Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP-Fraktion: Heizkosten in städtischen Museen
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 0820/2023 vom 08.03.2023
Stand: Am 14.03.2023 im Ausschuss Kunst und Kultur beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Anlage 1 schriftliche Anfrage FDP Fraktion AN_1792_2022
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www.FDP-Koeln.de An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An die Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur Frau Elfi Scho-Antwerpes Rathaus · 50667 Köln Fon 0221. 221-23830 Fax 0221. 221-23833 fdp-fraktion@stadt-koeln.de www.fdp-koeln.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/1792/2022 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 25.10.2022 Heizkosten in städtischen Museen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Vorsitzende, die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie darum, folgende Anfrage auf die Tagesord- nung der kommenden Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 25. Oktober 2022 zu setzen. Die Steigerung der Energiekosten ist eines der beherrschenden Themen gesellschaftlicher Debatten. Die Kostenentwicklung betrifft selbstverständlich auch städtische Kulturinstitutio- nen. Der aktuelle Haushaltsentwurf bildet diese Herausforderung allerdings nicht erkennbar ab. Um hier ein exemplarisches Bild zu gewinnen, konzentriert diese Anfrage sich auf die städtischen Museen, auch wenn das Problem viele weitere städtische Einrichtungen betrifft. Vor diesem Hintergrund bittet die FDP-Fraktion um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie hoch waren die Energie- und Heizkosten für die städtischen Museen in den Abrech- nungsperioden der letzten zwei Jahre? Wir bitten um Aufschlüsselung für die einzelnen Häu- ser. 2. Inwieweit liegen inzwischen schon Aussagen der Versorger über die zu erwartende Stei- gerung der Energie- und Heizkosten für die aktuelle Abrechnungsperiode vor? 3. Inwieweit ist in den Finanzplänen der Museen Vorsorge für die zu erwartenden Steigerun- gen geschaffen worden? 4. Inwieweit ist sichergestellt, dass die absehbaren Kostensteigerungen nicht zu Einschrän- kungen der Ausstellungsplanung oder anderer inhaltlicher Arbeit der Museen führt? 5. Wie schätzt die Verwaltung die Situation für weitere städtische Kultureinrichtungen ein? FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln - 2 - www.FDP-Koeln.de Gez. Ulrich Breite Lorenz Deutsch Fraktionsgeschäftsführer Kulturpolitischer Sprecher -
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle VII/VII Vorlagen-Nummer 08.03.2023 0820/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 14.03.2023 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP-Fraktion: Heizkosten in städtischen Museen (AN/1792/2022) Die FDP-Fraktion bittet um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie hoch waren die Energie- und Heizkosten für die städtischen Museen in den Abrechnungsperioden der letzten zwei Jahre? Wir bitten um Aufschlüsselung für die einzelnen Häuser. Antwort der Verwaltung: Die Aufschlüsselung der Fernwärme- und Stromkosten ist nachfolgender Tabelle zu entneh- men: Fernwärme- kosten ML/Phil €/a MAKK €/a MOK €/a KSM €/a KAN €/a WRM €/a RGM €/a 2020 593.634 110.794 83.671 44.653 160.148 97.092 109.124 2021 611.532 117.164 76.542 48.465 225.912 109.352 116.517 Stromkosten 2020 1.281.300 120.330 122.242 15.735 763.214 347.471 182.335 2021 1.214.916 110.292 127.224 13.185 728.250 362.754 163.874 ML/Phil Museum Ludwig und Philharmonie MAKK Museum für Angewandte Kunst MOK Museum für Ostasiatische Kunst KSM Kölnisches Stadtmuse- um KAN Kulturzentrum am Neumarkt (Rautenstrauch-Joest- Museum und Museum Schnütgen) WRM Wallraf-Richartz- Museum RGM Römisch-Germanisches Museum 2. Inwieweit liegen inzwischen schon Aussagen der Versorger über die zu erwar- tende Steigerung der Energie- und Heizkosten für die aktuelle Abrechnungsperi- ode vor? 2 Antwort der Verwaltung: Für die aktuelle Abrechnungsperiode, also das Jahr 2022, ist unter der Voraussetzung, dass der Energieverbrauch in gleicher Höhe wie 2021 liegt, mit folgenden Energiekostenänderun- gen zu rechnen: Strom: Aufgrund des bestehenden Stromliefervertrages und der seit Juli 2022 entfallenen EEG-Umlage kann davon ausgegangen werden, dass die Stromkosten auf dem Niveau von 2021 bleiben. Fernwärme: Im Bereich der Fernwärme ist aufgrund der Preissteigerungen vom 01.04.2022 und 01.10.2022 von einer mittleren Preissteigerung von 2021 auf 2022 von ca. 75% auszuge- hen. 3. Inwieweit ist in den Finanzplänen der Museen Vorsorge für die zu erwartenden Steigerungen geschaffen worden? Antwort der Verwaltung: Bei der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln (26) liegen noch keine Mitteilungen über die zu er- wartenden Steigerungen sowie über eine Anpassung der Abschläge an die RheinEnergie AG vor. Von 26 wurden im Rahmen der HPL-Anmeldung 2022 für die Museen (4511-4518) stetige Erhöhungen von rd. 3-5% für die Jahre 2022 und 2023 bis 2025 vorgesehen (2026 und 2027 bleiben auf dem Niveau von 2025). 4510 – WRM hat Steigerungen aufgrund des Ukraine-Krieges berücksichtigt (siehe Wirt- schaftsplan 2022). 4520 – NS-Dokumentationszentrum ist in gemieteten Räumlichkeiten; hier steigen die Miet- kosten an. 4523 – KMB ist auch in gemieteten Räumen; hier bleiben die Mietkosten unverändert. 4. Inwieweit ist sichergestellt, dass die absehbaren Kostensteigerungen nicht zu Einschränkungen der Ausstellungsplanung oder anderer inhaltlicher Arbeit der Museen führen? Antwort der Verwaltung: siehe Antwort zu Frage 3. Eine Einschätzung der Auswirkung der zunächst gestiegenen, zwi- schenzeitlich stark fluktuierenden (Heiz-)Energiepreise auf die mitunter langjährig geplante Ausstellungstätigkeit der Museen wird sich erst nach dem Abrechnungswinter 2022/23 abge- ben lassen. Sonderausstellungen müssen i.d.R. lange im Voraus geplant werden, um z.B. Leihverkehr, Transport und Versicherungen zu regeln. Aktuell anstehende Sonderausstellun- gen sind daher überwiegend vor den gestiegenen Energiekosten und unabhängig davon kon- zipiert worden. 5. Wie schätzt die Verwaltung die Situation für weitere städtische Kultureinrichtun- gen ein? Antwort der Verwaltung: Sämtliche Kultureinrichtungen sind bemüht, steigende, im Haushalt 2023/2024 nicht abgebil- dete Kosten infolge von Energiepreiserhöhungen ohne Einschränkung des inhaltlichen Ange- bots innerbetrieblich zu kompensieren bzw. über Energieeinsparmaßnahmen Kostensteige- rungen weitestgehend vorzubeugen. Gez. Charles
Beratungsverlauf
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14.03.2023
TOP 10.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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