Mandari Insight

3869/2018

Digitalisierungsprogramm 2019 - 2022 - Schwerpunkt "Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen"

Mitteilung Ausschuss 26.11.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 10.12.2018, TOP 4.5

Anlage 2 Vorlage DiKu

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Anlage 1

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Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage 2 Vorlage DiKu

6453 Zeichen

Projektname
Projekt-Klassifizierung
1 Soziales und Familie
2 Bürgerdienste der Zukunft
3 Bürokratieabbau für Unternehmen
4 Stärkung der Arbeitgebermarke
5 Digital Framework
Ausschreibung und Inbetriebnahme einer Software für die Betreuungsstelle beim Sozialamt (50) 1 Soziales und Familie
Bandbreitenerweiterung für die Kölner Schulen (>100 MB) 1 Soziales und Familie
Bestandserfassung sozialer Infrastruktur (Angebote, Leistungen, Maßnahmen, Einrichtungen etc.), die von Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, der 
Kommune und anderen Trägern zur Sicherung von Teilhabechancen vorgehalten werden 1 Soziales und Familie
Einführung einer Informations-App mit schulischen Informationen für Schüler und Lehrer 1 Soziales und Familie
Entwicklung und Einführung eines webbasierten Gesundheitswegweisers 1 Soziales und Familie
Entwicklung und Einführung eines webbasierten Wegweisers für Soziales und Senioren 1 Soziales und Familie
Optimierung des städtischen Flüchtlingsdatenmanagements 1 Soziales und Familie
Virtuelle Beratungsstelle JuDi (anonyme Online-Beratung für Jugendliche in Problemlagen) 1 Soziales und Familie
Weiterentwicklung Little Bird - Schnittstelle zum Fachverfahren KiTaPLUS bei freien Trägern 1 Soziales und Familie
Verabschiedung eines Gigabit-Masterplans zum Breitbandausbau 2 Bürgerdienste der Zukunft
Aufbau eines stadtweiten Digitalfunknetzes (Cologne Digital Wireless Communication) 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Baummanagement - Einführung einer geogestützten Software zum Erfassen, Verwalten und Darstellen des städtischen Baumbestandes 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Einführung Bewohnerparken 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Einführung der eBetreuungsakte bei 50 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Einführung der Stufe 3  für die internetbasierte Kfz-Zulassung 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Einführung einer eAkte für  Schuleingangsuntersuchung bei 53 2 Bürgerdienste der Zukunft

Einführung einer eWohngeldakte 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Einführung einer neuen Software für die Landeshundeverwaltung 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Einführung eines IT-gestützten Reinigungskatasters im Kontext der neuen Reinigungsverträgen mit den AWB 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Einführung eines Webshops zum bestehenden ePayment-Verfahren am Beispiel der Bestellung von Stadtkarten 2 Bürgerdienste der Zukunft 
eKundenakte Rheinische Musikschule 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Implementierung eines Beschlusscontrolling in den bestehenden Ratsportalen (Bürgerinfo, Mitarbeiterinfo und Ratsinfo) 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Marktsichtung zur Ablösung Aufrufanlage NetCallUp 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Marktsichtung zur Ablösung Online-Terminreservierung NetAppoint (u.a. Traukalender) 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Optimierung der Antragsverfahren im Internet 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Portfoliomanagement für Dez VIII (Einführung einer übergreifenden Grundstücksakte) 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Realisierung der eEinbürgerungsakte 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Softwareentscheidung Beschwerdemanagement 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Steuerung der Besucherströme mittels Aufrufanlagen - Wohnungsamt (56) 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Weiterentwicklung des Ratsinformationssystems zu einem interaktiven Serviceportal 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Wohnungsgeberauskunft und –mitteilung (OLAV) 2 Bürgerdienste der Zukunft 
Ausbau des Baustellenmanagement  im Stadtwerkekonzern 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
Baugenehmigungsverfahren - Ausschreibung neues Verfahren (Teilprojekt Baugenehmigungsprozess) 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
Baugenehmigungsverfahren - Digitale Bauakte (Teilprojekt Baugenehmigungsprozess) 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
Baulasten online (Negativ-Atteste) 3 Bürokratieabbau für Unternehmen

Digitale Denkmalliste 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
eGewerbe: Gewerbemeldungen und Anträge, Genehmigungen und Erlaubnisse - Einführung Migewa-Modul Bewacher 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
eGewerbe: Gewerbemeldungen und Anträge, Genehmigungen und Erlaubnisse - Einführung Migewa-Modul Prostitution 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
Grundstücksinformationen online 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
Katasterauskunft online 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
Rollout Vertragsmanagement 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
Verwaltung von genehmigungspflichtigen Veranstaltungen 3 Bürokratieabbau für Unternehmen
Ablösung des KfZ-Zulassungsverfahrens OK.Vorfahrt 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Aufbau eines Archivmanagements bei 69 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Ausweitung Personalkiosk auf Auszubildende 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
cBox - webbasierter Zugriff auf städtische Dateiablagen 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Einführung einer Alarmierungslösung für Arbeitsplätze 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Einführung eines eRecruitingverfahrens für das Bewerbercenter 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Einrichtung der SAP-Versorgungsadministration (VADM) 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Einrichtung eines Datawarehouses mit SAP-Business Warehouse zum Aufbau eines Personalinformationssystems für das Personalmanagement 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Elektronisches Gehaltsstammblatt (Personalkiosk / SAP ESS) 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Entwicklung cPort 2.0 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Workflow für Arbeitszeitänderung 4 Stärkung der Arbeitgebermarke
Aufbau eines stadtweiten Serviceangebots für die Ausschreibungssoftware Arriba/iTwo 5 Digital Framework

Drucken als Service: Ausschreibung von Multifunktionsgeräten und Reduzierung von Arbeitsplatzdruckern 5 Digital Framework
Einführung des "besonderen Behördenpostfachs (beBPo)" als Standarddienst für die elektronische Kommunikation mit Behörden 5 Digital Framework
Einführung einer neuen Handelsplatzlösung mit integriertem Bedarfsprüfungsworkflow 5 Digital Framework
Einführung map.apps und zentraler Betrieb des Geo-Portals 5 Digital Framework
Erfassung aller Softwarelizenzen und Limitierung der Nutzung 5 Digital Framework
Erweiterung des DataWarehouse um ein neues Auswertungstool 5 Digital Framework
Erweiterung Public WLAN (Hotspot.koeln) 5 Digital Framework
Förderantrag Bundesrichtlinie zum Breitbandausbau 5 Digital Framework
Gesamtstädtisches Datenmanagement 5 Digital Framework
Migration des 2. RZ-Standortes nach Kalk 5 Digital Framework
Modernisierung der VPN-Infrastruktur zur Anbindung von Schulen, Kita´s, Außenstellen, etc. 5 Digital Framework
Webbasierte eAkten 5 Digital Framework
Projektdatenbank für die Digitalisierungsprojekte 5 Digital Framework

Anlage 1

5495 Zeichen

Cluster Leistung (Prozess) Lebenslage OZG 
Dezernat 
Fallzahlen 
1 Arbeitgebermarke Bewerbermanagement 
(Bewerberportal, 
Bewerberverwaltung) 
Arbeitgeber 
Stadt Köln 
I
2 Arbeitgebermarke Dienstreiseantrag + 
Dienstreiseabrechnung 
Arbeitgeber 
Stadt Köln 
I ca. 6.000 pro Jahr 
3 Arbeitgebermarke elektronisches Gehaltsstammblatt 
(Personalkiosk/SAP ESS) 
Arbeitgeber 
Stadt Köln 
I
4 Arbeitgebermarke SAP-Versorgungsadministration 
(VADM) 
Arbeitgeber 
Stadt Köln 
I
5 Arbeitgebermarke cPort - Portal für Beschäftigte Arb eitgeber 
Stadt Köln 
I
6 Arbeitgebermarke cBox - webbasierter Zugriff auf 
städtische Dateiablage 
Arbeitgeber 
Stadt Köln 
I
7 SoFa Pflegekindervermittlung Adoption & 
Pflegekinder 
IV 650 
8 SoFa Antragstellung soziale Leistungen 
(Grundsicherung, HzL, 
Mietrückstände, Köln-Pass, HibL, 
Eingliederungshilfe) 
Armut V
9 SoFa Antrag auf Wohnberechtigungs- 
schein/Wohngeld 
Armut V
10 SoFa Schwerbehindertenausweis Behinderung I 22.000 
11 SoFa Gewährung von Hilfen zur Erziehung Kinderbetre uung IV 6.500 
12 SoFa Kinderbetreuung/Elternbeitrag Kinderbetreuung IV ca. 100.000 
13 SoFa Nutzung von Sport- und 
Freizeitangeboten 
Kinderbetreuung IV 
14 SoFa Digitale Anmeldung zu den 
Fortbildungsveranstaltungen 
Lehrkräfte IV 300 
15 SoFa Trennung mit Kind (Kindesunterhalt 
und Beistandschaft, 
Unterhaltsvorschuss) 
Trennung mit Kind 
16 SoFa Anmeldung/Terminvereinbarung für 
Beratungstermin, Ferienförderkurse, 
Angebote für Familienzentren, 
Anmeldung zu den Supervisions- und 
Fallbesprechungsgruppen) 
Bürgerinnen & Bürger, 
Erzieherinnen, 
Schulleitung & 
Lehrkräfte 
IV 
17 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Kampfmittelprüfung und -beseitigung 
=> GEO-Bezug 
Bauen & Immobilien I 900 
18 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Eheschließung (Ehefähigkeitszeugnis, 
Namensänderung, Voranmeldung zur 
Eheschließung, Eheschließung und - 
beurkundung …) 
I
19 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Fahrerlaubnis - Führerscheinantrag- 
Online 
Führerschein I 11.000 Ersterteilungen 
20 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste/ 
SoFa 
Geburt (Geburtsanzeige, 
Sorgeerklärung bei nichtehelichen 
Kindern, Elterngeld/Erklärung zur 
Vaterschafts- bzw. 
Mutterschaftsanerkennung) 
Geburt I, IV 
Seite 1

Cluster Leistung (Prozess) Lebenslage OZG 
Dezernat 
Fallzahlen 
21 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Bibliotheksausweis Kinderbetreuung VII 86.000 (= Anzah l der aktuell 
aktiven Ausweise; 
Nutzungszahl höher, da 
häufig Mehrfachnutzung von 
Medien in den Haushalten) 
22 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
abgeschleppte Fahrzeuge Logistik und Transport I 325: rd. 15.000 
322/4: 400 
23 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Ausnahmegenehmigung für den 
Verkehr 
Logistik und Transport I ca. 21.000 im Jahr 2017 
24 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Zulassungsbescheinigung Logistik und Transport I
25 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Video-Chat mit Wahlvorständen in 
Wahlgebäuden bei Problemen als 
Ergänzung zu mobilen 
Beratungskräften 
Software I
26 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Tierhaltung (Haustierhaltungsanzeige, 
Hundesteuer, Reitkennzeichen) 
Tierhaltung I, II, V 
27 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Veranstaltungserlaubnis Veranstaltungen I 
28 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Veranstaltungssoftware Veranstaltungen I
29 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Bürgerterminal - Neuantrag 
Personalausweis bzw. 
Adressänderung 
Wohnen und Umzug I
30 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Meldedaten, z. B. Antrag auf 
Auskunfts- und Übermittlungssperren 
im Melderegister, 
Adressbuchsperre,vorausgefüllter 
Meldeschein, elektronische 
Wohnungsgeberbescheinigung … 
Wohnen und Umzug I
31 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
elektronische Anzeige/ 
Anhörungen/Befragung bei 
Ordnungswidrikeiten 
Anzeige & Klage I, V mehr als 1,5 Mio 
32 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Strafen und Bußgelder im 
Straßenverkehr - Verwarnungen mit 
QR-Code & Anbindung ePayment 
Anzeige & Klage I
33 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Kontoauszug-Online/Auskünfte II, VII 
34 Zukunftsfähige 
Bürgerdienste 
Wahlen (Wahlhelferanmeldung und - 
verpflichtung, Wahlschein und 
Briefwahl, Niederschriften der 
Wahlvorstände, Wählerverzeichnis 
…) 
Engagement & 
Beteiligung 
I
35 Serviceerleichterung 
für Unternehmen 
Fahrgeldausfallerstattung 
(Schwerbehinderte Menschen und 
deren Begleitpersonen sind unter 
bestimmten Voraussetzungen im 
öffentlichen Personenverkehr 
unentgeltlich zu befördern. Die den 
Verkehrsbetrieben entstandenen 
Fahrgeldausfälle werden auf Antrag 
erstattet) 
Logistik und Transport I 25.000 
Seite 2

Cluster Leistung (Prozess) Lebenslage OZG 
Dezernat 
Fallzahlen 
36 Serviceerleichterung 
für Unternehmen 
Handwerkerparken (Einzel- oder 
Dauergenehmigung für Köln oder 
NRW) 
Logistik und Transport I
37 Serviceerleichterung 
für Unternehmen 
Todesfall (Sterbefallanzeige, 
Sterbeurkunde, Antrag auf 
Beisetzung, Bestattung, Zulassung 
zum Gewerbebetrieg auf dem 
Friedhof, Gehnehmigung zum 
Befahren der Friedhöfe mit Kfz …) 
Tod I, VI bis zu 40.000 
38 Serviceerleichterung 
für Unternehmen 
Gewerbeanmeldung - hier Einführung 
weiterer Module "Bewacher" und 
"Prostitution" 
Unternehmensstart 
und Gewerbe- 
zulassung 
I
39 Serviceerleichterung 
für Unternehmen 
Wochen- und Spezialmärkte Veranstaltungen III ca. 150- 250 
40 Serviceerleichterung 
für Unternehmen 
Sondernutzung von Straßen und 
Verkehrsraumeinschränkung, z. B. 
Absperrung von öffentlichen 
Verkehrsflächen bei öffentlichen 
Baumaßnahmen, 
Containeraufstellung, Gerüste, 
Bauzaun, Arbeitsbühen bzw. 
Autokraneeinsatz 
VIII bis zu 15.000 
Seite 3

Mitteilung Ausschuss

9483 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
I/I/D2 
 
Vorlagen-Nummer 26.11.2018 
 3869/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Unterausschuss Digitale Kommunikation und Organisation 26.11.2018 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 10.12.2018 
 
Digitalisierungsprogramm 2019 - 2022 - Schwerpunkt "Dienstleistungen für Bürgerinnen und 
Bürger sowie Unternehmen" 
Köln befindet sich wie alle Städte mitten in der Transformation zur Digitalen Stadt. Seit 2012 
verfügt die Stadt mit dem Ratsbeschluss zum Konzept „Internetstadt Köln“ über die erste Digi-
tale Agenda einer deutschen Großstadt. Köln hat damit bereits frühzeitig die Digitalisierung 
als ein umfassendes Querschnittsthema verstanden, bei dem die Stadtverwaltung die Akteure 
der Kölner Stadtgesellschaft offen, transparent und interaktiv einbezieht. Dieser integrative 
Ansatz begründet die bundesweit akzeptierte Vorrangstellung Kölns und stärkt den Wirt-
schaftsstandort Köln. Köln belegt als bundesweit anerkannte Vorreiterin im Thema Digitalisie-
rung bei den unterschiedlichen bundesweiten Rankings immer wieder die vorderen Plätze. 
 
Die "Digitale Stadt" bleibt ein umfassendes Querschnittsthema für die gesamte Stadtgesell-
schaft. Der Verwaltungsvorstand ist sich einig, dass die Digitalisierung durchgängig in allen 
Bereichen der Verwaltung zu etablieren ist. Um das volle Potenzial der neuen digitalen Mög-
lichkeiten auszuschöpfen und damit Köln zukunftsfähig aufzustellen, bedarf es in Fortführung 
des Grundsatzbeschlusses zur städtischen Digitalisierung vom 26.04.2016 (3854/2015) kon-
kreter, zielgerichteter Programme mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Adressaten bei-
spielsweise zu nutzerorientierten Services, zu Digitaler Bildung und zu vernetzten Ser-
vices/Internet der Dinge. Zur nachhaltigen Unterstützung des Prozesses gilt es zudem, ein 
Digitales Rahmenwerk (Digital Framework) mit Standards und Grundlagen für die digitale 
Transformation innerhalb der Verwaltung festzuschreiben. 
 
Nach den bisherigen Erfolgen setzt die Verwaltung nun ein erstes Digitalisierungsprogramm 
2019 - 2022 mit dem Schwerpunkt „Dienstleistungen für Bürgerinnen/Bürger und Unterneh-
men“ mit folgendem Inhalt auf: 
 
1. Digitale Stadtverwaltung: 
Grundsätzliches Ziel ist es, in den nächsten vier Jahren Dienstleistungen der Stadt zu di-
gitalisieren, diese Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen einfach, sicher und nut-
zerorientiert zur Verfügung zu stellen und dabei die Prozesse zu verschlanken. Die Ver-
waltung wird damit viele Möglichkeiten des Self-Services und neben der telefonischen 
oder persönlichen Beratung vor Ort auch innovative Online-Beratungsmöglichkeiten bie-
ten. Antragsteller können die Verwaltung beauftragen, Unterlagen und Nachweise, die 
Anträgen beizufügen sind, direkt von anderen Behörden anzufordern. Auch wird der ein-
fache Abruf von Sachständen, Zwischennachrichten oder digitalen Kontoauszügen zu 
einzelnen Dienstleistungen etabliert werden. All dies spart Aufwand, Zeit und unnötige

2 
 
Wege zur Verwaltung. 
 
Im Mittelpunkt stehen Erleichterung und weitere Entbürokratisierung der Bürgerdienste. 
Eine weitere Schwerpunktsetzung bei der Priorisierung ist die Entlastung von Eltern, ins-
besondere Alleinerziehenden, sowie die Entlastung von Menschen in besonders an-
spruchvollen Situationen und Lebenslagen wie beispielsweise Organisation der Pflege 
von Angehörigen. Für Unternehmen liegt der Schwerpunkt in den Bereichen Beschleuni-
gung von Baugenehmigungsprozessen und Gewerbeanmeldungen sowie in der Unter-
stützung von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) und Handwerksbetrieben 
durch eine praxisorientierte Gestaltung von Services. 
Damit werden in diesem Digitalisierungsprogramm zu den bereits bestehenden Verbund-
projekten der Verwaltungsreform „Beschleunigung von Baugenehmigungen“ und „För-
dermittelmanagement“ folgende Teilprogramme mit insgesamt 40 Dienstleistungen initiiert 
und umgesetzt:  
 
- Soziales und Familie (SoFa) 
- Bürgerdienste der Zukunft 
- Bürokratieabbau für Unternehmen 
- Stärkung der Arbeitgebermarke. 
 
Die entsprechenden Dienstleistungen in den Teilprogrammen wurden auf Grundlage der 
Ergebnisse der durchgeführten stadtweiten Abfrage aus strategischen Gesichtspunkten 
priorisiert. Indikatoren waren insbesondere der zu erwartenden Nutzen einer Digitalisie-
rung, der bisher bestehende Aufwand, Fallzahlen und die Reichweite (Anlage 1). In Anla-
ge 2 sind die bereits für 2019 projektierten Dienstleistungen und E-Aktenprojekte geson-
dert ausgewiesen 
 
Um eine breite Basis und Akzeptanz zu schaffen, werden die digitalisierten Serviceange-
bote zur Verbesserung der Lebensqualität und der Verwaltungsvereinfachung über das 
„Zukunftslabor“ mit innovativen Methoden entwickelt. Dabei erfolgt auch die Betrachtung 
neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und Blockchain bezüglich ihrer Auswir-
kungen auf die Verwaltungsabläufe. 
 
Die bereits initiierten Projekte insbesondere Verbund- und Digitalisierungsprojekte der 
Verwaltungsreform werden fortgeführt. Für den Bildungsbereich und seine Dienstleistun-
gen wird ein eigenes Digitalisierungsprogramm „Digitale Bildung“ entwickelt. 
 
2. Transparente Stadtverwaltung: 
Die Digitalisierung schafft vielfältige Transparenz- und Interaktionsmöglichkeiten. Die 
Verwaltung ist mehr denn je gefordert, ihre Aufgabenerfüllung mit ihren komplexen Ent-
scheidungswegen konsequent an steigenden Anforderungen nach Transparenz und Mit-
bestimmung auszurichten. 
 
Es gilt daher, die in Köln erfolgreichen Ansätze „Open Data“ und „Open Government“ 
auszubauen, strukturiertes Wissen der Verwaltung weiter zu öffnen und damit Transpa-
renz zu schaffen. Dazu soll in dem Zeitraum des Programms ein virtuelles Transparenz-
portal entstehen, das ein komfortables Auffinden von Daten und Informationen ermöglicht. 
Damit verbindet sich auch das Ziel, Innovationsprozesse mit allen gesellschaftlichen 
Gruppen anzustoßen. Die Einbeziehung von Stakeholdern gerade im Umfeld der Digitali-
sierung soll weiter auf den unterschiedlichen Ebenen fortgeführt werden. Ein kooperativer 
und kollaborativer Ansatz ist unerlässlich, um gerade Zukunftstechnologien frühzeitig zu 
erkennen und auf Nutzbarkeit auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten prozessual zu 
verankern.

3 
 
 
3. Rahmenwerk für eine erfolgreiche Digitalisierung: 
Die Verwaltung (Stabsstelle Digitalisierung) wird ein Digitales Rahmenwerk (Digital 
Framework) aufsetzen, um Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Digitalisierung zu 
schaffen. Das Rahmenwerk enthält insbesondere gesamtstädtische Festlegungen und 
Standards für die Nutzung zentraler Dienste wie ein Bürgerportal, die durchgängige Onli-
ne-Terminvereinbarung, ein nutzerfreundliches und sicheres Onlinebezahlverfahren, ein-
heitliche Strukturen für E-Akten, den Bedarfsprüfungs-  und Beschaffungsprozess bis hin 
zu E-Rechnungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Netzinfrastruktur, 
um eine belastbare Breitbandanbindung und ein leistungsstarkes Glasfasernetz als Fun-
dament für alle Facetten der Digitalisierung zur Verfügung zu stellen. Dies umfasst zudem 
die Weiterentwicklung des bestehenden Kölner WLAN-Netzes wie auch die Identifikation 
weiterer Funktechnologien für kommunale Anwendungen (Beispiele 5G oder LoRaWAN 
als Technologien im Internet der Dinge). 
 
Das Rahmenwerk regelt darüber hinaus insbesondere die Themen Datenmanagement 
und Datenaustausch, Geodateninfrastruktur und die Berücksichtigung der Barrierefreiheit. 
Es bindet im Sinne innerstädtisch vernetzter und transparenter Prozesse einen gesamt-
städtischen Projektmonitor, ein agiles Projektmanagement sowie Weiterbildungskonzepte 
für die Mitarbeitenden ein.  
 
4. Weiteres Vorgehen: 
Als nächste Schritte erfolgt: 
 die Umsetzung der bereits für 2019 geplanten Maßnahmen 
 die Implementierung der einzelnen Teilprogramme 
 die Festlegung des zu erreichenden Digitalisierungsgrads der Dienstleistungen 
 die Zuordnung und ganzheitliche Betrachtung der Dienstleistungen zu einzelnen Le-
benslagen, um das gesamte Potential auszuschöpfen 
 die gemeinsame Entwicklung von Lösungen unter - im Einzelfall - Beteiligung der 
Bürgerschaft im Zukunftslabor 
 die Konzeption und Umsetzung eines Bürgerportals mit verschiedenen rechtlich 
möglichen Identifizierungs-Komponenten inklusive Servicekonto.NRW/Bund, Fern-
signatur und VideoIdent 
 die Berücksichtigung der Umsetzungsplanungen von Bund (und IT-Planungsrat) zum 
Onlinezugangsgesetz (OZG) sowie die der Europäischen Union zum zentralen digita-
len Zugangstor (Single-Digital-Gateway) mit entsprechender Meldung in die Digitali-
sierungslabore des Bundes 
 die Überprüfung der in den vorgenannten Themenbereichen jeweils vorhandenen 
rechtlichen Rahmenbedingungen (Gesetze und Satzungen) und die Initiierung ent-
sprechend erforderlicher Änderungen über die Gremien bei innerstädtischen Rege-
lungen (Eigenhoheit der Stadt), um größtmögliche Wirkung zu erreichen. 
 
Auch werden notwendige strukturelle Voraussetzungen für die Digitalisierung sukzessive 
umgesetzt. Dies betrifft beispielsweise die Sicherstellung der nach dem Onlinezugangsge-
setz (OZG) geforderten Portalfähigkeit und die Ablösung großer Fachverfahren wie z. B. 
Handelsplatz, Einwohner- und Kraftfahrzeugverfahren. 
 
 
Aus den vorgenannten Aufgaben und Tätigkeiten wird das konkrete Maßnahmenpaket 
2019 - 2022 generiert.  
 
 
Gez. Dr. Keller

Beratungsverlauf (2)

26.11.2018 Unterausschuss Digitale Kommunikation und Organisation
TOP 2.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.12.2018 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3869/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
26.11.2018
Erstellt
22.11.2018 08:30