allem im Dezem- ber/Januar? Verkehr: Kenntlich machen welche Ver - bindungen wirklich umsetzbar sind und welche eine Art „Wunschvorstellung“ darstellen. Kleinteiligkeit muss erhalten bleiben bei dem Ent - wurf! Gerne noch verschachtelter, grüner; dadurch steigt die Wohn- und Aufenthaltsqualität Quartiergaragen möglichst erhalten, um wenig un- terbaute Flächen zu haben Verhältnis Wohnen/Ge - werbe: bei den gewünschten 60 zu 40? Wo kann das produzierende (Klein-)Gewerbe verortet werden? Antwort der Moderation: Das sind alles Fragen die in der 2. Phase des Wetteb - werb und im weiteren Projektablauf beantwortet werden. Die Vorgaben für den Wettbewerb und die Aufagebstellung finden Sie hier: https://www.stadt- koeln.de/artikel/69880/index.html stoff genutzt und dieser in diesem Speicher gegela - gert. Gerade hat die Rheinenergie mit der Deutz AG ein Pilotprojekt mit einem Gasgenerator begonnen, um in Flautezeiten Strom produzieren zu können. Auch Blockheizkraftwerke in den Häusern könnten damit betrtieben werden. Hier ist mir noch zu wenig Nachhaltigkeit im Entwurf zu sehen!!! Drei urbane Knotenpunkte überzeugen Gut: Der kleinteilige Wechsel der Gebäudehöhen ist wohl- tuend. Den Industriedenkmalen wird angemessener Raum gelassen. Die kleinen Baufelder lassen eine gute Nutzungsmi - schung und vielfältige Wohnformen zu. Es werden Baugruppen und preisgedämpftes Wohnen vorgese- hen. Mit nur einer Straße für PKW, zwei Parkhäusern und 2 Plätzen wird den Fußgängern genügend Raum ge - lassen. Das Rad-/Fußwegenetz berücksichtigt die Anschlüs- se in der Umgebung und unterquert die Bahn nach Norden. Die aufgeweiteten grünen Wege sind gut, können aber breiter und parkähnlicher werden. Weitere Anregungen: Die Gaskugel muss sichtbarer nach außen werden. Weniger Tiefgaragen, besser Parkhäuser, die später umgenutzt werden können. Tiefgaragen sind nicht mehr zeitgerecht, können schwer umgenutzt werden und behindern die dringend erforderliche Mobilitäts- wende. Fazit: Obwohl Dichte und Geschosshöhen (wie in allen Ent- würfen) viel zu hoch sind, ist dieser Entwurf zukunfts- fähig und bietet hinsichtlich Nutzungsmischung, Wohnformen, Mobilität und Klima ein gutes Poten - tial. 0 0 0 0 0 0 Seite 19Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung KISTER SCHEITHAUER GROSS / RAINER SCHMIDT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Seite 20Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Blockrandstrukturen Blockrandbebauung und Gebäudehöhen (entlang der Bahntrasse ggf. noch 1-2 Stockwerke mehr als Schallschutz?) sehen angemessen aus. Die Bebauung an der Ecke Maarweg / Widdersdorfer Str. könnte ggf. noch in Hinblick auf verbesserte Urbanität angepasst werden: Ein markantes, beidseitig straßenbegleiten - des Eckgebäude mit Erdgeschossnutzungen statt der Mauer entlang der Widdersdorfer Straße. Sehr gelungen wirkt die Integration des Uhrenhau - ses mit dem Platz und dem kleinen Hochpunkt an der Ostseite! Hier bietet sich vielleicht auch ein kleiner Brunnen oder ein Wasserspiel an? Evtl. noch ein paar andere Dachformen als ausschließ- lich Flachdächer zur Auflockerung? Somit wird sich das Max Becker-Areal in die Gesamt - planung für die Weststadt eingliedern und ist ein zentraler Baustein im Zielbild für die Weststadt. Offene Blockstrukturen Gute Blockstruktur mit offenen Höfen. Finde die Grünräume vernetzten sich hier gut. Die Lage des Schulgebäudes ist gut gewählt. Der zentrale Zu - gang über die Widdersdorfer erscheint sehr logisch. Die Höhenentwicklung könnte besser ausgearbeitet werden. Ausgewogene Ausnutzung der Flächen Insgesamt eine gute Arbeit. Besonders gut gefällt midie angemesse „Dichte“ . Dies erscheint mir im Ver- hältnis zu den anderen Entwürfen besonders nach- haltig. In der heutigen Zeit ist eine ausgewogene Städtebauliche Gestaltung 11 0 2 9 0 1 10 0 2 Seite 21Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung „Ausnutzung“ der Flächen für Wohnraum besonders zu bewerten. Gute Dichte Mir gefällt ebenfalls die geplante Dichte und die kla - ren Raumkanten! So wird eine urbane Atmosphäre geschaffen. Zu große städtebauliche Gesamtstruktur/Druchque - rung Nord-Süd Mir gefällt an dem Entwurf der großflächige Park um den Kugelgasbehälter, jedoch geht dies zu Lasten ei- ner möglichen kleinteiligeren städtebaulichen Struk- tur. Für mich persönlich hat der Entwurf eine zu gro - ße und dichte städtebauliche Gesamtstruktur. Aus Lärmschutzgründen sind die längeren Gebäude - strukturen zur nördlichen Bahnseite eventuell noch verständlich, dennoch wünsche ich mir eine bessere Durchwegung und keine quasi privaten Innenhöfe, die nicht dazu einladen durch das neue Quartier „Max Becker-Areal“ in Nord-Süd Richtung zu durchqueren. Hier wäre ebenfalls eine Unterführung in das Nörd - liche neu geschaffene Quartier „Ehrenveedel“ sinnig um dem Platz im Norden auch eine höhere Bedeu - tung beizumessen. 3D Ansicht erdrückend und nicht korrekt Aus der 3D-Ansicht gewinnt man den Eindruck, dass hier sehr viel Beton auf wenig Raum verbaut wird. Die Blockbebauung wirkt sehr erdrückend. Hitzein - seln aufgrund von dichter Bebauung und schlecher Durchlüftung der Blöcke ist zu erwarten, gerade westlich vom Grünzug. Die einzelnen Blöcke wirken aktuell wie Wagenbur - gen, da sie nur zu einer Seite hin zugänglich sind. Eine bessere Durchwegung währe wünschenswert. Kommentare zum Beitrag: Und wieder... ... droht ein Konglomerat an Wohnkisten - langweilig und öde. Offener Block Mir gefällt die städtebauliche Figur des offenen Blocks im Entwurf sehr gut, gibt dem Straßenraum eine Struktur und lässt gleichzeitig etwas Offenheit zu. Die Eckmarkierungen mit der höheren Bebauung kann ich mir auch gut vorstellen. Insgesamt wirkt der Entwurf aber etwas zu homogen, daher wäre ein Be - reich mit einer kleinteiligeren Struktur vielleicht noch gut. So wünscht man sich ein neues Stück Großstadt Der Entwurf überzeugt durch klare Raumkanten und Baublöcke. Private und ruhige Innenhöfe und gut ge- fasste Plätze und Straßenräume. Klarer Favorit. Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig Kirchen mit ihrem sozialen Angebot sind unabding - bar für eine gelungene Stadtstruktur. Mehr dezentrale Parkplätze statt Tiefgaragen Ich finde es nicht sinnvoll, dass jedes Baufeld/Gebäu- de eine eigene Tiefgarage hat. Wieso nicht mehr de - zentrale Parkmöglichkeiten? Parkpaletten am Quar - tiersrand kann man in Zukunft zurückbauen, wenn Verkehr und Mobilität 9 0 2 4 0 2 3 0 1 9 0 3 10 0 5 Seite 22Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Mobilitätskonzept ausbaufähig / Bebauungstruktur uninspiriert Der Entwurf ist für mich aus Mobilitätssicht lei - der nicht sehr zeitgmäß. Tiefgaragen direkt an den Wohngebäuden werden sehr viel MIV in das Quartier ziehen. Dezentrale Quartiersgaragen sind für solche Quartiere deutlich angebrachter, um PKW-Verkehre zu bündeln und möglichst aus dem Wohnquartier herauszuhalten. So bieten sich viel mehr Möglichkei- ten für eine attraktive Straßenraumgestaltung. Auch führen schon geringe Fußwege zum Parkplatz dazu, dass vielleicht auch eher mal das Fahrrad oder der ÖPNV genutzt wird. Bitte keine Sackgassen Was mir fehlt, ist eine kreative Idee für die Oberflä - chenparkplätze. Der Entwurf präsentiert hier leider nur eine Uralt-Lösung, die an die 60er und 70er Jahre erinnert. Eine Erschschließungsstraße von der links und rechts Sackgassen mit Parkplätzen abgehen. Sol- che Straßen kenne ich nur als öde, unbelebte Räume, die zu viel Fläche versiegeln. Kann man nicht entlang der Bahntrasse eine schmale, langgestreckte Tiefga- rage bauen, auf der oben die Mobilitätsstraße zur S- Bahn Station führt? Ansonsten sollte es im Quartier, außer dem Parkhaus, nur Parkplätze für Menschen mit Handicap geben. S-Bahn-Haltepunkt Mün - gersdorf/Technologiepark und entlang der Fuß-/ Radwegtrasse. Deren schnurgerade Führung entlang der Gleise ist nicht sinnvoll, wenn dadurch der fertige Weg an einer „Rückseite der Stadt“ entlangführt und nicht gerne genutzt wird. sich die Mobilität ändert und man evtl. kaum private PKW mehr hat. Tiefgaragen lassen sich nicht wirklich umnutzen. Kommentare zum Beitrag: Guter Städtebau mit guten Proportionen Ich finde der Entwurf sticht wirlick positiv heraus! Der Städtebau mit den offenen Blöcken garantiert gutes Wohnen im Ehrenfelder-Stil mit guten privaten und öffentlichen Grünräumen! Auch die Abgrenzung zur Bahn funktioniert auch gut.. Bin auf die Grundrisse gespannt. TG+Keller Ich finde auf einen Keller und einen privaten Stell - platz kann nicht verzichtet werden. Ob es nun „Elek - trostellplätze“ sind oder nicht. Oberen Kommentar kann ich nicht nachvollziehen. Vorallem weil die Lage im UG keinen Wohnraum/Grünraum beansprucht wie ein oberirdisches Parkhaus. Für Sammelgaragen Die privaten Stellplätze können auch in einer Quar - tiersgarage dezentral am Rande des Quartiers un - tergebracht werden. Tiefgaragen können in Zukunft nicht mehr zurückgebaut werden und sind auch teu- er zu bauen. Einen Keller kann man natürlich trotz- dem haben. Nur zeigen heutige Projekte eher, dass nicht jedes Gebäude seine eigene TG haben sollte, sondern man dezentral parkt (und somit das Quartier vom Autoverkehr frei hält). Zudem versiegeln Tiefga- ragen auch oft das gesamte Grundstück, da hilft auch eine Begrünung nichts, der Durchfluss zum Grund - wasser ist komplett blockiert. Je Gebäude 1 TG fördert Verödung dezentrale Parkmöglichkeiten beleben das Viertel 10 0 2 6 0 2 Seite 23Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung 9 0 0 Und wieder... ... droht ein Konglomerat an Wohnkisten - langweilig und öde. Bestes Konzept der Verfügbaren Gute Vernetzung der Grünflächen, auch wenn es immer noch zu wenig ist. Bitte mehr Kulturflächen die Stadt Köln benötigt dringend Entwicklungsflächen für viel - fältige Kultur und Veranstaltungen, da die momentane Politik dies systematisch zerstört Freifläche im Westen aufwerten Der Entwurf zeigt leider keine Idee, wie die Freifläche im Westen (und damit der Weg zur S-Bahn-Haltestelle!) so belebt werden kann, dass er auch Abends und Nachts gerne angenommen wird. Uhrenhaus wird erdrückt Durch die hohen Gebäudeblöcke im direkten Um - feld scheint das Uhrenhaus hier nicht zur Geltung zu kommen, auch eine schöne Platzsituation „davor“ scheint damit nicht möglich. Mobilitätskonzept ausbaufähig / Bebauungstruktur uninspiriert Dachgärten Bitte Dachgärten für die Bewohner, aber auch von a Unterführung Mir würde der Entwurf besser gefallen, wenn es auch noch eine Unterführung zum Ehrenveedel auf der andren Seite der Bahnstrecke geben würde. Schlafstadt? Kultur und Gewerbe fehlt: Ehrenfelder Mischung berücksichtigen Die Blockstrukturen erscheinen sinnig, aber Durchnsci - hung fehlt: hier wird einzig BILDUNG (Schule und Kita) als Kultur integriert; „Gewerbe“ ist auf Büronutzung re - duziert: Ehrenfelder Mischung fehlt lem weil die Lage im UG keinen Wohnraum/Grünraum beansprucht wie ein oberirdisches Parkhaus. Kommentare zum Beitrag: Sinnige Blöcke Ich kann die „Brillen“- Formen nicht als sinnig erkennen, sie wirken bereit für große Entwicklungen durch GAG und Pandion, für Wohnblöcke auf Tiefgarage. Dabei formulieren sie ein vorne und hinten, das dann in der Zusammenschau ungeordnet und disharmonisch wirkt. Vorgärten und Gartenstreifchen wirken oldschool- ar - tig. Die Hochpunkte als Entlastung des Programms fin- de ich gelungen, müssen aber auch nicht quadratisch sein. Blockstruktur verhindert echte Nutzungsmischung Durchmischung fehlt: hier wird einzig BILDUNG (Schu - le und Kita) als Kultur integriert; „Gewerbe“ ist auf Bü - ronutzung reduziert. Das entspricht der langweiligen Blockstruktur. Nutzungen Sonstiges / Verschiedenes 7 0 0 3 0 0 11 0 2 2 0 1 0 0 0 1 0 0 Seite 24Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Aber hier entsteht etwas Neues mit großem Potential in den nächsten Jahren sich in die Umgebung zu er - weitern. Dann wird eine Kirche erst recht sinnvoll und notwendig sein. Für viele Gläubige (immer noch 50% unserer Bevölkerung in Deutschland) haben Kirchen sehr wohl einen hohen Mehrwert. Und selbst für At - heisten stellen Kirchen wertvolle Elemente im täglichen und urbanen Leben dar. Die Stadt Köln hat kein Geld um Familienzentren und Jugendtreffs zu betreiben. Das Geld ist ja schon für gute Schulen knapp. Wir sollten die leistungsfähigkeit der Kirchen gerade und besonders im Bereich der Familienförderung nicht unterschätzen. Vielleicht ergibt sich hier die Möglichkeit, das mit Hilfe einer gelebten Ökumene katholische und evangelische Kirche ein gemeinsames, zeitgemäßes und zukunfts - orientiertes Angebot schaffen können. Wir sollten es probieren und die Sache konstruktiv angehen. Kein Kirchenbedarf Gerade bei der steigenden Anzahl an Kirchenaustritten, sowohl in der katholischen wie evangelischen Kirche, sehe ich keinen Sinn darin, hier den Neubau einer Kir - che zu berücksichtigen. Die wenigen innerstädtischen Flächen sollten unbedingt zielgerichtet genutzt und überplant werden. Zudem gibt es mehr als genug pri - vate Träger, um Themen wie Kitas und eine Jugendein - richtung zu betreiben und zu bewirtschaften. Kirchen sind wichtig, weil die Menschen Orientierung brauchen Gerade die steigenden Kirchenaustritte machen es not- wendig, den Menschen ein Angebot zu machen, dass direkt vor der eigenen Haustüre liegt. Warum nicht den Versuch machen, dass katholische und evangelische Kirche ein gemeinsames Gotteshaus bauen und betrei - ben. Denn eine Kirche kann ebenso wie Grünflächen, Marktplätze, Cafe´s ein Ort der Erholung und Ruhe sein. Daher ist eine Kirche zielgerichtet auf die Erlebnisquali- tät eines Quartiers. Oder wollte jemand bestreiten, dass der Kölner Dom nicht eine besondere Qualität und Wir- kung für unsere Stadt hat? ßen zugängliche Dachterrassen (mit vorangelegter Be - grünungsmöglichkeit) für Restaurants Weniger Luft Viel Fläche zum vermarkten. Wenig Ideen und wenig Luft. Der Charakter des Industrieviertels geht komplett verloren. Wo ist Platz für die Kirche? Viele Dinge sind angedacht, Freiräume für Märkte, Schu- le, Kindergärten, etc. aber wo ist das soziale Zentrum? Hier kann nicht wieder eine städtische Einrichtung ge - meint sein, sondern Platz für ein soziales Miteinander, dass von Kirchen geprägt wird. Vielleicht wollen die bei- den Volkskirchen auch zusammen eine Kirche bauen. Vielleicht können dazu auch kindergärten, Altentreff, Jugentreff und ähnliche karitative Einrichtungen kom - men. Wo in diesem Konzept ist der Raum für kirchli - ches? Denn die Kirche war schon immer das Zentrum einer Wohnsiedlung. Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig Es ist richtig, dass zu jedem Quartier ein christliches Zentrum gehört mit Familienzentren, Jugendtreff, etc. Wieso sollten Kirchen wichtig sein? Wieso braucht jedes Quartier ein christliches Zentrum? Kirchen bieten keinen Mehrwert mehr. Ich bin ebenfalls für Familienzentren und Jugendtreffs, aber diese sollten nicht von der Kirche betrieben wer - den. Kirchen sind wichtig Nicht jedes Quartier braucht ein christliches Zentrum. 2 0 3 3 0 0 Seite 25Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Gasspeicher mit Funktion Den Gasspeicher zu erhalten ist vielleicht ganz nett und wird von einigen Leuten auch gewünscht. Aber als Denkmal ist er nicht gebrauchen. Wer will sich schon an die Zeit der gaslaternen in der Stadt erinnern, bei einem Licht, bei dem man noch nicht einmal den Stadtplan le- sen konnte. Der Gasspeicher macht nur Sinn, wenn er genutzt wird. Warum wird nicht mit Hilfe der Photovol - taik auf den Dächern Wasserstoff produziert und in der Gaskugel gelagert. Das wäre nachhaltig, regional und könnte dem Quartier zu Gute kommen. Auch könnte die Rheinenergie damit wieder Strom erzeugen, da die Deutz AG ein Projekt vor wenigen Wochen vorgestellt hat, um Wärme und Strom mit einem Generator zu er - zeugen. Ohne Speicherfunktion ist die identitätsstiften- de Funktion für das Quatier ein bißchen dünn! Mehr Kultur als Schule sollte schon sein Nicht so gut: Die Gebäudehöhen wirken monoton und sind gleich - bleibend bis auf die Hochhäuser. Den Industriedenkmalen wird zu wenig Raum gelassen. Die großen Baublocks lassen keine Nutzungsmischung und nur stereotype Wohnformen zu. Das Viertel wird stark mit PKW´s befahren, um die vielen einzelnen Tiefgaragen zu erreichen. Tiefgaragen sind nicht mehr zeitgerecht, können schwer umgenutzt werden und behindern die dringend erfor - derliche Mobilitätswende. Das erzeugt wenig Gänge zu Fuß und wird die Plätze und befahrenen Straßen nicht beleben. Die Grünflächen folgen dem noch verbliebenen Baum - bestand, werden aber die hohe Gebäudekanten be - drängt. Weitere Anregungen: Das Rad-/Fußwegenetz beschränkt sich auf MBA sowie Ideenteil und berücksichtigt die Anschlüsse in der Um - gebung leider nicht. Die Grünfläche sollte größer werden. Die Gaskugel muss sichtbarer nach außen werden. Fazit: Dichte und Geschosshöhen sind (wie in allen Entwür - fen) viel zu hoch, dieser Entwurf ist sehrr konventionell und bietet hinsichtlich Nutzungsmischung, Wohnfor - men, Mobilität und Klima kein gutes Potential. Die Nut- zungsmischung besteht aus Wohnen und Arbeiten, Kul- tur kommt nicht vor, denn Schule und Kita reichen dafür nicht aus. Im Fall der Umsetzung ohne Gaskugel wird der Park durch zusätzliche Gebäude noch verkleinert. Verschiedenes Bilanzierung der Grünflächen und Bäume Wie viel Grünfläche entsteht (ohne Spiel- und Sport - flächen)? Wie viele Bäume müssen laut Entwurf gefällt werden und gepflanzt werden (z. B. als Ausgleich für Parkflächen)? Wie viele von den Bäumen können wirk - lich gepflanzt werden? Wie viel der Fläche ist unterbaut? Nachhaltiges Bauen sollte an erster Stelle stehen, z. B. Holzbauweise, Recy - cling von Materialien, örtliche Gegebenheiten mit in die neuen Strukturen einfließen lassen Wie ist die Verschattung durch die Gebäude zu den un- terschiedlichen Jahreszeiten, vor allem im Dezember/ Januar? Sehr große, wuchtige Blockstrukturen Kleintei - ligkeit fehlt, diese ist wichtig für Ehrenfeld und macht den Stadtbezirk aus; Uhrenhaus geht durch die großen Blöcke unter Antwort der Moderation: Das sind alles Fragen die in der 2. Phase des Wettebwerb und im weiteren Projektablauf beantwortet werden. 1 0 0 Seite 26Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung CITYFÖRSTER / URBANEGESTALT Seite 27Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung auch eine Kirche mit ihren sozialen Einrichtungen. Da wo der Kirchturm ist, ist das Zentrum. Somit wird Stadtstruktur erlebar. Lebendiges Quartier mit Vernetzung Mir gefällt gut, dass die Vernetzung mit den Nach - barquartieren mitgedacht wurde (Grünzüge, Lowline und Wegenetz, ...). Die öffentlich Plätze im innern lassen ein lebenswer - tes Viertel erhoffen. Die kompakten Gebäude sind wohl der Kompromiss, den man eingehen muss, um Flächen frei zu halten. Man sollte vermeiden, dass sich dann gerade dort Hitzeinseln entwickeln. Oder kann man etwas an Ur - banität verzichten, um dafür Lebensqualität zu ge - winnen (d. h. GFZ < 3.0)? Eine interessante Idee das Umspannwerk unter die Erde zu legen: das öffnet den Grünzug zum Maarweg. Kommentare zum Beitrag: Anschluss an Low-Line kaum möglich Der gezeigte Anschluss an den Rad-/Fußweg „Low-Li- ne“ südlich der Widdersdorfer Straße dürfte eher auf Höhe des Uhrenhauses gedacht werden. An der Klüt- tenbahn wurde beim Bau der Mercedes-Benz-Ver - triebsniederlassung die notwendige Fläche für einen Fuß-/Radweg dem Mercedes-Gebäude zugeschla - gen, so dass dort ein solcher Weg nur bei völliger Aufgabe der Klüttenbahntrasse für den Schienenver- kehr möglich wird. Es gibt aber politische Beschlüs - se mehrerer Bezirksvertretungen, dort eine Straßen - bahn-Linie einzurichten (oder einen Schienenbus zu betreiben). Schwarzplan Schön verbindet sich im Schwarzplan alt mit neu. Der Sehr guter städtischer Ansatz mit Potenzial Dichterer Bebauungsstruktur wirkt städtisch und ermöglicht grosszügige zusammenhängende (Cent - ral-) Parkfläche: gute Mischung aus Enge und Weite; städ- tischer Platz im Zusammenhang mit Uhrenhaus hat funktionales und räumliches Potenzial für einen zen- tralen Quartiersplatz, bei dem die Ränder im EG mit einbezogen werden sollten (Gewerbe, Geschäfte, Gastronomie, etc.)... Kommentare zum Beitrag: Höhen weiter rausarbeiten - mehr Mut Städtebau und Struktur überzeugen. Akzente und Gesten sollten noch klarer und mutiger sein. Hoch- punkte gut gedacht, wirken aber zögerlich. Deutli - chere Haltung. Städtebauliche Details für mehr Urbanität Wichtig: in der Vertiefung Stadtbauliche Details für mehr Urbanität an strategischen Stellen mit einpla - nen (Bummelmeile, Marktplatz, Kultur, Makers-Clus- ter), z.B.: hohe Erdgeschosse (mind. 4,50 m - 5,00 m lichte Raumhöhen), Kollonaden (ca. 4 m breit; Bolo - gna/Turin), eingezogene Eingänge (ca. 2,50 m breit), Vordächer (3 m tief; Paris/Lyon), etc. Diese Themen müssen in den städtebaulichen Entwurf der Häuser, Baufelder und Blöcke eingeplant werden, damit die - se auch in den Bebauungsplan eingetragen und als wichtiger Baustein für eine urbane Stadtbauqualität abgesichert werden. Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig Zur Stadtstruktur gehört an einem zentralen Punkt Städtebauliche Gestaltung 5 0 1 9 0 0 1 0 0 0 0 0 Seite 28Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Park ist dort ein klares Rechteck, fast ein Central Park. So ist er natürlich nicht in der Mitte des Quartiers, dafür gibt es die zusätzliche Boulevard Qualität. Die Pläne finde ich ein wenig comichaft diagrammatisch. Kommentare zum Beitrag: Schwarzplan ohne Aussagekraft - Umfeld im Um- bruch Bitte einmal den Schwarzplan mit gewachsenen Eh- renfelder Strukturen oder beliebten Wohnvierteln vergleichen. (Das gilt übrigens für alle Wettbewerbs - beiträge.) Das gesamte Umfeld ist im Umbruch, die Nutzungen werden (oder sind bereits) aufgeben; die rein-gewerblichen Bereiche (bspw. Technologiepark) werden von der Wohnbevölkerung nach Büroschluss überwiegend gemieden. Die Bummelmeile ist hervorragend Gut: Der kleinteilige Wechsel der Gebäudehöhen wohltu- end. Den Industriedenkmalen wird angemessener Raum gelassen. Die kleinen Baufelder lassen eine gute Nutzungsmi - schung und vielfältige Wohnformen zu in einem dichten Nebeneinander kompakter Wohnformen, moderner Arbeitswelten und gut erreichbarer sozia - ler Infrastruktur. Es wird ein vielfältiger Wohnungsmix mit 30% öffent- lich gefördertem und 20% gemeinschaftlichem bzw. genossenschaftlichem Wohnen in jedem Wohnge - bäude vorgesehen. Mit nur einer Straße für PKW, einem Parkhaus und 3 Plätzen wird den Fußgängern genügend Raum gelas- sen. Die Bummelmeile ist hervorragend. Das Rad-/Fußwegenetz berücksichtigt die Anschlüs- se in der Umgebung und unterquert die Bahn nach Norden. Die Grünflächen sind gut bemessen und dominant. Weitere Anregungen: Weniger Tiefgaragen, besser Parkhäuser, die später umgenutzt werden können. Tiefgaragen sind nicht mehr zeitgerecht, können schwer umgenutzt werden und behindern die dringend erforderliche Mobilitäts- wende. Es entstehen 1.626 neue Wohneinheiten und rund 3.300 neue Arbeitsplätze, eine Reduzierung der Ar - beitsfläche zugunsten der Freistellung der Gaskugel wäre schön. Fazit: Obwohl Dichte und Geschosshöhen (wie in allen Ent- würfen) viel zu hoch sind, ist dieser Entwurf zukunfts- fähig und bietet hinsichtlich Nutzungsmischung und Wohnformen ein gutes Potential mit einer guten Ver- netzung sowohl in den Freiraumverbund als auch in das Mobilitätsnetzwerk, auch Klima- und Freiraum- konzept überzeugen. Unterführung ins Ehrenveedel Mir ist völlig unklar wie man die Unterführung ins Eh- renveedel realisieren möchte. Ist die Deutsche Bahn dazu überhaupt bereit? Hat man bereits mit den zukünftigen Eigentümern der Lärmschutzwand ge - sprochen (dies ist nicht die Deutsche Bahn sondern die Eigentümer der Wohnungen im Ehrenveedel). Der Entwurf plant Bäume ins Ehrenveedel wo keine sind und auch keine sein werden. Wo möchte man die Leute im Ehrenveedel hinführen? Wird der Weg noch gradlinig, wie es damals bei der Planung des Ehrenveedels angedacht war, nach Norden Richtung Helmholtzplatz fortgesetzt? Hat die Stadt hier Ge - spräche mit den Grundstückseigentümern und Fir - men (Draht Kircher, HWI Holywood Industries GmbH 2 0 0 Verkehr und Mobilität 1 0 0 Seite 29Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung etc.) geführt? Es besteht der Eindruck, dass hier Luftschlös - ser geplant werden. Kommentare zum Beitrag: Das ist ein Entwurf Der Kommentar scheint hier ein paar Sachen durcheinan - der zu bringen. Das hier ist ein Entwurf, keine Ausführungs- planung Anwort der Moderation: Öffnung Richtung Helmholzplatz kommt! Der Kommentar scheint hier ein paar Sachen durcheinan - der zu bringen. Das hier ist ein Entwurf, keine Ausführungs- planung Link zu den Plaunungunterlagen Hätten Sie einen Link zu den Planungsunterlagen. Bei - spielsweise aus aus dem Ratsinformationssystem? Antwort der Moderation: Information zum Projekt Unter diesem Link finden Sie alle Infromationen zum Pro - jekt: https://www.stadt-koeln.de/artikel/69880/index.html Mobilitätsperspektive nachhaltig geplant! Mobilitätsperspektive nachhaltig geplant! MIV-arm, Parkplatzsuchverkehr vermeiden, attraktive Fus- s-und Radwegenetze mit ausreichend Fläche, attraktive ÖPNV-Anbindung: so sollte ein zunkunftsfähiges Quartier geplant werden ÖPNV Mir gefällt, dass das Viertel auch mit ÖPNV erschlossen wird. In Verbindung mit der S-Bahn ist das sinnvoll zuende gedacht. Zu wenig Straßen und Parkraum Tiefgaragen sind sicherlich wichtig und in ausrei - chender Menge auch durchaus sinnvoll. Aber nicht der ganze Verkehr läßt sich in die Tiefgaragen ver - bannen. Es muß auch kurze Wege geben für Hand- werker/-materialien, Paketboten, Wocheneinkauf, Wasserkästen mit Glasflaschen, Möbeltransport und Umzugsgut, Besucher und Lieferdienste etc. Lasten- fahrräder sind hier keine Option. Hier wir zu einsei- tig auf Mainstreamthemen geachtet. Aber Ziel- und Quellverkehr ist ja nichts schlechtes, er muss nur vernünftig kanalisiert werden. Es braucht also mehr Parkraum für die Versorgung des Quartiers mit PKW und leistungsfähige Straßen, die LKW und Feuerwehr Bewegungsmöglichkeiten lassen. Lage der Schule kritisch Lage Schule kritisch (bei Urban Agency besser): Ecke Widdersdorfer/Maarweg ist eher für urbane Nutzung prädestiniert, darüber Büro/Gewerbe oder Apart - mentwohnen, etc. Genau richtig Der Entwurf hat genug Grünfläche aber nicht zu we - nig oder zu viel. Familienleben mit Schule und Kita Mir gefällt gut, das Kita und Schule direkt im Wohn - gebiet sind. 1 0 1 1 0 1 1 0 0 Nutzungen 4 0 1 1 0 0 1 0 0 Seite 30Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Ecke Maarweg / Widdersdorfer Str. Ich würde mir gerade für die Ecke Maarweg / Wid - dersdorfer Str. eine urbanere Nutzung als eine Schule wünschen, z.B. eine kleinteilige straßenbegleitende Bebauung mit Einzelhandel- und Gastroflächen im Erdgeschoss, sowie Wohn- und Büronutzungen in den oberen Stockwerken. Die Notwendigkeit für eine Schule ist natürlich unbenommen, aber vielleicht kann noch mal geprüft werden, ob diese nicht auf einem anderen Baublock ungebracht werden kann. Die Durchschneidung der Grünflächen durch die Freianlagen der Grundschule, Sportfelder und Mie - tergärten gefällt mir nicht so gut, da so kein großer öffentlich nutzbarer Park entsteht. Sehr gut gefällt mir hingegen die KiTa auf dem Dach des „CYC-Hub“ . So können große Flachdächer sinn- voll genutzt werden! Die Ideen zur „Energiekugel“ mit der großen LE - D-Laufschrift (?) wirken ebenfalls sehr spannend! Die Anordnung der Plätze scheint angemessen. Viel - leicht könnte die „Urbane Meile“ noch bis zur Wid - dersdorfer Str. durchgezogen werden? Schade, dass bei dem Entwurf keine Geschossigkei - ten markiert sind. Zur Bahntrasse hin wären einige Hochpunkte denkbar. Kommentare zum Beitrag: Schulen sind wichtig Dabei gibt es einen dramatischen Mangel an Schulen in Köln! Ecke betonen Die Ecke Widdersdorfer Straße/Maarweg bietet sich für eine starke Geste an. Hier haben andere Entwürfe bessere Ansätze aufgezeigt. Gute Büroadresse Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig Zu einem Familienleben gehört auch die Religion als wesentliches Element. Ebenso wie Schule und Kita sollte auch die Kirche fußläufig erreichbar sein. Zudem stellen die Kirchen soziale Einrichtungen zur Verfügung, die das Wohngebiet aufwerten. Dachgärten Bitte Dachgärten für die Bewohner, aber auch von außen zugängliche Dachterrassen (mit vorangeleg- ter Begrünungsmöglichkeit) für Restaurants. Brückenschlag vom Luisenviertel in die Gleiswildnis Der vorgeschlagene Brückenschlag (mit Jugendzen - trum oder ähnlicher Nutzung) vom Luisenviertel in die „Gleiswildnis“ ist eine sehr schöne Idee, die von den anderen Wettbewerbsbeiträgen übernommen werden sollte. So wird die Gleiswildnis zu einem Raum mit sozialer Kontrolle. Kommentare zum Beitrag: Nutzung hier sinnvoll Ja, das sollte bei allen Entwürfen berücksichtigt wer - den. Jugendtreff, kleines Café als Treffpunkt, Ateliers, Proberäume o.ä. Hier gibt es viele sinnvolle Nutzun - gen die den Bereich beleben. 0 0 0 1 0 0 Sonstiges / Verschiedenes 7 0 1 Seite 31Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung men eine Kirche errichten?! Das wäre modern und zeitgemäß. Und der Glaube bekommt eventuell auch wieder eine Chance. Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig Kirchen und ihre Einrichtungen sind wichtige Ele - mente eines Wohnquartiers, sie können generatios - übergreifende Angebote offerieren, die dann nicht durch die Stadt bereitgestellt werden müssen. Wieso sollten Kirchen die Angebote stellen? Das Kirchen traditionell das Zentrum eines Quartiers waren ist aus lang vergangener Zeit. Mit modern und zeitgemäß haben Kirchen leider nichts zu tun. Seit wann sind Kirchen karitativ? Ohne Frage, Einrichtungen wie Kindergärten, Ju - gendzentren, Altentreffs und Familienzentren gehö - ren zu einem neuen Viertel, aber wieso sollte die Kir - che diese Einrichtungen betreiben? Städtische Einrichtungen kosten Geld, ja. Kirchliche ebenso. Sie werden nämlich nicht nur von den Kir - chen bezahlt, sondern ebenso von allen Steuerzah- lern, eben auch den nicht Kirchensteuerzahler. Damit vertreten die Kirchen ihre Interesse mit dem Steuer - geld aller. Der Glaube soll gerne wieder eine Chance bekom - men - in den Kirchen und Einrichtungen die es von den Institutionen bereits gibt. Kirchen sind wichtig und zeitgemäß Kirchen und die damit verbundene Religion sind un - sere kulturellen Wurzel. Aber auch heute geben sie der Hälfte unserer Bürger noch eine spirituelle Hei - mat. Wer das nicht sieht lebt auf dem „Mond“ . Die Kirche bieten im Bereich der Familienangebots eine Rundumbetreuung, die sehr viel mit Achtsamkeit, Re- spekt und moralischen Werten zu tun hat. Also war - um sollte die Kirchen diese Einrichtungen mit ihrer Expertise nicht betreiben. Ruhe und Artenschutz in meinem Garten Ich wohne bereits hier in einem der alten Häuser und mich beschäftigt die Umgestaltung des Areals sehr. Ich finde es großartig, dass in dem Gebiet weniger/ kein Autoverkehr geplant ist. Durch die sehr laute Widdersdorfer Straße, ist die Rückseite unseres Hau - ses ein ruhiger Platz. Dies sollte sich im besten Fall auch nicht ändern! Auch ein wichtiger Punkt: Ist eigentlich bekannt, wie viele Tiere hier bereits leben? Durch die „Verwilde - rung“ der letzten Jahre konnte sich hier ein eigenes Biotop entwickeln. Hier leben unzählige Vogelarten (Grünfinken, Haussperlinge, Buntspechte, Halsband - sittiche, Mäusebussard, Eichelhäher, Singvögel etc.), Insekten (wie Hummeln, Libellen, Holzwespe, Hornis- senschwebfliege, Schmetterlinge etc.) und viele an- dere Wildtiere (z.B. Eichhörnchen, Fledermäuse etc.). Ich wünsche mir, bei egal wechem Bauplan, dass die- se Tiere ihr zu Hause nicht verlieren. Es ist so schön, in der Stadt zu wohnen und so viele Tiere, direkt vom dem Fenster aus, beobachten zu können. Wo ist der Platz für eine Kirche? Es wurden eine Reihe von Plätzen geplant, die als Märktplätze oder Zentralplätze dienen können. Auch sind Bereiche für Kindergärten, Jugendzentrum, Bür- gerzentrum etc. genutzt werden können. Aber wo wird die kirche stehen? Denn die Kirche ist traditio - nell das Zentrum eines Quartiers und die charitativen Angebote können über die traditionellen Angbeote der Kirchen wie Kindergärten, Jugendzentren , Al- tentreff, Familienzentren auch andere Bedürfnisse eines solchen Wohnbereiches abdecken. Städtische Einrichtungen kosten Geld, die Kirchen können hier wertvolle Angebote schaffen, um dadurch auch die Finanzen der Stadt zu entlasten. Vielleicht wollen die katholische und die evangelische Kirche ja zusam - 5 0 0 5 0 0 Seite 32Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Schülergärten hinter der linken Villa. Sehr attraktiv: der geschlängelte Weg durch die Grünanlage ent - lang der Mietergärten und den Sportangeboten. Die intensive Nutzung des Parks durch die Bewoh - ner sorgt für eine hohe soziale Kontrolle. Das schöne Uhrenhaus wird nicht so zugestellt, man kann es von der Widdersdorfer Straße noch sehen. Die Innenhöfe sind relativ klein, deshalb ist es gut sie an mehreren Seiten zu öffnen und sie geschickt mit dem Park zu verbinden. Die Plätze sind logisch hintereinander an- geordnet und mit attraktiven Nutzungen versehen. Der Gang durch die „Bummelmeile“ wirkt urban und abwechslungsreich. Auf den Schwarzplan fügt sich der Entwurf gelungen in die Umgebung ein. Anwohnerfreundlich! Top Dieser Entwurf gefällt mir, als direkt angrenzendem Anwohner auf der Widdersdorfer Strasse, sehr gut und ich würde mich freuen, wenn dieser Entwurf den Zuschlag bekommt. Gut für die Anwohner Auch für mich als Anwohner ist dieser Entwurf meine erste Wahl, da wir nicht direkt von „Hochäusern“ um- zingelt werden. Dafür Daumen hoch und Danke! Verschiedenes Bilanzierung der Grünflächen und Bäume Wie viel Grünfläche entsteht (ohne Spiel- und Sport - flächen)? Wie viele Bäume müssen laut Entwurf gefällt werden und gepflanzt werden (z. B. als Ausgleich für Parkflä - chen)? Wie viele von den Bäumen können wirklich gepflanzt werden? Aber die Kirchensteuerzahler entlasten mit ihrem kirchlichen Beitrag die Kosten für Schule und Kin- dergarten. Ohne die Kirchen darf die Stadt Köln die Kosten zu 100% stemmen. Aber wir sehen ja, wie unsere städtischen Schulen aussehen. Schauen sie sichmal kirchliche Einrichtungen an. Dann sehen sie den Unterschied. Die Einrichtungen wie Familienzen- tren, Jugendzentren, Altentreffs, Unterstützung sozi- al Schwacher, Frauentreffs, etc. werden ausschließlich von den Kirchen alleine finanziert. Damit vertreten die Kirchen die Interessen aller. Ohne Kirchen wäre unser Leben nicht nur in Köln ärmer. Glaskugel mit praktischer Funktion Den Erhalt der Gaskugel als identitätsstiftend für das Quartier zu sehen ist nicht überzeugend. Der Platz könnte besser und anders genutzt werden und könn- te damit mehr individuelle qualität für das Quartier bringen. Aber wenn der gasspeicher wieder als Gas - speicher genutzt würde, weil die auf den Dächern sich befindenden Photovoltaik den Strom liefern um Wasserstoff zu produzieren, dann könnte der Gas - speicher wieder seine Funktion erfüllen. Und wenn dann aus dem gespeicherten Wasserstoff nachts dann wieder Strom für das Quartier wird, dann ist es so regional und nachhaltig wie möglich. Rheinener - gie und die Deutz AG haben gerade ein Pilotprojekt in Köln gestartet, um aus Wasserstoff wieder Strom und Wärme zu erzeugen. Also wo ist die Idee Stromerzeu- gung und Gaskugel zu kombinieren? Klarer Favorit Dieser Entwurf ist logisch, stimmig und attraktiv und wäre deshalb meine erste Wahl. Mir gefällt der respektvolle Umgang mit den Arbei - tervillen, die nicht so zugestellt werden wie bei ei - nigen anderen Entwürfen. Schön: die Idee mit den 1 0 0 2 0 0 2 0 0 2 0 0 2 0 0 Seite 33Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Anwort der Moderation: Das sind alles Fragen die in der 2. Phase des Wetteb - werb und im weiteren Projektablauf beantwortet werden. Wie viel der Fläche ist unterbaut? Nachhaltiges Bauen sollte an erster Stelle stehen, z. B. Holzbauweise, Recycling von Materialien, örtliche Gegebenheiten mit in die neuen Strukturen einflie - ßen lassen, wurde das im Entwurf beachtet, wenn ja bitte noch kenntlicher machen. Wie ist die Verschattung durch die Gebäude zu den unterschiedlichen Jahreszeiten, vor allem im Dezem- ber/Januar? Die Baukörper gerne noch Kleinteiliger werden las- sen, um Ehrenfelder Veedelsgefühl auch im neu entstehenden Quartier zu realisieren, Verschachtel - te Gebäude mit außen Treppen, viel Grün, gemein - schaftsbalkone Wo sind öff. geförderte WE verortet? Wie wird dafür gesorgt, dass der Radschnellweg nicht zu einem „Angstraum“ wird, wodurch dann auch die Gleisharfe minder genutzt werden könnte? Seite 34Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung ASTOC / CLUB L94 LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Seite 35Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Park & Entrée Mir gefällt der ausgedehnte Park und vor allem das „grüne Entrèe“ . Der alte Baumbestand, die Wiese und das Uhrenhaus gehören zusammen und sollten un - bedingt als Ganzes erhalten bleiben. Dieser Entwurf ist der einzige, der das respektiert. Auch der grüne Balkon über den Maarweg bietet sich an und ist ein guter Gedanke. Schachbrettmuster nur in Entwürfen attraktiv Die Bebauungsstruktur erscheint mir zu schachbret - tartig. Dies mag auf Plänen geordnet wirken, ist aber in europäischen Städten untypisch und wirkt in der Realität auf mich schnell ermüdend und eintönig. Es priorisiert Straßenquerschnitte, die auf den MIV ausgerichtet sind (möglichst kurze Fahrtwege). Nach einem Quartier mit attraktiven Fuß- und Radwegen sieht das für mich leider nicht aus. Hier sind für mich andere Entwürfe deutlich besser auf ein autoarmes Quartier ausgerichtet. Die 15-stöckigen Hochpunkte wirken auf mich alles andere als attraktiv. Mag aber auch daran liegen, dass die hier gezeigten Kubaturen noch sehr grob sind. Kommentare zum Beitrag: Autostraßen quer durchs Quartier Für mich wirkt das Quartier auch zu MIV-lastig, das sollte nochmal überdacht werden. Quadratisch, praktisch, schlecht Die Gleichförmigkeit und die aufgebrochenen Baub - löcke gefallen nicht. Die Innnenhöfe sollten private Bereiche sein und nur den Anwohnern zur Verfügung stehen. Die Anordnung der Baublöcke ist zu gleich - Städtebauliche Gestaltung 4 0 0 8 0 0 5 0 1 förmig und erzeugen langweilige Blickbeziehungen. Kommentare zum Beitrag: Zu viele unbelebte Innenhöfe wirken nicht attraktiv Warum müssen es denn so viele einzelne Innenhö - fe sein? Kann man baulich nicht eine große für alle nutzbare Grünfläche errichten? Die Innenhöfe müs - sen erstmal belebt werden und wirken sehr privat und unattraktiv. Quadratisch... praktisch - gut? - eher nicht. eher konventionell Nicht so gut: Die Gebäudehöhen wirken monoton und sind gleich- bleibend bis auf die Hochhäuser. Den Industriedenkmalen wird wenig Raum gelassen. Die großen Baublocks lassen und nur stereotype Wohnformen zu. Das Viertel wird stark mit PKW´s befahren, um die vie- len Tiefgaragen zu erreichen. Tiefgaragen sind nicht mehr zeitgerecht, können schwer umgenutzt werden und behindern die dringend erforderliche Mobilitäts- wende. Das erzeugt wenig Gänge zu Fuß und wird die beiden Plätze und befahrenen Straßen nicht beleben. Die Grünflächen folgen dem noch verbliebenen Baumbestand, sind aber sehr streng begrenzt und deutlich nur Restflächen. Gut: Den Industriedenkmalen wird angemessener Raum gelassen. Eine Stapelung mit unterschiedlichen Nutzungen wie vorgesehen wäre schön Der grüne Balkon ist ein guter Ansatz. 0 0 0 0 0 0 Seite 36Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Zu viel Grid Gerade und lange Straßen ist nicht unbedingt das, was man sich unter moderner Stadtplanung vorstellt. Es fehlt ein wenig Abwechslung. Ein abgerundeter Straßenverlauf mit jeder Menge Grün, wirkt vielmehr wie ein Spaziergang durch einen Park, als das Laufen durch eine Straßenwüste. Kommentare zum Beitrag: Je gerader, desto kürzer! Gerade Straßen sind immer kürzer als kurvenreiche und benötigen deshalb weniger Fläche. Somit bleibt mehr Platz für die Grünanlagen. Gerade Straßenführung Sind jedoch sehr unattraktiv für den Fußverkehr und laden zum Rasen ein. Laut Jan Gehl „Städte für Men - schen“ sind gerade Straßen für attraktive Lebensräu- me nicht zu empfehlen. Sind so viele Stellplätze notwendig? Sind so viele Tiefgaragen nötig? Wurde schon eine genauere Parkplatzbilanz erstellt? Möglichst nicht unter allen Gebäuden, um eine geringe MIV Durch- fahrung zu ermöglichen. Die Verkehrsplanung wirkt damit nicht mehr zeitgemäß. Kommentare zum Beitrag: Wohnungen müssen mit dem Auto erreichbar sein Auch Elektroautos brauchen Parkplätze. Daher kann es gar nicht genug Parkplätze geben. Weitere Anregungen: Das Rad-/Fußwegenetz beschränkt sich auf MBA so - wie Ideenteil und berücksichtigt die Anschlüsse in der Umgebung leider nicht. Fazit: Dichte und Geschosshöhen sind (wie in allen Entwür- fen) viel zu hoch, dieser Entwurf ist eher konventionell und bietet hinsichtlich Nutzungsmischung, Wohnfor- men, Mobilität und Klima kein gutes Potential. Abwechslungsreiche Straßenführung Für den Fußverkehr sind geradliniege Straßen lang - weilig und wenig attraktiv. Zudem verleiten sie dazu, mit dem Auto zu rasen und sind somit Quellen für Lärm und Poser. Ich finde die Straßenstrukturen in diesem Entwurf zu unkreativ und gerade. Sie bieten wenig Abwechslung. Zu viele Autos Das Areal sollte als autofreies Areal geplant werden. Für Lieferverkehr ist ein Haltebereich außerhalb sinn- voller. Kommentare zum Beitrag: Wohnungen müssen mit dem Auto erreichbar sein Wer will denn Wasserkästen mit Glasflaschen, Möbel von IKEA, Wochenendeinkauf mit mehreren Taschen, Handwerkerwerkzeug, Umzugskartons über viele Meter nach Hause zu schleppen. Wo sollen denn die Besucher parken? Nicht jeder fährt Lastenfahrrad. Verkehr und Mobilität 5 0 2 3 0 2 5 0 3 1 0 1 Seite 37Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung nen das Parkhaus setzen als Lärmschutzwand und kein Kindergarten direkt an der Schiene. Es sollte auch für die Grundschule und Kita ein Schwimmbad ein Fußball- und Balllplatz und am bes- ten der ganze Park in die Planung der Schule mit ein- beziehen. Freizeiteinrichtungen Tagsüber Kita/ Schu- le nachmittags und Wochenende für alle. Auch wäre es gut wenn nur in dem Parkhaus geparkt wird und der Rest mit einem Schuttel-Mobilität oder Lastenräder nur Zugang zu dem Wohngebiet haben. Ausnahmen wären natürlich Umzugsunternehmen. Ein Shuttle Dienst durch das ganze Gebiet wäre am sinnvollsten. Auch sollte ein großer Marktplatz berücksichtigt wer- den. In den festen Marktständen sollte tägliche Be - darf für Frische Artikel gedeckt werden. Ein Supermarkt , eine Apotheke , ein Ärztezentrum ,eine Drogerie und eine Bäckerei würden alles ab - decken für den täglichen Bedarf. Es sollte auch Seniorengerecht gebaut werden. Der Wohnraum sollte so geplant werden dass viele kleine Wohnungen ein paar größere und weniger sehr große Wohnungen entstehen. Denn Köln hat größtenteils nur Singles. Kommentare zum Beitrag: Kirchen sind wichtig In der Aufzählung der öffentlichen Einrichtungen fehlt die Kirche mit Ihrem Angebot an alle Altersgrup- pen. Keine Kirche benötigt Es benötigt keine Kirche in dem neuen Quartier. Es gibt in Ehrenfeld oder Braunsfeld genügend Kirchen und deren Einrichtungen die weder genutzt noch adäquat instand gehalten werden. Dies wird auch in Zukunft nicht der Fall sein, daher kann schon aus Versiegelungs-Ersparnis-Gründen auf eine Kirche verzichtet werden. ÖPNV Finde die Einbindung des ÖPNV gut. Grüne Brücke/ Bank: Akzent für attraktive Grünver - bindung Sehr gut ist die deutlich erkennbare GRÜNVERBIN - DUNG über die „Grüne Bank“ zur neu zu erschließen- den Grünfläche! ...nun sollte diese Verbindnung noch ebenso „attriktiv=grün“ bis zur Oskar-Jäger-Strasse weitergeführt werden Dachgärten Bitte Dachgärten für die Bewohner, aber auch von außen zugängliche Dachterrassen (mit vorangeleg- ter Begrünungsmöglichkeit) für Restaurants. Wohnungen im Industriegebiet Die Entwürfe sind sehr ansprechend. Das Konzept mit der Energiegewinnung ist sehr gut . Ich hoffe nur dass vor Baubeginn ein gründliches Bodengutachten erstellt wird , weil dort bestimmt auch Fässer verbud- delt worden sind. Die Frage ist nur ob man wirklich nicht in einem Industrie Gebiet wohnen möchte. Zur Zeit ist der Boden Richtpreis 200 €. Das Grund - stück wird nach Erschließung wahrscheinlich wie die angrenzenden Grundstücke 1500 €/qm kosten. Also bei dem Baupreisen und den Richtlinien wird wahrscheinlich der Quadratmeter 5000 € . Für die Planung sollte man entlang des Bahnschie - 5 0 3 Nutzungen 0 0 0 0 0 0 0 0 1 Seite 38Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung dere Dachformen als nur Flachdächer? Können die Flachdächer der Schule und Turnhalle für Sportplätze genutzt werden? Wäre eine Wasserfläche im Quartierspark denkbar? Der „Grüne Balkon“ ist eine schöne Idee! Kommentare zum Beitrag: Gute Hinweise - sich mehr trauen Viele gute Hinweise die ich teile. Gutes Konzept, es fehlt an Spannung in den Blöcken. Selbstbewusstere Identität des Quartiers wäre gut. Hochpunkte als Gesten sind gut geplant, gerade am Anfang und Ende der neuen Radtrasse. Das gefällt mir am besten bei diesem Entwurf. Was macht das ‚Höhenkonzept für die Innere Stadt‘ Nach einer Auftaktveranstaltung ist das „Höhenkon- zept für die Innere Stadt“ (= bis zum Äußeren Grün - gürtel in der Bearbeitung durch die Verwaltung „ver- schwunden“ . Wann wird der Entwurf des Konzeptes in den betroffenen Stadtteilen und mit den dortigen Initiativen diskutiert? Hochhäuser/Hochpunkte „Hochhaus“ empfinde ich immer als einen etwas schwammigen Begriff. Ich finde nicht, dass man hier von „sehr hohen Hoch- häusern“ reden kann. Das ist doch höhenmäßig für eine zentrale Großstadtlage noch alles mehr als an - gemessen. Wir sollten beim Städtebau m.M.n. viel mehr dar - auf achten, der Zersiedelung des Umlands etwas entgegenzustellen und ausreichend Wohn- und Ar - beitsflächen, für alle, die es wollen, in den Städten bereitstellen. Höhere Gebäude und eine bessere Flä - chenausnutzung sind eine Lösung für diese Proble - me. Ich stimme aber vollkommen zu, dass hoch Bau - en noch lange keinen guten Städtebau ausmacht. Gerade bei den dominanteren Gebäuden müssen das wird noch viel teurer Vor dem Verkauf war der Boden Richtpreis 200 €. Das Grundstück wurde bereits zu einem vielfachen dieses Richtpreises gekauft. Ateliers = gute Idee für die Freifläche im Westen Auch wenn ich den Entwurf eher ablehne, gefällt mir die Idee zur Belebung der Freifläche im Westen: Dort wird der Gelände-Einschnitt der bisherigen Werks- bahntrasse zu einem kleinen Platz geweitet, an dem sich Ateliers befinden. Diese Idee könnte auch von den anderen Wettbewerbsentwürfen bei der weite - ren Berarbeitung aufgegriffen werden, um die Freif - läche zu beleben. Sonst entsteht dort abends und nachts womöglich ein Raum ohne soziale Kontrolle. Verschiedene Anregungen Dem Architekturentwurf für den abgestuften Hoch- punkt am Quartierspark muss eine besondere Auf- merksamkeit zukommen. Bei der angedachten Kuba- tur besteht die Gefahr, dass das Gebäude wie ein aus der Zeit gefallener Entwurf des Modernismus wirkt. Insgesamt gefällt mir die Platzanordnung bei den an- deren Entwürfen etwas besser. Hier fehlt es ein wenig an städtischen Plätzen in der Mitte des Quartiers, die von Gebäuden umgeben sind und Platz für Außen - gastro oder Wochenmärkte bieten. Die beiden Hochpunkte an der Bahntrasse wirken gut platziert. Vielleicht noch ein weiterer etwa mittig dazwischen? Abgesehen von den Hochpunkten wirkt die Bebau- ung ein bisschen wie auf einer Höhe abgeschnitten. Vielleicht noch etwas mehr Höhenvariation bzw. an - 0 0 0 Sonstiges / Verschiedenes 5 0 0 Seite 39Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Architektur und Fassadengestaltung besonders im Vordergrund stehen. Das kann durch individuelle Ar- chitektenwettbewerbe erreicht werden. Kirchen sind wichtig Auch in diesem Entwurf fehlt mir eine Fläche für die Kirche und die damit verbundenen sozialen Einrich - tungen wie Kindergarten, Familientreff, Jugendtreff, Anlaufstelle für sozial Schwache. Kirchen sind tradi - tionell der mittelpunkt einer Gemeinde bzw. Quar - tiers. Frühere Städteplaner wussten das. Oder warum sind die Stadtquatiere entlang der Ringstraßen in Köln so beliebt? Weil es organische Strukturen gibte, die den Menschen Orientierung geben. Auch und ge- rade in diesen Zeiten ist beides wichtig. 0 0 0 Seite 40Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung TELEINTERNETCAFE TREIBHAUS LANDSCHAFTSARCHITEKTUR Seite 41Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Mir gefällt die Idee einer sehr starken Mischung von Wohnen und arbeiten, wie es in Ehrenfeld an vielen Stellen schon heute praktiziert wird Dezentrale Mobilität Mir gefällt die Idee das Viertel autofrei zu gestalten und nur Zufahrt für Feuerwehr und Co zu gestatten. Kommentare zum Beitrag: Leitidee ist gut Finde die Leitidee - Liebe deinen Bestand gut umge - setzt. Von allen Entwürfen finde ich diesen Beitrag mit Abstand am besten. Der Städtebau ist hier am „spannensten“ . Der große Park und die hineinragen- den Blöcke gefällen mir gut, so dass der Umfang des Parks groß ausfällt. Gute Ansätze zur Erschließung, eintönige Blockrand- bebauung Die Grundstruktur der Erschließung gefällt mir: Gro - ße Teile des Areals können so frei vom Autoverkehr gehalten werden und sind dennoch gut erschloßen. Die Bebauungsstruktur mag effizient sein, ist jedoch auch wahnsinnig eintönig. Ich mag einfach nicht noch das drölfzigste Neubauquartier sehen, dass na - hezu vollständig aus Blockrandbebauung besteht. Wie „spannend“ so etwas in der Realität ist, zeigen das Ehrenveedel oder andere Neubauquatiere in Kalk, Ossendorf usw. zur Genüge. Hier finde ich Ent - wurf 1 (Urban Agency et al.) deutlich attraktiver. Die Erklärung für die sehr starke städtebauliche Kurve Die städtebauliche Geste der „Kurve“ welche eine sehr starke Auswirkung auf die Baukörper und die Grundrisse hat erklärt sich mir nicht. Vorallem weil diese zur „Bahnbegleitung“ wird...für mich eine zu große Geste ins Leere. Kommentare zum Beitrag: Städtebauliche Geste mit Endpunkt Ich kann diesen Beitrag nur unterstützen, im Prinzip finde ich die städtebauliche Geste, welche an die al - ten bestehenden Gleise erinnert eine gute Idee und könnte auch mit gestaltenden landschaftsarchitekto- nischen Elementen (Sitzbänken, Historie der Gleise sichtbar machen) weiter gespinnt werden. Jedoch fände ich auch einen Endpunkt/Zielpunkt worauf die „Kurve“ zuläuft, mit entsprechender öf - fentlicher Nutzung und interessantem Gebäude für die städtebauliche Gesamtwirkung sinnvoll. Guter Städtebau, noch spannungsvoller Der Entwurf hat viel Potenzial. Bei der Detaillierung sollte noch mehr Identität und Spannung entstehen. Blöcke sind gut gewählt, Besonderheiten rausarbei- ten. Das Werksveedel steht etwas zurück. Sollte städte - baulich mit dem Platz mehr betont werden. Beson - derer Hochpunkt als Dreiklang mit Kugel und Uhren- haus? Planung an S-Bahn überzeugt noch nicht. Eigenstän- digere Planung, mehr Höhe oder besonderer Stadt - baustein Gute Ehrenfelder Mischung Städtebauliche Gestaltung 5 0 1 1 0 0 1 0 0 Verkehr und Mobilität 6 0 1 3 0 0 Seite 42Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Tiefgaragen ausreichend dimensioniert können viel, aber sie können nicht den ganzen Verkehr aufneh - men. Es fehlen ausreichend Parkraum für PKW und LKW damit der Wocheneinkauf realisiert werden kann, Wasserkästen mit Glasflaschen nicht zur Qual werden. Paketdienste, Möbelspediteure, Handerwer- ker fahren nicht in die Tiefgarage, wenn sie zum Kun- den fahren. Lastenfahrräder sind hier keine Option. Es muß ausreichend Stellplätze wohnungsnah ge - ben, damit die Bewohner versorgt werden können. Auch Elektroautos brauchen Parkraum. Parkanlage Ich fände es gut, wenn der Park bis zur Widdersdor - fer Straße reichen würde. Das Jugendzentrum ließe sich bestimmt noch in den sehr gut positionierten Schulkomplex integrieren. Dort könnten die Jugend- lichen nach Schulschluss die Sporthalle nutzen. Den Kulturbaustein dann als leichtes, geschwungenes Gebaüde in den Park einfügen. Die Mobilitätsstation in das linke oder rechte Gebäude daneben aufneh - men. Der Blick von der Widdersdorfer Straße auf das schöne Uhrenhaus, sollte zumindest teilweise freib - leiben. Südlich der Widdersdorfer Straße könnte der Park dann irgendwann weitergeführt werden, denn auch dort schreit die Umgebung nach einer städte - baulichen Neuordnung. Dachgärten Bitte Dachgärten für die Bewohner, aber auch von außen zugängliche Dachterrassen (mit vorangeleg- ter Begrünungsmöglichkeit) für Restaurants. Stadtplatz hinzufügen Mir gefällt die Lage der Schule mit der angedachten Dachnutzung für Sportplätze. Auch die Anzahl der Hochpunkte und die Höhenab - wicklung an der Ecke Maarweg / Widdersdorfer Str. wirkt überzeugend. Ich würde mir allerdings noch einen städtischen Platz für Außengastronomie, Wochenmärkte, o.Ä. wün - schen. Kommentare zum Beitrag: gut, aber noch deutlicher Teile den Beitrag. Die Schule könnte aber kompak - ter sein, zugunsten anderer Flächen. Insgesamt wäre noch mehr Klarheit und Spannung wünschenswert, auch bei den gut positionierten Hochpunkten und den städtischen Plätzen/Akzenten. Hochpunkte: stär- kere gestalterische Haltung und Höhe. Radwegenetz Sinnvoller Anschluss zum Radweg Richtung Ehren - feld und Aachener Straße Kommentare zum Beitrag: leider durch Mercedes Benz nicht mehr möglich Beim Bau der Mercedes-Vertriebsniederlassung wur - de leider die für einen Radweg notwendige Fläche abgegeben. Ein Radweg wäre nur noch bei vollstän- diger Aufgabe der Klüttenbahn möglich - dort wäre aber eine Straßenbahn-Linie oder ein Schienenbus sinnvoll. Zu wenig Straßenraum und Parkmöglichkeiten 7 0 0 0 0 0 1 0 0 Nutzungen 2 0 0 0 0 0 Seite 43Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung das Zentrums einer Siedlung war. Diese Zeiten sind vorbei. Soziale Einrichtungen werden benötigt. Diese müssen aber wie bereits heute zum großen Teil von der Stadt gestellt und finanziert werden, da die Kir - chen ihren Aufgaben nicht nachkommen und dies auch absehbar in Zukunft nicht tun wird. Ansonsten gibt es schon genug Möglichkeiten katholische und oder evangelische Einrichtungen in Ehrenfeld oder Braunsfeld aufzusuchen. Der Platz für Kirchen und deren Einrichtungen muss bei neuen Quartierspro - jekten eingespart beziehungsweise sinnvoller ge - nutzt werden. Kein Kirchenbedarf Gerade bei der steigenden Anzahl an Kirchenaustrit - ten, sowohl in der katholischen wie evangelischen Kirche, sehe ich keinen Sinn darin, hier den Neubau einer Kirche zu berücksichtigen. Die wenigen inner - städtischen Flächen sollten unbedingt zielgerichtet genutzt und überplant werden. Zudem gibt es mehr als genug private Träger, um Themen wie Kitas und eine Jugendeinrichtung zu betreiben und zu bewirt - schaften. Glaskugel mit Funktion Natürlich wäre es besser den Platz der Gaskugel für eine andere Nutzung vorzusehen und das Relikt ver - gangener Stadtgaszeiten zu entsorgen. Sollte es aber doch stehen bleiben ist eine Nutzung nicht nur sinn- voll, sondern auch geboten. Als Nutzung käme die Speicherung von Wasserstoff in Frage, der mit Hilfe der Photovoltaikmodule auf den Dächern der Häu - ser produziert werden kann. Die Rheinenergie kann daraus im Bedarfsfall wieder Strom produzieren. Hier bietet sich das Projekt von Rheinenergie und Deutz AG an, die vor kurzem in Köln ein Modellprojekt ge - startet haben. Regionaler und nachhaltiger geht Stromherstellung kaum. Freifläche im Westen aufwerten Auf der Freifläche im Westen gibt es keine konkre - ten Nutzungen und keine Gebäude. Wird man dort nachts gerne entlang gehen? Gleistrasse als Spur Eine interessante Idee ist die Gleistrasse als Spur und Freiraum zu behalten. Dazu hat es bereits vor einigen Jahren die Idee einer low line linear park (als Anleh- nung an die High Line in New York) gegeben, um die neuen (und alten) Quartiere über diese prägenden Trassen für Fußgänger und Radfahrer zu verbinden. Diese Korridore bieten sich an, über das Areal hinaus verknüpfungen zu schaffen! Wo kommt die Kirche hin? Es fehlt dem Entwurf die organische Mitte. Seit lan - ger Zeit ist das Zentrum eines Quartiers die Kirche und der Marktplatz. Rund um die Kirche können Fa- milienzentren, Kindergärten, Schulen und Läden für den täglichen Bedarf entstehen. Wo die Kirche und ihre Einrichtungen ist, bedarf es keiner anderen städ- tischen Einrichtungen, da die Einwohner versorgt werden können. Vielleicht wolen katholische und evangelische Kirche auch einen gemeinsamen Kir - chenraum mit ergänzenden Einrichtungen schaffen. Dafür muß Raum vorgesehen werden. Kommentare zum Beitrag: Es bedarf keiner Kirche Vor langer Zeit war es durchaus so, dass die Kirche 0 0 0 Sonstiges / Verschiedenes 4 0 0 2 0 3 1 0 0 Seite 44Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung tigen Stelle. Die vielgepriesene „Ehrenfelder Mi - schung“ aus vielfältigen Wohn- und Arbeitsräumen, Gewerbe, Versorgung, Bildung, Kultur und Sozialem bekäme hier endlich eine Chance. Verschiedenes Bilanzierung der Grünflächen und Bäume Wie viel Grünfläche entsteht (ohne Spiel- und Sport - flächen)? Wie viele Bäume müssen laut Entwurf gefällt werden und gepflanzt werden (z. B. als Ausgleich für Parkflä - chen)? Wie viel e von den Bäumen können wirklich gepflanzt werden? Antwort der Moderation: Das sind alles Fragen die in der 2. Phase des Wetteb - werb und im weiteren Projektablauf beantwortet werden. Kirchen sind gerade in unserer Zeit wichtig Gerade die steigenden Kirchenaustritte machen es notwendig, den Menschen ein Angebot zu machen, dass direkt vor der eigenen Haustüre liegt. Warum nicht den Versuch machen, dass katholische und evangelische Kirche ein gemeinsames Gotteshaus bauen und betreiben. Denn eine Kirche kann ebenso wie Grünflächen, Marktplätze, Cafe´s ein Ort der Er - holung und Ruhe sein. Daher ist eine Kirche zielge - richtet auf die Erlebnisqualität eines Quartiers. Oder wollte jemand bestreiten, dass der Kölner Dom nicht eine besondere Qualität und Wirkung für unsere Stadt hat? Gleisbogen und Park zeichnen diesen Entwurf be - sonders aus Gut: Der kleinteilige Wechsel der Gebäudehöhen ist wohl- tuend. Den Industriedenkmalen wird angemessener Raum gelassen. Die Aufnahme des Gleisbogens ist sehr sinnvoll und dokumentiert den industriellen Charak - ter dieses Geländes. Die kleinen Baufelder lassen eine gute Nutzungsmischung und vielfältige Wohnfor - men zu. Es werden 30 % geförderter Wohnraum so - wie 20 % für Mietwohnungsbau, Genossenschaften, gemeinschaftliche Wohnformen oder Baugruppen gleichmäßig über dem Areal verteilt. Mit nur einer Straße für PKW, zwei Parkhäusern und 2 Plätzen wird den Fußgängern genügend Raum ge - lassen. Das Rad-/Fußwegenetz unterquert die Bahn nach Norden. Die Grünflächen sind gut bemessen und dominant. Weitere Anregungen: Die Gaskugel muss sichtbarer nach außen werden. Das Rad-/Fußwegenetz beschränkt sich auf MBA so - wie Ideenteil und berücksichtigt die Anschlüsse in der Umgebung leider nicht. Weniger Tiefgaragen, besser Parkhäuser, die später umgenutzt werden können. Tiefgaragen sind nicht mehr zeitgerecht, können schwer umgenutzt werden und behindern die dringend erforderliche Mobilitäts- wende. Fazit: Obwohl Dichte und Geschosshöhen (wie in allen Ent- würfen) viel zu hoch sind, ist dieser Entwurf zukunfts- fähig und bietet hinsichtlich Nutzungsmischung, Wohnformen, Mobilität und Klima ein gutes Poten - tial. Der Park und die Abbildung des Gleisbogens zeich - nen diesen Entwurf besonders aus. Der neue Kulturbaustein rund um das kulturell ge - nutzte Uhrenhaus mit Jugendtreff liegt an der rich - 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Seite 45Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Online Beteiligung Kirchen sind zeitgemäß und wertvoll Kirchen und die damit verbundene Religion sind un - sere kulturellen Wurzel. Aber auch heute geben sie der Hälfte unserer Bürger noch eine spirituelle Hei - mat. Wer das nicht sieht lebt auf dem „Mond“ . Die Kirche bieten im Bereich der Familienangebots eine Rundumbetreuung, die sehr viel mit Achtsamkeit, Re- spekt und moralischen Werten zu tun hat. Also war - um sollte die Kirchen diese Einrichtungen mit ihrer Expertise nicht betreiben. Aber die Kirchensteuerzahler entlasten mit ihrem kirchlichen Beitrag die Kosten für Schule und Kin- dergarten. Ohne die Kirchen darf die Stadt Köln die Kosten zu 100% stemmen. Aber wir sehen ja, wie unsere städtischen Schulen aussehen. Schauen sie sichmal kirchliche Einrichtungen an. Dann sehen sie den Unterschied. Die Einrichtungen wie Familienzen- tren, Jugendzentren, Altentreffs, Unterstützung sozi- al Schwacher, Frauentreffs, tec. werden ausschließlich von den Kirchen alleine finanziert. Damit vertreten die Kirchen die Interessen aller. Ohne Kirchen wäre unser Leben nicht nur in Köln ärmer. 0 0 0 Allgemeine Anregungen entwurfsunabhängig Wasserstoffspeicher Hochexplosiven Wasserstoff direkt neben einer Grundschule zu speichern, finde ich ziemlich ge - fährlich. Antwort der Moderation: Das wird folgenden Hinweis für die zweite Bear - beitungsphase erhalten: von dem ausgearbeiteten Wasserstoffkonzept sollte Abstand genommen werden. Öffentliche Aussichtsterasse Ich komme gerade aus Rotterdam zurück und habe da die Kunstsammlung Depot Boijmans Van Beu - ningen besucht. Der großartige Neubau hat eine öffentliche, begrünte und komplett umlaufende Dachterrasse auf etwa 40 Metern Höhe, die eine tolle Aussicht über die Stadt erlaubt. Wäre so etwas nicht auch eine Idee für das Ma - x-Becker-Areal? Es muss ja nicht unbedingt eine Kunstsammlung werden, aber insbesondere die öffentliche Dachterrasse auf größerer Höhe würde sich doch in dieser Lage für schöne Ausblicke über Köln anbieten. :) Die vorliegenden Anregungen und Bewertungen wurden über Karteikarten bei der analogen Aus - stellung der Entwürfe eingebracht. Die Anmerkun- gen wurden lediglich redaktionell, falls erforder - lich, verändert. Seite 46Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Analoge Ausstellung Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt Land -Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt Land - schaftsarchitektenschaftsarchitekten GUT GEFÄLLT MIR? 1. Blockbebauung 2. Energie-„Parkhaus“ (Speicher) MIR FEHLT NOCH? 1. Ehrenfelder Mischung, gewerbliche EG-Nutzung 2. Kleinteiligere Nutzungsmischung, belebte Nut - zung in Gebäuden im Osten nach Büroschluss 3. Konkrete Aussage zur Bebauung / Nutzung am S-Bahnhof WEITERE ANREGUNGEN? 1. Die Gleisschleife soll Wildnis sein, unversiegelt 2. „Privatheit“ der Innenhöfe ist nicht schön cityförster / urbanegestalt cityförster / urbanegestalt GUT GEFÄLLT MIR? 1. Living-Bridge am Luisenviertel; Baufelder für ge - meinschaftliches Wohnen / Genossenschaften Idee der „Bummelmeile MIR FEHLT NOCH? 1. Aufbrechen der „Privatheit“ der Innenhöfe 2. Konkrete Aussage zur Bebauung/ Nutzung am S- Bahnhof WEITERE ANREGUNGEN? 1. Idee der „Low-Line“ ist unrealistisch (nur bei voll- ständiger Aufgabe der Bahn) 2 Beteiligung der analogen Ausstellung 2 B eteiligung der analogen Ausstellung Urban Agency / Nord ArchitectsUrban Agency / Nord Architects GUT GEÄLLT MIR? 1. Mobilitätskonzept (insb. begrenzter Zugang für PKW) 2. Kleinteilige Durchwegung; Verzicht auf Tiefgara- ge = viel Grün zwischen den Häusern sympathi - sches Geschoss-/ Höhenkonzept, Gebäude am Luisenviertel, Fuß-/Radwege parallel zur Wid- dersdorfer Straße im Süden (Ideenbereich) ist gut! Umnutzbares Parkhaus 3. Die Kleinteiligkeit MIR FEHLT NOCH? 1. Autozufahrt noch nicht optimal 2. Platz zum Feiern und Lärm machen WEITERE ANREGUNGEN? 1. Spielplatz auf Parkhaus fragwürdig 2. Falls der Gasbehälter entfallen sollte, fehlte eines der drei Schlüsselgebäude (urbane Knotenpunk - te), die wichtig erscheinen 3. Die Gleisschleife soll Wildnis sein, unversiegelt Seite 47Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Analoge Ausstellung Teleinternetcafe / treibhaus LandschaftsarchitektenTeleinternetcafe / treibhaus Landschaftsarchitekten GUT GEFÄLLT MIR? 1. Städtebauliche Struktur mit Überbaubarkeit 2. Idee Shuttle als Ring, große Bereiche ohne TG-Un- terbauung, kleinteilige Nutzungsmischung; Schallschutz-Glaswände/Balkone MIR FEHLT NOCH? 1. Dachbegrünung, urban Framing 2. Konkrete Aussage zur Bebauung/ Nutzung am S- Bahnhof 3. Ideen für Belebung Fuß-Radweg aus Luisenvier - tel! WEITERE ANREGUNGEN? 1. Privatheit der Blockinnenbereiche aufbrechen ASTOC / club L94 Landschaftsarchitekten ASTOC / club L94 Landschaftsarchitekten GUT GEFÄLLT MIR? 1. Kulturfläche an der Widdersdorfer Straße mit an- grenzendem Park und Markhalle, Radschnellweg 2. Der Radschnellweg, Kulturzentrum, Markhalle, -angrenzen der freien Grünfläche 3. Idee Energiespeicherung in Gaskugel (Hz); Ergän- zungsbau Luisenviertel, weitere Fuß-/Radweg - trasse parallel zu Widdersdorfer Straße im Süden (Ideenbereich) MIR FEHLT NOCH? 1. In allen Projekten Schienenanbindung S-Bahn Vorschlag WEITERE ANREGUNGEN? 1. 12 stöckige Häuser sind nicht schön 2. Begrünung der Dächer wie Plan 1047 3. Aussage zur Nutzungsmischung zu vage! Nur dieser Plan trifft konkrete Aussage zur Bebauung am S-Bahnhof 4. Schienenanbindung S-Bahn Vorschlag Seite 48Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen zungsfrei weiter geführt. An dem Bahndamm kann dann eine barrierefreie Rampe auf die Vo - gelsanger Straße angelegt werden und verbin - det so zügig und sicher das Max-Becker-Areal mit Ehrenfeld und dem Schulezentrum Helios. Dies ist möglich trotz des Denkmalschutzes des Bahn- damms. Am S-Bahnhof Köln Müngersdorf wird ebenfalls ein qualitätsvoller Anschluss der Um - welttrasse geschaffen, der die Straßenbahn-Hal - testelle auf der „Kiüttenbahn“ mit einbezieht. (Siehe Beschluss der BV Lindenthai vom 08.06. 2022). 2. Schienenverkehr- Straßenbahnverlängerung auf der Subbeirather Straße: Sinnvoll wäre für dieses Quartier mit der Dichte 3,0, dass es einen hoch- wertigen Straßenbahnanschluss gibt. Die Hal- testelle der Straßenbahn auf der „Kiüttenbahn“ liegt zu weit weg. Von daher wird von der Stra - ßenbahn auf der Subbelrathher Straße eine Ver - längerung über den Gürtel hinaus bis zur Äuße - ren Kanalstraße. Die Straßenbahn wird dann über Äußere Kanalstraße und Maarweg bis zur Eisen- bahn-Unterführung geführt und erhält dort die Endhaltestelle. Damit wird der Alte Güterbahn- hof ebenso erschlossen wie das Max-BeckerAre - al. Auf einem großen Abschnitt gab es lange Jah- re eine Straßenbahnlinie als Umleitung während des U-Bahn-Baus. Gesamtfazit: Zwei wirklich innovative Entwürfe mit einem guten modernen Mobilitätskonzept und einer städtebauli - chen Struktur und einer Nutzungsmischung, die der Ehrenfelder Vielfalt am nächsten kommt. Doch diese sind nicht lnvestorenfreundlich, sondern menschen- freundlich. Für Bewohner: innen wie für die Nachbar- schaft. Die konventionellen Entwürfe von Astoc und Kister erfüllen mit ihrer Struktur und dem Hochhäusern eher die Wünsche von Investoren und zementieren eine Autoverkehrserschließung aus der Vergangen - heit in die Zukunft. AllgemeinAllgemein Kommentar Hochpunkte sind Hochhäuser! Es sind in allen Ent - würfen auch sehr hohe Hochhäuser geplant, die ver - mutlich durch den Flächenbedarf des Investors bezgl. Wohnen und Büros in der Auslobung gefordert wur - den. Ein Hochhauskonzept für Ehrenfeld und Brauns- feld muss dringend her, denn die Multiplizierung von „Hochpunkten“ ist klimaschädlich und macht noch lange keinen guten Städtebau aus. 1. Die Einrichtung eines Shuttles wird umstritten sein: Planungszeit, Betreiber, Kosten-/Nutzen - rechnung. Ohne Shuttle würde der Radweg Raum und Qualität gewinnen und auch an den engen Stellen grüner werden können. Außerdem trennt die Shuttlelinie die für MBA notwenige Grünfläche auf dem Gleisgrundstück vom Lui- senviertel und blockiert den Anschluss an den Gleispark, siehe Zielbild. 2. Dieser B-Plan wird eine neue Radwegtrasse aus - weisen als Ergänzung des Radwegenetzes des Rahmenplans Braunsfeld Ehrenfeld Müngersdorf auf. Er sollte nach Osten über die Oskar-Jä - ger-Straße hinweg in die Vogelsanger münden, Ehrenfeld mit Helios wäre angeschlossen, eine Verlängerung in die Innenstadt wäre möglich, siehe Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld von VIA 2018 im Gelben Netz. Ebenso wäre eine Verlängerung über Müngersdorf im Grünen Netz in den Westen möglich. 3. Obwohl Dichte und Geschosshöhen in allen Entwürfen viel zu hoch sind, sind drei Entwürfe zukunftsfähig und bieten hinsichtlich Nutzungs- mischung, Wohnformen, Mobilität und Klima ein gutes Potential. Kommentar 1. Radverkehrsbrücke: Durch die Hochlage des Radwegs an der Bahntrasse wird er mittels einer Überführung über die Oskar-Jäger-Straße kreu - 3 Weitere Anregungen (per Mail) 3 W eitere Anregungen (per Mail) Seite 49Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen das Quartier eine notwendige Größe hat. 2. Zugleich wird viel Freifläche zwischen den Häu- sern geschaffen, die hoffentlich naturnah gestal - tet wird. Die Wasserfelder sind aus klimatischen Gründen wertvoll. wie überhaupt der Entwurf viel von einem klimafreundlichen Quartier hat. 3. Die Lage der Schule mit Sporthalle am Maarweg hat somit eine kurze Erschließung von 4. Außen. Sie wirkt aber nach innen. Besonderes Plus: Die gemischten Baufelder beleben das Quartier und sorgen für eine Vielfalt. Die Nutzungsmischung ist von allen Entwürfen am besten gelöst. Zum Verkehr: 1. Die Mobilitätspunkte, die am Rande des Quartiers liegen (kurze Erschließung durch den MIV) mit der Nutzung des Dachs und der Möglichkeit ei- ner Umnutzung. Damit sind diese Ort flexibel für eine weitergehende Mobilitatswende und wer - den heute einer weiteren Nutzung zugeführt als nut Beton für Autoparken. Unterstützt wird das Verkehrskonzept durch die Trennung von Auto- und Mobilitätsachsen. Sehr wesentlich sind die urbanen Knotenpunkte. 2. Es gibt neben der Trasse an der Eisenbahn zwei weitere Ost-West- Fahrradverbindungen im Qar - tier. Weitergehende Hinweise: Es gibt ausreichend Abstand zu den denkmalge - schützten Häusern an der Widdersdorfer Straße. Was geändert werden muss: 1. Freistellung des Kugelgasbehälters aus der Blick- richtung Eisenbahn. Hier stehen IV und VI--hohe Gebäude. 2. Der Kugelgasbehälter ist ein Identifikationsmerk- mal des Quartiers und sollte auch von der Eisen - bahn sichtbar sein. 3. Beim Lärmschutz entlang der Eisenbahn soll- ten die Lösung für den Schallschutz nach dem Modell der Moselstraße I Eitelwall oder in Jun - kersdorf beim ehemaligen „Kloster zum Hirten“ Urban Agency / Nord ArchitectsUrban Agency / Nord Architects Teleinternetcafe / treibhaus LandschaftsarchitektenTeleinternetcafe / treibhaus Landschaftsarchitekten cityförster / urbanegestalt cityförster / urbanegestalt Die drei Entwürfe entsprechen durch die veraltete Erschließung (MIV auf dem Grundstück überwiegend in Tiefgaragen führend) und wegen mangelhafter innovativer Mischung der Nutzungen und Wohnfor - men nicht den Vorgaben des neuentwickelten Ziel- bildes für die Kölner Weststadt: Fokusraum 1, siehe Beschluss StEa am 28.10.2021. Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt Land -Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt Land - schaftsarchitektenschaftsarchitekten ASTOC / club L94 Landschaftsarchitekten ASTOC / club L94 Landschaftsarchitekten Die beiden Entwürfe entsprechen durch die veraltete Erschließung (MIV auf dem Grundstück überwiegend in Tiefgaragen führend) und wegen mangelhafter innovativer Mischung der Nutzungen und Wohnfor - men nicht den Vorgaben des neuentwickelten Ziel- bildes für die Kölner Weststadt: Fokusraum 1, siehe Beschluss StEa am 28.10.2021. Die Überarbeitung der 5 Entwürfe wird deren Qua - litäten verbessern und sich den in der Bürgerbeteili - gung geäußerten Zielen sicher nähern und das Ziel - bild mit Leben erfüllen. Danach gilt es, die Umsetzung in einen präzisen B- Plan detailliert vorzubereiten und auch die erforder - lichen Städtebaulichen Verträge rechtssicher zu for - mulieren. Es darf nicht sein, dass gute städtebauliche Entwürfe im B-Plan und in den folgenden Bauantragsplänen dermaßen geglättet und verwässert werden wie im Verfahren Güterbahnhof Ehrenfeld. Auch in der Um - setzung muss das Zielbild beachtet und verwirklicht werden Urban Agency / Nord ArchitectsUrban Agency / Nord Architects Was gefällt: 1. Der Kugelgasbehälter als Ausgangpunkt für eine Grünanlage, die das Gebiet durchzieht und für Seite 50Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen 6. Die Lösung für den Schallschutz an der Eisen - bahn nach dem Modell der Moselstraße Eitelwall oder in Junkersdorf beim ehemaligen „Kloster zum Hirten“ an der Aachener Straße. Leider feh - len weitere Querungen für den Radverkehr in Ost-West-Richtung für die innere Verbindung und äußere Anbindung. Verkehr Sinnvoll sind die multifunktionalen Orte für das Quartiersparken, deren Lage auch gut gewählt wur - de. Die Haupterschließung wird über die Straße der Gleisrundung geschaffen. Fazit: Ein guter Entwurf der Potential hat und durch den Gleisbogen besticht. Für mich Platz Nummer 2. cityförster / urbanegestalt cityförster / urbanegestalt Was gefällt: Was gefällt: 1. Der Gaskugelbehälter, wie die zwei freistehenden denkmalgeschützten Häuser an der Widdersdor- fer Straße wird geachtet. 2. Der Marktplatz am Uhrenhaus ist eine gute Idee. Was fehlt: Verkehr mit Minuspunkten: 3. Nur 1/3 des Autoverkehrs wird über die Mobili- tätshubs abgewickelt, der größere Anteil über Tiefgaragen. Dies ist nicht mehr angemessen für eine moderne Mobilität. 4. Zudem hat der Mobilitätshub eine tote Erdge - schosszone, da weder die Fahrradgarage noch der Nahversarger für spannende Fensterfronten sorgen, sondern eher tote Flächen sind. Falscher Standort für die Schule 5. Direkt an der Kreuzung Widdersdorfer Straße/ Maarweg angeordnet, erhält sie von zwei Seiten Autolärm. Wie sollen da bei geöffnetem Fenster gelernt werden. (Das war an vielen Schulen wäh- rend der Pandemie ein Problem- siehe Elisabeth von Thüringen-Gymnasium.) Städtebau: 6. normalem Entwurf, bei den Gewerbehöfen feh - an der Aachener Straße aufgegriffen werden Fazit: Dieser Entwurf hat den Platz 1 verdient, wenn zum Kugelgasbehälter weitere Sichtachsen geschaffen werden. Zudem können die BlöckeamEisenbahn - damm mit Glasbrücken verbunden werden als Lärm- schutz (wie in Junkersdorf Kloster Aachener Straße) Teleinternetcafe / treibhaus LandschaftsarchitektenTeleinternetcafe / treibhaus Landschaftsarchitekten Guter Ansatz 1. Der Kugelgasbehälter als Ausgangpunkt für eine Grünanlage, die das Gebiet durchzieht und für das Quartier eine notwendige Größe hat. Zu- gleich wird viel Freifläche zwischen den Häusern geschaffen, die hoffentlich naturnah gestaltet wird. 2. Die Leitidee der „Liebe zum Bestand“ ist hervor - zuheben, dadurch entsteht kein „gesichtsloses Neubauquartier‘‘ . Dies ist auch am würdigen Ab- stand zu den denkmalgeschützten Häusern (Pri - vatbesitz) an der Widdersdorfer Straße zu bemer- ken. 3. Einen Grünen Teil von Ehrenfeld zu schaffen, ist ein weiteres gutes Leitbild. 4. Der städtebauliche Entwurf nach dem histori - schen Gleisbogen anzulegen, hat Charme und ist ein Alleinstellungsmerkmal So wird der große Stadtraum unter. Die damit einhergehende Dich- te wird gut gelöst, indem kleinteilige Zuschnitte gewählt werden. Dies ist notwendig, um auch Angebote für Baugruppen zu schaffen. Am Ran - de sind dann 10-stöckige Häuser vorgesehen, um entsprechend den Wohnraum zu schaffen. 5. Der Schulstandort hat ein schwerwiegendes Problem. boch die dargestellte Offenheit des Schulraums muss bezweifelt werden (siehe He - liosschule oder Schulzentrum Weiden). Deren Si- cherheitsanforderungen verlangen eine bauliche Abgrenzung. Somit würde ein großer Raum im Quartier abgeschottet und undurchlässig Seite 51Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen Fazit: Mehr Mängel als positive Punkte, eine rück - wärtsgewandte Autoerschließung und kein innova- tiver Städtebau. ASTOC / club L94 Landschaftsarchitekten Was gefällt: der Glaskugelbehälter ist freigestellt und hat viele Blickachsen. Die Kombination mit dem Umspannwerk bietet räumliche Chancen. Was fehlt: Verkehr: großer Minuspunkt 1. Durch die Schlaufenerschließung mit 6 (!) Tief- garagen ist es ein Autoquartier und somit nicht mehr zeitgemäß. 2. Die als „Grüne Grachten“ bezeichneten Achsen sind Alleen und haben gar kein Wasser. Warum werden sie dann nicht beim richtigen Namen be- nannt: Grüne Alleen? Städtebau: großer Minuspunkt 3. Die Struktur mit 4 großen Quartieren erleichtert die Orientierung, ist aber sonst konventionell und entspricht überhaupt nicht dem Ehrenfelder klein-klein. Wie sollen in diesen großen Blöcken Vielfalt & Leben einziehen. Hochhausbau: 4. Es wird sehr hochgeschossig gebaut bis zu 12 Stockwerke, 1 Gebäude mit 15 Stockwerken. So werden zwar Freiräume geschaffen, doch ist es der Wert für den Quartierscharakter? Fazit: Neben einer konservativen Stadtstruktur sind die Hochhäuser störend. Zudem ist die Autoerschlie- ßung ein Relikt der 1980er Jahre. KugelgasbehälterKugelgasbehälter Zwischenpräsentation Ergebnisse Wettbewerb Max- Becker-Areal Sehr geehrte Damen und Herren, „Der Kugelgasbehälter in Köln-Ehrenfeld ist ein - schließlich Fundament und umgebender Freifläche len die Höhenangaben, um zu bewerten, ob die Höhe den Gaskugelbehälter stört. 7. Wir haben zwei Achsen eine Grünachse und eine Steinachse. Letztere ist unter Klimagesichtspunk- ten nicht zu empfehlen. Fazit: Der Städtebau + Nutzungsmischung ist nicht so überzeugend dass die Nachteile von Autoverkehrser- schließung und Steinachse ausgeglichenwerden. Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt Land -Kister scheithauer gross / Rainer Schmidt Land - schaftsarchitektenschaftsarchitekten Was gefällt: Es werden 3,5 ha Grün geschaffen - der Preis dafür ist eine massive Hochhausbebauung mit XV und VIII- stöckigen Gebäuden. Das ist ein Minuspunkt, da nicht Ehrenfeldtypisch. Was fehlt: Städtebau: 1. Es werden große Blockstrukturen geschaffen, auch dies ist nicht typisch für Ehrenfeld. Eine Vier- telslebendigkeit ist damit schwer zu erreichen 2. Das Strukturelement - die sogenannte Diagona - le - ist ein Euphemismus. Sie hat nur Wirkung in einem kleinen Raum und hier ist es eine Spielerei und überflüssig. Für das gesamte Max-Becker-A - real ist diese Diagonale wirkungslos. 3. Die denkmalgeschützten Häuser an der Wid - dersdorfer Straße erhalten mit V Stockwerken zu hohe Häuser in direkter Nachbarschaft. 4. Das denkmalgeschützte Uhrenhaus wird mit VI + VII + IV Gebäuden zugebaut und verliert somit an Bedeutung und Wert. Nutzungsmischung: 5. sehr traditionell. Als Kulturbausteine werden Schule + Kita bezeichnet - ein interessanter Kul - turbegriff. Doch Orte für Kultur fehlen. Auto-Verkehr: 6. Unter jedem Block ist eine Tiefgarage mit ent - sprechenden Zufahrten im Quartier. Dies ist kei - ne zeitgemäße Mobilität und die Autos stören im Quartier. Seite 52Max Becker-Areal Köln Ehrenfeld Dokumentation | Weitere Anregungen im beschriebenen Umfang ein Baudenkmal gemäß §2 DSchG NRW. Er ist bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen und für die Entwicklung der Arbeitsverhältnisse. Seine Erhaltung und Nutzung liegen aus wissenschaftlichen Gründen – hier: technikhistorischen und ortsgeschichtlichen Gründen – im öffentlichen Interesse“ . (Gutachterliche Stellungnahme des LVR-ADR vom 10.03.2022) Dieser Auffassung haben sich alle fünf Planungsbüros im Wettbewerb angeschlossen. Ein überzeugendes Ergebnis, dass der Kugelgasbehälter auch städtebau- lich hervorragend integriert werden kann. Die Planungsbüros haben den Kugelgasbehälter als Identifikationsmerkmal für das Quartier erkannt und ihn so in die Planungen übernommen. Weiterhin ist in allen Entwürfen der Kugelgasbehälter der Ausgangspunkt für eine Grünanlage in Ehrenfeld gewählt worden, die bis zum denkmalgeschützten Uhrenhaus reicht. Die Auffassung der BI Kugelgasbehälter, von Teilen der Politik und vom Rahmenplanungsbeirat wurde bestätigt. Nun ist es an der Zeit, dass Verwaltung und Investor diese einmalige Chance ergreifen und sich auch für den Erhalt des Kugelgasbehälters aussprechen. Als „Landmarke“ für das Quartier, Ehrenfeld und die Stadt Köln. In einigen Entwürfen müssen noch die Blickachsen von Osten und Nordosten (Eisenbahn) überarbeitet werden, da hier die Höhe der Baukörper die freie Sicht auf den Ku- gelgasbehälter verhindert. Kommentare zum Beitrag: Es handelt sich bei der Einschätzung des LVR-ADR um eine vorläufige gutachterliche Stellungnahme, die im Rahmen der Benehmensherstellung seitens des LVR ab - gegeben wurde. Für den Kugelgasspeicher am Maarweg wurde bislang kein Denkmalschutz festgestellt oder in die Denkmalliste eingetragen. Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Köln ist die bescheidende Stelle und der Auffas- sung, den Kugelgasbehälter nicht unter Denkmalschutz zu stellen. Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, das noch nicht abgeschlossen ist. Daher ist weiterhin durch die Teams in Varianten zu planen. -
Anlage 3 Erläuterungstext Cityfoerster
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1 EHRENFELDER „BEST OF“ Grün vernetzt. Kulturell verankert. Kreativ anziehend. Das 13,6 ha große ehemalige Max-Becker-Areal ist heute stadträumlich isoliert und emissionsbelastet. Die Umgebung ist geprägt von Defiziten in der Freiraum- und Nahversorgung und stellt eine strukturelle und programmatische Zäsur in der im ansonsten kleinteigen Veedel-Struktur des westrheinischen Stadtgebietes dar. Mit dem Ehrenfelder Best-Of en tsteht ein offenes, charakterstarkes Quartier, das eine hohe städtebauliche Dichte mit offenen, vielfältig vernetzenden und reichhaltig programmierten Freiräumen verbindet. Es ist ein Kölner Veedel im besten Sinne: Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung sind kleinräumlich gemischt und auf kurzen Wegen miteinander vernetzt. Das neue Quartier ist grün, kulturell verankert und kreativ anziehend. Ortsprägende Bau- und Freiraumtypologien fügen sich in ein buntes Mosaik ein und schaffen Angebote für unterschiedlichste Lebensstile und Altersgruppen. Die städtebauliche Entwicklung bildet dabei einen strukturellen und programmatischen Brückenschlag zwischen den Veedeln Ehrenfeld, Müngersdorf und Braunsfelds. DAS QUARTIER KOMMT ZUSAMMEN. Im Gebietsbestand treffen eine „grüne Welt“ (Grünflächen- und Baumbestand) im Westen und eine „rote Welt“ (ehemalige Metallverarbeitung und Recyclinghof) im Osten aufeinander. Das städtebauliche Konzept erhält diesen Kontrast und leitet für beide Bereiche jeweils angepasste Entwurfsstrategien ab. Die grüne Welt wird noch grüner: Eine grüne Freiraumverbindung verläuft diagonal durch das Gebiet – von der Widdersdorfer Straße bis an die Gleistrasse - und bildet das grüne Herz des neuen Quartiers. Der üppige Baumbestand wird weitestgehend erhalten und in den zentralen Quartierspark integriert, das Grünvolumen wird erhöht. Die denkmalgeschützte Mauer inszeniert den Eingang ins Quartier und in den Pocket-Wald von der Widdersdorfer Straße aus. Die rote Welt ist Schwerpunkt der baulichen Entwicklung und geprägt durch urban-industrielles Flair: Spuren der industriellen Nutzung mischen sich hier mit grünen Hainen und prägen den Charakter der Quartiersfreiräume. Die urbane Bummelmeile vernetzt die öffentlichen und kulturellen Orte und fungiert als pulsierender urbaner Treffpunkt. An der Schnittstelle beider Bereiche entsteht ein lebendiger, urbaner Parksaum, in dem sich das historische Uhrenhaus befindet, das zu einem lebendigen Anker des neuen Quartiers umgenutzt wird. EHRENFELD NEU VERNETZT. Die Öffnung des Areals ermöglicht die Einbettung und Vernetzung sowohl in den Freiraumverbund als auch in das Mobilitätsnetzwerk Ehrenfelds, sowohl auf lokaler, stadtteilbezogener und überörtlicher Ebene. Die Durchwegung für Fuß- und Radverkehr wird durch die Einbindung in das Radwegekonzept verbessert, bestehende Grünstrukturen integriert, gestärkt und miteinander vernetzt. Der Bahnweg fungiert als grünes Rückgrat des Areals und stellt eine attraktive Verbindung für Zufußgehende und Radfahrende zur S-Bahn-Haltestelle her. Die städtebauliche Figur entlang der Gleise bietet durch Rücksprünge eine abwechslungsreiche Ansicht. An diesen Rücksprüngen entstehen Eingangssituationen in das Quartier und die Gebäude, wodurch auch nach Norden eine Quartiersadresse ausgebildet und die soziale Kontrolle in dem Bereich erhöht wird. Perspektivisch können auf übergeorderter Ebene Freiraumbezüge zum Klüttenkorridor, Gleispark und der Low Line aufgenommen werden. Auch programmatisch verwebt sich das Quartier mit seiner Umgebung und stellt so heute fehlende Verbindungen her. Unter dem Motto “Ehrenfeld weiterbauen” werden die angrenzenden Quartiere (Ideenteil) behutsam nachverdichtet und erhalten klare programmatische Schwerpunkte, die auf dem Bestand aufbauen. BEST-OF EHRENFELD. Markante Gebäude- und Freiraumtypologien aus der Umgebung dienen als Inspiration für die stadträumliche Vielfalt. Sie fügen sich collagenhaft in das robuste städtebauliche Gerüst und prägen einen lebendigen und kontrastreichen Quartierscharakter. Dieser ist städtebaulich differenziert beschrieben und in der architektonischen Umsetzung resilient. Funktionen werden dabei kleinräumig gemischt und überlagert. Ein dichtes Nebeneinander kompakter Wohnformen, moderner Arbeitswelten und gut erreichbarer sozialer Infrastruktur ermöglicht unterschiedliche Lebensstile und schafft für alle zugängliche und barrierefreie Angebote. Eine gute Freiraumversorgung ermöglicht eine hohe städtebauliche Dichte: Durch den Einsatz von Staffelgeschossen wird die Maßgabe einer GFZ von 3,0 bestmöglich ausgenutzt. Der zu gleich hohe Bedarf an Wohn- und Gewerbefläche und neuen Grünräumen für die unterversorgte Umgebung resultiert in einer intensiven und vielfältigen Dachflächennutzung. Bestehende Gebäude und Freiräume wie Uhrenhaus, Arbeitervillen und die Gebäude des Gaswerks Köln werden als identitätsstiftende Anker aktiviert und bilden zusammen mit neuen Nutzungsbausteinen wie dem City-Hub, der Living Bridge im Luisenviertel und dem Sportpark ein Netz aus charakterstarken öffentlichen Orten und soziokulturellen Treffpunkten. Ein Erhalt des Gaskugelbehälters ist in dem Entwurf mitgedacht. Gleichzeitig ist die städtebauliche und freiraumplanerische Figur nicht auf Ihn ausgerichtet, sodass bei einem Rückbau keine Leerstelle entsteht, sondern mit der Kugelgasbühne ein weiterer kultureller Anker. MOBILITÄTSKONZEPT. Ziel des Mobilitätskonzeptes ist die Förderung MIV-armer, multimodaler Mobilität. Durchgangs- und Parksuchverkehr werden aus dem Quartiersinneren ferngehalten. Die MIV-Erschließung erfolgt von der Widdersdorfer Str. aus und wird in einer Nord-Süd Achse am östlichen Gebietsrand gebündelt. Von dort aus werden die Tiefgaragen der westlichen Baufelder über Stichstraßen erschlossen. Alle weiteren Straßenräume sind entweder als reiner Fuß- und Radweg ausgestaltet oder nur für Ver- und Entsorgung befahrbar. Im gesamten Gebiet gilt Tempo 30 und ein Vorrang für Fuß- und Radverkehre. Ein Drittel des ruhenden Verkehrs wird im City-Hub gebündelt, der kombiniert mit zahlreichen Mobilitäts- und Nahversorgungsfunktionen sowie sozialen Angeboten und einer Energiezentrale zu einem zentralen Baustein des Quartiers wird. Die restlichen zwei Drittel des Stellplatzbedarfes werden in Tiefgaragen am nördlichen und westlichen Gebietsrand bereitgestellt. Die Untergeschosse verfügen zusätzlich über wohnungsnahe Radinfrastruktur sowie Sharing-Angebote, um den Verzicht auf einen privaten PKW zu erleichtern. Verteilt über das Gebiet befinden sich an zentralen Orten weitere Mobilitätsstationen, die gut sichtbar im öffentlichen Raum Ladeinfrastruktur und Sharing- Anlage 3 2 Angebote bereitstellen. Am S-Bahnhof Technologiepark entsteht ein weiterer Mobilitätshub mit Radinfrastruktur, Shuttle-Haltestelle und Nahversorgungsfunktionen. Ein dichtes Radwegenetz vernetzt das Areal in Ost-West-Richtung über das Kerngebiet hinaus und bindet an die geplante Radschnellroute entlang der Gleistrasse an. Das Last-Mile-Shuttle, das das neue Quartier mit dem Haltepunkt der S12 und S19 verbindet, nutzt ebenfalls den Bahnradweg und bewegt sich als On-Demand-Service auf einer vorgegebenen Route durch das Quartier. NUTZUNGSKONZEPT. Der Entwurf kombiniert 1.630 neue Wohneinheiten, rund 3.300 neue Arbeitsplätze und dazugehörige Versorgungs- und Quartiersfunktionen in einem kompakten und durchmischten Stadtquartier. Die Mischung von Wohn- und Gewerbenutzung geschieht vor allem auf Baufeldebene, was eine gute Realteilbarkeit und Entwicklung sichergestellt. Soziale Infrastrukturen wie KiTas sind in die Wohn- und Bürogebäude integriert und nutzen teilweise die Dachflächen als Freibereiche. Ein vielfältiger Wohnungsmix mit 30% öffentlich gefördertem und 20% gemeinschaftlichem bzw. genossenschaftlichem Wohnen wird in dem Quartier realisiert. Eigentumswohnungen und öffentlich geförderte Wohnungen werden innerhalb eines Wohngebäudes realisiert, wodurch Sozialeingänge vermieden werden. Das breite Angebot an Wohnungsgrößen setzt auf flexible und barrierearme Grundrisse. Die Erdgeschosszonen der Gebäude enthalten größtenteils gewerbliche oder öffentliche bzw. soziale oder gemeinschaftliche Nutzungen, aber auch Wohnen ist im Hochparterre vorgesehen. Ein Fokus liegt auf Kleingewerbe, Gastronomie und Handwerk. Das EG ist hierfür durch eine Geschosshöhe von 4,5m flexibel bespielbar und nach Bedarf veränderbar. Das Raumprogramm des zukünftigen Schulstandorts ist in einem kompakten Baukörper gebündelt, der am nördlichen Ende des Quartierparks verortet ist. Er bildet einen klaren räumlichen Abschluss des Parks, die Turnhalle ist zu den Gleisen und damit zum Lärm orientiert. Der westlich und südlich angrenzende Schulhof vernetzt sich räumlich und funktional mit dem Quartierspark. Nach Ende des Schulbetriebes und am Wochenende können die Freiflächen und Räume für Quartiersfunktionen genutzt werden und erhöhen die Großzügigkeit des Parks. An den emissionsbelasteten Seiten im Norden und Westen schaffen kompakte Blöcke einen baulichen Lärmschutz, durch Versprünge der Baufelder kann der Lärm nicht ins Innere des Quartiers gelangen. Zwischen den Baukörpern besteht zusätzlich die Möglichkeit Lärmschutzregale zu installieren. Das Umspannwerk sowie die Gasregelstation befinde sich im Nord-Westlichen Eck des Grundstücks und sind über den Maarweg auch für Schwerlastverkehre erschlossen. KLIMAKONZEPT. Das Klimakonzept basiert auf der Anpassung an den Klimawandel, der Einsparung von CO², der Integration eines nachhaltigen Wassermanagements und der Stärkung der urbanen Biodiversität. Ziel ist es, den Versiegelungsgrad des Areals trotz der baulichen Entwicklung insgesamt zu reduzieren. Das städtische Mikroklima wird durch kühlende, klimaaktive Freiräume wie Klimahaine begünstigt und so die Entstehung von Hitzeinseln vermieden. Oberflächenwasser wird in den Sickergassen über eine belebte Oberbodenschicht vor Ort versickert und der Vegetation im Quartier zur Verfügung gestellt. Retentionsflächen im Park fangen im Fall von Starkregenereignissen überschüssiges Niederschlagswasser auf. Die Verschattung versiegelter Freiräume reguliert das Stadtklima und erhöht den Komfort bei sommerlicher Hitze. Üppige, artenreiche Vegetation in Straßen, Höfen und Dachgärten stärkt die lokale Biodiversität und trägt zum Artenschutz in der Stadt bei. Durch die Bereitstellung flächensparender Baufelder und kompakter Gebäude mit günstigem AV-Verhältnis, der Verwendung CO 2-sparender Baustoffe und Bauweisen, der Mehrfachnutzung von Grün- und Freiräumen, sowie der Förderung von MIV-armer, multimodaler Mobilität ist die Entwicklung des Areals ein starker Treiber nachhaltiger Stadtentwicklung in Köln. FREIRAUMKONZEPT. Die Ehrenfelder Allmende schafft als zusammenhängender Park eine innenliegende Qualität für die neuen Stadtbausteine. Die Programmierung dieses Parks ermöglicht eine Überlagerung von Naherholung, Sport und Freizeitangeboten mit stadtklimatischen Funktionen. Die parallele Staffelung der einzelnen Nutzungen im Park und die lineare Anordnung der einzelnen Funktionen schafft ein dichtes Netz aus Freizeitangeboten und Möglichkeiten der Teilhabe und Mitwirkung. Kinder-, Jugend- und Sportangebote reihen sich neben Erholungsbereichen und naturnahen Grünflächen. Das Freiraumnetz erstreckt sich bis zum Gleisdreieck und bindet über einen Fuß- und Radschnellweg das dortige Jugend-, Sport- und Kulturangebot an das Gebiet an. Die an den Gleisen verlaufende Achse wird in ihrer Linearität durch kleine Aufweitungen und Baumpakete gegliedert und somit vielfältig erlebbar. Heimische Gehölze sowie Insekten- und Vogelnährgehölze im Park ergänzen die erhaltenen Bestandsbäume und fördern die lokale Biodiversität. Die Bestandsbäume entlang der Widdersdorfer Straße ergeben durch gezielte Ergänzungen einen Pocketwald, der den Auftakt zum Quartierspark bildet. Wohnhöfe zeichnen sich überwiegend durch gemeinschaftliche Grünflächen aus, in die vereinzelte private Vorzonen integrierbar sind. Der Innenhof bietet, zusätzlich zu den Spielflächen auf den Dächern, Spiel- und Bewegungsbereiche. Die Grünflächen können von den Bewohnenden selbst gestaltet und frei genutzt werden. Der urbane Raum wird durch grüne Straßenzüge und Klimabäume aufgelockert und transportiert die grünräumliche Thematik in Wohnstraßen und Sickergassen. Drei öffentliche Quartiersplätze bilden zentrale Orte für Nahversorgung sowie soziales und kulturelles Angebot. Sie unterstützen durch eine belebte Platzabfolge die urbane Mischung des Quartiers und die Funktion der Bummelmeile als urbanen Quartiersort. Kompakte Baumgruppen strukturieren die großzügigen Freiflächen und spenden Schatten. Die insgesamt blau-grüne Geste des Quartiers wirkt den Herausforderungen der großflächig versiegelten Umgebung entgegen und gleicht entstandene Defizite aus. Das neue Netz von Park, Spiel- und Sport-, und Platzflächen bietet Angebote für die direkte Nachbarschafft, schafft einen qualitativen Anlaufpunkt für umliegende Quartiere und lädt zum Verweilen, Flanieren, Spielen und Bewegen ein; in der Mittagspause mit Kolleg*innen oder am Wochenende mit der Familie. 3 Kurzfassung (736 Zeichen) Mit dem Ehrenfelder Best- Of entsteht ein offenes, charakterstarkes Quartier, das eine hohe städtebauliche Dichte mit offenen, vielfältig vernetzenden und reichhaltig programmierten Freiräumen verbindet. Es ist ein Kölner Veedel* im besten Sinne: Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung sind kleinräumlich gemischt und auf kurzen Wegen miteinander vernetzt. Das neue Quartier ist grün, kulturell verankert und kreativ anziehend. Ortsprägende Bau- und Freiraumtypologien fügen sich in ein buntes Mosaik ein und schaffen Angebote für unterschiedliche Lebensstile und Altersgruppen. Die städtebauliche Entwicklung bildet dabei einen strukturellen und programmatischen Brückenschlag zwischen den Veedeln Ehrenfeld, Müngersdorf und Braunsfelds. -
Anlage 9 Auszug BV 4 30.01.2023 _Vorlage 3635_2022
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) Herr Schmitz (02-4) Telefon: (0221) 221-94313 Fax: (0221) 221-94342 E-Mail: Andreas.Schmitz2@stadt - koeln.de Datum: 31.01.2023 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 20. Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld vom 30.01.2023 öffentlich 10.2 Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplanes Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld und über die Empfehlungen zur Überarbeitung des Ergebnisses des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs Max Becker- Areal 3635/2022 Beschluss: Die Bezirksvertretung Ehrenfeld empfiehlt dem Stadtentwicklungsausschuss, folgen- den geänderten Beschluss zu fassen: Der Stadtentwicklungsausschuss 1. nimmt das Ergebnis des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Max Becker-Areal zur Kenntnis; 2. beschließt, nach § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) einen Bebauungsplan für das Gebiet nördlich der Widdersdorfer Straße 194 – 208, östlich des Maarwegs, südlich der Bahntrasse und westlich des Alten Gaswerkes, des Kontrastwerkes (Oskar-Jäger-Straße 173) und des Grundstückes Oskar-Jäger-Straße 175-177 sowie für das Annexgrundstückes westlich des Maarwegs bis zur Vitalisstraße - Arbeitstitel: Max Becker-Areal in Köln-Ehrenfeld - aufzustellen mit dem Ziel, ein urbanes Gebiet mit Wohnen, Gewerbe, einer Grundschule, mehreren Kinderta- gesstätten, Nahversorgung, sozialen und kulturellen Nutzungen, Anlagen zur Energieversorgung, öffentlichen Grün-, Spiel - und Sportflächen sowie Verkehrs- flächen festzusetzen; 3. beschließt die Überarbeitung des Siegerentwurfs von Cityförster mit urbanege- stalt gemäß den Empfehlungen des Preisgerichts als Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren. 4. Bezüglich der weiteren Überarbeitung und des Bebauungsplanbeschlusses sind folgende Punkte zu beachten: a) Da das Preisgericht keine Überarbeitung der Nutzungsdichte empfoh- len hat, sollten sich die Zahlen nicht nennenswert verändern. Somit ist an der im Siegerentwurf vorgesehenen, überwiegend fünf- bis sieben- geschossigen Bebauung festzuhalten. b) Bei der Überarbeitung des CityHubs ist die Quartiersgarage unbedingt beizubehalten. c) Kleinteiligkeit und Nutzungsmischung sind wie im Entwurf beizubehal- ten; d) Angesichts des heute schon überlasteten Verkehrssystems im Kölner Westen muss sichergestellt werden, dass die Verkehrsinfrastruktur (ÖPNV, MIV, Rad- und Fußwege) vor der Fertigstellung / Inbetrieb- nahme erster Projekte auf dem Max Becker-Areal entsprechend ausge- baut und an die überörtlichen Verkehrswege angebunden wird; im Be- reich des MIV gehört hierzu insbesondere die zeitnahe Realisierung des Anschlusses Stolberger Str. an die Militärringstraße. e) Aufgrund der Unterversorgung mit Grünflächen im gesamten Gebiet müssen die notwendigen Grünflächen im Max Becker-Areal auch so früh wie möglich realisiert werden. Starkregenprävention und Bewäs- serung der Grünflächen bei Trockenheit müssen unbedingt mitgeplant werden. f) Das städtebauliche Konzept und mit ihm der vorhabenbezogene Be- bauungsplan sind mit der Gaskugel als Landmarke des industriellen Erbes weiter zu qualifizieren. g) Die Grundschule ist mit einem Lehrschwimmbecken weiter zu qualifi- zieren, das auch für Kurse (Babyschwimmen, Schwimmlernkurse, Aquagymnastik, Rehatraining etc.) außerhalb der Schulzeiten zugäng- lich und nutzbar ist. Entsprechend ist der evtl. zusätzliche Flächenbe- darf dieses erweiterten Raumprogramms schon im Bebauungsplanver- fahren zu berücksichtigen. Eine flächensparende Kombilösung mit der Turnhalle ist anzustreben. h) Zur Verkehrserschließung des Bebauungsplangebietes wird die Ver- längerung des Gleisrad- und Fußwegs entlang des Bahndamms mittels einer Brücke über die Oskar-Jäger-Straße und einer Rampe an der Vo- gelsanger Straße geprüft. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich mit Änderungen zugestimmt gegen die Stimmen der SPD-Fraktion. Geschäftsführung Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) Herr Schmitz (02-4) Telefon: (0221) 221-94313 Fax: (0221) 221-94342 E-Mail: Andreas.Schmitz2@stadt - koeln.de Datum: 31.01.2023 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 20. Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld vom 30.01.2023 öffentlich 10.2.3 Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, CDU -Fraktion und Frau Schroeder (Klima Freunde) zu TOP 10.2 AN/0181/2023 Beschluss Der o.g. Beschluss in der Vorlage wird ergänzt um: 4. Bezüglich der weiteren Überarbeitung und des Bebauungsplanbeschlusses sind folgende Punkte zu beachten: a) Da das Preisgericht keine Überarbeitung der Nutzungsdichte empfohlen hat, sollten sich die Zahlen nicht nennenswert verändern. Somit ist an der im Sie- gerentwurf vorgesehenen, überwiegend fünf - bis siebengeschossigen Be- bauung festzuhalten. b) Bei der Überarbeitung des CityHubs ist die Quartiersgarage unbedingt beizu- behalten. c) Kleinteiligkeit und Nutzungsmischung sind wie im Entwurf beizubehalten; d) Angesichts des heute schon überlasteten Verkehrssystems im Kölner Wes- ten muss sichergestellt werden, dass die Verkehrsinfrastruktur (ÖPNV, MIV, Rad- und Fußwege) vor der Fertigstellung / Inbetriebnahme erster Projekte auf dem Max Becker-Areal entsprechend ausgebaut und an die überörtlichen Verkehrswege angebunden wird; im Bereich des MIV gehört hierzu insbeson- dere die zeitnahe Realisierung des Anschlusses Stolberger Str. an die Mi- litärringstraße. e) Aufgrund der Unterversorgung mit Grünflächen im gesamten Gebiet müssen die notwendigen Grünflächen im Max Becker-Areal auch so früh wie möglich realisiert werden. Starkregenprävention und Bewässerung der Grünflächen bei Trockenheit müssen unbedingt mitgeplant werden. f) Das städtebauliche Konzept und mit ihm der vorhabenbezogene Bebauungs- plan sind mit der Gaskugel als Landmarke des industriellen Erbes weiter zu qualifizieren. g) Die Grundschule ist mit einem Lehrschwimmbecken weiter zu qualifizieren, das auch für Kurse (Babyschwimmen, Schwim mlernkurse, Aquagymnastik, Rehatraining etc.) außerhalb der Schulzeiten zugänglich und nutzbar ist. Ent- sprechend ist der evtl. zusätzliche Flächenbedarf dieses erweiterten Raum- programms schon im Bebauungsplanverfahren zu berücksichtigen. Eine flä- chensparende Kombilösung mit der Turnhalle ist anzustreben. h) Zur Verkehrserschließung des Bebauungsplangebietes wird die Verlänge- rung des Gleisrad- und Fußwegs entlang des Bahndamms mittels einer Brü- cke über die Oskar -Jäger-Straße und einer Rampe an der Vogelsanger Straße geprüft. Abstimmungsergebnis: Einstimmig mit Änderung zugestimmt.
Beratungsverlauf
-
22.11.2022
Rahmenplanungsbeirat Braunsfeld / Müngersdorf / Ehrenfeld
TOP 5.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: mit Änderungen empfohlen -
30.01.2023
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 9.2.1, Anhörung (BV). Ergebnis: geändert beschlossen -
02.02.2023 zuletzt
TOP 10.1, Entscheidung. Ergebnis: geändert beschlossen
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