Mandari Insight

1437/2018

Ergebnisse der „Fast-Besucher-Befragung für die freie Theater- und Tanzszene"

Mitteilung Ausschuss 03.05.2018

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 15.05.2018, TOP 8.1

Anlage 1 Fast-Besucher-Studie

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 Fast-Besucher-Studie

63454 Zeichen

„Fast-Besucherbefragung Freie Szene Köln“, 2018
Beauftragt vom 
Kulturamt der Stadt Köln 2017
Prof. Dr. Tibor Kliment
Rheinische FH Köln
Köln, im April 2018

Prof. Dr. Tibor Kliment
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
Fragestellungen der Studie
Methodensteckbrief
Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner 
Das Publikum: Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
Die freien Theater und Ensembles im Vergleich zu den Städt. Bühnen
Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren und -anreize 
Das (Fast-)Besucherpotenzial der freien Szene und die Zielgruppenansprache
Synopse und Empfehlungen
‐ 2 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
I. Fragestellungen der Studie:
1. Welche kulturellen Aktivitäten üben die Menschen in Köln aus? In welchem kulturellen 
Aktivitätskontext steht der Theaterbesuch allgemein?
2. Wie sind die Bekanntheit und das Image der freien Theater und Ensembles in Köln? Wer besucht 
sie konkret und wie oft? Welches Image hat die freie Szene? Wie bekannt sind die freien Theater 
und Gruppen im Einzelnen? 
3. Wie ist das Verhältnis zwischen dem Besuch freier Theater und Ensembles, und den Städtischen 
Bühnen? Wie teilt sich der Kölner Besuchermarkt auf die beiden Anbieter auf? Gibt es ein 
spezielles Publikum der freien Szene und der Bühnen?
4. Was sind Barrieren für den Besuch des Theaters allgemein bzw. speziell der freien Szene? 
Welche Verbesserungen würden den Besuch fördern? 
5. Wie groß ist das Besucherpotential für die freie Szene in Köln einzuschätzen? 
Wie lassen sich die Zielgruppen der Besucher bzw. Fast-Besucher beschreiben? Welche Barrieren 
gilt es dabei zu überwinden, welche Anreize sind wichtig? 
Wie sind die Zielgruppen über die Medien zu erreichen?
6. Schlussfolgerungen und Empfehlungen
-> Bislang die erste und einzige (bekannte) Studie dieser Art in Deutschland
‐ 3 ‐
I. Fragestellungen der Studie

Prof. Dr. Tibor Kliment
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
Fragestellungen der Studie
Methodensteckbrief
Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner 
Das Publikum: Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
Die freien Theater und Ensembles im Vergleich zu den Städt. Bühnen
Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren und -anreize 
Das (Fast-)Besucherpotenzial der freien Szene und die Zielgruppenansprache
Synopse und Empfehlungen
‐ 4 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
Durchführungszeitraum: - 14.02. bis 09.03.2018 
Stichprobe: - 1.000 Befragungspersonen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Köln
Befragungsregion: - Köln 
Bezugsbasis: - Absolut: 908.000 Einwohner ab 18 Jahren
- Jeder Prozentpunkt in der Auswertung steht für ca. 9.100 Personen
Stichprobe: - Zufallsstichprobe von Telefonnummern auf Basis der amtlichen  
Verzeichnisse bzw. Telefonnummern per Computergenerierung
- Zufallsauswahl des Befragten im Haushalt per Schwedenschlüssel
- Gewichtung der Daten auf Basis der amtlichen Einwohnerstatistik 
der Stadt Köln aus dem Jahr 2016.
Durchführung: - OMNIQUEST Bonn
Fragebogen: - Telefonische Befragung; pro Interview ca. 25 Fragen, 
Interviewdauer im Mittel ca. 13 Minuten
‐ 5 ‐
Methodensteckbrief
II. Methodensteckbrief

Prof. Dr. Tibor Kliment
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
Fragestellungen der Studie
Methodensteckbrief
Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner 
Das Publikum: Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
Die freien Theater und Ensembles im Vergleich zu den Städt. Bühnen
Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren und -anreize 
Das (Fast-)Besucherpotenzial der freien Szene und die Zielgruppenansprache
Synopse und Empfehlungen
‐ 6 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 1: Besuch von kulturellen Angeboten durch die Kölner I (Basis: Alle Befragten, in %)
•D e r  Theaterbesuch gehört zu den häufigeren kulturellen Freizeitaktivitäten der Kölner: 31% gehen mind. mehrmals im Jahr in ein Kölner 
Theater. 
• Tanzdarbietungen erreichen noch ca. 20% der Kölner mehrmals im Jahr, über 70% besuchen diese dagegen praktisch nie. Musicals und
insbesondere die Oper Köln (10% mind. mehrmals im Jahr) werden nur von Minderheiten nachgefragt.
‐ 7 ‐
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
mehrmals
im Monat
mehrmals
im Jahr
etwa einmal
im Jahr
seltener nie
2%
29%
16%
22%
31%
Theater
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
mehrmals
im Monat
mehrmals
im Jahr
etwa einmal
im Jahr
seltener nie
4%
16%
6%
14%
59%
Tanzdarbietungen
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
mehrmals
im Monat
mehrmals
im Jahr
etwa einmal
im Jahr
seltener nie
1%
9% 11% 17%
63%
Oper
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
mehrmals
im Monat
mehrmals
im Jahr
etwa einmal
im Jahr
seltener nie
0%
10%
19% 24%
47%
Musicals
III. Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner

Prof. Dr. Tibor Kliment
• Der Besuch von Museen ist unter den Kölnern – einmal abgesehen vom Kinobesuch – dagegen die häufigste kulturelle Freizeitaktivität, 46% der Kölner 
gehen mindestens mehrmals im Jahr in ein Kölner Museum.
• Der Besuch von Konzerten, in sbesondere im Bereich Rock-Pop, aber auch von Klassik-Angeboten, erfreut sich ebenfalls einer merklichen Nachfrage: 
23 – 28% der Kölner besuchen ein solches Angebot mindestens mehrmals im Jahr.
‐ 8 ‐
Abb. 1.1: Besuch von kulturellen Angeboten durch die Kölner II (in % aller Befragten)
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
mehrmals
im Monat
mehrmals
im Jahr
etwa einmal
im Jahr
seltener nie
11%
52%
11% 14% 12%
Kino
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
mehrmals
im Monat
mehrmals
im Jahr
etwa einmal
im Jahr
seltener nie
4%
42%
18% 18% 18%
Museen
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
mehrmals
im Monat
mehrmals
im Jahr
etwa einmal
im Jahr
seltener nie
2%
26%
19% 15%
38%
Rock-Pop Konzerte
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
mehrmals
im Monat
mehrmals
im Jahr
etwa einmal
im Jahr
seltener nie
Klassik-
Konzerte
in Köln
4%
19% 13% 19%
45%
Klassik-Konzerte
III. Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner

Prof. Dr. Tibor Kliment
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
Fragestellungen der Studie
Methodensteckbrief
Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner 
Das Publikum: Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
Die freien Theater und Ensembles im Vergleich zu den Städt. Bühnen
Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren und -anreize 
Das (Fast-)Besucherpotenzial der freien Szene und die Zielgruppenansprache
Synopse und Empfehlungen
‐ 9 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
schon 
besucht
53%nur von 
ihnen 
gehört 
24%
kenne sie 
gar nicht
23%
• Mehr als jeder zweite Kölner ab 18 
Jahren hat schon einmal ein freies 
Theater/eine freies Ensemble in Köln 
besucht.
• Ein weiteres Viertel der Kölner kennt 
zumindest die freie Szene bzw. hat 
von ihr gehört.
• In absoluten Zahlen besuchten 480tsd. 
Kölner die freie Szene schon einmal, 
weitere 220 tsd. Kölner kennen sie 
zumindest.
Abb. 2.1 Kenntnis und Besuch der freien Theater und Ensembles in Köln, gesamt 
(Basis: Kölner ab 18 Jahren, in % aller Befragten)
‐ 10 ‐
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene

Prof. Dr. Tibor Kliment
0%
20%
40%
60%
80%
100%
bis weiterf. Schule
ohne Abitur
Abitur/Fachabitur Studium
40% 52%
71%
30%
22%
17%30% 26% 12%
Formale Bildung
schon besucht nur von ihnen gehört kenne sie gar nicht
0%
20%
40%
60%
80%
100%
18 - 29 30 - 44 45 - 59 60 +
36%
52% 62% 57%
27%
27% 18% 24%
37%
21% 20% 19%
Alter
schon besucht nur von ihnen gehört kenne sie gar nicht
0%
20%
40%
60%
80%
100%
männlich weiblich
52% 54%
23% 24%
25% 22%
Geschlecht
schon besucht nur von ihnen gehört kenne sie gar nicht
Abb. 2.2: Kenntnis und Besuch der freien Theater und Ensembles, nach Demografie 
(Basis: Alle Befragte, in % der Teilgruppen)
• Mehr als vier von fünf Kölnern ab 30 Jahren 
kennen bzw. besuchten die freie Szene schon, 
von den jüngeren immerhin 63%. 
• Von den Befragten mit Abitur kennen ¾ die 
freien Theater/Gruppen, mit Studium sind es 
fast 90%. Von den Akademikern haben über 
70% ein freies Angebot schon besucht.
• Das Geschlecht besitzt kaum einen Einfluss.
‐ 11 ‐
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 2.3: 3-Dimensionale Darstellung der Kenntnis der freien Theater u. Ensembles 
(Basis: Kölner ab 18 Jahren, in % aller Befragten)
• Die mit Abstand wichtigste 
Besuchergruppe sind danach 
Akademiker ab ca. 30 Jahren. 
Sie machen zusammen etwa 1/3 
der Besucher aus. An zweiter 
Stelle folgen die Kölner mit 
mittlerer Bildung bis Abitur bis 
zum Alter von etwa 60 Jahren. 
• Überraschend sind zwei Befunde:
Einmal, das mit Ausnahme der 
Akademiker Personen ab 60 
Jahren eher selten in die freien 
Theater gehen. 
Zum zweiten, das unter den 
jungen Akademikern die freien 
Angebote nahezu komplett 
unbekannt sind. 
• Mittelfristig sind angesichts dieser 
Altersstruktur Probleme bei der 
Gewinnung von zukünftigem 
Publikum anzunehmen.
‐ 12 ‐
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene

Prof. Dr. Tibor Kliment
0%
10%
20%
30%
40%
50%
stimme voll
zu
stimme
eher zu
stimme
weniger zu
stimme gar
nicht zu
freie
Theater
unbekannt
38%
27%
8%
1%
26%
Aushängeschild für die Stadt 
0%
10%
20%
30%
40%
50%
stimme voll
zu
stimme eher
zu
stimme
weniger zu
stimme gar
nicht zu
freie
Theater
unbekannt
46%
20%
7%
2%
25%
Unverzichtbar für die Kultur in Köln
0%
10%
20%
30%
40%
50%
stimme voll
zu
stimme
eher zu
stimme
weniger zu
stimme gar
nicht zu
freie
Theater
unbekannt
40%
23%
8%
3%
26%
Wichtig für Integrat. d. Kulturen in Köln
Abb. 2.4: Images der freien Theater und Ensembles in Köln I (Basis: Alle Befragten, in %)
• Das Image der freien Theater bzw. Ensembles ist 
ausgesprochen positiv: 2/3 der Kölner halten das 
Angebot  für unverzichtbar für die Kultur in Köln, 
46% stimmen sogar der Aussage voll zu. 
• Ein ähnlich großer Anteil der Kölner (65%) sieht die 
freie Szene als ein Aushängeschild für die Stadt 
oder betont ihre Bedeutung für die Integration der 
Kulturen.
‐ 13 ‐
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene

Prof. Dr. Tibor Kliment
0%
10%
20%
30%
40%
50%
stimme voll
zu
stimme eher
zu
stimme
weniger zu
stimme gar
nicht zu
freie Theater
unbekannt
18%
22% 22%
10%
28%
Für mich wichtiger als städt. Oper u. 
Schauspiel
0%
10%
20%
30%
40%
50%
stimme voll
zu
stimme eher
zu
stimme
weniger zu
stimme gar
nicht zu
freie
Theater
unbekannt
42%
23%
7%
1%
27%
Sind mir sympathisch
Abb. 2.5: Images der freien Theater und Ensembles in Köln II (Basis: Alle Befragten, in %)
• Auch die (von kulturpolitischen Aspekten freie) allgemeine Sympathie für die freie Szene ist groß: Ca. 2/3 der Kölner ist sie 
sympathisch. 
• Auch gegenüber den Städtischen Bühnen ist die freie Szene anerkannt: Immerhin stimmen 40% der Kölner der Aussage voll 
oder eher zu, dass sie wichtiger sei als Oper und Schauspiel. 
‐ 14 ‐
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 2.6: Images der freien Theater u. Ensembles, nach Besuchern u. Nicht-Besuchern 
(Basis: Befragte, die freie Theater besucht haben oder von diesen hörten (67%), in % der Teilgruppen)
59%
37%
27%
36%
0%
20%
40%
60%
80%
100%
schon besucht nur von ihnen gehört
Wichtig für die Integration der Kulturen 
in Köln
stimme voll zu stimme eher zu
69%
42%
23%
34%
0%
20%
40%
60%
80%
100%
schon besucht nur von ihnen gehört
Unverzichtbar für die Kultur in Köln
stimme voll zu stimme eher zu
57%
33%
32%
41%
0%
20%
40%
60%
80%
100%
schon besucht nur von ihnen gehört
Aushängeschild für die Stadt
stimme voll zu stimme eher zu
•D a s  Image und der konkrete Besuch der freien Szene stehen 
untereinander in einem wechselseitigen, positiven  Verhältnis: 
Ein positives Image führt zum Besuch, das Besuchserlebnis vor 
Ort kann wiederum das Image der Theater und Gruppen 
verbessern.
• So liegen die Zustimmungsraten unter den Besuchern bei den 
verschiedenen Image-Statements im Bereich von etwa 90%. 
Insbesondere die Aussage zur Unverzichtbarkeit für die Kultur 
in Köln erzielt herausragende Zustimmungswerte (92%).
• Diese, durch ein konkretes Besuchserlebnis unterfüttertes Image, 
stärkt die Glaubwürdigkeit der Image-Zuschreibungen in 
besonderer Weise.
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
‐ 15 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
27%
15%
30%
27%
0%
20%
40%
60%
80%
100%
schon besucht nur von ihnen gehört
Für mich wichtiger als städt. Oper u. 
Schauspiel
stimme voll zu stimme eher zu
Abb. 2.7: Images der freien Theater und Ensembles, nach Besuchern und Nicht-
Besuchern II (Basis: Befragte, die freie Theater besucht haben oder von diesen hörten (67%), in % der Teilgruppen)
67%
28%
24%
43%
0%
20%
40%
60%
80%
100%
schon besucht nur von ihnen gehört
Sind mir sympathisch
stimme voll zu stimme eher zu
• Dieser Zusammenhang gilt auch für die Sympathiezuschreibungen. Hier finden über 90% der Besucher die freie Szene 
sympathisch. Für mehr als jeden zweiten Besucher sind die freien Anbieter wichtiger als die Städt. Anbieter. 
• Bei den Nicht-Besuchern ist die Zustimmung zu den Image-Aussagen durchweg geringer, was aber nicht weiter verwunderlich ist. 
Vermutlich hat eine etwas skeptischere Haltung zur freien Szene den Besuch zumindest mit verhindert. Dennoch liegt auch hier die
Zustimmung fast durchweg im Bereich von 70%. Die Intensität der Zustimmung ist zwar geringer, aber immer noch deutlich 
gegeben. Und es finden unter den Nicht-Besuchern über 40% die freien Theater/Ensembles wichtiger als die Städt. Bühnen.
• -> Die Wertschätzung eines kulturellen Angebots bemisst sich längst nicht nur auf Basis von konkreten Besuchen.
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
‐ 16 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 2.8: Besuchshäufigkeit der freien Theater und Ensembles in den letzten 12 
Monaten, gesamt und nach Wohnbezirk (Basis: Alle Befragte, in %)
kein 
Besuch
65%
selten (1-
2 
Besuche)
23%regelmäßi
g (3+ 
Besuche)
12%
Besuchshäufigkeit gesamt
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Chorweiler Innenstadt Nippes Kalk Ehrenfeld Porz Lindenthal Rodenkir. Mülheim
11% 9% 17% 12% 11% 15% 12% 13% 9%
17% 23%
27%
18% 20% 14%
28% 29%
23%
72% 69%
57%
70% 69% 72%
60% 58%
68%
Besuchshäufigkeit nach Bezirken
regelmäßig (3+ Besuche) selten (1-2 Besuche) kein Besuch
• Von den Befragten waren 35% in den letzten 12 Monaten in einem freien Theater gewesen, dieses zumeist nur selten (23%). 
Regelmässige Besuche waren in der Minderheit (12%). Knapp 2/3 der Kölner haben in dieser Zeit kein freies Angebot aufgesucht. 
• Stärker als die Kenntnis schwankt die Besuchshäufigkeit der freien Theater nach den Stadtbezirken. Die Stammbesucher der 
freien Szene kommen aus sozial gehobenen Bezirken (Lindenthal, Rodenkirchen) und aus kulturell lebendigen Bezirken (z.B. 
Nippes). Eine schwache Sozialstruktur (Kalk, Chorweiler) oder abgelegene Lage (Porz) erschweren den Besuch. 
‐ 17 ‐
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 2.9: Besuchshäufigkeit der freien Spielstätten, in den letzten 12 Monaten, nach 
Demografie (Basis: Alle Befragten, in % der Teilgruppen)
0%
20%
40%
60%
80%
100%
bis weiterf. Schule
ohne Abitur
Abitur/Fachabitur Studium
8% 9% 18%16% 23%
33%
76% 68%
50%
Formale Bildung
regelmäßig (3+ Besuche) selten (1-2 Besuche) kein Besuch
0%
20%
40%
60%
80%
100%
männlich weiblich
11% 12%
21% 24%
68% 64%
Geschlecht
regelmäßig (3+ Besuche) selten (1-2 Besuche) kein Besuch
0%
20%
40%
60%
80%
100%
18 - 29 30 - 44 45 - 59 60 +
9% 8% 14% 15%
14% 24%
28% 23%
78% 68% 58% 62%
Alter
regelmäßig (3+ Besuche) selten (1-2 Besuche) kein Besuch
• Die Besuchshäufigkeit variiert mit dem Alter und der formalen 
Bildung. Von den Befragten ab 45 Jahren besuchen über 40% 
die freien Angebote selten oder regelmässig. Unter den jüngeren 
Befragten taten dies nur knapp 25%.
• Von den Kölnern mit Studium war jeder zweite zumindest 
selten in einem freien Theater. Der Anteil ist im Vergleich zu 
Personen mit einfacher Bildung mehr als doppelt so hoch. Von 
den Kölnern mit einfacher Bildung besucht aber auch knapp 
jeder Vierte im Jahr ein freies Angebot.
• Das Geschlecht wirkt sich dagegen weniger aus, die weiblichen 
Befragten besuchen nur tendenziell die freien Anbieter häufiger 
(36% zu 33%).
‐ 18 ‐
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene

Prof. Dr. Tibor Kliment
1,41
1,65
,00
,20
,40
,60
,80
1,00
1,20
1,40
1,60
1,80
männlich weiblich
Geschlecht
1,62
1,32
1,56
1,68
,00
,20
,40
,60
,80
1,00
1,20
1,40
1,60
1,80
18 - 29 30 - 44 45 - 59 60 +
Alter
1,28
1,45
1,68
,00
,20
,40
,60
,80
1,00
1,20
1,40
1,60
1,80
bis weiterf. Schule
ohne Abitur
Abitur/Fachabitur Studium
Formale Bildung*
Abb. 2.10: Besuchshäufigkeit der freien Theater und Ensembles, nach Besuchern
(Basis: Befragten, die in letzten 12 Monaten im freien Theater waren, Mittelwert der Besuche pro Teilgruppe)
Die Analyse auf Basis der vorhandenen Besucher offenbart, inwieweit die 
Personen, welche den Weg in die freien Theater gefunden haben, ein ihnen 
entsprechendes Angebot finden. Es zeigt also nicht die Selektion vor dem Besuch, 
sondern die Selektion des Publikums auf Basis der Besuchserlebnisse und 
Angebote innerhalb des Theaters:
• Beim Alter und Geschlecht sind die Unterschiede in den Besuchshäufigkeiten 
statistisch nicht signifikant, auch wenn die älteren und weiblichen Besucher eine 
leicht höhere Besuchsfrequenz aufweisen.
• Nur bei der Bildung bleibt es dabei, dass sich Akademiker stärker vom Angebot 
angezogen fühlen. Sie gehen nicht nur überhaupt in größerer Zahl in ein freies 
Theater, sondern kommen auch öfter wieder. Die Besucherbindung ist hier am 
größten.
• Fazit: Die Hürden vor dem Besuch der freien Theater und Ensembles selektieren 
mehr als das Programm selbst!
Mittelwert-
unterschiede 
stat. 
signifikant!
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
‐ 19 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 2.11: Zahl der besuchten freien Spielstätten in den letzten 12 Monaten 
(Basis: Befragten, die in letzten 12 Monaten im fr. Theater waren, in %)
Die Besucher der freien Theater sind ausgesprochen 
selektiv: 
• Knapp 50% gehen nur in ein einziges Theater, 
ein knappes Drittel sucht gerade mal zwei 
Theater auf. Drei und mehr Theater werden nur 
von einer Minderheit besucht (19%). Vor dem 
Hintergrund der ca. 30 freien Theater und ca. 50 
Gruppen in Köln wird von dem einzelnen Besucher 
nur ein winziger Bruchteil des Angebots genutzt. 
Die Besucher kennen auch meist nur die 
Spielstätten, die sie auch besuchen.
• Dieses eingeschränkte Repertoire gilt durchgängig 
für alle Besucher. So gibt es keine Unterschiede 
zwischen den:
 Altersgruppen,
 Bildungsgruppen,
 Geschlechtern und
 Wohnbezirken (obwohl je nach Wohnlage 
das Angebot an nahe gelegenen Theatern 
sehr unterschiedlich groß ausfällt)
der Besucher.
Die freie Szene ist in ihrer Größe und Vielfalt 
weitgehend jenseits der Wahrnehmungsschwelle 
der Besucher.
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
12345678 1 2
49
32
12
4
1 1 1 00
Mittelwert: 1,7 verschiedene 
Theater werden pro Jahr 
von den Besuchern 
aufgesucht
Zahl der 
besuchten 
Theater 
pro Jahr
% der Besucher
‐ 20 ‐
IV. Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene

Prof. Dr. Tibor Kliment
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
Fragestellungen der Studie
Methodensteckbrief
Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner 
Das Publikum: Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
Die freien Theater und Ensembles im Vergleich zu den Städt. Bühnen
Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren und -anreize 
Das (Fast-)Besucherpotenzial der freien Szene und die Zielgruppenansprache
Synopse und Empfehlungen
‐ 21 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 3: Besuche der freien Theater und der Städt. Bühnen (Basis: Alle Befragte (linke Grafik)
Befragte, die in letzten 12 Mon. ein fr. Theater bzw. Städt. Bühne besuchten (rechte Grafik))
• In den letzten 12 Monaten waren 33% der erwachsenen Kölner in einem freien Theater, in die Städt. Bühnen gingen 
mit 37% der Kölner nur unwesentlich mehr. 
• Allerdings gehen die Besucher der Städt. Bühnen häufiger ins Schauspiel bzw. in die Oper: Mit mind. 3,3 Besuchen pro 
Jahr gegenüber 2,3 Besuchen ist die Besuchshäufigkeit gegenüber den freien Theatern deutlich höher. Die 
Besucherbindung ist bei den Städtischen Bühnen damit größer.
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Freie Theater Städtische Bühnen
33 37
67 63
Besuch Kein Besuch
%
Besuch der freien Theater u. Städt. Bühnen (in %) Besuchshäufigkeit der freien Theater u. 
Städt. Bühnen (Mittelwert der Besuche pro Jahr)
%%
%
‐ 22 ‐
0
0,5
1
1,5
2
2,5
3
3,5
Freie Theater Städt. Bühnen
2,35
3,3
V. Die freien Theater im Vergleich zu den Städt. Bühnen

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 3.1: Besuche der freien Theater und der Städt. Bühnen
(Basis: Besuche von Kölnern bei Städt. Bühnen und freien Theatern, in den letzten 12 Monaten)
• Setzt man die Reichweite und 
Besuchshäufigkeit zueinander ins 
Verhältnis, werden die Marktanteile 
der beiden Anbieter deutlich:
• Danach haben die Städt. Bühnen 
einen Anteil von 61%, die freien 
Theater einen Anteil von 39% an 
den Kölner Theaterbesuchen. 
Bezugsbasis sind nur Kölner, 
Besucher von auswärts sind nicht 
mitgerechnet!
‐ 23 ‐
Freie 
Theater
39%
Städt. 
Bühnen
61%
V. Die freien Theater im Vergleich zu den Städt. Bühnen

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 3.2: Das Publikum der freien Szene und der Städt. Bühnen im Vergleich
(Basis: Alle Befragten, Theaterbesucher auf Basis der letzten 12 Monate)
• Knapp 50% der Kölner sind 
theaterabstinent: Sie gehen weder in die 
freien Theater, noch in die Städt. Bühnen 
(„gemeinsamer Nicht-Besuch“). 
• Ein knappes Viertel der Kölner (23%) 
besucht städt. und freie Theater.
• Daneben bedienen die freien Anbieter wie 
auch die städt. Theater jeweils exklusiv 
eigene, kleine Besuchersegmente: 12% der 
Kölner besuchen ausschließlich die freien, 
17% nur die städt. Anbieter. 
• Die freien Anbieter füllen bei 12% der 
Kölner eine Nische, die nicht durch die 
Bühnen abgedeckt wird.
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
gemeinsamer
Nicht-Besuch
exklusiver
Besuch Freier
Theater
exklusiver
Besuch Städt.
Bühnen
Besuch Freier
Theat. und der
Bühnen
49
12
17
23
%
%
%
%
%
Exklusive Besucher freier Theat. 
haben den höchsten Anteil an 
Akademikern (>50%) und 65% 
sind älter als 45 Jahre. Die reinen 
Bühnenbes. sind jünger und 
weniger hoch gebildet.
‐ 24 ‐
V. Die freien Theater im Vergleich zu den Städt. Bühnen

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 25 ‐
Abb. 3.3: Besucherstruktur der freien Anbieter und Städt. Bühnen im Vergleich
(Basis: Alle Befragten, Theaterbesuche in letzten 12 Monaten)
0%
20%
40%
60%
80%
100%
gemeinsamer
Nicht-Besuch
exklusiver
Besuch Freier
Theater
exklusiver
Besuch Städt.
Bühnen
Besuch Freier
Theat. und
der Bühnen
52%
29% 36% 28%
25%
21%
32%
24%
23%
50%
32%
48%
Formale Bildung
bis weiterf. Schule ohne Abitur Abitur/Fachabitur Studium
0%
20%
40%
60%
80%
100%
gemeinsamer
Nicht-Besuch
exklusiver
Besuch Freier
Theater
exklusiver
Besuch Städt.
Bühnen
Besuch Freier
Theat. und
der Bühnen
25%
8% 19% 15%
27%
26%
32%
25%
24%
31%
22% 32%
25% 34% 28% 28%
Alter
18 - 29 30 - 44 45 - 59 60 +
• Hinsichtlich der formalen Bildung heben sich vor allem die Nicht-Besucher heraus: Ihre Bildung ist die formal schwächste 
(wenngleich in Köln immer noch hoch). Daneben fällt auf, dass sich der höchste Anteil von Akademikern unter den 
exklusiven Besuchern der freien Theater findet (50%), gefolgt von der Gruppe der Besucher beider Anbieter (48% 
Akademiker). Die reinen Besucher der Städt. Bühnen zeigen im Mittel das niedrigste Bildungsniveau!
• Beim Merkmal Alter fällt auf, dass die exklusiven Besucher der freien Theater vergleichsweise älter sind: Fast 2/3 sind 45 
und älter, der Anteil der über 60jährigen ist zudem hier am höchsten, der Besucheranteil bis 44 Jahren am kleinsten. 
Umgekehrt verhält es sich bei den alleinigen Besuchern der Städt. Bühnen: Über 50% sind unter 44 Jahren.
V. Die freien Theater im Vergleich zu den Städt. Bühnen

Prof. Dr. Tibor Kliment
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
Fragestellungen der Studie
Methodensteckbrief
Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner 
Das Publikum: Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
Die freien Theater und Ensembles im Vergleich zu den Städt. Bühnen
Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren und -anreize 
Das (Fast-)Besucherpotenzial der freien Szene und die Zielgruppenansprache
Synopse und Empfehlungen
‐ 26 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 4: Interesse am Besuch eines freien Theaters, in den nächsten 12 Monaten, 
gesamt, nach Alter und Bildung (Basis: Alle Befragte, in %)
sehr 
interessi
ert
32%
etwas 
interessi
ert
38%
weniger 
interessi
ert
14%
gar nicht 
interessi
ert
16%
0%
20%
40%
60%
80%
100%
18 - 29 30 - 44 45 - 59 60 +
29% 31% 34% 36%
34%
45% 41% 30%
Alter
sehr interessiert etwas interessiert
• Das Interesse am Besuch eines freien Theaters ist – gemess en am Zeithorizont der kommenden 12 Monate – hoch: Von den befragten Kölnern 
äußern sich 32% sehr und weitere 38% etwas interessiert. 
• Dieses Interesse zieht sich durch alle Altersgruppen relativ gleichmäßig hindurch, wobei die mittleren Jahrgänge zwischen 30 und 59 Jahren 
das größte Interesse dokumentieren. Bedeutsamer ist allerdings der Bildungsfaktor: Unter den Akademikern äußern sich insgesamt 82% 
interessiert, wohingegen bei den Befragten mit formal schwächerer Bildung dies nur zu 61% der Fall ist. Vor allem der Anteil der sehr 
Interessierten ist unter Akademikern weit höher.
• Zudem ist unter den Kölnerinnen mit einem Anteil von 74% Interessierten das Potential gegenüber den Männern mit 65% größer (ohne Abb.).
0%
20%
40%
60%
80%
100%
bis weiterf.
Schule ohne
Abitur
Abitur/Fachabitur Studium
24% 33%
44%
37%
41%
38%
Bildung
sehr interessiert etwas interessiert
‐ 27 ‐
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 4.1: Sparteninteresse des Befragten mit Besuchswunsch (Basis: Alle Befragte, in %)
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
Kinder-/Jugendth.
Modernes, exp. Th.
Tanz
Volkstüml./Mundart
Varieté, Zirk., Artistik
Klass. Sprechth.
Kabarett/Comedy
35%
37%
41%
44%
50%
50%
57%
• Das größte Besuchsinteresse ziehen Kabarett,/Comedy, das klassische Sprechtheater und Varieté, Zirkus und 
Artistik auf sich. Letzteres wird insbesondere von Familien mit Kindern genannt. Volkstümliches und Mundart-Theater 
finden ebenfalls mit über 40% ein umfangreiches Publikum.
• Tanz – hier wurden allerdings sehr unterschiedliche Richtungen von den Befragten assoziiert (auch Ballett, Musicals u.ä.) 
– würden ebenfalls über 40% der Befragten besuchen. 
‐ 28 ‐
Im Mittel wurden von 
den Befragten 4,5 (von 
insgesamt 7) Sparten 
als Besuchswunsch 
genannt
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 29 ‐
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
18 - 29 30 - 44 45 - 59 60 +
28%
47%
43%
21%
38%
43%
40%
26%
41%
45%
53%
26%
44%
50%
47%
37%
47%
61%
56%
37%
42%
56% 56%
43%
52%
63%
60%
52%
Sparteninteresse nach Alter
Kinder-/Jugendth.
Modernes, exp. Th.
Tanz
Volkstüml./Mundart
Varieté, Zirk., Artistik
Klass. Sprechth.
Kabarett/Comedy
Abb. 4.2: Interesse am Besuch der Sparten 
(Basis: Befragte mit Besuchsinteresse in den nächsten 12 Monaten (70%), in %)
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
bis weiterf. Schule ohne
Abitur
Abitur Studium
36% 34% 37%
30%
37%
46%
41%
45%
41%
48% 51%
37%
53% 53%
48%
42%
52%
61%
51%
58%
65%
Formale Bildung
Kinder-/Jugendth.
Modernes, exp. Th.
Tanz
Volkstüml./Mundart
Varieté, Zirk., Artistik
Klass. Sprechth.
Kabarett/Comedy
•D a s  Ranking der Sparteninteressen ist 
in allen Alters- und Bildungsgruppen 
weitgehend identisch und entspricht dem 
oben gesamt skizzierten Muster.
• Speziell im Vergleich der jüngsten und 
der ältesten Befragtengruppe sind die 
Sparteninteressen erstaunlich ähnlich. 
Dieses sowohl in der Höhe der Anteile, wie 
auch in der Reihenfolge. Speziell die 
Befragten ab 60 Jahren zeigen ein relativ 
eingegrenztes Interesse mit Fokus auf 
Sprechtheater und Kabarett.
• Die mittleren Altersgruppen haben 
dagegen ein relativ breites 
Interessensrepertoire und sind für fast 
alle Sparten zu begeistern. Aufgrund der 
familiären Situation finden dort auch Zirkus 
und Kindertheater besonderen Zuspruch.
• Im Vergleich der Bildungsgruppen zeigt 
sich ein relativ ähnliches Sparteninteresse, 
das mit zunehmender Bildung steigt. Die 
Akademiker – immerhin 70% von ihnen 
haben ein freies Theater besucht –
fokussieren relativ stark auf Kabarett, 
klass. Sprechtheater, Varieté und 
modernes Theater.
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
Möchte mich lieber unterhalt./entspannen
Habe zu wenig Freizeit
Ungünstige Spielzeiten
Muss den Theaterbes. aufwändig planen
Finanzielle Gründe
Keine Begleitung zum Besuch
Ein Theaterbesuch ist anstrengend
Meine Bek. würden mich komisch ansehen
25%
16%
13%
10%
9%
11%
7%
5%
27%
22%
20%
18%
18%
12%
14%
7%
trifft voll zu trifft eher zu
Abb. 4.3: Hindernisse zum Theaterbesuch allgemein (Basis: Alle Befragte, in %)
• Die meisten Hinderungsgründe 
werden überdurchschnittlich 
häufig von den jüngeren 
Befragten angesprochen.
• An zweiter Stelle gehören 
Personen mit schwächerer 
formaler Bildung zu den 
überdurchschnittlich häufigen 
Kritikern.
Ausgeprägt bei den 
jüngeren Befragten (18-
29 Jahre), mit 21%.
Häufigste Nennung bei 
Personen jüngeren Alters 
(59%)
Häufigste Nennung bei 
den jüngeren Befragten 
(18-29 Jahre) mit 33%
Häufigste Nennung bei 
den jüngeren Befragten 
(41%)
Bis zu 50% Zustimmung 
in der Altersgruppe bis 
59 Jahre
‐ 30 ‐
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
sehr etwas weniger/gar nicht int.
9%
21%
35%
5%
12%
17%17%
23%
27%
22%
28%
32%33%
45%
34%
28%
36%
31%
37%
51%
69%
Besuchsinteresse
Theaterbesuch ist anstrengend
Bekannte würden komisch schauen
Keine Begleitung
Finanzielle Gründe
Aufwändige Planung
Zu wenig Freizeit
Ungünstige Spielzeiten
Lieber unterhalten/entspannen
beim Ausgehen
Abb. 4.4: Hindernisse zum Theaterbesuch allgemein, nach dem 
Besuchsinteresse der Befragten (Basis: Alle Befragten, in % der Teilgruppen)
• Der Vergleich der drei unterschiedlich interessierten Befragtengruppen offenbart eine Reihe von Unterschieden: Zunächst ist se hr deutlich, 
dass das Besuchsinteresse mit den genannten Hindernissen korrespondiert: Befragte mit einem geringeren Besuchsinteresse sehen 
deutlich mehr Widerstände bzw. umgekehrt nehmen sehr interessierte Besucher auch weniger Hindernisse war. Dies gilt durchgängig.
• Herausragend ist bei den etwas/weniger interessierten Besuchern das Argument, dass der Theaterbesuch nicht als unterhaltsam oder 
entspannend erlebt wird, zwischen 51% und 69% nennen dieses Besuchshindernis. Umgekehrt wird von 21%-35% der Besuch explizit als 
anstrengend erlebt.
• Daneben gehören ungünstige Spielzeiten und der Mangel an Freizeit in allen Gruppen zu den häufigsten Hindernissen.
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize 
31
‐ 31 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
Theaterticket ist teuer
Gehe lieber ins Schausp./in Oper Köln
Info-Beschaffung ist umständlich
Aufführungen sind langweilig
Programmangebot ist unattraktiv
Unattraktives Ambiente
Kartenkauf ist umständlich
Schlechter Komfort/Service dort
Aufführungen sind unverständlich
Künstlerische Niveau ist nicht gut
Atmosphäre ist steif und förmlich
Keine Angebote in m. Sprache/Kultur
Schlechte Erfahrungen gemacht
11%
10%
7%
7%
7%
5%
5%
5%
4%
4%
5%
5%
4%
21%
16%
18%
17%
17%
13%
13%
11%
12%
11%
9%
6%
6%
trifft voll zu trifft eher zu
Abb. 4.5: Hindernisse zum Besuch freier Theater (Basis: Alle Befragten, in %)
Betrifft insbesondere die 
Altersgruppe 60+ Jahre 
mit 32% Zustimmung
• Barrieren zum Besuch der 
freien Theater werden 
insgesamt deutlich seltener 
genannt. 
• Das am häufigsten genannte 
Argument gegen den Besuch 
sind die Kosten für ein Ticket. 
• Darüber hinaus wird einmal 
mehr deutlich, dass die 
Hindernisse insbesondere 
wieder in der jüngsten 
Befragtengruppe (18-29 Jahre) 
angesprochen werden.
• Auch die Befragten mit 
niedriger formaler Bildung 
nennen die Kritikpunkte 
zumeist besonders häufig.
Häufigste Nennung (25%) 
bei Personen mit 
schwacher form. Bildung 
und jüngeren Alters (26%)
Häufigste Nennung 
(32%) bei Personen 
jüngeren Alters (37%)
Häufigste Nennung bei 
Personen jüngeren Alters 
(43%)
Häufigste Nennung 
(42%) bei Personen mit 
schwacher Bildung und 
jüngeren Alters (44%)
Häufigste Nennung bei 
Personen  jüngeren 
Alters (24%)
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize 
‐ 32 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
5%
8%
10% 11% 10%
13% 14% 14%
12%
16%
19%
24%
27%
14%
18% 18%
20%
22% 22%
24%
33% 34%
32%
30%
36%
0%
5%
10%
15%
20%
25%
30%
35%
40%
Nichts in m.
Sprache/Kult.
Schlech.
Erfahrungen
Atmosph.
steif/förmlich
Aufführ.
unverständlich
Künstl. Niveau
nicht gut
Unattr.
Ambiente
Schlecht.
Komf./Service
Kartenkauf
umstdl.
Aufführ.
langweilig
Programm
unattr.
Info-Beschaff.
aufwändig
Lieber ins
Schausp./Oper
Ticket ist teuer
schon besucht nur von ihnen gehört
Abb. 4.6: Besuchshindernisse: Erfahrungen der Besucher vs. Image der freien Theater 
(Basis: Alle Befragte, Teilgruppen in %)
‐ 33 ‐
• Die größten Diskrepanzen zwischen den realen Besuchserfahrungen des Publikums und dem Image der freien Theater 
liegen vornehmlich in drei Bereichen: Langweilige Aufführungen, unattraktives Programm und mühsame 
Informationsbeschaffung sowie umständlicher Kartenkauf. Aber auch in fast allen anderen Bereichen fallen Image und reale 
Besuchserfahrungen jeweils um ca. 8-10 Prozentpunkte auseinander. Dies verdeutlicht die Anforderungen an die Imagearbeit.
• Eine Ausnahme bilden die in beid en Gruppen als hoch kritisierten Ticketpreise.
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment
Ein Theaterbesuch ist 
anstrengend
Habe keine Begleitung zum 
Besuch
Wenn ich ausgehe, möchte ich 
mich lieber unterhalten und 
entspannen
Finanzielle Gründe
Allgemeine Hindernisse zum 
Theaterbesuch
Die Aufführungen sind 
langweilig
Keine Angebote in meiner 
Sprache oder Kultur
Habe dort schlechte 
Erfahrungen gemacht
Das Programmangebot ist 
unattraktiv
Gehe lieber ins Schauspiel 
oder die Oper Köln
Schlechter Komfort und 
Service dort
Theaterticket ist teuer
Hindernisse zum Besuch der 
freien Theater
Besuchs-
häufigkeit 
der freien 
Theater
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize 
Abb. 4.7: Der Effekt von Besuchshindernissen auf den Besuch der freien Theater
(Basis: Alle Befragten in %)
• Die statistische 
Analyse zeigt, das die 
von den Befragten 
zahlreich genannten 
Hindernisse in ihrer 
Wirkung auch einer 
genauen statistischen 
Prüfung standhalten. 
• -> Es ist also an 
mehreren 
Stellschrauben 
gleichzeitig zu 
arbeiten. 
• Besonders wichtig sind 
die Kosten, die als 
weniger attraktiv 
empfundenen 
Aufführungen sowie 
der fehlende Komfort. 
• Organisatorische 
Hindernisse scheiden 
dagegen hier aus 
(Ticketbeschaffung, 
Infos etc.).
‐ 34 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
0% 10% 20% 30% 40% 50%
Unterhaltsamere Auff.
Anspruchsvollere Auff.
Barrierefreie Zugänge
Einfacherer Ticketkauf
Mehr Aufenthaltskomfort
Verständlichere Auff.
17%
11%
17%
15%
9%
12%
24%
23%
15%
16%
21%
17%
sehr wichtig ziemlich wichtig
Abb. 4.8: Bedeutung von Verbesserungen für den Bes. eines fr. Theaters/Ensembles 
(Befragte, die am Besuch eines freien Theaters in den nächsten 12 Mon. interessiert sind (70%), in %)
• Die aufführungsbezogenen 
Verbesserungswünsche stehen in 
einem wechselseitigen, starken 
Zusammenhang. D.h. der Wunsch nach 
mehr Verständlichkeit, Unterhaltsamkeit 
und Anspruch wird gleichzeitig von den 
Befragten geäußert.
• Die barrierefreien Zugänge werden 
dagegen heute von den Besuchern eher 
als Selbstverständlichkeit gesehen und 
dürften kein zusätzliches Publikum 
generieren.
• Dagegen dürfte sich mehr 
Aufenthaltskomfort positiv auf den 
Publikumszuspruch auswirken.
• Anders als bei den zuvor erhobenen 
Kritikpunkten sind sozialstrukturelle 
Merkmale (vor allem Alter und Bildung) 
hier weit weniger bedeutsam.
Häufigste Nennung bei 
Personen mit höherem 
Alter (60+, 38%)
Häufigste Nennung 
bei jüngeren 
Personen 18-44 
Jahre
Häufigste 
Nennung bei 
jüngeren 
Personen (18-
29 Jahre, 48%)
Häufigste Nennung bei 
Akademikern (36%)
‐ 35 ‐
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 4.9: Die Rolle des Ticketpreises: Zahlungsbereitschaft
(Basis: Befragte, die am Besuch eines freien Theaters in den nächst. 12 Monaten interessiert sind (70%))
99 97
88
72
60
41
36
26 24
13 13
8 6 6 4 3 1 00
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
70
75
80
85
90
95
100
<= 5 6 - 10 11 -
15
16 -
20
21 -
25
26 -
30
31 -
35
36 -
40
41 -
45
46 -
50
51 -
55
56 -
60
66 -
70
71 -
75
76 -
80
86 -
90
96 -
100
101+
Die durchschnittliche 
Zahlungsbereitschaft liegt bei 
35 € / Ticket. 35% der 
Besuchsinteressierten 
würden den Preis bezahlen.
Lesehilfe: 72% der 
Besuchsinteressierten würden 
einen Ticketpreis von bis zu 
20 € akzeptieren
% der Befragten
€
Die Analyse der 
Zahlungsbereitschaft der 
Befragten mit 
Besuchsinteresse an einem 
freien Theater offenbart eine 
weite Spanne, die von etwa 
5 € bis an 100 € für ein 
einzelnes Ticket zeigt. 
Hier spielen „gelernte 
Preise“ von anderen 
Kultur- bzw. 
Unterhaltungsangeboten 
eine Rolle.
‐ 36 ‐
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 4.10: Die Rolle des Ticketpreises: Zahlungsbereitschaft
(Basis: Befragte, die am Besuch eines fr. Theaters in den nächst. 12 Monaten interessiert sind (70%))
99 97
88
72
60
41
36
26 24
13 13
8 6 6 4 3 1 00
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
70
75
80
85
90
95
100
<= 5 6 - 10 11 -
15
16 -
20
21 -
25
26 -
30
31 -
35
36 -
40
41 -
45
46 -
50
51 -
55
56 -
60
66 -
70
71 -
75
76 -
80
86 -
90
96 -
100
101+
Preissenkungen 
erschließen zusätzliche 
Besucher und wirken 
umsatzsteigernd. 
Preisänderungen bleiben 
umsatzneutral 
Preiserhöhungen wirken 
umsatzsteigernd 
Umsatz bei Einheits-
preis von 25 €
Zusätzlicher 
Umsatz bei 
Preisen von 
ca. 15 €
Zusätzlicher 
Umsatz bei 
Preisen von ca. 
40 €
Zusätzlicher Umsatz 
bei deutlich höheren 
Preisen
% der Befragten
€
‐ 37 ‐
• Variationen bzw. 
Differenzierungen des 
Ticketpreises für 
bestimmte Zielgruppen 
würden unter bestimmten 
Bedingungen deutlich 
umsatzsteigernd wirken.
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%
Örtl. Tagespr.
Stadtmagazine
Tipps v. Freund./Bek.
Radio und TV
Homep. Stadt Köln
Plakate/Aussenw.
Homep. der Veranst.
Soziale Netzwerke
Gedr. Infos d. Veran.
38%
15%
46%
21%
23%
27%
31%
19%
18%
20%
22%
35%
31%
26%
41%
29%
13%
33%
30 - 59 Jahre
häufig
hin und wieder
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%
Örtl. Tagespr.
Stadtmagazine
Tipps v. Freund./Bek.
Radio und TV
Homep. Stadt Köln
Plakate/Aussenw.
Homep. der Veranst.
Soziale Netzwerke
Gedr. Infos d. Veran.
67%
14%
42%
41%
20%
26%
23%
10%
30%
15%
16%
36%
26%
15%
34%
23%
7%
30%
60 + Jahre
häufig
hin und wieder
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Örtl. Tagespr.
Stadtmagazine
Tipps v. Freund./Bek.
Radio und TV
Homep. Stadt Köln
Plakate/Aussenw.
Homep. der Veranst.
Soziale Netzwerke
Gedr. Infos d. Veran.
27%
11%
42%
20%
15%
27%
31%
43%
14%
17%
18%
34%
25%
19%
40%
25%
7%
33%
18 - 29 Jahre
häufig
hin und wieder
Abb. 4.11: Nutzung von Info-Quellen für das kulturelle Geschehen in Köln, nach Alter 
(Basis: Alle Befragten, Teilgruppen in %)
• Während bei den älteren Befragten klassische 
Medien wie TV, Hörfunk und speziell die örtliche 
Tagespresse bedeutsam sind, stehen bei den 
jüngeren Homepages der Veranstalter und soziale 
Netzwerke im Vordergrund. 
• Außenwerbung, geruckte Infos, wie Flyer u.ä.
werden in allen Gruppen genutzt, jedoch 
besonders bei den Älteren. 
• An der Spitze stehen durchweg die persönlichen 
Tipps von Freunden und Bekannten, die für 80% 
eine wichtige Info-Quelle sind.
‐ 38 ‐
VI. Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren u. -anreize

Prof. Dr. Tibor Kliment
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
Fragestellungen der Studie
Methodensteckbrief
Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner 
Das Publikum: Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
Die freien Theater und Ensembles im Vergleich zu den Städt. Bühnen
Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren und -anreize 
Das (Fast-)Besucherpotenzial der freien Szene und die Zielgruppenansprache
Synopse und Empfehlungen
‐ 39 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
Vorgehensweise bei der Zielgruppenauswahl und medialen Ansprache
Um die vorhandenen und die potenziellen Besucher (Fast-Besucher) der freien Szene zu identifizieren 
und ansprechen zu können, wird im folgenden so vorgegangen:
1. Im ersten Schritt wird der (potenzielle) Besuchermarkt in Segmente unterteilt
2. Sodann werden die Segmente quantitativ bewertet und ausgewählt 
3. Schließlich werden Vorschläge entwickelt, um die Segmente bestmöglich zu erreichen
Diese Marketingstrategie beantwortet zwei Schlüsselfragen: Zum einen, welche Besucher man 
„anspricht“ (Segmenting und Targeting) und wie man einen „Nutzwert“ für diese Segmente kreiert 
(Differenzierung und Positioning). 
Dieser Prozess beinhaltet das sogenannte Segmenting, Targeting und Positioning, und ist als 
„STP-Strategie“ bekannt. Ziele der STP-Strategie sind die Verbesserung der Marketingperformance, die 
Erhöhung der Besucherzahlen und –zufriedenheit, und eine Steigerung der Kosteneffizienz.
Darauf aufbauend werden mit einem zielgruppenspezifischen Marketingmix die Nutzwerte an die zuvor 
definierten Zielgruppen vermittelt.
‐ 40 ‐
VII. Das (Fast-)Besucherpotenzial der fr. Szene und Zielgruppenansprache

Prof. Dr. Tibor Kliment
Im folgenden sollen nach der STP-Methode die relevanten Zielgruppen für die freie Szene identifiziert, 
nach Attraktivität bewertet und eine inhaltliche Positionierung vorgeschlagen werden. Anschließend 
werden die Möglichkeiten zur medialen Ansprache der definierten Zielgruppen ausgelotet.
Konkret wird wie folgt vorgegangen:
1. Definition zweier Zielgruppen für die Freie Szene: Erstellen einer Kombination aus den Merkmalen 
Besuchsinteresse und Kenntnis der freien Theater. Bewertung der daraus entstehenden Segmente.
2. Beschreibung der ausgewählten Zielgruppen nach ihrer demografischer Struktur, ihrem kulturellen 
Freizeitverhalten, den wahrgenommenen Besuchshindernissen und möglichen Anreizen zum Besuch. 
3. Auswahl der Medien und Kommunikationskanäle.
4. Lokale Verortung der Zielgruppen im Kölner Stadtgebiet.
5. Vorschläge zur Angebotsgestalt ung bzw. kommunikative Ansprache.
‐ 41 ‐
VII. Das (Fast-)Besucherpotenzial der fr. Szene und Zielgruppenansprache

Prof. Dr. Tibor Kliment
Alle Prozentangaben in der Tabelle addieren 
sich zu 100%
Basis: 908.000 Kölner ab 18 Jahren
Interesse am Besuch der freien Theater
sehr etwas
weniger /
gar nicht
Kenntnis der 
freien Theater
Kennt freie Theater 
von einem 
persönlichen Besuch
27%
„Wiederholungs-
/Besucher“
21%
„Wiederholungs-
Besucher“
5%
„Nicht-Mehr-
Besucher“
Hat von fr. Theatern
gehört, aber noch 
nicht dort gewesen
3%
„Fast-Besucher“
12%
„Fast-Besucher“
9%
„Nicht-Besucher“
Kennt sie gar nicht
3%
„Fast-Besucher“
4%
„Fast-Besucher“
16%
„Nicht-Besucher“
Potenziale: Wiederholungsbesucher: 48% bzw.  435.000 Personen als vorhandene Besucher
„Fast-Besucher“: 22% bzw. 200.000 Personen zusätzliches Potenzial 
Nicht-(Mehr-)Besucher: 30% bzw. 263.000 Personen als Nicht-Erreichbare
1. Zielgruppenpotenziale für die Freie Szene (in % der Bevölkerung ab 18 Jahren, in Köln)
‐ 42 ‐
VII. Das (Fast-)Besucherpotenzial der fr. Szene und Zielgruppenansprache

Prof. Dr. Tibor Kliment
Wiederholungs-
besucher Fast-Besucher Nicht-Besucher
Bildung* Bis Mittlere Reife 29% 48% 55%
Abitur/Fachabitur 25% 29% 23%
Studium (Univ./FH) 45% 23% 22%
Geschlecht Männlich 47% 40% 55%
Weiblich 53% 60% 45%
Alter (Mittelwert in Jahren) 48,4 43,3 48,2
Besuche der Städt. Bühnen in letzten 12 Monaten*
Mehrmals Theaterbesuche im Jahr
Zahlungsbereit. für Ticket im freien Theater
Häufigkeit von Besuchen
(mind. mehrmals/Jahr)  Oper
1,84
48%
37,5 €
13%
0,83
21%
31,1 €
8%
0,53
11%
-
4%
Museum 60% 42% 25%
Klassik-Konzerte 32% 18% 14%
Rock-Pop Konzerte
Kino
29%
66%
36%
66%
22%
54%
Images der Freien Th. Aushängeschild für die Stadt* 91% 55% 30%
(stimme voll/eher zu) Unverzichtbar für die Kultur in Köln* 94% 55% 31%
Wichtiger als Oper und Schauspiel* 59% 32% 16%
Wichtig für die Integr. der Kulturen in Köln*
Sind mir sympathisch*
87%
94%
53%
55%
29%
28%
• Die Gruppe der Wiederholungsbesucher ist eher höher (akademisch) gebildet, etwas älter, tätig Theaterbesuche im Jahr und geht ca. 1,8/Jahr zu 
den Städt. Bühnen. Die freien Anbieter genießen hier ein herausragendes Image. Der Wiederholungsbesucher ist generell kulturell sehr aktiv.
• Die Fast-Besucher verfügen demgegenüber über ein deutlich geringeres Bildungsniveau und sind jünger. Es überwiegt der Frauenanteil. Sie 
bewerten die freien Theater ebenfalls positiv, sind jedoch distanzierter als die Wiederholungsbesucher. Ihre Zahlungsbereitschaft ist etwas 
geringer. Sie sind ebenfalls kulturaffin, wenngleich bei hochkulturellen Aktivitäten etwas weniger engagiert.
• Im Grundsatz sind Besucher und Fast-Besucher strukturell weitgehend ähnlich und können mit einer Strategie gewonnen werden..
2. Zielgruppenbeschreibung (in % der Teilgruppen)
‐ 43 ‐
Hinweis: Merkmale mit Stern sind für die Unterscheidung der Zielgruppen 
statistisch signifikant
VII. Das (Fast-)Besucherpotenzial der fr. Szene und Zielgruppenansprache

Prof. Dr. Tibor Kliment
Wiederholungsbesucher Fast-Besucher Nicht-Besucher
Sparteninteressen 
(Anteile für „würde ich besuchen“)
• Kabarett/Comedy 81% 81% -%
• Klassisches Sprechtheater 76% 60% -%
• Tanz 60% 57% -%
• Modernes, experimentelles Theater 55% 47% -%
• Volkstümliches oder Mundart-Theater 63% 65% -%
• Kinder- Jugend-Theater 51% 48% -%
• Varieté, Zirkus, Artistik 71% 75% -%
Hindernisse für den Theaterbesuch allgemein
(Anteile für „trifft voll/eher zu“)
• Möchte beim Ausgehen lieber 
unterhalt./entspannen*
40% 56% 69%
• Theaterbesuch ist anstrengend* 12% 24% 35%
• Bekannte würden mich komisch ansehen* 6% 14% 17%
• Keine Begleitung zum Besuch* 19% 25% 27%
• Finanzielle Gründe* 23% 30% 32%
• Muss Theaterbesuch aufwändig planen* 23% 36% 31%
• Zuwenig Freizeit* 36% 47% 34%
• Ungünstige Spielzeiten* 30% 41% 31%
• Die Wiederholungsbesucher haben ein breites Sparteninteresse, an der Spitze Kabarett und klass. Theater. Die Sparteninteressen der Fast-
Besucher sind jenen der Wiederholungsbesucher ähnlich, im ganzen jedoch konventioneller. Modernes, experimentelles Theater wird ebenso wie 
klassisches Sprechtheater etwas weniger geschätzt, dafür mehr volkstümliches oder Mundart-Theater, oder Varieté. Ganz vorn rangiert 
Kabarett/Comedy. Aber auch am Tanz besteht größeres Interesse.
• Speziell die Fast-Besucher wünschen sich häufiger Unterhaltung und Entspannung beim Ausgehen. Sie empfinden zudem stärker Zeitprobleme 
gegenüber dem Theaterbesuch und erleben diesen als organisatorisch aufwändiger.
• Fazit: Die Positionierung und Ansprache kann für beide Gruppen gleich sein, bei den Fast-Besuchern mit einem stärkeren Akzent auf die 
Unterhaltungsmomente, den Komfort im Theater und organisatorische Erleichterungen beim Theaterbesuchs.
3. Angebotsgestaltung I
‐ 44 ‐
Hinweis: Merkmale mit Stern sind für die Unterscheidung 
der Zielgruppen statistisch signifikant
VII. Das (Fast-)Besucherpotenzial der fr. Szene und Zielgruppenansprache

Prof. Dr. Tibor Kliment
• Die Wiederholungsbesucher nennen insgesamt wenig Hindernisse. Die Fast-Besucher halten dagegen die Aufführungen der freien Theater häufiger für 
langweilig (33%) und deren Programmangebot als unattraktiv (29%). Die Kartenbeschaffung und das Erlangen von Informationen gilt ihnen als umständlich 
(32%), ein Drittel der Befragten empfindet die Tickets als teuer. Knapp 40% gehen darüber hinaus lieber ins Schauspiel oder in die Oper. 
• Bei den Besuchsanreizen nennen die Besucher am häufigsten unterhaltsamere Aufführungen, gefolgt von mehr Anspruch. Auch der Ticketkauf ist für 1/3 
umständlich. Bei den Fast-Besuchern ist mehr Aufenthaltskomfort vorn, gefolgt von einfacheren Ticketkäufen. Sie wünschen sich populärere  Aufführungen, die 
unterhaltsamer, verständlicher und anspruchsvoller sein sollen. Die Fast-Besucher sind durchaus kulturaffin, favorisieren aber die Städt. Bühnen (38%).
Wiederholungsbesucher Fast-Besucher Nicht-Besucher
Hindernisse für den Besuch eines freien Theaters
(Anteile für „trifft voll zu/eher zu“)
• Aufführungen sind langweilig* 10% 33% 44%
• Informationsbeschaffung ist umständlich* 19% 32% 29%
• Keine Angebote in meiner Sprache/Kultur* 5% 17% 15%
• Habe dort schlechte Erfahrungen gemacht 8% - -
• Aufführungen sind unverständlich* 9% 19% 26%
• Programmangebot ist unattraktiv* 14% 29% 42%
• Künstlerisches Niveau ist nicht gut* 10% 19% 23%
• Gehe lieber ins Schauspiel oder in die Oper Köln* 22% 38% 22%
• Unattraktives Ambiente*
• Atmosphäre ist steif und förmlich*
• Schlechter Komfort und Service dort*
• Theaterticket ist teuer*
• Kartenkauf ist umständlich*
12%
9%
13%
25%
14%
21%
18%
19%
35%
26%
28%
23%
19%
44%
19%
Anreize zum Besuch (Anteile für „sehr/ziemlich wichtig“)
• Mehr Aufenthaltskomfort 32% 44% 0%
• Unterhaltsamere Aufführungen 44% 58% 0%
• Verständlichere Aufführungen 31% 43% 0%
• Anspruchsvollere Aufführungen 36% 46% 0%
• Einfacherer Ticketkauf 33% 43% 0%
• Barrierefreie Zugänge 38% 39% 0%
3. Angebotsgestaltung II
‐ 45 ‐
Hinweis: Merkmale mit Stern sind für die Unterscheidung der 
Zielgruppen statistisch signifikant
VII. Das (Fast-)Besucherpotenzial der fr. Szene und Zielgruppenansprache
Die Nennungen sind hier 
vornehmlich 
imagegetrieben

Prof. Dr. Tibor Kliment
In der Gruppe der Fast-Besucher ist die Mediennutzung ähnlich, mit 
Unterschieden im Detail. Persönliche Tipps sind hier ähnlich wichtig, 
Plakate, Homepages der Veranstalter und die Tagespresse werden 
ebenfalls breit, wenngleich etwas weniger genutzt. Soziale Netzwerke 
sind hier – vermutlich wegen des niedrigeren Alters - besonders von 
Belang.
Abb. 5: Auswahl der Medien zur Zielgruppenansprache
‐ 46 ‐
Die wichtigsten Medien zur Ansprache der Wiederholungsbesucher sind 
vor allem die örtliche Tageszeitung, Homepages der Veranstalter sowie 
Plakate. Die mit Abstand wichtigste Informationsquelle sind die persönlichen 
Tipps von Freunden und Bekannten.
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Örtliche Tagespresse
Tipps von Freunden/Bekannten
Homepage der Veranst.
Plakate/Außenwerbung
Radio und TV
Homepages der Stadt Köln
Flyer, Prospekte u.ä. der Veran.
Stadtmagazine
Soziale Netzwerke
52%
49%
37%
30%
26%
26%
26%
17%
16%
20%
36%
24%
41%
29%
24%
26%
22%
11%
Wiederholungsbesucher
häufig hin und wieder
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Örtliche Tagespresse
Tipps von Freunden/Bekannten
Homepage der Veranst.
Plakate/Außenwerbung
Radio und TV
Homepages der Stadt Köln
Flyer, Prospekte u.ä. der Veran.
Stadtmagazine
Soziale Netzwerke
37%
43%
27%
30%
27%
20%
18%
11%
31%
18%
37%
29%
40%
29%
24%
29%
21%
10%
Fast-Besucher
häufig hin und wiederNutzung Nutzung
VII. Das (Fast-)Besucherpotenzial der fr. Szene und Zielgruppenansprache

Prof. Dr. Tibor Kliment
Abb. 5.1: Besucherpotenziale der freien Szene, nach Kölner Bezirken
(Basis: Alle Befragte, in %)
‐ 47 ‐
• Die Darstellung zeigt die teilweise recht unterschiedliche Verteilung des Zielgruppenpotenzials auf die verschiedenen Bezirke.  Am 
interessantesten sind die Bezirke  Ehrenfeld und Innenstadt, gefolgt von Rodenkirchen, Lindenthal und Nippes. Hier ist der Anteil der 
(Wiederholungs-)Besucher am größten. Gleichzeitig ist das Potential der Fast-Besucher hier schon relativ begrenzt. Porz, Chorweiler und 
Kalk liegen dagegen am unteren Ende des Spektrums. Das Fast-Besucherpotenzial ist in Mülheim am größten. Chorweiler ist aufgrund 
niedriger Fallzahlen nur bedingt aussagekräftig.
• Die Potenzialanalyse folgt damit den bisher aufgezeigten Struktu ren: Es handelt sich um dieselben Bezirke, die hinsichtlich der Bekanntheit der 
freien Theater und der dort getätigten Besuche vorn liegen. Auch diese Bezirke dürfte zukünftig die meisten Besucher der freien Szene 
stellen. Für die entsprechenden Theater dort sind dies gute Aussichten. Darüber hinaus eignen sich diese Bezirke in besonderer Weise für 
lokal ausgerichtete Werbeaktivitäten, wie etwa stationäre Außenwerbung oder das Auslegen von gedruckten Werbematerialien in geeigneten 
Locations. 
VII. Das (Fast-)Besucherpotenzial der fr. Szene und Zielgruppenansprache
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Chorweiler Innenstadt Nippes Kalk Ehrenfeld Porz Lindenthal Rodenkirchen Mülheim
42%
53% 51% 44%
55%
40%
51% 52% 44%
25%
22% 19%
22%
16%
19%
24% 21%
26%
33% 26% 29% 34% 29%
41%
25% 27% 31%
(Wiederholungs-)Besucher Fast-Besucher Nicht-(Mehr-)Besucher

Prof. Dr. Tibor Kliment
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
Fragestellungen der Studie
Methodensteckbrief
Das kulturelle Freizeitverhalten der Kölner 
Das Publikum: Kenntnis, Besuch und Image der freien Szene
Die freien Theater und Tanzgruppen im Vergleich zu den Städt. Bühnen
Interesse am Besuch der freien Theater, Besuchsbarrieren und -anreize
Das (Fast-)Besucherpotenzial der freien Szene und die Zielgruppenansprache
Synopse und Empfehlungen
‐ 48 ‐

Prof. Dr. Tibor Kliment
Stärken der Freien Szene
• Die freien Theater und Ensembles sind in Köln 
bestens verankert: Die Kölner kennen die freie 
Szene gut, 53% haben freie Theater und 
Gruppen schon einmal besucht, 23% 
kennen sie zumindest. 
• Die Szene besitzt ein außerordentlich 
positives Image in weiten Teilen der Kölner 
Bevölkerung.
Dieses Image ist zudem weitgehend 
unabhängig vom konkreten Besuch der 
Theater.
•D e r  Besucherzuspruch ist hoch. Es 
besuchen kaum weniger Kölner die Angebote 
der freien Szene (33%) als die Städt. Bühnen 
(37%) im Jahr.
•D a s  geschätzten Besucherpotenzial für die 
freie Szene liegt bei max. 70 %, 22% wurden 
davon noch nicht ausgeschöpft. 
• Das Realisieren dieses Besucherpotentiales 
erscheint aufgrund der vergleichbaren Struktur 
der Besucher bzw. Fast-Besucher und der 
ausreichenden Zahlungsbereitschaft möglich.
Schwächen der Freien Szene
• Die Wahrnehmung der Freien Szene ist sehr 
fragmentiert. Die Masse der Theater bzw. 
Gruppen ist den Kölnern unbekannt. Sie ist 
angesichts ihrer Vielfalt und Größe gleichsam 
ein „unbekannter Riese“.
• Das vorhandene Angebot wird nicht 
ansatzweise genutzt. Die Besucher nutzen nur 
jeweils 1-2 favorisierte Spielstätten. Andere 
Theater werden weder besucht noch sind sie 
überhaupt bekannt.
• Die Besucherbindung ist im Gegensatz zur 
Bekanntheit der freien Szene schwächer. 
Wiederholungsbesuche sind (im Vergleich zu 
den Städt. Bühnen) seltener. 
• Das Publikum der freien Szene rekrutiert sich 
wie bei den Städt. Bühnen weitgehend aus 
dem gleichen, d.h. einem 
bildungsbürgerlichen und eher älteren 
Publikum. Die Dringlichkeit zur weiteren 
Publikumsgewinnung ist hier ebenso gegeben.
‐ 49 ‐
VIII. Synopse und Empfehlungen

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 50 ‐
Zusammenfassend lassen sich drei Handlungsfelder identifizieren:
1. Verbesserung der Kommunikation
2. Stärkung der Besucherbindung bei den (Wiederholungs-)Besuchern 
3. Ansprache und Gewinnung der Fast-Besucher
Hinweis:
Im Folgenden werden Empfehlungen unt erbreitet, die sich auf die Gesamtheit der freien Szene beziehen und
zwangsläufig allgemein gehalten sind. Jede der vor geschlagenen Maßnahmen ist, soweit sie auf der Ebene
von einzelnen Theatern oder Gruppen umgesetzt wer den kann und soll, vor dem Hintergrund der eigenen
Situation, d.h. der vorhandenen persönlichen und materiellen Ressourcen, des künstlerischen Profils, des
spezifischen Publikums und auch der örtlichen (Mikro)Lage in Köln jeweils individuell zu prüfen.
Zu bedenken ist zudem, dass die außerhalb von Köln kommenden Besucher der freien Szene nicht
untersucht werden konnten . Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass ca. 30-40% der Besucher von städt.
Museen, städt. Bühnen oder auch von Kulturevents Nicht-K ölner sind. Eine Befragung in den freien Theatern
kam im Jahr 2011 auf ähnliche Werte. Allerdings wurden hi er nur die 13 größten Spielstätten befragt. In Bezug
auf alle freien Theater und Gruppen dürften die Anteile ni edriger ausfallen und wahrscheinlich im Bereich von
ca. 20% liegen. Zudem sollten die empfohlenen Maß nahmen zumindest teilweise auch bei den externen
Besuchern greifen.
VIII. Synopse und Empfehlungen

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 51 ‐
1. Verbesserung der Kommunikation
Der kleinteilige Charakter der freien Szene macht einerseits ihren Charme aus, bedeutet aber 
auch, dass sie von den Besuchern nur partikular wahrgenommen wird. Dies steht einer weiteren 
Besuchergewinnung deutlich im Weg. Das Angebot müsste in der Breite sichtbarer sein. Das ist 
jedoch nicht (nur) durch die einzelnen Anbieter zu leisten. Denkbar wären dazu beispielsweise 
folgende Maßnahmen:
• Die Stärkung von Kooperationen in der Szene, welche zentrale Kommunikationsaufgaben für die 
Szene übernehmen können. Ziel ist die aktive Information der Kölner über die Breite und 
Vielfalt des Angebots, und dieses auf einer kontinuierlichen Basis. Das sehr positive Image der 
Szene lässt ein entsprechendes Interesse der Öffentlichkeit dafür erwarten.
• Die Kooperation mit städtischen Partnern der Hochkultur: Die Analyse zeigte, dass sich das 
Publikum der freien Szene weitgehend aus dem traditionellen Kulturpublikum der Stadt rekrutiert. 
• Flankierend scheint eine stärkere Sensibilisierung der örtlichen Medien für die Angebote der 
freien Szene unabdingbar. Die Analyse zeigte, dass diese Medien aufgrund der großen Reichweite 
nach wie vor von zentraler Bedeutung für die kulturbezogene Information sind.
•E i n  verstärktes Bewusstsein für die Notwendigkeit verstärkter Kommunikation und die 
Verfügung über entsprechende Ressourcen bei den Theatern und Gruppen vor Ort. 
• Eine Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit auf allen Ebenen durch Finanzmittel und 
Know-How.
VIII. Synopse und Empfehlungen

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 52 ‐
2. Besucherbindung bei den (Wiederholungs-)Besuchern
Das Angebot der freien Szene ist den Kölnern zu ¾ bekannt, ca. ein Drittel besucht im Jahr die 
Angebote. Jedoch sind die Besuchsfrequenz und speziell die Zahl der besuchten 
Spielstätten gering, was zu dem großen Kenner- bzw. Besucherkreis in einem auffälligen 
Missverhältnis steht. Die - auch im Vergleich zu den Bühnen - geringere Besucherbindung zu 
steigern, ist eine zentrale Aufgabe. Sie ist dabei vergleichsweise kostengünstig und effektiv zu 
leisten. 
• Teilweise wird das Angebot als zu wenig unterha ltsam bzw. populär empfunden. Zu prüfen 
wären neben evt. möglichen „populäreren“ Offerten zusätzliche Vermittlungshilfen (z.B. 
Werkeinführungen etc.). Kabarett und klass. Sprechtheater sind zwar am beliebtesten, das 
Sparteninteresse der (Wieder-)Besucher ist jedoch breit und lässt vieles zu.
• Für die Besucher die Spielstätte transparent und erlebbar machen (Gespräche mit 
Darstellern, Choreografen, Backstage-Aktivitäten etc.)
• Cross-Promotion der Spielstätten und Ensembles untereinander, indem man gegenseitig 
Aufführungen (ähnlicher oder anderer Sparten) von anderen Theatern bewirbt. 
Kannibalisierungseffekte sind dabei nicht zu befürchten, sondern eher, dass insgesamt mehr 
Spielstätten genutzt bzw. diese öfter besucht werden.
VIII. Synopse und Empfehlungen

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 53 ‐
• Trotz einer generell hohen Zahlungsbereit schaft sind die Preise für einzelne 
Besuchergruppen zu hoch. Eine stärkere (ggfls. öffentlich subventionierte?) 
Differenzierung der Preise nach unten, welche speziell den Budgets junger Besucher 
entgegenkommt, würde besucher- und umsatzsteigernd wirken.
• Eine – in Kombination mit attraktiven, exklusiven Zusatzleistungen – vorgenommene 
Preisdifferenzierung nach oben, welche der teilweise hohen Zahlungsbereitschaft 
bestimmter (älterer) Besucher entspricht. Insgesamt wären durch eine verbesserte 
Preisgestaltung deutliche Umsatzanstiege zu erwarten.
• Eine intensivere und kontinuierliche Information der Besucher, welche mit 
hauseigenen Medien (ständige Pflege der Homepage, regelmässige Direct Mailings, 
monatliche Newsletter etc.) relativ einfach und kostengünstig erreicht werden kann.
• Typische Instrumente der Besucherbindung stärker einsetzen, wie diverse Abo-
Varianten, „Kultur-Cards“ mit ermäßigtem Eintritt für mehrere Theater (oder andere Partner) 
im Verbund, Mitgliedschaften in Fördervereinen attraktivieren. Das kontinuierliche 
Sammeln von Kontaktdaten der Besucher ist dabei unerlässlich.
VIII. Synopse und Empfehlungen

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 54 ‐
3. Gewinnung der „Fast-Besucher“
Das Potential der Fast-Besucher ist kleiner als die Gruppe der (Wieder-)Besucher, aber mit ca. 
22% der Kölner dennoch ein attraktives und für die Zukunftssicherung bedeutendes 
Potential. 
Das Ziel der Maßnahmen ist hier, die Besucher an die Spielstätten (erstmalig) heranzuführen. Vor 
Ort muss dann das Angebot überzeugen. Dazu müssen vornehmlich externe Zugangsbarrieren 
abgebaut und Imagedefizite beseitigt werden:
• Speziell (aber nicht nur) für die Fast-Besucher: Das Angebot stärker emotional bewerben. 
Dabei nicht nur die Aufführungen, sondern das Gesamterlebnis in den Vordergrund rücken 
(z.B. „Ein besonderer Abend zu zweit“, „Unterhaltung mit Anspruch“, „Kunst und Genuss 
gemeinsam erleben“ u.ä.). Dieses ist nur ein Bindungsinstrument für die 
Wiederholungsbesucher, sondern insbesondere auch für die Gewinnung neuer, kulturfernerer 
Besucher bedeutsam.
• Ebenso: Schaffen von erlebnisorientierten Serviceangeboten, welche dem besonderen 
Unterhaltungsbedürfnis dieser Gruppe entsprechen. Dazu gehören z.B. eine solide 
Gastronomie, Kooperationen mit umliegenden Restaurants und ähnliches). Den Theaterabend 
insgesamt zum Erlebnis machen und dieses offensiv kommunizieren. 
• Zum Abbau von Schwellenangst preisgünstige Schnupper- und Einführungsangebote 
machen. Eine dauerhafte stärkere Differenzierung der Preise nach unten, um die 
Eintrittsschwellen für junge Besucher zu senken. 
VIII. Synopse und Empfehlungen

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 55 ‐
• Kooperationen eingehen bzw. intensivieren: Die Städt. Bühnen bieten sich an, da die 
Fast-Besucher relativ häufig ins Schauspiel (und seltener in die Oper) gehen. Weitere 
sinnvolle Kontaktpunkte bzw. Kooperationen wären wie auch hier die Kunstmuseen der 
Stadt, Locations wie die Philharmonie, das E-Werk, Palladium und insbesondere die 
Universität zu Köln.
• Kooperationen ersetzen nicht die Werbung,  sondern kommen, speziell bei den Fast-
Besuchern, additiv hinzu: Empfehlenswert ist eine Intensivierung der Werbung, welche 
insbesondere klassische Medien nutzt (örtliche Presse, Außenwerbung, soziale 
Netzwerke). 
• Hier sind teilweise größere Budgets erforderlich,  welche die Mittel der einzelnen Theater und 
Tanzgruppen übersteigen und ggfls. aus öffentlichen Quellen kommen könnten. Sinnvoll 
wären zudem verstärkte PR-Aktivitäten in Richtung örtlicher Presse für eine intensivierte 
Berichterstattung über die Freie Szene.
• Persönliche Tipps von Freunden und Bekannten sind das wichtigste Medium: Die 
Weiterempfehlungsbereitschaft der Besucher stärken und dafür Anreize entwickeln.
• Fazit: Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind aufgrund der ähnlichen Strukturen der 
(Wiederholungs-)Besucher und Fast-Besucher in weiten Teilen ähnlich und in beiden 
Gruppen wirksam. Die Unterschiede liegen in der Akzentuierung der Maßnahmen und 
in der größeren Bedeutung der externen Kommunikation für die Fast-Besucher.
VIII. Synopse und Empfehlungen

Prof. Dr. Tibor Kliment ‐ 56 ‐
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Richartzstraße 2-4
50667 Köln
Postfach 10 35 64
50475 Köln
Leiterin Barbara Foerster

Mitteilung Ausschuss

3618 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/41 
 
Vorlagen-Nummer   03.05.2018 
 1437/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 15.05.2018 
Ergebnisse der „Fast-Besucher-Befragung„ für die freie Theater- und Tanzszene 
Während das Publikum von Theater, Tanz und Oper inzwischen relativ gut erforscht ist, sind die mög-
lichen, aktuell aber noch nicht gewonnenen Besucherinnen und Besucher (Fast-Besucher) dieser 
Angebote noch relativ unerforscht. Um bei Überlegungen zur Größe und Struktur eines potenziellen 
Publikums nicht auf reine Mutmaßungen angewiesen zu sein, hat das Kulturamt der Stadt Köln in 
Zusammenarbeit mit Professor Dr. Tibor Kliment von der Rheinischen Fachhochschule Köln eine 
"Fast-Besucher-Befragung für die freie Theater- und Tanzszene" erstellt. 
"Fast-Besucher" werden angesichts der gesellschaftlichen Frage nach kultureller Teilhabe breiter 
Bevölkerungsschichten und angesichts rückläufiger Sponsoren- und Drittmittelgelder für die Zukunfts-
sicherung von Bühnen und Ensembles eine bedeutende Zielgruppe. Dieses gilt noch einmal in be-
sonderer Weise für die potentiellen Besucher der freien, nichtkommerziellen Bühnen, über die es 
kaum Erkenntnisse gibt. Gerade in Köln, wo eine große und vielfältige freie Kulturszene existiert, ist 
die Erschließung solcher Potenziale jedoch unerlässlich. Vorhandene Untersuchungen aus anderen 
Bereichen deuten dabei an, dass speziell die Überwindung der Zugangshürden vor dem Besuch der 
Spielstätte eine entscheidende Bedeutung besitzt. 
Ziel der Studie ist insgesamt ein vertieftes Verständnis über ein unerschlossenes Besuchersegment, 
um auf dieser Basis möglichst greifbare Maßnahmen für die Kulturförderung abzuleiten. Dafür wurden 
insgesamt 1.000 Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen, Altersstufen und Bildungshintergrün-
den repräsentativ und detailliert zu ihrem Freizeit- und Kulturkonsum befragt. Die Studie beantwortet 
wichtige konkrete Fragen: 
• Wie groß ist das "Fast-Besucherpotenzial" der Szene, angesiedelt zwischen Nicht-Besuchern 
einerseits und den vorhandenen Stammbesuchern andererseits? 
• Wie lassen sich die potenziell erreichbaren Besucher hinsichtlich ihrer sozialen Struktur, ihren 
Einstellungen und Besuchsmotiven beschreiben? Unterscheiden sie sich von den vorhande-
nen Besuchern der freien Theater oder auch vom Publikum der städtischen Bühnen? 
• Welches Fremdbild besteht gegenüber der freien Szene und wie deckt sich dieses mit der 
Realität? 
• Welche Zugangshürden sind bei den (Fast-)Besuchern erkennbar, und wie lassen sich die 
vorhandenen Potenziale heben? 
Die Ergebnisse sind durchschlagend für die Theater- und Tanzszene: Mehr als Dreiviertel der Kölner 
kennen die freie Theater- und Tanzszene, mehr als jeder zweite hat die Aufführungen schon besucht. 
Und das Image ist hervorragend: Die große Mehrheit der Befragten (65 Prozent) sehen die freien 
Bühnen und Ensembles als wichtiges Aushängeschild für die Stadt Köln, 66 Prozent halten sie sogar 
für unverzichtbar für die Kultur in Köln. 
Die Ergebnisse der Studie wurde den Interessensvertretungen der Theater- und Tanzszene vorge-
stellt (Theaterkonferenz, Plattform und Jour fixe Tanz). In einer längeren Sitzung vor der Sommer-
pause sollen die Ergebnisse sowie mögliche nächste Handlungsschritte detailliert mit den freien The-
atern diskutieren werden. Die Studie wird zudem in die Diskussion um die Ergebnisse der Fortschrei-
bung der Kulturentwicklungsplanung eingespeist werden, um daraus ggf. weitere Maßnahmen für die 
Kulturentwicklungsplanung abzuleiten. 
 
Gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

15.05.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1437/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
03.05.2018
Erstellt
30.04.2018 17:06