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1594/2023

Anregung des Integrationsrates aus seiner Sitzung vom 18.04.2023 betreffend "Errichtung einer Koordinierungsstelle Erdbeben Türkei / Syrien

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 16.05.2023

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 16.05.2023, TOP 5.4.2

Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1 Vorsitzendenrunde - Antrag Koordinierungsstelle Erdbeben

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Beschlussvorlage Rat

5791 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162 
 
Vorlagen-Nummer 
 1594/2023 
Freigabedatum 
16.05.2023  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Anregung des Integrationsrates aus seiner Sitzung vom 18.04.2023 betreffend 
"Errichtung einer Koordinierungsstelle Erdbeben Türkei / Syrien"  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat dankt dem Integrationsrat für seine Anregung und nimmt diese sowie die Stel-
lungnahme der Verwaltung zur Kenntnis.  
Der Rat bittet die Verwaltung, weiterhin alle Informationen zum Thema Erdbeben Tür-
kei/Syrien zu sammeln und gebündelt an prominenter Stelle auf der städtischen Web-
seite zur Verfügung zu stellen. 
 
Rat 16.05.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Zusammenfassung in einfacher Sprache:  
Es soll eine zentrale Stelle bei der Stadt eingerichtet werden, bei der alle Informatio-
nen über Hilfemöglichkeiten für das Erdbebengebiet in der Türkei und Syrien gesam-
melt und zur Verfügung gestellt werden.  
Die Informationen werden auf der städtischen Website www.erdbebenhilfe.koeln ge-
sammelt und veröffentlicht. 
 
Begründung:  
Der Integrationsrat hat in seiner Sitzung am 18.04.2023 unter TOP 6.3 „Antrag zur 
Einrichtung einer Koordinationsstelle Erdbeben Türkei/Syrien AN/0607/2023“ ein-
stimmig beschlossen: 
Der Integrationsrat bittet den Rat folgenden Beschluss zu fassen: 
„Der Rat bittet die Verw altung eine Koordinationsstelle ‚Erdbeben Türkei/Syrien‘ 
einzurichten bei der alle Informationen zum Thema gesamme lt, gebündelt und 
zur Verfügung gestellt, sow ie evtl. w eitere Bedarfe rechtzeitig erkannt und ge-
meldet w erden.“ 
Die Anregung des Integrationsrates wird gemäß § 27 Absatz 8 Satz 3 Gemeindeord-
nung NRW dem Rat vorgelegt. 
 
Stellungnahme der Verwaltung:  
Die Erdbeben in den türkisch-syrischen Grenzregionen zählen zu den schlimmsten 
Naturkatastrophen der letzte hundert Jahre. Während der Erdbeben und in der Folge 
verstarben ca. 52.000 Menschen, Hunderttausende wurden verletzt und viele Men-
schen werden immer noch vermisst. 
Auch viele der in Köln lebenden Familien mit türkischer oder syrischer Zuwande-
rungsgeschichte sind persönlich durch diese Katastrophe betroffen und beklagen Op-
fer unter den Toten und Verletzten. Nahezu 10 Prozent der Kölner*innen haben eine 
türkische oder syrische Zuwanderungsgeschichte. Die unmittelbare Betroffenheit und 
Bezüge zu dieser Katastrophe sind inmitten unserer Stadtgesellschaft.  
Das Erdbeben löste auch in Köln eine große Welle der Solidarität aus, Initiativen, In-
terkulturelle Zentren, Moscheevereine und Privatpersonen riefen zu Sach- und Geld-
spenden auf, privat organisierte Hilfskonvois transportierten Hilfsgüter in die betroffe-
nen Gebiete und auch der Neubau einer Kindertagesstätte aus Spendengeldern ist 
bereits konkret geplant. Zahlreiche Familien bemühen sich, Familienmitglieder oder 
Freund*innen aus den komplett zerstörten Gebieten nach Deutschland zu holen. Es

3 
wird davon ausgegangen, dass Wiederaufbau viele Jahre dauern wird. 
Auch aktuell sind Kölner*innen in den betroffenen Gebieten aktiv im Bereich der hu-
manitären Hilfe. Für den Einsatz im Erdbebengebiet in der Türkei haben sich auch 
Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Vorsitzende des Integrationsrates, 
Tayfun Keltek beim Malteser Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen bedankt. Die 
Oberbürgermeisterin überreichte im Februar bereits einen Spendenscheck in Höhe 
von 10 000 Euro von städtischen Mitarbeitenden aus Mitteln der „Rest-Cent-Aktion“. 
Der Integrationsrat verweist in seiner Begründung für den Antrag auf die große Be-
deutung für den Zusammenhalt in Köln, wenn sich Stadtgesellschaft Köln gemeinsam 
für die Erdebenopfer in der Türkei und Syrien engagiert. 
Der Informationsbedarf und auch die Spenden- und Unterstützungsbereitschaft der 
Menschen in Köln ist ungebrochen und es bedarf einer zentralen Stelle, an der Infor-
mationen über Spendenmöglichkeiten, Sammelaktionen und Unterstützungsinitiativen, 
aber auch Fragen zu Visa für Angehörige und Freund*innen aus den betroffenen Ge-
bieten gesammelt, aufbereitet, kommuniziert und veröffentlicht werden können. 
Die Verwaltung hat bereits zum 12. Mai 2023 die Website www.erdbebenhilfe.koeln 
eingerichtet, auf der alle bisherigen Informationen und zukünftigen Informationen ge-
sammelt veröffentlicht werden. Alle relevanten Dienststellen der Stadtverwaltung wer-
den ihre Informationen der Online-Redaktion im Amt für Presse - und Öffentlichkeitsar-
beit dafür zur Verfügung stellen.  
Engagierte, Initiativen und Organisationen können über die Dienststellen und Ämter, 
mit denen sie bisher bereits in Kontakt stehen (u.a. Amt für Integration und Vielfalt, 
Ausländeramt, FABE – Kommunalstelle für Anerkennung und Förderung Bürger-
schaftlichen Engagements, Europa und Internationales) entsprechende Kontakte und 
Informationen übermitteln, die dann auf der Internetplattform aufbereitet und veröffent-
licht werden. 
Der Arbeitsaufwand einer Koordinierungsstelle, die das Thema eng begleitet und evtl. 
weitere Bedarfe rechtzeitig erkennt und entsprechend innerhalb der Verwaltung bzw. 
an die Politik weiterleitet wird auf ca. ¼ Personalstelle geschätzt. Die Einrichtung die-
ser Koordinierungsstelle ist aus Ressourcengründen nicht möglich.  
 
Begründung der Dringlichkeit 
Die Anregung des Integrationsrats soll dem Rat zeitnah vorgelegt werden. Aufgrund 
der Kurzfristigkeit und der notwendigen verwaltungsinternen Abstimmung konnte die 
Beschlussvorlage nicht fristgemäß eingebracht werden. 
 
 
Anlagen: 
 Antrag zur Einrichtung einer Koordinationsstelle Erdbeben Türkei/Syrien 
AN/0607/2023

Anlage 1 Vorsitzendenrunde - Antrag Koordinierungsstelle Erdbeben

3019 Zeichen

Vorsitzendenrunde Integrationsrat       03.04.2023 
 
 
 
An den  
Vorsitzenden des Integrationsrates 
 
 
An die  
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Herrn Andreas Vetter 
 
 
Antrag gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Integrationsrat 18.04.2023 
 
 
Antrag zur Einrichtung einer Koordinationsstelle Erdbeben Türkei/Syrien 
Beschluss: 
Der Rat wird gebeten folgenden Beschluss zu fassen: 
„Der Rat bittet die Verwaltung eine Koordinationsstelle ‚Erdbeben Türkei/Syrien‘ einzurichten 
bei der alle Informationen zum Thema gesammelt, gebündelt und zur Verfügung gestellt, 
sowie evtl. weitere Bedarfe rechtzeitig erkannt und gemeldet werden.“ 
Begründung: 
Das furchtbare Erdbeben in der Türkei und Syrien welches eine Fläche so groß wie 
Deutschland betroffen und über 50.000 Todesopfer und unzählige Verletzte gefordert und 
viele Städte und Dörfer dem Erdboden gleich gemacht hat, beschäftigt in besonderer Weise 
die insgesamt 100.000 türkeistämmigen und syrischstämmigen Kölner*innen. Sie verfolgen 
dieses Thema über Social Media und türkisches/syrisches Fernsehen weiterhin sehr 
intensiv.  
Viele von ihnen sind bereit Angehörige aus dem Erdbebengebiet vorübergehend 
aufzunehmen und haben sich mit spontanen Spenden etc. bereits engagiert. 
Bund, Land NRW und Stadt Köln haben mit Visaerleichterungen, steuerlichen Entlastungen, 
Beratungsangeboten auf das Erdbeben reagiert. Viele Interkulturelle Zentren und 
Migrantenorganisationen engagieren sich sehr stark und organisieren Spendensammlungen 
und deren Transporte. Auch der Integrationsrat und die Oberbürgermeisterin hatten mit einer 
Pressemitteilung zum Spenden aufgerufen. 
Es wird Jahrzehnte dauern, bis im Erdbebengebiet alles wieder aufgebaut ist. Die 100.000 
o.g. Kölner*innen zahlen hier ihre Steuern und fragen sich, ob sich Köln in diesem Fall 
ausreichend engagiert.  
Immer wieder wird die Parallele zur schnellen und unkomplizierten Hilfe für die ukrainischen 
Geflüchteten in Deutschland und die Ukraine gezogen. So wurde z.B. auch in Köln eine 
Projektpartnerschaft für die Stadt Dnipro beschlossen, um humanitäre Hilfe zu leisten und 
entwicklungspolitische Zusammenarbeit zu initiieren. Verschiedene Maßnahmen wurden 
bereits umgesetzt.  
Zur Stärkung des Identifikationsgefühls dieser 100.000 türkei- und syrischstämmigen 
Kölner*innen mit unserer Stadt Köln, sowie für den Zusammenhalt in Köln ist es von großer 
Bedeutung, dass wir uns hier gemeinsam als Stadtgesellschaft Köln für die Erdebenopfer in 
der Türkei und Syrien engagieren.

Des Weiteren ist es von großer Wichtigkeit, dass Informationen über das was Bund, Land 
und Köln hierzu anbieten und leisten, bei dieser Community und den Multiplikatoren 
Interkulturelle Zentren und Migrantenorganisationen auch ankommt und realisiert wird, bzw. 
dass von ihnen formulierte neue Bedarfe erkannt und ausgewertet werden. 
Mit freundlichen Grüßen 
Tayfun Keltek, Anna Maria Klimaszewska-Golan, Ahmet Edis, John Akude, Malik Karaman,

Beratungsverlauf (1)

16.05.2023 Rat
TOP 5.4.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
1594/2023
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
16.05.2023
Erstellt
11.05.2023 13:20