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1804/2018

Schulformwechsel und Schulabgänger/innen

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 05.06.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Schule und Weiterbildung, Sitzung am 11.06.2018

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

6916 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/IV/2 
 
Vorlagen-Nummer 05.06.2018 
 1804/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 11.06.2018 
 
Schulformwechsel und Schulabgänger/innen 
Zu den Fragen lt. Anfrage AN/0721/2018 nimmt die Verwaltung auf der Grundlage von entsprechen-
den Auswertungen der amtlichen Schuldaten des Landes Nordrhein-Westfalen wie folgt Stellung: 
 
1. Wie viele Kölner Schülerinnen und Schüler wurden im Schuljahr 2016/2017 aus einer Schul-
form in eine andere Schulform abgeschult, und wie viele wechselten von einem Gymnasium 
auf eine Gesamtschule? (Hier bitten wir um eine genaue Aufschlüsselung in Zahlen und Pro-
zenten, jeweils bezogen auf die alte und die neue Schulform und aufgeschlüsselt nach den 
Jahrgängen der Abschulung.) 
 
Zum Schuljahr 2016/17 wechselten 306 Gymnasiasten/innen zu einer Realschule und 181 Realschü-
ler/innen zu einer Hauptschule, d.h., dass 1,6% der Gymnasiasten/innen und 1,5% der Realschü-
ler/innen im Verlaufe der Sekundarstufe I voraussichtlich einen geringer qualifizierenden Bildungsab-
schluss erreichen werden, als noch beim Übergang in die Sekundarstufe I vorgesehen war. Von den 
306 Gymnasiasten/innen wechselten 60% beim Übergang in die Jahrgangsstufe 7 (bzw. 37% der 181 
Realschüler/innen) und weitere 27% beim Übergang in die Jahrgangsstufen 7 oder 8 (bzw. 49% der 
Realschüler/innen).  
 
Ferner wechselten 30 Lernende von einem Gymnasium zu einer Gesamtschule.  
 
2. Wie viele Schülerinnen und Schüler wurden im Schuljahr 2016/17 in Köln aus einer Schulform 
in eine andere Schulform aufgeschult, wie viele wechselten von einer Gesamtschule auf ein 
Gymnasium, und wie viele wechselten von Real- und Hauptschulen zu Gesamtschulen? (Hier 
bitten wir um eine genaue Aufschlüsselung in Zahlen und Prozenten, jeweils bezogen auf die 
alte und die neue Schulform und aufgeschlüsselt nach den Jahrgängen der Aufschulung.) 
 
Der Wechsel zu einer Schulform mit höher qualifizierenden Schulabschlüssen spielt während der Se-
kundarstufe I nahezu keine Rolle. So vollzogen zum Schuljahr 2016/17 nur 47 Haupt- und Realschü-
ler/innen einen Wechsel zu einer Realschule oder zu einem Gymnasium. Dies waren 18 Hauptschü-
ler/innen (bzw. 0,3% der Hauptschüler/innen) und 29 Realschüler/innen (bzw. 0,2% der Realschü-
ler/innen).  
 
Die bildungsbiografische Orientierung insbesondere der Realschüler/innen zugunsten von höher qua-
lifizierenden Schulabschlüssen wird erst beim Übergang in die Sekundarstufe II sichtbar; zum SJ 
2016/17 sind 34,4% der Realschüler/innen aus den Abgangsklassen des Vorjahres in einen Bil-
dungsgang eingemündet, der zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife führt (26,3% in die gym-
nasiale Oberstufe eines Gymnasiums oder einer Gesamtschule und 8,1% an ein berufliches Gymna-
sium). 
 
Ferner wechselten 13 Realschüler/innen und 12 Hauptschüler/innen zu einer Gesamtschule und 15 
Gesamtschüler/innen zu einem Gymnasium.

2 
 
 
3. Wie viele Schülerinnen und Schüler haben im Schuljahr 2016/2017 Kölner Schulen ohne Ab-
schluss verlassen? (Hier bitten wir um Aufschlüsselung der Schulen und deren Gesamtanzahl 
von Schülern.) 
 
2017 haben lt. Landesstatistik 9.850 Schüler/innen zum Ende des Schuljahres 2016/17 eine allge-
meinbildende Schule verlassen. Davon haben 250 Abgänge (bzw. 2,5%) einen sonderpädagogischen 
Abschluss im Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung erworben und 201 Abgänge (bzw. 
2%) haben die Schule ohne jeglichen Abschluss verlassen. Somit haben insgesamt 4,6% (bzw. 451 
Lernende) der Abgänge von allgemeinbildenden Schulen1 keinen Hauptschulabschluss erworben.  
 
84% der Abgänge ohne Hauptschulabschluss haben zuvor eine Förder- bzw. eine Hauptschule be-
sucht. Rd. 55% der Abgänge einer Förderschule und rd. 15% der Abgänge einer Hauptschule erwar-
ben keinen Hauptschulabschluss. 
 
Der Anteil der Abgänge ohne Hauptschulabschluss sinkt in Köln seit dem Abgangsjahr 2005 (2005: 
8,3%; 2010: 5,9%, 2015: 5,1%, 2016: 4,9% und 2017: 4,6%) und liegt seit einigen Jahren unter dem 
landesweiten Durchschnitt (NRW: 2015: 5,3%, 2016: 5,3% und 2017: 5,7%)2. 
 
4. Liegen der Verwaltung Zahlen vor, wie viele der Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 
2016/17 die Schule ohne Abschluss verlassen haben, einen sogenannten Migrationshinter-
grund haben? Wenn ja, bitten wir um Aufschlüsselung nach Schulart, Schuljahr und Anzahl 
der Schüler. 
 
Eine Differenzierung der Abgangszahlen nach Migrationshintergrund sieht die Landesstatistik nicht 
vor. Ersatzweise kann das Merkmal „Herkunft“ (ausländische Schüler/innen besitzen im Gegensatz 
zu deutschen Lernenden keinen deutschen Pass) verwendet werden. 
 
Im Abgangsjahr 2017 haben 8,9% (bzw. 155 von 1.739) der ausländischen Lernenden, die eine all-
gemeinbildende Schule beendet haben, die Schule ohne einen Hauptschulabschluss verlassen; bei 
ihren deutschen Mitschülern/innen waren es lediglich 3,6% (bzw. 296 von 8.111). 
 
5. Wie viele Schülerinnen und Schüler wechselten zwischen Regel- und Förderschulen? Die An-
gaben für beide Richtungen des Wechsels bitte nach Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien 
und Gesamtschulen aufschlüsseln. 
 
Während der Primarstufe wechselten zum Schuljahr 2016/17 insgesamt 24 Förderschüler/innen zu 
einer Grundschule und 93 Grundschüler/innen zu einer Förderschule. 
 
Im Übergang zur Sekundarstufe I wechselten 53 Förderschüler/innen in die 5. Klasse einer weiterfüh-
renden Regelschule und 60 Grundschüler/innen wechselten in die 5. Klasse einer Förderschule. 
 
Während der Sekundarstufe I wechselten insgesamt 12 Förderschüler/innen an eine Haupt-, Real- 
oder Gesamtschule und 78 Lernende der Sekundarstufe I einer Regelschule (31 Hauptschüler/innen, 
15 Realschüler/innen, 16 Gesamtschüler/innen und 16 Gymnasiasten/innen) zu einer Förderschule. 
 
Im Schuljahr 15/16 hatte sich die Durchlässigkeit - nach einer über Jahre andauernden positiven Ent-
wicklung – verschlechtert, weil etwas weniger Lernende als im Vorjahr zu einer Regelschule (- 8 SuS 
bzw. -6,1%) und deutlich mehr Lernende zu einer Förderschule (+90 SuS bzw. +58%) gewechselt 
sind. Seither verbessert sich die Durchlässigkeit erneut: die Zahl der Wechsel zu einer Förderschule 
ist auf 219 Lernende im SJ 17/18 gesunken (-12 SuS zum Vorjahr) und die Zahl der Wechsel zu einer 
                                                 
1 Die Weiterbildungskollegs werden analog der Berechnungen des IT.NRW der zitierten Pressemitteilung mitberücksichtigt, obwohl die Abgangsart „kein Hauptschulabschluss“ für diese 
Schulform nicht erfasst wird. 
2 Abrufbar unter https://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2016/pres_117_16.html und unter https://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2018/pdf/126_18.pdf (Stand 
28.05.2018)

3 
 
Regelschule auf 104 Lernende angestiegen (+ 15 SuS zum Vorjahr). 
 
 
Gez. Dr. Klein

Beratungsverlauf (1)

11.06.2018 Ausschuss Schule und Weiterbildung
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1804/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
05.06.2018
Erstellt
29.05.2018 12:58