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2325/2017

Aufnahme einer Grabstätte in die Liste der Gräber für verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger und Übernahme der Grabpflege durch die Stadt Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 30.08.2017

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 11.09.2017, TOP 6.1.2

Beschlussvorlage Rat

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Beschlussvorlage Rat

4736 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/41 
 
Vorlagen-Nummer 
 2325/2017 
Freigabedatum 
30.08.2017  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Aufnahme einer Grabstätte in die Liste der Gräber für verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger 
und Übernahme der Grabpflege durch die Stadt Köln 
Beschlussorgan 
Hauptausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Hauptausschuss beschließt die Aufnahme der Grabstätte von Frau Elke Mascha Blankenburg 
(Friedhof Melaten, Flur 044, Grabnummer 31) in die Liste der Gräber verdienstvoller Bürgerinnen und 
Bürger. Die Übernahme der Grabpflege und der baulichen Unterhaltung durch die Stadt Köln wird 
gemäß § 23 Absatz 4 der Friedhofssatzung der Stadt Köln geregelt. 
 
Hauptausschuss 11.09.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  235 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
Die Dirigentin, Musikwissenschaftlerin, Autorin und Herausgeberin Elke Mascha Blankenburg war 
eine Wegbereiterin für die Gleichstellung der Frau in der Musikkultur. Durch ihre künstlerische und 
wissenschaftliche Arbeit legte sie in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Grund-
lagen für die historische und systematische Erforschung der Rolle der Frau in der Musik. Für die ak-
tuelle Genderforschung im Bereich der Musik hat sie durch ihre Tätigkeit als Dirigentin, Herausgebe-
rin und Forscherin Pionierarbeit geleistet. 
Frau Blankenburg engagierte sich vor allem für die Erforschung vergessener Komponistinnen und 
deren Werke. Weltweit suchte sie in Archiven nach Kompositionen von Frauen aus allen Zeitepochen, 
die meist nur in Handschriften vorlagen und von ihr transkribiert und als Notendrucke herausgegeben 
wurden. Hierdurch ermöglichte sie zahlreiche Wieder- und Uraufführungen von Werken in nahezu 
allen musikalischen Gattungen. Als besondere Leistung ist hier die Wiederaufführung von „La libera-
zione di Ruggiero dall’isola d’Alcina“ von Francesca Caccini (1587-1640) zu nennen, die als früheste 
erhaltene Oper einer Komponistin gilt. Die Aufführung fand 1980 im Rahmen des von ihr organisierten 
„Internationalen Komponistinnen Festivals“ durch die Kölner Oper statt. 
Besondere Verdienste hat sich Frau Blankenburg um die Wiederentdeckung der Werke Fanny Hen-
sel, geb. Mendelssohn erworben, deren Werke sie erstmalig herausgegeben und uraufgeführt hat. So 
dirigierte sie 1984 die Uraufführung des „Oratorium nach Bildern der Bibel“ für Soli, Chor und Orches-
ter (1831) in der St. Maria Himmelfahrt-Kirche in Köln und 1986 die „Ouvertüre in C-Dur“ (1832) in der 
Alten Oper zu Frankfurt mit dem von ihr gegründeten Clara-Schumann-Orchester Köln. 
Als Chorleiterin und Dirigentin gründete und leitete Frau Blankenburg mehrere Chöre und Ensembles, 
mit denen sie die Werke von Komponistinnen von der Renaissance bis zur Gegenwart aufführte, LPs 
und CDs einspielte sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen gestaltete. Bereits 1970, als Kirchen-
musikerin an der Christuskirche in Köln-Dellbrück, gründete sie den Chor „Kölner Kurrende“, 1981 
das „Leonardo-Ensemble“ und 1986 das „Clara-Schumann-Orchester Köln“, ein professionelles Sin-
fonieorchester mit ausschließlich Musikerinnen. Gemeinsam mit Gabriele Pallenberg rief sie 1995 
dann noch das „Orchestra Clara Schumann Roma“ ins Leben. 
Als Autorin hat Frau Blankenburg zahlreiche Aufsätze veröffentlicht und ihr Buch „Dirigentinnen im 20.

3 
Jahrhundert. Porträts von Marin Alsop bis Simone Young“ (223) gilt bis heute als Standardwerk zu 
diesem Thema. Das mehr als 20.000 Dokumente, Publikationen und Medien umfassende Archiv 
„Frau und Musik“, das aus dem 1979 von Frau Blankenburg gründete Arbeitskreises Frau und Musik 
hervorgegangen ist, befindet sich in Frankfurt am Main, wo auch der Nachlass von Frau Blankenburg 
lagert. 
 
Für diese Leistungen wurde Frau Blankenburg 1999 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 
Das Kulturamt befürwortet die Aufnahme dieser Grabstätte in die Liste der Gräber für verdienstvolle 
Bürgerinnen und Bürger sowie die Übernahme der Grabpflegekosten und der baulichen Unterhaltung 
durch die Stadt Köln.

Beratungsverlauf (1)

11.09.2017 Hauptausschuss
TOP 6.1.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2325/2017
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
30.08.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27