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1488/2020

Der Jahresbericht 2019 des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

Mitteilung Ausschuss 19.05.2020

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 09.06.2020, TOP 8.3

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

3969 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4520 
 
Vorlagen-Nummer  19.05.2020 
 1488/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 09.06.2020 
 
Der Jahresbericht 2019 des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln 
Im Jahr 2019 konnte das NS-Dokumentationszentrum nicht allein sein 40jähriges Jubiläum begehen, 
sondern erlebte eines der erfolgreichsten Jahre seiner Geschichte. Das Museum verzeichnete im 18. 
Jahr in Folge einen Besucherrekord. Mit 97.041 stieg die Zahl der Besuche im V ergleich zum V orjahr 
um fünf Prozent und im V ergleich zum Jahr 2002 um fast das Vierfache. Besonders steigt seit Jahren 
die Zahl der Einzelbesucher, zumeist T ouristen. Sie stellen weit vor Schulklassen die größte Gruppe.  
Das NS-Dokumentationszentrum ist seit dem 1. Juli 2019 der alleinige Nutzer der ehemaligen 
Gestapozentrale im EL-DE-Haus. Die Umsetzung des Hauses für Erinnern und Demokratie konnte 
durch die Übernahme der beiden oberen Etagen beginnen. Die Konzepte zu den drei wesentlichen 
Bereichen der neuen T eile – dem Erlebnisort Demokratie, den Erzählcafés zur Nachbereitung von 
Führungen im Haus und dem Jungen Museum – konnten 2019 im Wesentlichen fertiggestellt werden. 
Der Büroteil auf der vierten Etage wurde bereits eingerichtet. 
Eine deutliche Stärkung der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus konnte 2019 durch die neue 
Fachstelle „[m²]: miteinander mittendrin. Für Demokratie – Gegen Antisemitismus und Rassismus“ 
erreicht werden. Die pädagogischen Angebote von [m²] sind auf Dauer angelegt und für alle 
kostenfrei. Ende November 2019 wurden zudem noch zwei weitere Stellen geschaffen, eine „Anlauf- 
und Beratungsstelle für von Antisemitismus Betroffene“ und eine Stelle „Recherche und 
Dokumentation antisemitischer Übergriffe und V orfälle“. Diese Stellen sind bei der Info- und 
Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) angesiedelt, die sich in den mehr als zehn Jahren 
ihres Bestehens zu einem kompetenten Ansprechpartner zum Thema Rechtsextremismus entwickelt 
hat und weit über die Grenzen Kölns hinaus Beachtung findet. Die starke und wachsende Nachfrage 
nach den Bildungs- und Beratungsangeboten der ibs zeigt die gesellschaftliche Relevanz des 
Themas.  
Die Bibliothek feierte ihr 30jähriges Bestehen. Sie ist heute die führende Präsenz-Bibliothek zur 
Geschichte der Zeit des Nationalsozialismus in Köln und im Rheinland. Der Bestand der Bibliothek 
wuchs 2019 um 860 Einheiten auf 25.182 Bände. Der auf zwei Internetseiten online gestellte 
Bibliothekskatalog wurde gut genutzt. Insgesamt wurden 685 Bibliotheksbenutzerinnen und Benutzer 
gezählt. 
Die Vielfalt der Aktivitäten des NS-DOK belegen folgende Zahlen: Es wurden acht 
Sonderausstellungen im NS-DOK und zwei erfolgreiche Wanderausstellungen gezeigt sowie rund 200 
V eranstaltungen durchgeführt, deren Form und Inhalt breit gefächert waren. Die Zahl von über 2.300 
Führungen und Workshops zeugen von einem sehr umfangreichen pädagogischen Programm.  
Zum Profil des NS-DOK zählt stets eine intensive Forschungsarbeit. Neben den großen

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Arbeitsschwerpunkten zur jüdischen Geschichte und zur Zwangsarbeit sind die Projekte zur 
Geschichte der Jugend im Nationalsozialismus, zum Widerstand und zur Gestapo hervorzuheben. 
Die Dokumentation erschließt die wachsenden Bestände. Das NS-DOK erhielt auch 2019 wieder 
bedeutende Sammlungszugänge, u.a. die wertvolle Schenkung der Zeichnungen und Karikaturen des 
französischen Künstlers Philibert Charrin über seine Zeit als Zwangsarbeiter in Österreich. 
Im Bereich der vielfältigen erinnerungskulturellen Projekte konnte das Denkmal an dem ehemaligen 
Schießstand in Köln-Dünnwald eingeweiht und die V erwirklichung des Gedenkorts Deportationslager 
Köln-Müngersdorf vorbereitet werden. 
Der 256 Seiten umfassende Jahresbericht wird ab dem 25. Mai 2020 auf der Internetseite 
www.nsdok.de eingestellt und die Druckfassung auf Wunsch zugesandt.  
 
Gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

09.06.2020 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1488/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
19.05.2020
Erstellt
18.05.2020 15:58