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1393/2021

Vergabe von Grundstücken in KMU-Gebieten Beantwortung einer Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 19.04.2021

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Nächste Beratung: Liegenschaftsausschuss, Sitzung am 07.06.2021

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Ansehen

Anlage - Ratsbeschluss Sonderstandortprogramm KMU vom 10.09.1996

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Ansehen

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

2009 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/23/230 
III/23/230 
Vorlagen-Nummer  19.03.2021 
 1393/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Liegenschaftsausschuss 19.04.2021 
Stadtentwicklungsausschuss 29.04.2021 
Wirtschaftsausschuss 27.05.2021 
 
Vergabe von Grundstücken in KMU-Gebieten  
Beantwortung einer Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Volt haben mit Schreiben vom 12.04.2021 
(AN/0703/2021) eine Anfrage gemäß § 4 der Geschäftsordnung zur Vergabe von 
Gewerbegrundstücken in KMU-Gebieten gestellt: 
 
Seit vielen Jahren vergibt die Stadt Köln subventionierte Grundstücke an kleine und mittel-ständische 
Unternehmen innerhalb des sogenannten KMU-Programms.  
Auf welcher Grundlage beruht dieses Programm, wie sieht die politische Beschlussfassung dazu 
aus? Da der Beschluss offenbar weiter zurückreicht als das aktuelle digitale System der Stadt Köln, 
wird die Verwaltung gebeten, den alten Beschluss mit allen verfügbaren Unterlagen im 
Ratsinformationssystem abrufbar zu machen und die Ausschüsse Stadtentwicklung, Liegenschaften 
und Wirtschaft darüber zu informieren. 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ für die 
Bereitstellung von Flächen für diese Unternehmen aus Handwerk und Gewerbe innerhalb des 
Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes (GFBK) hat der Rat der Stadt Köln am 10.09.1996 
(Drucksachen-Nummer 1103/1996) beschlossen. Diese Beschlussvorlage wird als Anlage beigefügt. 
 
Entgegen der Annahme der anfragenden Fraktionen handelt es sich nicht um eine subventionierte 
Grundstücksvergabe.  
 
Die Grundstückspreise entsprechen den vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt 
Köln beschlossenen zonalen Bodenrichtwerten.  
 
Die Kaufpreise werden zum Beginn eines jeden Jahres überprüft und ab dem 01.05. des jeweiligen 
Jahres angepasst. 
 
 
Anlage  
 
gez. Reker

Anlage - Ratsbeschluss Sonderstandortprogramm KMU vom 10.09.1996

23536 Zeichen

3./O'
Stadt Köln
Der 0be<5ta<j(dtrekrcx
Dczem«.
IX/63/6C2 - 070192
Beschlußvorlage
V Be treff
RAT
70 03.
Druck Sachen-Nf
Datum der Scfiluttzeichnung
.Z/' z??.
zur Behandlung in [x] offentl;cher >—> nichtöffentlicher 
Sitzung ’—- Sitzung
Sandeistandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ für die Bereit­
stellung von Flächen für diese Unternehmen aus Handwerk und Gewerbe innerhalb des Gewer­
beflächenbereitstellungskonzeptes (GFBK)
RAT
^Abstimmungsergebnis’f Beratungsfolge
Ausschuß Datum
zugestimmt
Änderungen
5 Anlage
Nr -
abge- 
fehnt
zu­
rück-
ge­
stellt
verwiesen tn
em- 
stirn- 
m>g
mehr- 
beitncfri 
gegen
Wirtschaftsausschuß CU.öO.
o_ — Ergebnis 
mündlich —
Liegenschaftsausschuß (29.09 — Ergebnis 
mündlich —
Stadtentwicklung ^.C-5.
X —
— —
— — —
n — —
v Beschlußvorschlag einschl. Deckungsvorschlag, Alternative
Der Rat nimmt das Sonderatandortprogramm .Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMUf für die Bereitstellung 
von Flächen für diese Unternehmen aus Handwerk und Gewerbe zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit der 
Umsetzung.
Der Rat beschließt:
1. Die in Anlage 3 aufgeführten städtischen Flächen werden im Rahmen eines Sonderatandortprogramms 
ausschließlich zur Ansiedlung von Handwerk, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bereitgestellt.
2. Gleichzeitig werden weitere Bereiche - vorrangig zentrennahe und insbesondere vormals gewerblich oder industriell 
genutzte Flächen (Recyclingbereiche) - untersucht und ggf. in das Sonderstandortprogramm aufgencmmen.
3. Je nach Lage sind die Grundstücke zu einem Endkaufpreis voll erschlossen incl. Grünausgleich zwischen 190,- DM 
bis max. 250,- DM/qm interessierten Handwerks- und Gewerbebetrieben anzubieten: die Verkaufspreise sind alle 2 
Jahre dem Markt anzupassen und dem Rat zu Entscheidung vorzulegen.
4. Die aufgeführten Flächen sind entsprechend den dargestellten Jahresprogrammen im Rahmen der verfügbaren
Haushaltsmittel aufzubereiten; in den Bebauungsplänen sind Grundstücke bedarfsgerecht zwischen 1.000 m* und 
3.000 mJ vorzusehen. .
Awler-xslive
j weitere Erläuterungen. Pläne. Übersichten siebe Anlagefn) Nr.

r Problemstellung des Beschlußvorschlages, Begründung, ggf Auswirkungen
Auftrag, Begründung und Auswirkungen ergeben sich aus der als Anlage beigefügten 
Darstellung des Sonderstandortprogrammes.
| | weitere Erläuterungen. Pläne. Übersichten siehe Anlagen) Nr
Der Inhalt des Beschlußvorschlages stimmt mil den Aussagen
| x~| des Gesamtkonzeptes Stadtentwicklungsptanung i~*~i überein
des Fachennutzungsptanes
k Haushaltsmäßige Auswirkungen
□ ne'n ~x~~j ja. Kosten de< Maßnann>e
nicht bezifferbar 0M
Zuscbußfan<ge Maßnahme 
ggf Hone Oes Zuschusses
%
| | nicht überein, siehe Anlage(n) Nr.
i | nicht überein, siehe Antagetri) Nr.
Janriicne Fogekosten 
al Personalkosten
 keine rw
b) Sacnkosien '
keine Du
Jährliche Folgeeinnahmen (Art. DM) Einsparungen (DM)

S onderstandortprogramm
„Handwerk, kleine und mittlere Unterneh­
men (KMU)“
für die Bereitstellung von Flächen für kleine und 
mittlere Unternehmen aus Handwerk und 
Gewerbe

Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine 
und mittlere Unternehmen (KMU)“
Bereitstellung von Gewerbeflächen in Köln
1. Das Gewerbeflachenbereitsteliungskonzept (GFBK)
Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere 
Unternehmen (KMU)“
1. Bedarf/Notwendigkeit •
2. Handlungskonzept
2.1. Bedarfsorientierte Mobilisierung aller Flächenreserven und Festlegung 
in Jahresprogramme, kontiniuierliche Fortschreibung
, 2.2. Verkaufspreise.' Angebot der Vergabe von Grundstücken in Erbpacht
2.3. Organisation/Öfifentlichkeitsarbeit
2.3.1 Flächenbereitst ■‘Uung
2.3.2 Akquisition, Betriebsbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit
2.33 Grundstücksverkäufe
2.4. Kooperation mit den Kammern
2.5 Förderprogramme

I. Bereitstellung von Gewerbefiächen in Köln
1. Das Gewcrhenächenbereitstcllungskonzcpt
Grundlage für die Bereitstellung von Gewerbe flächen ist das vom Rat der Stadt 
Köln am 6.12.1990 beschlossene Gewerbeflächenbereitstellungskonzept (GFBK). 
In dem Konzept sind alle in Köln festgestellten Gewerbe- und Recyclingflächen 
dargestellt, die unter Ausräumung aller Hemmnisse bis zum Jahr 2000 ff entspre­
chend den Jahresprogrammen bereitgestellt werden sollen, um die unterschiedli­
chen Flächenbedarfe der Wirtschaft langfristig zu decken.
Die erste Fortschreibung der Reserven an Gewerbe- und Recyclingfläclien mit einer 
Zeit-,Maßnahmen-, Kosten- und Finanzierungsplanung wurde vom Rat in seiner 
Sitzung am 18.10.1993 zustimmend zur Kenntnis genommen und die Verwaltung 
, mit der weiteren Umsetzung beauftragt.
Da bei der Umsetzung des Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes die vielfältigen 
Belange der Fachämter bertihrt werden, w'urdc mit der laufenden Fortschreibung 
des Konzeptes und der zentralen Koordinierung und Steuerung bei der Baureiftna- 
chung der Reserven an Gewerbe- und Recyclingflächen das Bauverwaltungsamt 
beauftragt. Entsprechend den Jahresprogrammen werden die Flächen baureif aufbe­
reitet.
Das Gewerbeflächenbereitstellungskonzept wird z.Zt. überarbeitet.
II. Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere 
Unternehmen (KMU)“
1. Bedarf/Notwendigkeit
Das Oberzentrum Köln befindet sich in einer arbeitsteiligen Kooperation mit den 
anderen Kommunen in der Region bei der Versorgung der Bevölkerung und der 
Wirtschaft mit technischer Infrastruktur, den sozialen und kulturellen Einrichtungen 
sowie den Arbeitsplätzen.
Bei der Ansiedlung von Betrieben und Unternehmen und der Bereitstellung von 
Flächen für notwendige Erweiterungen und Verlagerungen steht die Stadt Köln je­
doch im Wettbewerb mit ihrer Region. Können die Anforderungen der gewerbli­
chen Wirtschaft nicht erfüllt werden, schwächt dies den Wirtschaftsstandort Köln 
mit den bekannten Folgen für das Aufkommen an Gewerbesteuer und den Arbeits­
markt.
Im Rahmen der Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft haben vor dem Hinter­
grund des Arbeitsplatzabbaues in Kölner Großunternehmen (1993/ 1994 über 
10.000 Arbeitsplätze) kleine und mittlere Unternehmen, hiervon insbesondere 
Handwerksbetriebe, eine überaus große Bedeutung für Wachstum. Beschäftigung 
und Innovation. Sie tragen wesentlich zu einer ausgewogenen Arbeitsplatz- und 
Betriebsgrößenstruktur bei. In den über 600.000 kleinen und mittleren Unterneh­
men des Landes NRW arbeiten rd. 4,2 Mio. Beschäftigte, in diesen Betrieben be­
stehen mehr als 2'3 der Arbeitsplätze und rd. 80 % der Ausbildungsplätze. 
Wurden in den vergangenen Jahren in größeren Betrieben Arbeitsplätze in hohem 
Umfang abgebaut, wurden in der mittelständischen Wirtschaft hohe Beschäfti­

-4
gungseffekte errcichi: Zwischen 1987 und 1992 sind rd. eine halbe Million neuer 
Arbeitsplätze im Mittelstand entstanden. Arbeitsplatzzuwächse haben sich nahezu 
ausschließlich dort vollzogen.
Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, daß neue Arbeitsplätze in größerer 
Zahl vor allem in kleinen und mittleren Betrieben entstehen werden.
Für die Flächennachtrage von kleinen und mittleren Betrieben wegen Verlagerung 
und Erweiterung ist davon auszugehen, daß nach den beim Amt für Wirtschafts­
und Beschäftigungstörderung vorliegenden Grundstücksgesuchen (Anlage 1 - 
Beachte: Da dem Amt für Wirtschafts- und Beschäftigungsforderung nicht alle 
grundstücksuchenden Betriebe bekannt sind, handelt es sich hier nicht um eine ab­
schließende Auswahl. Dennoch läßt diese repräsentative Aufzählung einen deutli­
chen Trend erkennen.) eine hohe Nachfrage nach preisgünstigen Grundstücken (ca.
• 200,- DM/qm) in einer Größenordnung von 1000 - 3000 qm besteht. Diese Flächen
müssen nach Möglichkeit Zentren- bzw. quartiemah liegen, da gerade Handwerks­
betriebe (z.B. Sanitär, Elektro) den unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zu ih­
rer potentiellen Kundschaft suchen.
Diesem Bedarf steht kein ausreichendes Angebot an vermarktungsreifen, städti­
schen Baugrundstücken für gewerblicl Zwecke gegenüber. Handwerksbetriebe 
qnd sonstige KMU stellen besondere Forderungen an Grundstücksgröße und - 
zuschnitt sowie an im Vergleich mit den Umlandgemeinden wettbewerbsfähige 
Preise. Weiden diese Anforderungen auf längere Sicht nicht erfüllt, kommt es zu 
einem Mangel an wohnortnaher Versorgung für die Bevölkerung mit Handwerks­
und anderen gewerblichen Leistungen. Wichtige Betriebstypen werden zunehmend 
in Umlandkreise wie z.B. den Rhein-Sieg-Kreis oder den Erftkreis abwandem.
hi der Aufstellung 2 sind exemplarisch Betriebe aufgeführt, die in der Vergangen­
heit ins Umland abgewandert sind. Vorrangiger Grund war das nicht vorhandene 
Angebot von für die Unternehmen geeigneten und bezahlbaren Flächen. 
Auch Existenzgründer bevorzugen in zunehmendem Maße das Umland. Dies geht 
aus einer Studie des Institutes für Mittelstandsforschung in Bonn hervor, die diese 
im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie und Ver­
kehr zum Gründungsgeschehen in NRW aus Anlaß der „Gründungsoffensive 
NRW“ erstellt hat. Danach zählt die Stadt Köln im Vergleich der nordrhein-westfä­
lischen Verwaltungsbezirke zu dem Bezirk mit den niedrigsten Gewerbeanmeldc- 
saldoquotcn. Die Umlandkreisc hingegen zählen zu den Bezirken mit den höchsten 
Quoten.
Neben dem bereits beim Amt für Wirtschafts- und Beschäftigungsforderung beste­
henden Angebot der umfassenden Betriebsbetreuung, das Hilfe bei Existenzgrün­
dungen, Neuansiedlungen, Betriebserweitcrungen und -Verlagerungen sowie allge­
meinen Standortproblemen anbietet, ist über das Sonderstandortprogramm daher 
die zeitnahe zur Verfugurigstellung von geeigneten, preisgünstigen 
Gewerbegrundstücken sicherzustellen.
2. Handlungskonzept
Die Ziele können nur erreicht werden, wenn alle für die Flächennachfrage von klei­
nen und mittleren Unternehmen geeigneten Reserven an Gewerbeflächen mobili­
siert werden und zu einem mit den Umlandgemeinden wettbewerbsfähigen Preis 
angeboten werden.

5
Das Sonderstandortprogramm beinhaltet deswegen alle in Köln feslgestcllteii Ge- 
werbellächen im Eigentum der Stadt Köln sowie sonstige Potentiale, die sieh naeh 
einer entspreehenden Prüfung hierfür eignen.
Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen 
(KMU)’* ist integraler Bestandteil der Umsetzung des Gewerbeflächenbercitstel- 
lungskonzeptes und der vorgesehenen Baureifmachung von städtischen Flächen 
entsprechend den Jahresprogrammen. Durch die unterschiedlichen Anforderungen 
kleiner und mittlerer Betriebe werden jedoch spezifische Maßnahmen bei der Flä­
chenaufbereitung, der Projektentwicklung und der Vermarktung erforderlich, die 
ein gebündeltes Verwaltungshandeln bei der Realisierung erfordern.
Darüber hinaus gibt es spezifische Projekte wie z.B. den Gewerbe- und Handwer­
kerhof Kapcllenstraße in Köln-Kalk, die kleineren und mittleren Betrieben zur Ver­
fügung stehen sollen.
2,1. Bedarfsorientierte Mobilisierung aller Flächenreserven und Festlegung 
in Jahresprogramme; kontinuierliche Fortschreibung
Im Gewerbeflächenbereitstellungskonzept sind die verfügbaren Flächen im 
einzelnen auf die Jahre 1990 - 2000 aufgeteilt worden. Die Aufteilung er­
folgte ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der wahrscheinlichen Reali­
sierbarkeit von Bauvorhaben (Baubeginn/ Baugenehmigung).
Für die Bereitstellung von Flächen für mittlere und kleine Unternehmen aus 
Handwerk und Gewerbe ist analog zu verfahren.
Die Nachfrage dieser Betriebe richtet sich insbesondere nach Grundstücken, 
die an für sie geeigneten Standorten liegen und zwischen 1000 - 3000 qm 
groß sind.
Entsprechend dieser Anforderungen an die Grundstückszuschnitte wurden 
alle städtischen Flächen des Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes auf 
ihre Eignung überprüft. Zusätzlich wurden alle sonstigen in Betracht kom­
menden Flächen erfaßt und bewertet. Diese Flächen werden bei der anste­
henden Überarbeitung ebenfalls ins GFBK aufgenommen und bei der kom­
menden Fortschreibung berücksichtigt. Auch weiterhin werden zukünftig 
zentrennahe, verfügbare vormals gewerblich oder industriell genutzte 
Bereiche (Recyclingbereiche) untersucht und bei Eignung in das Son­
derstandortprogramm aufgenommen. Gerade diese Recyclingbereiche 
bieten häufig die unbedingt gewünschte Zentrennähe. Bei der Umsetzung ist 
hier - ebenso wie im Wohnungsbau - auf flächensparendes Bauen zu achten. 
Die Nutzung der infrage kommenden Grundstücke mit verschiedenen 
Betrieben auf mehreren Etagen ist hier als Beispiel zu nennen.
Nach der wahrscheinlichen Realisierbarkeit sind die verfügbaren Flächen 
jeweils auf die Jahresprogramme 1996 - 2000 aufgeteilt worden. Die Über­
sicht über die angestrebte Verfügbarkeit und die entsprechenden Planunter­
lagen sind diesem Programm als Anlage 3 beigefügt.
Um der Zielgruppe ein entsprechendes Angebot machen zu können, sind die 
städtischen Flächen im Rahmen des Sonderprogramms ausschließlich zur 
Ansiedlung von Handwerksbetrieben, kleinen und mittleren Unternehmen 
bereitzustellen. Die Flächen sind entsprechend der angestrebten Verfügbar­

keil forciert aufzubereiten. Soweit für die Flächen noch Bebauungspläne 
aufzustellen sind, sind die für die Ansiedlung von kleinen und mittleren 
Betrieben notwendigen Grundstückszuschnitte und Erschließungsflächen zu 
berücksichtigen.
Die Zusammenstellung der Flächen wird alle 2 Jahre kontinuierlich fortge­
schrieben.
2,2. Verkaufspreise/ Angebot der Vergabe von Grundstücken in Erbpacht
Gewerbegrundstücke der Stadt Köln wurden bisher zu Kaufpreisen von 
190,- DM bis 250;- DM/qm erschlieöungsbeitragsfrei veräußert. Gewerbe­
flächen der Umlandstädte (z.B. Brühl, Hürth, Wesseling. Troisdorf und Le­
verkusen) werden aktuell und auch mittelfristig zu Preisen von 130,- DM 
bis 160,- DM/qm erschließungsbeitrags- und grünausgleichsfrei veräußert; 
unter Berücksichtigung der Erschließungs- und Grünausgleichskosten ist 
dabei der eigentliche Grundstückskaufpreis variabel und ggfs. sehr gering.
Seit Beginn diesen Jahres werden städtische Liegenschaften durch das 
Liegenschaftsamt unter Hinweis auf entsprechende Rechtsprechung des 
Bundesverwaltungsgerichtes grundsätzlich nur noch erschließungsbeitrags­
pflichtig veräußert, d.h., der Erwerber finanziert zusätzlich zum 
Grundstückspreis die Erschließungskosten und Grünausgleichsbeträge.
Um konkurrenzfähige Angebote an kleine und mittlere Betriebe machen zu 
können, ist die Festsetzung eines wettbewerbsfähigen Komplettpreises 
(Grundstückspreis + Erschließungsbeitrag + Kosten für Grünausgleich) 
zwingend erforderlich. Als konkurrenzfähig werden je nach Lage des 
Grundstückes Komplettpreisc wischen 190,- DM und 250,- DM/qm (Stand 
1996) angesehen. (Entsprechend der Marktentwicklung sollten diese Preise 
alle zwei Jahre angepaßt werden.) .
Es ist also notwendig, einen Komplettpreis festzusetzen und damit die Ge­
werbeflächen wieder einschließlich Erschließungskosten und einschließlich 
Kosten für den Grünausgleich zu veräußern. Dies ist nach der oben erwähn­
ten Entscheidung des BVerwG jedoch nur dann möglich, wenn die jeweils 
anfallenden Erschließungskosten und Grünausgleichskosten im Vertragstext 
fixiert und separat ausgewiesen werden oder dem Grundstückskäufer vor 
Abschluß des Vertrages anderweitig mitgeteilt werden.
Sofern Komplettpreise gebildet werden und die Erschließungskosten und 
Grünausgleichskosten nach den tatsächlich entstehenden Kosten berechnet 
werden, verbleibt für den reinen Grundstückskaufpreisanteil kalkulatorisch 
demnach nur der Dift’eren/hetrag zu 190,- DM bis 250,- DM des Komplett­
preises.
Die Umsetzung ist für die jeweiligen Projekte entsprechend der 
jahresbezogenen Verfügbarkeit (Anlage 3) /.wischen IX/60, VII1/80, 011/23, 
X/62 und 111/67 abzustimmen.
Zur Gesamtproblematik des erschließungsbeitrags- und grünausgleichs­
freien Verkaufs zu einem annehmbaren Komplettpreis wird auf den politi­
schen Willen der Ratsffaktionen verwiesen, die sich in der Sitzung des

Wirtschaftsausschusses vom 13.05.1996 sowie der Ratssitzung vom 
30.05,1996 auf die Festlegung eines wettbewerbsfähigen Komplettpreises 
für die Veräußerung städtischer Liegenschaften verständigt haben.
Nach den vorliegenden Anfragen sind die nachfragenden Betriebe bisher im 
wesentlichen an einem Kauf der Grundstücke interessiert. Für die Ziel­
gruppe kleine und mittlere Unternehmen könnte der Grundstückskaufpreis 
bzw. dessen Finanzierung (Verzinsung und Tilgung) in der Anfangsphase 
eine besondere Erschwernis darstellen. Deswegen ist zu prüfen, interessier­
ten Betrieben alternativ zum Ankauf die Möglichkeit des Erwerbs von 
Grundstücken in Erbpacht einzuräumen, um die finanzielle Belastung der 
Betriebe zu senken und einen zusätzlichen Anreiz für eine schnelle Ansied­
lung zu geben.
2.3. Organisation, Öffentlichkeitsarbeit
2.3.1 Fiächenbereitstellung
Bei der Umsetzung des Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes 
wurde das Bauverwaltungsamt mit der Aufgabe betraut, sämtliche
• Maßnahmen zur Baureifmachung zu koordinieren und zu steuern. 
Auch bei der Fiächenbereitstellung für kleine und mittlere Betriebe 
aus Handwerk und Gewerbe bleibt das Bauverwaltungsamt interne 
Koordinationsstelle zur Steuerung des Gesamtverfahrens beim Son- 
derstandortprogramm..Handwerk. kleine und mittlere Unternehmen 
(KMU)".
2.3.2 Akquisition, Betriebsbetreuung’und Öffentlichkeitsarbeit
Der Betriebsservice beim Amt für Wirtschafts- und Beschäftigungs­
förderung ist Ansprechpartner für alle flächensuchenden Betriebe, 
akquiriert die Unternehmen und prüft die betrieblichen 
Voraussetzungen für den Verkauf bzw. die Einräumung eines 
Erbbaurechtes.
Die Abteilung Köln-Promotion des Amtes für Wirtschafts- und Be­
schäftigungsforderung übernimmt - wie bisher - die Werbe- und 
Promotionmaßnahmen einschließlich der Gestaltung von V . kaufs­
broschüren.
2.3.3 Grundstücksverkäufe
Die Abwicklung der Grundstücks verkaufe erfolgt - wie bisher - 
durch das Liegenschaftsamt.
2.4. Kooperation mit den Kammern
Die Umsetzung des Sonderstandortprcgrammes „Handwerk, kleine und 
mittlere Unternehmen (KMU)“ sollte in enger Zusammenarbeit mit der IHK 
und der Handwerkskammer erfolgen. Die Unterstützung der Handwerks­
kammer bei der Formulierung des gemeinsamen Antrages der drei 
Ratsfraktionen ist hierfür ein deutliches Signal.
2.5 Förderprogramme

Die Verwaitung prüft inwieweit die Förderprogrannne des Landes, des 
Bundes und der EU zur Finanzierung dieses Sonderprogrammes herangezo­
gen werden können.

Datenverarbeitungsgeräten und
y
Grundstücksgesuche in Köln mit Größe < 3001 qm •
72. Jun. 96 •
Branche Anzahl Größe in qm Mittelwert in qm
2 3100 1550
Ausbaugewerbe 64 81540 1274
Bauhauptgewsrbe 13 24550 1888
Bildung, Wissenschaft, Kultur und 
Unterhaltung
15 26000 1733
ehern. Industrie, Herstellung und 
Verarbeitung von Spalt- und Brutstoffen,
5 12500 2500
Dienstleistungen a.n.g. (z.B. Autoverieih, 
Makler, Beteiligungsgesellschaften)
14 23100 1650
Dienstleistungen für Unternehmen (z.B. 
EDV, Personalleasing etc.)
14 27000 1929
Einzelhandel 18 30771 1710
Elektrizitäts-, Gas-, Fernwärme- und 
Wasserversorgung
1 1500 1500
Elektrotechnik, Feinmechanik, Optik;
Herstellung von EBM-Waren, Foto- und
16 25300 1581
Emährungsgewerbe, Tabakverarbeitung 12 7100 592
"'□rstwirtschaft , 1 1000 1000
Gastgewerbe 2 3000 1500
Gebäudereinigung, Abfallbeseitigung 
und andere hygienische Einrichtungen
3 5000 1667
Gesundheits- und Veterinärwesen 3 6500 2167
gewerbl. Gärtnerei, gewerbl. Tierhaltung,- 
zücht und -pflege
6 6850 1142
Gewinnung und Verarbeitung von 
Steinen und Erden; Feinkeramik,
5 3600 720
Großhandel 27 46000 1704
Herstellung von Büromaschinen, 6 11300 1883

Branche Anzahl Größe in qm Mittelwert In qm
Herstellung von Kunststoff- und 
Gummiwaren
4 4500 •, 1125
Holz-, Papier- und Druckgewerbe 26 29622 1139
Leder-, Textil- und Bekleidungsgewerbe 4 ’ 4200 1050
Maschinenbau 1 800 800
Metallerzeugung und Bearbeitung 11 11850 1077
Organisationen ohne Erwerbszweck, für 
Unternehmen tätig
2 3000 1500
lechtsberatung, Steuerberatung, 
■'Wirtschaftsprüfung und -beratung
2 1500 750
Reparatur von Kraftfahrzeugen, 
Fahrrädern und Haushaltsgeräten
11 14000 1273
Spedition, Lagerei, Verkehrsvermittiung 17 25700 1512
technische Beratung und Planung .25 43700 1748
Verlagsgewerbe 1 2000 2000
Versicherungsgewerbe 1 2000 2000
Wäscherei, Körperpflege, Fotoateliers 
jd andere persönliche Dienstleistungen
6 6300 1050
Werbung, Grafik 7 7400 1057
Gesamtsumme: 345 502283

GeweriMgebtot Hörth
Breuer Schwertransporte u. F'rtmstudtoprojektentwicWer 
für Hörth/KaJscheuren
Greven Druck Vertag
Krautkrfimar
Rucanor Sportartkel
ZOndorf Defikatessen
Schmitz & Sohn Tiefbau
Gottschalk Bed ach ungsartikei
Funtools Surfboardproduktion
Aiwa ♦
Galtiöfer
Vollrath
Schoeiter + Wessmann Kunststoffe
Gedo
Jean Esser Presse-Grosso GmbH & Co.
IMB Wasseraufbereitung
Hatdy Remagen Fteischwaren
Rausch Design Möbelhaus

G«w»i beg®biet Frechen
Caren Pfleger '.
Spedit ion Hasenkamp
Estäe Lauder Cosmetics
Scbrerfc - Miefes Bauunternehmung
Klöckner Stahlhandel
AAG z.T.
Briefvfirteitzentnjm Post AG
von Damiels
Fa. Silbach Oberflächentechnfc
Fritz Koch Köln
Polster Trösser z.T.
Gewerbegebiet BrauwnHer
Fa. Vierkronen Papiargroßhandlung
Mercedes-Benz LKW-Service + Ersatzteillager
Magnat
Müller + Jenniges Kälte- u. Klimatechnik
Uncle Sam Sportswear Company
Wilhelm Droemont Papier Entsorgung + Receycling
Kinks Maschinenbau
Fleischmann GmbH Bühnenbau
Schiessl Kälte- und Kl'tmabedarf
Westendorf Kfz.-Reparatur

Gtwvrtogebiet Pulheim
Albrecht Automatic
Dipl.-Ing. Weber Rohrleitungsbau
Gewerbegebiet Tnoledorf-Spkh/Niederkaaee!
Containerdienst Hamacher
Granulat 2000
Riffi Wferk
■SB Schumacher
Hinze Büroorganisation
Aufzugbau Eggert
Schüring
Formica Schichtstoff
Monz Kunststoff Fenstc.bau
Schomsteinfegerinnung Köln
Esco Druckerei
Bfickerei heister (Zentratoackstube)
Bäckerei Willnauer (Zentralbackstube)
Kosmalla Kfz.-Reparaturen
Metallbau Doufrain .
AKS
Gswertsegebiet Bergholm
Naumann + Goebel (Lager)
Paffenhotz Großbuchbinderei
Compunet

Gewcritegcbfot Erftstadt
Quest International
IHV Industrieböden
Breuer Karosseriebau
Geworbegobtot BröN
Dom Schließtechnk
Feinkost Meri
Mauser

Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
/9. Jnn. 95
angestreb(e
Verfügbarfccjt
Projektbez-cichnung • Projektnurnmer 
aus GFBK
Stadtteil Gesamtfläche in qm Fläche aus GFBK
1996 R obe n - Perthei-S t raße G 507-001 Bilderstöckchen 20000 Ja
1996 Gewerbepark Horbell G 306-005 Marsdorf 28000 Ja
1997 ) Jerkenraih'Aeg G 805-001 Ostheim 42000 Ja
1997 An der Linder Gasse G 712-001 Lind 30000 Ja
1997 Kaserne Mwrslede. Höhen G 905-002 Dcllbrück 30000 Ja
1998 Bunsenstraße G 211-001 Godorf 24000 Ja
1999 Buizweilerhof. östl. Von-H G 406-005 Ossendorf 20000 Ja
1999 ESSO-Gelände G 504-001 Niehl 20000 Ja
1999 Buizweilerhof. uesl). Von- G 406-006 Ossendorf 50000 Ja
2000 Causemannstraße G 601-005 Merkenich 30000 Ja
2000 Kaserne Brasseur Westhoven 60000 Nein
354000
1

uewerperiacnenreserven pvotn

ÜberiiJchtoptxn Stadtb»zlri(:4 Stadtt«ii-Ossendorf 406
Stadt^KöJn Der Oberetadtdirektor • Stadlplanungsemt M.1' 10000

Gewerbeflächenreserven Köln
Üb«rsfchtsptan StadtbazHe.5 Stadtteil: Bilderstöckchen 507

Überslchtaplan Stadtbailrtc. 6 Stadtteil: Mer kenich 601

ß»wsfb«f|»ch9nf»i»fv«n i
Übsf*leht(t>l4n St«<ftb«i1rk:8 St«dtt«ll:M»rkflfl!Ch601 *

Geworbeflächonreserven Köln
Ütoer»ichtsplan Stadtbezirk:? Stadtteil:Westhoven 702
Stadt0KDin Oer Oberstadtdirektor • Stadtplanungsamt M.lr tOOOO

Gewarbeflechenrwaervon Köln
Üb«r*4cht>ptan Stadtbezirk;? Stadtteil: Lind 712

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Üb«rsichtsplan Sta<ftbezkk:8 . SudttelltOstheim 805

Gew»rbeflMch®nres«rven Köln
Übarslchtsplan St»dtb«zirk:9 Stadtt»il:DollbrüCk 905

Beratungsverlauf (3)

29.04.2021 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.12 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.05.2021 Wirtschaftsausschuss
TOP 15.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.06.2021 Liegenschaftsausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1393/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
19.04.2021
Erstellt
14.04.2021 11:33