0903/2018
Beantwortung einer Anfrage der Piratengruppe im Rat der Stadt Köln zum Thema Investitionsstau in Krankenhäusern (AN/1314/2017)
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/53/530/1 Vorlagen-Nummer 27.03.2018 0903/2018 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 10.04.2018 Beantwortung einer Anfrage der Piratengruppe im Rat der Stadt Köln zum Thema Investitionsstau in Krankenhäusern (AN/1314/2017) Zur Sitzung des Gesundheitsausschusses am 19.09.2017 stellte die damalige Piratengruppe eine Anfrage zum Thema Investitionsstau in Krankenhäusern (AN/1314/2017). Folgende Fragen wurden gestellt: 1. Wie hoch beziffert sich der Investitionsstau im Krankenhaus-Bereich in Köln? 2. Wie wirkt sich der Investitionsstau auf die Kölner Krankenhäuser aus? 3. Welche Fördermittel erhielten die Krankenhäuser in Köln in den Jahren 2015 bis heute? (Bitte nach Kommune, Land, Bund oder Drittmitteln je Jahr aufschlüsseln.) 4. Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Investitionen wurden seit 2014 in den Kölner Krankenhäusern mit städtischer Beteiligung getätigt? (Bitte so w eit aufschlüsseln wie möglich und angeben, wie viel Prozent des Gesamtbudgets der einzelnen Krankenhäuser kurzfristig und mi t- telfristig in Informationstechnik und Informationssicherheit investiert wurden.) Bereits in der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 19.09.2017 wies Herr Beigeordneter Dr. Rau darauf hin, dass die Zuständigkeit für die Beantwortung der Fragen nicht bei der Stadt Köln liege. Er sagte zu, die Fragen an die zuständigen Institutionen weiterzuleiten und dem Ausschuss die Ant- worten, die möglich sind, zur Verfügung zu stellen. Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V, (KGNW) und die Bezirksregierung Köln ha- ben nun die Fragen, deren Beantwortung ihnen möglich war, beantwortet. Die Antwortschreiben sind als Anlage 1 (KGNW) und als Anlage 2 (Bezirksregierung beigefügt). gez. Dr. Rau
Anlage 1
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. FR EanWenhausgesellschaft Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. Humbold 32 etfeteKöln Nordrhein-Westfalen e.V. 2 ” Humboldtstraße 31 40237 Düsseldorf Stadt Köln - Gesundheitsamt Herr Volker Kaune Eingang 2 h Okt. 2017 F Telefon: +49 211 47819-0 Neumarkt 15-21 SM | Telefax: +49 211.47819-99 50667 Köln | s3-Gesundheitsamt [AY AZ E-Mail: info@kgnw.de Internet: www.kgnw.de Der Geschäftsführer Unser Zeichen: GF/Sp/YB/10b02 Durchwahl: -50 E-Mail: mblum@kgnw.de Anfrage der Piratengruppe im Rat der Stadt Köln zum Thema Investitionsstau Düsseldorf, 23.10.2017 in Krankenhäusern, Ihr Schreiben vom 10.10.2017 (Zeichen: 530/1 Ka) Seite1von3 Sehr geehrter Herr Kaune, im Hinblick auf die uns mit Ihrem Schreiben zur Verfügung gestellte Anfrage der Piratengruppe im Rat der Stadt Köln geben wir Ihnen gerne auf Grundlage der uns verfügbaren Informationen Hinweise zur Beantwortung der an Sie gerichteten Fragen. Vorausschickend möchten wir darauf hinweisen, dass in der Anfrage der Piratengruppe die Ergebnisse des Investitionsbarometers NRW wiedergegeben sind. Allerdings beläuft sich die in der vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag der KGNW erstellten Studie dargestellte Förderlücke für die kreisfreie Stadt Köln auf einen Betrag in Höhe von 55,9 Millionen Euro (Anlage). Der in dem Schreiben als kommunaler Anteil beschriebene Betrag von fast 11 Millionen Euro für das Jahr 2014 ist insofern als Anteil der ebenfalls genannten Fördermittel des Landes in Höhe von 27,4 Millionen Euro zu werten. $ 17 des Krankenhausgestaltungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (KHGG NRW) regelt, dass die Gemeinden an den im Haushaltsplan des zuständigen Ministeriums veranschlagten Haushaltsbeträgen der förderfähigen Investitionsmaßnahmen nach 8 9 Abs. 1 KHG in Höhe von 40 vom Hundert beteiligt werden. Zu Frage 1: Wie hoch beziffert sich der Investitionsstau im Krankenhausbereich in Köln? Geschäftsführer Der im Investitionsbarometer NRW dargestellte Investitionsstau für die Matthias Blum Bankverbindung kreisfreie Stadt Köln wird auf 803 Millionen Euro beziffert. Damit weist die Kontonummer: 30 164 024 kreisfreie Stadt Köln den höchsten auf den jeweiligen Kreis oder die kreisfreie £@nkleitzahl: 360 602 95 Bank im Bistum Essen eG BIC: GENODEDIBBE IBAN: DE38 3606 0295 0030 1640 24 mie B „ . „= Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. Stadt bezogenen Investitionsstau auf. Insgesamt beziffert sich der Investitionsstau für das Seite 2von 3 Land Nordrhein-Westfalen auf 12,5 Milliarden Euro. Zu den weiteren Einzelheiten des Investitionsbarometers NRW dürfen wir auf die Studie selbst verweisen, die auf der Internetseite www.gesunde-krankenhaeuser.de mit einer Vielzahl von weiteren Informationen zur Verfügung steht. Zu Frage 2: Wie wirkt sich der Investitionsstau auf die Kölner Krankenhäuser aus? Aufgrund des bei weitem durch die Fördermittel des Landes nicht gedeckten Investitionsbedarfs der Krankenhäuser hat sich in den zurückliegenden Jahren ein erheblicher Investitionsstau aufgebaut. Das Investitionsbarometer NRW hat wie zu Frage 1 dargestellt, für die kreisfreie Stadt Köln den Investitionsstau auf 830 Millionen Euro beziffert. In einer regionalen Diskussions- und Informationsveranstaltung zur Investitionssituation der Kölner Krankenhäuser haben sich am 06.09.2016 über 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen in der Kölner Flora auf Einladung des Zweckverbandes der Kölner Krankenhäuser zusammengefunden. Die Beteiligten waren sich in der Veranstaltung einig, dass die Krankenhäuser zusätzliche Investitionsmittel in Millionenhöhe benötigen. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßte die Gäste mit den Worten: „Wir benötigen bedarfsgerecht ausgestattete Kliniken, deren Räumlichkeiten und medizinische Infrastruktur auf der Höhe der Zeit sind.“ Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie auch in der Internetzeitung Köln (Report K: http://www.report-k.de/Wirtschaftsnachrichten/Koelner-Wirtschaft/Koelner- Krankenhaeuser-benoetigen-Investitionsmittel-in-Millionenhoehe-64080). Aufgrund der erheblichen Unterfinanzierung der Investitionsförderung durch das Land kann ein Abbau des Investitionsstaus nicht erfolgen, er summiert sich aufgrund der weiter klaffenden Förderlücke vielmehr weiterhin auf. Vor dem Hintergrund der dualen Krankenhausfinanzierung sind die Länder allerdings verpflichtet, die zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu stellen. Um die dringendsten Investitionen dennoch umsetzen zu können, haben die Krankenhäuser der kreisfreien Stadt Köln im Erhebungsjahr des Investitionsbarometers NRW (2014) 11,2 Millionen Euro eigenfinanzierte Investitionen aufgebracht. Zu den Fragen 3 und 4: Zu den hier gestellten Fragen liegen der KGNW keine Informationen vor. Hinweise könnten möglicherweise die im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) auffindbaren Jahresabschlüsse der Krankenhäuser - hier der kreisfreien Stadt Köln - liefern. ® zr . .. = Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. Sehr geehrter Herr Kaune, wir hoffen, Ihnen mit unseren Ausführungen einige Seite 3 von 3 Informationen zur Beantwortung der durch die Piratengruppe gestellten Fragen zur Verfügung gestellt haben zu können. it freundlichen Grüßen Matthias Blum Geschäftsführer Anlage Anlage zum KGNW-Schreiben vom 23.10.2017 ie Ergebnisse aus der kreisfreien Stadt Köln auf einen Blick Bevölkerung 2014 Kreisfreie Stadt Köln 1.046.680 17.638.098 Bevölkerungsdichte pro km? Krankenhäuser* 2.584 Teilnehmende Krankenhäuser 21 313 Anzahl der Patienten (vollstationär} Anzahl der Betten (vollstationär) 233.851 4.296.472 113.547 Förderlücke & Investitionsstau Jährlicher Investitionsbedarf €83,3 Mio. € 1,5 Mrd. Fördermittel des Landes 2014 € 27,4 Mio. € 500 Mia. Förcerlucke Investitionsstau € 55,9 Mio. € 803 Mio. Eigenfinanzierte Investitionen 2014 €11,2 Mio. €1 Mrd. € 12,5 Mrd. C430 Mio. Zukunftsszenario 2025** Durchschnittliches Jahresergebnis (Jahresüberschuss vor Steuern bezogen auf Gesamterlöse) bei eInem fortdauernden Fördervolumen Durchschnittliches Jahresergebnis (Jahresüberschuss vor Steuern bezogen auf Gesamterlöse) bei einer Anhebung des Fördervolumens Volkswirtschaftliche Bedeutung des laufenden Betriebs der Krankenhäuser im Jahr 2014 Kommunale Einnahmen (Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen) € 22,5 Mio. € 385 Mio. Kommunale Beteiligung an Fördermitteln Anteil der Kliniken an derkommunalen Bruttowertschöpfung €11,2 Mio. 1,5% € 196 Mio. 2,1% * In NarrichrinANnstfalor giht er insgoramt 36a Krankpntanser 337 Bavon sind im Kranarnhausplan aufge ame 1und worcer durch das are gränrdert ** Rurgir ngstezirk Lölr http://www.gesunde-krankenhaeuser.de/investitionen-in-kliniken/die-investitionssituation-in-nrw/
Anlage 2
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Anlayp L Bezirksregierung Köln 530 FEN = Stadt köln Bezirksregierung Köln, 50606 Köln Eingang 0 6. Nov. 2017 o Oberbürgermeisterin 5) i | der Stadt Köln | 53 - Gesundheitsamt Neumarkt 15 - 21 50667 Köln Anfrage der Piratengruppe im Rat der Stadt Köln Thema Investitionsstau in Krankenhäusern Schreiben vom 10.10.2017, 530-1/ka Sehr geehrter Herr Kaune, ich komme auf Ihr Schreiben vom 10.10.2017 zur Anfrage der Piratengruppe im Rat der Stadt Köln zurück. Die Frage nach der vom Land bewilligen und an die Kölner Krankenhäuser ausgezahlten Fördermittel gemäß 8 18 Krankenhausgestaltungsgesetz NRW (Frage 3) entnehmen Sie der nachstehenden Aufstellung. 2015 2016 | 2017 10.901.643,11| 11.288.387,41 nn 18.037.564,19| 18.188.897,38 | 18.428.266,48 | | Baupauschalmittel Pauschalmittel Die übrigen Fragen können von hier nicht beantwortet werden. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag (Schwirten) 0% Datum: 30. Oktober 2017 Seite 1 von 1 Aktenzeichen: 24.03.01 Auskunft erteilt: Herr Schwirten bernd.schwirten@bezreg- koeln.nrw.de Zimmer: H 231 Telefon: (0221) 147 - 2530 Fax: (0221) 147 - 2901 Zeughausstraße 2-10, 50667 Köln DB bis Köln Hbf, U-Bahn 3,4,5,16,18 bis Appellhofplatz Besuchereingang (Hauptpforte): Zeughausstr. 8 Telefonische Sprechzeiten: mo. - do.: 8:30 - 15:00 Uhr Besuchertag: donnerstags: 8:30 - 15:00 Uhr (weitere Termine nach Vereinbarung) Landeskasse Düsseldorf: Landesbank Hessen-Thüringen IBAN: DE34 3005 0000 0000 0965 60 BIC: WELADEDDXXX Zahlungsavise bitte an zentralebuchungsstelle@ brk.nrw.de Hauptsitz: Zeughausstr. 2-10, 50667 Köln Telefon: (0221) 147-0 Fax: (0221) 147 - 3185 USt-ID-Nr.: DE 812110859 poststelle@brk.nrw.de www.bezreg-koeln.nrw.de
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0903/2018
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 27.03.2018
- Erstellt
- 21.03.2018 10:59