V/0480/2024
Hitzeaktionsplan für die Stadt Münster
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Berichtsvorlage
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V/0480/2024 V/0480/2024 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Hitzeaktionsplan für die Stadt Münster Beratungsfolge 18.09.2024 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Bericht 24.09.2024 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Bericht 30.09.2024 Kommunale Seniorenvertretung Bericht 01.10.2024 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht Bericht: Der Temperaturanstieg ist eine der deutlichsten Folgen des fortschreitenden Klimawandels. Neben den steigenden durchschnittlichen Jahrestemperaturen nehmen auch die Häufigkeit und Dauer von Hitzewellen zu. Besonders belastend sind längere Hitzewellen, bei denen die Temperaturen über mehrere Tage hinweg hoch bleiben und sich in der Nacht kaum abkühlen. Diese zunehmende Hitze stellt eine wachsende Belastung für die Bevölkerung dar und kann zu schwerwiegenden gesundheitli- chen Problemen führen, bis hin zum Tod. Zusätzlich zur direkten Hitzebelastung beeinträchtigen auch die erhöhte UV-Strahlung und die Entstehung von bodennahem Ozon die Gesundheit der Bevölke- rung. Der Hitzeaktionsplan für Münster ist eine bedeutende Maßnahme im Rahmen des Handlungs- konzepts Klimaanpassung 2030. Handlungskonzept Klimaanpassung Das Handlungskonzept Klimaanpassung umfasst 48 Maßnahmen und Teilmaßnahmen, die den Weg zu einer lebenswerten Stadt in Zeiten des Klimawandels ebnen. Dazu gehört u.a. eine Konzeption zur Berücksichtigung von Klimaanpassung in Planungsprozessen. Die Umsetzung der bereits erfolgreich in den Bebauungsplanprozess eingebrachten Prinzipien und Strategien zur Förderung der St adtbe- grünung und der wassersensiblen Stadtentwicklung ist im Leitfaden "Klimagerechte Bauleitplanung" verortet. Aktuell wird dieser Leitfaden zu einem interaktiven Planungstool "Klimagerechte Stadtent- wicklung Münster" weiterentwickelt. Neben dem Hitzeaktio nsplan wird der Tierschutz, der Natur- schutz, der Schutz der kritischen Infrastruktur und der Katastrophenschutz ebenfalls im Handlungs- konzept Klimaanpassung 2030 behandelt. Gesundheits- und Veterinäramt 03.09.2024 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Böckenholt Telefon: 492-4674 Boeckenholt@stadt- muenster.de - 2 - V/0480/2024 Hitzeaktionsplan Münster Der Hitzeaktionsplan zielt darauf ab, Maßnahmen zur gesundheitlichen Prävention im Umgang mit Hitzeperioden festzulegen. Die umfassenden Bemühungen und das Engagement aller beteiligten Akteur*innen wurden bereits im Sachstandsbericht zur Hitzeaktionsplanung (Vorlage V/0271/2024) im Frühjahr dieses Jahres da rgestellt. Der vorangegangene Planungsprozess, die Abstimmungen und die bereits erfolgten Umsetzungen zu den Maßnahmen folgen einem präventiven gesundheitlichen Ansatz, um den Herausforderungen der zunehmenden Hitzeentwicklung und Strahlenbelastung in unserer Stadt zu begegnen. Meilenstein und Weiterentwicklung Mit der Veröffentlichung des Hitzeaktionsplans erreichen wir einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des Klimaanpassungskonzepts der Stadt. Der Hitzeaktionsplan ist als dynamisches Instrument zu verstehen, das kontinuierlich weiterentwickelt wird, um den sich wandelnden Bedürfnissen gerecht zu werden. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage A Anlage 1 Hitzeaktionsplan
Anlage A
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Anlage A zur V/0480/2024 Kurzüberblick Der erste Hitzeaktionsplan für Münster wird veröffentlicht (Anlage 1 zur Berichtsvorlage). Das Gesundheits- und Veterinäramt hat in einem umfangreichen Beteiligungsprozess gemeinsam mit zahlreichen Akteur*innen aus Verwaltung, Institutionen und Stadtgesellschaft 12 Maßnahmen abgestimmt. Ziele/Teilziele/Zielerreichung 1. Die Erarbeitung des Hitzeaktionsplans als integraler Bestandteil des Klimaanpassungskon- zepts der Stadt Münster unterstreicht das entschiedene Engagement der Stadtverwaltung für eine nachhaltige und widerstandsfähige Stadtentwicklung. 2. Durch konkrete Maßnahmen und Empfehlungen soll die Lebensqualität aller Bürger*innen auch an heißen Tagen gesteigert und gleichzeitig die Auswirkungen des Klimawandels gemil- dert werden. Zielerreichung: Der Hitzeaktionsplan wird als dynamisches Instrument dienen, das kontinuierlich weiterentwickelt wird, um den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Stadt gerecht zu werden. Finanzierung Produktgruppe: 0701 Gesundheitsdienste Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan x Ja Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2024 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein teilw. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Münster (Vorlage V/0799/2019). Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Um gleiche Gesundheitschancen für alle zu gewährleisten, müssen Maßnahmen zum gesund- heitsbezogenen Hitzeschutz alle Bevölkerungsgruppen unabhängig von Sprache, Herkunft, sozia- lem Status, Geschlecht, Bildungsstand und Behinderung erreichen. Ältere Menschen sind von Hitze stärker betroffen. Die Anzahl und der Anteil älterer Menschen wird in den kommenden Jah- ren stark zunehmen. Die Auswirkungen des Klimawandels für die Stadt Münster sind vielfältig. Münster soll sich zu einer widerstandsfähigen und anpassungsfähigen Stadt zu entwickeln, die für alle Folgen des Klimawandels gut gerüstet ist.
Anlage 1_Hitzeaktionsplan
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Gesundheits- und Veterinäramt Hitzeaktionsplan für Münster HITZE- AKTIONS- PLAN SEITE 02 VORWORT Auch in Münster machen sich die Klimaveränderungen zu - nehmend bemerkbar: Hohe Temperaturen und längere Hitzeperioden gehören immer öfter zu unseren Sommer - monaten. Was nach einem unbeschwerten Sommer klingt, wird mehr und mehr zur Belastung für Mensch, Tier und Na- tur. Die Stadt Münster hat erkannt, dass Hitzevorsorge und Hitzeschutz wichtige Aufgaben der Daseinsfürsorge sind. Denn erwiesen ist: Zu viel Hitze und Sonnenstrahlung können krankmachen. Vor allem für Kinder und ältere Menschen bedeuten Hitzetage ein ernst - zunehmendes Gesundheitsrisiko. Hitzewellen beeinträchtigen zudem spürbar die Le - bensqualität in unserer Stadt. Nach ein, zwei Tropennächten (≥20°C) fühlen wir uns ge - schwächt und sehnen uns nach Kühle und frischer Luft. Unser Hitzeaktionsplan ist ein integraler Bestandteil des umfassenden Klimaanpassungs- konzeptes der Stadt. Ende des Jahres 2024 wird zudem eine Analyse zur städtischen Klima- entwicklung vorliegen. Die Ergebnisse dieser Analyse werden als weitere Grundlage dienen, um die wetterabhängige Lebensqualität in unserer Stadt nachhaltig zu verbessern. Der Schwerpunkt unseres Hitzeaktionsplans liegt auf gesundheitlicher Prävention. Ziel ist es, die Bevölkerung – insbesondere vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Menschen in besonderen Lebenslagen – vor den gesundheitlichen Risiken extremer Hitze und Sonnenstrahlung zu schützen. Der Hitzeaktionsplan für Münster umfasst im Einzelnen verschiedene Maßnahmen zur Risikokommunikation sowie Konzepte zur Bewältigung von Akutereignissen und langfris- tigen Anpassungen in Gesundheitseinrichtungen. Der Coole Stadtplan für heiße Tage und die flächendeckende Versorgungsmöglichkeit mit Trinkwasser im gesamten Stadtgebiet sind nur einige der zahlreichen Maßnahmen, die von allen Bürger*innen genutzt werden können. Darüber hinaus sensibilisieren wir die Stadtbevölkerung durch Informations - kampagnen und bieten Hilfe zur Selbsteinschätzung des Hitzeschutzes an. Mit unserem Hitzeaktionsplan legen wir einen bedeutenden Grundstein, um den Schutz der Gesund - heit aller Menschen in Münster vor den Folgen extremer Hitze langfristig und nachhaltig zu gewährleisten. Wir danken allen herzlich, die an der Erstellung dieses Plans beteiligt waren und auch in Zukunft an seiner Weiterentwicklung und Umsetzung mitwirken wer- den. Cornelia Wilkens Stadträtin SEITE 03 I. Vorwort 2 II. Inhaltsverzeichnis 3 1 Beschreibung des Kontextes und der Ausgangslage 4 1.1 Ausgangslage 4 1.2 Wie gelingt es, Münster auch mit geänderten klimatischen Bedingungen lebenswert zu gestalten? 4 1.3 Hitzeaktionsplan 4 1.4 Besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen 5 1.4.1 Ältere Menschen 5 1.4.2 Kinder und Schwangere 5 1.4.3 Menschen in besonderen Lebenslagen 5 2 Prozessbeschreibung 6 2.1 Beteiligungsprozess 6 2.1.1 Auftaktveranstaltungen und Workshops 6 2.1.2 Maßnahmenkategorien 7 3 Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen 7 4 Informationskaskade für das Management von Akutereignissen 8 4.1 Zielsetzung 8 4.2 Einbindung der Multiplikator*innen 8 4.3 Koordination durch das Gesundheits- und Veterinäramt 8 4.4 Ergänzende Informationskanäle 10 5 Fazit und Ausblick 10 6 Maßnahmensteckbriefe 11 6.1 M1-Zielgruppenspezifische Informationen 12 6.2 M2-Hitze-Infomobil 14 6.3 M3-Multiplikator*innen-Schulung 16 6.4 M4- Cooler Stadtplan für heiße Tage 18 6.5 M5-Sticker zur Ausweisung von kühlen Orten 20 6.6 M6-Hitzetelefon & Hitzepatenschaften 22 6.7 M7-Informationskaskade zur Weitergabe von Hitzewarnungen 24 6.8 M8-Hitzeschutzpläne in Einrichtungen 26 6.9 M9-Austausch & Information zu Fördermitteln 28 6.10 M10-Trinkwasserbrunnen & Refill 30 6.11 M11-TrinkWasser-Kampagne 32 6.12 M12-Webseite als zentrale Informationsplattform 34 7 Anhang: Im Prozess Beteiligte 36 III. Literaturverzeichnis 37 IV. Abbildungsverzeichnis 37 V. Bildnachweise 37 SEITE 04 1. BESCHREIBUNG DES KONTEXTES UND DER AUSGANGSLAGE 1.1 AUSGANGSLAGE Das Klima wandelt sich spürbar. Die Folgen des globalen Klimawandels haben mittlerweile auch das Münsterland er - reicht, wie die verschiedenen extremen Wetterereignisse der letzten Jahre eindrücklich zeigen: – Die Sommer der Jahre 2018, 2019 und 2020 zählten zu den heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Über mehrere Tage anhaltende Hitzeperioden mit Temperaturen über 30 °C waren auch in den Jahren zuvor bereits zu be - obachten. Die immer neuen Temperaturrekorde haben sich auch in den letzten beiden Jahren in Münster fortgesetzt. – Der Orkan Kyrill 2007 sowie das Unwetter zu Pfingsten 2014 verwüsteten Teile der Stadt und eine Vielzahl an Bäu - men fiel ihnen zum Opfer. – Beim extremen Regenereignis am 28. Juli 2014 fielen Re - kordregenmengen, die vorher noch nie in Deutschland ge - messen wurden und Straßen, Häuser und ganze Stadtteile in Münster wurden überflutet. – Die anhaltende Trockenheit vergangener Jahre führte dazu, dass einzelne Gewässer in Münster vollständig trocken - fielen. Auch Münsters Straßenbäume leiden zunehmend unter Trockenstress, der die Bäume anfällig für Baumkrank- heiten macht. 1.2 WIE GELINGT ES, MÜNSTER AUCH MIT GEÄNDERTEN KLIMATISCHEN BEDINGUNGEN LEBENSWERT ZU GESTALTEN? Um sich zukünftig besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und die bestehenden Aktivitäten zu bündeln, hat die Stadt Münster ein Klimaanpassungskonzept erstellt. Die Bestandsaufnahme und die Identifizierung von Hand - lungsfeldern zu den zu erwartenden Klimawandelfolgen in Münster wurden in einem umfangreichen Beteiligungspro - zess mit der städtischen Verwaltung und einer Vielzahl an städtischen Akteur*innen erarbeitet. Darauf aufbauend wur - den vier Ziele definiert: – Vor Überwärmung schützen (Gesundheit und Wohlbefin - den sicherstellen, Klimaoasen fördern und Grün vermehren, Belüftung sichern) – An Trockenheit anpassen (Bevölkerung versorgen, Gewerbe/ Landwirtschaft gewährleisten, städtisches Grün versorgen) – Auswirkungen von Starkregen minimieren (Bevölkerung schützen, Sachgüter sichern, Versorgung gewährleisten) – Sturmschäden minimieren (Bevölkerung schützen, Sach- güter sichern, Stadtgrün anpassen) Das Klimaanpassungskonzept (www.stadt-muenster.de/klima- anpassungskonzept) wurde 2015 fertiggestellt und 2017 wur- de die Verwaltung vom Rat der Stadt Münster beauftragt, ein Konzept zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes für die Stadt zu erarbeiten. Im Sommer 2019 beschloss der Rat der Stadt Münster, den Kli- manotstand auszurufen, und bekräftigte damit das Ziel, Müns- ter als klimaresiliente und klimaneutrale Stadt in die Zukunft zu führen. Als eine Grundlage hierfür hat der Rat im Dezember 2019 das Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 (Vorlage V/799/2019) beschlossen. Das Konzept beschreibt 48 Maßnah- men und Teilmaßnahmen, die den Weg zu einer lebenswerten Stadt in Zeiten des Klimawandels ebnen. Das Handlungskon - zept beinhaltet den Auftrag an die Verwaltung, regelmäßig alle zwei Jahre einen Sachstandsbericht zum Klimafolgenmo- nitoring sowie zur Umsetzung des Handlungskonzeptes vor - zulegen. Als Monitoring und Controlling Instrument prüft der European Climate Adaptation Award (ECA) die Maßnahmen auf Basis des Sachstandsberichts und schlägt ggf. Anpassungen bzw. Optimierungen dazu vor. 1.3 HITZEAKTIONSPLAN Der Hitzeaktionsplan für Münster stellt eine bedeutende Maßnahme im Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Müns - ter (Vorlage V/0799/2019) dar und zielt darauf ab, Maßnah - men zur gesundheitlichen Prävention für den Umgang mit Hitzeperioden festzulegen und umzusetzen. Der Hitzeaktionsplan soll federführend vom Gesundheits- und Veterinäramt unter Berücksichtigung kurz-, mittel- und langfristiger Maßnahmen zum Schutz vor hitzebedingten Todesfällen und Krankheiten (siehe Maßnahme H2a - Infor - mation und Beratung zur Hitzevorsorge für soziale und medizi - nische Einrichtungen, Schulen sowie sensible Bevölkerungsgrup - pen/ V/0101/2022) erarbeitet werden. Der Temperaturanstieg ist eine der deutlichsten Auswir - kungen des voranschreitenden Klimawandels. Nicht nur die durchschnittlichen Temperaturen über das Jahr hinweg neh - men zu, sondern auch die Häufigkeit und die Dauer von Hitze- wellen. Besonders belastend sind längere Hitzewellen, bei de- nen es mehrere Tage hintereinander heiß bleibt und sich die SEITE 05 Temperaturen in der Nacht kaum abkühlen. Die zunehmende Hitze stellt eine wachsende Belastung für die Bevölkerung dar und kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Prob - lemen führen, bis hin zu vermehrten Todesfällen. Zusätzlich zur direkten Hitzebelastung beeinträchtigen auch die einher- gehende UV-Strahlung und die Entstehung von bodennahem Ozon die Gesundheit der Bevölkerung. Der Aufgabenbereich des Hitzeaktionsplans zielt auf die Min- derung der gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze auf den menschlichen Körper ab. Der Tierschutz, der Naturschutz, der Schutz der kritischen Infrastruktur und der Katastrophen - schutz werden im Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Münster V/0799/2019 behandelt und zählen nicht zu den Handlungsfeldern des Hitzeaktionsplans der Stadt Münster. 1.4 BESONDERS SCHUTZBEDÜRFTIGE BEVÖLKERUNGSGRUPPEN Hitze kann sich auf vielfältige Weise negativ auf das menschli- che Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. Besonders gefährlich sind dabei früh im Sommer auftretende Hitzewel - len, da noch keine ausreichende Akklimatisierung stattfinden konnte. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind potenziell stärker durch die hohen Temperaturen und länger anhalten - de Hitzeperioden beeinträchtigt. Für die Stadt Münster wurden die drei folgenden Fokus - gruppen identifiziert: 1.4.1 Ältere Menschen Ältere Menschen sind anfälliger für Hitze, da ihr Körper weniger effektiv auf Temperaturschwankungen reagiert. Mit zunehmen- dem Alter nimmt die Fähigkeit zur Selbstkühlung durch Schwit- zen ab, was das Risiko einer Überhitzung erhöht. Zudem leiden ältere Menschen häufiger an chronischen Erkrankungen, die ihre Thermoregulation beeinträchtigen können. Medikamente können den Flüssigkeitsverlust verstärken und den Trinkantrieb zusätzlich vermindern. Diese Effekte können durch sozioökono- mische Faktoren und soziale Isolierung verstärkt werden. 1.4.2 Kinder und Schwangere Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen ein höheres Risiko für hitzebedingte Gesundheitsprobleme, da ihr Körper weni - ger effektiv Wärme abführen kann. Hinzu kommen Gefahren durch die verstärkte Sonnenstrahlung. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum spielt sich das Kinderleben im Som- mer vor allem draußen ab - ob im Urlaub, auf dem Spielplatz oder im eigenen Garten. Umso wichtiger ist gerade in dieser Zeit der konsequente Schutz vor starker UV-Belastung und Sonnenbränden. Denn Kinderhaut ist wesentlich dünner als die Haut von Erwachsenen. Auch die Pigmente, die einen körpereigenen Schutz gegen UV-Strahlen bilden, werden im Kindesalter noch nicht in vollem Umfang produziert. Mit je - dem Sonnenbrand des Kindes steigt die Wahrscheinlichkeit, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken. Auch ist die Fähigkeit zur Transpiration in der Kindheit noch nicht so aus - geprägt, so dass man bis etwa 15 Jahren von einer erhöhten gesundheitlichen Verwundbarkeit durch Hitze auszugehen hat. Schwangere Frauen sind anfälliger für Hitze, da ihre Körper - temperaturregulierung beeinträchtigt ist und sie einen er - höhten Flüssigkeitsbedarf haben. Hitzeexposition während der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden Komplika - tionen führen, sowohl für die Mutter als auch für das unge - borene Kind. 1.4.3 Menschen in besonderen Lebenslagen Menschen in besonderen Lebenslagen, wie Wohnungslo - se, Personen mit Behinderungen und/ oder chronischen Er - krankungen, Menschen mit geringem sozioökonomischem Status und sozial isolierte Personen, haben ein erhöhtes Ri - siko für hitzebedingte Gesundheitsprobleme. Obdach- und Wohnungslose sind der Hitze und der Sonne meist schutzlos ausgesetzt. Der oft schlechte Gesundheitszustand der Betrof- fenen macht Hitze zu einem Risiko, das im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann. Menschen, die über wenige sozioökonomische Ressourcen verfügen, können oftmals aufgrund beengter Wohnverhält - nisse nicht auf kühlere Räume ausweichen. Fehlendes Wissen oder fehlende (finanzielle) Mittel verhindern eine adäqua - te Anpassung von Räumlichkeiten und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen. Sozial isoliert lebende Personen haben oftmals keine Unterstützung, schützende Maßnahmen zu er - greifen, oder sind weniger in Aktivitäten außerhalb der Woh- nung, die von Hitze betroffen sein kann, eingebunden. Chronische Erkrankungen gelten als Risikofaktor für Hitze - belastungen. So verringern beispielsweise Herz-Kreislauf- Erkrankungen die Fähigkeit, das Herzzeitvolumen zu ver - größern, was wiederum die Anfälligkeit für einen Hitzschlag aufgrund eingeschränkter Anpassungsfähigkeit erhöht. Krankheiten wie Diabetes, Sklerodermie und Mukoviszidose schränken die Thermoregulation aufgrund einer verminder - SEITE 06 ten Blutzufuhr zur Haut ein. Bettlägerigkeit oder jegliche Krankheiten, welche die Selbstversorgung einschränken, gel - ten als Gefahr, da die Fähigkeit der angemessenen Verhaltens- reaktionen verringert wird. 2 . PROZESS- BESCHREIBUNG Der Klimawandel und die damit verbundene Zunahme von Hitzeperioden ist in Münster deutlich spürbar. Als Folge des globalen Temperaturanstiegs führt eine zunehmende Häu - figkeit und Intensität extremer Hitzeereignisse und die Zu - nahme der Anzahl von Hitzetagen immer häufiger zu hitze - bedingten Todesfällen. Laut Robert Koch-Institut wurden in den Sommermonaten des Jahres 2022 deutschlandweit über 4500 Todesfälle aufgrund von Hitze verzeichnet. Auch die Temperaturen in Münster steigen: Im Klimaanpass - sungskonzept der Stadt Münster wird die prognostizierte Durchschnittstemperatur bis 2050 mit 11,6 °C benannt. 2023 lag die Jahresmitteltemperatur bereits bei 11,62 °C und war damit das wärmste Jahr seit Beginn der Temperatur- messungen in Münster. Der Anstieg der Temperaturen und die Zunahme von Hitzetagen sind eine ernstzunehmende Gefährdung für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung und stellen Kommunen vor eine besondere Her- ausforderung im Rahmen einer verantwortungsvollen Klima- anpassung. Um sich dieser Herausforderung zu stellen, hat die Stadt Münster einen umfassenden und nachhaltigen Beteiligungs - prozess zur zielgruppenspezifischen Entwicklung von Maß - nahmen zum gesundheitsbezogenen Hitzeschutz entwickelt und durchgeführt und damit die Basis für eine Anpassung an die zunehmend auftretenden Hitzeereignisse gelegt. 2.1 BETEILIGUNGSPROZESS Der durchgeführte Beteiligungsprozess hatte zum Ziel, das Wissen unterschiedlicher Akteur*innen und Multiplikator*in- nen aus Münster aktiv zu nutzen, einzubinden und zu vernet- zen, für die gesundheitlichen Gefahren von Hitze zu sensibili- sieren und geeignete Maßnahmen für die Stadt Münster und die identifizierten Zielgruppen auszuarbeiten. Das Gesundheits- und Veterinäramt wurde im Beteiligungs - prozess durch das Beratungsunternehmen Rebel Deutsch - land GmbH begleitet und in den folgenden Aufgabenberei - chen unterstützt: – Vorbereitende Sondierungsgespräche mit relevanten Akteur*innen – Organisation, Durchführung und Dokumentation von jeweils drei Auftaktveranstaltungen und Workshops – Konzeption der Maßnahmensteckbriefe 2.1.1 Auftaktveranstaltungen und Workshops Zu zwei aufeinanderfolgenden Veranstaltungsreihen mit ins - gesamt sechs Veranstaltungen wurden für jede der drei Ziel - gruppen (Ältere Menschen, Kinder und Schwangere sowie Menschen in besonderen Lebenslagen) Akteur*innen aus verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung sowie von unter- schiedlichen verwaltungsexternen Institutionen, Gruppen und Organisationen eingeladen. Die Auswahl der Akteur*in - nen wurde aufgrund ihrer Expertise und Erfahrung im Rah - men der Arbeit mit den Zielgruppen sowie der jeweiligen Zuständigkeit für diese Gruppen innerhalb der Verwaltungs - bereiche getroffen. Beteiligt waren neben den verschiedenen Fachämtern der Stadtverwaltung u. a. Vertreter*innen von Schulen und Kitas, Einrichtungen für Menschen mit Behin - derungen, unterschiedlichen Senior*innenvertretungen und -einrichtungen sowie von freien Trägern. Für jede der drei Zielgruppen wurde eine Auftaktveranstal - tung durchgeführt, in der die Teilnehmenden gemeinsam die Betroffenheiten und Bedarfe der jeweiligen Zielgruppe beleuchtet und diskutiert haben. Diese besonderen Heraus - forderungen für jede der Gruppen wurde von einem externen Impulsvortrag gestützt, in dem die besonderen zielgruppen - spezifischen gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze dar - gestellt wurden. Moderiert durch das prozessbegleitende Beratungsunternehmen wurden daraufhin die Maßnahmen - ideen der Teilnehmenden gesammelt und gemeinsam disku - tiert. Diese Maßnahmenideen wurden daraufhin in je einem zielgruppenspezifischen Workshop in kollaborativer Weise weiter erarbeitet. Dies umfasste unter anderem die gemein - same Festlegung von Umsetzungsschritten und Zuständig - keiten sowie die Identifizierung von zielgruppenspezifischen Kommunikationskanälen und Informationsmaterialien. Zu - dem wurden der Aufbau und die Umsetzung einer Informa - tionskaskade bei Hitzeereignissen für die Stadt Münster er - arbeitet. Die aus den Ergebnissen der beiden Veranstaltungsreihen entwickelten Steckbriefentwürfe wurden im nächsten Schritt in zwei E-Mail-Umläufen mit den beteiligten Akteur*innen und Multiplikator*innen zunächst verwaltungsintern und mit den externen Beteiligten abgestimmt. Durch die zahl - reichen schriftlichen und mündlichen Rückmeldungen und Anregungen konnten die Umsetzungsschritte der einzelnen SEITE 07 Maßnahmen konkretisiert und weitere Erkenntnisse gewon - nen werden. Unter Einbezug der unterschiedlichen Akteur*innen und Mul- tiplikator*innen konnten im Beteiligungsprozess insgesamt 12 Maßnahmen in den Bereichen Risikokommunikation, Be - wältigung von Akutereignissen und Langfristige Anpassung entwickelt und ausgearbeitet werden. 2.1.2 Maßnahmenkategorien Zur Erreichung der gesetzten Ziele des Hitzeaktionsplans wurde zusammen mit den teilnehmenden Akteur*innen Maßnahmen in drei Kategorien erarbeitet (vgl. Abbildung 1): Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die besonders von Hitze betroffenen Bevölkerungsgruppen sowie die allgemei - ne Bevölkerung in der Stadt Münster präventiv und reaktiv über die mit Hitze verbundenen Risiken sowie Anpassungs - maßnahmen zu informieren (Risikokommunikation), den bei Hitzeereignissen auftretenden gesundheitlichen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken (Bewältigung von Akutereig- nissen) und die Stadt insgesamt auf zunehmend häufiger und intensiver auftretende Hitzeereignisse einzustellen (Langfris - tige Anpassung). Vor diesem Hintergrund wurden für die entwickelten Maß - nahmen die jeweiligen Ziele, die adressierten Bevölkerungs - gruppen, die Maßnahmenverantwortung sowie die Schrit - te der Umsetzung festgelegt und in einem dazugehörigen Steckbriefentwurf zusammengeführt und dokumentiert (sie - he Abbildung 4, Seite 10). Risikokommunikation Hitzeaktionsplan Verhaltensanpassung, Optimierung von Hilfesystemen Management von Akutereignissen Schutz vulnerabler Gruppen Langfristige Anpassung Reduktion des Hitzeinseleffekts, Aufbau von Unterstützungsstrukturen Abbildung 1 3 . FÖRDERUNG DES LANDES NORDRHEIN- WESTFALEN Die Einbeziehung des prozessbegleitenden Beratungsunter - nehmens Rebel Deutschland GmbH wurde durch eine Zu - wendung des Landes Nordrhein-Westfalen auf Grundlage der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Klima - wandelvorsorge in Kommunen gefördert. Die Aufgabenstel - lung umfasste die Vorbereitung, Moderation und Dokumen - tation der Auftaktveranstaltungen und Workshops. SEITE 08 Abbildung 2: Hitzewarnungen für die Stadt Münster 2006-2022 Die Abbildung zeigt, dass in den Jahren 2006 bis 2022 überwie- gend die DWD-Hitzewarnstufe 1 für die Stadt Münster ausgelöst wurde. So zum Beispiel im Jahr 2018, hier wurde an 14 Tagen eine Warnung mit Hitzewarnstufe 1 ausgegeben. Die Hitzewarnstufe 2 lag in den vergangenen 17 Jahren bei max. vier Tagen pro Jahr. 4 . INFORMATIONS- KASKADE FÜR DAS MANAGEMENT VON AKUTEREIGNISSEN Vor und während akuter Hitzebelastungen müssen besonders die beschriebenen Zielgruppen möglichst effektiv erreicht werden, um Informationen zu präventiven Verhaltensmaß - nahmen und Unterstützungsangeboten zu erhalten. Dabei ist eine gute Risikokommunikation, bei der festgelegt ist, welche Informationen über welche Kanäle verbreitet werden, essen - ziell. 4.1 ZIELSETZUNG Für den akuten Fall eines Hitzeereignisses sollte, zusätzlich zu den Maßnahmen im Bereich der Risikokommunikation, eine Struktur gefunden werden, über die bei ausgegebenen Hitze- warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) möglichst schnell die Warnungen in die breite Bevölkerung, inklusive der besonders schutzbedürftigen Gruppen, gegeben werden kann. Die Warnungen werden über den DWD-Newsletter, die Internetseite des DWD und über Warn-App NINA herausge - geben. Dabei erfolgen die Hitzewarnungen in zwei Stufen: – Hitzewarnstufe I: Starke Wärmebelastung - Die gefühlte Temperatur (beschreibt das Temperaturempfinden eines Menschen, das neben der Lufttemperatur auch von der Luft- feuchte, dem Wind und der Strahlung abhängt) steigt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über 32 °C. Zusätzlich ist die nächtliche Abkühlung gering. – Hitzewarnstufe II: Extreme Wärmebelastung - Die gefühlte Temperatur steigt über 38 °C. Die nächtliche Situation wird nicht mit einbezogen. 4.2 EINBINDUNG DER MULTIPLIKATOR*INNEN Essenziell für die Informationsweitergabe an die besonders schutzbedürftigen Gruppen ist die Identifikation der Multi - plikator*innen, die in Kontakt mit den einzelnen Gruppen stehen und die die jeweiligen Informationen zeitnah und zielgerichtet weitergeben können. Die nachfolgende Abbil - dung 3 zeigt die in den drei Workshops identifizierten Mul - tiplikator*innen für die Stadt Münster auf und bietet damit eine Hilfestellung bei der Nutzung der Informationskaskade. Entsprechend der Darstellung rufen alle aufgeführten Mul - tiplikator*innen eigenständig die DWD-Warnung über die Warn-App NINA ab. Diese bauen einen internen Verteiler auf, über den die Warnung im nächsten Schritt an die definierten Zielgruppen weitergegeben wird. Die Verantwortlichkeit der Weitergabe verteilt sich auf zahlreiche Organisationseinhei - ten, so kommt die DWD-Warnung auf kurzem Weg verlässlich bei den definierten Zielgruppen an. Auch die allgemeine Be - völkerung partizipiert an der Informationsweitergabe an die Zielgruppen, denn alle Multiplikator*innen sind auch Teil der allgemeinen Bevölkerung. 4.3 KOORDINATION DURCH DAS GESUNDHEITS- UND VETERINÄRAMT Das Gesundheits- und Veterinäramt übernimmt eine koordi - nierende Funktion (z. B. Unterstützung bei Aufbau der jewei - ligen Verteiler, Bereitstellung von Informationstexten, die von den Multiplikator*innen mit der DWD-Warnung weitergege - ben werden können, Austausch zur Motivation und Sensibi - lisierung vor Beginn der Hitzeperiode, Monitoring und Eva - luation). Über verschiedene Kanäle soll auch die allgemeine Bevölkerung auf die Anmeldemöglichkeit bei der Warn-App NINA und die Bedeutung der Hitzewarnungen hingewiesen werden. 14 12 10 8 6 4 2 0 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Warnstufe 1 Warnstufe 2 SEITE 09 Abbildung 3: Informations- kaskade für die definierten Zielgruppen der Stadt Münster Deutscher Wetterdienst (DWD) Hitzewarnstufe 1 und 2 Allgemeine Bevölkerung Hitzewarnung über die Warn-App NINA Apotheken, Artzpraxen, Stadtteilbüros, lokale Gruppen (z.B. „Älter werden in …“, „Von Mensch zu Mensch“), Angehörige, Tagespflege, Religiöse Einrichtungen, KVWL Ältere Menschen Menschen mit chroni- schen Erkrankungen Schwangere Menschen mit geringem sozioökonomischen Status Kinder Sozial isolierte Menschen Menschen mit Behinderung Wohnungslose Tageskliniken, Wohngruppen, Notfalldienste, Arztpraxen, Ambulante Pflegedienste (Fach-)Artzpraxen, Hebammen, Gesundheits- einrichtungen, Krankenkassen, Schwangerschafts- beratungsstellen Jobcenter, Sozialkaufhäuser, Tafel, Freie Träger der Wohlfahrt (Beratungs- und Anlaufstellen, etc.) Kitas, Schulen, Sportvereine Psychosoziale Dienste, Nachbarschaftshilfe Freie Träger und Vereine für Menschen mit Behinderung, Wohngruppen Streetwork, Bahnhofsmission, Notunterkünfte Amt für Kommunikation, Stadtwerke Münster GmbH SEITE 10 4.4 ERGÄNZENDE INFORMATIONSKANÄLE Ergänzend zur Informationskaskade, die auf personellen Strukturen beruht, können zur Weitergabe der DWD-War - nung an die allgemeine Bevölkerung mediale Kanäle in der Stadt Münster genutzt werden. Von den Teilnehmenden der Veranstaltungen im Rahmen des Beteiligungsprozesses wur - den folgende Kanäle genannt: Displays im öffentlichen Raum, bestehende Apps und WhatsApp-Kanäle (z. B. Kanäle, in de - nen sich Schwangere oder Eltern organisieren, Kanäle oder Gruppen von Vereinen), Durchsagen in Bussen und an Halte - stellen, digitale Anzeigen in Bussen, im Radio, im Fernsehen und auf Social-Media-Kanälen. Abbildung 4: Beispiel Maßnahmensteckbrief des Hitzeaktionsplans für Münster 5. FAZIT UND AUSBLICK Die Erarbeitung des Hitzeaktionsplans als integraler Bestand- teil des Klimaanpassungskonzepts der Stadt Münster unter - streicht das entschiedene Engagement der Stadtverwaltung für eine gesundheitsförderliche und klimaresiliente Stadtent- wicklung. Durch konkrete Maßnahmen und Empfehlungen streben wir danach, die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Bürger*innen vor klimabedingten Auswirkungen zu schützen und die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. Der Hitzeaktionsplan verdeutlicht die umfassenden Bemühun- gen und das Engagement aller beteiligten Akteur*innen. Der vorangegangene Planungsprozess, die Abstimmungen und die bereits erfolgten Umsetzungen zu den Maßnahmen folgen einem präventiven Ansatz, um den Herausforderungen der zunehmenden Hitzeentwicklung und ihrer gesundheitlichen Auswirkungen in unserer Stadt zu begegnen. Der Hitzeaktions- plan wird als dynamisches Instrument dienen, das kontinuier- lich weiterentwickelt wird, um den sich wandelnden Bedürf - nissen der Menschen in unserer Stadt gerecht zu werden. 1.0 M1 - BEISPIEL Beschreibung der Maßnahme Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) Federführender Akteur / Federführende Institution Beteiligte Akteur*innen Umsetzungszeitraum Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD Hot-Spots der Betroffenheit Quartiere zur Umsetzung Umsetzungsschritte Mögliche Treiber und Hemmnisse Hinweise zu Monitoring und Evaluation Links / Hinweise / Materialien / Best Practice SEITE 11 6. MASSNAHMENSTECKBRIEFE SEITE 12 6.1 M1 - ZIELGRUPPENSPEZIFISCHE INFORMATIONEN Beschreibung der Maßnahme Die im Rahmen der Erstellung des Hitzeaktionsplans definierten Fokusgruppen verfügen über unterschiedliche Kennt- nisse zum Thema Hitzeschutz und haben unterschiedliche Bedürfnisse bezüglich der Unterstützung. Daher besteht die Notwendigkeit einer gezielten Kommunikation, um eine stärkere Risikosensibilisierung der Zielgruppen zu erreichen. Durch die Anpassung der Informationen können zudem geeignete Schutzmaßnahmen kommuniziert werden. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere – Menschen in besonderen Lebenslagen – Allgemeine Bevölkerung Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Amt für Kommunikation, Stadt Münster – Quartiersmanagement, Stadt Münster – „Team Wetterschutz“ – „Von Mensch zu Mensch“ – Multiplikator*innen für die jeweilige Zielgruppe Umsetzungszeitraum Ganzjährig zur Prävention Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung / SEITE 13 Umsetzungsschritte 1. Anpassung bestehender Informationsmaterialien und Gestaltung neuer Informationsmaterialien – Sammlung, Sichtung und Bündelung von vorhandenen Informationen, um anhand dieser zu entscheiden, welche weiteren Informationen benötigt werden oder wie die vorhandenen Informationen aufbereitet werden können. – Berücksichtigung der Bedürfnisse der Zielgruppen z.B. hinsichtlich Sprache, Alter und kultureller Unterschiede (25 % der Münsteraner Bevölkerung mit Migrationsvorgeschichte). – Informationen in verschiedenen Sprachen: Das Kommunale Integrationszentrum kann eine Auswahl an Sprachen empfehlen und mittels des Sprachmittlungspools die Übersetzungen vornehmen. – Verwendung von Bildern, Piktogrammen und Symbolen, um die Informationsmaterialien verständlich und eingängig aufzubereiten. – Formulierung in einfacher Sprache. – Informationen in Gebärdensprache. – Informationen in unterschiedlichen Sprachen können über QR-Codes angeboten werden 2. Auswahl von Kommunikationskanälen Allgemeine Kanäle, über die Informationen an die breite Bevölkerung weitergegeben werden können: – Internetseite Gesundheits- und Veterinäramt – Radio, Fernsehen, Tageszeitung, Social Media – Freizeiteinrichtungen, Vereine, Kirchen und weitere religiöse Einrichtungen – Supermärkte – Info-Mobil (siehe Maßnahme 2) Zielgruppenspezifische Kanäle bzw. Multiplikator*innen mit direktem Kontakt zu den Zielgruppen: – Ältere Menschen: Wartezimmer in Praxen, Apotheken, Bäckereien, Begegnungsstätten – Kinder und Eltern: Projektarbeit in Schulen, Messdienergruppen, Großeltern, Familienhilfe und Jugendamt, Jugendzentren, Kitas, Schulen, Vereine, Ferienbetreuung – Schwangere: Hebammen, Informationen in den Mutterpass legen, Geburtsvorbereitungskurse, Drogeriemärkte – Menschen in besonderen Lebenslagen: Präventionsteams und Beratungsstellen 3. Verbreitung der vorhandenen und neu aufbereiteten Informationsmaterialien über die ausgewählten Kanäle – Die Informationsmaterialien werden über die vorher definierten Kommunikationskanäle verteilt. – Die Informationsmaterialien werden an die vorher definierten Multiplikator:innen mit direktem Kontakt zu den Zielgruppen weitergegeben. Mögliche Treiber und Hemmnisse + Einfache Sprache und einfach zu verstehende Bilder und Piktogramme erhöhen das generelle Verständnis der Informationen und ermöglichen eine breite Sensibilisierung. + Die Materialien sollten visuell so aufbereitet werden, dass sie die Aufmerksamkeit der Personen auf sich ziehen und das Verständnis der Inhalte unterstützen. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Es ist eine regelmäßige Evaluation notwendig, – Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Printmaterialien: Anzahl der verteilten Printmaterialien – Digitale Angebote: Anzahl der Downloads, Anzahl der Besucher*innen der Webseite Links / Hinweise / Materialien / Best Practice – Auf der Webseite Klima-Mensch-Gesundheit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt es viele aufbereitete Informationen zum Verhalten bei Hitze und nützliche Verlinkungen: https://www.klima-mensch-gesundheit.de/ – Die Stadt Mannheim hat eine Broschüre mit Tipps und Tricks zum Verhalten im Alltag erstellt: https://www.mannheim.de/de/service-bieten/hitzeschutz SEITE 14 6.2 M2 - HITZE-INFOMOBIL Beschreibung der Maßnahme Das Hitze-Infomobil ist ein mobiles Informationszentrum, um die Bevölkerung über die Auswirkungen von Hitze und entsprechende Schutzmaßnahmen (Eigenvorsorge) zu informieren. Ein geeignetes Fahrzeug (vorzugsweise E-Lastenrad) wird mit Materialien und Give-Aways wie z.B. Sonnenhüten, Sonnenschutzcreme oder Wasserflaschen ausgestattet, die von einer geschulten Ansprechperson ausgegeben werden. Wichtiger Bestandteil der Informationsarbeit des Hitze-Infomobils ist die Sensibilisierung dafür, welche Bevölkerungs- gruppen besonders von Hitze betroffen sind und was jede Person im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung tun kann, um auf die Mitmenschen in der Stadt Münster Acht zu geben. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster in Kooperation mit der Stabsstelle Klima, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen Betrieb des Info-Mobils über: – Studentische Abrufkräfte / Nebenjobs – Studierende über Projekte der Hochschulen – Honorarkräfte Weitere Kooperationen: – Freie Träger – Begegnungsstätten – Stadtplanungsamt, Stadt Münster – Quartierstreffs Umsetzungszeitraum Vor allem im Zeitraum April – September, ganzjährig zur Prävention Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet Umsetzungsschritte 1. Entwicklung einer Kommunikationsstrategie – Erstellung einer gezielten Kommunikationsstrategie, um die Öffentlichkeit auf das Hitze-Infomobil aufmerksam zu machen und Werbung für den Standort zu machen. – Etablierung eines Corporate Designs (übergreifend für den Hitzeaktionsplan). – Einbindung in die Multiplikator*innenschulung (siehe Maßnahme 3) 2. Materielle Ressourcenbeschaffung – Identifikation der notwendigen finanziellen und materiellen Ressourcen zur Beschaffung, Ausstattung und zum Betrieb des Infomobils. – Prüfung, ob eine Realisierung (als Pilotprojekt) über Fördermittel möglich ist. 3. Fahrzeugauswahl und -beschaffung – Prüfung und Auswahl des Fahrzeugs bzw. der operativen Ausgestaltung des Infomobils. – Es wird u.a. geprüft, ob das Infomobil mithilfe eines Lastenrades realisiert wird. Das E-Lastenrad der Stabsstelle Klima steht, in Abhängigkeit der Auslastung, zur Verfügung. In einer Testphase sollen damit Erfahrungen gesammelt werden, die in die Entscheidung für eine mögliche Neuanschaffung einfließen sollen. Außerdem soll geklärt werden, ob weitere, bereits vorhandene E-Lastenräder bei der Stadt Münster mitgenutzt werden können. – Darüber hinaus wird geprüft, ob weitere nutzbare „Mobile“ bei der Stadt Münster vorhanden sind, z.B. das Info-Mobil „Alf“ vom Stadtplanungsamt. – Menschen in besonderen Lebenslagen – Allgemeine Bevölkerung SEITE 15 4. Standortauswahl – Bestimmung von strategischen Standorten, die gut erreichbar und für die Zielgruppen relevant sind. – Die Standorte sollten in der gesamten Stadt verteilt sein, um möglichst alle Menschen gleichermaßen zu erreichen ( bestehende Strukturen in den Stadtteilen nutzen z.B. Quartierstreffs, Vereine). – Zielgruppenspezifische Standorte: – Schwangere, junge Eltern: Drogerien, Supermärkte, Discounter, Schul- und Kitafeste – Kinder: Spielplatz, Park, Stadtbücherei, Zoo, Straßenfeste, Schulfeste – Ältere Menschen: Quartierstreffs, Begegnungsstätten, Wochenmarkt, Bäckereien, Supermärkte – Menschen in besonderen Lebenslagen: Einrichtungen gezielt anfahren, Bahnhofsvorplatz, Bremer Platz – Prüfung, ob ein anlassbezogenes Angebot umgesetzt werden kann (z.B. bei Festen, Events, thematische Nachmittage von Senior*innentreffs). 5. Entwicklung eines Informations- und Ausstattungskonzepts – Informative Materialien, zielgruppenspezifische Gestaltung, digitale / interaktive Mitmach-Elemente. – Berücksichtigung der zielgruppenspezifischen Bedürfnisse: Mehrsprachigkeit, einfache Sprache, Piktogramme, QR-Code. – Zielgruppenspezifische Ausstattung: – Ältere Menschen: Selbst-Check zur Bewertung der eigenen Risikobetroffenheit durch Hitze – Kinder: Mitmach-Aktionen erhöhen das Interesse, sowohl bei Kindern als auch bei den Eltern – Menschen in besonderen Lebenslagen: Wasserflaschen, Sonnencreme 6. Testphase Hitze-Infomobil – Um die entwickelten Informationen und definierten Standorte zu testen, sollte das Infomobil im Rahmen einer pilothaften Umsetzung eingesetzt werden. – Für den Test bietet es sich an, die Zielgruppe stärker einzuschränken und das Angebot dann nach der pilothaften Umsetzung auf weitere Zielgruppen auszuweiten. Mögliche Treiber und Hemmnisse + Es sollte geprüft werden, ob das Infomobil in den Wintermonaten anderweitig genutzt werden kann ( eine ganzjährige Nutzung führt zur nachhaltigeren Ressourcennutzung.) – Es bedarf eines Dialogs und einer Interaktion, um die Informationen entsprechend zu vermitteln ( das Infomobil muss von einer Person gefahren werden, die entsprechend geschult wird.) Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Es ist eine regelmäßige Evaluation notwendig, in der überprüft wird, ob das Angebot den aktuellen Bedarf deckt. – Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Anzahl der Besucher*innen pro Infomobil-Einsatz – Besucher*innen aus den Fokusgruppen – Anzahl der verteilten Informationsmaterialien – Anzahl der individuellen Beratungsgespräche – Einholen von Feedback von Besucher*innen – Bewertung der öffentlichen Aufmerksamkeit durch Überprüfung der Medienberichterstattung – Evaluierungsbogen aus Sicht der Durchführenden – Feedback-Gespräche mit den Durchführenden Links / Hinweise / Materialien / Best Practice Weitere „Mobile“ aus Münster, die als Best Practice Beispiel dienen können oder mit denen eine Kooperation möglich ist: – Kältemobil – Hebammen-Mobil – Tee-Mobil – Info-Mobil „Alf“ vom Stadtplanungsamt – Autos der freien Träger (ggf. Material zur Verfügung stellen, damit die freien Träger eigenständig als „Infomobil“ agieren können) – Bücherbus (bei Dez. V verortet): Prüfung, ob ein saisonales Leseangebot möglich ist SEITE 16 6.3 M3 - MULTIPLIKATOR*INNEN-SCHULUNG Beschreibung der Maßnahme Multiplikator*innen müssen für die gesundheitlichen Risiken durch Hitze sensibilisiert und aufgeklärt sein, um so die notwendigen Informationen zum Hitzeschutz, zur Hitzevorsorge und zur Bewältigung von Akutereignissen zielgruppen- gerecht weiterzuleiten. Um dies zu unterstützen, wird ein zielgruppenspezifischer Foliensatz entwickelt, der zur Schulung von Personal, Haupt- und Ehrenamtlichen in Einrichtungen wie z.B. Begegnungsstätten, Schulen oder Vereinen genutzt werden kann. Begleitend dazu wird eine Schulung angeboten, die die Informationen gebündelt vermittelt. Innerhalb dieser Schulung können ebenfalls Informationen zu Förderprogrammen im Bereich des Hitzeschutzes vermittelt werden (siehe Maßnahme 9: „Information und Austausch zu Fördermitteln“). Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) Multiplikator*innen Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – FreiwilligenAgentur Münster – „Von Mensch zu Mensch“ – Schulen, Hochschulen, Pflegeschulen – vhs Münster – Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Stadt Münster – Sozialamt, Stadt Münster – Amt für Schule und Weiterbildung, Stadt Münster – Bezirksregierung Münster (obere Schulaufsicht) – Kommunales Integrationszentrum Münster – Kommunale Seniorenvertretung – Freie Träger – Quartierstreffs Umsetzungszeitraum Durchführung der Schulung einmal im Jahr, sinnvoll vor allem präventiv vor den heißen Sommermonaten. Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet SEITE 17 Umsetzungsschritte 1. Erstellung der Informationen und Aufbereitung als Schulungsmaterial – Erstellung eines Foliensatzes, der als zentrales Angebot allen Multiplikator*innen zur Verfügung gestellt wird. Die vermittelten Informationen sollten Möglichkeiten zum Hitzeschutz enthalten. – Um die zielgruppenspezifischen Bedürfnisse zu berücksichtigen, sollten ein Basisangebot sowie spezifische Bausteine je nach Zielgruppe erstellt werden. 2. Bereitstellung des Schulungsmaterials über die Webseite des Gesundheits- und Veterinäramts der Stadt Münster – Bereitstellung des Basisangebots als PDF oder PPT. – Die spezifischen Bausteine werden mit Einführungstexten versehen, so dass verständlich wird, welche Multiplikator*innen (z.B. Einrichtungen) angesprochen sind. 3. Informationsveranstaltungen und Kurzvorträge für Multiplikator*innen – Im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema „Hitze und Gesundheit“ werden die Inhalte aus den erstellten Schulungsmaterialien vorgestellt und inhaltliche Fragen beantwortet. – Die Veranstaltung bzw. die Kurzvorträge bieten die Möglichkeit der Wissensvermittlung an die Multiplikator*innen. – Dies ist möglich als Umsetzung von zentralen Veranstaltungen oder spezifisch für entsprechende Einrichtungen. Mögliche Treiber und Hemmnisse – Schulungen erfordern finanzielle Ressourcen eine mögliche Finanzierung über Fördermittel sollte berücksichtigt werden. + Es gibt bei einigen freien Trägern finanzielle Mittel, um externe Vorträge zu finanzieren. + Beratungsstellen, die die Schulung in Anspruch genommen haben, könnten im Coolen Stadtplan für heiße Tage als Anlaufstelle aufgeführt werden. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Anzahl der geschulten Personen – Anzahl der Downloads des digitalen Angebots – Verteilung eines Feedbackbogens zu den Schulungsinhalten an die Teilnehmenden der Schulungen im Anschluss an die Veranstaltungen, um damit eine qualitative bzw. quantitative Evaluation durchführen zu können. Links / Hinweise / Materialien / Best Practice – Das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin hat Schulungsmaterialien entwickelt, die online zur Verfügung stehen: https://hitzeschutz-berlin.de/schulungsmaterial/ SEITE 18 6.4 M4 - COOLER STADTPLAN FÜR HEISSE TAGECOOLER STADTPLAN FÜR HEISSE TAGE Beschreibung der Maßnahme Im Coolen Stadtplan für heiße Tage werden Informationen zu kühlen Orten in der Stadt Münster gebündelt dargestellt. Dazu gehören die Lage von Grün- oder Parkanlagen, Informationen zum Verschattungsgrad von Spielplätzen, Refill Stationen, kühle Sitzgelegenheiten und öffentliche Gebäude wie Museen, Gemeindezentren oder Verwaltungsgebäude. Ziel ist es, allen Menschen den Aufenthalt an diesen Orten zu ermöglichen, ohne etwas konsumieren oder bezahlen zu müssen. Informationen zu Öffnungszeiten, Barrierefreiheit und Ausstattung sollen aus dem Coolen Stadtplan für heiße Tage ersichtlich sein. Zudem sollen die Orte (in erster Linie die Gebäude) von außen als kühler Ort kenntlich gemacht werden. Über ein Beteiligungsformat soll den Bürger*innen die Möglichkeit gegeben werden, Anregungen und Hinweise zu weiteren kühlen Orten, aber auch zu besonders heißen Orten zu geben. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere – Menschen in besonderen Lebenslagen – Allgemeine Bevölkerung Federführender Akteur / Federführende Institution – Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster – Vermessungs- und Katasteramt, Stadt Münster – Amt für Kommunikation, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Stadtplanungsamt, Stadt Münster – Stabsstelle Klima, Stadt Münster – Münster Marketing, Stadt Münster – DeHoGA – Initiative Starke Innenstadt (ISI) – Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) – Wohlfahrtsverbände Umsetzungszeitraum Veröffentlichung im Frühjahr 2024 Dauerhaftes Angebot Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit Insbesondere stark versiegelte Bereiche wie die Innenstadt Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet Umsetzungsschritte 1. Zusammentragen von Informationen zu bereits bestehenden Orten im Stadtgebiet und Eintragung in den Coolen Stadtplan für heiße Tage – Definition eines genauen Standorts, Zugänglichkeit (Barrierefreiheit), Öffnungszeiten, für welche Zielgruppe ist der jeweilige Ort geeignet. – Berücksichtigung von Sprachbarrieren und Mehrsprachigkeit. – Zur zielgruppenspezifischen Auswahl und Ausweisung der Orte ist eine Arbeitsgruppe sinnvoll, in der Vertreter*innen aller Zielgruppen vertreten sind. SEITE 19 2. Identifikation von weiteren Orten in der Stadt und Aufnahme in den Coolen Stadtplan für heiße Tage – Prüfung der Aufnahme von weiteren Orten wie z.B. Kirchen, Sitzbänke, Schulhöfe (außerhalb der Unterrichts- und Betreuungszeiten), öffentlich zugängliche Toiletten, Duschmöglichkeiten, Kaufhäuser (häufig klimatisiert), Museen, Stadtbücherei. 3. Verknüpfung mit weiteren bestehenden Angeboten in der Stadt – Prüfung einer möglichen Einbindung weiterer bestehender Angebote in den Coolen Stadtplan für heiße Tage (z.B. Karte zu Orten, an denen man stillen kann; Wheel-Map). – Eine Einbindung des Coolen Stadtplans für heiße Tage in die App „Gut versorgt in Münster“ sollte geprüft werden. – Die Möglichkeit bei einer Hitzewarnung für Münster auf den Coolen Stadtplan für heiße Tage zu verweisen, soll geprüft werden. 4. Gespräche mit Anbieter*innen der kühlen Orte – Zur Information bezüglich der möglichen Angebote und der Voraussetzungen zum Angebot eines kühlen Ortes (z.B. Zugänglichkeit, Ansprechpartner*innen vor Ort). – Anbringung des Stickers zur Ausweisung als kühler Ort (siehe Maßnahme 5). 5. Marketingkonzept zur Bewerbung des Angebots – Entwicklung einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne, um das Angebot in der breiten Bevölkerung bekannt zu machen. – Bewerbung über Social Media oder weitere digitale Angebote, wie die Bildschirme in den Bussen oder Bildschirme in der Stadtbücherei und den Stadtteilbüchereien 6. Regelmäßige Überprüfung der Informationen auf Aktualität – Die Informationen werden regelmäßig auf Aktualität hin geprüft, um den Nutzenden des Coolen Stadtplans für heiße Tage stets aktuelle Informationen zur Verfügung stellen zu können. Mögliche Treiber und Hemmnisse + Um allen den Zugang zum Stadtplan zu ermöglichen, ist eine gefilterte Printversion für einzelne Zielgruppen (z. B. Verschattung der Spielplätze) denkbar. – Die Anbieter*innen der Orte tragen eigenständig die Verantwortung, dies erfordert eine Absprache im Vorfeld. – Nicht jeder kühle Ort ist für alle Zielgruppen gleich gut geeignet, es muss an den Orten eine entsprechende Willkommenskultur herrschen. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass für alle Zielgruppen gleichermaßen Angebote geschaffen werden. – Inhalte müssen regelmäßig aktualisiert werden (z.B. geänderte Öffnungszeiten, Sitzbank wurde abgebaut). Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Es ist eine regelmäßige Evaluation notwendig, in der überprüft wird, ob die ausgewiesenen kühlen Orte und die zugehörigen Informationen weiterhin aktuell sind. – Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Kontakte im Beteiligungsportal (qualitativ / quantitativ) – Anzahl der ausgegebenen Stadtpläne als Printversion Links / Hinweise / Materialien / Best Practice – „Stadtplan für heiße Tage“ der Stadt Karlsruhe: https://www.karlsruhe.de/umwelt-klima/klimaschutz-klimaanpassung/hitze-in-karlsruhe/stadtplan-fuer-heisse-tage – „Cooler Stadtplan“ der Stadt Gießen: http://www.giessen.de/CoolerStadtplan – „Stadtplan für heiße Tage“ der Stadt Speyer: https://www.speyer.de/de/umwelt/klimawandelfolgen/klimawandelspeyerfolgen/stadtplan-fuer-heisse-tage/ – „Karte der kühlen Orte“ der Stadt Potsdam: https://www.potsdam.de/de/kuehle-orte-potsdam-0 SEITE 20 6.5 M5 - STICKER ZUR AUSWEISUNG VON KÜHLEN ORTEN Beschreibung der Maßnahme Zur Ausweisung von kühlen Orten der Stadt wird ein Sticker entworfen, mit dessen Hilfe diese kühlen Orte (in erster Linie Gebäude und Räume) gekennzeichnet werden. Als Vorbild für den Sticker dienen bereits bestehende und etablierte Sticker wie z.B. für die Kinder-Notinsel oder der Wassertropfen des Refill-Netzwerkes. Mit leicht verständlichen Piktogrammen soll ein ergänzendes Angebot an dem jeweiligen kühlen Ort verdeutlicht werden (z.B. ein Stuhl für eine Sitzgelegenheit, ein Tropfen für Trinkwasser). Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere – Menschen in besonderen Lebenslagen – Allgemeine Bevölkerung Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Amt für Kommunikation, Stadt Münster – Anbieter*innen der kühlen Orte – Münster Marketing, Stadt Münster – DeHoGa – ISI Umsetzungszeitraum Ausweisung der kühlen Orte vorbereitend auf die Som- mermonate Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet SEITE 21 Umsetzungsschritte 1. Entwicklung eines Stickers – Entwicklung eines leicht verständlichen Stickers zur Ausweisung von kühlen Orten (Gebäude, Räume). – Ergänzend zum Sticker werden Symbole bzw. Piktogramme gewählt, um weitere Angebote an dem jeweiligen kühlen Ort aufzuzeigen (z.B. Sitzgelegenheit, Spielecke für Kinder, Trinkwasserangebot). 2. Gespräche mit den Anbieter*innen der kühlen Orte – Die Anbieter*innen der kühlen Orte müssen über die Verwendung des Stickers sowie über die Aufnahme als kühler Ort im Rahmen des Coolen Stadtplans für heiße Tage informiert werden. 3. Bekanntmachung des Stickers in der Stadtgesellschaft – Um die kühlen Orte in der Stadt bekannt zu machen und die Bevölkerung zu einer Nutzung des Angebots zu motivieren, ist eine Bekanntmachung des Stickers notwendig. Mögliche Treiber und Hemmnisse + Einfach zu verstehende Bilder und Piktogramme erhöhen das generelle Verständnis der Informationen und ermöglichen eine breite Sensibilisierung für den Sticker. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Es ist eine regelmäßige Evaluation notwendig, in der überprüft wird, ob das Angebot den aktuellen Bedarf deckt. – Eine regelmäßige Überprüfung des Angebots der kühlen Orte und der entsprechend angebrachten Sticker ist notwendig, um das Angebot aktuell zu halten. – Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Befragung in der Bevölkerung hinsichtlich der Bekanntheit des Stickers – Anzahl der Nutzenden der kühlen Orte (z.B. Stichproben an ausgewählten Orten) – Feedbackgespräche mit den Anbieter*innen Links / Hinweise / Materialien / Best Practice / SEITE 22 6.6 M6 - HITZETELEFON & HITZEPATENSCHAFTEN Beschreibung der Maßnahme Das Hitzetelefon ist eine telefonische Anlaufstelle, die in drei Optionen ausgestaltet werden kann: – Option 1: als Anrufdienst werden die Bürger*innen über eine ausgegebene Hitzewarnung informiert. – Option 2: als Auskunftsdienst können Bürger*innen Informationen, Tipps und Hilfe erhalten. – Option 3: Im Rahmen von Hitzepatenschaften können Ehrenamtliche in den Sommermonaten Menschen mit erhöh- tem Unterstützungsbedarf bei alltäglichen Aufgaben wie Einkäufen oder Arztbesuchen begleiten. Außerdem werden die Ehrenamtlichen dafür sensibilisiert, vermehrt auf gesundheitliche Veränderungen zu achten und ihre Pat*innen bei der Anpassung der individuellen Verhaltensweisen zu unterstützen (z.B. daran zu erinnern, ausreichend zu trinken). Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Menschen in besonderen Lebenslagen (insbesondere Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen, Menschen mit Behinderungen) Federführender Akteur / Federführende Institution – Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster – Amt für Bürger- und Ratsservice, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Citeq – FreiwilligenAgentur, Stadt Münster – FreiwilligenAkademie, Stadt Münster Umsetzungszeitraum – Vorbereitungsphase zur Einrichtung des Hitzetelefons und der Hitzepatenschaften/ Umsetzung voraussichtlich ab 2025 – Umsetzung jeweils ca. Mai - September Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD Eine Bindung an die Hitzewarnstufen sollte je nach Ausgestaltung des Angebots geprüft werden. Möglich wäre, das Hitzetelefon als Anrufdienst gekoppelt an die Hitzewarnstufe 1 einzurichten und das Hitzetelefon als Auskunftsdienst gekoppelt an die Hitzewarnstufe 2 zu realisieren. Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung / Umsetzungsschritte 1. Einrichtung des Angebots „Hitzetelefon“ als Anrufdienst (Option 1) – Klärung der Zuständigkeiten durch das Gesundheits- und Veterinäramt (inkl. Federführung, Erreichbarkeit des Angebots). Der Anrufdienst muss ehrenamtlich organisiert werden, wenn die organisatorischen und personal- wirtschaftlichen Voraussetzungen innerhalb der Verwaltung nicht geschaffen werden können. – Konzeptentwicklung für die Bandansage: Unterstützend kann auch auf einem städtischen Anschluss eine elektronische Ansage als erste Information (Hitzewarnung) aufgeschaltet werden. 2. Einrichtung des „Hitzetelefons“ als Auskunftsdienst (Option 2) – Als Auskunftsdienst kann zusätzlich zur Bandansage den Anrufenden die Möglichkeit angeboten werden über die Auswahl auf der Tastatur ein persönliches Gespräch auszuwählen. – Zusätzlich sollte geprüft werden, ob das Angebot durch einen Newsletter, der von zentraler Stelle herausgegeben wird, erweitert wird. SEITE 23 3. Bewerbung des Angebots „Hitzetelefon“ – Zu erstellende Informationsmaterialien zum Angebot des Hitzetelefons können an entsprechenden Anlaufstellen der benannten Fokusgruppen ausgelegt werden (z.B. Arztpraxen, Apotheken, Bäckereien, Frisörsalons, Stadtteilbüros, städtische Dienststellen …). – Über die Internetseite zum Hitzeaktionsplan, auf der Webseite des Gesundheitsamtes der Stadt Münster, sollte das Angebot vorgestellt und die notwendigen Informationen für Bürger*innen bereitgestellt werden. – Pressemitteilung durch das Gesundheits- und Veterinäramt der Stadt Münster zur Ankündigung des Hitzetelefons. 4. Start des Angebots „Hitzetelefon“ – Das Angebot sollte jeweils ab Mai / Juni freigeschaltet werden. – Zusätzliche Hinweise: Um möglichst alle Fokusgruppen zu erreichen, müssen die entsprechenden Bedarfe berücksichtigt werden: – Personen mit einer Hörbehinderung: z.B. SMS statt Anruf. – Sprachliche Barrieren: z.B. den Informationsdienst in mehreren Sprachen anbieten, leichte Sprache verwenden. 5. Einrichtung von „Hitzepatenschaften“ – Zur Einrichtung der Patenschaftsstrukturen müssen in einem ersten vorbereitenden Schritt interessierte Personen, die eine Patenschaft übernehmen wollen, gefunden und informiert werden. – Bestehende Strukturen können einbezogen und genutzt werden z.B. Angehörige, lokale Geschäfte, Nachbarschaftsinitiativen. 6. Aufruf zur Registrierung von Teilnehmenden am Angebot „Hitzepatenschaften“ – Bewerbung des Angebots über die Internetseite des Gesundheits- und Veterinäramtes zum Hitzeaktionsplan. – Selbstregistrierung (telefonisch oder per E-Mail) der Teilnehmenden in Listen. – Achtung: Datenschutzrechtliche Einwilligung muss eingeholt werden (Beispiel Schweiz, siehe Abschnitt „Links / Hinweise / Materialien / Best Practice“). 7. Schulung von Hitzepat*innen – Möglichkeit der Schulung in Kombination mit der Maßnahme M3-„Multiplikator*innenschulung“ Mögliche Treiber und Hemmnisse – Für das Hitzetelefon sollte eine kurze Anleitung oder FAQs zur Verfügung stehen, sodass Bürger*innen das Angebot verstehen und nutzen können. – Sprachbarrieren beim Hitzetelefon können dazu führen, dass das Angebot nicht inklusiv ist. – Die Umsetzung der Optionen 1 und 2 ist über die bundesweit einheitliche Behördennummer „115“ technisch nicht möglich. – SMS statt Anruf bei der Stadt Münster technisch nicht möglich. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Es ist eine regelmäßige Evaluation notwendig, in der überprüft wird, ob das Angebot den aktuellen Bedarf deckt. – Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Anzahl an registrierten Teilnehmenden – Anzahl der geführten Gespräche – Anzahl der vermittelten Hilfsleistungen Links / Hinweise / Materialien / Best Practice – Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin: https://hitzeschutz-berlin.de/ https://hitzeschutz-berlin.de/schulungsmaterial/ – Das „Hitzetelefon Sonnenschirm“ der Stadt Kassel in Zusammenarbeit mit dem dortigen Seniorenbeirat besteht seit mehr als 10 Jahren: https://www.kassel.de/buerger/gesundheit/gesundheitsfoerderung/inhaltsseiten-hitze/hitzetelefon-sonnenschirm.php SEITE 24 6.7 M7 - INFORMATIONSKASKADE ZUR WEITERGABE VON HITZEWARNUNGEN Beschreibung der Maßnahme Vor und während akuten Hitzebelastungen müssen besonders vulnerable Gruppen möglichst effektiv erreicht werden, um Informationen zu präventiven Verhaltensmaßnahmen und Unterstützungsangeboten zu erhalten. Für den akuten Fall eines Hitzeereignisses sollte, zusätzlich zu den Maßnahmen im Bereich der Risikokommunikation, eine Struktur gefunden werden, über die bei ausgegebenen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) möglichst schnell die Warnungen an die breite Bevölkerung und vor allem an die besonders vulnerablen Gruppen ge- geben werden kann. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere – Menschen in besonderen Lebenslagen – Allgemeine Bevölkerung Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Ältere Menschen: Apotheken, Hausärztliche und fachärztliche Praxen, Stadtteilbüros, lokale Gruppen („Älter werden in…“, „Von Mensch zu Mensch“), Angehörige, Tagespflege, ambulante Pflegedienste, religiöse Einrichtungen, Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) – Schwangere: Gynäkologische Praxen, Hebammen, Gesundheitseinrichtungen (z. B. pro familia), Krankenkassen, Landesjugendamt – Kinder: Kitas, Schulen, Sportvereine, Jugendamt – Menschen mit Behinderung: Freie Träger, Vereine für Menschen mit Behinderung, Wohngruppen – Menschen mit chronischen Erkrankungen: Tageskliniken, Wohngruppen, Notfalldienste, Hausärztliche und fachärztliche Praxen, Ambulante Pflegedienste – Menschen mit geringem sozioökonomischen Status: Jobcenter / Stadt Münster, Sozialamt / Stadt Münster, Sozialkaufhäuser, Tafel, Freie Träger der Wohlfahrt (Beratungsstellen, Bahnhofsmission, etc.) – Sozial isolierte Menschen: Sozialpsychiatrische Dienste, Nachbarschaftshilfe – Wohnungslose: Streetwork, Bahnhofsmission, Notunterkünfte – Allgemeine Bevölkerung: Amt für Kommunikation (Multimedia-Kanäle und Intranet), Stadtwerke für Durchsagen in Bussen und Hinweise an Bushaltestellen (Displays), lokale Medien (z. B. WN, MZ, Radio AM) Umsetzungszeitraum Im akuten Fall eines Hitzeereignisses und einer ausgege- benen Hitzewarnung für die Stadt Münster Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD Hitzewarnstufe 1 und 2 Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet SEITE 25 Umsetzungsschritte 1. Motivation und Sensibilisierung der o. g. beteiligten Akteur*innen für ihre Bedeutung in der Informationskaskade im Frühjahr (Mail) – Erläuterung der Bedeutung der Hitzewarnung des DWD für die Informationskaskade – Beschreibung des Anmeldeverfahrens bei der Warn-App NINA – verbunden mit der dringenden Bitte, sich bei der Warn-App NINA anzumelden 2. Abruf der Hitzewarnungen für die Stadt Münster – (Insbesondere) alle o. g. beteiligten Akteur*innen sollten sich bei der Warn-App NINA anmelden, um die Hitzewarnungen des DWD für das Stadtgebiet Münster zu erhalten. 3. Weitergabe der Hitzewarnungen – Einrichtungsinterne Verteilung sicherstellen (siehe Arbeitshilfen des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen für Krankenhäuser und stationäre Pflege- und Wohneinrichtungen, B.4 Hitzewarnsystem des DWD) – Alle Einrichtungen sollten gegenüber allen Mitarbeitenden die Empfehlung aussprechen, sich persönlich bei der Warn-App NINA anzumelden. – Ergänzende Weitergabe der Informationen an die allgemeine Bevölkerung über die medialen Kanäle in der Stadt Münster (z.B. Displays und Bildschirme im öffentlichen Raum, bestehende Apps und WhatsApp-Kanäle, Durchsagen in Bussen und an Haltestellen, Radio, TV, Social-Media-Kanäle). Mögliche Treiber und Hemmnisse + Eine zielgruppenspezifische Auswahl der Multiplikator*innen begünstigt eine schnelle Weitergabe der entsprechenden Informationen. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Umfrage im Herbst, inwieweit die Anmeldung durch die beteiligten Akteur*innen bei der Warn-App NINA erfolgt ist. – Rückmeldung/ Erfahrungsaustausch hinsichtlich auftretender Probleme und Optimierungsbedarf im Herbst mit den beteiligten Akteur*innen. – Versenden der Mail mit „Daumen hoch / Daumen runter“-Funktion. – Alternativ Link zu weiterführenden Informationen auf der Internetseite des Gesundheits- und Veterinäramtes und Seitenaufrufe nach erfolgten Hitzewarnungen auswerten. Links / Hinweise / Materialien / Best Practice – https://www.lzg.nrw.de/_media/pdf/hitze/Hitzeschutz_NRW-Arbeitshilfen_Krankenhaeuser_B_4.pdf – https://www.lzg.nrw.de/_php/login/dl.php?u=/_media/pdf/hitze/Hitzeschutz_NRW-Arbeitshilfen_Pflege- und-Wohneinrichtungen_B_4.pdf SEITE 26 6.8 M8 - HITZESCHUTZPLÄNE IN EINRICHTUNGEN Beschreibung der Maßnahme In medizinischen, sozialen und Pflegeeinrichtungen stellen hohe Temperaturen sowohl für die Patient*innen, Bewoh- ner*innen, Besucher*innen als auch für das Personal eine Belastung dar. Um als Einrichtung während einer Hitzeperiode bestmöglich vorbereitet zu sein, sollten individuelle Hitzeschutzpläne entwickelt werden. Dabei können verschiedene Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen getroffen werden, um die Gesundheit aller Personen zu schützen. Die Hitze- schutzpläne sollten verschiedene Maßnahmenkategorien beinhalten, die (teilweise) an die Warnstufen gebunden sind: – Anpassung der Gebäude und der Außenbereiche durch bauliche oder technische Maßnahmen, z.B. zur Begrünung – Anpassung von Speise- oder Medikationsplänen – Anpassung von Betreuungsschlüsseln, Arbeitsplänen oder Pausenzeiten – Anpassung des Raumnutzungskonzeptes Die Aufstellung solcher Pläne obliegt der Verantwortung der einzelnen Einrichtungsträger und der Einrichtungsleitungen. Die Stadt Münster kann hier Impulse geben und Unterstützung leisten, um die Aufstellung von Hitzeschutzplänen zu fördern. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere – Menschen in besonderen Lebenslagen Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Sozialamt, Stadt Münster – Träger der Einrichtungen – Einrichtungsleitungen – Rat der Stadt Münster – Immobilieneigentümer*innen (bei baulichen Maßnahmen) Umsetzungszeitraum Kontinuierlich Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet Umsetzungsschritte 1. Erstellung von Handlungsempfehlungen und Hinweisen als Orientierungshilfe – Erstellung einer Orientierungshilfe z.B. in Form einer Checkliste. Im Sinne einer bedarfsgerechten Erstellung müssen die Voraussetzungen der Träger für die Orientierungshilfe abgefragt werden. – Entwicklung eines modularen Angebots für die unterschiedlichen Einrichtungen (Basis + zielgruppen- bzw. einrichtungsspezifische Bausteine), sodass ein Filtern für die jeweilige Einrichtung möglich ist. – Digitale Bereitstellung der Informationen über die Homepage des Gesundheits- und Veterinäramtes oder eine andere Plattform. – Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW) bietet für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser Arbeitshilfen für den einrichtungsbezogenen Hitzeschutz an. SEITE 27 2. Organisation eines Austauschs zur Erstellung von Hitzeschutzplänen – Erstellung einer digitalen Sammlung mit Informationen der geplanten und umgesetzten Maßnahmen, z.B. über die Homepage des Gesundheits- und Veterinäramtes oder über eine andere Plattform. Mögliche Treiber und Hemmnisse + In manchen Einrichtungen ist bereits eine entsprechende Fachkenntnis vorhanden, auf diese sollte aufgebaut werden. Zudem gibt es in einigen Einrichtungen bereits Maßnahmen oder Pläne, die als Vorlage genutzt werden könnten. In einigen Fällen kann eine Weiterbildung des Personals sinnvoll sein, dann sollte eine Kombination mit der Maßnahme M3: „Multiplikator*innenschulung“ im Sinne der Effizienz berücksichtigt werden. + Es gibt bereits verschiedene Musterhitzeschutzpläne für unterschiedliche Einrichtungen, die genutzt werden können. + Die Möglichkeit einer ersten Hilfe bei der Erstellung von Hitzeschutzplänen für die Institutionen ist zu prüfen. + Städtische Einrichtungen sollten Vorbild sein, bzw. hohen Umsetzungsgrad anstreben. – Ein Mangel an personellen und finanziellen Ressourcen und ein niedriger Betreuungsschlüssel können unter Um- ständen dazu führen, dass keine ausreichenden Kapazitäten vorhanden sind, um sich angemessen mit dem Thema zu beschäftigen. – Zur Erstellung von Hitzeschutzplänen ist eine entsprechende finanzielle Förderung notwendig. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Ein kontinuierliches, lernendes System zur Überprüfung der Wirksamkeit erfordert einen regelmäßigen iterativen Prozess. – Eine Evaluation nach einer Hitzewelle kann Hinweise zur Wirksamkeit der Hitzeschutzpläne geben, sodass eine konti- nuierliche Anpassung möglich ist. – Jährliche Abfrage bei den Einrichtungsträgern, ob für die jeweilige Einrichtung ein Hitzeschutzplan erstellt worden ist. – Jährliche Feedbackgespräche mit den Einrichtungsträgern, inwieweit die Stadt Münster bei der Erstellung des Hitze- schutzplans unterstützen kann. – Austausch in der Konferenz Alter und Pflege Links / Hinweise / Materialien / Best Practice Musterpläne – Das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin hat Musterhitzeschutzpläne für ambulante Praxen, Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen, Bezirksämter, Einrichtungen zur medizinischen Versorgung von obdach- und wohnungslosen Menschen sowie für die ambulante Pflege entwickelt: https://hitzeschutz-berlin.de/hitzeschutzplaene/ – Die Stadt Lübeck hat eine Hitze-Maßnahmen-Toolbox entwickelt, die Musterhitzeschutzpläne für Kinderbetreuungs- einrichtungen, stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, ambulante Praxen sowie Krankenhäuser beinhaltet: https://www.luebeck.de/de/stadtentwicklung/klimaschutz/hitzeportal/toolbox.html Musterpläne für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen – Das Klinikum der Universität München (LMU) stellt auf seiner Internetseite eine Vielzahl von Hinweisen und Informa- tionsmaterialien rund um das Thema Hitze und Gesundheitsschutz zur Verfügung. Außerdem findet man dort auch einen Hitzemaßnahmenplan für stationäre Einrichtungen der Altenpflege, in welchem mögliche Anpassungsmaßnah- men inklusive Hinweisen zur Umsetzung und anpassbaren Informationsmaterialien zusammengestellt wurden: http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Bildungsmodule-Aerzte/de/bildungsmodule-plan/hitzemassnahmenplan/index.html – Im Projekt ExTrass wurden Handlungsempfehlungen für Pflegeeinrichtungen und Kitas zum Umgang mit Hitzewellen zusammengestellt: https://www.uni-potsdam.de/fileadmin/projects/extrass/Pflege_Hitze.pdf Arbeitshilfen für den einrichtungsbezogenen Hitzeschutz – Die Arbeitshilfen für den einrichtungsbezogenen Hitzeschutz des Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser: https: //www.lzg.nrw.de/ges_foerd/klima_gesundheit/hsp/arbeitshilfen_stat_einr/index.html SEITE 28 6.9 M9 - INFORMATION & AUSTAUSCH ZU FÖRDERMITTELN Beschreibung der Maßnahme Die Nutzung von Fördermitteln soll durch Information und Austausch erleichtert bzw. ermöglicht werden. Die Einrich- tungsträger werden mit regelmäßigen E-Mails über aktuelle Fördermöglichkeiten informiert. Ein Erfahrungsaustausch zwischen den Institutionen, Einrichtungen und Trägern soll unterstützt werden.. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) Institutionen, Einrichtungen und Träger Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Stabsstelle Klima, Stadt Münster – Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, Stadt Münster – Amt für Bürger- und Ratsservice (Büro Internationales), Stadt Münster Umsetzungszeitraum – Beginn Frühjahr 2024 – Dauerhaft einmal jährlich per E-Mail Informationen zu Fördermöglichkeiten und Bedarfsabfrage zum Erfah- rungsaustausch Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet SEITE 29 Umsetzungsschritte 1. Erstellung eines Überblicks zu Webseiten und Fördermöglichkeiten – Aktuelle und dauerhafte Fördermöglichkeiten zur Finanzierung von Hitzeschutzmaßnahmen und Klimaanpassungsmaßnahmen im Bereich Hitzeschutz werden recherchiert. – Es wird ein Überblick über die Fördermöglichkeiten und hilfreichen Webseiten erstellt (z.B. LANUV, Zentrum KlimaAnpassung). 2. Aufbau eines E-Mail-Verteilers – Nach Abfrage per E-Mail an die Teilnehmenden des Beteiligungsprozesses im Rahmen der Erstellung des Hitzeaktionsplans wird ein E-Mail-Verteiler erstellt. 3. Versand von Informationen und Bedarfsabfrage zum Erfahrungsaustausch – Informationen zu Fördermöglichkeiten werden per E-Mail an den aufgebauten Verteiler versendet. – Es wird außerdem der Bedarf nach einem Erfahrungsaustausch abgefragt. 4. Veröffentlichung des Überblicks über Fördermöglichkeiten – Auf der Webseite des Gesundheits- und Veterinäramtes der Stadt Münster wird der Überblick über die Fördermöglichkeiten veröffentlicht. – Eine ergänzende Startberatung zu Fördermöglichkeiten wird nach Terminvereinbarung angeboten. Mögliche Treiber und Hemmnisse – Recherche zu Fördermitteln ist sehr komplex und zeitintensiv. – Die Förderlandschaft wird als sehr schnelllebig eingestuft eine entsprechende Berücksichtigung bei der Entwicklung des Angebots ist erforderlich. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Anzahl der Anmeldungen für den E-Mail-Verteiler – Anzahl der Beratungen – Zugriffszahlen Internetseite Links / Hinweise / Materialien / Best Practice Aktuelle Fördermöglichkeiten – Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM): https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Foerderprogramm_im_Ueberblick/ foerderprogramm_im_ueberblick_node.html SEITE 30 6.10 M10 - TRINKWASSERBRUNNEN & REFILL Beschreibung der Maßnahme Ein wesentlicher Bestandteil des hitzebezogenen Gesundheitsschutzes im Rahmen des Hitzeaktionsplans für Münster ist die Gewährleistung flächendeckender Versorgung mit Trinkwasser im gesamten Stadtgebiet. Der Zugang zu Trinkwasser kann über Trinkwasserbrunnen und Refill Stationen ermöglicht werden. Für den Bau von Trinkwasserbrunnen werden die bestehenden städtischen Voraussetzungen und Möglichkeiten evaluiert und ausgebaut. Diese Maßnahme wird im Innenstadtbereich und in allen Stadtteilen komplementiert durch den umfassenden Aus- bau von Refill Stationen. Ziel ist es, allen Menschen den barrierefreien, niedrigschwelligen und kostenfreien Zugang zu Trinkwasser in Münster möglich zu machen. Die Orte, an denen ein Zugang zu Trinkwasser besteht, werden im Coolen Stadtplan für heiße Tage (M4) gekennzeichnet. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere – Menschen in besonderen Lebenslagen – Allgemeine Bevölkerung Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Amt für Schule und Weiterbildung, Stadt Münster – Amt für Immobilienmanagement, Stadt Münster – Ordnungsamt, Stadt Münster – Amt für Mobilität und Tiefbau, Stadt Münster – Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, Stadt Münster – Münster Marketing, Stadt Münster – Stadtplanungsamt, Stadt Münster – Stadtnetze Münster GmbH Umsetzungszeitraum – Seit Januar 2024 fortlaufend – Dauerhaftes Angebot – Verstetigung durch weiteren Ausbau von Trinkwasser- brunnen und Anwerben von RefillStationen Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet SEITE 31 Umsetzungsschritte 1. Runder Tisch Trinkwasserbrunnen – Auftaktveranstaltung am 17.01.2024 mit Sondierung der Möglichkeiten und zur Vernetzung der Akteur*innen. – Erarbeitung eines Überblicks über die möglichen Treiber und Hemmnisse. – Erarbeitung von ersten Handlungsempfehlungen und Aufgabenverteilungen. – Runder Tisch wird verstetigend fortgesetzt. 2. Regelmäßige Vorstellung der Thematik im Rahmen des Quartalsberichts Klima im Verwaltungsvorstand (VV) und Aufnahme in den Aktionsplan des Klimastadt-Vertrags – Detaillierte Erläuterung der Voraussetzungen und Handlungsschritte im Rahmen der VV, um Bewusstsein für Relevanz und Wunsch der zeitnahen Umsetzung zu bekräftigen. – Aufnahme in den Aktionsplan des Klimastadt-Vertrags, um Bewusstsein für die Relevanz und Verbindlichkeit für die Umsetzung zu schaffen. 3. Klärung von Realisierungen – Ämterübergreifende Gespräche zur Klärung, inwieweit an städtischen Gebäuden (z. B. Schulen, Bezirksverwaltungen/ Bürgerbüros, Stadthäuser, etc.) die Realisierung von Trinkwasserbrunnen (Wandmodell) umsetzbar ist. – Suche nach geeigneten Standorten nach den Kriterien im Trinkwasserbrunnen-Merkblatt DVGW. – Abgleich mit dem Trinkwasserleitungsnetz der Stadtnetze Münster GmbH und Kanalnetz (Entwässerung). – Ergänzung der Gebäudeleitlinien der Stadt Münster mit der Handlungsanweisung, Trinkwasserbrunnen und Refill Stationen bei städtischen Neubau- und Bestandsmaßnahmen mitzuplanen. 4. Ausbau der Refill Stationen – Austausch zwischen Gesundheits- und Veterinäramt und Münster Marketing zur strategischen Umsetzung. – Erstellung eines „Smarten Paketes“, um Informationen wie FAQs, Formulare, Aufkleber usw. zu Refill direkt beim Anwerbegespräch an Interessierte verteilen zu können. – Städtische Gebäude (Bezirksverwaltungen/ Bürgerbüros, Stadtbücherei usw.) sollen in Vorreiterfunktion als erste neue Refill Stationen gewonnen werden. – Gesundheits- und Veterinäramt sowie Haus der Nachhaltigkeit werden Refill Stationen. – Im Innenstadtbereich und vor allem in den Stadtteilen sollen möglichst viele Teilnehmende als Refill Stationen gewonnen werden. Mögliche Treiber und Hemmnisse + Große Akzeptanz bei Politik und Bürgerschaft. + Trinkwassermöglichkeiten werden im Coolen Stadtplan für heiße Tage aufgezeigt. – Bau neuer Trinkwasserbrunnen / Anpassung historischer Brunnen ist kostenintensiv. – Einrichtung und Unterhaltung von Trinkwasserbrunnen ist zeitintensiv. – Gewinnung neuer Refill Stationen ist zeitintensiv und muss langfristig fortgeführt werden. – Refill Stationen sind jeweils an die Öffnungszeiten der teilnehmenden Betreibenden gebunden. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Resonanz der Teilnehmenden bei Austauschveranstaltungen Runder Tisch Trinkwasserbrunnen – Resonanz auf Veranstaltungen, wie z.B. weiterführender Austausch zwischen den beteiligten Akteur*innen – Anzahl neuer Refill Stationen – Anzahl weiterer Möglichkeiten zur Bereitstellung von Trinkwasser – Resonanz der Stadtbevölkerung: Umgang mit Trinkwasserbrunnen und Nutzung – Resonanz Beteiligungsprozess Cooler Stadtplan für heiße Tage Links / Hinweise / Materialien / Best Practice – Webseite Refill: https://refill-deutschland.de/muenster/ – Empfehlung zur Überwachung von Trinkwasserbrunnen vom Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/ sites/default/files/medien/5620/dokumente/blag_empfehlungen_zur_ueberwachung_von_trinkwasserbrunnen.pdf SEITE 32 6.11 M11 - TRINKWASSER-KAMPAGNE Beschreibung der Maßnahme Das Bewusstsein für die Qualität von Trinkwasser als sicheres Lebensmittel und die Motivierung der Stadtbevölkerung, dies auch zu nutzen, bildet einen wichtigen Grundstein des hitzebezogenen Gesundheitsschutzes. Trinkwasser zu nut- zen, bedeutet auch, nachhaltig und klimafreundlich zu handeln. Zum Beispiel durch eine prägnante Plakatkampagne im gesamten Stadtgebiet Münsters soll hierfür Aufmerksamkeit geschaffen werden. Die Motivation Trinkwasser zu trinken, wird dabei durch mehr als 100 Plakate flächendeckend aktiv beworben. Über einen QR-Code auf den Plakaten können weiterführende Informationen zu dem Thema niedrigschwellig verbreitet werden. Ziel ist es, die Bevölkerung in Münster für die Vorteile von Trinkwasser zu sensibilisieren und sie zum regelmäßigen Trin- ken von Trinkwasser zu aktivieren. Hierbei wird ein besonderer Fokus darauf gelegt, eventuelle Vorbehalte gegenüber Trinkwasserqualität und Trinkwasser durch Bildung und Information abzubauen. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere – Menschen in besonderen Lebenslagen – Allgemeine Bevölkerung Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen Haus der Nachhaltigkeit, Stadt Münster Umsetzungszeitraum – Seit Januar 2024 fortlaufend – Verstetigung der Plakatkampagne geplant Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet SEITE 33 Umsetzungsschritte 1. Gestaltung der Plakatkampagne – Formulierung der Textanteile auf dem Plakat. – Festlegung des Motivs und der Gestaltung. – Festlegung der Inhalte QR-Code. 2. Umsetzung der Plakatkampagne – Erarbeitung der Gestaltung mit einer Designagentur aus Münster. 3. Roll-out der Plakatkampagne – 100 Plakate ab Januar 2024 an Bushaltestellen im gesamten Stadtgebiet in Münster . – Nutzung der Anbindung an „Tag des Wassers“ (22.03.2024) – Kooperation mit Haus der Nachhaltigkeit: Aufhängung des Plakates sowie Austausch und gemeinsame Gestaltung des Aktionstages. 4. Verstetigung der TrinkWasser-Kampagne – Geplant ist, die Plakate im geeigneten Format an weiteren Orten in Münster aufzuhängen (Gesundheitseinrichtungen wie Arzt- oder Physiotherapiepraxen, Apotheken, Schulmensen, Hochschulmensen, Fitnessstudios, städtische Einrichtungen etc.). – Verstetigung der Aktion am „Tag des Wassers“ – Konzept und Organisation der Umsetzung. Mögliche Treiber und Hemmnisse + Trinkwasser als gesundes Lebensmittel nachhaltig verankern. + Trinkwasser als Symbol für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung herausstellen. + Plakate sind präsent sichtbar im Stadtbild, erreichen die gesamte Stadtbevölkerung. – Kulturelle Prägungen beachten, Vorbehalte gegenüber der Qualität von Trinkwasser versuchen auszuräumen. Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Quantitative Auswertung schwer möglich, da Änderung im Nutzungsverhalten nicht erhebbar ist. – Evtl. können Meinungen und Stimmen zu der Plakatkampagne und zur Trinkwassernutzung allgemein im Rahmen der Refill-Anwerbegespräche gesammelt werden. Links / Hinweise / Materialien / Best Practice – https://www.stadtwerke-muenster.de/hilfe/sonstiges/trinkwasseranalyse – Webseite des Landesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen / Rheinland-Pfalz e. V. (LDEW): https://www.wasserlaeuft.de/ – https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/themen/leitungswasser-trinken/ SEITE 34 6.12 M12 - WEBSEITE ALS ZENTRALE INFORMATIONSPLATTFORM Beschreibung der Maßnahme Der Hitzeaktionsplan und die damit verbundenen Maßnahmen und Aktivitäten erhalten eine eigene Webseite als Unterseite, angegliedert an die zentrale Webseite des Gesundheits- und Veterinäramtes. Diese Webseite fungiert als transparente Plattform für alle Informationen, Materialien, Dokumentationen, Arbeitshilfen, Statusmeldungen und Ak- tionen sowohl zum Thema Gesundheitsschutz bei Hitze allgemein als auch zum Hitzeaktionsplan der Stadt Münster. Es soll eine niedrigschwellige, zentrale und barrierefreie digitale Plattform zur weiteren Vernetzung von Akteur*innen und Multiplikator*innen und als Austausch- und Kommunikationstool mit der Gesamtbevölkerung etabliert werden (z.B. im Zuge des Beteiligungsprozesses zum Coolen Stadtplan für heiße Tage). Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) – Ältere Menschen – Kinder und Schwangere – Menschen in besonderen Lebenslagen – Allgemeine Bevölkerung Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen – Amt für Kommunikation, Stadt Münster – Stabsstelle Klima, Stadt Münster Umsetzungszeitraum Ganzjährige Verstetigung Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit / Quartiere zur Umsetzung / SEITE 35 Umsetzungsschritte 1. Planung Unterseite auf Webseite des Gesundheits- und Veterinäramtes / eigene Landingpage einrichten – Konzepterstellung und Definition von Aufbau, Gestaltung und Anforderungen an die Webseite – Absprache mit dem Amt für Kommunikation bzgl. der Möglichkeiten der technischen Umsetzung und Evaluierung (eigene URL, Responsivität, User-Experience etc.) sowie der Inhalte (welche und wie sollen diese dargestellt werden?) 2. Gestaltung und Inhalte festlegen – Header mit eigenem Bildmaterial (Skyline in den CD-Farben der Stadt) durch externe Agentur erstellen lassen – Textbausteine / Wörter für Header aussuchen – Texte / Content (z.B. Videos) zu relevanten Themen benennen 3. Zusammenstellung der Informationen – Texte formulieren (geeignete Textlänge und passendes Wording beachten) – Dokumentationen, Maßnahmen und andere Materialien zum Hitzeaktionsplan der Stadt beschreiben bzw. hinterlegen – Coolen Stadtplan für heiße Tage im Vollbildmodus darstellen – DWD-Hitzewarnstufen über die Warn-App NINA als RRS-Feed einbinden – Aktuelle Informationsmaterialien (z.B. zu den Themen Gesundheitsschutz und Verhaltenstipps bei Hitze) als Links hinterlegen (vorhandene verstetigend ergänzen) 4. Aufmerksamkeit für die Webseite schaffen – Integration der Webseite als ein Herzstück der Öffentlichkeitskampagne – Direkte Verlinkung / Weiterleitung mit der Überschrift „Hitzeaktionsplan“ von der Klimaanpassungs-Webseite – Bewerben der Webseite über Social Media und in den Newslettern der Stadt (z.B. über Klimabrief der Stabsstelle Klima) 5. Pflege der Webseite / Aktualisierung der Inhalte – Fortlaufende, regelmäßige Pflege der Webseite: – Aktualisierung der Inhalte zu den Weiterentwicklungen von Aktivitäten und Maßnahmen bzgl. des Hitzeaktionsplans – Aktualisierung von Infomaterialien, Handlungsanweisungen, Arbeitshilfen etc. Mögliche Treiber und Hemmnisse + Kurze, informative Texte, Bilder und Piktogramme sowie Videos erhöhen das generelle Verständnis der Informationen und ermöglichen eine niedrigschwellige und breite Sensibilisierung für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. + Die Materialien sollten visuell und sprachlich so aufbereitet werden, dass sie die Aufmerksamkeit der User*innen auf sich ziehen und das Verständnis der Inhalte unterstützen. – Sprachbarrieren beachten – Aktualisierung der Webseite und ihrer Inhalte kontinuierlich notwendig Hinweise zu Monitoring und Evaluation – Eine regelmäßige Evaluation ist notwendig Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: – Anzahl der Besucher*innen der Webseite – Anzahl wiederkehrender Besuche – Anzahl der Downloads von Dokumenten – Anzahl der Anfragen per Mail oder Telefon Links / Hinweise / Materialien / Best Practice – Webseite Informationsplattform Hitzeaktionsplan der Stadt Worms: https://www.worms.de/neu-de/zukunft-gestalten/klima-und-umwelt/Klimawandel/Hitze/Hitzeaktionsplan.php https://gesundheitsamt-2025.de/agora SEITE 36 – Ambulante Pflegedienste – Ambulante Pflegewohngemeinschaften – Amt für Bürger- und Ratsservice, Stadt Münster – Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, Stadt Münster – Amt für Immobilienmanagement, Stadt Münster – Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Stadt Münster – Amt für Kommunikation, Stadt Münster – Amt für Migration und Integration, Stadt Münster – Amt für Mobilität und Tiefbau, Stadt Münster – Amt für Schule und Weiterbildung, Stadt Münster – Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, Stadt Münster – Ansprechpersonen der Stadtteilorientierten Sozialen Arbeit in Münster Mitte, West, Nord, Südost, Ost, Hiltrup – Apothekerkammer Westfalen-Lippe – Ärztekammer Westfalen-Lippe – Bahnhofsmission – Beirat Altersfreundliche Stadt Münster – Beirat für Klimaschutz der Stadt Münster – Beirat für Stadtgestaltung – Bistum Münster – Dezernat V – Drogenhilfe Münster – Eltern helfen Eltern e. V. – Ev. Kirche – Feuerwehr, Stadt Münster – FreiwilligenAgentur Münster – FreiwilligenAkademie Münster – Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster – Gesundheitspolitische Sprecher, Bündnis 90/ Die Grünen/GAL – Gesundheitspolitische Sprecher, CDU-Fraktion – Gesundheitspolitische Sprecher, Die Linke – Gesundheitspolitische Sprecher, FDP-Fraktion – Gesundheitspolitische Sprecher, Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP – Gesundheitspolitische Sprecher, SPD-Fraktion – Gesundheitspolitische Sprecher, Volt – Haus der Wohnungslosenhilfe Bischof-Hermann-Stiftung – Health for Future – Hebammenverein – Hilfsorganisationen – Initiative Starke Innenstadt – Integrationsrat, Stadt Münster – Jobcenter Münster, Stadt Münster – Jugendrat, Stadt Münster – Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe – Kinderbüro, Stadt Münster – Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen (KIB) – Krankenhäuser – Lichtblick e. V. – Malteser Migrantenmedizin und ambulante Medizin im HDW – MuM Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum e.V. – Münster Marketing, Stadt Münster – Münster-Tafel e. V. – Psychotherapeuten-Kammer NRW – Quartiersmanagement Hafen, Stadt Münster – Quartiersmanagement Hauptbahnhof/ Bremer Platz, Stadt Münster – Quartiersmanagement Mitte, Stadt Münster – Quartiersmanagement Nord, West, Stadt Münster – Quartiersmanagement Ost, Südost, Hiltrup, Stadt Münster – Selbsthilfe-Kontaktstelle Münster – Seniorenportal Münster – Seniorenrat Münster e. V. – Seniorenvertretung – Sozialamt, Stadt Münster – Sozialkaufhaus, Caritas – Sozialkaufhaus, Chance e. V. – Sozialkaufhaus, Obolus Kinderhaus – Sozialkaufhaus, Traumland Münster – Sozialverband VdK Kreisverband Münster – Stabsstelle Klima, Stadt Münster – Stadtplanungsamt, Stadt Münster – Stadtwerke/ Stadtnetze Münster GmbH – Tagespflegen – Träger der katholischen Kindertagesstätten – Träger sozialer Einrichtungen, Alten- und Pflegeheime – Träger sozialer Einrichtungen, Schulen – Träger von Einrichtungen (Besondere Wohnformen) der Eingliederungshilfe – Trägerverbund der Tageseinrichtungen für Kinder – Verein Ambulante Dienste e.V. – Von Mensch zu Mensch – Westfalenfleiß GmbH 7. LISTE DER BETEILIGTEN SEITE 37 III. LITERATURVERZEICHNIS – Blättner, Beate, Grewe, Henny Annette: Arbeitshilfe zur Ent- wicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans für Städte und Kommunen / Entwickelt im Rahmen des UBA- Projektes „HAP-DE. Analyse von Hitzeaktionsplänen und ge- sundheitlichen Anpassungsmaßnahmen an Hitzeextreme in Deutschland“, FKZ 3718 48 215 0 (2019-2022) Stand: März 2023 (Version 2) https://www.hs fulda.de/fileadmin/ user_upload/FB_Pflege_und_Gesundheit/Forschung___ Entwicklung/Klimawandel_Gesundheit/Arbeitshilfe_zur_ Entwicklung_und_Implementierung_eines_Hitzeaktions - plans_fuer_Kommunen_21.03_final.pdf – Bundesministerium für Gesundheit: Hitzeschutzplan für Gesundheit des BMG / Stand: 27. Juli 2023 https://www. bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_ Downloads/H/Hitzeschutzplan/230727_BMG_Hitzeschutz - plan.pdf – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Re - aktorsicherheit: Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit Version 1.0 https://www.bmuv.de/themen/ge - sundheit/gesundheit-im-klimawandel/handlungsempfeh - lungen-zu-hitzeaktionsplaenen – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Tipps für Kommunen / Hitze und Hitzeschutz https://www.klima- mensch-gesundheit.de/hitzeschutz/kommunen/?sword_ list%5B0%5D=Ehrenamt&no_cache=1 – Deutsches Krebsforschungszentrum: Hautkrebsrisiko UV- Strahlung: Schützt Eure Kinder https://www.krebsinforma - tionsdienst.de/aktuelles/detail/hautkrebsrisiko-uv-strah - lung-schuetzt-eure-kinder – Deutscher Wetterdienst: Thermischer Gefahrenindex https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesther - misch/gefahrenindizesthermisch.html – Herrmann, A., Haefeli, W. E., Lindemann, U., Rapp, K., Roigk, P., Becker, C.: Epidemiologie und Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden älterer Menschen, in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 52, 2019, S. 487-502 – Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen: Gesund - heitsrisiken durch Hitze https://www.lzg.nrw.de/hitze/ge - sundheitsrisiken/index.html – Robert Koch-Institut: Hitze in Deutschland: Gesundheit - liche Risiken und Maßnahmen zur Prävention, Journal of Health Monitoring 2023 8 (S4), Sachstandsbericht Kli - mawandel und Gesundheit 2023 https://www.rki.de/DE/ Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsbericht - erstattung/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2023_ S4_Hitze_Sachstandsbericht_Klimawandel_Gesundheit. pdf?__blob=publicationFile – Robert Koch-Institut: Gesundheitliche Auswirkungen von Hitze / Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/H/Hitzefolge - krankheiten/Bericht_Hitzemortalitaet.html – Weltgesundheitsorganisation WHO-Regionalbüro für Euro- pa: Gesundheitshinweise zur Prävention hitzebedingter Ge- sundheitsschäden / Neue und aktualisierte Hinweise für un- terschiedliche Zielgruppen https://www.who.int/europe/de/ publications/i/item/WHO-EURO-2011-2510-42266-58691 IV . ABBILDUNGSVERZEICHNIS – Abbildung 1: Hochschule Fulda: Arbeitshilfe zur Entwick - lung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans für Städte und Kommunen, S. 44 – https://www.hs-fulda.de/fileadmin/user_upload/FB_Pfle - ge_und_Gesundheit/Forschung___Entwicklung/Arbeitshil - fe_Hitzeaktionsplaene_in_Kommunen_2021.pdf – Abbildung 2: Eigene Darstellung auf Basis der Daten des Cli- mate Data Center des Deutschen Wetterdienstes, https:// www.dwd.de/DE/klimaumwelt/cdc/cdc_node.html – Abbildungen 3 und 4: Eigene Darstellung, Stadt Münster, Gesundheits- und Veterinärmat V . BILDNACHWEISE Cover: © Münster Marketing / Ralf Emmerich S. 2: © Stadt Münster / Michael Moeller S. 11: © Stadt Münster © Refill Deutschland IMPRESSUM Herausgeberin Stadt Münster Gesundheits- und Veterinäramt Stühmerweg 8 48147 Münster Verantwortlich für den Inhalt Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Amtsleiter Ansprechperson Beate Böckenholt Gesundheits- und Veterinäramt Klima und Gesundheit Stühmerweg 8 48147 Münster KlimaundGesundheit@stadt-muenster.de Prozessbegleitung: Rebel Deutschland GmbH Speditionsstraße 1 40221 Düsseldorf Gefördert durch: Gestaltung HEIDER DESIGN Dingbängerweg 68 48163 Münster Stand September 2024
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (4)
- Bremer Platz
- Dingbängerweg 68
- Kinderhaus
- Stühmerweg 8
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0480/2024
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 21.08.2024
- Erstellt
- 05.08.2024 18:07