AN/0998/2018
Rückschnitt von Sträuchern, Hecken und Bäumen
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Antrag der CDU-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Herr Müller/Die Linke, Herr Kremers/FWK und Herr Kaspar/FDP
2885 Zeichen
CDU-Fraktion
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Lothar Müller / Die Linke
Gerd Kaspar/ FDP
Rolf Kremers / FWK
in der Bezirksvertretung Lindenthal
Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich Widdersdorf
An die Bezirksbürgermeisterin Köln, den 15.6.2018
Helga Blömer-Frerker
An die Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin,
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten
Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal, am 2. Juli 2018 zu setzen:
Antrag: Rückschnitt von Sträuchern, Hecken und Bäumen
Die Verwaltung wird aufgefordert, den Rückschnitt von Gehölzen,
wie Hecken, Büschen und Bäumen in Zukunft behutsamer
durchzuführen bzw. durchführen zu lassen und sicherzustellen,
dass kein Kahlschlag erfolgt.
Begründung
Von Umweltschutzgruppen wie dem BUND, von Anwohnerinnen und
Anwohnern sowie von Seiten des Naturschutzwarts werden immer
wieder Kahlschlagaktionen im Grün von Plätzen, an Straßenrändern in
Parks und im Grüngürtel moniert: Rückschnitte „auf Stock“ bis hin zur
Beschädigung von Wurzeln und vollständigen Rodungen von Gebüsch
und Hecken.
Bereits 2016 hatte die CDU-Fraktion in einer Anfrage den übermäßigen
Rückschnitt von Sträuchern und Gehölzen bis hin zum Abholzen von
Bäumen im Hans-Groß-Park moniert. Der Park war im Frühjahr
geradezu verunstaltet worden, die breitflächig abgeholzten Sträucher
und Bäume fehlten den Vögeln zum Nestbau, Tieren generell als
Lebensraum.
In 2017 kam es erneut zu einem drastischen, einem vollkommen
übermäßigen Rückschnitt in Deckstein, der nicht nur der
Bezirksvertretung nicht hinnehmbar erscheint, sondern auch im Bericht
des Naturschutzwartes Herrn Joeken beanstandet wird:
„Im November entdeckte ich bei der Einbiegung in die Militärringstraße,
dass man dort Sträucher; Baumaufwuchs etc an den links von der
Gleuelerstr. sich befindenden Kleingärten radikal entfernt hat. Hier stelle
ich nochmals wie auch in meinem Nawa Bericht 2016 die Frage: Es
müsste doch möglich sein, die Grünpflege behutsam durchführen zu
können. (…) Mit der Beseitigung sämtlicher Sträucher und Hecken
nimmt man ja auch die Brutmöglichkeiten der freibrütenden Vogelarten.
Man braucht sich nicht zu wundern, wenn man bald Amsel, Fitis,
Mönchsgrasmücke etc nicht mehr singen hört bzw. zu Gesicht
bekommt.“
Der Lebensraum von Flora und Fauna und die Mitgliedschaft der Stadt
Köln im Bündnis der Kommunen für biologische Vielfalt verlangen einen
anderen Umgang mit Gehölzen, Büschen und Hecken.
Marliese Berthmann Claudia Pinl
Gerd Kaspar Lothar Müller Rolf Kremers
Sachstandsbericht BV
1980 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
VIII/67
Vorlagen-Nummer
AN/0998/2018
Stand: 07.05.2024
Sachstandsbericht
Rückschnitt von Sträuchern, Hecken und Bäumen
Antrag der CDU-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Herr Müller/Linke, Herr
Kremers/FWK und Herr Kaspar/FDP
Beschluss:
Die Verwaltung wird aufgefordert, den Rückschnitt von Gehölzen, wie Hecken, Büschen und Bäu-
men in Zukunft behutsamer durchzuführen bzw. durchführen zu lassen und sicherzustellen, dass
kein Kahlschlag erfolgt.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Dieser Beschluss aus dem Jahr 2018 wurde umgesetzt. Der Sachstand erfolgt im Rahmen
der Einführung des digitalen Beschlusscontrollings.
Die Stadt Köln ist sich der Bedeutung einer nachhaltigen Grünpflege und einer hohen Bio-
diversität bewusst und hat sich entsprechend im Mai 2017 dem Bündnis "Kommunen für biolo-
gische Vielfalt e. V." angeschlossen. Zudem wurde der Stadt Köln in 2019 das Label „Stadt-
Grün naturnah“ verliehen, welches vorbildliches Engagement in Bezug auf den Erhalt und die
Förderung der Artenvielfalt auszeichnet.
In diesem Zusammenhang sollen etwa zehn Prozent der Wiesenflächen im Stadtgebiet zu
„Artenreichen Wiesen“ umgewandelt werden. Auch sollen 20 Prozent der Gehölze und
Strauchflächen in Grünanlagen einer naturnahen Entwicklung zugefügt werden. Eine solche
naturnahe Pflege ist jedoch nicht überall möglich. Gerade im Bereich des Verkehrsbegleit-
grüns sind teils umfangreichere Pflege- und Schnittmaßnahmen notwendig, um die Verkehrs-
sicherheit auf den Gehwegen und Fahrbahnbereichen sicher zu stellen. Hierzu ist die Stadt
Köln rechtlich verpflichtet.
Die Rückschnittmaßnahmen der Gehölzflächen erfolgen immer Abschnittsweise, sodass den
Insekten und Vögeln auch in den folgenden Jahren ein Lebensraum geboten werden kann.
Wenn bereits die beschnittenen Sträucher wieder gut ausgetrieben haben, erfolgt der weitere
Rückschnitt anderer Gehölzflächen.
2
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0998/2018
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 18.06.2018
- Erstellt
- 18.06.2018 11:53