2583/2018
Projekt "Gender fair play - Stärkung der geschlechtersensiblen sexualpädagogischen Arbeit / sexuellen Bildungsarbeit" im Rahmen des Landesprogramms "Wertevermittlung und Prävention in der und durch die Jugendhilfe"
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Schaubild-gender fair play
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½ Stelle –geschlechtersensible Jugendarbeit (insbesondere mit bulgarischen Jugendlichen) Bürgerzentrum Ehrenfeld 1 Stelle - Jungenarbeit Caritas, Bugs Jugendcafe 1 Stelle - Jungenarbeit KJA, Verbund Mülheim Prävention, Intervention und Qualifizierung • Neukirchner Erziehungsverein-Kinder- und Jugendhilfeverbund und • Punktum! – Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch, Caritas RheinBerg Workshops, Beratung und Begleitung für pädagogische Mitarbeiter*innen (Anonyme) Beratung für begleitete und unbegleitete geflüchtete Jugendliche/ junge Erwachsene Prävention und Qualifizierung Zartbitter e. V. – Kontakt- und Informations- stelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, Köln Workshops für Jugendliche und pädagogische Fachkräfte Materialien für Einrichtungen 1 Stelle - Mädchenarbeit Lobby für Mädchen ½ Stelle –Jungenarbeit Quäker Nachbarschaftsheim Projektfinanzierung LVR: 80.000 € (für den Zeitraum 01.01. – 31.12.2018) Genderarbeit in Jugendeinrichtungen LVR-Projekt Kooperationspartner / Leistungsanbieter Projekt „Gender fair play – Stärkung der geschlechtersensiblen sexualpädagogischen Arbeit / sexuellen Bildungsarbeit“ im Rahmen des Landesprogramms „Wertevermittlung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“ ½ Stelle Jungenarbeit HennaMond Projektsteuerung und Prozessbegleitung Arbeitsfeld OKJA Projektfinanzierung Stadt Köln: 211.000 € (für den Zeitraum 01.04. -31.12.2018) Amt für Kinder, Jugend u. Familie Jugendförderung (OKJA) Jugendhilfemaß- nahmen (UMF) Arbeitsfeld UMF Steuerungsgruppen LVR-Fachtage u. wissenschaftliche Begleitung für alle beteiligten Kommunen
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/512/2 Vorlagen-Nummer 20.08.2018 2583/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 13.09.2018 Projekt "Gender fair play - Stärkung der geschlechtersensiblen sexualpädagogischen Arbeit / sexuellen Bildungsarbeit" im Rahmen des Landesprogramms "Wertevermittlung und Prävention in der und durch die Jugendhilfe" Das Amt für Kinder, Jugend und Familie beteiligt sich seit Anfang des Jahres mit dem oben genann- ten Projekt an dem Landesprogramm. Mit den Landesmitteln sollen gezielt öffentliche Träger der Ju- gendhilfe unterstützt werden, um pädagogische Konzepte zur Arbeit mit jungen geflüchteten Men- schen in der Kommune oder auf Kreisebene zu entwickeln und umzusetzen. Die Ausrichtung der Konzepte bezieht sich auf drei möglichen Ebenen: Jungen geflüchteten Men- schen soll durch Wertedialog und Demokratieförderung Teilhabe und Integration ermöglicht werden durch sexualpädagogische Angebote der Weg zu einer selbstbestimmten Sexualität geöffnet werden durch die Weiterentwicklung von Schutzkonzepten ein sicheres Aufwachsen und Mitbestim- mung in ihren Belangen geebnet werden. Das Programm wird vorerst bis einschließlich Februar 2019 gefördert, eine Verlängerung wird aktuell noch geprüft. Der Landschaftsverband Rheinland unterstützt die beteiligten Projektstellen durch ge- meinsame Werkstattgespräche. Die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung erfolgt durch die Universität Münster. Das Kölner Projekt wird abteilungsübergreifend in Kooperation der Arbeitsbereiche „Offene Kinder- und Jugendarbeit“ und „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ durchgeführt. Durch die alltägliche pädagogische Arbeit und das Aufeinandertreffen von jungen Menschen, die in unterschiedlichen so- zial-kulturellen Kontexten aufgewachsen sind und unterschiedliche persönliche Prägungen sowie Le- benserfahrungen mitbringen, hat sich in der vergangenen Zeit verstärkt ein Bedarf gezeigt, den Integ- rationsprozess durch zusätzliche sexualpädagogisch, werteorientiert und gewaltpräventiv ausgerich- tete Maßnahmen zu unterstützen. Viele dieser Jugendlichen haben kaum anderweitige Ressourcen, um Orientierung in wichtigen Lebensfragen zu erhalten, kulturelle Unterschiede und Diskrepanzen zu reflektieren und neue sozialangemessenere Handlungsmuster erlernen zu können. Der Schwerpunkt soll vor allem bei männlichen Jugendlichen liegen, da diese deutlich überwiegend in den Einrichtun- gen anzutreffen sind und einige von ihnen durch ihr Verhalten, besonders auch gegenüber weiblichen Personen, inakzeptabel negativ auffallen. Die Angebote in den Jugendeinrichtungen sind keine exklusiven Maßnahmen nur für Jugendliche mit neuerem Flucht- und Zuwanderungshintergrund, sondern es sollen bewusst auch bereits länger hier lebende oder hier geborene junge Menschen mit einbezogen werden. Schwerpunkte und Eckpunkte des Projektes: 2 Schaffung von Erfahrungsräumen für Jungen, in denen sie in der Entwicklung ihrer Persön- lichkeit und ihrem eigenen Mann-sein - jenseits traditioneller, von kulturellen Stereotypen ge- prägten Männlichkeiten – gestärkt werden und eine selbstbewusste, reflektierte Identität ent- wickeln können. Aufklärung und Reflexion zum Themenspektrum Sexualität (Basiswissen in körperlicher und sexueller Entwicklung, Verhütung, Prävention, geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, u.a.m.) Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Rollen(-bildern und -erwartungen) sowie der Gestaltung von Beziehungen unter dem Aspekt „Gleichberechtigung der Geschlechter" Vermittlung von Toleranz, Solidarität und Respekt; Achtung der eigenen Grenzen und derjeni- gen anderer; Prävention und Intervention von (sexueller) Gewalt; Wahrnehmung und Umgang mit Gefühlen Vermittlung eines Basiswissens „Demokratie“; Berücksichtigung der Prinzipien Partizipation und Empowerment; Einnahme und Förderung einer rassismus- und diskriminierungskritischen Haltung Für die interkulturelle Mädchenarbeit ist bereits eine spezialisierte Jugendeinrichtung mit langjähriger Erfahrung vorhanden. Diese Einrichtung wird im Rahmen des Projektes „Gender fair play“ zusätzlich personell gestärkt, um auch weitere Mädchen und junge Frauen mit Flucht- und Zuwanderungshin- tergrund in die Arbeit des Mädchenzentrums einbinden zu können. Außerdem soll die dort vorhande- ne Expertise in den fachlichen Diskurs mit anderen Jugendeinrichtungen zur Genderarbeit mit ge- flüchteten und zugewanderten Jugendlichen einfließen. Neben den am Projekt beteiligten Jugendeinrichtungen sind für den fachlich-inhaltlichen Input zusätz- lich drei Fachstellen beteiligt, die Angebote sowohl für Jugendliche als auch für pädagogische Fach- kräfte bereitstellen. Schwerpunktmäßig sind folgende Maßnahmen vorgesehen: Fachtagung, Workshops, Beratung und Begleitung für pädagogische Fachkräfte zum Themen- feld Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt „Let’s talk about sex!“ (Anonyme) Beratung für begleitete und unbegleitete geflüchtete Jugend- liche / junge Erwachsene Workshops für weibliche und männliche Jugendliche in Jugendeinrichtungen zu (sexualisier- ten) Gewaltdynamiken, Rechte im Jugendzentrum, Kinderrechtepass Entwicklung von (Informations-)Materialien zur Nutzung aller Jugendeinrichtungen Die Finanzierung von „Gender fair play“ erfolgt über Finanzmittel des LVR-Landesjugendamt Rhein- land in Höhe von 80.000 € für den Zeitraum vom 01.01.-31.12.2018. Außerdem finanziert die Stadt Köln das Projekt mit dem Betrag von 211.000 € im Rahmen der Zuschussmittel für „Jugendhilfeange- bote für Kinder- und Jugendliche aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien“ für den Zeitraum vom 01.04.-31.12.2018. In dem Schaubild (s. Anlage) ist das Projekt unter Benennung der beteiligten Einrichtungen und Fachstellen ergänzend dargestellt. Gez. Dr. Klein
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2583/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 20.08.2018
- Erstellt
- 03.08.2018 09:14