V/0668/2023
Produktions- und Konzeptionsförderungen für freie Theater 2024
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Anlage A
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Anlage A zur V/0668/2023 Kurzüberblick Der Kulturausschuss bestätigt die Entscheidungen des Kuratoriums für Produktions- und Konzep- tionsförderungen für die professionellen freien Theater für das Jahr 2024. Ziele/Teilziele/Zielerreichung - Mit der Unterstützung des professionellen freien Theaters wird das facettenreiche, vielfäl- tige kulturelle Spektrum in Münster auf hohem Niveau aufrechterhalten und gefördert. - Die Theaterschaffenden werden in die Lage versetzt, die neuesten Produktionen auf pro- fessionellem Niveau zu realisieren. Die Projekte tragen dazu bei, das kulturelle Veranstal- tungsangebot in Münster zu bereichern. - Es wird eine Transparenz der Einzelfallentscheidungen über die Förderungen im freien Theaterbereich hergestellt. Finanzierung Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement / Kulturförderung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im Entwurf des Haushaltsplan 2023 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja x Nein Bereits veranschlagt? Ja x Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) nein
Beschlussvorlage
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V/0668/2023
V/0668/2023
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Produktions- und Konzeptionsförderungen für freie Theater 2024
hier: Bestätigung der Entscheidungen des Theaterkuratoriums
Beratungsfolge
23.11.2023 Kulturausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Kulturausschuss bestätigt die folgenden Entscheidungen des Kuratoriums für Produktions- und
Konzeptionsförderungen für freie Theater für das Jahr 2024.
Die Förderungen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den Haus-
haltsplan 2024 und die damit verbundene Bereitstellung der Haushaltsmittel.
Befürwortungen:
Theatergruppe / -label Projekt Zuschuss
Cactus Junges Theater Produktionsprogramm 2024
35.000 Euro
Bodytalk TanzTheater Zwei Tanztheaterproduktionen „Art after War“ und „VR
Alive“
30.000 Euro
Freuynde + Gaesdte Produktion „Aufbruch aus Doggerland“
22.000 Euro
Formation Silvia
Jedrusiak
Wiederaufnahme der Produktion „You Clap for Me
Now“
14.000 Euro
Christian Fries Produktion „Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen“
11.400 Euro
Previously LOVED Produktion „Lonesome Buildings“
10.000 Euro
Tat Sachen Theater Produktion „Die gepanzerte Vernunft“
10.000 Euro
Public ideas/Thomas
Nufer
Theaterperformance „zwischen//welten“ 8.000 Euro
Kulturamt
07.11.2023
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Ermeling
Telefon: 492-4103
Ermeling@stadt-
muenster.de
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V/0668/2023
Brüning/Banse Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer Produkti-
on zum Thema „Wasser“
5.000 Euro
Paula Artkamp Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer Produkti-
on „Schrebers Garten“
5.000 Euro
Harald Redmer Konzeptionsförderung für Forschungs- und Recher-
chearbeit zur Entwicklung einer Produktion zum The-
ma „Clowns“
5.000 Euro
fiege/mletzko Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer Produkti-
on „Bis das der Tod uns scheidet“
5.000 Euro
Formation Silvia
Jedrusiak
Konzeptionsförderung für Forschungsarbeit zur Ent-
wicklung einer Produktion „Garagen(t)räume“
5.000 Euro
Christian Fries Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer Produkti-
on „Mahlwerk! Experimentelle Bilder aus AnXt“
5.000 Euro
Ruth Messing Konzeptionsförderung zur Entwicklung einer Produkti-
on zum Thema „Sexuelle Selbstbestimmung“
5.000 Euro
FreiFrau Produktion „Unbeschreiblich Weiblich, Ein Vexierspiel“
4.600 Euro
Ablehnungen:
Theatergruppe/-label
Projekt
Stefan Nászay Produktion „Wozu Füße, wenn ich fliegen kann“
Begründung:
Auf der Grundlage der Leitlinien für die Produktions- und Konzeptionsförderung für freie Theater hat
das Kulturamt im Sommer 2023 die freien Theaterproduzierenden zur Antragstellung bis zum 18 .
September 2023 aufgerufen. Insgesamt wurden daraufhin 17 Anträge von 15 verschiedenen Antrag-
stellenden fristgerecht eingereicht. In seiner Sitzung am 26. Oktober 2023 hat das Kuratorium über
sämtliche vorliegenden Anträge entschieden. Insgesamt hat es acht Produktionsförderungen und
sieben Konzeptionsförderungen sowi e eine Wiederaufnahme befürwortet. Zur Vergabe stand die
Summe von 180.000 Euro entsprechend dem planerischen Haushaltsansatz für das Jahr 2024 zur
Verfügung. Dem Kuratorium war bekannt, dass die Bereitstellung dieser Mittel unter dem ausdrückli-
chen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den Haushaltsplan 2024 steht. Dieser Vorbehalt wird nach
positiver Beschlussfassung im Kulturausschuss auch in die Zuwendungsbescheide an die Projektträ-
ger aufgenommen.
Für das Jahr 2024 wurden weniger Produktionsförderanträge gestellt als im Durchschnitt der Vorjah-
re. Gleichzeitig gab es außergewöhnlich viele Konzeptionsförderanträge zur Entwicklung bevorste-
hender Produktionen.
Aus der freien Theaterszene wurde rückgespiegelt, dass noch immer ein Abwicklungs - und Auffüh-
rungsstau aus den Corona -Jahren resultiert. So werden aktuell noch Aufführungen von Produktionen
realisiert, die planmäßig bereits längst hätten durchgeführt werden sollen. Das veranlasste offensicht-
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lich einige Gruppen, sich zunächst auf die Abwicklung der aktu ellen Produktionen zu konzentrieren
und noch keine Neuproduktion zu beantragen, sondern zunächst in die Konzeption künftiger Produk-
tionsvorhaben einzusteigen. In der Folge ist mit einer höheren Anzahl an Produktionsvorschlägen für
das Jahr 2025 ff. zu rech nen, wenn die Konzeptionsarbeiten 2024 zu konkreten Vorhaben entwickelt
wurden. Das Kuratorium war sich dieser Ausgangslage bei der Entscheidungsfindung bewusst und
befürwortete sieben Konzeptionsförderungen in der Erwartung qualitätsvoller Neuproduktionen im
Folgejahr.
Im Einzelnen hat das Kuratorium seine Förderentscheidungen für 2024 wie folgt getroffen:
Befürwortungen:
Theatergruppe/-label: Cactus - Junges Theater (Alban Renz, Rita Roring)
Projektplanung 2024 mit drei Jugendtheaterproduktionen und einer
Konzeptentwicklung
Beantragt: 35.000 Euro
Zuschuss: 35.000 Euro
Cactus – Junges Theater steht seit Jahren für eine professionelle Theaterarbeit mit Jugendlichen und
repräsentiert die freie Jugendtheaterarbeit in der Stadt in hervorragender W eise mit. Cactus plant
2024 ein Programm mit drei Theaterproduktionen :
„Questions?“ als internationales Theaterstück zum Thema Postkolonialismus (in Kooperation mit dem
Tete Adehyemma Dance Theatre aus Ghana), die transkulturelle Performance „Pazifinesta“ (AT) und
die Physical-Theatre Produktion „Freie Partie“ (AT). Darüber hinaus sieht Cactus ein Recherchepro-
jekt zum Thema „Sexualisierte Gewalt“ vor. Das Kuratorium verspricht sich von der Arbeit von Cactus
auch für 2024 wieder ein Programm von besonderer Qualität mit Gestaltungschancen für den Thea-
ternachwuchs unter professioneller Begleitung.
Theatergruppe/-label: Bodytalk TanzTheater (Yoshiko Waki, Rolf Baumgart)
Tanztheaterproduktionen „ Art after War “ und
„VR-Alive“
Beantragt: 30.000 Euro
Zuschuss: 30.000 Euro
Die Gruppe „Bodytalk TanzTheater“ hat ihren Arbeitsschwerpunkt seit 2016 in Münster und entwickelt
Tanz/Theaterproduktionen, die seitdem regelmäßig überregionale Beachtung erzielen und das Pro-
gramm des Theaters im Pumpenhaus maßgeblich mitprägen. „Bodytalk“ realisiert 2024 die Tanzthea-
terproduktion „Art after War“ in Kooperation mit dem European Youth Media Network e.V., der Taras
Shevchenko National University of Kyiv und dem Theater im Pumpenhaus mit fünf versehrten ukraini-
schen Soldat*innen, fünf Performer*innen und weiteren Mitwirkenden. Zudem sieht Bodytalk das
transdisziplinäre Projekt „VR -Alive“ (AT) mit drei VR -Künstler*innen und fünf Performer*innen vor.
Das Kuratorium verspricht sich vom Tanztheaterprogramm 2024 von „Bodytalk“ aktuelle Produktionen
auf der Höhe der Zeit mit überregionaler und internationaler Beachtung.
Theatergruppe/-label: Freuynde + Gaesdte (Zeha Schröder, Anke Winterhoff)
Produktion „Aufbruch aus Doggerland“
Beantragt: 22.000 Euro
Zuschuss: 22.000 Euro
Das Ensemble Freuynde + Gaesdte präsentiert seine Produktionen seit 1999 erfolgreich an unge-
wöhnlichen Orten. Freuynde + Gaesdte sieht 2024 wie auch schon im Vorjahr von einem Motto -
Spielplan ab und konzentriert sich auf eine konkrete Produktion. Mit dem neuen Projekt „Aufbruch aus
Doggerland“ plant das Ensemble wiederum eine Inszenierung für einen ungewöhnlichen Spielort in
der Stadt. Im Gespräch für die Premiere ist das neueröffnete Geomuseum an der Pferdegasse. Das
Kuratorium ist sich der A rbeitsqualität von Freuynde + Gaesdte bewusst und erwartet auch diesmal
eine anspruchsvolle und ambitionierte Produktion.
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Theatergruppe/-label: Formation Silvia Jedrusiak
Wiederaufnahme der Produktion „You Clap For Me Now“
Beantragt: 14.930 Euro
Zuschuss: 14.000 Euro
Silvia Jedrusiak realisierte als Produzentin und Regisseurin ihre ersten großen Theaterprojekte mit
den Produktionen „Elternschau“ und „Menschendinge“, die jeweils mehrfach erfolgreich im Pumpen-
haus aufgeführt wurden. 2023 wurde die Produktion „You Clap For Me Now“, die sich mit dem Phä-
nomen des Applauses als Ausdruck gesellschaftlicher Bewertung auseinandersetzt, im Pumpenhaus
erfolgreich zur Premiere gebracht. Nun soll die Produktion 2024 wiederaufgenommen werden und
wieder im Pu mpenhaus und auch außerhalb von Münster gespielt werden. Das Kuratorium schätzt
die Arbeit von Silvia Jedrusiak sehr und befürwortet die Wiederaufnahme des Stückes.
Theatergruppe/-label: Christian Fries
Produktion „Versuch einen Platz in Paris zu erfassen“
Beantragt: 11.400 Euro
Zuschuss: 11.400 Euro
Mit „Versuch einen Platz in Paris zu erfassen “ realisiert Christian Fries eine Produktion als Solo -
Performance basierend auf dem experimentellen Text des französischen Autors Georges Perec. Er
nimmt dabei die „emotionale Kurve“ die der von seiner eigenen Aufgabe der Stadterkundung getrie-
bene Autor durchläuft in den Fokus. Das Theaterkuratorium schätzt die Arbeit von Christian Fries
sehr und verspricht sich von dessen neuer Arbeit eine anspruchsvolle Pro duktion von besonderer
Qualität.
Theatergruppe/-label: Previously LOVED (Ralf Haarmann)
Produktion „Lonesome Buildings“
Beantragt: 22.100 Euro
Zuschuss: 10.000 Euro
Mit der Neuproduktion „Lonesome Buildings“ stellt das deutsch-niederländische Perfomance-Kollektiv
„Previously LOVED“ (Münster/Almelo) alleinstehende Häuser des Münsterlandes mit ihrer Geschichte
als Hauptfiguren für die entstehende Performance in den Vord ergrund und porträtiert diese. „Previ-
ously LOVED“ hat zwischen 2020 und 2023 bereits drei Produktionen realisiert, nun aber erstmals
einen Antrag auf Förderung eingereicht. Das Kuratorium verspricht sich von dem neuen Produktions-
vorschlag eine reflektierte und ambitionierte Umsetzung mit einem Caravan als Ausstellungsraum und
Performancebühne.
Theatergruppe/-label: Tat Sachen Theater (Anna Murböck / Claudio Ayala)
Produktion „Die gepanzerte Vernunft“
Beantragt: 19.182 Euro
Zuschuss: 10.000 Euro
Mit dem Stück „Die gepanzerte Vernunft“ plant das chilenisch-deutsche Tat Sachen Theater die Um-
setzung eines Schauspiels des argentinischen Theatermachers und Dramaturgen Aristides Vargas.
„Die Gepanzerte Vernunft “ verknüpft das Werk „Don Quijote“ von Cerv antes mit Franz Kafkas
Text „Die Wahrheit über Sancho Pansa“ und den Erfahrungen mit der Gefangenschaft des Bruders
des Autors in einem Lager der argentinischen Militärdiktatur in den 80iger Jahren. Das Kuratorium
erkennt eine eigenständige Arbeitsweise der Gruppe und spricht sich für einen Zuschuss zur Umset-
zung des neuen Produktionsvorhabens aus.
Theatergruppe/-label: public ideas (Thomas Nufer)
Produktion „zwischen//welten“
Beantragt: 8.000 Euro
Zuschuss: 8.000 Euro
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Das Label public ideas unter der Leitung von Thomas Nufer realisiert mit „zwischen//welten“ eine
Produktion, die sich der Thematik des Sterbeprozesses und der Palliativmedizin widmet. Das Stück
ist als 4D-Performance im Planetarium im LWL-Naturkundemuseum geplant. Das Projekt wird in Zu-
sammenarbeit mit dem Förderverein der Palliativ -Station des Herz -Jesu-Krankenhauses Münster
Hiltrup umgesetzt. Das Theaterkuratorium schätzt die künstlerische Umsetzungsplanung mit der sen-
siblen Herangehensweise an das Thema und spricht sich für ei ne Förderung des Produktionsvorha-
bens aus.
Theatergruppe/-label: brüning/banse (Gabriele Brüning, Katrin Banse)
Konzeption zur Entwicklung einer Produktion zum Thema „Wasser“
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
Das Duo Brüning/B anse legt erstmals eine gemeinsame Projektidee vor. Das Duo beabsichtigt die
Erarbeitung einer Theaterproduktion zum Thema „Wasser“ als Element des Lebens auf dem Hansa-
floß (Einfloß e.V.) im münsterschen Hafen und an anderen Orten. Das Kuratorium spricht sich für eine
Förderung der Konzeptentwicklung aus und erwartet anschließend einen ausgereiften Produktions-
vorschlag.
Theatergruppe/-label: Paula Artkamp
Konzeption zur Entwicklung einer Produktion „Schrebers Garten“
(AT)
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
Paula Artkamp beabsichtigt die Erarbeitung einer Theaterproduktion „Schrebers Garten“, als Umset-
zung des Werkes „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ von Daniel Paul Schreber, die die Grenze
zwischen Normalität und Wahn erfragt. Das Projekt soll zunächst als Lesung in Münster inszeniert
werden und anschließend als Theaterproduktion auf die Bühne (u.a. in Chemnitz) gebracht werden.
Das Kuratorium erwartet einen intensiven Erarbeitungsprozess und spricht sich für eine Förderung
der Konzeptentwicklung aus.
Theatergruppe/-label: Harald Redmer
Konzeption zur Entwicklung einer Produktion zum Thema
„Clowns“
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
Harald Redmer beabsichtigt eine Forschungs- und Recherchearbeit zur Erarbeitung einer Dramatur-
gie und Gesamtkonzeption für eine Bühnenproduktion zum Thema „Clowns“. Forschungsgegenstand
ist die Untersuchung des Potentials von Regelbruch, Widerstand, Risikobereitschaft, Provokation und
Anarchie des Clownings. Das Kuratorium wertet die Arbeit Harald Redmers als äußerst professionell
und erwartet die Erarbeitung eines Projektes, das nicht der Idee des klassischen Clownstheater folgt,
sondern vielmehr eine Dramaturgie „…zwischen den Extremen des Clownings …“ verspricht
Theatergruppe/-label: fiege_mletzko (Mareike Fiege, Viktoria Mletzko)
Konzeption zur Entwicklung einer Produktion „Bis das der Tod uns
scheidet“
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
fiege_mletzko wurde 2018 von Mareike Fiege und Viktoria Mletzko gegründet. Mit der nun vorgese-
henen Recherchearbeit ist die Erarbeitung eines Konzeptes für eine Theaterproduktion, die mit vielfäl-
tigen künstlerischen Mitteln Fragen an unseren ritualisierten Alltag stellt. Das Kuratorium schätzt die
Herangehensweise von fiege_mletzko, die bisherige künstlerische Arbeit weiterzudenken und Impul-
se aufzugreifen, die die Aneignung neuer ästhetischer Formensprachen ermöglichen. Es erkennt in
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der konzeptionellen Arbeit des jungen Labels Potential und eine gute Perspektive für die weitere The-
aterarbeit des Produzentinnenduos.
Theatergruppe/-label: Formation Silvia Jedrusiak
Konzeption zur Entwicklung einer Produktion „Garagen(t)räume“
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
Silvia Jedrusiak beabsichtigt eine Garagenerkundung in den Stadtteilen Angelmodde und Gremmen-
dorf. Sie richtet dabei den Blick auf den architektonischen als auch persönlichen Raum der Garage:
Garagen als Zeugnisse der Gesellschaft. Ziel ist es, ein Kulturprojekt im Stadtteil öffentlichkeitswirk-
sam zu gestalten und mit Performer*innen, Choreograf*innen und Musiker*innen umzusetzen. Das
Kuratorium schätzt die Arbeit von Si lvia Jedrusiak sehr und spricht sich für eine Förderung der Kon-
zeptions- und Recherchearbeit aus.
Theatergruppe/-label: Christian Fries
Konzeption zur Entwicklung eine r Produktion „Mahlwerk! Experi-
mentelle Bilder aus AnXt“
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
Christian Fries beabsichtigt die Konzeption eines experimentellen Bühnenprojektes, das dem emotio-
nalen Phänomen „AnXt“ (Angst) Ausdruck verschafft. Die Projektidee steht im Zusammenhang mit
einem projektübergreifenden Interesse von Christian Fries an emotionalen Zuständen einerseits und
an der Integration von Texten mit einer abstrakten, tanznahen Körperlichkeit, die der Idee eines
Tanztheaters entspricht, das vom Schauspiel ausgeht. Das Theaterkuratorium schätzt die Arbeit von
Christian Fries sehr und erkennt eine weitere Schärfung seines künstlerischen Profils.
Theatergruppe/-label: Ruth Messing
Konzeption zur Entwicklung einer Produktion zum Thema „Sexuelle
Selbstbestimmung“
Beantragt: 11.700 Euro (zur Umsetzung der Produktion)
Zuschuss: 5.000 Euro (Konzeptionsförderung)
Ruth Messing beabsichtigt die Erstellung einer Produktion „The Queer relief“ (AT) als audioerotisches
Live-Hörspiel zum Thema der sexuellen Selbstbestimmung in 5D. Das Kuratorium kritisierte das In-
szenierungskonzept der intensiven Einbeziehung des Publikums mit olfaktorischen, gustatorischen,
haptischen und akustischen Sinneswahrnehmungen in die Erzähldimension. Es regt die Antragstelle-
rin an, sich dem Thema der sexuellen Selbstbestimmung in einer anderen Art und Weise zu nähern
und das Umsetzungskonzept komplett neu zu überdenken und zu überarbeiten. Entsprechend spricht
sich das Kuratorium für eine Förderung zur Entwicklung und Erarbeitung eines neuen Inszenierungs-
konzeptes aus.
Theatergruppe/-label: FreiFrau (Carola v. Seckendorff, Cornelia Kupferschmid)
Produktion „unbeScHrEiblich/weiblICH“
Beantragt: 15.000 Euro
Zuschuss: 4.600 Euro
Mit der Produktion „unbeScHrEiblich/weiblICH“ will das Ensemble FreiFrau als weibliches aus weißen
CIS-Frauen bestehendes Team auf die Suche nach der weiblichen Identität gehen und das Rollen-
verständnis hinterfragen. Das Kuratorium erkannte zwa r bei einigen Mängeln in der Verdeutlichung
der Aussageabsicht durchaus Potential in beim Inszenierungskonzept, sah allerdings eine deutliche
Unwucht in der Kosten - und Finanzierungsplanung des Antrages. Entsprechend sprach es sich für
eine finanziell reduzierte Produktionsförderung in Höhe von 4.600 Euro aus.
Ablehnungen:
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V/0668/2023
Das Kuratorium lehnte einen Antrag ab, da es d as darin beschriebenen Vorhaben im Vergleich zu
den positiv bewerteten Projekten für qualitativ nicht hinreichend genug einschätzte.
Theatergruppe / Label
Projekt Antragssumme
Stefan Nászay
Produktion „Wozu Füße, wenn ich fliegen
kann“
4.500 Euro
I.V.
gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen: Anlage A
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Pferdegasse
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0668/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 03.11.2023
- Erstellt
- 03.11.2023 09:52