1313/2019
Sachstandsbericht für das Jahr 2018 bezüglich der Umsetzung des Landesförderprogramms "Gute Schule 2020"
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Mitteilung Ausschuss
21236 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
IV/40/402/2
Vorlagen-Nummer 18.04.2019
1313/2019
Mitteilung
öffentlicher Teil
Gremium Datum
Ausschuss Schule und Weiterbildung 06.05.2019
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 06.05.2019
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 06.05.2019
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.05.2019
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 09.05.2019
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.05.2019
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 13.05.2019
Bezirksvertretung 7 (Porz) 16.05.2019
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 16.05.2019
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 16.05.2019
Unterausschuss Digitale Kommunikation und Organisation 17.06.2019
Sachstandsbericht für das Jahr 2018 bezüglich der Umsetzung des Landesförderprogramms
"Gute Schule 2020"
Die NRW.BANK stellt in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Land NRW den Kommunen und Städ-
ten in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Landesförderprogramms „Gute Schule 2020“ in den Jah-
ren 2017 bis 2020 insgesamt 2 Milliarden Euro zur Finanzierung von Sanierung, Modernisierung und
Ausbau der kommunalen Schulinfrastruktur zur Verfügung. Gemäß Förderrundbrief Nr. 39 erhält die
Stadt Köln im Rahmen des Förderprogramms für die Jahre 2017 bis 2020 hiervon jeweils 24,895 Mil-
lionen Euro, wobei die Zins - und Tilgungsleistung für die be reit gestellten Kredite vom Land NRW
getragen werden.
Die Finanzmittel für das Jahr 2017 wurden in voller Höhe abgerufen und wie dem Ausschuss Schule
und Weiterbildung in seiner Sitzung vom 05.03.2018 (Vorlagennummer 0423/2018) berichtet, veraus-
gabt.
Auch im Jahr 2018 wurden die Fördergelder in voller Höhe abgerufen und verausgabt. Dies wurde
dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung (Vorlagennummer 0891/2019) mitgeteilt. Wie dort an-
gekündigt, wird die Verwaltung im Folgenden konkreter über die Verwendung der Finanzmittel berich-
ten und einzelne Projekte vorstellen, die ohne die Fördergelder aufgrund von finanziellen Zwängen
nicht umgesetzt worden wären.
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Der Ratsbeschluss vom 04.04.2017 sieht vor, dass die Fördergelder möglichst feingliedrig für alle
Schulen verwendet werden. Vorrangig sollen Digitalisierungsmaßnahmen, Sanierungen, Renovierun-
gen und Maßnahmen zur Verschönerung, Verbesserung und Aufwertung auf den Kölner Schulhöfen
durchgeführt werden. Des Weiteren sollen die Schulen besser mit technischen Geräten, Möbeln und
Unterrichtsmitteln ausgestattet werden. Lediglich ein Anteil von 6 Millionen Euro pro Förderjahr sollen
für bereits personalisierte, begonnene Baumaßnahmen der Gebäudewirtschaft als Baukostenz u-
schuss übertragen werden, um dort personelle und finanzielle Ressourcen zu schonen.
Auch durch die Zusetzung von zusätzlichem Personal konnte diese Vorgabe des Rates in vollem Um-
fang erfüllt werden. So sind 18,895 Millionen Euro aufgrund von Einzelanträgen nach Bedarfsprüfung
den beantragenden Schulen für die oben genannten Maßnahmen aus dem Maßnahmenkatalog direkt
zugesprochen worden. Im Jahr 2017 wurden der Gebäudewirtschaft noch Fördergelder in Höhe von
ca. 15,6 Millionen Euro für personalisierte Maßnahmen und für die Bereitstellung von Container n
übertragen, so dass lediglich gut 9 Millionen Euro aufgrund von Einzelanträgen der Schulen veraus-
gabt werden konnten.
Der Ratsbeschluss zur Umsetzung des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ sieht weiter vor, dass
Schulen in den definierten Sozialräumen b esonders gefördert werden sollen. Insbesondere sollen
Schulen bevorzugt gefördert werden, die einen hohen Anteil von Kindern beschulen, deren Eltern
Empfänger von Transferleistungen sind.
Die Kölner Schulen haben bis zum Ende des Jahres 2018 insgesamt ca. 6.900 Einzelanträge gestellt,
wovon 3000 abschließend bearbeitet werden konnten; hiervon im Jahr 2017 etwa 700 und im Jahr
2018 etwa 2300 Anträge. Weitere gut 1.500 Anträge befinden sich in der Bearbeitung. Etwa 2900
Anträge wurden für den Bereich „Digitalisierung“ gestellt, von denen im Jahr 2018 etwa 830 abschlie-
ßend bearbeitet wurden. Weitere 900 Anträge befinden sich in Bearbeitung.
Im Einzelnen wurden die Fördergelder im Jahr 2018 wie folgt verwendet:
Baukostenzuschuss für die Gebäudewirtschaft: 6.000.000 €
Wie bereits oben erwähnt, erhält die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln einen jährlichen Baukostenzu-
schuss von mindestens 6 Millionen Euro, der für bereits personalisierte und begonnene Schulba u-
maßnahmen zu verwenden ist. Hierdurch werden Schulbaumaßnahmen bei deren Umsetzung finan-
ziell gefördert und personelle Kapazitäten bei der Gebäudewirtschaft geschont.
Im Jahr 2018 wurden die Fördermittel in Höhe von 6.000.000 Euro für die Neubaumaßnahme „Real-
schule Kolkrabenweg“ verwendet. Im Jahr 2017 wurden die Finanzmittel für die Neubaumaßnahmen
der Schulstandorte „Ossietzkystraße“ und „Genovevastraße“ verwendet.
Digitalisierungsmaßnahmen: 9.600.000 €
Im Förderjahr 2018 wurden umfänglich Anträge im Bereich „audiovisuelle Geräte (AV)“ und „Informa-
tionstechnik (IV)“ bearbeitet. Der Umstand, dass die zusätzlichen Stellen Personal besetzt werden
konnten, hat in erheblichem Maße hierzu beigetragen . Zudem sind zwischenzeitlich die für die B e-
schaffungen notwendigen Rahmenverträge abgeschlossen worden.
Bei der Bearbeitung der Anträge wurde besonders die Ausstattung mit Präsentationsmedien (Beam-
ter und elektronische Tafeln) und mobile Endgeräte (iPads) berücksichtigt. Voraussetzung für die Be-
willigung war und ist neben einem entsprechend aussagekräftigen Medienkonzept eine vollflächige
Ausleuchtung und Ausstattung mit WLAN.
Darüber hinaus wurden den Schulen auch audiovisuelles Zubehör, wie z.B. Lautspre cherboxen,
Kopfhörer und Dokumentenkameras zur Verfügung gestellt.
Schulen, die sich mit dem Thema „Coding“ befassen möchten, wurden mit entsprechender Aussta t-
tung (z.B. Lego Education, Calliope) unterstützt.
Im Jahr 2018 konnten so 678 Beamer und 4039 iP ads inclusive Aufbewahrungsmöglichkeiten und
Apple-TV bewilligt und beschafft werden. Es wurden 66 Aufträge zur Ausleuchtung und Ausstattung
mit WLAN abgeschlossen, so dass mit Abschluss des Jahres 2018 bereits 140 Schulen mit vollflächi-
gem WLAN ausgestattet sind. Weitere Aufträge liegen dem Provider „NetCologne“ bereits vor.
Der antragsbegründende Fragebogen und ein zukunftsweisendes Medienkonzept inclusive der g e-
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planten Lehrerfortbildung wurden jeweils durch die Schulen erbracht.
Des Weiteren wurde Ende des Jahres 2018 der Rahmenvertrag über die „Digitalen Schwarzen Bret-
ter“ als Informationsmedium und die KIKS App abgeschlossen. Insgesamt sollen über das Förderpro-
gramm bis zu 180 Informationstafeln für die Kölner Schulen auf Antrag bestellt und montiert werden.
So konnten Ende des Jahres 2018 die ersten Digitalen Schwarzen Bretter bereits in Auftrag gegeben
werden.
Im Rahmen des Förderprogramms sollen weiterhin gemäß dem bereits erwähnten Maßnahmenkata-
log CAS-Neuverkabelungen und/oder –Modernisierungen durchgeführt werden.
So wurden im Förderjahr 2018 bereits ca. 400.000 Euro für Planungskosten von 24 geplanten Ei n-
zelmaßnahmen verausgabt. Die ersten acht Verkabelungsmaßnahmen sind bereits bis zur Lei s-
tungsphase 5 abgeschlossen und sollen in Kürze ausgeschr ieben werden. Die ersten Baumaßnah-
men sollen gemäß der Planung des externen Ingenieurbüros in den Sommerferien beginnen. Im Ein-
zelnen handelt es sich um folgende Schulen:
Hauptschule Heerstraße
Realschule Heerstraße
Gymnasium Heerstraße
Berufskolleg Modemannstr.
Grundschule Luzerner Weg
Förderschule Sportplatzstraße
Gymnasium Düsseldorfer Straße
Schulgebäude Vietorstraße
Auch bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen wurden Schulen in den definierten Sozial-
räumen besonders gefördert, wobei eine Real isierung ohne die Fördergelder aufgrund von finanziel-
len Zwängen schwierig gewesen wäre. So sollen hier beispielhaft drei besondere Projekte vorgestellt
werden:
Gemeinschaftsgrundschule Heßhofstr. in Köln-Vingst:
Nach einer ausführlichen Beratung und einem Besuch des „Technischen Klassenzimmers (TeKla)“ im
Stadthaus Deutz wurde die oben genannte Schule unter anderem mit elektronischen Tafeln in allen
Unterrichtsräumen, einem Klassensatz iPads und flächendeckendem WLAN ausgestattet.
Gymnasium Kantstr. in Köln-Kalk:
Das Kaiserin -Theophanu-Gymnasium, als Teil des städtischen Projekts „Digital Schools Cologne
(DSC)“ an der Ausbildung von Medienscouts beteiligt, hat unter anderem eine flächendeckende Aus-
stattung mit WLAN, festmontierte Beamer in Kombination mit entsprechenden Mini-PC und sieben
Klassensätzen iPads erhalten.
Berufskolleg Modemannstr. in Köln-Buchheim:
Das Medienkonzept des Erich -Gutenberg-Berufskollegs und dessen Umsetzung wird in der Öffen t-
lichkeit erfolgreich wahrgenommen. Dies zeigt sich in vielen positiven Rückmeldungen bei Projektprä-
sentationen (TV-Beiträge, Bildungskonferenz zum Digitalen Bildungspakt, Virtual Reality-Session bei
den Digital Education Days, Seminar zur Digitalisierung der Berufsbildung bei der Deutschen Gesell-
schaft für berufliche Bildung e.V.).
Die Schule hat den Sonderpreis des WEB-Bewerbs der rheinischen Rundschau gewonnen und wurde
für den Wettbewerb Schule -Wirtschaft „Das hat Potential 2015“ im Bereich Kooperation „Sch u-
le/Wirtschaft“ nominiert.
Im Rahmen des Förderprogr amms „Gute Schule 2020“ hat das Berufskolleg Modemannstr. neben
Tablets und eine flächendeckenden Ausstattung mit Multi -Media-Einheiten, bestehend aus Touch -
Displays und PC, besondere Ausstattungen erhalten, die in dieser Form einzigartig in der Kölner Bil-
dungslandschaft sind. Unter anderem ein VR-Laufband, NAQ und Pepper Roboter und Hololensbril-
len.
Das Amt für Informationstechnik unterstützt die Umsetzung der Maßnahmen in Form von Beratung,
fachtechnischer Begleitung und nimmt die Beschaffungen vor.
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Sanierung von Schulsportanlagen 300.000 €
Der Ratsbeschluss vom 04.04.2017 zur Umsetzung des Förderprogramms sieht auch vor, dass
Sportanlagen mit den Finanzmitteln gefördert werden sollen. Die zu fördernden Sportanlagen müssen
jedoch die Voraussetzungen erfüllen, die das Land NRW in den Förderrichtlinien vorgibt. So müssen
sich die Sportanlagen entweder auf dem Schulgelände befinden oder in unmittelbarer Nähe zum
Schulgelände und überwiegend für schulische Zwecke genutzt werden.
So konnte nach Einzelfallprüfung sichergestellt werden, dass die Schulsportanlagen der Realschule
Hardtgenbuscher Kirchweg und des Gymnasiums Humboldtstraße mit Fördergeldern aus dem La n-
desprogramm umfangreich saniert werden können. Die Planungs- und Baukosten werden hierfür ins-
gesamt ca. 4,5 Millionen Euro betragen.
Die Planungen wurden im Jahr 2018 aufgenommen und hierfür bereits ca. 300.000 € verausgabt. Die
Planungen, sowie die Bauausführung werden vom Sportamt der Stadt Köln betreut. Die Sanierungs-
maßnahmen sollen im Jahr 2020 abgeschlossen sein.
Maßnahmen für Sanierungen, Modernisierungen und Umbauten durch die Gebäudewirtschaft
2.500.000 €
Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln wurde im Rahmen von Serviceaufträgen mit Sanierungs-, Mo-
dernisierungs-, Renovierungs- und Umbauarbeiten im Rahmen von Serviceaufträgen durch das Amt
für Schulentwicklung beauftragt. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgte im Rahmen des Förder-
programms „Gute Schule 2020“
So wurden einige Umbauten zur Optimierung des zu nutzenden Schulraums, Arbeiten an technischen
Anlagen und die Erneuerung/Modernisierung von Akustikdecken durchgeführt. Auch kleinere Ma ß-
nahmen auf den Schulhöfen (z. B. die Montage von Roller - oder Fahrradständern) wurden im Rah-
men der Serviceaufträge ausgeführt.
Für ca. 300.000 Euro wurden beispielhaft mechatronische Schließanlagen in den Schulen GGS Ket-
teler Straße, GGS Altonaer Straße, GS Im Weidenbruch, HS Borsigstraße, GY Biggestraße und GY
Rochusstraße finanziert.
In der GGS Merianstraße konnte auf dem Schulgelände eine Aufenthaltsfläche mit Sitzmöglichkeiten
geschaffen werden, die auch das Unterrichten im Freien ermöglicht. Auch wurden viele kleinere Ver-
besserungen an den Toilettenanlagen und den OGS-Küchen vorgenommen.
Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, Maßnahmen zur Verbesserung, Aufwertung
und Verschönerung von Schulhöfen und Ausstattung von Schulen mit technischen Geräten,
Möbeln und Unterrichtsmitteln: 6.500.000 €
Die zahlreichen Einzelanträge der Schulen zu den oben genannten Maßnahmen wurden von den
Objektbetreuern der Abteilung Schulbau und –erneuerung und Mitarbeitern des Projektes „Gute
Schule 2020“ bearbeitet. In jedem Fall wurde eine Bedarfsprüfung vorgenommen. Viele Auftr ä-
ge/Beschaffungen konnten dann über Rahmenvertragspartner ausgeführt/getätigt werden.
Bei der Bearbeitung dieser Anträge konnte auch besonders auf die bevorzugte Bewilligung von Maß-
nahmen der Schulen in den definierten Sozialräumen geachtet werden. So wurden im Jahr 2018 auch
noch gezielt solche Schulen angesprochen, die nur wenige oder noch gar keine Anträge gestellt hat-
ten. Insgesamt wurden für die vorgenannten Maßnahmen ca. 6.500.000 Euro verausgabt, die sich
wie folgt auf die Stadtbezirke verteilt haben, wobei natürlich auch die unterschiedliche Anzahl an
Schulen zu berücksichtigen ist, die sich in den Stadtbezirken befinden:
Innenstadt: ca. 430.000 €
Rodenkirchen: ca. 360.000 €
Lindenthal: ca. 650.000 €
Ehrenfeld: ca. 880.000 €
Nippes: ca. 730.000 €
Chorweiler: ca. 420.000 €
Porz: ca. 630.000 €
Kalk: ca. 1.280.000 €
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Mülheim: ca. 1.120.000 €
Im Einzelnen wurden die ca. 6,5 Mio. Euro wie folgt verwendet:
Möblierung, technische Geräte und Unterrichtsmittel: 4.000.000 €
Für die Neu- und Ersatzmöblierung in den Kölner Schulen wurden im Jahr 2018 insgesamt ca. 3 Milli-
onen Euro der Fördergelder verwendet. Hierin enthalten sind auch die Beschaffungen der Bezirksäm-
ter. Es wurden zahlreiche Klassen - und Fachräume, OGS-Räume, aber auch Küchen und Bereiche
der Verwaltung und Lehrer mit neuen Möbeln ausgestattet.
So konnten durch die zusätzlichen Fördergelder viele Anträge bewilligt werden, die ansonsten au f-
grund von finanziellen Zwängen nicht beschafft worden wären.
So wurde beispielhaft im OGS -Gebäude der KGS Langemaß in Köln-Mülheim ein Forscherraum als
Themenraum ausgestattet. Der neben einem Anstrich, Lehrmitteln, PC, Drucker und mobilen Beamer
mit Lautsprechern auch eine umfangreiche neue Möblierung erhalten (Stühle, Tische, Schränke, For-
schercenter und Forscherturm) hat. Der Raum wird von der Forscher-AG, aber auch zum Sachunter-
richt und für Projekte genutzt.
Weitere 1 Mio. Euro wurden für die Beschaffung von technischen Geräten und Unterrichtsmitteln ver-
ausgabt.
Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen: 1.300.000 €
In zahlreichen Schulen im ganzen Stadtgebiet wurden Renovierungs- und Modernisierungsmaßnah-
men durchgeführt. Diese Maßnahmen wurden, wie es der Ratsbeschluss vom 04.04.2017 vorsieht,
unter Federführung der Arbeitsmarktförderung im Amt für Soziales, Arbeit und Senioren (ehemals im
Amt für Wirtschaftsförderung) durch die Kölner Beschäftigungsträger des 2. Arbeitsmarktes durchge-
führt. Aufgrund der vielen, oft kleinteiligen Aufträgen sollen hierdurch die personellen Kapazitäten bei
der Gebäudewirtschaft geschont werden.
So wurden Schönheitsanstriche und Verschönerungen an den Bodenbelägen durchgeführt. Des Wei-
teren wurden kleinere Trockenbau-, Schreiner- und Schlosserarbeiten durchgeführt. In vielen Schulen
wurden darüber hinaus alte Gardinen durch neue Gardinen zur Verdunkelung und zum Sonnenschutz
ausgetauscht, die den brandschutzrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Die Gardinen werden von
einem Kölner Beschäftigungsträger selbst angefertigt und montiert.
In allen Projekten, die durch den 2. A rbeitsmarkt ausgeführt wurden, sind gemäß den gesetzlichen
Vorgaben keine Teilnehmer „Arbeitsgelegenheiten“ eingesetzt worden. Vielmehr sind die Arbeiten
durch das Stammpersonal der Beschäftigungsträger und durch eigens für die Durchführung der A r-
beiten neu geschaffene 30 sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse ausgeführt worden. Die-
se kommunal geförderten Beschäftigungsverhältnisse wurden mit vorher arbeitslosen Jugendlichen
oder Langzeitarbeitslosen abgeschlossen, was den positiven gesamtstädtischen Aspekt einer Einspa-
rung bei den Transferleistungen mit sich bringt.
Beispielhaft für diese zusätzlichen Maßnahmen, die in der Regel ohne die Fördergelder aufgrund von
finanziellen Zwängen nicht möglich gewesen wären, ist ein Schönheitsanstrich im gesamten Gebäude
der KGS Balsaminenweg in Köln-Chorweiler, der von der Jugendhilfe Köln e.V. ausgeführt wurde.
Der Ehrenfelder Verein für Arbeit hat in Köln -Porz einen Schönheitsanstrich der Außenfassade am
Gymnasium Humboldtstr. durchgeführt. Der Internationa le Bund hat in Köln -Deutz die Flure und
Treppenhäuser der Realschule Im Hasental und die Ökobau gGmbH einige Klassenräume im Schul-
gebäude Vietorstraße in Köln-Kalk gestrichen. In Köln-Mülheim hat die GGS Luzerner Weg durch den
Beschäftigungsträger Zug um Zug neue Gardinen zur Verdunkelung erhalten.
Maßnahmen zur Verbesserung, Verschönerung und Aufwertung auf den Kölner Schulhöfen:
ca. 1.200.000 €
Wie es der Maßnahmenkatalogs zur Umsetzung des Förderprogramms vorsieht, sind im Jahr 2018
zahlreiche Maßnahmen auf den Kölner Schulhöfen umgesetzt worden.
Es sind viele Spiel- und Sportgeräte beschafft und montiert worden. Darüber hinaus sind Roller- und
Fahrradständer, Gartenhäuser, Materialcontainer und zusätzliche Sitzmöglichkeiten geschaffen wor-
den.
Des Weiteren sind einige Umgestaltungen (Befestigungen, Entsiegelungen, Neueinfassungen etc.)
zur Verbesserung der Schulhofsituation oder zum Anlegen von Schulgärten und Aufenthaltsbereichen
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ausgeführt worden. Neue und bereits vorhandene Spiel- und Sportgeräte haben nachhaltigen synthe-
tischen Fallschutz erhalten, der die Folgekosten für die Stadt Köln deutlich senken wird.
Die Spiel- und Sportgeräte wurden bei den Rahmenvertragspartnern der Stadt Köln beschafft und
auch montiert. Baubegleitende Maßnahmen, die Montage von Sitzgelegenheiten und auch die Umge-
staltungen wurden durch Kölner Beschäftigungsträger durchgeführt.
Die Planung der Maßnahmen erfolgte durch eine/einen Garten - und Landschaftsbauingenieur(in)
beim Amt für Soziales, Arbeit und Senioren (ehemals Amt für Wirtschaftsförderung). Auch die Baulei-
tung der Maßnahmen wird durch die zusätzlich durch das Förderprogr amm geschaffene Ingenieur-
stelle wahrgenommen, um personelle Ressourcen bei der Gebäudewirtschaft zu schonen.
Auch bei den Maßnahmen auf den Kölner Schulhöfen konnten einige Anträge bewilligt werden, die
ohne die Fördergelder nicht möglich gewesen wären.
Beispielhaft für die Bewilligung und Durchführung solcher Maßnahmen sind:
Beschaffung und Montage einer interaktiven Torwand in der GGS Konrad -Adenauer-Str in Köln -
Porz/Finkenberg:
In dem definierten Sozialraum Porz-Finkenberg wurde erstmals auf einem Kölner Schulhof ein inter-
aktives Spielgerät aufgestellt. Es handelt sich um eine elektronische Torwand des Rahmenvertrags-
partners „Yalp“ aus den Niederlanden. Die Torwand bietet vielfältige Spielmöglichkeiten, die über
Spielprogramme von der Schule gesteuert werden können. So kann die Torwand zum Beispiel elekt-
ronisch die Schussgeschwindigkeit messen und anzeigen. Über eine Internetverbindung kann die
Schule auch gegen andere Schulen im Ausland Wettbewerbe an der Torwand austragen. Die To r-
wand wurde im Rahmen ei ner kleinen Presseveranstaltung durch die Beigeordnete für Bildung, Ju-
gend und Sport, Frau Dr. Klein, im Beisein des Fördermittelgebers, der NRW.BANK, übergeben. Ers-
te Erfahrungen der Schule mit dem Spielgerät sind durchweg positiv.
Schulhofgestaltung und Beschaffung/Montage einer großen Kletterkombination in der GGS Kapitelstr.
in Köln-Kalk:
Der Schulhof der GGS Kapitelstr. in Köln-Kalk war nach einer notwendigen Kanalsanierung in einem
schlechten Zustand. Es fehlten Spiel - und Sportmöglichkeiten aber auch Aufenthaltsflächen für die
Schülerinnen und Schüler.
So wurde im Jahr 2018 eine Umgestaltung des Schulgeländes vorgenommen. Es ist eine neue Auf-
enthaltsfläche mit Sitzgelegenheiten und ein neuer Sinnesgarten entstanden. Auf einer Fläche von
ca. 270 qm ist eines der größten Spielgeräte auf einem Kölner Schulhof durch den Rahmenvertrags-
partner „Berliner Seilfabrik“ mit synthetischem Fallschutz montiert worden, dass den Schülerinnen
und Schülern vielfältige Spiel- und Klettermöglichkeiten bietet. Insgesamt sind für diese Maßnahmen
ca. 130.000 Euro investiert worden.
Ausblick auf das Jahr 2019:
Auch im Jahr 2019 wird die Stadt Köln die zur Verfügung stehenden Fördermittel in Höhe von 24,895
Millionen Euro in voller Höhe abrufen und zeitnah verausgaben. Dabei werden weiterhin die Schwer-
punkte auf die im Katalog des Ratsbeschlusses vom 04.04.2017 benannten Maßnahmen gelegt, wo-
bei weiterhin auf eine bevorzugte Förderung der Schulen in den definierten Sozialräumen geachtet
werden soll.
Gez. Dr. Rau i.V. für Dr. Klein
Beratungsverlauf (11)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1313/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 18.04.2019
- Erstellt
- 09.04.2019 12:20