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2620/2023

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion DIE LINKE aus der Sitzung der Bezirksvertretung 9 vom 14.08.2023 (AN/1292/2023) betreffend Gehölzsterben in der "Holweider Heide / Brache"

Beantwortung einer Anfrage (BV) 21.08.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 18.09.2023, TOP 7.1.5

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

5057 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/671/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 2620/2023 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 18.09.2023 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion DIE LINKE aus der Sitzung der 
Bezirksvertretung 9 vom 14.08.2023 (AN/1292/2023) betreffend Gehölzsterben in der 
"Holweider Heide / Brache" 
Die Fraktion DIE LINKE bittet in ihrer Anfrage um die Beantwortung folgender Fragen: 
 
1. Was genau bedeutet das „Kümmern“ des BUND Köln um die „Holweider Brache“? 
 
2. Besteht auch weiterhin eine Zuständigkeit des Amtes für Landschaftspflege und Grünflä-
chen der Stadt Köln für dieses Gelände und wie sieht diese aus? 
 
3. Ist dem Amt der aktuelle Zustand der „Holweider Brache“ bekannt und wurden die Ursa-
chen für das Gehölzsterben untersucht? 
 
4. Welche Maßnahmen sind geplant, um das Absterben weiterer Gehölze zu verhindern? 
 
5. Welche weiteren Maßnahmen zur Aufwertung sind für das Gelände generell geplant und 
wie wird die Stadt Köln den BUND diesbezüglich unterstützen? 
 
 
Antwort der Verwaltung 
 
 
zu 1: 
In enger Absprache mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen und der Unteren Na-
turschutzbehörde führt der BUND Köln auf dem Gelände regelmäßig nachfolgende Maßnah-
men durch: 
 
Die verbrachten Wiesen werden gemäht. Teile der Wiesen wurden neu eingesät, da im Zuge 
eines zweijährigen Monitorings festgestellt wurde, dass trotz optimierter Pflege keine Zu-
nahme in der Artenvielfalt zu verzeichnen ist. Die im April 2022 neu eingesäten Wiesen entwi-
ckeln sich positiv und zeigen bereits eine verbesserte Artenvielfalt.  
 
Die die Brache durchziehenden Trampfade werden manuell von Brombeere freigeschnitten. 
Außerhalb der Vegetationsperiode kommen bei sehr dominantem Aufwuchs auch Maschinen 
zum Einsatz.  
 
Im Gebiet befindliche temporäre Gewässer werden freigeschnitten.

2 
 
Der Aufwuchs der Neophyten Kanadische Goldrute, Spätblühende Traubenkirsche und Essig-
baum wird entfernt. 
 
 
zu 2: 
Dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen obliegt als grundstücksverwaltende Dienst-
stelle die grundsätzliche Federführung bei dieser Fläche. Um die Fläche unter naturschutz-
fachlichen Gesichtspunkten optimal pflegen zu können, ist die Verwaltung froh, auf die Unter-
stützung des BUND Köln zurückgreifen zu können.  
 
Die Pflege der Gehölze im Gelände und vor allem in den randständigen Bereichen nahe der 
Bebauung obliegt dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. Bei einer gemeinsamen 
Begehung wurden einige abgängige Bäume im Zentrum des Gebiets als Lebensraum „stehen-
des Totholz“ belassen, die in sicherer Entfernung zu den Trampelpfaden stehen.  
 
Bedingt durch die historische Nutzung der Fläche befinden sich auf dieser mehrere Gaspegel, 
Grundwassermessstellen sowie ein Gasbrunnen. Die Zuwegungen zu den Einrichtungen wer-
den seitens des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen bei Bedarf freigeschnitten.  
 
Um eine regelmäßige Baumkontrolle zur angrenzenden Wohnbebauung im Bereich Zil-
lestraße gewährleisten zu können, muss im Herbst 2023 eine „Zuwegung“ freigeschnitten wer-
den.   
 
Auf Grund der Lage des Geländes mit angrenzender Bahntrasse und querender Stromtrasse 
ergeben sich weitere Zuständigkeiten bei der Betreuung. Des Weiteren befindet sich im östli-
chen Abschnitt ein Teil des Geländes in privater Hand.  
 
 
zu 3: 
Der BUND Köln informiert das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen regelmäßig bezüg-
lich des Pflegezustandes. Der in der Brachfläche stehende Birkenvorwald ist vital. Einige we-
nige Bäume auf der Brachfläche sind abgängig und erfüllen so eine wichtige Funktion als Le-
bensraum „stehendes Totholz“. Vier bis fünf Bäume am Rand des Hanges zur Honschaft-
straße weisen Kronenschäden auf und werden regelmäßig durch das Amt für Landschafts-
pflege und Grünflächen kontrolliert.  
 
In Absprache mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat der BUND Köln in 2021 
drei Bäume gefällt, die in unmittelbarer Nähe der Stromleitung standen und auf den Trampel-
pfad zu fallen drohten.  
 
Aus Sicht des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen sowie des BUND Köln ist dem 
Gelände ein flächiges durch Trockenheit oder Krankheiten verursachtes Gehölzsterben nicht 
zu attestieren.  
 
 
zu 4:  
Die auf der Fläche zu verzeichnenden Gehölzabgänge werden als unauffällig angesehen. Von 
daher sind aus Sicht des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen sowie des BUND Köln 
keine gesonderten Maßnahmen erforderlich.  
 
 
zu 5: 
Nach derzeitigem Stand sind, neben den unter Frage 1 gelisteten Maßnahmen, keine weite-
ren Maßnahmen geplant. Im Zuge der regelmäßigen Gespräche wird die Entwicklung des Ge-
ländes thematisiert, um ggf. mit gezielten Maßnahmen unerwünschten Entwicklungen entge-
genwirken zu können. Der BUND Köln wird in geringem Umfang durch Fördergelder (FÖNA) 
unterstützt. Seitens des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen werden für die Pflege 
der Brachfläche keine Zahlungen an den BUND Köln entrichtet.

Beratungsverlauf (1)

18.09.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.1.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2620/2023
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
21.08.2023
Erstellt
15.08.2023 16:28