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AN/0448/2019

‚Haus der Einwanderungsgesellschaft‘ (vormals ‚Zentrales Migrationsmuseum‘) - Nachfrage zum Sachstand eines Ratsbeschlusses

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 01.04.2019

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 30.04.2019, TOP 4.2

AK 1 - Anfrage zum Sachstand Haus der Einwanderungsgesellschaft

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AK 1 - Anfrage zum Sachstand Haus der Einwanderungsgesellschaft

4775 Zeichen

AK 1 – Kultur und Sport        28.03.2019 
Turan Özkücük 
Ahmet Altinova 
Ali Esen 
Tayfun Keltek 
 
 
 
An den  
Vorsitzenden des Integrationsrates 
 
An die  
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Herrn Andreas Vetter 
 
 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Integrationsrat 30.4.2019 
 
 
‚Haus der Einwanderungsgesellschaft‘ (vormals ‚Zentrales Migrationsmuseum‘)  
Nachfrage zum Sachstand – AN/0448/2019 
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
 
auf Initiative des Integrationsrates hatte der Rat am 6.2.2018 beschlossen (3854/2017): 
 die Ansiedlung eines ‚Zentralen Migrationsmuseums‘ (Arbeitstitel) am Standort Köln 
grundsätzlich zu befürworten, 
 die Verwaltung zu beauftragen, in Kooperation mit DOMiD mögliche Standorte im Kölner 
Stadtgebiet in Hinsicht auf ihre grundsätzliche Eignung (Verfügbarkeit, Planungsrecht, 
verkehrliche Anbindung) für ein Zentrales Migrationsmuseum zu prüfen. Dabei soll auch 
der Stadtbereich Kalk-Süd einschließlich der denkmalgeschützten KHD-Hallen betrachtet 
werden, 
 die Verwaltung zu beauftragen, Investitionsfinanzierung durch Landes-, Bundes-, Stif-
tungs- und private Mittel sowie Trägerschaft und zukünftigen Betrieb des Museums näher 
zu ermitteln und darzustellen. Dabei wird davon ausgegangen, das DOMiD Träger des 
Migrationsmuseums ist. 
 
Hintergrund des Beschlusses war, dass sich im Jahr 2016 alle im Landtag NRW vertretenen 
Fraktionen in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung für eine Ansiedelung 
eines Zentralen Migrationsmuseums im Land NRW, aufbauend auf der bereits bestehenden 
Sammlung des Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland 
e.V (DOMiD), ausgesprochen hatten. Später wurde im Koalitionsvertrag für Nordrhein-
Westfalen 2017 – 2022 festgehalten „das Vorhaben eines zentralen Migrationsmuseums von 
DOMiD konstruktiv (zu) begleiten.“ 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und 
die NRW-Stiftung hatte eine Machbarkeitsstudie für ein zentrales Migrationsmuseum finan-
ziert, dessen Ergebnisse am 05.10.2017 im Integrationsrat vorgestellt wurden. Mit Blick auf 
einen Standort empfahl die Studie eine von Migration geprägte Großstadt oder einen ent-
sprechenden Ballungsraum mit historischen Anknüpfungspunkten zur Einwanderung. Damit 
bieten sich Nordrhein-Westfalen und die Stadt Köln als Standort an.  
Die Stadt Köln fördert DOMiD seit vielen Jahren durch Finanzierung der Mietkosten.

Bezogen auf die deutsche und Kölner migrantische Community wäre eine Ansiedlung in Köln 
eine klare Positionierung und deutliches bundesweites Signal für unsere gemeinsame Ge-
schichte und Zukunft. Grundsätzlich hat die Sammlung von DOMID und eine zeitgemäße 
museale Aufbereitung in einem Zentralen Migrationsmuseum - über die historisch gesell-
schaftliche Bedeutung hinaus - eine sehr große Bedeutung als konkreter Akt der Wertschät-
zung der Zuwanderinnen und Zuwanderer für Köln und Deutschland. Sie ermöglicht diesen 
die Teilhabe an der Geschichte in Deutschland. Diese Form einer Wertschätzung von Zu-
wanderung ist längst fälliger und sehr wichtiger Beitrag der Anerkennung und damit Stärkung 
der Identität der zugewanderten Community. Ein solches Museum bietet die Möglichkeit, das 
Faktum Migration zu entdramatisieren und die Potentiale und den gesellschaftlichen Zuge-
winn von Zuwanderung sichtbar zu machen. Es besteht die Möglichkeit, das Denken in ‚Wir‘ 
und ‚Ihr‘ zu überwinden und ein gemeinsames ‚Wir‘ zu finden. Gleichzeitig wird das sich 
wandelnde Selbstverständnis von Gesellschaft und ihrem Zusammenleben verdeutlicht. 
Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass ein Haus, in dem das Thema Migration verhandelt und 
als Normalfall dargestellt wird, ein neues Geschichtsverständnis fördert, allen Menschen 
Teilhabe an der Geschichte bietet und damit eine hohe gesellschaftliche Relevanz besitzt.“ 
 
 
Die Verwaltung wird gebeten folgende Fragen zu beantworten: 
1. Wo ist in der Verwaltung die Federführung zur Umsetzung des Ratsbeschlusses vom 
6.2.2018 angesiedelt? 
2. Konnten in Kooperation mit DOMiD bereits mögliche Standorte im Kölner Stadtgebiet in 
Hinsicht auf ihre grundsätzliche Eignung (Verfügbarkeit, Planungsrecht, verkehrliche An-
bindung) für ein Zentrales Migrationsmuseum geprüft werden.  
3. Wurde bereits eine Ansiedlung im Stadtbereich Kalk-Süd einschließlich der denkmalge-
schützten KHD-Hallen geprüft? Was ist das Ergebnis? 
4. Konnten seitens der Verwaltung Investitionsfinanzierung durch Landes-, Bundes-, Stif-
tungs- und private Mittel sowie Trägerschaft und zukünftigen Betrieb des Museums näher 
ermittelt werden? Was ist das Ergebnis? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Turan Özkücük, Ahmet Altinova, Ali Esen, Tayfun Keltek

Beratungsverlauf (1)

30.04.2019 Integrationsrat
TOP 4.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
AN/0448/2019
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
01.04.2019
Erstellt
01.04.2019 09:51