2006/0219
Vertrag zwischen dem Jugendring Darmstadt e. V. und der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, vertreten durch den Magistrat (nachfolgend Stadt genannt)
und
dem Jugendring Darmstadt e.V., vertreten durch seinen Vorstand (nachfolgend Jugendring genannt)
wird folgende Vereinbarung getroffen:
§ 1
Leistungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Jugendring Darmstadt e.V. erhält für seine satzungsgemäßen Aufgaben einen Betriebskostenzuschuss, der sich unterteilt in einen Personalkostenzuschuss und Sachkostenzuschuss.
Die Stadt gewährt dem Jugendring
einen Personalkostenzuschuss für die Beschäftigung einer hauptamtlichen Referentenstelle für politische Bildung bis zur Höhe der Aufwendungen für eine 19,25 Stundenstelle
(50 % einer Vollzeitstelle, die nach der Vergütungsgruppe
TVöD Entgeltgruppe 11 bewertet ist).
b) einen Sachkostenzuschuss von jährlich höchstens 20.000,-- ¬
für Honorare, Büromaterial incl. Telefon und Porto, Inter-
netauftritt, Reisekosten, Durchführung von Maßnahmen zur
politischen Bildung und Seminaren
c) die Raumkosten für die Eckhardtstraße 7 (Miete, Hausneben-
kosten, Heizungskosten, Stromkosten).
Sach- und Personalkostenzuschüsse (a-c) sind jeweils
zweckensprechend zu verwenden.
Zahlungen und Leistungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendrings werden nur in Höhe vergleichbarer Regelungen für städtische Bedienstete anerkannt (z. B. Urlaubsgeld, Reisekostenabrechnung).
Die Auszahlung erfolgt in Teilbeträgen jeweils zum Quartalsanfang.
§ 2
Voraussetzungen für die Leistungen der Stadt
Die in § 1 festgelegten Leistungen der Stadt werden unter
folgenden Voraussetzungen gewährt:
Die Bildungsreferentin/der Bildungsreferent nimmt ihre/seine Aufgaben gemäß der jeweils gültigen, von der Mitgliederversammlung verabschiedeten, Satzung und Rahmenkonzeption wahr. Weitere Grundlagen sind das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) und das Jugendbildungsförderungsgesetz (JBFG).
Der Jugendring überprüft die Rahmenkonzeption in angemessenen Zeitabständen auf ihre Aktualität und verändert sie ggfs. im Benehmen mit der Stadt.
Die Stadt muss jeder inhaltlichen Veränderung (Laufzeit-verlängerung, Änderung der Vergütungsgruppe, Qualifi-kationsanforderungen) nicht aber personellen Veränderungen des Vertrages mit der Bildungsreferentin/dem Bildungsrefe-renten zustimmen.
Die Stadt ist berechtigt, bei Nichterfüllung der vorgenann-
ten Voraussetzungen die gewährten Personalkostenzuschüsse
und Sachkostenzuschüsse ganz oder teilweise zurückzufordern.
§ 3
Controlling
Der Jugendring hat über alle Einnahmen und Ausgaben ordnungs-
gemäß Buch zu führen und nach Abschluss des Haushaltsjahres, jedoch spätestens bis zum 01.03. des folgenden Jahres, der Stadt einen Verwendungsnachweis vorzulegen.
Der Verwendungsnachweis besteht aus:
- einem Sachbericht (Jahresbericht)
und
- der Jahresabrechnung mit Vermögensübersicht.
Die Originalausgabenbelege mit Nachweis der Zahlungen (Kontoauszüge) sind beizufügen.
Die Stadt behält sich vor,
diesen Vertrag zu kündigen, wenn der Verwendungsnachweis nicht ordnungsgemäß geführt oder trotz Anmahnung innerhalb angemessener Frist nicht vorgelegt wird.
bereits gezahlte Förderungen ganz oder teilweise zurückzufordern, wenn der Zuschuss nicht oder nicht in voller Höhe (z. B. wegen Reduzierung der Gesamtausgaben gegenüber der Planung), nicht alsbald nach seiner Erbringung oder nicht mehr für den vorgenannten Verwendungszweck verwendet wird.
Die Berechnung von Zinsen in Höhe von 5 % über dem jeweiligen Basiszinssatz bleibt vorbehalten.
Im Falle vorzeitiger Beendigung des Vertrages des Jugendrings mit der Bildungsreferentin/dem Bildungsreferenten bestehen keine Ansprüche auf die Fortzahlung der Personalkostenzu-schüsse bis zum jeweiligen Ende der Vertragsfrist. Die Rechte des Jugendrings und der Referentin/des Referenten zur Beendigung des beiderseitigen Arbeitsverhältnisses bleiben unberührt. Bei Einstellung einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers gelten die Bestimmungen des § 2.
Der Verwendungsnachweis wird vom zuständigen Fachamt und dem Revisionsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt geprüft. Diese Ämter können die Vorlage weiterer Unterlagen (auch über den Vermögensstand) verlangen und auch eine Prüfung in den Räumen des Zuschussempfängers vornehmen.
Dem Präsidenten des Hessischen Rechnungshofes überörtliche Prüfung stehen die Rechte aus dem Gesetz zur Regelung der überörtlichen Prüfung kommunaler Körperschaften in Hessen (ÜPKKG vom 22.12.1993, GVBl. I S. 708 f, insbesondere § 5 Abs. 2-4) zu.
Der Jugendring verpflichtet sich zur Berichterstattung auf entsprechende Anfragen der Stadt.
§ 4
Jugendhilfeplanung
Der Jugendring ist zur Mitwirkung an der Jugendhilfeplanung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in angemessenem Umfang zu beteiligen.
§ 5
Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag gilt rückwirkend zum 01. September 2006 für die Dauer von 3 Jahren. Er verlängert sich nach Ablauf der Vertragsfrist stillschweigend um jeweils ein Jahr, sofern er nicht von einem der Vertragspartner, spätestens 6 Monate vor Ablauf der Vertragsfrist, schriftlich gekündigt wird.
Die Möglichkeit zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt hiervon unberührt.
§ 6
Schriftform
Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Schrift-form.
Darmstadt, .................
Für die Stadt Darmstadt Für den Jugendring
...................... ....................
Walter Hoffmann Vorstand
Oberbürgermeister
......................
Wolfgang Glenz
Bürgermeister
SEITE 1
SEITE 4
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2006/0219
4225 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 27.12.2006 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat V Dezernat I Revisionsamt Rechtsamt Dezernat II Amt: Sozialverwaltung an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschluss- fassung Magistrat Tagesordnung: I II Verteiler: Vorlage-Nr. 2006/0219 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Vertrag zwischen dem Jugendring Darmstadt e. V. und der Wissenschaftsstadt Darm- stadt Vorlage vom: 11.10.2006 Beschlussvorschlag: 1. Der Magistrat beschließt den Vertrag zwischen dem Jugendring Darmstadt e. V. und der Wissen- schaftsstadt Darmstadt über die Bezuschussungsleistungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt an den Jugendring Darmstadt e. V. und über dessen konzeptionelle Grundlagen der Arbeit. 2. Der Vertrag wird mit Wirkung vom 01.09.2006 abgeschlossen und basiert in seiner Gestal-tung im Wesentlichen auf einer am 16.06.2003 getroffenen politischen Entscheidung. 3. Die notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von zz. 55.860,00 Euro stehen unter der Haushalts-stelle 01.4511.703000 zur Verfügung. Die zu erwartenden Kostensteigerungen im Personal-kosten- und Sachkostenbereich (hier: Energiekosten, Miete etc.) die zu Mehrbelastungen der Stadt führen, müs- sen aufgrund der politischen Vorgaben aus dem Einzelplan 4 erwirtschaftet werden. 4. Der Beschluss des Magistrats ist dem Jugendhilfeausschuss (JHA) zur Kenntnis zu geben. Anlagen: Vertrag Jugendring Konzeption Jugendring Darmstadt Satzung Jugendring Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.12.2006: Der Jugendring Darmstadt e. V. betreibt seit Beginn 1980 Jugendbildungsarbeit in Darmstadt. Grundlage hierfür war eine Vereinbarung zwischen dem Jugendring Darmstadt e. V. und der Wis- senschaftsstadt Darmstadt, die aufgrund des Magistratsbeschlusses vom 12.08.1981/Nr. 1053 ge- troffen wurde. Vor dem Hintergrund der gegebenen politischen Beschlusslage im Rahmen der jugendpolitischen Gesamtplanungen wurde im Jahre 1995 seitens der Wissenschaftsstadt Darmstadt auch der Ver- trag mit dem Jugendring Darmstadt e. V. gekündigt mit dem Ziel, neue Bezuschussungsleistungen vertraglich festzulegen. Nach entsprechendem Magistratsbeschluss vom 23.07.1997/Nr. 484 wurde ein nachfolgender Ver- trag zum 01.09.1997 abgeschlossen. Eine Modifizierung dieses Vertrages wurde nötig, da im Jahr 2002 aufgrund der damaligen politi- schen Beschlusslage eine halbe Referentinnenstelle vom Jugendring Darmstadt e. V. in das neu geschaffene kommunale Bildungswerk transferiert wurde. Mit dem neuen Vertrag wird dem Jugend- ring Darmstadt e. V. sowohl in finanzieller (Absicherung der Sachmittel) als auch in personeller Hin- sicht (Absicherung der halben Referentinnenstelle) Planungssicherheit gegeben. Im Rahmen der Neugestaltung des Vertrages wurde vom Jugendring Darmstadt e. V. sowohl die Satzung als auch die noch aus dem Jahre 1981 stammende Konzeption überarbeitet und auf einen zeitgemäßen Stand gebracht (siehe Anlagen). Wesentlicher Eckpunkt der neuen Konzeption war die Entwicklung eines eigenständigen Profils der Bildungsarbeit des Jugendrings Darmstadt e. V. im Hinblick auf die außerschulische Bildungsarbeit des komm unalen Jugendbildungswerkes bei gleich- zeitiger Bereitschaft zur Kooperation beider Einrichtungen. Konzeption und Satzung wurden auf der Vollversammlung des Jugendrings Darmstadt e. V. am 29.09.03 nach Abstimmung mit dem Ju- gendamt verabschiedet. Der Vertrag weist aufgrund der politischen Vorgaben des Jahres 2003 kei- ne Zuschusshöchstgrenze aus. Die zu erwartenden Mehrbelastungen der Stadt in den Folgejahren sind aus dem EPL 4 zu erwirtschaften. Der Vertrag liegt beigefügt zur Verabschiedung vor und ist mit dem Rechtsamt und Revisionsamt abgestimmt. Darmstadt, 01.12.2006 510.12.098 cl/will Dezernat I Dezernat II Dezernat V Walter Hoffmann Wolfgang Glenz Jochen Partsch Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtrat Anlagen
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Konzeption
Inhaltsverzeichnis
VERZEICHNIS \o "1-3" \h \z \u HYPERLINK \l "_Toc47439541" 1 Einleitung SEITENREF _Toc47439541 \h 3
HYPERLINK \l "_Toc47439542" 2 Rechtliche Grundlagen SEITENREF _Toc47439542 \h 4
HYPERLINK \l "_Toc47439543" 3 Profil des Jugendrings SEITENREF _Toc47439543 \h 5
HYPERLINK \l "_Toc47439544" 4 Inhaltliche Schwerpunkte SEITENREF _Toc47439544 \h 6
HYPERLINK \l "_Toc47439545" 4.1 Jugendpolitische Interessenvertretung SEITENREF _Toc47439545 \h 6
HYPERLINK \l "_Toc47439546" 4.2 Partizipation SEITENREF _Toc47439546 \h 6
HYPERLINK \l "_Toc47439547" 4.3 Mädchen- und Jungenarbeit SEITENREF _Toc47439547 \h 6
HYPERLINK \l "_Toc47439548" 4.4 Service und Kontaktstelle SEITENREF _Toc47439548 \h 7
HYPERLINK \l "_Toc47439549" 4.5 Verleih SEITENREF _Toc47439549 \h 8
HYPERLINK \l "_Toc47439550" 4.6 Weiterentwicklung und Qualitätssicherung SEITENREF _Toc47439550 \h 8
HYPERLINK \l "_Toc47439551" 4.7 Ehrenamtliches Engagement SEITENREF _Toc47439551 \h 8
HYPERLINK \l "_Toc47439552" 4.8 Finanzen SEITENREF _Toc47439552 \h 9
HYPERLINK \l "_Toc47439553" 4.9 Kommunale Jugendarbeit SEITENREF _Toc47439553 \h 9
HYPERLINK \l "_Toc47439554" 4.10 Zusammenarbeit mit andern Träger der Jugendhilfe/Jugendarbeit SEITENREF _Toc47439554 \h 9
HYPERLINK \l "_Toc47439555" 4.11 Jugendkultur SEITENREF _Toc47439555 \h 9
HYPERLINK \l "_Toc47439556" 4.12 Offene Jugendarbeit SEITENREF _Toc47439556 \h 9
HYPERLINK \l "_Toc47439557" 4.13 Interkulturelle/Internationale Jugendarbeit SEITENREF _Toc47439557 \h 9
HYPERLINK \l "_Toc47439558" 4.14 Hessischer Jugendring und Jugendringe aus der Region SEITENREF _Toc47439558 \h 10
HYPERLINK \l "_Toc47439559" 4.15 Ausstattung SEITENREF _Toc47439559 \h 10
HYPERLINK \l "_Toc47439560" 5 Anhang: 11
Einleitung
Jugendarbeit erhält in der derzeitigen gesellschaftlichen Situation einen zunehmend höheren Stellenwert, da die von Familie, Schule und Ausbildung vermittelten Lebensmuster in vielen Fällen nicht mehr zur Lebensbewältigung ausreichen. Außerschulische Jugendbildung als ein Schwerpunkt der Jugendarbeit ist ein wichtiges Erfahrungs- und Lernfeld junger Menschen. Vielfältige Angebote im Feld der Jugendbildungsarbeit, die sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen von Jungen und Mädchen orientieren, tragen zur Entwicklung junger Menschen mit bei. Soziales Lernen, Beteiligung am gesellschaftlichen und politischen Leben, interkulturelle Jugendbildung, vorberufliche Qualifizierung im Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Beruf, die Qualifikation zur beruflichen Zukunft als auch die Qualifikation für Leitungsaufgaben sind nur einige Felder, die Inhalt außerschulischer Jugendbildung sind.
Von den sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen, sind auch die unterschiedlichen Formen der Jugendarbeit betroffen. Die bestehenden Formen und Angebote der Jugendarbeit von Vereinen und Verbänden sind deshalb kontinuierlich zu überprüfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.
Jugendarbeit und Jugendbildungsarbeit sind eigenständige Felder sozialen Lernens. Sie sollen von jungen Menschen mitbestimmt und gestaltet werden. Die Bedürfnisse und Interessen junger Menschen stehen im Mittelpunkt der Lern- und Bildungsangebote verschiedenster Träger mit unterschiedlichen Wertorientierungen.
Das breite Spektrum von Inhalten, Methoden und Arbeitsformen bietet Jugendlichen
optimale Wahlmöglichkeiten.
Rechtliche Grundlagen
Seit 1991 besteht für die Jugendhilfe in Deutschland mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) eine neue gesetzliche Grundlage, nach der jungen Menschen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen sind. Zusammen mit der Jugendsozialarbeit und dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz hat der Gesetzgeber der Jugendarbeit einen herausragenden Stellenwert im 1. Abschnitt des 2. Kapitels KJHG gegeben.
Von großer Bedeutung ist die gesetzliche Grundlage von Jugendarbeit, die ihre Regelung in § 11 KJHG findet. Da heißt es in Absatz 2: Jugendarbeit wird angeboten von Verbänden, Gruppen und Initiativen der Jugend, von anderen Trägern der Jugendarbeit und den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe.
Ziel der Jugendarbeit soll sein, Positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen (§ 1 KJHG). Diese Aussage bildet die Grundlage für die Arbeit des Jugendrings in seiner Eigenschaft als Zusammenschluss von Jugendverbänden im Sinne von § 12 KJHG (Förderung der Jugendverbände), der die eigenverantwortliche Tätigkeit der Jugendverbände, Jugendgruppen und Jugendinitiativen unter Wahrung ihres satzungsgemäßen Eigenlebens fördert.
Er ist zudem Träger außerschulischer politischer Bildung nach dem Hessischen Jugendbildungsförderungsgesetz und anerkannter Träger von Bildungsurlaubsmaßnahmen nach dem Hessischen Bildungsurlaubsgesetz.
In dieser Eigenschaft gehören zu seiner Zielgruppe auch Jungen und Mädchen, junge Frauen und junge Männer, die nicht in den Mitgliedsgruppen und verbänden organisiert sind.
Profil des Jugendrings
Der Jugendring ist als Arbeitsgemeinschaft der freiwillige Zusammenschluss von in der Stadt Darmstadt tätigen unabhängigen Jugendverbänden, -gruppen und -initiativen. Damit repräsentiert er die Vielfältigkeit der Kinder und Jugendverbandsarbeit im Stadtgebiet.
Er ist Träger außerschulischer politischer Bildung nach dem Hessischen Jugendbildungsförderungsgesetz und nach dem Hessischen Bildungsurlaubsgesetz. Der Jugendring verfügt z. Zt. über eine halbe Bildungsreferentinnen Planstelle. Die Wiedereinrichtung der zweiten Halbstelle ist politisches Ziel.
Der Jugendring ist parteipolitisch unabhängig.
Als Koordinationsstelle zwischen verschiedensten Institutionen, die sich im Sinne von Kindern und Jugendlichen engagieren oder engagieren wollen, arbeitet er sowohl verbands als auch trägerübergreifend. Initiativen und Arbeitsgemeinschaften können nach Absprache die Räume des Jugendringbüros als neutralen Treffpunkt nutzen.
Der Jugendring ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Jugend und Politik und vertritt die Interessen von jungen Menschen.
Er richtet seine Arbeit auf die Förderung und Weiterentwicklung der Jugendarbeit auf kommunaler Ebene und vertritt in gegenseitiger Anerkennung und Achtung der Eigenständigkeit aller Mitgliedsverbände deren Interesse gegenüber der Öffentlichkeit, den Vertretungskörperschaften und Behörden.
Selbstbestimmte und von Ehrenamtlichen geleistete Jugendarbeit wird durch hauptamtliche Bildungsreferent/-innen fachlich und organisatorisch unterstützt. So bietet der Jugendring z.B eine Jugendgruppenleiter/innenausbildung bzw. verschiedene Bausteine zu dieser Ausbildung an, die von den Verbänden angefragt werden kann.
Hauptinhalt der Bildungsarbeit des Jugendrings ist die Förderung des jungen Menschen zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit. Dazu gehört die Entwicklung der Fähigkeit zu kritischer Selbstüberprüfung und Aufarbeitung gesellschaftlicher Tatbestände, zu Toleranz und Verständnisbereitschaft. Geschlechterdifferenzierte pädagogische Arbeit ist Querschnittsaufgabe.
Der Jugendring bietet Jugendlichen Räume und Möglichkeiten, um Bindungs-, Dialog- und Kompromissfähigkeit, sowie die Wahrnehmung von Interessen einzuüben und ungezwungen miteinander zu vertreten.
Bildungsarbeit kann nur dann erfolgreich sein, wenn in der unmittelbaren pädagogischen Arbeit der Bezug zum Lebensraum der jungen Menschen gegeben ist. Um die Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche wirksamer und nachhaltiger mitgestalten zu können, beteiligt sich der Jugendring über seine Delegierten an Planungs und Steuerungsprozessen auf kommunaler Ebene.
Inhaltliche Schwerpunkte
Jugendpolitische Interessenvertretung
Der Jugendring tritt für die Interessen und Probleme der Kinder und Jugendlichen im Stadtgebiet Darmstadt ein. Neben dieser Interessensvertretung versteht sich der Jugendring als Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände, -gruppen und -initiativen auf kommunaler Ebene. Er vertritt deren Forderungen gegenüber den zuständigen Gremien und Institutionen auf kommunaler Ebene mit Sitz im
Jugendhilfeausschuss.
Fachausschuss Kinder und Jugendarbeit
Jugendhilfeplanungsausschuss
Des Weiteren ist der Jugendring in Arbeitsgemeinschaften vertreten, wie z.B. in der
AG Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen (MAK)
und anderen sich möglicherweise ergebenden
Kooperationen, die sich aus sozialen Bewegungen im Jugendbereich entwickeln
Partizipation
Der Jugendring und seine Mitglieder engagieren sich für unmittelbare Mitwirkungs- und Beteiligungsmöglichkeiten von jungen Menschen, damit diese Demokratie als Lebensform erkennen und Erfahrungen sammeln können. Damit trägt er dazu bei, dass Mädchen und Jungen sich selbst organisieren und ihre Persönlichkeit selbstbewusst und gleichberechtigt entfalten können. Die Verantwortungsbereitschaft für die Gestaltung des eigenen Lebensraumes wird gestärkt und das Bewusstsein der jungen Menschen für einen sorgsamen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen mit Blick auf die globalen Zusammenhänge und Entwicklungen wird gefördert. Beispielhafte Veranstaltungen sind z.B.
Politiker/-innenparcours
Jugendpolitische Gesprächsrunden
Politikergespräche mit einzelnen Politikern, Vorstand und interessierten Jugendlichen
Kooperation mit dem Stadtschüler/innenrat
Entwicklung und Ausbau von Beteiligungsmodellen
In Kooperation: Jugendforen
Mädchen- und Jungenarbeit
Dem Auftrag des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, in allen Bereichen der Jugendhilfe die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen (§ 9 Absatz 3 KJHG), sollte die Praxis der Jugendarbeit noch in stärkerem Maße Rechnung tragen. Vor diesem Hintergrund wird in vielen Verlautbarungen von Fachorganisationen (z.B. AG Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen MAK in Darmstadt, Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik LAG, Hessischer Jugendring) auf die Notwendigkeit der Intensivierung der Mädchenarbeit sowohl in der offenen wie in der verbandlichen Jugendarbeit hingewiesen. Dabei geht es nicht nur um grundlegend neue Angebotsformen, sondern mehr um eine qualitative Veränderung im Sinne einer Verbreiterung und regelhaften Absicherung mädchenspezifischer Arbeitsansätze in der Praxis der Jugendarbeit.
Verbindliche Grundlage für die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen sind für den Jugendring die von ihm mitentwickelten Darmstädter Leitlinien zur Förderung der Mädchenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe, die vom Jugendhilfeausschuss verabschiedet und von der Wissenschaftsstadt Darmstadt im November 1999 herausgegeben wurden.
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Der Jugendring soll hierbei Aktivitäten anregen, vorhandene Angebote koordinieren sowie den Kreis der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mädchen- und Jungenarbeit in Kooperation mit anderen Trägern und Einrichtungen der Jugendhilfe begleitend unterstützen. Mit Besetzung der zweiten Halbstelle durch einen Mann könnte der Jugendring diese Aufgaben adäquat ausfüllen. Für die baldige Verabschiedung von Jungenleitlinien wird sich der Jugendring einsetzen.
Mitarbeit in der AG Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen
Entwicklung und Ausbau geschlechterdifferenzierter Ansätze
Workshops zu Jungenarbeit
Engagement für die Verabschiedung der Jungenleitlinien für Darmstadt
Service und Kontaktstelle
Der Jugendring ist Servicestelle für seine Mitgliedsverbände in allen Angelegenheiten der Jugendarbeit. Durch Information, Vernetzung, Beratung und durch die Übernahme von Verwaltungs- und Koordinationsaufgaben sichert der Jugendring die Grundlagen für eine effektive Jugendarbeit im Stadtgebiet. Die Räume des Jugendringbüros stehen u.a. auch Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung. Die Beratung der Mitglieder sowohl in pädagogischen Belangen, wie auch in Rechts-, Finanz- und Zuschussfragen ist ein wichtiges Angebot. Besonders wichtig hierbei ist der Kontaktaufbau und die Kontaktpflege zu den Mitgliedern, deren Mitarbeiter/innen und die Vernetzung einzelner Mitgliedsorganisationen untereinander.
Beratung und Unterstützung von Jugendverbänden-, gruppen und initiativen
Förderung und Ausbau der finanziellen Rahmenbedingungen für die Jugendverbandsarbeit
Infoveranstaltungen, (z.B. zum Thema Vereinsgründung für Nichtmitglieder)
Beratung und Unterstützung in jugendrelevanten Fragen auch für Nichtmitglieder und andere Institutionen
Verleih
Der Service des Jugendrings umfasst u.a. einen Verleih von verschiedenen Geräten und Materialien, die in der Jugendarbeit zum Einsatz kommen.
Literatur, Magic Bar, Partyzelt, Kameras, Videokamera, Ton- Dia Überblendeinheit, Digitalkamera, Schnittpult, Laptop und die zeitweise Vergabe eines Gruppenraums im Jugendringbüro.
Weiterentwicklung und Qualitätssicherung
Die Mitgliedsverbände des Jugendrings werden immer wieder mit der Aufgabe konfrontiert sein, ihre Angebotsformen und Struktur an die allgemeinen sich verändernden Lebensformen anzupassen. In diesem Sinne bietet der Jugendring Unterstützung bei internen Weiterentwicklungen und neuen Projektideen. Er unterstützt die Mitgliedsverbände und Einrichtungen ideell, finanziell und organisatorisch bei Veranstaltungen zu jugendpolitisch relevanten Themen (wie z.B. geschlechtsbezogene Angebote, Umwelt, Planung und Politik) und führt diese in Kooperation mit ihnen durch.
Erarbeitung neuer Ansätze und Modelle zur konzeptionellen Weiterentwicklung der Jugendverbandsarbeit
Qualifizierungsangebote für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter/innen
Kooperationen mit Schulen, Fachschulen und Hochschulen
Ehrenamtliches Engagement
Die Jugendarbeit in Verbänden und Vereinen lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Darum stärkt der Jugendring das Ehrenamt in der Kinder und Jugendverbandsarbeit. Dies geschieht durch Qualifizierung, Hilfestellung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit.
Weiterbildungsangebote wie z.B. Juleica Ausbildung
Einsatz für Aufwandsentschädigung für jugendliche Ehrenamtliche
Öffentliche Anerkennung von jugendlichen Ehrenamtlichen
Einsatz für die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeiten in geregelten Bildungsgängen
Finanzen
Der Jugendring finanziert sich vorwiegend über einen vertraglich zugesicherten Zuschuss zu den Personal- und Sachkosten durch die Stadt Darmstadt und aus den Mitgliedsbeiträgen der in ihm zusammengeschlossenen Jugendgruppen, -verbänden und -initiativen.
Kommunale Jugendarbeit / Jugendbildungsarbeit
Die Zusammenarbeit mit der kommunalen Jugendförderung und dem Jugendbildungswerk der Stadt Darmstadt gehört zum Aufgabengebiet des Jugendrings.
4.10 Zusammenarbeit mit anderen Trägern der
Jugendhilfe/Jugendarbeit
Der Jugendring beteiligt sich an der Schaffung von Strukturen, die eine optimale Koordination der Jugendarbeit in der Stadt Darmstadt ermöglichen. Er versteht sich als kompetenter Partner für alle, die sich mit Fragen der Jugendarbeit in der Stadt auseinandersetzen. Demzufolge arbeitet der Jugendring eng mit Institutionen, Bildungseinrichtungen und Arbeitsgemeinschaften zusammen.
4.11 Jugendkultur
Durch Veranstaltungen und Workshops unterstützt der Jugendring Jugendliche in ihren kulturellen Bedürfnissen und gibt dem Jugendkulturleben auf kommunaler Ebene neue Impulse.
Talentworkshop
Filmprojekte
Kooperation mit jugendkulturellen Initiativen
4.12 Offene Jugendarbeit
Der Jugendring begleitet und unterstützt, gemeinsam mit anderen, die Jugendgruppen und initiativen, insbesondere der selbst organisierten und selbst verwalteten offenen Jugendarbeit.
4.13 Interkulturelle/Internationale Jugendarbeit
Im Zuge der Europäischen Vereinigung regt der Jugendring interkulturelle Angebote und Jugendaustauschprogramme mit internationalen Partnern an und unterstützt interessierte Organisationen.
Mitarbeit bei der Interkulturellen Woche
Internationale Jugendbegegnungen
Workcamps
Studienfahrten und Bildungsurlaube ins Ausland in Kooperation mit Mitgliedsverbänden und anderen Trägern der Jugendarbeit
4.14 Hessischer Jugendring und Jugendringe aus der Region
Die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Jugendring als Interessenvertretung und Fachberatungsstelle auf Landesebene ist eine weitere Aufgabe. Wichtige Impulse, neue Entwicklungen in der Jugendarbeit und vielfältige Kooperationsformen fördern eine positive Gesamtentwicklung in der Jugendarbeit.
Auch der Kontakt, der Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit mit anderen Hessischen Stadtjugendringen bzw. mit Jugendringen aus dem unmittelbaren regionalen Umfeld sind von großer Bedeutung.
4.15 Ausstattung
Der Jugendring verfügt über ein eigenes Büro, in dem sich die Geschäftsstelle befindet. Sie besteht aus einem Büro, einem Gruppenraum und zwei Nebenräumen. Die Bildungsreferentin / der Bildungsreferent verfügt über einen eigenständigen Arbeitsplatz mit notwendigen Ressourcen und Ausstattung. Die Geschäftsstelle ist Anlaufstelle für Jugendliche und ehrenamtliche bzw. hauptamtliche Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit. Der Einsatz des Privatwagens bei Dienstfahrten wird nach dienstüblicher km-Pauschale ersetzt.
Eine Aushilfskraft für die Personalabrechnungen und die Buchführung unterstützt den Vorstand und die Bildungsreferentin.
-Anhang und Ausblick
Der Jugendring verfügt z. Zt. nur über eine halbe Planstelle. Ziel ist, die zweite halbe Stelle wieder einzurichten und mit einer zweiten Jugendbildungsfachkraft neu zu besetzen.
Die Aufgabengebiete des Jugendrings sind nach wie vor groß, die beschriebenen Schwerpunkte auf die Leistungsfähigkeit einer ganzen Planstelle ausgerichtet.
Ist es politischer Wille, die Motivation von ehrenamtlich arbeitenden Jugendlichen wie z.B. dem Vorstand des Jugendrings Darmstadt zu erhalten, so ist es unabdingbar, diese durch ausreichende hauptamtliche personelle Ausstattung zu unterstützen und damit anzuerkennen.
Autoren:
der Vorstand des Jugendring Darmstadt e.V.:
Lisa Fröhlich, 1. Vorsitzende
Benjamin Scheitterer, stellvertretender Vorsitzender
Patricia Kaczmarek, Beisitzerin
Christian Simmermacher, Beisitzer
Jan Rößler, Beisitzer
Jayson Fennimore, Beisitzer
Mario Ganß, Beisitzer
die Bildungsreferentin des Jugendring Darmstadt e.V.:
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Diese Konzeption wurde auf der Vollversammlung des Jugendring Darmstadt e.V.
am 29.9.03 verabschiedet
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Satzung
des Jugendring Darmstadt e.V.
29.9.2003
Arbeitsgemeinschaft
Darmstädter Jugendgruppen, Jugendverbände,
Jugendinitiativen und freier Träger der Jugendarbeit
§1
Name und Sitz
Der Verein führt den Namen Jugendring Darmstadt und ist in das Vereinsregister eingetragen. Sitz des Vereins ist in Darmstadt.
§2
Wesen
1. Der Jugendring Darmstadt e.V. ist eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft Darmstädter Jugendgruppen, Jugendverbände, Jugendinitiativen und freier Träger der Jugendarbeit. Sein Zusammenschluss beruht auf der Bereitschaft, gemeinsame Anliegen und Interessen zu fördern und zu vertreten und dem Wohl der Jugend gemeinsam zu dienen. Die Selbständigkeit und Eigenart seiner Mitglieder wird nicht beeinträchtigt.
2. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung, und zwar insbesondere durch Jugendförderung und Aufgaben der Jugendarbeit, wie sie in §3 beschrieben werden.
§3
Aufgaben
1. Er fördert die Arbeit seiner Mitglieder.
2. Er weckt und erhält Achtung und Verständnis füreinander, indem er zu Begegnungstreffen einlädt, den Besuch geeigneter Veranstaltungen der Mitglieder anregt und größere Aufgaben, die über den Gruppenrahmen hinausgehen, übernimmt.
3. Er erleichtert Probleme und Schwierigkeiten der Mitglieder durch Erfahrungsaustausch, Seminare und tatkräftigen Beistand.
4. Er vertritt die Gesamtheit seiner Mitglieder gegenüber der Öffentlichkeit und auf politischer Ebene und regt die mitbürgerliche Verantwortung insbesondere für Kommunalpolitik an. Dies geschieht durch:
a) Entsendung von Delegationen zu besonderen Veranstaltungen des öffentlichen Lebens,
b) eigene Veranstaltungen und Veröffentlichungen,
c) Stellungnahmen, Gutachten und Hinweise,
d) Einsprachen und Proteste,
e) Mitwirkung in städtischen Ausschüssen.
5. Er tritt ein für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland und deren Ausbau in allen gesellschaftlichen Bereichen, sowie einer erweiterten Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft.
6. Er fördert und pflegt internationale Begegnung und Zusammenarbeit.
7. Er unterstützt das Jugendamt, insbesondere den Jugendpfleger, auf Wunsch in allen Fragen der Jugend.
8. Er wirkt mit allen Kräften einem Aufleben von nationalistischen, totalitären, rassendiskriminierenden und militaristischen Tendenzen im Interesse der Jugend entgegen.
9. Er will mit dieser Arbeit den Jugendlichen in jeglicher Hinsicht helfen, diese Gesellschaft nach ihren Bedürfnissen mitzugestalten.
§4
Mitgliedschaft
Mitglied des Jugendring Darmstadt e.V. kann - unabhängig von der Anerkennung ihrer/seiner Förderungswürdigkeit durch den Jugendhilfeausschuss - jede Jugendgruppe, jeder Jugendverband, jede Jugendinitiative sowie jeder freie Träger der Jugendarbeit werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
1. Anerkennung der Grundrechte des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, sowie deren rechtsstaatlich-demokratischer Ordnung in der praktischen Arbeit sowie in der Satzung.
2. Ausdrückliche Erklärung der Bereitschaft zur Mitarbeit an den Aufgaben des Jugendrings nach §3 in Form der Unterzeichnung der Satzung durch den/die jeweilige/n Delegierte/n.
3. Nachweis der öffentlichen Tätigkeit als Jugendgruppe, Jugendverband, Jugendinitiative oder freier Träger der Jugendarbeit, die nicht überwiegend fachlichen, parteipolitischen oder berufskundlichen Zwecken dient.
4. Soweit diese Vereinigung von Jugendlichen zu einem Erwachsenenverband gehört, Nachweis eines selbständigen, nach eigener Ordnung gestalteten Jugendgemeinschaftslebens.
5. In Bezug auf freie Träger der Jugendarbeit, Nachweis einer Satzung, die eine selbstorganisierte Jugendstruktur, freie demokratische Willensbildung und eine eigene Jugendkasse zulässt und anstrebt. Andere freie Träger der Jugendarbeit können eine beratende Mitgliedschaft wahrnehmen.
6. In Bezug auf Jugendgruppen , Jugendverbände und freie Träger Nachweis von mindestens 7 Mitgliedern im Alter von 6-27 Jahren mit Wohnsitz in Darmstadt.
7. Ablehnung von Nationalismus, Militarismus, politischem Radikalismus und Rassendiskriminierung in der Zielsetzung und in der praktischen Arbeit.
8. Anerkennung durch die hierüber beschließende Vollversammlung.
§5
Aufnahme und Ausschluß
1. Die Aufnahme in den Jugendring Darmstadt e.V. ist schriftlich zu beantragen unter Beifügung einer Satzungsabschrift und der Erklärung und Nachweise gemäß §4.
2. a) Der Antrag auf Aufnahme wird vom Vorstand auf der nächsten Vollversammlung vorgelegt, die nach Anhörung eines Sprechers/einer Sprecherin der betreffenden Gruppierung mit 2/3-Mehrheit über die Aufnahme beschließt.
b) Die Aufnahme gilt für die nächstfolgende Vollversammlung als wirksam dergestalt, dass das neue Mitglied erst hier stimmberechtigt ist und dies beschränkt im Sinne von 2.c).
c) Innerhalb des ersten halben Jahres nach Abstimmung über die Mitgliedschaft ist die Beteiligung an Abstimmungen über Fragen der Satzung, des Vorstands sowie Ausschluss- und Aufnahmeanträge ausgeschlossen.
3. Im ersten halben Jahr muss dem Jugendring Gelegenheit gegeben werden, beauftragte Delegierte an den Versammlungen des neuen Mitglieds teilnehmen zu lassen.
4. Der Austritt kann jederzeit erfolgen. Er muss schriftlich gegenüber dem Vorstand erklärt werden. Finanzielle Verpflichtungen müssen erfüllt sein.
5. Antrag auf Ausschluss eines Mitglieds kann nur von mindestens zwei Mitgliedern des Jugendring Darmstadt schriftlich unter Darlegung der Gründe gestellt werden. Über den Antrag entscheidet die Vollversammlung mit 2/3-Mehrheit, nachdem dem Delegierten des betroffenen Mitglieds Gelegenheit gegeben wurde, dazu Stellung zu nehmen.
6. Der Ausschluss eines Mitglieds kann aus folgenden Gründen beschlossen werden:
a) Verstoß gegen die Satzung, insbesondere §4 Abs. 1
b) Vertrauensmissbrauch, Intoleranz und Agitation gegen andere Mitglieder,
c) autoritäre Totalitätsansprüche eines Mitglieds,
d) rückständige Beitragsleistungen von mehr als einem Jahr,
e) trotz Nachfrage durch den Vorstand ausdrückliche Verweigerung der Mitarbeit.
§6
Organe
Die Organe des Jugendring Darmstadt e.V. sind:
1. Die Vollversammlung
2. Der Vorstand
§7
Die Vollversammlung
1. Die Vollversammlung setzt sich aus den Delegierten der Mitglieder und dem Vorstand des Jugendrings zusammen.
2. Gehören mehrere Gruppen oder Verbände im Stadtbereich Darmstadt zu derselben Organisation, so ist nur diese im Jugendring Darmstadt vertreten. Die Gruppen/Verbände/Initiativen/freien Träger entsenden bis 100 Mitglieder eine/n Delegierte/n, bis 500 Mitglieder zwei und über 500 Mitglieder drei Delegierte.
3. Die Vollversammlungen sind öffentlich. Ständig eingeladene Berater/innen sind der/die Dezernent/in für Jugendförderung, der Leiter des Jugendamtes und der Stadtjugendpfleger. Auf Antrag kann mit einfacher Mehrheit die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden.
4. Die Vollversammlung wird vom Vorstand schriftlich einberufen und tritt jährlich mindestens dreimal zusammen zur vorschlagenden, beratenden, ordnenden und beschlussfassenden Arbeit im Sinne der in §3 genannten Aufgaben. Ihr obliegt insbesondere:
- die Wahl des Vorstands
- die Wahl von zwei Revisoren
- die Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichtes des Vorstands
- die Entlastung des Vorstands
- die Beschlussfassung über Neuaufnahmen und Ausschlüsse von Mitgliedern.
- die Beschlussfassung über die Satzung des Jugendrings
- die Beratung und Beschlussfassung über gemeinsame Vorhaben
- die Beratung und Beschlussfassung über die gemeinsamen Aufgaben der Vertretung und Mitarbeit des Jugendring Darmstadt in der Kommunalpolitik.
5. Wird von mindestens einem Drittel der Delegierten die Einberufung der Vollversammlung schriftlich verlangt, so muss der Vorstand die Vollversammlung einberufen.
6. Der detaillierte Ablauf der Vollversammlung wird durch die Geschäftsordnung des Jugendrings geregelt.
7. Über die Vollversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das von einem Mitglied des Vorstands unterschrieben werden muss.
§8
Der Vorstand
1. a) Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem/der Vorsitzenden, dem/der stellvertretenden Vorsitzenden und nach Möglichkeit drei Beisitzern bzw. Beisitzerinnen, jedoch mindestens einem Beisitzer bzw. einer Beisitzerin, maximal fünf Besitzern bzw. Beisitzerinnen.
b) Er wird von der Vollversammlung für zwei Jahre gewählt, wobei auf angemessene Geschlechterrepräsentanz geachtet werden sollte.
c) Der/die Vorsitzende und der/die stellvertretende Vorsitzende bleiben bis zur Wahl eines/einer neuen Vorsitzenden bzw. eines/einer neuen stellvertretenden Vorsitzenden im Amt. Das Ausscheiden des/der Vorsitzenden bzw. des/der stellvertretenden Vorsitzenden vor Ablauf der zwei Jahre erfordert Neuwahl.
2. a) Der Vorstand beruft die Vollversammlung ein, ist für die Tagesordnung verantwortlich und bearbeitet die laufenden Aufgaben in Verantwortung gegenüber der Vollversammlung.
b) Der Vorstand entscheidet in seinen Sitzungen über die Ausführungen der laufenden Aufgaben. Kommt es hierbei zur Abstimmung, so hat das Konsensprinzip Vorrang. Bei Stimmengleichheit über einen innerhalb der laufenden Aufgaben gestellten Antrag gilt dieser als abgelehnt.
3. Jeweils zwei Vorstandsmitglieder vertreten den Verein gemeinsam; darunter muss sich entweder der/die Vorsitzende oder der/die stellvertretende Vorsitzende befinden.
4. Wird gegen ein Vorstandsmitglied ein Misstrauensantrag gestellt, so ist darüber mit einfacher Mehrheit zu beschließen.
5. Weitere Aufgaben des Vorstands werden in der Geschäftsordnung des Jugendrings festgelegt.
§9
Auflösung
1. Die Auflösung des Jugendring Darmstadt kann nur von mindestens zwei Mitgliedern schriftlich begründet beantragt werden.
2. Über den Antrag beschließt die Vollversammlung mit 2/3 Mehrheit.
3. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder der Auflösung oder Aufhebung des Jugendrings nicht mehr als den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurückerhalten.
4. Bei Auflösung oder Aufhebung des Jugendrings oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Jugendrings, soweit es die eingezahlten Kapitalanteile der Mitglieder (Mitgliedsbeiträge des Jahres der Auflösung oder Aufhebung) und den gemeinen Wert der von den Mitgliedern geleisteten Sacheinlagen übersteigt, an die Stadt Darmstadt, die es unmittelbar und ausschließlich für Zwecke der Jugendhilfe zu verwenden hat.
§10
Finanzierung
1. Zur Deckung seiner Kosten bei der Durchführung seiner Aufgaben erhält der Jugendring von den Mitgliedsgruppen je nach Größe jährlich einen von der Vollversammlung festgelegten Mitgliedsbeitrag, höchstens jedoch Euro 50,- jährlich. Als Bemessungsgrundlage gilt die gegenüber dem Jugendring Darmstadt e.V. angegebene Zahl der Mitglieder. Der Finanzzuschuss der Stadt Darmstadt ist in einem gesonderten Vertrag geregelt.
2. Mittel des Vereins oder etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Jugendrings erhalten.
3. Es darf keine Person durch Ausgaben oder Verwaltungsaufgaben, die den Zwecken des Jugendrings fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
§11
Satzungsänderungen
Anträge auf Änderung der Satzung sind schriftlich an den Vorstand einzureichen, der sie mindestens drei Wochen vor der Abstimmung allen Mitgliedern bekannt gibt. Für die Satzungsänderung ist die 2/3-Mehrheit der Vollversammlung erforderlich.
§12
Geschäftsordnung
Die Vollversammlung gibt sich im Rahmen der Satzung eine Geschäftsordnung.
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Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2006/0219
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 11.10.2006
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00