0516/2024
Szenebericht Filmkultur
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Anlage 1 Szenebericht Filmkultur 2024
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1 Szenebericht der Filmkulturszene vertreten durch Christina Essenberger und Marion Kranen KINOaktiv e.V., E-Mail: kinoaktiv@filmszene.koeln Vorstand: Dominik Bühler, Christina Essenberger, Marion Kranen Februar 2024 Der KINOaktiv e.V. vertritt zur Zeit 21 Gruppen, Projekte und Vereine, die Filmfestivals, Filmreihen, Workshops, Symposien und Filmvermittlung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbieten und Filmvermittler*innen ausbilden und damit für die Filmkultur in Köln stehen. Hinzukommen weitere Veranstalter*innen in Köln wie z.B. Blonde Cobra, Filmbüro NW oder Guerilla Kino. Dank der Förderung von Interessenvertretungen durch die Stadt Köln übernimmt KINOaktiv seit 2016 die Kommunikation aller filmkulturellen Veranstaltungen in Köln über die Website Filmszene.koeln und die sozialen Medien Instagram und Facebook. Was wir tun Die Filmkulturszene Kölns trägt wesentlich zum Image Kölns als Film- und Medienstadt bei. Die Filmkultur Köln übernimmt Aufgaben, die in anderen Städten vom Kommunalen Kino, Filmmuseum oder der Cinemathek übernommen werden. Denn in Köln gibt es für die Filmkultur keine kommunale Institution, die wie beim Theater, der Musik oder der bildenden Kunst eine kulturelle Grundversorgung bereitstellt. Ähnlich wie in Museen & Galerien Ausstellungen zusammengestellt werden, bieten wir kuratierte Filmprogramme an, die auf künstlerischer, kreativer und inhaltlicher Praxis und entsprechendem Fachwissen basieren. Wir stehen für Filmkultur durch Auswahl und Filmvermittlung auf unterschiedlichsten Ebenen. Unsere Programme greifen aktuelle gesellschaftspolitische Themen auf, mischen sich engagiert als Akteure ein und beziehen Stellung. Sie integrieren unterschiedliche Zuschauerkreise und Kooperationspartner. So wirken wir integrativ, interkulturell und partizipativ. Kein Festival, keine Filmreihe der freien Filmszene Köln kommt ohne thematischen Schwerpunkt aus, ohne einen roten Faden, der die gezeigten Filme fundiert zueinander in Beziehung setzt. Es gibt Festivals und Filmreihen die • sich einem Land oder Kontinent widmen und so gleichzeitig die politische, wirtschaftliche und soziale Geschichte eines Landes oder einer Region unmittelbar sichtbar machen: × Afrika Film Festival (Europaweit einmalig) × Tüpisch Türkisch × Visions of Iran – Iranisches Filmfestival Köln × Kino Latino Köln • die Geschichte des Films präsent halten und lokale Geschichte erlebbar machen: × Köln im Film: ausgewählte Filme aus 120 Jahren Kölner Filmgeschichte × Filmclub 813: Genrereihen und Retrospektiven • innovative und originelle Modelle entwickeln, um Filmkultur professionell im attraktiven Rahmen an besonderen Orten zu präsentieren: × Dokomotive × Guerilla Kino × Shorts On Wheels (Kurzfilmfestival Köln) • sich experimentellen, besonderen Filmformen widmen oder Werke in gattungs- und historisch übergreifende Kontexte setzen: Anlage 1 2 × Blonde Cobra. Festival for Queer & Experimental Cinema × VIDEONALE.scope × Filmreihe Köln × KFFK – Kurzfilmfestival Köln • den Fokus auf die Vielfalt, Produktion und Arbeitsbedingungen des Dokumentarfilmes legen: × dfi – Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW × LaDOC Filmnetzwerk × Stranger Than Fiction – Dokumentarfilmfest • bundesweit einzigartig sind, einzelne Gewerke ins Zentrum stellen und weltweit große Anerkennung erfahren: × SoundTrack Cologne, Filmmusik (Deutschlandweit einmalig) × Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst (Europaweit einmalig) × Internationales Frauen Film Fest Dortmund+Köln, Gleichstellung, Feminismus (größtes Frauenfilmfestival bundesweit; Preise sind bundesweit einzigartig) Die internationale Anerkennung unserer Arbeit ist an den renommierten Gästen der Festivals abzulesen, am exzellenten Filmprogramm, das nur durch unsere kompetenten, international vernetzten Kurator*innen möglich wird. Dies ist an der stetig ansteigenden Anzahl an Filmeinreichungen zu unseren Festivals ablesbar. Und natürlich sind neben der Teilnahme an den Festivals auch die Preise, die von mit international renommierten Expert*innen vergeben werden, von großer Bedeutung. Und schließlich bieten wir seit vielen Jahren Filmvermittlung / kulturelle Bildung an mit speziellen Programmen oder Workshops für Kinder, Jugendliche, Schulklassen, oft gezielt in einzelnen Stadtteilen. Führend sind hier: × jfc Medienzentrum, u.a. mit dem Filmfestival für junges Publikum – Cinepänz × Filmhaus Köln × DokYou × AG DOK × SK Stiftung Kultur Wie wir es tun Unsere besondere Stärke liegt in unserer Vernetzung und Kooperationsbereitschaft. KINOaktiv ist Mitglied im KulturNetzKöln und Gründungsmitglied im Netzwerk Filmkultur NRW und dadurch bestens in Stadt und Land vernetzt. Aber auch die einzelnen Initiativen schätzen Synergien, die sich durch Kooperationen ergeben. 2023 wurden insgesamt mehr als 120 Kooperationsveranstaltungen durchgeführt, die Akteure arbeiten mit durchschnittlich 10 Kooperationspartnern; z.B. in Einzelveranstaltungen oder Reihen wie Ukrainische Filmtage, Black History Month, ifs-begegnungen oder Kino Weltsichten. Dabei sind die Orte an denen Filmkultur stattfindet sehr vielfältig. An erster Stelle stehen einige Kinos, die uns ihre Säle vermieten. Wir verwandeln aber auch Jugendeinrichtungen, Theater, Bildungseinrichtungen, Museen oder Bergwerke in Kinosäle und natürlich bieten wir im Sommer Open-Air-Kino an. Mit unseren vielfältigen Angeboten und Formaten an unterschiedlichen Orten in der Stadt erreichen wir dementsprechend ganz unterschiedliche Publikumsgruppen aller Altersgruppen mit unterschiedlichen Vorlieben, Interessen. Mit dem mittendrin e.V. wurden in den letzten Jahren verschiedene Workshops durchgeführt, um die Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen zu ermöglichen. Zum Beispiel bot das KFFK erstmalig Filme aus dem dt. Wettbewerb in besonders barrierearmen Fassungen mit Live-Audiodeskriptionen, Live-Verdolmetschung in Gebärdensprache und rollstuhlgerechtem Zugang an. Auch das Thema ökologische Nachhaltigkeit wird angegangen. Edimotion, das Festival für Filmschnitt ist seit Ende 2021 das erste Filmfestival in NRW, das komplett klimaneutral agiert. Weitere Festivals bemühen sich ebenfalls um eine CO2-Reduktion. 3 Zusammenfassend lässt sich die Qualität unserer inhaltlichen und organisatorischen Arbeit am Beispiel des Projekts „Nimm Platz!“ – initiiert und durchgeführt vom Kulturamt der Stadt Köln – beschreiben. Fünf Akteure der Filmkultur Köln haben sich im Frühsommer 2023 zusammengetan und in kürzester Zeit Kurzfilmprogramme zu den Themen Stadt-(T)Räume, Pridefilms: Mensch, Leben, Freiheit, Konsumgesellschaft kuratiert und diese zwölfmal auf dem Neumarkt gezeigt. Diese schnelle und effektive Zusammenarbeit zeugt von der hohen Professionalität und Kompetenz der Arbeit der Filmkulturszene Köln. Im Jahr 2023 haben wir über 600 Veranstaltungen durchgeführt. Übers Jahr verteilt ergibt das durchschnittlich 1-2 filmkulturelle Veranstaltungen pro Tag. Durch die verschiedenen Schwerpunkte kann ein sehr breites Spektrum für unterschiedliche Zielgruppen abgedeckt werden. Finanzierung Für jeden Euro den wir an Förderung der Stadt Köln bekommen, akquirieren wir noch einmal den gleichen Betrag. Die Filmkulturszene wird von der Stadt Köln mit nur 6 % des Förderetats des Kulturamtes für die freie Szene unterstützt. Diese Zuwendung reicht zur Finanzierung der Veranstaltungen nicht aus. Viele von uns, insbesondere die Festivals verdoppeln den Betrag indem sie von Stiftungen, Land und Bund weitere Förderungen akquirieren. Der überwiegende Teil dieser Zuwendungen wird in Köln verausgabt. Sie sind als Wirtschaftsfaktor nicht zu unterschätzen und gleichzeitig als Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit auf unterschiedlichen, bundesweiten Ebenen zu verstehen. Das aber sollte keinesfalls zu dem Schluss verführen, dass es keine weiteren Mittel der Stadt braucht. Tatsächlich reichen die Zuwendungen aufgrund der Kostensteigerungen der letzten Jahr nicht mehr aus, um die Veranstaltungen zu finanzieren. Unsere organisatorische und inhaltliche Arbeit wird zum überwiegenden Teil in Form zeitlich begrenzter, geringfügiger oder kurzfristiger Beschäftigung sowie Honorarverträgen geleistet. Von Mindesthonoraren sind viele dieser Vergütungen weit entfernt. Festangestellte sind die Ausnahme. Die Frage des Personals und einer angemessenen Bezahlung ist vordringlich und eng verknüpft mit der Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der kulturellen Landschaft. Weil die Tätigkeiten nicht angemessen vergütet werden können, ist die Fluktuation teilweise erheblich. Damit geht nicht nur viel Knowhow verloren, diese wiederkehrenden Einarbeitungen kosten auch Zeit und Geld. Hinzukommen Kostensteigerungen bei Kinomieten, Filmmieten, Druckkosten, Übernachtungskosten und Betriebskosten, die mit den stagnierenden Zuwendungen nicht mehr aufgefangen werden können. Wir benötigen dringend Zuwendungserhöhungen um strukturelle Defizite auszugleichen. Die ausgefallene Förderung aus der Wirtschaftsförderung konnte 2023 und 2024 vom Kutlruamt aufgefangen werden. Dass damit eine vorübergehende Lösung für das Finanzierungsproblem von Edimotion, SoundTrack Cologne und dem Filmbüro NW gefunden wurde, ist gut und war kurzfristig existenzsichernd. Aber: es ist noch keine langfristige Lösung in Sicht. Wie schon eingangs beschrieben, gibt es im Filmbereich keine städtische Institution, kein kommunales Kino. Die Filmkultur in Köln stammt ausschließlich aus der freien Szene – insofern kommt der Filmszene die Aufgabe zu, die Stadt mit einem möglichst vielfältigen und kulturell anspruchsvollen Filmprogramm zu versorgen. Es ist eine Aufgabe die wir mit der Unterstützung des Kulturamtes gerne und seit vielen Jahren erfüllen. Und es ist uns an dieser Stelle wichtig darauf hinzuweisen, dass die Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt sehr zielorientiert und wertschätzend erfolgt. Da alle Festival, Filmreihen und Programme in freier Trägerschaft durchgeführt werden, haben wir keine Möglichkeit, die Anzahl der Veranstaltungen in Zeiten knapper Kassen herunterzufahren und in besseren Zeit wiederaufzunehmen. Was jetzt wegfällt, weil es nicht mehr finanziert werden kann, das ist weg. Es würde Jahre brauchen, diese filmkulturelle Szene wieder aufzubauen.
Anlage 2 KINOaktiv Präsentation
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Szenebericht der Filmkultur Köln 25 Gruppen, Projekte und Vereine leisten filmkulturelle Arbeit in Köln Die Filmkulturszene trägt wesentlich zum Image Kölns als Film- und Medienstadt bei. filmszene.koelndie Plattform für alle filmkulturellen Veranstaltungen in Köln Fokus auf Länder oder KontinenteAfrika Film Festival Tüpisch TürkischVisions of Iran Kino Latino KölnLaDOC Bild: Visions of Iran im Filmforum Fokus auf Länder oder KontinenteAfrika Film Festival Tüpisch TürkischVisions of Iran Kino Latino KölnLaDOCBild:Women‘s Voices - Programm zur Lage in Afghanistan Geschichte des Films und Filmgeschichte der StadtKöln im Film Filmclub 813 Bild:Köln im Film Kino an besonderen OrtenShorts on Wheels (KFFK)DokomotiveGuerilla Kino Bild:Shorts on Wheels Vielfalt, Produktion & Arbeitsbedingungen des DokumentarfilmsdfiLaDOC FilmnetzwerkStranger Than Fiction Bild (Conny Beissler): dfi – Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW Experimentelle& besondere FilmformenBlonde Cobra VIDEONALE.scopeFilmreihe KölnKurzfilmfestival Köln Bild: (Sandra Stein)VIDEONALE.scope Bundesweit einzigartig, weltweit anerkanntAfrika Film FestivalEdimotionIFFF Dortmund + KölnSoundT rack CologneBild:Edimotion Bundesweit einzigartig, weltweit anerkannt Afrika Film FestivalEdimotionIFFF Dortmund + KölnSoundT rack CologneBild (Guido Schiefer):IFFF Dortmund+Köln u. a. Ts i t s i Dangarembga, Ula Stökl Bundesweit einzigartig, weltweit anerkanntAfrika Film FestivalEdimotionIFFF Dortmund + KölnSoundT rack Cologne Bild (Jan Verbeek) :SoundT rack Cologne mit Oscarpreisträger Mychael Danna Filmvermittlung & kulturelle BildungCinepänzFilmhaus Köln DokYouAG DOKSK Stiftung KulturBild (Dörte Boxberg):Minifilmclub im Filmhaus Köln Unsere StärkenKooperationsfähigkeitZusammenarbeitVernetzung Bild: Thementag mit dem Netzwerk Filmkultur NRW Unsere StärkenEngagementundProfessionalität Bild:NIMM PLATZ!- Kurzfilmprogramme auf dem Neumarkt Allein in 2023 haben wir120 Veranstaltungen in Kooperationen realisiert! Mit rund 600 Veranstaltungen im Jahr sichern wir die filmkulturelle Versorgungin Köln Bild: filmszene.koeln Da freuen sich auch die Kleinsten Bild(Dörte Boxberg): Minifilmclub Bild:Aus dem Geschäftsbericht des Kulturamtes der Stadt Köln (Seite 5) Die Förderung der Filmkultur beträgt nur 6% der Kulturförderung
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/41/41/24 Vorlagen-Nummer 06.03.2024 0516/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 12.03.2024 Szenebericht Filmkultur In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Ausschuss Kunst und Kultur die Verwaltung beauf- tragt, den Sparten Musik, Darstellende Kunst (Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, Literatur) die Möglichkeit zu geben, „regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die Perspektiven ihrer Arbeit zu berichten“. Dabei sollen die Spartenver- tretungen in ihren jeweiligen Bereichen auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen. Die Berichte sollen entweder in Form einer ca. 5-minütigen PowerPoint-Präsentation, Video- botschaft und/oder eines schriftlichen Berichts (maximal drei Seiten) dem Ausschuss Kunst und Kultur vorgestellt werden. Für die Sparte Filmkultur werden die Vorstandsmitglieder von KINOAktiv e.V., Christina Es- senberger und Marion Kranen, anhand einer PowerPoint-Präsentation berichten und Fragen beantworten. Anlagen: Anlage 1 Szenebericht Filmkultur 2024 Anlage 2 KINOaktiv Präsentation Gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0516/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 06.03.2024
- Erstellt
- 05.02.2024 09:34