3876/2019
Neugestaltung und Erweiterung der Skateanlage am Merheimer Heideweg/Günter-Kuxdorf-Weg in Köln-Höhenberg
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51/512 Vorlagen-Nummer 3876/2019 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Neugestaltung und Erweiterung der Skateanlage am Merheimer Heideweg/Günter-Kuxdorf- Weg in Köln-Höhenberg Beschlussorgan Bezirksvertretung 8 (Kalk) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Kalk beauftragt die Verwaltung, die umfangreiche Neugestaltung und Erweite- rung der Skateanlage in Köln-Höhenberg mit Gesamtkosten in Höhe von 481.000 Euro durchzufüh- ren. Für die Maßnahme wurden im Rahmen des Sonderprogramms "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ Fördermittel in Höhe von 432.900 Euro beantragt (Zuwendungsbescheid Nr. 05/68/18 vom 05.11.2018). Jugendhilfeausschuss 19.11.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.11.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen 468.500 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 421.650 90 % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 12.500 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 11.250 90 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen 48.100 € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten 42.165 € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: Begründung der Dringlichkeit: Aufgrund der ungünstigen Beratungsfolgen (nächste Möglichkeit zur Beschlussfassung BV 8 am 12.03.2020 – Vorberatung JHA am 28.01.2020) muss die Beratung in der Sitzung des JHA am 19.11. bzw. BV 8 am 28.11. erfolgen. Es handelt sich um eine Fördermaßnahme, des Landes, die termingerechte Mittelabrufe vorschreibt, deshalb muss die Ausschreibung im Winter dieses Jahres erfolgen. In der immer dichter bebauten Stadt Köln ist es für die Lebensqualität ihrer Bewohner*innen von enormer Bedeutung, dass auch ein differenziertes Angebot an Freiflächen für verschiedenste Freizei- taktivitäten und zum Aufenthalt zur Verfügung steht. Bewegungspraktiken wie Skateboarding etc. erfreuen sich insbesondere bei jungen Menschen stetig steigender Beliebtheit. Aufgrund der gegebe- nen Bedarfslage und den ständig steigenden Nutzerzahlen werden spezielle Zweckräume zur Au s- übung dieser neuen Freizeitaktivitäten benötigt. Öffentliche Skatepark-Einrichtungen ermöglichen allerdings nicht nur das Ausüben von Freizeitaktivi- täten, sondern dienen auch als Treffpunkte und fördern damit über den Sport hinaus die soziale Inter- aktion. Aufgrund eines gemeinsamen Interesses kommt es hier zu Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlichen sozialen, demographischen und kulturellen Hintergrundes, die ansonsten eher nicht in Kontakt kämen. Skateparks tragen also auch zur interkulturellen Verständigung und zur Integration bei und bereichern so das urbane Leben in vielfältiger Weise. Im Sinne einer bedarfsgerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung ist es daher erforderlich, zusätz- liche Angebote für Skater zu schaffen bzw. die vorhandenen auszubauen. Aufgrund dessen sollen im Rahmen eines Gesamtkonzepts an ausgewählten Standorten stadtweit auch Trendsportanlagen wie z. B. Skateparks realisiert werden. Aus gesamtstädtischer Sicht ist dringend eine Verbesserung des Skatepark-Angebots auf der rechten 3 Rheinseite notwendig, wo den Skatern bislang nur sehr wenige kleinere Angebote zur Verfügung ste- hen. Aufgrund des gegebenen stadtteil - und stadtbezirksübergreifenden Bedarfs ist daher vorgese- hen, die im Stadtteil Höhenberg bestehende öffentliche Skateanlage als attraktiven bedarfsgerechten Skatepark mit hohem Bewegungs- und Aufenthaltswert für Skater und andere Nutzergruppen auszu- bauen. Im Zuge der Neugestaltung und Erweiterung der Skateanlage soll die Versorgung mit Angebo- ten für Trendsportarten im Rechtsrheinischen deutlich verbessert werden. Die Entwicklung des Skateparks ist Teil des Konzepts, das vorhandene bedarfsorientierte Gefüge an Trendsportarten zu ergänzen und zu stärken. Die geplante Anlage soll auch eine sichere Alternative zum Skaten im Stra- ßenverkehr darstellen. Das Projekt soll allerdings auch interkulturell, generations- und altersübergrei- fend einen wesentlichen Beitrag zu mehr Lebens - und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum leis- ten. Hoher Handlungsbedarf ergibt sich an diesem Standort zudem auch aus den im Stadtteil und im weiteren Einzugsbereich vorhandenen Bevölkerungsstrukturen bzw. den gegebenen familiären und sozialen Lebensbedingungen vieler hier lebender Kinder und Jugendlichen. Es ist zu erwarten, dass die Skateanlage zum Anziehungspunkt für Nutzer*innen weit über die Grenzen des Stadtteils und des Stadtbezirks hinaus wird. Die Skateanlage befindet sich in Randlage des Stadtteils Höhenberg in unmittelbarer Nähe des Nah- erholungsgebiets Merheimer Heide, wo Grünflächen sowie Angebote wie Fitnessparcours und Sport- anlagen zur Ausübung verschiedener Sport - und Freizeitaktivitäten einladen. Aufgrund ihrer relativ zentralen Lage im Rechtsrheinischen, ihrem vielfältigen Angebot sowie ihrer guten Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr erfährt das Naherholungsgebiet eine sehr starke Frequentierung. Viele der umliegenden Stadtteile verfügen über eine hohe Einwohnerdichte und nur wenige Freifl ä- chen im öffentlichen Raum. Die Besucher*innen k ommen allerdings nicht nur aus den unmittelbar angrenzenden Stadtteilen; auch von anderen rechtsrheinisch gelegenen Stadtteilen ist die Merheimer Heide sehr gut bis gut zu erreichen. Die vorhandene Skateanlage verfügt zwar über eine ideale Lage, weist derzeit aufgrund ihrer Größe und Ausstattung allerdings nur sehr geringe Attraktivität auf. Sie bedarf daher dringend einer an den Bedürfnissen der trendsportinteressierten Kinder und Jugendlichen orientierten Neugestaltung – d. h. Erweiterung und qualitativen Aufwertung –, um den jungen Menschen in einem alters- und bedarfsge- rechten Kommunikations- und Bewegungsraum adäquate Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu kön- nen. Die geplante Maßnahme umfasst im Wesentlichen die Neuordnung und Neugestaltung der entlang der Straße Merheimer Heideweg/Günter-Kuxdorf-Weg vorhandenen Skatefläche unter Einbeziehung der nördlich angrenzenden, derzeit als Wiese ausgebildeten öffentlichen Grünfläche. Unter Nutzung der vorhandenen Strukturen und räumlichen Gegebenheiten soll die Skateanlage von 260 qm auf ca. 870 qm erweitert und vollständig neu gestaltet werden. Als vielfältiges Bewegungsangebot ist die Entstehung eines familienfreundlichen attraktiven Skateparks für verschiedene Trend- und Funsport- arten (Skate, Inline, Stunt-Scooter, BMX etc.) vorgesehen. Im Vorfeld der Neugestaltung hatte sich bereits eine Initiative für die Schaffung eines attraktiven Skateparks im Stadtbezirk Kalk gebildet. Im Sinne einer bedarfsgerechten Planung wurden die inte- ressierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in intensivem Austausch und enger Kooperation an der Entwicklung des Planentwurfs beteiligt. Darüber hinaus wurden auch die lokalen Nutzer*innen – vor allem die Initiative „Skater Paradise“ aus dem Stadtbezirk Kalk – sowie der Deutsche Rollstuhl- Sportverband e. V. und zwei Wheelchair Skating-Akteure in die Planung einbezogen. Der vorliegende Planentwurf wurde auf der Grundlage der Anregungen und Wünsche aller Beteiligten entwickelt. Im Sinne einer nutzerfreundlichen, wesentlich besseren und sichereren Erreichbarkeit soll der Zugang zur Anlage zukünftig von der Frankfurter Straße aus erfolgen und barrierefrei gestaltet sein. Geplant ist darüber hinaus, den Skatepark durch einen blickdurchlässigen Zaun zur unmittelbar benachbarten Straße abzugrenzen und zu schützen. Im Zuge der Erdarbeiten sollen darüber hinaus auch die tech- nischen Voraussetzungen für die Option geschaffen werden, die Anlage zu einem späteren Zeitpunkt zu beleuchten. Der Entwurf sieht sowohl eine “Street“- als auch eine „Bowl“-Skatefläche vor, an welche sich Aufent- haltsbereiche anschließen. Die Skatefläche soll nach dem Stand der Technik in Ort-Beton-Bauweise gefertigt werden. Es ist vorgesehen, mittels individueller Elemente sowie eines Farbkonzepts eine einzigartige Erlebnislandschaft mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen zu lassen. Die beiden an den Kopfseiten vorgesehenen Rampen sollen jeweils eine Plattform erhalten. Um auf Geländer, Absturz- 4 sicherungen o. ä. verzichten zu können, wird kein Hindernis die Fallhöhe von 1 m übersteigen. Vor dem Hintergrund eines seit Jahren steigenden Bedarfs an auch für Menschen mit Behinderung nutzbaren Anlagen wird auch ein besonderer Fokus auf die Bedarfe dieser Nutzergruppe gelegt. Im Sinne der Inklusion soll der Skatepark in Höhenberg als einer der ersten in Deutschland ein barriere- freies inklusives Angebot – gleichermaßen anspruchsvoll und interessant für Menschen mit Behinde- rung – insbesondere Rollstuhlfahrer*innen – und ohne Behinderung Menschen – bereithalten. Neben der barrierefreien Gestaltung des neuen Zugangs zum Skatepark ist auch die behindertengerechte Gestaltung der Aktionsflächen vorgesehen, ohne dass sich die Attraktivität der Anlage hierdurch für andere Nutzer*innen verringert. Die Gesamtkosten der Maßnahme in Höhe von 481.000 Euro gliedern sich wie folgt: Planung 85.400 Euro Herrichtung 383.100 Euro Öffentlichkeitsarbeit 12.500 Euro Für die Planung und Herrichtung der Fläche wurde im Rahmen des Sonderprogramms "Investitions- pakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ ein Antrag auf Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von 432.900 Euro (90 % der Gesamtkosten) gestellt der am 05.11.2018 unter der Zuwendungsb e- scheid-Nr. 05/68/18 bewilligt wurde. Die Gesamtfinanzierung incl. der Eigenmittel in Höhe von 48.000 Euro (10 %) erfolgt im Rahmen des Haushaltsplans 2018 ff. über investive Auszahlungsermächtigun- gen im Teilfinanzplan 0604, Kinder - und Jugendarbeit, Teilplanzeile 8 (Auszahlungen für Bauma ß- nahmen), bei der Finanzstelle 5100-0604-0-2002, Finanzposition: 5102.578.5200.2. Die über die Jahre der Nutzung ergebniswirksam anfallenden bilanziellen Abschreibungen in Höhe von 48.100 Euro p. a. sind im Hpl -Entwurf 2019 ff. im TP 0604, Kinder - und Jugendarbeit, entspre- chend berücksichtigt. Die laufende Unterhaltung der Anlage erfolgt im Rahmen der hierfür veranschlagten Haushaltsmittel. Anlage Anlagen
Anlage Skatepark Höhenberg
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Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3876/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 18.11.2019
- Erstellt
- 07.11.2019 09:03