1393/2021
Vergabe von Grundstücken in KMU-Gebieten Beantwortung einer Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/23/230 III/23/230 Vorlagen-Nummer 19.03.2021 1393/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Liegenschaftsausschuss 19.04.2021 Stadtentwicklungsausschuss 29.04.2021 Wirtschaftsausschuss 27.05.2021 Vergabe von Grundstücken in KMU-Gebieten Beantwortung einer Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU und Volt haben mit Schreiben vom 12.04.2021 (AN/0703/2021) eine Anfrage gemäß § 4 der Geschäftsordnung zur Vergabe von Gewerbegrundstücken in KMU-Gebieten gestellt: Seit vielen Jahren vergibt die Stadt Köln subventionierte Grundstücke an kleine und mittel-ständische Unternehmen innerhalb des sogenannten KMU-Programms. Auf welcher Grundlage beruht dieses Programm, wie sieht die politische Beschlussfassung dazu aus? Da der Beschluss offenbar weiter zurückreicht als das aktuelle digitale System der Stadt Köln, wird die Verwaltung gebeten, den alten Beschluss mit allen verfügbaren Unterlagen im Ratsinformationssystem abrufbar zu machen und die Ausschüsse Stadtentwicklung, Liegenschaften und Wirtschaft darüber zu informieren. Antwort der Verwaltung: Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ für die Bereitstellung von Flächen für diese Unternehmen aus Handwerk und Gewerbe innerhalb des Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes (GFBK) hat der Rat der Stadt Köln am 10.09.1996 (Drucksachen-Nummer 1103/1996) beschlossen. Diese Beschlussvorlage wird als Anlage beigefügt. Entgegen der Annahme der anfragenden Fraktionen handelt es sich nicht um eine subventionierte Grundstücksvergabe. Die Grundstückspreise entsprechen den vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Köln beschlossenen zonalen Bodenrichtwerten. Die Kaufpreise werden zum Beginn eines jeden Jahres überprüft und ab dem 01.05. des jeweiligen Jahres angepasst. Anlage gez. Reker
Anlage - Ratsbeschluss Sonderstandortprogramm KMU vom 10.09.1996
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3./O' Stadt Köln Der 0be<5ta<j(dtrekrcx Dczem«. IX/63/6C2 - 070192 Beschlußvorlage V Be treff RAT 70 03. Druck Sachen-Nf Datum der Scfiluttzeichnung .Z/' z??. zur Behandlung in [x] offentl;cher >—> nichtöffentlicher Sitzung ’—- Sitzung Sandeistandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ für die Bereit stellung von Flächen für diese Unternehmen aus Handwerk und Gewerbe innerhalb des Gewer beflächenbereitstellungskonzeptes (GFBK) RAT ^Abstimmungsergebnis’f Beratungsfolge Ausschuß Datum zugestimmt Änderungen 5 Anlage Nr - abge- fehnt zu rück- ge stellt verwiesen tn em- stirn- m>g mehr- beitncfri gegen Wirtschaftsausschuß CU.öO. o_ — Ergebnis mündlich — Liegenschaftsausschuß (29.09 — Ergebnis mündlich — Stadtentwicklung ^.C-5. X — — — — — — n — — v Beschlußvorschlag einschl. Deckungsvorschlag, Alternative Der Rat nimmt das Sonderatandortprogramm .Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMUf für die Bereitstellung von Flächen für diese Unternehmen aus Handwerk und Gewerbe zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung. Der Rat beschließt: 1. Die in Anlage 3 aufgeführten städtischen Flächen werden im Rahmen eines Sonderatandortprogramms ausschließlich zur Ansiedlung von Handwerk, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bereitgestellt. 2. Gleichzeitig werden weitere Bereiche - vorrangig zentrennahe und insbesondere vormals gewerblich oder industriell genutzte Flächen (Recyclingbereiche) - untersucht und ggf. in das Sonderstandortprogramm aufgencmmen. 3. Je nach Lage sind die Grundstücke zu einem Endkaufpreis voll erschlossen incl. Grünausgleich zwischen 190,- DM bis max. 250,- DM/qm interessierten Handwerks- und Gewerbebetrieben anzubieten: die Verkaufspreise sind alle 2 Jahre dem Markt anzupassen und dem Rat zu Entscheidung vorzulegen. 4. Die aufgeführten Flächen sind entsprechend den dargestellten Jahresprogrammen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel aufzubereiten; in den Bebauungsplänen sind Grundstücke bedarfsgerecht zwischen 1.000 m* und 3.000 mJ vorzusehen. . Awler-xslive j weitere Erläuterungen. Pläne. Übersichten siebe Anlagefn) Nr. r Problemstellung des Beschlußvorschlages, Begründung, ggf Auswirkungen Auftrag, Begründung und Auswirkungen ergeben sich aus der als Anlage beigefügten Darstellung des Sonderstandortprogrammes. | | weitere Erläuterungen. Pläne. Übersichten siehe Anlagen) Nr Der Inhalt des Beschlußvorschlages stimmt mil den Aussagen | x~| des Gesamtkonzeptes Stadtentwicklungsptanung i~*~i überein des Fachennutzungsptanes k Haushaltsmäßige Auswirkungen □ ne'n ~x~~j ja. Kosten de< Maßnann>e nicht bezifferbar 0M Zuscbußfan<ge Maßnahme ggf Hone Oes Zuschusses % | | nicht überein, siehe Anlage(n) Nr. i | nicht überein, siehe Antagetri) Nr. Janriicne Fogekosten al Personalkosten keine rw b) Sacnkosien ' keine Du Jährliche Folgeeinnahmen (Art. DM) Einsparungen (DM) S onderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unterneh men (KMU)“ für die Bereitstellung von Flächen für kleine und mittlere Unternehmen aus Handwerk und Gewerbe Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ Bereitstellung von Gewerbeflächen in Köln 1. Das Gewerbeflachenbereitsteliungskonzept (GFBK) Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ 1. Bedarf/Notwendigkeit • 2. Handlungskonzept 2.1. Bedarfsorientierte Mobilisierung aller Flächenreserven und Festlegung in Jahresprogramme, kontiniuierliche Fortschreibung , 2.2. Verkaufspreise.' Angebot der Vergabe von Grundstücken in Erbpacht 2.3. Organisation/Öfifentlichkeitsarbeit 2.3.1 Flächenbereitst ■‘Uung 2.3.2 Akquisition, Betriebsbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit 2.33 Grundstücksverkäufe 2.4. Kooperation mit den Kammern 2.5 Förderprogramme I. Bereitstellung von Gewerbefiächen in Köln 1. Das Gewcrhenächenbereitstcllungskonzcpt Grundlage für die Bereitstellung von Gewerbe flächen ist das vom Rat der Stadt Köln am 6.12.1990 beschlossene Gewerbeflächenbereitstellungskonzept (GFBK). In dem Konzept sind alle in Köln festgestellten Gewerbe- und Recyclingflächen dargestellt, die unter Ausräumung aller Hemmnisse bis zum Jahr 2000 ff entspre chend den Jahresprogrammen bereitgestellt werden sollen, um die unterschiedli chen Flächenbedarfe der Wirtschaft langfristig zu decken. Die erste Fortschreibung der Reserven an Gewerbe- und Recyclingfläclien mit einer Zeit-,Maßnahmen-, Kosten- und Finanzierungsplanung wurde vom Rat in seiner Sitzung am 18.10.1993 zustimmend zur Kenntnis genommen und die Verwaltung , mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Da bei der Umsetzung des Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes die vielfältigen Belange der Fachämter bertihrt werden, w'urdc mit der laufenden Fortschreibung des Konzeptes und der zentralen Koordinierung und Steuerung bei der Baureiftna- chung der Reserven an Gewerbe- und Recyclingflächen das Bauverwaltungsamt beauftragt. Entsprechend den Jahresprogrammen werden die Flächen baureif aufbe reitet. Das Gewerbeflächenbereitstellungskonzept wird z.Zt. überarbeitet. II. Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ 1. Bedarf/Notwendigkeit Das Oberzentrum Köln befindet sich in einer arbeitsteiligen Kooperation mit den anderen Kommunen in der Region bei der Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit technischer Infrastruktur, den sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie den Arbeitsplätzen. Bei der Ansiedlung von Betrieben und Unternehmen und der Bereitstellung von Flächen für notwendige Erweiterungen und Verlagerungen steht die Stadt Köln je doch im Wettbewerb mit ihrer Region. Können die Anforderungen der gewerbli chen Wirtschaft nicht erfüllt werden, schwächt dies den Wirtschaftsstandort Köln mit den bekannten Folgen für das Aufkommen an Gewerbesteuer und den Arbeits markt. Im Rahmen der Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft haben vor dem Hinter grund des Arbeitsplatzabbaues in Kölner Großunternehmen (1993/ 1994 über 10.000 Arbeitsplätze) kleine und mittlere Unternehmen, hiervon insbesondere Handwerksbetriebe, eine überaus große Bedeutung für Wachstum. Beschäftigung und Innovation. Sie tragen wesentlich zu einer ausgewogenen Arbeitsplatz- und Betriebsgrößenstruktur bei. In den über 600.000 kleinen und mittleren Unterneh men des Landes NRW arbeiten rd. 4,2 Mio. Beschäftigte, in diesen Betrieben be stehen mehr als 2'3 der Arbeitsplätze und rd. 80 % der Ausbildungsplätze. Wurden in den vergangenen Jahren in größeren Betrieben Arbeitsplätze in hohem Umfang abgebaut, wurden in der mittelständischen Wirtschaft hohe Beschäfti -4 gungseffekte errcichi: Zwischen 1987 und 1992 sind rd. eine halbe Million neuer Arbeitsplätze im Mittelstand entstanden. Arbeitsplatzzuwächse haben sich nahezu ausschließlich dort vollzogen. Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, daß neue Arbeitsplätze in größerer Zahl vor allem in kleinen und mittleren Betrieben entstehen werden. Für die Flächennachtrage von kleinen und mittleren Betrieben wegen Verlagerung und Erweiterung ist davon auszugehen, daß nach den beim Amt für Wirtschafts und Beschäftigungstörderung vorliegenden Grundstücksgesuchen (Anlage 1 - Beachte: Da dem Amt für Wirtschafts- und Beschäftigungsforderung nicht alle grundstücksuchenden Betriebe bekannt sind, handelt es sich hier nicht um eine ab schließende Auswahl. Dennoch läßt diese repräsentative Aufzählung einen deutli chen Trend erkennen.) eine hohe Nachfrage nach preisgünstigen Grundstücken (ca. • 200,- DM/qm) in einer Größenordnung von 1000 - 3000 qm besteht. Diese Flächen müssen nach Möglichkeit Zentren- bzw. quartiemah liegen, da gerade Handwerks betriebe (z.B. Sanitär, Elektro) den unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zu ih rer potentiellen Kundschaft suchen. Diesem Bedarf steht kein ausreichendes Angebot an vermarktungsreifen, städti schen Baugrundstücken für gewerblicl Zwecke gegenüber. Handwerksbetriebe qnd sonstige KMU stellen besondere Forderungen an Grundstücksgröße und - zuschnitt sowie an im Vergleich mit den Umlandgemeinden wettbewerbsfähige Preise. Weiden diese Anforderungen auf längere Sicht nicht erfüllt, kommt es zu einem Mangel an wohnortnaher Versorgung für die Bevölkerung mit Handwerks und anderen gewerblichen Leistungen. Wichtige Betriebstypen werden zunehmend in Umlandkreise wie z.B. den Rhein-Sieg-Kreis oder den Erftkreis abwandem. hi der Aufstellung 2 sind exemplarisch Betriebe aufgeführt, die in der Vergangen heit ins Umland abgewandert sind. Vorrangiger Grund war das nicht vorhandene Angebot von für die Unternehmen geeigneten und bezahlbaren Flächen. Auch Existenzgründer bevorzugen in zunehmendem Maße das Umland. Dies geht aus einer Studie des Institutes für Mittelstandsforschung in Bonn hervor, die diese im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie und Ver kehr zum Gründungsgeschehen in NRW aus Anlaß der „Gründungsoffensive NRW“ erstellt hat. Danach zählt die Stadt Köln im Vergleich der nordrhein-westfä lischen Verwaltungsbezirke zu dem Bezirk mit den niedrigsten Gewerbeanmeldc- saldoquotcn. Die Umlandkreisc hingegen zählen zu den Bezirken mit den höchsten Quoten. Neben dem bereits beim Amt für Wirtschafts- und Beschäftigungsforderung beste henden Angebot der umfassenden Betriebsbetreuung, das Hilfe bei Existenzgrün dungen, Neuansiedlungen, Betriebserweitcrungen und -Verlagerungen sowie allge meinen Standortproblemen anbietet, ist über das Sonderstandortprogramm daher die zeitnahe zur Verfugurigstellung von geeigneten, preisgünstigen Gewerbegrundstücken sicherzustellen. 2. Handlungskonzept Die Ziele können nur erreicht werden, wenn alle für die Flächennachfrage von klei nen und mittleren Unternehmen geeigneten Reserven an Gewerbeflächen mobili siert werden und zu einem mit den Umlandgemeinden wettbewerbsfähigen Preis angeboten werden. 5 Das Sonderstandortprogramm beinhaltet deswegen alle in Köln feslgestcllteii Ge- werbellächen im Eigentum der Stadt Köln sowie sonstige Potentiale, die sieh naeh einer entspreehenden Prüfung hierfür eignen. Das Sonderstandortprogramm „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)’* ist integraler Bestandteil der Umsetzung des Gewerbeflächenbercitstel- lungskonzeptes und der vorgesehenen Baureifmachung von städtischen Flächen entsprechend den Jahresprogrammen. Durch die unterschiedlichen Anforderungen kleiner und mittlerer Betriebe werden jedoch spezifische Maßnahmen bei der Flä chenaufbereitung, der Projektentwicklung und der Vermarktung erforderlich, die ein gebündeltes Verwaltungshandeln bei der Realisierung erfordern. Darüber hinaus gibt es spezifische Projekte wie z.B. den Gewerbe- und Handwer kerhof Kapcllenstraße in Köln-Kalk, die kleineren und mittleren Betrieben zur Ver fügung stehen sollen. 2,1. Bedarfsorientierte Mobilisierung aller Flächenreserven und Festlegung in Jahresprogramme; kontinuierliche Fortschreibung Im Gewerbeflächenbereitstellungskonzept sind die verfügbaren Flächen im einzelnen auf die Jahre 1990 - 2000 aufgeteilt worden. Die Aufteilung er folgte ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der wahrscheinlichen Reali sierbarkeit von Bauvorhaben (Baubeginn/ Baugenehmigung). Für die Bereitstellung von Flächen für mittlere und kleine Unternehmen aus Handwerk und Gewerbe ist analog zu verfahren. Die Nachfrage dieser Betriebe richtet sich insbesondere nach Grundstücken, die an für sie geeigneten Standorten liegen und zwischen 1000 - 3000 qm groß sind. Entsprechend dieser Anforderungen an die Grundstückszuschnitte wurden alle städtischen Flächen des Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes auf ihre Eignung überprüft. Zusätzlich wurden alle sonstigen in Betracht kom menden Flächen erfaßt und bewertet. Diese Flächen werden bei der anste henden Überarbeitung ebenfalls ins GFBK aufgenommen und bei der kom menden Fortschreibung berücksichtigt. Auch weiterhin werden zukünftig zentrennahe, verfügbare vormals gewerblich oder industriell genutzte Bereiche (Recyclingbereiche) untersucht und bei Eignung in das Son derstandortprogramm aufgenommen. Gerade diese Recyclingbereiche bieten häufig die unbedingt gewünschte Zentrennähe. Bei der Umsetzung ist hier - ebenso wie im Wohnungsbau - auf flächensparendes Bauen zu achten. Die Nutzung der infrage kommenden Grundstücke mit verschiedenen Betrieben auf mehreren Etagen ist hier als Beispiel zu nennen. Nach der wahrscheinlichen Realisierbarkeit sind die verfügbaren Flächen jeweils auf die Jahresprogramme 1996 - 2000 aufgeteilt worden. Die Über sicht über die angestrebte Verfügbarkeit und die entsprechenden Planunter lagen sind diesem Programm als Anlage 3 beigefügt. Um der Zielgruppe ein entsprechendes Angebot machen zu können, sind die städtischen Flächen im Rahmen des Sonderprogramms ausschließlich zur Ansiedlung von Handwerksbetrieben, kleinen und mittleren Unternehmen bereitzustellen. Die Flächen sind entsprechend der angestrebten Verfügbar keil forciert aufzubereiten. Soweit für die Flächen noch Bebauungspläne aufzustellen sind, sind die für die Ansiedlung von kleinen und mittleren Betrieben notwendigen Grundstückszuschnitte und Erschließungsflächen zu berücksichtigen. Die Zusammenstellung der Flächen wird alle 2 Jahre kontinuierlich fortge schrieben. 2,2. Verkaufspreise/ Angebot der Vergabe von Grundstücken in Erbpacht Gewerbegrundstücke der Stadt Köln wurden bisher zu Kaufpreisen von 190,- DM bis 250;- DM/qm erschlieöungsbeitragsfrei veräußert. Gewerbe flächen der Umlandstädte (z.B. Brühl, Hürth, Wesseling. Troisdorf und Le verkusen) werden aktuell und auch mittelfristig zu Preisen von 130,- DM bis 160,- DM/qm erschließungsbeitrags- und grünausgleichsfrei veräußert; unter Berücksichtigung der Erschließungs- und Grünausgleichskosten ist dabei der eigentliche Grundstückskaufpreis variabel und ggfs. sehr gering. Seit Beginn diesen Jahres werden städtische Liegenschaften durch das Liegenschaftsamt unter Hinweis auf entsprechende Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes grundsätzlich nur noch erschließungsbeitrags pflichtig veräußert, d.h., der Erwerber finanziert zusätzlich zum Grundstückspreis die Erschließungskosten und Grünausgleichsbeträge. Um konkurrenzfähige Angebote an kleine und mittlere Betriebe machen zu können, ist die Festsetzung eines wettbewerbsfähigen Komplettpreises (Grundstückspreis + Erschließungsbeitrag + Kosten für Grünausgleich) zwingend erforderlich. Als konkurrenzfähig werden je nach Lage des Grundstückes Komplettpreisc wischen 190,- DM und 250,- DM/qm (Stand 1996) angesehen. (Entsprechend der Marktentwicklung sollten diese Preise alle zwei Jahre angepaßt werden.) . Es ist also notwendig, einen Komplettpreis festzusetzen und damit die Ge werbeflächen wieder einschließlich Erschließungskosten und einschließlich Kosten für den Grünausgleich zu veräußern. Dies ist nach der oben erwähn ten Entscheidung des BVerwG jedoch nur dann möglich, wenn die jeweils anfallenden Erschließungskosten und Grünausgleichskosten im Vertragstext fixiert und separat ausgewiesen werden oder dem Grundstückskäufer vor Abschluß des Vertrages anderweitig mitgeteilt werden. Sofern Komplettpreise gebildet werden und die Erschließungskosten und Grünausgleichskosten nach den tatsächlich entstehenden Kosten berechnet werden, verbleibt für den reinen Grundstückskaufpreisanteil kalkulatorisch demnach nur der Dift’eren/hetrag zu 190,- DM bis 250,- DM des Komplett preises. Die Umsetzung ist für die jeweiligen Projekte entsprechend der jahresbezogenen Verfügbarkeit (Anlage 3) /.wischen IX/60, VII1/80, 011/23, X/62 und 111/67 abzustimmen. Zur Gesamtproblematik des erschließungsbeitrags- und grünausgleichs freien Verkaufs zu einem annehmbaren Komplettpreis wird auf den politi schen Willen der Ratsffaktionen verwiesen, die sich in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses vom 13.05.1996 sowie der Ratssitzung vom 30.05,1996 auf die Festlegung eines wettbewerbsfähigen Komplettpreises für die Veräußerung städtischer Liegenschaften verständigt haben. Nach den vorliegenden Anfragen sind die nachfragenden Betriebe bisher im wesentlichen an einem Kauf der Grundstücke interessiert. Für die Ziel gruppe kleine und mittlere Unternehmen könnte der Grundstückskaufpreis bzw. dessen Finanzierung (Verzinsung und Tilgung) in der Anfangsphase eine besondere Erschwernis darstellen. Deswegen ist zu prüfen, interessier ten Betrieben alternativ zum Ankauf die Möglichkeit des Erwerbs von Grundstücken in Erbpacht einzuräumen, um die finanzielle Belastung der Betriebe zu senken und einen zusätzlichen Anreiz für eine schnelle Ansied lung zu geben. 2.3. Organisation, Öffentlichkeitsarbeit 2.3.1 Fiächenbereitstellung Bei der Umsetzung des Gewerbeflächenbereitstellungskonzeptes wurde das Bauverwaltungsamt mit der Aufgabe betraut, sämtliche • Maßnahmen zur Baureifmachung zu koordinieren und zu steuern. Auch bei der Fiächenbereitstellung für kleine und mittlere Betriebe aus Handwerk und Gewerbe bleibt das Bauverwaltungsamt interne Koordinationsstelle zur Steuerung des Gesamtverfahrens beim Son- derstandortprogramm..Handwerk. kleine und mittlere Unternehmen (KMU)". 2.3.2 Akquisition, Betriebsbetreuung’und Öffentlichkeitsarbeit Der Betriebsservice beim Amt für Wirtschafts- und Beschäftigungs förderung ist Ansprechpartner für alle flächensuchenden Betriebe, akquiriert die Unternehmen und prüft die betrieblichen Voraussetzungen für den Verkauf bzw. die Einräumung eines Erbbaurechtes. Die Abteilung Köln-Promotion des Amtes für Wirtschafts- und Be schäftigungsforderung übernimmt - wie bisher - die Werbe- und Promotionmaßnahmen einschließlich der Gestaltung von V . kaufs broschüren. 2.3.3 Grundstücksverkäufe Die Abwicklung der Grundstücks verkaufe erfolgt - wie bisher - durch das Liegenschaftsamt. 2.4. Kooperation mit den Kammern Die Umsetzung des Sonderstandortprcgrammes „Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen (KMU)“ sollte in enger Zusammenarbeit mit der IHK und der Handwerkskammer erfolgen. Die Unterstützung der Handwerks kammer bei der Formulierung des gemeinsamen Antrages der drei Ratsfraktionen ist hierfür ein deutliches Signal. 2.5 Förderprogramme Die Verwaitung prüft inwieweit die Förderprogrannne des Landes, des Bundes und der EU zur Finanzierung dieses Sonderprogrammes herangezo gen werden können. Datenverarbeitungsgeräten und y Grundstücksgesuche in Köln mit Größe < 3001 qm • 72. Jun. 96 • Branche Anzahl Größe in qm Mittelwert in qm 2 3100 1550 Ausbaugewerbe 64 81540 1274 Bauhauptgewsrbe 13 24550 1888 Bildung, Wissenschaft, Kultur und Unterhaltung 15 26000 1733 ehern. Industrie, Herstellung und Verarbeitung von Spalt- und Brutstoffen, 5 12500 2500 Dienstleistungen a.n.g. (z.B. Autoverieih, Makler, Beteiligungsgesellschaften) 14 23100 1650 Dienstleistungen für Unternehmen (z.B. EDV, Personalleasing etc.) 14 27000 1929 Einzelhandel 18 30771 1710 Elektrizitäts-, Gas-, Fernwärme- und Wasserversorgung 1 1500 1500 Elektrotechnik, Feinmechanik, Optik; Herstellung von EBM-Waren, Foto- und 16 25300 1581 Emährungsgewerbe, Tabakverarbeitung 12 7100 592 "'□rstwirtschaft , 1 1000 1000 Gastgewerbe 2 3000 1500 Gebäudereinigung, Abfallbeseitigung und andere hygienische Einrichtungen 3 5000 1667 Gesundheits- und Veterinärwesen 3 6500 2167 gewerbl. Gärtnerei, gewerbl. Tierhaltung,- zücht und -pflege 6 6850 1142 Gewinnung und Verarbeitung von Steinen und Erden; Feinkeramik, 5 3600 720 Großhandel 27 46000 1704 Herstellung von Büromaschinen, 6 11300 1883 Branche Anzahl Größe in qm Mittelwert In qm Herstellung von Kunststoff- und Gummiwaren 4 4500 •, 1125 Holz-, Papier- und Druckgewerbe 26 29622 1139 Leder-, Textil- und Bekleidungsgewerbe 4 ’ 4200 1050 Maschinenbau 1 800 800 Metallerzeugung und Bearbeitung 11 11850 1077 Organisationen ohne Erwerbszweck, für Unternehmen tätig 2 3000 1500 lechtsberatung, Steuerberatung, ■'Wirtschaftsprüfung und -beratung 2 1500 750 Reparatur von Kraftfahrzeugen, Fahrrädern und Haushaltsgeräten 11 14000 1273 Spedition, Lagerei, Verkehrsvermittiung 17 25700 1512 technische Beratung und Planung .25 43700 1748 Verlagsgewerbe 1 2000 2000 Versicherungsgewerbe 1 2000 2000 Wäscherei, Körperpflege, Fotoateliers jd andere persönliche Dienstleistungen 6 6300 1050 Werbung, Grafik 7 7400 1057 Gesamtsumme: 345 502283 GeweriMgebtot Hörth Breuer Schwertransporte u. F'rtmstudtoprojektentwicWer für Hörth/KaJscheuren Greven Druck Vertag Krautkrfimar Rucanor Sportartkel ZOndorf Defikatessen Schmitz & Sohn Tiefbau Gottschalk Bed ach ungsartikei Funtools Surfboardproduktion Aiwa ♦ Galtiöfer Vollrath Schoeiter + Wessmann Kunststoffe Gedo Jean Esser Presse-Grosso GmbH & Co. IMB Wasseraufbereitung Hatdy Remagen Fteischwaren Rausch Design Möbelhaus G«w»i beg®biet Frechen Caren Pfleger '. Spedit ion Hasenkamp Estäe Lauder Cosmetics Scbrerfc - Miefes Bauunternehmung Klöckner Stahlhandel AAG z.T. Briefvfirteitzentnjm Post AG von Damiels Fa. Silbach Oberflächentechnfc Fritz Koch Köln Polster Trösser z.T. Gewerbegebiet BrauwnHer Fa. Vierkronen Papiargroßhandlung Mercedes-Benz LKW-Service + Ersatzteillager Magnat Müller + Jenniges Kälte- u. 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Jnn. 95 angestreb(e Verfügbarfccjt Projektbez-cichnung • Projektnurnmer aus GFBK Stadtteil Gesamtfläche in qm Fläche aus GFBK 1996 R obe n - Perthei-S t raße G 507-001 Bilderstöckchen 20000 Ja 1996 Gewerbepark Horbell G 306-005 Marsdorf 28000 Ja 1997 ) Jerkenraih'Aeg G 805-001 Ostheim 42000 Ja 1997 An der Linder Gasse G 712-001 Lind 30000 Ja 1997 Kaserne Mwrslede. Höhen G 905-002 Dcllbrück 30000 Ja 1998 Bunsenstraße G 211-001 Godorf 24000 Ja 1999 Buizweilerhof. östl. Von-H G 406-005 Ossendorf 20000 Ja 1999 ESSO-Gelände G 504-001 Niehl 20000 Ja 1999 Buizweilerhof. uesl). Von- G 406-006 Ossendorf 50000 Ja 2000 Causemannstraße G 601-005 Merkenich 30000 Ja 2000 Kaserne Brasseur Westhoven 60000 Nein 354000 1 uewerperiacnenreserven pvotn ÜberiiJchtoptxn Stadtb»zlri(:4 Stadtt«ii-Ossendorf 406 Stadt^KöJn Der Oberetadtdirektor • Stadlplanungsemt M.1' 10000 Gewerbeflächenreserven Köln Üb«rsfchtsptan StadtbazHe.5 Stadtteil: Bilderstöckchen 507 Überslchtaplan Stadtbailrtc. 6 Stadtteil: Mer kenich 601 ß»wsfb«f|»ch9nf»i»fv«n i Übsf*leht(t>l4n St«<ftb«i1rk:8 St«dtt«ll:M»rkflfl!Ch601 * Geworbeflächonreserven Köln Ütoer»ichtsplan Stadtbezirk:? Stadtteil:Westhoven 702 Stadt0KDin Oer Oberstadtdirektor • Stadtplanungsamt M.lr tOOOO Gewarbeflechenrwaervon Köln Üb«r*4cht>ptan Stadtbezirk;? Stadtteil: Lind 712 G&tv«rbeflächenres0rven Köln Üb«rsichtsplan Sta<ftbezkk:8 . SudttelltOstheim 805 Gew»rbeflMch®nres«rven Köln Übarslchtsplan St»dtb«zirk:9 Stadtt»il:DollbrüCk 905
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1393/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 19.04.2021
- Erstellt
- 14.04.2021 11:33