AN/0628/2023
Faire Preise für öffentliches Parken in Köln: Soziale Aspekte und Klimaschutz miteinbeziehen
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Linke Antrag nach § 3
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An den Ausschussvorsitzenden Herrn Lino Hammer Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 13.04.2023 AN/0628/2023 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 25.04.2023 Faire Preise für öffentliches Parken in Köln: Soziale Aspekte und Klimaschutz miteinbeziehen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Hammer, die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Verkehrsausschusses zu setzen. Beschluss: Die Stadtverwaltung Köln erstellt eine Berechnungsgrundlage mit marktgerechten Preisen für den öffentlichen Parkraum. Miteinzubeziehen sind Bodenrichtwerte, Parkgebühren der umliegenden Parkhäuser, jährliche Bewirtschaftungskosten des Parkplatzes und vergleichbare Sondernutzungsgebühren. Der Preis für den Bewohnerparkausweis wird nach Fahrzeuggröße sozial und kli magerecht gestaffelt. Personen, die auf ein Auto angewiesen sind, aber nur über geringes Einkommen verfügen, bekommen eine 75 -prozentige Ermäßigung auf ihren Bewohnerparkausweis, nachweisbar über den KölnPass. Die eingenommenen Mittel aus dem Parkraummanagement kommen direkt den Menschen vor Ort zugute und werden nur dafür genutzt den Umweltverbund zu stärken: Beispielsweise durch Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Verkehrsflächen für Fuß- und Radverkehr, Verbesserung der Schulwegsicherheit und der Aufenthaltsqualität, sowie durch Entsiegelung und Begrünung. Begründung: Damit Parkraummanagement zum Wohle aller funktioniert, braucht es marktgerechte Preise, die eine umwelt- und menschenschonende Nutzung des knappen und wertvollen öffentlichen Raumes erst ermöglichen. Beispiele weltweit zeigen den engen Bezug zwischen Parkraumbewirtschaftung und Verkehrspolitik. Dort, wo die Parkplätze nicht umsonst sind, gehen Autobesitzer*innen häufiger zu Fuß, fahren Fahrrad oder nutzen öffentliche Verkehrsmittel und ersparen so den Städten Parksuchverkehr, weil sich die Suche nach einem kostenfreien Parkplatz nicht lohnt. Durch die Novellierung der STVO haben die Kommunen wesentlich mehr Spielraum erhalten, über eine entsprechende Preisgestaltung eine Mobilitätswende in ihren Städten anzustoßen. Bonn und Düsseldorf sind mit gutem Beispiel vorangegangen: Sie haben ihr Parkraummanagement optimiert und die Preise für das On-Street-Parken und das Bewohnerparken deutlich erhöht. Mit der Verabschiedung des Masterplan Parken am 14.12.2021 wurde die Verwaltung beauftragt, das Parkraummanagement zu digitalisieren und ein Konzept zum “Fairen Parken” zu entwickeln. Ein wichtiger Baustein, um diese beiden Punkte umzusetzen, ist die Preisfindung für das Parken im öffentlichen Raum. Mit der „ Verordnung zur Änderung der Verordnung über Zuständigkeiten im Bereich Straßenverkehr und Güterbeförderung“ vom 19.12.2022 dürfen die Kommunen in NRW die Gebühren für die Bewohnerparkausweise selbst bestimmen. Köln hat mehrere Bewohnerparkgebiete, in denen auch das Kurzzeitparken über einen Parkschein abgerechnet wird. Hier herrscht Konkurrenz - um Parkplätze zwischen Menschen, die vor Ort wohnen, und Besucher*innen, Pendler*innen und Personen, die zum Einkaufen oder für andere Freizeitaktivitäten ins Viertel kommen. In diesen Gebieten können die Kosten des Parkens im öffentlichen Raum an den tatsächlichen Wert des Parkplatzes oder an die Kosten in privaten Parkgaragen angenähert werden. Eine Anpassung, der jahrzehntelangen Sub ventionierung des privaten Parkens im öffentlichen Raum – getragen von der Allgemeinheit, vor allem all denjenigen, die gar kein Auto besitzen - ist dringend geboten, um einen sozialen, gesundheitlichen und umweltschonenden Ausgleich zu schaffen. Mit freundlichen Grüßen gez. Michael Weisenstein, Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0628/2023
- Typ
- Die Linke. Antrag nach § 3
- Datum
- 13.04.2023
- Erstellt
- 13.04.2023 13:14