17 "Ausbildungs-Universitäten" für die Fachkräfte von morgen - Leitbild, Handlungsfelder und Maßnahmenideen für die Berufskolleglandschaft Köln 2035 - Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs Teil 1
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 2207/2024 vom 17.10.2024
Stand: Am 12.12.2024 im Rat ungeändert beschlossen.
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Anlage 3 - Abschlussbericht Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung: Zukunft der Kölner Berufskollegs
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1 Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin Büro der Oberbürgermeisterin Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Dezernat für Bildung, Jugend und Sport Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Stadthaus Deutz – Westgebäude Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Zukunft der Kölner Berufskollegs Abschlussbericht Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung 2 Inhalt Zukunft der Kölner Berufskollegs ................................ ................................ ...................... 1 Abschlussbericht Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung ................................ .......... 1 Einleitung in das Projekt ................................ ................................ ................................ ..... 3 Ziele, Zielgruppen und Prozess ................................ ................................ .......................... 4 Erarbeitung eines konkreten und zugleich flexiblen Schulentwicklungsplans mit einem Zukunftsbild, konkreten Handlungsfeldern und Maßnahmen sowie eindeutigen Indikatoren zur Erfolgsmessung ................................ ................................ ................................ ........... 7 Die relevanten Akteur*innen aus der Kölner Schullandschaft sollen ihre Bedürfnisse im Plan wiederfinden, diesen mittragen und an der erfolgreichen Umsetzung des Schulentwicklungsplans mitwirken ................................ ................................ ..................... 8 Erarbeitung des Schulentwicklungsplans der Kölner Berufskollegs als offener und transparenter Prozess ................................ ................................ ................................ ........ 9 Schlussfolgerungen ................................ ................................ ................................ ...........10 Nutzen der Methoden ................................ ................................ ................................ .......10 Kommunikation ................................ ................................ ................................ .................11 Fazit ................................ ................................ ................................ ................................ ..11 Ausblick ................................ ................................ ................................ .............................. 13 3 Einleitung in das Projekt In Köln gibt es aktuell 17 städtische Berufskollegs. Diese werden von circa 35.000 Schüler*innen mit dem Ziel des Erwerbs von beruflichen Qualifikationen und Schulabschlüssen besucht. Neben der Schulentwicklungsplanung für die allgemeinbildenden Schulen, welche in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben wird (zuletzt 2020), stellt die Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs einen wichtigen Baustein der Kölner Bildungsplanung dar. Der letzte umfassende Planungsbericht zu den Kölner Berufskollegs ist im Jahr 2015 erschienen. Für die Neuauflage der Schulentwicklungsplanung für die Kölner Berufskollegs und die Weiterentwicklung der „Kölner Berufskolleglandschaft“ geht die Verwaltung bewusst einen neuen, innovativen Weg und wagt mehr Beteiligung. Sie hat erstmalig einen systematischen Beteiligungsprozess im inhaltlich und schulrechtlich komplexen Feld der Bildungsplanung durch geführt. In diesem Prozess soll ten sowohl die vielfältigen zentralen Akteur*innen in der beruflichen Bildung, ihre Nutzer*innen sowie die interessierte Fachöffentlichkeit einbezogen werden. Dieser Abschlussbericht dokumentiert die Schlussfolgerungen, die die Verwaltung aus diesem Verfahren zieht. 4 Ziele, Zielgruppen und Prozess Kern der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs war die Berücksichtigung vielfältiger Perspektiven bei der Erarbeitung des Schulentwicklungsplans. Im Hinblick auf die Schulentwicklungsplanung sollten mit der Öffentlichkeitsbeteiligung folgende Ziele verfolgt werden: Es soll sichergestellt werden, dass ein konkreter und zugleich flexibler Schulentwicklungsplan mit einem Zukunftsbild, konkreten Handlungsfeldern und Maßnahmen sowie eindeutigen Indikatoren zur Erfolgsmessung erarbeitet werden. Die Bedürfnisse der relevanten Akteur *innen aus der Kölner Schullandschaft sollen sich im Plan wiederfinden, diesen dadurch mittragen und so an der erfolgreichen Umsetzung des Schulentwicklungsplans mitwirken. Die Erarbeitung des Schulentwicklungsplans der Kölner Berufskollegs soll ein offener und transparenter Prozess sein. Über den konkreten Schulentwicklungsplan hinaus sollte die Öffentlichkeitsbeteiligung außerdem diese Ziele fördern: Die Attraktivität der Kölner Berufskollegs soll erhalten und ggf. erhöht werden. Die Berufskollegs sol len ihr Angebot stärker an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppe ausrichten. Es soll ein kontinuierlicher Austausch zwischen den beteiligten Akteur*innen gepflegt werden. In diesem Bericht werden ausschließlich die oben genannten drei unmittelbaren Ziele weiter betrachtet. Die unterschiedlichen Zielgruppen waren: Vertreter*innen der (Schul -)Verwaltung, der Berufskollegs und der Bezirksvertretung Köln Die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter Köln, die Industrie- und Handelskammer Köln und die Handwerkskammer Köln Die Nutzer*innen der Berufskollegs: Jugendliche, junge Erwachsene, Schüler*innen und deren Eltern, Berufskolleglehrer*i nnen und die Ausbildungsbetriebe Die weitere Fachöffentlichkeit In einem gemeinsamen Planungsworkshop hat die Proje ktgruppe auf Basis der genannten Ziele und Zielgruppen folgenden Beteiligungsprozess erarbeitet. 5 Abbildung 1: Der Beteiligungsprozess Bereits bei der Konzeptionierung dieses Prozesses war es der Projektgruppe wichtig, dass einzelne Anpassungen vorgenommen werden können, wenn der Prozess dies Bedarf. Der Prozess wurde im Verlauf sowohl zeitlich als auch inhaltlich angepasst. Die erste Beteiligungsphase ab Mai 2022 war sehr arbeitsintensiv. Im Anschluss an das erste Beteiligungsformat, der Zukunftswerkstatt, hatte die Projektgruppe die Herausforderung, aus den vielfältigen Beiträgen der Teilnehmenden konkrete Maßnahmenvorschläge herauszuarbeiten. Zudem hat die Projektgruppe gemeinsam mit den Teilnehmenden aus der Zukunftswerk statt in einem zusätzlichen Workshopformat versucht, die Maßnahmen zu priorisieren sowie zu einzelnen Maßnahmen bereits erste Handlungsschritte und notwendige Ressourcen auszuarbeiten. Das ist in dem Workshop lediglich bedingt gelungen. Zusätzlich hatte d ie Projektgruppe nach dem Format Zukunftswerkstatt einen hohen Transferaufwand, damit die Ergebnisse aus diesem Format transparent für einen Online-Dialog aufbereitet und auch für eine breite (Fach -)Öffentlichkeit verständlich kommuniziert werden konnten. Das hatte zur Folge, dass die zweite Beteiligungsphase zeitlich später im Mai 2023 gestartet ist. Zudem hat die Projektgruppe die Formatauswahl für die zweite Beteiligungsphase angepasst. Da die Projektgruppe im Verlauf des Prozesses einen größeren Fokus auf die Bedürfnisse der Zielgruppe der (Berufs -)Schüler*innen legen wollte und diese in der ersten Beteiligungsphase (Zukunftswerkstatt) unterrepräsentiert war, hat sich die Projektgruppe entschieden, anstelle einer großen Veranstaltung für eine Fachöffentlichkeit, einen Workshop mit der Zielgruppe Berufsschüler*innen durchzuführen. Vertreter*innen der Schullandschaft, also Vertreter*innen von Fachleuten, haben sich bereits im Beteiligungsformat Zukunftswerkstatt in der 1. Phase des Prozesses umfangreich be teiligen können. Zudem hatten diese in der 2. Phase die Möglichkeit, sich über einen Online -Dialog zu beteiligen. Zusätzlich zum Workshopformat für die Zielgruppe Berufsschüler*innen hat die Projektgruppe das Format Online -Dialog um ein Modul ergänzt, welc hes gezielt die 6 Bedürfnisse von jungen Menschen, also von aktuellen und zukünftigen Berufsschüler*innen, abgefragt hat. 7 Erarbeitung eines konkreten und zugleich flexiblen Schulentwicklungsplans mit einem Zukunftsbild, konkreten Handlungsfeldern und Maßn ahmen sowie eindeutigen Indikatoren zur Erfolgsmessung In einer ersten Beteiligungsphase wurde im Mai und Juni 2022 mit circa 15 Vertreter*innen ausgewählter Perspektiven der Berufskolleglandschaft in Köln in einer zweitägigen Zukunftswerkstatt sowohl ei n Entwurf zu einem Zukunftsbild der Kölner Berufskollegs erarbeitet als auch erste konkrete Handlungsfelder identifiziert und erste Maßnahmen priorisiert. Abbildung 2 Zukunftsbild Berufskollegs in Köln Abbildung 3 Handlungsfelder 8 An der zweitägigen Zukunftswerkstatt haben unter anderem Vertreter*innen folgender Perspektiven teilgenommen: Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Amt für Schulentwicklung – Grundsatzangelegenheiten Amt für Schulentwicklung – Schulbau und –betreuung Amt für Schulentwicklung – Bildungsberatung Amt für Schulentwicklung – Campus Amt für Schulentwicklung – Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf Amt für Kinder, Jugend und Familie – Jugendberufshilfe Berufskollegleitungen Bezirksregierung Köln Bezirksschüler*innenvertretung Die Projektgruppe hat flexibel auf das Interesse der Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer zu Köln reagiert, sodass diese zusätzlich am zwei ten Tag der Zukunftswerkstatt teilgenommen haben. Neben dem Zukunftsbild und den Handlungsfeldern wurden erste Maßnahmen herausgearbeitet. Diese wurden durch die Projektgruppe im Nachgang weiter geschärft. Eindeutige Indikatoren zur Erfolgsmessung wurden nicht erarbeitet. Die relevanten Akteur*innen aus der Kölner Schullandschaft sollen ihre Bedürfnisse im Plan wiederfinden, diesen mittragen und an der erfolgreichen Umsetzung des Schulentwicklungsplans mitwirken Wie oben beschrieben, haben die relevant en Akteur*innen aus der Kölner Schullandschaft an der Erarbeitung des Zukunftsbildes, der Handlungsfelder sowie der zugehörigen Maßnahmen aktiv mitgewirkt. Auf diese Weise konnten sie sicherstellen, dass sich ihre Bedürfnisse im Plan wiederfinden. In der zweitägigen Zukunftswerkstatt ist ein Prototyp entstanden, den alle Teilnehmenden mittragen. Zu diesem Prototypen konnten weitere relevante Akteur*innen sowie die interessierte Fachöffentlichkeit während einer Online -Beteiligung im Mai 2023 auf dem Beteiligungsportal www.meinungfuer.koeln Feedback geben (siehe auch https://meinungfuer.koeln/zukunft-koelner-berufskollegs). Wichtig war der Projektgruppe, nach der vor allem fachlich geprägten zweitägigen Zukunftswerkstatt und während der Feedbackphase zum Prototypen, ganz bewusst die Perspektive der Berufsschüler*innen aktiv einzuholen. Dazu hat sie ebenfalls im Mai 2023 zwei Formate durchgeführt: 1. Einen Workshop mit Schüler*innenvertretungen der Berufskollegs 2. Ein Modul im Rahmen der Online-Beteiligung „Zukunft der Kölner Berufskollegs aus Sicht junger Menschen“ 9 Die Ergebnisse der beiden genannten Beteiligungsformate für Schüler*innen der Berufskollegs sind auf dem Beteiligungsportal veröffentlicht (siehe https://meinungfuer.koeln/sites/default/files/files/zukunft-der-kolner-berufskollegs- workshop-mit-schulervertreterinnen-aus-berufskollegs.pdf bzw. https://meinungfuer.koeln/sites/default/files/files/240119_auswertung- offentlichkeitsbeteiligung-berufskollegs_bfrei.pdf, S. 72-74). Hinsichtlich der Mitwirkung an der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen befindet sich die Projektgruppe in weiteren Gesprächen mit den relevanten Akteur*innen. Erarbeitung des Schulentwicklungsplans der Kölner Berufskollegs als offener und transparenter Prozess Mit der Durchführung der zweitägigen Zukunftswerkstatt, an welcher die relevanten Akteur*innen aus der Berufskolleglandschaft teilgenommen haben, ist ein festes Netzwerk von Multiplikator*innen entstanden, welches über den weiteren Verla uf fortlaufend informiert wird. Die Multiplikator*innen tragen die notwendigen Informationen zudem weiter in ihre Netzwerke. Dadurch, dass die Mitglieder dieses Netzwerks über zwei Tage intensiv miteinander gearbeitet haben, ihre Positionen selbst miteinander aushandeln mussten, und einen Prototypen für ein Zukunftsbild, Handlungsfelder und Maßnahmen gemeinsam erarbeitet haben, ist Vertrauen zueinander entstanden. Dies ist ein großer Vorteil für die weitere Erarbeitung der Schulentwicklungsplanung für die Kölner Berufskollegs. 10 Schlussfolgerungen Im Anschluss an die Öffentlichkeitsbeteiligung fand eine Retrospektive zum Verfahren statt. Dazu hat die Projektgruppe den Prozess kritisch geprüft sowie gemeinsam beurteilt, inwiefern die einzelnen Methoden und Formate zur Zielerreichung beigetragen haben und inwiefern die vorab bestimmten Zielgruppen erreicht werden konnten. Außerdem hat die P rojektgruppe weitere „Lessons Learned“ zusammengetragen. Nutzen der Methoden Die gemeinsame Erarbeitung de s Prototypen für ein Zukunftsbild, Handlungsfelder und Maßnahmen mit allen relevanten Akteur*innen in einer zweitägigen Zukunftswerkstatt wird durch weg positiv bewertet. So konnten von Beginn an alle wichtigen Akteur*innen erreicht und mitgenommen werden. Zudem konnte diesen der Prozess für die Erarbeitung der Schulentwicklungsplanung für die Kölner Berufskollegs transparent vermittelt werden. Darüber hinaus haben die Akteur*innen ein Netzwerk für zukünftige Aktivitäten gewonnen, in welchem sie weiter vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Schließlich fungieren die Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt im Prozess weiter als wichtige Multiplikator*innen. Auch die anschließende Online -Beteiligung beurteilt die Projektgruppe als grundsätzlich zielführend. Eine Online-Beteiligung zeichnet vor allem aus, dass sie mit relativ geringem Ressourcenaufwand umgesetzt werden kann und eine hohe Anzahl an Personen erreicht werden kann. Interessierte haben die Möglichkeit, sich zeit- und ortsunabhängig zu beteiligen. Positiv zu bewerten ist, dass mit der Online -Beteiligung viele Interessierte erreicht werden konnten. Viele neue Erkenntnisse für die weitere Arbeit hat die Projektgruppe allerdings nicht gewinnen können. Die Online -Beteiligung sollte vor allem Fachexpert*innen ermöglichen, d ie bereits gestellten Überlegungen aus der Zukunftswerkstatt zu überprüfen und zu ergänzen. Daher kann es auch eine Erkenntnis aus den Rückmeldungen der Online-Beteiligung sein, dass die Überlegungen und der Prototyp aus der Zukunftswerkstatt, an de nen bereits viele unterschiedliche Perspektiven aus der Kölner Berufskolleglandschaft gearbeitet haben, bereits umfassend und breit tragbar sind. Zufrieden ist die Projektgruppe zudem mit der Entscheidung, im laufenden Prozess zusätzlich ein Beteiligungsformat für die Zielgruppe Schüler*innen an Berufskollegs durchgeführt zu haben. Daraus konnte die Projektgruppe wichtige Erkenntnisse, nicht allein für die weitere Erarbeitung der Schulentwicklungsplanung für die Kölner Berufskollegs, sondern auch hinsichtlich der Partizipation von Berufsschüler*innen, ziehen. Das innovative und zielgruppengerechte Format erlangt über den unmittelbaren Erkenntnisgewinn für die Schulentwicklungspl anung hinaus eine grundsätzliche Bedeutung für das Bestreben nach strukturell angelegter Beteiligung von andressierten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Köln. Auch aus Sicht der teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellt frühzei tige und regelmäßige Zielgruppen - und somit Expert*innenbeteiligung einen wichtigen Gelingensfaktor in der Bildungsplanung vor Ort dar. Dies betrifft zum einen die 11 Beteiligung in übergeordneten Planungsprozessen. Zum anderen und im besonderen Maße auch in Schule verankerte Beteiligungsformate in Bezug auf räumliche und inhaltlich-konzeptionelle Aspekte von Schule. Auch die Frage nach konkreten Beteiligungsmöglichkeiten in den Berufskollegs war naturgemäß ein wichtiger Aspekt für die entsandten Schüler*innenvertretungen im Rahmen des Workshops. Kommunikation Mit den gewählten Kommunikationsmaßnahmen (vgl. Abbildung 1: Der Beteiligungsprozess, S. 5) konnten die relevanten Zielgruppen erreicht werden. In Richtung Teilnehmende der zweitägigen Zukunftswerkstatt hätte gleichzeitig noch klarer kommuniziert werden können, dass diese nach Möglichkeit Verantwortung für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen tragen sollen. Hierbei hätte sicher eine Vereinbarung bzw. Selbstverpflichtung direkt zu Beginn des Prozesses geholfen. Zudem hätten die Teilnehmenden aus der zweitägigen Zukunftswerkstatt noch stärker dafür gewonnen werden können, in ihre Netzwerke zu kommunizieren und diese zur Online-Beteiligung zu aktivieren. Fazit Das gemeinsame Erarbeiten eines Zukunftsbilds, Handlungsfeldern und Maßnahmen mit relevanten Akteur*innen aus der Berufskolleglandschaft in einer zweitägigen Zukunftswerkstatt war erfolgreich und bringt einen nachhaltigen Nutzen für den weiteren Prozess. Die Zielgruppe der Berufskollegschüler*innen ist durch ein eigenes Format einbezogen worden. Während die Zukunftsw erkstatt fachlich anspruchsvoll und primär für Fachleute gedacht war , konnten die jungen Menschen in einem eigenen Workshopformat Rückmeldung an die Verwaltung geben. Die Online-Beteiligung war vor allem interessant für eine Fachöffentlichkeit . Das Thema Zukunft der Kölner Berufskollegs ist vorwiegend für die Zielgruppen, die aktuell an einem Berufskolleg lernen und arbeiten, oder dies in absehbarer Zukunft vorhaben, relevant. Zudem ist d as Thema für die Zielgruppen interessant, die in ihrer Arbeit Berührungspunkte zu Berufskollegs haben. Die Teilnahme an der Online-Beteiligung war anspruchsvoll. Sie bestand aus mehreren Modulen. Vor allem zur Beteiligung auf Ebene der Handlungsfelder und Maßnahmen, wurden auf dem Beteiligungsportal Informationen zu den bereits erarbeiteten Maßnahmen z ur Verfügung gestellt, die insbesondere für die genannten Zielgruppen mit Berührungspunkten zum Berufskolleg von Interesse waren. Hier kon nte spezifisch Rückmeldung gegeben werden. Zum Modul Zukunftsbild und Leitziele konnten sowohl die genannten Zielgruppen als auch weitere am Thema Interessierte, relativ niedrigschwellig, d. h. ohne oder mit wenig Fachkenntnissen, eine Rückmeldung geben. Ggf. sollte für zukünftige ähnliche Projekte ein alternatives Format angeboten werden bzw. eine Online-Beteiligung nach Möglichkeit niedrigschwelliger ausgestaltet werden. 12 Die beteiligten Akteur*innen aus der zweitägigen Zukunftswerkstatt hätten durch die Projektgruppe noch stärker in die Verantwortung genommen werden können, Rückmeldungen aus ihren Netzwerken einzubringen bzw. die eigenen Netzwerke für die Beteiligung zu gewinnen. Die Herausforderung im weiteren Prozess wird nun sein, die beteiligten Akteur*innen weiter zu gewinnen, als Unterstützer*innen bzw. Verantwortliche bei der Umsetzung einzelner Maßnahmen. Auch f ür zukünftige Planungsprozesse im Bereich Schule und B ildung spiel t die systematische Beteiligung aller wichtigen Akteur*innen und g gf. auch der breiten Öffentlichkeit eine wichtige Rolle. Es ist aber unbedingt von Anfang an Planungssicherheit herzustellen, wie mit den Ergebnissen aus diesen Beteiligungsprozessen umgegangen wird. Zudem sind passend zum Prozess die genauen Rahmenbedingungen und notwendige Ressourcen vorab zu klären. 13 Ausblick Die Stabstelle Integrierte Jugendhilfe - und Schulentwicklungsplanung befindet sich aktuell mit den beteiligten Dienststellen in der Prüfung, welche der identifizierten Maßnahmen schnell und unkompliziert umgesetzt werden können. Die Projektgruppe wird alle wichtigen Akteur*innen aus dem Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung über den weiteren Verlauf informieren. Im Sinne verbindlicher Rückmeldung bedarf es insbesondere einer zielgruppengerechten Information für die im Prozess beteiligten Schüler*innenvertretungen. -
Anlage 4 Auswertung Öffentlichkeitsbeteiligung Berufskollegs
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Die Zukunft der Kölner Berufskollegs Auswertung des Online-Dialogs vom 8. bis zum 21. Mai 2023 IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Inhaltsverzeichnis IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 2 a Seite Schulentwicklungsplanung für die Kölner Berufskollegs 3 Überblick 5 Auswertung Zukunftsbild und Leitziele 7 Auswertung Handlungsfelder und Maßnahmen 13 Auswertung Jugendbeteiligung 72 Hinweise zur Auswertung 75 Schulentwicklungs- planung für die Kölner Berufskollegs 22.11.2023 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 3 Schulentwicklungsplanung für die Kölner Berufskollegs Dezernat für Bildung, Jugend und Sport, 27.11.2023 Phase 1: Zukunftswerkstatt Phase 2a: Onlinedialog Phase 2b: Workshop mit Schüler*innenvertretungen der Berufskollegs Phase 3: Die politische Beratung 2022 Mai 2023 Mai 2023 Frühjahr 2024 Nächster Schritt: • Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses werden in einen Bericht zusammengefasst und im Frühjahr 2024 im Ausschuss für Schule und Weiterbildung beraten Beteiligungsverfahren 4 Überblick 22.11.2023 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 5 Überblick Zeitraum des Online-Dialogs: 8.–21. Mai 2023 Anzahl der Rückmeldungen insgesamt: 280 (in drei Formaten) Die meisten Rückmeldungen gab es im Modul Zukunftsbild und Leitziele – hier gewinnen wir wichtige Erkenntnisse: Je nach Personenkreis waren andere Leitziele wichtig Die beiden Leitzielen „Als Kölner Berufskolleglandschaft sind wir Chancengeber und leisten einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit“ und „Als Kölner Berufskolleglandschaft sind wir Brückenbauer für die berufliche Zukunft“ bekamen am meisten Zuspruch Zum Modul Handlungsfelder und Maßnahmen gab es auch einige Rückmeldungen – allerdings verteilen sich diese auf die einzelnen Handlungsfelder und Maßnahmen, sodass wir hier keine neuen Erkenntnisse haben An allen Modulen haben sich Schüler*innen aus den Berufskollegs beteiligt Auswertung Zukunftsbild und Leitziele 22.11.2023 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 7 Auswertung Zukunftsbild und Leitziele IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 8 Berufsschüler*innen 30% Betriebe, Innungen und Kammern 19% Interessierte 7% Keine Angabe 2% Politik 4% Schüler*innen anderer Schulformen 7% Schulpersonal 24% Verwaltung 5% Wirtschaft 2% Rückmeldungen insgesamt: 159 Berufsschüler*innen 47 Schulpersonal 38 Betriebe, Innungen und Kammern 30 Interessierte 12 Schüler*innen anderer Schulformen 11 Verwaltung 8 Politik 6 Keine Angabe 4 Wirtschaft 3 Auswertung Zukunftsbild und Leitziele IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 9 Als Kölner Berufskolleglandschaft… ...sind wir Chancengeber und leisten einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. 63 positive Bewertungen .…sind wir Brückenbauer für die berufliche Zukunft. 57 positive Bewertungen …bieten wir eine Ausbildung am Puls der Zeit. 39 positive Bewertungen ... sind wir Orte für Talent- und Potenzialentwicklung. 34 positive Bewertungen ... sind wir Rückgrat der Kölner Wirtschaft. 31 positive Bewertungen ...bieten wir ungeahnte Bildungsmöglichkeiten für alle. 30 positive Bewertungen Anzahl von ...sind wir Chancengeber und leisten einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. 25% Anzahl von ...bieten wir eine Ausbildung am Puls der Zeit. 15% Anzahl von ... sind wir Orte für Talent- und Potenzialentwicklung. 13% Anzahl von ... sind wir Rückgrat der Kölner Wirtschaft. 12% Anzahl von ...bieten wir ungeahnte Bildungsmöglichkeit en für alle. 12% Anzahl von ...sind wir Brückenbauer für die berufliche Zukunft. 23% Auswertung Zukunftsbild und Leitziele IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 10 19 9 18 8 15 8 11 7 5 6 8 9 12 1 10 20 7 18 0 5 10 15 20 25 Berufsschüler*innen Betriebe, Innungen und Kammern Schulpersonal Anzahl von ...sind wir Chancengeber und leisten einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. Anzahl von ...bieten wir eine Ausbildung am Puls der Zeit. Anzahl von ... sind wir Orte für Talent- und Potenzialentwicklung. Anzahl von ... sind wir Rückgrat der Kölner Wirtschaft. Anzahl von ...bieten wir ungeahnte Bildungsmöglichkeiten für alle. Anzahl von ...sind wir Brückenbauer für die berufliche Zukunft. Die Rückmeldungen zu den Leitzielen variieren je nach Personenkreis: Berufschüler*innen und Schulpersonal stellen ähnliche Anforderungen an ein Leitziel Auswertung Zukunftsbild und Leitziele IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 11 Die Rückmeldungen zu den Leitzielen variieren je nach Personenkreis: Die Rückmeldungen der anderen Perspektiven zeigen keine eindeutige Tendenz hinsichtlich ihrer Anforderungen an ein Leitziel 3 4 4 5 11 3 3 1 5 2 2 22 2 2 1 11 1 3 2 5 1 1 2 3 0 1 2 3 4 5 6 Interessierte Keine Angabe Politik Schüler*innen anderer Schulformen Verwaltung Wirtschaft Anzahl von ...sind wir Chancengeber und leisten einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. Anzahl von ...bieten wir eine Ausbildung am Puls der Zeit. Anzahl von ... sind wir Orte für Talent- und Potenzialentwicklung. Anzahl von ... sind wir Rückgrat der Kölner Wirtschaft. Anzahl von ...bieten wir ungeahnte Bildungsmöglichkeiten für alle. Anzahl von ...sind wir Brückenbauer für die berufliche Zukunft. Auswertung Zukunftsbild und Leitziele IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 12 Welche Leitziele wurden in der Beteiligung ergänzt: Als Kölner Berufskolleglandschaft… …können die Probleme (Fachkräftemangel, Energiewende, Digitalisierung etc.) von heute und morgen gelöst werden. …bieten wir den vielen Unternehmen in Köln wertvolle Unterstützung bei der Ausbildung ihrer Talente. …erstellen wir ein Netzwerk aus Unterstützungsangeboten für eine gelungene Integration. Auswertung Handlungsfelder und Maßnahmen 22.11.2023 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 13 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 14 Handlungsfeld 1: Marktfähige Bildungsgangplanung Rückmeldungen insgesamt: 21 Berufsschüler*innen 6 Betriebe, Innungen und Kammern 6 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 1 Schulpersonal 2 Verwaltung 3 Wirtschaft 1 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 15 Handlungsfeld 1: Marktfähige Bildungsgangplanung Maßnahme 1: Die Verwaltung plant Bildungsgänge gemeinsam mit den Kammern, der Bundesagentur für Arbeit und den Berufskollegs und berücksichtigt dabei die Anforderungen, die der Arbeitsmarkt an die berufliche Ausbildung stellt. Insgesamt 15 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 5 Betriebe, Innungen und Kammern 4 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 1 Schulpersonal 1 Verwaltung 1 Wirtschaft 1 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 16 Handlungsfeld 1: Marktfähige Bildungsgangplanung Maßnahme 1: Die Verwaltung plant Bildungsgänge gemeinsam mit den Kammern, der Bundesagentur für Arbeit und den Berufskollegs und berücksichtigt dabei die Anforderungen, die der Arbeitsmarkt an die berufliche Ausbildung stellt. Beiträge und Kommentare: • Betriebe sollten mit eingebunden werden • Schnelle Reaktionen auf Arbeitsmarktveränderungen • Altersstruktur an Berufskollegs erhöht sich, daher sollten mehr Bildungsgänge in Teilzeit angeboten werden Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 17 Handlungsfeld 1: Marktfähige Bildungsgangplanung Maßnahme 2: Die Verwaltung schafft Synergien, indem sie gemeinsam mit der Bezirksregierung, den Betrieben und den Berufskollegs neue schulische und duale Bildungsgänge in Voll- und Teilzeit fördert und gleichzeitig wenig gefragte Bildungsgänge flexibel gestaltet oder auslaufen lässt. Insgesamt 14 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 4 Betriebe, Innungen und Kammern 5 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 1 Schulpersonal 0 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 18 Handlungsfeld 1: Marktfähige Bildungsgangplanung Maßnahme 3: Die Verwaltung erhält ein breites Angebot von Ausbildungsplätzen, auch von sogenannten Nischenberufen. Das Angebot hängt von den Kosten und Nutzen ab. Insgesamt 7 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 0 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 19 Handlungsfeld 1: Marktfähige Bildungsgangplanung Maßnahme 4: Die Verwaltung erweitert das Angebot für Ausbildungsberufe für Menschen mit Behinderung. Insgesamt 8 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 1 Schulpersonal 0 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 20 Handlungsfeld 1: Marktfähige Bildungsgangplanung Maßnahme 4: Die Verwaltung erweitert das Angebot für Ausbildungsberufe für Menschen mit Behinderung. Beiträge und Kommentare: • Erweitertes Angebot für Menschen mit Flüchtlingshintergrund „Sprachförderung“ und Menschen mit Lerneinschränkungen • Barrierefreie Ausstattung des Unterrichts Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 21 Handlungsfeld 2: Chancengerechte Bildungsgangplanung Rückmeldungen insgesamt: 15 Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 3 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 4 Verwaltung 4 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 22 Handlungsfeld 2: Chancengerechte Bildungsgangplanung Maßnahme 1: Die Bildungsgänge werden jährlich anhand der Anmeldezahlen im Anmeldeverfahren durch Schüler-Online in Abstimmung mit der Schulentwicklungsplanung, den Berufskollegs und der Bildungsberatung geplant. Insgesamt 7 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 1 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 23 Handlungsfeld 2: Chancengerechte Bildungsgangplanung Maßnahme 2: Die Schüler*innenzahlen in Ausbildungsvorbereitungs- Klassen werden ausgewertet. Insgesamt 7 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 24 Handlungsfeld 2: Chancengerechte Bildungsgangplanung Maßnahme 3: Die (personelle) Kapazität von Beratungsangeboten im Übergang von Schule zum Beruf wird erweitert. Insgesamt 10 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 4 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 25 Handlungsfeld 2: Chancengerechte Bildungsgangplanung Maßnahme 4: Es werden vielfältige Bildungsgänge, die den Bedarfen junger Menschen gerecht werden, an den Berufskollegs geschaffen. Insgesamt 10 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 3 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 3 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 26 Handlungsfeld 2: Chancengerechte Bildungsgangplanung Maßnahme 5: Das Angebot an "Beruflichen Gymnasien" wird ausgebaut. Insgesamt 9 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 3 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 27 Handlungsfeld 2: Chancengerechte Bildungsgangplanung Maßnahme 6: Es wird eine Schüler*innenbefragung zum Bildungsangebot an Berufskollegs durchgeführt. Insgesamt 8 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 28 Handlungsfeld 2: Chancengerechte Bildungsgangplanung Maßnahme 6: Es wird eine Schüler*innenbefragung zum Bildungsangebot an Berufskollegs durchgeführt. Insgesamt 8 Zustimmungen Beiträge und Kommentare: • Eine verpflichtende Umfrage für abgehende Klassen Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 29 Handlungsfeld 3: Vernetzung und Synergien Rückmeldungen insgesamt: 11 Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 3 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 3 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 30 Handlungsfeld 3: Vernetzung und Synergien Maßnahme 1: Ein jährliches Austausch-Forum zwischen den abgebenden Schulen und den Berufskollegs wird eingerichtet. Ggf. werden mehrere Foren nach Regionen geschaffen mit den Schulen im Umkreis der einzelnen Berufskollegs. Insgesamt 10 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 3 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 31 Handlungsfeld 3: Vernetzung und Synergien Maßnahme 2: Die Zusammenarbeit zwischen den allgemeinbildenden Schulen und den Berufskollegs wird verstärkt (zum Beispiel in Form von Oberstufenkooperation). Insgesamt 9 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 3 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 32 Handlungsfeld 3: Vernetzung und Synergien Maßnahme 3: Es wird ein zentrales Informationsteam in der Bildungsberatung zu Bildungsgängen aller Berufskollegs für alle Schulen der Sekundarstufe I eingerichtet. Insgesamt 7 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 33 Handlungsfeld 3: Vernetzung und Synergien Maßnahme 4: Die Berufsorientierung in der Sekundarstufe I erfolgt gemeinsam mit externen Partner*innen. So wird die Qualität der Berufsorientierung gesteigert. Insgesamt 7 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 34 Handlungsfeld 3: Vernetzung und Synergien Maßnahme 5: Es wird ein Netzwerk "Schulentwicklungsplanung Berufskolleg" zum interkommunalen Austausch zwischen Planer*innen eingerichtet Insgesamt 4 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 0 Verwaltung 0 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 35 Handlungsfeld 4: Interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams Rückmeldungen insgesamt: 12 Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 3 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 4 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 36 Handlungsfeld 4: Interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams Beiträge und Kommentare: • Erweiterung der Kapazität an Schulpsychologie • Unterstützung bei der Therapieplatzsuche Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 37 Handlungsfeld 4: Interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams Maßnahme 1: Ein Konzept für interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams an Kölner Berufskollegs wird entwickelt. Insgesamt 8 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 1 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 38 Handlungsfeld 4: Interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams Maßnahme 1: Ein Konzept für interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams an Kölner Berufskollegs wird entwickelt. Beiträge und Kommentare: • Betriebe sollten mit eingebunden werden • Digitale Kontaktmöglichkeit zum Beratungspersonal und die Möglichkeit der Anonysierung Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 39 Handlungsfeld 4: Interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams Maßnahme 2: Fachräume für die interdisziplinären (Expert*innen-)Teams werden geschaffen und in die Raumkonzepte integriert. Insgesamt 7 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 3 Verwaltung 0 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 40 Handlungsfeld 4: Interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams Maßnahme 3: Beratungszentren an Kölner Berufskollegs werden konzeptioniert und etabliert. Insgesamt 4 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 0 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 0 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 41 Handlungsfeld 5: Öffentlichkeitsarbeit Rückmeldungen insgesamt: 12 Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 4 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 42 Handlungsfeld 5: Öffentlichkeitsarbeit Maßnahme 1: Eine Marketingkampagne mit Markenbildung für die Kölner Berufskollegs wird gestartet. Insgesamt 2 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 1 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 0 Verwaltung 0 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 43 Handlungsfeld 5: Öffentlichkeitsarbeit Maßnahme 2: Informationen zu "Wege in den Beruf" wird flächendeckend an allen Schulformen der Sekundarstufe I für Schüler*innen und Eltern angeboten. Insgesamt 6 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 0 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 44 Handlungsfeld 5: Öffentlichkeitsarbeit Maßnahme 2: Informationen zu "Wege in den Beruf" wird flächendeckend an allen Schulformen der Sekundarstufe I für Schüler*innen und Eltern angeboten. Beiträge und Kommentare: • Berufskolleglehrer*innen sollen in den abgebenden Schulen Informationen über die Möglichkeiten an einem Berufskolleg geben, auch an den Gymnasien Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 45 Handlungsfeld 5: Öffentlichkeitsarbeit Maßnahme 3: Zu den Bildungsgängen an den Berufskollegs wird eine Website sowie ein Flyer in einfacher Sprache beziehungsweise mehrsprachige Flyer angeboten. Insgesamt 8 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 46 Handlungsfeld 5: Öffentlichkeitsarbeit Maßnahme 4: Ein Multiplikator*innennetzwerk wird aufgebaut. Insgesamt 4 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 0 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 0 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 47 Handlungsfeld 5: Öffentlichkeitsarbeit Maßnahme 5: In der Politik wird das Bewusstsein für die Berufskollegs erhöht. Dazu wird jährlich ein Statusbericht in die politischen Gremien eingebracht. Insgesamt 10 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 4 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 48 Handlungsfeld 5: Öffentlichkeitsarbeit Maßnahme 5: In der Politik wird das Bewusstsein für die Berufskollegs erhöht. Dazu wird jährlich ein Statusbericht in die politischen Gremien eingebracht. Beiträge und Kommentare: • 1 x jährlich Tagung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung in einem Berufskolleg Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 49 Handlungsfeld 6: Kommunikation & Abstimmungsprozesse Rückmeldungen insgesamt: 10 Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 3 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 50 Handlungsfeld 6: Kommunikation & Abstimmungsprozesse Maßnahme 1: Kommunikationsstrukturen zwischen der Verwaltung, den Berufskollegs und den Betrieben und Kammern werden entwickelt. Insgesamt 7 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 0 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 51 Handlungsfeld 6: Kommunikation & Abstimmungsprozesse Maßnahme 2: Eine jährliche Verteilerkonferenz mit den Berufskollegs, der Verwaltung und der Bezirksregierung wird eingerichtet. Insgesamt 9 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 52 Handlungsfeld 6: Kommunikation & Abstimmungsprozesse Maßnahme 3: Die Abstimmungsprozesse mit allen Beteiligten sollen transparent dargestellt werden. Dazu wird eine Akteurslandschaftskarte erstellt. Insgesamt 9 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 3 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 53 Handlungsfeld 7: Organisation & Finanzen Rückmeldungen insgesamt: 10 Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 3 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 54 Handlungsfeld 7: Organisation & Finanzen Maßnahme 1: Das Campusmodell wird evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt. Insgesamt 5 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 1 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 0 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 55 Handlungsfeld 7: Organisation & Finanzen Maßnahme 1: Das Campusmodell wird evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt. Beiträge und Kommentare: • Model hat bisher keine Lösungen gebracht – hemmende Verwaltungsabläufe • Maßnahmen des Campus dauern zu lange – Prozesse müssen durch die Schule immer wieder angeschoben werden • Selbstvornahme von kleinen Reparaturen inkl. eines Budgets • Technisches Servicepersonal für die Wartung von Fachräumen Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 56 Handlungsfeld 7: Organisation & Finanzen Maßnahme 2: Die Verwaltung von Berufskollegs wird verschlankt. Dazu wird ein Arbeitskreis für die Weiterentwicklung des Campusmodells aufgestellt. Insgesamt 5 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 1 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 0 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 3 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 57 Handlungsfeld 7: Organisation & Finanzen Maßnahme 3: Die Berufskollegs sollen mehr selbstständiger handeln und entscheiden können. Dazu wird die Handlungs- und Entscheidungskompetenz der kaufmännischen Leitungen (Campus) erweitert. Insgesamt 6 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 1 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 1 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 3 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 58 Handlungsfeld 7: Organisation & Finanzen Maßnahme 4: Die Ausstattung der Berufskollegs soll zeitnah den technischen Fortschritt angepasst werden. Insgesamt 10 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 3 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 59 Handlungsfeld 7: Organisation & Finanzen Maßnahme 5: Für die Berufskollegleitungen sollen Prozesse und Beteiligte in der Verwaltung transparent sein. Dazu wird ein*e zentrale*r Ansprechpartner*in vor Ort geschaffen. Insgesamt 6 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 0 Wirtschaft 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 60 Handlungsfeld 7: Organisation & Finanzen Maßnahme 5: Für die Berufskollegleitungen sollen Prozesse und Beteiligte in der Verwaltung transparent sein. Dazu wird ein*e zentrale*r Ansprechpartner*in vor Ort geschaffen. Beiträge und Kommentare: • Wissensmanagement ist erforderlich, damit bei Neueinstellung das Wissen nicht verloren geht Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 61 Handlungsfeld 8: Schulbau Rückmeldungen insgesamt: 21 Berufsschüler*innen 4 Betriebe, Innungen und Kammern 3 Interessierte 6 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 5 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Keine Angabe 1 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 62 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 1: Musterraumprogramme für Berufskollegs werden entwickelt. Insgesamt 6 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Keine Angabe 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 63 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 1: Musterraumprogramme für Berufskollegs werden entwickelt. Beiträge und Kommentare: • Lehrkräfte sollen in die Erstellung mit einbezogen werden • Ein Verständnis für Qualität von Bildung ist wichtig • Neurodidaktische Umgestaltung von Lehrräumen in Bestandsbauten Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 64 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 2: Ein Raumkataster (Raumübersicht) der bestehenden Berufskollegs wird erstellt. Insgesamt 5 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 0 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 0 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Keine Angabe 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 65 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 3: Eine Übersicht über Sanierungsstände und -bedarfe mit den zugehörigen Zeiträumen zur Realisierung wird erstellt. Insgesamt 11 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 3 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 2 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Keine Angabe 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 66 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 4: Schulbaumaßnahmen der Berufskollegs werden stärker in die Schulbaumaßnahmenliste der Stadt Köln eingebunden. Insgesamt 9 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 2 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 3 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Keine Angabe 1 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 67 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 5: Berufskollegs werden für zukünftige Beschleunigungsmaßnahmen im Bereich Schulbau berücksichtigt. Insgesamt 10 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 2 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Keine Angabe 1 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 68 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 6: Schulgebäude für Berufskollegs werden klimaneutral gebaut. Insgesamt 12 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 6 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 1 Wirtschaft 0 Keine Angabe 0 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 69 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 6: Schulgebäude für Berufskollegs werden klimaneutral gebaut. Beiträge und Kommentare: • Reduzierung von Parkplätzen an Schulen, um Park-Such-Verkehr zu reduzieren Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 70 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 7: Die Verpflegung an den Berufskollegs (Mensa, Bistro oder ähnliches) wird den Bedürfnissen der Schüler*innen angepasst. Insgesamt 10 Zustimmungen Zustimmung nach Zielgruppe: Berufsschüler*innen 3 Betriebe, Innungen und Kammern 1 Interessierte 2 Schüler*innen anderer Schulformen 0 Schulpersonal 1 Verwaltung 2 Wirtschaft 0 Keine Angabe 1 Auswertung Maßnahmen und Handlungsfelder IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 71 Handlungsfeld 8: Schulbau Maßnahme 7: Die Verpflegung an den Berufskollegs (Mensa, Bistro oder ähnliches) wird den Bedürfnissen der Schüler*innen angepasst. Beiträge und Kommentare: • Förderung gesunder und bunter Lebensmittel Auswertung Jugendbeteiligung 22.11.2023 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 72 Auswertung Jugendbeteiligung IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 73 Fragestellung: Du konntest dir vorstellen, du bist Schulentwicklungsplaner*in bei der Stadt Köln und planst ein neues Berufskolleg. • Was wäre dir wichtig bei der Gestaltung (Räume, Schulgelände, Beratungsangebote und so weiter)? • Welche Beteiligungsmöglichkeiten wünschst du dir? • Was muss sich ändern? Insgesamt 9 Beiträge: • Mehr Personal für Schulsozialarbeit • Mehr Parkplätze für Berufskollegschüler*innen • Wunsch nach Digitalisierung: Verbesserung des W-Lan-Netzwerkes, Leihgeräte für Schüler*innen und funktionierende Hardware • Ein Fußballfeld • Unzumutbarer Zustand der Toiletten • Der Wunsch nach Fächern, die nicht im Lehrplan stehen und auf das Leben sowie seine Herausforderungen vorbereiten „Es gibt an der Schule gute Ausstattung: I-Pads, Elmo, Touchpanels.... Aber wenn das W-Lan nicht geht oder nicht bis in alle Gebäudeteile reicht, ist dies alles nicht nutzbar. Man weiß nie, ob es funktioniert....“ Auswertung Jugendbeteiligung - Zitate IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 74 „Berufsschüler in der dualen Ausbildung kommen nicht nur aus Köln, manche haben weite Anfahrtswege. Es muss an jeder Schule genug Parkplätze geben. BKs müssen ja nicht wie Grundschulen oder Gesamtschulen mitten in der Stadt liegen. Wir sind ja alt genug und können an den 2 Tagen auch außerhalb zur Schule gehen, dafür aber mit nem Parkplatz oder Parkhaus“ Hinweise zur Auswertung 22.11.2023 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 75 Hinweise zur Auswertung IV-2 Stabstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 76 Einige Antworten befassten sich mit Themen der inneren Schulangelegenheiten, für die das Land NRW zuständig ist. Darunter fallen: • Bildungsziele, Lehrpläne, Unterrichtsgestaltung • Anstellung von Lehrern Hierauf hat die Stadt Köln als Schulträger keinen Einfluss Kommentare und Beiträge zu inneren Schulangelegenheiten: • Lehrer*innenmangel/ Bessere Bezahlung von Lehrer*innen • Unterrichtsgestaltung sollte in Zusammenarbeit mit den Schüler*innen erfolgen • Neue Fächer, wie z.B. Ethik, Gestalten, Lebenskunde • Die Arbeit der Kammern kontrollieren/ stärkere Zusammenarbeit bei den Abschlussprüfungen • Späterer Start des täglichen Unterrichts -
Anlage 0 -Begründung Dringlichkeit
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Begründung der Dringlichkeit Die Verwaltung beabsichtigt, zeitnah in einem zweiten (und weiteren) Teil(en) einer Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs Maßnahmenideen weiter zu qualifizieren, zu priorisieren und bei gesicherter Finanzierung und personeller Ausstattung bedarfsgerecht umzusetzen. Mit einer Verschiebung in der Beratungskette würde die Legitimation für die Fortführung des Dialogs erst später vorliegen. Die weiteren Verfahrensschritte würden sich entsprechend verschieben. Die Verwaltung empfiehlt die Beratung in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung am 28.10.2024, um den Prozess zur Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs schnellstmöglich fortführen zu können. -
Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle IV/IV/2 Vorlagen-Nummer 2207/2024 Freigabedatum 17.10.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff 17 "Ausbildungs-Universitäten" für die Fachkräfte von morgen - Leitbild, Handlungsfelder und Maßnahmenideen für die Berufskolleglandschaft Köln 2035 - Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs Teil 1 Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln 1. beschließt, die in einem ausführlichen Beteiligungsprozess entwickelten Ergebnisse zu Leitbild, Handlungsfeldern und Maßnahmenideen als grundlegende Orientierung einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung der Kölner Berufskolleglandschaft. Die Stellung- nahme der städtischen Berufskollegs findet dabei Berücksichtigung. 2. beauftragt die Verwaltung, die Maßnahmenideen in einem zweiten Schritt weiter zu qua- lifizieren, zu priorisieren sowie konkrete Maßnahmen bei gesicherter Finanzierung und personeller Ausstattung abzuleiten. Diese Maßnahmenplanung soll in eine Schulent- wicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs Teil 2 münden und im ersten Halb- jahr 2025 in die politischen Gremien eingebracht werden. 3. beauftragt die Verwaltung, wenn sinnvoll und möglich weiterhin Beteiligungsformate für die notwendige kontinuierliche Schulentwicklungsplanung der städtischen Berufskollegs im Dialog zu realisieren. 4. begrüßt die Idee, dass im Ausschuss Schule und Weiterbildung mindestens jährlich der aktuelle Sachstand der Umsetzung im Rahmen der Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs erörtert wird und der Ausschuss Schule und Weiterbildung hierzu in einem Berufskolleg tagt. Ausschuss Schule und Weiterbildung 28.10.2024 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 04.11.2024 Finanzausschuss 12.11.2024 Rat 14.11.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen feiern in 2024 ihr 25-jähriges Bestehen. Die Berufskollegs bedienen die Schnittstelle zwischen Schule und Beruf. Sie wirken genau dort, wo die dringend benötigten Fachkräfte von morgen – wie etwa Erzieher*innen, Köch*innen, Tischler*innen oder Fachinformatiker*innen – ausgebildet werden. In einem Workshop mit Schülervertreter*innen städtischer Berufskollegs in 2023 betitelte eine Schülerin Berufskollegs – teils als Gegenwarts- , teils als Zukunftsbeschreibung – als „Ausbildungs-Universitäten“ und unterstrich damit den gleichen Stellenwert beruflicher und akademischer Bildung. In Köln sind insgesamt 17 städtische Berufskollegs (zuzüglich Berufskollegs in nicht-städtischer Trägerschaft) mit aktuell rund 35.000 Schüler*innen elementarer Bestandteil der Schul - und Bildungslandschaft (vergleiche auch Session 2036/2024 „Monitoring Berufskollegs - Zahlen, Daten, Fakten zu Berufskollegs in Köln“). Mit dem vorliegenden ersten Teil einer aktualisierten Schulentwicklungsplanung für die städti- schen Berufskollegs wird ein Zukunftsbild der Berufskolleglandschaft 2035 gezeichnet. In einem differenzierten, rund zweijährigen Beteiligungsprozess wurden mit einer Vielzahl an Akteuren ein Leitbild, Handlungsfelder und Maßnahmenideen erörtert und entwickelt, die als Zielperspek- tive bedarfsgerechter Weiterentwicklungen dienen sollen (siehe Anlage 1). Auf der Grundlage dieses roten Fadens beabsichtigt die Verwaltung, zeitnah in einem zweiten (und weiteren) Teil(en) einer Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs Maßnahmenideen weiter zu qualifizieren, zu priorisieren und bei gesicherter Finanzierung und personeller Aus- stattung bedarfsgerecht umzusetzen. Um das Erfordernis einer kontinuierlichen Planung und Diskussion erforderlicher Maßnahmen Rechnung zu tragen, schlägt die Verwaltung vor, den Ausschuss Schule und Weiterbildung mindestens einmal jährlich mit den Belangen der städti- schen Berufskollegs zu befassen und hierbei in Erwägung zu ziehen, jährlich eine Ausschuss- Sitzung in einem Berufskolleg abzuhalten. Die städtischen Berufskollegs wurden im Vorfeld auf der Grundlage einer Entwurfsfassung des vorliegenden Planungsberichtes um eine Stellungnahme gebeten (siehe Anlage 2). Darüber hinaus wurde mit dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung ein Abschlussbericht zur Sys- tematischen Öffentlichkeitsbeteiligung erstellt (siehe Anlage 3). Darin wird speziell die metho- dische Herangehensweise dieses partizipativen Prozesses beleuchtet. Anlagen Anlage 0 Begründung der Dringlichkeit Anlage 1 Schulentwicklungsplanung Berufskollegs Teil 1 3 Anlage 2 Stellungnahme Schulleitungs-AG BKs Anlage 3 Abschlussbericht Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung: Zukunft der Kölner Berufskollegs Anlage 4 Auswertung Öffentlichkeitsbeteiligung Berufskollegs (Die Anlagen 2-4 können im Ratsinformationssystem der Stadt Köln eigesehen werden). -
Anlage 2 - Stellungnahme Schulleitungs-AG BKs
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Stellungnahme zur Schulentwicklungsplanung der Stadt Köln aus Sicht der Schulleitungs-AG Die Schulentwicklungsplanung der Stadt Köln beinhaltet zahlreiche innovative Maßnahmen zur dringend notwendigen Verbesserung der Situation der beruflichen Bildung in Köln. Die Schulleitungs-AG begrüßt diese Initiativen, möchte jedoch auf mehrere entscheidenden Punkte hinweisen, die für die erfolgreiche Umsetzung der geplanten Maßnahmen unerlässlich sind. 1. Umsetzbarkeit der geplanten Maßnahmen Die geplanten Maßnahmen umfassen eine breite Palette von Projekten, darunter die Entwicklung von Musterraumprogrammen, die Erstellung eines Raumkatasters und die Einbindung der Berufskollegs in die Schulbaumaßnahmenliste der Stadt Köln. Diese Projekte sind ambitioniert und können einen signifikanten Beitrag zur Modernisierung der Berufskollegs leisten. Jedoch ist die Umsetzung dieser Maßnahmen ohne klare Priorisierung und systematische Planung nicht realistisch. Es bedarf eines strukturierten und verbindlichen Zeitplans (und geklärter Zuständig- und Verantwortlichkeiten), um die Umsetzung Schritt für Schritt zu gewährleisten. 2. Monetäre und personelle Ressourcen ÜbergangSchuleBeruf•SchülerInnenohneAbschluss•Berufsorientierung•Geflüchtete Studium 36.000 Schülerinnen und Schüler in Köln ca. 73%ca. 15% Tendenz steigendca. 12% Köln bleibt am Ball! –Fachkräftegewinnung für den Wirtschaftsstandort konkurrenzfähige Berufliche Bildung Berufsschule•dualeAusbildunginüber300Berufen•SchulischeBerufsausbildungen (FHR-optional) Abbrecher •zeitnahe und flexible Möglichkeiten, um sich der Dynamik und den Erfordernissen eines sich ständig weiterentwickelnden Wirtschaftsstandortes anzupassen –Fachkräftemangel•einen angemessenen IT-Support, damit vorhandene und notwendige Technik auch in Betrieb bleibt und einen kontinuierlichen und verlässlichen Einsatz finden kann.•eine schlanke und effektive Verwaltung, die es ermöglich, zeitnah und mit einem angemessenen Personaleinsatz notwendige Anschaffungen, Reparaturen etc. auf den Weg zu bringen (Verwaltung als lernendes System vom Ergebnis her gedacht).•eine Schulentwicklungsplanung mit konkreten realistischen Meilensteinen und Projekten, die Visionen im Blick behält und Politik, Wirtschaft und Verwaltung einbezieht und in die Verantwortung nimmt.•einen Stellenwert, der der Bedeutung dieser Schulform für den Wirtschaftsstandort, der Integration, der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunfsorientierunggerecht wird. Köln darf nicht abgehängt werden. 10.000Fachkräfte für den Wirtschaftsstandort Kölnpro Jahr !Absolventen VollzeitbildungsgängeallgemeinbildendeAbschlüssevomHauptschulabschlussbiszurallgemeinenHochschulreife–oftinVerbindungmitberuflichenQualifikationenundAbschlüssen Kampf um die Köpfe ! … durch Fachkräftebedarf … durch rückläufige demografische Entwicklung … durch Kommunen und Kreise um Köln herum, die in Gebäude und Ausstattung investieren …durch freie Berufsschulwahl …benötigt … … durch erschwerte Lehrkräftegewinnung Immer mehr Jugendliche ohne Schul-und Berufsab-schluss! Für die Durchführung der geplanten Maßnahmen sind erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen erforderlich. Die Entwicklung klimaneutraler Schulgebäude ist wünschenswert. Die Anpassung der technischen Ausstattung an den Standard der Betriebe in denen und für die die SchülerInnen ausgebildet werden, sind kostenintensive, kontinuierliche und zeitnah zu realisierende Projekte. Dafür müssen zusätzliche personelle Kapazitäten geschaUen werden, um die Verwaltung zu verschlanken Abläufe zu beschleunigen und den Handlungsspielraum der Schulleitungen zu erweitern. Ohne eine deutliche Aufstockung der zur Verfügung stehenden Mittel und personellen Ressourcen wird es nicht möglich sein, die Maßnahmen in angemessener Zeit umzusetzen. 3. Verbindlichkeit bei der Planung des Umsetzungsprozesses Ein weiterer kritischer Punkt ist die Verbindlichkeit bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen. Es ist unerlässlich, dass die Stadt Köln verbindliche Zusagen macht und konkrete Schritte zur Umsetzung festlegt. Dies betriUt insbesondere die langfristige Planung von Schulbaumaßnahmen und die regelmäßige Überprüfung des Fortschritts durch ein Monitoring-System. Nur durch eine klare und verbindliche Planung können die Ziele der Schulentwicklungsplanung erreicht werden. Planungshavarien wie für das Berufskolleg Porz, Ehrenfeld u.a. mit den entsprechenden wirtschaftlichen Folgend dürfen sich nicht wiederholen! 4. Aktuelle dringende Bedarfe Die Schulentwicklungsplanung adressiert leider nicht in ausreichendem Maße die zahlreichen aktuellen dringenden Bedarfe, die an unseren Berufskollegs bestehen. Der Zeitraum bis „2030+“ muss konkret mit Maßnahmen und Prozessen gefüllt werden. Viele unserer Gebäude benötigen dringend Sanierungen und Renovierungen, um einen sicheren und förderlichen Lernumfeld zu gewährleisten. Zudem gibt es einen gravierenden Mangel an IT-Support, der den digitalen Unterricht erheblich erschwert. EUiziente Verwaltungsabläufe sind ebenfalls nicht gegeben, was den täglichen Betrieb der Schulen stark beeinträchtigt. Diese Herausforderungen müssen parallel zu den langfristigen Entwicklungsmaßnahmen angegangen werden, um den aktuellen Bildungsbetrieb nicht zu gefährden. Neben den geplanten Maßnahmen der Schulentwicklungsplanung der Stadt Köln gibt es weitere wichtige Maßnahmen, die für eine zukunftsfähige Bildung im 21. Jahrhundert notwendig sind. Der Schulträger spielt hierbei eine zentrale Rolle, um diese Maßnahmen umzusetzen und die Berufskollegs als wesentliche Einrichtungen zur Fachkräftesicherung und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Köln zu unterstützen. Beispielhaft sei hier der weitere Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Bereitstellung und Wartung einer flächendeckenden, leistungsfähigen Breitband-Internetverbindung sowie die Sicherstellung der regelmäßigen technischen Wartung und Updates der IT-Infrastruktur genannt, insbesondere auch bei den berufsspezifischen Erfordernissen der gewerblichen Berufskollegs. Nur wenn auf die Technik verlässlich zugegriUen werden kann, kann diese einen Beitrag zu moderner beruflicher Bildung leisten à Stichwort „digitaler Hauusmeister“ Bedeutung der Berufskollegs für die Fachkräftesicherung und den Wirtschaftsstandort Köln Die Berufskollegs in Köln sind entscheidend für die Sicherung von Fachkräften und tragen maßgeblich zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Köln bei. Der Schulträger hat die Verantwortung, diese Bedeutung zu unterstützen und zu fördern. 1. Bereitstellung qualifizierter Fachkräfte: Die Berufskollegs bilden Fachkräfte aus, die für die lokale Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Der Schulträger muss sicherstellen, dass die Berufskollegs die notwendigen Ressourcen haben, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu bieten. Hier muss auch auf die Konkurrenzsituation mit den Kommunen im Umkreis hingewiesen werden, die durch Investitionen in die berufliche Bildung um die Fachkräfte konkurrieren. Die freie Berufsschulwahl ermöglicht Entscheidungsräume für junge Menschen und Betriebe. Es gibt einen nachweislichen Zusammenhang zwischen einem fehlenden Berufsschulangebot und dem Rückgang von Ausbildungsplätzen. 2. Förderung von Innovation und wirtschaftlicher Entwicklung: Durch praxisnahe Ausbildung und enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft fördern die Berufskollegs Innovation. Der Schulträger sollte diese Kooperationen aktiv unterstützen und entsprechende Rahmenbedingungen schaUen. 3. Stärkung der dualen Ausbildung: Die Berufskollegs sind ein zentraler Bestandteil des dualen Ausbildungssystems. Der Schulträger muss die Infrastruktur und organisatorische Unterstützung bereitstellen, damit dieses System eUektiv funktioniert. Dazu gehört auch die Gewinnung von Lehrkräften. In der aktuellen Ausstattungssituation ist es immer schwieriger Lehrpersonal zu finden, dass in weitaus besser ausgestatteten Berufskollegs im Umfeld von Köln ebenfalls Angebote hat. 4. Soziale Integration und Chancengleichheit: Die Berufskollegs bieten Jugendlichen aus verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen die Möglichkeit einer qualifizierten Ausbildung. Der Schulträger sollte Maßnahmen zur sozialen Integration und Chancengleichheit fördern und finanzieren. Berufskollegs sind für diese Zielgruppe der wichtigsten Player für den Übergang in eine Berufsausbildung geworden. Hier werden wichtige letzte Weichenstellungen ermöglicht, um Einmündungen in die sozialen Sicherungssysteme zu vermeiden. Fazit Die Schulleitungs-AG unterstützt die Ziele der Schulentwicklungsplanung der Stadt Köln. Jedoch appellieren wir an die Verantwortlichen, die Umsetzbarkeit der Maßnahmen durch ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen sicherzustellen und die Planungsprozesse verbindlich zu gestalten. Gleichzeitig müssen die aktuellen dringenden Bedarfe in Form von Gebäudesanierungen, verbessertem IT-Support und eUizienteren Verwaltungsabläufen umgehend angegangen werden, um die Qualität der beruflichen Bildung in Köln nachhaltig zu sichern. Unsere Berufskollegs müssen zukunftsfähig gemacht und ihre zentrale Rolle in der Fachkräftesicherung und wirtschaftlichen Entwicklung Kölns gestärkt werden. Eine moderne und praxisnahe Bildung ist der Schlüssel, um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden und den Wirtschaftsstandort Köln nachhaltig zu fördern. -
Anlage 1 - Schulentwicklungsplanung Berufskollegs Teil 1
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Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin 17 „Ausbildungs-Universitäten“ für die Fachkräfte von morgen Leitbild, Handlungsfelder und Maßnahmenideen für die Berufskolleglandschaft Köln 2030+ Ergebnisse des Beteiligungsprozesses – Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs Teil 1 Dezernat für Bildung, Jugend und Sport Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung und Amt für Schulentwicklung Köln, Juni 2024 1 Inhalt 1 Hintergrund und Zielsetzung der vorliegenden dialogischen Schulentwicklungsplanung 2 2 Dialogische Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs in Form eines Beteiligungsprozesses ................................ ................................ ................................ ........... 4 2.1 Durchführungs- und Ergebnisdarstellung der Zukunftswerkstatt (Phase 1) ............. 5 2.1.1 Zukunftsbild ................................ ................................ ................................ ...... 6 2.1.2 Handlungsfelder und Maßnahmenentwicklung ................................ ................. 7 2.2 Online-Dialog (Phase 2): Durchführung und Ergebnisse ................................ ........10 2.3 Durchführungs- und Ergebnisdarstellung der Jugendbeteiligung (Phase 2) ...........15 3 Maßnahmenideen – Ergebnis des Beteiligungsprozesses ................................ .............21 4 Ausblick auf das weitere Vorgehen ................................ ................................ ...............27 4.1 Kontinuierliche Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs im Dialog .................27 4.2 Umsetzungsstrategie Maßnahmenplanung ................................ ............................27 4.3 Erweiterung der Schulentwicklungsplanung Berufskollegs ................................ .....27 2 1 Hintergrund und Zielsetzung der vorliegenden dialogischen Schulentwicklungsplanung In Köln gibt es derzeit 17 städtische Berufskollegs, die den Erwerb beruflicher Qualifikationen und schulischer Abschlüsse zum Ziel haben. Neben der Schulentwicklungsplanung für die allgemeinbildenden Schulen, die in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben wird (zuletzt 2023), stellt auch die Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs einen wichtigen Teil der Kölner Bildungsplanung dar. Die Berufskollegs sind – was die Anzahl der Schüler*innen angeht – nach den Grundschulen die zweitgrößte Schulform in Köln. Zum Schuljahr 2023/24 werden 35.028 Schüler*innen an den 17 städtischen Berufskollegs unterrichtet. Das sind rd. 25% aller Schüler*innen an städtischen Schulen. Diese rund 35.000 Schüler*innen sind in über 300 verschiedene Bildungsgänge unterteilt. Zum Vergleich: Von den insgesamt 246 allgemeinbildenden Schulen (Stand 2023/24) in städtischer Trägerschaft sind 143 Grundschulen mit insgesamt 38.839 Schüler*innen. Sie stellen d ie größte Schulform in der Stadt Köln dar. Die Berufskollegs haben sich angesichts der Vielfalt und der rasanten Entwicklung neuer dualer Ausbildungsberufe oder Bildungsgänge zu autarken, eigenständigen Systemen entwickel t. Den Anforderungen der Etablierung moderner und zukunftsorientierter Bildungsgänge versucht die Schulverwaltung in ihrem Auftrag gerecht zu werden. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Komplexität des Themenfeldes bedarf es eines Dialogs von Berufskollegs, Schulverwaltung , Bezirksregierung und zentralen Berufsbildungsakteuren wie vor allem der Industrie - und Handelskammer und der Handwerkskammer. Das Berufskolleg umfasst nach § 22 Schul gesetz Nordrhein -Westfalen die Bildungsgänge der Berufsschule, der Berufsfachschule, der Fachoberschule und der Fachschule. Alle Bildungsgänge, die grundsätzlich an einem Berufskolleg in NRW angeboten werden können, haben eine formale Grundlage. Neben dem aktuellen Schulgesetz NRW ist dies insbesondere die Ausbildungs - und Prüfungsordnung Berufskolleg (APO-BK). Ein zentrales Merkmal des Berufskollegs ist die enge Verbindung von allgemeiner und beruflicher Bildung. Entsprechend verfolgt das Berufskolleg als übergreifendes Bildungsziel die Vermittlung einer „umfassenden beruflichen, gesellschaftlichen und personalen Handlungskompetenz sowie die Vorbereitung auf ein lebensbegleitendes Lernen“ (§ 1 APO-BK). „Die Bildungsgänge des Berufskollegs sind abschlussbezogen und führen in einem differenzierten Unterrichtssystem einzel- und doppeltqualifizierend zu berufli cher Bildung (berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Berufsabschlüsse und berufliche Weiterbildungsabschlüsse) und dem Erwerb der allgemeinbildenden Abschlüsse der Sekundarstufe II. Abschlüsse der Sekundarstufe I können nachgeholt werden“ (§ 1(2) APO-BK). 3 Gesellschaftlich kommt den Berufskollegs die besondere Rolle zu, die Fachkräfte von morgen auszubilden und damit den Wirtschaftsstandort Köln zu stärken. Sie sind gleichzeitig auch „Chancengeber“, denn im vollzeitschulischen Bereich oder in der Ausbildungsvorbereitung werden viele Schüler*innen aufgefangen, die ihre allgemeine Schulpflicht bereits erfüllt und die Schule teilweise ohne Abschluss verlassen haben. Darüber hinaus sind die Berufskollegs eng mit den bildungsrelevanten Akteuren und Zielen der regionalen Bildungslandschaft vernetzt, insbesondere mit den Betrieben und Unternehmen, den Kammern, den relevanten Gremien in den Kommunen, den Hochschulen sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren. Berufskollegs verfügen über die institutionelle und personelle Infrastruktur zur Verfolgung zentraler (berufs -) bildungspolitischer Ziele und sind damit wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Umsetzung bildungspolitischer Innovationen. Berufskollegs leisten einen enormen Beitrag zur Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft. Sie tragen maßgeblich dazu bei, den Bedarf der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes an qualifizierten Fachkräften zu decken und die Integration junger Menschen in Arbeit und Gesellschaft zu fördern. Durch die Möglichkeit, Bildungsabschlüsse nachzuholen und bis zur Hochschulreife zu erweitern, gleichen Berufskollegs Benachteiligungen wie soziale Herkunft, Geschlecht oder ethnische Zugehörigkeit aus. Dabei ste ht nicht nur der Erwerb beruflicher Qualifikationen im Vordergrund, sondern auch die Erweiterung der sozialen Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler. Um den Herausforderungen einer modernen Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs in Köln gerecht zu werden, hat die Verwaltung in den letzten zwei Jahren eine aktuelle und zukünftige Standortbestimmung im Rahmen eines breiten Beteiligungsprozesses durchgeführt. Der vorliegende Teil 1 der Schulentwicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs b efasst sich daher mit einem Leitbild für die „Berufskolleglandschaft Köln 2030+“, Handlungsfeldern und Maßnahmenideen als Ergebnisse dieses dialogischen Beteiligungsprozesses, der in Zusammenarbeit und starker Unterstützung durch das Büro für Öffentlichkeitsarbeit im Dezernat der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln erfolgt ist. Nachdem vorgehend zunächst der Hintergrund und die Zielsetzung der vorliegenden dialogischen Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs skizziert wurden, erfolgt in Kapitel 2 eine inhaltliche Beschreibung des Beteiligungsprozesses mit seinen verschiedenen Beteiligungsformate n, darunter Zukunftswerkstatt, Online -Dialog und Jugendbeteiligung. In der Zukunftswerkstatt sind Zukunftsbild, Handlungsfelder und Maßnahmenideen erarbeitet wor den. Im dritten Kapitel werden die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses in eine Maßnahmenplanung für die Berufskollegs überführt. Anschließend wird ein Ausblick auf den Umgang und die Umsetzungsstrategie mit den vorliegenden Ergebnissen der Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs gegeben. 4 2 Dialogische Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs in Form eines Beteiligungsprozesses Für die Neuauflage einer Schulentwicklungsplanung für die Berufskollegs und die Weiterentwicklung der Berufskolleg landschaft in Köln hat die Verwaltung einen Beteiligungsprozess initiiert, der zentrale Akteur*innen der beruflichen Bildung sowie die interessierte Fachöffentlichkeit einbezogen hat. Hierzu wurde im Vorfeld mit dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung ein Beteiligungskonzept erarbeitet und am 28.03.2022 vom Ausschuss für Schule und Weiterbildung beschlossen. Das anschließende Beteiligungsverfahren startete mit einer Zukunftswerkstatt (1. Beteiligungsphase), die an zwei Terminen im Mai 2022 und Juni 2022 stattfand. Im Mai 2023 startete die 2. Beteiligungsphase , in der die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung in Form eines Online-Dialogs der (Fach -)Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Durch den Online-Dialog auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln konnten die Ergebnisse um die Perspektive weiterer Akteure der beruflichen Bildung angereichert werden. Die Öffentlichkeitsbeteiligung war so angelegt, dass sich jede*r interessierte Bürger*in der Stadt Köln an dem Prozess beteiligen konnte. Neben der Veröffentlichung des Online -Dialogs fand im Mai 2023 ein Workshop mit Schülervertretungen der Berufskollegs statt. März 2022 Beteiligungskonzept im Ausschuss Schule und Weiterbildung beschlossen Mai/ Juni 2022 Phase 1 Zukunftswerkstatt Mai 2023 Phase 2 Online-Dialog Workshop mit Schülervertretungen der Berufskollegs Im Folgenden erfolgt eine detaillierte Darstellung der Durchführung und der Ergebnisse der beiden Beteiligungsphasen im Beteiligungsprozess zur Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs. Die Ergebnisse des gesamten Beteiligungsprozesses sind in die Maßnahmenplanung zur Weiterentwicklung der Berufskolleglandschaft eingeflossen. 5 2.1 Durchführungs- und Ergebnis darstellung der Zukunftswerkstatt (Phase 1) Der dialogische Beteiligung sprozess begann mit der Durchführung einer Zukunftswerkstatt mit zentralen Akteuren der berufli chen Bildung. Zu den Teilnehmenden gehörten neben Vertreter*innen der (Schul -)Verwaltung die gewählten Vertretungen der Schulleitungen der Berufskollegs, die Bezirksregierung Köln, die Industrie - und Handelskammer sowie die Handwerkskammer. Um die Perspektive der Schüler*innen einzubringen, wurde auch die Bezirksschülervertretung eingeladen. Für die Durchführung der Zukunftswerkstatt wurde in Zusammenarbeit mit de m Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung eine externe Beratung hinzugezogen. Für die Moderation der Zukunftswerkstatt wurde zusätzlich ein im „Design Thinking“ erfahrener Coach engagiert. Der Design Thinking -Ansatz soll zur Lösung von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die verschiedene Perspektiven einbeziehen. Der erste Teil der Zukunftswerkstatt, der am 11.05.2022 im Kreativraum des Stadthauses Deutz stattfand, sollte daher zunächst einen Blick in den Problemr aum werfen. Die Leitfragen für den Workshoptag lauteten: - Blick in die Vergangenheit: Woher kommen wir? - Blick in die Gegenwart: Welche Entwicklungen kommen auf uns zu? - Idealszenarien für die Zukunft entwerfen: Was wollen wir gemeinsam erreichen? Mit den Ergebnissen der ersten Zukunftswerkstatt im Mai 2022 wurden die Grundlagen geschaffen, um im nächsten Schritt in den Lösungsraum einzusteigen. Leitfragen für den Workshoptag waren - Konsensfindung: Welche Ziele werden von allen getragen? - Maßnahmen ableiten und planen: Was tun wir jetzt mit wem? Die zweite Zukunftswerkstatt, die im Juni 2022 stattfand, widmete sich daher der Entwicklung eines Zielbildes für die Berufskolleglandschaft 2030+. Im Anschluss an die Entwicklung eines Zielbildes wurden Handlungsfelder für die Weiterentwicklung der Berufskolleglandschaft identifiziert und im Rahmen der Handlungsfelder Maßnahmen abgeleitet. Im Folgenden werden die Ergebnisse der beiden Zukunftswerkstätten vorgestellt. 6 2.1.1 Zukunftsbild Für die Entwicklung eines Zukunftsbildes der Berufsschullandschaft 2030+ wurde zur visuellen Unterstützung ein Graphic Recorder zur Verfügung gestellt. Ein erster Entwurf wurde den Teilnehmenden vorgestellt und anschließend in Kleingruppen diskutiert. Die Ergebnisse wurden im Ple num vorgestellt, wobei die Metapher des Berufskollegs als Brücke von der allgemeinbildenden Schule in die berufliche Zukunft entstand. Aufgrund der vielfältigen Bildungsmöglichkeiten, die das Berufskolleg bietet, wurde die Brücke mit mehreren Ein - und Ausfahrten dargestellt. Die Wegbereiter*innen sind das Schulpersonal, hier dargestellt als Schülerlotsen oder Reparateure. Sie u nterstützen die Schüler*innen dabei, ihr Ziel, den Einstieg in die Berufswelt, zu erreichen. Die Pfeiler der Brücke sind die Betriebe, die Politik, die Verwaltung, die Bildungseinrichtungen sowie die Kammern und ähnliche Institutionen. Die Bezirksregierung als Schulaufsicht über die Berufskollegs wird als Leuchtturm dargestellt. Der Aspekt der Inklusion und Nachhaltigkeit wird durch die Fortbewegungsmittel der Schüler*innen abgebildet. Das Zusammenspiel aller dargestellten Akteure bildet den Rahmen, um erfo lgreiches Lernen und Ausbilden an Berufskollegs zu ermöglichen. Zukunftsbild inkl. Leitziele der Schulentwicklungsplanung Berufskollegs: Die in diesem Zusammenhang ermittelten Leitsätze unterstützen die visuelle Darstellung eines Zukunftsbildes der Berufskollegs. Als Kölner Berufskolleglandschaft sind wir… Rückgrat der Kölner Wirtschaft 7 ungeahnte Bildungsmöglichkeiten für alle Stätten der Talent- und Potentialentwicklung Brückenbauer für die berufliche Zukunft Ausbildung am Puls der Zeit Chancengeber und leisten einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit für alle. 2.1.2 Handlungsfelder und Maßnahmenentwicklung Die im Folgenden dargestellten acht Handlungsfelder für die Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs bzw. der Berufskolleglandschaft sind das Ergebnis der ersten Zukunftswerkstatt im Mai. Mit den Handlungsfeldern soll eine Zusammenfassung von Aufgabenkomplexe erfolgen, die die Berufskollegs betreffen. Innerhalb der Handlungsfelder können konkrete Maßnahmen identifiziert werden, die zur Problemlösung be itragen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Im Rahmen der Handlungsfelder hatten die Teilnehmenden der zweiten Zukunftswerkstatt im Juni daher die Möglichkeit, Maßnahmen zu definieren, die zur Förderung und Weiterentwicklung der Kölner Berufskollegs beitragen. Im Folgenden werden die acht Handlungsfelder dargestellt, in denen die Kommunalverwaltung mit den Kölner Berufskollegs interagiert. Diese bilden einen analytischen Rahmen für die Vielfalt der Aufgaben, die die Kommunalverwaltung betreffen. Zentrales Ziel der kommunalen Schulentwicklungsplanung ist die Sicherung des erforderlichen Schulraums und die Bereitstellung der Sachmittel (Einrichtung, Lehr- und Lernmittel) für ein pädagogisch leistungsfähiges Schulsystem . Die Gestaltung des Schulangeb ots ist Aufgabe des Schulträgers: Die erforderlichen Gebäude und Sachmittel müssen rechtzeitig für den Unterricht zur Verfügung stehen. Durch die Prognose der zukünftigen Bildungsgang- und Schülerzahlenentwicklung 8 sollen notwendige Investitionen und organi satorische Maßnahmen frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig Entwicklungsprozesse einleiten zu können, die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler Rechnung tragen. Eine Prognose der zukünftigen Schülerzahlen an den Kölner Berufskollegs kann nicht w ie bei den allgemeinbildenden Schulen durch die Auswertung von Bevölkerungsprognosen ermittelt werden, sondern ist ebenfalls das Ergebnis der Auswertung bildungsgangbezogener Daten. Grundlage der Schulentwicklungsplanung ist daher eine markt- und chancengerechte Bildungsgangplanung. Zur marktfähigen Bildungsgangplanung ( Handlungsfeld 1) gehört, das Angebot an dualen und schulischen Ausbildungsgängen an den Anforderungen des Marktes, d.h. der Kölner Wirtschaft, auszurichten. Bei der Einrichtung neuer innovativer Bildungsgänge ist die Verwaltung auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den Berufskollegs, den Kammern und der Bezirksregierung angewiesen. Im Handlungsfeld chancengerechte Bildungsgangplanung (2) geht es darum, die Bildungsgangplanung an den Bedürfnissen der Jugendlichen und jungen Menschen, die potenziell ein Berufskolleg besuchen, so zu gestalten, dass ein Ausgleich sozialer Benachteiligung erreicht wird. Dazu gehört ein bedarfsgerechtes Angebot an ausbildungsvorbereitenden Klassen und Bildungsgängen zum Nachholen und Erweitern von Schulabschlüssen. Für Jugendliche und junge Erwachsene sollen attraktive Bildungsgänge angeboten werden. Im Startchancen-Programm, das in einem ersten Schritt zum Schuljahr 2024/25 an den Start gehen wird, werden auch Berufskollegs einbezogen. Unter den ersten 31 Kölner Schulen, die ausgewählt wurden, befindet sich auch das Berufskolleg Ehrenfeld und das Berufskolleg Deutzer Freiheit. Das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen ist eine Schulform der Sekundarstufe II. Wie bereits dargestellt, vermittelt das Berufskolleg in einem differenzierten Unterrichtssystem in einfach und doppelt qualifizierenden Bildungsgängen berufliche Qualifikationen (berufliche Kenntnisse, berufliche Weiterbildung und berufliche Abschlüsse). Darüber hinaus können alle allgemeinbildenden Abschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zur Allgemeinen Hochschulreife erworben bzw. nachgeholt werden. Sie sind daher stärker als die allgemeinbildenden Schulen auf andere Einrichtungen und Institutionen angewiesen. Das Handlungsfeld Vernetzung & Synergien (3) bezieht sich auf die Zusammenarbeit der Berufskollegs mit anderen Akteuren der (beruflichen) Bildung. Dazu gehören Kooperationen zwischen einzelnen Berufskolle gs ebenso wie Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen beim Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II. Die Vernetzung der Berufskollegs mit (Ausbildungs -)Betrieben, Innungen und Kammern sowie die Öffnung der Berufskollegs in den Sozialraum stellen weitere wesentliche Elemente dar. Der Verwaltung kommt dabei eine steuernde Funktion zu. 9 Interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams (Handlungsfeld 4) sind in Form von multiprofessionellen Teams teilweise bereits an den Schulen eingesetzt. Aufgrund der spezifischen Herausforderungen, die an berufsbildenden Schulen zu bewältigen sind, wurde die Idee entwickelt, Multiprofessionalität zu erweitern, zu verstärken und interdisziplinäre Expert*innenteams zu installieren . Zu den interdisziplinären (Expert*innen-)Teams gehören neben den Lehrer*innen Schulsozialarbeiter*innen, Förderpädagog*innen, Erzieher*innen, Jugend- (berufs)hilfe und weitere Akteure vor Ort. Das Handlungsfeld Öffentlichkeitsarbeit (5) umfasst die Aufgabe, eine Lobby für die Beruf skollegs in Köln aufzubauen beziehungsweise diese zu stärken. Die Bekanntheit der Bildungsvielfalt und die Attraktivität der Bildungsgänge sollen erhöht werden, um eine größere Anzahl von jungen Menschen dazu zu bewegen, das Berufskolleg zu wählen. Ein Thema in diesem Handlungsfeld ist die Pressearbeit für die Berufskollegs weiter voranzutreiben, um sie in dem Bewusstsein der Öffentlichkeit präsenter zu machen. Im Rahmen des Handlungsfelds Kommunikation und Abstimmungsprozesse (6) werden die Vernetzung der Akteure der beruflichen Bildung, die einen Einfluss auf die positive Entwicklung der Berufskolleglandschaft ausüben, sowie die Etablierung geeigneter Abstimmungsformate thematisiert. Das Handlungsfeld Organisation & Finanzen (7) trägt dem Ziel Rechnung, für die Berufskollegs durch die notwendige Sicherung von Schulraum und Ausstattung die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen zu schaffen. Wesentlichen Aspekte dieses Handlungsfelds sind schnelle und unbürokratische Abstimmungen sowie der Umgang mit Schu lbudgets im Rahmen eines Campus-Modells. Der Campus stellt ein Betriebsmodell für ein selbstständiges Schulmanagement dar. Die hierfür notwendigen Entscheidungsprozesse zur kurz- und mittelfristigen Investitionsplanung finden im Rahmen der eigenverantwortl ichen und autonomen Ressourcenbewirtschaftung im jeweiligen Campus statt. Die kaufmännische Leitung ist neben den Schulleitungen Teil des Leitungsgremiums und zentrale Ansprechpartnerin für die am Betriebsmodell Beteiligten in Schule und Verwaltung. Das Ha ndlungsfeld umfasst daher auch den Bereich der Ausstattung sowie der Digitalisierung (IT). Das Handlungsfeld Schulbau (8) umfasst alle Neu - und Erweiterungsbauten der Kölner Berufskollegs. Auch Gebäudesanierungen und Gebäudeplanungen sowie Raumkonzepte und Musterraumprogramme sind diesem Handlungsfeld zuzuordnen. Die Stadt Köln als Schulträger muss sicherstellen, dass die Berufskollegs über eine angemessene Ausstattung und ausreichende Räumlichkeiten verfügen, um den Bildungsplan entsprechend umsetzen zu können. 10 Innerhalb der Handlungsfelder wurden Maßnahmenideen definiert, die Lösungen für Herausforderungen der Berufskollegs bereithalten sollen. Eine detaillierte Darstellung der Maßnahmenplanungen findet sich im Kapitel 3 „Maßnahmenplanung als Ergebnis des Beteiligungsverfahrens “. Hier sind die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt (1. Beteiligungsphase), des Online-Dialogs und der Jugendbeteiligung (Beteiligungsphase 2) eingeflossen. 2.2 Online-Dialog (Phase 2): Durchführung und Ergebnisse Die Ergebnisse der ersten Phase der Beteiligung (Zukunftswerkstatt) wurden in Form eines Online-Dialogs vom 8. bis 21. Mai 2023 auf das Beteiligungsportal der Stadt Köln (https://meinungfuer.koeln/zukunft-koelner-berufskollegs) übertragen. Die Beteiligung im Online-Dialog hob auf das Zukunftsbild und die Leitziele der Kölner Berufskollegs sowie Handlungsfelder und Maßnahmen für die Weiterentwicklung der Berufskolleglandschaft ab. Zusätzlich wurde ein eigenes Modul für Jugendliche und junge Erwachsene angelegt. Auf der Beteilig ungsplattform bestand die Möglichkeit , sich bestimmten Personenkreisen zuzuordnen. Mögliche Auswahlmöglichkeiten waren „Berufsschüler*innen“, „Schulpersonal“, „Betriebe, Innungen und Kammern“, „Interessierte“, „Schüler*innen anderer Schulformen“, „Verwaltu ng“, „Politik“, „Wirtschaft“ und „keine Angabe“. Insgesamt wurden 280 Rückmeldungen gegeben, davon 159 im Modul „Zukunftsbild und Leitziele“, 112 Rückmeldungen im Modul „Handlungsfelder und Maßnahmen“ und neun Rückmeldungen im Modul „Jugendbeteiligung“. Auswertung des Moduls Zukunftsbild und Leitziele Das Modul „Zukunftsbild und Leitziel“ verzeichnete mit insgesamt 159 Rückmeldungen die höchste Anzahl an Reaktionen. 11 Die meisten positiven Bewertungen hatten die Leitziele „Als Kölner Berufskolleglandschaft... …sind wir Chancengeber und leisten einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. …sind wir Brückenbauer für die berufliche Zukunft.“ Die Rückmeldungen zu den Leitzielen varii erten je nach Personenkreis. Bei einer Gegenüberstellung der Rückmeldungen von Berufsschüler*innen und Schulpersonal konnten ähnliche Anforderungen an ein Leitziel festgestellt werden. Sie präferierten die beiden bereits dargestellten Leitziele. Bei einer Betrachtung der Rückmeldungen der übrigen Personenkreise zeigten sich keine eindeutigen Tendenzen hinsichtlich ihrer Anforderungen an ein Leitziel. Des Weiteren wurde die Option genutzt, die Leitziele zu ergänzen. Diese lauteten wie folgt: „Als Kölner Berufskolleglandschaft... …können Probleme (Fachkräftemangel, Energiewende, Digitalisierung , etc.) von heute und morgen gelöst werden. …bieten wir den vielen Unternehmen in Köln wertvolle Unterstützung bei der Ausbildung ihrer Talente. …bieten wir ein Netzwerk aus Unterstützungsangeboten für eine gelingende Integration.“ Auswertung des Moduls Handlungsfelder und Maßnahmen Im Rahmen der Evaluation des Moduls „Handlungsfelder und Maßnahmen“ wurden insgesamt 110 Rückmeldungen abgegeben. Eine detaillierte Darstellung der 12 Beteiligung in den einzelnen Maßnahmen und Handlungsfeldern kann dem 76-seitigen Anhang „Auswertung Öffentlichkeitsbeteiligung Berufskollegs“ entnommen werden. Im Folgenden soll daher lediglich Bezug auf ergänzende Beiträge und Kommentare in den Handlungsfeldern und Maßnahmen genommen werden. Im Handlungsfeld 1 „Marktfähige Bildungsgangplanung“ wurde die Maßnahme 4 „Die Verwaltung erweitert das Angebot für Ausbildungsberufe für Menschen mit Behinderung“ kommentiert. Zusätzlich zur Erweiterung des Ausbildungsangebots für Menschen mit Behinderung wurde ein erweitertes Angebot für zugewanderte oder geflüchtete Menschen in Form von „Sprachförderung“ und Menschen mit Lerneinschränkungen gefordert. In diesem K ontext ist zu erwähnen, dass die Berufskollegs einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung der Schulpflicht von zugewanderten und geflüchteten Jugendlichen leisten, indem sie Vorbereitungsklassen mit Sprachförderung anbieten. Ein weiterer Kommentar fordert die barrierefreie Ausstattung von Schulgebäuden und Unterrichtsräumen. Im Handlungsfeld 2 „Chancengerechte Bildungsgangplanung“ wurde die Maßnahme 6 „Es wird eine Schüler*innenbefragung zum Bildungsangebot an Berufskollegs durchgeführt“ um den Beitrag ergänzt, dass eine verpflichtende Umfrage für abgehende Klassen durchgeführt werden sollte. Im Rahmen des Handlungsfelds 4 „ Interdisziplinäre (Experten -)Teams“ wurden auch allgemeine Beiträge ohne Bezugnahme auf eine Maßnahme verfasst. Die Kommentare bezogen sich auf die Erweiterung der Kapazität an Schulpsychologie sowie die Unterstützung bei der Therapiesuche. Des Weiteren wurde Bezug auf die Maßnahme 1 „ Ein Konzept für interdisziplinäre (Experten -)Teams an Kölner Berufskollegs wird entwickelt“ genommen. Bei der Konzeptionierung sollte eine Einbindung der Betriebe erfolgen. Im Rahmen der Konzeptentwicklung ist zu berücksichtigen, dass eine digitale Kontaktmöglichkeit zum Beratungspersonal sowie die Möglichkeit der Anonymisierung gewährleistet wird. Im Handlungsfeld „Öffentlichkeitsarbeit“ wurden Beiträge und Kommentare zu zwei Maßnahmen erfasst. Die Maßnahme 2 „ Informationen zu ,Wege in den Beruf‘ wird flächendeckend an allen Schulformen der Sekundarstufe I für Schüler*innen und Eltern angeboten.“ wurde durch den Kommentar ergänzt, dass die Berufskollegslehrer*innen Informationen an die abgebenden Schulen über die Möglichkeiten an einem Berufskolleg auch an den Gymnasien geben sollen. 13 Die Maßnahme 5 „In der Politik wird das Bewusstsein für die Berufskollegs erhöht. Dazu wird jährlich ein Statusbericht in die politischen Gremien eingebracht“ wird durch die Ergänzung, dass einmal jährlich der Ausschuss für Schule und Weiterbildung in einem Berufskolleg tagt, spezifiziert. Im Rahmen der Maßnahme 1 „ Das Campusmodell wird evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt “ im Handlungsfeld 7 „ Organisation & Finanzen “ wurde eine kritische Haltung gegenüber dem momentanen Betriebsmodell Campus geäußert. Die bisherigen Ergebnisse des Modells seien nicht zufriedenstellend und es bestünden weiterhin hemmende Verwaltungsabläufe. Die Maßnahmen des Campus würden weiterhin zu lange dauern und müssten durch das Berufskolleg immer wieder initiiert werden. Daher wird der Vorschlag unterbreitet, dass das Berufskolleg die Möglichkeit erhält, kleinere Reparaturen eigenständig durchzuführen und hierfür ein Budget zur Verfügung gestellt wird. Zudem wird die Einstellung von technischem Servicepersonal für die Wartung von Fachräumen gefordert. Des Weiteren sei ein Wissensmanagement erforderlich, um sicherzustellen, dass bei Neueinstellungen das Wissen nicht verloren geht. Das Handlungsfeld 8 „ Schulbau“ wurde am häufigsten kommentiert. Die Maßnahme 1 „ Musterraumprogramme für Berufskollegs werden entwickelt“ wurde durch den Kommentar ergänzt, dass die Lehrkräfte mit in die Erstellung einbezogen werden sollten. Zudem sollte die neurodidaktische Umgestaltung von Lehrräumen in Bestandbauten in das Konzept integriert werden. Zur Maßnahme 6 „ Schulgebäude für die Berufskollegs werden klimaneutral gebaut“ wurde durch einen interessierten Bürger ergänzt, dass die Parkplätze an Schulen reduziert werden sollten, um den Park-Such-Verkehr zu verringern, was im Widerspruch zur vermehrten Bedarfsanmeldung nach mehr Parkplätzen an Berufskollegs steht, die ebenfalls geäußert wurde. Die Maßnahme 7 „ Die Verpflegung an den Berufskollegs (Mensa, Bistro oder Ähnliches) wird an den Bedürfnissen der Schüler*innen angepasst “ wird durch die Förderung gesunder und bunter Lebensmittel ergänzt. Auswertung des Moduls Jugendbeteiligung Das Modul im Online -Dialog zur Jugendbeteiligung beinhaltete eine Reihe offener Fragestellungen: „Stell dir vor, du bist Schulentwicklungsplaner*in bei der Stadt Köln und planst ein neues Berufskolleg. • Was wäre dir wichtig bei der Gestaltu ng (Räume, Schulgelände, Beratungsangebote und so weiter)? • Welche Beteiligungsmöglichkeiten wünschst du dir? • Was muss sich ändern?“ 14 Insgesamt wurden neun Beiträge zum Modul Jugendbeteiligung eingereicht. Mehrfachnennungen erfolgten hinsichtlich der Digitalisierung der Berufskollegs. Die Schüler*innen äußerten den Wunsch nach einer Verbesserung des WLAN - Netzwerkes (funktionierendes Internet), funktionierender Hardware und Leihgeräten für Schüler*innen. Zitat: „Es gibt an der Schule gute Ausstattung: I-Pads, Elmo, Touchpanels…aber wenn das W-Lan nicht geht oder nicht bis in alle Gebäudeteile reicht, ist dies nicht nutzbar. Man weiß nie, ob es funktioniert.“ Weitere Forderungen betrafen die Bereitstellung von mehr Personal für die Schulsozialarbeit sowie die Schaffung von mehr Parkplätzen für Berufskollegsschüler*innen. Zitat: „Berufsschüler in der dualen Ausbildung kommen nicht nur aus Köln, manche haben weite Anfahrtswege. Es muss an jeder Schule genug Parkplätze geben. BKs müssen ja nicht wie Grundschulen oder Gesamtschulen mitten in der Stadt liegen. Wir sind ja alt genug und können an den 2 Tagen auch außerhalb zur Schule gehen, dafür aber mit nem Parkplatz oder Parkhaus.“ Des Weiteren wurde der Wunsch nach einem Fußballfeld sowie Kritik am Zustand der Schultoiletten geäußert. Abseits der Möglichkeiten eines Schulträgers wurde zudem der Wunsch nach Schulfächern geäußert, die nicht im Lehrplan stehen und verbessert auf Herausforderungen einer eigenständigen Lebensführung vorbereiten. Resümee Der Online-Dialog wurde vom 8. bis 21. Mai 2023 auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln veröffentlicht. Insgesamt wurden 280 Rückmeldungen in den drei Beteiligungsformaten gegeben. Die meisten Rückmeldungen ergaben sich aus dem Modul Zukunft sbild und Leitziele. Hier waren die wichtigsten Erkenntnisse, dass je nach Personenkreis unterschiedliche Leitziele als wichtig erachtet wurden. Die beiden Leitziele „Als Kölner Berufskolleglandschaft sind wir Chancengeber und leisten einen Beitrag zur Bil dungsgerechtigkeit“ und „Als Kölner Berufskolleglandschaft sind wir Brückenbauer für die berufliche Zukunft“ erhielten die höchste Zustimmung. Positiv zu bewerten ist, dass sich an allen Modulen Schüler*innen an Berufskollegs beteiligt haben. Sie stell ten den größten Teilnehmendenkreis dar. Abschließend zu erwähnen ist, dass e inige Antworten sich mit Themen der inneren Schulangelegenheit befassten , für die das Land Nordrhein -Westfalen zuständig ist. Dazu zählen: - Bildungsziele, Lehrpläne und Unterrichtsgestaltung - Anstellung von Lehrkräften 15 Hierauf hat die Stadt Köln als Schulträger keinen Einfluss. Kommentare und Beiträge, die innere Schulangelegenheit betreffen, lauteten: - Lehrermangel/ Bessere Bezahlung von Lehrer*innen - Unterrichtsgestaltung sollte in Zusammenarbeit mit den Schüler*innen erfolgen - Neue Unterrichtsfächer wie beispielweise Ethik, Gestalten und Lebenskunde - Die Überprüfung und Kontrolle der Kammern/ stärkere Zusammenarbeit bei den Abschlussprüfungen von Ausbildungen - Einfluss auf die Unterrichtszeiten/ Späterer Beginn des täglichen Unterrichts 2.3 Durchführungs- und Ergebnis darstellung der Jugendbeteiligung (Phase 2) Zur Ermöglichung einer eigenständigen Jugendbeteiligung wurde am 11.05.2023 ein Workshop mit Schülervertretungen der Berufskollegs durchgeführt. Bei dem Workshop waren 19 Schülervertretungen anwesend, die acht der 17 Berufskollegs repräsentierten. Unter den vertretenen Berufskollegs befanden s ich das Berufskolleg Ehrenfeld, das Berufskolleg an der Lindenstraße, das Joseph -DuMont-Berufskolleg, das Berufskolleg Porz, das Berufskolleg Ulrepforte, das Berufskolleg Humboldtstraße, das Erich-Gutenberg-Berufskolleg sowie das Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg. Im Rahmen des Workshops wurden die Bedarfe und Ideen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hinsichtlich ihrer Lern - und Lebenswelt an Kölner Berufskollegs erörtert. Dabei wurde Bezug genommen auf die Ausstattung und Räumlichkeiten an Berufskol legs, die Möglichkeiten, Beratungs - und Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen, sowie allgemeine Beteiligungsmöglichkeiten im schulischen Alltag. Die Resultate des Schüler*innen - Workshops finden ebenfalls Eingang in die Maßnahmenplanung für die Kölne r Berufskollegs. Die Durchführung des Workshops wurde an „junge Stadt Köln e.V.“ vergeben. Der Auftragnehmer ist ein renommierter Akteur, der mit der Stadt Köln bereits im Rahmen der „Kinderfreundlichen Kommune Köln“ erfolgreich zusammengearbeitet hat. Er verfügt über einschlägige Erfahrung im Bereich der Jugendpartizipation, unter anderem im schulischen Bereich. Die Unterstützung durch den Auftragnehmer sollte zu einer zielgruppengerechten Ansprache führen, die zu guten Ergebnissen für den weiteren Verlauf der Schulentwicklungsplanung beitragen würde. In Zusammenarbeit mit der jungen Stadt Köln e.V. konnte innerhalb kürzester Zeit ein Workshop konzipiert werden, der sich durch kreative Elemente auszeichnete. Der Workshop wurde in zwei Themenblöcke unterteilt. 16 Im ersten Teil des Workshops wurde die Frage erörtert, wie das Berufskolleg der Zukunft aussehen könnte . Zu diesem Zweck wurden verschiedene kreative Stationen aufgebaut, darunter eine Legostation, eine Station mit Zeitungsartikeln und eine Station, an der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Postkarten zu dem Thema erstellen konnten. Im Anschluss an diese Ei nheit wurden digital weitere Bilder mit künstlicher Intelligenz (DALL E) erzeugt. Der zweite Teil der Workshops sollte sich mit den Partizipationsmöglichkeiten an Berufskollegs befassen und die Rolle der Schülervertretung stärken. Da im Verlauf der Worksh ops das Thema (schlechtes) Image von Berufskollegs vermehrt durch die Teilnehmenden aufgegriffen wurde, wurde der zweite Teil umstrukturiert. Statt des Themas Partizipation an Berufskollegs wurde das Thema Image der Berufskollegs aufgegriffen. Teil 1 – Wie soll das Berufskolleg der Zukunft aussehen Stimmungsbild zur Gebäudesituation Wie bereits dargelegt, befasste sich der erste Teil der Workshops mit der Thematik „Wie soll das Berufskolleg der Zukunft aussehen“. Dafür wurde zunächst ein allgemeines Stimm ungsbild zur Gebäudesituation an den Kölner Berufskollegs eingeholt. Dabei zeigten sich je nach vertretenem Berufskolleg unterschiedliche Einschätzungen. Die Äußerungen reichten von „kreativ“, „modern“ und „schön“ bis zu „renovierungsbedürftig“, „zerfällt“ und „schmutzig“. Die unterschiedlichen Einschätzungen von Schüler*innen an Berufskollegs zeigten sich auch an der Bewertung der Aussage „Ich fühle mich im Berufskolleg-Gebäude total wohl“. Die Schülervertretungen konnten der Aussage „gar nicht“ (1) bis „voll und ganz“ (5) zustimmen. Dabei wurde ein mittleres Ergebnis von 2,7 mit Tendenz zu „Stimme nicht zu“ erzielt. 17 Im Rahmen des Austauschs zur Gebäudesituation an den Berufskollegs wurde die Toilettensituation an den Berufskollegs wiederholt kritisiert. Zudem gaben drei von den 19 anwesenden Schülervertretungen an, dass Angsträume auf dem Berufskolleggelände existieren. Kreativphase In der Kreativphase des ersten Teils des Workshops sollten die Schüler*innen durch kreative Methoden dazu ermutigt werden, Ideen für ein Berufskolleg der Zukunft zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde eine Lego -Baustation errichtet, auf der die wesentlichen Elemente eines Berufskollegs baulich dargestellt wurden. Darüber hinaus konnten die Schüler*innen e inen Zeitungsartikel schreiben, Postkarten gestalten oder an einem Vision-Board basteln. Die Gestaltung der Außenanlage und der Schulhoffläche wurde von den Schüler*innen mit konkreten Vorstellungen versehen. Es wurde der Wunsch geäußert, dass ausreichend Platz und Sitzbänke vorhanden sind, um dort seine Pause zu verbringen. Zudem wurde angeregt, den Schulhof teilweise zu überdachen , um auch den Schulhof in den Pausen attraktiv zu gestalten. Es wurde der Vorschlag gemacht, Fitnessgeräte auf dem Schulhof aufzustellen oder ein Studio im Gebäude zu integrieren, welches über eine Dusche verfügt. Darüber hinaus wurde der Wunsch geäußert, Aufenthaltsräume im Schulgebäude zu schaffen. Aufgrund der überregionalen Bedeutung der Berufskollegs und der Anreise der Schüler*innen aus dem Umland ist die Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl an Parkplätzen erforderlich, wobei auch die Lehrer*innen zu berücksichtigen sind. Ein neues Berufskolleg sollte zudem in der Nähe einer Bahnhaltestelle errichtet werden, 18 um eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr zu gewährleisten. Für Schüler*innen, die mit dem Fahrrad anreisen, sind sichere Abstellmöglichkeiten bereitzuhalten. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit wird thematisiert. Es wird die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern sowie die Verwendung von Mehrzweckbechern zur Vermeidung von Müll gefordert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die finanziellen Ressourcen von Berufskollegschüler*innen begrenzt sind. Die Kosten für Nachhaltigkeit sollten nicht auf die Schüler*innen umgelegt werden. Zudem wird Nachhaltigkeit und Vielfalt beim Verpflegungsangebot gefordert. Die Schüler*innen sollten die Möglichkeit haben, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Dies sollte jedoch weniger den Charakter einer Mensa aufweisen, sondern vielmehr als „ gesunder Schulkiosk “ konzipiert werden. Die Schüler*innen äußern den Wunsch, bei der Gestaltung der Klassenräume zu partizipieren und diese nach Möglichkeit mitgestalten zu dürfen. Insbesondere die kreative Gestaltung der Wände oder Farbgestaltung wird während des Workshops häufig thematisiert. Daher sollte die Gestaltung austauschbar und die Ausstattung multifunktional sein sowie Stühle und Tische (höhen-)verstellbar. Eine moderne digitale Ausstattung sowie ein funk tionierendes WLAN sollten ebenfalls an einem Berufskolleg vorhanden sein, um das Lernen mit den für viele Berufe notwendigen digitalen Medien zu ermöglichen. Das Thema Toiletten wurde aufgrund der teilweise als desolat erachteten Zustände an Berufskollegs von einer Gruppe gesondert betrachtet. Bei der Planung von Sanitärräumen an Berufskollegs besteht der Wunsch nach Funktionalität und Hygiene. Die Toilettenspülung sowie der Wasserhahn und Seifenspender am Waschbecken sollten automatisiert aktiviert werden , ohne dass dafür die Hände zum Einsatz kommen müssen. Es wird empfohlen, Händetrockner anstatt Papierhandtücher zu verwenden, um dem Nachhaltigkeitsaspekt wieder nachzukommen. Hygieneartikel wie Binden und Tampons sollten kostenlos zur Verfügung stehen. Die Sauberkeit der Schultoiletten kann nicht allein durch eine regelmäßige Reinigung gewährleistet werden. Vielmehr ist auch das Verhalten der Mitschüler*innen von entscheidender Bedeutung. Durch einen pfleglichen Umgang bei der Nutzung der Sanitäranlage kann zu einer Verbesserung der Sauberkeit beigetragen werden. 19 Teil 2 Verbesserung des Images der Berufskollegs Im Rahmen des Workshops wurde ersichtlich, dass die Schüler*innen mit dem Image der Berufskollegs und der dualen Ausbildung unzufrieden sind. Die berufliche Ausbildung wird von Gleichaltrigen kaum als erstrebenswerter Bildungsweg wahrgenommen. Die Akademisierung schreitet voran, sodass immer mehr junge Menschen das Abitur absolvieren und ein Studium aufnehmen. Aussagen wie „Ach du machst nur ein e Ausbildung“ sind im direkten Umfeld keine Seltenheit. Die duale Ausbildung und das Berufsbildungssystem bieten jedoch vielfältige Möglichkeiten, um auf dem späteren Berufsweg Erfolg zu haben. Die gesellschaftliche Anerkennung der Abschlüsse an Berufskoll egs sollte nach Meinung aller Workshop - Teilnehmenden erhöht werden. Ein Image, gleichwertig dem eines Studiums an einer Universität oder einer (Fach-)Hochschule, sollte den Berufskollegs gerecht werden. Besonders die vielfältigen Bildungsmöglichkeiten ei nes Berufskollegs müssen mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Diese Aussage korrespondiert mit dem Leitsatz im Zukunftsbild der Kölner Berufskolleglandschaft (s. Kapitel 2.1.1) „Als Kölner Berufskolleglandschaft sind wir ungeahnte Bildungsmögli chkeiten für alle“. Neben der Möglichkeit, eine duale oder schulische Ausbildung zu absolvieren, bietet das Berufskolleg Bildungsgänge, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Schulabschlüsse nachzuholen oder weiterführende schulische Qualifikati onen zu erwerben. Die Vorteile einer dualen Ausbildung im Gegensatz zum Studium sind der direkte Praxisbezug sowie die Möglichkeit, bereits zu Beginn der Ausbildung erste Aufgaben zu übernehmen und den Beruf von Grund auf kennenzulernen. Die Integration vo n Theorie und Praxis ist ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Ausbildungsdauer. Darüber hinaus sind Berufskollegs keine ausschließlich für Jugendliche konzipierten Bildungsinstitutionen, die von einer allgemeinbildenden Schule abgegangen sind. Vielmeh r bieten Berufskollegs auch jungen Erwachsenen, die eine neue Richtung einschlagen möchten oder verspätet eine Ausbildung beginnen, eine Chance. Das Bildungsangebot für junge Menschen ohne Ausbildung und auch außerhalb der Berufsschulpflicht sollte erweitert werden. 20 Die Workshop -Teilnehmenden votierten für die Verbesserung des Images und die Attraktivitätssteigerung der Berufskollegs durch mehr öffentlichkeitswirksame Projektarbeit, wie beispielsweise „Die Nacht der jungen Sterne“ , die einmal jährlich durch das Berufskolleg Ehrenfeld in der Wolkenburg ausgerichtet wird. Die „Nacht der jungen Sterne“ stellt ein nachwuchsförderndes Projekt für alle angehenden Gastronomen und Hoteliers am Berufskolleg Ehrenfeld dar. An einem Abend haben die Nachwuchssterne die Möglichkeit, ihre erworbenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und ein kulinarisches Erlebnis zu gestalten. Zu den geladenen Gästen zählen Eltern, Schulvertreter *innen und Sponsoren, ohne deren Unterstützung diese Veranstaltung nicht möglich wäre. Die Wo lkenburg ist beispielsweise ein langjähriger Partner dieser Veranstaltung. Im Rahmen der Überlegung, öffentlichkeitswirksam weiterzuarbeiten, wurde der Gedanke gefasst, gemeinsam mit den Teilnehmenden vor Ort einen kurzen Imagefilm für die Berufskollegs zu gestalten. Die Gestaltung eines Imagefilms in Zusammenarbeit mit den Kölner Berufskollegs ist in die Maßnahmenplanung für die Kölner Berufskollegplanung eingeflossen. 21 3 Maßnahmenideen – Ergebnis des Beteiligungsprozesses Im Folgenden erfolgt eine Über sicht aller 42 Maßnahmenideen für die Kölner Berufskollegs, die aus dem gesamten Beteiligungsprozess abgeleitet wurden. Im Austausch zwischen den beteiligten Ämtern wurden die Vorschläge seitens der Verwaltung in einem ersten Schritt gesichtet und grundsätzlich auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft. Dabei wurde auch eruiert, ob Maßnahmen bereits umgesetzt sind oder Lösungsansätze bestehen. Diese erste Einschätzung ist im gelben Kasten unter dem jeweiligen Maßnahmenpaket zu finden. In einem zweiten Schritt s ollen die Lösungsansätze nun weiter qualifiziert und priorisiert werden. Themenfeld Maßnahmenideen Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung 1 Marktfähige Bildungsplanung M1.1 Die Verwaltung plant Bildungsgänge gemeinsam mit den Kammern, der Bundesagentur für Arbeit und den Berufskollegs und berücksichtigt dabei die Anforderungen, die der Arbeitsmarkt an die berufliche Ausbildung stellt. M1.2 Die Verwaltung schafft Synergien, indem sie gemeinsam mit der Bezirksregierung, den Betrieben und den Berufskollegs neue schulische und duale Bildungsgänge in Voll- und Teilzeit fördert und gleichzeitig wenig gefragte Bildungsgänge flexibel gestaltet oder auslaufen lässt. M1.3 Die Verwaltung erhält ein breites Angebot von Ausbildungsplätzen, auch von sogenannten Nischenberufen. Das Angebot hängt von den Kosten und Nutzen ab. M1.4 Die Verwaltung erweitert das Angebot für Ausbildungsberufe für Menschen mit Behinderung. Einordnung der Verwaltung: Um den Austausch der unterschiedlichen Institutionen zu ermöglichen, eignet sich die Etablierung eines jährlichen Austauschformates ("Runder Tisch"). Hier könnten die Bedarfe des Marktes unter Berücksichtigung einer belastbaren Datenbasis identifiziert und somit bei der Planung des Bildungsgangangebotes berücksichtigt werden. Die Herausforderung besteht darin, die Bedarfe des Marktes mit den Bedarfen bzw. Interessen der Schüler*innen in Einklang zu bringen. Es bedarf daher einer Kontextualisierung zu Maßnahmenpaket 2. Nur durch die multilaterale Betrachtung lässt sich die "Attraktivität" eines Bildungsganges definieren. Die Koordination eines entsprechenden Gremiums fordert personelle Ressource. Eine der Personalstellen in der Stabsstelle IV/2 umfasst den Schwerpunkt Berufskollegentwicklungsplanung. Diese war zunächst vakant und wird zum 01.10.2024 neu besetzt. 22 Themenfeld Maßnahmenideen Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung 2 Chancengerechte Bildungsgangplanung M2.1 Die Bildungsgänge werden jährlich anhand der Anmeldezahlen im Anmeldeverfahren durch Schüler-Online in Abstimmung mit der Schulentwicklungsplanung, den Berufskollegs und der Bildungsberatung geplant. M2.2 Die Schüler*innenzahlen in Ausbildungsvorbereitungs-Klassen werden ausgewertet. M2.3 Die (personelle) Kapazität von Beratungsangeboten im Übergang von Schule zum Beruf wird erweitert. M2.4 Es werden vielfältige Bildungsgänge, die den Bedarfen junger Menschen gerecht werden, an den Berufskollegs geschaffen. M2.5 Das Angebot an "Beruflichen Gymnasien" wird ausgebaut. M2.6 Es wird eine Schüler*innenbefragung zum Bildungsangebot an Berufskollegs durchgeführt. Einordnung der Verwaltung: Dieses Themenfeld beinhaltet das Vorhaben, die Bedarfe und Interessen der Schülerinnen und Schüler auf Basis der vorhandenen Datenlage zu identifizieren, in multiprofessionellen Gremien gemeinsam zu bewerten und Erkenntnisse für die konkrete Bildungsgangplanung abzuleiten. In Köln ist eine Vielzahl von Beratungsangeboten etabliert. Die KoKo KAoA erstellt jährlich eine Übersicht über alle Beratungsangebote im Übergang Schule-Beruf und stellt diese digital allen Schulen sowie Interessierten zur Verfügung. Eine engere und niederschwelligere Betreuung ist durchaus erstrebenswert, insbesondere im Bereich der psychosozialen und finanziellen Beratung sowie beruflichen und schulischen Orientierung. Die Ausbildungsreife der Jugendlichen könnte dadurch gestärkt und Ausbildungsabbrüchen vorgebeugt werden. Zur Erweiterung des städtischen Beratungsangebotes wäre eine Ausweitung der personellen Kapazitäten für Bildungsberatung wünschenswert (insbesondere für die Verstärkung des Informationsangebotes über die Bildungsangebote der Berufskollegs). Aufgrund der aktuellen Haushaltssituation ist die Einrichtung nicht absehbar. Seit dem 01.11.2023 sind an den Schulen jedoch Übergangslots*innen im Einsatz, die vom Land finanziert werden. Aktuell handelt es sich um 5,5 Stellen, die zunächst bis 2027 finanziert sind. Auch im Rahmen des Startchancen-Programms ab dem Schuljahr 2024/25 werden an den beteiligten Berufskollegs in Köln zusätzliche Fachkräfte (Schulsozialarbeiter*innen oder MPT-Stellen [Multiprofessionelles Team]) landesseitig zugesetzt. 23 Themenfeld Maßnahmenideen Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung 3 Vernetzung & Synergien M3.1 Ein jährliches Austausch-Forum zwischen den abgebenden Schulen und den Berufskollegs wird eingerichtet. Ggf. werden mehrere Foren nach Regionen geschaffen mit den Schulen im Umkreis der einzelnen Berufskollegs. M3.2 Die Zusammenarbeit zwischen den allgemeinbildenden Schulen und den Berufskollegs wird verstärkt (zum Beispiel in Form von Kooperationen zwischen Berufskollegs und Mittelstufenkoordination). M3.3 Es wird ein zentrales Informationsteam in der Bildungsberatung zu Bildungsgängen aller Berufskollegs für alle Schulen der Sekundarstufe I eingerichtet. M3.4 Die Berufsorientierung in der Sekundarstufe I erfolgt gemeinsam mit externen Partner*innen. So wird die Qualität der Berufsorientierung gesteigert. M3.5 Es wird ein Netzwerk "Schulentwicklungsplanung Berufskolleg" zum interkommunalen Austausch zwischen Planer*innen eingerichtet. Einordnung der Verwaltung: Es bestehen bereits verschiedene Formate, die den Austausch zwischen abgebenden und aufnehmenden Schulen ermöglichen. Aufgrund der Größe der Kölner Bildungslandschaft ist es fraglich, ob eine große jährliche Veranstaltung zielführend sein kann. Hier wird aktuell konzeptionell nach Lösungen für ein realisierbares Format gesucht, um den abgebenden Schulen ein breiteres Informationsspektrum über die Berufskolleglandschaft zu geben. Die Suche nach Lösungsmöglichkeiten wird im Tandem zwischen KoKo KAoA und Bildungsberatung sowie die beteiligten Akteure erfolgen. Themenfeld Maßnahmenideen Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung 4 Interdisziplinäre (Experten-)Teams M4.1 Ein Konzept für interdisziplinäre (Expert*innen-)Teams an Kölner Berufskollegs wird entwickelt. M4.2 Fachräume für die interdisziplinären (Expert*innen-)Teams werden geschaffen und in die Raumkonzepte integriert. M4.3 Beratungszentren an Kölner Berufskollegs werden konzeptioniert und etabliert. Einordnung der Verwaltung: Konzepte für die interdisziplinäre (Team-)Arbeit an Schulen werden von den Schulen selbst entwickelt und bestehen demnach schulindividuell. 24 Die Maßnahmenidee, Beratungszentren an den Berufskollegs einzurichten, ist zwar zu befürworten, aber zunächst als Fernziel zu betrachten und genauer zu konzipieren. Es ist ein Bezug zu Maßnahmenpaket 2 herzustellen. In jedem Fall setzt die Umsetzung zunächst personelle und räumliche Ressource voraus, an der es derzeit mangelt. Themenfeld Maßnahmenideen Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung 5 Öffentlichkeitsarbeit M5.1 Eine Marketingkampagne mit Markenbildung für die Kölner Berufskollegs wird gestartet. M5.2 Informationen zu "Wege in den Beruf" werden flächendeckend an allen Schulformen der Sekundarstufe I für Schüler*innen und Eltern angeboten. M5.3 Zu den Bildungsgängen an den Berufskollegs wird eine Website sowie ein Flyer in einfacher Sprache beziehungsweise mehrsprachige Flyer angeboten. M5.4 Ein Multiplikator*innennetzwerk wird aufgebaut. M5.5 In der Politik wird das Bewusstsein für die Berufskollegs erhöht. Dazu wird jährlich ein Statusbericht in die politischen Gremien eingebracht. M5.6 Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung tagt einmal jährlich in einem Berufskolleg M5.7 Imagefilm in Zusammenarbeit mit den Schüler*innen der Berufskollegs Einordnung der Verwaltung: Es finden bereits eine Reihe von Maßnahmen statt. Informationen zu „Wege in den Beruf“ gelangen auf vielfältige Weise an die Schulen, insbesondere über die Internetplattform, die die KoKo KAoA Köln geschaffen hat (www.berufsorientierung.koeln) und es gibt eine jährliche Broschüre für die Abgangsklassen aller abgebenden Schulen. Die kommunale Bildungsberatung führt Einzelveranstaltungen an Schulen verschiedener Schulformen durch. Jährlich wird eine Messe der Kölner Berufskollegs veranstaltet, an der sich alle Schüler*innen der 10. Klassen über Wege in den Beruf informieren können (ca. 4.000 Besucher*innen). KAoA organisiert unter anderem jährlich eine Veranstaltung für Schüler*innen der Vorabgangs- und Abgangsklassen mit Informationen über die Wege in den Beruf (www.waswillstdudennmalwerden.de). Um das Angebot weiter auszubauen und die Markenbildung der Berufskollegs zu stärken, wäre eine Ausweitung der personellen Kapazitäten erforderlich und wünschenswert. Aufgrund der aktuellen Haushaltssituation ist die Einrichtung nicht absehbar. Ergänzend wäre es denkbar, den ASW in einem festgelegten Turnus in einem Berufskolleg tagen zu lassen. 25 Themenfeld Maßnahmenideen Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung 6 Kommunikation & Abstimmungsprozesse M6.1 Kommunikationsstrukturen zwischen der Verwaltung, den Berufskollegs und den Betrieben und Kammern werden entwickelt. M6.2 Eine jährliche Verteilerkonferenz mit den Berufskollegs, der Verwaltung und der Bezirksregierung wird eingerichtet. M6.3 Die Abstimmungsprozesse mit allen Beteiligten sollen transparent dargestellt werden. Dazu wird eine Akteurslandschaftskarte erstellt. M6.4 Halbjährlicher Austausch mit den Schulleitungen der Berufskollegs und der (Schul-)Verwaltung Einordnung der Verwaltung: Um eine transparente und verbindliche Abstimmung zwischen den einzelnen Akteuren und Institutionen ("miteinander" nicht "übereinander") zu ermöglichen, bedarf es verlässlicher Kommunikationsstrukturen. Im Rahmen von KAoA sind bereits Kommunikationsstrukturen im Hinblick auf die Themen Berufsorientierung und Übergänge etabliert. Vor der Einrichtung zusätzlicher Formate, durch die die Kapazitäten der Akteure ggf. überlastet werden, ist die Optimierung vorhandener Formate anzustreben. Gleichwohl wird – siehe Maßnahmenpaket 1 – ein jährlicher Runder Tisch zur weiter verbesserten Bildungsgangplanung angestrebt. Zudem hat sich seit 2023 ein regelmäßiges Austauschformat zwischen Schulverwaltung und Leitungen der Berufskollegs etabliert. Themenfeld Maßnahmenideen Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung 7 Organisation & Finanzen M7.1 Das Betriebsmodell Campus wird evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt. M7.2 Die Verwaltung von Berufskollegs wird verschlankt. Dazu wird ein Arbeitskreis für die Weiterentwicklung des Campusmodells aufgestellt. M7.3 Die Berufskollegs sollen mehr selbstständiger handeln und entscheiden können. Dazu wird die Handlungs- und Entscheidungskompetenz der kaufmännischen Leitungen (Campus) erweitert. M7.4 Die Ausstattung der Berufskollegs soll zeitnah den technischen Fortschritt angepasst werden. M7.5 Für die Berufskollegleitungen sollen Prozesse und Beteiligte in der Verwaltung transparent sein. Dazu wird eine zentrale Ansprechperson vor Ort eingesetzt. 26 Einordnung der Verwaltung: Das Campusmodell wird derzeit durch Workshops evaluiert, da auch die Stadtverwaltung Limitationen im Modell feststellt, die ggf. zum Teil ausgeräumt werden könnten. Eine Umstrukturierung der Organisation für die Berufskollegs (insbesondere des Campusmodells) wird derzeit entwickelt. Dazu gehören explizit auch die Finanztöpfe und die Arbeitsmittel. Die digitale Ausstattung der Berufskollegs richtet sich grundsätzlich nach den stadtweit geltenden Standards sowohl im Verwaltungs- als auch im pädagogischen Bereich wie auch den durch die Berufskollegs gemeldeten Bedarfen. Entscheidende Faktoren sind hier die eigenständige Planung der Campus-Berufskollegs und die bereitgestellten Haushaltsmittel. Themenfeld Maßnahmenideen Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung 8 Schulbau M8.1 Musterraumprogramme für Berufskollegs werden entwickelt. M8.2 Ein Raumkataster (Raumübersicht) der bestehenden Berufskollegs wird erstellt. M8.3 Eine (vollständige) Übersicht über Sanierungsstände und -bedarfe mit den zugehörigen Zeiträumen zur Realisierung wird erstellt. M8.4 Schulbaumaßnahmen der Berufskollegs werden stärker in die Schulbaumaßnahmenliste der Stadt Köln eingebunden. M8.5 Berufskollegs werden für zukünftige Beschleunigungsmaßnahmen im Bereich Schulbau berücksichtigt. M8.6 Schulgebäude für Berufskollegs werden klimaneutral gebaut. M8.7 Die (gesunde) Verpflegung an den Berufskollegs (Mensa, Bistro oder ähnliches) wird den Bedürfnissen der Schüler*innen angepasst. Einordnung der Verwaltung: Die Baumaßnahmen an den Berufskollegs sind in Abwägung aller Maßnahmen, die in der Schulbaumaßnahmenliste erfasst sind, abzuwägen und entsprechend der Dringlichkeit zu priorisieren. Die Umsetzung erfolgt durch das Baudezernat und ist abhängig von den dort vorhandenen Ressourcen. Bezüglich der Verwaltungsräume und allgemeinen Unterrichtsflächen können die Musterraumprogramme der allgemeinbildenden Schulen herangezogen werden. Aufgrund der individuellen Spezialisierung der Berufskollegs können für die weiteren Bedarfe jedoch keine Muster erstellt werden. 27 4 Ausblick auf das weitere Vorgehen 4.1 Kontinuierliche Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs im Dialog Die Verwaltung beabsichtigt, das durch den Be teiligungssprozess entstandene Netzwerk von Akteuren der beruflichen Bildung weiterhin zu nutzen. Das Netzwerk soll jährlich zu einem Arbeitskreis zusammenkommen, um sich über die Entwicklung bzw. die Maßnahmenumsetzung zur Weiterentwicklung der Berufskolleglandschaft zu informieren und abzustimmen. Des Weiteren ist vorgesehen, das Netzwerk zu nutzen, um die Fortschre ibung der Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs auch zukünftig partizipativ zu begleiten. 4.2 Umsetzungsstrategie Maßnahmenplanung Im Rahmen des dialogischen Planungsprozesses der Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs wurden vielfältige Diskussionsbeiträge und Impulse der beteiligten Akteure berücksichtigt. Vor dem Hintergrund der komplexen Herausforderungen, die die Bildungslandschaft der Berufskollegs mit sich bringt, zeigten die beteiligten Akteure mitunter auch unterschiedliche Perspektiven auf die bestehenden Herausforderungen an den Berufskollegs. Im Rahmen der Suche nach bedarfsgerechten Lösungsansätzen wurde eine Vielzahl an Maßnahmen ideen innerhalb der Handlungsfelder entwickelt, die es nun weiter zu qualifizieren gilt. Die in Kapitel 3 „Maßnahmenplanung – Ergebnis des Beteiligungsprozesses Berufskollegs“ abgebildeten 42 Maßnahmen ideen sollen Lösungsansätze bieten, um die Berufskolleglandschaft in Köln zukünftig zu stärken. Die Verwaltung bildet zu diesem Zweck zunächst einen verwaltungsinternen Arbeitskreis, der sich mit der weiteren Prüfung und Umsetzung der Maßnahmenvorschläge und e ine dabei notwendige Priorisierung auseinandersetzt. Die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs erfolgt in Anlehnung an die Schulentwicklungsplanung der allgemeinbildenden Schulen sukzessive. Einige der dargestellten Maßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung. 4.3 Erweiterung der Schulentwicklungsplanung Berufskollegs Flankierend zur vorliegenden Schulentwicklungsplanung der Berufskollegs Teil 1 wird ein Monitoring bericht zu den Kölner Berufskollegs veröffentlich t. Neben der dialogischen Schulentwicklungsplanu ng der Berufskollegs, welche eine Durchführungs- und Ergebnisdarstellung des zweijährigen Beteiligungsverfahrens darstellt, ist eine Ergänzung der Schulentwicklungsplanung um weitere Teile 28 vorgesehen. Im weiteren Verlauf der Schulentwicklungsplanung der Be rufskollegs ist vorgesehen, in der Maßnahmenplanung insbesondere die Planung von Schulbaumaßnahmen für die Berufskollegs zu akzentuieren. Zu diesem Zweck soll eine vollständige Übersicht über den jeweiligen Sanierungsstand und den entsprechenden Sanierungsbedarf für die Kölner Berufskollegs erstellt werden. Dabei werden auch bestehende Schulbaumaßnahmen, die sich bereits in der Schulbaumaßnahmenliste befinden, berücksichtigt. Des Weiteren soll sich ein weiterer Teilschritt in der kontinuierlichen Schulentwicklungsplanung für die Berufskollegs mit der Bildungsgangplanung an den bestehenden Berufskollegs befassen.
Beratungsverlauf
-
28.10.2024
Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 6.2, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen -
02.12.2024
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft
TOP 7.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
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