Mandari Insight

1250/2024

Handlungsempfehlung für die Ferdinand-Porsche-Straße in Köln-Porz-Eil

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 30.09.2024

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 7 (Porz), Sitzung am 30.01.2025, TOP 6.1

Porsche_Gutachten_Soenius

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

· application/pdf

Ansehen

Beteiligungskonzept Ferdinand-Porsche-Straße BV 7

· application/pdf

Ansehen

Porsche_Gutachten_Soenius

6097 Zeichen

Ferdinand-Porsche-Straße 
 
Die Benennung der Ferdinand-Porsche-Straße in Köln-Porz-Eil erfolgte am 7. Oktober 1980.  
 
Biographie: 
 
Ferdinand Porsche, Konstrukteur, geb. 3.9.1875 Maffersdorf bei Reichenberg (Böhmen), gest. 
30.1.1951 Stuttgart. 
Seit 1893 beruflich in der Industrie tätig, u. a. 1899 Entwicklung Elektromobil „System Lohner-
Porsche“ und 1900 Hybridfahrzeug mit gemischt benzin-elektrischem Antrieb, das den Nachteil der 
mangelnden Reichweite des batteriebetriebenen Elektromobils behob und als Personen- und 
Nutzfahrzeug produziert wurde. 1917 wurde Porsche Generaldirektor der „Österr. Daimler Motoren 
AG“, zahlreiche eigene Entwicklungen. 1923 Technischer Direktor und Vorstandsmitglied „Daimler-
Motoren AG“, Stuttgart-Untertürkheim, 1928 bis 1930 Technischer Vorstand „Steyr-Werke AG“, 1931 
Gründung Konstruktionsbüro in Stuttgart (Porsche KG). Entwicklung Rennwagen und 1934 Auftrag 
vom Reichsverband der Automobilindustrie zur Entwicklung Volkswagen. 1935 Prototyp, 1937 
Auftraggeber Deutsche Arbeitsfront (DAF) und Gründung „Gesellschaft zur Vorbereitung des 
Volkswagens“ (Gezuvor) mit Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen. 1938-1945 Geschäftsführer 
Volkswagenwerk GmbH. Mit Kriegsbeginn Rüstungsaufträge, v. a. auf der Basis des Volkswagens 
konstruierte Kübel- bzw. Schwimmwagen. Hauptauftraggeber Luftwaffe: Flugzeugteile und die 
Flugbombe Fi 103, zudem Kanonenteile, Panzerlaufräder und in Massenfabrikation Bunkeröfen und 
Tellerminen. 1945 Verhaftung und Internierung durch US-Militär, Freispruch von Kriegsverbrechen. 
Erneute Verhaftung durch franz. Militär, Freilassung 1947 gegen Kaution, 1948  Freispruch. 
 
Beziehung zum NS-Regime und Rolle im NS-Unrechtstaat: 
 
Ämter und Ehrungen: 1937 Mitglied NSDAP, 1942 SS-Oberführer, 1944 „Totenkopfring des 
Reichsführers SS“, Wehrwirtschaftsführer. 
 
Porsche bemühte sich seit der Machtübertragung an Hitler dessen Nähe und Protektion. Aufgrund der 
Motorisierungs- und Rüstungsziele erlangte er schnell das Vertrauen des Reichskanzlers und wurde 
als sein „Lieblingsingenieur“ bezeichnet. Den Auftrag für die Entwicklung des Volkswagens nutzte er 
für das eigene Konstruktionsbüro. Als Vorsitzender der Panzerkommission war Porsche von Hitler 
persönlich beauftragt worden, die deutsche Armee im Zweiten Weltkrieg mit schlagkräftigen Waffen 
auszustatten. Porsche war somit eine zentrale Figur der deutschen Rüstungswirtschaft und  
-technologie. 
 
Als Chef des Volkswagen-Werkes beutete er ohne Skrupel die Arbeitskraft von Zwangsarbeitern aus:  
„Unter seiner Leitung wurden ab 1940 tausende Zwangsarbeiter eingesetzt, darunter Kriegsgefangene 
und KZ-Insassen, die zwischenzeitlich mehr als 70% der Stammbelegschaft ausmachten. Diese 
waren in eigens für VW eingerichteten Lagern (KZ „Arbeitsdorf“, KZ-Außenlager Laagberg) 
untergebracht und teilweise von Ferdinand Porsche persönlich angefordert worden. Bis 1945 kamen 
neben zahlreichen Zwangsarbeitern auch mehr als 300 Kleinkinder der firmeneigenen 
„Ausländerkinder-Pflegestätte“ in Rühen aufgrund mangelnder Ernährung und daraus folgender 
Erkrankung ums Leben.“
1 
 
 
1 Zitat aus Abschlussbericht des Beirats zur Überprüfung Düsseldorfer Straßen- und Platzbenennungen. 
https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt41-203/stadtarchiv/aktuell/200123Abschlussbericht_Strassennamen.pdf, S. 185.

VW setzte als erstes deutsches Unternehmen Kriegsgefangene ein und das im großen Umfang. 1941 
schlug Reichsführer SS Heinrich Himmler die Einrichtung eines Konzentrationslagers im VW-Werk 
vor, um Juden aus Polen zur Arbeit zu zwingen. Dies geschah mit ausdrücklicher Zustimmung 
Porsches. Das Lager wurde zwar nicht eingerichtet, aber der Vorgang begründete die folgende  
Zusammenarbeit der VW-Geschäftsführung mit der SS beim Einsatz von KZ-Insassen. Diese wurden 
in Lagern untergebracht, erlitten zahlreiche Repressionen und arbeiteten nur mit wenigen freien Zeiten 
unter teilweise menschenunwürdigen Zuständen. Porsche setzte Zwangsarbeiter nicht nur für den 
Anlagenbau, sondern auch in der Produktion ein. Im März 1944 beantragten Ferdinand und sein Sohn 
Ferry Porsche von Himmler die Überstellung von KZ-Häftlingen für die Sicherung ihrer Untertagefabrik 
in Lothringen, in der Rüstungsgüter produziert wurden. Der Reichsführer SS bot ihnen 3.500 Häftlinge 
an. 
 
Zwar sind keine zustimmenden Äußerungen zur nationalsozialistischen Rassepolitik oder 
antisemitischer Art bekannt, aber als Technokrat hat Porsche die rassistische, judenfeindliche und 
menschenverachtende Politik des NS-Regimes unterstützt. Er hatte weitgehende Kenntnis vom 
Lagersystem sowie von der dortigen Vernichtung und keine Einwände erhoben, sondern darauf 
gedrängt, dass arbeitsfähige Lagerinsassen zur Ausbeutung an seine Unternehmen abgeordnet 
werden.  
 
Fazit: 
 
Ferdinand Porsche hat das NS-Regime, dessen Aufrüstung und den von Deutschland eingeleiteten 
Angriffskrieg durch die Entwicklung und Herstellung von Rüstungsgütern vehement unterstützt und 
gefördert. Er verantwortete persönlich den Einsatz von Zwangsarbeitern in den von ihm geleiteten 
Unternehmen und nahm aufgrund der miserablen Lebensumstände billigend den Tod von Hunderten 
von Menschen in Kauf. Nach dem Krieg hat er keinerlei Verantwortung für seine Taten übernommen 
oder Schuldbewusstsein entwickelt.  
 
Aufgrund der persönlichen Verstrickung in die Taten des NS-Regimes, seiner Nähe zu den NS-
Größen Hitler und Himmler und des fehlenden Unrechtsbewusstseins nach dem Krieg wird die 
Umbenennung der Straße empfohlen. 
 
Literatur: 
 
Hans Mommsen/Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, 
Düsseldorf 1996 
Klaus Parr: „Porsche, Ferdinand“, in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 638-640 
[Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/.html. 
Wolfram Pyta, Nils Havemann, Jutta Braun: Porsche. Vom Konstruktionsbüro zur Weltmarke. 
München 2017 
Abschlussbericht Beirat Überprüfung Düsseldorfer Straßenbenennung, S. 184- 186 
https://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/aktuell/ausstellung1.html 
 
 
28. Juli 2023 
 
 
 
Dr. Ulrich S. Soénius

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

1152 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die 
Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei 
Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen. 
Gemäß der Leitlinien für Öffentlichkeitsbeteiligung wird die Planung eines Beteiligungsverfahrens in 
einem Beteiligungskonzept beschrieben. Bei kleineren ggf. auch standardisierten Verfahren, ist das 
Beteiligungskonzept möglichst knapp aber aussagekräftig zu verfassen.  
Bitte wählen Sie aus: 
- Das Beteiligungskonzept ist beigefügt. 
Erläutern Sie bitte in maximal zwei Sätzen: Was soll mit der Öffentlichkeitsbeteiligung erreicht 
werden (ggf. mit Informationen zu Zielgruppen(n) und geplantem Vorgehen)? 
 
 
 
Kontakt 
OB/2 Referat für Strategische Steuerung 
Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 
Brückenstraße 5-11 
50667 Köln 
Telefon: 0221 – 221 25044 
E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de 
Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

3257 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/23/235/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 1250/2024 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Handlungsempfehlung für die Ferdinand-Porsche-Straße in Köln-Porz-Eil  
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Porz nimmt das Gutachten des Historischen Beirats zu Ferdinand Por-
sche zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, im Rahmen des Umbenennungsverfahrens 
eine Anwohner*innenbefragung sowie eine Öffentlichkeitsbeteiligung zu einer möglichen Um-
benennung der Ferdinand-Porsche-Straße in Köln-Porz-Eil durchzuführen. 
 
Alternativ: 
 
Die Bezirksvertretung Porz nimmt das Gutachten des Historischen Beirats zu Ferdinand Por-
sche zur Kenntnis und sieht von einer weiteren Veranlassung ab. 
 
 
 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 07.11.2024

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
 
a) Ausgangslage 
 
2021 hat der Verwaltungsvorstand das Projekt „Umgang mit dem (post)-kolonialen Erbe 
Kölns“ im Amt für Integration und Vielfalt initiiert.  
 
In einem Teilprojekt „Straßennamen“ im Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster 
wurde ein Konzept zur Untersuchung aller Kölner Straßennamen mit postkolonialem und nati-
onalsozialistischem Hintergrund erarbeitet mit dem Ziel, kritische und undemokratische Stra-
ßennamen zu identifizieren und den zuständigen Bezirksvertretungen Handlungsempfehlun-
gen zum Umgang mit diesen problematischen Straßennamen zu übermitteln. Die Recherche 
und Begutachtung wurde durch einen eigens hierfür gegründeten Historischen Beirat, beste-
hend aus einem Historiker*innenteam mit nachgewiesener Fach- und Sachkompetenz, durch-
geführt. 
 
Der Historische Beirat hat festgestellt, dass im Ergebnis des Gutachtens, der Straßenname 
schwer belastet ist. Das Expert*innengremium schlägt eine Umbenennung der Straße vor.  
 
Mit Mitteilung (Vorlagennummer 2895/2023) wurde das Gutachten unter TOP 10.2.11 in der 
Sitzung vom 19.10.2023 der Bezirksvertretung Porz übermittelt. 
 
Das gesamte Gutachten ist als Anlage beigefügt. 
 
 
b) Maßnahmen 
 
Unter Punkt 4 der Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und 
Plätzen ist die Umbenennung von Straßen geregelt. 
 
Wenn das Anliegen besteht eine Straße umzubenennen, beauftragt die zuständige Bezirks-
vertretung gemäß Punkt 4.3 der o.g. Richtlinien das Zentrale Namensarchiv mit der Prüfung 
des Anliegens und der Vorbereitung eines Beschlussentwurfs. Punkt 4.4 sieht vor, dass in je-
dem Fall eine Anwohner*innenbefragung zu erfolgen hat und die Ergebnisse im Beschlussent-
wurf darzustellen sind. 
 
Zudem hat die Bezirksvertretung die Möglichkeit, die Verwaltung mit einer Öffentlichkeitsbetei-
ligung zu beauftragen, deren Ergebnisse ebenfalls in der Beschlussvorlage vorzulegen sind. 
Mit einer Öffentlichkeitsbeteiligung erhalten alle Kölner*innen die Möglichkeit, sich zu der 
möglichen Umbenennung der Straße zu positionieren und ihre Argumente für ein Für und Wi-
der zu benennen. 
 
Anlagen 
Gutachten zu Ferdinand Porsche vom Historischen Beirat 
Beteiligungskonzept

Beteiligungskonzept Ferdinand-Porsche-Straße BV 7

8457 Zeichen

1 von 4 
Beteiligungskonzept  
Undemokratische Straßennamen  
Hier:  Ferdinand-Porsche-Straße in Köln-Porz-Eil 
Stand: 11.04.2024  
Das vorliegende Konzept für die Öffentlichkeitsbeteiligung dient als Entscheidungsgrundlage über die 
Durchführung einer solchen sowie deren grundsätzliche Ausgestaltung. Die einzelnen 
Umsetzungsschritte werden auf dieser Basis weiter konkretisiert. 
I. Grundlagen 
Kontext 
2021 wurde in Köln ein Projekt gestartet, um das koloniale Erbe Kölns aufzuarbeiten. Mit diesem 
Entschluss wurde ein Schritt hin zu einer vielfältigen Stadtgesellschaft ohne Diskriminierung und 
Ausgrenzung gegangen und wurde ein neues Kapitel der Erinnerungskultur geöffnet. Ziel des 
Projektes ist es, die Bedeutung der Kolonialgeschichte als Keimzelle einer Ideologie der 
Menschenfeindlichkeit, von Rassismus und Diskriminierung herauszuarbeiten. Damit sollen die 
Auswirkungen und der Einfluss des Kolonialismus auf das heutige gesellschaftliche Zusammenleben 
verdeutlicht werden. 
Teil dieses Gesamtprojektes ist die Überprüfung der Kölner Straßennamen.  
Außer der Begutachtung der Straßen mit kolonialgeschichtlichem Hintergrund, wurden die 
Prüfkriterien ausgedehnt auf die ebenso im Stadtbild weiterhin verankerten Namen, die einen NS-
belasteten Bezug aufweisen könnten.  
Von insgesamt ca. 6000 Kölner Straßennamen werden nun sukzessive über 1200 Benennungen 
genauer unter die Lupe genommen. Eigens hierzu wurde ein Expert*innengremium, der Historische 
Beirat, aus renommierten stadt-externen Historikerinnen und Historikern zusammengestellt. 
Wissenschaftlich belegt und objektiv werden sie Expertisen erstellen und für jede Straße ein Votum 
aussprechen. Dabei kann es sich um eine Umbenennungsempfehlung handeln aber auch um den 
Vorschlag, anhand eines Erläuterungsschildes aufzuklären. 
Gemäß § 2 Abs. 1 Punkt 7.2 sind die Bezirksvertretungen in Abstimmung mit dem zentralen 
Namensarchiv zuständig für die Benennung und Umbenennung öffentlicher Einrichtungen des Bezirks 
(Straßen, Wege, Plätze, Schulen, Friedhöfe, Bäder u. a.).  
Demnach entscheidet entsprechend der Leitlinien der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung auch 
die jeweilige Bezirksvertretung, ob zu der möglichen Umbenennung einer Straße eine 
Öffentlichkeitsbeteiligung stattfinden soll.  
Gestaltungsspielraum (ggf. rechtliche Rahmenbedingungen) 
Die Kölner*innen sollen die Möglichkeit erhalten sich zu der möglichen Umbenennung der Straße zu 
positionieren und ihre Argumente für ein Für und Wider zu benennen. Die Ergebnisse der ÖB werden 
gemeinsam mit dem Gutachten des Historischen Beirats und der Beteiligung der Anwohner*innen der 
Bezirksvertretung Porz als Hilfe zur Entscheidungsfindung vorgelegt.  
Die Entscheidung, ob die Straße umbenannt wird, obliegt alleine der Bezirksvertretung Porz. Das 
Votum aus Öffentlichkeitsbeteiligung und Anwohner*innenbefragung ist für die Bezirksvertretung nicht 
bindend.

2 von 4 
Erwartete Vorteile aus der Beteiligung 
Die Kölner*innen werden über die geplante Umbenennung informiert.  
Die vom Historischen Beirat verfassten Gutachten bieten den Kölner*innen die Möglichkeit sich mit 
den konkreten Argumenten, welche für und gegen eine Umbenennung sprechen zu befassen und 
diese nachzuvollziehen.  
Die Kölner*innen haben die Möglichkeit Ihre Einschätzung zu einer Umbenennung unter Angabe ihrer 
jeweiligen Perspektive zu äußern.  
II. Inhalte, Beteiligungsstufe und Zielgruppen 
Beteiligungsthema /-themen 
Welche Faktoren sprechen für oder gegen die Umbenennung der Straße?  
Hier:Ferdinand-Porsche-Straße in Köln-Porz-Eil 
Beteiligungsziel(e) 
Die Kölner*innen sollen die Komplexität einer Umbenennung nachvollziehen können und die 
Gründe, welche für eine Umbenennung sprechen, verstehen.  
Durch die Möglichkeit Ihre Einschätzung abzugeben und Berücksichtigung diese r, soll die Akzeptanz 
für die Entscheidung der Bezirksvertretung gestärkt werden.  
Beteiligungsstufe 
Anhörung/Beratung: Die Öffentlichkeit wird eingeladen, sich zu dem Vorhaben zu äußern.  
Zielgruppen 
Anlieger*innen der Straße (Anwohner*innen sowie Gewerbe vor Ort) : Die Anlieger*innen werden 
seitens des zentralen Namensarchivs aufgefordert ihre Meinung zu einer Umbenennung mitzuteilen.  
Betroffene: Im Kontext der Abfrage des zentralen Namensarchivs werden grundsätzlich nur die 
Anlieger*innen kontaktiert. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen auch Bet roffene die 
Möglichkeit erhalten eine Rückmeldung zu der möglichen Umbenennung mitzuteilen. Unter 
Betroffenen werden Menschen verstanden, welche aufgrund ihrer Geschichte oder ihres 
Hintergrundes einen persönlichen Bezug zu dem aktuellen Namensgeber der St raße bzw. zu dem 
geschichtlichen Kontext haben.  
Initiativen / Vereine: Im Kontext der Abfrage des zentralen Namensarchivs werden grundsätzlich nur 
die Anlieger*innen kontaktiert. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen auch Initiativen, 
Vereine etc., welche sich mit der Thematik befassen, die Möglichkeit erhalten eine Rückmeldung zu 
der möglichen Umbenennung zu geben.  
Einrichtungen vor Ort (Schulen, Kitas etc.): Im Kontext der Abfrage des zentralen Namensarchivs 
werden grundsätzlich nur die Anlieger*innen kontaktiert. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung 
sollen auch vor Ort ansässige Einrichtungen bzw. die Besucher*innen dieser die Möglichkeit erhalten 
eine Rückmeldung zu der möglichen Umbenennung mitzuteilen.

3 von 4 
III. Ablauf der Beteiligung, Methoden und 
Kommunikationsmaßnahmen 
Die Beteiligung soll neben den direkten Anlieger*innen, deren Beteiligung nach den Richtlinien des 
Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen verpflichtend ist, auch weiteren 
Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit geben, ihre Meinung bezüglich einer Umbenennung 
mitzuteilen.  
Formate  
 Analoge Beteiligung:  
- Postalische Beteiligung der Anlieger*innen (Anwohner*innen sowie Gewerbe vor 
Ort):  durch das Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster 
- Postkarten / Flyer  
Es sollen Postkarten erstellt werden, welche die Öffentlichkeit auf den 
Umbenennungsprozess und die Möglichkeit der Beteiligung aufmerksam machen. Diese 
enthalten einen QR-Code sowie einen Link zum städtischen Beteiligungsportal. Hier 
können die Menschen sowohl das Gutachten einsehen als auch eine Rückmeldung aus 
ihrer Perspektive verfassen.  
Zudem kann die Rückmeldung auf dem Flyer gegeben und dieser kostenfrei 
zurückgesendet werden.  
 Digitale Beteiligung: 
- Online-Dialog auf dem Beteiligungsportal (meinungfuer.koeln)  
Auf einer Karte wird die Straße gekennzeichnet und das Gutachten des Historischen 
Beirats veröffentlicht. Die Öffentlichkeit erhält die Möglichkeit ihre Meinung zu den 
Gutachten sowie Gründe, welche für oder gegen eine Umbenennung sprechen zu 
erfassen. Die Nutzer*innen sollen bei der Abgabe ihrer Meinung auch ihre Perspektive 
eintragen:  
 Ich bin Anwohner*in 
 Ich bin Betroffene*r aufgrund des persönlichen Hintergrundes  
 Ich bin Mitglied einer Initiative / eines Vereins 
 Ich besuche eine Einrichtung vor Ort (Schule, Kita etc.)  
 Ich bin an der Thematik interessiert 
Kommunikationsmaßnahmen:  
Um die interessierte Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen, sind verschiedene 
Kommunikationswege vorgesehen:  
 Analog  
- Plakate  
An den Eingängen / Enden der Straße sowie an wichtigen Orten vor Ort (bspw. dem 
Bezirksrathaus, öffentlichen Plätzen im unmittelbaren Umfeld) werden Plak aten

4 von 4 
angebracht, welche auf den Umbenennungsprozess sowie die Möglichkeit der Beteiligung 
hinweisen.  
- Postkarten / Flyer  
Siehe oben  
 Digital  
- E-Mail über Multiplikator*innenverteiler  
- Pressemitteilung 
IV. Evaluation 
Die Evaluation soll eine hilfreiche Untersuchung und Bewertung der Öffentlichkeitsbeteiligung und 
ihrer Formate sein. Ziel ist es, eine noch laufende Öffentlichkeitsbeteiligung zu verbessern, aus einer 
abgeschlossenen Öffentlichkeitsbeteiligung für zukünftige Verfahren zu lernen und generell die 
Beteiligungskultur in Köln zu professionalisieren und zu verbessern. 
Darüber hinaus gibt es projektspezifische Kriterien, anhand derer der Erfolg der 
Öffentlichkeitsbeteiligung gemessen werden kann. Diese richten sich nach den in Abschnitt 2 
genannten Zielen: 
o Haben die eingesetzten Methoden ihre spezifischen Ziele erreicht? 
o Wurden die Zielgruppen erreicht und mobilisiert? 
o Inwieweit wurde die Öffentlichkeitsbeteiligung als fairer Prozess wahrgenommen?

Beratungsverlauf (1)

30.01.2025 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 6.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Ferdinand-Porsche-Straße
  • Brückenstraße 5

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1250/2024
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
30.09.2024
Erstellt
11.04.2024 14:50