3334/2018
Fortführung des Werkstattverfahrens Hallen Kalk; Beauftragung einer Machbarkeitsstudie
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Anlage 2 Betrachtungsraum Machbarkeitsstudie
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Anlage 2
Anlage 1 Zeistrahl für die Machbarkeitsstudie
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VORBEREITUNGEN FORTFÜHRUNG DES WERKSTATTVERFAHRENS HALLEN KALK MACHBARKEITSSTUDIE Einbezug der Öffentlichkeit Werkstattgespräch Bestandsanalyse Ermittlung von räumlichen Einschränkungen Untersuchung der Hallen 70 und 71 (Dach und Fach) Städtebauliche Konzeption Weiterentwicklung des empfohlenen Nutzungskonzeptes auf Basis der Bestandsanalyse sowie bereits eingegangener Anregungen aus den Werkstätten Umsetzungsszenarien Erarbeitung von drei Umsetzungsszenarien zur Ermittlung funktionaler Abhängigkeiten - Areal bleibt in einer Hand - Hallen 70 und 71 bleiben in einer Hand - Vermarktung von Einzelbaufeldern Vertiefung (optional) Planerische Ausarbeitung von Teilbereichen nach Bedarf Abschluss der Machbarkeitsstudie Beschluss des Konzeptes durch die zuständigen Gremien Beschluss zur Fortführung des Werkstattverfahrens Mitteilung über die Umsetzung einer Machbarkeitsstudie Erarbeitung einer Aufgabenstellung zur Fortführung des Werkstattverfahrens Einbezug der Öffentlichkeit Werkstattgespräch NACHBEREITUNG bis IV/2018 I-II/2019 III/2019 Anlage 1
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 613 tuch ma Vorlagen-Nummer 3334/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 8 (Kalk) 08.11.2018 Stadtentwicklungsausschuss 15.11.2018 Ausschuss Kunst und Kultur 11.12.2018 Fortführung des Werkstattverfahrens Hallen Kalk - Beauftragung einer Machbarkeitsstudie - Der Stadtentwicklungsausschuss hat am 30.03.2017 die Durchführung eines interdisziplinären, dialo- gischen Werkstattverfahrens zur Erstellung einer Nutzungsanalyse, eines Entwicklungskonzeptes sowie eines Vermarktungskonzeptes für einen Teil des ehemaligen Werksgeländes der Klöckner- Humboldt-Deutz AG zwischen der Kalker Hauptstraße und der Dillenburger Straße im Stadtteil Kalk beschlossen. Drei interdisziplinäre Planungsteams (Städtebau, Verkehrsplanung, Freiraumplanung und Projektent- wicklung) haben im Sommer 2017 Nutzungskonzepte unter Einbezug der Stadtgesellschaft entwi- ckelt. Innerhalb von drei Werkstätten konnte die Öffentlichkeit Ideen und Anregungen zu den Pla- nungsalternativen einbringen. Die Vorschläge und Hinweise wurden gesammelt und im Prozess in die Planungsvorschläge eingearbeitet. Besondere Schwerpunkte waren eine Erhöhung der Zugänglich- keit des Ortes, der Erhalt der Identität als Werksareal, eine hohe Nutzungsdurchmischung und der Erhalt und Ausbau des Freiraums. Das Konzept des Büros BeL Sozietät für Architektur überzeugte sowohl die Öffentlichkeit als auch das Begleitgremium. Die hervorgehobenen Stärken des Konzeptes waren eine klare städtebauliche Figur in Form eines neuen Baufeldes an der Neuerburgstraße sowie die Ermöglichung einer kleinteiligen Nutzungsstruk- tur im Bereich des Innenhofes zwischen den Hallen. Zudem wurde der mutige Vorschlag, eine Schule in den Hallen 70 und 71 einzubringen, befürwortet. Eine Mitteilung zum Ergebnis des Werkstattver- fahrens wurde im Herbst 2017 den Gremien vorgelegt (2873/2017). Bei dem Versuch, die vorgeschlagenen Schwerpunkte des Nutzungskonzeptes weiter zu fixieren, wurde festgestellt, dass wesentliche Bausteine des Konzeptes nicht wie vorgesehen realisierbar sind: Schulstandort Die als Teil der Aufgabenstellung im Areal zu integrierende weiterführende Schule wurde von dem Team 1 BeL Sozietät für Architektur innerhalb der Hallen 70 und 71, im Kern des Areals, vorgesehen. Die Entwicklung der Bestandsgebäude für eine Schulnutzung stellte sich als un- wirtschaftlich und aufgrund mangelnder Ressourcen und notwendiger Prioritätensetzung zur Si- cherstellung des Versorgungsauftrags durch die Stadt als nicht leistbar heraus. Auch ein alter- nativer Schulträger konnte für diesen Standort nicht gefunden werden. Durch das Erzbistum Köln wurde zeitgleich die Idee eines "BildungsCampus" als neues päda- gogisches Schulkonzept an die Stadt herangetragen. Hierzu haben im Nachgang umfassende Abstimmungen stattgefunden. Ergebnis dieser Abstimmungen ist eine vorgesehene Umsetzung 2 des Projektes an der Christian-Sünner-Straße, Ecke Heinrich-Bützler-Straße. Dieser Schul- standort wurde im Rahmen des Werkstattverfahrens von dem Team 2 Trint + Kreuder d.n.a. vorgeschlagen und durch das Begleitgremium als sinnvolle Alternative zu einer Umsetzung in den Hallen 70 und 71 hervorgehoben. Für bestehende Nutzungen sollen im Rahmen der Mach- barkeitsstudie entsprechend der Vorgaben des Werkstattverfahrens Alternativen im Plangebiet oder im direkten Umfeld vorgeschlagen werden. Der Stadtentwicklungsausschuss und die Be- zirksvertretung Kalk haben im Juni 2018 diesen Standortvorschlag zur Umsetzung beschlossen (1423/2018). Lagerflächen mit Werkstätten der Bühnen der Stadt Köln Im Kontext des Werkstattverfahrens wurde eine Nutzung des Areals für die Werkstätten der Bühnen Köln angeregt. Team 1 hat diese Idee in seine Konzeption aufgenommen. Eine Umset- zung der Lagerflächen der Bühnen innerhalb des Werksareals wurde nach umfassenden Ab- stimmungen von Seiten der Bühnen aufgrund zeitlicher Zwänge ausgeschlossen. Die Werkstät- ten der Bühnen sind aus diesem Grund nicht weiter im Plangebiet vorzusehen. Die nun veränderten Rahmenbedingungen führen dazu, dass zwei essentielle Nutzungen des ur- sprünglichen Konzeptes nicht mehr umsetzungsfähig sind und eine Überarbeitung des Konzeptes erforderlich wird. Der Stadtentwicklungssauschuss hat in seiner Sitzung am 28.06.2018 daher die Verwaltung beauf- tragt, die städtebauliche Planung im Betrachtungsraum zwischen Ottmar-Pohl-Platz und Christian- Sünner-Straße auf Grundlage der Empfehlungen des Werkstattverfahrens unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse direkt umfassend fortzuführen und zu vertiefen. Auf Grundlage des städtebau- lichen Konzeptes ist eine stufenweise Umsetzungsstrategie zu entwickeln und die Konzeption der Öffentlichkeit vorzustellen und zu diskutieren. Für die bestehenden Nutzungen Vision e.V., Dirt-Track der Abenteuerhallen und Pflanzstelle sind im städtebaulichen Konzept Standorte vorzusehen. Machbarkeitsstudie zur Fortführung der städtebaulichen Planung Um das Ergebnis des Werkstattverfahrens zu vertiefen und weiterzuentwickeln wird eine Machbar- keitsstudie für den Bereich zwischen Neuerburgstraße und Christian-Sünner-Straße/Wiersbergstraße beauftragt. Das Schulgrundstück östlich sowie die Hallen am Ottmar-Pohl-Platz im Westen sind überwiegend in ihrer zukünftigen Nutzung gesetzt, so dass der Fokus auf der Entwicklung des Kernareals liegt. Neben der Ermittlung neuer Nutzungen für die wieder zur Disposition stehenden Bereiche, sollen die Nutzungen im Gesamtkontext weiterentwickelt und vertieft betrachtet werden. In einer vertiefenden Bestandsanalyse sollen die heutigen Restriktionen detailliert herausgearbeitet und im Anschluss das städtebauliche Konzept weiterentwickelt werden. Sämtliche aktuellen Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Werkstattverfahren einschließlich der eingegangenen Anregungen sind bei der Planung zu berücksichtigen und abzuwägen. Aktuelle Erkenntnisse sind unter anderem: An der Dillenburger Straße sind zur Vermeidung von Immissionskonflikten durch das südlich angrenzende Industriegebiet zwingend verträgliche Nutzungen zu platzieren. Hallen 70 und 71 Die Hallen 70 und 71 wurden als Ergebnis des Verfahrens als stadträumlich wesentlich prägen- der historischer Identifikationsort eingeschätzt, weshalb der Rückbau ausgeschlossen wurde. Diese Einschätzung ist nach wie vor bindend. Durch den Wegfall der im empfohlenen Konzept vorgesehenen Schulnutzungen in den Hallen, stehen die Hallen für neue Nutzungen zur Dispo- sition. Diese sind im Rahmen der Vertiefung der städtebaulichen Planung zu entwickeln und zu präzisieren. Die Hallen sind als Großstruktur zu erhalten und sollen nicht kleinteilig zergliedert werden. Die Machbarkeitsstudie soll Lösungsansätze unterbreiten, die geeignet sind, die Umwandlung des ehemaligen Betriebsgeländes in ein Stadtquartier zu gestalten. Hierbei ist die Erschließung der Hallen auch in Nutzungsabschnitten zu klären und die Durchwegung des Quartiers zu gestal- 3 ten. Ebenso soll das Verhältnis der Halle zur westlichen Freifläche und zwischen öffentlichen und privaten Bereichen thematisiert werden. Pflanzstelle, Dirt-Track, Vision e.V. Für die im empfohlenen Konzept an der Christian-Sünner-Straße, Ecke Heinrich-Bützler-Straße vorgesehenen Nutzungen (Dirt-Track, Pflanzstelle und Vision e.V.) sind aufgrund der Überlage- rung durch die neue Schulplanung neue Standorte innerhalb des Plangebietes zu ermitteln. Die Zielsetzung des Werkstattverfahrens, diese Nutzungen im Plangebiet zu erhalten, wird damit weiterverfolgt. Für den Dirt-Track der AbenteuerHallen ist aktuell ein Standort westlich der AbenteuerHallen im Innenhof zwischen den Hallen 59 und 70 vorgesehen. Dieser soll im Rah- men der Vertiefung in enger Abstimmung mit den AbenteuerHallen weiter konkretisiert werden. Kindertageseinrichtung Für die innerhalb der Hallen 70 und 71 geplante Kindertageseinrichtung ist ein Alternativ- standort zu prüfen. Die Integration der Kita in ein Wohn-/Bürogebäude wird favorisiert. Bei der Planung von zusätzlichem Wohnraum in dem Areal ist eine weitere Kindertagesstätte vorzuse- hen. Stadtklimatische Untersuchung Ausgehend von den Anregungen der Öffentlichkeit im Rahmen des Werkstattverfahrens zur Prüfung des Versiegelungsgrades sowie der klimatischen Folgen wurde eine stadtklimatische Untersuchung für das Werkstattareal in Auftrag gegeben. Die in kürze vorliegenden Erkenntnis- se sind innerhalb der Machbarkeitsstudie zu berücksichtigen. Ziel ist es, etwa im Februar 2019 die weiterentwickelte Planung in einem Werkstattgespräch öffentlich vorzustellen und zu diskutieren. Nach einer Überarbeitung, und bei Bedarf einer Vertiefung der Pla- nung in Teilbereichen, erfolgt die Ermittlung von drei Umsetzungsszenarien, um Abhängigkeiten der einzelnen Entwicklungsbausteine innerhalb des Areals zu identifizieren: Szenario 1: Das gesamte Areal zwischen Neuerburgstraße und Christian-Sünner Stra- ße/Wiersbergstraße wird an einen Investor/Träger veräußert/übertragen, welcher auf Grundlage des städtebaulichen Konzeptes die Entwicklung übernimmt. Szenario 2: Die Hallen 70 und 71 werden als Einheit entwickelt und genutzt, die umliegenden Flächen werden untergliedert. Szenario 3: Auf Grundlage des städtebaulichen Konzeptes werden Einzelbaufelder gebildet, vermarktet und entwickelt. Im I. und II. Quartal 2019 sind weitere öffentliche Werkstattgespräche geplant, um auf dieser Grund- lage im Anschluss eine umfassende Beratungs- und Beschlussfassung der politischen Gremien zu ermöglichen. Die Beschlussfassung des städtebaulichen Gesamtkonzeptes wird vor den Sommerferi- en 2019 angestrebt. Anlagen Anlage 1 Zeitstrahl für die Machbarkeitsstudie Anlage 2 Betrachtungsraum Machbarkeitsstudie
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3334/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 29.11.2018
- Erstellt
- 15.10.2018 08:21