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1227/2026

Gesamtkonzept Bühnen 2030 - Kurzzusammenfassung

Mitteilung Ausschuss 27.04.2026

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln, Sitzung am 07.05.2026, TOP 5.2

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

10295 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/46 
 
Vorlagen-Nummer 27.04.2026 
 1227/2026 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 07.05.2026 
 
Gesamtkonzept Bühnen 2030 - Kurzzusammenfassung 
Hinweis: 
 
Im Nachgang zum ca. zweistündigen Folienvortrag der Betriebsleitung der Bühnen in 
der Sondersitzung des Betriebsausschuss Bühnen am 23.01.2026 wurde zum „Ge-
samtkonzept Bühnen 2030“ (0038/2026) seitens der Betriebsausschussmitglieder um 
eine schriftliche Kurzzusammenfassung der Vortragsinhalte gebeten. Dieser Bitte 
kommen die Bühnen gerne nach – allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass diese 
Zusammenfassung nicht sämtliche Inhalte und Aspekte des Vortrags enthalten kann.  
 
Die Vortragsfolien sind weiterhin bei der Vorlage 0038/29026 in Session abrufbar. 
 
Gesamtkonzept Bühnen 2030 - Kurzzusammenfassung 
 
1. Ausgangslage und Auftrag 
Die Bühnen Köln erfüllen als Dreispartenbetrieb eine zentrale Aufgabe in der kulturel-
len Infrastruktur der Stadt Köln. Ihr Auftrag besteht in der Pflege und Weiterentwick-
lung von Musiktheater, Schauspiel und Tanz sowie in der Sicherstellung eines vielfälti-
gen, künstlerisch hochwertigen Angebots für die gesamte Stadtgesellschaft. 
 
Vor diesem Hintergrund wird nachfolgend die künstlerische Perspektive der Bühnen 
Köln differenziert nach Sparten und Aufgabenfeldern dargestellt. Ziel ist es, die aktu-
elle Situation zu beschreiben sowie Entwicklungslinien bis zum Jahr 2030 aufzuzei-
gen. 
 
2. Künstlerische Gesamtleitlinien  
Die künstlerische Arbeit der Bühnen Köln basiert auf einem gemeinsamen Verständ-
nis von Theater als Ort der Begegnung, der ästhetischen Erfahrung und der gesell-
schaftlichen Auseinandersetzung. 
 
Zentrale Leitlinien sind:

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- die Verbindung von künstlerischer Exzellenz und gesellschaftlicher Relevanz, 
- die Pflege des klassischen Repertoires bei gleichzeitiger Öffnung für neue 
Werke und Formate, 
- die konsequente Ausrichtung auf ein diverses Publikum, insbesondere die An-
sprache neuer Zielgruppen, 
- die Förderung von Teilhabe und Mitwirkung 
- sowie die enge Vernetzung mit lokalen, nationalen und internationalen Part-
nern. 
 
3. Oper Köln 
Die Oper Köln stellt einen zentralen Bestandteil der Bühnen Köln dar und übernimmt 
eine herausgehobene Rolle im kulturellen Leben der Stadt. Sie verbindet die Pflege 
des klassischen Opernrepertoires mit der Entwicklung zeitgenössischer Musiktheater-
formate. 
 
Künstlerisch wird eine Balance angestrebt zwischen der Aufführung bedeutender 
Werke der Opernliteratur und der Entwicklung neuer künstlerischer Handschriften. Da-
bei werden klassische Stoffe in zeitgenössischen Perspektiven interpretiert und neue 
Werke gezielt in Auftrag gegeben. 
 
Die Oper versteht sich als Ort gemeinschaftlichen Erlebens und als Raum emotionaler 
und gesellschaftlicher Reflexion. Gleichzeitig wird die internationale Vernetzung durch 
Kooperationen mit anderen Opernhäusern und Festivals weiter ausgebaut. 
 
Ein zentrales Ziel besteht darin, ein breites und diverses Publikum anzusprechen und 
langfristig an das Haus zu binden. Dies erfordert neben künstlerischer Qualität auch 
neue Zugänge und Formate, die unterschiedliche Zielgruppen erreichen. 
 
4. Kinderoper 
Die Kinderoper nimmt innerhalb der Bühnen Köln eine eigenständige und strategisch 
bedeutsame Rolle ein. Sie richtet sich gezielt an ein junges Publikum und leistet einen 
wesentlichen Beitrag zur kulturellen Bildung. Das Angebot umfasst sowohl klassische 
als auch zeitgenössische Werke, die speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt o-
der adaptiert werden. Die Kinderoper gibt auch neue Kinderopernwerke in Auftrag. Er-
gänzend werden partizipative Formate und Community-Projekte realisiert, die eine ak-
tive Beteiligung ermöglichen. Langfristig wird angestrebt, die Kinderoper als kulturelles 
Zentrum für junge Menschen in Köln zu etablieren. Ziel ist es, möglichst vielen Kin-
dern frühzeitig den Zugang zu Musiktheater zu eröffnen und nachhaltige kulturelle Er-
fahrungen zu ermöglichen. Hierfür arbeitet die Kinderoper mit Kölner sowie internatio-
nalen Kooperationspartnern zusammen. Ein besonderer Fokus liegt auf inklusiven An-
geboten sowie auf der Zusammenarbeit mit Schulen, Kitas und weiteren Bildungsein-
richtungen. 
 
5. Schauspiel Köln 
Das Schauspiel Köln entwickelt sein künstlerisches Profil kontinuierlich weiter und po-
sitioniert sich mit innovativem und gesellschaftlich relevantem Theater. 
 
Neben klassischen Inszenierungen werden neue Formate erprobt, die sich mit aktuel-
len gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Dabei gewinnt die Verbindung von 
Theater und anderen Medien zunehmend an Bedeutung.

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Das Schauspiel versteht sich als Ort des Diskurses und der kritischen Auseinander-
setzung. Ziel ist es, Themen aus der Stadtgesellschaft aufzugreifen und in künstleri-
sche Prozesse zu überführen. 
 
Gleichzeitig fungiert das Schauspiel auch als Medienhaus: mit Podcasts, Filmen und 
Social-Media-Inhalten werden mehrere einhunderttausend Menschen zusätzlich zu 
den Aufführungen erreicht. 
 
Die internationale Vernetzung wird weiter ausgebaut, ebenso die Zusammenarbeit mit 
lokalen Partnern. Perspektivisch soll das Schauspiel Köln seine Sichtbarkeit auf euro-
päischer Ebene stärken und neue Formen der Produktion und Präsentation entwi-
ckeln. 
 
6. Tanz 
Der Tanz an den Bühnen ist durch das kuratierte internationale Tanzprogramm reprä-
sentiert und ermöglicht so den Zugang zu den aktuellen Entwicklungen im zeitgenös-
sischen Tanz und stärkt die internationale Ausrichtung der Bühnen Köln. Perspekti-
visch ist eine Erweiterung des künstlerischen Spektrums vorgesehen. Dazu gehören 
großformatigere Produktionen wie Handlungsballette und Vermittlungsformate für alle 
Altersgruppen. Mit der Öffnung und Durchlässigkeit der Bühnen für urbane Tanzstile 
wie zum Beispiel Hip-Hop, Streetdance oder Voguing werden gezielt jüngere Zielgrup-
pen mit Migrationshintergrund angesprochen.  
 
Ebenso wichtig wie Publikumsdiversifizierung und technisch anspruchsvolle, ästheti-
sche Erfahrungen ist die thematische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich rele-
vanten Diskursen. Über die Diskurse des Kölner Stadtlebens hinaus versteht sich die 
Tanzsparte als Ort für kritische Befragungen der internationalen Weltgemeinschaft 
und rückt globale Fragestellungen in den Fokus der künstlerischen Arbeit. 
 
Mittelfristig wird die strukturelle Weiterentwicklung der Sparte Tanz mit Residenzen 
und Kooperationen angestrebt – einschließlich der Perspektive einer produzierenden 
Tanzsparte. 
 
7. Vermittlungsformate und Teilhabe 
 
Die Vermittlungsarbeit bildet einen zentralen Bestandteil der künstlerischen Arbeit der 
Bühnen Köln. Ziel ist es, Zugänge zu schaffen, Interesse zu wecken und eine langfris-
tige Bindung an die Institution zu fördern. 
Die Vermittlungsabteilung „Oper.Stadt.Schule“ entwickelt vielfältige Bildungspro-
gramme wie Workshops, Einführungen, partizipative Projekte sowie Angebote für 
Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der 
kulturellen Teilhabe. Niedrigschwellige Angebote sollen es möglichst vielen Menschen 
ermöglichen, Theater und Musiktheater zu erleben. Dabei richten sich die Bühnen 
Köln an alle Generationen – von der gezielten Förderung junger Stimmen bis hin zur 
aktiven Gestaltung eines lebendigen Generationendialogs. Partizipative Formate, in 
denen Bürger*innen aktiv mitwirken, werden weiter ausgebaut. Ebenso wird die Barri-
erefreiheit kontinuierlich verbessert, um eine möglichst umfassende Zugänglichkeit zu 
gewährleisten.  
 
Das Programm „Theater.Stadt.Schule“ bündelt diese Ansätze: Es verbindet Spielplan-
vermittlung mit künstlerischer Partizipation, politischer Bildung und Stadtteilarbeit und 
bietet Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte. Ziel ist es, fest in der Stadtgesellschaft 
verankert zu sein - mit abgebauten Barrieren und starker inhaltlicher Relevanz – um

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so ein echtes „Theater für alle“ zu schaffen. 
  
8. Kooperationshaus Depot 
Das Kooperationshaus Depot hat sich – ganz im Sinne seines Namens – zum Ziel ge-
setzt, die Zusammenarbeit zwischen der Freien Szene und dem Schauspiel nachhal-
tig zu stärken und weiterzuentwickeln. Bis 2030 soll sich das Kooperationshaus mit 
weiteren Partnern zu einem erfolgreichen Modell entwickeln, welches neue Synergien 
schafft und als Publikumsmagnet sowie als regional und national beachtete Kulturin-
stitution wirkt.  
 
9. Perspektiven bis 2030 
Mit der Rückkehr an den Offenbachplatz eröffnet sich die Möglichkeit, die Bühnen 
Köln als zentralen kulturellen Ort im Herzen der Stadt neu zu positionieren. Ziel ist es, 
den Standort als offenen und lebendigen Ort zu etablieren, der über die Aufführungen 
hinaus als Treffpunkt und Begegnungsraum dient – also einen sogenannten „Dritten 
Ort“ zu schaffen. Unter anderem die Öffnung des Theatergebäudes für Begegnungen 
anhand von Gastronomie und neuen Formaten in den Foyers soll dies ermöglichen. 
 
10.   Künstlerische Weiterentwicklung 
Die künstlerische Entwicklung wird sich an folgenden Zielen orientieren: 
 
- Weiterentwicklung der künstlerischen Qualität in allen Sparten, 
- Stärkung der internationalen Vernetzung, 
- Ausbau digitaler und crossmedialer Formate, 
- nachhaltige Verankerung kultureller Bildung und Teilhabe 
- sowie die Gewinnung und Bindung eines vielfältigen Publikums. 
 
11.   Herausforderungen 
Die Umsetzung dieser Ziele erfolgt unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Zu 
den zentralen Herausforderungen zählen die Sicherstellung der finanziellen Grundla-
gen, die Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen sowie die Gewinnung qualifi-
zierter Mitarbeiter*innen. 
 
Darüber hinaus erfordert die Anpassung an sich wandelnde Publikumserwartungen 
eine kontinuierliche Weiterentwicklung der künstlerischen Angebote. 
 
12.   Fazit 
Die Bühnen Köln verfügen über ein starkes künstlerisches Fundament und ein breites 
Angebot. Die differenzierte Weiterentwicklung der einzelnen Sparten sowie die Stär-
kung der Vermittlungsarbeit bieten die Chance, die Institution nachhaltig in der Stadt-
gesellschaft zu verankern. 
 
Ziel bleibt es, die Bühnen Köln als offenen, innovativen und gesellschaftlich relevanten 
Kulturort zu positionieren. 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

07.05.2026 Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
TOP 5.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Offenbachplatz

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Details

Aktenzeichen
1227/2026
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
27.04.2026
Erstellt
24.04.2026 10:06