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AN/0127/2018

Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an besonders gefährlichen KVB-Haltestellen

Pro Köln Antrag nach § 3 23.01.2018

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 06.02.2018, TOP 3.1.8

Pro Köln Antrag nach § 3

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Pro Köln Antrag nach § 3

4879 Zeichen

Gruppe der Bürgerbewegung pro Köln e.V. 
im Rat der Stadt Köln 
 
 
 
Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker 
 
 
 
 
 
Telefon:  0221 / 221 – 9 15 12 
 
Telefax:  0221 / 221 – 9 15 15 
 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 23.01.2018 
AN/0127/2018 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 06.02.3018 
 
Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an besonders gefährlichen KVB-Haltestellen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Ratsgruppe PRO KÖLN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten 
Ratssitzung zu nehmen: 
 
Der Rat beauftragt die Verwaltung, zeitnah und in Abstimmung mit Landes- und 
Bundespolizei zu prüfen, 
 
a) an welchen ober- und unterirdischen KVB-Haltestellen bzw. in deren näheren 
Umgebung es in den Jahren 2016 und 2017 zu tätlichen Angriffen, Raubüberfällen 
und anderen schweren Straftaten gekommen ist 
 
b) welche technischen, personellen und sonstigen Maßnahmen zur Erhöhung der 
Sicherheit von Seiten der KVB, des Ordnungsamtes und von Landes- und 
Bundespolizei in diesen Gefahrenbereichen bereits umgesetzt werden 
 
c) welche zusätzlichen technischen, personellen und sonstigen Maßnahmen zur 
Erhöhung der Sicherheit in diesen Bereichen durch die KVB, städtisches 
Ordnungsamt und Landes- und Bundespolizei ergriffen werden könnten 
 
 
Begründung: 
 
In der Vergangenheit wurden von Seiten der Stadt und der Mehrheitsparteien im Stadtrat 
reale Gefahren für die Bürger im öffentlichen Raum oftmals als nur „gefühlte Gefährdungen, 
sogenannte Angsträume etc.“ verharmlost. Gerade auch an gefährlichen KVB-Haltestellen 
und in deren unmittelbarer Umgebung. In Wirklichkeit handelt es sich aber vielmehr um reale 
Bedrohungen für Leib und Leben der Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel

- 2  - 
angewiesen sind. Eine Bedrohung, die in den letzten Jahren noch weiter zugenommen hat, 
was nicht nur an den schlagzeilenträchtigen Gewalt- und Straftaten in der Silvesternacht 
2015 oder an der Eskalation auf dem Ebertplatz festzumachen ist.  
 
Auch die weniger schlagzeilenträchtige, beinahe schon alltägliche Gewaltkriminalität an 
vielen anderen öffentlichen Orten der Stadt hat erschreckende Ausmaße angenommen. So 
gab es z.B. in nur drei Tagen vom 18. bis zum 20 Januar 2018 drei brutale Angriffe auf 
unbescholtene Passanten, die an KVB-Haltestellen warteten bzw. diese gerade verließen: 
 
Am 18. Januar haben mehrere unbekannte Männer in Köln-Niehl einen 41-Jährigen 
angegriffen. Der Mann stürzte auf der Flucht vor seinen Angreifern und erlitt schwere 
Verletzungen. Gegen 20.25 Uhr hielt sich der 41-Jährige an der Stadtbahnhaltestelle 
„Kinderkrankenhaus“ auf der Amsterdamer Straße auf. Nach derzeitigem Stand der 
Ermittlungen griff eine Gruppe mehrerer Männer den Wartenden an. Die Tatverdächtigen 
schlugen und traten auf den 41-Jährigen ein und ließen erst von ihm ab, als sie ihn in das 
Gleisbett gestoßen hatten. Durch den Sturz zog sich der 41-Jährige schwere Verletzungen 
zu. Der Schwerverletzte gab an, dass die Angehörigen der sechsköpfigen Gruppe eine 
dunkle Hautfarbe haben. 
 
Am 19. Januar haben ebenfalls im Stadtteil Niehl mehrere noch unbekannte Täter einen 
28jährigen Kölner niedergeschlagen und beraubt. Mit ihrer Beute flüchteten die Räuber in 
unbekannte Richtung. Zwischen 18 und 20 Uhr stieg der 28-Jährige an der 
Stadtbahnendhaltestelle „Niehl“ aus und ging in Richtung des Flittarder Weges. Auf einer 
Polizeiwache gab er später zu Protokoll, dass mehrere Männer ihn von hinten 
niedergeschlagen hätten. „Ich bin zu Boden gegangen und war kurze Zeit benommen“, 
schilderte der Geschädigte. Aus dem Augenwinkel erkannte er lediglich, dass es sich 
entweder um zwei oder drei Angreifer handelte. Nachdem er sich wieder aufgerichtet hatte, 
bemerkte der Überfallene, dass sein Mobiltelefon entwendet worden war.  
 
Am 20. Januar wurde dann ein 40jähriger Kölner im Stadtteil Kalk von mindestens drei 
Unbekannten beinahe totgeschlagen. Den als „Nordafrikanern“ beschriebenen Tätern wird 
laut Polizei zur Last gelegt, an der Kalker Hauptstraße in Höhe der U-Bahn-Haltestelle „Kalk 
Kapelle“ dem 40-Jährigen schwere Verletzungen zugefügt zu haben. In einer Klinik musste 
der Geschädigte infolgedessen intensivmedizinisch behandelt werden. Dort machte der 40-
Jährige später gegenüber Kriminalbeamten folgende Angaben: Er habe zuvor die U-Bahn-
Haltestelle verlassen, um nach Hause zu gehen: „Bereits auf der Treppe habe ich von oben 
lautes Geschrei wahrgenommen.“ Auf dem Gehweg habe ihm dann nach wenigen Metern 
ein Unbekannter unvermittelt eine Bierflasche gegen den Kopf geschlagen. Er sei zu Boden 
gegangen und fortgesetzt von mindestens drei Angreifern geschlagen und getreten worden. 
„Irgendwann haben die von selbst aufgehört und sind in unbekannte Richtung geflüchtet“, so 
der 40-Jährige weiter. 
Gez. Markus Wiener

Beratungsverlauf (1)

06.02.2018 Rat
TOP 3.1.8 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: endgültig zurückgezogen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Amsterdamer Straße
  • Kalker Hauptstraße
  • Ebertplatz

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Details

Aktenzeichen
AN/0127/2018
Typ
Pro Köln Antrag nach § 3
Datum
23.01.2018
Erstellt
23.01.2018 14:53