AN/0942/2021
Erstellung eines Zero Waste-Konzepts
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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Kölner Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 26.04.2021 AN/0942/2021 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 06.05.2021 Erstellung eines Zero Waste-Konzepts Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller*innen bitten Sie, folgenden Ratsantrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 06.05.2021 aufzunehmen: Beschluss: 1. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln (V/6) wird beauftragt, bis spätestens Ende 2022 ein "Zero Waste-Konzept" für Köln zu erstellen. Neben dem öffentlichen Bekenntnis der Stadt Köln zur Abfallvermei- dung, soll das Konzept entsprechend verbindliche Ziele und Maßnahmen benen- nen. Hierzu soll auch Kontakt zu anderen Städten und Akteur:innen aufgebaut werden, die bereits ein "Zero Waste-Konzept" entwickelt haben, wie zum Beispiel die Stadt Kiel. 2. Das "Zero Waste-Konzept" wird unter Beteiligung der Öffentlichkeit, lokal agierender Initiativen, lokalen Unternehmen und in Zusammenarbeit mit einem wissenschaft- lichen Institut erarbeitet. Dabei muss geprüft werden inwieweit Fördermöglichkei- ten durch Programme des Landes, Bundes und der Europäischen Union in An- spruch genommen werden können. Für die Konzepterarbeitung und Umsetzung sind entsprechende Ressourcen bei V/6 einzuplanen, die erforderlichenfalls mög- lichst über den Gebührenhaushalt zu finanzieren sind. 3. Gemeinsam mit relevanten städtischen Akteur:innen sollen Gespräche mit der von der EU unterstützten Organisation "Zero Waste Europe" initiiert werden. Ziel der Gespräche ist es Köln als "Zero Waste Stadt" zu etablieren und die dafür notwen- digen Maßnahmen herauszuarbeiten. - 2 - 4. Zusätzlich zu den im AWK veröffentlichten bekannten Zahlen über die in der Stadt Köln anfallenden Abfälle, soll geprüft werden, wie eine Bestandsaufnahme des gewerblichen und generell jedes in der Stadt Köln anfallenden Abfalls erstellt werden kann und dem Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln vorgestellt werden. Begründung: Die Mengen für Müll und Abfall steigen von Jahr zu Jahr an und lassen sich mit den aktuell angestrebten Maßnahmen nicht bändigen. Selbst im Abfallwirtschaftskonzept in Zusammen- arbeit mit den städtischen Entsorgungsunternehmen AWB & AVG wird ein erhöhtes Müllauf- kommen prognostiziert. Dabei ist die Vermeidung von Müll im öffentlichen Bewusstsein fest verankert, das wird unter anderem deutlich durch die ständigen Beschwerden über wilden Müll und die gemeinsame Anstrengung der Zivilgesellschaft diesen Müll zu beseitigen. Die Corona Pandemie hat das Problem nur weiter bestärkt und sichtbarer gemacht: Die Werstoffcenter und die Müllsammlung waren zeitweise übelastet, Paketmüll, To-Go Verpa- ckungen und herumliegende Masken werden immer mehr zu einem Teil des Stadtbildes. Besonders in Zeiten der globalen Klimakrise sind Ressourcenverschwendungen jeglicher Art zu vermeiden. Der ausgerufene Klimanotstand macht das deutlich und verlangt von uns wei- tergehende Schritte in Richtung einer Kreislaufwirtschaft. Köln ist verantwortlich, die bundesweit im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankerten Maßnah- men umzusetzen und die dort etablierte Abfallhierarchie zu befolgen: Abfallvermeidung vor Wiederverwendung, vor Recycling, vor sonstiger Verwertung, vor Beseitigung. Dies wollen wir mit diesem Antrag würdigen und die Abfallvermeidung in den Vordergrund der Abfallwirt- schaft stellen. Mit freundlichen Grüßen Lino Hammer Niklas Kienitz Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer Jennifer Glashagen Volt-Fraktionsvorsitzende
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: für das Digitale Berichtswesen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0942/2021
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
- Datum
- 26.04.2021
- Erstellt
- 26.04.2021 11:48