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AN/0215/2017

Erstellung eines Kölner Lebenslagenberichts

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne) 02.02.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.02.2017, TOP 3.1.1

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

4485 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
Ratsgruppe GUT 
 
 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
Ratsgruppe GUT 
 
 
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
Historisches Rathaus 
 
 
 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 02.02.2017 
 
AN/0215/2017 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 14.02.2017 
 
Erstellung eines Kölner Lebenslagenberichts 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Antragsteller möchten Sie bitten, folgenden Antrag zur Beschlussvorlage in die Tages-
ordnung der nächsten Ratssitzung aufzunehmen: 
 
 
Beschluss: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, einen Kölner Lebenslagenbericht beginnend mit dem Jahr 
2016 zu erstellen, der periodisch im Abstand von fünf Jahren fortgeschrieben wird. 
 
1. Der Bericht soll mit folgenden Maßgaben erstellt werden: 
 
 Es sind im Rahmen der Untersuchung über die Lebenslagen der Kölner Bevölkerung 
beispielsweise mit Hilfe der Indikatoren  Familien- und Erwerbssituation, Arbeitslosig-
keit, Einkommens-und Vermögensverhältnisse, Wohnen, Bildung, Gesundheit, Um-
welt, Sozialausgaben und Sozialkapital zu betrachten. Die Untersuchung soll auch 
Statusaussagen im Lebenslauf berücksichtigen. 
 
 Die Untersuchung muss aussagefähige sozialräumliche Auswertungen und Darstel-
lungen im Kölner Stadtgebiet ermöglichen. 
 
 Darüber hinaus sollen die o.a. sekundärstatistischen Daten  durch primärstatistische 
Daten ergänzt werden. Dazu können z.B. zählen: direkte Befragungen zur subjekti-
ven Lebenszufriedenheit und –qualität, zur Nutzung von Sozial-, Bildungs- und Frei-

- 2 - 
 
zeitangeboten, zu Bürgerbeteiligung, zum bürgerschaftlichen Engagement, zur Wahl-
beteiligung bzw. zu Ursachen für Nichtbeteiligung an Wahlen und letztlich auch zur 
Bevölkerungsstruktur. 
 
 Bei der Entwicklung des Untersuchungsprofils und der durchzuführenden Untersu-
chung ist auf den Datenbestand der städtischen Statistik zurückzugreifen sowie auf 
die Darstellung von Daten und Fakten zur Begründung von Förderprogrammen,  bei-
spielsweise „Starke Veedel – starkes Köln“, und auf Erhebungen staatlicher Instituti-
onen. Der Lebenslagenbericht ist mit aktuellen empirischen Erhebungen zu ergän-
zen. Dazu soll die Verwaltung versuchen, Kooperationen mit Hochschulen und For-
schungseinrichtungen einzugehen.    
 
2. Der Lebenslagenbericht ist den Fachausschüssen des Rates sowie den sozialen Akt-
euren der Kölner Stadtgesellschaft, wie z.B. Wohlfahrtsverbänden, sozialen Trägern, 
Gewerkschaften, Wirtschaftskammern usw. im Rahmen dafür geeigneter Beratungs-
foren darzustellen. 
 
 
Begründung: 
 
Unter der Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wird die Bundesre-
gierung die 2001 begonnene Bestandsaufnahme der sozialen Lage in Deutschland fortset-
zen und im Jahr 2017 den Fünften Armuts- und Reichtumsbericht (5. ARB) vorlegen. 
Ein Kölner Sozialbericht wurde zuletzt 2005 von der Verwaltung vorgelegt. 
 
Die Antragsteller möchten die traditionelle Sozialberichterstattung zu einem Lebenslagenbe-
richt ausbauen. Lebenslagenorientierte Berichtskonzepte sind weitaus komplexer. Sie erfas-
sen neben konkret messbaren Lebensbedingungen oder Versorgungslagen in unterschiedli-
chen Lebensbereichen, wie z.B. Wohnen, Arbeiten, Bildung, Gesundheit, zusätzlich die sub-
jektive Wahrnehmung und Einschätzung der Betroffenen sowie deren Bewältigungsstrate-
gien.  
 
Die bisherigen Sozialberichte der Stadt Köln 2004 sind amtliche Berichte und verstehen sich 
als ein Instrument der Stadtbeobachtung, um eine gesellschaftliche Teilwirklichkeit abzubil-
den und insbesondere soziale Problemlagen beziehungsweise Bevölkerungsgruppen in pre-
kärer Lebenslage zu kennzeichnen und zu analysieren.  
 
Der nun zu erstellende Kölner Lebenslagenbericht ist eine Weiterentwicklung des bisherigen 
Sozialberichts Köln (2004).Wie bereits die früheren Sozialberichte ist der Lebenslagenbericht  
ein ergänzendes Informations- und Steuerungsinstrument zum Controlling und zur zielgerich-
teten Ressourcensteuerung. Darüber hinaus können die erhobenen Daten auch Grundlage 
für die Einwerbung von Fördergeldern der EU, des Bundes oder des Landes oder von Stif-
tungen und weiteren Institutionen sein. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Niklas Kienitz    gez. Jörg Frank 
CDU- Fraktionsgeschäftsführer  GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Tobias Scholz 
Ratsgruppe GUT

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Beratungsverlauf (1)

14.02.2017 Rat
TOP 3.1.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0215/2017
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
Datum
02.02.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27