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V/0548/2021

Strategien für den Übergang Schule-Beruf in Münster

Vorlagen 11.08.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 23.09.2021, TOP 9

Berichtsvorlage

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Ansehen

Anlage 1

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Anlage 2

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Ansehen

Berichtsvorlage

18754 Zeichen

V/0548/2021 
V/0548/2021 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Strategien für den Übergang Schule-Beruf in Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   31.08.2021 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 
   07.09.2021 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
   08.09.2021 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar-
beitsförderung 
Bericht 
   15.09.2021 Integrationsrat Bericht 
   16.09.2021 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Be-
hinderungen 
Bericht 
   23.09.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
 
 
Einführung  
Bildung ist ein harter Standortfaktor. Die Zukunftsfähigkeit einer Kommune steht und fällt mit eine r 
attraktiven Bildungslandschaft, die eine gut ausgebaute, konzeptionell aufeinander bezogene und 
verlässlich ineinandergreifende Bildungsstruktur umfasst. Sie wird gesteuert durch planvoll agierende 
Netzwerke und ein professionelles Bildungsmonitoring. Ziel der Bildungslandschaften ist es, allen 
Menschen unabhängig von Alter, sozialem Status oder Herkunft Bildungsmöglichkeiten in formalen 
und informellen Kontexten zu eröffnen und damit zu mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtig-
keit beizutragen.  
 
In der Praxis zeigt sich, dass viele  Erwachsene ihren Lebensmittelpunkt dort wählen, wo sie interes-
sante Bildungs - und Beschäftigungsmöglichkeiten, Freizeitangebote sowie ein geeignetes Wohn -
umfeld finden. Für sie sind ein gutes Bildungs- und Betreuungsangebot, ein vielfältiges Schul- und 
Hochschulwesen und ein attraktiver Ausbil dungsmarkt mitentscheidend, zu bleiben oder zu gehen. 
Auch junge Erwachsene orientieren sich räumlich nach Chancen auf Qualifizierung, Arbeit sowie Kul-
tur- und Sportevents. Und selbstverständlich wählen Firmen Standorte, an denen sie gut ausgebilde-
tes Fach personal finden. Menschen, die soziale- und herkunftsbedingte Ungleichheiten erleben, er-
öffnen Bildungslandschaften Möglichkeiten zur Entwicklung ihrer Potenziale. Und sie schaffen die 
Voraussetzungen, dass die vorhandenen Chancen auch wirklich wahrgenommen werden können.   
 
Amt für Schule und 
Weiterbildung 
 
17.08.2021  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Böcker 
Telefon: 492-4030 
BoeckerGabriele@stadt-
muenster.de

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V/0548/2021 
Die Stadt Münster verfügt bereits über ein breites Netz an formalen Bildungsorten wie Kitas, Schulen 
Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen. Informelles Lernen in der Familie, in Peergroups, Me-
dien und Freizeit ist nicht direkt kom munal steuerbar. Gleichwohl ist die Gestaltung von anregenden 
Lernwelten und die Sensibilisierung für die Bedeutung informellen Lernens kommunales Handlungs-
feld.  
Ein enges interkommunales wie rechtskreisübergreifendes Zusammenwirken verschiedenster Akteu-
re/-innen ist vielerorts (z.B. Übergang Kita -Grundschule, Schulsozialarbeit, Bildung für nachhaltige 
Entwicklung) bereits Alltag. Gleichwohl bedarf es weiterer Aktivitäten zur Optimierung und Ausbau der 
münsterschen Bildungslandschaft, um die Teilhabe aller Menschen in Münster zu sichern. 
Kommunale Netzwerkmoderation und datenbasierte Steuerung sind auch im Übergang Schule-Beruf, 
für den die Stabsstelle Bildungsmanagement im Amt für Schule und Weiterbildung zuständig ist, mitt-
lerweile grundlegend. Doch auch hier braucht es Verstetigung und Erweiterung der Arbeitsweisen.  
 
Mit dieser Berichtsvorlage legt die Verwaltung einen Leitfaden für die künftige Ausrichtung im Über-
gang Schule-Beruf vor. Erörtert wird, welche Maßnahmen ergriffen werden oder angegangen werden 
sollten, um Jugendlichen in d ieser Stadt berufliche Orientierung und Unterstützung zu ermöglichen, 
damit sie sicher in Ausbildung, Studium oder unterstützende Übergangsangebote einmünden.  
Der Bericht startet mit einer kurzen Einführung zum Steuerungsinstrument Übergangsbericht (Anla-
ge 1), geht über zu dem zentralen Instrument der beruflichen Orientierung für alle Schüler/-innen ab 
Klasse 8 , benennt ergänzende Unterstützungsmaßnahmen (Projektförderung und Stadtteilwerkstatt 
Nord) und wirft einen Blick auf die aktuellen Planungen zur Um setzung rechtskreisübergreifender 
Zusammenarbeit im Sinne einer Jugendberufsagentur.  
Der Bericht schließt mit Empfehlungen für den Übergangsbereich und seiner Einbettung in eine 
kommunale Gesamtstrategie im Bereich Bildung.   
 
Zu berücksichtigen ist, dass  Kinder und Jugendliche pandemiebedingt über viele Monate in ihren 
Lernmöglichkeiten eingeschränkt waren. Durch geschlossene Schulen und zum Teil fehlende digitale 
Angebote oder digitale Ausstattung haben quasi alle jungen Menschen Bildungsbenachteiligung er-
fahren. Besonders stark hat es aber diejenigen getroffen, die zuvor bereits wenig Chancen auf Teil-
habe hatten. 
Möglichkeiten des informellen und non -formalen Lernens waren durch Kontaktbeschränkungen und 
Schließung von Sport - und Kulturangeboten ebenfalls kaum gegeben. Berufliche Orientierung an 
Schulen, in Betrieben sowie Angebote der Jugendberufshilfe konnten in der Regel nicht wie üblich 
umgesetzt werden. 
Bereits feststellbare Folgen der Pandemie auf den Übergang werden in diesem Bericht benannt. Eine 
vollumfängliche Folgeneinschätzung kann indes noch nicht geleistet werden. 
Über Aktivitäten, die an das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ geknüpft sind, wird an dieser 
Stelle nicht berichtet.  
 
 
Ausgangslage – Ergebnisse des Übergangsberichts 
Der Übergangsbericht ist das zentrale Steuerungsinstrument im Übergang Schule-Beruf. Zum Schul-
jahr 2019/2020 (Anlage 1) beschreibt er auf der Basis aktueller Daten und wissenschaftlicher Exper-
tisen zentrale Herausforderungen und gibt systematische wie nachhaltige H andlungsempfehlungen 
für Münster. Künftig wird der Bericht alle zwei Jahre erscheinen.  
Zwei Aussagen sind wesentlich:  
Erstens besteht weiterhin hoher Unterstützungsbedarf für Jugendliche, die an betrieblichen Zugangs-
barrieren scheitern und ihre beruflich en Wünsche nicht verwirklichen können. Besonders betroffen

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sind Schüler/ -innen von Förder - und Hauptschulen, Jugendliche mit Migrationsvorgeschichte und 
mehr Jungen als Mädchen. Hier bedarf es auch weiterhin ein es abgestimmten Handelns von Schu-
len, Kommune und Partnern/-innen. Rechtskreisübergreifende Beratungsformate wie die Perspektiv-
klärung für Schüler/-innen der Abgangskassen sollten regelmäßig angeboten werden.  
 
Zweitens machen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Ausbildungsjahr 2019/2020 deut-
lich bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Anzahl der gemeldeten Lehrstellen im 
Ausbildungsjahr 2019/2020 in Münster erheblich. Gleichzeitig sank die Zahl der gemeldeten Bewer-
benden. Am Ende des Berichtsjahres sind erheblich mehr Bewerber/-innen unversorgt und auch mehr 
Ausbildungsstellen unbesetzt als im letzten Jahr.  
Eine verstärkte zielgruppenspezifische Unterstützung bei der Berufswahl, das Kennenlernen von ge-
schlechtsuntypischen Berufsfeldern und die Ausrichtung von Angeboten auf betriebsähnliche Struktu-
ren könnte dazu beitragen, dass mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen werden.   
 
 
Kommunale Koordinierung – „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ 
Mit der Umsetzung des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ gibt die  Stadt 
Münster dem Prozess der Berufs- und Studienorientierung einen verbindlichen Rahmen.  
Die KAoA-Standardelemente werden an allen allgemeinbildenden Schulen ab der Jahrgangsstufe 8 
umgesetzt und legen das Fundament für eine nachhaltige, geschlechter- und migrationssensible, sys-
tematische Berufs- und Studienorientierung. Rund sechs Jahre nach ihrer landesweiten Einführung 
sind Potenzialanalysen, Berufs felderkundungen und (Langzeit -)Praktika feste Bestandteile jeder 
Schullaufbahn in der Sekundarstufe I und II. 
Die Kommunale Koordinierungsstelle im Amt für Schule und Weiterbildung ist verantwortlich für die 
Vernetzung der Akteure vor Ort. Sie sichert somit eine abgestimmte Zusammenarbeit ab und trägt 
aktiv zu einer Reduzierung von Doppelstrukturen im Übergang Schule-Beruf bei.  
 
Strategischer Ausbau der Netzwerkstrukturen 
Die bereits bestehenden Kooperationen zur Umsetzung der Standardelemente wurden von der 
Kommunalen Koordinierungsstelle um ein operatives Netzwerk erweitert. Hier arbeiten die Agentur für 
Arbeit, die Handwerkskammer Münster, die Industrie - und Handelskammer Nord Westfalen, die 
Kreishandwerkerschaft Münster, das Jobcenter der Stadt Münster und das Amt für Kinder, Jugendli-
che und Familien sowie das Bildungsmanagement Bildung integriert zusammen auf Arbeitsebene an 
aktuellen Themen wie etwa dem Übergangsberich t, den rechtskreisübergreifenden Angeboten für 
Jugendliche, der Einführung einer Jugendberufsagentur.  
Das Netzwerk wird bei Bedarf um weitere Akteure und ihre Expertise erweitert ( z.B. Leitungen der 
Berufskollegs beim Thema „Übergänge nach der Sek I“). 
 
Auf Landesebene identifizieren die zuständigen KAoA-Ministerien Ministerium für Schule und Bildung 
(MSB) und Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) derzeit Ansätze und Maßnah-
men, die zu einer Stärkung der Kommunalen Koordinierungsstellen beitragen sollen. 
 
Herausforderungen und Aktivitäten infolge der Pandemie 
Bedingt durch Corona fand die Berufsorientierung an Schulen unter erschwerten Bedingungen statt. 
Ein Großteil der Maßnahmen konnte nicht in der gewohnten Form durchgeführt bzw. wahrgenommen 
werden. Nicht immer gelang es im ersten Lockdown konkrete Ersatzangebote zu schaffen.

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Im Jahresverlauf 2020 war die Koordinierung und Begleitung digitaler Alternativformate möglich, so 
dass zum Ende des aktuellen Schuljahrs zumindest alle Potenzialan alysen durchgeführt oder nach-
geholt werden konnten.  
Nicht zu ersetzen waren im zurückliegenden Schuljahr die grundsätzlich vorgesehenen vielfältigen 
praktischen Erfahrungsmöglichkeiten in Betrieben. Weder Berufsfelderkundungen noch Praktika 
konnten in einem für die berufliche Orientierung ausreichendem Maß umgesetzt werden. Digitale Er-
fahrungsmöglichkeiten wurden zwar von einigen Firmen vorgehalten, allerdings hatten insbesondere 
die „suchenden“ Branchen Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk hierzu wenig Möglichkeiten. 
Umgekehrt konnten gerade schulisch schwächere Jugendlichen, die sich über Praktika Chancen auf 
einen Ausbildungsplatz erhofften, nicht zum Zuge kommen.  
Für die Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen Sek. I ohne Anschlussperspektive organisierte 
das Amt für Schule und Weiterbildung eine rechtskreisübergreifende Perspektivklärung kurz vor den 
Sommerferien. Eine weitere Veranstaltung für unversorgte berufsschulpflichtige Schülerinnen und 
Schüler fand nach den Sommerferien 2020 statt. Gemeinsam mit der Bezirksregierung Münster setz-
te die Koordinierungsstelle eine rechtskreisübergreifende Beratung mit anschließender Vermittlung in 
einen Bildungsgang am BK, Ausbildung oder andere Perspektiven nach Schule (z.B. FSJ) um. Betei-
ligt waren die Beru fsberatung der Agentur für Arbeit, die Ausbildungsberatung der Kammern sowie 
die Berufskollegs. 
 
Die in der Kommunalen Koordinierungsstelle zusätzlich eingerichteten Personalstellen werden durch 
das Land NRW (teilweise aus ESF-Mitteln) aktuell bis zum 31.12.2021 finanziert. Eine Fortsetzung für 
die Jahre 2022 und 2023 ist landesseitig geplant. 
 
 
Kommunale Projektförderung Übergang Schule - Beruf  
Mit der kommunalen Projektförderung Schule-Beruf unterstützt das Amt für Schule und Weiterbildung 
Projekte und Initiativen an Schulen oder bei freien Trägern der Jugendhilfe. Zielgruppe sind vorrangig 
benachteiligte junge Menschen, für die die Angebote des Landesvorhabens KAoA nicht ausreichend 
sind, um einen guten Anschluss nach der Schule zu finden.  
 
Die Förderkriterien und -bedingungen sehen vor, dass beantragte Projekte maximal drei Jahre bewil-
ligt werden. Einige Angebote werden aber länger gefördert, insbesondere, weil keine anderen För-
dermöglichkeiten zur Verfügung stehen (Subsidiarität), ein alternatives Projektangebot nicht vorhan-
den ist und/oder Drittmittel damit akquiriert werden können.  
Eine detaillierte Übersicht über die Inhalte, Zielgruppen der geförderten Projekte bietet die Anlage 2. 
Die Fördersummen beziehen sich in der Regel auf zwei Haushaltsjahre, da die Projekte an Schuljah-
re gebunden sind.  
 
Veränderungen am Arbeitsmarkt – Veränderung der Angebote 
Perspektivisch werden künftig in allen berufsorientierenden Angeboten geschlechtsuntypische Berufs-
felder erprobt. Aktuell bieten zu viele (Werk-)Angebote keinen Anreiz des Hinterfragens und Auspro-
bierens von interessanten Berufsbildern jenseits von traditionellen Rollenzuschreibungen.  
Mehr Beachtung muss auch eine erhöhte Anschlussfähigkeit der Angebote finden. Den Jugendlichen 
bieten sich nach niedrigschwelligen Angeboten en tweder weitere, ähnlich konzipierte Angebote und 
damit die Maßnahmeschleife oder Angebote, die im direkten Anschluss zu hochschwellig sind.  
 
Im Jahr 2020 standen insgesamt 354.000 € zur Verfügung. Als Entscheidungsgrundlage für die Mit-
telvergabe sind mit Vorlage V/0765/2016 Kriterien festgelegt worden. Es besteht kein Rechtsan-

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spruch auf einen Projektkostenzuschuss, sondern die Verwaltung entscheidet über die Mittelverwen-
dung nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.  
 
Die Auswertung der vergangenen Haushaltsjahre hat gezeigt, dass die Kosten für die beantragten 
Projekte stetig steigen. Dies liegt ganz überwiegend an den tariflichen Entwicklungen der Personal-
kosten. Die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel verbleiben dagegen seit Jahren unverändert. 
Bereits im laufenden Schuljahr mussten vielversprechende Angebote wie z. B. ergänzende Elternar-
beit in der Berufsorientierung an den Schulen des Gemeinsamen Lernens oder individuelle Unterstüt-
zungen in der Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarfen eingestellt werden.  
 
Stadtteilwerkstatt Nord  
Ursprünglich als Angebot für junge Menschen ohne Anschlussperspektive in Ausbildung und Arbeit 
aus Coerde angelegt, ist die Stadtteilwerkstatt Nord in den vergangenen Jahren zu einem Anker für 
eine heterogene Gruppe aus unversorgten Jugendlichen ohne Anschluss in Ausbildung und Schüle-
rinnen und Schüler mit schulischen Problemen aus allen Stadtteilen Münsters geworden.   
Aufgrund der Pandemie und der z eitweisen Schließung der Stadtteilwerkstatt bzw. Reduzierung der 
Gruppengrößen zur Einhaltung von Hygiene- und Abstandsmaßnahmen konnten im Jahr 2020 nur 29 
Jugendliche (23 m, 6 w) betreut werden. Im Vergleich zu den Vorjahren fällt die Anzahl der Teilneh-
menden damit deutlich geringer aus (2018: 42; 2019: 41). 
Auch die Verweildauer der Jugendlichen spiegelt die Herausforderungen des vergangenen Jahres 
wider. Gerade bei dieser Zielgruppe ist eine Unterbrechung der Betreuung durch einen Lockdown 
besonders kritisch. So nehmen vier der aktuell 17 Teilnehmenden bereits seit 2019 das Angebot der 
Stadtteilwerkstatt Nord wahr. Aufgrund der Entwicklung der Pandemie ist zu erwarten, dass auch in 
diesem Jahr einige der Teilnehmenden einen weiteren Verbleib in der Maßna hme anstreben. Nicht 
zuletzt fehlen den Jugendlichen mittlerweile vier Monate der praktischen Erfahrung. In vielen Fällen 
konnte aufgrund der langen Abwesenheit bislang keine berufliche Perspektive erarbeitet werden. 
 
Aktuell liegen bereits viele Platzanfragen aus unterschiedlichen Schulen für das kommende Schuljahr 
vor. Die Rückmeldungen zeigen, dass vor allem in den Jahrgangstufen neun und zehn ein erhöhter 
Bedarf an alternativen Angebotsformen besteht. Bereits vor der Pandemie wurde aufgrund der ge-
stiegenen Nachfrage die Platzzahl auf 23 erweitert. Für die ergänzende sozialpädagogische Betreu-
ung wurde eine befristete 0,5 Stelle zuletzt bis zum 31.12.2021 eingerichtet.  
Die Verwaltung geht davon aus, dass sich die Nachfrage durch die Auswirkungen der Pandemie auf 
mittlere und längere Sicht abermals erhöhen wird. 
 
 
Jugendberufsagentur  
Ein zentrales Instrument, um den Beratungsdschungel für Jugendliche aufzulösen und Hilfe aus einer 
Hand anzubieten, ist die Einführung einer kontinuierlichen rechtskreisübergr eifenden Zusammenar-
beit im Sinne einer Jugendberufsagentur. Aufgrund der Pandemie und ihrer Folgen ist der Beratungs-
bedarf um ein Vielfaches gestiegen.  
 
Der Rat hat mit der Vorlage V/0981/2019 eine Jugendberufsagentur für Münster beschlossen. Eine 
Umsetzung ist aktuell nicht möglich, da Mittel zur Anmietung einer geeigneten Immobilie nicht zur 
Verfügung stehen. Die Verwaltung wird hierzu noch in diesem Jahr Vorschläge zum weiteren Vorge-
hen machen.

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V/0548/2021 
 
Ausblick 
Bildung ist ein harter Standortfaktor. Zukunftsorientierte Kommunen ermöglichen allen Bürger/-innen 
attraktive Bildungslandschaften, ergo auch Jugendlichen im Übergang von der Schule in den Beruf.  
Der von der Kommune eingeschlagenen Weg der Vernetzung und datenbasierten Steuerung im 
Übergang Schule-Beruf ist richtungsweisend. Datenbasiertes Übergangsmanagement befördert die 
Entwicklung von erforderlichen und innovativen Bildungs - und Beratungsangeboten; ermöglicht die 
Überprüfung ihrer Wirksamkeit und vermeidet kostspielige Spätinterventionen. Da mit fügt sich der 
Übergang Schule-Beruf in die bereits bestehenden kommunalen Steuerungsstrukturen zukunftswei-
sender Bildungslandschaften ein.  
Eine Absicherung des Bildungsmonitorings im Übergang Schule -Beruf ist grundlegend, um auch in 
den kommenden Jahren kommunale Steuerung im Übergang Schule-Beruf zu ermöglichen.  
Die Umsetzung einer rechtskreisübergreifenden Beratung und Begleitung für alle Jugendlichen in 
Münster ist ebenso schlüssig. Eine Jugendberufsagentur eröffnet Beratung aus einer Hand und er-
möglicht dem Netzwerk der Partner/ -innen weitere Erkenntnisse zur Zielgruppe und wie diese im 
Übergang bestmöglich unterstützt werden kann.  
Ein weiterer logischer Folgeschritt und Absicht der Verwaltung ist die Überführung der Stabsstelle 
Bildungsmanagement in ein Bildungsbüro. Als Organisationseinheit soll das Bildungsbüro den Pro-
zess des kommunalen Bildungsmanagements dauerhaft koordinieren und steuern. Mit Einrichtung 
eines Bildungsbüros könnte langfristig auch die Gründung eines regionalen Bildungsnetzwerkes und 
die Umsetzung von Regionalkonferenzen zum Themenfeld Bildung gewährleistet werden.  
Über diese festen Strukturen zur Bildungssteuerung verfügt Münster im Gegensatz zu vielen Kom-
munen in Deutschland noch nicht.  
 
 
 
 
I. V.  
gez. 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
 
Unterschrift 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Übergang Schule-Beruf: Daten aus Schule und Ausbildungsmarkt 2020 
Anlage 2: Kommunale Projektförderung Schule-Beruf

Anlage 1

95236 Zeichen

Amt für Schule und Weiterbildung
Übergang Schule-Beruf: Daten aus 
Schule und Ausbildungsmarkt 2020

Inhaltsverzeichnis – SEITE 03  
EINLEITUNG  ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 04
1. KAPITEL – DATENREPORT „SCHÜLER ONLINE“                                
Ergebnisse zum Übergang am Ende des Schuljahres 2019 / 2020 –––––––––––––––– 08
Übergänge des 10. Jahrgangs der Förderschulen ––––––––––––––––––––––––––––––– 12
Übergänge des 10. Jahrgangs der Hauptschulen  ––––––––––––––––––––––––––––––– 14
Übergänge des 10. Jahrgangs der Realschulen  ––––––––––––––––––––––––––––––––– 18
Übergänge des 9. Jahrgangs der Gymnasien  ––––––––––––––––––––––––––––––––––– 20
Übergänge des 10. Jahrgangs der Sekundarschule  ––––––––––––––––––––––––––––– 22
Übergänge des 10. Jahrgangs der Gesamtschulen  ––––––––––––––––––––––––––––– 24
Vorzeitige Schulabgängerinnen und -abgänger   –––––––––––––––––––––––––––––––– 26
Übergänge der Schülerinnen und Schüler mit
Migrationsvorgeschichte  ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 28
Ergebnisse in Kurzform Teil 1 („Schüler Online“)  –––––––––––––––––––––––––––––– 32
2. KAPITEL – DER DUALE AUSBILDUNGSSTELLENMARKT 
IN DER STADT MÜNSTER
Daten aus den amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und IT.NRW  ––  35
Die gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber aus Münster  –––––––––––––––––––– 48
Geschlechtsspezifische Wahl der Ausbildungsberufe  –––––––––––––––––––––––––––  54  
Ergebnisse in Kurzform Teil 2 (Ausbildungsmarkt)  –––––––––––––––––––––––––––– 58
    
            
3. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN  –––––––––––––––––––––––––––––––––––– 60
INHALTSVERZEICHNIS

SEITE 04 – Einleitung Einleitung – SEITE 05  
Gute Bildung und ein erfolgreicher Übergang in das Berufsleben sind entscheidende Faktoren für ge-
sellschaftliche Teilhabe und die persönliche Zukunft junger Menschen. Gleichzeitig sind gut orien-
tierte und ausgebildete Jugendliche das Fundament für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der 
Unternehmen in der Region. Das Gelingen eines Übergangs hängt dabei von vielen Faktoren ab. Ein 
wichtiges Erfolgskriterium ist eine frühzeitige, auf eigenen Erfahrungswerten beruhende, fundierte 
Berufs- und Studienorientierung. 
Um diese Orientierung und die individuellen Übergänge zu fördern, verantworten Land und Kommu-
nen gemeinsam die Gestaltung von Schule und Übergangssystem. Lokale Bildungslandschaften liefern 
zentrale Beiträge für erfolgreiche Übergänge, indem auf kommunaler Ebene vielfältige Leistungen 
zusammengeführt und Strategien gemeinsam abgestimmt werden. Handlungsleitend ist dabei das 
Ziel, dass für alle Jugendlichen eine gute Basis für berufliche Partizipation und ein selbständiges Leben 
geschaffen wird. Der vorliegende Bericht will daher Transparenz über das Übergangsgeschehen vor 
Ort herstellen und zur Diskussion über notwendige Aktivitäten anregen.
Der erste Teil des vorliegenden Jahresberichtes nimmt die Übergänge der Schülerinnen und Schüler 
(SuS) der Abgangsklassen der Sekundarstufe 1 aus Münster in den Blick. Indem die Übergänge sicht-
bar gemacht werden, können Verantwortliche und Kooperationspartner geeignete Handlungsschritte 
besser miteinander abstimmen.
Der zweite Teil widmet sich dem dualen Ausbildungsmarkt in der Stadt Münster. Systematisch wer-
den Kennzahlen wie die Ausbildungsbetriebsquote, die Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen 
sowie die Chancen der Bewerberinnen und Bewerber erörtert. Im dritten Teil werden Handlungsemp-
fehlungen formuliert.
EINLEITUNG

SEITE 06 – Datenreport „Schüler Online“ 
Die Datengrundlagen für den ersten Teil des Jahresberichtes 
stammen ausschließlich aus der internetbasierten Anwendung 
„Schüler Online“. Schulen in Münster nutzen diese Plattform 
seit dem Schuljahr 2009/2010 für Anmeldungen in die verschie-
denen Bildungsgänge an den weiterführenden Schulen oder 
auch, um Übergänge in andere Anschlussmöglichkeiten, wie 
etwa dem Freiwilligen Jahr, zu dokumentieren.
Berücksichtigt werden in dem nachstehenden Bericht primär die 
Übergänge von Schülerinnen und Schülern der Abgangsklassen; 
also in der Regel die Jahrgangsstufen 10. An den Gymnasien ist 
die Abgangsklasse in der Sekundarstufe I die Jahrgangsstufe 9.
2654 Schülerinnen und Schüler zählt die amtliche Schulsta-
tistik im Schuljahr 2019/2020 in den Abgangsklassen in der 
Stadt Münster. Im Vergleich erfasst „Schüler Online“ in diesem 
Zeitraum insgesamt 2210 Schülerinnen und Schüler. Erklären 
lässt sich diese Differenz dadurch, dass einige Schulen nicht an 
„Schüler Online“ teilnehmen. Die Abbildung von über 2000 
Übergängen ist jedoch hinreichend für den Erkenntnisgewinn 
und das Ableiten von Handlungsempfehlungen.  
SEITE 06 – 33
DATENREPORT 
„SCHÜLER ONLINE“
1. KAPITEL
Datenreport „Schüler Online“  – SEITE 07

SEITE 08 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 10. Jahrgangs der Förderschulen – SEITE 09  
VERBLEIB 
DER SUS ALLER 
SCHULFORMEN
SCHULFORM 
DER SUS OHNE 
ÜBERGANG
SCHUL- 
ABSCHLÜSSE 
DER SUS ALLER 
SCHULORMEN
18
FÖRDERSCHULE
15
REALSCHULE
11
HAUPTSCHULE
12
SEKUNDARSCHULE
11
GESAMTSCHULE
Erwerb allg. Hochschulreife 1373
Ohne Übergang 67
Sonstiger Übergang 143
Wiederholer 4
Erwerb Fachhochschulreife 182
Berufsvorbereitung 143
Berufsausbildung 298
ERGEBNISSE ZUM ÜBERGANG 
AM ENDE DES SCHULJAHRES 
2019 / 2020
SEITE 08 – Datenreport „Schüler Online“ Ergebnisse zum Übergang am Ende des Schuljahres 2019 / 2020 – SEITE 09  
GRAFIK 2  Nach Abschluss der Sekundarstufe I 
strebt eine Mehrheit von 1373 Schülerinnen und 
Schüler (62,13 %) die Allgemeine Hochschulreife 
an. Weitere 182 Personen (8,24 %) möchten zu-
nächst die Fachhochschulreife erwerben. 
Der Start in eine Berufsausbildung ist für 298 
Personen (13,48 %) der nächste Schritt nach Besuch 
der Schule. 143 Jugendliche (6,47 %) münden in 
eine Berufsvorbereitung ein. Weitere 143 Jugend-
13 Ohne Abschluss
     50 Förderschulabschluss LE / GB
  29 Hauptschulabschluss Klasse 9
                      149 Hauptschulabschluss Klasse 10
                                            316 Fachoberschulreife
                                                                        530 Fachoberschulreife mit Qualifikation
                                                                                                                                    1081 Versetzung Klasse 9
   42 Sonstige / Fehlende Angaben
Gymnasium
liche (6,47 %) entscheiden sich für einen „Sonstigen 
Übergang“ und damit für verschiedene Alternati-
ven wie Freiwilligendienste oder Auslandsaufent-
halte. Auch junge Frauen, die in den Mutterschutz 
gehen, werden in dieser Kategorie erfasst.
Keine adäquate Anschlussperspektive (Kategorie 
„Ohne Übergang“) haben 67 junge Menschen 
nach der Abgangsklasse. Dies entspricht einem 
Wert von 3,03 %.
GRAFIK 2 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 3 – Quelle: Schüler Online
verfügen über die Berechtigung zum 
Besuch der gymnasialen Oberstufe. 
72,90 % 
GRAFIK 1  bildet die Schulabschlüsse von insgesamt 2210 Schüle-
rinnen und Schülern der Abgangsklassen ab. Da das Gymnasium 
in Münster die am häufigsten gewählte Schulform ist, ist auch das 
„Versetzungszeugnis der Klasse 9 Gymnasium“ mit 1081 Personen 
(48,91 %) der am häufigsten dokumentierte Abschluss nach der 
Sekundarstufe I.
530 Schülerinnen und Schüler (23,98 %) erreichen die Fachober-
schulreife mit Qualifikation. Somit verfügen über 1611 Personen 
(72,90 %) über die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen 
Oberstufe. Lediglich 13 Jugendliche (0,59 %) erlangen im Schuljahr 
2019/2020 keinen Schulabschluss. Unter dem Punkt „Sonstige / 
Fehlende Angaben“ sind Personen zusammengefasst, deren Schul-
abschlüsse innerhalb „Schüler Online“ nicht dokumentiert sind.
GRAFIK 1 – Quelle: Schüler Online
Bei genauer Betrachtung dieser 
Gruppe der Jugendlichen „ohne 
Übergang“ (Grafik 3) zeigt sich, dass 
hier zwar Schülerinnen und Schüler 
verschiedener Schulformen vertreten 
sind, insbesondere aber Schülerinnen 
und Schüler der Förderschulen (18 
Personen) ohne definierten Übergang 
bleiben. Zu berücksichtigen ist jedoch, 
dass die beteiligten SuS der Förder-
schulen nur 3,62 % der Gesamtsumme 
aller dokumentierten Schülerinnen 
und Schüler in Münster darstellen.

SEITE 10 – Datenreport „Schüler Online“ Ergebnisse zum Übergang am Ende des Schuljahres 2019 / 2020 – SEITE 11  
GRAFIK 4  Die Übergangsquote (Grafik 4) gibt Auskunft darüber, wieviel Prozent der Schülerinnen und 
Schüler eine Anschlussperspektive gefunden haben. Bei den unterschiedlichen Schulformen variiert 
dieser Wert erheblich. Im Berichtsjahr haben von 1083 Jugendlichen 100 % den Übergang nach der Klasse 
9 des Gymnasiums erfolgreich gestaltet. Im Vergleich dazu liegt der entsprechende Wert der Förderschu-
len bei 77,50 % (62 von 80 Personen). Insgesamt gelingt der Übergang in ein Anschlussangebot deutlich 
häufiger bei Schülerinnen und Schülern der höheren Schulformen.
GRAFIK 5  Interessant ist auch die  
Geschlechterverteilung innerhalb der 
Gruppe der Personen ohne Übergang. 
Grafik 5 veranschaulicht, dass männliche 
Jugendliche häufiger ohne dokumentierten 
Übergang die Schule verlassen als  
weibliche Jugendliche.
ÜBERGANGS-
QUOTEN NACH
SCHULFORM
EINMÜNDUNG  
IN DIE BERUFS- 
AUSBILDUNG 
NACH 
SCHULFORM
EINMÜNDUNG  
IN DIE BERUFS- 
VORBEREITUNG 
NACH SCHUL-
FORM
GESCHLECHTER-
VERTEILUNG 
DER SUS OHNE 
ÜBERGANG
GRAFIK 7  Der direkte Übergang in eine Berufs-
ausbildung ist insbesondere für Absolventinnen 
und Absolventen der Sekundarschule sowie den 
Haupt- und Förderschulen schwer zu bewältigen. 
Stattdessen wechseln viele dieser Schülerinnen 
und Schüler in die Berufsvorbereitung. Unter die-
sem Punkt werden in „Schüler Online“ berufsvor-
bereitende Bildungsgänge der Berufsfachschulen 
und die Ausbildungsvorbereitung zusammenge-
fasst. Insgesamt entscheiden sich 143 Jugendliche 
für diese Übergangsoption. Davon stammen 119 
Personen (83,22 %) aus der Sekundarschule sowie 
den Haupt- und Förderschulen. Für die Berufsvor-
bereitung entscheiden sich ferner 13 Schülerin-
nen und Schüler (9,09 %) der Realschulen, zehn 
Jugendliche (6,99 %) aus Gesamtschulen und ein 
Jugendlicher (0,70 %) der Gymnasien.
GRAFIK 6  Eine Berufsausbildung beginnen nach 
Abschluss des dokumentierten Schuljahres 298 
Jugendliche. Davon sind die Schülerinnen und 
Schüler der Realschulen mit 170 Personen (57,05 
%) die größte Gruppe. 51 Jugendliche (17,11 %) 
stammen von der Hauptschule. Lediglich zwei 
Personen (0,67 %) nehmen nach Ende der 9. Klasse 
des Gymnasiums eine duale Ausbildung auf. Von 
den Förderschulen gelingt es fünf Jugendlichen 
(1,68 %) in eine Berufsausbildung einzumünden. 
Weitere 52 Schülerinnen und Schüler (17,45 
%) stammen aus den Gesamtschulen. Mit einer 
Berufsausbildung starten auch 18 Personen der 
Sekundarschule, die 6,04 % der Gesamtgruppe 
darstellen.
Ein detailliertes Bild zu den Übergangsquoten der einzelnen Schulformen in Münster liefert die folgende 
Abbildung:
74,23 % 
77,50 % FÖRDERSCHULE
90,22 % 
92,67 % HAUPTSCHULE
95,83 % 
97,04 % REALSCHULE
99,70 % 
100,00 % GYMNASIUM
88,06 % 
84,62 % SEKUNDARSCHULE
97,57 % 
96,44 % GESAMTSCHULE
2019
2020 
GRAFIK 4 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 6 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 7 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 5 – Quelle: Schüler Online
4225
Realschule
170
Hauptschule
51
Gesamtschule
52
Sekundarschule
18
Förderschule
5
Gymnasium
2
Hauptschule
61
Förderschule
38
Sekundarschule
20
Realschule
13
Gesamtschule
10
Gymnasium
1

SEITE 12 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 10. Jahrgangs der Förderschulen – SEITE 13  
SCHUL- 
ABSCHLÜSSE 
DES 10. JAHR- 
GANGS DER 
FÖRDER-
SCHULEN
VERBLEIB 
DER  SUS DER 
KLASSE 10 
DER FÖRDER-
SCHULEN
ÜBERGÄNGE DES  
10. JAHRGANGS DER  
FÖRDERSCHULEN
Der Übergang von der Schule in den Beruf ist insbesondere für viele Schülerinnen und Schüler der 
Förderschulen eine große Herausforderung. Die Anforderungsprofile vieler moderner Ausbildungs-
berufe kann ein großer Teil der Jugendlichen von Förderschulen kaum erfüllen.
Drei Förderschulen haben im Schuljahr 2019/2020 Daten  in „Schüler Online“ eingepflegt. Mit einer 
Anzahl von insgesamt 80 Schülerinnen und Schülern handelt es sich im Vergleich mit den anderen 
Schulformen um eine kleine Gruppe.
Die Förderschwerpunkte dieser Schulen gliedern sich wie folgt:
– Lernen (1 Schule)
– Sprache (1 Schule)
– Körperliche und motorische Entwicklung (1 Schule)
GRAFIK 9  41 Schulabgängerinnen und -abgänger (51,25 %) schließen die Förderschule mit dem Förder-
schulabschluss LE/GB ab. Weitere 12 Jugendliche (15,00 %) erwerben den Hauptschulabschluss Klasse 
9. Insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler erreichen den Hauptschulabschluss Klasse 10 (16,25 %). Vier 
Jugendliche (5,00 %) verlassen die Förderschule mit der Fachoberschulreife, einer weiteren Person gelingt 
der Abschluss „Fachoberschulreife mit Qualifikation“ (1,25 %). Fünf Jugendliche (6,25 %) bleiben ohne 
Abschluss.
OHNE ABSCHLUSS   5
FÖRDERSCHULABSCHLUSS LE / GB   41
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 9   12
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 10   13
FACHOBERSCHULREIFE   4
FACHOBERSCHULREIFE MIT QUALIFIKATION   1
SONSTIGE  4
GRAFIK 9 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 8 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 8  Nur fünf Schülerinnen und Schüler (6,25 %) aus Förderschulen gelingt der direkte Übergang in 
eine Berufsausbildung. Von diesen fünf Personen verfügen alle über einen schulischen Abschluss. 
In die Berufsvorbereitung wechseln 38 Schülerinnen und Schüler (47,50 %). 18 Jugendliche (22,50 %) ver-
lassen die Förderschule ohne adäquaten Übergang.
Ohne Abschluss 0 1 0 0 0 4 0   
Förderschulabschluss LE / GB 0 22 0 0 16 3 0   
Hauptschulabschluss Klasse 9 1 10 0 0 0 1 0  
Hauptschulabschluss Klasse 10 2 5 0 0 0 6 0  
Fachoberschulreife 1 0 3 0 0 0 0  
Fachoberschulreife mit Qualifikation 1 0 0 0 0 0 0   
Sonstige / fehlende Angaben 0 0 0 0 0 4 0 Wiederholer  
Berufsausbildung
Berufsvorbereitung
Erwerb Fachhochschulreife
Erwerb Allg. Hochschulreife
Sonstiger Übergang
Ohne Übergang
Herausfordernder Übergang: 
22,50 % verlassen die Förderschule 
ohne Anschlussangebot.

SEITE 14 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 10. Jahrgangs der Hauptschulen – SEITE 15  
GRAFIK 10 – Quelle: Schüler Online
Ohne Abschluss 0 4 0 0 1 2 0   
Förderschulabschluss LE / GB 0 1 0 0 0 0 0   
Hauptschulabschluss Klasse 9 0 4 0 0 0 0 1  
Hauptschulabschluss Klasse 10 38 48 0 0 1 4 0  
Fachoberschulreife 9 2 10 0 0 3 0  
Fachoberschulreife mit Qualifikation 4 0 5 3 0 1 0   
Sonstige / fehlende Angaben 0 2 0 0 7 1 1 Wiederholer  
Berufsausbildung
Berufsvorbereitung
Erwerb Fachhochschulreife
Erwerb Allg. Hochschulreife
Sonstiger Übergang
Ohne Übergang
OHNE ABSCHLUSS   7
FÖRDERSCHULABSCHLUSS LE / GB   1
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 9   5
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 10   91
FACHOBERSCHULREIFE   24
FACHOBERSCHULREIFE MIT QUALIFIKATION   13
SONSTIGE   11
ÜBERGÄNGE DES  
10. JAHRGANGS DER  
HAUPTSCHULEN
Auch die Hauptschulen in Münster verfolgen konsequent das Ziel, den Schülerinnen und Schülern 
eine den jeweiligen Fähigkeiten entsprechende berufliche Perspektive zu eröffnen. Dabei vollzieht 
sich die Lebens- und Berufswegplanung über die gesamte Schulzeit hinweg. 
Im Schuljahr 2019/2020 wurden insgesamt 152 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt fünf Haupt-
schulen erfasst. Die Verteilung der Schulabschlüsse gestaltete sich nach Beendigung des 10. Jahr-
gangs wie folgt:
SCHUL- 
ABSCHLÜSSE 
DES 10. JAHR- 
GANGS DER 
HAUPT-
SCHULEN
VERBLEIB 
DER  SUS DER 
KLASSE 10 
DER HAUPT-
SCHULEN
GRAFIK 11  Die Schülerinnen und Schüler verlassen die Hauptschulen mit ganz unterschiedlichen Ab-
schlüssen: Die meisten Jugendlichen (insgesamt 91) erwerben den Hauptschulabschluss Klasse 10 (59,87 
%), 24 Personen die Fachoberschulreife (15,79 %). Weitere fünf Personen (3,29 %) verlassen die Schule mit 
dem Hauptschulabschluss Klasse 9. 13 Schülerinnen und Schüler (8,55 %) erlangen die Fachoberschulreife 
mit Qualifikation. Ein Jugendlicher (0,66 %) verlässt die Hauptschule mit dem Förderschulabschluss LE/GB. 
Ohne Abschluss bleibt ein Anteil von 7 Schülerinnen und Schülern (4,61 %).
GRAFIK 11 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 10  Wie die Grafik zeigt, schaffen 51 Schülerinnen und Schüler (33,55 %) den direkten Sprung 
in eine Berufsausbildung. Mehr Jugendliche (61 Personen / 40,13 %) wechseln jedoch nach der Haupt-
schule zunächst in die Berufsvorbereitung. Diese Möglichkeit des Übergangs wird von Schülerinnen und 
Schülern mit Fachoberschulreife bzw. Fachoberschulreife mit Qualifikation hingegen wenig in Anspruch 
genommen. Wer diese höherwertigen Abschlüsse erworben hat, strebt im Anschluss häufiger die Fach-
hochschulreife (insgesamt 15 Personen / 9,87 %) oder die Allgemeine Hochschulreife (drei Personen / 
1,97 %) an. „Sonstige Übergänge“ werden von 5,92 % (9 Personen) der Gesamtgruppe wahrgenommen. 
Problematisch zu betrachten sind die 7,24 % der Hauptschulabsolventen (11 Personen), welche ohne 
Übergangsperspektive sind.
wechseln nach der Haupt- 
schule zunächst in die Berufs- 
vorbereitung.
40,13 %

Eine Berufsausbildung beginnen nach 
Abschluss des dokumentierten Schul-
jahres 298 Jugendliche. Davon sind 
die Schülerinnen und Schüler der Real- 
schulen mit 170 Personen die größte 
Gruppe.
Für Absolventen der Sekundarschule 
sowie den Haupt- und Förderschulen
ist der direkte Übergang in eine Berufs- 
ausbildung hingegen schwer zu be- 
wältigen. Stattdessen wechseln viele 
dieser Schülerinnen und Schüler zu-
nächst in die Berufsvorbereitung.

SEITE 18 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 10. Jahrgangs der Realschulen – SEITE 19  
GRAFIK 12 – Quelle: Schüler Online
Ohne Abschluss 0 1 0 0 0 0 0   
Förderschulabschluss LE / GB 0 2 0 0 0 0 0   
Hauptschulabschluss Klasse 9 0 3 0 0 1 1 1  
Hauptschulabschluss Klasse 10 5 2 0 0 0 0 0  
Fachoberschulreife 96 5 62 0 38 2 0  
Fachoberschulreife mit Qualifikation 68 0 46 108 46 6 0   
Sonstige / fehlende Angaben 1 0 0 0 8 6 0 Wiederholer  
Berufsausbildung
Berufsvorbereitung
Erwerb Fachhochschulreife
Erwerb Allg. Hochschulreife
Sonstiger Übergang
Ohne Übergang
ÜBERGÄNGE DES  
10. JAHRGANGS DER 
REALSCHULEN
Die Schülerinnen und Schüler der Realschulen in Münster erwerben neben der (erweiterten)  
allgemeinen Bildung auch berufsorientierende Kompetenzen. Nach dem Abschluss der zehnten  
Klasse können die Absolventen in eine berufliche Ausbildung oder in die Bildungsgänge der  
Sekundarstufe II wechseln. Im Berichtsjahr wurden sechs Realschulen mit insgesamt 508  
Schülerinnen und Schülern ausgewertet. 
SCHUL- 
ABSCHLÜSSE 
DES 10. JAHR- 
GANGS DER 
REALSCHULEN
GRAFIK 13  Mehr als die Hälfte aller Abgängerinnen und Abgänger der Realschulen (274 Schülerinnen 
und Schüler) erwirbt die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk. Somit erhalten 53,94 % die Be-
rechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Weitere 203 Jugendliche (39,96 %) schließen zum 
Ende des zehnten Jahrgangs mit der Fachoberschulreife ohne Qualifikationsvermerk ab. Sieben Jugend-
liche (1,38 %) erlangen den Hauptschulabschluss Klasse 10, weitere sechs Personen (1,18 %) erhalten den 
Hauptschulabschluss Klasse 9. Ohne Abschluss bleibt eine Person dieser Schulform.
VERBLEIB DER  
SUS DER 
KLASSE 10 
DER REAL-
SCHULEN
OHNE ABSCHLUSS   1
FÖRDERSCHULABSCHLUSS LE / GB   2
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 9   6
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 10   7
FACHOBERSCHULREIFE   203
FACHOBERSCHULREIFE MIT QUALIFIKATION   274
SONSTIGE   15
GRAFIK 13 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 12  Für 170 Schülerinnen und Schüler (33,46 %) führt der direkte Weg in die Berufsausbildung. 
Noch häufiger wechseln die Realschulabgängerinnen und -abgänger in Bildungsgänge der Sekundarstufe 
II, um die Fachhochschulreife (108 Personen / 21,26 %) bzw. die Allgemeine Hochschulreife (ebenfalls 
108 Personen / 21,26 %) zu erwerben. Weitere 93 Jugendliche (18,31 %) sind in die Kategorie „Sonstiger 
Übergang“ einzuordnen. Der Sektor „Berufsvorbereitung“ spielt als Übergangsoption nur eine unterge-
ordnete Rolle; lediglich 13 Schülerinnen und Schüler (2,56 %) münden hier ein. 15 Jugendliche (2,95 %) 
wissen am Ende des letzten Schuljahres an der Realschule nicht, wie es im Anschluss für sie weitergeht.
starten im Anschluss an die Realschule 
mit einer Ausbildung.
33,46 %

SEITE 20 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 9. Jahrgangs der Gymnasien – SEITE 21  
GRAFIK 14 – Quelle: Schüler Online
OHNE ABSCHLUSS   0
FÖRDERSCHULABSCHLUSS LE / GB   0
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 9   0
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 10   0
FACHOBERSCHULREIFE   0
FACHOBERSCHULREIFE MIT QUALIFIKATION   0
VERSETZUNGSZEUGNIS KLASSE 9   1081
SONSTIGE   2
GRAFIK 15 – Quelle: Schüler Online
ÜBERGÄNGE DES  
9. JAHRGANGS DER 
GYMNASIEN
Die Gymnasien ermöglichen Schülerinnen und Schülern den schnellsten Weg zum Abitur. In einem 
durchgehenden Bildungsgang wird dieser Abschluss nach acht Jahren (G8) bzw. nach neun Jahren 
(G9) erreicht. An dieser Schulform soll eine vertiefte allgemeine Bildung erworben werden, die zur 
Aufnahme eines Hochschulstudiums befähigt und für eine berufliche Ausbildung qualifiziert. 11 
Gymnasien beteiligen sich im Berichtsjahr an „Schüler Online“ und dokumentieren den Übergang 
von insgesamt 1083 Schülerinnen und Schülern der Abgangsklasse 9. 
SCHUL- 
ABSCHLÜSSE 
DES 9. JAHR- 
GANGS DER 
GYMNASIEN
GRAFIK 15  Nahezu alle Schülerinnen und Schüler (1081 Personen / 99,82 %) können am Ende des  
9. Jahrgangs das entsprechende Versetzungszeugnis (Klasse 9) in den Händen halten. 
GRAFIK 14  Mit dem Versetzungszeugnis am Ende der Jahrgangsstufe 9 treten 1077 Schülerinnen und 
Schüler (99,45 %) in die gymnasiale Oberstufe ein. Alternativen, wie der Beginn einer Berufsausbildung 
(zwei Personen / 0,18 %) sowie der Erwerb der Fachhochschulreife (weitere 2 Personen / 0,18 %), werden 
nur von wenigen Jugendlichen wahrgenommen. Im Berichtsjahr wurden keine Schülerinnen und Schüler 
„ohne Übergang“ dokumentiert.
VERBLEIB 
DER  SUS DER 
KLASSE 9 
DER GYMNASIEN
Berufsausbildung
2
Berufsvorbereitung
1
Erwerb Fachhochschulreife
2
Erwerb Allg. Hochschulreife
1077
Sonstiger Übergang
0
Ohne Übergang
Wiederholer
0
1
Zielstrebiger Übergang: 
99,45 % treten in die 
gymnasiale Oberstufe ein.

SEITE 22 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 10. Jahrgangs der Sekundarschule – SEITE 23  
GRAFIK 16 – Quelle: Schüler Online
Ohne Abschluss 0 0 0 0 0 0 0  
Förderschulabschluss LE / GB 0 3 0 0 0 0 0  
Hauptschulabschluss Klasse 9 1 3 0 0 0 1 0  
Hauptschulabschluss Klasse 10 8 14 0 0 0 2 0  
Fachoberschulreife 7 0 16 0 0 3 0  
Fachoberschulreife mit Qualifikation 2 0 3 9 0 2 0  
Sonstige / fehlende Angaben 0 0 0 0 0 4 0 Wiederholer  
Berufsausbildung
Berufsvorbereitung
Erwerb Fachhochschulreife
Erwerb Allg. Hochschulreife
Sonstiger Übergang
Ohne Übergang
OHNE ABSCHLUSS   0
FÖRDERSCHULABSCHLUSS LE / GB   3
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 9   5
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 10   24
FACHOBERSCHULREIFE   26
FACHOBERSCHULREIFE MIT QUALIFIKATION   16
SONSTIGE   4
GRAFIK 17 – Quelle: Schüler Online
ÜBERGÄNGE DES 
10. JAHRGANGS DER 
SEKUNDARSCHULE
Die Schulform Sekundarschule ergänzt seit dem 20. Oktober 2011 das Angebot der Sekundarstufe I 
in Nordrhein-Westfalen. Die Sekundarschule hat die unterschiedlichen Lebens- und Berufsperspekti-
ven junger Menschen im Blick. Die Schülerinnen und Schüler werden sowohl auf eine berufliche Aus-
bildung als auch auf die Hochschulreife vorbereitet. Die Sekundarschule verfügt über keine eigene 
Oberstufe. Sie bietet aber über die verbindliche Kooperation mit der Oberstufe von Gymnasium, 
Gesamtschule oder Berufskolleg die Sicherheit einer planbaren Schullaufbahn bis zum Abitur.
Im vorliegenden Berichtsjahr wurden die Übergänge von 78 Schülerinnen und Schüler einer  
Sekundarschule dokumentiert.
SCHUL- 
ABSCHLÜSSE 
DES 10. JAHR- 
GANGS DER 
SEKUNDAR-
SCHULE
VERBLEIB 
DER  SUS DER 
KLASSE 10 DER 
SEKUNDAR-
SCHULE
GRAFIK 16  18 Schülerinnen und Schülern (23,08 %) der Sekundarschule gelingt der Übergang in eine 
Berufsausbildung. Noch mehr Jugendliche (20 Personen / 25,64 %) wechseln zunächst in die Berufsvor-
bereitung. Der Erwerb der Fachhochschulreife ist das Ziel von 19 Schülerinnen und Schülern (24,36 %). 
Dagegen wird die Allgemeine Hochschulreife weniger angestrebt (9 Personen / 11,54 %). Ohne Über-
gangsoption bleiben weitere 12 Schülerinnen und Schüler (15,38 %).
GRAFIK 17  16 Schülerinnen und Schüler (20,51 %) verlassen die Sekundarschule mit der Fachober-
schulreife mit Qualifikationsvermerk. Am häufigsten wird hingegen die Fachoberschulreife ohne Quali-
fikationsvermerk erlangt. Insgesamt 26 Personen (33,33 %) erhalten diesen Schulabschluss. Weitere 24 
Jugendliche (30,77 %) erwerben den Hauptschulabschluss nach Klasse 10. Fünf Jugendliche erreichen den 
Hauptschulabschluss nach Klasse 9 (6,41 %). Am Ende des zehnten Jahrgangs der Sekundarschule können 
drei Jugendliche (3,85 %) den Förderschulabschluss LE/GB vorweisen. Keine Person bleibt ohne Abschluss.
gelingt der Übergang in eine 
Berufsausbildung
23,08 %

SEITE 24 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 10. Jahrgangs der Gesamtschulen – SEITE 25  
GRAFIK 18 – Quelle: Schüler Online
Ohne Abschluss 0 0 0 0 0 0 0  
Förderschulabschluss LE / GB 0 2 0 0 1 0 0  
Hauptschulabschluss Klasse 9 0 1 0 0 0 0 0  
Hauptschulabschluss Klasse 10 4 7 1 0 2 0 0  
Fachoberschulreife 22 0 22 0 9 5 0  
Fachoberschulreife mit Qualifikation 26 0 12 176 9 4 0  
Sonstige / fehlende Angaben 0 0 0 0 4 2 0 Wiederholer  
Berufsausbildung
Berufsvorbereitung
Erwerb Fachhochschulreife
Erwerb Allg. Hochschulreife
Sonstiger Übergang
Ohne Übergang
OHNE ABSCHLUSS   0
FÖRDERSCHULABSCHLUSS LE / GB   3
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 9   1
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 10   14
FACHOBERSCHULREIFE   59
FACHOBERSCHULREIFE MIT QUALIFIKATION   226
SONSTIGE   6
GRAFIK 19 – Quelle: Schüler Online
ÜBERGÄNGE DES 
10. JAHRGANGS DER 
GESAMTSCHULEN
Die Gesamtschulen sind Schulen des längeren gemeinsamen Lernens. Hier werden Kinder und  
Jugendliche aller Leistungsstärken unterrichtet, die Laufbahnentscheidungen werden möglichst  
lange offen gehalten. An dieser Schulform können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erreicht 
werden, die auch an der Hauptschule, der Realschule und dem Gymnasium erworben werden. Im 
vorliegenden Berichtsjahr werden die Übergänge von 309 Schülerinnen und Schüler aus drei  
Gesamtschulen ausgewertet.
SCHUL- 
ABSCHLÜSSE 
DES 10. JAHR-
GANGS DER 
GESAMT-
SCHULEN
VERBLEIB 
DER  SUS DER 
KLASSE 10 
DER GESAMT- 
SCHULEN
GRAFIK 19  Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler der Gesamtschulen erwirbt am Ende des  
10. Jahrgangs die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk. So erhalten 226 Jugendliche (73,14 %)  
die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. 59 Schülerinnen und Schüler (19,09 %)  
erlangen die Fachoberschulreife, weitere 14 Personen (4,53 %) erreichen den Hauptschulabschluss 
 Klasse 10. Ein Jugendlicher (0,32 %) beendet die Klasse 10 mit dem Hauptschulabschluss Klasse 9.  
Drei Personen (0,97 %) erzielen einen Förderschulabschluss.
GRAFIK 18  Nach der Klasse 10 beginnen 52 Schülerinnen und Schüler (16,83 %) der Gesamtschulen mit 
einer Berufsausbildung. In die Berufsvorbereitung wechseln lediglich zehn Personen (3,24 %). Deutlich 
häufiger entscheiden sich die Jugendlichen für den Erwerb der höheren Schulabschlüsse. Während die 
Fachhochschulreife von 35 Schülerinnen und Schüler (11,33 %) angestrebt wird, ist die Allgemeine Hoch-
schulreife das Bildungsziel von 176 Personen (56,96 %). Einen „sonstigen Übergang“ (z.B. Freiwilliges Jahr, 
Kinderbetreuung, Auslandsaufenthalte) wählen 25 (8,09 %) der Jugendlichen. Insgesamt 11 Schülerinnen 
und Schüler (3,56 %) haben nach Beendigung des 10. Jahrgangs an der Gesamtschule noch keine An-
schlussoption gefunden.

SEITE 26 – Datenreport „Schüler Online“ Vorzeitige Schulabgängerinnen und -abgänger – SEITE 27  
VERBLEIB DER 
SUS, WELCHE 
DIE SCHULE 
VORZEITIG 
VERLASSEN 
HABEN
Hauptschule 6 39 12 14  
Realschule 0 7 0 1  
Gesamtschule 0 1 0 0  
Förderschule 0 6 0 2  
Sekundarschule 3 2 0 6 
Berufsausbildung
Berufsvorbereitung
Sonstiger Übergang
Ohne Übergang
VORZEITIGE SCHUL- 
ABGÄNGERINNEN UND 
-ABGÄNGER
Im Schuljahr 2019/2020 verlassen insgesamt 99 Jugendliche der Sekundarstufe I (Jahrgang 5-9,  
Gymnasium Jahrgang 5-8) die Schule vorzeitig. Für diese Jugendlichen werden nachstehende  
Übergänge dokumentiert:
GRAFIK 20  Eine Berufsausbildung nehmen nur 9,09 % der Jugendlichen nach dem vorzeitigen Ver-
lassen der Schule auf. In absoluten Zahlen sind das 9 Personen. Die meisten Jugendlichen dieser 
Gruppe münden in das Berufsvorbereitungssystem ein (55 Personen / 55,56 %). Unter der Kategorie 
„Sonstige Übergänge“ können 12,12 % der betreffenden Schülerinnen und Schüler (12 Personen) zu-
sammengefasst werden. Kritisch zu betrachten ist die Zahl der Jugendlichen, die die Schule vorzeitig 
und ohne Übergangsperspektive verlassen. Bei den vorzeitigen Abgängerinnen und Abgängern sind 
dies 23 junge Menschen (23,23 %).
GRAFIK 20 – Quelle: Schüler Online
Vorzeitige Abgänge ohne Anschlussoption: 
Häufiger bei Jugendlichen der Hauptschulen 
und der Sekundarschule.

SEITE 28 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge der Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte – SEITE 29  
ÜBERGÄNGE DER SCHÜLERINNEN 
UND SCHÜLER MIT MIGRATIONS-
VORGESCHICHTE
Junge Menschen mit Migrationsvorgeschichte sind häufiger als andere von Brüchen und Risiken im 
Übergang von der Schule in den Beruf betroffen. Das gilt trotz positiver Entwicklung auf dem Arbeits-
markt und den Anstrengungen vieler Beteiligter. Dabei sind diese Schülerinnen und Schüler eine sehr 
heterogene Gruppe hinsichtlich ihrer familiären Migrationsvorgeschichte, ihrer sozialen Herkunft 
und ihren Bildungsvoraussetzungen. 
Daher ist es sinnvoll und zielführend, den Blick auf diese jungen Menschen zu richten und ihre 
Teilhabe an schulischer Bildung auf lokaler Ebene transparent darzustellen. Im Rahmen von 
„Schüler Online“ hat ein junger Mensch eine Migrationsvorgeschichte, wenn mindestens eines 
der folgenden drei Merkmale zutrifft:
– Der junge Mensch ist nicht in Deutschland geboren.
– Mindestens ein Elternteil ist nicht in Deutschland geboren.
– Die Verkehrssprache in der Familie ist nicht Deutsch.
In Münster trifft im Schuljahr 2019/2020 wenigstens eines der o.g. Merkmale auf 719 von 2210 
Schülerinnen und Schülern zu. Das entspricht einem Anteil von 32,53 %. Folgende Schulabschlüsse 
wurden innerhalb dieser Gruppe erzielt:
SCHUL-
ABSCHLÜSSE 
DER SUS MIT 
MIGRATIONS- 
VORGESCHICHTE
GRAFIK 22  Am häufigsten erwerben Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte das Ver-
setzungszeugnis der 9. Klasse des Gymnasiums (273 Personen / 37,97 %). 139 Jugendliche erlangen die 
Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk (19,33 %). Insgesamt verfügen somit über 57,30 % der 
Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte über die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Ober-
stufe. Weitere 147 Personen (20,45 %) erreichen die Fachoberschulreife. Ergänzend erzielen 94 Personen 
(13,07 %) den Hauptschulabschluss Klasse 10, sowie 11 Personen (1,53 %) den Hauptschulabschluss Klas-
se 9. Während der Förderschulabschluss LE/GB mit 21 Personen (2,92 %) vertreten ist, verlassen lediglich 
9 Personen (1,25 %) die Schule ohne Abschluss.
OHNE ABSCHLUSS   9
FÖRDERSCHULABSCHLUSS LE / GB   21
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 9   11
HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 10   94
FACHOBERSCHULREIFE   147
FACHOBERSCHULREIFE MIT QUALIFIKATION   139 
VERSETZUNGSZEUGNIS KLASSE 9 GYMNASIUM   273
SONSTIGE   25
GRAFIK 22 – Quelle: Schüler Online
VERBLEIB 
DER SUS MIT 
MIGRATION- 
VORGESCHICHTE
GRAFIK 21  Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte (344 Personen / 
47,84 %) strebt die Allgemeine Hochschulreife an. Weitere 86 Personen (11,96 %) wechseln in einen 
Bildungsgang, um die Fachhochschulreife zu erwerben. Während 88 Personen (12,24 %) in die Berufsvor-
bereitung einmünden, starten 131 Personen (18,22 %) mit einer Berufsausbildung. Von insgesamt 719 
Schülerinnen und Schülern mit Migrationsvorgeschichte haben 29 Personen (4,03 %) nach Beendigung 
der Abgangsklasse keine Anschlussperspektive.
131BERUFSAUSBILDUNG
88BERUFSVORBEREITUNG
86ERWERB FACHHOCHSCHULREIFE
344ERWERB ALLG. HOCHSCHULREIFE
39SONSTIGER ÜBERGANG
29OHNE ÜBERGANG
2WIEDERHOLER
GRAFIK 21 – Quelle: Schüler Online

SEITE 30 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge der Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte – SEITE 31  
GRAFIK 24  Festzuhalten ist, dass innerhalb der Gruppe der Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte 
häufiger eine Berufsausbildung begonnen wird als in der Vergleichsgruppe. Ein deutlicher Unterschied 
zeigt sich indes bei der Betrachtung des Übergangssystems: Mit 12,24 % münden anteilsmäßig deut-
lich mehr Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte in die Berufsvorbereitung ein als die 
Jugendlichen der Vergleichsgruppe (3,69 %). Während Schülerinnen und Schüler ohne Migrationsvorge-
schichte häufiger die Allgemeine Hochschulreife anstreben (69,01 % im Vergleich zu 47,84 %), entschei-
den sich die jungen Menschen mit Migrationsvorgeschichte öfter für den Erwerb der Fachhochschulreife 
(11,96 % zu 6,44 %). Des Weiteren haben die Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte 
häufiger keine geeignete Übergangsperspektive. Der prozentuale Anteil in der Kategorie „Ohne Über-
gang“ beträgt hier 4,03 %. In der Vergleichsgruppe liegt der entsprechende Wert bei 2,55 %.
VERBLEIB 
DER SUS MIT 
MIGRATIONS-
VORGESCHICHTE 
(PROZENTUAL)
SCHUL- 
ABSCHLÜSSE 
DER SUS MIT 
MIGRATIONS- 
VORGESCHICHTE  
(PROZENTUAL)
GRAFIK 23  Die prozentuale Verteilung bei den Abschlüssen der Schülerinnen und Schüler mit Migra-
tionsvorgeschichte ist der nachfolgenden Grafik 23 zu entnehmen. Als Vergleichsmaßstab dient die 
Gruppe der Jugendlichen ohne Migrationsvorgeschichte.
Beim Vergleich der beiden Schülergruppen fällt auf, dass die jungen Menschen mit Migrationsvorge-
schichte deutlich seltener in der Kategorie „Versetzung Klasse 9 Gymnasium“ vertreten sind. Während 
37,97 % der Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte diesen Abschluss erzielen, sind es in 
der Vergleichsgruppe bereits 54,19 %.
Die Fachoberschulreife mit Qualifikation absolvieren 19,33 % der Jugendlichen mit Migrationsvorge-
schichte gegenüber 26,22 % aus der Vergleichsgruppe. Bei der Fachoberschulreife ohne Qualifikation 
liegen die Werte bei 20,45 % (Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte) und 11,33 % 
(Vergleichsgruppe). Größere Differenzen bestehen auch hinsichtlich des Hauptschulabschlusses. So 
erwerben 13,07 % aller jungen Menschen mit Migrationsvorgeschichte den „Hauptschulabschluss Klasse 
10“. Bei den Schülerinnen und Schülern ohne Migrationsvorgeschichte sind es hingegen 3,69 %. Auch der 
„Förderschulabschluss LE/GB“ wird von Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte öfter erworben (2,92 %  
zu 1,95 % in der Vergleichsgruppe). Des Weiteren ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Ab-
schluss innerhalb der Gruppe mit Migrationsvorgeschichte deutlich höher. Konkret betragen die Anteile 
1,25 % im Vergleich zu 0,27 % bei jungen Menschen ohne Migrationsvorgeschichte. Marginale Unter-
schiede zeigen sich beim „Hauptschulabschluss Klasse 9“. Konkret sind es hier 1,53 % in der Gruppe der 
Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte zu 1,21 % innerhalb der Vergleichsgruppe.
11,20 % 
18,22 % BERUFSAUSBILDUNG
3,69 % 
12,24 % BERUFSVORBEREITUNG
6,44 % 
11,96 % ERWERB FACHHOCHSCHULREIFE
69,01 % 
47,84 % ERWERB ALLG. HOCHSCHULREIFE
6,98 % 
5,42 % SONSTIGER ÜBERGANG
2,55 % 
0,13 % 
4,03 % 
0,28 % 
OHNE ÜBERGANG
WIEDERHOLER
GRAFIK 23 – Quelle: Schüler Online
GRAFIK 24 – Quelle: Schüler Online
OHNE MIGRATIONSVORGESCHICHTE
MIT MIGRATIONSVORGESCHICHTE
0,27 %
1,25 % OHNE ABSCHLUSS
1,95 % 
2,92 % FÖRDERSCHULABSCHLUSS LE / GB
1,21 % 
1,53 % HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 9
3,69 % 
13,07 % HAUPTSCHULABSCHLUSS KLASSE 10
11,33 % 
20,45 % FACHOBERSCHULREIFE
26,22 % 
19,33 % 
37,97 % 
3,48 % 
FACHOBERSCHULREIFE MIT QUALIFIKATION
54,19 % 
1,14 % 
VERSETZUNGSZEUGNIS KLASSE 9 GYMNASIUM
SONSTIGE / FEHLENDE ANGABEN

Ergebnisse in Kurzform Teil 1 „Schüler Online“ – SEITE 33  SEITE 32 – Ergebnisse in Kurzform Teil 1 „Schüler Online“
ERGEBNISSE IN KURZFORM                        TEIL 1 „SCHÜLER ONLINE“
NAHEZU 97 % DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER MIT  
ERFOLGREICHEM ÜBERGANG
2143 von 2210 Schülerinnen und Schülern haben zum Zeitpunkt der Datenerhebung eine 
Anschlussperspektive. Das sind 96,97 % aller Schülerinnen und Schüler in Münster. Der Vor-
jahreswert liegt bei 96,07 %.
MEHR ALS JEDER ACHTE JUGENDLICHE STARTET DIREKT MIT 
EINER BERUFSAUSBILDUNG
298 von 2210 Schülerinnen und Schülern (13,48 %) der Abgangsklassen entscheiden sich 
für eine Berufsausbildung. Die meisten haben die Hauptschule oder Realschule abgeschlos-
sen. Der Vorjahreswert liegt bei 13,63 %.
VORZEITIGE ABGÄNGE OHNE ANSCHLUSSOPTION HÄUFIGER 
BEI JUGENDLICHEN AUS HAUPTSCHULEN BZW. DER SEKUN-
DARSCHULE
Von insgesamt 23 vorzeitigen Abgängen ohne Übergang entfallen 20 (86,96%) auf  
Jugendliche aus Hauptschulen bzw. der Sekundarschule.
JUGENDLICHE AUS SEKUNDAR-, HAUPT- UND FÖRDERSCHULEN 
WECHSELN HÄUFIG DIREKT NACH DER SCHULE IN DIE BERUFS-
VORBEREITUNG
Es wechseln 21 Schülerinnen und Schüler (31,34%) der Sekundarschule, 34 Schülerinnen und 
Schüler (35,05%) der Förderschulen sowie 93 Schülerinnen und Schüler der Hauptschulen 
(41,33%) in die Berufsvorbereitung.
ÜBER 97 % DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER ABSOLVIEREN 
MINDESTENS DEN HAUPTSCHULABSCHLUSS NACH KLASSE 9 
ODER EINE HÖHERWERTIGE QUALIFIKATION
Weitere 2,26 % konnten zumindest den Förderschulabschluss LE/GB erwerben.  
Lediglich 0,59 % der Gesamtgruppe blieb ohne Abschluss.
JUGENDLICHE MIT MIGRATIONSVORGESCHICHTE 
BEGINNEN NACH DER SEKUNDARSTUFE I 
HÄUFIGER EINE BERUFSAUSBILDUNG 
18,22 % aller Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte münden in eine  
Berufsausbildung ein. In der Vergleichsgruppe liegt dieser Wert bei 11,20 %.
JUGENDLICHE MIT MIGRATIONSVORGESCHICHTE MÜNDEN
ÜBERPROPORTIONAL IN DIE BERUFSVORBEREITUNG EIN
12,24 % aller Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte münden in die  
Berufsvorbereitung ein. In der Vergleichsgruppe ist der entsprechende Wert deutlich  
geringer. Dieser liegt bei 3,69 %.
ÜBER 62 % STREBEN DIE ALLGEMEINE 
HOCHSCHULREIFE AN
Die Mehrheit aller Schülerinnen und Schüler (1373 Personen /  
62,13 %) strebt nach Beendigung der Sekundarstufe I die Allgemeine 
Hochschulreife an. Der Vorjahreswert liegt bei 56,51 %.
SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER AUS SEKUNDAR-,  
HAUPT- UND FÖRDERSCHULEN HABEN BESONDERS HÄUFIG 
KEINE ÜBERGANGSOPTION 
12 Jugendliche (15,38 %) aus der Sekundarschule sowie 11 Jugendliche aus den  
Hauptschulen (7,24 %) haben nach Verlassen der Schule noch keine Übergangsoption.  
Bei den Förderschulen betrifft dies 18 Schülerinnen und Schüler (22,50 %).
JUGENDLICHE MIT MIGRATIONSVORGESCHICHTE  
HABEN HÄUFIGER KEINE ANSCHLUSSPERSPEKTIVE  
4,03 % aller Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte haben keine 
Anschlussperspektive. In der Vergleichsgruppe liegt dieser Wert bei 2,55 %.
MÄNNLICHE JUGENDLICHE SIND  
HÄUFIGER OHNE ÜBERGANG
Konkret sind 25 Schülerinnen und 42 Schüler ohne Anschlussperspektive.
??

SEITE 34 – Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster – SEITE 35  
Zwei amtliche Statistiken dokumentieren die Entwicklung auf 
dem Ausbildungsstellenmarkt in regelmäßigen Abständen: 
die Bewerberstatistiken der Bundesagentur für Arbeit und die 
Erhebungen der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im 
Rahmen der Berufsbildungsstatistik (für das Land Nordrhein-
Westfalen durch IT.NRW).
Die Datengrundlagen zur Darstellung der Situation auf dem 
Ausbildungsstellenmarkt haben sich in den vergangenen Jahren 
mehrfach und unter verschiedenen Aspekten verändert. Die Er-
stellung von längeren Zeitreihen ist dadurch deutlich erschwert. 
Zugleich hat sich die Aussagekraft der Statistiken, besonders im 
regionalen Vergleich, erheblich verbessert.
Der vorliegende Bericht bezieht sich im Wesentlichen auf das 
Ausbildungsjahr 2019/2020. Zur Analyse des Ausbildungsstel-
lenmarkts in der Stadt Münster werden insbesondere Gegen-
überstellungen zu anderen Regionen und Städten vorgenom-
men. 
Die Unternehmen in Münster stehen vor dem Hintergrund des 
demografischen Wandels zunehmend vor der Herausforderung, 
hinreichend qualifiziertes Personal zu finden und an sich zu bin-
den. Fachkräftesicherung funktioniert nur durch ausreichende 
Ausbildung von geeignetem Nachwuchs. 
SEITE 34 – 59
DER DUALE 
AUSBILDUNGS- 
STELLENMARKT 
IN DER  
STADT MÜNSTER
2. KAPITEL

Daten aus den amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und IT.NRW – SEITE 37  SEITE 36 – Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster
DATEN AUS DEN AMTLICHEN 
STATISTIKEN DER BUNDES- 
AGENTUR FÜR ARBEIT UND 
IT.NRW
Um die Ausbildungschancen der Jugendlichen auf dem Münsteraner Aus-
bildungsmarkt einschätzen zu können, ist zunächst ein überregionaler Blick 
vorzunehmen.
RELATION 
GEMELDETER 
BERUFS- 
AUSBILDUNGS-
STELLEN  
JE BEWERBER / IN
DEUTLICH 
MEHR AUS- 
BILDUNGS- 
STELLEN ALS  
BEWERBER / 
-INNEN
2019 / 2020
RELATION 
GEMELDETE 
BERUFS- 
AUSBILDUNGS- 
STELLEN JE 
BEWERBER / -IN 
AUSBILDUNGS- 
JAHR 2019 / 2020
UNTERTEILUNG
NRW
1,48
BAYERN
1,12
BREMEN
0,99
SACHSEN
1,01
BRANDEN- 
BURG
0,73
BERLIN
1,23
SACHSEN-ANHALT
1,10
SCHLESWIG-HOLSTEIN
1,38
THÜRINGEN
1,54
MECKLENBURG-
VORPOMMERN
1,22
HAMBURG
GRAFIK 26  Im Vergleich dazu 
sieht die Situation im Münster-
land besser aus. Rechnerisch 
übertrifft die Anzahl der freien 
Ausbildungsstellen die Summe 
der Ausbildungssuchenden 
(Relation von 1,22).
GRAFIK 27  Dabei gibt es auch im 
Münsterland das Phänomen des 
„Mismatchings“ zwischen Angebot 
und Nachfrage. Dies trägt dazu bei, 
dass auch in Regionen mit hinrei-
chender Anzahl an Ausbildungs-
stellen sowohl unversorgte Bewer-
berinnen und Bewerber als auch 
unbesetzte Ausbildungsstellen zu 
verzeichnen sind. 
Im Ausbildungsjahr 2019/2020 
melden die Betriebe aus Münster 
2012 Ausbildungsplätze der Bundes-
agentur für Arbeit. Diese treffen auf 
1268 gemeldete Bewerberinnen 
und Bewerber aus Münster. Mit 
einer Relation von 1,59 gemelde-
ten Berufsausbildungsstellen pro 
Bewerberin bzw. Bewerber kann die 
Stadt Münster somit einen heraus-
ragenden Wert vorweisen.
GRAFIK 25  Nordrhein-Westfalen verzeichnet mit einer Relation von 0,96 einen deutlichen Bewerber-
überhang auf Ausbildungsstellen. Rechnerisch stehen im Berichtsjahr 100 gemeldeten Bewerberinnen 
und Bewerbern 96 Ausbildungsplätze gegenüber.
 Dabei zeigen sich große regionale Unterschiede in Nordrhein-Westfalen. Im Ruhrgebiet haben junge 
Menschen deutlich schlechtere Chancen auf einen Ausbildungsplatz (Relation von 0,82). Im Vergleich 
dazu sieht die Situation im Münsterland besser aus. Rechnerisch übertrifft die Anzahl der freien Ausbil-
dungsstellen die Summe der Ausbildungssuchenden (Relation von 1,22).
1,08
NIEDERSACHSEN
0,96
NORDRHEIN-
WESTFALEN
0,89
HESSEN
1,07
RHEINLAND-
PFALZ
1,34
SAARLAND
1,30
BADEN-
WÜRTTEMBERG
2.012
1.268
GRAFIK 25 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
GRAFIK 27 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit GRAFIK 26 – Quelle: Statistik-Service der 
Bundesagentur für Arbeit
1,34
1,22
0,98
0,91
0,83
0,82
SÜDWESTFALEN
MÜNSTERLAND
RHEINLAND
OSTWESTFALEN-LIPPE
BERGISCHES LAND
RUHRGEBIET
GEMELDETE BEWERBER / -INNEN
IN MÜNSTER
GEMELDETE AUSBILDUNGS- 
STELLEN IN MÜNSTER

Daten aus den amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und IT.NRW – SEITE 39  SEITE 38 – Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster
GRAFIK 28  unterstreicht die guten Perspektiven für Bewerber und 
Bewerberinnen auf dem Ausbildungsmarkt in Münster. Unter den 
zehn größten Städten Nordrhein-Westfalens nimmt die Stadt Müns-
ter die Spitzenposition ein. Tatsächlich können die Unternehmen in 
Münster ihre angebotenen Ausbildungsstellen nicht allein durch die 
Nachfrage der lokalen Bewerberinnen und Bewerber besetzen.
GRAFIK 29 – 30  Der stabile Ausbildungsmarkt weckt das Interesse von jungen Menschen aus 
dem Umland. Zum Stichtag 31.12.2019 werden insgesamt 2772 Auszubildende mit neu abge-
schlossenem Ausbildungsvertrag in Münster gezählt. Davon wird annähernd jeder zweite Vertrag 
(44,4 %) von Bewerberinnen und Bewerbern mit auswärtigem Wohnsitz unterzeichnet. Lediglich 
16,5 % der in Münster wohnenden Auszubildenden pendelt in die umliegenden Nachbarkreise.
1,59STADT MÜNSTER
1,32 STADT BONN
1,21 STADT KÖLN
1,15 STADT DÜSSELDORF
1,01 STADT DORTMUND
0,96 NRW GESAMT
0,94  
0,91  
0,89  
0,78  
0,73 
STADT DUISBURG
STADT BOCHUM
STADT ESSEN
STADT BIELEFELD
STADT WUPPERTAL
RELATION 
GEMELDETER 
BERUFSAUS- 
BILDUNGS- 
STELLEN JE 
BEWERBER / IN
2019 / 2020
STÄDTE NRW
MÜNSTER 
IST EIN 
EINPENDLER- 
MAGNET 
FÜR AUSZU- 
BILDENDE
WENIGE AUS- 
ZUBILDENDE 
AUS MÜNSTER 
PENDELN INS 
UMLAND
GRAFIK 28 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
GRAFIK 29 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit GRAFIK 30 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
Ausbildungsstellen pro Bewerbenden. 
Die hohe Attraktivität weckt das Interesse 
junger Menschen aus dem Umland.  
1,59
44,4 %
EINPENDLER
16,5 %
MÜNSTERANER MIT 
AUSBILDUNGSSTELLE 
IM UMLAND
55,6 %
MÜNSTERANER
83,5 %
AUSBILDUNGS-
STELLE
IN MÜNSTER

SEITE 40 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 10. Jahrgangs der Förderschulen – SEITE 41  
GRAFIK 31 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
GRAFIK 31  Die Wanderungsbewegungen sind auf die Ausbildungs-
marktsituation in den Nachbarkreisen zurückzuführen. Hier zeich-
nen sich deutliche Unterschiede ab:
RELATION 
GEMELDETER 
BERUFS- 
AUSBILDUNGS-
STELLEN JE 
BEWERBER / IN
1,09
KREIS STEINFURT
1,59
STADT 
MÜNSTER
0,95
KREIS 
WARENDORF
1,08
KREIS 
COESFELD
GRAFIK 32  Im Ausbildungsjahr 
2019/2020 gibt es zum Beispiel 
im Kreis Warendorf mehr ge-
meldete Bewerberinnen und 
Bewerber als gemeldete Aus-
bildungsstellen. Diese Situation 
motiviert junge Menschen zu 
einer überregionalen Recher-
che nach Ausbildungsplätzen. 
Um im Einzelfall den Wunsch-
beruf erlernen zu können, 
lohnt es sich, längere Anfahrts-
zeiten in Kauf zu nehmen. So 
werden Interessierte für das 
Tischlerhandwerk eher im 
Kreis Warendorf fündig. In 
dieser Sparte spielt die höhere 
Anzahl an holzverarbeitenden 
Betrieben eine Rolle. Der Aus-
bildungsmarkt der Stadt Müns-
ter ist hingegen stark durch 
kaufmännische Berufe geprägt. 
In der Top 10 der gemeldeten 
Ausbildungsstellen finden sich 
bereits sechs Berufsbezeich-
nungen mit kaufmännischem 
Profil:
GRAFIK 32 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
TOP 10 DER 
GEMELDETEN 
AUSBILDUNGS- 
STELLEN 
2019 / 2020
136
KAUFFRAU / -MANN BÜROMANAGEMENT
105
BANKKAUFFRAU / -MANN
96
MEDIZINISCHE / -R FACHANGESTELLTE / -R
77
KAUFFRAU / -MANN EINZELHANDEL
69
KAUFFRAU / -MANN VERSICHERUNG UND FINANZEN
65
ZAHNMEDIZINISCHE / -R FACHANGESTELLTE / -R
FACHKRAFT - LAGERLOGISTIK
KAUFFRAU / -MANN GROSS- UND AUSSENHANDEL
VERKÄUFER/IN
BACHELOR OF LAWS (FH)-VERWALTUNG
64
61
60
58

Daten aus den amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und IT.NRW – SEITE 43  SEITE 42 – Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster
HOLZVERARBEITUNG
RECHTSBERATUNG,
RECHTSSPRECHUNG
5
45
47
8
TOURISMUS UND SPORT
VERSICHERUNGS- UND
FINANZDIENSTLEISTUNGEN
11
146
30
25
VERKAUF (BEKLEIDUNG,  
ELEKTRO, KFZ)
VERWALTUNG
13
172
29
38
LEBENSMITTEL-, 
GENUSSMITTELHERSTELLUNG
3
21
6
4
VERANSTALTUNGS-, KAMERA-,  
TONTECHNIK
VERKAUF VON DROGERIE- 
WAREN / MEDIZINBEDARF
6
17
9
5
GEMELDETE 
BEWERBER / -INNEN 
AUS MÜNSTER
GEMELDETE 
BEWERBER / -INNEN 
AUS MÜNSTER
GEMELDETE 
AUSBILDUNGS- 
PLÄTZE 
IN MÜNSTER
GEMELDETE 
AUSBILDUNGS- 
PLÄTZE 
IN MÜNSTER
GRAFIK 35  In bestimmten Branchen ist die Anzahl der Mitbewerbenden groß und das Angebot an ver-
fügbaren Stellen nicht ausreichend. Gleichzeitig haben die Bewerberinnen und Bewerber aus Münster 
mit zusätzlicher Konkurrenz aus den Nachbarkreisen zu rechnen. 
Ein weiteres Phänomen sind die Berufsfelder mit Besetzungsproblemen. Hierbei handelt es sich um 
Ausbildungsangebote in Branchen, die von den lokalen Bewerberinnen und Bewerbern nur wenig nach-
gefragt werden. In Münster sind dies besonders die Berufsfelder Verwaltung sowie Versicherung und 
Finanzen. Die Arbeitgeber in diesen Branchen müssen verstärkt auf überregionale Bewerberinnen und 
Bewerber zurückgreifen, um ihre Ausbildungsplätze besetzen zu können.
GRAFIK 33  Im Berichtsjahr 
2019/2020 können von 2012 
gemeldeten Ausbildungsstellen 
über 91,60 % erfolgreich besetzt 
werden. 
Jedoch bleiben 169 von 2012 
gemeldeten Ausbildungsstellen 
unbesetzt (8,40 %). Im Vergleich 
zu den beiden vorherigen Aus-
bildungsjahren ist dieser Wert 
stark angestiegen.
GRAFIK 34  Obwohl das gesamte Angebot an Ausbildungsstellen die Anzahl an Bewerberinnen und Be-
werbern deutlich übersteigt, gibt es auch in Münster Berufsfelder mit Versorgungsproblemen. In diesen 
Bereichen übersteigt das Interesse die verfügbaren Ausbildungskapazitäten:
BERUFS- 
FELDER MIT 
VERSORGUNS-
PROBLEMEN
UNBESETZTE 
AUSBILDUNGS- 
STELLEN IN 
MÜNSTER 
2019 / 2020
BERUFS- 
FELDER MIT 
BESETZUNGS-
PROBLEMEN
GRAFIK 34 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit GRAFIK 33 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
GRAFIK 35 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
MEDIEN-, 
INFORMATIONSDIENSTE
1.843
BESETZTE 
AUSBILDUNGSSTELLEN
169
UNBESETZTE 
AUSBILDUNGSSTELLEN
Der Anteil der unbesetzten Ausbildungsstellen ist 
im Vergleich zum Vorjahr von 3,34 % auf 8,40 % 
deutlich gestiegen. Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit

Daten aus den amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und IT.NRW – SEITE 45  SEITE 44 – Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster
GRAFIK 36  Von Besetzungsproblemen besonders betroffen sind in 2019/2020 folgende Berufsfelder: GRAFIK 38  Betrachtet man die 
schulische Vorbildung dieser 
Auszubildenden, so ergibt sich 
eine prozentuale Verteilung wie 
folgt:
Mehr als die Hälfte der Auszubildenden (56,43 %) verfügt über die Berechtigung zum Besuch einer Hoch-
schule bzw. Fachhochschule. Dieses Niveau ist auch durch die entsprechende Anzahl an kaufmännischen 
und informationstechnischen Ausbildungen in Münster zu erklären. In diesen Berufsfeldern werden ver-
mehrt höhere Schulabschlüsse von den Arbeitgebenden verlangt. 
Personen mit niedrigen Schulabschlüssen sind kaum vertreten. Nur annähernd jeder achte Ausbildungs-
vertrag wird mit einer Person abgeschlossen, die über einen Hauptschulabschluss verfügt. Ohne Haupt-
schulabschluss ist es noch schwieriger eine Ausbildungsstelle zu erhalten. Rund eine von 32 Lehrstellen 
wird an eine Person ohne Hauptschulabschluss vergeben.
Seit einigen Jahren sinkt in Deutschland die Ausbildungsbeteiligung der Betriebe. Dieser Trend setzt  
sich auch in der Stadt Münster fort. Während die Münsteraner Ausbildungsquote1 im Jahr 2010 noch 
6,0 % betrug, sank sie sukzessiv auf einen Wert von 5,6 % im Jahr 2019. Im Detail befinden sich unter den 
175.956 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten 9840 Personen in Ausbildung. 
1  Die Ausbildungsquote bezeichnet den Anteil der zu ihrer Aus- und Weiterbildung  
Beschäftigten an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.
GRAFIK 37  2019 dokumentiert 
die Berufsbildungsstatistik 
2772 Ausbildungsverträge mit 
Betrieben in Münster. Dabei 
stammen die Auszubildenden 
zum Teil aus dem Umland. Zu 
berücksichtigen ist, dass nicht 
alle Ausbildungsstellen und 
Ausbildungsinteressierte der 
Bundesagentur für Arbeit ge-
meldet werden.
77,8 %
KUNSTSTOFF-, KAUTSCHUK-
HERSTELLUNG
7 von 9 Lehrstellen 42,9 %
LEBENSMITTEL-, GENUSS-  
MITTELHERSTELLUNG
9 von 21 Lehrstellen
40,0 %
MASCHINENBAU- UND 
BETRIEBSTECHNIK
9 von 21 Lehrstellen
23,6 %
POST, ZUSTELLUNG, 
GÜTERUMSCHLAG
21 von 89 Lehrstellen
GRAFIK 36 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für ArbeitGRAFIK 37 – Quelle: Berufsbildungsstatistik, IT NRW, Geschäftsbereich Statistik
GRAFIK 38 – Quelle: Berufsbildungsstatistik, IT NRW, Geschäftsbereich Statistik
BERUFSFELDER
MIT HOHEM 
ANTEIL
UNBESETZTER
AUSBILDUNGS-
STELLEN
TOP TEN DER 
AUSBILDUNGS-
VERTRÄGE MIT 
BETRIEBEN 
IN MÜNSTER 
2019
165
1,73 %
3,14 %
56,43 % 13,08 %
25,62 %
KAUFFRAU / -MANN BÜROMANAGEMENT
NICHT ZUZUORDNENDER ABSCHLUSS
OHNE HAUPTSCHULABSCHLUSS
HOCH- UND 
FACHHOCHSCHULREIFE HAUTPSCHULABSCHLUSS
FACHOBERSCHULREIFE
135
MEDIZINISCHE / -R FACHANGESTELLTE / -R
129
KAUFFRAU / -MANN EINZELHANDEL
123
KAUFFRAU / -MANN GROSS- UND AUSSENHANDEL
120
FACHINFORMATIKER / -IN ANWENDUNGSENTWICKLUNG
108
FACHINFORMATIKER / -IN SYSTEMINTEGRATION
ZAHNMEDIZINISCHE / -R FACHANGESTELLTE / -R
102
KAUFFRAU / -MANN VERSICHERUNG UND FINANZEN
99
INDUSTRIEKAUFMANN / -FRAU
87
KRAFTFAHRZEUGMECHATRONIKER / -IN
78
SCHULISCHE 
VORBILDUNG 
DER AUSZU- 
BILDENDEN 
MÜNSTER 2019

SEITE 46 – Datenreport „Schüler Online“ 
 Daten aus den amtlichen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und IT.NRW – SEITE 47  
GRAFIK 39  Ein weiterer Indikator für die verringerte Ausbildungsbeteiligung ist die Ausbildungsbetriebs-
quote2. Während dieser Wert von 2010 bis 2016 kontinuierlich fiel, kann der Abwärtstrend mittlerweile 
aufgehalten werden.
Im Jahr 2019 bilden 2038 von 8170 Betrieben aus Münster aus. Dabei liegt die Ausbildungsbetriebsquote 
in Münster mit 24,9 % vor dem NRW-Wert von 22,1 %.
2014
26,1 %
2015
25,6 %
2016
25,2 %
2017
24,8 %
2018
24,8 %
2019
24,9 %
GRAFIK 39 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
AUSBILDUNGS- 
BETRIEBSQUOTE
DER STADT
MÜNSTER
JEWEILS ZUM 
31.12. EINES 
JAHRES
1384
2446
1268
2012
AUSBILDUNGS- 
JAHR 2019 / 2020
AUSBILDUNGS- 
JAHR 2018 / 2019
GEMELDETE 
BEWERBER / -INNEN
GEMELDETE 
AUSBILDUNGS- 
STELLEN
GRAFIK 40  In Münster lässt sich im Berichtsjahr ein deutliches Minus an gemeldeten Ausbildungsstellen 
beobachten. So verringert sich deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 434 Plätze (-17,74 %). Gleich-
zeitig sinkt auch die Zahl der gemeldeten Bewerber und Bewerberinnen um 116 Personen (-8,38 %).  
Trotz dieser Entwicklung gibt es im Ausbildungsjahr 2019/2020 deutlich mehr Ausbildungsstellen als 
Bewerbende.
EIN MINUS AN 
AUSBILDUNGS-
STELLEN,
GERINGFÜGIGER 
RÜCKGANG AN 
BEWERBENDEN
Die Entwicklung von Ausbildung und  
Beschäftigung verläuft in Deutschland  
diametral. Während der Arbeitsmarkt 
immer neue Rekorde bei den Beschäftig-
tenzahlen verzeichnet, wird in Betrieben 
immer weniger ausgebildet. Gleichzeitig 
interessieren sich weniger Jugendliche  
für eine Ausbildung.  
2  Die Ausbildungsbetriebsquote misst den Anteil der Betriebe mit mindestens einem Auszubildenden  
an allen Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.
GRAFIK 40 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit

Die gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber aus Münster – SEITE 49  SEITE 48 – Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster
DIE GEMELDETEN 
BEWERBERINNEN UND 
BEWERBER AUS MÜNSTER
GRAFIK 41  Bei den unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern handelt es sich um Personen, für die 
weder die Einmündung in eine Berufsausbildung, noch ein weiterer Schulbesuch, eine Teilnahme an 
einer Fördermaßnahme oder eine andere Alternative zum 30.09. bekannt ist und für die Vermittlungs-
bemühungen laufen. Im Ausbildungsjahr 2019/2020 trifft dies auf 108 gemeldete Bewerbende zu. Das 
entspricht einer Quote von 8,52 % Unversorgter in Münster (Vorjahr: 4,77 %). Landesweit liegt der Anteil 
unversorgter Bewerberinnen und Bewerber im gleichen Ausbildungsjahr bei 7,70 % (Vorjahr: 5,74 %).
GRAFIK 42  Zu den versorgten Bewerbenden rechnet die Bundesagentur für Arbeit zunächst alle  
Personen, die im Laufe des Berichtsjahres eine Ausbildung beginnen. Auch Bewerberinnen und  
Bewerber, die ohne Angabe von Gründen keine weitere aktive Hilfe mehr nachfragen, gelten als  
versorgt. Hinzu kommen diejenigen, die weiter eine Ausbildung suchen, aber bereits eine Alternative 
zum 30.09. gefunden haben. Der konkrete Verbleib der 1268 Bewerbenden ist wie folgt:  
Insgesamt finden 564 der gemeldeten Bewerbenden eine Ausbildungsstelle. Bei 240 Personen hat die 
Bundesagentur für Arbeit keine Kenntnisse hinsichtlich des Verbleibs, da sie ohne Angabe von Gründen 
keine weitere Hilfe mehr nachfragen.
Zu berücksichtigen ist, dass auch zwei Perspektiven verfolgt werden können. So gibt es Bewerberinnen 
und Bewerber, die sich sowohl für Studien- als auch Ausbildungsplätze interessieren.
Im Ausbildungsjahr 2019/2020 haben die gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber weiterhin gute 
Chancen, in den regionalen Ausbildungsmarkt einzumünden. Ein Indiz ist das günstige Verhältnis 
zwischen den angebotenen Stellen und der Nachfrage der Ausbildungsinteressierten. Dennoch gibt 
es Personengruppen, die trotz positiver Ausgangslage nur schwer zu vermitteln sind. Dazu gehören 
insbesondere ältere Bewerbende (Studienzweifler), Geflüchtete, schwerbehinderte Menschen und 
Personen ohne Schulabschluss. Unter den sogenannten „unversorgten Bewerbern“ bilden diese 
Gruppen stets einen hohen Anteil.
108
UNVERSORGTE
BEWERBER / INNEN
1160
VERSORGTE
BEWERBER / INNEN
UNVERSORGTE
BEWERBER / 
-INNEN
AUSBILDUNGS-
JAHR 2019 / 2020
GRAFIK 41 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
564
BERUFSAUSBILDUNG
240
EHEMALIGE BEWERBENDE OHNE VERBLEIBSANGABE
157
SCHULE, STUDIUM, PRAKTIKUM
145
ERWERBSTÄTIGKEIT
108
UNVERSORGTE
31
FÖRDERMASSNAHMEN
GEMEINNÜTZIGE DIENSTE
23
ART DES
VERBLEIBS DER 
BEWERBENDEN
GRAFIK 42 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit

Die gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber aus Münster – SEITE 51  SEITE 50 – Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster
GRAFIK 43 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für ArbeitGRAFIK 44 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
GRAFIK 45 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
GRAFIK 43  Mit einem Anteil von 37,38 % sind Frauen in der Gesamtgruppe der Bewerbenden aus Münster 
unterrepräsentiert. Dies entspricht dem landesweiten Trend. So registriert die Bundesagentur für Arbeit in 
NRW einen Anteil von 37,94 % weiblicher Bewerbender. Diese Geschlechterdifferenz steht im Zusammen-
hang mit unterschiedlichen Berufswahlpräferenzen. Laut statistischem Bundesamt wählen junge Frauen 
häufiger Berufe des Gesundheitswesens, die im Schulberufssystem ausgebildet werden. Untermauern 
lassen sich diese Angaben anhand der jährlichen Erhebungen durch IT.NRW im Auftrag des Ministeriums 
für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. So ist in der Erhebung von 2020 ein 
Frauenanteil von 76,10 % an den Schulen des Gesundheitswesens in Münster dokumentiert.
GRAFIK 44  Von den 1268 ge-
meldeten Bewerberinnen und 
Bewerbern aus Münster sind 
592 Personen unter 20 Jahre alt. 
Mit diesem Anteil von 46,69 % 
hat die Stadt Münster deutlich 
weniger junge Bewerbende 
als im NRW-Durchschnitt. Hier 
liegt der Referenzwert in der 
Gruppe der „Unter 20-Jährigen“ 
bei 54,77 %. Weitere Unterschie-
de finden sich in der Gruppe 
der Bewerbenden, die das 25. 
Lebensjahr überschritten haben. 
Während in NRW insgesamt 
8,57 % zu dieser Kategorie zäh-
len, sind es in der Stadt Münster 
bereits 15,30 %. Insbesondere 
Studienabbrecherinnen und 
Studienabbrecher erhöhen in 
Münster die Anzahl der „Über 
25-Jährigen“.
62,62 %
46,69 %
UNTER 20 JAHREN
38,01 %
20 – 24 JAHRE
15,30 %
25 JAHRE UND ÄLTER
37,38 %
GESCHLECHTER-
VERTEILUNG DER 
BEWERBENDEN
ALTER DER 
BEWERBENDEN
SCHUL-
ABSCHLUSS
DER 
BEWERBENDEN
GRAFIK 45  Die Ausbildungsinteressierten in 
Münster sind insgesamt älter, was im Zusammen-
hang mit höheren schulischen Qualifikationen 
steht:
5,52 %
3,63 %
42,74 %
20,82 %
27,29 %
KEINE ANGABE
OHNE HAUPTSCHULABSCHLUSS
HOCH- UND 
FACHHOCHSCHULREIFE
HAUTPSCHULABSCHLUSS
FACHOBERSCHULREIFE
Entspricht dem landesweiten Trend: 
Frauen sind mit 37,38 % in der 
Gruppe der Bewerbenden aus Münster 
unterrepräsentiert. 
Mit 42,74 % verfügen viele der Bewerbenden aus Münster über die Berechtigung zur Aufnahme eines 
Studiums. In NRW können insgesamt 38,72 % der Ausbildungsinteressierten die Hoch- bzw. Fachhoch-
schulreife vorweisen. 
Im landesweiten Vergleich fällt der Anteil der Bewerbenden mit Hauptschulabschluss aus Münster gering-
fügig größer aus. Hier beträgt die Größe 20,82 %, in NRW 19,96 %. Beachtenswert ist, dass 3,63 % aller 
Bewerbenden aus Münster über keinen Hauptschulabschluss verfügen. Dies trifft landesweit auf lediglich 
2,04 % der Gesamtgruppe zu.

SEITE 52 – Datenreport „Schüler Online“ Übergänge des 10. Jahrgangs der Förderschulen – SEITE 53  
GRAFIK 46  Die Mehrzahl der Bewerberinnen und Bewerber aus 
Münster stammt nicht aus Allgemeinbildenden Schulen. In die-
ser Kategorie beträgt die Größenordnung in Münster 37,07 %, im 
Gegensatz zu 40,01 % des NRW-Benchmarks. In diesem Zusammen-
hang ist das hohe Bildungsangebot in Münster ein wichtiger Faktor. 
Dies spiegelt sich auch im höheren Anteil an Ausbildungsinteressier-
ten wider, welche zuletzt eine Hochschule/Akademie besucht ha-
ben. Den 10,57 % aus Münster stehen hier 6,29 % in NRW gegenüber. 
Diese Kategorie besteht überwiegend aus Studienabbrechenden 
und Personen, die an der Fortsetzung ihres Studiums zweifeln.      
GRAFIK 47  In Nordrhein-West-
falen haben im Berichtsjahr 
über 7,45 % der gemeldeten 
Bewerberinnen und Bewerber 
einen Fluchtkontext. In der 
Stadt Münster registrierte die 
Bundesagentur für Arbeit einen 
Wert von 16,11 % der Gesamt-
gruppe. Während in Nord-
rhein-Westfalen 34,37 % aller 
Bewerbenden mit Fluchtkon-
text in eine Berufsausbildung 
einmündeten, gelang dies in 
Münster bereits 37,67 %.
GRAFIK 46 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
GRAFIK 47 – Quelle: Statistik-Service der Bundesagentur für Arbeit
2,13 %
37,07 %
KEINE ANGABE
HOCHSCHULE / AKADEMIE
SONSTIGE SCHULE
ALLGEMEINBILDENDE 
SCHULE
10,57 %
4,81 %
45,43 %
BERUFSBILDENDE 
SCHULE
BESUCHTE
SCHULE DER 
BEWERBENDEN
70 GEFLÜCHTETE 
PERSONEN 
HABEN EINEN 
AUSBILDUNGS-
PLATZ 
GEFUNDEN
102
SONSTIGR VERBLEIB
(MIT FLUCHTKONTEXT)
70
EINMÜNDENDE
(MIT FLUCHTKONTEXT)
GRAFIK 47  Von den 1268 gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern aus Münster haben 172 Personen 
einen Fluchtkontext. Für diese Bewerbergruppe ist es besonders herausfordernd, erfolgreich in den Aus-
bildungsmarkt einzumünden. So stellen fehlende Sprachkenntnisse neben weiteren Vermittlungshemm-
nissen eine große Hürde dar. Dennoch finden im Berichtsjahr 70 Bewerbende mit Fluchtkontext eine 
Ausbildungsstelle.

Geschlechtsspezifische Wahl der Ausbildungsberufe – SEITE 55  SEITE 54 – Der duale Ausbildungsstellenmarkt in der Stadt Münster
GESCHLECHTS- 
SPEZIFISCHE WAHL DER  
AUSBILDUNGSBERUFE 
Nach wie vor existieren bei Jugendlichen geschlechtertypische Vorstellungen hinsichtlich ihrer 
beruflichen Zukunft. So ist seit Jahren beobachtbar, dass in ausgewählten Berufen entweder 
Frauen oder Männer in der klaren Mehrheit sind, weshalb man dann von Frauen- oder Männer- 
berufen spricht. Dabei ist die Berufswahlentscheidung stets das Resultat vielfältiger, miteinander 
 verzahnter Einflussfaktoren. Die folgenden Daten aus der Berufsbildungsstatistik zeigen auf, dass 
auch in Münster geschlechterspezifische Aspekte eine große Rolle bei der Berufswahl spielen. 
GRAFIK 48  Die Auszubildenden unterteilen sich in 1587 (57,19 %) männliche und 1188 (42,81 %)  
weibliche Personen. Damit ist der Anteil weiblicher Auszubildender etwas höher als der Vergleichswert 
des Landes NRW (35,56 %).
1587 1188
GRAFIK 49  Dass die Berufswahl in Münster klassischen Rollenmustern folgt, lässt sich insbesondere an 
den Berufsfeldern mit hoher Geschlechtersegregation dokumentieren:
Im Berufsfeld „Kraftfahrzeugmechatroniker/-in“ verzeichnet die Berufsbildungsstatistik keine abgeschlos-
senen Ausbildungsverträge durch weibliche Personen. Auch in den Ausbildungsberufen „Elektroniker/-in“ 
und „Anlagenmechaniker/-in“ ist der Frauenanteil sehr gering. Dagegen finden sich kaum männliche Aus-
zubildende im Gesundheitsbereich. Für die Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen entscheiden 
sich zumindest neun männliche Auszubildende. Das entspricht einem Anteil von 25 Prozent. 
AUSBILDUNGS- 
VERTRÄGE (2019) 
MIT BETRIEBEN 
IN MÜNSTER
(GESCHLECHTER-
VERTEILUNG)
GRAFIK 48 – Quelle: Berufsbildungsstatistik, IT NRW, Geschäftsbereich Statistik
GRAFIK 49 – Quelle: Berufsbildungsstatistik, IT NRW, Geschäftsbereich Statistik
78
ANLAGENMECHANIKER/-IN 
FÜR SANIÄR-, HEIZUNGS- UND 
KLIMATECHNIK
KRAFTFAHRZEUG-
MECHATRONIKER / -IN
ELEKTRONIKER / -IN ENERGIE-
 UND GEBÄUDETECHNIK
MED. 
FACHANGESTELLTE / -R
ZAHNMED.
FACHANGESTELLTE / -R
KAUFMANN/-FRAU IM 
GESUNDHEITSWESEN
75
54
3
3
9
3
3
135
27
102
AUSBILDUNGS-
VERTRÄGE MIT 
BETRIEBEN IN 
MÜNSTER (2019)
BERUFSFELDER 
MIT HOHER 
GESCHLECHTERSE-
GREGATION
Das Geschlecht hat weiterhin erheblichen 
Einfluss auf die Berufswahl. Berufsfelder 
mit hoher Geschlechtersegregation sind 
das Gesundheitswesen sowie die Bereiche 
Elektronik und Informationstechnologie.

TOP TEN DER 
AUSBILDUNGS- 
VERTRÄGE MIT 
BETRIEBEN IN 
MÜNSTER (2019)
WEIBLICHE 
AUSZU- 
BILDENDE
TOP TEN DER 
AUSBILDUNGS- 
VERTRÄGE MIT 
BETRIEBEN IN 
MÜNSTER (2019)
MÄNNLICHE
AUSZUBILDENDE
GRAFIK 50– Quelle: Berufsbildungsstatistik, IT NRW, Geschäftsbereich Statistik
GRAFIK 51– Quelle: Berufsbildungsstatistik, IT NRW, Geschäftsbereich Statistik
105
FACHINFORMATIKER FR SYSTEMINTEGRATION
96
FACHINFORMATIKER FR ANWENDUNGSENTWICKLUNG
81
KAUFMANN IM GROSS- UND AUSSENHANDEL
78
KRAFTFAHRZEUGMECHATRONIKER
75
ELEKTRONIKER FR ENERGIE- UND GEBÄUDETECHINK
66
KAUFMANN IM EINZELHANDEL
ANLAGENMECHANIKER (SANITÄR / HEIZUNG / KLIMA)
54
INDUSTRIEKAUFMANN
48
KAUFMANN FÜR VERSICHERUNGEN UND FINANZEN
45
KOCH
45
135
MED. FACHANGESTELLTE
102
102
63
57
45
39
36
33
30
ZAHNMED. FACHANGESTELLTE
KAUFFRAU FÜR BÜROMANAGEMENT
KAUFFRAU IM EINZELHANDEL
KAUFFRAU FÜR VERSICHERUNGEN UND FINANZEN FR VERSICHERUNG
KAUFFRAU IM GROSS- UND AUSSENHANDEL FR GROSSHANDEL
INDUSTRIEKAUFFRAU
FRISEURIN
BANKKAUFFRAU
VERKÄUFERIN
GRAFIK 51  Die männlichen Auszubildenden zeigen überwiegend ein anderes Berufswahlverhalten (Gra-
fik 26). Zwar sind auch hier insgesamt vier kaufmännische Berufe enthalten, das Berufsbild Gesundheit ist 
in den „Top Ten“ der männlichen Auszubildenden jedoch nicht vertreten. Stattdessen dominieren Aus-
bildungen im Bereich der Informationstechnologie wie der „Fachinformatiker für Anwendungsentwick-
lung“ (105 Personen) bzw. der „Fachinformatiker für Systemintegration“ (96 Personen). Folgende weitere 
Ausbildungsberufe sind innerhalb der Gesamtgruppe häufig vorhanden: „Kraftfahrzeugmechatroniker“ 
(78 Personen), „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ (54 Personen) und „Koch“ 
(45 Personen). 
GRAFIK 50  Ein Blick über die konkreten Berufswahlpräferenzen der weiblichen Auszubildenden bietet 
die Grafik 25. Mit insgesamt 135 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen steht die Berufsbezeich-
nung „Medizinische Fachangestellte“ an erster Stelle. Im Bereich des Gesundheitswesens starten eben-
falls 102 Personen die Ausbildung zur „Zahnmedizinischen Fachangestellten“. Gleichzeitig sind bereits 
sieben Ausbildungsberufe mit kaufmännischem Hintergrund in der „Top Ten“-Liste der Ausbildungsver-
träge vertreten. Ergänzend ist das Berufsbild der „Friseurin“ vertreten, welches von 36 Personen gewählt 
wird.

Ergebnisse in Kurzform Teil 2 „Ausbildungsmarkt“ – SEITE 59  SEITE 58 – Ergebnisse in Kurzform Teil 2 „Ausbildungsmarkt“
DEUTLICHER RÜCKGANG AN AUSBILDUNGSSTELLEN 
UND BEWERBENDEN
Im Vergleich zum Vorjahr verringert sich die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 
17,74 %. Gleichzeitig sinkt die Zahl der gemeldeten Bewerbenden um 8,38 %.
MÜNSTER IST EIN EINPENDLER-MAGNET FÜR AUSZUBILDENDE
Die Ausbildungsbetriebe in Münster sind auf Pendler angewiesen, um die Ausbildungsstel-
len zu besetzen. Konkret werden 44,4 % aller Ausbildungsverträge mit einer Person aus dem 
Umland abgeschlossen. 
KAUFMÄNNISCHE BERUFE PRÄGEN DEN AUSBILDUNGSMARKT
In den „Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen“ sind sechs Berufsbezeichnungen mit 
kaufmännischem Profil enthalten. Mit 165 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen (Stichtag 
31.12.2019), ist der Beruf „Kauffrau/-mann für Büromanagement“ am häufigsten vertreten. 
DIE MEHRHEIT DER AUSZUBILDENDEN HAT
EINE STUDIENBERECHTIGUNG
56,49 % aller Personen, die einen Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb aus Münster  
abgeschlossen haben, verfügen über die Fach- bzw. Hochschulreife.
STEIGENDE QUOTE AN UNVERSORGTEN BEWERBENDEN
Im Ausbildungsjahr 2019/2020 liegt die Quote der unversorgten Bewerberinnen und  
Bewerber aus Münster bei 8,52 %. Der Vorjahreswert beträgt dagegen 4,77 %.
BEWERBENDE OHNE HAUPTSCHULABSCHLUSS 
MIT GERINGEN CHANCEN  
Lediglich 3,14 % aller Ausbildungsverträge werden mit Personen abgeschlossen,  
die über keinen Hauptschulabschluss verfügen. 
DIE MEHRZAHL DER BEWERBENDEN AUS 
MÜNSTER IST MÄNNLICH
Der Anteil der männlichen Bewerbenden liegt bei 62,62 %. Dies ist auf unterschiedliche 
Berufswünsche der Geschlechter zurückzuführen. So sind Frauen mit 76,10 % stärker bei den 
schulischen Ausbildungen des Gesundheitswesens in Münster vertreten.
GESCHLECHTSSTEREOTYPE BERUFSWAHL 
DER AUSZUBILDENDEN IN MÜNSTER
Das Geschlecht hat weiterhin erheblichen Einfluss auf die Berufswahlentscheidung.
Berufsfelder mit hoher Geschlechtersegregation sind beispielweise das Gesundheitswesen, 
der Bereich Elektronik und der Bereich Mechanik.
HOHER ANTEIL STUDIENZWEIFLER 
10,57 % der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber auf Ausbildungsstellen aus Münster 
haben zuletzt eine Fachhochschule bzw. Hochschule besucht.
MEHR AUSBILDUNGSSTELLEN ALS 
BEWERBENDE
Im Ausbildungsjahr 2019/2020 werden der Bundesagentur für Arbeit 
2012 Ausbildungsplätze von Betrieben aus Münster gemeldet. Dabei 
liegt die Nachfrage bei 1268 gemeldeten Bewerberinnen und Bewer-
bern aus Münster. Mit einer Relation von 1,59 (Vorjahr: 1,77) kann die 
Stadt Münster einen herausragenden Wert vorweisen.
ERHÖHTER ANTEIL AN UNBESETZTEN 
AUSBILDUNGSSTELLEN
Im Berichtsjahr 2019/2020 bleiben 169 von 2012 gemeldeten Ausbildungsstellen 
unbesetzt (8,40 %). Im Vergleich zum Vorjahr (3,43 %) ist dieser Wert stark an-
gestiegen. Die Berufsfelder mit hohem Anteil an unbesetzten Ausbildungsstellen 
sind die Bereiche „Kunststoffherstellung“ mit 77,78 % (7 von 9 Lehrstellen) und 
der Bereich „Lebensmittelherstellung“ mit 42,86 % (9 von 21 Lehrstellen).
BEWERBERINNEN UND BEWERBER MIT  
FLUCHTKONTEXT NUTZEN IHRE CHANCEN
Von 172 gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern mit Fluchtkontext finden 70 
Personen (40,70 %) eine Ausbildungsstelle. In NRW beträgt der Vergleichswert 9,37 %.
BETRIEBLICHE AUSBILDUNGSBETEILIGUNG 
IST HÖHER ALS DER LANDESSCHNITT 
Im Jahr 2019 beteiligen sich von 8170 Münsteraner Betrieben über 
2038 an Ausbildung. Die Ausbildungsbetriebsquote liegt mit 24,9 % 
etwas höher als der Vergleichswert in NRW (22,1 %). 
ERGEBNISSE IN KURZFORM                        TEIL 2 „AUSBILDUNGSMARKT“

Handlungsempfehlungen – SEITE 61  SEITE 60 – Handlungsempfehlungen
Der Übergang Schule-Beruf wird von vielen Akteuren gestaltet, 
die Arbeit lebt von einem intensiven Dialog und Austausch. Neben
den Schulen der Sekundarstufe I und den Ämtern für Kinder,  
Jugendliche und Familien, sowie Schule und Weiterbildung 
sind die Berufskollegs, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit, die  
Kammern und natürlich die Wirtschaft wesentliche Akteure.
Der vorliegende Bericht ist ein Instrument des Bildungsmonito-
rings und liefert Daten über das Übergangsgeschehen. Dabei ist 
es ein Anliegen der Berichterstattung, Entwicklungen nicht nur 
numerisch zu beschreiben, sondern durch Handlungsempfeh-
lungen auch konkrete Hinweise auf identifizierte Probleme zu 
geben. Unter der Maßgabe der Chancengerechtigkeit werden im 
Folgenden Unterschiede bei bestimmten Schülergruppen reflek-
tiert, beispielsweise die berufliche Inklusion von Jugendlichen 
mit Förderbedarfen oder die Integration von Jugendlichen mit 
Migrationsvorgeschichte. 
Die Berichterstattung wird sich in der Analyse mit den Beteiligten 
fortlaufend weiterentwickeln, als ein Beitrag zu dem Ziel, allen 
Jugendlichen erfolgreiche Bildungsbiografien zu ermöglichen.
SEITE 60 – 67
HANDLUNGS- 
EMPFEHLUNGEN
3. KAPITEL

Der Übergang Schule-Beruf als wichtige Gestaltungsaufgabe – SEITE 63  SEITE 62 – Handlungsempfehlungen
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen sich im Ausbildungsjahr 2019/2020 deutlich bemerk-
bar: Im Vergleich zum Vorjahr verringert sich die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen in Münster 
um 17,74 %. Gleichzeitig sinkt die Zahl der gemeldeten Bewerbenden um 8,38 %. Am Ende des Berichts-
jahres sind deutlich mehr Bewerberinnen und Bewerber unversorgt und auch mehr Ausbildungsstellen 
unbesetzt als im letzten Jahr. Positiv ist hingegen die weiterhin gute Relation gemeldeter Berufsausbil-
dungsstellen pro Bewerbenden. Diese liegt in Münster bei 1,59 (Vorjahr: 1,77). Zusätzlich ist die Ausbil-
dungsmarktsituation in den Nachbarkreisen sehr stabil. 
Reduzierte Kontakte, Schulschließungen und abgesagte Praktika er-
schweren im Jahr 2020 die Berufsorientierung der jungen Menschen. 
Es fehlen die Erfahrungsräume, um vorhandene Talente in der Praxis 
auszuprobieren und erste Kontakte in die Arbeitswelt zu knüpfen. In 
dieser Situation sind die Akteure der Berufsorientierung besonders 
gefragt, neue Ideen zu entwickeln, da bisherige Formate plötzlich 
nicht mehr durchführbar sind. Viele Angebote finden online statt, 
zum Beispiel Ausbildungsberatungen per Video-Chat oder virtuelle 
„Azubi-Datings“ und Elternabende. Grundsätzlich führt die Corona-
Krise zu einem erheblichen Digitalisierungsschub: Die Schülerinnen 
und Schüler müssen sich mit neuen Methoden des Lernens vertraut machen. Ergänzend wirken sich di-
gitale Prozesse auch auf dem sich schnell wandelnden Arbeitsmarkt aus. Während bei der beruflichen 
Ausbildung neue Lerninhalte erforderlich werden, entstehen neue Studiengänge und neue Berufsfelder. 
Damit werden die möglichen Bildungswege noch vielfältiger und facettenreicher, so dass vielen Schulab-
gängerinnen und Schulabgängern die Orientierung für eine fundierte Berufs- und Studienwahl fehlt. Wie 
schwierig die Berufswahl ist, lässt sich auch daran erkennen, dass deutschlandweit mehr als ein Viertel aller 
Ausbildungs- und Studiengänge vorzeitig abgebrochen werden.
 
Die Übergangsperspektiven der Schülerinnen und Schüler aus Münster sind im Berichtsjahr sehr heterogen. 
Während die Mehrheit der Jugendlichen nach Beendigung der Sekundarstufe I die Allgemeine Hochschul-
reife bzw. Fachhochschulreife anstrebt, ermöglicht die solide Situation des lokalen Ausbildungsmarktes 
vielen weiteren Jugendlichen die Einmündung in eine Berufsausbildung. Doch trotz des Fachkräftemangels 
gibt es vulnerable Schülergruppen, die an betrieblichen Zugangsbarrieren scheitern und ihre beruflichen 
Wünsche nicht verwirklichen können. 
Zu den Benachteiligten zählen hier die Jugendlichen der Haupt- und Förderschulen. Die Anforderungs-
profile vieler moderner Ausbildungsberufe kann ein großer Teil dieser Schülerinnen und Schüler kaum 
erfüllen. Haben Jugendliche keinen bzw. nur einen niedrigen Schulabschluss, so führt dies zu deutlich ge-
ringeren Einmündungschancen auf dem Ausbildungsmarkt. Schließlich wird der Hauptschulabschluss für 
die Besetzung eines dualen Ausbildungsplatzes von den meisten Betrieben vorausgesetzt. In Folge des 
digitalen Wandels ist zukünftig mit einer weiteren Erhöhung des Anforderungsniveaus der Ausbildungsbe-
rufe zu rechnen. Zeitgleich werden die niedrig qualifizierten Arbeitsplätze, die sogenannten „Helfer-Jobs“, 
abnehmen. 
Auch die Schülerinnen und Schüler mit Migrationsvorgeschichte haben ein erhöhtes Risiko, am Ende der 
Sekundarstufe I ohne gesicherten Anschluss zu verbleiben. Sie starten zwar deutlich häufiger mit einer Be-
rufsausbildung, münden jedoch auch öfter in die Berufsvorbereitung ein. Eine weitere Zielgruppe stellen 
die jungen Menschen mit Fluchtkontext dar. Trotz multipler Vermittlungshemmnisse (wie z.B. fehlender 
Sprachkenntnisse) gelingt es vielen der gemeldeten Bewerbenden eine Ausbildungsstelle zu finden. 
Hinsichtlich der Geschlechter ist festzuhalten, dass männliche Jugendlichen häufiger als weibliche Jugend-
liche mit Schwierigkeiten im Übergang konfrontiert sind. Die Daten der Berufsbildungsstatistik für Müns-
ter belegen zudem, dass sich die Berufswahl junger Frauen und Männer deutlich unterscheidet und Rollen-
stereotype einen großen Einfluss ausüben.  
Für alle genannten Zielgruppen bedarf es frühzeitiger Präventionsketten, damit die Integration in Arbeit 
und Beruf gelingt. Die Vermeidung biographischer Brüche im Lebenslauf der Jugendlichen sowie kost-
spieliger Spätinterventionen lässt sich nur durch abgestimmtes Handeln von Schulen und Kommune er-
reichen. Dabei werden spezifische Berufsorientierungsangebote mit Elementen zur frühzeitigen Identi-
fizierung Jugendlicher mit hohem Risiko flankiert. So können kommunale Ressourcen (Beratung durch 
Fachkräfte, Projekte) effizient da eingesetzt werden, wo sie verstärkt benötigt werden. 
INKLUSION BEIM ÜBERGANG VON DER SCHULE IN DEN BERUF
Eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, ist für viele 
junge Menschen mit Beeinträchtigung und Unterstützungsbedarf ein 
fernes Ziel. Das bestätigen auch die Daten zu den Übergängen der 
Schülerinnen und Schüler aus Förderschulen. So haben im Berichts-
jahr lediglich 6,25 % dieser Jugendlichen nach der Abgangsklasse eine 
Ausbildung aufnehmen können. Während die meisten Bildungsver-
antwortlichen für das Thema Inklusion in der Schule längst sensibili-
siert sind, wird der Inklusion beim Übergang in das Arbeitsleben weit 
weniger Aufmerksamkeit entgegengebracht. Dabei ist dieser Sachver-
halt von entscheidender Bedeutung für die Bildungsgerechtigkeit. 
Die Etablierung des Begriffs der Inklusion im Hinblick auf Menschen mit Behinderungen, steht im unmit-
telbaren Zusammenhang mit der 2009 in Deutschland in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonven-
tion. Im Kern wird das Ziel hervorgehoben, die volle und gleichberechtigte Partizipation behinderter Men-
schen zu verwirklichen. Das Konzept der Inklusion versteht Behinderung nicht als individuelles Problem, 
sondern als Wechselwirkung zwischen den Barrieren und negativen Einstellungen gegenüber behinderten 
Menschen, die sie an der gleichberechtigten Teilhabe hindern. Aus diesem Grund sind Organisationen 
aufgefordert, die notwendigen Änderungen für Offenheit und Zugänglichkeit vorzunehmen. Gleichzeitig 
sollen behinderte Menschen durch individuelle Nachteilsausgleiche unterstützt werden, selbst wenn die 
Umwelt weitestgehend barrierefrei wäre.
Für den Bereich des Übergangs Schule-Beruf formuliert die Konvention konkrete Leitideen. Idealtypisch 
sollen Sonderwege in Ausbildung und Arbeitsmarkt so wenig wie möglich erfolgen. Für die Jugendlichen 
mit Beeinträchtigungen würde dies eine Abkehr von nahezu automatischen Übergängen in die Berufs-
bildungswerke und die Werkstatt für behinderte Menschen bedeuten. Stattdessen müssten Verantwort-
liche in Schule und Kommune eine individuelle Berufswegeplanung in Kombination mit Praktika auf dem 
regulären Arbeitsmarkt anbieten. Den betreffenden Schülerinnen und Schülern würden somit Einblicke in 
den beruflichen Alltag ermöglicht werden. Auch potentielle Arbeitgeber könnten ihre Bedenken gegen-
AUSBILDUNGSSUCHE 
UND BERUFSORIENTIERUNG 
IN ZEITEN DER 
COVID-19-PANDEMIE
Reduzierte Kontakte, Schulschließ- 
ungen und abgesagte Praktika  
erschweren im Jahr 2020 die Berufs-
orientierung der jungen Menschen. 
Eine Anstellung auf dem ersten 
Arbeitsmarkt zu finden, ist für  
viele junge Menschen mit Beein- 
trächtigung und Unterstützungs- 
bedarf ein fernes Ziel.

Der Übergang Schule-Beruf als wichtige Gestaltungsaufgabe – SEITE 65  SEITE 64 – Handlungsempfehlungen
über behinderten Auszubildenden und Beschäftigten abbauen und ihnen eine Perspektive auf dem all-
gemeinen Arbeitsmarkt bieten. Die Stadt Münster kann zu diesem Zweck ein inklusives Praktikumsportal 
entwickeln, um Jugendliche und Unternehmen aus der Region miteinander zu vernetzen. 
Wenn bei der Ausbildung dennoch Sonderwege erforderlich sind, so sind diese so normal wie möglich 
zu gestalten. Die Angebote von Trägern sollten betriebsähnlichen Strukturen nahekommen und Kom-
petenzen vermitteln, welche auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt 
werden. Bei der berufsorientierenden Potenzialanalyse muss das 
durchführende Personal hinsichtlich sonderpädagogischer Frage-
stellungen ausgebildet sein. 
Die Schülerinnen und Schüler mit Behinderung könnten in ihrem 
Klassenverband teilnehmen und würden lediglich in Einzelfällen 
(z.B. bei Seh- und Hörbeeinträchtigung) ergänzende berufliche 
Diagnostik in Berufsbildungswerken wahrnehmen. 
Weiterhin kann die Stadt Münster Aktivitäten zur Verwirklichung 
eines inklusiven Arbeitsmarktes vorantreiben. Dabei könnte der 
schulischen und beruflichen Ausbildung eine Schlüsselrolle zu-
kommen, da diese wesentlich über die späteren Chancen am Arbeitsmarkt entscheidet. Im Rahmen des 
„operativen Netzwerks“ kooperiert die Stadt bereits mit weiteren Partnern zur Erleichterung des Über-
gangs in Ausbildung (Sozialleistungsträgern, Kammern, Bundesagentur für Arbeit, Unternehmen) und 
könnte Initiator der Entwicklung eines inklusiven Berufsbildungsbereichs sein. Anknüpfend ist der Zugang 
zu flankierenden Angeboten wie der „unterstützten Ausbildung“, der „betrieblichen Einstiegsqualifizie-
rung“ oder „ausbildungsbegleitenden Hilfen“ für Menschen mit Behinderungen sicherzustellen, wenn eine 
barrierefreie Gestaltung im Betrieb allein nicht ausreicht, um eine duale Ausbildung zu ermöglichen. Um 
inklusive Berufsorientierung nachhaltig zum Erfolg zu führen, ist entscheidend, dass den jungen Menschen 
eine kontinuierliche und längerfristige Begleitung offensteht. Die Praxis der befristeten Vergabe von Maß-
nahmen an wechselnde Träger der sozialpädagogischen Berufsvorbereitung sollte möglichst vermieden 
werden, da diese oftmals mit hoher Personalfluktuation einhergeht. Zwischen den unterschiedlichen In-
stitutionen bedarf es vielmehr enger Kooperation und gemeinsamer 
Standards, damit ein verlässliches Übergangsmanagement realisiert 
werden kann.
Für das Gelingen des Übergangs nach der Sekundarstufe I benötigen 
Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarfen eine intensive Beglei-
tung durch Lehrkräfte und sozialpädagogisches Personal; nicht zu-
letzt auch vor dem Hintergrund einer oftmals fehlenden Unterstüt-
zung durch das private Umfeld. Voraussetzung für ein Engagement 
der handelnden Fachkräfte sind jedoch spezifisches Wissen über die 
berufsorientierenden Bedürfnisse der Jugendlichen mit sonderpäda-
gogischem Unterstützungsbedarf. Die Teilnahme an entsprechenden Fortbildungen und die Kooperation 
der Lehrpersonen für Sonderpädagogik in den verantwortlichen Teams zur schulischen Berufsorientierung 
sollte obligatorisch sein. Zusätzlich sind auch außerschulische Akteure (z.B. die Reha-Beratung der Bun-
desagentur für Arbeit, die Fachdienste des Jobcenters sowie der Integrationsfachdienst) im Rahmen von 
Förderkonferenzen zu beteiligen. In diesem Setting können mögliche Schritte der weiteren Berufswege-
planung für die betreffenden Schülerinnen und Schüler erörtert und abgestimmt werden.
  
Ein wichtiger Aspekt ist die Einbeziehung der Eltern in den Berufsorientierungsprozess. Eltern von Jugend-
lichen mit Behinderung stehen einerseits vor der Aufgabe ihren Kindern unterstützend zur Seite zu stehen 
und gleichzeitig selbst mit den Anforderungen des Übergangs (z.B. Mehrfachbelastung durch neue Tages-
abläufe) fertig zu werden. 
Vor diesem Hintergrund sind aus Mitteln der kommunalen „Projektförderung Schule-Beruf“ des Amtes für 
Schule und Weiterbildung Projekte initiiert und finanziert worden, in denen die Beratung der Eltern von 
Kindern mit Förderbedarfen ein wesentlicher Bestandteil war. Leider reichen die vorhandenen Finanzmit-
tel nicht aus, um eine Fortsetzung dieses vielversprechenden Ansatzes zu gewährleisten. In Kooperation 
mit der Bundesagentur für Arbeit wird die „vertiefte Berufsorientierung gem. § 48 SGB III“ an den Schulen 
des Gemeinsamen Lernens gefördert. Diese Angebote sind wertige Beiträge einer inklusiven Berufsorien-
tierung in Münster und sollten möglichst an weiteren Schulformen implementiert werden.
GESCHLECHTERSENSIBLE BERUFSORIENTIERUNG
Die Daten der Berufsbildungsstatistik zeigen, dass junge Menschen ihre Berufswahl nach wie vor an tradi-
tionellen Rollenvorstellungen ausrichten. So wählen weibliche Jugendliche öfter einen sozialen oder me-
dizinischen Beruf, während männliche Jugendliche stattdessen vermehrt technische Berufe bevorzugen. 
Ausschlaggebend für die Wahl einer Ausbildung bzw. eines Studiums sollten jedoch vorrangig die eigenen 
Interessen und Fähigkeiten sein, da diese für den Erfolg und das Wohl-
befinden im Berufsalltag entscheidender sind. 
Deutschlandweit ist der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt jedoch von 
einer geschlechtsspezifischen Segregation bestimmter Branchen 
geprägt. Viele Berufe gelten nach wie vor als typische „Frauen- oder 
Männerberufe“. Angesichts dieser Zuschreibungen ist nachvollzieh-
bar, dass sich die Berufswahl junger Frauen und Männer deutlich un-
terscheidet. Mit dieser eingeengten Berufswahlorientierung gehen 
insbesondere für junge Frauen strukturelle und ökonomische Nach-
teile einher. Potenziale von Schülerinnen und Schülern bleiben häufiger unentdeckt und zukunftsweisen-
de Berufsperspektiven versperrt. Gleichzeitig gehen auch den Betrieben qualifizierte Bewerberinnen und 
Bewerber verloren.
Um inklusive Berufsorientierung 
nachhaltig zum Erfolg zu führen,  
ist entscheidend, dass den jungen 
Menschen eine kontinuierliche und 
längerfristige Begleitung offensteht. 
Die Angebote von Trägern sollten 
betriebsähnlichen Strukturen nahe-
kommen und Kompetenzen vermitteln, 
welche auf dem Arbeitsmarkt nachge-
fragt werden.
Die Daten der Berufsbildungsstatis-
tik zeigen, dass junge Menschen ihre 
Berufswahl nach wie vor an traditio-
nellen Rollenvorstellungen ausrichten.

Der Übergang Schule-Beruf als wichtige Gestaltungsaufgabe – SEITE 67  SEITE 66 – Handlungsempfehlungen
Ein zentrales Anliegen der Stadt Münster ist die Förderung der Gleichstellung von Mädchen und Jungen, 
Frauen und Männern. Dies betrifft besonders die geschlechtersensible Berufswahl und berufliche Orien-
tierung von Schülerinnen und Schülern. Hinsichtlich des Übergangs Schule-Beruf sollen junge Menschen 
darin bestärkt werden, ihre individuellen Talente auszuschöpfen und die Berufswahl nicht aufgrund tra-
ditioneller Rollenzuschreibungen einzuschränken. Die Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen So-
zialisations- und Konstruktionsprozessen in der Beratungsarbeit mit den jungen Menschen ist dabei ein 
wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit. 
Zukünftig sollten bewährte Programme der Berufsorientierung, bei denen sich junge Menschen in einem 
breiten Spektrum von Tätigkeiten erproben können (z.B. Berufsfelderkundungen, Girls-Day und Boys-Day), 
wieder angeboten werden. In diesem Zusammenhang sind beispielhaft auch die vielen Initiativen zur Förde-
rung des MINT-Interesses junger Frauen zu nennen. Ebenso bietet das Modellprojekt „Starke Pflege in Müns-
ter“ Möglichkeiten, männliche Jugendliche auf das Arbeitsfeld der Altenpflege aufmerksam zu machen. 
BERUFSORIENTIERUNG VON SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN MIT 
MIGRATIONSVORGESCHICHTE 
Die Jugendlichen in Münster sind am Ende ihrer Schulzeit mehrheitlich an Bildung und Beruf interessiert, 
unabhängig von einer Migrationsvorgeschichte. Leistungsbereitschaft und der Wille zum Aufstieg sind in 
Familien mit Migrationsvorgeschichte stark ausgeprägt und durch viele Studien empirisch belegt. Obwohl 
Betriebe zunehmend Schwierigkeiten haben ihre Ausbildungsplätze besetzen zu können, gehen noch im-
mer viele Bewerberinnen und Bewerber leer aus. Dies betrifft besonders Jugendliche mit Migrationsvor-
geschichte. Nach wie vor ist diese Gruppe beim Zugang in eine berufliche Ausbildung benachteiligt. Selbst 
mit den gleichen Schulabschlüssen sowie der gleichen sozialen Herkunft, haben junge Menschen mit 
Migrationsvorgeschichte schlechtere Chancen, einen Ausbildungsvertrag zu erhalten als die Vergleichs-
personen. Dokumentiert wird dieser Sachverhalt durch die Bewerberbefragung des Bundesinstituts für 
Berufsbildung und der Bundesagentur für Arbeit: Danach münden deutschlandweit 29 % der gemeldeten 
Bewerberinnen bzw. Bewerber mit Migrationsvorgeschichte in eine duale Ausbildung ein. Dagegen sind es 
bei denjenigen ohne Migrationsvorgeschichte 47 %.
Ein Ansatzpunkt hierbei sind die Betriebe, die über den Zugang in eine duale Ausbildung entscheiden. 
Durch betriebliche Kontakte können Jugendliche mit Migrationsvorgeschichte einen Vertrauensvorschuss 
erwerben und damit möglichen Vorbehalten entgegenwirken. Be-
triebspraktika und/oder Berufsfelderkundungen sind deshalb wich-
tige Elemente der beruflichen Orientierung, die im Idealfall durch 
Lehrkräfte bzw. pädagogische Fachkräfte vorbereitet werden. 
Zusätzliche Unterstützung im Übergangsprozess bieten auch Mento-
ren-Programme. Dabei übernehmen geeignete Personen eine Paten-
funktion und sind Ansprechpartner für Reflexionsgespräche in der 
Berufsfindung. So könnten Unternehmende mit Migrationsvorge-
schichte die Ausbildungsbeteiligung der betreffenden Jugendlichen 
erhöhen sowie deren Eltern über alle Fragen zur dualen Berufsaus-
bildung informieren.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit betont, dass Angebote 
der Berufsorientierung für Jugendliche mit Migrationsvorgeschichte eine hohe Bedeutung haben. Insbe-
sondere Schülerinnen und Schüler, deren Eltern über geringe Kenntnisse der deutschen Sprache und des 
deutschen Ausbildungssystems verfügen, schätzen die Beratungsmöglichkeiten außerhalb des privaten 
Umfelds. Aus diesem Grund ist es problematisch, dass viele berufsorientierende Maßnahmen aufgrund 
der Covid-19-Pandemie abgesagt werden oder nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden können. 
Dies betrifft beispielsweise persönliche Beratungsangebote, Berufsorientierungsmessen und Projekttage.  
BERUFSORIENTIERUNG VON SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN IM 
KONTEXT VON FLUCHTMIGRATION
In der Statistik der Bundesagentur für Arbeit werden seit 2016 explizit Bewerberinnen und Bewerber im 
Kontext von Fluchtmigration berücksichtigt. Dabei handelt es sich konkret um drittstaatenangehörige 
Ausländerinnen und Ausländer mit einer Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylG), einer Aufenthaltserlaubnis 
Flucht (§ 22-26 AufenthG) oder einer Duldung (§ 60a AufenthG). Für die Berufsorientierung ist ausschlag-
gebend, dass Menschen mit Fluchthintergrund eine relativ junge Personengruppe darstellen. Ein Teil die-
ser Personen sind unbegleitete minderjährige Ausländer, die ohne eine für sie verantwortliche erwachsene 
Person nach Deutschland gekommen sind. In der Regel stehen diese unter der Obhut des Jugendamtes 
und werden in stationären Jugendhilfeeinrichtungen oder durch geeignete Pflege- bzw. Gastfamilien be-
treut. So zählt das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster zum Stichtag 31.12.2020 
insgesamt 90 unbegleitete minderjährige Ausländer, für die Jugendhilfeleistungen gewährt werden.
Aufgrund des jungen Lebensalters besuchen viele der Geflüchteten die Lernorte der beruflichen Bildung. Zu 
nennen sind hier insbesondere die Berufskollegs, an denen sie in Vorbereitungsklassen mit Sprachförderung 
unterrichtet und auf die Aufnahme einer Berufsausbildung vorbereitet werden. Die jeweilige Bleibeperspek-
tive (Aufenthaltsstatus) hat dabei einen entscheidenden Einfluss auf den Zugang zu flankierenden Program-
men der Ausbildungsförderung und berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen. Im Übergang Schule-Beruf 
werden unsichere Aufenthaltsperspektiven von den jungen Menschen als sehr belastend und diskriminie-
rend erlebt, da eine Zukunftsplanung kaum möglich ist. Insgesamt sind im Rahmen der Berufsorientierung 
in Münster verschiedene Empfehlungen zu verwirklichen. An erster Stelle ist das pädagogische Handeln auf-
gefordert, die spezifische Lebenslage von jungen Geflüchteten zu reflektieren. Die Beratung zu Fragen der 
Berufsorientierung sollte frühzeitig beginnen sowie mehrsprachig und jugendgerecht gestaltet sein. 
Ein wichtiger Faktor für erfolgreiche Übergänge sind Praktika in Betrieben, bei denen die Jugendlichen ihr 
Potenzial unter Beweis stellen können. Dies ist für die jungen Geflüchteten besonders wichtig, da viele 
Unternehmen Vorbehalte gegenüber der Zielgruppe haben und wenig über Unterstützungsmöglichkei-
ten wissen. Insofern benötigen auch die Betriebe Ansprechpartner, die zum Thema „Flüchtlinge und Aus-
bildung“ beraten, auf rechtliche Voraussetzungen hinweisen und hinsichtlich Förderinstrumenten infor-
mieren. Neben einer intensiven Unterstützung der jungen Geflüchteten bei der Praktikumssuche sollten 
langfristige Berufsorientierungsangebote stets auch Deutschunterricht beinhalten. 
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die migrationssensible Weiterentwicklung von schulischen Standardelemen-
ten wie der Potenzialanalyse. Die methodisch-didaktische Gestaltung sollte durch einfache Sprache, Visu-
alisierungen und nonverbalen Übungen gekennzeichnet sein. Zudem sollten die verwendeten Inhalte im 
Hinblick auf ihre Kulturgebundenheit reflektiert werden und auch Kompetenzen erfassen, welche die jun-
gen Menschen im informellen Sektor erworben haben. Ein nachhaltiges Übergangsmanagement könnte 
in Form von Nachbetreuungsprogrammen (Schulen, Berufseinstiegbegleitung bzw. Ehrenamtliche) sicher-
gestellt werden. Die jungen Geflüchteten werden dadurch beim Durchlaufen der unterschiedlichen Bil-
dungsinstitutionen und Maßnahmen durchgängig von vertrauten Personen begleitet. Im Idealfall umfasst 
die Begleitung sowohl Unterstützung beim Lernen als auch sozialpädagogische Begleitung bei Krisensitu-
ationen sowie Beratung in ausländerrechtlichen Fragen. Für junge Geflüchtete, die Hilfe bei der Bewälti-
gung traumatisierender Fluchterfahrungen benötigen, müssen weiterhin ausreichende psychosoziale und 
therapeutische Angebote zur Verfügung stehen. 
Um die vorgenannten Handlungsempfehlungen für die geflüchteten jungen Menschen umzusetzen, 
bedarf es der Netzwerkarbeit verschiedener Institutionen der Stadt Münster. So kooperiert das Amt für 
Schule und Weiterbildung im Rahmen der Landesinitiativen „Gemeinsam klappts“ und „Durchstarten in 
Ausbildung und Arbeit“ stark mit dem Kommunalen Integrationszentrum zusammen. Diese beiden Pro-
gramme verzahnen einzelne Elemente wie z.B. Coaching, berufsbegleitende Qualifizierung und Sprachför-
derung, um die Integration der geflüchtenden jungen Menschen nachhaltig zu fördern.
Nach wie vor ist diese Gruppe  
» der Schülerinnen und Schüler mit 
Migrationsvorgeschichte « beim  
Zugang in eine berufliche Ausbildung 
benachteiligt.

IMPRESSUM
Herausgeberin
Stadt Münster
Amt für Schule und Weiterbildung
Stabsstelle Bildungsmanagement 
Friedrich-Ebert-Str. 110
48153 Münster
Ausarbeitung und Ansprechpartner:
Tobias Stelter
Tel.: 0251 492-4003
stelter@stadt-muenster.de
Design: HEIDER DESIGN, Münster
Druck: Stadt Münster
Auflage: 600 Stück
Stand: August 2021

Anlage A

3005 Zeichen

Anlage A zur V/0548/2021 
Kurzüberblick 
In der Vorlage wird zu den Aktivitäten im Übergang Schule-Beruf und seiner Einbettung in das 
Datenbasierte Kommunale Bildungsmanagement (DKBM) berichtet. Im Zentrum steht der Über-
gangsbericht als strategisches Steuerungsinstrument. Hieraus werden Empfehlungen für die Um-
setzung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Jugendlichen und junge Erwachsene 
in Münster gegeben. Angesprochen werden die Jugendberufsagentur, KAoA, kommunale Projek-
te und die Stadtteilwerkstatt Nord.  
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Mit der Vorlage werden folgende Ziele verfolgt: 
 Wir werden eine der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungs-
standorte in Europa;  
 wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein-
Westfalen; 
 wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesell-
schaft. 
 
Teilziel ist die Weiterentwicklung der kommunalen Bildungslandschaft mithilfe des Datenbasierten 
kommunalen Bildungsmanagements (DKBM); hier im Schwerpunkt Übergang Schule-Beruf.  
 
Zielerreichung: 
Das DKBM ist im Übergang Schule-Beruf eingeführt und soll verstetigt werden.  
Die durch das DKBM/hier Übergangsbericht ermittelten Handlungsbedarfe werden von interkom-
munalen und rechtskreisübergreifenden Netzwerken aufgegriffen und in Aktivitäten zur Anhebung 
von Chancengleichheit und Teilhabe am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt überführt. Damit wird 
auch ein Beitrag zur Teilhabe an der Stadtgesellschaft und zur Wirtschaftskraft der Kommune 
geleistet.  
Die Weiterentwicklung der kommunalen Bildungslandschaft nimmt auch informelle und non-
formale Lernmöglichkeiten in den Blick. Somit wird auch die Lebens- und Erlebnisqualität in 
Münster befördert.  
 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja  Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein   
Die Höhe der Aufwendungen oder Auszahlungen sind unabhängig von der vorhandenen Mittelbe-

reitstellung im Beschlussvorschlag zu nennen. Eine Angabe an dieser Stelle oder bei den Zielen 
reicht nicht aus. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die o. g. Querschnittsthemen werden in allen Bereichen des DKBM berücksichtigt. 
Gender 
Migration 
Inklusion 
Umwelt, Kultur, Demokratisierung

Anlage 2

10688 Zeichen

Anlage 2 
 
Kommunale Projektförderung Schule-Beruf im Schuljahr 2019 – 2020 
 
Die Förderzeiträume für die Projekte erstrecken sich überwiegend auf ein Schuljahr. Dies soll 
sicherstellen, dass nach Beendigung des Schuljahres für Schulabgänger innen und 
Schulabgänger, die nicht in eine Ausbildung oder schulische Weiterbildung einmünden 
konnten, möglichst nahtlos unterstützende Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung stehen.  
 
Eine Besonderheit im Berichts zeitraum waren die seit dem Frühjahr 2020 geltenden 
Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie. Die durchführenden Träger 
haben ihre Angebote überwiegend aufrechterhalten können und die jungen Menschen kreativ 
in Einzelbetreuung oder über digitale Alternativen weiterhin begleitet. Dennoch ist ein leichter 
Rückgang bei den Teilnahmezahlen damit zu erklären.    
 
 
Eine Clusterung der geförderten Projekte ist in zwei große Bereiche möglich:  
 
 Projekte, die schulbegleitend stattfinden und  
 Projekte, die nach Verlassen der weiterführenden Schule stattfinden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1. Schulbegleitende Projekte 
 
Bei den folgenden Projekten geht es im Wesentlichen um die „Berufliche Orientierung von 
Schülerinnen und Schülern“ mit Förderbedarfen, also um eine Ergänzung oder Vertiefung der 
im Rahmen der Landesinitiative „kein Abschluss ohne Anschluss“ (Kurz: KAoA) zur Verfügung 
stehenden Standardelemente. Dazu gehören die Projekte: 
 
a. Berufsorientierungsmaßnahme gem. § 48 SGB III an den Regelschulen (Kofinanzierung 
der Förderung der Agentur für Arbeit)  
Lernen Fördern e. V.; Fördersumme: 16.000 € Durchführungsort ist Weseler Str. 75  
Die Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf „Lernen“ an 
den Schulen des Gemeinsamen Lernens erhalten zusätzliche Gruppenangebote zur 
Berufsorientierung, die gemeinsam mit der Agentur für Arbeit geplant und finanzier t 
werden. Es haben 48 Schülerinnen und Schüler (19 w, 29 m) im Schuljahr 2019 – 2020 
teilgenommen.  
b. Vertiefte Berufsorientierung (kommunale Ergänzung)  
Lernen Fördern e. V.; Fördersumme: 85.000 € 
Standorte: Regelschulen des gemeinsamen Lernens  und Albert -Schweitzer-Schule 
Durchführungsort ist Weseler Str. 75  
Das unter a. beschriebenen Vorhaben wird durch Elemente kommunal ergänzt, die nicht 
förderfähig sind nach § 48 SGB III.  
Die Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbeda rf „Lernen“ an 
den Schulen des Gemeinsamen Lernens erhalten zusätzliche und individuelle 
Hilfestellung im Rahmen der Berufsorientierung und bei der Suche nach geeigneten 
Schulbegleitende 
Projekte 
Nachschulische 
Projekte

2 
 
Anschlussmöglichkeiten, die über die Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit 
hinausgeht. Teilgenommen haben 61 Schülerinnen und 94 Schüler).  
 
c. Berufsorientierung für Jugendliche mit Förderbedarf 
Albert-Schweitzer-Schule; Fördersumme: 6.400 € 
Durch den Einsatz eines Handwerkers konnten den Schülerinnen und Schülern im 
Übergang zusätzliche werkpraktische Angebote unterbreitet werden. Auf diesem Wege 
werden Erfolgserlebnisse in berufsnahen Situationen vermittelt und die berufliche Praxis 
simuliert. Teilgenommen haben ca. 45 Schülerinnen und Schüler (24 w, 21 m) 
d. Lotsenprojekt aktuell an der LWL-Schule und an der HS Wolbeck 
Diakonie Bildungs- und Beratungscentrum in Kooperation mit der FH Münster  
Fördersumme: 26.500 € 
Schüler und Schülerinnen mit besonderem Förderbedarf erhalten eine persönliche 
Begleitung und gezielte Unterstützung durch Studierende des Fachbereichs „Sozialwesen“ 
der Fachhochschule Münster, die ihnen in allen Fragen rund um die berufliche 
Zukunftsplanung zur Seite stehen, damit sie den Übergang von der Schule in den Beruf 
meistern. Die Studierenden erweitern so ihre Erfahr ungen in ihrer professionellen Rolle. 
Die Diakonie übernimmt dabei die Koordination und die fachliche Begleitung der 
Studierenden. Teilgenommen haben zuletzt 20 Schülerinnen und Schüler.   
e. Tatort Werkstatt- Berufsdetektive im Einsatz 
SeHT e. V. Fördersumme 8.400 € Standort Albert-Schweitzer-Schule  
Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10, die die Übermittagsbetreuung der Albert-
Schweitzer-Schule besuchen und besondere Förderbedarfe aufweisen, können an 
Berufsvorbereitungs-AG’s teilnehmen. Neben der Vermittlung handwerklicher Fertigkeiten 
stehen sowohl die Förderung der sozialen Kompetenzen und der Arbeit im Team als auch 
die Begleitung des individuellen Entwicklungs - und Entscheidungsprozesses im 
Vordergrund. Teilgenommen haben 17 Schülerinnen und Schüler (2 w, 15 m). Darüber 
hinaus hat der Träger SeHT Informationsabende zu den Übergangsmöglichkeiten von 
Schülerinnen und Schülern mit einer Behinderung für 45 Eltern, Lehrer - und Fachkräfte 
durchgeführt.   
f. Modellprojekt „Elternarbeit“ am Geschwister-Scholl-Gymnasium 
SeHT e. V. Fördersumme 36.865 € 
Am Geschwister -Scholl-Gymnasium w urden die Eltern im Hinblick auf die Berufs -
orientierung der Sus mit Migrationsvorgeschichte und/oder sonderpädagogischem 
Unterstützungsbedarf unterstützt.  
 
g. Planung und Bau eines Außenspielgerätes 
Adolph-Kolping-Schule; Fördersumme: 5.000 € 
Die Schülerinnen und Schüler in der Ausbildungsvorbereitungsklasse Holz-und Metalltech-   
nik des Adolph-Kolping-Berufskollegs bauen ein Außenspielgerät für eine Kita in Münster.  
Ein Teil der Materialkosten für das Spielgerät wird aus den Projektmitteln finanziert. 
Aufgrund der Coronabedingten Einschränkungen konnte das Projekt noch nicht 
abgeschlossen werden. Es haben sich zuletzt 47 Schülerinnen und Schüler (2 w, 45 m) an 
dem Projekt beteiligt. 
 
 
2. Projekte nach Beendigung der weiterführenden Schule  
 
Ein weiterer großer Bereich ist die Förderung von niedrigschwelligen berufsvorbereitenden 
Maßnahmen für Schulabsolventen, die keinen schulischen oder beruflichen Anschluss haben. 
Einige werden gemeinsam mit dem Jobcenter finanziert um sicherzustellen, dass  auch für

3 
 
Jugendliche, die nicht im Leistungsbezug des SGB II sind, geeignete Plätze vorhanden sind.  
Häufig sind die Jugendlichen im Leistungsbezug auf der Grundlage des SGB VIII.   
 
a. Gemma – geschlechtsspezifische Berufsvorbereitung für Mädchen und Frauen 
Jugendausbildungszentrum gGmbH; Fördersumme: 76.000 € für 7 Plätze   
Standort Kinderhauser Str. 112 
Junge Frauen und Mädchen mit einem hohen Anteil an Mehrfachproblemstellungen wie z. 
B. erhalten eine werkpraktische Anleitung in den Bereichen „Hauswirtsch aft, 
Floristik/Garten, Pflege“, Fachunterricht in Kleingruppen sowie eine berufswegplanende 
Begleitung durch eine Bildungsbegleiterin. Insgesamt haben im Betrachtungszeitraum 31 
junge Frauen teilgenommen. Das Amt für Schule und Weiterbildung hat und das Jobcenter 
finanzieren dieses Angebot rechtskreisübergreifend.  
b. Kompetenzentwicklung und Perspektivgestaltung für Jugendliche und junge Erwachsene  
Lernen Fördern e. V.; Fördersumme: 66.000 €, Standort Weseler Str. 75)  
Der Lernort Süd bietet Jugendlichen die Möglichkeit, über einen Zeitraum von 12 Monaten 
Fähigkeiten zu erlernen, die in der Arbeitswelt gefragt sind. Das Angebot richtet sich an 
Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren, die nach dem allgemeinbilden den 
Schulbesuch noch keine berufliche Perspektive entwickelt haben oder auch 
Schwierigkeiten haben, den Anforderungen von Arbeits - und Ausbildungsverhältnissen 
bzw. Fördermaßnahmen gerecht zu werden. Werkstattangebote, Unterricht in 
Kleingruppen und eine sozialpädagogische Betreuung sollen helfen, die Persönlichkeit zu 
stabilisieren, soziale, schulische und sprachliche Defizite abzubauen und 
Schlüsselqualifikationen zu trainieren. Es haben im Auswertungszeitraum 23 Jugendliche 
(6 w, 17 m) aus beiden Rechtskreisen teilgenommen.  
 
c. LWL- Jugendwerkstatt im Jugendausbildungszentrum gGmbH  
Fördersumme zuletzt: 50.000 € (Kofinanzierung)  
Die Jugendwerkstatt ist ein niedrigschwelliges Angebot zur Berufsorientierung für junge 
Menschen, die bisher keinen Arbeitsmarktz ugang gefunden haben. Hier lernen 
TeilnehmerInnen verschiedene handwerkliche bzw. kreative Bereiche kennen und 
erarbeiten sich wichtige Schlüsselqualifikationen wie das Einhalten von Arbeitszeiten oder 
den sachgemäßen Umgang mit Geräten und Materialien.   Die Angebote orientieren sich 
an den Fähigkeiten der jungen Menschen und unterstützen sie auf dem Weg zu einer 
effektiven Selbstorganisation und einer positiven beruflichen Perspektive. Teilgenommen 
haben 27 (22 m, 5 w). Es handelt sich nur um Jugendliche, die nicht im Leistungsbezug 
beim Jobcenter sind.  
 
d. Individueller flankierender Unterricht in der Stadtteilwerkstatt Nord und im Lernort Süd 
Lernen fördern e.V.; Fördersumme: zuletzt 35.000 € 
Jugendliche ohne Ausbildung erhielten individuellen Förderunterricht in Kleingruppen in 
Grundbildungsfächern wie Rechnen, Lesen etc., um einen Schulabschluss nachholen zu 
können bzw. die Ausbildungsfähigkeit zu erhöhen. Im Auswertungszeitraum haben neun 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf diesem Weg ihren externen Hauptschulabschluss 
erworben. Insgesamt haben im Berichtszeitraum 22 Jugendliche am Unterricht 
teilgenommen (7 w / 15 m). 
 
e. Einzelplatzförderung  
Die Einzelplatzkosten für Jugendliche mit Förderbedarf werden im Ausnahmefall 
übernommen, sofern keine vorrangigen Leistungsansprüche bestehen.  
Diese Unterstützung kommt in Betracht, wenn Teilnehmer/innen von lfd. Maßnahmen aus 
dem Leistungsbezug beim Jobcenter ausscheiden und damit die Finanzierung des Platzes 
eigentlich endet oder sie in einem anderen Rechtskreis verortet sind (z. B. Jugendhilfe 
nach dem SGB VIII).  
Im Berichtszeitraum wurden die Kosten für 3 Jugendliche übernommen, die an einer 
Maßnahme im Jugendausbildungszentrum gGmbH (Schulabschluss plus) teilnahmen. So

4 
 
wurde ermöglicht, dass sie die begonnene Maßnahme abschließen konnten (2 w, 1 m). 
Erfreulich ist, dass alle den Hauptschulabschluss erreicht haben.  
 
f. Ausbildungslotse bzw. Kitchen class  
GEBA Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung mbH; Fördersumme: 99.000 € 
(für 2 Jahre) Standort Hafenstr. 29-31   
Junge geflüchtete Menschen im Übergang Schule -Beruf werden durch eine 
Ausbildungslotsin individuell auf ihrem Weg begleitet. Die Maßnahme wird in Kooperation 
mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter finanziert und durchgeführt und legt einen 
Schwerpunkt auf eine Vermittlung in eine Ausbildung oder Arbeit in der Gastronomie, 
verbunden mit zusätzlichem fachbezogenem Sprachunterricht.  Da sich der 
Projektzeitraum in diesem Fall bis zum 28.02.2021 erstreckte liegt ein endgültiger 
Verwendungsnachweis noch nicht vor. Es haben im Projektzeitraum 33 junge 
zugewanderte Menschen teilgenommen (3 w, 30 m)

Beratungsverlauf (6)

31.08.2021 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.09.2021 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 9 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.09.2021 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
15.09.2021 Integrationsrat
TOP 4.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.09.2021 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
23.09.2021 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 9 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Friedrich-Ebert-Straße 110
  • Weseler Straße 75
  • Kinderhauser Straße 112
  • Hafenstraße 29

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Details

Aktenzeichen
V/0548/2021
Typ
Vorlagen
Datum
11.08.2021
Erstellt
13.07.2021 09:38