4056/2022
Abschlussbericht der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ im Sozial-raum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“
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Dezernat, Dienststelle IX/15 Vorlagen-Nummer 30.11.2022 4056/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 01.12.2022 Bezirksvertretung 7 (Porz) 01.12.2022 Abschlussbericht der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung„ im Sozial- raum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ hat der Rat der Stadt Köln am 20.12.2016 (Vorla- ge Nr. 2899/2016) ein zukunftsweisendes Leitkonzept zur sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Verwaltung unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung beauf- tragt. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ wurde am 14.02.2019 (Vorlage Nr. 3777/2018) vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Es bil- det die Grundlage zur Beantragung von Zuwendungen aus Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land. Für die Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ wurden Städtebaufördermittel bewilligt. Ziel der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ war es, die Teilhabe und Mitwirkung im Sozialraum zu verbessern und die Verantwortung der Bewohner*innen sowie wei- terer Akteure für das eigene „Veedel“ langfristig zu stärken. Unter dem Namen „Starke Veedel Büro Porz-Ost“ nahm im Juni 2020 das „Büro für Quartiersma- nagement und Aktivierung“ die Arbeit auf. Mit der Durchführung der Maßnahme wurde das Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen aus Köln beauftragt. Die enge Zusammenarbeit mit der Sozi- alraumkoordination „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ gewährleistete eine schnelle Vernetzung vor Ort. Kooperationsbeziehungen, insbesondere zwischen einzelnen Bewohner*innen sowie den Akteuren im Sozialraum wurden aufgrund gezielter Vernetzungsarbeit des „Starke Veedel Büro Porz-Ost“ auf- und ausgebaut. 2 Der Verfügungsfonds ist Teil der Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“. Mit Mitteln aus diesem Fonds war es möglich, die Entwicklung und Umsetzung kleinteiliger Projekte und Aktivitäten zu fördern. Alle im Sozialraum tätigen Einrichtungen, Vereine, Bewohnergruppen sowie einzelne engagierte Bewohner*innen hatten die Möglichkeit, mit ihren Ideen, Aktionen und Projekten an der Aufwertung ihres Stadtteils aktiv mitzuwirken und Fördermittel aus dem Verfügungsfonds zu beantragen. Im Durchführungszeitraum wurden 21 Verfügungsfonds-Projekte bewilligt, von denen trotz der massiven Einschränkungen durch die Corona-Pandemie 20 durchgeführt werden konnten. Die zur Verfügung gestellten Mittel wurden damit fast in voller Höhe verausgabt. Die durch das Starke Veedel Büro durchgeführten Aktionen in den Stadtteilen, die unterstützende Begleitung der Verfügungsfondsprojekte und den eigens eingerichteten YouTube-Kanal „Starke Vee- del – Starke Stimmen“ haben erheblich zur Aktivierung von Bewohner*innen, ihrer Vernetzung im Quartier und der Verbesserung der Nachbarschaften beigetragen. Die Laufzeit für die Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ im Sozialraum „Porz Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ lief zum 31. Mai 2022 aus. Der als Anlage beigefügte Abschlussbericht gibt einen Überblick über die einzelnen vielschichtigen Tätigkeiten und deren Umsetzung gemeinsam mit den Handelnden vor Ort. Anlage Abschlussbericht Quartiersmanagement Porz-Ost Gez. Haack
Abschlussbericht_SVB_PorzOst
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STARKE VEEDEL – STARKES KÖLN STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST ABSCHLUSSBERICHT BÜRO FÜR QUARTIERSMANAGEMENT UND AKTIVIERUNG IM SOZIALRAUMGEBIET„PORZ-OST, FINKENBERG, GREMBERGHOVEN UND EIL“ ABSCHLUSSBERICHT BÜRO FÜR QUARTIERSMANAGEMENT UND AKTIVIERUNG IM SOZIALRAUMGEBIET„PORZ-OST, FINKENBERG, GREMBERGHOVEN UND EIL“ STARKE VEEDEL – STARKES KÖLN STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST VORWORT 4 5 Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft ge‐ stalten" nutzt Köln den Projektaufruf „Starke Quartiere – starke Menschen“ des Landes NRW (2014-2020), um in mehreren Sozialraumgebieten die Lebensbedingungen von Kölner Bürger*innen spürbar zu verbessern. Im Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil sieht das In‐ tegrierte Stadtentwicklungskonzept zahlreiche Maßnahmen zur Aufwertung der Quartiere vor. Hierzu zählen sowohl bauliche Maßnahmen zur Neugestaltung des öffentlichen Raumes sowie sozial flankierende Maßnahmen, die die Themen Prävention, Bildung und Qualifizierung in den Blick nehmen. Von zentraler Bedeutung ist neben der Umset‐ zung der beschriebenen Maßnahmen auch die Aktivierung von Bewohner*innen mit dem Ziel, die Vernetzung im Quartier zu fördern, gut funk‐ tionierende Nachbarschaften zu bilden und Hilfe‐ stellung bei der aktiven Mitgestaltung des Wohn‐ umfeldes zu geben. So soll das Miteinander im Quartier gestärkt werden. Um hier zu unterstüt‐ zen, wurde ein Quartiersmanagement eingesetzt, das vor Ort im „Starke Veedel Büro“ in der Hoff‐ nungskirche in Finkenberg als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Maßnahmen aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept bereit stand und im Sinne des Vernetzungsgedankens eng mit der Sozialraumkoordination zusammen gearbeitet hat. Ausgestattet wurde das Quartiersmanagement mit einem Verfügungsfonds, der dabei half, die vielen Projektideen der Bewohner*innen des Quartiers durch finanzielle Unterstützung umzu‐ setzen. Wie der nun vorliegende Abschlussbericht zeigt, ist es dem Quartiersmanagement geglückt, für den Sozialraum Porz-Ost, Finkenberg, Gremberg‐ hoven und Eil bedeutsame Projekte und Maßnah‐ men gemeinsam mit den Handelnden vor Ort er‐ folgreich umzusetzen. Vorhandene Strukturen wurden gewinnbringend genutzt und einbezo‐ gen und damit die Umsetzung der Projekte sehr befördert. Das Quartiersmanagement mit seinen Mitarbeitenden war dabei stets zuverlässiger An‐ sprechpartner und Lotse für alle Belange. Mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit hat das Quartiersmanagement das „Starke Veedel - Star‐ kes Köln“ Programm mit all seinen Maßnahmen und vor allem die Bewohner*innen des Sozial‐ raums mit ihren Projekten anerkennend begleitet und in den Mittelpunkt gerückt. Zur Jahreshälfte 2022 beendet das Quartiersma‐ nagement für den Sozialraum Porz-Ost, Finken‐ berg, Gremberghoven und Eil nun planmäßig sei‐ ne Arbeit, für die ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanke. Abschließend ist es mir wichtig zu betonen, dass die angestoßenen Ideen, Impulse und einige Pro‐ jekte für den Sozialraum und die dort lebenden Menschen auch nach der Beendigung des Quar‐ tiersmanagements weitergehen. Noch in der Um‐ setzung befindliche aber auch neue attraktive Maßnahmen werden dazu beitragen, das Quar‐ tier und die Lebensverhältnisse weiter aufzuwer‐ ten und zu verbessern. Ihre Brigitte Scholz Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik VORWORT IMPRESSUM STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung im Sozialraumgebiet „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ Das Büro für Quartiersmanagement wurde im Rahmen des Programms „Starke Veedel - Starkes Köln“ vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln betreut. Auftragsnehmer: Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH, Neumarkt 49, 50667 Köln Redaktion: Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH Gestaltung: icon Kommunikation für Kultur und Wirtschaft G mbH Bildnachweise: Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH Auflage: 200 10/2022 STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST EINLEITUNG EINLEITUNG Nach 24 Monaten Quartiersmanagement (QM) inden Stadtteilen Porz-Ost, Finkenberg, Grem‐ berghoven und Eil liegen zahlreiche Begegnun‐ gen mit inspirierenden Menschen, eigene stadt‐ teilbezogene Aktionen und sechs Antragsrunden für den Verfügungsfonds mit 21 bewilligten Pro‐ jektanträgen hinter uns. Wir möchten mit die‐ sem Abschlussbericht auf die vergangenen Mo‐ nate zurückblicken und Ihnen die zentralen Ergebnisse präsentieren. Die Stadt Köln hat unser Büro Stadt- und Regio‐ nalplanung Dr. Jansen GmbH Mitte Juni 2020 für die Dauer von zwei Jahren mit dem Quartiersma‐ nagement für das Sozialaumgebiet „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ beauftragt. Das Sozialraumgebiet ist eines der insgesamt elf‐ Sozialräume des städtischen Programms „Le‐ benswertes Veedel - Lebenswertes Köln“. Unser Aufgabenspektrum umfasste die drei Leistungs‐ bausteine Quartiersmanagement, Verfügungs‐ fonds und Öffentlichkeitsarbeit. Das QM war als „Kommunikationsdrehscheibe“ für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für das Sozialraumgebiet „Porz-Ost, Fin‐ kenberg, Gremberghoven und Eil“ definiert. Dazu gehörten der Aufbau von Kommunikationsstruk‐ turen, die Stärkung der Kooperation zwischen Stadtteilakteur*innen und die Beteiligung einer vielfältigen Bewohnerschaft. EINLEITUNG In Bezug auf das ISEK wünschte sich die Stadt Köln primär eine kommunikative und informati‐ onsvermittelnde Funktion sowie eine Aktivierung der Akteurs- und Bewohnerschaft. Von unserem Starke Veedel Büro in der Hoffnungskirche in Finkenberg haben wir diese Aufgabe wahrge‐ nommen und die Menschen aus dem Stadtteil heraus aktiv angesprochen. Der zweite Aufgabenschwerpunkt lag auf der Umsetzung des Verfügungsfonds. Mit 66.666 Euro verfügte die Stadt Köln über ein umfassen‐ des Budget, das für die Umsetzung bürgergetra‐ gener Projekte für die Stadtteile Porz-Ost, Fin‐ kenberg, Gremberghoven und Eil bereitgestellt wurde. Ehrenamtliches Engagement wurde mit diesem „Taschengeld für den Sozialraum“ aus‐ drücklich wertgeschätzt und der Zusammenhalt und die Teilhabe der Bewohnerschaft gestärkt. Nach zwei Jahren sind die vollständigen 66.666 Euro für insgesamt 21 Projekte bewilligt. In ei‐ nem eigenen Kapitel stellen wir Ihnen die ganz unterschiedlichen Verfügungsfondsprojekte aus den Stadtteilen vor. Zum dritten Baustein „Öffentlichkeitsarbeit“ ge‐ hörte die öffentlichkeitswirksame Begleitung und Kommunikation zu allen Entwicklungen im Rahmen des ISEK und der Arbeit des Quartiers‐ managements, um ein transparentes Verfahren sicherzustellen. Zugleich galt es, die Wahrneh‐ mung des Sozialraums für die dort lebenden Menschen und darüber hinaus positiv zu beein‐ flussen. Welche Methoden der Öffentlichkeitsar‐ beit wir im Zuge der Projektumsetzung genutzt haben, können Sie ebenfalls in unserem Ab‐ schlussbericht nachlesen. 76 Arbeitsbereiche des STARKE VEEDEL BÜROS: Aktionen, Verfügungsfonds, Öffentlichkeitsarbeit Übersicht über die elf Sozialräume des Programms „Lebenswertes Veedel – Lebenswertes Köln“ VERFÜGUNGSFONDS Bewerben,beraten, beantragen Von der Idee bis zurAbrechnung ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Kommunikationsdesign PR Social Media AKTIONEN Planen, Erreichen, aktivieren, unterstützen Motto: „Gemeinsam vor Ort“ STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST 9 Vorwort …………………………………………………………………………………………………………………………………………….5 1. Einleitung…………………………………………………………………………………………………………………………………………6 2. Das Sozialraumgebiet „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“…………………………….. 10 2.1 Ziele und Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes …………………………………. 12 2.2 Strukturdaten …………………………………………………………………………………………………………………………..14 2.3 Akteur*innenstruktur und bestehende Netzwerke ………………………………………………………………….. 16 3. Das Starke Veedel Büro………………………………………………………………………………………………. 18 3.1 Das Starke Veedel Büro vor Ort ………………………………………………………………………………………………. 20 3.2 Das Team stellt sich vor ………………………………………………………………………………………………………….. 21 4. Aktionen des Starke Veedel Büros……………………………………………………………………………….. 22 4.1 Befragungsaktion zum Projektstart ………………………………………………………………………………………….24 4.2 Eigene Videoreihe: „Starke Veedel – Starke Stimmen“………………………………………………………………25 4.3 Beteiligungsprozess für den Bahnhofplatz Gremberghoven …………………………………………………….26 4.4 Fotowettbewerb „Lieblingsorte“ für ein Veedel-Memo-Spiel …………………………………………………..27 4.5 Briefaktion „Erzähl Doch Mal…! “ …………………………………………………………………………………………….. 28 4.6 Upcycling-Workshops in der Stadtteilfestwoche Finkenberg ………………………………………………….. 29 4.7 Waffeln backen während der Impfparty ………………………………………………………………………………….. 30 4.8 Lichtkunst in Finkenberg ………………………………………………………………………………………………………… 31 4.9 Gestaltete Teelichter für Gremberghoven ………………………………………………………………………………. 32 4.10 Smoothies für Finkenberg …………………………………………………………………………………………………….. 33 4.11 Stromkästen 2.0 Gremberghoven …………………………………………………………………………………………. 34 4.12 Beetpatenschaft in Eil …………………………………………………………………………………………………………… 35 4.13 Unterstützung des neuen Bürgervereins in der Öffentlichke itsarbeit für Finkenberg ……………………………………………………………………………………………………………………….36 4.14 Begleitung der Baumaßnahmen im Sozialraumgebiet ………………………………………………………… 37 5. Verfügungsfonds………………………………………………………………………………………………………. 38 5.1 Der Verfügungsfonds – Aufruf zur Teilhabe und Mitgestaltung ……………………………………………… 40 5.2 Beratungsgremium und Beteiligungsverfahren ………………………………………………………………………. 41 5.3 Wirkungsweise im Sozialraumgebiet ………………………………………………………………………………………. 42 5.4 Die Veedels-Ideen – Thematische Schwerpunkte ……………………………………………………………………. 43 5.5 Projektportraits ………………………………………………………………………………………………………………………. 46 6. Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Design…………………………………………………………..54 6.1 Gesamtauftritt: Kommunizierte Werte und Corporate Design ………………………………………………… 56 6.2 Aktivierende Ansprache – Kommunikation der Aktionen …………………………………………………………57 6.3 Digital Unterwegs – Wir informieren und berichten ……………………………………………………………….. 58 6.4 Im Gespräch mit der Presse ……………………………………………………………………………………………………. 60 7. Fazit: 24 Monate Quartiersmanagement ……………………………………………………………………….. 62 Abbildungsverzeichnis ……….………………………………………………………………………………………………………………. 66 INHALT 2. DAS SOZIALRAUMGEBIET „PORZ-OST, FINKENBERG, GREMBERGHOVEN UND EIL“ Porz-ost, finkenberg, gremberghoven unD eil Die Oberbürgermeisterin ISEK Porz-Mitte GREMBERGHOVEN PORZ-OST EIL FINKENBERG 100 m 600 m Stadt Köln Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln Stand: 27. Januar 2 0 21 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 1. Büro für Quartiersmanagement (Starke Veedel Büro) Früh ansetzende Hilfen 2. Zugehende Hilfe 3. Stadtteileltern Öffentlicher Raum 4. Trendsportanlage Stresemannstraße 5. Umbau des Schützenplatzes zum multifunktionalen Freiraum mit Retentionsfunktion 6. Umbau des Platzes an der Leidenhausener Straße zum multifunktionalen Freiraum mit Retentionsfunktion 7. Generalsanierung der Sportanlage Humboldtstraße Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 8. Aufbau eines Hitzewarnsystems Wohnen 9. Zuhause im Veedel: Beteiligung und Wohnumfeldpflege 10. Haus-, Hof- und Fassadenprogramm Weitere Entwicklungsräume und Projekte 11. Integriertes Stadtentwicklungskonzept „Porz-Mitte“ 5 4 6 9 1 11 7 Starke Veedel – Starkes Köln weitere Entwicklungsräume und Projekte Wohnbaupotenzialflächen S-Bahn Stadtbahn STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST DER SOZIALRAUM Die Stadt Köln hat mit dem Integrierten Hand‐ lungskonzept „Starke Veedel –Starkes Köln“ die elf Sozialraumgebiete in den Blick genommen, in denen sozialintegrativer und städtebaulicher Handlungsbedarf besteht. Durch ein Monitoring Stadtentwicklung konnten für die Stadtteile und ihre Teilräume Themenfelder und Handlungsfel‐ der ermittelt werden. Das Sozialraumgebiet „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ mit seinen ca. 24.300 Einwohner*innen ist vor allem durch eine sozial- strukturelle und bauliche Heterogenität geprägt. In Teilbereichen des Sozialraumgebiets wurden in den vergangenen Jahren schon übergreifende Sanierungsprojekte durchgeführt. Allerdings existieren in den einzelnen Stadtteilen weitere gravierende Problemlagen. Besonders betroffen sind verschiedene Wohnsiedlungen und Ge‐ schossbauten mit baulichen Missständen und sozialintegrativen Herausforderungen. Nahezu ein Drittel der Bewohnerschaft des gesamten So‐ zialraumgebiets hat einen Migrationshinter‐ grund. Im Geschosswohnungsbau des Stadtteils Finkenberg ist der Anteil mit 93 % besonders hoch. Des Weiteren fehlt es an öffentlichen Begeg‐ nungsorten mit Aufenthaltsqualität. Dies trägt dazu bei, dass die Identifizierung mit den einzel‐ nen Stadtteilen und die gesellschaftliche Teilha‐ be im gesamtstädtischen Vergleich niedrig aus‐ fallen. Eine überdurchschnittlich hohe Erwerbslosigkeit und die besonders heterogene Bevölkerungsstruktur verstärken diese Entwick‐ lung noch. Durch bauliche und soziale Maßnah‐ men, z. B. im Bereich Integration, Bildung und Prävention, kann das Potenzial einer solchen He‐ terogenität genutzt werden. Damit können Im‐ pulse für die nachhaltige Aufwertung des ge‐ samten Entwicklungsgebiets gesetzt werden. Mit dem 2019 beschlossenen Integrierten Stadt‐ entwicklungskonzepts (ISEK) für das Sozialraum‐ gebiet „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ wurden Fördermittel im Rahmen des Programms Soziale Stadt aus der Städtebauför‐ derung beantragt. Für weitere Maßnahmen konnten Fördermittel aus dem EFRE (Europäi‐ scher Fonds für regionale Entwicklung) sowie dem ESF (Europäischer Sozialfonds) generiert werden. Auf dieser Basis wurden Maßnahmen mit einem Kostenvolumen i. H. v. rund 5,7 Mio. Euro gefördert. Dazu gehören bauinvestive Maß‐ nahmen wie die Herstellung multifunktionaler Freiräume mit Retentionsfunktion in Eil, die Trendsportanlage Stresemannstraße sowie die Generalsanierung der Sportanlage Humboldt‐ straße. Hinzu kommen Maßnahmen für den gesamten Sozialraum wie das Quartiersmanagement und der Verfügungsfonds, das Haus-, Hof- und Fassa‐ denprogramm sowie die „Stadtteileltern“. Ziel aller Maßnahmen war und ist es, das Sozial‐ raumgebiet aufzuwerten, zu beleben, zu stabili‐ sieren und eine positive öffentliche Wahrneh‐ mung zu befördern. 2.1 ZIELE UND MASSNAHMEN DES INTEGRIERTEN STADTENTWICKLUNGS- KONZEPTES 1312 DER SOZIALRAUM Titelseite des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für das Sozialraumgebiet STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST DER SOZIALRAUM DER SOZIALRAUM Die Sozialraumdaten wurden im Rahmen des ISEK im Jahr 2016 umfassend untersucht und stellten die Basis für die Ableitung von Hand‐ lungserfordernissen und Projektinhalten für das Sozialraumgebiet dar. Im ISEK wurde die beson‐ dere Heterogenität des Sozialraumgebiets her‐ vorgehoben. Diese wurde nicht nur in der Demo‐ grafie der Stadtteile (Anteil Menschen mit Migrationshintergrund, Alten- und Jugendquoti‐ ent etc.), sondern unter anderem auch bei der unterschiedlichen Baustruktur deutlich. Die mehrstöckigen Geschosswohnbauten in Finken‐ berg zeigten hierbei deutlich auffallendere Sozi‐ aldaten, insbesondere bei dem Anteil von Haus‐ halten im Leistungsbezug (47,2 % im Jahr 2016). Einige Strukturdaten für das gesamte Sozial‐ raumgebiet haben wir für den Abschlussbericht aktualisiert und in einer Tabelle zusammenge‐ fasst (Quelle: Stadt Köln, Datenstand 2021). Der leichte Zuwachs an Einwohner*innen hat sich im Sozialraumgebiet seit 2016 verfestigt. Wie bereits im ISEK dargelegt, ist dieser Zuwachs aus dem Jahr 2016 unter anderem mit der bun‐ desweiten Aufnahme von Geflüchteten im Jahr 2015 zu erklären. Dies erklärt auch den Zuwachs an Menschen mit Migrationshintergrund im Jahr 2016, der 2020/2021 nur leicht weiter angestie‐ gen ist. Insgesamt leben im Jahr 2022 24131 Menschen im Sozialraumgebiet, die Anzahl der Bewohner*innen bleibt damit im Vergleich zum Jahr 2016 nahezu konstant. Die im ISEK analy‐ sierte Altersstruktur des Sozialraumgebiets zeigt auch im Jahr 2021 keine starke Veränderung. Weiterhin ist die Bevölkerung im Sozialraumge‐ biet im Vergleich zu der Gesamtstadt im Jahr 2021 überdurchschnittlich jung (Jugendquotient 34,7 im Sozialraumgebiet, Gesamtstadt: 24,6), der Anteil an Menschen über 65 Jahren ist im Vergleich zur Gesamtstadt ebenfalls weiterhin höher (Altenquotient 32,5 im Sozialraumgebiet, 27,0 in der Gesamtstadt). 2.2 STRUKTURDATEN Zu vermerken ist ein Anstieg der Arbeitslosen‐ quote von gut 2,5 Prozentpunkten im Jahr 2020 (14,6 %) im Vergleich zum Jahr 2016 (11,8 %). Hier ist vermutlich von Einflüssen der Corona- Pandemie auszugehen. Im Jahr 2021 ist die Quo‐ te jedoch bereits wieder leicht zurückgegangen (13,9 %). Die Werte für die Bildungsteilhabe sind im Ver‐ gleich zum Jahr 2016 konstant geblieben. Dieser Wert beschreibt den Anteil der Kinder, die in den Jahrgangstufen 7-9 das Gymnasium besuchen (im Sozialraumgebiet 2016: 25,1 %, 2021: 25,0 %). Für das Sozialraumgebiet ist dieser An‐ teil weiterhin deutlich geringer im Vergleich zur Gesamtstadt (Stadt Köln: 2016: 39,9 %, 2021: 42,0 %). Positiv hervorzuheben ist, dass durch den Verfügungsfonds einige Projekte umgesetzt wurden, die die Bildungsteilhabe als Projektziel adressieren. Dazu gehören unter anderem die Förderung der Kids-Gärten, die Workshops zu unterschiedlichen Themen für Kinder und Jugendliche in Finken‐ berg oder des Projektes „Fahrrad fahren lernen in Finkenberg“ des Fördervereins der Konrad Adenauer Grundschule. Der Vergleich zeigt, dass sich die Strukturdaten für das Sozialraumgebiet seit 2016 verfestigt ha‐ ben. Die vorgestellten Indikatoren verdeutlichen den Handlungsbedarf für das Sozialraumgebiet, der bereits im Leitkonzept festgestellt und wei‐ terhin mit entsprechenden Maßnahmen begeg‐ net werden sollte. Aktuell ist noch nicht abzu- schätzen, welchen Einfluss der Krieg in der Ukrai‐ ne auf das soziale Gefüge im Sozialraumgebiet haben wird, da eine große russische und osteu‐ ropäische Community in Finkenberg lebt. 1514 „Die zusätzlichen Kosten für Masken oder neue tech‐ nische Geräte und natürlich die langen Lockdowns in zum Teil sehr kleinen Wohnungen waren eine große Belastung besonders für die Familien hier im Stadt‐ teil. Das Leben auf der Straße hat über die zwei Jahre deutlich abgenommen. Wir spüren aber, dass das jetzt wiederkommt.“ (Jochen Schäfer, Sozialraumkoordinator) „Der Krieg ist ein hochsensibles Thema hier im Stadt‐ teil. Wir wissen von Diskussionen und Streitgesprä‐ chen zwischen ukrainischen und russischen Men‐ schen und dass hier natürlich eine große Anspannung herrscht. Viele Anwohner*innen haben bereits früh‐ zeitig geflüchtete Verwandte oder Landsleute aufge‐ nommen. Zur Unterstützung sind die verschiedenen Träger vor Ort auch mit den Wohnungsunternehmen in engem Austausch.“ (Jochen Schäfer, Sozialraumkoordinator ) Strukturdaten Sozialraumgebiet (eigene Darstellung auf Basis von Daten der Stadt Köln) STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST DER SOZIALRAUM DER SOZIALRAUM Seit vielen Jahren ist für das Sozialraumgebiet „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ im Rahmen des Programms „Lebenswerte Vee‐ del“ eine Sozialraumkoordination in Trägerschaft der Diakonie Michaelshoven aktiv. Durch den So‐ zialraumkoordinator Jochen Schäfer wurde ein großes Netzwerk aufgebaut, das in regelmäßi‐ gen Netzwerktreffen tagt und sich austauscht. An den Treffen nehmen insbesondere die sozia‐ len Träger teil, aber auch die Kirchen, Bürgerver‐ eine und Engagierte aus den Stadtteilen. Auch das Quartiersmanagement (QM) nahm re‐ gelmäßig an den Netzwerktreffen teil und konn‐ te so die Informationen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ in das Netzwerk hineintragen. Ein weiteres zentrales Netzwerk für das QM ist das Beratungsgremium, das für die Umsetzung des Verfügungsfonds eingesetzt wurde. Das Be‐ ratungsgremium wurde aus dem Leiter des Bür‐ geramts Porz, der Jugendpflegerin Porz, der Lei‐ terin des Interkulturellen Diensts und dem Sozialraumkoordinator zusammengesetzt. Die Mitglieder sind im Sozialraumgebiet gut vernetzt und dienten – neben ihrer Expertise für die Ver‐ fügungsfonds-Anträge – auch als Multiplika- tor*innen für Anliegen des QM zu vielen weite‐ ren Akteur*innen vor Ort. Darüber hinaus hat das QM direkt zu Anfang des Projekts Kontakt zu den drei Bürgervereinen aus Gremberghoven, Eil und Finkenberg aufgenom‐ men. Diese stellen wiederum Netzwerke dar, durch die der Verfügungsfonds und andere Pro‐ jekte des QM vor Ort bekannt gemacht werden konnten. Der Verfügungsfonds bot darüber hin‐ aus eine gute Möglichkeit, das große Engage‐ ment der Akteur*innen und Vereine vor Ort fi‐ nanziell zu unterstützen und zu bestärken. Das QM stimmte grundsätzlich neue Ideen zu‐ nächst mit Sozialraumkoordinator Jochen Schä‐ fer ab, um eine Rückmeldung unter anderem zu bisherigen Erfahrungen im Stadtteil und ggfls. Kooperationspartner*innen oder andere Hinwei‐ se zu erhalten. Diese Vorgehensweise zeigte sich im Zuge der Umsetzung des Projekts als sehr hilfreich für die erfolgreiche Entwicklung von Projekten des QM. Trotz der Corona-Pandemie und den damit ein‐ hergehenden Kontaktbeschränkungen konnte das QM über das bereits bestehende Netzwerk und eigene direkte Kontakaufnahmen schnell Kontakt zu den Einrichtungen und Aktiven aus den Stadtteilen aufbauen und diesen über die zwei Jahre vertiefen. 2.3 AKTEUR*INNENSTRUKTUR UND BESTEHENDE NETZWERKE DIE ZENTRALEN KOOPERATIONSPARTNER*INNEN 1716 Sozialraumkoordinator Jochen Schäfer (l) organisiert die (zwischenzeitlich digitalen) Netzwerktreffen für das Sozi‐ alraumgebiet. 3. DAS STARKE VEEDEL BÜRO STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST DAS STARKE VEEDEL BÜRO DAS STARKE VEEDEL BÜRO Das Starke Veedel Büro wurde als zentrale Schaltstelle für das Quartiersmanagement im So‐ zialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ und gleichzeitig als wichtige Anlaufstelle für alle Akteur*innen und Bewohner*innen kon‐ zipiert. Die Einrichtung sollte daher eine freund‐ liche und einladende Atmosphäre vermitteln und gleichzeitig die Zusammenarbeit durch die Nähe zu anderen Akteur*innen mitten in Finkenberg vereinfachen. Das Starke Veedel Büro wurde in erster Linie von Philipp Dreger als Quartiersma‐ nager betreut und war an zwei Tagen der Woche besetzt. Durch die mehrmonatigen Kontaktbeschränkun‐ gen im Zuge der Corona-Pandemie konnte das Starke Veedel Büro nur zeitweise als Treffpunkt im Sozialraumgebiet genutzt werden. Die zentra‐ le Lage im Stadtteil erleichterte dennoch die Herangehensweise des QM, die Menschen vor Ort aktiv anzusprechen. Besonders durch eigene Aktionen (digital und vor Ort) sowie erfolgreiche Verfügungsfondsprojekte konnte das QM im Laufe der Projektumsetzung in den Stadtteilen sichtbar und bekannt werden. Für das Starke Veedel Büro wurde ein Raum in der Hoffnungskirche auf dem Kirchenhügel in Finkenberg in der Theodor-Heuss-Straße 1 ange‐ mietet. Durch diesen Standort war das Starke Veedel Büro in der Mitte des Projektgebiets ver‐ ortet; die Wege zu allen Akteur*innen im Sozial‐ raumgebiet waren kurz. Das QM teilte sich den Raum mit dem Familienbildungswerk-Porz e. V. Das Büro wurde mit einem Schreibtisch sowie ei‐ ner gemütlichen Sitzecke ausgestattet, sodass Beratungen mit bis zu vier Personen problemlos möglich waren. Das Starke Veedel Büro stand der Bewohner‐ schaft mit Öffnungszeiten montags und mitt‐ wochs in Präsenz zur Verfügung. Aufgrund der Corona-Einschränkungen waren spontane Sprechstunden lange Zeit nicht möglich. Seit der Eröffnung am 9. November 2020 konnten Inter‐ essierte aber mit vorheriger Anmeldung das Starke Veedel Büro besuchen. 3.1 DAS STARKE VEEDEL BÜRO VOR ORT 3.2 DAS TEAM STELLT SICH VOR Das Quartiersmanagement wurde durch Philipp Dreger, Barbara Zillgen und Lukas Finkeldei von Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH betreut. Philipp Dreger (M.A. Sozialwissenschaft mit Schwerpunkt Stadt- und Regionalentwicklung) war als Quartiersmanager das „bekannte Ge‐ sicht“ vor Ort für alle Einrichtungen, Vereine und die Bewohnerschaft. Durch die regelmäßigen Präsenztage am Montag und Mittwoch und über den guten Kontakt zu Sozialraumkoordinator Jo‐ chen Schäfer konnten schnell vor Ort Kontakte geknüpft und der Verfügungsfonds sowie eigene Aktionen im Sozialraumgebiet umgesetzt wer‐ den. Barbara Zillgen (Diplom-Geografin) konnte ihre langjährige Erfahrung im Quartiers-, City- und Projektmanagement besonders in der Startphase des Projektes einbringen. Sie erarbeitete unter anderem die Halbjahresplanung zur Abstim‐ mung mit der Stadtverwaltung und organisierte eigene Aktionen des Starke Veedel Büros. Lukas Finkeldei (M. Sc. Humangeografie) arbeite‐ te durch seinen Schwerpunkt in Beteiligung und Moderation bei größeren Veranstaltungen des Starke Veedel Büros mit, wie beispielsweise der Beteiligungsaktion zum Projektstart. Darüber hinaus unterstützten über die Pro‐ grammlaufzeit die drei studentische Mitarbeite‐ rinnen Lea ten Voorde, Lisa Scheithauer und Christina Brüning bei den Aktionen des QM und der Öffentlichkeitsarbeit. Das Team legte großen Wert auf eine wertschät‐ zende Zusammenarbeit mit den Akteur*innen und Bewohner*innen vor Ort und verfolgte ei‐ nen stärkenorientierten Ansatz der Quartiersent‐ wicklung. Vorhandene Potenziale und Ressour- cen wurden gestärkt, bürgerschaftliches Engage‐ ment gefördert und unterstützt. Mit Aufge‐ schlossenheit, Engagement und einer positiven Herangehensweise begegnete das Team den in‐ dividuellen Aufgaben und Anforderungen des Sozialraums. 2120 Barbara Zillgen und Philipp Dreger Das Starke Veedel Büro in Finkenberg Philipp Dreger und Christina Brüning 4. AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS Als erste öffentliche Aktion des Quartiersmana‐ gements wurde am 17. Juli 2020 im Sozialraum‐ gebiet eine Befragungsaktion durchgeführt. Das Ziel der Beteiligung war die Vorstellung des QM und die Bekanntmachung des Verfügungsfonds bei der Bewohnerschaft sowie ein Erkenntnisge‐ winn über die aktuellen Lebenssituationen, Be‐ darfe und Themen der Menschen aus den einzelnen Stadtteilen des Projektgebiets. Hierfür zog das Team des Starken Veedel Büros einen ganzen Tag lang mit Luftballons und Fahrrad vom Bahnhofsplatz in Gremberghoven über den Platz der Kulturen in Finkenberg zum Platz an der Leidenhausener Straße in Eil. Insgesamt wur‐ den 88 Bewohner*innen aus den verschiedenen Veedeln zu ihren persönlichen Eindrücken und Wünschen für ihr Veedel befragt. Die Erkenntnis‐ se aus der Befragung wurden in einer separaten Ergebnisdokumentation festgehalten. Sie bilde‐ ten die Basis für die vom QM initiierten Aktivitä‐ ten im Quartier. 4.1 BEFRAGUNGSAKTION ZUM PROJEKTSTART 4.2 EIGENE VIDEOREI HE: „STARKE VEEDEL – STARKE STIMMEN“ Seit Anfang des Jahres 2021 nahm das Quar‐ tiersmanagement eine eigene Videoreihe mit dem Titel „Starke Veedel – Starke Stimmen“ auf. Ziel der Videos war es, ein positives Signal in die Nachbarschaft zu senden und zu zeigen, dass sich Engagement für den eigenen Stadtteil im‐ mer lohnt – auch oder gerade in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie. In den ersten Folgen berichteten Menschen aus dem Sozialraumge‐ biet in kurzen Wortbeiträgen davon, warum sie gerne in ihrem Stadtteil leben und sich einbrin‐ gen oder stellten ihre Projekte vor. Aufgrund der Corona-konformen Umsetzbarkeit (für die Auf‐ nahme trafen sich jeweils zwei Personen), konnte das Projekt auch während des Lockdowns im Ja‐ nuar – April 2021 durchgeführt werden. Die ersten drei Folgen wurden am 19. Februar 2021 auf einem neu gegründeten Youtube-Kanal der Sozialraumkoordination veröffentlicht. So wird gewährleistet, dass die Videos auch noch nach Beendigung des Projektes verfügbar sind und auf einem Youtube-Kanal verschiedene Bei‐ träge über das Sozialraumgebiet neben denen des QM veröffentlicht werden. Im Mai 2021 folgte die zweite Folge „Starke Vee‐ del – Starke Stimmen“ in der sich Ozan Kay (Ab‐ iturient aus Gremberghoven) und Stephanie Jung (Sozialarbeiterin im Jugendzentrum Grem‐ box) über die ersten drei Folgen unterhielten und Herr Kay erläuterte, was ihm sein Stadtteil Gremberghoven aus Perspektive eines Jugendli‐ chen bedeutet. Über den Sommer 2021 folgten drei weitere Folgen „Starke Veedel – Starke Stim‐ men“. In Folge 5 stellten Wolfgang Schmitz, Andreas Fromm, Dirk Tonding und Jürgen Kubanek das Musikprojekt "mEILensteine" aus Köln-Eil vor. In der sechsten Folge sind verschiedene Stimmen zum ersten Pop-Up Markt in Gremberghoven zu hören, der am Samstag, den 26. Juni 2021 statt‐ fand. Die letzte der drei Sommerfolgen gab Einblicke in den Upcycling-Workshop des QMs zur Stadt‐ teilfest-Woche vom 20.-24. September 2021 in Finkenberg. Mit Textilsprühfarbe konnten Be‐ wohner*innen ihre kreativen Ideen auf Taschen aus alten Stoffen sowie T-Shirts umsetzen und während des gemeinsamen Gestaltens Kontakte in der Nachbarschaft knüpfen. Im Jahr 2022 wur‐ de die Videoreihe fortgesetzt und sowohl erfolg‐ reiche Verfügungsfonds-Projekte (Toolbox Gremberghoven, Stromkästen-Gestaltung in Gremberghoven, Fahrradstation in Finkenberg) als auch eigene Aktionen des QM vorgestellt. Die Videoreihe konnte somit über die Laufzeit des Projektes zu einem Stadtteil-Videoblog wei‐ terentwickelt werden. Die Folgen wurden in den sozialen Netzwerken geteilt und zum Teil mehre‐ re hundert Mal aufgerufen. Alle Folgen können weiterhin auf Youtube angesehen werden. 2524 Auszug aus dem Artikel über die erste Befragungsaktion (Rheinische Anzeigeblätter, 06.08.20) Impressionen der Befragungsaktion QR-Code zur Videoreihe „Starke Veedel – Starke Stimmen“ STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS Direkt zu Beginn des Projektes wurde in der Be‐ fragungsaktion in Gremberghoven deutlich, dass den Bewohner*innen Orte des Zusammenkom‐ mens fehlen. Besonders in Hinblick auf den Bahnhofplatz, der aktuell vorrangig als Parkplatz genutzt wird, wünschte sich die Bewohnerschaft eine Veränderung hin zu mehr Aufenthaltsquali‐ tät. Auch die Stadt Köln trat mit dem Auftrag an das Quartiersmanagement heran, explizit für den Bahnhofplatz in Gremberghoven eine Beteili‐ gung zu organisieren, um den Verfügungsfonds als Förderinstrument für eine Aufwertung zu nutzen. Vor diesem Hintergrund fand im Dezem‐ ber 2020 eine erste interne Abstimmung mit den Fachämtern der Stadt Köln statt, um grundsätz‐ lich die gestalterischen Möglichkeiten auf dem Bahnhofplatz zu erörtern. Für den 19. März und den 23. April 2021 organi‐ sierte das QM zwei digitale Beteiligungsaktio‐ nen, an denen ca. 15 Engagierte aus Gremberghoven teilnahmen. In den beiden Tref‐ fen stand zunächst die Erläuterung der Ergebnis‐ se aus der vorherigen internen Abstimmung mit der Stadtverwaltung sowie von aktuellen Förder‐ möglichkeiten (Verfügungsfonds, bezirksorien‐ tierte Mittel) für Umgestaltungen auf dem Bahnhofplatz im Vordergrund. Im Anschluss wur‐ den im Plenum Gestaltungsideen gesammelt und ein gemeinsames Vorgehen der unter‐ schiedlichen ehrenamtlichen Gruppen in Grem‐ berghoven anvisiert. Im Mai 2021 erfolgte ein weiteres Treffen mit En‐ gagierten aus dem Stadtteil vor Ort, in dem über Gestaltungsvarianten diskutiert wurde. Daraufhin erarbeitete Herr Geisler vom Bürgerverein Grem‐ berghoven einen Gestaltungsentwurf, der in der 6. Antragsrunde des Verfügungsfonds beantragt und Anfang 2022 unter Vorbehalt der notwendi‐ gen Genehmigungen bewilligt wurde. Die Maß‐ nahme konnte von Seiten der Fachämter nicht genehmigt werden. Dem Bürgerverein wurde daraufhin vorgeschlagen, ein anderes Projekt in ähnlicher Förderhöhe zu beantragen. 4.3 BETEILIGUNGSPROZESS FÜR DEN BAHNHOFPLATZ GREMBERGHOVEN 4.4 FOTOWETTBEWERB „LIEBLINGSORTE“FÜR EIN VEEDEL-MEMO-SPIEL Um mehr über die Lieblingsorte der Bewoh- ner*innen des Sozialraumgebiets zu erfahren und die Identifikation mit den Stadtteilen zu stärken, organisierte das Quartiersmanagement im Mai 2021 einen Foto-Wettbewerb für ein Vee‐ del-Memo-Spiel mit einer Laufzeit von Juni bis Ende August 2021. Gesucht wurden aktuelle oder historische Fotos, die Orte im Sozialraum‐ gebiet zeigen, an denen sich die Bewohner*in‐ nen gerne aufhalten. Die Fotos sollten somit persönliche Blicke auf die Stadtteile sichtbar ma‐ chen und Eigenschaften hervorheben, die das Veedel zu einem besonderen Ort für die dort le‐ benden Menschen auszeichnet. Leider kamen trotz Verlängerung der Laufzeit und Werbung über alle dem QM verfügbaren Kanäle insgesamt nicht genug Fotos zusammen, sodass die Herstellung eines Veedel-Memo- Spiels leider nicht möglich war. Dennoch konnte das QM über die Aktion weitere Kontakte zu Ak‐ tiven aus dem Stadtteil knüpfen und den Verfü‐ gungsfonds bewerben. 2726 Der Bahnhofsplatz in Gremberghoven STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS Im Sozialraumgebiet wohnen und leben Men‐ schen unterschiedlichen Alters, die jedoch nur wenige Berührungspunkte haben. Die Corona- Krise erschwerte den Austausch zwischen jungen und älteren Generationen zusätzlich. Während junge Menschen das Leben im Quartier lediglich aus heutiger Sicht kennen, leben viele ältere Menschen schon seit vielen Jahren dort. Vor diesem Hintergrund startete das QM im Rahmen der jährlichen Kinder-Ferienfreizeit „Sommercamp -Finkenhoven“ im Juli 2021 die Briefaktion „Erzähl doch mal…!“. Ziel der Briefaktion war es, einen Corona-konfor‐ men Austausch zwischen der jüngeren und der älteren Generation im Quartier zu schaffen. Der Austausch fand zwischen den Kindern aus dem Sommercamp sowie Senior*innen aus dem Jo‐ hanniter-Haus in Finkenberg statt. Die teilnehmenden Kinder bekamen die Mög- lichkeit, kurze Briefe zu verfassen und Fragen an ältere Menschen zu stellen, die in ihrem Stadtteil aufgewachsen sind oder dort schon seit längerer Zeit wohnen und leben. Zudem berichteten die Kinder von ihrem Alltag aus dem Veedel und worauf sie sich am meisten freuen, wenn die Pandemie vorbei ist. Das QM besuchte die Kinder am ersten Tag des Sommer‐ camps, um ihnen von der Aktion zu erzählen und sie anschließend beim Verfassen der Briefe zu unterstützen. Im Anschluss übermittelte das QM die verfassten Briefe an die Senior*innen im Jo‐ hanniter-Haus. Am letzten Tag des Sommercamps brachte das QM die Antwortbriefe der Senior*innen zu den Kindern, um sie mit ihnen zusammen zu lesen und über die verschiedenen Sichtweisen auf den Stadtteil zu sprechen. In ihren Antwortbriefen gingen die Senior*innen auf die Fragen der Kinder ein und berichteten von ihren Erinnerun‐ gen an den Stadtteil. 4.5 BRIEFAKTION „ERZÄHL DOCH MAL…!“ 4.6 UPCYCLING-WORKSHOPS IN DER STADTTEILFESTWOCHE FINKENBERG Im Rahmen der Stadtteilfestwoche in Finkenberg vom 20.-24. September 2021 organisierte das QM mehrere Upcycling-Workshops zum Gestal‐ ten von Taschen und T-Shirts. Die teilnehmenden Kinder und Senior*innen konnten mittels einer Sprüh-Technik ihre eigenen Ideen und Motive gestalten und umsetzen. Ziel des Workshops war es, ein Angebot zum kreativen Arbeiten zu schaf‐ fen. Darüber hinaus entstand mit dem Workshop ein Raum, um Menschen aus dem Quartier zu‐ sammen zu bringen und im gemeinsamen Ge‐ stalten Corona-konforme Begegnungen innerhalb der Nachbarschaft zu ermöglichen. Außerdem griff der Workshop das Thema „Upcy‐ cling“ auf. Die Taschen im Workshop wurden von ehrenamtlichen Helfer*innen aus dem Bürger‐ zentrum Finkenberg aus alten Stoffen genäht. Die T-Shirts wurden vom Theater „Der Spaß e. V.“ gesponsert. Somit erfuhren die Teilneh‐ menden des Workshops, wie sie mit kreativen Methoden alte Materialien aufwerten und weiter nutzen können. Aufgrund der Corona-Lage fand das Sommerfest dezentral verteilt über die gesamte Woche vom 20.-24. September 2021 statt. Hierzu besuchte das QM unter der Woche eine dritte Klasse der Gemeinschaftsgrundschule Konrad-Adenauer- Straße sowie das Johanniter Haus in Finkenberg. Zusätzlich bot das QM den Workshop am Freitag zur Abschlussveranstaltung am Bürgerzentrum als offenes Angebot für alle Bewohner*innen aus dem Quartier an. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, besonders von den Kindern aus dem Stadtteil. Zahlreiche T-Shirts und Taschen wurden gestaltet, oft als Geschenk für Großeltern oder Eltern. 2928 Impressionen von der Briefaktion „Erzähl doch mal…!“ Impressionen aus den Upcycling-Workshops STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS Das Gremberghovener Teelicht wurde vom Quar‐ tiersmanagement gestaltet, um die Gremberg‐ hovener*innen durch das bekannte Torbogen- haus als Motiv an ihre Heimat zu erinnern und damit den Zusammenhalt der Bürger*innen zu stärken. Da eine gemeinsame Bastelaktion auf‐ grund der andauernden Kontaktbeschränkungen nicht stattfinden konnte, erfolgte die Umsetzung im Starke Veedel Büro. Grundlage für das Motiv war ein altes schwarz-weiß-Foto des historischen Gebäudes, welches in eine Zeichnung umgewan‐ delt wurde, sodass das Motiv durch den Kerzen‐ schein gut wirken konnte. Verteilt wurden die Teelichter zusammen mit einer kleinen Weih‐ nachtskarte des Starke Veedel Büros auf den zwei Weihnachtsmärkten in Gremberghoven am 11. und 18. Dezember 2021. So konnte es dem QM gelingen, kleine Lichtzei‐ chen in Gremberghoven zu setzen und als Starke Veedel Büro vor Ort Präsenz zu zeigen. Das Mo‐ tiv des historischen Torbogenhauses wurde vom QM zum Download zur Verfügung gestellt, so‐ dass die Bewohner*innen es weiter nutzen kön‐ nen und es sich ggfls. langfristig als Bildmarke für Gremberghoven entwickeln kann. 4.9. GESTALTETE TEELICHTER FÜR GREMBERGHOVEN 4.10 SMOOTHIES FÜR FINKENBERG Mit der Aktion „Smoothies für Finkenberg “ un‐ terstützte das Starke Veedel Büro das Verfü‐ gungsfonds-Projekt von Hubert Röser. Er ist El‐ ternpflegschaftsvorsitzender der Lise-Meitner Gesamtschule, Leiter des Küchenteams des Som‐ mercamps und des Interkulturellen Cafés. Die Idee ist, Obst und Gemüse, das bei der Tafel in Finkenberg übrig bleibt, weiter zu verwenden. Es sollen daraus Smoothies hergestellt und kosten‐ los verteilt werden. Das Projekt verfolgt zwei Zie‐ le: Einerseits soll Abfall vermieden und auf Le‐ bensmittelverschwendung aufmerksam gemacht werden. Anderseits wird Kindern und Jugendli‐ chen durch die Aktion Gemüse und Obst in in‐ teressanter und leckerer Form gezeigt. Der Smoothie-Maker wurde über den Verfügungs‐ fonds beantragt und bewilligt, sodass Ende März die ersten „Smoothies für Finkenberg!“ auf der Impfparty am Jobwerk Porz verteilt werden konnten. In Zukunft sollen die Smoothies regelmäßig bei Veranstaltungen im Stadtteil (Sommercamp, Stadtteilfest etc.) ausgeschenkt werden. Das QM unterstützte die Aktion darüber hinaus noch mit der Herstellung einer Beachflag, die in Zukunft die „Smoothies für Finkenberg!“ sichtbar macht. 3332 Das historische Torbogenhaus und die daraus entstandnen Teelichter für Gremberghoven Impressionen von der Smoothie-Aktion STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS AKTIONEN DES STARKE VEEDEL BÜROS Im Rahmen eines Verfügungsfonds-Projektes wurden bereits im Herbst 2021 insgesamt neun Stromkästen in Gremberghoven bemalt. Der Ge‐ staltungsentwurf für die Stromkästen wurde durch den Gremberghovener Designer Marc Jungmann entworfen und gespendet. Durch die Gestaltung sollte eine Aufwertung des Straßen‐ bildes erfolgen, die historischen Bezüge im Stadtteil herausgearbeitet und der nachbar‐ schaftliche Austausch gefördert werden. Grund‐ lage für die Gestaltungsvorlage sind historische Fotos aus Gremberghoven und die Blüten der lo‐ kalen Kirschbäume. Im April 2022 konnten in einer gemeinsamen Aktion von Marc Jungmann und dem Quartiers‐ management zwei weitere Stromkästen zentral im Stadtteil an der Ecke Bahnhofstraße/Hohen‐ staufenstraße verschönert werden. Das Besonde‐ re bei diesem Mal: Das Projekt erhielt Unterstützung von den Kindern der nahegelege‐ nen Kita „Große Riesen“. In einer Bastelstunde schnitten die Kinder die Schablonen aus, die später zum Besprühen genutzt werden konnten. Beim Besprühen der Stromkästen durften die Kinder zuschauen und teilweise auch mithelfen. 4.11 STROMKÄSTEN 2.0 GREMBERGHOVEN 4.12 BEETPATENSCHAFT I N EIL Die „Grün statt Müll-AG Porz-Eil“ besteht aus mehreren engagierten Eilerinnen, die insekten‐ freundliche Beete im Stadtteil anlegen. Es konn‐ ten so schon mehrere Grünflächen im Rahmen einer offiziellen Patenschaft verschönert werden, wie z. B. an der Ecke Berger Straße / Neue Eiler Straße. Das Projekt wird von den Bewohner*in‐ nen des Stadtteils sehr begrüßt und gewert‐ schätzt. Anfang 2022 unterstützte das QM die AG dabei, eine weitere Patenschaft einzugehen und ein neues Beet in der Kurt-Schumacher-Straße zu verschönern. Am 23. April wurde in einer Ge‐ meinschaftsaktion das Beet von Müll und Un‐ kraut befreit und insektenfreundliche Pflanzen dazugesetzt, analog zum „Nachbar“ gegenüber, wo bereits eine Patenschaft durch die AG be‐ steht. 3534 Impressionen aus der Aktion „Stromkästen 2.0“ Impressionen der gestalteten Beete aus Eil Der Flyer des Bürgervereins Porz-Finkenberg e. V. Impressionen der laufenden Baumaßnahme am Eiler Schützenplatz Die „Finkenberg-Skyline“ 5. VERFÜGUNGSFONDS STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST VERFÜGUNGSFONDS VERFÜGUNGSFONDS Mit dem Förderinstrument des Verfügungsfonds wird angestrebt, Engagement im Stadtteil zu för‐ dern und die Bewohnerschaft zu aktivieren. Durch die Verfügbarkeit finanzieller Mittel kön‐ nen Menschen konkret an der Gestaltung ihres Wohnorts mitwirken. Ziel der im Rahmen des Verfügungsfonds durchgeführten Projekte ist es, einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Vee‐ dels und der Veedelsgemeinschaft zu leisten. Mit dem Verfügungsfonds bestand die Möglichkeit, Projekte aus und für die Bewohnerschaft des So‐ zialraumgebiets mit bis zu 4.999 Euro (zzgl. MwSt.) zu fördern. Das Quartiersmanagement übernahm die Aufga‐ be, interessierte Bewohner*innen zum Verfü‐ gungsfonds zu beraten und unterstützte bei der Planung und Umsetzung über die Antragsstel‐ lung bis zur Abrechnung von Projekten. Diese Beratungsfunktion rund um den Verfü‐ gungsfonds war die zeitintensivste Tätigkeit des QM. Positiv hervorzuheben ist, dass die Erstbera‐ tungsgespräche für den Verfügungsfonds zu Be‐ ginn des Projektes mit Kennlerngesprächen mit engagierten Akteur*innen in allen Stadtteilen des Sozialraumgebiets verbunden werden konn‐ ten. Das QM konnte daher, trotz Corona-Pande‐ mie und eingeschränkter Möglichkeiten, mit zahlreichen Akteur*innen aus dem Sozialraum‐ gebiet in einen intensiven Austausch treten. Die‐ se Akteur*innen wirkten zugleich als Multiplikator*innen in ihre Stadtteile. In der Projektlaufzeit führte das QM zahlreiche Beratungsgespräche, aus denen schließlich 21 förderfähige Anträge hervorgingen. Diese sind in ihrer Gesamtheit in Kapitel 5.5 dargestellt. Die Projektvielfalt zeigt, dass der Verfügungs‐ fonds ein sinnvolles Instrument für den Sozial‐ raum ist – das bereits bestehende Engagement von Akteur*innen wurde durch den neuen För‐ dertopf gestärkt. In allen Antragsrunden gab es darüber hinaus überwiegend positive Rückmel‐ dungen aus dem Beratungsgremium. Dies ver‐ deutlicht, dass die Verfügungsfonds-Projekte für das Sozialraumgebiet bedarfsgerecht waren. 5.1 DER VERFÜGUNGSFONDS – AUFRUF ZUR TEILHABE UND MITGESTALTUNG 5.2 BERATUNGSGREMIUM UND BETEILIGUNGSVERFAHREN Das Beratungsgremium zum Verfügungsfonds wurde bereits zum Programmstart von der Stadt Köln installiert. Mitglieder des Gremiums waren der Sozialraumkoordinator, der Leiter des Bürge‐ ramts Porz, die Leiterin der Jugendpflege Porz sowie die Leiterin des Interkulturellen Diensts. Das Gremium leistete einen wichtigen Mehrwert für das Quartiersmanagement. Die Mitglieder wirkten als Multiplikator*innen in den Sozial‐ raum hinein und sorgten für eine Bewerbung der Fördermöglichkeiten in ihren jeweiligen Netz‐ werken. Zugleich wissen die Mitglieder des Gre‐ miums um die Bedarfe im Sozialraum und konnten mit diesem Wissen eine passgenaue Empfehlung zur Wirksamkeit der beantragten Maßnahmen aussprechen. Zudem konnte das QM gezielt Rückfragen an das Gremium stellen und sich so bereits zu ei‐ nem frühen Zeitpunkt Feedback zu einer eigenen Projektidee oder einem Verfügungsfonds-Antrag einholen. Im Laufe des Projektes ist das Gremium insge‐ samt siebenmal zusammengetroffen: für die konstituierende Sitzung sowie die jeweilige Dis‐ kussion der Anträge aus den insgesamt sechs Antragsrunden des Verfügungsfonds. Das QM berief die regelmäßigen Treffen des Beratungs‐ gremiums ein und organisierte, moderierte und protokollierte diese. In den Sitzungen gab das Beratungsgremium eine Empfehlung für die Ver‐ fügungsfonds-Anträge ab, über die anschließend in der Bezirksvertretung Porz entschieden wurde. 4140 STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST VERFÜGUNGSFONDS VERFÜGUNGSFONDS In den 24 Monaten der Projektlaufzeit sind ins‐ gesamt 21 förderfähige Anträge auf Mittel aus dem Verfügungsfonds bei der Stadt Köln einge‐ gangen. Es zeigte sich, dass in den sechs An‐ tragsrunden besonders die Verbesserung der sozialen Teilhabe im Sozialraumgebiet bei den Antragsstellenden im Vordergrund stand. Er‐ reicht werden sollte dies durch unterschiedliche Angebote für Erwachsene (Nachbarschaftscafé, VereinsMesse) und vor allem Kinder bzw. Ju‐ gendliche (neue Angebote der Grembox, Kom‐ munalwahlgrillen, Ferienprogramm der Jobwerk Porz gGmbH, Theaterworkshop des Theaters „Der Spaß e. V.“, Ernährungs-/Gesundheitswork‐ shop von Saskia Meyer, Kids-Gärten Gremberg‐ hoven, Lese-Café). Diese Projekte förderten die Gemeinschaft und den Zusammenhalt innerhalb der Nachbarschaft. Im weiteren Verlauf der Projektzeit kamen zu‐ nehmend investive Maßnahmen hinzu, so z. B. die Gartenlauben für die Kids-Gärten in Grem‐ berghoven, die Fahrradservicestation in Finken‐ berg, die Gestaltung der Stromkästen in Grem- berghoven oder Infotafeln und eine Stele für den Geschichtspfad in Eil. Trotz umfangreicher Hygienekonzepte mussten Verfügungsfonds-Projekte aufgrund der anhal‐ tenden Verschärfungen der Corona-Maßnahmen ab November 2020 bis Juni 2021 abgesagt bzw. aufgeschoben werden. Darunter fielen die Ver‐ einsMesse in Eil (Absage) oder das Nachbar‐ schaftscafé im BüZe Finkenberg (Unterbrechung bzw. Änderung zu einem digitalen Format wäh‐ rend des Lockdowns). Der Theaterworkshop „Bunte Welt“ konnte digital starten und wurde im Sommer schließlich in Präsenz vor Ort im Bür‐ gerzentrum Finkenberg vollendet. Der Workshop „Gesund und nachhaltig Essen erLeben in Fin‐ kenberg“ wurde zeitlich aufgeschoben, bis eine Durchführung in Präsenz, ebenfalls im Bürger‐ zentrum Finkenberg, im Winter und Frühling 2021/2022 möglich wurde. 5.3 WIRKUNGSWEISE IM SOZIALRAUMGEBIET 5.4 DIE VEEDELS-IDE EN – THEMATISCHE SCHWERPUNKTE 4342 Die Kinder aus dem Stadtteil können nun den Gemüse- und Obstanba u zu jeder Jahreszeit mitverfolgen. Die Kitas aus dem Stadtteil besit zen einen Schlüssel und nutzen seit Eröffnung die Kids-Gärten als zusä tzli‐ ches Angebot. In einer Garage am Langobardenplatz wurde zudem eine Küche eingerichtet, in der das Geerntete direkt zubereitet we rden kann. Die Kids-Gärten wurden im September 2021 unter Anwesenhe it der Bezirksbürgermeisterin - und vieler Kinder - bei strahlendem So n‐ nenschein feierlich eröffnet. Durch den Bürgerverein wurden die Gärten restauriert und nun de n Kin‐ der- und Jugendeinrichtungen aus dem Stadtteil zur Verfügung gestellt. Über den Verfügungsfonds konnten die Herzstücke der beiden Gä rten – zwei Gartenlauben mit Terrasse – finanziert werden. Zwei Gartenlauben für die Kids-Gärten in Gremberghoven STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST VERFÜGUNGSFONDS VERFÜGUNGSFONDS 4544 Herr Carrara organisierte zwei Konzerte im Johanniter Haus Finke nberg und im Johanniter Haus Porz. Seine Band vertonte dabei Klassiker der 50er Jahre in neuem Stil. Das besondere an den Kon‐ zerten: Die Bewohner*innen konnten sich im Vorfeld Musiktitel wüns chen, die dann in das Pro‐ gramm aufgenommen wurden. In den ersten Wochen konnte eine vielfache Nutzung der Station beobachtet werden. Nut‐ zer*innen können ihr Fahrrad aufpumpen oder kleine Reparaturen mit dem vorhandenen Werk‐ zeug durchführen. Ein weiterer positiver Effekt des Projektes ist, dass durch die Antragsstel‐ lung der noch neue Bür‐ gerverein Finkenberg gestärkt werden konnte. Durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagemen t konnte der Bürgerver‐ ein auch mit anderen Akteuren und Institutionen aus dem Stadtteil vernetzt und im Stadtteil be‐ kannter werden. Die Fahrradservicestation wurde durch den Bürgerverein Finkenb erg beantragt und auf dem Gelände des Jobwerk Porz in der Brüsseler Straße im September 2021 aufge stellt. Ein geeigneter Standort, denn durch die vielen Projekte vor Ort und die Nähe zum S-Bahnhof is t hier immer viel Bewegung. Den Stadtteil gestalten - kreativ in Gremberghoven: Das Design im Gremberghoven Stil wurde durch den Gremberghovener Marc Jung‐ mann entworfen und an über zehn Stromkästen gemeinsam mit einem Porzer Künstler angebracht. Die in Gremberghoven häufig angepflanzte Japanische Kirsche sowie Umrisse der historischen Sied‐ lung schmücken nun auch die Stromkästen. Eine Fahrradstation für FinkenbergWunschkonzerte in Finkenberg und Eil Stromkästen gestalten in Gremberghoven NACHBARSCHAFTSCAFÉ Bürgerzentrum Finkenberg September 2020 - September 2021 monatlicher Treffpunkt im Bürgerzentrum mit Kaffee und Tee, Spiel- und Bastelmöglichkeiten für Kinder Bewilligte Fördersumme: 1.090 Euro KOMMUNALWAHLGRILLEN OT Arche Nova September 2020 Informationsveranstaltung zur Kommunalwahl am Wahltag, Diskussion mit Jugendlichen, gemeinsames Grillen Bewilligte Fördersumme: 650 Euro 5.5 PROJEKTPORTRAITS VEREINSMESSE Ortsring Eil Verein für Heimatpflege e.V. Dezember 2020 Präsentation der Eiler Vereine auf dem Pfarrer Oermann Platz, Förderung und Bewerbung des Engagements aus dem Stadtteil (ausgefallen aufgrund des Lockdowns im Dezember 2020) Bewilligte Fördersumme: 1.985 Euro STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST VERFÜGUNGSFONDS VERFÜGUNGSFONDS 46 47 WINTERBELEUCHTUNG FÜR GREMBERGHOVEN Initiative „Machbarschaft Gremberghoven“ Dezember 2020 Installation von sechs Winterbeleuchtungen an Straßenlaternen in Gremberghoven Bewilligte Fördersumme: 4.449,31 Euro GESUNDE FERIEN FÜR KINDER IN FINKENBERG Jobwerk Porz gGmbH Juli 2021 Kinderfreizeitwoche in Finkenberg mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Bewegung Bewilligte Fördersumme: 3.500 Euro Im Folgenden werden die insgesamt 21 bewillig‐ ten Verfügungsfonds-Projekte in Form von chro‐ nologischen Kurzportraits gezeigt. Derzeit befin- den sich einige Projekte noch mitten in der Um‐ setzung. Für die Verfügungsfonds-Projekte konnten ins‐ gesamt rund 66.666 Euro Fördermittel bewilligt werden. Ausgefallen In Umsetzung! INFOKÄSTEN FÜR DEN EILER SCHÜTZENPLATZ Ostring Eil Verein für Heimatpflege e.V. Januar 2022 Aufbau von Informationsschaukästen an drei Orten im Stadtteil, um die Bewohner*innen über aktuelle Themen und die Vereinslandschaft zu informieren Bewilligte Fördersumme: 1.720 Euro FAHRRADFAHREN LERNEN IN FINKENBERG Förderverein der Konrad-Adenauer- Grundschule September 2022 Fahrradlernkurse für Kinder aus dem Stadtteil auf dem Verkehrsübungsplatz der Grundschule, Anschaffung von mehreren Fahrrädern und Helmen Bewilligte Fördersumme: 2.790 Euro GESTALTUNG STROMKÄSTEN GREMBERGHOVEN Marc Jungmann Oktober 2021 Gestaltung von neun Stromkästen in Gremberghoven mit Motiven aus dem Stadtteil Bewilligte Fördersumme: 4.865 Euro AUFWERTUNG BAHNHOFPLATZ GREMBERGHOVEN Bürgerverein Gremberghoven e. V. Konnte nicht umgesetzt werden (siehe S. 26) Verschönerung des Bahnhofplatzes Gremberghoven durch neue Bepflanzung und Sitzmöglichkeiten Bewilligte Fördersumme: 5.948 Euro MOBILES LESECAFÉ Bürgerzentrum Finkenberg Bewilligt und aktuell in Umsetzung Mobile Lesungen im Stadtteil über den Sommer 2022, das Bürgerzentrum besucht die Einrichtungen im Stadtteil und bietet Lesungen an Bewilligte Fördersumme: 1.450 Euro „AKTIV STATT STIEF“ Johanniter Haus Porz Bewilligt und aktuell in Umsetzung Sportworkshops für Senior*innen aus dem Stadtteil im Jahr 2022 Bewilligte Fördersumme: 4.999 Euro VERFÜGUNGSFONDS VERFÜGUNGSFONDS 50 51 STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST Konnte nicht umgesetzt werden! In Umsetzung! In Umsetzung! „SMOOTHIES FÜR FINKENBERG!“- Professioneller Smoothie Maker für den Sozialraum Hubert Röser April 2022 Anschaffung eines Smoothie Makers für verschiedene Aktionen im Stadtteil (Sommercamp, Stadtteilfest, Interkulturelles Café), Einweihung im Rahmen einer Impfaktion im April 2022 Bewilligte Fördersumme: 1.079 Euro STELE FÜR GESCHICHTSPFAD EIL August 2022 Ortsring Eil Verein für Heimatpflege e.V. August 2022 Grafische Darstellung des Geschichtspfads Eils auf einer Stele, die am Besenbinder Platz aufgestellt werden soll Bewilligte Fördersumme: 5.944,05 Euro WORKSHOPS FÜR LITERATUR UND MUSIK Theater „Der Spaß!“aus Finkenberg Bewilligt und aktuell in Umsetzung Kostenloses und integratives Workshop- Angebot für Kinder aus dem Stadtteil zu deutscher Literatur und Musik Bewilligte Fördersumme: 900 Euro OPEN BOX - SELBSTGEBAUTER UNTERSTAND FÜR JUGENDLICHE Rheinflanke gGmbH Oktober 2022 Bau eines eigenen Unterstands gemeinsam mit Jugendlichen und einer Schreinerin auf dem Gelände des Jugendzentrums Grembox in Gremberghoven Bewilligte Fördersumme: 3.500 Euro VERFÜGUNGSFONDS VERFÜGUNGSFONDS 52 53 STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST In Umsetzung! 6. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, KOMMUNIKATION UND DESIGN Wege der Aktivierung STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OSTÖFFENTLICHKEITSARBEIT, KOMMUNIKATION UND DIDESIGN Die Öffentlichkeitsarbeit dient sowohl der Be‐ kanntmachung der Projekte des Quartiersmana‐ gements als auch darüber hinaus der Stärkung des Images des Sozialraumgebietes über die Stadtteilgrenzen hinaus. Als Methoden der Öffentlichkeitsarbeit entwi‐ ckelte das QM einen stimmigen Gesamtauftritt mit eigenem Corporate Design, um den Wieder‐ erkennungseffekt zu stärken. Der im Herbst 2020 fertiggestellte mehrseitige Flyer zur Vorstellung des QM wurde großflächig im Sozialraumgebiet verteilt. Der Flyer entwickel‐ te sich in den zwei Jahren Projektlaufzeit zu einer viel genutzten Handreichung bei Treffen mit Bür‐ ger*innen, Interessierten für den Verfügungs‐ fonds oder zur Vernetzung mit Trägern im Sozi‐ alraumgebiet. Im Logo des Starke Veedel Büros finden sich die drei Farben des Logos des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ wieder. Auch der Aufbau des Logos ist an das Programmlogo angelehnt und verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Programm und Starke Veedel Büro. In den ein‐ zelnen Kreisen sind symbolhaft drei identitäts‐ stiftende Merkmale der Stadtteile des Sozial‐ raumgebiets dargestellt. Der gelbe Kreis verdeutlicht die unterschiedlichen Gebäudefor‐ men und vielen Bäume in Finkenberg. Die Bahn‐ schienen im blauen Kreis symbolisieren den Stadtteil Gremberghoven. Die Besen im roten Kreis stehen für die Besenbinder-Tradition im Stadtteil Eil. Damit werden identitätsstiftende und ortsbildprägende Elemente aufgegriffen. Das Logo unterstützte die Wirkung des QM in den Sozialraum: Das Starke Veedel Büro trat freundlich, positiv und gleichermaßen zuständig für alle Stadtteile des Sozialraumgebiets auf. Grundsätzlich sollte das Logo die positive Spra‐ che des QM gegenüber der Bevölkerung sowie dem Sozialraumgebiet untermalen. Das Logo wurde in allen Veröffentlichungen des QM (Pro‐ tokolle, Pressemitteilungen, Mails, Videos) ge‐ nutzt, um einen Wiedererkennungswert zu errei‐ chen. 6.1 GESAMTAUFTRITT: KOMMUNIZIERTE WERTE UND CORPORATE DESIGN ÜBERSCHRIFT ÜBERSCHRFIT ÜBERSCHRIFT ÜBERSCHRIFT ÜBERSCHRIFT Curabitur hendrerit diam et mauris. Etiam porta nunc euismod dui. Maecenas a lectus. In hac ha‐ bitasse platea dictumst. Suspendisse id massa. Nullam porta velit sed lacus. Duis eleifend, felis eu euismod lacinia, felis erat feugiat nisl, vitae congue leo velit a massa. Quisque nec justo a turpis posuere tristique. Maecenas condimentum tincidunt lorem. Vesti‐ bulum vel tellus. Sed vulputate. Morbi massa nunc, convallis a, commodo gravida, tincidunt sed, turpis. Aenean ornare viverra est. Maecenas lorem. Aenean euismod iaculis dui. 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Aenean vehicula, 5756 STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST ÖFFEN TLICHKEITSARBEIT, KOMMUNIKATION UND DESIGN 6.2 AKTIVIERENDE ANSPRACHE – KOMMUNIKATION DER AKTIONEN Die Kommunikation des Quartiersmanagements mit der Bewohnerschaft erfolgte größtenteils über gezielte Anrufe und Einzelgespräche mit Akteur*innen vor Ort. Des Weiteren fanden über den Sommer und Herbst 2020 etwa 20 bis 25 Kennlerngespräche in Verbindung mit Bera‐ tungsgesprächen für den Verfügungsfonds statt. Viele der Akteur*innen hatten konkrete Ideen und Vorstellungen für Angebote und Aktionen im Quartier, die teilweise mit dem Verfügungs‐ fonds in die Tat umgesetzt werden konnten. Co‐ ronabedingt wurden alle Aktivitäten in der Pro‐ grammlaufzeit primär persönlich oder digital kommuniziert. Die enge Zusammenarbeit mit den langjährigen Multiplikator*innen im Quartier gewährleistete die umfassende Verbreitung der Informationen. Zusätzlich fand über Pressemit‐ teilungen, Social Media und die Webseite die Kommunikation an die Öffentlichkeit über alle Aktivitäten regelmäßig statt. Seit Beginn des Jahres 2021 nutzte das QM dar‐ über hinaus den neu angelegten Youtube-Kanal des Sozialraumgebiets, um in kurzen Videos auf den Verfügungsfonds und eigene Projekte auf‐ merksam zu machen. So wurde beispielsweise beim Fotowettbewerb für ein Veedel-Memo- Spiel ein kurzes Erklär-Video aufgenommen, um zusätzliche Zielgruppen für den Wettbewerb zu erreichen und ein Medium zu nutzen, das leicht teilbar ist. Um einen einheitlichen Auftritt mit Wiedererkennungswert zu erreichen, wird in al‐ len Videos des QM das Logo des Starke Veedel Büros dauerhaft eingeblendet und in der Video‐ beschreibung auf die eigene Homepage sowie auf das Programm und den Förderhinweis ver‐ wiesen. 5756 Vorstellung des Fotowettbewerbs auf Youtube Das Logo des Starke Veedel Büros STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OSTÖFFENTLICHKEITSARBEIT, KOMMUNIKATION UND DESIGN ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, KOMMUNIKATION UND DESIGN Ein wichtiger Aspekt des Quartiersmanagements ist mittlerweile die digitale Stadtteilarbeit – auch in diesem Bereich war das Starke Veedel Büro sichtbar. Aus diesem Grund wurde gemeinsam mit der Entwicklung des Starke Veedel Logos über den Sommer 2020 eine eigene Webseite gestaltet, die Interessierten einen Einblick in die Arbeit des QM gibt. Die Webseite des Starke Veedel Büros sowie die Social Media-Accounts auf Facebook und Insta‐ gram waren seit der Eröffnung des Starke Veedel Büros am 9. November 2020 online abrufbar und wurden seitdem regelmäßig mit neuen Inhalten gefüllt und aktualisiert. Über diesen Weg informierte das QM, trotz an‐ haltenden strengen Corona-Maßnahmen im Winter 2020/2021, die Anwohner*innen aus den Stadtteilen über die Arbeit des QM. Die Webseite des Starke Veedel Büros bot allen Interessierten Informationen rund um das Pro‐ jekt „Starke Veedel – Starkes Köln“. Die Startseite in Form eines Blogs wurde stets aktualisiert und informierte über die aktuellen Termine und wei‐ tere Neuigkeiten. Darüber hinaus bot die Web‐ seite die Möglichkeit zur Informations- beschaffung über das Förderinstrument des Ver‐ fügungsfonds sowie zum Haus-, Hof- und Fassa‐ denprogramm, das von der Stadt Köln betreut wird. Der Online-Auftritt in Form einer eigenen Web‐ seite sowie Social Media Profilen des Starke Vee‐ del Büros hat sich als sehr hilfreich für die Beratungsgespräche zum Verfügungsfonds er‐ wiesen. Für Antragsteller*innen standen auf der Webseite alle wichtigen Formulare für einen Pro‐ jektantrag zum Download zur Verfügung. 6.3 DIGITAL UNTERWEGS – WIR INFORMIEREN UND BERICHTEN 5958 Feedback zum Videopodcast über die Facebookseite des QM Screenshot der Homepage Screenshot Facebook-Post Screenshot Instagram-Seite STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OSTÖFFENTLICHKEITSARBEIT, KOMMUNIKATION UND DESIGN ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, KOMMUNIKATION UND DESIGN Die Einführung und das Bekanntwerden des Starke Veedel Büros wurde in den zwei Jahren Programmlaufzeit durch Pressearbeit unterstützt. Das Quartiersmanagement pflegte einen Presse‐ verteiler zu mehreren lokalen Journalist*innen von unterschiedlichen Medien und konnte Pres‐ semitteilungen so gezielt verbreiten. Zu Projektbeginn Anfang Juli 2020 wurde das QM in einem Beitrag der Lokalzeit Köln des WDR vorgestellt. Barbara Zillgen stellte den Verfü‐ gungsfonds vor, zudem erläuterte die Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik Frau Scholz die grundsätzlichen Ziele des Pro‐ gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“. Die Antragsfristen für den Verfügungsfonds wur‐ den regelmäßig über die lokale Presse im Bezirk angekündigt. Darüber hinaus erschienen im Zuge der Projektumsetzung mehrere Artikel über eigene Aktionen des QM, beispielsweise über den Fotowettbewerb oder die Videoreihe „Starke Veedel – Starke Stimmen“. 6.4 IM GESPRÄCH MIT DER PRESSE 6160 Presseartikel Kölner Wochenspiegel „Porz Aktuell“, 26.06.2020 Beitrag über die Video-Portraits von „Porz am Montag“ auf unserort.de Auzug aus einer Pressemitteilung des Starke Veedel Büros Beitrag über die Stromkästen-Aktion von „Porz am Montag“auf unserort.de Zeitungsartikel im Kölner Stadtanzeiger, 26.11.2020 7. FAZIT: 24 MONATE QUARTIERSMANAGEMENT 66.666 EURO BEWILLIGTE FÖRDERMITTEL 21 VERFÜGUNGSFONDSPROJEKTE 16FOLGENVIDEOREIHE„STARKEVEEDEL- STARKESTIMMEN“ 14 EIGENE AKTIONEN IN DEN STADTTEILEN STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST STARKE VEEDEL BÜRO PORZ-OST ABBILDUNGSVERZEICHNIS ABBILDUNGSVEREZEICHNIS Seite: Fototitel (Urheber*in) Titelbild: Spielplatz Finkenberg (Philipp Dreger) Umschlag innen vorne:Bahnhofplatz Grem‐ berghoven und Grünfläche Finkenberg (Philipp Dreger) Seite 5:Porträt Brigitte Scholz (Stadt Köln) Seite 6:Sozialraumkarte (Stadt Köln) Seite 7:Arbeitsbereiche (Eigene Darstellung) Seite 8:Mast Gremberghoven (Philipp Dreger) Seite 11:Sozialraumgebiet (Stadt Köln) Seite 13:Integriertes Stadtentwicklungskonzept (Stadt Köln) Seite 14:Strukturdaten Sozialraumgebiet (Eige‐ ne Darstellung auf Basis von Daten d. Stadt Köln) Seite 16:Jochen Schäfer, Philipp Dreger (Philipp Dreger) Seite 19:Brücke Finkenberg (Philipp Dreger) Seite 20:Das Starke Veedel Büro (Philipp Dreger) Seite 21:Porträts Team (Philipp Dreger) Seite 23:Lichtaktion Finkenberg (Annika Dem‐ mer) Seite 24:Screenshot Zeitungsartikel (Rheinische Anzeigeblätter), Foto Befragungsaktion (Philipp Dreger) Seite 26:Bahnhofplatz (Philipp Dreger) Seite 28:Fotowettbewerb (Philipp Dreger) Seite 29:Impressionen Upcycling Workshops (Philipp Dreger), Bild unten rechts (Raissa Myachkova) Seite 30:Waffelaktion (Philipp Dreger) Seite 31:Lichtkunst (Annika Demmer) Seite 32:Historisches Foto Torbogenhaus (Chro‐ nik Gremberghoven), Grafik Torbogenhaus (Eige‐ ne Darstellung), Teelichter (Philipp Dreger) Seite 33:Smoothies für Finkenberg (Philipp Dre‐ ger) Seite 34:Stromkästen (Philipp Dreger) Seite 35:Beetpatenschaft (Philipp Dreger) Seite 36:Flyer Bürgerverein (Philipp Dreger), Finkenberg Skyline (eigene Darstellung) Seite 37:Baumaßnahmen (Philipp Dreger) Seite 39:Spielplatz Finkenberg (Philipp Dreger) Seite 40-41:Ablauf Verfügungsfonds (Eigene Darstellung) Seite 43:Impressionen Kids-Gärten-Gremberg‐ hoven (Philipp Dreger) Seite 44:Impressionen Wunschkonzerte (Gere‐ mia Carrara), Impressionen Stromkästen (Philipp Dreger) Seite 45:Logo Bürgerverein und Willkommens‐ schild (Bürgerverein Finkenberg e. V.), Porträt an Fahrradstation (Philipp Dreger) Seite 46:Nachbarschaftscafé (Philipp Dreger) Seite 47:Kommunalwahlgrillen (Philipp Dreger), Winterbeleuchtung (Lydia Jungmann), Gesunde Ferien (JobWerk Porz gGmbH) Seite 48:Kreativwerkstatt (Philipp Dreger) Gar‐ tenlauben (Philipp Dreger), Theaterworkshop (Raissa Myachkova) Seite 49:Fahrradstation (Philipp Dreger), Kon‐ zertreihe (Geremia Carrara) Seite 50:Stromkästen (Marc Jungmann), Info‐ kästen (Erwin Bäuml), Fahrrad fahren lernen (Pu‐ blicDomainPictures auf Pixabay, freie kommerzi‐ elle Nutzung) Seite 52:Besenbinder-Denkmal (Philipp Dreger), Smoothies für Finkenberg (Philipp Dreger) Seite 53:Open Box (Rheinflanke gGmbH) Seite 55:Graffiti (Philipp Dreger) Seite 56:Logo Starke Veedel Büro (eigene Dar‐ stellung) Seite 57:Screenshot Youtube Kanal (Philipp Dre‐ ger) Seite 58:Screenshot Facebook (Philipp Dreger) ABBILDUNGSVERZEICHNIS Seite 59:Screenshots Instagram und Homepage (Philipp Dreger, eigene Darstellung) Seite 60:Zeitungsartikel links (Kölner Wochen‐ spiegel), Zeitungsartikel rechts (Kölner Stadtan‐ zeiger, Rene Denzer) Seite 61:Screenshot Videoporträts Porz am Montag (Philipp Dreger, Lars Göllnitz), Screen‐ shot Elektrokästen Porz am Montag (Lars Göll‐ nitz) Seite 63:Marc Jungmann und Philipp Dreger (Philipp Dreger) Seite 64:Porträt Philipp Dreger (Marc Jung‐ mann) Seite 65:Spielplatz Finkenberg (Philipp Dreger) Seite 68-69:Eiler Schützenplatz vor der Umge‐ staltung (Philipp Dreger) 6766 Gefördert durch:
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4056/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 30.11.2022
- Erstellt
- 24.11.2022 16:23