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AN/1785/2017

„Ist Luisa da?“ etablieren – trotz „Edelgard“

Parteilos Antrag nach § 3 29.11.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 11.12.2017, TOP 8.1

Bunt Antrag nach § 3

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Bunt Antrag nach § 3

4257 Zeichen

An Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
Thomas Hegenbarth 
Lisa Gerlach 
Rathaus - Spanischer Bau 
50667 Köln 
Tel.: +49 (221) 221 - 25541 
Mail: Thomas.Hegenbarth@stadt-koeln.de 
Mail: Lisa.Gerlach@stadt-koeln.de 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 29.11.2017 
 
AN/1785/2017 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / 
Internationales 11.12.2017 
 
„Ist Luisa da?„ etablieren – trotz „Edelgard“ 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
 
die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des AVR am 
11.12.2017 aufzunehmen: 
 
 
Der Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen möge beschließen:  
 
Neben den unte r dem Namen „Edelgard schützt“ diskutierten Maßnahmen soll in Köln das in den 
letzten Monaten in Deutschland bekannt gewordene Konzept „Ist Luisa da?“ umgesetzt werden, das 
es bedrängten Mädchen und Frauen erleichtert, nach Unterstützung zu fragen. Das Cod ewort soll 
von den tragenden Stellen über Plakate in Köln bekanntgemacht werden. 
 
 
Begründung:  
 
Aus einer dem Ausschuss für Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen vorgelegten Beantwortung 
einer Anfrage betreffend das Projekt „Ist Luisa da?“ geht hervor, dass es in Köln momentan Pläne 
gibt, das besagte Schutzkonzept bewusst nicht umzusetzen. Dabei hat das Konzept unter dem N a-
men „Luisa“ in den letzten Monaten erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit erhalten und so schon 
erste Hürden überwunden, sich zu etablieren.1 
Die Stadt begründet ihre Entscheidung damit, dass statt „Ist Luisa da?“ das Konzept „Edelgard 
schützt“ in Köln eingeführt werden solle. Unter dem Namen „Edelgard“ sollen „sichere Orte“ etabliert 
                                                 
1  https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=637433&type=do

- 2 - 
 
werden. Sicher sind die dahinter stehende Schulung und Versorgung von Mitarbeiterinnen und Mi t-
arbeitern der betreffenden Geschäfte und Institutionen für sich wirksame Maßnahmen, um insb e-
sondere Mädchen und Frauen in akuten Bedrohungssituationen zur Seite zu stehen. Doch stehen 
und fallen solche Konzepte immer mit der Akzeptanz bei Mädchen und Frauen.  
 
Das Münsteraner Konzept „Ist Luisa da?“ hat sich bereits in mehreren anderen NRW -Städten, z. B. 
Düsseldorf, Bochum, Gelsenkirchen, Siegen, Essen usw. etabliert. 2 Es ist für uns darum unve r-
ständlich, warum für  ein Kölner Konzept zum Schutz von Mädchen und Frauen nicht auf den eta b-
lierten Namen zurückgegriffen wird. "Ist Luisa da?" funktioniert darüber, dass die Hürden zum Au s-
sprechen dieses Satzes möglichst niedrig sind. Er soll klingen wie ein ganz normaler Sa tz, den eine 
junge Frau beim Feiern jemand anderem stellen, weil es etwa um die Freundin Luisa gehen könnte, 
mit der man sich verabredet hatte. Er dient dazu, der bei Betroffenen sexueller Gewalt und B e-
drängnis entstehende Scham entgegenzuwirken.  
 
Die volle Kraft des „Luisa“ -Konzeptes würde sich obendrein erst dadurch entwickeln, wenn es sich 
in allen bzw. vielen deutschen Städten und Großstädten etablieren und allgemeine Anerkennung 
und Kenntnis bei Mädchen und Frauen erreicht. Mädchen und Frauen, die bei spielsweise aus 
Münster zum Kölner Karneval anreisen, kann in einer sowieso schon schwierigen Situation, die s e-
xuelle Bedrängnis darstellst, schwerlich zugemutet werden, sich jetzt noch an den jeweils in der 
Stadt geltenden Codenamen für das Schutzkonzept zu erinnern bzw. vor Besuch einer anderen 
Stadt die dort jeweils geltenden Schutzkonzepte im Internet zu studieren. 
 
Bereits im März dieses Jahres hatten wir uns als Piratengruppe im Rat der Stadt Köln an mehrere 
Träger gewandt, die unter anderem auch Mitg lied der Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt 
sind, und die Übernahme des „Luisa“ -Konzeptes sowie gemeinsame Planungen dazu vorgeschl a-
gen. Ein Treffen hierzu kam damals unter anderem mit Verweis darauf nicht zustande, dass bereits 
beschlossen worden sei, das „Luisa“-Projekt für Köln mitsamt Ergänzungen zu übernehmen. 
 
 
gez. Thomas Hegenbarth   gez. Lisa Hanna Gerlach 
 
 
                                                 
2  http://luisa-ist-hier.de/#ueberluisa

Beratungsverlauf (1)

11.12.2017 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 8.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

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Details

Aktenzeichen
AN/1785/2017
Typ
Parteilos Antrag nach § 3
Datum
29.11.2017
Erstellt
29.11.2017 15:03