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2385/2019

Radverkehrskonzept Ehrenfeld

Mitteilung BV 04.11.2019

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Anlage 1 - Bericht zur Schülerbefragung

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Anlage 2 - Schulwegrouten nach Nutzungshäufigkeit

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Mitteilung BV

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Anlage 1 - Bericht zur Schülerbefragung

84128 Zeichen

S
CHÜLERBEFRAGUNG ZUM 
RADVERKEHRSKONZEPT 
FÜR DEN STADTBEZIRK KÖLN-
EHRENFELD
Im Auftrag der 
 Stadt Köln 
Köln, 26. Juli 2019
Anlage 1

SCHÜLERBEFRAGUNG ZUM 
RADVERKEHRSKONZEPT  
FÜR DEN STADTBEZIRK  
KÖLN-EHRENFELD 
 
 
 
 
 
 
 
Planungsbüro VIA eG 
Marspfortengasse 6 
50667 Köln 
Tel.  0221 / 789 527-28 
Fax   0221 / 789 527-99 
 
Bearbeiter: 
Andrea Fromberg 
Kirsten Niklas 
 
 
26. Juli 2019

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 3 
Inhaltsverzeichnis 
1 Aufgabenstellung ..................................................................................... ................... 7 
2 Analyseergebnisse .................................................................................... .................. 9 
2.1  Methodik .......................................... ................................................... .......................... 9 
2.2  Rücklauf ............................................................................................. ......................... 11  
2.3  Verkehrsmittelwahl auf dem Weg zur Schule ............................................................ .. 13  
2.4  Fahrradfahren: Voraussetzungen, Einstellungen und Erfahrungen .............................. 19  
2.4.1  Fahrradverfügbarkeit ................................................................................. ........... 19  
2.4.2  Beliebtheit und Image des Fahrradfahrens ........................................................... 21  
2.4.3  Verkehrstüchtigkeit der Fahrräder .................................................................... .... 25  
2.4.4  Negative Erfahrungen rund um das Fahrradfahren ............................................... 26  
2.5  Fahrradnutzung auf dem Schulweg ...................................................................... ....... 27  
2.5.1  Fahrradfahren auf dem Schulweg in Abhängigkeit von Jahreszeit und Wetter...... 29  
2.5.2  Fahrradfahren auf dem Schulweg alleine oder mit mehreren ................................ 30  
2.5.3  Fahrradfahren auf dem Schulweg und Radverkehrsinfrastruktur .......................... 31  
2.5.4  Gründe für die Nicht-Nutzung des Fahrrades auf dem Schulweg ......................... 32  
2.6  Fahrradnutzung im Alltag und in der Freizeit ......................................................... ...... 35  
2.6.1  Wahrnehmung der Situation des Fahrradparkens an der Schule .......................... 35  
2.6.2  Schulwegrouten und Radverkehrsinfrastruktur ..................................................... 51  
2.6.3  Gefahrenwahrnehmung .................................................................................. ...... 55  
2.6.4  Bewertung der Situation des Radverkehrs und Verbesserungsvorschläge der 
Schülerinnen und Schüler ............................................................................. ....... 59  
3 Anhang ............................................................................................... ........................ 65  
Informationsbrief Schulbefragung ..................................................................... .................... 65  
Befragungsbogen ...................................................................................... ........................... 67  
Beispielkarte zur Schülerbefragung ................................................................... ................... 71  
Schulwegekarte Albertus-Magnus-Gymnasium ............................................................. ....... 72  
Schulwegekarte Max-Ernst-Gesamtschule ................................................................ ........... 73  
Schulwegekarte Montessori-Gymnasium................................................................... ........... 74

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 4 
 
Abbildungsverzeichnis 
Abbildung 1-1:  An der Schülerbefragung teilnehmende Schulen ...................................... 8 
Abbildung 2-1: Screenshot der Online-Befragung ....................................................... .......... 10  
Abbildung 2-2:  Rücklauf aus den teilnehmenden Schulen aufgeschlüss elt nach Klassen 
(n=603)  .......................................... ................................................... .................. 11  
Abbildung 2-3:  Altersverteilung der Stichprobe (n=604) .................................................. 12  
Abbildung 2-4:  Altersverteilung nach Schule (n=589) ..................................................... 12  
Abbildung 2-5:  Hauptverkehrsmittel auf dem Weg zur Schule im Stadt bezirk Ehrenfeld 
(n=603)  .......................................... ................................................... .................. 13  
Abbildung 2-6:  Hauptverkehrsmittel nach Schule (n=603) .............................................. 14  
Abbildung 2-7:  Wohnorte bei Kfz-Mitfahrern (n=40) ........................................................ 15  
Abbildung 2-8:  Verkehrsmittelroutinen ............................................................................ 16 
Abbildung 2-9:  (fast) täglich genutzte Verkehrsmittel in Köln-Ehre nfeld (n=679) und 
Moers (n=2.163)  .................................. ................................................... .......................... 17  
Abbildung 2-10:  Hauptverkehrsmittel auf dem Weg zur Schule nach Alter (n=582) .......... 18  
Abbildung 2-11:  Häufigkeit des Fahrradfahrens (n=597) ................................................... 19  
Abbildung 2-12:  Gründe für das Nicht-Nutzen des Fahrrades (Mehrfachantworten möglich)20  
Abbildung 2-13:  Beliebtheit des Fahrradfahrens unter Schülern im St adtbezirk Köln-
Ehrenfeld (n=591)  ................................................................................... ............................ 21  
Abbildung 2-14:   Beliebtheit des Fahrradfahrens nach Alter im Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld22  
Abbildung 2-15:  Beliebtheit des Fahrradfahrens nach Schule im Stadt bezirk Köln-
Ehrenfeld  ........................................ ................................................... .................... 22  
Abbildung 2-16:  Bewertung des Fahrradfahrens (links= Stadtbezirk Kö ln-Ehrenfeld n=293, 
rechts=Stadt Moers n = 1.757) ........................................................................ ..................... 23  
Abbildung 2-17:  Bewertung des Fahrradfahrens in Köln-Ehrenfeld, Ver gleich zwischen 
SchülerInnen, die täglich Rad fahren und SchülerInnen, die nie Rad fahren ........................ 24  
Abbildung 2-18:  Verkehrstüchtigkeit des Fahrrades und sichere Kleidung ........................ 25  
Abbildung 2-19:  Helmnutzung nach Alter (n=361) ............................................................ 26  
Abbildung 2-20:  Negative Erfahrungen rund um das Fahrradfahren gene rell und auf dem 
Weg zur Schule bzw. auf dem Schulhof, Mehrfachantworten möglich .................................. 27  
Abbildung 2-21:  Fahrradnutzung generell (links: n=597) und Fahrradnutzung auf dem Weg 
zur Schule (rechts: n=367) ........................................................................... ........................ 28  
Abbildung 2-22:  Fahrradnutzung auf dem Weg zur Schule nach Schule .......................... 29

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 5 
Abbildung 2-23:  Fahrradnutzung in Abhängigkeit von Jahreszeit und Wetter ................... 29  
Abbildung 2-24:  Fahrradfahren Alleine oder mit Mehreren ................................................ 30  
Abbildung 2-25:  Fahrradfahren Alleine oder mit Mehreren nach Alter ............................... 30  
Abbildung 2-26:  Fahrradfahren auf dem Schulweg und Radverkehrsinfrastruktur ............ 31  
Abbildung 2-27:  Fahrradfahren auf dem Schulweg und Radverkehrsinfra struktur nach 
Schulen  .......................................... ................................................... .................. 31  
Abbildung 2-28: Gründe für die Nicht-Nutzung des Fa hrrades auf dem Weg zur Schule 
(Stadtbezirk Ehrenfeld n= 213, Stadt Moers n = 751, Mehrfachnennung möglich) ................ 32  
Abbildung 2-29:  Der Schulweg ist mit dem Fahrrad zu gefährlich, weil .... (n=30) ............. 33  
Abbildung 2-30:  Der Schulweg ist mit dem Fahrrad zu gefährlich, weil . . . (nach Schule) 34  
Abbildung 2-31:  Fahrradnutzung im Alltag und in der Freizeit (n=236) ............................. 35  
Abbildung 2-32:  Zufriedenheit mit den Abstellanlagen ...................................................... 35  
Abbildung 2-33:  Zufriedenheit mit den Abstellanlagen nach Schulen ................................ 36  
Abbildung 2-34:  Nachfrage an Fahrradstellplätzen nach Schulen ..................................... 37  
Abbildung 2-35:  Anzahl Fahrradstellplätze nach Abstelltyp und Schule ............................ 38  
Abbildung 2-36:  Abstelltypen ......................................................................................... ... 38  
Abbildung 2-37:  Anzahl Stellplätze mit Beleuchtung nach Schule ..................................... 39  
Abbildung 2-38:  Fahrradparken am Albertus-Magnus-Gymnasium ................................... 40  
Abbildung 2-39:  Angebot an Fahrradabstellplätzen am Albertus-Magnus-Gymnasium ..... 40  
Abbildung 2-40:  Nachfrage am Albertus-Magnus-Gymnasium ......................................... 41  
Abbildung 2-41: Verbesserungsvorschläge Abstellanlage (n=391) ....................................... 41  
Abbildung 2-42:  Fahrradparken an der Max-Ernst-Gesamtschule .................................... 42  
Abbildung 2-43:  Angebot an Fahrradabstellplätzen an der Max-Ernst-Gesamtschule ....... 42  
Abbildung 2-44:  Nachfrage an Fahrradabstellplätzen an der Max-Ernst-Gesamtschule ... 43  
Abbildung 2-45:  Verbesserungsvorschläge der Abstellanlage von Schülern der Max-Ernst-
Gesamtschule (n=110) ................................................................................. ........................ 43  
Abbildung 2-46:  Fahrradparken an der Geschwister-Scholl-Realschule ........................... 44  
Abbildung 2-47:  Angebot an Fahrradabstellplätzen an der Geschwister-Scholl-Realschule44  
Abbildung 2-48:  Nachfrage an Fahrradabstellanlagen an der Geschwist er-Scholl- 
Realschule  ....................................... ................................................... ..................... 45  
Abbildung 2-49: Verbesserungsvorschläge der Abstell anlagen von Schüler/innen der 
Geschwister-Scholl Realschule (n=30) ................................................................. ................ 45  
Abbildung 2-50:  Fahrradparken am Montessori-Gymnasium ............................................ 46  
Abbildung 2-51:  Angebot an Fahrradabstellplätzen am Montessori-Gymnasium .............. 46

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 6 
Abbildung 2-52:  Nachfrage an Fahrradabstellplätzen am Montessori-Gymnasium ........... 47  
Abbildung 2-53:  Verbesserungsvorschläge der Abstellanlagen von Schü lern des 
Montessori-Gymnasiums (n=265) ........................................................................ ................. 48  
Abbildung 2-54 Verbesserungsvorschläge für die Abst ellanlagen (Stadtbezirk Ehrenfeld n 
=798, Stadt Moers  n = 3.667, Mehrfachantworten möglich) ................................................. 48  
Abbildung 2-55:  Schulwegrouten gesamt ......................................................................... 51  
Abbildung 2-56:  Schulwegrouten des Albertus-Magnus-Gymnasium ................................ 52  
Abbildung 2-57:  Schulwegrouten der Max-Ernst-Gesamtschule ....................................... 53  
Abbildung 2-58:  Schulwegrouten des Montessori-Gymnasiums ....................................... 54  
Abbildung 2-59:  Gibt es gefährliche Stellen auf dem Schulweg (n=374) ........................... 55  
Abbildung 2-60:  Gibt es gefährliche Stellen auf deinem Schulweg nach Schulen (n=373) 55  
Abbildung 2-61:  Gemeldete Gefahrenpunkte und Strecken .............................................. 56  
Abbildung 2-62:  Gemeldete kritische Strecken ................................................................. 58  
Abbildung 2-63:  Bewertung von Aussagen zum Radverkehr in Ehrenfeld ........................ 59  
Abbildung 2-64: Verbesserungsvorschläge der Kölner Schüler (n=376) ............................... 61

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 7 
1 Aufgabenstellung 
Viele Schülerinnen und Schüler prägen insbesondere in den Morgen- 
stunden das Stadtbild, wenn sie mit ihrem Fahrrad zur Schule fahren. 
Um die Potentiale für den Radverkehr bei dieser Bevölkerungsgruppe 
zu eruieren, Erkenntnisse über altersgruppenspezifi sche Besonder- 
heiten im Verkehrsverhalten und in der Gefahrenwahr nehmung von 
Kindern zu erhalten sowie ganz konkrete Hinweise zu  Gefahrenstel- 
len und Verbesserungsvorschlägen zu bekommen, entschied sich die 
Stadt Köln im Rahmen des Radverkehrskonzeptes Köln- Ehrenfeld, 
eine Befragung zum Radverkehr unter Schülerinnen un d Schülern 
durchzuführen. 
Die Kölner Grundschulen empfehlen i.d.R. den Weg zu r Schule erst 
mit Ablegung der Fahrradprüfung in der 4. Klasse, d aher werden die 
Grundschulen nicht vorrangig betrachtet. Zudem müss en Kinder bis 
8 Jahren auf den Gehwegen fahren. 
Auf das Angebot des Teams des Fahrradbeauftragten, eine Schulbe- 
fragung zur Mobilität der Schülerinnen und Schüler durchzuführen, 
haben vier Schulen ihr ausdrückliches Interesse an einer Teilnahme 
bekundet. Folgende Schulen wurden in die Stichprobe einbezogen:  
 Max-Ernst-Gesamtschule 
 Montessori-Gymnasium 
 Albertus-Magnus-Gymnasium  
 Geschwister-Scholl-Realschule. 
Die Max-Ernst-Gesamtschule liegt eher außen und hat  ein großes 
Einzugsgebiet auch in Richtung Pesch/Longerich und Widders- 
dorf/Brauweiler. Mit dem Ausbau des Mühlenweges, al s bezirksüber- 
greifende Radvorrangroute nimmt hier auch der Fahrradanteil in Rich- 
tung Ehrenfeld stetig zu.  
Das Montessori-Gymnasium liegt in Bickendorf, damit  zentral im 
Stadtbezirk und weist bereits heute einen sehr hohe n Fahrradanteil 
auf. Das Fahrrad als optimales Verkehrsmittel zur S chule wird von 
allen Akteuren beworben. Es stehen ca. 600 Fahrräde r täglich vor 
dem Eingang der Schule.  
Ähnlich ist die Situation am Albertus-Magnus-Gymnas ium in Neu-
Ehrenfeld: Auch hier ist der Fahrradanteil bereits sehr hoch und die 
Ak-teure setzen zurzeit in Zusammenarbeit mit dem T eam des Fahr- 
rad-beauftragten eine Fahrradstraße im Schulumfeld um. 
Max-Ernst-Gesamtschule 
Montessori-Gymnasium 
Albertus-Magnus-
Gymnasium

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 8 
Anders sind die Gegebenheiten bei der Geschwister-S choll-Real-
schule in Neu-Ehrenfeld. Hier ist der Fahrradanteil  noch nicht so 
hoch, doch die Schule hat direkt ein hohes Interess e bekundet, an 
der Befragung teilzunehmen. Auch vor dem Hintergrun d, hiermit ei- 
nen dritten Schultyp abzudecken, wurde die Schulbef ragung auch an 
dieser Schule durchgeführt. 
 
Abbildung 1-1: An der Schülerbefragung teilnehmende  Schulen 
Die empirische Erhebung an vier Schulen bietet den Einstieg für deut- 
liche und systematische Verbesserungen in Hinblick auf die Schul- 
wegsicherung im Stadtbezirk Ehrenfeld. Handlungsans ätze und kon- 
krete Maßnahmenvorschläge werden identifiziert und im Rahmen des 
Radverkehrskonzeptes Köln-Ehrenfeld ausgearbeitet. 
 
 
Geschwister-Scholl-
Realschule

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 9 
2 Analyseergebnisse 
2.1 Methodik 
Folgende Aspekte waren bei der Fragebogenkonzeption wesentlich: 
- Fahrradnutzung allgemein   
Die Nutzung des Fahrrades für alle Verkehrszwecke sollte 
erfragt werden: auf dem Schulweg und in der Freizeit. 
- Verkehrsmittelnutzung auf dem Schulweg   
Welches Verkehrsmittel wird genutzt? 
- Nicht-Fahrradbesitz    
Die Gründe für das Nicht-Besitzen eines Fahrrades, aber auch 
für die Nicht-Benutzung eines Fahrrades sollten genauer 
erhoben werden. 
- persönliche Erfahrungen bei der Fahrradnutzung  
Dies betrifft vor allem Diebstahl- und Unfallerfahrungen. 
- Bewertung des Fahrradfahrens  
Neben linearen Netzmängeln sollten auch punktuelle Mängel, 
wie z.B. Radfahren in Knotenpunkten, erfragt werden.  
- Verbesserungsvorschläge   
Es sollte den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit 
gegeben werden, über die Nennung von Gefahrenpunkten 
hinaus Verbesserungsvorschläge zu äußern. 
- Image des Fahrrades   
Fragen zum Image des Fahrrades wurden ergänzt, da diese 
interessanten Ergebnisse im Hinblick auf die 
Öffentlichkeitsarbeit liefern können. 
Die Themenschwerpunkte der Schülerbefragung umfassen demnach: 
 Wer nutzt das Fahrrad auf dem Weg zur Schule und w er 
nicht? 
 Welches Image hat das Radfahren und welche 
Erfahrungen machen SchülerInnen mit dem Radfahren? 
 Wird das Fahrrad nur auf dem Schulweg genutzt? 
 Ergeben sich neue Erkenntnisse in Hinblick auf die  Schulweg- 
sicherung? 
Das Team des Fahrradbeauftragten der Stadt Köln hat im Vorfeld der 
Befragung die Schulleitungen aller weiterführenden Schulen im 
Stadtbezirk schriftlich kontaktiert und über das Pr ojekt informiert. Der 
Informationsbrief zur Erläuterung des Vorhabens, de r sich an die 
Schulleitungen richtete, befindet sich im Anhang di eses Berichtes. 
Fragebogenkonzeption 
Themenschwerpunkte der 
Befragung 
Durchführung der Unter- 
suchung

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 10 
Die Befragung konnte sowohl analog als auch digital  durchgeführt 
werden. Auch der Fragebogen mit Karte befindet sich  im Anhang 
dieses Berichtes. 
 
Abbildung 2-1: Screenshot der Online-Befragung  
Die Schule bestimmte die Klasse, die je Jahrgang in  die Stichprobe 
einbezogen werden sollte. Die ausgewählten Schülerinnen und Schü- 
ler beantworteten den Fragebogen unter Aufsicht des  Lehrpersonals 
im Fachunterricht und zeichneten ihre Radverkehrssc hulwege in eine 
Karte ein.  
Die Befragung fand nach den Herbstferien 2018 zwisc hen Ende Ok- 
tober und Mitte Dezember statt. Zu diesem Zeitpunkt  konnten die 
befragten Schülerinnen und Schüler die gesamte Radfahrsaison 2018 
beurteilen.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 11 
2.2 Rücklauf  
Der Rücklauf betrug insgesamt 604 Fragebögen, onlin e wurden 392 
Fragebögen und schriftlich 212 ausgefüllt. Die Frag ebögen wurden 
codiert und ausgewertet.  
Den Rücklauf aus den einzelnen Schulen, aufgeschlüs selt nach den 
Klassen, zeigt Abbildung 2-2.  
 
Abbildung 2-2:  Rücklauf aus den teilnehmenden Schu len aufge- 
schlüsselt nach Klassen (n=603) 
1 
Die Anzahl der Rückläufe bezogen auf die einzelnen Schulen variie- 
ren zwischen 72 und 248 Fragebögen. Da nur die Gesa mtschulen 
und Gymnasien Oberstufenjahrgänge aufweisen, sind diese im Rück- 
lauf etwas schwächer besetzt: 20 Fragebögen des Mon tessori-
Gymnasiums und 19 Fragebögen des Albertus-Magnus-Gymnasiums 
wurden von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe ausgefüllt. Die 
Anzahl der zur Verfügung stehenden Fragebögen aus d en Klassen 5 
bis 10 variiert zwischen 72 und 229.  
  
                                                
1 Ein Fragebogen konnte keiner Schule zugeordnet werden. 
Rücklauf nach Schulen

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 12 
Im Fragebogen wurde das Alter nach Jahren erfasst. Der jüngste 
Befragte gibt sein Alter mit 10 Jahren an, der älte ste Befragte mit 19. 
14 Schülerinnen und Schüler haben ihr Alter nicht genannt. Abbildung 
2-3 zeigt die Altersverteilung der Stichprobe: 
 
Abbildung 2-3: Altersverteilung der Stichprobe (n=6 04) 
 
Wie in Abbildung 2-4 dargestellt, ist nicht jedes A lter bei den jeweili- 
gen Schulen vertreten. Dies ist bei den Auswertunge n zu den Schu- 
len zu berücksichtigen. 
 
Abbildung 2-4: Altersverteilung nach Schule (n=589)  
  
107 
92 
103 
81 
85 
63 
26 
25 
7
1
14 
0 20 40 60 80 100 120 
10 Jahre 
11 Jahre 
12 Jahre 
13 Jahre 
14 Jahre 
15 Jahre 
16 Jahre 
17 Jahre 
18 Jahre 
19 Jahre 
Keine Angabe 
15 
10 
17 
5
14 
10 
46 
37 
35 
28 
51 
24 
13 
12 
2
28 
25 
24 
27 
12 
9
7
13 
6
18 
20 
26 
21 
8
20 
6
0 20 40 60 80 100 
10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 
17 
18 und mehr 
Anzahl 
Alter 
Geschwister Scholl Realschule 
n=71 
Albertus-Magnus Gymnasium 
n=248 
Montessori Gymnasium 
n=151 
Max-Ernst-Gesamtschule 
n=119 
Rücklauf nach Alter

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 13 
2.3 Verkehrsmittelwahl auf dem Weg zur Schule 
Die Verkehrsmittelwahl wurde für den Tag abgefragt,  an dem der 
Fragebogen ausgefüllt wurde, und ist in Abbildung 2 -5 dargestellt. Im 
Einzelnen wurde nach der Nutzung der eigenen Füße, einschließlich 
Inliner, Roller oder Kickboard, von Fahrrad, von Bu s/Bahn, von Mo- 
fa/Motorrad sowie nach der Nutzung des Kfz als Mitfahrer und Selbst- 
fahrer gefragt. 
 
 
 
Abbildung 2-5:  Hauptverkehrsmittel auf dem Weg zur  Schule im 
Stadtbezirk Ehrenfeld (n=603)  
 
Grundsätzlich ist vor allem der Anteil des Öffentli chen Verkehrs (Bus 
und Bahn) mit 39% hoch. Zusammen erreichen die unmo torisierten 
Verkehrsmittel (Nahmobilität) auf dem Weg zur Schul e einen sehr 
hohen Anteil von 54%. Der Anteil der Kfz-Mitfahrer liegt bei 6%.  
  
Verkehrsmittelwahl

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 14 
Eine differenzierte Auswertung nach Schule ist in folgender Abbildung 
2-6 dargestellt. 
 
 
Abbildung 2-6:  Hauptverkehrsmittel nach Schule (n= 603) 
 
Den höchsten Radfahrer-Anteil mit 66% hat mit Absta nd das Montes- 
sori-Gymnasium. Den höchsten Fußgänger-Anteil mit 2 5% hat das 
Albertus-Magnus-Gymnasium. Den höchsten ÖV-Anteil ( Bus und 
Bahn) weisen die Geschwister-Scholl Realschule mit 64% und die 
Max-Ernst Gesamtschule mit 63% auf. Hier ist auch m it 13% der Kfz-
Mitfahrer-Anteil am höchsten. Aufgrund der Schulfor m sind hier auch 
Schülerinnen und Schüler aus anderen Stadtbezirken (Chorweiler, 
Lindenthal) vertreten, so dass weitere Wege zurückgelegt werden.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 15 
Die Auswertung der Wohnorte der Kfz-Mitfahrer je Sc hule zeigt Ab- 
bildung 2-7.2 
 
 
Abbildung 2-7:  Wohnorte bei Kfz-Mitfahrern (n=40) 
 
Diejenigen, die als Kfz-Mitfahrer am Befragungstag zur Schule fah- 
ren, kommen an der Max-Ernst-Gesamtschule vor allem  aus den 
Stadtbezirken Ehrenfeld und Chorweiler, aber auch a us Lindenthal 
und Kalk. Die Kfz-Mitfahrer am Albertus-Magnus-Gymn asium kom- 
men ebenfalls aus dem Stadtbezirk Ehrenfeld und aus  Nippes, ver- 
einzelt auch aus der Innenstadt und aus Lindenthal.  Am Montessori-
Gymnasium gibt es nur wenige Mitfahrer und die komm en aus dem 
Stadtbezirk Ehrenfeld. Auch die Mitfahrer aus der G eschwister-
Scholl-Realschule kommen aus dem Stadtbezirk Ehrenfeld.  
  
                                                
2 Die Auswertung der Wohnorte wurde lediglich auf St raßenebene durchgeführt. Eine Aus- 
wertung nach Straße und Hausnummer erfolgte nicht.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 16 
Zusätzlich zur Verkehrsmittelwahl am Befragungstag wurden Ver- 
kehrsmittelroutinen erfasst, in dem die Häufigkeit der Nutzung aller 
Verkehrsmittel auf dem Weg zur Schule abgefragt wur de. Wie in Ab- 
bildung 2-8 dargestellt, liefert die Auswertung der  Antworten „(fast) 
täglich“ zur Verkehrsmittelnutzung auf dem Schulweg  ein vergleich- 
bares Bild wie die Auswertung zum Hauptverkehrsmitt el am Befra- 
gungstag. So wird insbesondere das Verkehrsmittel B us /Bahn, das 
Fahrrad sowie „zu Fuß / Inliner / Roller / Kickboar d“ (fast) täglich ge- 
nutzt. 
 
 
Abbildung 2-8:  Verkehrsmittelroutinen 
 
Das Mofa / Motorrad scheint bei den Verkehrsmittelr outinen ebenfalls 
kaum eine Rolle zu spielen, hier haben 498 (96%) de r Befragten an- 
gegeben, dass sie nie das Mofa / Motorrad nutzen.  
Das Auto als Mitfahrer wird zwar auch hier von 36 (7%) der Befragten 
(fast) täglich genutzt. Jedoch zeigt die Auswertung , dass zusätzlich 
38 (7%) mindestens einmal die Woche mit dem Auto mi tfahren und 
ca. 46 (9 %) mehrmals im Monat.  
Diejenigen, die das Auto mindestens einmal die Woch e und mehr- 
mals im Monat als Alternative nutzen, verwenden fol gende in Tabelle 
2-1 dargestellten Verkehrsmittel (fast) täglich. 
  
Verkehrsmittelroutinen

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 17 
Insbesondere (fast) tägliche Bus / Bahn Fahrende, n utzen das Auto 
als Mitfahrer mindestens 1 x die Woche bzw. mehrmals im Monat. 
 
Nutzungshäufigkeit  
Auto als Mitfahrer 
Auto als 
Mitfahrer 
Zu Fuß / Inliner /  
Roller / Kickboard  
(fast) täglich  
Fahrrad 
(fast) 
täglich) 
Bus / Bahn  
(fast) täg- 
lich 
mindestens 1 x die Woche 38 14 10 19 
mehrmals im Monat 46 14 8 24 
Tabelle 2-1:  Kfz-Mitfahrer am Befragungstag und de ren Ver- 
kehrsmittelalternativen 
Zum Vergleich der (fast) täglich genutzten Verkehrs mittel werden die 
Werte der Schülerbefragung Moers 2009 herangezogen,  da Moers 
eine ähnliche Befragung durchgeführt hat.3 
 
 
 
Abbildung 2-9:  (fast) täglich genutzte Verkehrsmit tel in Köln-
Ehrenfeld (n=679) und Moers (n=2.163) 4 
                                                
3 Vom Planungsbüro VIA wurde 2009 das NRVP-Projekt „ Schülerbefragung zum Radverkehr 
in Moers“ durchgeführt. Die Methodik wurde in der vorliegenden Schülerbefragung im 
Stadtbezirk Ehrenfeld weitgehend übernommen.  
 https://nationaler-radverkehrsplan.de/de/praxis/schuelerbefragung-zum-radverkehr-moers  
 https://www.moers.de/de/wirtschaft/schueler-und-sc huelerinnen-finden-radfahren-in-moers-
praktisch-und-sicher/ 
4 Da sich die absolute Anzahl der befragten Schüleri nnen und Schüler in Ehrenfeld und 
Moers stark unterscheidet, beziehen sich die im Verlauf angegebenen Mengenverhältnisse 
auf die prozentualen Werte. 
zu Fuß / Inliner / 
Roller / Kickboard 
26% 
Fahrrad 
33% 
Bus / Bahn 
35% 
Mofa / Motorrad 
1% 
Auto als Mitfahrer 
5% 
Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld 
zu Fuß / Inliner / 
Roller / Kickboard 
16% 
Fahrrad 
48% 
Bus / Bahn 
22% 
Mofa / Motorrad 
2% Auto als 
Mitfahrer 
10% 
Auto als 
Selbstfahrer 
2% 
Stadt Moers

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 18 
Die Vergleichszahlen zeigen, dass die Anteile der u nmotorisierten 
Verkehrsmittel auf dem Weg zur Schule in Moers bei 65% liegen. 
Insbesondere der Fahrradanteil ist mit 48% höher al s im Stadtbezirk 
Köln-Ehrenfeld. Möglicherweise zeigt sich hier, das s Moers als nie- 
derrheinische Stadt eine noch höhere Fahrradtraditi on hat als Köln. 
Rechnet man die Verkehrsmittel des Umweltverbundes zusammen 
(ÖV, Rad und Fuß), so ist der Anteil in Köln-Ehrenf eld höher als in 
Moers (94% zu 86%), was am hohen Anteil der Kfz-(Mi t-)Fahrer in 
Moers liegt.  
Die Verkehrsmittelnutzung auf dem Weg zur Schule aufgeschlüsselt 
nach Alter zeigt Abbildung 2-10. 
 
 
Abbildung 2-10:  Hauptverkehrsmittel auf dem Weg zu r Schule 
nach Alter (n=582) 
 
Die Nutzung des Fahrrades ist in allen Altersklasse n hoch. Insbeson- 
dere ab 13 Jahren und noch einmal ab 16 Jahren vers tärkt sich die 
Nutzung auf über 30% bzw. 70%. 
Jüngere Schülerinnen und Schüler von 10 bis 15 Jahr en fahren häu- 
fig mit Bus und Bahn zur Schule, danach nimmt der Anteil stark ab. 
Fußwegeanteile und die Anteile von Mitfahrern im Au to bleiben über 
die Jahre weitgehend konstant.  
  
Verkehrsmittelwahl nach 
Alter

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 19 
2.4 Fahrradfahren: Voraussetzungen, Einstellungen 
und Erfahrungen 
2.4.1 Fahrradverfügbarkeit 
Die Fahrradverfügbarkeit ist bei den befragten Schü lerinnen und 
Schülern sehr hoch: nur 54 (9%) besitzen kein Fahrr ad. 55 (9%) der 
befragten Schülerinnen und Schüler gaben an, dass s ie nie Fahrrad 
fahren (siehe Abbildung 2-11).  
 
Abbildung 2-11:  Häufigkeit des Fahrradfahrens (n=5 97) 
 
25 der befragten Schülerinnen und Schüler gaben an, warum Sie kein 
Fahrrad besitzen, bzw. warum Sie nie Fahrrad fahren. Abbildung 2-12 
führt die Antwortmöglichkeiten dieser Nicht-Nutzer auf. Unter Sonsti- 
ges haben vier der befragten Schülerinnen und Schül er folgende 
Gründe genannt: Ich besitze kein Fahrrad (2x); Ich habe weder Geld 
noch Zeit dafür (1x) und Fahrrad fahren ist langwei lig (1x). Einer der 
befragten Schülerinnen und Schüler hat keine Angabe  bei „Sonsti- 
ges“ gemacht. 
 
Gründe für den Nicht-
Fahrradbesitz oder die 
Nicht-Nutzung des Rades

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 20 
 
 
Abbildung 2-12:  Gründe für das Nicht-Nutzen des Fa hrrades 
(Mehrfachantworten möglich) 
Die meisten Nicht-Nutzer (n=11) mögen das Fahrrad fahren nicht. Sie 
halten entweder nichts vom Fahrrad fahren (n=10) od er finden Fahr- 
rad fahren langweilig (n=1 unter Sonstiges) 
Viele der befragten Schülerinnen und Schüler, die z um Zeitpunkt der 
Befragung nicht Fahrrad fahren, können es zumindest  und hatten 
auch schon ein Fahrrad. Sie besitzen zurzeit entwed er kein Fahrrad 
(n=2 unter Sonstiges) oder dieses ist zurzeit nicht  mehr fahrbereit 
oder gestohlen worden (n=8). 
Auch sind fast alle befragten Schülerinnen und Schü ler in der Lage, 
Fahrrad zu fahren, nur drei geben insgesamt an, sie  können (zum 
Teil aus Gesundheitsgründen n=1) nicht Fahrradfahren.  
Zwei der befragten Schülerinnen und Schüler geben a n, dass Fahr- 
rad fahren zu gefährlich sei und weitere zwei könne n das Rad nicht 
sicher und bequem im oder am Haus parken.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 21 
2.4.2 Beliebtheit und Image des Fahrradfahrens 
84% der befragten Schülerinnen und Schüler gaben an , dass sie 
grundsätzlich, das heißt nicht nur auf dem Schulweg , sondern zu je- 
dem Verkehrszweck gerne Fahrrad fahren: Damit erfre ut sich das 
Radfahren unter den befragten Schülerinnen und Schülern einer aus- 
gesprochen hohen Beliebtheit. Die befragten Schülerinnen und Schü- 
ler sind regelmäßige Fahrradfahrer und schätzen ihr  Verkehrsmittel 
sehr. 
 
Abbildung 2-13: Beliebtheit des Fahrradfahrens unte r Schülern im 
Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld (n=591)  
Wie in Abbildung 2-14 dargestellt fahren in jeder A ltersstufe mehr als 
70% der befragten Schülerinnen und Schüler „gerne“ oder „sehr ger- 
ne“ Rad. Interessant ist, dass das Fahrradfahren ca. ab der 7. Klasse 
augenscheinlich einen „Image-Knick“ bekommt: Die Ne nnungen „ich 
fahre sehr gerne Fahrrad“ nehmen ab dem Alter von 1 2 Jahren deut- 
lich ab. 
sehr gerne 
222 
38% 
gerne 
274 
46% 
nicht so gerne 
62 
10% 
gar nicht 
gerne 
33 
6% 
Fahrradfahren ist beliebt

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 22 
 
Abbildung 2-14:  Beliebtheit des Fahrradfahrens nac h Alter im 
Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld 
 
Dass Fahrradfahren sich vor allem großer Beliebthei t unter den be- 
fragten Schülerinnen und Schülern des Montessori-Gy mnasiums er- 
freut, zeigt Abbildung 2-15: 
 
Abbildung 2-15:  Beliebtheit des Fahrradfahrens nac h Schule im 
Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld 
94% (n=140) der befragten Schülerinnen und Schüler des Montes- 
sori-Gymnasiums fahren „gerne“ oder „sehr gerne“ Fa hrrad. Die be- 
fragten Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums 
und der Max-Ernst-Gesamtschule fahren mit über 80% (n=208) eben- 
53 
45 
30 
27 
25 
16 
7
13 
2
37 
36 
44 
39 
46 
38 
13 
10 
3
9
5
19 
9
7
6
4
1
2
7
3
8
5
6
1
1
1
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 
10 
n=106 
11 
n=89 
12 
n=101 
13 
n=80 
14 
n=84 
15 
n=61 
16 
n=25 
17 
n=25 
18 
n=7 
Alter 
sehr gerne 
gerne 
nicht so gerne 
gar nicht gerne 
92 
20 
39 
70 
116 
27 
61 
70 
25 
15 
17 
5
15 
8
5
4
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 
Albertus-Magnus Gymnasium (n=248) 
Geschwister-Scholl-Realschule (n=70) 
Max-Ernst-Gesamtschule (n=122) 
Montessori-Gymnasium (n=149) 
sehr gerne gerne nicht so gerne gar nicht gerne

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 23 
falls „gerne“ oder „sehr gerne“ Rad. Eine Ausnahme macht die Ge- 
schwister-Scholl-Realschule: Hier sind es mit 67% ( n=47) etwas we- 
niger bei den befragten Schülerinnen und Schülern, die „gerne“ oder 
„sehr gerne“ Fahrrad fahren. 5 
Um das Image des Radfahrens zu erfassen, wurde die Bewertung 
von Eigenschaften, die dem Radfahren zugeordnet wer den können, 
in einem Polaritätsprofil abgefragt. Grundsätzlich ist das Image des 
Radfahrens bei den befragten Schülerinnen und Schül ern sehr posi- 
tiv, alle Eigenschaften, bis auf die Einschätzung d er Kosten für das 
Fahrradfahren („billig – teuer“) liegen deutlich im  positiven Wertebe- 
reich. Die positivste Bewertung bekommt die Eigensc haft „praktisch“. 
Danach folgt „schnell“, dann „cool“ und interessant er Weise auch 
„sicher“. Die Eigenschaftenpaare „modern“ und „unmo dern“ haben 
keine herausragenden Bewertungen. Im Vergleich zur Schülerbefra- 
gung in Moers sind die Ergebnisse ähnlich. Lediglic h die gegensätzli- 
chen Eigenschaften „billig“ und „teuer“ bewerten di e Kölner eher mit 
„teuer“. In Moers liegt die Bewertung im Mittel. 
 
 
Abbildung 2-16:  Bewertung des Fahrradfahrens (link s= Stadtbezirk 
Köln-Ehrenfeld n=293, rechts=Stadt Moers n = 
1.757) 
  
                                                
5 Die geringere Grundgesamtheit (n=70) bei der Gesch wister-Scholl-Realschule sowie die 
unterschiedliche Altersverteilung (siehe Abbildung 2-4) ist hier jedoch zu beachten. 
Image des Radfahrens 
modern 
praktisch 
schnell 
cool 
sicher 
billig 
unmodern 
unpraktisch 
langsam 
uncool 
unsicher 
teuer

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 24 
Vergleicht man die Bewertungen der befragten Schüle rinnen und 
Schüler, die in Köln-Ehrenfeld täglich Rad fahren m it denen, die nie 
Rad fahren, ergibt sich folgendes Bild: 
 
 
 
Abbildung 2-17: Bewertung des Fahrradfahrens in Köl n-Ehrenfeld, 
Vergleich zwischen SchülerInnen, die täglich Rad 
fahren und SchülerInnen, die nie Rad fahren 
 
Die Radnutzer liegen dabei in fast allen Kategorien  deutlich im positi- 
ven Bereich, die Nicht-Nutzer eher im Mittleren. Da raus ergibt sich, 
wie in Abbildung 2-17 zu entnehmen ist, ein ähnlich er Verlauf. Beide 
Gruppen bewerten im Verlauf das Radfahren ähnlich, mit einer Aus- 
nahme: Beide Gruppen bewerten das Verkehrsmittel mi t „teuer“. Die 
Eigenschaften „praktisch“ und „schnell“ werden dem Fahrradfahren 
auch von den Nicht-Nutzern zugeschrieben. Interessa nt ist auch, 
dass Nicht-Nutzer das Fahrradfahren gefährlicher („ unsicher“) ein- 
schätzen als Nutzer. 
Hier zeigen sich erneut die Potenziale: auch für nicht fahrradfahrende 
Schülerinnen und Schüler hat das Verkehrsmittel ten denziell ein eher 
positives Image.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 25 
Diese Ergebnisse können für eine speziell auf Schül erinnen und 
Schüler ausgerichtete Image-Kampagne verwendet werd en: Radfah- 
ren wird vor allem von den NutzerInnen als praktisc h und schnell an- 
gesehen und diese Vorteile sollten auch den Nicht-N utzerInnen 
kommuniziert werden. Dies kann z.B. über schulische  Veranstaltun- 
gen praktisch erfahren werden.  
2.4.3 Verkehrstüchtigkeit der Fahrräder 
Auch die Verkehrstüchtigkeit des Fahrrades, die Nut zung eines Hel- 
mes und das Tragen gut sichtbarer Kleidung beim Rad fahren wurde 
abgefragt: 
 
Abbildung 2-18: Verkehrstüchtigkeit des Fahrrades u nd sichere 
Kleidung 
 
Bei 324 (88%) der Befragten funktionieren, zumindes t nach eigener 
Aussage, die Bremsen, das Licht ist bei 290 (79%) immer betriebsbe- 
reit. Auch sind die Räder überwiegend mit den vorge schriebenen 
Reflektoren ausgestattet. Einen Helm tragen 180 (49 %) Befragte und 
nur 38 (10%) achten beim Radfahren zusätzlich auf d as Tragen von 
heller Kleidung mit Reflektoren.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 26 
Werden die Antworten zur Helmnutzung nach Alter aus gewertet, 
ergibt sich folgendes Bild: 
 
 
Abbildung 2-19:  Helmnutzung nach Alter (n=361) 
 
Die Bereitschaft, einen Helm zu tragen, nimmt ab de m Alter von 12 
Jahren rapide ab. Damit verliert die Helmnutzung ga nz eklatant an 
Akzeptanz in der Oberstufe der weiterführenden Schulen.
6 
2.4.4 Negative Erfahrungen rund um das Fahrradfahre n 
Viele der befragten Schülerinnen und Schüler haben schon negative 
Erfahrungen mit dem Fahrradfahren machen müssen: 65 (18%) ist ihr 
Fahrrad schon einmal gestohlen worden, von 60 (17%)  sind schon 
einmal zumindest Teile vom Fahrrad gestohlen worden, 139 (39%) ist 
das Fahrrad bereits einmal beschädigt worden. 93 de r befragten 
Schülerinnen und Schüler (26%) hatten einen Fahrrad unfall, bei dem 
ihr Fahrrad beschädigt wurde und 112 (31%) sogar ei nen Unfall, bei 
dem sie selbst verletzt wurden. Zu beachten ist, da ss aus der Häufig- 
keit der Unfälle kein direkter Rückschluss auf die Sicherheit der Rad- 
verkehrsinfrastruktur gezogen werden kann, da keine  weiteren Infor- 
mationen zum Unfall (z.B. Alleinunfall) vorlagen. D es Weiteren wurde 
                                                
6 In der Altersgruppe ab 16 und älter reduzieren sic h auch die Fallzahlen deutlich.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 27 
nicht erhoben, in welchem Zeitraum Beschädigungen, Diebstahl oder 
Unfälle stattgefunden haben.  
Einige dieser negativen Erfahrungen auf dem Schulho f oder auf dem 
Schulweg gemacht: Dass fast die Hälfte der positive n Nennungen zu 
Teilediebstahl und Beschädigung des Fahrrades sich auf dem Schul- 
hof/Schulweg ereignen, ist ein Hinweis darauf, dass  die Sicherheit 
beim Fahrradparken dringend zu verbessern ist. 
Grundsätzlich ist die Zahl der Fahrradunfälle, an d enen die befragten 
Schülerinnen und Schüler beteiligt waren, recht hoc h: Jeder Dritte 
gibt an, dass er bereits einmal einen Fahrradunfall  mit Personen- 
schaden hatte (n=112), rund 1/4 der Unfälle mit Per sonenschaden 
hat nach Angaben der befragten Schülerinnen und Sch üler auf dem 
Schulweg stattgefunden (n=25).  
 
Abbildung 2-20: Negative Erfahrungen rund um das Fa hrradfahren 
generell und auf dem Weg zur Schule bzw. auf 
dem Schulhof, Mehrfachantworten möglich 
Das Albertus-Magnus-Gymnasium hat zehn Unfälle mit Personen- 
und elf mit Sachschaden auf dem Schulweg gemeldet. Ebenfalls 
recht viele Unfälle auf dem Schulweg nennen zudem d ie Befragten 
des Montessori-Gymnasiums (acht Unfälle mit Persone n- und elf Un- 
fälle mit Sachschaden). Knapp jeder vierte Befragte hatte einen Unfall 
mit Sachschaden. 
2.5 Fahrradnutzung auf dem Schulweg 
Fahrradfahren ist grundsätzlich beliebt und wird re gelmäßig prakti- 
ziert: 41% der Befragten geben an, dass sie (fast) täglich Fahrrad 
fahren (242) und nur 9% fahren nie (55). Interessan t ist, dass nicht 
alle, die angeben, das Fahrrad grundsätzlich zu nut zen (n=542), das

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 28 
Fahrrad auf dem Weg zur Schule nutzen: Hier nutzen es nur 37% 
(fast) täglich (203) und 31% nie (169). Die beiden Kreisdiagramme 
aus Abbildung 2-21 zeigen den direkten Vergleich. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dass die Fahrradnutzung bei den befragten Schülerin nen und Schü- 
lern auf dem Schulweg nicht so hohe Werte erreicht,  wie in anderen 
Verkehrszwecken, konnte auch in der Schülerbefragun g in Moers 
nachgewiesen werden 45% der Befragten in Moers gabe n an, das 
Fahrrad immer auf dem Schulweg zu nutzen, jeweils 6 % mindestens 
1x die Woche und mehrmals im Monat, 16% seltener un d nur 27% 
nie.  
Ein möglicher Ansatzpunkt ist, die Fahrradnutzung a uf dem Weg zur 
Schule zu erhöhen, die Schülerinnen und Schüler noc h einmal ganz 
deutlich auf die Klimaauswirkungen der eigenen Verk ehrsmittelwahl 
hinzuweisen. Dies kann mit einem CO 
2-Rechner verdeutlicht werden, 
der auch für einen schulinternen Wettbewerb eingese tzt werden 
könnte. Vor dem Hintergrund der aktuellen Fridays-f or-future-
Aktionen könnte solch ein Argument verstärkt gehört werden.  
 
  
Fahrradnutzung auf dem Schulweg Fahrradnutzung generell 
Abbildung 2-21:  Fahrradnutzung generell (links: n=597 ) und Fahrradnutzung 
auf dem Weg zur Schule (rechts: n=367)

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 29 
Abbildung 2-22 zeigt die Verteilung nach Schule: 
 
Abbildung 2-22:  Fahrradnutzung auf dem Weg zur Sch ule nach 
Schule 
Insbesondere die befragten Schülerinnen und Schüler  des Montes- 
sori-Gymnasiums und des Albertus-Magnus-Gymnasiums fahren 
immer oder mindestens 1x die Woche mit dem Fahrrad.  Die befrag- 
ten Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule und 
der Max-Ernst-Schule fahren eher selten bis nie Fahrrad. 
2.5.1 Fahrradfahren auf dem Schulweg in Abhängigkei t 
von Jahreszeit und Wetter 
Von denjenigen, die das Fahrrad auf dem Weg im Wint er zur Schule 
nutzen, nutzen es 53% und 22% zumindest manchmal. E twas weni- 
ger, nämlich 47%, fahren bei regnerischem Wetter zu r Schule und 
28% machen dies zumindest manchmal.  
 
Abbildung 2-23:  Fahrradnutzung in Abhängigkeit von  Jahreszeit 
und Wetter 
14 
103 
83 
2
3
11 
28 
3
9
4
17 
2
40 
5
41 
10 
43 
21 
61 
40 
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 
Max-Ernst-Gesamtschule 
n=109 
Montessori-Gymnasium 
n=144 
Albertus-Magnus-Gymnasium 
n=230 
Geschwister-Scholl-Realschule 
n=57 
immer mindestens 1x die Woche mehrmals im Monat seltener nie

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 30 
Diese Zahlen entsprechen anderen empirischen Ergebn issen, dass 
sich viele Radfahrer nur wenig von den Witterungsbe dingungen in 
ihrer Verkehrsmittelwahl beeinflussen lassen. Die M ehrzahl der be- 
fragten Schülerinnen und Schüler fährt bei jedem Wetter und zu jeder 
Jahreszeit. So gaben auch in Moers 58% der befragte n Schülerinnen 
und Schüler an, sie würden zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter 
mit dem Fahrrad fahren.  
2.5.2 Fahrradfahren auf dem Schulweg alleine oder m it 
mehreren 
52% der befragten Fahrradfahrer fahren alleine zur Schule, 33% zu 
zweit und 15% in einer Gruppe. 
 
Abbildung 2-24:  Fahrradfahren Alleine oder mit Meh reren 
Untersucht man dies nach Alter der Befragten, ergib t sich folgendes 
Bild: 
  
Abbildung 2-25:  Fahrradfahren Alleine oder mit Meh reren nach 
Alter  
46% 
34% 
45% 
42% 
65% 
75% 
50% 
78% 
16% 
13% 
25% 
25% 
11% 
5% 
13% 
4% 
38% 
52% 
30% 
33% 
24% 
20% 
38% 
17% 
0% 20% 40% 60% 80% 100% 
10 Jahre (n=61) 
11 Jahre (n=61) 
12 Jahre (n=56) 
13 Jahre (n=55) 
14 Jahre (n=46) 
15 Jahre (n=44) 
16 Jahre (n=16) 
17 Jahre (n=23) 
fährst du meistens alleine fährst du zu zweit fährst du in einer Gruppe

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 31 
Deutlich wird: Je älter die befragten Schülerinnen und Schüler, desto 
eher fahren sie alleine zur Schule. Jüngere Schülerinnen und Schüler 
bevorzugen die Fahrt mit mehreren und die 11-Jährigen Schülerinnen 
und Schüler fahren am liebsten in einer Gruppe zur Schule. Bei den 
Älteren ist die Altersgruppe der 16-Jährigen auffäl lig, die ein ähnli- 
ches Verhalten wie die Gruppe der 10-Jährigen zeige n. Jedoch liegt 
für diesen Jahrgang nur eine geringe Stichprobengröße vor (n=16).  
2.5.3 Fahrradfahren auf dem Schulweg und Radverkehr s- 
infrastruktur 
Mehr als die Hälfte der befragten Schülerinnen und Schüler gibt an, 
dass sie überwiegend auf Radwegen/-streifen in die Schule fahren: 
 
Abbildung 2-26: Fahrradfahren auf dem Schulweg und Radver- 
kehrsinfrastruktur 
Untersucht man die Antworten zur Nutzung der Radver kehrs-
infrastruktur in Köln-Ehrenfeld nach den Schulen, e rgibt sich folgen- 
des Bild:  
 
Abbildung 2-27:  Fahrradfahren auf dem Schulweg und Radver- 
kehrsinfrastruktur nach Schulen 
durch Tempo 
30-Zonen 
97 
26% 
auf Radwegen 
/-streifen 
196 
53% 
auf Routen ohne 
Radweg und nicht 
in Tempo 30-Zonen 
76 
21% 
n = 369 
37 
2
6
51 
107 
12 
43 
34 
25 
2
15 
35 
0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 
Albert-Magnus Gymnasium (n=169) 
Geschwister Scholl Realschule (n=16) 
Max-Ernst-Gesamtschule (n=64) 
Montessori-Gymnasium (n=120) 
durch Tempo 30-Zonen 
auf Radwegen/-streifen 
auf Routen ohne Radweg und nicht in Tempo 30-Zonen

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 32 
 
Die befragten Schülerinnen und Schüler aller unters uchten Schulen 
fahren überwiegend auf Radwegen/-streifen zur Schul e. Nur die be- 
fragten Schülerinnen und Schüler des Montessori-Gym nasiums ge- 
langen am häufigsten durch Tempo 30-Zonen zur Schule.  
2.5.4 Gründe für die Nicht-Nutzung des Fahrrades au f dem 
Schulweg 
169 der befragten Schülerinnen und Schüler geben an , ihr Fahrrad 
nie auf dem Schulweg zu benutzen. 160 begründen die s und geben, 
da Mehrfachantworten zugelassen waren, 213 Antworte n. Die Ant- 
worten, die im Fragebogen vorgegeben waren, zeigt f olgende Abbil- 
dung im Vergleich zu den Ergebnissen aus Moers: 7 
 
 
Abbildung 2-28: Gründe für die Nicht-Nutzung des Fahrrades auf dem 
Weg zur Schule (Stadtbezirk Ehrenfeld n= 213, 
Stadt Moers n = 751, Mehrfachnennung möglich) 
Die meisten begründen ihre Verkehrsmittelwahl mit besseren Alterna- 
tiven: Sei es, dass sie mit dem ÖPNV fahren (n= 63)  oder zu Fuß 
gehen (n=63). Im Vergleich mit der Stadt Moers gehe n in Köln pro- 
zentual mehr Schüler zu Fuß und weniger werden mit dem Auto als 
Mitfahrer mitgenommen. 
                                                
7  Weitere acht Nennungen waren Einzelnennungen und wurden in der Grafik unter „sonstige 
Grund“ subsumiert. 
0% 
8% 
7% 
4% 
17% 
13% 
18% 
33% 
3% 
1% 
7% 
7% 
10% 
12% 
30% 
30% 
0% 10% 20% 30% 40% 
sonstiger Grund 
Die Abstellmöglichkeiten an der Schule sind schlech t 
Fahrrad fahren auf dem Weg zur Schule ist mir zu 
anstrengend 
Meine Eltern erlauben es nicht 
Ich werde mit dem Auto mitgenommen / ich fahre 
selber mit dem Auto. 
Der Schulweg ist mit dem Fahrrad zu gefährlich 
Der Weg zur Schule ist zu nah: Ich gehe zu Fuß, 
fahre Inliner / Roller / Kickboard. 
Der Weg zur Schule ist zu weit: Ich fahre mit Bus /
Bahn. 
Ehrenfeld Moers

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 33 
Die Antworten „Schulweg ist zu gefährlich“ (12%), „ meine Eltern er- 
lauben es nicht“ (4%) und „die Abstellmöglichkeiten  an der Schule 
sind schlecht“ (1%) kommen von möglichen zukünftige n Fahrradnut- 
zern, zumindest, wenn die Infrastruktur hier verbes sert werden kann. 
Diese Aspekte werden noch vertieft, in Kapitel 2.6. 1 wird das Fahr- 
radparken detailliert untersucht. Abbildung 2-29 zeigt, warum Radfah- 
ren als zu gefährlich angesehen wird. 
 
Abbildung 2-29:  Der Schulweg ist mit dem Fahrrad z u gefährlich, 
weil .... (n=30) 
 
Die meisten befragten Schülerinnen und Schüler, die  angeben, das 
Fahrrad nie auf dem Schulweg zu nutzen, weil der Sc hulweg gefähr- 
lich ist (n=17), geben als Grund gefährliche Kreuzu ngen an, doch 
auch gefährliche oder fehlende linienhafte Radverke hrsinfrastruktur 
wird häufig genannt.  
  
5
8
8
9
0 2 4 6 8 10 
Es gibt keine Radwege/-streifen 
Es gibt zu wenige Radwege/-streifen 
Die Radwege/-streifen sind gefährlich 
Radfahren an Kreuzungen ist zu 
gefährlich

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 34 
Untersucht man die Gründe für die Nichtnutzung des Fahrrades nach 
den Schulen, ergibt sich folgendes Bild: 
 
 
Abbildung 2-30:  Der Schulweg ist mit dem Fahrrad z u gefährlich, 
weil . . . (nach Schule) 
Grundsätzlich begründen an jeder Schule die meisten  ihre Verkehrs- 
mittelwahl mit Alternativen. Die Geschwister-Scholl-Realschule mit 24 
(43%) und die Max-Ernst-Gesamtschule mit 20 (34%) b efragten 
Schülerinnen und Schülern nutzen eher den ÖPNV. Von  den 24 be- 
fragten Schülerinnen und Schülern des Montessori-Gy mnasiums, die 
nicht mit dem Fahrrad fahren, gaben 13 (54%) als Al ternative an, 
dass sie zu Fuß gehen. Die befragten Schülerinnen u nd Schüler des 
Albertus-Magnus-Gymnasiums gaben ebenfalls an, dass  sie über- 
wiegend zu Fuß gehen, wenn sie „nie“ mit dem Fahrra d zur Schule 
fahren (31 Schüler; 44%). Insbesondere Schülerinnen  und Schülern 
der Max-Ernst-Gesamtschule (10 Schüler) geben an, d ass der 
Schulweg mit dem Fahrrad zu gefährlich ist. Interes sant ist auch, 
dass Mängel an den Abstellanlagen nur bei zwei Befr agten (Ge- 
schwister-Scholl-Realschule) als Grund gegen die Fa hrradnutzung 
genannt werden.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 35 
2.6 Fahrradnutzung im Alltag und in der Freizeit 
Schülerinnen und Schüler absolvieren nicht nur Ausb ildungswege, 
sondern sie nehmen wie alle anderen Bevölkerungsgru ppen am Ver- 
kehr zu den unterschiedlichsten Zwecken teil: Neben  ihren täglichen 
Ausbildungswegen zur Schule unternehmen sie auch we itere All- 
tagswege wie Einkaufswege und Begleitwege und zudem  Freizeitwe- 
ge. Wie in Abbildung 2-31 dargestellt ist das Fahrr ad für die Mehrheit 
der befragten Schülerinnen und Schüler ein Verkehrs mittel für alle 
Verkehrszwecke: 
 
Abbildung 2-31: Fahrradnutzung im Alltag und in der  Freizeit 
(n=236) 
2.6.1 Wahrnehmung der Situation des Fahrradparkens an 
der Schule 
Die meisten befragten Schülerinnen und Schülern, di e mit dem Fahr- 
rad zur Schule fahren, sind mit den Abstellmöglichk eiten zufrieden 
(62%). 
 
Abbildung 2-32: Zufriedenheit mit den Abstellanlage n 
Fahrradnutzung der  
Schülerinnen und Schüler 
im Alltag und in der Frei- 
zeit 
Ergebnisse der Befragung

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 36 
Prozentual am unzufriedensten (Antwortmöglichkeit „ teils/teils“ und 
„ich bin unzufrieden“) mit den Abstellanlagen sind die befragten Schü- 
lerinnen und Schüler des Montessori-Gymnasiums mit 48%, darauf 
folgt das Albertus-Magnus-Gymnasium mit 35% und die  Max-Ernst-
Gesamtschule mit 32%. An der Geschwister-Scholl Realschule haben 
lediglich 16 Befragte die Frage zur Zufriedenheit b eantwortet. Zwei 
der befragten Schülerinnen und Schüler sind hier te ilweise 
(„teils/teils“) zufrieden (12,5%). 
Ein direkter Zusammenhang zwischen Fahrradnutzung u nd Abstell- 
anlagen ist aus diesen Ergebnissen nicht abzuleiten , da nur diejeni- 
gen die Frage beantwortet haben, die ihr Fahrrad au f dem Schulweg 
nutzen und die Nichtnutzer nur selten Mängel an den  Abstellanlagen 
als Grund angeben. 
 
 
Abbildung 2-33:  Zufriedenheit mit den Abstellanlag en nach Schu- 
len 
 
Parallel zur Befragung wurde die aktuelle Abstellan lagensituation an 
den befragten Schulen erhoben und das bestehende An gebot an 
Fahrradabstellanlagen wurde mit der Nachfrage abgeg lichen. Hierzu 
wurde am 05.02.2019 (ca. 5 °C; Trocken) eine Zählun g der in den 
bestehenden Anlagen abgestellten Fahrräder durchgeführt, um deren 
Auslastung bestimmen zu können. Darüber hinaus wurd en immer 
auch frei abgestellte Fahrräder, sogenannte Wildpar ker abseits der 
Abstellanlagen gesondert erfasst, um Hinweise auf d ie aus Schüler- 
sicht optimalen Standorte zu erhalten.  
109 
14 
43 
63 
50 
2
18 
47 
9
2
12 
0% 25% 50% 75% 100% 
Albert-Magnus Gymnasium (n=168) 
Geschwister Scholl Realschule (n=16) 
Max-Ernst-Gesamtschule (n=63) 
Montessori-Gymnasium (122) 
ich bin zufrieden teils / teils ich bin unzufrieden 
48% 
32% 
35% 
Exkurs: Erhebung zum 
Fahrradparken

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 37 
Die Ergebnisse der Erhebung werden im Folgenden dar gestellt. 
Maßnahmenempfehlungen aus diesem Ergebnis fließen i n das Rad- 
verkehrskonzept Köln-Ehrenfeld ein. 
Die meisten Stellplätze hat mit 575 das Albertus-Ma gnus-
Gymnasium. Diese verteilen sich auf insgesamt zehn Standorte. Die 
wenigsten Stellplätze hat mit 48 Stellplätzen die G eschwister-Scholl-
Realschule.  
Schule Anzahl der  
Standorte 
Anzahl der 
Stellplätze 
Albertus-Magnus-Gymnasium 10 575 
Geschwister-Scholl-Realschule 1 48 
Max-Ernst-Gesamtschule 3 198 
Montessori-Gymnasium 6 299 
Tabelle 2-2:  Anzahl der Abstellanlagen und Stellpl ätze nach 
Schulen 
Die höchste Auslastung liegt mit über 100% beim Mon tessori-
Gymnasium vor. Hier werden 419 Fahrradstellplätze n achgefragt, 
obwohl nur 299 zur Verfügung stehen. Die geringste Auslastung liegt 
mit 23,7% bei der Max-Ernst-Gesamtschule vor. Hier werden 47 
Stellplätze nachgefragt und 198 stehen zur Verfügun g (siehe Abbil- 
dung 2-34). 
 
Abbildung 2-34:  Nachfrage an Fahrradstellplätzen n ach Schulen 
267 
26 
47 
419 
308 
22 
151 
0% 50% 100% 
Albertus-Magnus- 
Gymnasium (n=575) 
Geschwister-Scholl- 
Realschule (n=48) 
Max-Ernst- 
Gesamtschule (n=198) 
Montessori- 
Gymnasium (n=299) 
Nachfrage Freie Stellplätze 
Auslastungsgrad 
in % 
46,4% 
54,2% 
23,7% 
>100 %

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 38 
Vorherrschender Abstelltyp an den vier untersuchten  Ehrenfelder 
Schulen ist der Anlehnhalter. Bis auf das Montessor i-Gymnasium 
haben alle Schulen diesen Abstelltyp. Das Montessor i-Gymnasium 
hat sowohl Vorderradhalter (n=174) als auch Anlehnhalter mit Vorder- 
radanschluss (n=125). Das Albertus-Magnus-Gymnasium hat zusätz- 
lich noch 115 Stellplätze mit Vorderradhaltern. Die ser Abstelltyp ist 
weniger funktional als der Anlehnhalter. So können Fahrräder häufi- 
ger umfallen (auch massenhaft) und beschädigt werde n. Des Weite- 
ren wird das Anschließen erschwert. Beispielfotos z u den Abstellan- 
lagentypen zeigt Abbildung 2-36. 
 
Abbildung 2-35:  Anzahl Fahrradstellplätze nach Abs telltyp und 
Schule 
 
Abbildung 2-36: Abstelltypen 
460 
48 
198 
125 
115 
174 
0% 20% 40% 60% 80% 100% 
Albertus-Magnus-Gymnasium 
(n=575) 
Geschwister-Scholl-Realschule 
(n=48) 
Max-Ernst-Gesamtschule (n=198) 
Montessori-Gymnasium 
(n=299) 
Anlehnhalter Anlehnhalter mit Vorderradanschluss Vorderradhalter

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 39 
Ein Witterungsschutz für die langzeitparkenden Fahrräder an Schulen 
ist an keiner Schule vorhanden.  
Ausreichend beleuchtete Abstellanlagen sind an alle n Schulen vor- 
handen. Am Albertus-Magnus-Gymnasium sind zwei Abst ellanlagen 
mit insgesamt 72 Stellplätzen und an der Max-Ernst- Gesamtschule 
eine Abstellanlage mit 74 Stellplätzen unzureichend  (z.B. verdeckt 
durch Bäume) beleuchtet.  
 
 
Abbildung 2-37:  Anzahl Stellplätze mit Beleuchtung  nach Schule 
 
Nicht alle Schulen halten optimale Abstellanlagen f ür radfahrende 
Schülerinnen und Schüler vor. Sichere und nutzerfre undliche Abstell- 
anlagen an Schulen sollten aber ein selbstverständl iches Angebot 
sein. Im schlechtesten Fall führen unbefriedigende Abstellanlagen 
dazu, dass die Schülerinnen und Schüler minderwerti ge oder nicht 
verkehrssichere Räder auf dem Schulweg benutzen.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 40 
Am Albertus-Magnus-Gymnasium stehen 460 Anlehnhalte r und 115 
Vorderradhalter zur Verfügung. Diese sind nicht überdacht. Der Anteil 
der radfahrenden Schüler ist mit 36% der zweithöchste. 
 
Abbildung 2-38:  Fahrradparken am Albertus-Magnus-G ymnasium 
Die Standorte der Fahrradabstellplätze sind aus Abb ildung 2-39 zu 
entnehmen. 65% der befragten Schülerinnen und Schül er sind mit 
den Abstellanlagen zufrieden. Es liegen einige negativen Erfahrungen 
bezüglich Vandalismus und Diebstahl auf dem Schulho f/Schulweg 
vor. Fünf Fahrräder wurden gestohlen. Bei acht Fahr rädern wurden 
Teile gestohlen und 26 Fahrräder wurden hier beschädigt. 
 
Abbildung 2-39:  Angebot an Fahrradabstellplätzen a m Albertus-
Magnus-Gymnasium 
Am Albertus-Magnus-Gymnasium wurden am Erhebungstag  267 
Fahrräder abgestellt. Im Gegensatz dazu bleiben 308  von insgesamt 
575 Stellplätzen frei. Dies bedeutet eine Auslastun g von 46,4% der 
Abstellmöglichkeiten. 
  
Albertus-Magnus-
Gymnasium

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 41 
Deutlich wird aus der folgenden Abbildung, dass die  Abstellanlagen 
einen sehr unterschiedlichen Auslastungsgrad aufwei sen: Während 
die nah am Schulzugang gelegenen Anlehnhalter eine gute Auslas- 
tung aufweisen, sind die peripher gelegenen Anlagen und die Vorder- 
radklemmen nicht so akzeptiert und folglich deutlic h geringer ausge- 
lastet. 
 
 
Abbildung 2-40:  Nachfrage am Albertus-Magnus-Gymna sium 
 
Abbildung 2-41: Verbesserungsvorschläge Abstellanlage (n=391) 
Die befragten Schülerinnen und Schüler des Albertus -Magnus-
Gymnasiums wünschen sich vor allem funktionale Abst ellanlagen 
(ausreichender Abstand, Fahrradhaltertyp, an dem da s Fahrrad fest 
angeschlossen werden kann). Des Weiteren sollen die  Abstellanla- 
gen überdacht sein.  
125 
32% 
89 
23% 
71 
18% 
50 
13% 
39 
10% 
17 
4% Abstellanlagen sollen funktional sein 
Abstellanlagen sollen überdacht sein 
Abstellanlagen sollen erweitert werden 
Abstellanlagen sollen sicherer sein 
Abstellanlagen sollen beleuchtet sein 
sonstiges

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 42 
An der Max-Ernst-Gesamtschule stehen 198 Anlehnhalt er in zwei 
nicht überdachten Bereichen zur Verfügung. Die Stan dorte der Fahr- 
radabstellplätze sind in Abbildung 2-43 eingezeichn et. Der Anteil der 
befragten radfahrenden Schülerinnen und Schüler ist mit 7% gering.  
 
 
Abbildung 2-42: Fahrradparken an der Max-Ernst-Gesa mtschule 
68% der Befragten sind mit den vorhandenen Abstellm öglichkeiten 
zufrieden. Es liegen wenige negativen Erfahrungen b ezüglich Vanda- 
lismus und Diebstahl auf dem Schulhof oder Schulweg vor. Bei einem 
der Befragten wurden Teile des Fahrrades gestohlen.  Bei sieben Be- 
fragten wurden die Fahrräder beschädigt. 
 
 
Abbildung 2-43:  Angebot an Fahrradabstellplätzen a n der Max-
Ernst-Gesamtschule 
  
Max-Ernst-Gesamtschule

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 43 
An der Max-Ernst-Gesamtschule wurden am Erhebungsta g 47 Fahr- 
räder abgestellt. Im Gegensatz dazu bleiben 151 von  insgesamt 198 
Stellplätzen frei. Dies bedeutet eine Auslastung vo n 23,7% der Ab- 
stellmöglichkeiten.  
 
Abbildung 2-44: Nachfrage an Fahrradabstellplätzen an der Max-
Ernst-Gesamtschule 
Auch an der Max-Ernst-Gesamtschule werden vor allem  die nah zum 
Eingang platzierten Abstellanlagen genutzt. 
 
Abbildung 2-45:  Verbesserungsvorschläge der Abstel lanlage von 
Schülern der Max-Ernst-Gesamtschule (n=110) 
Die befragten Schülerinnen und Schüler der Max-Erns t-
Gesamtschule wünschen sich vor allem funktionale Ab stellanlagen 
(ausreichender Abstand, Fahrradhaltertyp, an dem da s Fahrrad fest 
angeschlossen werden kann). Des Weiteren sollen die  Abstellanla- 
gen überdacht werden. 18% der befragten Schülerinne n und Schüler 
wünschen sich, dass die Abstellanlagen sicherer sei n sollen. Warum 
31 
28% 
29 
27% 
22 
20% 
20 
18% 
8
7% Abstellanlagen sollen funktional sein 
Abstellanlagen sollen überdacht sein 
Abstellanlagen sollen erweitert werden 
Abstellanlagen sollen sicherer sein 
Abstellanlagen sollen beleuchtet sein

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 44 
die bestehenden, nicht ausgelasteten Anlagen erweit ert werden sol- 
len, ist aufgrund der durchgeführten Zählung nicht ersichtlich. Mög- 
licherweise werden noch andere Standorte gewünscht. 
An der Geschwister-Scholl-Realschule stehen 48 nich t überdachte 
Anlehnhalter in einer Anlage auf dem Schulhof zur V erfügung. Zu- 
sätzlich wird möglicherweise auch von Schülern an Absperrgittern vor 
der Schule geparkt. 
 
Abbildung 2-46:  Fahrradparken an der Geschwister-S choll-
Realschule 
Der Abstellanlagenstandort ist in Abbildung 2-47 ei ngezeichnet. Zur 
Geschwister-Scholl-Realschule fahren nur 4% der bef ragten Schüle- 
rinnen und Schüler mit dem Fahrrad, das ist der nie drigste Anteil im 
Vergleich zu den anderen Schulen. Die meisten (14 v on 16) der Be- 
fragten sind mit den Abstellmöglichkeiten zufrieden . Zwei der Befrag- 
ten haben die Antwort „teils/teils“ angegeben. 
 
Abbildung 2-47:  Angebot an Fahrradabstellplätzen a n der Ge- 
schwister-Scholl-Realschule 
Geschwister-Scholl-
Realschule

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 45 
An der Geschwister-Scholl-Realschule wurden am Erhe bungstag 26 
Fahrräder abgestellt, davon 10 „wild“ vor der Schul e. Somit bleiben 
22 der insgesamt 48 Stellplätzen frei, was eine Aus lastung von 33% 
der Abstellmöglichkeiten bedeutet. 
 
Abbildung 2-48:  Nachfrage an Fahrradabstellanlagen  an der Ge- 
schwister-Scholl- Realschule 
 
Abbildung 2-49: Verbesserungsvorschläge der Abstell anlagen von 
Schüler/innen der Geschwister-Scholl Realschule 
(n=30) 
Die Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule wünschen sich eben- 
falls vor allem funktionale Abstellanlagen (ausreic hender Abstand, 
Fahrradhaltertyp, an dem das Fahrrad fest angeschlo ssen werden 
kann). Des Weiteren sollen die Abstellanlagen überd acht und erwei- 
tert werden, möglicherweise ist dieser Wunsch auch hier auf weitere 
Abstellanlagenstandorte bezogen.  
8
27% 
7
23% 6
20% 
4
13% 
3
10% 
2
7% Abstellanlagen sollen funktional sein 
Abstellanlagen sollen überdacht sein 
Abstellanlagen sollen erweitert werden 
Abstellanlagen sollen sicherer sein 
Abstellanlagen sollen beleuchtet sein 
sonstiges

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 46 
Am Montessori-Gymnasium stehen 125 nicht überdachte  Anlehnhal- 
ter mit Vorderradanschluss hinter der Turnhalle zur  Verfügung. Des 
Weiteren gibt es fünf Standorte mit insgesamt 174 Vorderradhaltern.   
 
Abbildung 2-50: Fahrradparken am Montessori-Gymnasi um 
Die Standorte der Fahrradabstellplätze sind in Abbi ldung 2-51 einge- 
zeichnet. Der Anteil der radfahrenden Schüler ist m it 66% der höchs- 
te Wert im Vergleich mit den anderen Schulen.  
 
Abbildung 2-51:  Angebot an Fahrradabstellplätzen a m Montessori-
Gymnasium 
Montessori-Gymnasium

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 47 
Es liegen einige negative Erfahrungen bezüglich Van dalismus und 
Diebstahl auf dem Schulhof/dem Schulweg vor. Bei vi er befragten 
Schülerinnen und Schülern wurde bereits das Fahrrad  gestohlen, bei 
neun bereits Teile des Fahrrades gestohlen und bei 21 wurden die 
Fahrräder beschädigt. Damit werden am Montessori-Gy mnasium 
viele negative Erfahrungen bezüglich des Fahrradpar kens an der 
Schule gemeldet, was sich auch in der Zufriedenheit  insgesamt nie- 
derschlägt: 48% sind nicht zufrieden mit der Situat ion des Fahr- 
radparkens an der Schule.  
 
Abbildung 2-52:  Nachfrage an Fahrradabstellplätzen  am Montes- 
sori-Gymnasium 
Am Montessori-Gymnasium wurden am Erhebungstag 419 Fahrräder 
abgestellt. Vor allem die minderwertigen Abstellmög lichkeiten vor 
dem Schuleingang sind überbelegt, dies bedeutet ein e Auslastung 
von mehr als 100% der Abstellmöglichkeiten und viele frei abgestellte 
Fahrräder vor dem Schuleingang. Die Abstellanlagen hinter der Turn- 
halle sind am Zugang ebenfalls überbelegt, was das Foto mit den frei 
abgestellten Fahrrädern an der Turnhallenwand (zwei tes Foto in Ab- 
bildung 2-50) belegt. Weiter vom Zugang entfernt sind auch hinter der 
Turnhallenwand noch Kapazitäten vorhanden. Wie die Auswertung 
der empirischen Daten zeigt: Je weiter weg die Abst ellanlagen vom 
Schuleingang platziert sind, desto geringer ist die Akzeptanz.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 48 
 
Abbildung 2-53:  Verbesserungsvorschläge der Abstel lanlagen von 
Schülern des Montessori-Gymnasiums (n=265) 
Die befragten Schülerinnen und Schüler des Montesso ri-
Gymnasiums wünschen sich ebenfalls vor allem funkti onale Abstell- 
anlagen (ausreichender Abstand, Fahrradhaltertyp, an dem das Fahr- 
rad fest angeschlossen werden kann). Des Weiteren s ollen die Ab- 
stellanlagen überdacht und erweitert werden.  
 
Alle befragten Schülerinnen und Schüler, die mit de m Fahrrad zur 
Schule fahren, wurden nach Verbesserungsvorschlägen  bzgl. der 
bestehenden Abstellanlagen an ihren Schulen gefragt (n=798). Abbil- 
dung 2-54 zeigt die Ergebnisse im Vergleich mit den Ergebnissen der 
Stadt Moers. 
 
Abbildung 2-54 Verbesserungsvorschläge für die Abst ellanlagen 
(Stadtbezirk Ehrenfeld n =798, Stadt Moers  
n = 3.667, Mehrfachantworten möglich) 
97 
37% 
69 
26% 
49 
18% 
30 
11% 
13 
5% 
7
3% Abstellanlagen sollen funktional sein 
Abstellanlagen sollen überdacht sein 
Abstellanlagen sollen erweitert werden 
Abstellanlagen sollen sicherer sein 
Abstellanlagen sollen beleuchtet sein 
sonstiges 
9% 
30% 
22% 
22% 
16% 
3% 
8% 
14% 
21% 
22% 
33% 
0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 
sonstiges 
Abstellanlagen sollen beleuchtet sein 
Abstellanlagen sollen sicherer sein 
Abstellanlagen sollten überdacht sein 
Abstellanlagen sollten erweitert werden 
Abstellanlagen sollten funktional sein 
Ehrenfeld Moers 
Verbesserungsvorschläge 
für Abstellanlagen im  
Vergleich

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 49 
Die in der Abbildung genannten Verbesserungsvorschl äge waren im 
Fragebogen vorgegeben. Die befragten Schülerinnen u nd Schüler 
wünschen sich in Köln Ehrenfeld mit Abstand am meis ten funktionale 
Abstellanlagen (ausreichender Abstand, Fahrradhalte rtyp, an dem 
das Fahrrad fest angeschlossen werden kann). Des We iteren sollen 
die Abstellanlagen überdacht sein und erweitert werden. 
In Moers wünschen sich die befragten Schülerinnen u nd Schüler mit 
Abstand sicherere Abstellanlagen z.B. durch Bewachung. Dies wird in 
Köln-Ehrenfeld von 14% der befragten Schülerinnen und Schüler und 
somit erst an vierter Stelle genannt. Die Beleuchtu ng wird bei beiden 
Befragungen als nicht so problematisch angesehen.  
Zu der Situation des Fahrradparkens an den Schulen geben die be- 
fragten Schülerinnen und Schüler Verbesserungsvorsc hläge, die zu 
folgenden grundsätzlichen Handlungsschwerpunkten zu sammenge- 
fasst werden:  
 Funktionale Fahrradhalter müssen installiert werden.   
Geordnetes Fahrradparken durch funktionale Fahrradh alter ver- 
hindert das massenweise Umfallen von Fahrrädern, re duziert da- 
mit die Gefahr der Beschädigungen am Fahrrad, erlei chtert das 
Wiederauffinden und ermöglicht ein Anschließen des Rahmens.  
 Das bestehende Angebot an Fahrradabstellanlagen mus s bei 
einer Auslastung von mehr als 75% erweitert werden.  
 Die Abstellanlagen müssen überdacht sein.  
Fahrradparken an der Schule ist Langzeitparken und erfordert 
daher einen Witterungsschutz. Um nicht erneut unsic here Räume 
zu schaffen, müssen lichtundurchlässig überdachte A nlagen in 
der Regel auch beleuchtet sein.  
 Die Abstellanlagen müssen möglichst zentral platziert werden und 
gut einsehbar sein.  
Peripher platzierte Anlagen werden nicht akzeptiert . Zudem ge- 
währleistet eine zentrale, gut einsehbare Platzieru ng die soziale 
Kontrolle und tritt damit Vandalismus entgegen. Meh rere dezent- 
rale Anlagen an der Peripherie des Schulgeländes er schweren 
die soziale Kontrolle und mindern die Akzeptanz.  
Bei der Überprüfung aller Abstellanlagen an den vie r untersuchten 
Schulen in Köln-Ehrenfeld werden im Hinblick auf di ese Handlungs- 
schwerpunkte folgende Maßnahmenempfehlungen gegeben: 
 
Fazit 
Maßnahmenempfehlun- 
gen für die vier unter- 
suchten Schulen

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 50 
 Albertus-Magnus-Gymnasium:    
Die zentral am Eingang gelegenen Anlagen sind überl astet. 
Hier wird empfohlen zu prüfen, ob überdachte Doppelstockan- 
lagen installiert werden können. Die hochwertigen A nstellan- 
lagen, die nicht direkt am Eingang liegen sollten ü berdacht 
werden, um ihre Attraktivität und damit Akzeptanz zu erhöhen. 
 Montessori-Gymnasium:   
Die Vorderradklemmen vor dem Schulzugang sollten dringend 
durch überdachte Doppelstockanlagen ersetzt werden. Hier ist 
auch aus feuerpolizeilichen Gründen dringender Hand lungs- 
bedarf gegeben. Die Anlehnhalter hinter der Turnhal le sollten 
mit einer Überdachung nachgerüstet werden, um auch hier ih- 
re Attraktivität und damit Akzeptanz zu erhöhen. 
 Geschwister-Scholl-Realschule:  
Die Anlage im Schulhof sollte überdacht werden, um ihre At- 
traktivität und Akzeptanz zu erhöhen. Ziel ist, die  Fahrradpar- 
ker aus dem Straßenraum zu verlagern. 
 Max-Erst-Gesamtschule:   
Die Anlage vor der Schule sollte zumindest teilweis e über- 
dacht werden, um ihre Attraktivität und Akzeptanz zu erhöhen. 
Ggf. sind die Schülerinnen und Schüler zu befragen, ob weite- 
re Standorte sinnvoll sind. 
Grundsätzlich sind die Bedingungen für das Fahrradp arken an den 
Schulen ein entscheidender Faktor, um die Fahrradnu tzung zu stabi- 
lisieren. Vielleicht noch wichtiger ist, dass wenn funktionale und si- 
chere Abstellanlagen vorhanden sind, möglicherweise  auch Fahrrä- 
der hoher Qualität auf dem Schulweg genutzt werden,  was die Si- 
cherheit insgesamt erhöht.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 51 
2.6.2 Schulwegrouten und Radverkehrsinfrastruktur 
Die befragten radfahrenden Schülerinnen und Schüler  wurden gebe- 
ten, ihren täglichen Schulweg in einer beigelegten Karte einzuzeich- 
nen. Alternativ konnte die Befragung sowie die Eing abe des Schul- 
weges online erfolgen. Beide Befragungsergebnisse w urden in ein 
Geografisches Informationssystem (GIS) eingepflegt und können 
somit kartografisch dargestellt werden.  
Abbildung 2-55 zeigt die von den Schülern eingezeic hneten Schul- 
wegrouten. Die befragten Schülerinnen und Schüler der Geschwister-
Scholl-Realschule haben keine Schulwegrouten zur Ve rfügung ge- 
stellt. 
 
Abbildung 2-55:  Schulwegrouten gesamt 
Deutlich wird, dass von den radfahrenden Schülerinnen und Schülern 
ein Großteil des Straßen- und Wegenetzes auch als S chulwegroute 
genutzt wird.  
  
Schulwegrouten

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 52 
Die Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums (siehe A bbildung 
2-56) nutzen als Hauptschulwegrouten:  
 Hauptverkehrsstraßen mit Radverkehrsanlagen, auf d enen für 
Kfz Tempo 50 zugelassen ist: Ehrenfeldgürtel/Parkgürtel; 
Subbelrather Straße; Liebigstraße 
 Mischverkehrsstraßen: Wöhlerstraße; Nußbaumerstraß e 
(Fahrradstraße; teilweise Einbahnstraße für Rad im Gegen- 
verkehr frei und für Rad im Gegenverkehr nicht frei); Ottostra- 
ße (Fahrradstraße); Iltisstraße; Arnimstraße (Einbahnstraße 
für Rad in Gegenrichtung frei) 
 
 
Abbildung 2-56:  Schulwegrouten des Albertus-Magnus -
Gymnasium 
  
Albertus-Magnus-       
Gymnasium

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 53 
Die Schüler der Max-Ernst-Gesamtschule (siehe Abbil dung 2-57) 
nutzen als Hauptschulwegrouten:  
 Hauptverkehrsstraßen mit Radverkehrsanlagen, auf d enen für 
Kfz Tempo 50 zugelassen ist: Venloer Straße; Hugo-Eckener-
Straße; Butzweilerstraße; Militärringstraße 
 Mischverkehrsstraßen: Schumacherring (Tempo-30-Zon e); 
Am Hufenpfädchen; Tollerstraße (Tempo-30-Zone) 
 verstärkt auch den Mühlenweg (eigenständiger Rad-/ Gehweg) 
abseits der Kfz-Straßen 
 
 
Abbildung 2-57:  Schulwegrouten der Max-Ernst-Gesam tschule 
  
Max-Ernst-Gesamtschule

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 54 
Die Schüler des Montessori-Gymnasiums (siehe Abbild ung 2-58) 
nutzen als Hauptschulwegrouten:  
 Hauptverkehrsstraßen mit Radverkehrsanlagen, auf d enen für 
Kfz Tempo 50 zugelassen ist: Venloer Straße, Äußere Kanal- 
straße 
 Mischverkehrsstraßen: Rochusstraße (Tempo-30-Zone;  teil- 
weise Einbahnstraße für den Radverkehr in Gegenrichtung 
nicht geöffnet); Feltenstraße (Einbahnstraße für Radverkehr in 
Gegenrichtung frei) 
 verstärkt auch der Weg durch den Rochuspark (eigen ständi- 
ger Rad-/Gehweg) abseits der Kfz-Straßen 
 
 
Abbildung 2-58:  Schulwegrouten des Montessori-Gymn asiums 
 
Die Maßnahmenvorschläge zu den Schulwegrouten enthä lt das Rad- 
verkehrskonzept für den Stadtbezirk Ehrenfeld. 
  
Montessori-Gymnasium

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 55 
2.6.3 Gefahrenwahrnehmung 
34% aller befragten Schüler in Köln-Ehrenfeld fahre n mit dem Fahr- 
rad zur Schule. Ein wesentlicher Beweggrund für die  Durchführung 
der Schülerbefragung ist es, sowohl systematische a ls auch ganz 
konkrete Hinweise zu bekommen, wie die Verkehrssich erheit von 
Rad fahrenden Kindern in Köln-Ehrenfeld erhöht werden kann. 
Obwohl das Fahrradfahren im Allgemeinen nicht als u nsicher einge- 
schätzt wird (siehe Abbildung 2-16), ist ein Bewuss tsein für vorhan- 
dene Gefahren beim Radfahren auf dem Schulweg durch aus vorhan- 
den, denn mehr als die Hälfte der Befragten (53%) g eben an, dass 
auf ihrem Schulweg gefährliche Stellen zu bewältigen sind. 
 
Abbildung 2-59:  Gibt es gefährliche Stellen auf de m Schulweg 
(n=374) 
 
Werden diese Angaben nach Schulen ausgewertet, ergi bt sich fol- 
gendes Bild: 
 
Abbildung 2-60:  Gibt es gefährliche Stellen auf de inem Schulweg 
nach Schulen (n=373) 
nein 
47% ja 
53% 
76 
7
39 
65 
93 
10 
25 
58 
0
20 
40 
60 
80 
100 
120 
140 
160 
180 
Albertus-Magnus 
Gymnasium 
Geschwister Scholl 
Realschule 
Max-Ernst 
Gesamtschule 
Montessori 
Gymnasium 
ja nein 
45% 
61% 
53% 
41%

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 56 
Problematisch scheint die Schulwegsituation für Sch üler des Montes- 
sori Gymnasiums und der Max-Ernst-Gesamtschule zu sein. Hier sind 
mehr als die Hälfte der antwortenden Schüler der Me inung, dass Ge- 
fahren auf dem Schulweg zu bewältigen seien. 45% de r Schüler des 
Albertus-Magnus-Gymnasiums geben an, dass ihr Schul weg Gefah- 
ren birgt. An der Geschwister-Scholl Realschule hab en 7 von 17 
Schülern angegeben, dass es gefährliche Stellen auf  dem Schulweg 
gibt. Abbildung 2-61 zeigt die von den Schülern gen annten punktuel- 
len Gefahren in ihrer Häufigkeit. 182 konkrete Gefa hrenpunkte und -
strecken werden von 154 Schülern genannt.  
 
 
Abbildung 2-61: Gemeldete Gefahrenpunkte und Streck en

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 57 
Besonders häufig werden folgende Gefahrenpunkte genannt: 
 
Ort Anzahl 
Nennungen 
Problem Kategorie 
Nußbaumerstraße/ 
Ehrenfeldgürtel 
10 Zu geringe Kapazitäten in den 
Stoßzeiten, keine guten Überque- 
rungsmöglichkeiten für Fahrräder 
(viele Behinderungen); geringe 
Aufstellfläche; unübersichtlich 
durch Straßenbahnhaltestelle und 
viel Kfz-Verkehr 
Mangel an Ampel- 
anlage und Aufstell- 
fläche 
Konflikte mit Kfz 
Konflikte mit Stadt- 
bahn 
Äußere Kanalstra- 
ße/Iltisstraße 
9 Rechtsabbiegende Pkw haben 
gleichzeitig grün wie die überque- 
renden Radfahrer auf dem Rad- 
weg 
Konflikte mit Pkw 
Rochuspark: Über- 
querung der Äußeren 
Kanalstraße von ei- 
nem Parkbereich zum 
anderen  
6 Kein gesicherter Überweg vor- 
handen 
Knotenpunktsform 
ändern 
Parkgürtel/A57 6 Autos kommen mit hohem Tempo 
von der Autobahn auf die Ampel 
zu, die hinter einer Kurve steht; 
drei verschieden lange Ampelan- 
lagen sind zu überqueren 
Konflikte mit Kfz 
Mangel an Ampel- 
anlage 
Subbelrather Straße / 
Liebigstraße 
6 enge und unübersichtliche Rad- 
verkehrsführung; hohe Kfz-
Belastung; Straßenbahn proble- 
matisch 
Radverkehrsführung 
Konflikte mit der 
Stadtbahn 
Konflikte mit Kfz 
Matthias-Brüggen-
Straße / Mühlenweg 
4 hohe Verkehrsbelastung 
unübersichtlicher Knotenpunkt 
Konflikte mit Kfz 
Venloer Straße /  
Akazienweg 
4 gefährlicher Rechtsabbieger, 
Autos halten nicht/ sind unacht- 
sam 
Konflikte mit Kfz 
Subbelrather Straße / 
Ehrenfeldgürtel 
4 unübersichtliche Kreuzung mit 
Stadtbahnschienen; Zweite-
Reihe-Parker 
Konflikte mit Stadt- 
bahn 
Konflikte mit Kfz-
Parkern 
Tabelle 2-3:  Gefahrenpunkte auf den Schulwegen in Köln Eh- 
renfeld

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 58 
In folgender Tabelle aufgeführte zwei Gefahrenstrec ken wurden be- 
sonders häufig genannt. 
 
Ort Anzahl 
Nennungen  
Problem Kategorie 
Subbelrather Straße 5 ungeahndete zweite Rei- 
he Parker 
zu wenig Platz auf der 
Straße (teilweise Stadt- 
bahn, viel Kfz-Verkehr) 
zu hohe Geschwindigkei- 
ten 
Konflikte mit Kfz 
Konflikte mit Kfz-
Parkern 
Konflikte mit Stadt- 
bahn 
Radverkehrsführung 
Iltisstraße 5 viel Kfz-Verkehr, zu hohe 
Geschwindigkeiten 
zu wenig Platz auf der 
Straße (Stadtbahn) 
Konflikte mit Kfz 
Konflikte mit Rad- 
verkehrsführung 
Tabelle 2-4:  Gefahrenstrecken auf den Schulwegen i n Köln-
Ehrenfeld 
 
In Abbildung 2-62 sind die gemeldeten Strecken aufgeführt. 
 
Abbildung 2-62:  Gemeldete kritische Strecken 
 
In Köln Ehrenfeld bergen nach Einschätzung der befr agten Schüle- 
rinnen und Schüler vor allem die Hauptverkehrsstraß en Gefahren für 
den Radverkehr, unabhängig davon, ob Radverkehrsanl agen vor-

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 59 
handen sind oder nicht. Sehr häufig werden in der u nmittelbaren Um- 
gebung der Schulen und auf ihren Zuwegungen zu hohe  Geschwin- 
digkeiten und Unachtsamkeit des Kfz-Verkehrs angeme rkt (Konflikte 
mit Kfz; Konflikte mit Kfz-Parkern).  
Optimierungsvorschläge werden geprüft und gegebenen falls im 
Rahmen des Radverkehrskonzeptes Köln-Ehrenfeld in e inem Maß- 
nahmenkataster erarbeitet.  
2.6.4 Bewertung der Situation des Radverkehrs und V er- 
besserungsvorschläge der Schülerinnen und Schü- 
ler 
Den Befragen wurden im Fragebogen zehn Aussagen zum  Fahrrad- 
fahren in Köln Ehrenfeld genannt, die sie mit Schul noten von 1 (= 
„trifft zu“) bis 6 (= “trifft nicht zu“) bewerten konnten. 
 
 
Abbildung 2-63: Bewertung von Aussagen zum Radverke hr in Eh- 
renfeld 
 
Die meiste Zustimmung erhalten Aussagen wie „Radweg e abseits 
von Straßen fahre ich lieber“ und „Es müssen mehr R adwege/-
streifen angelegt werden“. „Fahrradabstellplätze im Straßenraum feh- 
len“, „parkende Autos versperren oft den Radweg/-st reifen“ und „Au- 
tofahrer sind oft unachtsam“ bekommen fast ebenso v iel Zustim- 
mung.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 60 
Mittlere Zustimmungswerte erreichen die Aussagen „R adfahren in 
Kreuzungen mach mir keine Probleme“ und „Tempo 30-Z onen sind 
sicher“. Wenig Zustimmung erhalten die Aussagen „De r Zustand der 
Radwege ist gut“ und „Die Radwege sind sicher“. Ein e Fahrradweg- 
weisung fehlt offensichtlich nicht allzu vielen Befragten.  
Damit wird deutlich, dass die Schülerinnen und Schü ler in Köln-
Ehrenfeld sich zum einen mehr Radverkehrsinfrastruk tur, eine Opti- 
mierung der vorhandenen Infrastruktur sowie eine Ve rhaltensände- 
rung der Verkehrsbeteiligten wünschen. 
Die Forderung nach mehr „Radwegen“ ist dabei grunds ätzlich als 
Forderung zur Ausweitung der Radverkehrsinfrastrukt ur zu verste- 
hen, da nicht davon auszugehen ist, dass Schülerinn en und Schüler 
das differenzierte Spektrum an möglichen Radverkehr sanlagen prä- 
sent haben. Auch die Abstellanlagensituation im Str aßenraum ist zu 
verbessern. 
Das Bedürfnis nach mehr Sicherheit („Die Radwege si nd sicher“), 
Ordnung („Parkende Autos versperren oft den Radweg“ ) und Schutz 
(„Radwege abseits von Straßen fahre ich lieber“) lä sst sich durch die 
Optimierung der vorhandenen Infrastruktur ermöglich en. Ein weiterer 
wesentlicher Aspekt ist hierzu aber auch eine Verha ltensänderung 
der Verkehrsbeteiligten.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 61 
Die Vorschläge, die von den Befragten zur Förderung  des Fahrrad- 
verkehrs genannt werden, sind außerordentlich vielf ältig, da diese 
Thematik im Fragebogen als offene Frage ohne jeglic he Vorgaben 
behandelt wurde. Die von den Schülern genannten Ver besserungs- 
vorschläge lassen sich in zehn Kategorien einteilen: 
 
Abbildung 2-64: Verbesserungsvorschläge der Kölner Schüler 
(n=376) 
Neben den konkreten Kategorien „mehr Radwege/-strei fen“ (n=91), 
„breitere Radwege/-streifen“ (n=49), mehr Abstellpl ätze (n=29) und 
Beleuchtung verbessern (n=4) wurden weitere Wünsche  in folgende 
Kategorien zusammengefasst. 
Unter der Kategorie „Radwegeführung verbessern“ (n=49) fallen viele 
Vorschläge zur Trennung von Pkw und Rad:  
 mehr Radwege 
8 abseits der Straße anbieten 
 Straße und Radwege voneinander trennen: z.B. keine  Fahr- 
radwege auf Straßen; Radfahrstreifen, die von Autos nicht be- 
fahren werden dürfen; Zaun oder sonstige Absicherung zwi- 
schen Straße und Fahrradweg, bessere bauliche / farbliche 
Abgrenzung von den Autos auf der Straße (Noppen oder Ril- 
len) 
                                                
8     „Radwege“ ist dabei grundsätzlich als Synonym zur Ausweitung der Radverkehrsinfra- 
struktur zu verstehen, da nicht davon auszugehen is t, dass Schülerinnen und Schüler das 
differenzierte Spektrum an möglichen Radverkehrsanlagen präsent haben. 
 
55 
4
6
19 
29 
31 
46 
46 
49 
91 
0 20 40 60 80 100 
Sonstiges 
Beleuchtung verbessern 
Einbahnstraßen öffnen/einrichten 
Konflikte mit Parkern 
mehr Abstellplätze 
Knotenpunkte verbessern 
mehr Rücksicht von Autofahrern 
Radwegeführung verbessern 
breitere Radwege/-streifen 
mehr Radwege/-streifen 
Verbesserungsvorschläge

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 62 
 von Fahrbahn und Fußweg abgetrennte Radwege.  
Des Weiteren werden Wege für schnelle und langsame Radfahrer 
und die Einrichtung von Fahrradstraßen (z.B. von Eh renfeld in die 
Innenstadt) vorgeschlagen. 
Bei der Kategorie „mehr Rücksicht von Autofahrern“ (n=46) wird ne- 
ben dem allgemeinen Wunsch nach mehr Rücksicht konkret folgen- 
des vorgeschlagen: 
 Einhaltung des Sicherheitsabstandes von Pkw beim Ü berho- 
len von Radfahrern 
 geringere Geschwindigkeiten 
 Anhalten am Fußgängerüberweg (Zebrastreifen). 
 
Bei der Kategorie „Knotenpunkte verbessern“ (n=31) wurden folgen- 
de Verbesserungen genannt: 
 mehr Fahrradampeln 
 größere Aufstellflächen 
 kürzere Wartezeiten. 
Kreuzungen sollen allgemein übersichtlicher gestalt et werden. Bei 
den Kreuzungen im Bereich Ehrenfeldgürtel wurde ang emerkt, dass 
es dort zu kritischen Situationen aufgrund der Stra ßenbahn und der 
Autos (Rechtsabbieger) kommt. 
 
Unter „Konflikte mit Parkern“ (n=19) wird gewünscht , dass auf dem 
Radweg, Schutzstreifen und Radfahrstreifen nicht ge parkt werden 
soll. Dies soll stärker kontrolliert und geahndet w erden. Hier wird ein 
konsequenteres Vorgehen gewünscht (abschleppen und nicht ver- 
warnen). Der Wunsch nach einem geordneten Parken de r Schulbus- 
se fällt ebenfalls unter diese Kategorie. 
 
In der Kategorie „Einbahnstraßen öffnen/einrichten“  (n=6) sollen 
mehr/alle Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gege nrichtung ge- 
öffnet werden. Gewünscht wurde aber auch vereinzelt die Einrichtung 
von Einbahnstraßen mit einem Radweg in Gegenrichtun g (z.B. Ro- 
chusstraße). 
Unter Sonstiges (n=55) fallen folgende Wünsche: 
Allgemeine Wünsche:

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 63 
 Es soll breitere Straßen geben 
 geringere Geschwindigkeiten 
 mehr Sicherheit 
 bessere Radwegequalität 
 Strafen/strengere Regeln für Autofahrer 
 weniger Autofahrer. 
 
Wünsche nach Öffentlichkeitsarbeit/Schulprojekten: 
 Einweisung der Radfahrer in die StVO 
 Radfahren als Thema in der Schule 
 Radfahrerkampagnen 
 Aufklärung der Autofahrer über Überholabstand und Gefahren 
beim Rechtsabbiegen. 
 
Sowie konkrete Wünsche: 
 freie Fahrradmitnahme im ÖPNV 
 mehr Anwohnerstraßen 
 Geschwindigkeitsbegrenzung 
 bessere Markierung von Fahrradwegen. 
 
Die Verbesserungsvorschläge der Schüler zeigen noch  die drei 
Handlungsfelder auf, die zur Optimierung des Radver kehrs in Ehren- 
feld entscheidend sind: 
 Ergänzung der vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur  
(mehr Radwege/-Streifen; mehr Abstellplätze; Öffnun g der 
Einbahnstraßen in Gegenrichtung;) 
Die weitaus meisten Nennungen fallen in diese Kateg orie. 
Grundsätzlich ist der mit Abstand am häufigsten gen annte 
Wunsch nach mehr Radwegen als Votum für einen besse ren 
Netzzusammenhang und sicheres Radfahren zu verstehe n. 
Das differenzierte Spektrum von straßenunabhängigen  Rad- 
wegen über Ausweitung der Tempo-30-Zonen bis hin zu  
Schutzstreifen, Radfahrstreifen und baulich angeleg ten Rad- 
wegen ist anzuwenden. Abstellanlagen sind ebenfalls  zu er- 
weitern und Einbahnstraßen zu öffnen. 
Handlungsfelder zur Op- 
timierung des Radverkehr

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 64 
 Optimierung der vorhandenen Infrastruktur  (Radwegefüh- 
rung; breitere Wege; Beleuchtung; Knotenpunkte verb essern) 
Bestehende Radverkehrsanlagen sind sicherer und kom for- 
tabler durch optimierte Führung, Markierung und Bel euchtung 
zu gestalten. Gewünscht werden breitere Wege und zu dem 
eine eindeutigere Trennung von Pkw und Radfahrer bz w. 
Straße und Radweg. Des Weiteren ist das Queren an K reu- 
zungen und Hauptverkehrsstraßen zu sichern und zu e rleich- 
tern. 
 Verhaltensänderungen aller Verkehrsteilnehmer bewir ken 
Sehr viele Verbesserungsvorschläge wurden auch in d ieser 
Kategorie gemacht: Viele betreffen eine intensivier te Überwa- 
chung und Ahndung von Regelverstößen durch Kfz-Fahr er. 
Vor allem überhöhte Geschwindigkeit und Unachtsamke it 
beim Ein- und Ausbiegen (n=46), aber auch parkende Autos 
(n=19) auf Radverkehrsinfrastruktur stellen für die  Radfahrer 
Sicherheitsrisiken dar. Gegebenenfalls würden sich dadurch 
Forderungen aus dem zweiten Handlungsfeld (Optimier ung 
der vorhandenen Infrastruktur), wie z.B. die eindeu tige Tren- 
nung von Pkw und Radfahrer, erübrigen.

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 65 
3 Anhang 
Informationsbrief Schulbefragung

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 66

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 67 
Befragungsbogen

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 68

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 69

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 70

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 71 
Beispielkarte zur Schülerbefragung

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 72 
Schulwegekarte Albertus-Magnus-Gymnasium

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 73 
Schulwegekarte Max-Ernst-Gesamtschule

Radverkehrskonzept für Köln-Ehrenfeld 
 74 
Schulwegekarte Montessori-Gymnasium

Anlage 2 - Schulwegrouten nach Nutzungshäufigkeit

482 Zeichen

!(
!(
!(
!(
Geschwister-Scholl
Realschule
Albertus-Magnus
Gymnasium
Montessori-Gymnasium
Max-Ernst
Gesamtschule
0 0,5 1 1,5 20,25
Kilometer
Radverkehrsgutachten für den 
Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld
Kartengrundlage: © Stadt Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Planungsbüro VIA eG
Marspfortengasse 6
50667 Köln
±
1
2 - 5
6 - 10
11 - 20
21 - 40
41 - 70
>70
!( Schulen
Befahrungsnetz
Stadtbezirk
Schulwegrouten nach Nutzungshäufigkeit
Stand:
 19.02.2019
Anzahl Schulwege
Anlage 2

Mitteilung BV

7836 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/66/661 
661/4 
Vorlagen-Nummer 
 2385/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 04.11.2019 
 
Radverkehrskonzepte Ehrenfeld 
hier: Aktueller Stand und Mobilitätsbefragung an vier Schulen in Köln-Ehrenfeld 
Die Verwaltung erarbeitet zurzeit in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro VIA aus Köln ein Rad-
verkehrskonzept für den Stadtbezirk Ehrenfeld. Im Rahmen der Erstellung des Radverkehrskonzep-
tes Ehrenfeld wurden bereits folgende Punkte bearbeitet:  
 
 
Schülerbefragung: 
 
Im Rahmen der Bearbeitung des Radverkehrskonzeptes wurde erstmalig in diesem Zusammenhang 
eine Schülerbefragung durchgeführt. In dieser Befragung wurde der Quell- und Zielverkehr zur jewei-
ligen Schule vertieft untersucht. Vier Schulen haben nach Anfrage, eine Schulbefragung zur Mobilität 
der Schülerinnen und Schüler durchzuführen, ihr ausdrückliches Interesse an einer Teilnahme erklärt.  
 
Die Befragung wurde an folgenden Schulen nach den Herbstferien 2018, zwischen Ende Oktober und 
Mitte Dezember, durchgeführt:  
 
- Max-Ernst-Gesamtschule, 
- Montessori-Gymnasium,  
- Albertus-Magnus-Gymnasium, 
- Geschwister-Scholl-Realschule. 
 
Die Befragung konnte sowohl online als auch in Form von Papierfragebögen in einer von den Schulen 
freiwählbaren Unterrichtsstunde erfolgen. Um einen möglichst genauen und repräsentativen Gesamt-
überblick zu erhalten, sollte die Befragung in je einer Klasse eines Jahrgangs durchgeführt werden. 
So konnte jede Altersgruppe von zehn bis neunzehn Jahren in die Befragung miteinbezogen und in 
der Auswertung abgebildet werden.  
 
In der Befragung sollten die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte, Angaben zu ihrer 
Verkehrsmittelwahl auf dem Weg zur Schule, zum Fahrradparken, sowie Angaben zur ihrer Einstel-
lung in Bezug auf das Verkehrsmittel machen.  
 
Die Schülerbefragung befasste sich demnach mit folgenden Themenschwerpunkten: 
• Wer nutzt das Fahrrad auf dem Weg zur Schule und wer nicht? 
• Welches Image hat das Radfahren und welche Erfahrungen machen SchülerInnen 
mit dem Radfahren?  
• Wird das Fahrrad nur auf dem Schulweg genutzt?  
• Ergeben sich neue Erkenntnisse in Hinblick auf die Schulwegsicherung?  
 
Darüber hinaus sollten alle Befragten, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, ihren routinemäßig 
gefahrenen Weg in eine Karte einzeichnen. Aus dieser Routenkarte ist die in Anlage 2 beigefügte

2 
 
Heatmap entstanden. Hier wurden die eingetragenen Wege von allen Fahrradfahrenden von allen 
vier Schulen übereinander gelegt und dargestellt. Aus dieser Heatmap lassen sich, auch wenn es 
sich bei der Befragung um eine Stichprobe handelt, genaue Wegeverbindungen ablesen, die vom 
Schülerradverkehr verstärkt genutzt werden. Auf dieser Grundlage konnten bereits einige Maßnah-
men zur Verbesserung des Schülerradverkehrs umgesetzt werden, zum Beispiel die Sanierungs-
maßnahme am Takufeld und an der Äußeren Kanalstraße zwischen Ossendorfer Straße und Iltis-
straße. Des Weiteren wurden aufgrund der Ergebnisse aus der Schülerbefragung an der Geschwis-
ter-Scholl-Realschule bereits 36 zusätzliche Möglichkeiten zum Fahrradparken geschaffen.  
 
Die durchgeführte Befragung gibt somit nicht nur Hinweise über das jeweilige Mobilitätsverhalten und 
die Gefahrenwahrnehmung der verschiedenen Altersgruppen, sondern erlaubt auch die Entwicklung 
von Maßnahmen zur Verbesserung und Sicherung des Schülerradverkehrs. 
 
Ein Ergebnis der Schülerbefragung war, dass sich die befragten Schülerinnen und Schüler mehr Öf-
fentlichkeitsarbeit und Aufklärungskampagnen wünschen. Aus diesem Grund nimmt die Stadt Köln 
nächstes Jahr im Rahmen des Radverkehrskonzeptes Ehrenfeld an der Verkehrssicherheitskampag-
ne der AGFS „Liebe braucht Abstand“ für den Stadtbezirk Ehrenfeld teil. Die Kampagne thematisiert 
unter anderem das Abstandsverhalten zwischen Verkehrsmitteln speziell zwischen Autos, Au-
tos/ÖPNV und Radverkehr sowie auch zwischen Rad- und Fußverkehr.  
 
Nähere Informationen zu der Kampagne sind unter Folgendem Link zu finden:  
 
https://www.agfs-nrw.de/events-kampagnen/liebe-braucht-abstand. 
 
Alle Ergebnisse der Befragung werden in die weitere Bearbeitung des Radverkehrskonzeptes Ehren-
feld und in die Maßnahmenplanung mit einbezogen. Der Bericht zur Schülerbefragung, der die Ge-
samtauswertung aller Fragen beinhaltet, ist als Anlage 1 beigefügt.  
 
 
Aktueller Stand zum Radverkehrskonzept Ehrenfeld: 
 
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld hat am 3.12.2018 das Radverkehrshauptnetz für den Bezirk Ehren-
feld beschlossen (s. Vorlagen-Nr.: 3577/2018). Das beschlossene Netzkonzept soll als Grundlage für 
alle zukünftigen Radverkehrsplanungen in Ehrenfeld dienen. Gegliedert ist das Radverkehrshaupt-
netz in grüne und gelbe Routen, die jeweils eine unterschiedliche Charakteristik aufweisen. Das grü-
ne Netz bildet ein Netz für Radfahrende abseits der großen Verkehrsströme des motorisierten Indivi-
dualverkehrs (MIV), der Fahrradverkehr soll im Mischverkehr mit den anderen Verkehrsarten geführt 
werden. Das gelbe Netz bildet das Radverkehrsnetz entlang der MIV-Hauptverkehrsstraßen ab. Hier 
wird in der Regel Radverkehrsinfrastruktur angeboten; grundsätzlich wird die Fahrbahnführung be-
vorzugt (Radfahrstreifen, Schutzstreifen). Des Weiteren soll das Netz dazu führen, den Radverkehr 
auf den Hauptrouten zu bündeln und ein sicheres und komfortables Befahren ermöglichen.  
Auf diesem Netz wurde vom Planungsbüro eine umfangreiche Bestandserfassung von allen Oberflä-
chen und Breiten erstellt und im Anschluss eine entsprechende Bewertung vorgenommen. Alle As-
pekte wurden zur Verdeutlichung in Übersichtskarten dargestellt.  
Aufbauend auf dem Radverkehrshauptnetz wird zurzeit ein Fahrradstraßennetz mit definierten Stan-
dards entwickelt. Des Weiteren wurden alle im Befahrungsnetz enthaltenen Einbahnstraßen befahren 
und bewertet. Zusätzlich wurde für die Venloer Straße, zwischen der Inneren Kanalstraße und dem 
Ehrenfeldgürtel, eine vertiefte Unfallanalyse durchgeführt und die Daten entsprechend interpretiert 
und ausgewertet.  
 
 
Facharbeitskreis: 
 
Am 03.09.2019 fand für das Radverkehrskonzept Ehrenfeld der zweite Facharbeitskreis statt. Einge-
laden waren die politischen Vertreter, Vereine, Initiativen, Verbände und Interessengruppen. Zusätz-
lich wurden von jeder Schule, die an der Befragung teilgenommen hat, Vertreter der Lehrkräfte sowie 
der Schülervertretung eingeladen. Im Rahmen des Facharbeitskreises wurden in drei Arbeitsgruppen 
schwerpunktmäßig folgende Themen bearbeitet und diskutiert:

3 
 
 
• AG 1: Ergebnisse der Schülerbefragung, Fahrradstraßennetzkonzept und Öffnung von Ein-
bahnstraßen, 
• AG 2: Zukünftige Radverkehrsführung auf der Venloer Straße, 
• AG 3: Zukünftige Radverkehrsführung auf dem Gürtel. 
 
Die Verwaltung plant für Anfang nächsten Jahres den dritten Facharbeitskreis für das Radverkehrs-
konzept Ehrenfeld. Im Rahmen des Facharbeitskreises werden die aktuellen Arbeitsergebnisse und 
die weiteren Abläufe vorgestellt und diskutiert. Zum dritten Facharbeitskreis erfolgt noch eine geson-
derte Einladung. Im Anschluss ist für Februar 2020 die zweite öffentliche Bürgerveranstaltung ge-
plant, wo der Stand der Bearbeitung des Radverkehrskonzeptes vorgestellt und ebenfalls mit den 
Bürgerinnen und Bürgern diskutiert wird. 
Über das Radverkehrskonzept und über die bereits durchgeführten Veranstaltungen können Sie sich 
unter Folgendem Link näher informieren: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-
koeln/verkehr/radfahren/radverkehrskonzept-ehrenfeld. 
 
Im März 2020 soll das Radverkehrskonzept Ehrenfeld abgeschlossen und anschließend der Politik 
zur Beratung vorgelegt werden.  
 
 
Anlagen:  
Anlage 1: Bericht zur Schülerbefragung 
Anlage 2: Schulwegrouten nach Nutzungshäufigkeit

Beratungsverlauf (1)

04.11.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.11 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2385/2019
Typ
Mitteilung BV
Datum
04.11.2019
Erstellt
03.07.2019 14:26