V/0058/2007
Krisenkompetenz in Schulen
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Präventionsausschuss
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1 Schulausschusssitzung 22.11.2005 TOP 4.4. Gewaltprävention an Schulen, aktueller Sachstand Schulpsychologische Beratungsstelle, Lothar Dunkel Am 20.10.2005 ereignete sich ein gewalttätiger Vorf all an der Ludwig-Erhardt-Schule, der Münster in unangenehmer Art und Weise in die Boulev ardpresse katapultierte. An dieser Stelle soll überhaupt nicht der Versuch gemacht wer den den Vorfall zu beleuchten oder notwendige Konsequenzen aufzuzeigen. Das ist äußers t komplex und geschieht an ande- rer Stelle. Vielmehr soll der Vorfall dazu dienen, diesem Ausschuss ins Bewusstsein zu rufen, dass Gewaltprävention in Schulen ein Thema ist, dass in den letzten 10 – 12 Jahren konkret und intensiv Fuß gefasst hat. Ich gehe davo n aus, dass dem Ausschuss viele der konkreten Beispiele, die ich nennen werde, bekannt sind. Ganz allgemein hat Gewaltprävention das Ziel, langf ristig durch die Beeinflussung von Einstellungs- und Verhaltensstrukturen die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass es nicht zu gewalttätigem Verhalten kommt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet drei Ebenen der Prävention – Pri- mär-, Sekundär- und Tertiärprävention und es ist ga nz gut, sich diese drei Ebenen mal kurz vorzustellen. Die Primärprävention (ALLGEMEIN) setzt sich als Ziel, durch psychologisch e und päda- gogische Maßnahmen ein Einstellungs- und Verhaltens repertoire aufzubauen, das sich an einer gewaltfreien Konfliktlösung orientiert. Hieru nter sind all die Konzepte zu subsumie- ren, die auf Konfliktlösung ohne Niederlage, auf En twicklung einer Streitkultur, auf be- wusste Kontrolle aggressiver Affekte, auf die Entwi cklung prosozialer Normen des Zu- sammenlebens zielen. In unseren Schulen zählen dazu alle allgemeinen päd agogischen Unterrichtseinheiten und Schulregelungen mit dieser Zielrichtung. Die Sekundärprävention ( GEZIELT)konzentriert sich auf Risikogruppen und Ris ikositua- tionen, wenn es bereits zu Gewalttaten gekommen ist , oder auf einzelne Schüler, die sich in einer akuten Konflikt- und krisensituation befin den. Sie fallen durch Leistungsversagen auf, prügeln sich häufig mit Mitschülern, ... Sekun därprävention in der schule bedeutet: zunächst Entwicklung eines „Erstverhaltens“, welches der Situation angemessen ist, da- nach ergreift die Schule Maßnahmen, die auf Deeskal ation von Gewalttätigkeit einerseits und Aufbau eines prosozialen Verhaltens andererseits zielen. Hier sind u.a. zu nennen Vermeidung von unangemesse nem Leistungsdruck oder Arbeit mit Schulversagern. Tertiärprävention ( WENN ETWAS VORGEFALLEN IST) richtet sich auf Täter und Opfer, die in konkrete Gewaltereignisse verwickelt waren. Bei diesen ist zwar der „Fall“ juristisch zum Abschluss gebracht, es ist aber eine pädagogisc he „Nachsorge“ erforderlich (z.b. Tä- ter-Opfer-Ausgleich), damit Spätfolgen (Täter und O pfer) und das Entstehen neuer Ge- walttaten vermieden werden. Wesentliche Ziele sind hier Aufbau und Stärkung von Selbstregulations- und Eigengestaltungskräften. Soweit die WHO. 2 Pauschal, vorab, schon mal an dieser Stelle: Schul en in Münster zeigen viele Aktivitäten in allen drei Bereichen. Was für unser übliches Denken in diesem System viel leicht etwas ungewohnt ist, ist die Tatsache, dass der akute und aktuelle Umgang mit ei ner Gewaltsituation bereits unter Präventionsgesichtspunkten zu sehen ist – das Schli mmste, Ausweitung, bzw. Spätfolgen vermeiden ... Hierzu und als erstes möchte ich ihne n unser Modellprojekt „ Krisenkompe- tenz in Schulen “ (Sekundärprävention, konkreter Einsatz = Tertiärp rävention) in Erinne- rung rufen, welches wir zusammen mit dem Gemeindeunfallversicherungsverband Westfa- len Lippe entwickelt und zusätzlich mit dem PSU-Tea m (PSU = Psychosoziale Unterstüt- zung) der Stadt (Feuerwehr, Notfallseelsorge, Betri ebliche Sozialberatung) durchgeführt haben. Genau einen Tag vor dem Ereignis in der Ludw ig Erhardt Schule hatten wir dazu unseren 4ten Fortbildungstag, an dem Krisenkompeten zteams aus insgesamt 10 weiter- führenden Schulen teilgenommen haben. Zwei Nachfolg etermine finden im Frühjahr 2006 statt. Nach unserer persönlichen Einschätzung hat d ie Fortbildung bereits zu erhöhter Sensibilisierung und Aktivität in den Schulen gefüh rt. Sollte die wissenschaftliche Beglei- tung durch die Universität dies bestätigen, ist gep lant, diese Fortbildung zu wiederholen und letztlich in allen Schulen in der Stadt Krisenk ompetenzteams zu schulen. Ein interes- santer und schöner Nebeneffekt dieser Fortbildungsv eranstaltung war, dass sich einige Lehrpersonen, die gerade von uns geschult worden waren und der Notfallseelsorger spon- tan bereit erklärten, bei einer etwas umfangreicher en Nachsorge in der Ludwig Erhardt Schule mitzuarbeiten. Dies sah ganz konkret so aus, dass im zweiten Teil einer Konferenz des gesamten Kollegiums (140 Lehrpersonen) ein Gesp rächsangebot für Kleingruppen gemacht werden konnte. Die Hälfte des Kollegiums en tschied sich, hieran teilzunehmen und durch diese Art der personellen Verstärkung – gerade geschulte „Krisenkompetenzler“ aus anderen Schulen stellten sich freiwillig und in ihrer Freizeit für Arbeit an der Ludwig Erhardt Schule zur Verfügung - konnten wir parallel 7 Gesprächsgruppen mit jeweils 10 Personen anbieten, um in persönlicher und individue ller Art den Lehrkräften, die dies woll- ten, Gesprächsmöglichkeiten über die Ereignisse in der Schule zu geben. Unsere Arbeit in der Ludwig Erhardt Schule geschah in Absprache mit der Schulleitung und dem spontanen Krisenteam, welches sich bei dem Vorfall gebildet hatte. Neben diesen Planungen beteilig- ten wir uns an der Lehrerkonferenz, führten die Ges prächsgruppen, berieten eine weitere Gremienrunde der Schule und führten auch Einzelbera tungen durch, um Ängsten und Traumatisierungen zu begegnen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchte ich jetzt exemplarisch einige weitere Aktivitäten für Schulen nennen: Bei dem Vorfall in der Ludwig Erhardt Schule wurde ein Zusammenhang mit jugendlichen Gruppierungen aus Osthuesheide hergestellt. Von die sem Stadtteil war eh bekannt, dass er dringend Förder- und Unterstützungsmassnahmen be nötigte. Diese sind inzwischen erarbeitet und am 4.11.2005 vom Kriminalpräventiven Rat als „ Handlungsprogramm Osthuesheide 2005/2006 “ (Sekundär –und Tertiärprävention) verabschiedet worden. Ne- ben einer Vielzahl von Maßnahmen für den Stadtteil sind auch stärkere Kontakte zwischen Polizei und Schulen, sowie Amt 51 und Schulen vorgesehen. Der Einsatz von Streitschlichtern (Sekundärprävention) in der Schule wurde vor ca. 12 Jahren von einer Schulpsychologin aus Bielefeld in Deutschland publik gemacht. Wir alle können immer wieder aus der Presse entnehmen, dass auch in Münster viele Schulen diesen Ansatz aufgegriffen haben. Aufarbeitung von Konflikten unter Schülern mit dem Ziel der Mediation ist auch Inhalt des Modells „ Klassenrat “ (Primärprävention), ein Ansatz, der eher für einzelne Klassen und die Grundschule g edacht ist. Ein von zwei Mitarbeiterin- 3 nen der Schulpsychologischen Beratungsstelle entwic keltes Konzept „ Die Klasse als Team “ (Primärprävention) dient ebenso dazu die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern und das Klassenklima positiv zu beeinflussen. Fortbildungsangebote zu obigen Themen und auch ande re finden Sie in unserer Fortbil- dungsbroschüre, die an alle Schulen verschickt wurd en. In dieser Broschüre finden Sie auch die Ankündigung zur 10. Münsteraner Konflikttagung , (Sekundärprävention) die Anfang 2006 stattfinden wird – leider in abgespeckt er Form zu den bisherigen Veranstal- tungen, da keine ausreichenden Finanzen vorhanden s ind und in den Schulen Unsicher- heiten bzgl. der Teilnahme an ganztägigen Fortbildungsveranstaltungen bestehen. Einige in dieser Runde erinnern sich vielleicht noc h an dieses Tuch. Vor ca. 3 Jahren habe ich Ihnen damals „ Magic Circle “ (Primärprävention) vorgestellt. Das Programm zur Persönlichkeits- stärkung von Kindern im Alter von 5 – 12 Jahren und für die Klassen 1 – 6 ist bisher mehr als 2500 mal angefordert worden. In Münster gibt es Schulen, in denen Magic Circle in fast allen Klassen kontinuierlich eingesetzt wird. Wichtig ist aber au ch, dass der Kooperationsverbund von Schulpsy- chologischer Beratungsstelle, Jugendrotkreuz, asb ( Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung) und Provinzial Versicherung das –Gesamtprojekt weit erentwickelt hat und neben Magic Circle die Bausteine „ Fair Mobil – Parcours zur Konstruktiven Konfliktreg elung “ (Sekundärprävention), „Spotlight – Theater gegen Mobbing “ (Sekundärprävention) und „ Cool at School – Aktionen gegen Vandalismus “ (Sekundärprävention) entwickelt und wie sie sehen können, sehr anspre- chend produziert hat (www.miteinandern.de). Stark i m MiteinanderN erhielt letztes Jahr den Deut- schen Förderpreis Kriminalprävention 2004 (http://www.institut.de/index_home.html). Eine wichtige Veranstaltung zum Thema Gewalt ist de r vom akkku – Arbeitskreis Kon- struktive Konfliktkultur – veranstaltete Aktionstag gegen Gewalt , (Sekundärprävention) der bisher drei mal stattgefunden hat, zuletzt in K ooperation mit der Geist Schule. Und ganz aktuell gibt es heute abend über den akkku in Gievenbeck ein Gesprächsangebot an den ganzen Stadtteil mit dem Ziel ein dreijähriges Projekt zur Gewaltprävention (Primär- prävention und Sekundärprävention) welches durch di e Stiftung Mensch unterstützt wird, gemeinsam mit dem Stadtteil zu planen. Wenn es bei der Aufzählung hauptsächlich Erwähnungen aus dem Bereich Sekundär- und Tertiärprävention gab, liegt das daran, dass Primär prävention hauptsächlich von den Schulen selbst in Eigenregie durchgeführt wird. Der Bereich Sekundärprävention häufig in Zusammenarbeit von Schule mit externen Experten und die Tertiärprävention häufig die überwiegende Arbeit Externer ist. Damit sei es genug mit der Erwähnung einzelner Projekte. Eine Übersicht und Zusammen- fassung finden Sie in dieser städtischen Broschüre (Netzwerk Gewaltprävention & Konflikt- regelung Münster – Wegweiser für Wegweiser, www.gew altpraevention-muenster.de). Hier haben sich 14 Institutionen zu diesem Thema in Münster zusammengefunden und stellen ihre Angebote dar. Es ist aus meiner Sicht nicht hoch genug zu bewerten, dass sich hier Anbieter aller Couleur gemeinsam darstell en, wenngleich sie in der täglichen Ar- beit auch Konkurrenten sind. Zum Schluss ein kleines Resumée: Bei aller Vielfalt und Reichhaltigkeit der zur Verfügung stehenden Präventionsangebote und bei allem Engagement der Schulen möchte ich klar stellen: 1. Wenn wir das was wir haben, der Stand den wir er reicht haben, halten, vielleicht ver- stärken oder verbessern wollen, müssen die Schulen und Institutionen, die Aktivitäten entwickeln und Angebote machen gestärkt und nicht geschwächt werden sollten. Nur 4 so können wir sicher sein, dass die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte, gewalttätige Handlungen gering bleibt. 2. Keine Prävention, keine Vorsorge kann uns mit Si cherheit vor gewalttätigen Ereignis- sen oder spektakulären Begebenheiten bewahren, genauso wenig, wie eine gute Ge- sundheitsvorsorge das Auftreten von Krankheiten verhindern kann. Potentiale für Ge- waltvorkomnisse in und um Schule sind auch in Münster vorhanden – ungünstiges so- zialräumliches Umfeld, mangelnde Integration, Schulversager, perspektivlose Jugend- liche ... davor sollten wir die Augen nicht verschließen und uns in einer Sicherheit wie- gen, die nicht angezeigt ist. Was wir in unseren und für unsere Schulen haben sind: • Bereitschaft, sich dem Thema zuzuwenden • Spielräume der Schulen, sich Experten in die Schul e zu holen • Reichhaltiges Angebot verschiedenster Anbieter.
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Anmeldung: Das Kollegium einer Schule sollte die Teilnahme am Modellprogramm ge- meinsam absprechen und 2-3,an dem Aufbau eines Krisenkompetenzteams interessierte Lehrkräfte, schriftlich bei den Ansprechpartnerinnen bis zum 18. März 2005 anmelden. Die Kosten für die Fortbildung werden von den Trägern des Modellprogramms übernommen. Mit der Teilnahme an diesem Pro- gramm verpflichtet sich die Schullei- tung, die beteiligten Lehrkräfte für die Dauer der Fortbildung freizustellen und sie bei dem Aufbau eines Krisen- managements zu unterstützen. Jede Krise hat nicht nur ihre Gefahren, sondern auch ihre Möglichkeiten. Martin Luther King Ansprechpartnerinnen: Sieg ||| MÜNSTER : Schulpsychologische Beratungsstelle : Frau Dr. Linde Eck Klosterstraße 33 48143 Münster Tel.: 0251-492-4088 E-Mail: eckl@stadt-muenster.de ® Gemeinde- IX unfallversicherungsverband AN Westfalen-Lippe Frau Martina Rottländer Salzmannstraße 156 48159 Münster Tel.: 0251-2102-123 E-Mail: m.rottlaender@guvv-wl.de Gute und gesunde Schule Krisenkompetenz in Schulen - « mit Unfällen, Amokläufen, Suizidandrohungen, Erpressungen ... sicher umgehen Bemühe dich, deiner Krise zu begegnen, bevor sie dich überfällt. Pavel Kosorin Ein Angebot für Haupt-, Realschulen, Gymnasien und Berufskollegs in der Stadt Münster von: aeg A vünsTeR : Schulpsychologische Beratungsstelle : ® Gemeinde- ® () unfallversicherungsverband an Westfalen-Lippe Extremereignisse an Schulen sind, wie Erfurt und ähnliche Beispiele zeigen, nicht auszuschließen. Schulen sind häufig nicht ausreichend auf diese Situ- ationen vorbereitet. Um in Zukunft sen- sibel und adäquat mit solchen Ereignis- sen umgehen zu können, sind sowohl präventive Strategien als auch Hand- lungskompetenz nach Eintritt einer Ex- tremsituation notwendig. Der GUVV Westfalen-Lippe und die Schulpsychologische Beratungsstelle Münster bieten jeweils zwei bis drei Hauptschulen, Realschulen, Gymna- sien und Berufskollegs der Stadt Münster die Möglichkeit, an diesem Modellprogramm zur Förderung der Krisenkompetenz an Schulen teilzu- nehmen. Ziel des Krisenkompetenzprogramms: Jede Schule soll:am Ende der Fortbil- dung mehr Möglichkeiten entwickelt haben, sicher und kompetent mit Kri- sen und Notfällen umzugehen. Inhalte der Fortbildung: ° Sicherheitskonzept der eigenen Schule analysieren und erweitern : Krisenpräventive Elemente ide: und installieren .. Die Wahrnehmung für bedrohliche Situa- tionen und Signale stärken Ergebnisse aus der Traumaforschung und Notfallpsychologie erfahren Einen Kriseninterventionsplan und „Notfallkoffer“ für die eigene Schule entwi- ckeln Persönliche und schulische Grenzen in Notfallsituationen bewusst machen und für den Selbstschutz als Krisenhelfer sorgen lernen Erfahrungsaustausch und Netzwerkbil- dung der Schulen untereinander Zielgruppe: Interessierte Lehrkräfte, Sicherheitsbeauf- tragte, Beratungslehrer und - lehrerinnen Dauer und Termine: Im Jahr 2005 findet eine Fortbildungsreihe statt: 2 1. Termin: 12.05.2005 (15:00 - 18:00 Uhr) 2 2. Termin: 01.06.2005 (11:00 -17:00 Uhr) 2 3. Termin: 07.09.2005 (15:00 - 18:00 Uhr) © 4. Termin: 19.10.2005 (15:00 - 18:00 Uhr) © Im Jahr 2006 schließen sich zwei Treffen zum Erfahrungsaustausch an. Das Modellprogramm wird evaluiert. Veranstaltungsort: Die ersten 4 Treffen finden in den Räumlichkeiten der Schulpsychologi- schen Beratungsstelle der Stadt Müns- ter, Klosterstraße 33, 48143 Münster statt; die Treffen im Jahr 2006 beim Ge- meindeunfallversicherungsverband
Krisenkompetenz
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Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Krisenkompetenz an münsteraner Schulen Ein Modellprojekt zur Förderung eines sicheren und kompetenten Umgangs mit Krisen und Notfällen an Schulen Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Projektträger • Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe • Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster • Notfallseelsorge des Bistums Münster (PSU Team der Stadt Münster) Träger Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Projektziel • Jede Schule soll am Ende der Fortbildung mehr Möglichkeiten entwickelt haben, sicher und kompetent mit Krisen und Notfällen umzugehen. Ziel Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Teilnehmende I Teilnehmende Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Teilnehmende II • Alle weiterführenden Schulformen vertreten • Eine Schulleitung und 18 Lehrkräfte (u.a. Beratungslehrer/-innen, Sicherheitsbeauftragte) Teilnehmende • 10 Schulen Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Teilnehmende III Teilnehmende Schulen in Münster Geistschule Hauptschule Wolbeck Johannes-Gutenberg-Realschule Karl-Wagenfeld-Schule Paul-Gerhard-Schule Realschule Wolbeck Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Gymnasium Paulinum Hans-Böckler-Schule Wilhelm-Emmanuel-von-Kettler-Schule Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Inhalte der Fortbildung Sicherheitskonzepte der eigenen Schule analysieren und erweitern Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung der Schulen untereinander Persönliche und schulische Grenzen in Notfallsituationen bewusst machen und für den Selbstschutz als Krisenhelfer sorgen lernen Einen Kriseninterventionsplan und „Notfallkoffer“ für die eigene Schule entwickeln Ergebnisse aus der Trauma-Forschung und Notfallpsychologie kennen lernen Die Wahrnehmung für bedrohliche Situationen und Signale stärken Krisenprä- ventive Elemente identifizieren und installieren Inhalte Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Projektplan Plan Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Durchführung I Durchführung I. 12.05.2005 Eigene Erfahrung Erwartungen Begriffsklärungen Trauer/ Krisenphasen FNV-Modell Fallbeispiel Krisenmanagement Frühwarnzeichen GCI Bildung von Krisenteams Checkliste zur psychologischer erster Hilfe Eigene Analyse Netzwerkbildung Erfahrungsaustausch Krisenplan erstellen Psychohygiene Etablierung des Krisenteams Netzwerkausbildung VI. 17.05.2006 V. 08.03.2006 IV. 19.10.2005 III. 07.09.2005 II. 01.06.2005 Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Evaluation I Nach jedem Termin • Fragen nach Relevanz der Inhalte • Klima in der Gruppe • Persönliches Erleben Ergebnisse: • zum großen Teil sind die Inhalte neu und auch für die Arbeit an der Schule relevant • Das Klima in der Gruppe wird als sehr bereichernd erlebt • In Abhängigkeit des Themas werden auch gute persönliche Erfahrungen gemacht Evaluation Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Evaluation II – Fragebogen Uni Münster, Dr. Gediga, nach dem 4. und 6. Treffen Evaluation Vorgehen • zweimalige Fragebogenerhebung (15 Pers.) • Vergleich = Veränderung über die Zeit individuelle Ebene • Krisenszenarien (Fragen nach Realismus, Kontrolle, Belastung) • inhaltliches Wissen institutionelle Ebene • organisatorischer Umgang mit Krisen • Krisenkompetenzteams • Vernetzung mit externen Partnern Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Realismus Kontrolle Belastung Zuwachs unverändert Abnahme Realismus Kontrolle Belastung Zuwachs unverändert Abnahme Krisenszenarien Evaluation 6 24 9 8 5 54 2 Zahlen = Anzahl Teilnehmer Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Inhalte der Fortbildung Evaluation kein Wissenszuwachs (4) theoretisches Wissen zum Thema „Krise“ (Definitionen, Modelle, Techniken, Gesprächsführung) Wissenszuwachs (11) Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Organisatorischer Umgang mit Krisen Evaluation Hat sich der Umgang mit Krisen an der Schule verändert? keine Veränderungen (4) mehr Offenheit mehr Sensibilität mehr Strukturiertheit (11) Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger 0 1 2 3 4 5 6 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Anzahl Netzwerkpartner Okt 05 Mai 06 Vernetzung (I) Evaluation • Krisenkompetenzteams: 1 4 • Arbeitet die Schule mit externen Partnern zusammen ? Anzahl Befragte Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Vernetzung (II) Evaluation Lehrer (14) Schulleitung (14) Psychologe (8) Seelsorger (10) Sozialarbeiter (8) Drogenberatung (8) Familienberatung (9) Polizei (6) Gesundheitsamt (1) Sozialpädagoge (1) Streetworker (1) ( ) = Anzahl Nennungen Evaluation Durchführung Plan Inhalt Teilnehmende Ziel Träger Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Berichtsvorlage
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V/0058/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Schule und Weiterbildung Betrifft Krisenkompetenz in Schulen Beratungsfolge 30.01.2007 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht Bericht: Dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung wird ein aktueller Sachstandsbericht über ein Mo- dellprojekt „Krisenkompetenz in Schulen“ vorgelegt. Bisherige Thematisierung Ein aktuelle s Ereignis in der Ludwig-Erhard-Schule im November 2005 war Anlass für eine münd- liche Berichterstattung im Schulausschuss am 22.11.2005 unter der Überschrift „Gewaltpräventi- on - Krisenkompetenz“. Die damaligen, mündlichen Ausführungen, wurden dem Protokoll der Sitzung in schriftlicher Form beigefügt (Anlage). Definition Krisen sind Ereignisse, die ein Individuum oder System in einen instabilen Zustand versetzen. Als Krisen werden u. a. Ereignisse wie: Unfälle, Amokläufe, Suizidandrohungen, Suizide, Erpressun- gen, Todesfälle betrachtet. Krisenkompetenz beinhaltet zum einen, die Instabilität nicht unnötig groß werden zu lassen und zum anderen angemessen schnell und erfolgreich wieder in einen stabilen Zustand zu gelangen. Hintergrund Spätestens seit der Tat von Sebastian B. in der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten am 20. November 2006 steht außer Frage, dass die Beschäftigung mit Gewalt und Krisen für Schu- len notwendig ist. Vorlagen-Nr.: V/0058/2007 Auskunft erteilt: Herr Dunkel Ruf: 492 40 80 E-Mail: DunkelL@stadt-muenster.de Datum: 15.01.2007 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0058/2007 Kooperationspartner Die Idee, eine spezielle Veranstaltung für Sc hulen anzubieten, um dort die Krisenkompetenz zu stärken, entstand durch Kooperationskontakte zwischen der Schulpsychologischen Beratungs- stelle und der Präventionsabteilung des GUVV (Gemeindunfallversicherungsverband) Westfalen- Lippe. Während der konkreten Planung ergaben sich Kontakte zum PSU-Team (PSU = Psycho- Soziale-Unterstützung) der Feuerwehr Münster. Im Team sind: vier Feuerwehrbeamte aus dem feuerwehrtechnischen Dienst, der Feuerwehrseelsorger und die Sozialarbeiterin der innerbetrieb- lichen Sozialberatung der Stadt Münster. Weiterhin war die Notfallseelsorge des Bistums Münster an diesem Projekt beteiligt. Krisen in Schulen Bei Krisen in dem Bereich Schule bietet es sich an, die Schulpsychologie mit einzubeziehen. Sie hat über ihre psychologischen Kenntnisse hinaus spezifische Kenntnisse über das System Schu- le und konkrete Kenntnisse über eine einzelne Schule. Seit knapp 10 Jahren ist „Krisenkompetenz“ ein Schwerpunktthema in der Schulpsychologie. Bundesweit und international haben Schulpsychologen theoretische und praktische Kenntnisse entwickelt und diese spätestens seit der Tat von Erfurt im April 2002 auch effektiv in Krisensitua- tionen in Schulen eingebracht. Wenige Tage nach der Tat von Erfurt wurden 10 bayerische Schulpsychologen - zum damaligen Zeitpunkt die am besten ausgebildeten Schulpsychologen für Krisenintervention und -begleitung in Deutschland - dort vor Ort tätig. Für die Nachsorge stellte das Land Thüringen 10 Schulpsychologen für ein Jahr ein. In NRW hat sich in den letzten Jahren ein landesweites Netzwerk von in Krisenkompetenz quali- fizierten Schulpsychologen gebildet. Zwei Mitarbei ter der Stadt Münster sind Teil dieses Netz- werkes. Krisenkompetenz der einzelnen Schule Neben der Qualifizierung von Fachleuten ist es wichtig, die Krisenkompetenz einer Schule so gut wie möglich zu entwickeln. Schulen tun dies unterschiedlich und in der Vergangenheit eher nicht explizit. Mit dem Ziel, hier ein stärkeres Bewusstsein und eine transparentere Struktur in einer Schule zu schaffen, hat die Schulpsychologische Beratungsstelle zusammen mit dem GUVV Westfalen-Lippe, dem PSU-Team der Stadt Münster und der Notfallseelsorge des Bistums Müns- ter ein Fortbildungsmodul für Schulen entwickelt. Projektziel „Jede Schule soll am Ende der Fortbildung mehr Möglichkeiten entwickelt haben, sicher und kompetent mit Krisen und Notfällen umzugehen.“ (Ankündigungs-Flyer) Dabei ging es neben der Qualifizierung der Teilnehmenden auch um Begleitung und Beratung bei der Implementierung der Krisenkompetenzteams, sowie der Unterstützung beim Aufbau der Netzwerkstrukturen der einzelnen Schulen. Ausschreibung In der Plan ung wurde entschieden, zunächst alle weiterführenden Schulen der Stadt MS anzu- schreiben und die Fortbildung anzubieten. 10 Schulen meldeten sich für eine Teilnahme. 3 V/0058/2007 Teilnehmende Alle weiterführenden Schulformen sind vertreten Eine Schulleiterin und 18 Lehrkräfte (u. a. Beratungslehrer/-innen, Sicherheitsbeauftragte) 10 Schulen • Hauptschulen Geistschule Hauptschule Wolbeck • Realschulen Johannes-Gutenberg-Realschule Karl-Wagenfeld-Schule Paul-Gerhard-Schule Realschule Wolbeck • Gymnasien Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Gymnasium Paulinum • Berufskollegs Hans-Böckler-Schule Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Schule Beteiligung der Bezirksregierung Im Vorfeld der Ausschre ibung wurde mit den entsprechenden Dezernenten der Bezirksregierung Kontakt aufgenommen und das Vorhaben erläutert. Alle Dezernenten bekundeten ihre positive Unterstützung für die Qualifizierungsmaßnahme. Am 18.1.2006 wurde die Bezirksregierung aus- führlich über die Veranstaltung informiert. Inhalte der Fortbildung • Sicherheitskonzepte der eigenen Schule analysieren und erweitern • Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung der Schulen untereinander • Persönliche und schulische Grenzen in Notfallsituationen bewusst machen und für den Selbstschutz als Krisenhelfer sorgen lernen • Einen Kriseninterventionsplan und „Notfallkoffer“ für die eigene Schule entwickeln • Ergebnisse aus der Trauma-Forschung und Notfallpsychologie kennen lernen • Die Wahrnehmung für bedrohliche Situationen und Signale stärken • Krisenpräventive Elemente identifizieren und installieren 4 V/0058/2007 Zeitplan Die Fortbildungsmodule liefen von April 2005 bis September 2006. I. 12.05.200 Eigene Erfahrung Erwartungen Begriffsklärungen II. 01.06.2005 Trauer/Krisenphasen FNV-Modell (F = Fürsorge, N = Nachsorge, V = Vorsorge) Fallbeispiel Krisenmanagement III. 07.09.2005 Frühwarnzeichen GCI-Modell (Group Crisis Intervention) Bildung von Krisenteams IV. 19.10.2005 Checkliste zu psychologischer erster Hilfe Eigene Analyse Netzwerkbildung Danach hatten die Teilnehmenden Zeit, das Thema „Krisenkompetenz“ in ihrer jeweiligen Schule zu besprechen und weiterzuentwickeln. Zur Unterstützung wurden zwei Folgetermine eingerich- tet. V. 08.03.2006 Erfahrungsaustausch Krisenplan erstellen Psychohygiene VI. 17.05.2006 Etablierung des Krisenteams Netzwerkausbildung Nachfolgend wurde ein Gespräch in jeder Schule mit den Teilnehmenden der Fortbildung und weiteren Personen in der Schule, vor allem der Schulleitung geführt, um die Umsetzung der Fort- bildung für die Schule zu besprechen. Evaluation Eine Evaluation wurde durch die WWU (Westfälische Wilhelms Universität) durchgeführt und erstellt. Von den Teilnehmenden wurden erfragt: • Relevanz der Fortbildungsinhalte • Klima in der Gruppe • Persönliches Erleben • Wissen über Krisen • Einschätzung und Wirkung von Krisen • Umgang mit Krisen • Vernetzung mit externen Partnern 5 V/0058/2007 Ergebnisse der Evaluation • Zum großen Teil waren die Inhalte der Fortbildung neu und für die Arbeit an der Schule relevant • Das Klima in der Fortbildungsgruppe wurde als sehr positiv erlebt • In Abhängigkeit des Themas werden gute persönliche Erfahrungen gemacht • Situationen, die von Lehrkräften als nicht kontrollierbar wahrgenommen werden, sind stark belastend (z.B. Suizid und Suizidabsichten) • Die Erweiterung der Krisenkompetenz hilft in Krisen sicherer zu reagieren • Unterstützungssysteme für Schulen sind bekannt und würden im Krisenfall angesprochen werden • Alle Schulen planen den Aufbau von Krisenkompetenzteams • Bei von Krisen betroffenen Schulen (Beispiel: Tod eines Schülers) kam es zur Verbesse- rung der Krisenbearbeitung Präventionsangebote für Schulen Das hier vo rgestellte Projekt steht nicht für sich allein und ist im Zusammenhang mit anderen Angeboten zu sehen. Mit dem Titel „Gewaltprävention - Krisenkompetenz“ wurde dem Schulaus- schuss am 22.11.2005 berichtet. Die schriftliche Form ist dieser Vorlage als Anlage beigefügt. Die dort dargestellten Angebote für Schulen haben im Wesentlichen heute noch Gültigkeit Ausblick Die beteiligt en Kooperationspartner bewerten dieses Pilotprojekt als erfolgreich. Das Projektziel „Jede Schule soll am Ende der Fortbildung mehr Möglichkeiten entwickelt haben, sicher und kompetent mit Krisen und Notfällen umzugehen“ wurde erreicht. Die Schulen, die teilgenommen haben, werden zukünftig weiter betreut. Nach Prüfung des Vorhandenseins der notwendigen Ressourcen kann allen weiterführenden, sowie Grund- und Förderschulen, ein neues Fortbil- dungsangebot gemacht werden. gez. Dr. Andrea Hanke Stadträtin ANLAGEN Flyer Pressetext Präsentatio n Prävention
Presse MZ/WN
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„Krisenkompetenz in Schulen“ Qualifizierung und Beratung für münsteraner Schulen fand große Resonanz. Schulen sind im Allgemeinen nur unzureichend auf Ereignisse, wie Selbstmord, Unfall, Ge- walt, Erpressung und ähnliches vorbereitet. Dies war mit ein Grund, ein gemeinsames Qua- lifizierungs- und Beratungsangebot des Gemeindeunfallversicherungsverbandes Westfalen- Lippe (GUVV W-L) und der schulpsychologischer Beratungsstelle der Stadt Münster sowie der Notfallseelsorge des Bistums Münster .Schulen der Sekundarstufe im Umgang mit dem Thema Krisen und Extremereignisse zu unterstützen. In den letzten eineinhalb Jahren nahmen Lehrkräfte von zehn weiterführenden Schulen aus Münster an der Qualifizierungsmaßnahme zur Förderung der Kompetenzen im Umgang mit kleinen und großen Krisen an Schulen teil. In sechs Qualifizierungseinheiten wurden Themen wie Krisenvorbeugung, Krisenbewältigung und Schulorganisation besprochen. Ziel war es, ein Krisenmanagement an der eigenen Schule aufzubauen. Aufgabe des Krisenmanagements ist neben der Intervention auch die Prävention von Krisen, das frühe Erkennen von sich anbahnenden Krisen, das Hinsehen und entsprechende Handeln: „Die Frühwarnsignale rechtzeitig wahrzunehmen und Schüler bzw. Eltern darauf anzusprechen kann helfen eine Krise entweder ganz zu vermeiden oder die Folgen zu verringern, so Martina Rottländer, Mitarbeiterin des GUVV Westfalen-Lippe. Ist dennoch eine Schule von einer Krise betroffen, müssen Lehrkräfte wissen, wie sich Men- schen verhalten und wie sie als Lehrpersonen entsprechend reagieren sollen. Das Gespräch mit den Betroffenen ist eine wichtige Aufgabe von Schulleitungen und Lehr- kräften. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulpsychologischen Beratungsstelle bo- ten Trainingsmöglichkeiten in hilfreicher Gesprächsführung bei und nach Krisensituationen. „Wir sollten mehr miteinander reden.“, äußerte ein Teilnehmer, „und das nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Die ein oder andere Krise wäre nicht in dem Maße eska- liert, wenn ich erkannt hätte, dass sich ein Schüler in einer Krise befindet.“ Das Erarbeiten von Handlungsschritten in Krisensituationen führt zu mehr Sicherheit im Um- gang mit den Extremereignissen. Die projektbegleitende Evaluation, durchgeführt vom Psy- chologischen Institut der Universität Münster zeigt, dass die teilnehmenden Lehrkräfte sich verstärkt mit dem Thema auseinander gesetzt haben, sich selbst im Umgang mit Krisen si- cherer einschätzen und am Aufbau eines Krisenmanagements in ihrer Schule arbeiten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ist die Unterstützung der Schulleitung, um den Um- gang mit Krisen und Extermereignisse als Aufgabe der ganzen Schule zu verstehen und nicht nur von vereinzelten engagierten Lehrkräften. Konkrete Unterstützung und Beratung im Aufbau eines Krisenmanagements erhielten die Schulen von den Mitarbeitern der Schulpsy- chologischen Beratungsstelle, des GUVV Westfalen-Lippe und der Notfallseelsorge. Nach Abschluss des Modellprojektes ist allen Teilnehmenden und auch dem Projektteam bewusst, dass der Umgang mit Krisen an Schulen auch über das Projekt hinaus ein wichti- ges Thema an Schulen ist und besondere Beachtung benötigt. Daher hat die Schulpsycho- logische Beratungsstelle in ihrem Fortbildungsprogramm für das neue Schuljahr das Angebot um den Bereich der Gesprächsführung nach Krisen erweitert. Fragen an Schulleiterin: 1. Was war Ihre Motivation zur Teilnahme an dieser Fortbildung? 2. Was nehmen Sie aus diesen Veranstaltungen mit? 3. Welche Faktoren erleichtern Ihrer Meinung nach d ie Implementierung eines Kriseninter- ventionsplans an Schulen? 4. Wo sehen Sie die Rolle der Schulleitung im Theme nfeld „Krisen an Schulen“?
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Klosterstraße 33
- Salzmannstraße 156
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0058/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.01.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37