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1830/2022

Aus-/Neubau Rodenkirchener Brücke und der Autobahn A4 vom Kreuz Gremberg bis Köln-Süd

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 12.09.2022

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 27.09.2022, TOP 6.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

6667 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/68/682 
661/4 
Vorlagen-Nummer  12.09.2022 
 1830/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Verkehrsausschuss 23.08.2022 
 
Aus-/Neubau Rodenkirchener Brücke und der Autobahn A4 vom Kreuz Gremberg bis Köln-Süd 
hier: Anfrage (AN/1037/2022) der SPD-Fraktion in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 
17.05.2022, TOP 5.2.5 
Die SPD-Fraktion bittet um Beantwortung folgender Fragen: 
 
1. „Vertreter*innen der Stadt nehmen regelmäßig an den Sitzungen des Dialogforums zum Ausbau 
der A4 teil. Wie steht die Verwaltung zum Ausbauprojekt und welche Stellungnahmen hat die 
Stadt bisher abgegeben?“ 
 
Antwort der Verwaltung:  
 
Der im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf festgestellte Ausbau der A4 im Kölner Sü-
den hat eine erhebliche Bedeutung für die Stadt Köln und die Region. In der Zielsetzung soll der Aus-
bau des übergeordneten Netzes sicherstellen, dass nicht nur der überregionale Verkehr die Autobah-
nen befährt, sondern auch ein Teil des städtischen Quell- und Zielverkehrs (z. B. beim Wechsel der 
Rheinseite) keine Alternativrouten im untergeordneten städtischen Netz sucht. Entsprechend der sta-
tischen Untersuchung der Rodenkirchener Brücke kann das Bestandsbauwerk langfristig nicht die 
prognostizierten Verkehrsbelastungen aufnehmen und muss durch einen Neubau ersetzt werden. 
Welche nachteiligen Auswirkungen sich auf das untergeordnete städtische Netz bei nicht zur Verfü-
gung stehender Autobahninfrastruktur ergeben können, zeigt das Beispiel der Rheinbrücke Lever-
kusen. Bedingt durch die Einschränkungen der Zufahrtskapazitäten zur Leverkusener Brücke kommt 
es zur Beeinträchtigung des Verkehrsablaufs auf der Autobahn A1. Diese Beeinträchtigungen führen 
in den Hauptverkehrszeiten zu Verkehrsverlagerungen ins städtische Netz.  
Gleichwohl muss der Ausbau der A4 aus Sicht der Verwaltung im Kontext mit der geplanten Rhein-
spange A553 im Kölner Süden betrachtet werden. Die großräumige Verkehrsuntersuchung für den 
Raum Köln-Bonn zeigt, dass die Lage der geplanten Rheinspange BAB 553 wesentlichen Einfluss auf 
die Verkehrsbelastung der Rodenkirchener Brücke hat. Die nördliche Lage (Godorf<>Langel) der 
ebenfalls vom Bund bedarfsfestgestellten BAB 553 verlagert mehr Verkehr von der Rodenkirchener 
Brücke auf die Rheinspange, während die südliche Lage (Wesseling-Urfeld<>Niederkassel) weniger 
Entlastung an der Rodenkirchener Brücke bewirkt. Die Verkehrsprognose für die großräumige Unter-
suchung im Raum Köln-Bonn basiert auf lokal/regional und überregional zu erwartenden Verkehrs-
entwicklungen. Grundlage für die überregionale Verkehrsprognose ist die gültige Bundesverkehrs-
wegeplanung. Diese wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Mit Entscheidung und Festlegung 
der Vorzugsvariante der Rheinspange A553 sollte daher die großräumige Verkehrsuntersuchung fort-
geschrieben bzw. mit einer neuen Verkehrsverflechtungsprognose des Bundes aktualisiert werden. 
Daraus können die Erfordernisse zum Neubau der Rheinspange A553 als auch der Erweiterung der 
Rodenkirchener Brücke neu bewertet werden. 
 
Das Dialogforum wird von der Vorhabenträgerin, derAutobahn GmbH´, als Teil der frühzeitigen Öf-
fentlichkeitsbeteiligung organisiert und dient ausschließlich der Information sowie dem Ausstauch 
zum aktuellen Planungsverfahren. Die Mitglieder im Begleitgremium sind nicht legitimiert im Pla-
nungsprozess mitzubestimmen bzw. haben keine Entscheidungsbefugnis.

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Im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren zum betreffenden Ausbau werden die Stel-
lungnahmen der verschiedenen Dienststellen vom Bauverwaltungsamt gesammelt und an die Auto-
bahn-Gesellschaft weitergeleitet.  
 
 
2. „Welche Auswirkungen haben die möglichen Ausbauvarianten auf städtische Liegenschaften, 
und wie bewertet die Stadt diese?“ 
 
Antwort der Verwaltung:  
 
Aus den bisher vorliegenden Konzepten kann entnommen werden, dass insbesondere für den tempo-
rären Bauzustand alle Varianten Auswirkungen auf städtische Liegenschaften haben. Für den endgül-
tigen Betriebszustand kann eine Bewertung erst mit dem Variantenentscheid und dem Fortschreiten 
der Detailplanung erfolgen. Nach ersten Einschätzungen wird die Inanspruchnahme der städtischen 
Liegenschaften linksrheinisch höher ausfallen als im rechtsrheinischen Bereich. 
 
 
3. „Wie schätzt die Stadt die Auswirkungen auf Klima (inklusive Mikroklima), Lärm- und Schadstoff-
belastung für die Anlieger*innen ein?“ 
 
Antwort der Verwaltung:  
 
Insbesondere in der Bauphase werden Auswirkungen auf die betreffenden Anlieger*innen unver-
meidbar sein. In den Varianten 4.1 und 5.1 erfolgt z. B. die Trassierung des endgültigen Betriebszu-
stands so, dass ein Heranrücken der Autobahn an die bestehende Bebauung vermieden werden 
kann. Ein Straßenausbau führt in der Regel auch zu induziertem Mehrverkehr, sodass auch mit nega-
tiven Klimawirkungen gerechnet werden muss. Dieser Abwägungsprozess wird jedoch nicht auf 
kommunaler Ebene geführt. Die Vorstellung der umweltfachlichen Bewertung der Varianten ist Be-
standteil der 6. Sitzung des Dialogforums.  
 
 
4. „Welche Rolle spielt der Ausbau der A4 für das Verkehrskonzept Deutzer Hafen, und könnte der 
Wegfall der Autobahnanschlussstelle Köln-Poll positive Auswirkungen auf die geplante Verkehrs-
beruhigung auf der Siegburger Straße haben?“ 
 
Antwort der Verwaltung:  
 
Die primäre Abwicklung der Verkehre des Deutzer Hafens ist gemäß Verkehrsuntersuchung und 
Maßnahmenableitung in Richtung Im Hasental/Deutzer Ring/Östliche Zubringerstraße ausgerichtet. 
Der Wegfall der Autobahnanschlussstelle Köln-Poll würde zu einer Entlastung der Siegburger Straße 
im unmittelbaren Bereich der heutigen Anschlussstelle führen. Durch die Verlagerung der Ziel- und 
Quellverkehre aus Poll, welche heute über die Anschlussstelle abgewickelt werden, sind jedoch Zu-
nahmen der Kfz-Belastungen an Alternativrouten wie z. B. Rolshover Straße, Am Grauen Stein und 
Siegburger Straße im Abschnitt zwischen Am Schnellert und Severinsbrücke zu erwarten. Auch im 
Bereich Ensen und Porz können auf Kölner Straße, Gremberghovener Straße und Bergerstraße Kfz-
Verkehrszunahmen erwartet werden. 
 
 
5. „In welcher Form informiert die Verwaltung die zuständigen Gremien?“ 
 
Antwort der Verwaltung:  
 
Bisher wurden die zuständigen Gremien seitens der Verwaltung nicht gesondert informiert, da Mit-
glieder des Dialogforums auch politische Vertreter der Bezirke Rodenkirchen und Porz sind. Informa-
tionen an den Verkehrsausschuss zum Projektfortschritt können in Form von Mitteilungen erfolgen. 
 
 
 
Gez. Egerer

Beratungsverlauf (1)

27.09.2022 Verkehrsausschuss
TOP 6.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Orte (11)

  • Siegburger Straße
  • Rolshover Straße
  • Kölner Straße
  • Am Grauen Stein
  • Am Schnellert
  • Östliche Zubringerstraße
  • Gremberghovener Straße
  • Severinsbrücke
  • Bergerstraße
  • Deutzer Ring
  • Im Hasental

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Details

Aktenzeichen
1830/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
12.09.2022
Erstellt
30.05.2022 14:58