AN/1857/2017
Änderungsantrag zum Antrag der Fraktionen CDU Fraktion „Eilige Sofortmaßnahmen zum Ebertplatz“ (AN/1738/2017) und zum Änderungsantrag der Guten Wählergruppe Köln und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (AN/1771/2017)
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Änderungsantrag (SPD BV1)
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Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Köln, 06.12.2017 Antrag nach § 3 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen der Stadt Köln Sehr geehrte Herren, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der BV Inne n- stadt zu setzen: Änderungsantrag zum Antrag der Fraktionen CDU Fraktion „Eilige Sofortmaßnah- men zum Ebertplatz“ (AN/1738/2017) und zum Änderungsantrag der Guten Wäh- lergruppe Köln und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (AN/1771/2017) Ebertplatz den Menschen zurückgeben - Menschen statt Mauern! Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, den politischen Gremien – einschließlich der Bezirksvertretung Innenstadt – ein Konzept mit Sofortmaßnahmen für den Ebertplatz vorzulegen. Die Maßnahmen sind mit den lang - und mittelfristigen Planungen der Stadtverwaltung zur Ne ugestaltung und Revitalisierung des Ebertplatzes zu harmonisieren. Dabei ist der Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt „Heller, sauberer, übersichtlicher: Sofortprogramm für den Ebertplatz“ (AN/1943/2016) vom 09.02.2017 zu berücksichtigen. 2. Die Verwalt ung wird beauftragt, gemeinsam mit der Polizei eine deutliche Präsenz auf dem Ebertplatz sicherzustellen. 3. Die aufsuchenden Hilfen (z.B. Sozial - und Jugendarbeit, Suchtclearing, Streetwork) sind auszubauen und intensivieren. 4. Verdrängungseffekte müssen frü hzeitig erkannt werden und sind mit geeigneten Maßnahmen bereits im Vorfeld zu verhindern. 5. Die Verwaltung wird beauftragt, die Kündigung für den Kunstraum "Labor" zurückzunehmen. SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt Ludwigstraße 8 50667 Köln fon 0221. 221 913 03 fax 0221. 221 913 01 mail SPD-BV1@stadt -koeln.de web www.koelnspd.de - 2 - 6. Kultur auf dem Ebertplatz ist nicht Teil des Problems, sondern der Lösung für diesen Stadtraum. Entsprechend hatte die Bezirksvertretung Innenstadt die Verwaltung beauftragt, "zu prüfen, inwieweit der Ebertplatz auch als Veranstaltungsort gezielt bespielt und dadurch seine Attraktivität gesteigert werden kann" (AN/1943/2016). Vor d iesem Hintergrund soll die Verwaltung darlegen, wie das temporäre kulturelle Bespielen des Platzes gefördert, unterstützt und organisiert werden kann. Die Kunsträume sind in die Entwicklung dieses Konzeptes einzubeziehen. 7. Die unterirdischen Passagen werden nicht zugemauert oder in sonstiger Weise verschlossen. Die Stadtverwaltung gibt entsprechende Planungen auf. 8. Von vielen Bürgerinnen und Bürgern aus den angrenzenden Vierteln wird der Vorschlag und Wunsch einer Gastronomie/Büdchenbetriebs auf dem Ebertplatz formuliert. Die Verwaltung soll darlegen, unter welchen Regeln und mit welchen Vorgaben eine gastronomische Nutzung von Teilen des Ebertplatzes möglich ist. 9. Die Verwaltung wird beauftragt, die „Wasserkinetische Plastik“ von Wolfgang Göddertz wieder in Betrieb zu nehmen. 10. Die Verwaltung wird beauftragt, die Rolltreppen zur nördlichen Ebertplatzpassage instand zu setzen. 11. Die Verwaltung wird beauftragt, die Reinigung des Platzes und die Grünpflege nachhaltig zu verbessern. Entsprechende Maßn ahmen sollen mit der AWB abgestimmt werden. 12. Das bürgerschaftliche Engagement der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der weiteren Beteiligten und Betroffenen soll von der Stadtverwaltung aktiv unterstützt werden. Die Stadtverwaltung wird beauftragt eigene For mate für Bürger- und Ideenworkshops anzubieten sowie bereits vorhandene Initiativen aufzugreifen. Die Ergebnisse sollen in das Konzept für Sofortmaßnahmen sowie die langfristen Planungen einfließen. Begründung: Mit dem gewaltsamen Tod eines jungen Mannes im Oktober diesen Jahres ist der tragische Höhepunkt einer Fehlentwicklung am Ebertplatz erreicht worden. Nicht zuletzt durch die Verdrängung der Dealer -Szene aus dem Domumfeld aufgrund verstärkter Kontrollen durch die Polizei hat sich die Situation dort stetig verschärft. Der Ebertplatz entspricht zudem in seiner baulichen Gestaltung nicht mehr den Ansprüchen, die man heute unter stadtgestalterischen Aspekten an einen solchen zentralen, innerstädtischen Platz stellen würde. Bereits mit dem Ratsbeschluss zum Masterplan aus dem Jahr 2009 ist der Ebertplatz als Interventionsraum erkannt und bestimmt worden. In der Folge gab es eine Vielzahl weiterer Beschlüsse zur baulichen Neugestaltung des Ebertplatzes. Dass bis heute nichts passiert ist, liegt also nicht am Mangel an politischen Beschlüssen, sondern beruht auf einem Umsetzungsdefizit seitens der Stadtverwaltung. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Stadtverwaltung künftige - 3 - Maßnahmen zur baulichen Verbesserung parallel und nicht nacheinander angeht. Schon Ende 2016 hat z.B. die SPD -Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt beantragt, die Beleuchtung der Passagen und die Ausleuchtung des Platzes deutlich zu verbessern, für einen regelmäßigen Rückschnitt in den Grünflächen zu sorgen, Graffiti und Zerst örungen kontinuierlich zu beseitigen sowie zu prüfen, ob der Ebertplatz auch als Veranstaltungsort bespielt und dadurch seine Attraktivität gesteigert werden kann. Passiert ist davon ein Jahr später zunächst nichts! Erst nach der jüngsten Eskalation werde n die Verantwortlichen aktiv – allerdings mit Schnellschüssen wie der Idee, Zugänge zum Ebertplatz zuzumauern. Das war weder innerhalb der Stadtverwaltung abgestimmt, noch ist es den verantwortlichen politischen Gremien und den betroffenen Nutzern vor Ort kommuniziert worden. Gleiches gilt für die Kündigung der Kunsträume vor Ort. Dabei muss das Ziel doch sein, den Platz zu beleben, sei es durch die Kunstschaffenden vor Ort oder z.B. die Überlassung der Ladenlokale für Startups zu günstigen Konditionen. Den Ideen und Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt, wenn der Wille für ein Umdenken da ist. Wir brauchen für den Ebertplatz endlich ein Gesamtkonzept, das Elemente des Polizei- und Ordnungsrechts mit Streetwork und Sozialarbeit, mit kultureller Nutzung, Steigerung der Aufenthaltsqualität und Angeboten für die Menschen aus den umliegenden Veedeln wie Gastronomie oder Veranstaltungen verbindet. Alle maßgeblichen Akteure gehören an einen Tisch, damit sich der Ebertplatz wieder zu einem lebendigen und lebensw erten Platz entwickeln kann. Ein entsprechendes Konzept kann eine Blaupause für weitere Plätze und öffentliche Flächen sein auf denen sich problematische Situationen entwickeln oder gar verfestigt haben. In einem ersten Schritt braucht es jetzt aber unverz üglich einen sichtbaren und wirkungsvollen Impuls vor Ort, in Gestalt von Sofortmaßnahmen. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass hierdurch keine Verdrängung der Probleme in andere Stadträume erfolgt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Regina Börschel
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungBeschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungOrte (2)
- Ludwigstraße 8
- Ebertplatz
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1857/2017
- Typ
- Änderungsantrag BV1 (SPD)
- Datum
- 07.12.2017
- Erstellt
- 07.12.2017 08:57