1724/2024
Schreiben an das MKJFGFI zur Verbesserung der personellen Situation in Kindertageseinrichtungen
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Mitteilung Ausschuss
2774 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IV/51/513 Vorlagen-Nummer 13.06.2024 1724/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 18.06.2024 Schreiben an das MKJFGFI zur Verbesserung der personellen Situation in Kindertageseinrichtungen Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in der Kita-Trägerlandschaft Kölns war es der Verwaltung ein Anliegen, in einem Brief an das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) die aktuelle Bildungs-und Betreuungssituation von Kindern in den Kinder- tageseinrichtungen zu schildern und dem Land mögliche Lösungsoptionen aufgrund der sich zuspitzenden Fachkräftesituation zu eröffnen. Als Kernaussage macht die Verwaltung dabei deutlich, dass der Bildungs- und Quali- tätsanspruch gem. SGB VIII und der Regelbetrieb von Einrichtungen wieder vollum- fänglich gesichert werden muss. Mit Verweis auf die Studie der TU Dortmund, die ei- nen Personalmangel von bis zu 20.000 Fachkräften bis 2030 prognostiziert, wurde die Notwendigkeit unterstrichen, kurzfristig weitere Entscheidungen zu treffen und ent- sprechende Maßnahmen einzuleiten, die das Kita-System stabilisieren können und den Trägern mehr Flexibilität in Entscheidungen und Gestaltung der Personalbeset- zung verleihen. Dem Land wurden mehrere Vorschläge für weitere Entscheidungen unterbreitet, de- ren Umsetzung eine Verbesserung für die Trägerlandschaft darstellen würden. Hierzu gehört insbesondere der schnellstmögliche Einsatz von Kinderpfleger*innen in allen Gruppenformen und damit die Möglichkeit der Anrechnung auf die Mindestbesetzung. Ebenso wird eine Reduzierung der max. buchbaren Stundenzahl auf 41,5 Wochen- stunden bei gleichbleibender Finanzierung vorgeschlagen, um den Personaleinsatz bezogen auf alle Einrichtungen besser planen und organisieren zu können und so ein durchgängig verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot anbieten zu können. Ebenso bedarf es aus Sicht der Verwaltung der Etablierung und erneuten Einrichtung berufsbegleitender Weiterqualifizierungen und personeller Unterstützung in den Kitas. Beispielsweise kann dies durch Kita-Sozialarbeit oder die Schaffung zusätzlicher Ver- waltungsstellen in den Häusern, bei gleichzeitiger Refinanzierungsmöglichkeit über das KiBiz, erreicht werden. Zudem wurde in dem Schreiben die Anpassung des Umfangs der Rücklagenfähigkeit gern. §40 KiBiz bzw. eine temporäre Aufhebung der 10% Grenze vorgeschlagen, wie dies bereits im Kita Jahr 2019/20 erfolgte. 2 Die Verwaltung hat das Ministerium um Prüfung und Rückmeldung zu den Vorschlä- gen gebeten. Der Jugendhilfeausschuss wird informiert, sobald eine Antwort aus dem Ministerium vorliegt. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1724/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 13.06.2024
- Erstellt
- 28.05.2024 13:08