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2126/2017

Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) "Starke Veedel - Starkes Köln" Bedarfsfeststellung für das Projekt "Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung" als Teilmaßnahme der Fördermaßnahme "Bür

Mitteilung BV 06.07.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 10.07.2017, TOP 10.2.12

Anlage 3 RPA141-11-10-2017

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Mitteilung BV

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Anlage 1 Auszug Förderantrag

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Anlage 4 Beschlussvorlage 1843-2017

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Anlage 2 Auszug Ratsvorlage 0740-2017

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Anlage 3 RPA141-11-10-2017

1256 Zeichen

ANLAGE 3

14 09.06.2017
141/1

15

Bedarfsprüfung für externe Vergaben im Programm Starke Veedel - Starkes Köln

hier: Projekt "Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müll-
vermeidung und Müllbeseitigung” als Teilnahme der Fördermaßnahme "Büro für Quar-
tiersmanagement und Aktivierung von Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie
Mülheim-Nord und Keupstraße"; voraussichtliche Auftragssumme: 84.033 € netto zzgl.
MwSt. = 100.000 € brutto

hier: Bedarfsprüfung (RPA-Nr. 141/11/10/17)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Schreiben vom 22.05.2017 übersandten Sie mir das Ergebnis Ihrer Bedarfsprüfung für
die 0. 9. Maßnahme.

Ausgangslage sind die vom Rat beschlossenen Einzel - IHK für die Sozialräume Buchheim
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße. In diesen IHK sind die o. g. Projekte
enthalten.

Sie beabsichtigen Leistungen mit einem geschätzten Aufwand wie folgt extern zu beauftra-
gen:

Öffentlichkeitsarbeit 30.000 €
Ansprache der Bewohnerschaft vor Ort 30.000 €
Umweltpädagogik 15.000 €
Kunst- und Kreativevents 10.000 €
Koch- und/oder Gartenbauexpertise 10.000 €
Facility Management 5.000 €
Summe (brutto) 100.000 €

Den von Ihnen geltend gemachten Bedarf erkenne ich an.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Schneider

Mitteilung BV

1344 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/152 
152/1 
Vorlagen-Nummer 
 2126/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 10.07.2017 
 
Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) "Starke Veedel - Starkes Köln"  
Bedarfsfeststellung für das Projekt "Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der 
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung" als Teilmaßnahme der 
Fördermaßnahme "Büro für Quartiermanagement und Aktivierung" in den Sozialräumen 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ist die Umsetzung der Maßnahme "Auf-
bau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung" als 
Teilmaßnahme der Fördermaßnahme "Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung" in den Sozial-
räumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße vorgesehen. Eine Bewilligung 
über die Städtebauförderung liegt vor, so dass die Umsetzung zeitnah erfolgt. Anfang Juli wird die 
Bedarfsfeststellung für das Projekt in die politische Beratung eingebracht.  
Der Anlage ist der Beschlusstext für die Bedarfsfeststellung (Vorlage 1843/2017) zu entnehmen. Die 
Beschlussvorlage wird dem Stadtentwicklungsausschuss am 06.07.2017 und dem Ausschuss Umwelt 
und Grün am 07.07.2017 vorgelegt.

Anlage 1 Auszug Förderantrag

10321 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin

Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpfle-
ge, Müllvermeidung und Müllbeseitigung

Projektziele

Das Bestreben des Projekts ist es, Bewohnerinnen und Bewohner in den Sozialräu-
men Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße zu motivieren,
aktiv bei der Pflege und Instandhaltung ihres Lebensraums mitzuwirken. Die Quartie-
re sollen erkennbar sauberer und gepflegter, das nachbarschaftliche Miteinander ge-
stärkt und die Integration von Migrantinnen und Migranten gefördert werden. Hierzu
bedarf es zu allererst einer Änderung vorhandener Einstellungen und Verhaltenswei-
sen.

Das Anliegen des Projekts unterteilt sich also in drei Etappenziele, die in einem kau-
salen Zusammenhang stehen:

— Verbesserung von Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber dem eige-'
nen Lebensraum,

- Förderung von Eigeninitiative und Bürgerengagement und
- nachhaltige Reduzierung des Müllaufkommens

Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit der örtlichen Sozial-
raumkoordination sowie in sorgfältiger Auswertung von Synergiepotentialen, die sich
in der Zusammenarbeit mit jenen Maßnahmen des IHK „Starke Veedel- starkes Köln“
eröffnen, die komplementären Zielsetzungen aufweisen. Beispielhaft können folgen-
de Maßnahmen genannt werden: „Unser Park“; „Zuhause im Veedel“, „Willkommen
und Ankommen in Köln“, „Spiel- und Bewegungsräume“, „Quartiersgarten‘.

Projektbeschreibung

Die Zielgruppe des Vorhabens ist die gesamte Bewohnerschaft eines jeweiligen
Quartiers in den Sozialräumen. l.d.R. weisen sozial benachteiligte Quartiere einen
überproportionalen Anteil an Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshinter-
grund auf. Hier sind nach sorgfältiger Auswertung der Daten ggfs Schwerpunkte zu
setzten. Ein zielgruppengenauer Zuschnitt der Maßnahmen wird als Schlüssel zum
Erfolg angesehen.

In dem Bemühen, Bewusstsein zu verändern und bürgerschaftliches Engagement zu
fördern, konzentriert sich das Projekt auf die folgenden drei Arbeitsbereiche:

- Eine kontinuierliche zielgruppengenaue Öffentlichkeitsarbeit

— Nachhaltige umweltpädagogische Maßnahmen in örtlichen Aikharags- und Be-
treuungseinrichtungen

— Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds

Kontinuierliche zielgruppengenaue Öffentlichkeitsarbeit

Eine Verhaltensänderung erfordert in erster Linie Aufklärung und Information. Es ist
davon auszugehen, dass viele Menschen im Projektraum unzureichend über das

Förderantrag zum NRW Stadterneuerungsprogramm 2016 - Programm Starke Veedel — Starkes Köln 19

Die Oberbürgermeisterin

Thema Müll informiert sind. Insbesondere wird die mehrheitlich bildungsferne Ziel-
gruppe durch die herkömmlichen Medien kaum erreicht

Der Schlüssel zu einem Bewusstseinswandel liegt deshalb in einer Öffentlichkeitsar-
beit, die die Befindlichkeiten der Menschen berücksichtigt, die ihre Sprache spricht
und niederschwellig angeboten wird. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, das Projekt-
thema im Alltagsleben der Stadteilbewohnerschaft zu verankern. Sie zieht sich als
horizontales Arbeitsfeld durchs Projekt, ist breit und differenziert angelegt und erfolgt
kontinuierlich. Hierzu wird ein Kommunikationskonzept erarbeitet, das sich an die
besonderen sozialen und strukturellen'Gegebenheiten der einzelnen Quartiere an-
passt.

Nachhaltige umweltpädagogische Maßnahmen in örtlichen Bildungs- und Betreu-
ungseinrichtungen

Eine speziell für Kinder konzipierte Aufklärungs- und Motivationskampagne scheint
aus zwei Gründen erfolgversprechend: Zum einen haben Kinder eine natürliche Mo-
tivation Neues zu erlernen. Zum anderen kommt ihnen eine Art Brückenkopffunktion
zu, indem sie das Thema in ihre Familien tragen. Nicht zuletzt geht es darum, Raum,
der bereits der Vermüllung zum Opfer gefallen ist, für die Kinder als Spiel- und Auf-
enthaltsorte zurückzugewinnen. Potentielle Partner sind ortsansässige Bildungs- und
Betreuungseinrichtungen. Ein Kernanliegen im Sinne der Nachhaltigkeit ist, die Pro-
jektthemen „Pflege des öffentlichen Raumes“, „Übernahme von Verantwortung für
den eigenen Lebensraum“ und „Abfallarmes Konsumverhalten“ im Alltag der Schulen
und Kitas zu etablieren. Grundlage des weiteren Arbeitens bildet die Entwicklung und
Umsetzung eines qualifizierten umweltpädagogischen Konzeptes.

Wohnumfeldverbesserungsmaßnahmen

Zum Aufbau von Vertrauen und Motivation in der Bewohnerschaft wird dem Bemü-
hen um sicht- und erlebbare Verbesserungen im Wohnquartier große Bedeutung zu-
gemessen. Neben einer erkennbaren Reduzierung von wildem Müll und Vandalis-
mus soll eine qualitative Aufwertung erfolgen, d. h. mehr gepflegte Objekte und Orte
im öffentlichen Raum, an denen die Anwohnerinnen und Anwohner sich wieder ger-
ne aufhalten. Auf diese Weise werden auch neue Identifikationen mit dem Veedel
und Kommunikationsstrukturen geschaffen. Gepflegte, von den Menschen frequen-
tierte Bereiche verschmutzen weniger schnell (soziale Kontrolle). Auch gibt es eine
enge Verknüpfung zwischen der Verschmutzung im öffentlichen Raum und dem Si-
cherheitsempfinden (Angsträume). j

Entscheidend bei diesem Maßnahmenpaket ist die Einbeziehung der Anwohnerinnen
und Anwohner sowohl bei der Ideenfindung wie bei der Durchsetzung (Empower-
ment). Die Bestimmung der einzelnen Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung
wird im laufenden Projekt als Ergebnis der Bürgeraktivierung erfolgen.

Förderantrag zum NRW Stadterneuerungsprogramm 2016 - Programm Starke Veedel — Starkes Köln 20

Die Oberbürgermeisterin

Projektplanung und Gesamtkostenstruktur des Büros für Quartiersmanage-
ment und Aktivierung:

Für die Erbringung der dargestellten Projektbausteine wird zusätzliche Expertise und
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung der folgenden Leistungen
vorgesehen ist:

— Quartierssmanagement,
- Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement,
- Öffentlichkeitsarbeit und

- Einzelbausteine innerhalb der Maßnahme „Aufbau einer bürgerschaftlichen
Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung“

Grundsätzlich sollen die Leistungen der einzelnen Module von externen Trägern er-
bracht werden. Aufgrund des kalkulierten Maßnahmenbudgets besteht die Verpflich-
tung zu einem Vergabeverfahren. Bietergemeinschaften können zugelassen werden.

Das Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung bietet das Dach, unter dem die
oben -aufgeführten-Maßnahmen sowie.der Verfügungsfonds- räumlich zusammenge-
führt werden. Der Projektbaustein Verfügungsfonds wird in das Quartiersmanage-
ment integriert und. von diesem umgesetzt. Darüber hinaus haben die weiteren Pro-
jektbausteine selbständigen Charakter, wobei eine enge Zusammenarbeit zwischen
den einzelnen Projektmaßnahmen erfolgt. Wechselwirkungen werden berücksichtigt
und Synergien genutzt. Die Projektbausteine werden jeweils einzeln ausgeschrieben,
so dass verschieden qualifizierte Auftragnehmer zur Umsetzung der Projekte beauf-
tragt werden können. Voraussetzung ist jedoch die gemeinsame räumliche Zusam-
menführung, da diese die Kommunikation und Abstimmung in erheblichem Maße
optimiert und darüber hinaus hilft, Doppel- und Parallelstrukturen zu vermeiden.

Die Anmietung der notwendigen Büroräume hat das Quartiersmanagement sicherzu-
stellen. Nach Beauftragung wird vom Auftragnehmer eine unmittelbare Klärung und
Abstimmung aller am Prozess Beteiligten erwartet, um den konkreten räumlichen
Bedarf zu ermitteln. Im Anschluss hat eine Anmietung der Räumlichkeiten des „Büro
für Quartiersmanagement und Aktivierung“ zu erfolgen. In Bezug auf den Projekt-
baustein Verfügungsfonds hat das Quartiersmanagement die Anlaufstelle bzw. Ge-
schäftsstelle für den Verfügungsfonds mit festen Öffnungszeiten zu versehen. Dar-
über hinaus ist die unmittelbare Abstimmung und Klärung mit der vor Ort tätigen So-
zialraumkoordination sowie des projektverantwortenden Amtes für Stadtentwicklung
und Statistik hinsichtlich der verfügungsfondsrelevanten Aufgaben und Schnittstellen
herbeizuführen. Die Kosten für Büroanmietung sind anteilig auf die angegliederten
Bausteine aufzuteilen. Die Projektverwaltung für das „Büro für Quartiersmanagement
und Aktivierung“ erfolgt durch das Quartiersmanagement.

Nach Beauftragung wird von den Auftragnehmern die zeitnahe Abstimmung und Klä-
rung zu den einzelnen Arbeitsschritten erwartet. Erster Ansprechpartner ist die zent-
rale Koordinierungsstelle der Verwaltung bzw. die zuständigen Fachämter und er-
gänzend das Quartiersmanagement. Der Auftragnehmer zur Maßnahme Quartiers-
management hat zeitnah eine Abstimmung und -klärung der aufgabenbezogenen
Schnittstellen mit der Sozialraumkoordination und Bürgeramtsleitung herbeizuführen

Förderantrag zum NRW Stadterneuerungsprogramm 2016 - Programm Starke Veedel — Starkes Köln 21

Die Oberbürgermeisterin

und sich und seine Aufgaben in den Sozialräumen bekannt zu machen. In Bezug auf
alle potenziellen Auftragnehmer der aufgeführten Projektbausteine sind grundsätzlich
Kenntnisse über die Sozialräume sowie Bewohner- und Akteursstrukturen wün-
schenswert. Regelmäßige Abstimmungstreffen und kurze Reaktionszeiten sind für
die Umsetzung des Prozesses von hoher Bedeutung.

Zielgruppen

Die Projektbausteine kommen allen in den Sozialräumen vorhandenen Zielgruppen,
insbesondere jedoch der Bewohnerschaft, zugute, da auf eine ziel- und wirkungsori-
entierte sowie nachhaltige und wirtschaftliche Planung, Durchführung und Zielerrei-
chung der Maßnahmen sowie der Weiterentwicklung des Programms hingearbeitet
wird. Aber auch die Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf
kommunaler Ebene, Sozialraumkoordination, weitere lokale Akteure und Interes-
sensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen und profitieren von den Maßnah-
menbausteinen.

Projektlaufzeit / Zeitraum

Für alle Maßnahmenbausteine ist eine Laufzeit von 42 Monaten vorgesehen. Ge-
plant ist eine Umsetzungsbeginn vom 01.01.2017 und ein Umsetzungsende zum
30.06.2020. Diese Zeitplanung steht in Abhängigkeit von der Bewilligung des För-
derantrags. Die Maßnahme bildet den Rahmen für das Gesamtprogramm und eine
wichtige Grundlage für die Erarbeitung und Implementierung einer sozialraumbezo-
genen Arbeitsweise und ist daher als grundlegende Startermaßnahme ausgerichtet.

Förderantrag zum NRW Stadterneuerungsprogramm 2016 - Programm Starke Veedel — Starkes Köln 22

Anlage 4 Beschlussvorlage 1843-2017

10155 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/152 
152/1 / 150/1 
Vorlagen-Nummer 
 1843/2017 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Starke Veedel - Starkes Köln  
Bedarfsfestellung für das Projekt "Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der 
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung" als Teilmaßnahme der 
Fördermaßnahme "Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung" in den Sozialräumen 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Umwelt und Grün 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Ausschuss Umwelt und Grün beauftragt die Verwaltung, die Leistungen für die folgenden 
Einzelmaßnahmen des Projektes „Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, 
Müllvermeidung und Müllbeseitigung“ extern zu vergeben: 
 
- Öffentlichkeitsarbeit 
- Ansprache der Bewohnerschaft vor Ort  
- Umweltpädagogik 
- Kunst- und Kreativevents 
- Koch- u./o. Gartenbauexpertise 
- Facility Management 
Die Finanzierung der mit 70 Prozent förderfähigen Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, 
0902, Stadtentwicklung, Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen.  
 
2. Der Ausschuss für Umwelt und Grün verzichtet auf die Vorlage zur formalen Vergabeentschei-
dung, wenn das Vergabe- und das Rechnungsprüfungsamt den Vergabevorschlägen der Verga-
bestelle einvernehmlich und ohne Einschränkungen zustimmen. 
 
 
Stadtentwicklungsausschuss 06.07.2017 
Ausschuss für Umwelt und Grün 07.07.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme    100.000,-   € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja    70.000,- €    70 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung: 
Der Projektvorschlag wurde als Förderantrag zur Städtebauförderung im Rahmen des Integrierten 
Handlungskonzeptes (IHK) „Starke Veedel – Starkes Köln“ vom Amt für Stadtentwicklung und Statis-
tik (15) eingereicht (siehe Anlage 1: Projektbeschreibung; Auszug aus Förderantrag Seiten 19 ff.) und 
von der Bezirksregierung Köln mit Zuwendungsbescheid vom 10.11.2016 als förderfähige Maßnahme 
bewilligt  
Der Rat hat in seiner Sitzung am 18.05.2017 unter TOP 10.17 das Einzel-IHK für die Sozialräume 
„Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des Strukturför-
derprogramms MÜLHEIM 2020 mit einem Gesamtvolumen von rund 9,2 Mio. Euro beschlossen 
(Session-Nr. 0740/2017). Die Teilmaßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung in den 
Sozialräumen (…) ist in dem beigefügten Maßnahmenblatt beschrieben (vgl. Anlage 2: Auszug aus 
der Ratsvorlage 0740/2017). 
Darin enthalten sind die unten genannten Einzelmaßnahmen des Projektbausteins „Aufbau einer bür-
gerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung“. 
 
Bedarf 
Im Einzelnen sollen die folgenden Leistungen extern beauftragt werden:  
 
Öffentlichkeitsarbeit: 
In einem ersten Schritt ist ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit zu erarbeiten. Der Schwerpunkt liegt 
dabei in den Themen Beteiligung, Mitwirkung und Aktivierung der Bewohner im Projektgebiet. Ziel ist 
es, die Zielgruppen niederschwellig und bedarfsgerecht zu erreichen und die dafür erforderlichen In-
strumente zu entwickeln.

3 
Darüber hinaus wird auch auf die klassischen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit zurückgegriffen, 
um das Programm zu kommunizieren. Folgende Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit kommen in Be-
tracht:  
- Pressearbeit (Fach- und Tagespresse)  
- Flyer und Plakate sowie weitere Printmedien  
- Durchführung von Informations- und Beteiligungsveranstaltungen  
- Bedarfsgerechte Veranstaltungen zu den Maßnahmen des IHKs 
- fotografische Begleitung des Beteiligungsprozesses.  
Die Öffentlichkeitsarbeit zieht sich als horizontales Arbeitsfeld durchs Projekt. Sie erfolgt kontinuier-
lich.  
 
Ansprache vor Ort 
Das Bestreben des Projekts ist es, Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Sozialraum zu motivieren, 
aktiv bei der Pflege und Instandhaltung ihres Lebensraums mitzuwirken. 
Der Schlüssel zu einem Bewusstseinswandel liegt deshalb neben der Öffentlichkeitsarbeit auch in der 
Ansprache vor Ort (ähnlich wie Streetworker), die die Befindlichkeiten der Menschen berücksichtigt 
und die ihre Sprache spricht.  
Aufgabe der örtlichen Ansprache ist es, die Bewohner/innen, Hausbesitzer und Geschäftsleute des 
Projektgebietes hinsichtlich ihres Abfallverhaltens und ihrer Einstellungen zu ihrem Wohnumfeld per-
sönlich anzusprechen, aufzuklären und zu beraten, sowie sich u.a. mit der AWB, dem Ermittlungs-
dienst bzw. dem Bürgeramt abzustimmen. 
 
Umweltpädagogik 
Als nachhaltige umweltpädagogische Maßnahme ist eine speziell für Kinder konzipierte Aufklärungs- 
und Motivationskampagne vorgesehen. Dies erscheint aus zwei Gründen erfolgversprechend: Zum 
einen haben Kinder eine natürliche Motivation Neues zu erlernen. Zum anderen kommt ihnen eine Art 
Brückenkopffunktion zu, indem sie das Thema in ihre Familien tragen.  
Nicht zuletzt geht es darum, Raum, der bereits der Vermüllung zum Opfer gefallen ist, für die Kinder 
als Spiel- und Aufenthaltsorte zurückzugewinnen. Potentielle Partner sind ortsansässige Bildungs- 
und Betreuungseinrichtungen. Ein Kernanliegen im Sinne der Nachhaltigkeit ist, die Projektthemen 
„Pflege des öffentlichen Raumes“, „Übernahme von Verantwortung für den eigenen Lebensraum“ und 
„Abfallarmes Konsumverhalten“ im Alltag der Schulen und Kitas zu etablieren. Grundlage des weite-
ren Arbeitens bildet die Entwicklung und Umsetzung eines qualifizierten umweltpädagogischen Kon-
zeptes.  
 
Kunst- und Kreativevents 
Hier sind mehrere unterschiedliche Aktionen geplant, die konkret erst im Laufe der Projektabwicklung 
entstehen. Wie im Projektantrag aufgeführt, handelt es sich hier um Einzelmaßnahmen, die aus der 
betroffenen Bewohnerschaft heraus definiert und entwickelt werden. Angedacht sind Mitmachaktio-
nen, die zur Wohnumfeldverbesserung und Müllvermeidung beitragen. Zu nennen sind hier Beispiele 
aus dem vorherigen Projekt „Hallo Nachbar, dankeschön“ die phantasievolle Bemalung von Strom-
kästen und Mobiliar aus städt. Kindertagesstätten, Bepflanzung von Baumscheiben, Musikinstrumen-
te aus Müll erstellen, Foto- und Pflanzaktionen. 
  
Koch- und / oder Gartenbauexpertise 
Geplant ist ein Bewohnergartenprojekt, d.h. es soll gemeinsam mit den Bewohnern vor Ort eine Flä-
che angelegt werden. Ziel ist es, durch Heranleitung an gärtnerisches Arbeiten einen nachhaltigen 
Zugang zur Natur- und Umwelterfahrung zu gewährleisten und die Verantwortung für den eigenen 
Lebensraum geweckt werden. Durch die Beschäftigung mit der Natur können die Kinder und Jugend-
lichen nicht nur ökologische Zusammenhänge erkennen, sondern auch in ihrem Selbstwertgefühl 
gestärkt und das soziale Miteinander gefördert werden.

4 
 
Facilitiy Management 
Hierunter fallen im Laufe der Projektabwicklung Leistungen für z.B. Handwerker-, Handlanger-, Reini-
gungs-, Auf- und Abbaudienste an (Bespiel: diverse Material- und Möbeltransporte, sowie Auf- und 
Abbau von Ständen bei der Teilnahme an Straßenfesten oder auf Wochenmärkten).  
 
Kostenkalkulation und Mittelbereitstellung 
Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten für den Projektbaustein „Aufbau einer bürgerschaftlichen Kul-
tur der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung“ betragen rund 100.000 Euro (84.033 
Euro netto). Der geförderte städtische Eigenanteil beträgt rund 30.000 Euro.  
      Kostenschätzung (brutto)  (netto) 
Öffentlichkeitsarbeit (PR- Agentur /Büro)  ca. 30.000 €   25.210 € 
Ansprache der Bewohnerschaft vor Ort  
(ähnlich wie Streetwork)     ca.   30.000 €   25.210 € 
Umweltpädagogik     ca.   15.000 €   12.605 € 
Kunst- und Kreativevents    ca.   10.000 €     8.403 € 
Koch- u./o. Gartenbauexpertise   ca.   10.000 €       8.403 € 
Facility Management     ca.     5.000 €         4.202 € 
Summe:      ca. 100.000 €     84.033 € 
 
Die Finanzierung der mit 70 Prozent förderfähigen Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, 0902, 
Stadtentwicklung, Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Für das Förder-
programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ sind im Haushaltsplan 2017 Aufwandsermächtigungen und 
die Anmeldungen zum Haushaltsplan 2018 inklusive mittelfristiger Finanzplanung veranschlagt. 
 
Vergabe 
Die Durchführung der Vergaben zur Umsetzung der im Folgenden genannten Einzelmaßnahmen er-
folgt federführend durch das Umwelt- und Verbraucherschutzamt (57). Aufgrund der Mittelverwaltung 
der Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ erfolgt die Bedarfsprüfung und Be-
darfsfeststellung durch das Amt für Stadtentwicklung und Statistik (15). 
 
Die jeweiligen Vergabeverfahren für die vorgenannten Leistungen werden entsprechend den gesetzli-
chen Vergabebestimmungen und der städtischen Vergabeordnung (KVO) in Abstimmung mit dem 
Zentralen Vergabeamt (27) und dem Rechnungsprüfungsamt (14) durchgeführt.  
Gemäß den Bestimmungen des Fördergebers sind städtische Personalkosten nicht förderfähig. Die 
zu vergebenen Fremdleistungen dürfen daher nur in Form von Liefer- oder Dienstleistungen, nicht 
aber in Form von Honorar-, Dienst- oder Arbeitsverträgen beauftragt werden. 
 
Die Stellungnahme von 14 gemäß Bedarfsprüfungsrichtlinie ist als Anlage 3 beigefügt. Die Maßnah-
men wurden dem Amt für Personal, Organisation und Innovation (11) gemäß Ziffer 6.3 der Bedarfs-
prüfungsrichtlinie zur Kenntnis vorgelegt. 
 
Anlagen: 
Anlage 1 Projektbeschreibung; Auszug aus Förderantrag Seiten 19 ff. 
Anlage 2 Auszug aus der Ratsvorlage 0740/2017 
Anlage 3 Stellungnahme zur Bedarfsprüfung von 14

Anlage 2 Auszug Ratsvorlage 0740-2017

27421 Zeichen

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020.für die Sozialräume Buchheim und Buchforst AN
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel - Starkes Köln

11.2.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung

Laufende Nummer 0.0.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung ]
Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung in den So-
zialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord

und Keupstraße |

Inhalt Ausgangslage

Die Sozialräume Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord
und Keupstraße bilden den nord-östlichsten Bereich der Sozial-
räume Kölns. Sie zeigen eine heterogene Struktur. So sind die
Quartiere Mülheim-Nord und Keupstraße durch eine gründerzeit-
liche Bebauung geprägt, während Buchforst dem Leitbild der
baulichen Sachlichkeit der 1920er'Jahre folgt und Buchheim ei-
ne bauliche Geschoss- und Einfamilienhausstruktur der Nach-
kriegszeit aufweist.

Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt im
Durchschnitt bei 57,5 Prozent und damit deutlich über dem städ-
tischen Durchschnitt von 34,9 Prozent. Auch die Zahlen der
SGB-II Empfangenden liegen in den Sozialräumen mit durch-
schnittlich 30,6 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der städti-
sche Durchschnitt von 13,2 Prozent. Es ist daher davon auszu-
gehen, dass auch soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit, Armut,
Verschuldung und gegebenenfalls Suchtprobleme in den Sozial-
räumen eine Rolle spielen.

Der Blick auf die Sozialstruktur zeigt eine geringe Perspektive
zur Teilhabe der Bewohnerschaft. Es wird deutlich, dass in
Buchheim und Buchforst sowie in Mülheim-Nord und Keupstra-
Be Unterstützungs- und Beratungsangeboten nach wie vor eine
hohe Bedeutung zukommt. Die Aktivierung der Bewohnerschaft
spielt bei der Verantwortung für beide Sozialräume als Ganzes
und für das Wohnumfeld im engeren Sinn eine wichtige Rolle.
Hier konnten bereits erste Erfahrungen durch den Verfügungs-
fonds MÜLHEIM 2020 und das Umweltbildungsprojekt „Hallo
Nachbar, danke schön!“, das in einem Projektgebiet in Mülheim-
Nord rund um die Berliner Straße, den Marktplatz und den Bür-
gerpark durchgeführt wurde, gute Ergebnisse erzielt werden.
Trotzdem stellt die Aktivierung und Teilhabe der Bewohnerschaft
eine große Herausforderung dar, der mit niederschwelligen An-
geboten zu begegnen ist. Eine positivere Imagebildung für die
Sozialräume ist für die Entwicklung Buchheim und Buchforst
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße unabdingbar.

In beiden Sozialräumen besteht bereits ein vielseitiges Hilfesys-
tem, welches unmittelbar entlastende Auswirkungen auf die
Quartiersentwicklung nimmt. In Teilbereichen mangelt es jedoch
an einem lückenlosen Schnittstellenmanagement, welches im
Rahmen des integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von akti-
vierenden Prozessen von hoher Bedeutung ist.

|

E2

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst
sowie Mülheim-Nord und Keuspstraße

Starke Veedel — Starkes Köln

Schnittstelle zur Sozialraumkoordination:

Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006
in elf Sozialräumen konsequent ein integriertes sozialraumori-
entiertes Handlungskonzept verfolgt.

Die Sozialraumkoordinatoren sind organisatorisch bei den Bür-
gerämtern angebunden. Mit der Koordination in den Sozialräu-
men sind zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt
in städtischer Trägerschaft. Diese arbeiten nach den methodi-
schen Prinzipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orientie-
rung an den Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2.
Nutzung der Stärken und Potenziale der Menschen sowie der
Ressourcen des Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Ei-
geninitiative und Teilhabe, 4. Erschließung von zusätzlichen ex-
ternen Ressourcen, 5. Zielgruppen und bereichsübergreifende
Ansätze, 6. Kooperation und Vernetzung der Aktivitäten und An-
gebote im Sozialraum.

Die Sozialraumkoordination nimmt seit Jahren erfolgreich eine
aktive Koordinationsfunktion wahr und arbeitet aktiv an der Si-
cherung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen.

Die Umsetzung des Maßnahmenprogramms „Starke Veedel —
Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann durch die elf vorhande-
nen Sozialraumkoordinatorinnen beziehungsweise Sozialraum-
koordinatoren nicht zusätzlich geleistet werden. Durch das Pro-'
gramm „Starke Veedel — Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koor-
dinierungs- und Abstimmungsaufwand. Die Akzeptanz und Im-
plementierung des Handlungsprogramms kann in den Sozial-
räumen aber nur gelingen, wenn Bewohnerschaft und Akteure
für dieses Programm sensibilisiert werden und Zugangsstruktu-
ren genutzt werden. Die Maßnahme „Büro für Quartiersma-
nagement und Aktivierung“ soll in enger Abstimmung .mit den
Sozialraumkoordinationen die Umsetzung des Maßnahmenpro-
grammes sichern. Zum einen in den spezifischen Themenberei-
chen - hier insbesondere der Aufbau von Präventionsketten —
sowie zum anderen bei Bedarf — seien dies problematische
Wohnquartiere und Nachbarschaften oder auch notleidende
Einkaufsstraßen.

Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements zur Um-
setzung des Programms sind demnach in enger Abstimmung mit
der Sozialraumkoordination und den institutionellen Akteuren vor
Ort.

Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an
diesen Punkten an und ist somit optimal auf die Bedürfnisse der
Sozialräume ausgerichtet.

In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Team aus der Bürgeramitslei-
tung, der Sozialraumkoordination und der Programmsteuerung
„Starke Veedel — Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umzu-
setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird.

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst . 85
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel - Starkes Köln

Bürgeramtsleitung

Steuerungsfunktion

Sozialraumkoordination Programmsteuerung
Vernetzung vor Ort - „Starke Veedel — Starkes

Köln“
Projektbeschreibung

Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an
den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslagen an.
Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadtent-
wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Fakto-
ren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und
Bewohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden wer-
den können. Entsprechend dieser vielschichtigen Fragestellung,
setzt sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“
aus fünf unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:

- Quartiersmanagement

—  Verfügungsfonds

- Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement
-  Öffentlichkeitsarbeit

- Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeld-
pflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung.

Das „Büro für Quartierssmanagement und Aktivierung“ bündelt
diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf ab-
zielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumorien-
tierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivie-
rung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren
ortsansässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quar-
tiersmanagement und Aktivierung“.

Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Cha-
rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die
durch die Zusammenführung des „Büros für Quartiersmanage-
ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine gemein-
same räumliche Verortung vorgenommen.

Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhalt-
lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen
Projektträgern umgesetzt werden können. Bei der Maßnah-

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst
sowie Mülheim-Nord und Keuipstraße

Starke Veedel — Starkes Köln

menumsetzung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine enge Zu-
sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt
und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.

Projektbaustein: Quartiersmanagement

Im Rahmen des Integrierten Handlungsprogramms „Starke Vee-
del — Starkes Köln“ sind für Buchheim und Buchforst sowie Mül-
heim-Nord und Keupstraße eine Reihe von Maßnahmen ge-
plant, die einen neuen und zusätzlichen Koordinierungsaufwand
für die Sozialräume auslösen, der durch die schon bestehenden
Strukturen nicht gedeckt werden kann. Das Quartiersmanage-
ment übernimmt die Aufgabe, die maßnahmenumsetzenden
Träger in Abstimmung mit der Sozialraumkoordination bei den
Zugängen zu den Zielgruppen und bei der Akquise der Teilneh-

. menden im Sinne eines „One-face-to the-customer‘ zu unter-
stützen. Darüber hinaus stellt das Quartiersmanagement die
Vernetzung der Maßnahmen sicher.

Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für
alle Belange des sozialraumbezogenen Programms und bildet
die Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als lokal veror-
tete Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlung.
Es sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für
das Programm „Starke Veedel — Starkes Köln“, nutzt die vor-
handenen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des
Integrierten Handlungsprogramms. Neben der Ansprache der
Bewohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch zentraler
Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure sein. Insbe-
sondere mit Blick auf die Initiierung einer aktiven Eigentü-
merstruktur zur Verbesserung der Wohnsituation in den Sozial-
räumen wird die Ansprache und Mobilisierung der Wohnungsei-
gentümer eine weitere Aufgabe der Quartiersmanager darstel-
len. Mit Blick auf die heterogene Bebauungs- und Eigentü-
merstruktur bestehen vielfältige Möglichkeiten für Aufwertungs-
maßnahmen an den Gebäudefassaden und für Maßnahmen zur
Entsiegelung und Begrünung von Häusern und (Innen-)Höfen,
zum Beispiel über das geplante Haus-, Hof- und Fassadenpro-
gramm. Im Projektbaustein „Verfügungsfonds“ wird das Quar-
tiersmanagement unterstützend und begleitend mitwirken, die
Maßnahme „Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement“
wird ebenfalls durch das Quartiersmanagement unterstützt.

Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpro-
gramm wird die Gremienarbeit ebenfalls ein Aufgabenfeld des
Quartiersmanagements darstellen. .

Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung
vorgesehen ist.

Projektbaustein: Verfügungsfonds
Der Verfügungsfonds bietet eine finanzielle Unterstützung für die

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 87
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel — Starkes Köln

—

.Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das in den Sozial-

‚ Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnittstellen-

Umsetzung von Projektideen in den Sozialrfäumen Buchheim
und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße. Bewohne-
rinnen und Bewohner, Träger vor Ort sowie Vereine, Arbeits-
gruppen und -kreise und andere können Anträge für die Förde-
rung von Projektideen beantragen. Voraussetzung ist dabei,
dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zu den Sozialräuumen
haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit Hilfe des Ver-
fügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche Engagement mo-
bilisiert werden.

Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaulichen Maßnah-
men in den Sözialräumen zu flankieren und die Beteiligungspro-
zesse vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsmaß-
nahmen wie Malwettbewerbe zur Gestaltung des Spielplatzes
(Maßnahme 2.0.4) oder Nachbarschaftsfeste und Begegnungs-
tage zur Mieter- und Eigentümeraktivierung umgesetzt werden,
bei denen konkrete Bezüge zu den städtebaulichen Maßnahmen
entstehen. Die Richtlinien des Verfügungsfonds werden dem-
entsprechend ausgestaltet.

Im Rahmen des Verfügungsfonds - ein niedrigschwelliges Akti-
vierungsinstrument — übernimmt das Quartiersmanagement bei-
spielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen. und Bewohner .sowie
weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung zum Verfü-
gurgsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen

und Vorstellung zu unterstützen. - !

räumen verortete Büro für Quartierssmanagement und Aktivie-
rung zu stellen. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf
grundsätzliche Förderfähigkeit geprüft und dann in enger Ab-
stimmung mit der Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und
bei Bedarf priorisiert. Hierfür wird durch das Quartiersmanage-
ment eine Arbeitsgruppe zur fachlichen (Vor-)Bewertung der An-
träge eingerichtet. Die letztendliche Beschlussfassung von För-
deranträgen erfolgt durch einen Veedelsbeirat, der als Entschei-
dungsgremium für den betreffenden Sozialraum einzurichten ist.

Die operative Abwicklung des Verfügungsfonds erfolgt in Ar-
beitsteilung zwischen dem Quartiersmanagement und der zent-
ralen Koordinierungsstelle beim Amt für Stadtentwicklung und
Statistik.

management

Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stadt-
entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht da-
bei zunächst die Schaffung von Grundlagen für die Umsetzung
des Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung.
Diese umfasst die Analyse der lokalen Akteurs- und Angebots-
struktur, die Ableitung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen
von Schnittstellen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, erfolgt die
detaillierte Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wis-
sensmanagement (laufende Bereitstellung der Informationen für

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst

sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel — Starkes Köln

alle Akteure in den Sozialräumen).

Im Rahmen des Projektbausteins „Bestandserhebung und
Schnittstellenmanagement“ zeigt das Quartiersmanagement die
Zugänge zu den ortsansässigen Akteuren auf und benennt An-
gebote und Systeme.

Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung
vorgesehen ist.

Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit

Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrumen-
ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es
wird ein Strategie- und Kommunikationskonzept zur Öffentlich-
keitsarbeit und zur „Vermarktung“ des sozialraumbezogenen
Programms erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei in den The-
men Beteiligung, Mitwirkung und Aktivierung. Ziel ist es die un-
terschiedlichen Zielgruppen niederschwellig und bedarfsgerecht
zu erreichen und die dafür erforderlichen Instrumente zu. entwi-
ckeln. Darüber hinaus wird auf die klassischen Instrumente der
Öffentlichkeitsarbeit zurückgegriffen, um die Inhalte der Fort-
schreibung des Programms MULHEIM 2020 zu kommunizieren.

Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung
vorgesehen ist.

Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung

Ziel des Projekts ist es, Bewohnerinnen und Bewohner in den
Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und
Keupstraße zu motivieren, aktiv bei der Pflege und Instandhal-
tung ihres Lebensraums mitzuwirken. Die Sozialräume sollen
erkennbar sauberer und gepflegter, das nachbarschaftliche Mit-
einander gestärkt und die Integration von Migrantinnen und Mig-
ranten gefördert werden. Hierzu bedarf es zunächst einer Ände-
rung vorhandener Einstellungen und Verhaltensweisen.

Zielgruppe des Vorhabens ist die gesamte Bewohnerschaft der
Sozialräume, wobei ein zielgruppengenauer Zuschnitt der
durchzuführenden Maßnahmen als Schlüssel zum Erfolg ange-
sehen wird. In dem Bemühen, das Bewusstsein zu verändern. |.
und bürgerschaftliches Engagement zu fördern, konzentriert sich
das Projekt auf folgende Arbeitsbereiche:

- Eine kontinuierliche zielgruppengenaue Öffentlichkeitsar-
beit i

- Nachhaltige umweltpädagogische Maßnahmen in örtli-
chen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

- Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst . 89
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel — Starkes Köln

] Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit ]
der Sozialraumkoordination sowie in sorgfältiger Auswertung
von Synergiepotentialen, die sich in der Zusammenarbeit mit
jenen Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes „Starke
Veedel - Starkes Köln“ eröffnen, die komplementäre Zielsetzun-
gen aufweisen.

Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung
vorgesehen ist.

Zielgruppe

Ziele

Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestellt. Die Maßnahme kommt
insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohne-
rinnen und Bewohnern in beiden Sozialräumen zugute. Aber
auch die Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Instituti-
onen auf kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und —
koordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und Interes-
sensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen.

Projektbaustein: Quartiersmanagement
Querschnittsziel
- Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung

Operative Ziele

— Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebens-
räume.

- Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort

Projektziele

Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewohnerschaft
der Sozialräume zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen.
Es handelt sich um eine niedrigschwellige und aktivierende
Maßnahme zur Verbesserung von Teilhabe und Mitwirkung. Ziel
ist es, über die Maßnahmen der Fortschreibung des Programms
MÜLHEIM 2020 die Verantwortung der Bewohnerinnen und Be-
wohner sowie weiterer Akteure für das „eigene“ Veedel langfris-
tig zu stärken, zu stabilisieren und selbsttragende Strukturen
auszubauen. Darüber hinaus werden folgende Ziele verfolgt:

- Koordination und Bündelung der im Rahmen vorgesehe-
nen Bewohnerbeteiligungen und -aktivierungen sowie
weiterer Akteure vor Ort in Abstimmung mit der Sozial-
raumkoordination

— Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerschaftli-
chen und ehrenamtlichen Engagements durch den Verfü- |’
gungsfonds j

- Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der Ak-
teure in den Sozialräumen in Bezug auf die Fortführung
des Programms MÜLHEIM 2020 und des Integrierten
Gesamtprogramms „Starke Veedel — Starkes Köln“ ver-
ankerten Maßnahmen -

90

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst

sowie'Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel - Starkes Köln

Projektbaustein: Verfügungsfonds

Querschnittsziel

Projektziel

Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen-
management“

Querschnittsziel

Projektziel

Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit
Querschnittsziel
Operative Ziele

Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung

Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Bewoh-
nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure der Sozial-
räume aktiv in die Quartiersentwicklung einzubeziehen.
Im Focus steht die Intensivierung des nachbarschaftli-
chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen. Engage-
ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzung ei-
ner Vielzahl von kleinen Projekten und Maßnahmen soll
zur Verbesserung des Miteinanders in den Sozialräumen
führen. Forciert werden soll insbesondere eine Verbesse-
rung in der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der
Bürgerschaft der Sozialräume sowie eine Stärkung der
Kooperation der Akteure untereinander.

Sozialraumorientierte Stadtentwicklung

In den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mül-
heim-Nord und Keupstraße werden bereits eine Vielzahl
an Aktivitäten und Maßnahmen wirksam, stehen in der
Praxis aber oftmals zu stark nebeneinander. Mit dem
Baustein „Bestandsanalyse und Schnittstellenmanage-
ment“ sollen im Sinne einer sozialraumorientierten Hand-
lungsweise die Maßnahmen vor Ort vernetzt, vorhandene
Lücken über ergänzende Maßnahmen geschlossen und
Dopplungen aufgezeigt werden. Ziel ist es die Zusam-
menarbeit in allen Fachbereichen der Verwaltung sowie
mit der Bürgerschaft und den weiteren Akteuren vor Ort
zu stärken. Dabei knüpft der Prozess bei den bestehen-
den Strukturen sowie den Aktivitäten und Angeboten der
Akteure vor Ort an, die bereits eine Vielzahl an laufenden
Maßnahmen umsetzen.

Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung

Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort

Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 91
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel — Starkes Köln

Projektziele

- Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiven Prozess
zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in des-
sen Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiven
„stadtteil-Gefühls" steht.

- Eine breit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit dient dar-
über hinaus der Information und Aktivierung der Akteure
in beiden Sozialräumen. Sie richten sich im Wesentlichen
an Bewohnerinnen und Bewohner, Multiplikatoren und
Unternehmen sowie weitere Akteure und verfolgt dabei
das Ziel, das Programm und die damit verbundenen

Maßnahmen bekannt zu machen und eine positive Auf-
bruchsstimmung in den Sozialräumen zu erzeugen.

- Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzten bei der
Beteiligung und Aktivierung der Bevölkerung und Akteu-
ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag zur Mit-
gestaltung des Programms durch die Bewohnerschaft.

Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung

Operative Ziele

- Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie umwelt-
bewusstere Lebensweise

-— Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen
Projektziele

- Verbesserung von Einstellungen und Verhaltensweisen
gegenüber dem eigenen Lebensraum

- Verhaltensänderung
- Förderung von Eigeninitiative und Bürgerengagement

— nachhaltige Reduzierung des Müllaufkommens

Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement . |

- Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des
Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft

- Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ver-
anstaltungen

Projektbaustein: Verfügungsfonds
- Anzahl der beantragten Maßnahme
— Anzahl der durchgeführten Maßnahmen

- Anzahl der beteiligten Personen

92 Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße
Starke Veedel - Starkes Köln
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen-
management“ ü
- Anzahl der Prozessbeteiligten
— Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebote im
Konsens
- Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwaltung
- Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wurden
- Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pro-
zessbeteiligten
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
— Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel)
Projektbaustein: Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der
Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung und Müllbeseitigung
- Anzahl der Beratungsgespräche
- Anzahl der Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung
-— Anzahl der durchgeführten umweltpädagogischen Maß-
nahmen
— Anzahl der durchgeführten Maßnahmen zur Wohnum-
feldverbesserung
—  Verhaltensveränderungen
- Hausbildung eines zivilgesellschaftlichen Bewusstseins
-— Verringerung des Müllaufkommens
Bezugnehmend auf die oben dargestellten Ziele ist auch hier.
darauf hinzuweisen, dass „harte“ Indikatoren für den Bewusst-
seinswandel kaum zu benennen sind. Die Definition von Parame-
tern, Indikatoren und weiteren Evaluationsmaßnahmen ist Ge-
genstand eines differenzierten Evaluationskonzeptes, das sich
unter anderem der Methode der qualifizierten Befragung bedie-
nen wird. :
Kosten Verfügungsfonds: 326.182,50 €

Quartiersmanagement: 565.152,00 €
Öffentlichkeitsarbeit: 301.322,00 €
Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement:
104.720,00 €

Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur der Wohnumfeldpflege,
Müllvermeidung und Müllbeseitigung: 200.000,00 €

Fortschreibung des Programms MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst 93
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel — Starkes Köln

Gesamtkosten: 1.497.376,50 €
Davon 2017: 216.927,50 €
Davon 2018: 452.462,00 €
Davon 2019: 435.221,00 €
Davon 2020: 392.766,00 € |

42 Monate / 3 Jahre und 6 Monate
01.01.2017 bis 30.06.2020

Für alle Arbeitsmodule ist prozessbegleitend eine Projektlaufzeit
von 42 Monate vorgesehen. Da die Maßnahme einen wichtigen
Rahmen für das Gesamtprogramm bildet und ihr eine wichtige
Grundlage für die Erarbeitung und Implementierung einer sozial-
raumbezogenen Arbeitsweise zukommt, ist die Maßnahme von
Beginn an bis zum Abschluss des Programms vorzusehen.

Projektlaufzeit / Zeitraum

Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Projektverantwortlicher

Städtebauförderung

Förderung

94

Fortschreibung des PIOgANImE MÜLHEIM 2020 für die Sozialräume Buchheim und Buchforst

sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

Starke Veedel — Starkes Köln

Laufende Nummer 0.0.2 | Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung

Maßnahme

Prozessbegleitende Evaluation in den Sozialräumen Buch-
heim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße

[inat

Projektbeschreibung

Die Evaluation bildet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung,
Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmumsetzung
in den Sozialräumen Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-
Nord und Keupstraße. Sie ist prozessbegleitend angelegt und
nimmt das gesamte Maßnahmenpaket in den Blick. Dabei wird
besonders die Wirkung der städtebaulichen Maßnahmen be-
trachtet und im Sinne des integrierten Ansatzes der Quartiers-
entwicklung vor allem Beteiligungs- und Aktivierungsprozesse in
den Mittelpunkt gestellt.

Die Evaluation ist zunächst auf die Sozialräume Buchheim und
Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße ausgerichtet. Im
Kontext des Programms „Starke Veedel — Starkes Köln“ findet
die Bündelung und Vernetzung der- Ergebnisse aus -den einzel-
nen Sozialräumen statt und wird im laufenden Prozess dorthin
zurückgespiegelt. Somit zeigt die Evaluation frühzeitig die Wir-
kung der Maßnahmen im Sozialraum wie auch im Kontext des
Gesamtprogramms auf, um darauf aufbauend weitere notwendi-
ge Veränderungen einzuleiten.

Vorgehen und Methode.

Die Evaluation ist prozessbegleitend und damit formativ ange-
legt. Sie verfolgt das Ziel den Prozess laufend zu bewerten und
Handlungsempfehlungen abzuleiten. Sie baut dabei auf konkre-
ten Daten auf, die im Rahmen des Controllings erhoben werden.
Aus diesem Grund ist eine Beteiligung beim Aufbau des Control-
lings sicherzustellen. Andererseits erfolgt die Bewertung des
Prozesses im Rahmen von diskursiven :Prozessen, wie Work-
shops, Einzelgesprächen, World-Gafes und ähnliches.

Die prozessbegleitende Evaluation nimmt ein breites Spektrum
an Themen in den Fokus. Eine parallele Bearbeitung aller The-
men ist in der erforderlichen Intensität nicht möglich. Aus diesem
Grund ist vorgesehen, Schwerpunkte zu unterschiedlichen Zeit-
horizonten zu setzten. Die konkrete Abfolge ist im Rahmen des
Prozesses festzulegen.

Parallel hierzu ist eine kontinuierliche Selbstevaluation im Rah-
men der Einzelmaßnahmen vorgesehen. Die Träger der Einzel-
maßnahmen werden bei der Selbstevaluation unterstützt und
qualifiziert (zum Beispiel über-Leitfragen, Erhebung von Kenn-
werten), so dass der laufende Prozess kontinuierlich bewertet
und die Ergebnisse in die „prozessbegleitende Evaluation“ zu-
rück gespiegelt werden können. Die Ergebnisse bilden einen

elementaren Beitrag für die Gesamtevaluation. }

Die Gesamtsteuerung der Maßnahme „prozessbegleitende Eva-

Beratungsverlauf (1)

10.07.2017 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.12 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2126/2017
Typ
Mitteilung BV
Datum
06.07.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27