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V/0136/2016

Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster, hier: Ergebnisse der Struktur- und Potenzialanalyse

Vorlagen 12.02.2016

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Anhang zur Vorlage V_0136_2016_s+h_muenster_Auszug2

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Anhang zur Vorlage V_0136_2016_s+h_muenster_Auszug2

8553 Zeichen

1
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
1. Arbeitskreis zur Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts 
29. Januar 2016 
Fortschreibung des 
Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die 
Stadt Münster

6
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
Bausteine des Konzepts 
Strukturanalyse/-entwicklungen 
Absatzwirtschaftlich 
Sortimentsliste für die 
Stadt Münster 
Ansiedlungsleitsätze 
für Vorhaben und 
Erweiterungen 
Räumlich-funktionales Einzelhandelskonzept 
Zentren- und 
Standortkonzept, 
Nahversorgungs-
konzept 
Beteiligung und Kommunikation/ Ergebnispräsentationen 
Entwicklungsstrategien / Ziele 
AK 1 
AK 2 + 3 
Räumlich 
Angebot Nachfrage Städtebau 
Schwerpunktthema: Online-Handel

13 
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
Einzelhandels- und 
Zentrenkonzept 2009 
Einzelhandels- und 
Zentrenkonzept 2016 
Datenstand 12/2006 Datenstand 2014/2015 
Anzahl der Betriebe* 
2.059 1.955 
- 104 (- rd. 5 %) 
Gesamtverkaufsfläche 
(VKF)* 
rd. 617.200 m² rd. 644.450 m² 
+ 27.250 m² (+ rd. 4 %) 
VKF/Einwohner 
rd. 2,27 m² rd. 2,15 m² 
- 0,12 m² (- rd. 5 %) 
Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt Münster (Stand 31.12.2014), ergänzt um 
sortimentsspezifische Verkaufsflächenerfassung Stadt + Handel 09-10/2015; EHZK 
Münster 2009; Einwohnerdaten: Stadt Münster (Stand: 31.12.2014); VKF-Angaben auf 
10 m² gerundet; *ohne Leerstand. 
Zum Vergleich: Bundesdurchschnitt: rd. 1,4 m² VKF/ Einwohner 
Einzelhandelsbestand Münster im Überblick 
Angebotsanalyse

16 
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 
Nahrungs- und Genussmittel 
Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken 
Blumen, zoologischer Bedarf 
PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher 
Bekleidung 
Schuhe/ Lederwaren 
Pflanzen/Gartenbedarf 
Baumarktsortiment i.e.S. 
GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör 
Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente 
Sportartikel/ Fahrräder/ Camping 
Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik 
Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz 
Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche 
Möbel 
Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte 
Neue Medien/ Unterhaltungselektronik 
Uhren/ Schmuck 
Sonstiges 
City/Innenstadt Stadtbereichszentren Grundversorgungszentren Nahbereichszentren Sonderstandorte Sonstige Lagen 
Angebotsanalyse 
Einzelhandelsbestand (VKF in m²) nach Warengruppen und Lagen 
Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt Münster (Stand 31.12.2014), ergänzt um 
sortimentsspezifische Verkaufsflächenerfassung Stadt + Handel 09-10/2015; VKF-
Angaben auf 10 m² gerundet; ZVB-Abgrenzung gemäß EHZK Münster 2009. 
kurzfristiger 
Bedarf 
mittelfristiger 
Bedarf 
langfristiger 
Bedarf 
25.270 
21.250 
18.170 
63.420 
21.030 
28.900 
3.720 
31.050 
13.930 
121.030 
13.780 
5.670 
15.520 
85.020 
18.810 
22.330 
13.560 
116.180 
5.820

20 
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
96% 
113% 
100% 
120% 
285% 
165% 
89% 
91% 
171% 
109% 
225% 
181% 
94% 
129% 
149% 
125% 
118% 
151% 
284% 
0% 50% 100% 150% 200% 250% 300% 
Nahrungs- und Genussmittel 
Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken 
Blumen, zoologischer Bedarf 
PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher 
Bekleidung 
Schuhe/ Lederwaren 
Pflanzen/Gartenbedarf 
Baumarktsortiment i.e.S. 
GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör 
Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente 
Sportartikel/ Fahrräder/ Camping 
Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik 
Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz 
Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche 
Möbel 
Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte 
Neue Medien/ Unterhaltungselektronik 
Uhren/ Schmuck 
Sonstiges 
Sortimentsspezifische Zentralitätswerte 
Nachfrageanalyse 
Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt Münster (Stand 31.12.2014), ergänzt um 
sortimentsspezifische Verkaufsflächenerfassung Stadt + Handel 09-10/2015; Kaufkraftzahlen: IFH 2015; 
PBS = Papier, Büro, Schreibwaren; GPK = Glas, Porzellan, Keramik; VKF-Angaben gerundet; * 
Sonstiges umfasst u. a. Kfz-Zubehör. 
Gesamtstädtische Zentralität: rd. 130 % 
Kurzfristiger 
Bedarf 
mittelfristiger 
Bedarf 
langfristiger 
Bedarf

23 
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
Zentrale Versorgungsbereiche 
Bisherige Zentren- und Standortstruktur EHZK 2009 
Quelle: EHZK Münster 2009.

26 
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
A - City/Innenstadt* – Bestandsstruktur 
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis Einzelhandelsbestandserhebung Stadt Münster (Stand 
31.12.2014), ergänzt um sortimentsspezifische Verkaufsflächenerfassung Stadt + Handel 09-10/2015; 
EHZK Münster 2009; VKF-Angaben auf 10m² gerundet; *ZVB-Abgrenzung gemäß EHZK Münster 
2009.
2006 2014/2015 
Anzahl EH-Betriebe 
635 616 
- 21 (- rd. 3 %) 
Anteil gesamtstädtisch rd. 31 % rd. 32 % 
Verkaufsfläche (m²) 
rd. 161.980 rd. 178.050 
+ rd. 16.070 (+ rd. 10 %) 
Anteil gesamtstädtisch rd. 26 % rd. 28 % 
Anzahl ZEF 
1.080 1.269 
+ 189 (+ rd. 18 %) 
6% 
88% 
6%

31 
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
B - Stadtbereichszentren* – Bestandsstruktur 
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis Einzelhandelsbestandserhebung Stadt Münster (Stand 
31.12.2014), ergänzt um sortimentsspezifische Verkaufsflächenerfassung Stadt + Handel 09-10/2015; 
EHZK Münster 2009; VKF-Angaben auf 10m² gerundet; *ZVB-Abgrenzung gemäß EHZK Münster 
2009.
2006 2014/2015 
Anzahl EH-Betriebe 
455 429 
- 26 (- rd. 6 %) 
Anteil gesamtstädtisch rd. 22 % rd. 22 % 
Verkaufsfläche (m²) 
rd. 100.050 rd. 107.680 
+ rd. 7.630 (+ rd. 8 %) 
Anteil gesamtstädtisch rd. 16 % rd. 17 % 
Anzahl ZEF 
635 774 
+ 139 (+ rd. 22 %) 
44% 
35% 
22%

36 
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
71% 
21% 
8% 
C - Grundversorgungszentren – Bestandsstruktur* 
2006 2014/2015 
Anzahl EH-Betriebe 
239 224 
- 15 (- rd. 7 %) 
Anteil gesamtstädtisch rd. 12 % rd. 11 % 
Verkaufsfläche (m²) 
rd. 43.210 rd. 46.900 
+ rd. 3.690 (+ rd. 9 %) 
Anteil gesamtstädtisch rd. 7 % rd. 7 % 
Anzahl ZEF 
378 422 
+ 44 (+ rd. 12 %) 
72% 
24% 
4% 
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis Einzelhandelsbestandserhebung Stadt Münster (Stand 
31.12.2014), ergänzt um sortimentsspezifische Verkaufsflächenerfassung Stadt + Handel 09-
10/2015; EHZK Münster 2009; VKF-Angaben auf 10m² gerundet; *ZVB-Abgrenzung gemäß EHZK 
Münster 2009.

44 
Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Stadt Münster 
1. Arbeitskreissitzung | 29. Januar 2016 
Diese Folie ist Bestandteil einer Präsentation und ohne mündliche Erläuterung nicht vollständig 
D - Nahbereichszentren – Bestandsstruktur* 
2006 2014/2015 
Anzahl EH-Betriebe 
108 94 
- 14 (- rd. 13 %) 
Anteil gesamtstädtisch rd. 5 % rd. 5 % 
Verkaufsfläche (m²) 
rd. 19.500 rd. 17.980 
- rd. 1.520 (- rd. 8 %) 
Anteil gesamtstädtisch rd. 3 % rd. 3 % 
Anzahl ZEF 
172 217 
+ 45 (+ rd. 26 %) 
61% 
28% 
11% 
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis Einzelhandelsbestandserhebung Stadt Münster (Stand 
31.12.2014), ergänzt um sortimentsspezifische Verkaufsflächenerfassung Stadt + Handel 09-
10/2015; EHZK Münster 2009; VKF-Angaben auf 10m² gerundet; *ZVB-Abgrenzung gemäß EHZK 
Münster 2009.

Berichtsvorlage

10872 Zeichen

V/0136/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster, hier: Ergebnisse der Struktur- und 
Potenzialanalyse 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
02.03.2016 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Flächenmanagement
 Bericht 
03.03.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Auf der Grundlage der Vorlage V/0144/2015 hat die Verwaltung im Herbst 2015 mit den Arbeiten 
zur Fortschreibung des Einzelhandels - und Zentrenkonzepts Münster begonnen. Für die inhaltl i-
che und prozessuale Begleitung des Fortschreibungsprozesses wurde das Büro Stadt und Ha n-
del aus Dortmund beauftragt. Die relevanten Behörden und Organisationen des Einzelhandels 
sind in Form eines begleitenden Facharbeitskreises  in die Erarbeitung der Inhalte und Bausteine 
des Konzepts eingebunden. Der Arbeitskreis setzt sich, neben Vertretern der Stadtverwaltung, 
der Wirtschaftsförderung Münster GmbH und Münster Marketing aus Vertretern der Industrie - 
und Handelskammer Nord Westfalen, der Handwerkskammer Mü nster, des Handelsverbandes 
NRW Westfalen-Münsterland e.V., der Bezirksregierung Münster  und der „ISI - Initiative Starke 
Innenstadt Münster“ zusammen. Im Januar 2016 hat bereits die erste Facharbeitskreissitzung mit 
Vorstellung und Erörterung der Struktur - und Potenzialanalyse des Einzelhandels in Münster 
stattgefunden. Der Facharbeitskreis hat die Ergebnisse zustimmend zur Kenntnis genommen. 
Weitere Arbeitskreissitzungen folgen im Frühjahr und Sommer 2016. 
 
Nachfolgend wird über die wesentlichen Themen de r Konzeptfortschreibung, die Ergebnisse der 
bereits erarbeiteten Struktur - und Potenzialanalyse für den Einzelhandel in Münster  sowie den 
beabsichtigten Arbeits- und Zeitplan informiert:  
 
1. Wesentliche Themen der Konzeptfortschreibung: 
 
 Aktualisierung der veralteten Datengrundlagen aus 2006 des bestehenden Einzelhandels- 
und Zentrenkonzepts Münster (Ratsbeschluss 2009) 
 
 Überprüfung und ggf. Aktualisierung der Ziele und der räumlich -funktionalen Inhalte des 
bestehenden Einzelhandels- und Zentrenkonzepts Münst er:  Zentren - und Standortsys-
tem des Einzelhandels in Münster (Zentrale Versorgungsbereiche, Nahversorgungssta n-
dorte, Sonderstandorte/Fachmarktzentren, Funktionszuordnung) sowie der Münsteraner 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0136/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Hopp 
Ruf: 
492 61 17 
E-Mail: 
Hopp@stadt-muenster.de 
Datum: 
16.02.2016 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0136/2016 
 
Sortimentsliste (zentrenrelevante, nahversorgungsrelevante und  nicht zentrenrelevante 
Sortimente) 
 
 Berücksichtigung der aktuellen Gesetzeslage (Landesentwicklungsplan Nordrhein -
Westfalen – sachlicher Teilplan großflächiger EH) und neuere Rechtsprechung 
 
 Auswirkungen des Online -Handels auf den stationären  Einzelhande l und die zentralen 
Versorgungsbereiche sowie Strategien und Maßnahmen zur Sicherung der wohnungsn a-
hen Grundversorgung. 
 
2. Ergebnisse der Struktur- und Potenzialanalyse des Einzelhandels in Münster: 
 
In einem ersten Arbeitsschritt wurde eine Struktur - und Potenzialanalyse der  einzelhandelsrel e-
vanten Angebots- und Nachfragesituation sowie der Zentrenstruktur erarbeitet und darauf au f-
bauend der absatzwirtschaftliche Entwicklungsrahmen für den Einzelhandel in Münster ermittelt. 
Wesentliche Ergebnisse der Struktur- und Potenzialanalyse sind:   
 
2.1 Angebots- und Nachfragesituation, Zentren- Standortstruktur 
 
 Die Kaufkraftkennziffer von Münster liegt mit rd. 105 deutlich über dem Bundesdurc h-
schnitt (100), der gesamtstädtische Zentralitätswert von 130 verdeutlicht die oberzentrale 
Versorgungsfunktion der Stadt Münster für das Umland. 
 
 Münster verfügt mit 2,15 m² Verkaufsfläche (VKF) je Einwohner (EW) über eine quantitativ 
überdurchschnittliche Verkaufsflächenausstattung im Vergleich zum Bundesdurchschnitt 
von rd. 1,4 m² VKF/EW.  
 
 Insgesamt wurden zum Datenstand 2014/2015 1.955 Einzelhandelsbetriebe mit rd. 
644.450 m² Verkaufsfläche in Münster ermittelt, wobei die City/Innenstadt mit 616 Einze l-
handelsbetrieben und rd. 178.000 m² VKF der mit Abstand bedeutendste Einzel handels-
standort in Münster ist.  
 
 Die Anzahl der Einzelhandelsbetriebe in Münster ist seit 2006 (Datengrundlage des b e-
stehenden Einzelhandelskonzepts) deutlich rückläufig, demgegenüber ist die Verkaufsfl ä-
che erheblich gesteigert worden (entspricht dem allg emeinen Entwicklungstrend); zudem 
hat die Anzahl sog. zentrenergänzender Funktionen (Dienstleistungen, Gastronomie etc.) 
in den zentralen Versorgungsbereichen erheblich zugenommen.  
 
 Entsprechend ihrer Versorgungsbedeutung und Hierarchiestufe innerhalb des Zentrensys-
tems ist mit absteigender Reihenfolge in der City/Innenstadt der geringste Rückgang von 
Einzelhandelsbetrieben (- rd. 3 %) und der höchste Verkaufsflächenzuwachs (+ rd. 10 %)  
zu verzeichnen, gefolgt von den Stadtbereichszentren ( - rd. 6 % / + rd . 8 %), Grundve r-
sorgungs-/Stadtteilzentren (- rd. 7 % / + rd. 9 %) und den Nahbereichszentren (- 13 % / - 8 
%). 
 
 Die Verkaufsflächenausstattung in den Stadtbereichs -, Grundversorgungs - und Nahb e-
reichszentren ist zum Teil sehr unterschiedlich, vor dem Hinte rgrund aktueller Rechtspre-
chung sind die Einstufungen einiger Grundversorgungs - und Nahbereichszentren detai l-
liert zu prüfen (rechtlicher Schutzstatus i. S. des Baugesetzbuches). 
 
 Die Zentralität von 96 % im Bereich Nahrungs- und Genussmittel deutet im Saldo auf zur-
zeit leichte Kaufkraftabflüsse hin,  die Verkaufsflächenausstattung pro Einwohner  in die-
sem Bereich liegt mit rd. 0,39 m² marginal unter dem Bundesdurchschnitt von 0,40 m², in 
den Stadtbezirken sind unterschiedliche Ausstattungen mit Grundversorg ungsangeboten 
und zum Teil auch Versorgungsdefizite festzustellen.

3 
V/0136/2016 
 
 Der Anteil der zentren- und z. T. auch nahversorgungsrelevanten Verkaufsflächen an den 
nicht integrierten Sonderstandorten des Einzelhandels (z. B. Möbel Finke) resultiert aus 
dem üblichen  Angebot von zentrenrelevanten Randsortimenten in den dort verorteten 
großflächigen Fachmärkten und geht im Einzelfall auf altes Planungsrecht zurück (z. B. 
Mediamarkt, Lidl an der Robert-Bosch-Str.). 
 
 Insgesamt ist die siedlungsstrukturelle Integration de s Einzelhandels als gut zu bewerten 
(hoher Anteil der Verkaufsfläche in Zentren oder integrierten Lagen); die absolute Ve r-
kaufsfläche und der Verkaufsflächenanteil in zentralen Versorgungsbereichen konnten 
seit 2006 gesteigert werden. 
 
2.2 Absatzwirtschaftlicher Entwicklungsrahmen unter Berücksichtigung des Online -
Handels (Potenzialanalyse) bis 2025 
 
Die Ermittlung eines absatzwirtschaftlichen Entwicklungsrahmens für den Einzelhandel in 
Münster dient dem Aufzeigen von Entwicklungsspielräumen. Dadurch werden  keine absolu-
ten Obergrenzen festgelegt. Unter Berücksichtigung der positiven Einwohnerentwicklung in 
Münster, der sortimentsspezifisch heterogenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft- und Preis-
indexentwicklung der Flächenansprüche der Anbieter und der Progn ose des je Warengruppe 
unterschiedlich wachsenden Anteils des Online-Handels  
 
 werden trotz zu erwartendem deutlichen  Bevölkerungszuwachses in Münster durch den 
weiter ansteigenden Online -Handel nennenswerte Entwicklungspotenziale des  stationä-
ren Einzelhandels eingeschränkt, 
 
 sind Entwicklungspotenziale insbesondere im kurzfristigen Bedarfsbereich (Lebensmittel, 
Drogerie, Blumen/zoologischer Bedarf) sowie in einzelnen, insbesondere unter Berüc k-
sichtigung von Zielzentralitäten des Oberzentrums Münster, noch ausbaufähigen Sort i-
mentsgruppen gegeben (z. B. Möbel), 
 
 insgesamt summiert sich das rechnerische, unter Berücksichtigung von Zielzentralitäten 
ermittelte mögliche Ansiedlungspotenzial bis 2025 auf über 50.000 m² Verkaufsfläche; die 
größten Ansiedlungspotenziale ergeben sich mit rd. 22.000 m² VKF im kurzfristigen B e-
darfsbereich (Schwerpunkt Nahrungs - und Genussmittel) und mit rd. 20.000 m² VKF im 
langfristigen Bedarfsbereich (Schwerpunkt Möbel).  
 
2.3 Fazit:  
 
 Angebot und Attraktivität des Einzelhandels in M ünster werden der oberzentralen Verso r-
gungsfunktion der Stadt Münster gerecht. 
 
 Die Strukturanalyse i. V. mit dem Datenvergleich 2006 (1. Fortschreibung Einzelhandel s-
konzept) belegt die erfolgreiche Steuerung des Einzelhandels in Münster im Sinne der 
Zielsetzungen des geltenden Einzelhandels- und Zentrenkonzepts Münster. 
 
 Die gute siedlungsstrukturelle Integration des Einzelhandels zeigt sich in einem hohen An-
teil der Verkaufsfläche in den Zentren und den integrierten Lagen, der Verkaufsflächenan-
teil in den  schützenswerten zentralen Versorgungsbereichen (City/Innenstadt, Stadtb e-
reichs- und Grundversorgungszentren) konnte zudem seit 2006 gesteigert werden. 
 
 Nennenswerte Entwicklungspotenziale für den stationären Einzelhandel werden durch 
den wachsenden Anteil  des Online -Handels eingeschränkt, Ansiedlungs - und Erweit e-
rungspotenziale sind insbesondere im kurzfristigen Bedarfsbereich  (u. a. Lebensmittel)  
und darüber hinaus, unter Berücksichtigung von Zielzentralitäten, in ausgewählten  weite-
ren Warengruppen gegeben (z. B. Möbel).

4 
V/0136/2016 
 
 Einzelhandelsentwicklungen sind auch über den ermittelten Potenzialrahmen 2025 hinaus 
möglich, wenn der jeweilige Standort städtebaulich und versorgungsstrukturell verträglich 
ist. 
 
3. Folgender weiterer Arbeits- und Zeitplan ist beabsichtigt: 
 
 April 2016: öffentliche Auftaktveranstaltung Fortschreibung Einzelhandelskonzept mit 
Schwerpunktthema „Online -Handel“ am Dienstag, den 5. April um 19:00 Uhr im Vo r-
tragssaal LWL-Museum für Kunst und Kultur 
 
 bis Sommer 2016: Erarbeitung der weiteren konzeptionellen Bausteine durch Verwaltung 
und Gutachter 
 Zentren- und Standortkonzept (inkl. nicht integrierte Sonderstandorte) 
 Nahversorgungskonzept 
 Sortimentsliste 
 
 Mai/Juni 2016: zweite Sitzung Facharbeitskreis  
 
 Sommer 2016: Ergebnisaufbereitung und Entwur fserarbeitung, dritte Sitzung Facha r-
beitskreis 
 
 Herbst 2016: Beratung und Beschluss zur Offenlage des Entwurfes für das fortzuschre i-
bende Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster, im Anschluss öffentliche  Zwische n-
präsentation und breit angelegte Öffentlichkeitsbeteiligung / Offenlegung des Entwurfs 
 
 Winter 2016/17: Ergebnisaufbereitung und Erarbeitung der Endfassung für den Ratsb e-
schluss 
 
 Frühjahr 2017: Beratung und Beschluss des fortgeschriebenen Einzelhandels - und Zen-
trenkonzepts Münster 
 
 
I.V. 
 
gez.  
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen: ausgewählte Folien aus der Präsentation der Ergebnisse der Struktur- und Potenzial-
analyse im Facharbeitskreis am 29.01.2016 (Büro Stadt und Handel)

Beratungsverlauf (2)

02.03.2016 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Flächenmanagement
TOP 5.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.03.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
TOP 7.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Robert-Bosch-Straße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0136/2016
Typ
Vorlagen
Datum
12.02.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37