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0940/2024

EDELGARD-Koordinierungsstelle - Zwischenbericht

Mitteilung Ausschuss 13.03.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 18.03.2024, TOP 4.4

Anlage 2 - Zwischenbericht EDELGARD März 2024

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Ansehen

Anlage 1 - Vorlage 0286_2023 zu EDELGARD schützt

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage 2 - Zwischenbericht EDELGARD März 2024

54687 Zeichen

Zwischen-bericht
04/2023 - 03/2024
KÖLNER INITIATIVE GEGEN SEXUALISIERTE GEWALT
c/o Frauenberatungszentrum Köln e.V.
Friesenplatz 9, 50672 Köln
info@edelgard.koeln
0221/ 420 16 20

Inhalt 
 
Einleitung ................................ ................................ ................................ ..............................  2 
Ziele und Zielgruppe ................................ ................................ ................................ .............. 2 
Angebot ................................ ................................ ................................ ................................ . 3 
EDELGARD-mobil ................................ ................................ ................................ ............. 3 
EDELGARD-schützt ................................ ................................ ................................ ........... 8 
EDELGARD-map ................................ ................................ ................................ ............... 9 
EDELGARD-informiert ................................ ................................ ................................ ....... 9 
Öffentlichkeitsarbeit ................................ ................................ ................................ ..............10 
„Fühl ich.“-Awareness-Kampagne ................................ ................................ .....................10 
Newsletter ................................ ................................ ................................ .........................15 
Webseite ................................ ................................ ................................ ...........................15 
Öffentlichkeitsarbeit zu EDELGARD-mobil ................................ ................................ ........15 
EDELGARD Präsentation ................................ ................................ ................................ .16 
Pressearbeit ................................ ................................ ................................ .....................17 
Netzwerk und Netzwerksarbeit ................................ ................................ .............................17 
Qualitätsmanagement ................................ ................................ ................................ ..........19 
Förderungen und Fundraising ................................ ................................ .............................. 19 
Erfolge ................................ ................................ ................................ ................................ ..20 
Bekanntheit von EDELGARD ................................ ................................ ............................20 
Image von EDELGARD ................................ ................................ ................................ ....21 
Schulungen und Sensibilisierung ................................ ................................ ......................21 
Qualitätssicherung ................................ ................................ ................................ ............21 
EDELGARD-mobil Einsätze ................................ ................................ .............................. 21 
Herausforderungen und Hindernisse ................................ ................................ ....................21 
Organisationsstruktur ................................ ................................ ................................ ........21 
Ressourcenknappheit ................................ ................................ ................................ .......22 
Kommunikation mit den schützenden Orten ................................ ................................ ......22 
Fazit & Ausblick in die Zukunft ................................ ................................ .............................. 23

Zwischenbericht 
 
2 
 
Einleitung 
Seit dem 01.04.2023 wird das Projekt EDELGARD der Kölner Initiative gegen sexualisierte 
Gewalt (KIGSG) vom Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt Köln geför-
dert. Insgesamt wurde ein Betrag von 120.000 € für den Zeitraum 01.04.2023 – 31.12.2024 
bewilligt. Durch diese Zuwendung konnte eine Stelle in Vollzeit geschaffen werden, die in 
erster Linie der Koordination und Weiterentwicklung des Projekts dient. Die Projektstelle ist 
an das Frauenberatungszentrum Köln e.V. angegliedert. Im April 2023 wurde die Stelle von 
der Sozialarbeiterin und Beraterin Chiara Makowski mit einem Stundenanteil von 19,5 Stun-
den besetzt. Im Mai 2023 wurde eigens für die Arbeit im Projekt EDELGARD die Psychologin 
und Beraterin Cyne von Laufenberg, ebenfalls mit 19,5 Wochenstunden engagiert.  
Dieser Bericht dient der Abbildung der im Förderzeitraum geleisteten Arbeit, der erzielten Er-
folge sowie der Herausforderungen, die im Förderzeitraum aufgetreten sind. Abschließend 
soll ein vorläufiges Fazit gezogen und Empfehlungen für die Zukunft ausgesprochen werden.  
Ziele und Zielgruppe 
EDELGARD richtet sich zunächst an ALLE Mädchen und Frauen, unabhängig von Alter1, 
ethnischer und sozialer Herkunft, Nationalität, biologischem Geschlecht, sexueller Orientie-
rung, körperlichen und geistigen Gegebenheiten und Religion. 
Dabei muss berücksichtigt werden, dass die binäre Unterscheidung von Mädchen und Jun-
gen bzw. Frauen und Männer nicht mehr als zeitgemäß angesehen werden kann. Eine Be-
rücksichtigung der Menschen, die sich außerhalb des binären Geschlechtersystems verorten 
und aufgrund „weiblicher“ Merkmale sexualisierte Gewalt erfahren, wird angestrebt. Die 
KIGSG befindet sich hier aktuell im Austausch. In diesem Bericht wird zunächst weiterhin mit 
der binären Unterscheidung „männlich“, „weiblich“ gearbeitet. 
Die primären Ziele von EDELGARD sind: 
• Die Initiierung eines gesellschaftlichen Wandlungsprozesses: nicht Frauen und 
Mädchen müssen sich anpassen, um sicher zu sein. Das bedeutet, dass sexualisierte 
Gewalt stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und sich unsere Gesellschaft 
geschlossen gegen sexualisierte Gewalt positionieren muss. Die Implementierung 
und Umsetzung einer gesellschaftlichen Nulltoleranzstrategie ist dabei vonnöten. 
• Wiederherstellung und Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls von Mäd-
chen und Frauen im öffentlichen Raum. Alle Menschen sollen sich unabhängig von 
ihrem oder dem ihnen zugeschriebenen Geschlecht in der Öffentlichkeit sicher fühlen 
können.  
• Verhütung von Traumfolgestörungen bzw. Begrenzung des Schadens einer Be-
troffenen nach sexualisierter Gewalt. 
• Abschreckung von Tatpersonen.  
Daraus ergibt sich eine Vielzahl an Sekundärzielen: 
• Aufklärung der Gesamtgesellschaft über das Thema sexualisierte Gewalt 
• Zielgruppenspezifische Aufklärung über das Thema sexualisierte Gewalt 
 
1 EDELGARD richtet sich an Mädchen ab dem Jugendalter (also ab 14 Jahren).

Zwischenbericht 
 
3 
 
• Sensibilisierung der Gesamtgesellschaft zum Umgang mit von sexualisierter Gewalt 
betroffenen Person 
• Stärkung der Solidarität mit Betroffenen  
• Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten: 
o Zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls 
o Bei erlebter und überlebter sexualisierter Gewalt 
• Sichtbarkeit von Schutzmaßnamen 
Angebot 
Zur Zielerreichung wird EDELGARD stetig weiterentwickelt. Dies geschieht durch die Weiter-
entwicklung des bestehenden Gesamtkonzepts und den vier Bausteinen EDELGARD-mobil, 
EDELGARD-schützt, EDELGARD-map und EDELGARD-informiert. Zudem wird aktuell an 
einer Erweiterung des Konzepts, d.h. an weiteren Bausteinen gearbeitet. Im Folgenden soll 
anhand der Bausteine die Arbeit (Fokus: Tätigkeiten der Koordination) im Zeitraum April 2023 
– März 2024 dargestellt sowie skizziert werden, welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung 
denkbar und aus fachlicher Sicht sinnvoll sind. 
EDELGARD-mobil 
EDELGARD-mobil ist das zentrale Angebot bei Großveranstaltungen in der Stadt, da gerade 
bei großen Veranstaltungen sexualisierte Gewalt anonym ausgeübt werden kann. Ziel von 
EDELGARD-mobil ist es, an Großveranstaltungen betroffenen Mädchen und Frauen eine di-
rekte und niedrigschwellige Beratung zu ermöglichen bzw. auch präventiv ansprechbar zu 
sein. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden durch mobile Info-Teams oder die Präsenz 
an einem Stand über das Angebot EDELGARD-mobil sowie generell über sexualisierte Über-
griffe gegen Frauen und Mädchen informiert. Eine direkte Anlaufstelle kann dazu beitragen, 
dass Mädchen und Frauen sexualisierte Gewalterfahrungen besser verarbeiten können und 
langfristige negative Folgen begrenzt oder vermieden werden können. Das Vorhandensein 
eines mobilen EDELGARD-Teams kann außerdem dazu führen, dass das subjektive Sicher-
heitsgefühl erhöht wird, dass das Thema öffentlich wird und dass potenzielle Tatpersonen 
abgeschreckt werden. Ein sichtbares EDELGARD-Team erhöht zudem den Bekanntheits-
grad des Projekts.  
Auf Anfrage kann EDELGARD-mobil auch bei geschlossenen Veranstaltungen, z.B. dem 
SummerJam-Festival oder der gamescom-Messe, vor Ort sein. In der Verantwortung liegen 
hier die Veranstaltenden, die die Finanzierung des Einsatzes2 realisieren. Der Einsatz bei 
städtischen öffentlichen Großveranstaltungen, wie z.B. dem Straßenkarneval, wird über das 
Amt für Gleichstellung finanziert. 
EDELGARD-mobil wurde in der Vergangenheit maßgeblich durch die Arbeitsgruppe (AG)-
mobil geplant und koordiniert. Seit der Schaffung der Koordinierungsstelle, ist diese für die 
Organisation und Koordination zuständig und wird durch die AG-mobil unterstützt. Aufgaben, 
die im Zeitraum April 2023 – April 2024 anfielen, waren u.a. 
• Kommunikation mit Veranstalter*innen (vor, während und nach den Einsätzen) 
• Gestaltung und Bestellung von Materialien 
 
2 Meint die Materialkosten und die Honorare der Beraterinnen. In Rechnung gestellt wurde bisher 
nicht der koordinative Aufwand.

Zwischenbericht 
 
4 
 
• Akquise von Beraterinnen (Ansprache und Durchführung eines Eignungsgesprächs) 
• Schulung der Beraterinnen 
• Koordination der Schulungen 
• Einsatzplanung  
• Rechnungswesen (bei privaten Akteur*innen) 
• Briefing für Sanitäts- und Sicherheitsdienste 
• Pressearbeit (v.a. für den 11.11./Karneval) 
• Auf- und Abbau (bei privaten Akteur*innen) 
• Briefing der Berater*innen 
• Ansprechbarkeit während der Einsätze (für 11.11./Karneval) 
• Kommunikation und Einbezug der schützenden Orte (am 11.11./ an Karneval) 
• … 
Im Folgenden soll eine Übersicht über die realisierten Einsätze gegeben werden. 
EDELGARD auf dem SummerJam Festival 2023  
(Einsatz: 30.06. – 02.07.2023, täglich von 20:00 – 1:00 Uhr) 
Es gab einen EDELGARD-Stand, an dem zu den Einsatzzeiten je zwei Beraterinnen vor Ort 
waren. Für jede Beraterin wurde eine Vertretung im Falle eines spontanen Ausfalls gewähr-
leistet (insgesamt wurden somit 12 Schichten belegt, 6x reguläre Einsätze, 6x Bereitschaft).  
Neben dem Stand wurde auf dem gesamten Festivalgelände in den Sanitärbereichen Pla-
kate aufgehängt. Mobile Zigarettenverkäu-
fer*innen verteilten EDELGARD-Visiten-
karten mit der EDELGARD-Hotline. Zudem 
wurde das Angebot über Infoscreens ne-
ben den Bühnen fortlaufend kommuniziert 
(Abbildung 1). 
Die Rückmeldung der Festivalgäste war 
sehr positiv. Auch die Veranstaltenden 
schätzen das Angebot, haben gleichzeitig 
den Wunsch an die Koordination herange-
tragen, die Zielgruppe zu erweitern, um ein 
Angebot für alle Gäste zu gewährleisten.  
Finanziert wurden die Honorare der Bera-
terinnen hälftig von den Veranstaltenden 
und dem Sportamt der Stadt Köln. 
EDELGARD auf der Gamescom 2023 
(Einsatz 24.08. – 27.08.2023, täglich von 10:00 – 20:00 Uhr) 
Auf der Gamescom, der weltweit größten Messe für Gaming, gab es einen EDELGARD-
Stand mit integriertem Beratungsbereich (Abbildung 2a), an dem zu den Einsatzzeiten je 
zwei Beraterinnen vor Ort waren. Auch hier wurde ein Vertretungssystem installiert (insge-
samt wurden 26 Schichten belegt, 16x reguläre Einsätze, 10x Bereitschaft). 
Abbildung 1. Kommunikation der EDELGARD-Hotline 
während des SummerJam Festival 2023.

Zwischenbericht 
 
5 
 
Die Beraterinnen verteilten vom Stand aus Visitenkarten mit der EDELGARD-Hotline. Zudem 
gab es eigens für die Gamescom angefertigte Kameraabdeckungen mit dem EDELGARD-
Schriftzug. Neben dem Stand wurde auf den Toiletten Spiegelbilder angebracht, die auf 
EDELGARD aufmerksam machten (Abbildung 2b).  
Insgesamt war die Rückmeldung positiv. Kritik an EDELGARD oder negative Rückmeldung 
gab es i.d.R. nur von männlich gelesenen Personen. Die Kameraabdeckungen trafen eben-
falls auf Zuspruch. Zukünftig könnte es hilfreich sein, das Material stärker an den Gaming-
Kosmos anzupassen. 
Es ist zu bemerken, dass die Gäste der Gamescom nicht nur aus Köln, sondern aus ganz 
Deutschland und teilweise auch aus anderen Ländern kamen, sodass EDELGARD häufig 
unbekannt war. Für zukünftige Einsätze ist es wichtig, dass internationale Publikum bei der 
Gestaltung und der Präsentation des EDELGARD-Angebots mitzudenken.  
Auch kam es auf der Gamescom zu sexualisierter Gewalt, ohne dass EDELGARD-Beraterin-
nen informiert oder zur Hilfe gerufen worden sind. So machte beispielsweise eine Influence-
rin später auf der Plattform X (ehemals Twitter) darauf aufmerksam, dass sie belästigt wor-
den sei (Abbildung 3). Ein Sprecher der Gamescom habe daraufhin auch öffentlich auf 
EDELGARD aufmerksam gemacht: „Teilnehmende, die belästigt werden oder bemerken, 
dass eine andere Person belästigt wird, werden von uns ermutigt, uns dies unverzüglich per 
E-Mail, Telefon oder direkt vor Ort zu melden. Zudem haben wir gemeinsam mit unserem 
Partner EDELGARD eine Anlaufstelle für von Belästigung und sexualisierter Gewalt be-
troffene Frauen und Mädchen auf der gamescom eingerichtet.“3 In der Zukunft sollte das An-
gebot auch in der Gaming-Szene verstärkt sichtbar gemacht werden.  
Die Honorar- und Materialkosten wurden von der Koelnmesse GmbH übernommen.  
  
 
3 Quelle: https://www.derwesten.de, https://www.derwesten.de/panorama/promi-tv/gamescom-koeln-
twitch-tickets-id300632970.html (Zugriff: 21.02.2024) 
Abbildung 2. a. Auf dem rechten Bild ist der EDELGARD Stand in frontaler Ansicht erkennbar. 
Rechts kann man den Eingang zu der Beratungsecke erkennen. Hinter der Theke steht eine Bera-
terin. b. Links ist die Spiegelbeklebung auf den Toiletten erkennbar. 
 
a. 
 b.

Zwischenbericht 
 
6 
 
 
Abbildung 3. Öffentlicher Post einer Influencerin auf X zu ihren Erfahrungen auf der Gamescom 20234. 
EDELGARD am 11.11.2023 
(Einsatz am 11.11.2023, 11:00 – 1:00 Uhr). 
Am 11.11.2023 wurden insgesamt 29 Schichten besetzt (18x reguläre Beratungsschicht, 11x 
Vertretung). Dabei war im gesamten Zeitraum eine telefonische Erreichbarkeit gewährleitest. 
Zwei Beraterinnen waren in der Basis stationiert und agierten dort am Telefon. Von 11:00 – 
20:00 Uhr gab es drei mobile Info-Teams à zwei Beraterinnen, die an die Feiernden Visiten-
karten mit der telefonischen Erreichbarkeit, Gummibärchen mit EDELGARD-Aufdruck verteil-
ten und für Beratungen ansprechbar waren. Die Beraterinnen waren durch EDELGARD-
Warnwesten und Fahnen gekennzeichnet (Abbildung 4).  
Das telefonische Angebot wurde angenommen und die mobilen Teams bekamen viel positive 
Rückmeldungen. Gleichzeitig war die Stadt sehr voll und es war teilweise schwierig, sich zu 
Fuß durch die Menschenmassen zu bewegen. Auch gaben die mobilen Teams die Rückmel-
dung, dass ab dem Nachmittag (ca. 15:00 / 16:00 Uhr) die feiernden Menschen größtenteils 
sehr betrunken und nicht mehr in der Lage schienen, Informationen aufzunehmen. Daher 
sollen Infoteams in der Zukunft v.a. in den frühen Stunden von Großveranstaltungen einge-
setzt werden, sofern anzunehmen ist, dass viel Alkohol konsumiert wird.  
 
4 Quelle: https://twitter.com/xFibii/sta-
tus/1695834787468964016?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctw-
term%5E1695834787468964016%7Ctwgr%5E3af8c3522703e349689e1d1ee0edb79c4eac2c1a%7Ct
wcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.ingame.de%2Fnews%2Fstreaming%2Ffibii-belaesti-
gung-angst-statement-creator-freunde-koeln-uebergriff-gamescom-twitter-92487283.html (Zugriff: 
29.02.2024)

Zwischenbericht 
 
7 
 
Die Honorarkosten sowie die Kosten für die EDELGARD-mobil Fahnen wurden vom Amt für 
Gleichstellung übernommen, die Kosten für die Gummibärchen mit EDELGARD-Aufdruck 
wurden durch die Förderung von örtlichen/regionalen Kooperationen gegen Gewalt an 
Frauen im Haushaltsjahr 2023 des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, 
Flucht und Integration des Landes NRW gedeckt. 
EDELGARD im Straßenkarneval 2024 
(Einsatz 08.02.2024 & 12.02.2024, 11:00 – 1:00 Uhr; 09.02. – 11.02.2024, 20:00 – 1:00 Uhr) 
Für den Einsatz von EDELGARD am Kölner Straßenkarneval 2024 wurden insgesamt 54 
Schichten belegt (30 reguläre Schichten, 24 Vertretungsschichten). Im gesamten Zeitraum 
war die telefonische Erreichbarkeit gewährleistet. Zudem waren an Weiberfastnacht sowie 
am Rosenmontag von 11:00 – 15:00 Uhr mobile Teams unterwegs (mit Süßigkeiten, Karten 
und durch Warnwesten kenntlich gemacht), die auf das Angebot aufmerksam machten und 
für Beratungen ansprechbar waren. Die Einsatzzeiten der Infoteams wurden als Reaktion auf 
das Feedback der Beraterinnen vom 11.11.2023 hin verkürzt.  
Die mobilen Teams meldeten zurück, dass insgesamt weniger in der Stadt los gewesen und 
ein besseres Durchkommen auf den Straßen möglich gewesen sei als am 11.11.2023. Die 
Rückmeldung der angesprochenen Passant*innen sei i.d.R. positiv gewesen, die Zielgruppe 
habe positiv reagiert. Bei vielen Mädchen und Frauen sei EDELGARD durch die Presse oder 
durch die Social Media-Präsenz bereits bekannt gewesen. Unklar sei eher gewesen, wie 
EDELGARD außerhalb von Karneval funktioniere.  
Das telefonische Angebot wurde sowohl von Betroffenen direkt als auch von Beistehenden 
und Unterstützer*innen in Anspruch genommen. Teilweise auch von Hilfesuchenden, deren 
Anliegen nicht in den Tätigkeitsbereich von EDELGARD fallen. Auch meldeten sich Be-
troffene im Nachgang über E-Mail bei der Koordinierungsstelle.  
Abbildung 4. a. Eine Beraterin aus dem mobilen Team am 11.11.2023 auf der Roonstraße. b. Eine Beraterin 
aus einem mobilen Einsatzteam am Straßenkarneval 2024. Im Hintergrund ist das Museum Ludwig zu erken-
nen. 
a. 
 b.

Zwischenbericht 
 
8 
 
Die Honorarkosten für die Beraterinnen und Kosten für den Neudruck von EDELGARD-Visi-
tenkarten wurden von der Stadt Köln getragen, die Süßigkeiten durch Spendengelder finan-
ziert. 
 
 
Mit der wachsenden Anzahl an Beraterinnen für die mobilen Einsätze, ergab sich ein Bedarf, 
den Beraterinnen-Pool zu erweitern. Im Berichtszeitraum wurden durch eine Mitarbeiterin der 
EDELGARD-Koordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin 
des Kölner Notrufs für vergewaltigte Frauen – Frauen gegen Gewalt e.V. drei Schulungen 
angeboten, an denen fachlich qualifizierte Beraterinnen für den mobil-Einsatz geschult wur-
den. Die Akquise der Beraterinnen lief ebenfalls über die Koordinierungsstelle. Insgesamt 
wurden 15 neue Beraterinnen im Berichtszeitraum akquiriert, auf Eignung geprüft und ge-
schult. 
Im Berichtszeitraum wurden auch Anfragen an die Koordinierungsstelle gestellt, ob EDEL-
GARD auch im Festivalrahmen Awareness-Strukturen unterstützen kann. Hier müsste das 
Angebot angepasst bzw. ein zusätzlicher Baustein konzipiert werden. Im Jahr 2024 ist davon 
auszugehen, dass EDELGARD-mobil wieder auf dem Summerjam und bei der Gamescom 
vertreten sein wird. Seit Herbst 2023 laufen zudem Verhandlungen zu einem EDELGARD 
Einsatz bei der EM 2024. 
EDELGARD-schützt 
EDELGARD-schützt beschäftigt sich mit der Schaffung von Orten, an denen Betroffene un-
kompliziert und direkt erste Hilfe von Lai*innen bekommen können. Eine direkte Anlaufstelle 
kann dazu beitragen, dass Mädchen und Frauen sexualisierte Gewalterfahrungen besser 
verarbeiten können und langfristige negative Folgen begrenzt oder vermieden werden kön-
nen. Außerdem sollen die Orte für sexualisierte Gewalt sensibilisieren und ein deutliches Zei-
chen gegen diese setzten. Mädchen und Frauen sollen sich angstfrei im öffentlichen Raum 
bewegen können. Ferner soll die Zivilcourage und nachbarschaftliche Solidarität gefördert 
werden.  
Schützende Orte, die mit einem EDELGARD-Sticker gekennzeichnet sind, bieten zu bekannt 
gegebenen Uhrzeiten eine erste Anlaufstelle für von sexualisierter Gewalt betroffenen Mäd-
chen und Frauen. Hier können sie mit einer sensibilisierten Ansprechperson über ihre Situa-
tion und mögliche nächste Schritte sprechen, wie zum Beispiel die Weiterleitung an institutio-
nelle Hilfs- und Unterstützungsangebote. 
Insgesamt wurden seit 2018 an 213 Orten Personal geschult. Im Berichtszeitraum waren es 
30 neue Orte. Zudem wurde das Personal von einigen Orten nachgeschult. Der Großteil der 
Schulungen wurden online durchgeführt, davon zwei von der Koordinierungsstelle. Die ande-
ren Schulungen wurden von Referentinnen durchgeführt, die für diese Arbeit vom Amt für 
Gleichstellung eine Vergütung erhielten. Vier (Nach-)Schulungen fanden in Präsenz statt und 
wurden ebenfalls von der Koordinierungsstelle übernommen. Die Online-Schulungen wurden 
vom Amt für Gleichstellung organisiert. Die Schulungsmaterialien wurden von der Koordinie-
rungsstelle aktualisiert und angepasst.   
Um zu gewährleisten, dass an den Orten, die einmal geschult wurden, das Personal tatsäch-
lich auch informiert und geschult ist, wurden vermehrt an einer guten und regelmäßigen

Zwischenbericht 
 
9 
 
Kommunikation gearbeitet. Dafür wurden die schützenden Orte zunächst eingeladen, den 
EDELGARD-Newsletter zu abonnieren, über den regelmäßig relevante Informationen mit 
den schützenden Orten geteilt werden (siehe Newsletter). Außerdem wurden zahlreiche Orte 
kontaktiert, sowohl per Mail als auch telefonisch. Nach wie vor wird daran gearbeitet, eine 
Übersicht zu erstellen, welche schützenden Orte tatsächlich noch aktive EDELGARD-Orte 
darstellen. Um die Verbindlichkeit der Kooperation zu unterstreichen und die Qualitätskrite-
rien von EDELGARD stärker zu verdeutlichen, wurde eine Kooperationsvereinbarung entwi-
ckelt, die nun genutzt wird.  
Weiterhin wird über die Social Media-Kanäle und über die Webseite um neue schützende 
Orte geworben.  
EDELGARD-map 
Mit der EDELGARD-map, einer interaktiven Stadtkarte, die über den Browser aufgerufen 
werden kann, wird eine Übersicht über alle schützenden Orte in Köln zur Verfügung gestellt. 
Betroffene können zudem zu einem möglichst nahen gelegenen schützenden Ort geführt 
werden, wenn sie diesen benötigen.  
Gepflegt wurde die map im Berichtszeitraum von der Koordinierungsstelle, den Mitarbei-
ter*innen des Amts für Gleichstellung der Stadt Köln und von einem ehrenamtlichen Mitarbei-
ter.  
EDELGARD-informiert 
EDELGARD-informiert wird durch den Einsatz von Digital- und Printmedien umgesetzt. Im 
Internet – über die Website und die Social Media-Kanäle – wurden vor Einrichtung der Koor-
dinierungsstelle v.a. Informationen zu dem Angebot EDELGARD-schützt und -mobil geteilt. 
Außerdem wurde auf der EDELGARD-Webseite über lokale Beratungsangebote informiert. 
Diese waren und sind auch im EDELGARD-informiert Flyer einsichtig, wie auch Informatio-
nen zur Anonymen Spurensicherung (ASS) und zur Anzeigeerstattung. Neben diesen Flyern 
standen bereits Flyer zum Angebot EDELGARD im Allgemeinen zur Verfügung. Im Berichts-
zeitraum wurde der Baustein EDELGARD-informiert maßgeblich weiterentwickelt: Eine neue 
Webseite wurden in Auftrag gegeben, die Inhalte wurden dabei von der Koordinierungsstelle 
erstellt. Dabei lag der Fokus auf der Kommunikation des EDELGARD-Angebots sowie der 
Informationsvermittlung: Was bedeutet sexualisierte Gewalt?, Was kann ich tun, wenn ich 
mich bedroht fühle oder sexualisierte Gewalt erlebt habe?, Wie kann ich Anzeige erstatten?, 
Was kann ich tun, wenn ich unsicher bin, ob ich Anzeige erstatten will?, Ich habe den Ver-
dacht, dass mir jemand etwas ins Glas getan hat. Und jetzt?, Was kann ich tun, wenn ich 
sehe, dass jemand sexuell belästigt wird?. Zusätzlich wurde die Übersetzung in leichte Spra-
che beauftragt, um zu gewährleisten, dass auch Menschen mit Lernschwierigkeiten und 
nichtmuttersprachlich deutschsprechende Personen Zugang zu den Informationen haben.  
Neben dem Relaunch der Webseite wurde auch der Social Media-Auftritt komplett erneuert. 
Neben den Kanälen Instagram und Facebook, wird nun auch der Kanal TikTok bespielt. Über 
Instagram wurden gezielt Informationen geteilt, sowohl im Sinne der Aufklärung als auch im 
Rahmen von Empowerment (weiteres unter „Fühl ich.“-Awareness-Kampagne).

Zwischenbericht 
 
10 
 
Öffentlichkeitsarbeit 
Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist für EDELGARD von besonderer Wichtigkeit. Nur wenn das 
Projekt bei der Zielgruppe bekannt ist, wird es auch angenommen. Ferner können durch eine 
größere Bekanntheit und ein gutes Image auch mehr Kooperationspartner*innen gewonnen 
werden. 
Während des Berichtszeitraums wurde eine Awareness-Kampagne gestartet, EDELGARD in 
verschiedenen Kontexten und in verschiedenen Formaten vorgestellt sowie diverse Presse-
anfragen bearbeitet. Es erschien mehrfach ein EDELGARD-Newsletter. Ferner wurde durch 
eine Megalight-Kampagne und Printmedien auf das EDELGARD Angebot aufmerksam ge-
macht. 
„Fühl ich.“-Awareness-Kampagne 
Der Name EDELGARD ist einprägsam und mit der Bedeutung „die Schützende“ sehr pas-
send für das Angebot. Schon längt ist „Vintage“ und „Retro“ modern, wenn die Gesamtauf-
machung stimmt. Um EDELGARD einen moderneren Touch zu geben und EDELGARDs Be-
kanntheitsgrad zu erhöhen, wurde eine Awareness (engl. Aufmerksamkeit) – Kampagne ge-
startet. Hierfür wurde nach genauer Prüfung verschiedener Agenturen und dem Einholen un-
terschiedlicher Angebote die Agentur House of YAS GmbH engagiert, um die Koordinie-
rungsstelle bei der Konzipierung, Erstellung und Durchführung einer Kampagne zu unterstüt-
zen sowie zu schulen. 
Zusammen mit der Agentur wurde ein neues Markendesign entwickelt: poppig bunt, modern, 
auffällig. Inhaltlich beschäftigte sich die Kampagne mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl 
von Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit. Die Kampagne war in erster Linie als Social 
Media-Kampagne geplant. Um eine noch breitere Aufmerksamkeit zu generieren, wurde zu-
sätzlich auf CityCards und Out-of-Home Plakatierung gesetzt. 
Für die Kampagne wurden Mädchen und Frauen aus Köln gesucht, die bereit waren, EDEL-
GARD „ihr Gesicht zu leihen“. Schlussendlich konnten 17 Freiwillige gefunden werden, die 
bereit waren, vor der Kamera zu agieren. Zudem konnte eine professionelle Fotografin ge-
wonnen werden, die unentgeltlich Portraitfotos aufnahm und zur Verfügung stellte. Diverse 
Personen der Öffentlichkeit und Influencer*innen wurden angefragt und um Unterstützung 
gebeten. So konnte eine Influencerin gewonnen werden.  
Bild- und Videomaterial wurden im Rahmen zweier sogenannter Content-Days generiert, da-
bei wurden die Freiwilligen eingeladen und im Studio sowie an verschiedenen Orten in Köln 
fotografiert und gefilmt.  
„Fühl ich.“ auf Social Media 
Vorwiegend lief die Kampagne über Instagram: Hier wurden drei Formate genutzt: Single 
Image-Posts, Carousels und Reels.

Zwischenbericht 
 
11 
 
Single-Images: Es wurden Statement-Posts erstellt: Eine Freiwillige bzw. eine Gruppe der 
Frauen posierte(n) dafür vor der Kamera. Darüber wurde ein Statement platziert und darun-
ter stand: „Fühl ich.“ bzw. „Fühlen wir.“ (Abbildung 5). Vor allem sollte hier transportiert wer-
den, was Frauen in der Öffentlichkeit fühlen oder tun, um sich sicherer zu fühlen. Es ging da-
rum, dass subjektive Erleben in den Vordergrund zu stellen und ein Zugehörigkeitsgefühl bei 
der Zielgruppe entstehen zu lassen. Die Statements wurden teilweise von den Frauen selbst 
geschrieben, teilweise von der Koordinierungsstelle und der Agentur vorformuliert.  
Carousel-Posts: Hier wurden mehrere Kacheln in einem Post geteilt. Dabei handelte es sich 
um Infoposts, die entweder unter die Rubrik Durchblicken oder Selbstbestimmung fielen. Bei 
den Durchblicken-Posts handelte es sich um Aufklärungsbeiträge, z.B. Was ist Catcalling ei-
gentlich? oder Täter-Opfer-Umkehr, was ist das eigentlich?. Die Selbstbestimmung-Posts 
beschäftigten sich vorwiegend mit Empowerment: Was du tun kannst, wenn du im ÖPNV be-
lästigt wirst oder Wie du dich gegen Catcalling wehren kannst (Abbildung 7). Alle Inhalte wur-
den von der Koordinierungsstelle generiert.  
Reels: Kurze Videos wurden produziert, in denen Interviews der Freiwilligen, angesprochene 
Passantinnen, die erwähnte Influencerin zu Wort kamen. Diese Videos wurden auch auf 
TikTok geteilt. Ein Zusammenschnitt ist in Abbildung 6 exemplarisch dargestellt.  
Abbildung 5. a. Beispiel eines Statement-Posts mit einer Einzelperson aus der „Fühl ich.“-Kampagne. b. 
Beispiel eines Gruppenportraits mit Statement. 
a. 
 b.

Zwischenbericht 
 
12 
 
 
Einige Beiträge wurden sowohl auf Instagram als auch auf TikTok finanziell „gepusht“, womit 
die Reichweite vergrößert wurde. Beispielsweise wurde ein mit 70,- € gepushtes Reel auf 
TikTok im Zeitraum vom 29.11. – 12.12.2024, 35.381-mal abgespielt. Ein auf Instagram mit 
60,- € gepushtes Reel wurde in einem vergleichbaren Zeitraum 11.437-mal abgespielt. In 
beiden Fällen hat sich die Investition sichtbar gelohnt. 
„Fühl ich.“ Printmedien 
Im Rahmen der Kampagne wurden CityCards und Plakate für eine Außenplakatierung ent-
worfen. Außerdem wurden Plakate für die EDELGARD-schützt Orte designt.  
CityCards: Im Zeitraum vom 02.11. – 09.11.2023 lagen CityCards mit drei Statements der 
Kampagne an 370 Orten aus („Toilette als Safe Space.“, „Live Standort Teilen auf dem Nach-
hauseweg.“ und „So tun, als ob ich‘s nicht gehört hätte.“). Die Gesamtauflage betrug 18.500 
Karten. Die Kampagne erzielte einen Entnahmewert von 99,5%. 
Out of Home-Plakatierung: Im Zeitraum von 10.11.2023 – 24.11.2023 waren an 16 Orten 
(rechts- sowie linksrheinisch) EDELGARD Außenplakate sichtbar (Abbildung 8). Die Plaka-
tierung war ursprünglich etwas früher, dafür nur für eine Woche, geplant. Hier kam es leider 
zu Komplikationen seitens des Dienstleisters, dafür wurde der Zeitraum um eine Woche ver-
längert. 
 
Abbildung 6. Zusammenschnitt aus einem "Fühl ich."-Reel. Bei dem Format wurde zu Beginn des Videos 
ein Statement eingeblendet. Verschiedene Frauen kommen ins Bild und sprechen "Fühl ich." in die Ka-
mera. Am Ende des Reels fragt eine Frau: „Und du?“. Die Abbildung spiegelt die Präsentation bei TikTok 
wider.

Zwischenbericht 
 
13 
 
 
 
Abbildung 7. Dargestellt ist ein Info-Post aus der Rubrik "Selbstbestimmung". Hier wird in den aufeinanderfolgen-
den Slides a. – d. aufgezeigt, welche Handlungsoptionen Betroffene haben. Im Hintergrund der Kacheln ist eine 
Freiwillige in der U-Bahn-Station Friesenplatz erkennbar. Der Infopost wird klassisch mit dem „Fühl ich.“ Abge-
schlossen (e.).  
a. b. 
c. d. 
e.

Zwischenbericht 
 
14 
 
EDELGARD-schützt-Plakate: Es wurden insgesamt 
sechs unterschiedliche Plakate gestaltet, je drei für 
Orte des nächtlichen Lebens wie Bars und Clubs und 
für Orte des alltäglichen Lebens, wie Eisdielen oder 
Friseursalons. Die Plakate unterscheiden sich hier in 
ihre Ansprache („Du hast das Recht darauf, selbstbe-
stimmt auszugehen.“ und „Du hast das Recht darauf, 
dich frei uns selbstbestimmt im öffentlichen Raum zu 
bewegen.“). In Abbildung 9 sind beispielhaft zwei Pla-
kate dargestellt. 
Trotz Werbung durch die Koordinierungsstelle via 
Newsletter und Social Media wurden die Plakate 
bisher wenig nachgefragt. 
Gefördert wurde die Kampagne durch die Förderung 
von örtlichen/regionalen Kooperationen gegen Gewalt 
an Frauen des Ministeriums für Kinder, Jugend, Fami-
lie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes 
NRW. Agentur- und Materialkosten wurden dadurch re-
finanziert.   
 
Abbildung 8. Out of Home-Plakatierung. Ent-
deckt von einer Followerin auf der Brüssler 
Straße in Köln. 
Abbildung 9. Abgebildet sind zwei der insgesamt sechs Plakate, die für die schützenden Orte entworfen wor-
den sind. a. zeigt eines der Plakate für Schützende Orte des Nachtlebens, b. für Orte des alltäglichen öffentli-
chen Lebens. 
a. 
 b.

Zwischenbericht 
 
15 
 
Newsletter 
Nach wie vor ist davon auszugehen, dass eine Vielzahl der Internetnutzer*innen gut über E-
Mail zu erreichen sind. Um dieses Medium optimal nutzen zu können, hat eine Mitarbeiterin 
der Koordinierungsstelle an einer kostenfreien Schulung zum Verfassen von Newslettern 
(angeboten von Der Paritätische – Paritätische Akademie NRW) teilgenommen. Ende Sep-
tember wurde der erste Newsletter versandt. In unregelmäßigen Abständen wurden insge-
samt fünft Newsletter versendet. Dabei wurde das Medium zunächst vorwiegend zur Kom-
munikation mit den schützenden Orten genutzt. Teilweise erreichte der Newsletter eine Öff-
nungsrate von 45 %, was als sehr gutes Ergebnis zu werten ist.   
Mit Stand vom 29.02.2024 hat der EDELGARD Newsletter 206 Abonnent*innen.   
Für den Newsletter wird das kostenpflichtige Newsletter-Tool Clever Reach genutzt, finan-
ziert wird dieses durch Spendengelder. Gestaltet und gefüllt wurde der Newsletter im Be-
richtszeitraum von der Koordinierungsstelle. 
Webseite 
Wie bereits unter dem Punkt EDELGARD-informiert ausgeführt, wurde eine neue Webseite 
in Auftrag gegeben. Dafür wurde die Agentur schwarzdesign beauftragt. Die Agentur legt ei-
nen großen Fokus auf Nachhaltigkeit, sowohl mit Blick auf die endlichen Ressourcen unse-
res Planeten als auch auf die Möglichkeiten der selbstständigen Pflege der Webseite durch 
die Nutzer*innen.  
Neben dem Fokus auf die themenbezogene Informationsweitergabe an die Zielgruppe, soll 
die neue Webseite ansprechend sein für potenzielle Kooperationspartner*innen, Unterstüt-
zer*innen. Auch soll klarer werden, wer EDELGARD gemacht hat und was EDELGARD an-
bietet, da hier bisher Unklarheit zu herrschen scheint.   
Der Relaunch der Webseite steht noch aus und verzögert sich durch die noch nicht abge-
schlossene Übersetzung und Prüfung der Texte in leichter Sprache. Die technische und ge-
stalterische Umsetzung hat die Agentur übernommen. Sämtliche Textbeiträge wurden von 
der Koordinierungsstelle erstellt.  
Öffentlichkeitsarbeit zu EDELGARD-mobil 
Einen großen Stellenwert in der EDELGARD-Öffentlichkeitsarbeit hat die Bewerbung des 
mobil-Angebots bei städtischen Großveranstaltungen. Hier soll ein kurzer Überblick über die 
Werbemaßnahmen gegeben werden. Diese wurden vom Amt für Gleichstellung organisiert. 
Megalight-Kampagne: Im Berichtszeitraum gab es eine Megalight-Kampagne zum 11.11. 
um auf das EDELGARD-mobil Angebot aufmerksam zu machen. 
CityCards: Neben der CityCards-Kampagne im Rahmen der „Fühl ich.“-Awareness-Kam-
pagne wurden Karten zum mobil-Angebot am 11.11.2023 (02.11.2023 – 09.11.2023, 18.500 
Karten an 370 Orten, Entnahmequote 98,38 %) und am Straßenkarneval ausgelegt (25.01.- 
08.02.2024, 18.500 Karten an 370 Orten, Entnahmequote: k.A.) 
Spiegelbilder und Plakate: Zum 11.11. wurde erstmals auch Spiegelbilder und Plakate (Ab-
bildung 10) an einige schützenden Orten im Quartier Latäng angebracht.

Zwischenbericht 
 
16 
 
Plakatierung: Vier großflächige Plakate waren vom 02.02. - 12.02.2024 im Kwartier Latäng 
sichtbar (Abbildung 10). 
Anzeigen in Printmedien: Im Vorfeld des Straßenkarnevals 2024 gab es eine Anzeige in 
der Stadtrevue zum mobilen Angebot.  
 
EDELGARD Präsentation 
EDELGARD wurde von den Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle auch persönlich vor-
gestellt, u.a. bei der Podiumsdiskussion: Verkehrswende? Geschlechtergerecht!, veranstaltet 
von der Fraktion DIE LINKE am 26.04.2023, bei dem Arbeitskreis Frauen der GRÜNEN-
Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland, am 07.06.2023 oder bei dem Format 
The Monday-Talks von Alina Kuhl am 27.11.2023 (Abbildung 11).  
 
Abbildung 11. Monday-Talks Runde am 07.06.2023. Neben der Moderatorin Bijou (Mitte) außerdem vertreten (von 
links nach rechts): Thorsten Helmers (Queer-Beauftragter der Polizei Köln), Sonja Fatma Bläser (HennaMond 
e.V.), Chiara Makowski, Teresa Kaudewitz (Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen – Frauen gegen Gewalt 
e.V. und Frauke Mahr (LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V.). 
Abbildung 10. a.  zeigt Plakate im Sanitärbereich eines schützenden Ortes im Kwartier Latäng, b. die Au-
ßenplakatierung. 
a. 
 b.

Zwischenbericht 
 
17 
 
Pressearbeit 
Während vor Einrichtung der Koordinierungsstelle die Pressearbeit ehrenamtlich übernom-
men wurde, war diese im Berichtszeitraum an die Koordination geknüpft. Die Koordinie-
rungsstelle fungierte zeitweise auch als Pressestelle. Pressemitteilungen wurden herausge-
geben zum EDELGARD-mobil Einsatz am 11.11.2023 und zum Einsatz am Straßenkarneval 
2024. 
Zudem hat die EDELGARD-Koordination anlässlich des Straßenkarnevals 2024 folgende In-
terviews realisiert bzw. mündlich Informationen weitergegeben: 
• RTL – Interview mit Videoaufnahme für einen TV-Beitrag 
• Domradio – Live-Interview für einen Radiobeitrag 
• 1Live – Telefoninterview für einen Radiobeitrag 
• Deutschlandfunk Nova – Telefoninterview & Hintergrundinformationen für einen Radi-
obeitrag 
• WDR Newsroom – Videobeitrag zum Einsatz an Weiberfastnacht für TV – Interview 
einer Beraterin 
• WDR 5 – Telefoninterview für einen Radiobeitrag 
• WDR Aachen – Hintergrundinformationen für einen TV-Beitrag 
• Evangelischer Kirchenkreis – Telefoninterview für einen schriftlichen Beitrag 
Ausschließlich schriftlich wurde eine Anfrage von stern.de beantwortet. Aus Kapazitätsgrün-
den und teilweise aufgrund unangemessener Fragen, mussten einige Anfragen abgelehnt 
werden. Darüber hinaus hat die Koordinierungsstelle eine Vielzahl an Anfragen von weiteren 
Interessierten bearbeitet und beispielsweise Studierenden der Kölner Hochschulen Inter-
views für Projekte und Facharbeiten geben.  
Netzwerk und Netzwerksarbeit 
Arbeiten in der EDELGARD-Koordinierungsstelle bedeutet Netzwerkarbeit. In Abbildung 12 
soll das komplexe Netzwerk vereinfacht abgebildet werden. Die EDELGARD-Koordination 
befindet sich dabei im Herzen des Netzwerkes. Hier läuft alles zusammen. Informationen 
werden hier gesammelt und weitergegeben, Aufgaben werden gebündelt, koordiniert und ak-
tuell meist von der Koordinierungsstelle bearbeitet. Dabei muss die Koordinierungsstelle im 
ständigen Austausch mit den Netzwerkakteur*innen sein.  
Neben dem direkten Austausch mit einzelnen Akteur*innen, kam es zu einer Vielzahl an Tref-
fen, an denen die EDELGARD-Koordination teilnahm, u.a.: 
• Runder Tisch mit Hochschulen und Studierendenvertretung 
• Treffen mit Mitarbeitenden des Amts für Gleichstellung der Stadt Köln 
• Teilnahme an Treffen des Lenkungskreises der KIGSG 
• Teilnahme an Plenumssitzungen der KIGSG 
Ferner wurde der Austausch mit ähnlichen Projekten gesucht, um von Erfahrungen zu profi-
tieren und nachhaltig mit den eigenen Ressourcen umzugehen. U.a. wurden Gespräche mit

Zwischenbericht 
 
18 
 
den Kolleginnen der Nachtsam5 Kampagne geführt sowie mit den Kolleginnen vom Notruf 
Münster, die die Kampagne Luisa ist hier!6 konzipiert haben.   
Außerdem nahm die EDELGARD-Koordination an zwei Treffen im Rahmen des Projekts 
„Fußball Verein(t) Gegen Rassismus“, zunächst mit Vertreter*innen vom Fußballverband Mit-
telrhein und dem FC Viktoria Köln e.V. und später mit weiteren Akteuer*innen der Antidiskri-
minierungsarbeit, teil. Von einer weiteren Mitarbeit hat die Koordinierungsstelle aus verschie-
denen Gründen abgesehen. Ferner war die Koordinierungsstelle mit weiteren Akteur*innen 
im Sport im Austausch wie zum Beispiel dem Kölner Fanprojekt. 
 
 
Abbildung 12: Zeigt das EDELGARD-Netzwerk mit den einzelnen Akteur*innen. Die Abbildung dient der Orientie-
rung und ist stark vereinfacht. 
 
5 https://www.nachtsam.info/ 
6 https://luisa-ist-hier.de/

Zwischenbericht 
 
19 
 
Qualitätsmanagement 
EDELGARD ist ehrenamtlich und durch „learning by doing“ erwachsen. Das bedeutet auch, 
dass nur das Nötigste verschriftlicht wurde. Im Rahmen der finanzierten Koordinierungsstelle 
wurden im Sinne der Nachhaltigkeit die (weiter-)entwickelten Konzepte verschriftlicht, Hand-
lungsleitlinien (HLL), Durchführungsregelungen (DR) und Arbeitsvorlagen erstellt und in ein 
Handbuch eingepflegt. Aktuell sind folgende Instrumente ausgearbeitet und verschriftlicht: 
• Konzept EDELGARD-schützt. Festgehalten ist hier das Ziel des Bausteins, wie die-
ses umgesetzt wird und wie überprüft werden kann, ob die Umsetzung nachhaltig 
und erfolgreich ist. Dazugehörige entwickelte Instrumente sind: HLL Schutzort 
schaffen und HLL Umgang mit Frauen und Mädchen an den Schutzorten. 
• Konzept EDELGARD-map. Festgehalten sind hier Ziel und Umsetzung des Bau-
steins.   
• Konzept EDELGARD-informiert. Ziel, Inhalte und Umsetzung des Bausteins sind in 
diesem Konzept ausgeführt. 
• Konzept EDELGARD Öffentlichkeitsarbeit. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit und wie 
diese umgesetzt werden soll, sind hier festgehalten. Mitgeltend ist die HLL zur Er-
stellung eines Newsletters. 
• Kooperationsvereinbarung für EDELGARD-schützt 
• Nutzungsvereinbarung für das EDELGARD Logo 
• Beratungsprotokoll für EDELGARD-mobil 
Zudem wurde ein Corporate-Design für alle EDELGARD Dokumente entwickelt.  
In Arbeit ist Folgendes: 
• Selbstverständnis EDELGARD 
• Konzept EDELGARD-mobil + HLL Planung Einsatz EDELGARD-mobil 
• Konzept EDELGARD Ehrenamt 
• Konzept EDELGARD-aware 
• FAQ: Akquise schützender Orte 
Selbstverständlich müssen sämtliche Dokumente in regelmäßigen Abständen gesichtet, be-
sprochen und ggf. angepasst bzw. überarbeitet werden. Dafür sollen regelmäßige Qualitäts-
zirkel stattfinden. Dies ist allerdings erst dann realisierbar, wenn sich entsprechende Arbeits-
gruppen gebildet haben, die Interesse an Konzeptarbeit haben. 
Förderungen und Fundraising 
Unmittelbar nach Einrichtung der Koordinierungsstelle wurden Möglichkeiten exploriert, Gel-
der für EDELGARD zu akquirieren. Dabei muss betont werden, dass Förderungen i.d.R. nur 
über einen gemeinnützigen Verein beantragt werden können. Da die Stelle der Koordinie-
rung aktuell an das Frauenberatungszentrum Köln e.V. gekoppelt ist, wurden Förderanträge 
über dessen Vereinsstruktur gestellt. 
Dabei zeigte sich, dass Förderungen häufig beantragt werden können, um Projektkosten, 
nicht aber Personalkosten zu decken. Zudem ist eine häufige Förderbedingung, dass das

Zwischenbericht 
 
20 
 
Projekt noch nicht gestartet wurde bzw. dass ein Projektende gesetzt ist. Das trifft auf EDEL-
GARD nicht zu, da die Projektziele bisher nicht erreicht wurden und auch nicht absehbar ist, 
wann die Arbeit obsolet wird. 
Für Projekte und Materialkosten wurden folgende Förderanträge erfolgreich gestellt: 
• Antrag auf „Förderung der Kosten für die Webseite“ – Amt für Gleichstellung der Stadt 
Köln; Bewilligter Zuschuss: 8.000 € (Zuschuss 2023) 
• Antrag auf „Förderung örtlicher/regionaler Kooperationen gegen Gewalt an Frauen“ – 
Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des 
Landes NRW‘; Bewilligte Zuwendung: 12.500 €, davon für EDELGARD (Materialkos-
ten & Social Media Kampagne): 10.000 € (Förderzeitraum: 26.06. – 31.12.2023) 
• Antrag auf Förderung „Barrierefreiheit für alle“ – Aktion Mensch; Bewilligter Zuschuss: 
2.100 € (Projekt laufend) 
Ferner hat sich das Frauenberatungszentrum Köln e.V. für EDELGARD/ die KIGSG um eine 
Förderung der Personalkosten beim Global Fund for Woman7 beworben. Dies war bisher lei-
der nicht erfolgreich.  
Eine Crowdfunding-Kampagne war zudem geplant für die Finanzierung der Webseite, die 
dann durch die Stadt finanziert werden konnte. In diesem Rahmen wurden Crowdfunding-
Möglichkeiten allerdings exploriert, sodass das generierte Wissen auch für die Zukunft ge-
nutzt werden kann. Aus der Sicht der Koordinierungsstelle ist eine solche Kampagne sicher-
lich hilfreich, um spezifische Ziele zu erreichen oder kurzfristig Etatlücken zu füllen. Eine 
Möglichkeit, eine langfristige Finanzierung sicher zu stellen, stellt eine Fundraising-Kam-
pagne nicht da. 
Erfolge  
EDELGARD ist inzwischen nicht mehr aus der Kölner Stadtgesellschaft wegzudenken. Das 
vielfältige Angebot konnte sich durch die kontinuierliche Arbeit der KIGSG gelingend etablie-
ren. Die jahrelange ehrenamtliche Arbeit der Mitgliedsorganisationen sowie die strukturierte 
Arbeit der Koordinierungsstelle zahlen sich hier aus. Wie bereits ausgeführt, sind zahlreiche 
Erfolge zu verbuchen. Im Folgenden sollen besondere Aspekte erneut hervorgehoben wer-
den.  
Bekanntheit von EDELGARD 
Der Bekanntheitsgrad von EDELGARD hat deutlich zugenommen. Um abschätzen zu kön-
nen, wie groß die Bekanntheit von EDELGARD bei der Zielgruppe innerhalb von Köln tat-
sächlich ist, müsste eine Evaluationsstudie durchgeführt werden. Da aktuell die finanziellen 
und zeitlichen Ressourcen hierfür fehlen, muss dies behelfsmäßig an Parametern wie z.B. 
der Follower*innen der EDELGARD-Kanäle oder der erreichten Konten festgemacht werden. 
Auch ohne finanzielle Bezuschussung erreichen einzelne Beiträge inzwischen bis zu 15.000 
Konten auf Instagram und EDELGARD hat auf dieser Plattform inzwischen über 2.300 Follo-
wer*innen (stand 29.02.2024). Die Bekanntheit spiegelt sich auch an den bereits wiederge-
gebenen Reaktionen der Passant*innen an Karneval wider und zeigt sich auch an dem er-
höhten Interesse der Presse am Angebot.  
 
7 https://www.globalfundforwomen.org/

Zwischenbericht 
 
21 
 
Image von EDELGARD 
Durch die Anpassung des Designs – nun modern, poppig und bunt – hat EDELGARD einen 
neuen Anstrich bekommen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich nun auch ver-
mehrt jüngeres Publikum angesprochen fühlt. Wichtig ist das Image aber v.a. auch, um wei-
tere Akteur*innen zum Beispiel im Kölner Nachtleben zu gewinnen. Einige Stimmen ließen 
beispielweise verlauten, EDELGARD sei altertümlich und würde jüngeres Publikum nicht an-
sprechen. Durch die Neugestaltung und die Anpassung des Corporate Designs konnte ED-
LEGARD modernisiert werden. 
 
Schulungen und Sensibilisierung 
Durch die Einführungsveranstaltungen der EDELGARD-schützt-Orte konnten im Berichts-
zeitraum zahlreiche Menschen geschult bzw. nachgeschult und damit für sexualisierte Ge-
walt sensibilisiert werden. Damit konnte weiterhin das gesellschaftliche Engagement gestärkt 
und mehr Personen über sexualisierte Gewalt aufgeklärt werden. Mehr Schutzorte können 
zudem abschreckend auf potenzielle Tatpersonen wirken.  
Qualitätssicherung 
Wie bereits ausgeführt, gab es vor der Einrichtung der Koordinierungsstelle kaum festgehal-
tene Qualitätsstandards oder verschriftliche Konzepte. Im Rahmen der eingerichteten Stelle 
wurde ein Qualitätsmanagementsystem implementiert. Dadurch kann EDELGARD nachhal-
tig gesichert und verbessert werden. Zusätzlich sorgt es für Klarheit im Arbeitsprozess und 
mittel- und langfristig können Ressourcen gespart werden. Die Einarbeitung von – möglicher-
weise ehrenamtlichen – Mitarbeiter*innen wird ermöglicht und vereinfacht.  
EDELGARD-mobil Einsätze 
Die EDELGARD-mobil-Einsätze konnten erfolgreich umgesetzt werden. Dabei konnten das 
Einsatzmodell für Karneval etabliert und weiterentwickelt werden. Das Angebot wurde insge-
samt positiv auf- und von der Zielgruppe angenommen. Der Beraterinnen-Pool konnte erwei-
tert werden, sodass mobile Einsätze auch zukünftig möglich gemacht werden können.  
Herausforderungen und Hindernisse 
Trotz der erzielten Erfolge galt es im Berichtszeitraum auch vielfältige Herausforderungen 
anzunehmen und Hindernisse zu überwinden. In dieser Sektion sollen die größten Stolper-
steine betrachtet werden. 
Organisationsstruktur 
Wie in der Sektion Netzwerk und Netzwerksarbeit bereits deutlich gemacht, sind zahlreiche 
Akteur*innen verschiedener Gruppen und Institutionen bei EDELGARD involviert. Einerseits 
bedeutet dies, dass auf viel Wissen und Expertisen zurückgegriffen werden kann, anderer-
seits heißt dies auch, dass viele Absprachen nötig sind, die entsprechende personelle Res-
sourcen binden. Ob und inwiefern Prozesse in der Zukunft ökonomischer gestaltetet werden 
können, muss eruiert werden und ist abhängig davon, wie EDELGARD in der Zukunft perso-
nell aufgestellt sein wird.

Zwischenbericht 
 
22 
 
Ressourcenknappheit 
Trotz der finanziellen Zuwendung des Amts für Gleichstellung der Stadt Köln sind die finanzi-
ellen und personellen Ressourcen für die Größe des Projekts knapp bemessen. Um tatsäch-
lich das Projekt ausschließlich koordinieren zu können, ist aus Sicht der EDELGARD Koordi-
nation ein Pool an fachlich qualifizierten Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen nötig. Da dies 
bei Einrichtung der Koordinierungsstelle noch nicht vorhanden war, wurden viele Aufgaben 
zunächst von der Koordination übernommen. Bei der Fülle der Aufgaben konnten so viele 
gewünschte Projekt, wie zum Beispiel die Entwicklung neuer Bausteine, nicht umgesetzt 
bzw. angestoßen werden. Dazu zählen auch notwenige Maßnahmen wie die kontinuierliche 
Pflege der Social Media-Kanäle oder des Newsletters. 
Da die Finanzierung aktuell zeitlich begrenzt und auch nur ausreichend für die Koordinie-
rungsstelle ist, die KIGSG aber natürlich Interesse an der Weiterführung des etablierten An-
gebots hat (da der Bedarf nach wie vor besteht!), liegt es nahe, Ehrenamtliche einzubinden. 
So hat die Koordinierungsstelle begonnen, ein Konzept zur ehrenamtlichen Mitarbeit zu ent-
wickeln. Dieser Prozess ist zum Zeitpunkt der Berichtsabgabe allerdings noch nicht abge-
schlossen. Fragen, die sich mit Hinblick auf die Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeitenden 
stellen, sind u.a.: Wie und in welchem Rahmen können Ehrenamtliche eingearbeitet werden? 
Wer übernimmt die Einarbeitung? Sind Leitfäden hierfür ausreichend? Welche fachliche 
Qualifikation brauchen ehrenamtliche Mitarbeitende? Wenn es sich um fachfremde Unter-
stützer*innen handelt, wer kann diese anleiten? Wie können Ehrenamtliche langfristig gebun-
den werden? Welche Anreize können Ehrenamtlichen geboten werden? Wie kann ein guter 
Informationsfluss gewährleistet werden? u.v.m. Auch stellen sich logistische und organisatori-
sche Fragen, die an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden sollen.  
Im Berichtszeitraum konnte die Koordination Einblicke in die Arbeit mit Ehrenamtlichen ge-
winnen und hat gemeinsam mit Ehrenamtlichen erfolgreich Vorhaben umsetzten können (im 
Rahmen der „Fühl ich.“-Awareness-Kampagne). Auch sind nun in zwei der EDELGARD-Ar-
beitsgruppen Ehrenamtliche involviert, die nicht ursprünglich Teil des Plenums sind. Aktuell 
stellt die Zusammenarbeit allerdings v.a. noch einen Mehraufwand für die Koordination dar. 
Sicherlich wird sich dieser Mehraufwand in der Zukunft rentieren. Dass EDELGARD in der 
Zukunft im hier präsentierten Maße und in dieser Form ausschließlich ehrenamtlich getragen 
werden kann, erscheint aus fachlicher Sicht jedoch nicht praktikabel.  
Eine andere naheliegende Lösung der beschriebenen Problematik – zu wenige personelle 
Ressourcen – läge in der Bezahlung von Fachkräften. Allerdings begegnen wir hier der 
Schwierigkeit der nicht vorhandenen bzw. nicht ausreichenden Fördermöglichkeiten für Per-
sonalkosten. Übrig bleibt die Beantragung von Fördermitteln für einzelne begrenzte Vorha-
ben und die Übernahme der hier anfallenden Aufgaben durch die Koordination.  
Kommunikation mit den schützenden Orten 
Eine weitere Problematik stellt die Umsetzung des EDELGARD-schützt Konzepts da. So gibt 
es in Köln inzwischen zahlreiche schützende Ort (über 200), dennoch kann keine konkrete 
Aussage getroffen werden, wie viele der verzeichneten schützenden Orte sich nach wie vor 
aktiv als solche verstehen. So wurde sich im Berichtszeitraum diesem Problem wie beschrie-
ben (EDELGARD-schützt) zwar angenommen, aber bisher nur mit mittlerem Erfolg. So rea-
gieren viele der Kooperationspartner*innen eher auf persönliche Ansprache. z.B. auf eine te-
lefonische Kontaktaufnahme, doch sind v.a. die Partner*innen aus der Gastronomie erst zu 
späterer Stunde erreichbar.

Zwischenbericht 
 
23 
 
Es ist denkbar, dass Kooperationspartner*innen das Interesse an EDELGARD verlieren bzw. 
die Sinnhaftigkeit hinterfragen, wenn sich keine Betroffenen an sie wenden. Dem gilt es ent-
gegenzuwirken. Hier müssen in der Zukunft wirksame Strategien entwickelt werden, um die 
schützenden Orte zu binden. Die Etablierung des Newsletters ist dabei ein erster Schritt. Ge-
meinsame Aktionen, in denen sich die schützenden Orte auch miteinander vernetzen können 
oder weiterführende Schulungen wären realisierbar. 
Fazit & Ausblick in die Zukunft 
Wie in den vorangegangenen Passagen ausgeführt, kann die Einrichtung der EDELGARD-
Koordinierungsstelle als voller Erfolg gewertet werden. Im verbleibenden Förderzeitraum und 
darüber hinaus soll weiterhin an der Entwicklung und Etablierung von EDELGARD gearbeitet 
werden. Dabei sollen auch im Jahr 2024 weitere mobil-Einsätze umgesetzt werden. Ferner 
soll mit dem Relaunch der Webseite EDELGARD auch für Menschen mit Lernschwierigkei-
ten zugänglich gemacht werden. Außerdem soll auf Grundlage der Webseite eine EDEL-
GARD-App entwickelt werden. Möglichkeiten hierfür wurden im Berichtszeitraum bereits ex-
ploriert.  
Das Qualitätsmanagement-Handbuch soll erweitert und gepflegt werden, um die nachhaltige 
Wirkung des Angebots sicherzustellen. Des Weiteren soll erarbeitet werden, wie das Angebot 
von EDELGARD für eine breitere Zielgruppe zugänglich gemacht werden kann und sich 
diese darüber hinaus angesprochen fühlt. Dafür wurde bereits mit Kolleg*innen von rubicon 
e.V. und einer externen Organisationsberatung Kontakt aufgenommen. 
Außerdem soll das Konzept erweitert werden. Dabei sollen drei Bereiche besonders ins 
Auge gefasst werden: Ehrenamt bei EDELGARD, EDELGARD als Teil von Awareness-Kon-
zepten und EDELGARD im Bildungskontext. 
Auch weiterhin wird die Koordinierungsstelle sich damit beschäftigen müssen, wie EDEL-
GARD langfristig umgesetzt werden kann. Die Expertise von ausgebildeten Fachkräften ist 
unerlässlich, damit die gelingende Unterstützung von Betroffenen sichergestellt werden 
kann. Ehrenamt ist hierbei als eine ergänzende Unterstützung zu sehen und kann die fachli-
che Arbeit in keiner Weise ersetzen. Darüber hinaus entspricht es nicht einer feministischen 
Grundhaltung, unerlässliche gesellschaftspolitische Arbeit ins Ehrenamt abzuschieben. Ge-
rade im Hinblick auf die Zielsetzung von EDELGARD und der Kölner Initiative gegen sexuali-
sierte Gewalt fordern wir für die (Weiter-) Finanzierung der Arbeit von EDELGARD einen 
Wandel! Für die Sicherheit von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum. In Köln und 
überall.

Anlage 1 - Vorlage 0286_2023 zu EDELGARD schützt

9749 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
II/03 
 
Vorlagen-Nummer 
 0286/2023 
Freigabedatum 03.03.2023/ *07.03.2023 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Freigabe von Mitteln aus dem politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsjahr 
2023/2024: „EDELGARD Schützt  
Beschlussorgan 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern beschließt für die Haushalts-
jahre 2023 und 2024 die Freigabe der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetz-
ten Mittel in Höhe von je 50.000 € für 2023 und 2024 zur Weiterentwicklung der Kampagne 
„EDELGARD Schützt“. 
 
Darüber hinaus beschließt der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
einen Teil der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetzten Mittel für das „För-
derprogramm Gleichstellungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit“ in Höhe von 5.000 € für das 
Jahr 2023 und in Höhe von 15.000 € für das Jahr 2024 ebenfalls zur Weiterentwicklung der 
o.g. Kampagne einzusetzen. Gleichzeitig wird die Freigabe dieser Mittel beschlossen. 
 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht im Teilergebnis-
plan des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern in der Produktgruppe 0111 - 
Sonstige Innere Verwaltung - in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 im Haushaltsplan 
2023/2024 zur Verfügung. 
 
 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 20.03.2023 
Finanzausschuss 20.03.2023

2 
*Ergänzung 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  in 2023: 
55.000 € 
                                                                                                                          und in 2024: 
65.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen         € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Um dem Thema „Sexualisierte Gewalt und sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum“ ge-
recht zu werden und die nach Silvester 2015/16 größere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft 
aufzugreifen, haben Mitglieder des schon lange Jahre existierenden Arbeitskreises „Gewalt 
gegen Frauen“ die „Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum“ 
(KIGSG) in 2016 gegründet. Vorhandenes Engagement und Kompetenz im Kampf gegen se-
xualisierte Gewalt sollten somit gebündelt und in innovative Projekte umgesetzt werden.  
Die Arbeit in der Initiative erfolgt von den Frauenvereinen bislang auf rein ehrenamtlicher Ba-
sis.  
 
Der Initiative gehören an: 
 
 Stadt Köln, Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern 
 Polizei Köln, Opferschutzbeauftragte 
 Diakonie Michaelshoven e.V.  
 Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln

3 
*Ergänzung 
 Evangelischer Kirchenkreis Köln-Mitte 
 Frauenberatungszentrum e.V. 
 FrauenLeben e.V. 
 HennaMond e.V. 
 Kompetenzzentrum Selbstbestimmtes Leben e.V.  
 Notruf für vergewaltigte Frauen-Frauen gegen Gewalt e.V.  
 
Die Initiative setzt sich zum Ziel: 
 
 Initiieren eines gesellschaftlichen Diskussions- und Veränderungsprozesses, eines ge-
sellschaftlichen Problembewusstseins und Sensibilisierung für das Thema.  
 Erhöhen des Sicherheitsgefühls von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum 
 Verbreiten und Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten bei bereits geschehener se-
xualisierter Gewalt 
 Prävention durch abschreckende Wirkung auf Täter*innen  
 
Auf dieser Basis startete die Kölner Initiative mit EDELGARD eine Präventions- und Interven-
tionskampagne mit mehreren sich ergänzenden Bausteinen gegen sexualisierte Gewalt im 
öffentlichen Raum. 
 
Die Bausteine sind: 
 
 EDELGARD informiert: in Flyern, auf der Website und über Facebook und Instagram 
über die Beratungseinrichtungen in Köln, die nach einer Belästigung, Bedrohung oder 
gar Vergewaltigung helfen können. 
 
 EDELGARD schützt: Gemeinsam mit Kooperationspartner*innen wie Kölner Unter-
nehmen, Geschäfte, Büros, Kneipen, Restaurants, Apotheken, Buchhandlungen und 
öffentliche Einrichtungen wie die Stadt Köln hat die Initiative bislang über 180 „ge-
schützte Orte“ für Frauen und Mädchen geschaffen. Dort finden sie unkompliziert Hilfe, 
wenn sie sich belästigt und bedroht fühlen.  
Das Personal der schützenden Orte wird von Fachexpertinnen aus der Initiative im 
Umgang mit den um Hilfe bittenden Frauen geschult. 
 
 Die EDELGARD map. lässt sich als Karte über die Homepage öffnen und zeigt mit 
Standortfreigabe die aktuell geöffneten, nächst gelegenen EDELGARD-schützt Orte. 
 
 EDELGARD mobil bietet an Veranstaltungstagen wie Silvester, Karneval, Festivals wie 
dem Summerjam Festival am Fühlinger See oder auf Anfrage wie auf der Gamescom 
2022 Beratungen und Information an. Hier wird Frauen die Möglichkeit gegeben, sich 
insbesondere in Notsituationen telefonisch und persönlich an Fachberaterinnen zu 
wenden. 
 
EDELGARD ist in der Kölner Gesellschaft angekommen, dies zeigt sich vor allem darin, dass 
EDELGARD in den Social Media Kanälen regen Zuspruch erfährt, die Anfragen für gemein-
same Aktionen stark angestiegen sind und ein intensiver Austausch mit den schützenden Or-
ten, die dauerhaft betreut werden müssen, stattfindet. Gleichzeitig reicht die Anzahl der schüt-
zenden Orte für eine Großstadt wie Köln nicht aus, hier muss weiter eine intensive Akquise 
betrieben werden. 
 
Mit dem zur Zielerreichung zunehmenden und notwendigen Bekanntheitsgrad und dem Zu-
spruch für die Kampagne werden weitere Anforderungen an Organisation und Kapazitäten 
gestellt, denen die Initiative nur durch zusätzliche Personalressourcen entsprechen kann. 
Zusätzliche Personalressourcen stehen der Initiative in ihrer aktuellen Organisationsform nicht 
zur Verfügung. Hierzu muss noch eine intensive Vorbereitung in der Strukturerneuerung erfol-
gen. Diese aktuelle Situation bedroht den Fortbestand von EDELGARD.  
 
Damit der Fortbestand und die Weiterentwicklung gesichert werden, soll in 2023 bis Ende 
2024 eine Stelle für EDELGARD – bei einer der mitwirkenden Frauenberatungsstellen der

4 
*Ergänzung 
Initiative – finanziell mit 120.000 € unterstützt werden. Die Stelle ist befristet und soll ab 15. 
April 2023 (spätestens jedoch ab 1. Mai 2023) eingerichtet werden. 
 
Die Förderung bezieht sich auf Personalkosten; ein entsprechender Verwendungsnachweis ist 
mit Abschluss der Befristung vorzulegen. 
 
Die Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt, die EDELGARD ins Leben gerufen hat und 
verantwortet, ist auf ehrenamtlicher Tätigkeit der Vereine aufgebaut. Aufgrund der aktuell zu 
meisternden Krisen (Corona, Ukrainekrieg, Zunahme der Flüchtlingsströme) wird das Kölner 
Frauenhilfe-Netzwerk zusätzlich belastet – dies ohne einen Personalzuwachs. Gleichzeitig 
wird EDELGARD immer bekannter, was einen zusätzlichen Arbeitsaufwand (Ausweitung der 
EDELGARD schützt-Orte, Einführungsschulungen, zusätzliche Informationsveranstaltungen 
und eine Ausweitung des Einsatzes von EDELGARD mobil) bedeutet. 
 
Aktuell kann daher nur die Spitze der Anforderungen abgearbeitet werden. Der Fortbestand 
von EDELGARD kann nicht abgesichert werden. Es zeigt sich der akute Bedarf, eine neue 
Organisationsform für die Initiative zu finden. 
 
Die Befristung der Stelle dient dazu, EDELGARD besser aufzustellen. *Das Plenum der Köl-
ner Initiative gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum hat sich einstimmig dafür aus-
gesprochen, die Stelle beim Kölner Frauenberatungszentrum e.V. (FBZ) einzurichten. Das 
FBZ hat sich seit der Gründung der Kölner Initiative vertieft um EDELGARD bemüht und ist im 
Lenkungskreis (Gremium für alle wesentlichen Entscheidungen) vertreten. 
 
Die Projektstelle sollte insbesondere strukturelle Grundlagenarbeit generieren, wie die Ent-
wicklung eines Qualitätsmanagements, die Schaffung eines Netzwerkes von ehrenamtlichen 
Helfer*innen und ein Fundraising im Sinne der Eigenmittelakquise, um die Kampagne voran-
zubringen und eine Basis zu schaffen, auf der eine neue Organisationsform aufgebaut werden 
kann.  
 
Als Grundvoraussetzung für die Besetzung der Stelle ist ein Studium aus dem Bereich der 
Sozialen Arbeit, Psychologie, Pädagogik oder ähnlichen Bereichen notwendig. Darüber hin-
aus sollte über eine Berufserfahrung im Bereich Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie 
sexualisierter Gewalt verfügt werden. 
 
 
Finanzierung:  
 
Im Rahmen des politischen Veränderungsnachweises zum Haushaltsplan 2023/2024 wurden 
für die Haushaltsjahre 2023/2024 Mittel in Höhe von je 50.000 € für die Maßnahme „EDEL-
GARD Schützt“ und je 100.000 € für das „Förderprogramm Gleichstellungsprojekte und Öf-
fentlichkeitsarbeit“ zur Verfügung gestellt. Diese Mittel stehen unter dem Freigabevorbehalt 
des Fachausschusses.  
 
*Darüber hinaus beschließt der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
einen Teil der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetzten Mittel für das „För-
derprogramm Gleichstellungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit“ in Höhe von 5.000 € für das 
Jahr 2023 und in Höhe von 15.000 € für das Jahr 2024 ebenfalls zur Weiterentwicklung der 
o.g. Kampagne einzusetzen.

Mitteilung Ausschuss

1318 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
II/03 
 
Vorlagen-Nummer          13.03.2024 
 0940/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 18.03.2024 
 
EDELGARD-Koordinierungsstelle - Zwischenbericht 
Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern hat in seiner Sitzung 
am 20. März 2023 beschlossen, über den politischen Veränderungsnachweis in den 
Jahren 2023 und 2024 Mittel in Höhe von insgesamt 120.000 € zur Weiterentwicklung 
der Kampagne „EDELGARD schützt“ bereitzustellen (Vorlagen-Nummer 0286/2023; 
siehe Anlage 1). 
 
Damit wurde im April 2023 eine Koordinierungsstelle für EDELGARD bei der Mit-
gliedsinstitution, dem Frauenberatungszentrum e.V., eingerichtet. Die Stelle ist ent-
sprechend des Beschlusses befristet bis Ende 2024. 
 
Die Projektstelle leistet strukturelle Grundlagenarbeit und schafft bis spätestens 
31. Dezember 2024 die Basis für eine neue Organisationsform. 
Bevor im Dezember 2024 der Abschlussbericht vorgelegt wird, legt die Koordinie-
rungsstelle beigefügten Zwischenbericht (siehe Anlage 2) für das erste Jahr vor. 
 
 
gez. Prof. Dr. Diemert  
 
 
Anlage 
Anlage 1 - Beschluss des Gleichstellungsausschusses zu „EDELGARD Schützt“ vom 
20. März 2023 
Anlage 2 - Bericht der EDELGARD-Koordinierungsstelle aus März 2024

Beratungsverlauf (1)

18.03.2024 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 4.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0940/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
13.03.2024
Erstellt
07.03.2024 10:45