2184/2020
1. Monitoring - Bericht Übergang Schule – Beruf für die Stadt Köln, Jahresbericht 2019
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/40/404 Vorlagen-Nummer 05.08.2020 2184/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 18.08.2020 Wirtschaftsausschuss 20.08.2020 Ausschuss Schule und Weiterbildung 24.08.2020 Jugendhilfeausschuss 25.08.2020 1. Monitoring - Bericht Übergang Schule – Beruf für die Stadt Köln, Jahresbericht 2019 Die Umsetzung des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) wird seit 2013 in Köln von der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf koordiniert. Die Implemen- tierung eines nachhaltigen, systematischen und verbindlichen Übergangssystems Schule – Beruf mit dem Ziel, allen jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung und / oder Studium zu eröffnen, ist Kernaufgabe des Vorhabens. Die zentralen Handlungsfelder (HF) sind: o Berufliche Orientierung (HF 1) o Übergänge gestalten (HF 2) o Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung (HF 3) o Kommunale Koordinierung (HF 4) Alle 2 Jahre wird über die Arbeitsschwerpunkte im „Bericht der Abteilung Regionale Bildungsland- schaft Köln“ ausführlich berichtet. In den ersten Jahren der Kommunalen Koordinierung lag der Fokus auf der Einführung der systema- tischen und flächendeckenden „Beruflichen Orientierung“ (HF 1) mit definierten Standardelementen (Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung, Praxiskurse, Beratung und andere) in den Kölner Schulen. Seit 2018 wurde verstärkt die Entwicklung des HF 2 „Übergänge gestalten“ in den Blick genommen. Ziele im Handlungsfeld „Übergänge gestalten“ sind unter anderem: Transparenz über die Anschlussangebote für Schulabgängerinnen und Schulabgänger schaf- fen Organisation eines Überblicks über genutzte Anschlussoptionen Erstellung eines Datenpakets im Übergang Schule – Beruf (Ausbildungsmarkt, Übergänge, Angebote der Berufsvorbereitung) Im „1. Monitoring-Bericht Übergang Schule – Beruf für die Stadt Köln, Jahresbericht 2019“ werden ausgewählte Daten des Landes NRW, der Agentur für Arbeit der Kammern und der Stadt Köln (Schü- ler Online) zusammengefasst dargestellt. Damit besteht erstmalig eine gemeinsame, institutions- übergreifende Datengrundlage. Der Bericht zeigt zum einen die Möglichkeiten, die Schülerinnen und Schüler an der Schwelle Sekun- 2 darstufe I und Sekundarstufe II in Köln wahrnehmen. Vor allem jedoch dient der Monitoringbericht den Akteuren der KAoA Steuergruppe als gemeinsames Arbeits- und Planungsinstrument. In der Analyse und Auswertung der Daten sollen Problemlagen und Entwicklungstrends identifiziert und somit künftige Handlungs- und Steuerungsstrategien datenbasiert und damit zielgenauer und bedarfsgerechter entwickelt werden. Handlungsleitend sind dabei die As- pekte: Abstimmung von Angeboten der Akteure und Partner im Übergang Schule – Beruf vor Ort Identifikation der Jugendlichen ohne Anschlussperspektive und Bereitstellung passgenauer Angebote optimale Ausschöpfung des vorhandenen Angebots an Ausbildungsstellen. Der Monitoring-Bericht soll künftig jährlich erstellt werden. Der 2. Monitoring – Bericht wird im 1. Quar- tal 2021 veröffentlicht. Gez. Prof. Dr. Diemert i.V. für Voigtsberger
1.Monitoring Bericht Übergang Schule Beruf für die Stadt Köln Jahresbericht 2019.docx
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1.Monitoring-Bericht Übergang Schule – Beruf für die Stadt Köln Jahresbericht 2019 1 Inhaltsverzeichnis I. Übergang Schule – Beruf in Köln ....................................................................................................... 2 II. Datengrundlagen .............................................................................................................................. 2 III. Auswertung der Daten .................................................................................................................... 3 1. Auswertung der Eckdaten-Online-Erfassung zur Anschlussvereinbarung (EckO) im Schuljahr 2018/2019 ............................................................................................................................................ 4 1.1 Beabsichtigte Übergänge nach der Sekundarstufe I ................................................................. 4 1.2 Beliebte Ausbildungsberufe ...................................................................................................... 4 2. Übergänge zum Schuljahr 2019/2020 – Auswertung der Daten aus Schüler-Online .................. 5 2.1 Schulabgängerinnen und Schulabgänger im Schuljahr 2018/2019 - Schüler-Online ................ 5 2.2 Schulischer Übergang der Schulabgängerinnen nach Schulform .............................................. 6 2.3 Schulischer Übergang der Schulabgängerinnen und Schulabgänger nach Schulform ohne Gymnasien und Förderschulen........................................................................................................ 6 2.4. Entwicklung der schulischen Übergänge der Schulabgängerinnen und Schulabgänger nach Schulform ohne Gymnasien und Förderschulen – Zeitreihe .................................................. 7 3. Daten zum Ausbildungsmarkt .......................................................................................................... 8 3.1 Relation gemeldete Ausbildungsstellen je gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber .......... 8 3.1.1 Berufsgruppen mit Versorgungsproblemen ........................................................................... 9 3.1.2 Berufsgruppen mit Passungs- oder Besetzungsproblemen ................................................... 9 3.1.3 Berufsgruppen mit Besetzungsproblemen ........................................................................... 11 3.2 Ausbildungsbetriebe in Köln .................................................................................................... 11 3.3 Ausbildungsverträge ................................................................................................................ 12 3.3.1 Entwicklung der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Köln .................... 12 3.3.2 Entwicklung der Zahl neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in NRW ............................ 13 3.3.3 Daten der Industrie- und Handelskammer zu Köln und der Handwerkskammer zu Köln – Neueintragungen 2019 .................................................................................................................. 14 4. Förderstatistik der Bundesagentur für Arbeit für die Stadt Köln ...................................................14 5. Amtliche Schulstatistik NRW ..........................................................................................................15 5.1 Übergänge in die duale Ausbildung (Fachklassen an den Berufskollegs) im Schuljahr 2018/2019 – Schülerinnen und Schüler Kölner Schulen .......................................................................................15 5.2 Übergänge in die duale Ausbildung (Fachklassen an den Berufskollegs) im Schuljahr 2018/2019 ..........................................................................................................................................16 IV. Fazit ...............................................................................................................................................17 2 I. Übergang Schule – Beruf in Köln Die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) wird in Köln seit dem Schuljahr 2013/2014 umgesetzt und hat sich seitdem etabliert. Ziel der Landesinitiative ist es, jedem jungen Menschen eine Anschlussperspektive im Übergang Schule – Beruf/Studium zu ermöglichen. Dieser Bericht ergänzt den vorliegenden Bildungsmonitoringbericht (2018) der Stadt Köln im Hinblick auf das Segment Übergang Schule – Beruf. Um zielgerichtete Aktivitäten zur Verbesserung der Übergangssituation zu initiieren und zu koordinieren, wird ab 2019 regelmäßig im Rahmen eines Monitorings im Übergang Schule – Beruf ein Bericht erstellt. II. Datengrundlagen Im Rahmen dieses Monitoring-Berichts wird auf verschiedene Datengrundlagen zurückgegriffen, welche im Folgenden aufgelistet sind: 1. Ergebnisse der Online-Erhebung von Eckdaten zur Anschlussvereinbarung (EckO): Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I halten im Rahmen des systematischen Prozesses der B eruflichen Orientierung am Ende der Klasse 9 in einer Anschlussvereinbarung (AV) schriftlich fest, welche Entscheidungen sie für ihren Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung / ein Studium getroffen haben und welche weiteren Schritte sie unternehmen werden. Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an der Erhebung über die Anschlussvereinbarungen über ein Internetportal war bisher freiwillig. Seit dem Schuljahr 2018/2019 ist diese nun verpflichtend, auch für die Sekundarstufe II. Voraussichtlich wird damit die Datengrundlage künftig besser werden. Die aggregierten Daten werden jährlich den Kommunalen Koordinierungsstellen zur Verfügung gestellt. 2. Schüler-Online – Statistikdaten Schüler-Online ist das Bewerbungsportal im Internet für die Bildungsangebote an Berufskollegs, Gymnasien und Gesamtschulen im Anschluss an die Sekundarstufe I. Die Daten der Online-Plattform stellt die (tages-)aktuelle Situation der Schülerinnen und Schüler des aktuellen Jahrgangs (Klasse 10 / Klasse 9 der Gymnasien) zum Übergang dar. Sie stammen aus den Anmeldedatensätzen der „Aufnehmenden Schulen“ sowie den Datensätzen zur Schulpflichtüberwachung der „Abgebenden Schulen“. www.schueleranmeldung.de 3 3. Daten zum Ausbildungsmarkt der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit (RD- Tool): Das sogenannte RD-Tool wird zweimal jährlich zur Verfügung gestellt. Im November wird es mit den Daten zum 30.09. bereitgestellt und ermöglicht eine retrospektive Analyse des abgeschlossenen Berichtsjahres. Zusätzlich wird das RD-Tool im April mit Datenstand Ende März bereitgestellt, um einen Zwischenstand im laufenden Berichtsjahr zu betrachten. 4. Förderstatistik der Agentur für Arbeit: Bestand an Teilnehmenden (nach dem Alter bei Eintritt) in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. 5. Berufsbilddungstatistik Der Landesbetrieb IT.NRW stellt Daten zur beruflichen Bildung zu Verfügung. Darunter fallen die Zahlen zu den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen 6. Amtliche Schulstatistik IT-NRW (Gemeindedatensatz): Die Schulstatistik wird zum Stichtag 15.10. eines Jahres durch den Landesbetrieb IT.NRW erhoben und liegt ausgewertet im Februar des Folgejahres vor. Die Stadt Köln kann zudem auf den Gemeindedatensatz zugreifen, der den Kommunen in NRW auf Wunsch zur Verfügung gestellt wird. III. Auswertung der Daten Im vorliegenden Bericht wird die Übergangssituation der Entlass-Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Sekundarstufe I in Köln betrachtet. Die Daten lassen den Verbleib der Kohorte erkennen, wobei der Übergang in die Berufsausbildung einen Schwerpunkt der Betrachtung bildet. Zusätzlich geben die Daten zum Kölner Ausbildungsmarkt einen Einblick in Angebots - und Nachfrage situation, der sich die Schülerinnen und Schüler stellen müssen. 4 1. Auswertung der Eckdaten-Online-Erfassung zur Anschlussvereinbarung (EckO) im Schuljahr 2018/2019 Die Schülerinnen und Schüler der Sek I halten schriftlich in ihrer A nschlussvereinbarung fest, welche Entscheidungen sie im Rahmen de s Berufsorientierungsprozesses für ihren Übergang von der Schul e in eine Berufsausbildung / ein Studium getroffen haben und welche weiteren Schritte sie unternehmen werden . Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler hierzu anonym o nline befragt. Di e Eckdaten der Anschlussvereinbarungen werden landesweit erfasst, ausgewertet und den Kommunen zur Verfügung gestellt. 1.1 Beabsichtigte Übergänge nach der Sekundarstufe I An der Onlinebefragung im Schuljahr 2018/2019 haben 3.027 von insgesamt 8.735 Kölner Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 teilgenommen . Das entspricht einer Teilnahmequote von 35 %. Die Aussagekraft dieser Daten ist aufgrund der Quote an Teilnehmenden eingeschränkt. Die folgende Tabelle zeigt die beabsichtigten Übergänge der Schülerinnen und Schüler an den unterschiedlichen Schulformen. Schulform Ziel: Berufliche Ausbildung Spal te1 Ziel: Studien- qualif. Abschluss Spal te2 Ziel: Berufs- kolleg- besuch Spal te3 Ziel: Andere Alternativen Sp alte 4 Teilnehmende EckO Schüler* innen insgesamt in Klasse 9 Teilnahme- quote EckO Gymnasium 50 4% 1150 86% 16 1% 117 9% 1333 3739 36% Gesamt- schule 194 36% 273 51% 43 8% 27 5% 537 1801 30% Realschule 284 32% 479 54% 83 9% 33 4% 879 2037 43% Hauptschule 102 60% 36 21% 28 17% 3 2% 169 921 18% Förderschule 26 24% 5 5% 54 50% 24 22 % 109 237 46% Ergebnis 656 22% 1943 64% 224 7% 204 7% 3027 8735 35% Tabelle 1: Geplanter Anschluss 2020 auf dem Weg zum Wunschberuf/Ausbildungsziel (EckO, Befragung im SJ 2018/2019) In der 9. Klasse wollten 60% der Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen, 36% an den Gesamtschulen und 32 % an den Realschulen nach der Beendigung der Sekundarstufe I eine Berufsausbildung beginnen. Dies trifft nur auf 4% der Schülerinnen und Schüler an Gymnasien und 24% an Förderschulen zu. Der überwiegende Teil (64%) möchte einen studienqualifizierenden Abschluss erreichen, davon 54% der Realschüler und 51% der Gesamtschüler. 1.2 Beliebte Ausbildungsberufe Von den 656 Schülerinnen und Schülern , welche eine Beru fsausbildung anst rebten, hatten 409 eine klare Vorstellung von dem Ausbildungsberuf, den sie erlernen wollten. In 5 der folgenden Tabelle sind die 10 beliebtesten Ausbildungsberufe der Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse aufgeführt. Beliebte Ausbildungsberufe Schüler*innen Spalte1 Kraftfahrzeugmechatroniker/in 23 5,6% Mechatroniker/in 23 5,6% Erzieher/in 20 4,9% Medizinische/r Fachangestellte/r 16 3,9% Bürokaufmann/-frau 13 3,2% Gesundheits- und Krankenpfleger/in 10 2,4% Verkäufer/in 10 2,4% Elektroniker/in 9 2,2% Polizeivollzugsbeamter/-beamtin in der Bundespolizei (mittlerer Dienst) 9 2,2% Tabelle 2: Ausbildungsberufe aus EckO nach deren Beliebtheit (mindestens 4 Nennungen). Eigene Darstellung 2. Übergänge zum Schuljahr 2019/2020 – Auswertung der Daten aus Sch üler- Online 2.1 Schulabgängerinnen und Schulabgänger im Schuljahr 2018/2019 - Schüler-Online Im abgelaufenen Schuljahr 2018/2019 befanden sich nach der Datenlage aus Schüler- Online 7547 Schülerinnen und Schüler in den Abgangsklassen 10 (9 an Gymnasien). Der zur Kontrolle der Validität der Schülerzahlen ausgewiesene Vergleichswert aus dem Gemeindedatensatz der amtlichen Schulstatistik, von Schülerinnen und Schülern, die im Jahr 2018 in die Klasse 10 (9) versetzt wurden, ist mit 8.389 Schülerinnen und Schülern höher. Dieser Unterschied ist durch die fehlende Teilnahme privater Gymnasien und von drei Gymnasien in städtischer Trägerschaft zu erklären. Schulform Anzahl Summe SuS in den Abgangsklassen 10 (Kl. 9 an Gymnasien) Vergleichswert lt. Amtl. Schulstatist Förderschulen 11 240 248 Gesamtschulen 13 1.744 1719 Gymnasien 27 *2.893 3739 Hauptschulen 17 725 716 Realschulen 24 1.945 1967 Gesamt 92 7.547 8.389 *) Es sind nicht alle SuS der Klassen 9 in den Gymnasien erfasst. Tabelle 3: Schüler-Online – teilnehmende Schulen/SuS nach Schulform 6 2.2 Schulischer Übergang der Schulabgängerinnen nach Schulform Die folgende Tabelle zeigt den Übergang der Schülerinnen und Schüler nach der Sekundarstufe I zum Schuljahr 2019/2020. Spalte1 gesamt Spalte6 Haupt- schule Spalte8 Real- schule Spalte10 Gesamt- schule Spalte13 Förder- schule Spalte16 Gym- nasium Spalte1 8 Ausbildung im Dualen System 530 7,02% 154 21,24% 213 10,95% 150 8,6% 13 5,42% 0 0,0% Vollzeitschulische Ausbildung 273 3,62% 26 3,59% 159 8,17% 82 4,7% 3 1,25% 3 0,1% Berufsfachschule 1 & 2 399 5,29% 188 25,93% 24 1,23% 163 9,35% 19 7,92% 5 0,17% Ausbildungsvorbereitung 352 4,66% 82 11,31% 94 4,83% 94 5,39% 76 31,67% 6 0,21% Erwerb Fachhochschulreife 757 10,03% 60 8,28% 469 24,11% 221 12,67% 2 0,83% 5 0,17% Erwerb Allg. Hochschulreife 4.164 55,17% 35 4,83% 567 29,15% 702 40,25% 2 0,83% 2.858 98,79 % Sonstige Übergänge *) 557 7,38% 91 12,55% 247 12,7% 189 10,84% 23 9,58% 7 0,24% Schüler*innen o. Übergang 450 5,96% 83 11,45% 144 7,4% 117 6,71% 97 40,42% 9 0,31% nicht schulpflichtig (18 Jahre und älter) 75 0,99% 26 3,59% 29 1,49% 12 0,69% 8 3,33% 0 0,0% Schulabgänger insgesamt 7.482 99,14% 719 99,17% 1.917 98,56% 1.718 98,51% 235 97,92% 2.893 100,0 % Wiederholer 65 0,86% 6 0,83% 28 1,44% 26 1,49% 5 2,08% 0 0,0% Schüler/Innen insgesamt 7.547 100,0% 725 100,0% 1.945 100,0% 1.744 100,0% 240 100,0% 2.893 100,0 % *)Ausbildung Beruf im Gesundheitswesen, Auslandsaufenthalt, Freiwilligendienst, Hochschule, Mutterschutz/Kinder- betreuung, nachträglicher Schulabschluss, sonstiges Tabelle 4.1: Schüler-Online – Schulischer Übergang nach Schulform SJ 2019/2020 – Stand 31.10.2019 – Klassen 10 (Gymnasium Klassen 9) Im Schuljahr 2018/2019 beendeten 7.547 Schülerinnen und Schüler die Klassen 10 (Gymnasien Klassen 9) der Sekundarstufe I. Davon haben 7482 SuS die Schule verlassen, die große Mehrheit davon mit einer Anschlussperspektive (7.032). E ine Ausbildung begonnen haben 530, keinen Anschluss gefunden hatten zum Stichtag 450 ( 5,96%) Schülerinnen und Schüler. 2.3 Schulischer Übergang der Schulabgänger innen und Schulabgänger nach Schulform ohne Gymnasien und Förderschulen Spalte1 gesamt Spalte 6 Hauptschule Spalte 8 Realschule Spalte1 0 Gesamtschule Spalte 13 Ausbildung im Dualen System 517 11,7% 154 21,2% 213 11,0% 150 8,6% Vollzeitschulische Ausbildung 267 6,0% 26 3,6% 159 8,2% 82 4,7% Berufsfachschule 1 & 2 375 8,5% 188 25,9% 24 1,2% 163 9,3% Ausbildungsvorbereitung 270 6,1% 82 11,3% 94 4,8% 94 5,4% Erwerb Fachhochschulreife 750 17,0% 60 8,3% 469 24,1% 221 12,7% Erwerb Allg. Hochschulreife 1.304 29,5% 35 4,8% 567 29,2% 702 40,3% Sonstige Übergänge 527 11,9% 91 12,6% 247 12,7% 189 10,8% Schüler*innen o. Übergang 344 7,8% 83 11,4% 144 7,4% 117 6,7% nicht schulpflichtig (18 Jahre und älter) 67 1,5% 26 3,6% 29 1,5% 12 0,7% Schulabgänger insgesamt 4.354 98,6% 719 99,2% 1.917 98,6% 1.718 98,5% Wiederholer 60 1,4% 6 0,8% 28 1,4% 26 1,5% Schüler/Innen insgesamt 4.414 100% 725 100% 1.945 100% 1.744 100% Tabelle 4.2: Schüler-Online – Schulischer Übergang nach Schulform ohne Förderschulen und Gymnasien 7 Die Übergangsquoten verändern sich, wenn man die Gymnasien und Förderschulen aus der Betrachtung herausnimmt. Schülerinnen und Schüler an Gymnasien verlassen nur zu einem geringen Teil diese Schulform nach der Mittelstufe. Die Übergangssituation der Förderschülerinnen und Förderschüler ist schulformbedingt, besonders zu betrachten. 2.4. Entwicklung der schulischen Übergänge der Schulabgängerinnen und Schulabgänger nach Schulform ohne Gymnasien und Förderschulen – Zeitreihe Die Entwicklung der Übergänge in den Jahre n 2017 bis 2019 wird durch die nachstehende Tabelle dargestellt. Sektor Tendenz 31.10.20192 31.10.20181 31.10.2017 Ausbildung im Dualen System 517 11,7% 484 10,8% 442 9,7% Vollzeitschulische Ausbildung 267 6,0% 278 6,2% 292 6,4% Berufsfachschule 1 & 2 375 8,5% 434 9,7% 463 10,2% Ausbildungsvorbereitung 270 6,1% 255 5,7% 220 4,8% Erwerb Fachhochschulreife 750 17,0% 776 17,4% 812 17,9% Erwerb Allg. Hochschulreife 1304 29,5% 1286 28,8% 1303 28,7% Sonstige Übergänge 527 11,9% 483 10,8% 338 7,4% Schüler*innen o. Übergang 344 7,8% 430 9,6% 631 13,9% nicht schulpfl. (18 Jahre und älter) 67 1,5% 46 1,0% 68 1,5% Ergebnis 4354 99% 4426 99% 4501 99% Wiederholer 60 1,4% 37 0,8% 44 1% Schüler*innen insgesamt 4414 100,0% 4463 100,0% 4545 100% Tabelle 4.3: Schüler-Online – Schulischer Übergang nach Schulform, Zeitreihe 2017-2019 Positiv hat sich die Quote der Schülerinnen und Schüler entwickelt, die unmittelbar nach der Klasse 10 in ein Ausbildungsverhältnis wechselten. Im Jahr 2017 waren es 9,7 % (442 SuS) und im Jahr 2019 11,7% (517 SuS). Der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Anschluss zeigt eine deutlich abnehmende Tendenz. Dennoch ist die Quote weiterhin hoch. Ein Arbeitskreis, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der IHK Köln, der HWK Köln, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, dem Jugendamt, dem Schulamt für die Stadt Köln und dem Amt für Schulentwicklung, beschäftigt sich gezielt mit der Problematik der „unversorgten“ Jugendlichen. Beauftragt wurde das Gremium durch die Steuergruppe für die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) in Köln. Erörtert wird die Frage, welche präventiven Maßnahmen zusätzlich im laufenden Schuljahr und perspektivisch für das kommende Schuljahr erfolgen können, um eine Verbesserung der Unversorgtenquote zu erreichen. Im Hinblick auf die Zielsetzung, eine berufliche Ausbildung verstärkt in den Focus dieser Jugendlichen zu bringen, werden die Beratungsangebote durch Abstimmung und Bündelung verbessert. Jugendliche, die sich grundsätzlich schon für eine Aus bildung entschieden haben, oder sich für diese 8 interessieren, werden gezielt angesprochen und vor Ort in den Schulen durch Fachkräfte der Agentur für Arbeit oder der Kammern beraten. Jährlich wird der „Tag der neuen Perspektive“ organisiert. Dies ist eine Informationsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler , die den Qualifikationsvermerk zum Besuch der gymnasialen Oberstufe nicht erlangen werden oder aus anderen Gründen noch keine Anschlussper spektive nach Verlassen der Schule haben. Ihnen werden die beruflichen Chancen durch eine duale Ausbildung erklärt und Beratungstermine vermittelt. Im Jahr haben ca. 300 Schülerinnen und Schüler dieser gemeinsamen Veranstaltung von der Handwerkskammer, der Industrie- und Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit , der städtischen Bildungsberatung – organisiert durch die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf - und dem Schulamt für die Stadt Köln in den Räumen der Handwerkskammer zu Köln besucht. 3. Daten zum Ausbildungsmarkt Die Auswertung berücksichtigt gemeldete Bewerberinnen und Bewerber sowie gemeldete Ausbildungsstellen. In die Ausbildungsstellenmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) gehen nur die Personen ein, die im Laufe des Beratungsjahres mindestens einmal die Vermittlungsdienste einer Agentur für Arbeit oder eines Trägers der Grundsicherung in Anspruch genommen haben. Nicht erfasst si nd Jugendliche, die sich nicht bei der Berufsberatung melden. Gleiches gilt für die Ausbil dungsstellen. Auch hier erfasst die BA nur jene, die ihnen von den betreffenden Arbeitgebern gemeldet wurden. In der Auswertung sind nur Berufsgruppen aufgeführt, keine Ausbildungsberufe. Die Grafiken beschreiben den Stand zum 30.09.2019. Zusätzlich führt die BA auch eine Statistik der Entwicklung der Ausbildungstätigkeit von Betrieben. Entsprechende Zahlen stehen auch für Arbeitsagenturbezirk Köln zur Verfügung. 3.1 Relation gemeldete Ausbildungsstellen je gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber Nachfolgend werden die gemeldeten Berufsausbildungsstellen den gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern gegenübergestellt. Insgesamt beträgt die Relation von Bewerberinnen und Bewerber zu der Anzahl der gemeldeten Ausbildungsplätze in Köln +1,3. Das bedeutet, die Zah l der freien 9 Ausbildungsplätze übersteigt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um den Faktor 1,3. 3.1.1 Berufsgruppen mit Versorgungsproblemen Die folgende Tabelle verdeutlicht die Problematik für die Bewerberinnen und Bewerber der aufgeführten Berufsg ruppen. Die Nachfrage an Ausbildungsplätzen in den aufgeführten Berufsgruppen ist teilweise deutlich höher als das Angebot. Tabelle 5: Ausbildungsmarktstatistik BA – Schulischer Übergang nach Schulform – aktuelles Ausbildungsjahr Stand 11/2019 – Versorgungsprobleme 3.1.2 Berufsgruppen mit Passungs- oder Besetzungsproblemen Die Tabelle 6 zeigt die Berufsgruppen mit einer geringen Nachfrage. Bei diesen treten Besetzungs- oder Passungsprobleme auf. Passungsprobleme liegen vor, wenn Betriebe und Jugendli che nicht in ausreichendem Maße zusammenfinden, beispielsweise im Hinblick auf die Merkmale, über die die jeweiligen Ausbildungsvertragspartner verfügen sollen. Besetzungsprobleme liegen vor, wenn Betriebe die Ausbildungsstellen wegen fehlender Bewerberinnen und Bewerber nicht besetzen können. 10 Tabelle 6 : Ausbildungsmarktstatistik der BA – Schulischer Übergang nach Schulform –Stand 11 /2019 – Besetzungs- u. Passungsprobleme 11 3.1.3 Berufsgruppen mit Besetzungsproblemen Tabelle 7: Ausbildungsmarktstatistik BA– Schulischer Übergang nach Schulform – aktuelles Ausbildungsjahr 2019/2020, Stand 11/2019 – deutliche Besetzungsprobleme Die Nachfrage an Ausbildungsplätzen in den blau aufgeführten Berufsgruppen ist teilweise deutlich niedriger als das Ang ebot. Bei einigen Berufsgruppen gibt es extrem e Besetzungsprobleme, wie z. B. im Bereich Eisenbahnverkehr. 3.2 Ausbildungsbetriebe in Köln Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Anzahl der Ausbildungsbetriebe und der Betriebe insgesamt. Abbildung 1: Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand 31.12.2018 12 Die Grafik zeigt eine negative Entwicklung seit dem Jahr 2013 hinsichtlich der Bereitschaft von Betrieben, Ausbildungsplätze anzubieten. Die Zahl der Betriebe insgesamt steigt hingegen kontinuierlich an. Demgegenüber steht aktuell eine positive Entwicklung bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen (siehe Abb. 3). 3.3 Ausbildungsverträge Die Zahl en der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträ ge verdeutlichen die Gesamtsituation auf dem Ausbildungsmarkt. Die Zahlen aus dem Berufsbildungsbericht ergeben für Köln 7503 Neuverträge im Jahr 2018; eine Steigerung von 2,3 % gegenüber dem Vorjahr. 3.3.1 Entwicklung der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Köln Die folgende Gr afik zeigt die Entwicklung der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Zeitraum von 2012 bis 2018 in Köln. Berücksichtigung finden die Daten der Industrie- und Handelskammer, des Handwerkskammer, des Öffentlichen Dienstes, der freien Berufe und andere. Nicht enthalten sind die Pflegeberufe. Abbildung 2: Entwicklung der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Köln. Quelle: IT-NRW, Berufsbildungsstatistik – eigene Darstellung Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist i m Zeitraum von 2012 bis 2017 deutlich gesunken. Waren es im Jahr 2012 noch 7.962, so sind es im Jahr 2017 13 nur noch 7.335 neue Ausbildungsverträge. Allerdings gab es im Jahr 2015 einen kurzzeitigen Anstieg auf 7551 Verträge. Für das Jahr 2018 ist wieder eine Steigerung von 2,3% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Der Aufwärtstrend in NRW (sieh e unten 3.3.2) seit 2016 ist in Köln mit einem Jahr Verzögerung angekommen. 3.3.2 Entwicklung der Zahl neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in NRW Abbildung 3: Entwicklung der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in NRW.– Quelle IT-NRW, eigene Darstellung Die Grafik verdeutlicht den ansteigenden Trend in Nordrhein-Westfalen (NRW) seit dem Jahr 2016. Die Kurve verläuft ähnlich wie in Abb. 3. Im Jahr 2018 lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in NRW bei 117.153, eine Steigerung von 1,4% im Vergleich zum Vorjahr. 14 3.3.3 Daten der Industrie- und Handelskammer zu Köln und der Handwerkskammer zu Köln – Neueintragungen 2019 Tabelle 8.1: Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Köln zum Stichtag 30.09.2019 im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: IHK Köln Tabelle 8.2: Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Köln im 30.09.2019 im Vergleich zum Vorjahr. Quelle: HWK Köln Die Zahlen der IH K Köln zeigen zum Stichtag 30.09.2019 im Vergleich zu den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen eine deutliche Steigerung von +4,1%. Für den Bereich der HWK Köln beträgt die Steigerung zum gleichen Stichtag +5,9%. 4. Förderstatistik der Bundesagentur für Arbeit für die Stadt Köln Die Förderstatistik umfasst die Anzahl der Teilnahmen an Maßnahmen der Ausbildungsförderung der BA. Ein Teil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger kann durch das Angebot der Agentur für Arbeit gefördert werden. Die Förd erstatistik zum Stand März 2019 gibt eine Übersicht nach Art der Fördermaßnahme und dem Schulabschluss. Ein Rückschluss auf die Herkunftsschulform ist nur bedingt möglich. 15 - unter 18 Jahre alt bei Eintritt Maßnahmeart Insgesamt Kein Hauptschul- abschluss Hauptschul- abschluss Mittlere Reife Fachhoch- schulreife Abitur/Hoch- schulreife Keine Angabe Berufseinstiegs- begleitung * 46 * * 0 0 41 Assistierte Ausbildung 24 * * 5 0 0 * Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen 338 93 121 116 * * * Ausbildungsbegleitende Hilfen 51 * 20 24 0 0 * Außerbetriebliche Berufsausbildung * * * 6 0 0 0 Einstiegsqualifizierung 32 * 16 * 0 0 0 Tabelle 9.1: Datenpaket der BA – Förderstatistik – Stadt Köln – Stand 03/2019 – 15 - unter 18 Jahre alt bei Eintritt * Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen solchen Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert. IHK Köln 30.09.2018 IHK Köln 30.09.2019 Prozent Kaufmännische Ausbildung Gewerbliche Ausbildung Kaufmännische Ausbildung Gewerbliche Ausbildung 3311 1275 3465 1309 4586 4774 4,1 % Handwerkskammer zu Köln 30.09.2018 30.09.2019 Prozent Ausbildungsverträge 1603 1.698 +5,9% 15 18 - unter 25 Jahre alt bei Eintritt Maßnahmeart Insgesamt Kein Hauptschul- abschluss Hauptschul- abschluss Mittlere Reife Fachhoch- schulreife Abitur/Hoch- schulreife Keine Angabe Berufseinstiegsbegleitung * 0 * * 0 0 0 Assistierte Ausbildung 169 * 70 55 12 * 12 Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen 204 22 * * 4 4 * Ausbildungsbegleitende Hilfen 319 * 97 107 13 * 73 Außerbetriebliche Berufsausbildung 80 * 39 32 * 0 0 Einstiegsqualifizierung 122 18 45 43 6 8 * Jugendliche im Alter von 15 bis unter 18 sind häuf iger in B erufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen anzutreffen (338 Teilnahmen). Die Fördermaßnahmen der BA werden in diesem Eintrittsalter vor allem von Schülerinnen und Schüler n ohne Hauptschulabschluss, mit Hauptschulabschluss oder mit mittlerer Reife genutzt. Im Alter von 18 bis unter 25 Jahre werden oft die ausbildungsbegleitende Hilfe (319 Teilnahmen) und die assistierte Ausbildung (169 Teilnahmen) in Anspruch genommen. 5. Amtliche Schulstatistik NRW Jährlich zum 15. Oktober werden durch den Landesbetr ieb IT.NRW die a mtlichen Schuldaten erhoben. Sie beschreiben die Schulsituation im Land Nordrhein -Westfalen, beispielsweise wie die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, der Bildungsgänge und der Klassen in quantitativer Hinsicht. Land und Kommunen verfügen durch diese Erhebung über steuerungsrelevante Daten, die für die Stadt Köln durch den Monitoringbericht - Allgemeinbildende Schulen und Berufskollegs des Dezernates IV - Bildung, Jugend und Sport veröffentlicht werden. 5.1 Übergänge in die duale Ausbildu ng (Fachklassen an den Berufskollegs) im Schuljahr 2018/2019 – Schülerinnen und Schüler Kölner Schulen Ausgewertet wurde der Gemeindedatensatz der amtlichen Schulstatistik für die Stadt Köln. Der Focus wurde dabei auf den Übergang i n die Berufsschule gelegt. Es sind Auszubildende aufgeführt, die bisher eine Kölner Schule besucht haben. Tabelle 9.2: Datenpaket der BA – Förderstatistik – Stadt Köln – Stand 03/2019 – 18- unter 25 Jahre alt bei Eintritt * Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung werden Zahlenwerte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen solchen Zahlenwert geschlossen werden kann, anonymisiert. 16 Köln Duale Ausbildung (Beginnende an den Berufsschulen in Köln) Herkunftsschulform 2016/17 2017/18 v.H. 2018/19 v.H.2 Hauptschule 320 272 -15% 321 18% Realschule 338 323 -4% 340 5% Gesamtschule 336 374 11% 360 -4% Gymnasium 376 393 5% 442 12% Förderschule 19 22 16% 31 41% Waldorfschule 1 4 300% 5 25% Teilergebnis 1.390 1.388 -0,14% 1.499 8% Berufsbildende Schule 1.611 1.584 -2% 1.299 -18% Weiterbildungskolleg 109 122 12% 77 -37% Ergebnis 3.110 3.094 -0,5% 2.875 -7,1% Tabelle 10: Amtl. Schulstatistik NRW – Übergang in Fachklassen/Duale Ausbildung an den Berufskollegs (Berufsschule) – Zeitreihe. Eigene Auswertung des Gemeindedatensatzes. Der Anteil von Schülerinne n und Schüler die im Anschluss an den Besuch einer allgemeinbildenden Schule eine Ausbildung beginnen ist im Verhältnis zum Vorjahr um 8% gestiegen. Der Übergang von einem Berufskolleg oder Weiterbildungskolleg hingegen um 7,1% gesunken. 5.2 Übergänge in d ie duale Ausbildung (Fac hklassen an den Berufskollegs) im Schuljahr 2018/2019 Die folgende Tabelle konkretisiert die Tabelle 10. Sie verdeutlicht aus welchen Bereichen des Systems Berufskolleg die Schülerinnen und Schülern in Fachklassen/duale Ausbildung (Berufsschule) wechseln. Herkunft Berufsschule Duale Ausbildung Schulberufs- system Übergangs- system Erwerb HZB Berufliche Weiter- bildung Sonstige Gesamt 553 56 293 339 7 51 1299 Tabelle 11 : Amtl. Schulstatistik NRW – Übergang in Fachklassen/Duale Ausbild ung (Berufsschule) an den Berufskollegs innerhalb des Systems Berufskolleg. Eigene Auswertung des Gemeindedatensatzes. 17 IV. Fazit Der erste Monitoring Bericht Übergang Schule Beruf zeigt die vielfältigen Facetten und Möglichkeiten, die Schülerinnen und Schüler an der Schwelle Sek I und Sek II in Köln wahrnehmen. In der Betrachtung der Daten, insbesondere durch die Akteursgemeinschaft im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss KAoA“ sollen Schwerpunkte identifiziert und Handlungs- und Steuerungsstrategien entwickelt werden. Erste Schwerpunkte sind: 1. Es gibt eine relevante Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Abgangsklassen 10, die ohne Anschlussperspektive ist. Nach dem Stand 31.10.2019 beträgt deren Zahl 450 Schülerinnen und Schüler, das entspr icht 5,96 % des Jahrgangs. Hier hat die Akteursgemeinschaft im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss KAoA“ bereits Handlungsbedarf identifiziert und entwickelt gemeinsame Strategien, um die Jugendlichen beim Übergang zu unterstützen und die se Zahl zu reduzieren. So wird beispielsweise ein gemeinsames Beratungskonzept für Schülerinnen und Schüler im letzten Schulhalbjahr zwischen den Partnern (Schulen, Agentur für Arbeit, Bildungs- und Jugendberatung, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Jobcenter) abgestimmt durchgeführt und am Ende des Schuljahres der „Tag der neuen Perspektive“ angeboten (siehe Seite 8). Die Prüfung auf bedarfsgerechte Bildungsgänge und Maßnahmen im Übergang von der Sek I in die Sek II soll sich anschließen. 2. Positiv zu bewe rten ist, dass die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Köln (Abb. 3) seit dem Jahr 2017 ansteigt, nachdem es in den vorhergehenden Jahren eher einen Rückgang gab. Dieser Trend hat sich auch im Jahr 2019 fortgesetzt. Sowohl für die Industrie - und Handelskammer zu Köln als auch für die Handwerkskammer zu Köln konnten zum 30.09.2019 ein deutlicher Anstieg der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge verzeichnet werden. Dennoch zeigen sich auch in Köln weiterhin Versorgungs -, Passungs - und Bes etzungsprobleme und die Anzahl der Ausbildungsbetriebe ist rückläufig. 3. Das Bestreben der Schülerinnen und Schüler nach der Sekundarstufe I, die Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben, ist in Köln sehr hoch. In 2019 sind es 750 (17%) Schülerinnen und Sch üler, die die Fachhochschulreife erwerben wollen, 1305 streben die Allgemeine Hochschulreife an (29%). Rechnet man die Kölner Gymnasien mit ein, dann wollen 4187 (55%) die Allgemeine Hochschulreife erwerben (vgl. Tab. 4.1 u.4.2, S 6 u. 7). Bisher werden keine Daten zum Übergang aus der Sek II in Ausbildung oder Studium erhoben. 18 Die vorliegenden Daten bieten vielfältige Ansatzpunkte zur intensiveren Betrachtung, zur Erlangung neuer Erkenntnisse und daraus resultierender Schlussfolgerungen. Mit dem 1.Monitoring - Bericht Übergang Schule – Beruf für die Stadt Köln, Jahresbericht 2019 soll dieser Prozess initiiert und weiterentwickelt werden. Das ist Ziel der Verfasser und der Steuergruppe der Akteursgemeinschaft in KAoA. Abgestimmt in der KAoA Steuergruppe Köln Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin Dezernat für Bildung, Jugend und Sport Amt für Schulentwicklung Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf Im Mediapark 6d, 50670 Köln Telefon: 0221/221-29211 Ingrid.jung@stadt-koeln.de
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2184/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 05.08.2020
- Erstellt
- 17.07.2020 08:54