Mandari Insight

2008/0577

Reauditierung 2009

Magistratsvorlage 28.01.2009

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2008/0577

24.7 KB · application/pdf

Ansehen

2008/0577

10346 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
20.02.2009 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V Dezernat IIezernat II an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Frauenbüro  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0577  
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Reauditierung 2009 
 
Vorlage vom: 28.01.2009 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat beschließt die Fortführung des „audit berufundfamilie“ durch Teilnahme an der 
Reauditierung 2009. 
 
 
 
Anlagen:  
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage Reauditierung  2009 
 
Familienbewusste Personalpolitik – bescheinigte Unternehmenskultur in der Stadtverwaltung 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Im Jahr 2002 beschloss der Magistrat als eine der ersten Kommunen in Hessen die Leitlinie einer 
familienbewussten Unternehmenskultur für die Stadtverwaltung Darmstadt im Rahmen des „audit 
berufundfamilie“.  Mit der Teilnahme am „audit“ –  einem Check-up, der die Personalpolitik der 
Stadtverwaltung im Hinblick auf deren Familienfreundlichkeit unter die Lupe nimmt und nachhaltig 
verbessert, verschreibt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt dem Ziel, eine flexible und 
familienfreundliche Unternehmenskultur aufzubauen und zu pflegen. Positiver Effekt und eigentliches 
Ziel: Infolge der Steigerung der Mitarbeiter/ innenzufriedenheit die Arbeitseffektivität und -qualität der 
Verwaltung insgesamt zu erhöhen und damit den Service für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern 
und langfristig auf hohem Niveau zu etablieren. 
 
Für diese Anstrengungen wurde die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Juli 2003 mit dem 
Grundzertifikat „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet. Nach einer ersten Reauditierung im Juli 2006 
folgte dann das eigentliche Zertifikat, welches von der berufundfamilie gGmbH im Auftrag der 
gemeinnützigen Hertie-Stiftung an familienfreundliche Unternehmen verliehen wird. Im Rahmen eines 
kontinuierlichen Prozesses, in dem die hohen Standards in regelmäßigen Abständen überprüft und 
bescheinigt werden, verliert das aktuelle Zertifikat am 16. Mai 2009 seine Gültigkeit und soll durch 
erfolgreiche Teilnahme an der Reauditierung im März 2009 erneuert werden. 
 
Betriebswirtschaftlicher Nutzen 
Sind Arbeitgeber- und Mitarbeiter/inneninteressen ausgewogen, profitieren beide Seiten.  
Laut berufundfamilie gGmbH steigen durch familienbewusste Maßnahmen die Zufriedenheit und 
Motivation der Beschäftigten um ca. 85% und damit die Qualität der Arbeit um ca. 70%. Dass sich 
dies auch in messbaren positiven betriebswirtschaftlichen Effekten niederschlägt, belegt erstmals eine 
neue Studie. Laut der Studie stellen sich familienbewusste Unternehmen –  deren 
Familienfreundlichkeit zuvor mittels eines wissenschaftlichen Index ermittelt wurde – gegenüber 
weniger familienbewussten Unternehmen in allen relevanten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen 
eindeutig besser. „Sie weisen eine um 17 Prozent höhere Mitarbeiterproduktivität auf. Dieser 
Mehrwert lässt sich unter anderem zurückführen auf eine um 17 Prozent höhere Motivation der 
Beschäftigten, 13 Prozent geringere Fehlzeiten und eine um 17 Prozent höhere Bindung von 
Fachkräften...“  (berufundfamilie gGmbH, 30.10.2008) 
 
Aktiv betriebene familienbewusste Personalpolitik ist also nicht mit einer „wohltätigen Sozialpolitik“ 
gleichzusetzen, die lediglich Kosten verursacht. Wenn sich Arbeitgeber für familiäre Belange der 
Beschäftigten engagieren, entstehen ihnen dadurch vor allem auch betriebswirtschaftliche Vorteile. 
Denn die Kosten für flexible Arbeitszeitkonzepte, Telearbeit oder die Vermittlung von 
Betreuungsangeboten sind deutlich geringer als die durch Neubesetzung, Fehlzeiten, 
Überbrückungszeiten und Fluktuation verursachten Kosten. Vor diesem Hintergrund wird die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt diesen positiven Prozess weiter fortführen.  
 
Bisherige Erfolge und zukünftige Maßnahmen des „audit berufundfamilie“ für die 
Stadtverwaltung Darmstadt. 
Die Auditierung erstreckt sich über neun Handlungsfelder. Folgende Projekte wurden in diesen bisher 
umgesetzt oder angestoßen:

3 
... 
 
1. Arbeitszeit 
• Einrichtung von Pilotprojekten zur Erprobung von flexibler Arbeitszeit im Stadtplanungsamt 
und Bürger- und Ordnungsamt (ehemals Einwohnermeldeamt) 
• Vorbereitung und Erarbeitung der Dienstvereinbarung zur flexiblen Arbeitszeit mit dem Ziel: 
Einführung von flexibler Arbeitszeit in der gesamten Stadtverwaltung 
• Anschaffung eines modernen Zeitwirtschaftssystems  
 
2. Arbeitsorganisation 
• Durchführung von Elternzeitseminaren für Mütter und Väter 
• Intensivierung von Kooperationen und Vernetzungsstrukturen mit dem Familienzentrum und 
der Kinder- und Jugendförderung 
• Durchführung von Fachtagungen und Schulungen zu Familienkompetenzbilanz 
 
3.  Arbeitsort 
• Durchführung einer Beschäftigtenbefragung zur alternierenden Telearbeit/ wohnortnahem 
Arbeiten – Bedarfserhebung für die Stadtverwaltung (2004) 
• Erarbeitung eines Konzepts zur Einführung von alternierender (Tele-)Arbeit in der 
Stadtverwaltung, Einrichtung einer Projektgruppe – Vorbereitung des Pilotprojekts 
• ω  II. Halbjahr 2009 – Start des Pilotprojekts mit schrittweiser Ausweitung auf die Verwaltung 
 
4.  Informations- und Kommunikationspolitik 
• Regelmäßige Informationsschreiben an alle Beschäftigte zu Angeboten zur Vereinbarkeit 
von Beruf und Familie/Pflege 
• Informationen über das „audit berufundfamilie“ im Intranet 
• Einrichtung eines „Schwarzen Bretts“ im Intranet zur Einstellung von Kleinanzeigen von 
Beschäftigten für Beschäftigte 
• Städtische Übernahme des Informationsportals www.familien-willkommen.de, weiterer 
Ausbau, Zugang für Beschäftigte über PC am Arbeitsplatz und an allen städtischen 
Terminals                              
• ω  III. Quartal 2009 – Informationen der Stadtverwaltung für Beschäftigte zuhause (in 
Mutterschutz, Elternzeit und Beurlaubung) – Freischaltung eines Zugangs zu 
Informationenseiten des städtischen Intranets über Internet am heimischen PC  
 
5.  Führungskompetenz   
• Aufnahme von Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege als 
Querschnittsthema in alle Führungskräfteschulungen 
• Erarbeitung einer Dienstvereinbarung „Stellenbesetzungsverfahren“ in der Arbeitsgruppe 
„Hessisches Gleichberechtigungsgesetz“ zu einem professionellen standardisierten 
Verfahren unter Wahrung der Interessen von Personen, die Beruf und Familie/Pflege 
vereinbaren 
 
6.  Personalentwicklung

4 
... 
• ω  2009 – Durchführung einer Fortbildungsreihe „Frauen fit für die Spitze“ Durchführung von 
Führungskräfteschulungen zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege – 
Aufstiegschancen für Teilzeitkräfte  
• Veröffentlichung eines Leitfadens für Beschäftigte in Elternzeit mit Informationen und 
Praxishilfen von der Schwangerschaft, über Elternzeit, Berufsrückkehr und gelingende 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter  
 
7. Entgeltbestandteile und geldwerte Leistung 
• ω  Berücksichtigung von Interessen der Beschäftigten, die Beruf und Familie/Pflege 
vereinbaren, bei der Dienstvereinbarung „Parken in Garagen“ über das Parken von 
Beschäftigten auf von der Stadt bereitgestellten Garagenplätzen 
 
8. Service für Familien 
• Frühzeitige Information von Beschäftigten über städtische und andere Freizeitangebote für 
Kinder und Jugendliche im Hinblick auf die Überbrückung von Ferienzeiten; Zugang zu den 
städtischen Angeboten auch für Kinder von im Landkreis lebenden Beschäftigten 
• ω  2009/2010 Umsetzung eines Kooperationsprojekts zur Notfall-Betreuung von Kindern 
städtischer Beschäftigter 
• Kontingente für Kinder von Beschäftigten in städtischen Kindertages- und 
Betreuungseinrichtungen 
• Zugang zum städtischen Informationsportal www.familien-willkommen.de für Beschäftigte 
sowie Bürgerinnen und Bürger auch über die Terminals in allen Stadthäusern  
 
9. TVöD 
• Berücksichtigung und Förderung der Interessen von Beschäftigten die Beruf und 
Familie/Pflege vereinbaren, bei der Umsetzung des TVöD.  z.B. der geplanten Einführung 
leistungsorientierter Bezahlung.   
 
Interne Maßnahmen – Externer Gewinn  
Die Verbesserung der Familienfreundlichkeit innerhalb der Stadtverwaltung steigert das Image der 
Stadt insgesamt. Das Ansehen, das von einer Stadtverwaltung ausgeht, die sich seit sechs Jahren 
erfolgreich mit internen Maßnahmen im Bereich familienbewusste Personalpolitik auditieren lässt, ist 
ebenso auch extern von Vorteil und gewinnbringend. Die Aufwertung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt als attraktive, familienfreundliche Arbeitgeberin mit Vorbildfunktion unterstützt das 
Renommee der Stadt als moderner, lebenswerter Wohnort für Familien mit Kindern. So ist die 
kontinuierliche Fortführung des „audit berufundfamilie“ auch angesichts des Bestrebens Darmstadts, 
sich im Wettbewerb „Familienfreundlichste Kommune Hessens 2011“ zu profilieren, von großer 
Bedeutung.  
 
Kosten/Folgekosten 
Die Kosten für die anstehende Reauditierung betragen 13.500 Euro (inkl. MwSt und Fahrtkosten). Die 
Mittel stehen als Haushaltsausgabereste 2008 zur Verfügung und werden 2009 verbucht. Die 
Unternehmensberatung Fauth Herkner und Partner, bisheriger Auditor Darmstadts, erhält diese 
Summe für die Durchführung der Reauditierung. Bestandteile dieser Leistungen sind die komplette 
Abwicklung des Reauditierungsverfahrens, Unterstützung und Beratung bei der Erstellung der dafür 
notwendigen Unterlagen, Durchführung des Reauditierungsworkshops inklusive Vor- und

5 
... 
Nachbereitung, Erarbeitung des aktuellen Profils der Wissenschaftsstadt Darmstadt und Begleitung 
des Prozesses. 
 
Einmal jährlich wird über Maßnahmen und Erfolge des „audit berufundfamilie“ berichtet. 
Alle drei Jahre steht eine Reauditierung an, über die jeweils neu entschieden wird. Die dann 
anfallenden Kosten werden in den Haushaltsberatungen erörtert.  
 
Darmstadt, 28.01.09 
530 se 
 
Dezernat II      Dezernat V 
 
 
 
Wolfgang Glenz     Jochen Partsch 
Bürgermeister      Stadtrat

Beratungsverlauf (2)

TOP 4
TOP 84

Details

Vorlagen-Nr.
2008/0577
Typ
Magistratsvorlage
Datum
28.01.2009
Erstellt
29.09.2026 00:00