Mandari Insight

4179/2021

Trendstudie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mitteilung Ausschuss 02.12.2021

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01_Trendstudie_Zukunft_Vereinbarkeit_

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

01_Trendstudie_Zukunft_Vereinbarkeit_

20146 Zeichen

Wie die kommende 
Elterngeneration 
Familie, Gesellschaft 
und Wirtschaft 
verändern wird.
TRENDSTUDIE
ZUKUNFT
VEREINBARKEIT

WIR BEDANKEN UNS BEI 
UNSEREN SPONSOREN 
DER STUDIE:
Das Väternetzwerk conpadres vernetzt Unter-
nehmen und ermutigt diese von und miteinander 
zu lernen. Unsere Mitgliedsunternehmen wollen 
gemeinsam mit uns die Arbeitswelt familien-
freundlicher, diverser und sozial nachhaltiger 
gestalten. Denn nur zusammen können wir etwas 
bewegen. In den letzten 10 Jahren sind mehr als 
30 Unternehemen Teil unseres Netzwerks ge-
worden. Wir sitzen am Puls der Veränderung der 
Arbeitswelt und freuen uns mit der von Forsa dur-
geführten Studie eine Perspektive für die Zukunft 
aufzuzeigen. Denn wir brauchen starke Väter für 
starke Unternehmen.

VORWORT
VOLKER BAISCH
„Laut Forschern, Wissenschaftsführern und Aktivisten  
könnte das Jahr 2020 den Blick der Gesellschaft auf Vater-
schaft grundlegend verändert haben und somit den tief-
greifendsten Wandel in der Fürsorgeverantwortung seit dem 
Zweiten Weltkrieg bewirken …“, schrieb The Guardian1 im 
November 2020.
Im Sommer 2021 befragten Studierende der Wirtschafts- und 
Werbepsychologie der Universität München in Rahmen einer 
Forschungsarbeit2 ihre Kommiliton:innen, welche Rolle für sie 
die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben spiele. 
Das Ergebnis: Eine betriebliche Vereinbarkeitspolitik erhöht 
die Arbeitgeberattraktivität deutlich. 
Das Thema Familienbewusstsein ist in der Mitte der Gesell-
schaft angekommen. Es ist nicht mehr ein reines Frauenthe-
ma, sondern mehr und mehr auch ein Männerthema. Männer 
wollen nicht mehr auf ihre Rolle als Familienernährer redu-
ziert werden, sondern sich aktiv an der Familienarbeit betei-
ligen und mehr Zeit für ihre Kinder haben. Auch wir haben in 
unseren Väternetzwerken den konstanten Wandel und diesen 
Ruck, der während der Corona-Pandemie durch die Gesell-
schaft ging, deutlich gespürt. 
In unserer ersten Trendstudie 2013 lag unser Fokus darauf, 
was Väter sich in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und 
Familie wünschen, um daraus Handlungsfelder für die Ge-
sellschaft, Politik und Unternehmen abzuleiten. Heute, knapp 
zehn Jahre später, wollen wir mit unserer zweiten Trend-
studie einen Ausblick in die Zukunft geben. Wir haben junge 
Berufstätige mit Kinderwunsch nach ihren Vorstellungen von 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf befragt. 
Herausgekommen sind Ergebnisse, die sogar uns über-
rascht haben. Positiv überrascht. Nur so viel sei verraten: Der 
Wunsch nach mehr Partnerschaftlichkeit ist inzwischen ein 
zentrales Thema der jungen Generation. Junge Erwachsene 
mit Kinderwunsch wollen und erwarten familienbewusste 
Arbeitgebende. Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren.
Hamburg, den 19. November 2021
Volker Baisch
Väternetzwerk conpadres
1 https://www.theguardian.com/lifeand-
style/2020/nov/19/pandemic-could-lead-
to-most-profound-shift-in-parenting-ro-
les-since-wwii-say-experts-coronavirus 
geöffnet am 08.11.2021
2 „Nachhaltigkeitsbedürfnisse 
der Generation Y – Was sollte ein Arbeitge-
ber in Bezug auf Nachhaltigkeit anbieten, 
um für die Generation Y attraktiv zu sein? 
Studierende der Wirtschafts- und Werbe-
psychologie der Uni München

Seit nunmehr 10 Jahren berät die Väter gGmbH Unternehmen 
zu einer väterbewussten Personalpolitik. Während dieser 
Jahre haben wir beobachten dürfen, dass der Wunsch nach 
mehr Partnerschaftlichkeit und gleichberechtigter Teilhabe 
an der Familienarbeit bei den Vätern stetig zugenommen hat. 
Auch sie wollen sich nicht mehr zwischen Beruf und Familie 
entscheiden müssen, sondern fordern beides3 – ihren Platz 
in der Familie und von ihren Arbeitgebenden dementspre-
chend familienbewusste Maßnahmen. Um herauszufinden, 
wie junge Berufstätige mit Kinderwunsch sich die Vereinbar-
keit von Familie und Beruf vorstellen und wie Arbeitgebende 
aufgestellt sein müssen, um diesen Erwartungen gerecht zu 
werden, haben wir in diesem Jahr unsere zweite Trendstudie 
durchgeführt. 
In einem ersten Schritt haben wir in Kooperation mit unse-
ren Sponsoren einen Fragebogen entwickelt und diesen mit 
dem Forschungsinstitut Forsa abgestimmt. Der Fragebogen 
bildete die Grundlage für die repräsentative Umfrage, welche 
Forsa dann in der Zeit vom 5. - 17. Oktober 2021 durchgeführt 
hat. Befragt wurden insgesamt 1.012 nach einem systemati-
schen Zufallsverfahren ausgewählte Männer und Frauen zwi-
schen 29 und 40 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland, 
die noch keine Kinder haben, sich aber vorstellen können, 
Eltern zu werden, und seit mindestens zwei Jahren im Berufs-
leben stehen. Auf die Gesamtheit der 29- bis 40-Jährigen in 
Deutschland können die ermittelten Ergebnisse lediglich mit 
den bei allen Stichprobenerhebungen möglichen Fehlertole-
ranzen (im vorliegenden Fall +/- 3 Prozentpunkte) übertragen 
werden.
VORGEHEN DER
TRENDSTUDIE
3Allensbachstudie „Elternzeit, Elterngeld 
und Partnerschaftlichkeit“ 2021

01  Familienbewusstsein steigert 
 Arbeitgeberattraktivität deutlich 
Die Mehrheit (59 Prozent) der befragten zukünftigen 
Väter und Mütter würde den Arbeitgebenden (eher) 
wechseln, wenn dieser keine Maßnahmen für die Ver-
einbarkeit von Familie und Beruf anbietet. 
02  Väter als Vereinbarkeitsvorbilder 
 werden wichtiger 
Noch orientieren sich 40 Prozent der 29 – 40-Jähri-
gen mit Kinderwunsch in erster Linie an der Mutter, 
wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
geht. Immerhin 37 Prozent der Befragten nehmen sich 
Freunde oder Bekannte zum väterlichen Vereinbar-
keitsvorbild.
03  Das neue Normal – 4-Tage-Woche statt Vollzeit
Sowohl die befragten Männer (38 Prozent) als auch 
die befragten Frauen (41 Prozent) sind der Meinung, 
dass eine wöchentliche Arbeitszeit zwischen 32 und 
40 Stunden für die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf ideal sei. 34 Prozent der Frauen und 30 Prozent 
der Männer halten dabei sogar 24 bis 32 Stunden für 
sinnvoll.
04  Partnerschaftlich aufgeteilte Elternzeit 
 wird selbstverständlich 
48 Prozent der zukünftigen Väter wollen nach der 
Geburt ihrer Kinder eine gleichmäßige Aufteilung der 
Elternzeit. Und 96 Prozent der Männer mit Kinder-
wunsch wollen zwischen zwei und 12 Monaten Eltern-
zeit in Anspruch nehmen. 
WESENTLICHE
KERNTHESEN
Seite 06
Seite 08
Seite 12
Seite 10

2014 erlebten noch 83 Prozent der Väter familienbewusste 
Angebote des Arbeitgebenden als Angebote ausschließlich für 
Frauen. 2021 nahmen noch immer 48 Prozent der Väter weder 
Elternzeit noch Elterngeld in Anspruch, weil sie berufliche 
Nachteile befürchteten.4 Wie wichtig aber den zukünftigen 
Arbeitnehmenden die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und 
Privatleben ist, zeigen schon die Ergebnisse der Forschungs-
arbeit zur sozialen Nachhaltigkeit der Generation Y5:  Eine 
betriebliche Vereinbarkeitspolitik erhöht die Arbeitgeber-
attraktivität deutlich. Auch die Prognosestudie „Neue Chan-
cen für Vereinbarkeit“ hat das sichtbar gemacht. Die „Neuen 
Väter“ wollen familienbewusste Maßnahmen, die auch ihnen 
offenstehen. So sprachen 42 Prozent der Väter während der 
Pandemiezeit mit ihren Arbeitgebenden über ihre Verein-
barkeitswünsche. Denn auch sie mussten und wollten sich 
während dieser Zeit vermehrt in der Kinderbetreuung und im 
Homeschooling engagieren. Nicht verwunderlich also, dass 
Väter mehr denn je von den Unternehmen eine glaubhafte 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf erwarten und Vorgesetz-
te, die für das Thema offen und sensibilisiert sind.
Wie die Ergebnisse unsere zweiten Trendstudie zeigen, gehen 
die zukünftigen Väter sogar noch einen Schritt weiter. Die 
Mehrheit (59 Prozent) der von uns befragten Männer, würden 
bei fehlenden Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf den Arbeitgebenden (eher) wechseln. Sie liegen damit 
gleichauf mit den Frauen. Knapp ein Viertel der Befragten, 
Männer wie Frauen, würde definitiv wechseln und 37 Prozent 
würden es ernsthaft in Erwägung ziehen. 2016 hätten laut 
einer Studie von A.T. Kearney lediglich 21 Prozent der Männer 
aufgrund fehlender familienbewusster Angebote den Arbeit-
gebenden gewechselt. Die Zahl der Wechselwilligen hat sich 
somit mehr als verdoppelt, was ein Weckruf für die Unterneh-
men sein sollte. 
4Allensbachstudie „Elternzeit, Elterngeld 
und Partnerschaftlichkeit“ 2021
5Nachhaltigkeitsbedürfnisse der Genera-
tion Y – Was sollte ein Arbeitgeber in Bezug 
auf Nachhaltigkeit anbieten, um für die 
Generation Y attraktiv zu sein? Studierende 
der Wirtschafts- und Werbepsychologie 
der Uni München
THESE
01
Familienbewusstsein 
steigert Arbeitgeber- 
attraktivität deutlich 
06

befragte Männer
befragte Frauen
*) an 100 Prozent 
fehlende Angaben 
= „weiß nicht“
*) an 100 Prozent 
fehlende Angaben 
= „weiß nicht“
07
Würden Sie bei fehlenden Maßnahmen zur Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf den Arbeitgeber wechseln?

befragte Männer
*) an 100 Prozent 
fehlende Angaben 
= „weiß nicht“
befragte Frauen
*) an 100 Prozent 
fehlende Angaben 
= „weiß nicht“
08
Welche Vorbilder haben Sie im Bezug auf Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf?

THESE
02
Die Mehrheit der jungen Männer heute ist noch in einer 
Familie mit dem klassischen väterlichen Rollenmodell (Vater 
arbeitet Vollzeit/Frau eher Teilzeit) aufgewachsen: mit einem 
Vater, dessen Hauptaufgabe darin lag, für das Familienein-
kommen zu sorgen und sich eher abends und am Wochenen-
de mit um die Kinder zu kümmern. 2012 stimmten in unserer 
ersten Trendstudie noch 90,4 Prozent der Aussage „Ich unter-
scheide mich in dem, wie ich meine Vaterrolle definiere, von 
früheren Vätergenerationen“ zu6. Der eigene Vater, aber auch 
andere Väter, konnten nicht als männliche Vorbilder für die 
Vaterrolle dienen. Von den von uns in unserer zweiten Trend-
studie befragten Männer nehmen sich immerhin schon 24 
Prozent den eigenen Vater als Vorbild, wenn es um die Verein-
barkeit von Familie und Beruf geht. Mit 40 Prozent orientiert 
sich die Mehrheit der Männer aber in erster Linie an ihren 
Müttern. Laut Alexander Cherdron, Psychotherapeut und Psy-
choanalytiker, dient der Vater für den Sohn ein Leben lang zur 
eigenen Identifikation. „Der Vater ist für den Sohn immer ein 
Vergleich, es wird immer einen Mix aus Liebe, Idealisierung 
und Reibung zwischen den beiden geben.“7 Junge Männer, die 
eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf leben wollen, brau-
chen daher den eigenen Vater oder aber  Freunde und Kolle-
gen, die als Beispiel dafür dienen können, wie diese väterliche 
Rolle ausgefüllt werden kann. Oftmals sind es diese fehlen-
den männlichen Vereinbarkeitsvorbilder, die Väter bei einer 
aktiven Vaterschaft – der partnerschaftlichen Aufteilung bei 
der Kinderbetreuung – im Wege stehen, denn sie handeln un-
bewusst noch nach alten Mustern: Während sich 45 Prozent 
der Eltern eine partnerschaftliche Aufteilung wünschen, wird 
diese nur von 17 Prozent auch umgesetzt.8
Umso wichtiger ist es daher, dass junge Männer auch außer-
halb ihrer Familien Vorbilder finden, an denen sie sich in 
Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf orientieren 
können. 37 Prozent der Männer tun dies bereits und nehmen 
sich den eigenen Freundes- und Bekanntenkreis zum Vorbild. 
Für die Unternehmen bedeutet dies, dass sie die Sichtbarkeit 
von männlichen Mitarbeitenden, die Beruf und Familie verein-
baren, noch weiter erhöhen sollten. 
6Erste Trendstudie Väter gGmbH
7https://web.de/magazine/ratgeber/kind-
familie/vater-sein-heute-vaeter-gerade-
soehne-wichtig-sind-35895810
8Allensbachstudie „Elternzeit, Elterngeld 
und Partnerschaftlichkeit“ 2021 
Väter als 
Vereinbarkeitsvorbilder 
werden wichtiger 
09

Noch ist das Arbeiten in Teilzeit Frauensache. 2021 waren 66 
Prozent der Mütter in Teilzeit erwerbstätig. Von den Vätern 
hingegen nur sechs Prozent. Schon 2017 zeigte sich aber auf 
Basis des Sozio-ökonomischen Panels9 deutlich, dass Männer 
gerne weniger und Frauen dagegen mehr arbeiten wollen. 50 
Prozent der befragten Männer gaben damals an, ihre Arbeits-
zeit reduzieren zu wollen. Gleichzeitig wollten mit 17 Prozent 
fast doppelt so viele Frauen wie Männer ihre Arbeitszeit er-
höhen. Wobei die gewünschte Wochenarbeitszeit mit knapp 
31 Stunden bei den Frauen um acht Stunden geringer ausfiel 
als bei den Männern.
Heute, fünf Jahre später, zeigen unsere Studienergebnisse 
eine deutliche Veränderung hin zu noch weniger Stunden: Die 
große Mehrheit der zukünftigen Väter möchte in (reduzierter) 
Vollzeit beziehungsweise Teilzeit arbeiten. Auf die Frage, wie 
viele Stunden Teilzeit aus ihrer Sicht für die Vereinbarkeit 
sinnvoll sind, lag die Einschätzung von 38 Prozent der Befrag-
ten bei 32 – 40 Stunden, was einer reduzierten Vollzeit ent-
spricht. Sie liegen damit fast gleichauf mit den Frauen:  
41 Prozent der befragten zukünftigen Mütter können sich eine 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenfalls nur mit einer 
reduzierten Vollzeitstelle vorstellen. 30 Prozent der befragten 
Männer und 34 Prozent der befragten Frauen würden sogar 
noch weiter reduzieren. Sie sind davon überzeugt, dass eine 
gute Vereinbarkeit nur mit 24 bis maximal 32 Stunden mög-
lich sei. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Unternehmen 
ihre Stellen zukünftig auch für Männer mehr „teilzeittauglich“ 
gestalten sollten, um für potentielle Bewerber:innen noch 
interessanter zu werden. 9Das Sozio-ökonomische Panel ist eine 
repräsentative Wiederholungsbefragung 
von Privathaushalten in Deutschland. Die 
Befragung wird im jährlichen Rhythmus 
seit 1984 immer bei denselben Personen und 
Familien durchgeführt.
THESE
03 Das neue Normal – 
4-Tage-Woche statt  
Vollzeit: Künftige Eltern  
wollen Vereinbarkeit  
von Teilzeit und Familie.
10

für Mütter
*) an 100 Prozent 
fehlende Angaben 
= „weiß nicht“
11
für Väter
*) an 100 Prozent 
fehlende Angaben 
= „weiß nicht“
Welchen Umfang der Berufstätigkeit empfinden Sie 
persönlich für Mütter/Väter in den ersten drei Lebens-
jahren der Kinder als optimal?

befragte Frauen
*) an 100 Prozent 
fehlende Angaben 
= „weiß nicht“
12
befragte Männer
*) an 100 Prozent 
fehlende Angaben 
= „weiß nicht“
Wenn Sie es sich aussuchen könnten, wie würden Sie am 
liebsten die Elternzeit in der Partnerschaft aufteilen?

THESE
04
2017 hatte das Bundesministerium für Familie, Senioren, 
Frauen und Jugend (BMFSFJ) zum Jahr der „Partnerschaft-
lichkeit“ ausgerufen. 2021 sind sich die Eltern von morgen 
einig: Elternzeit ist für beide da, doch natürlich brauchen die 
Eltern von morgen nicht nur gute Rahmenbedingen im Unter-
nehmen, sondern auch die passenden politischen Leitplan-
ken, um ihre Wünsche umzusetzen.
Seit Einführung der Partnermonate im Jahr 2007 ist der Pro-
zentsatz der Väter in Elternzeit bereits deutlich gestiegen 
– von 5 Prozent im Jahr 2006 auf 25 Prozent im Jahr 202010. 
Wobei die meisten Väter nach wie vor nicht mehr als die üb-
lichen zwei Partnermonate in Anspruch nehmen. Schon 2015 
wären 70 Prozent der Väter in der von uns unter 1.000 Eltern-
zeitväter durchgeführten Commerzbank-Studie gerne länger 
als zwei Monate in Elternzeit gegangen.11 Das Ergebnis unse-
rer zweiten Trendstudie zeigt nun einen Anstieg um nochmals 
26 Prozent auf 96 Prozent. Die große Mehrheit (48 Prozent) 
der Väter will sich darüber hinaus die Elternzeit sogar gleich-
mäßig mit ihren Partner:innen aufteilen. Sie liegen damit 
gleichauf mit den befragten zukünftigen Müttern. 53 Pro-
zent der Frauen haben auf die Frage, wie sie am liebsten die 
Elternzeit in der Partnerschaft aufteilen würden, geantwortet, 
dass sie sich eine gleichmäßig geteilte Elternzeit wünschten. 
Diese Aussage deckt sich mit den Antworten auf unsere Frage 
nach der optimalen Länge der Elternzeit. Lediglich 13 Prozent 
sind noch der Meinung, dass zwei Monate Elternzeit ausrei-
chen. Die große Mehrheit (34 Prozent) will bis zu sechs Mo-
nate beantragen. Väter befürchten, dass die Elternzeit ihrer 
Karriere schadet. 
 10Statista: https://de.statista.com/info-
grafik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutsch-
land-die-elterngeld-beziehen/
 11https://www.commerzbank.de/media/
nachhaltigkeit/vi__mitarbeiter/151020_Vae-
terstudie_final.pdf 
Partnerschaftlich 
aufgeteilte Elternzeit 
wird selbstverständlich.
13

Die aufgezeigten Ergebnisse unserer zweiten Trendstudie so-
wie die Befunde zu Kinderbetreuung und Flexibilisierung der 
Arbeit zeigen deutlich: Das Thema Partnerschaftlichkeit und 
somit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Väter 
ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Für die Arbeitgebenden bedeutet dies, dass sie nicht mehr 
nur den gesetzlichen Rahmen für eine bessere Vereinbarkeit 
einhalten, sondern den zukünftigen Eltern auch konkrete 
eigene Angebote machen sollten. Noch deutlicher sollten sie 
zukünftig aufzeigen, wie sie junge Arbeitnehmer:innen dabei 
unterstützen können, ihre Wünsche umzusetzen, und wie 
diese Hilfestellung konkret aussehen wird. Vätern muss in 
den Unternehmen die Angst vor Karriereeinbußen genommen 
werden. Eine Unterstützung, die sich im Übrigen auch für die 
Arbeitgebenden rechnet, denn nach wie vor gilt: Familien-
bewusste Unternehmen haben unter anderem eine geringere 
Fluktuation (siehe These 1) und eine höhere Produktivität12. 
Gleichzeitig wächst der Druck auf die Unternehmen hinsicht-
lich Chancengleichheit. Familienbewusstsein fördert diese 
und die Arbeitgebenden gewinnen zusätzlich an Arbeitgeber-
attraktivität. 
Der Politik zeigen unsere Ergebnisse: Die Mehrheit der zu-
künftigen Eltern wollen sich Beruf und Familie gleichgestellt 
teilen. Sie wollen eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Das tra-
ditionelle Familienbild und damit das Ehegattensplitting hat 
ausgedient. Das Modell der Zukunft heißt: Familiensplitting. 
Entsprechend sollte das Elternzeitgesetz weiter reformiert 
und in einem nächsten Schritt eine paritätische Aufteilung 
der Elternzeit in den Fokus genommen werden. 
TRENDSTUDIE
FAZIT
 12Statista: https://de.statista.com/infogra-
fik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-
die-elterngeld-beziehen/
 11https://www.presseportal.de/
pm/64022/4530827
14

_Institut für Demoskopie Allensbach; (2021); Elternzeit, Eltern-
geld und Partnerschaftlichkeit; https://www.ifd-allensbach.
de/fileadmin/IfD/sonstige_pdfs/8251_Bericht_Elternzeit_final.
pdf; Institut für Demoskopie Allensbach 
_Rengers Dr. M, Bringmann J., Holst Dr. E.; (2017); Arbeitszeit 
und Arbeitszeitwünsche: Unterschiede zwischen Mikrozensus 
und SOEP; https://www.destatis.de/DE/Methoden/WISTA-
Wirtschaft-und-Statistik/2017/04/arbeitszeiten-arbeitszeit-
wuensche-042017.pdf?__blob=publicationFile; Statistisches 
Bundesamt 
_Suhr F.; (2021); Mehr Männer nehmen Elternzeit - zumindest 
kurz; https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-
vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/; statista  
_Topping A.; (2020); Pandemie könnte zu tiefgreifender Ver-
schiebung der Elternrollen führen, sagen Experten; https://
www.theguardian.com/lifeandstyle/2020/nov/19/pandemic-
could-lead-to-most-profound-shift-in-parenting-roles-since-
wwii-say-experts-coronavirus ; the Guardian 
_Trendstudie „Moderne Väter„ (2013) - Väter gGmbH https://
vaeternetzwerk.info/wp-content/uploads/2021/06/130124_
Trendstudie_Einzelseiten_FINAL.pdf
_Waffenschmidt Dr. B.; (2021) ; Studie zur Generation Y: Ver-
einbarkeit – die neue Währung für soziale Nachhaltigkeit; 
https://beruf-und-familie.blogspot.com/2021/10/StudieCam-
pusMUnivMuen-GenYNachhaltigkeit.html ; berufundfamilie  
_Wagner A.; (2011); Neue Väter-Studie: Wunsch und Wirk-
lichkeit klaffen auseinander; https://www.presseportal.de/
pm/17951/2096416; Gruner+Jahr AG& CO KG 
Die Trendstudie wurde vom Väternetz-
zwerk conpadres beauftragt und von Forsa 
druchgeführt.
QUELLEN
VERZEICHNIS
15
Bilderverzeichnis
Cover: 
Mali Maeder - https://www.pexels.com/
de-de/foto/landschaft-natur-mann-
paar-1483024/
Seite 02:
Nate Johnston 2020 -  https://unsplash.
com/photos/UpVbQxDGO3I
Seite 03:
Maya Meiners 
(internes Foto von Volker Baisch)

Väter PAL gGmbH 
Langbehnstraße 10 
22761 Hamburg
Tel 040 88168924
Mail info@conpadres.de
Web conpadres.de
Gesychäftsführer: 
Volker Baisch
HRB 114195
USt-idNr. DE277701314
Durchführung der Studie:
forsa
Gesellschaft für Sozialforschung
und statistische Analysen mbH
forsa.de
Impressum

Mitteilung Ausschuss

2486 Zeichen

Gez. Prof Dr. Diemert 
Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/03 
 
Vorlagen-Nummer 02.12.2021 
 4179/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 31.01.2022 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 07.03.2022 
 
Trendstudie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
Die Verwaltung hat mit 5 weiteren großen, zukunftsorientierten Unternehmen die Beauftragung einer 
Studie zum Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ unterstützt, die das Meinungsforschungs-
institut forsa im Auftrag der Väter PAL gGmbH durchgeführt hat. Bisher lagen keine verlässlichen 
Daten, welche Anforderungen junge Frauen und Männer an ihre Arbeitgeber*innen hinsichtlich der 
Vereinbarkeitsthemen stellen, vor. 
 
Hierzu wurden von forsa 1.012 berufstätige Kinderlose (mit Kinderwunsch im Alter von 29 bis 40 Jah-
ren) zu ihren Vorstellungen und Wünschen an Familienmodelle und Erwartungen an Vereinbarkeits-
modelle der Arbeitgeber*innen befragt. 
 
Die Studie zeigt, dass der Wunsch nach einer Arbeitswelt wächst, die auf die Bedürfnisse der 
Mitarbeitenden eingeht.  
 
So planen zum Beispiel der Studie zufolge, 9 von 10 zukünftigen Vätern Elternzeit zu nehmen. Deut-
lich wurde, dass gerade für Väter hier die Rollenvorbilder fehlen. Knapp 40 % sprachen sich für eine 
Gleichberechtigung bei den Arbeitszeitmodellen aus und 2/3 der Befragten gaben an, dass die Fami-
lienfreundlichkeit ein ausschlaggebendes Argument für den Wechsel der Arbeitgeberin/des Arbeitge-
bers sein könnte.  
 
Mit dem Bündnis BerufLeben hat die Verwaltung bereits deutlich gemacht, dass sich die Stadt Köln 
als Arbeitgeberin aktiv für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik einsetzt. Die Stu-
die zeigt, dass die Verwaltung auf dem richtigen Weg ist, um die Attraktivität der Arbeitgeberinnen-
marke weiterhin zu stärken und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden auszubauen, insbesondere mit 
den aktuellen Themen wie zum Beispiel: 
 
 dem Konzept zu Führen in Teilzeit (Vorlage 3075/2021) 
 mit dem Aufbau eines Väternetzwerkes und der Teilnahme an der RoleModel-Kampagne der 
Väternetzwerk gGmbH 
 einem 3-Phasen-Konzept für Beurlaubte 
 dem Aufbau eines Familienservices  
 
Weiterhin erwartet die Verwaltung, dass sich durch die Workshops (für Unterstützende der  
Studie) zusätzliche wertvolle Hinweise für das Personalrecruiting ergeben.  
 
Anlagen 
01 – Trendstudie_Veröffentlichung

Beratungsverlauf (2)

31.01.2022 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 4.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.03.2022 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 1.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4179/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
02.12.2021
Erstellt
29.11.2021 06:37