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1143/2021

Jahresbericht 2020 des Amts für Weiterbildung / Volkshochschule liegt vor

Mitteilung Ausschuss 30.03.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Schule und Weiterbildung, Sitzung am 19.04.2021, TOP 5.4

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage1_VHS-Jahresbericht2020

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

1397 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IV/42/42/1 
 
Vorlagen-Nummer 30.03.2021 
 1143/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 19.04.2021 
 
Jahresbericht 2020 des Amts für Weiterbildung / Volkshochschule liegt vor 
Ein Jahresbericht über das „Corona-Jahr“ 2020 – Was gibt es denn da zu berichten?, mag man sich 
fragen. In der Tat: Von den 101 Jahren, auf die die VHS Köln nunmehr zurückblicken kann, dürfte das 
vergangene wohl zumindest zu den seltsamsten gehören. Mitunter hatte es gar etwas Gespensti-
sches – und das nicht nur wegen der Masken. 
 
Keine Frage, die Covid-19-Pandemie hat auch den VHS-Alltag maßgeblich geprägt und wesentlich 
bestimmt. Da gab es angesichts der besonderen Bedingungen mit vielen Ungewissheiten eine Fülle 
an Herausforderungen. Und es mussten neue Wege beschritten werden. Davon ist im Jahresbericht 
zu lesen - aber eben nicht nur davon. 
 
Auch wenn 2020 ganz gewiss kein einfaches Jahr war, es gibt auch Positives zu berichten: die zügi-
gen Fortschritte beim Prozess der Digitalisierung, den Erfolg des Projekts „Stadtteileltern“, der große 
Zuspruch bei den Onlineangeboten und der anhaltende Erfolg der Integrationskurse. 
 
Der gedruckte Jahresbericht 2020 wird in der Ausschusssitzung zur Mitnahme bereitgehalten. Eine 
Online-Version ist verfügbar unter www.vhs-koeln.de. 
 
gez. Voigtsberger

Anlage1_VHS-Jahresbericht2020

106910 Zeichen

Amt für Weiterbildung
Jahresbericht 2020
Daten | Fakten | Einblicke
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Weiterbildung | Jahresbericht 2020
Jahresbericht 2020
Sprache und Bildung als Schlüssel zur Integration | Kooperationspartner | Impressum
Impressum:
Im Mediapark 7  
50670 Köln
Telefon:  0221 221 23608  
Telefax:  0221 221 65 69 007 
E-Mail: vhs@stadt-koeln.de
Internet: www.vhs.koeln
Jahresbericht 2020
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
Jahresbericht 2020
#Lernengehtimmer – Bildung lässt sich nicht vom Virus unterkriegen
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Weiterbildung
Volkshochschule
ein Jahresbericht über 2020 – Was gibt es denn da zu berichten?, 
mögen Sie sich vielleicht fragen. In der Tat: Von den 101 Jahren, 
auf die die VHS Köln nunmehr zurückblicken kann, dürfte das ver -
gangene wohl zumindest zu den seltsamsten gehören. Mitunter 
hatte es gar etwas Gespenstisches – und das nicht nur wegen der 
Masken.
Keine Frage, die Covid-19-Pandemie hat auch den VHS-Alltag maß-
geblich geprägt – um nicht zu sagen wesentlich bestimmt: Unterbrechung des Unterrichts, teilweise 
Wiederaufnahme und dann wieder komplette Unterbrechung. Gleichzeitig wurde umgehend unser 
Onlineangebot in allen Programmsegmenten und sogar in der Beratung ausgebaut. Es mussten Un-
terrichtsräume coronagerecht hergerichtet werden, Maßnahmen zur Hygiene vorbereitet und rea-
lisiert werden. Alles orientierte sich an dem VHS-eigenen Schutz- und Hygienekonzept, das wir ge -
meinsam mit dem städtischen Gesundheitsamt zum Schutz unserer Kundschaft, der Dozierenden 
sowie der Mitarbeitenden entwickelt und konsequent fortgeschrieben haben.
Dass wir allen Widrigkeiten zum Trotz Teile unseres Programms dennoch umsetzen und unser Online-
angebot stetig ausbauen konnten, ist einer großen Gemeinschaftsleistung der gesamten VHS-Fami-
lie zu verdanken – den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Programm- und Fachbereichen, in 
den Referaten sowie den Helferinnen und Helfern vor Ort direkt am Kursgeschehen; aber auch und 
gerade den vielen freiberuflichen Dozentinnen und Dozenten, die unser Weiterbildungsangebot mit 
Inhalten und Leben füllen. Und auch der Zuspruch vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat gut 
getan, Mut gemacht und motiviert.
Unter besonderen Bedingungen mit vielen Ungewissheiten galt es, neue Wege zu beschreiten: 
Telefon- und Videokonferenzen gehören inzwischen ebenso selbstverständlich zum Berufsleben 
wie das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus. Wir freuen uns natürlich darauf, wenn wir den 
Präsenzbetrieb wieder starten, und unsere Kund*innen und Dozent*innen auch wieder persönlich 
begrüßen können.
Nein, 2020 war ganz gewiss kein einfaches Jahr. Dennoch: Es gibt auch Positives zu berichten: die 
zügigen Fortschritte beim Prozess der Digitalisierung, den Erfolg des Projekts „Stadtteileltern“, der 
große Zuspruch bei den Onlineangeboten und der anhaltende Erfolg der Integrationskurse.
Lesen Sie selbst!
Mit freundlichen Grüßen
Jakob Schüller
Leiter des Amts für Weiterbildung/Volkshochschule
Die VHS Köln ist eine zuverlässige Kooperationspartnerin
Erfolgreiche Zusammenarbeit gibt es beispielsweise mit:
Die VHS Köln ist Trägerin der Integrations-
kurse seit der ersten Stunde. Eingeführt 
wurden die I-Kurse zum 1. Januar 2005 mit 
dem Zuwanderungsgesetz. Damit wur -
de erstmals in Deutschland ein zentrales 
und rechtlich verbindliches Konzept mit 
Blick auf die Sprachförderung beschlos -
sen. Zuwanderer*innen haben seither ei-
nen Rechtsanspruch auf einen vom Staat 
geförderten Deutschkurs.
Seitdem hat die VHS ihr Angebot kontinu -
ierlich ausgebaut. Waren es im ersten Jahr 
noch 52 Kursmodule, so hat sich deren An -
zahl stetig gesteigert: 199 Module im Jahr 
2008 und 435 Module mit ca. 1.400 Teil-
nehmenden im Jahr 2019. 
Die Teilnehmenden durchlaufen dabei 
ein aufeinander aufbauendes System von 
Deutschkursen bis zum Niveau B1 – ge -
messen an der Skala des Gemeinsamen 
Europäischen Referenzrahmens für Spra -
chen. Der „Deutsch-Test für Zuwanderer“ 
(A2-B1) als Abschlussprüfung wurde vom 
Goethe-Institut und der telc gGmbH ent -
wickelt und wird seit 2009 bundesweit 
eingesetzt.
Die Bedürfnisse spezieller Personen -
gruppen fördern
Über die allgemeinen I-Kurse hinaus bie -
tet die VHS Köln auch Kurse für spezielle 
Zielgruppen an. Dazu gehören Kurse mit 
Alphabetisierung für Personen, die kei -
ne Schulbildung mitbringen und die latei -
nische Schrift noch erlernen müssen, wie 
auch Jugendintegrationskurse für junge 
Erwachsene bis 27 Jahre, die hier zusätz -
lich eine berufliche Orientierung erhalten. 
Mit einem Orientierungskurs werden 
die Module abgeschlossen. Die Teilneh -
menden erlangen erstes Wissen über Ge -
schichte, Gesellschaft und demokratische 
Grundwerte unseres Landes. Inzwischen 
umfasst der Orientierungskurs 100 Unter -
richtsstunden und schließt ebenfalls mit 
einem Test ab („Leben in Deutschland“). 
Das „Zertifikat Integrationskurs“ beschei -
nigt Deutschkenntnisse auf dem Niveau 
B 1, wichtige Grundkenntnisse über die 
deutsche Gesellschaft und erleichtert den 
Weg hin zu einer unbefristeten Aufent-
haltserlaubnis und zur deutschen Staats -
angehörigkeit.
Eine Besonderheit der I-Kurse ist deren 
Vielfalt an Teilnehmenden: Sie sind nicht 
nur verschieden hinsichtlich Herkunft, Al -
ter und Bildung, sondern auch mit Blick 
auf die Gründe, die sie bewogen haben, ih -
re Heimat zu verlassen. Waren es anfangs 
vor allem Zugewanderte, die schon länger 
in Deutschland lebten, so kamen ab 2012 
viele Europäer*innen auf der Suche nach 
einer beruflichen Perspektive hinzu, seit 
2014 insbesondere Kriegsgeflüchtete aus 
Syrien, dem Irak und dem Iran. Zurzeit sind 
in den VHS-Integrationskursen Menschen 
aus über 80 Ländern vertreten. Das zeigt: 
Die VHS Köln ist eine wichtige Akteurin im 
Prozess der gesellschaftlichen Integration. 
Mit unserem speziell ausgearbeiteten Pro -
gramm fördern wir den Spracherwerb, die 
Kommunikation und Verständigung so -
wie die Bereitschaft und Fähigkeit zur In -
tegration und Partizipation in unserer Ge -
sellschaft.
Die Pandemie hat sich auch auf die I-Kur-
se ausgewirkt. Dank des Engagements der 
VHS-Beschäftigten sowie der freiberuflich 
Dozierenden besteht nun die Möglichkeit, 
im Lockdown weiterhin Deutsch zu lernen: 
in Onlinetutorien und „virtuellen Klassen -
zimmern“.
Sprache und Bildung als Schlüssel zur Integration
©Fotos: panthermedia, AdobeStock, verenafotografiert, Sonstige Fotos: VHS Köln
Bleib Weltentdecker! 
#Lernengehtimmer – Bildung lässt sich nicht vom Virus unterkriegen
Mitten im Semester, am Freitag, 13. März 
2020, mussten der Präsenzunterricht 
und die Beratung in Präsenz aufgrund der 
Coronapandemie eingestellt werden. 
Eine Situation die, wie so vieles im 
vergangenen und in diesem Jahr, nicht 
vorstellbar war. Wirklich geschlossen 
war die VHS Köln jedoch nie, denn der 
Kursbetrieb ging, wenn auch zunächst in 
geringerem Umfang, online weiter. 
Die Werbetrommel 2020 
Mit zwei Werbekampagnen hat die VHS 
im Kölner Stadtgebiet auf ihr Angebot 
aufmerksam gemacht. Das Werbemotiv 
für das erste Semester hat das Jahresthe-
ma Mobilität aufgegriffen. Zugegeben, 
mobil zu sein war im Coronajahr nicht 
einfach und zeitweise auch gar nicht 
gewünscht. Doch Mobilität findet nicht 
nur physisch statt; die Volkshochschule 
fördert in vielerlei Hinsicht seit jeher die 
geistige Beweglichkeit der Menschen, was 
das Motiv im Stil eines U-Bahnplans zum 
Ausdruck brachte.
In der zweiten Jahreshälfte wurde mit dem 
Motiv „Bleib Weltentdecker“ eine Image-
kampagne geschaltet. Die Welt entde-
cken? Eine ungewöhnliche Aufforderung 
zu einer Zeit, in der ein global agierender 
Virus uns davon abhielt, die Welt zu berei-
sen. Der Untertitel „Mit der VHS in Köln“ in 
Kombination mit dem sympathischen Bild 
löste diese Frage auf. 
VHS_Poster_A3_2020_1.indd   1 24.10.19   10:52
Digital erweiterte Kursangebote sind 
schon lange ein fester Bestandteil unseres 
Programms. Reine Onlineformate bildeten 
hierbei allerdings die Ausnahme. Zeit-
nah wurde, wo es inhaltlich möglich und 
gewünscht war, auf Onlineformate umge-
stellt. Der größte Teil der Angebote wurde 
neu geplant. Oberstes Ziel war es immer 
Formate zu entwickeln, die online Freude 
machen und nicht als Notlösung empfun-
den werden. 
#Lernengehtimmer 
war die Losung, und die 
Bilanz kann sich sehen 
lassen. Seit März 2020 
wurden über 1000 Kurse 
online angeboten. Die 
Themenpalette bildet 
die bekannte Vielfalt der 
VHS ab. Fremdsprachen 
und Kurse zum Erlernen 
der deutschen Sprache, 
berufsqualifizierende 
Themen, Musik, Theater und Fotokurse, 
aber auch Entspannungs- und Gesund-
heitskurse sind online. Auch auf die gesell-
schaftspolitischen Diskussionen, die im 
Forum VHS angeboten werden, musste 
nicht verzichtet werden. Die Vorträge 
wurden live gestreamt und das Publikum 
konnte sich online einbringen.
Ein Kraftakt, der nur möglich war, weil 
viele Kursleitungen bereit waren, sich in 
kurzer Zeit und mit viel Energie in die 
neue Thematik einzuarbeiten, denn 
Onlinekurse erfordern andere Vermitt -
lungstechniken und solide technische 
Kenntnisse. Um die Kursleitungen hierbei 
bestmöglich zu unterstützen, wurde das 
„Train the Trainer“-Programm, orientiert 
an den aktuellen Erfordernissen, kurzfri-
stig ausgebaut. Ebenso wurden die Kurs-
leitungen in das Lernmanagementsystem 
der VHS, die vhs.cloud, eingeführt, um 
dort virtuelle Kursräume entsprechend 
den Bedürfnissen der Lerngruppe einrich -
ten und administrieren zu können.
Bleib' Weltentdecker! 
Jetzt auf 
www.vhs.koeln 
starten.
Die Oberbürgermeisterin
Zeitgleich mit dem Kampagnenstart 
wurde das Kurs- und Veranstaltungsan-
gebot unter neuer URL www.vhs.koeln  
veröffentlicht. 
Die Top-Level-Domain .koeln soll dabei 
die enge Verbundenheit der VHS mit der 
Stadt mit den Menschen, die hier leben, 
verdeutlichen.

Amt für Weiterbildung
Jahresbericht 2020
Daten | Fakten | Einblicke
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Weiterbildung | Jahresbericht 2020
Jahresbericht 2020
Sprache und Bildung als Schlüssel zur Integration | Kooperationspartner | Impressum
Impressum:
Im Mediapark 7  
50670 Köln
Telefon:  0221 221 23608  
Telefax:  0221 221 65 69 007 
E-Mail: vhs@stadt-koeln.de
Internet: www.vhs.koeln
Jahresbericht 2020
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
Jahresbericht 2020
#Lernengehtimmer – Bildung lässt sich nicht vom Virus unterkriegen
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Weiterbildung
Volkshochschule
ein Jahresbericht über 2020 – Was gibt es denn da zu berichten?, 
mögen Sie sich vielleicht fragen. In der Tat: Von den 101 Jahren, 
auf die die VHS Köln nunmehr zurückblicken kann, dürfte das ver -
gangene wohl zumindest zu den seltsamsten gehören. Mitunter 
hatte es gar etwas Gespenstisches – und das nicht nur wegen der 
Masken.
Keine Frage, die Covid-19-Pandemie hat auch den VHS-Alltag maß-
geblich geprägt – um nicht zu sagen wesentlich bestimmt: Unterbrechung des Unterrichts, teilweise 
Wiederaufnahme und dann wieder komplette Unterbrechung. Gleichzeitig wurde umgehend unser 
Onlineangebot in allen Programmsegmenten und sogar in der Beratung ausgebaut. Es mussten Un-
terrichtsräume coronagerecht hergerichtet werden, Maßnahmen zur Hygiene vorbereitet und rea-
lisiert werden. Alles orientierte sich an dem VHS-eigenen Schutz- und Hygienekonzept, das wir ge -
meinsam mit dem städtischen Gesundheitsamt zum Schutz unserer Kundschaft, der Dozierenden 
sowie der Mitarbeitenden entwickelt und konsequent fortgeschrieben haben.
Dass wir allen Widrigkeiten zum Trotz Teile unseres Programms dennoch umsetzen und unser Online-
angebot stetig ausbauen konnten, ist einer großen Gemeinschaftsleistung der gesamten VHS-Fami-
lie zu verdanken – den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Programm- und Fachbereichen, in 
den Referaten sowie den Helferinnen und Helfern vor Ort direkt am Kursgeschehen; aber auch und 
gerade den vielen freiberuflichen Dozentinnen und Dozenten, die unser Weiterbildungsangebot mit 
Inhalten und Leben füllen. Und auch der Zuspruch vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat gut 
getan, Mut gemacht und motiviert.
Unter besonderen Bedingungen mit vielen Ungewissheiten galt es, neue Wege zu beschreiten: 
Telefon- und Videokonferenzen gehören inzwischen ebenso selbstverständlich zum Berufsleben 
wie das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus. Wir freuen uns natürlich darauf, wenn wir den 
Präsenzbetrieb wieder starten, und unsere Kund*innen und Dozent*innen auch wieder persönlich 
begrüßen können.
Nein, 2020 war ganz gewiss kein einfaches Jahr. Dennoch: Es gibt auch Positives zu berichten: die 
zügigen Fortschritte beim Prozess der Digitalisierung, den Erfolg des Projekts „Stadtteileltern“, der 
große Zuspruch bei den Onlineangeboten und der anhaltende Erfolg der Integrationskurse.
Lesen Sie selbst!
Mit freundlichen Grüßen
Jakob Schüller
Leiter des Amts für Weiterbildung/Volkshochschule
Die VHS Köln ist eine zuverlässige Kooperationspartnerin
Erfolgreiche Zusammenarbeit gibt es beispielsweise mit:
Die VHS Köln ist Trägerin der Integrations-
kurse seit der ersten Stunde. Eingeführt 
wurden die I-Kurse zum 1. Januar 2005 mit 
dem Zuwanderungsgesetz. Damit wur -
de erstmals in Deutschland ein zentrales 
und rechtlich verbindliches Konzept mit 
Blick auf die Sprachförderung beschlos -
sen. Zuwanderer*innen haben seither ei-
nen Rechtsanspruch auf einen vom Staat 
geförderten Deutschkurs.
Seitdem hat die VHS ihr Angebot kontinu -
ierlich ausgebaut. Waren es im ersten Jahr 
noch 52 Kursmodule, so hat sich deren An -
zahl stetig gesteigert: 199 Module im Jahr 
2008 und 435 Module mit ca. 1.400 Teil-
nehmenden im Jahr 2019. 
Die Teilnehmenden durchlaufen dabei 
ein aufeinander aufbauendes System von 
Deutschkursen bis zum Niveau B1 – ge -
messen an der Skala des Gemeinsamen 
Europäischen Referenzrahmens für Spra -
chen. Der „Deutsch-Test für Zuwanderer“ 
(A2-B1) als Abschlussprüfung wurde vom 
Goethe-Institut und der telc gGmbH ent -
wickelt und wird seit 2009 bundesweit 
eingesetzt.
Die Bedürfnisse spezieller Personen -
gruppen fördern
Über die allgemeinen I-Kurse hinaus bie -
tet die VHS Köln auch Kurse für spezielle 
Zielgruppen an. Dazu gehören Kurse mit 
Alphabetisierung für Personen, die kei -
ne Schulbildung mitbringen und die latei -
nische Schrift noch erlernen müssen, wie 
auch Jugendintegrationskurse für junge 
Erwachsene bis 27 Jahre, die hier zusätz -
lich eine berufliche Orientierung erhalten. 
Mit einem Orientierungskurs werden 
die Module abgeschlossen. Die Teilneh -
menden erlangen erstes Wissen über Ge -
schichte, Gesellschaft und demokratische 
Grundwerte unseres Landes. Inzwischen 
umfasst der Orientierungskurs 100 Unter -
richtsstunden und schließt ebenfalls mit 
einem Test ab („Leben in Deutschland“). 
Das „Zertifikat Integrationskurs“ beschei -
nigt Deutschkenntnisse auf dem Niveau 
B 1, wichtige Grundkenntnisse über die 
deutsche Gesellschaft und erleichtert den 
Weg hin zu einer unbefristeten Aufent-
haltserlaubnis und zur deutschen Staats -
angehörigkeit.
Eine Besonderheit der I-Kurse ist deren 
Vielfalt an Teilnehmenden: Sie sind nicht 
nur verschieden hinsichtlich Herkunft, Al -
ter und Bildung, sondern auch mit Blick 
auf die Gründe, die sie bewogen haben, ih -
re Heimat zu verlassen. Waren es anfangs 
vor allem Zugewanderte, die schon länger 
in Deutschland lebten, so kamen ab 2012 
viele Europäer*innen auf der Suche nach 
einer beruflichen Perspektive hinzu, seit 
2014 insbesondere Kriegsgeflüchtete aus 
Syrien, dem Irak und dem Iran. Zurzeit sind 
in den VHS-Integrationskursen Menschen 
aus über 80 Ländern vertreten. Das zeigt: 
Die VHS Köln ist eine wichtige Akteurin im 
Prozess der gesellschaftlichen Integration. 
Mit unserem speziell ausgearbeiteten Pro -
gramm fördern wir den Spracherwerb, die 
Kommunikation und Verständigung so -
wie die Bereitschaft und Fähigkeit zur In -
tegration und Partizipation in unserer Ge -
sellschaft.
Die Pandemie hat sich auch auf die I-Kur-
se ausgewirkt. Dank des Engagements der 
VHS-Beschäftigten sowie der freiberuflich 
Dozierenden besteht nun die Möglichkeit, 
im Lockdown weiterhin Deutsch zu lernen: 
in Onlinetutorien und „virtuellen Klassen -
zimmern“.
Sprache und Bildung als Schlüssel zur Integration
©Fotos: panthermedia, AdobeStock, verenafotografiert, Sonstige Fotos: VHS Köln
Bleib Weltentdecker! 
#Lernengehtimmer – Bildung lässt sich nicht vom Virus unterkriegen
Mitten im Semester, am Freitag, 13. März 
2020, mussten der Präsenzunterricht 
und die Beratung in Präsenz aufgrund der 
Coronapandemie eingestellt werden. 
Eine Situation die, wie so vieles im 
vergangenen und in diesem Jahr, nicht 
vorstellbar war. Wirklich geschlossen 
war die VHS Köln jedoch nie, denn der 
Kursbetrieb ging, wenn auch zunächst in 
geringerem Umfang, online weiter. 
Die Werbetrommel 2020 
Mit zwei Werbekampagnen hat die VHS 
im Kölner Stadtgebiet auf ihr Angebot 
aufmerksam gemacht. Das Werbemotiv 
für das erste Semester hat das Jahresthe-
ma Mobilität aufgegriffen. Zugegeben, 
mobil zu sein war im Coronajahr nicht 
einfach und zeitweise auch gar nicht 
gewünscht. Doch Mobilität findet nicht 
nur physisch statt; die Volkshochschule 
fördert in vielerlei Hinsicht seit jeher die 
geistige Beweglichkeit der Menschen, was 
das Motiv im Stil eines U-Bahnplans zum 
Ausdruck brachte.
In der zweiten Jahreshälfte wurde mit dem 
Motiv „Bleib Weltentdecker“ eine Image-
kampagne geschaltet. Die Welt entde-
cken? Eine ungewöhnliche Aufforderung 
zu einer Zeit, in der ein global agierender 
Virus uns davon abhielt, die Welt zu berei-
sen. Der Untertitel „Mit der VHS in Köln“ in 
Kombination mit dem sympathischen Bild 
löste diese Frage auf. 
VHS_Poster_A3_2020_1.indd   1 24.10.19   10:52
Digital erweiterte Kursangebote sind 
schon lange ein fester Bestandteil unseres 
Programms. Reine Onlineformate bildeten 
hierbei allerdings die Ausnahme. Zeit-
nah wurde, wo es inhaltlich möglich und 
gewünscht war, auf Onlineformate umge-
stellt. Der größte Teil der Angebote wurde 
neu geplant. Oberstes Ziel war es immer 
Formate zu entwickeln, die online Freude 
machen und nicht als Notlösung empfun-
den werden. 
#Lernengehtimmer 
war die Losung, und die 
Bilanz kann sich sehen 
lassen. Seit März 2020 
wurden über 1000 Kurse 
online angeboten. Die 
Themenpalette bildet 
die bekannte Vielfalt der 
VHS ab. Fremdsprachen 
und Kurse zum Erlernen 
der deutschen Sprache, 
berufsqualifizierende 
Themen, Musik, Theater und Fotokurse, 
aber auch Entspannungs- und Gesund-
heitskurse sind online. Auch auf die gesell-
schaftspolitischen Diskussionen, die im 
Forum VHS angeboten werden, musste 
nicht verzichtet werden. Die Vorträge 
wurden live gestreamt und das Publikum 
konnte sich online einbringen.
Ein Kraftakt, der nur möglich war, weil 
viele Kursleitungen bereit waren, sich in 
kurzer Zeit und mit viel Energie in die 
neue Thematik einzuarbeiten, denn 
Onlinekurse erfordern andere Vermitt -
lungstechniken und solide technische 
Kenntnisse. Um die Kursleitungen hierbei 
bestmöglich zu unterstützen, wurde das 
„Train the Trainer“-Programm, orientiert 
an den aktuellen Erfordernissen, kurzfri-
stig ausgebaut. Ebenso wurden die Kurs-
leitungen in das Lernmanagementsystem 
der VHS, die vhs.cloud, eingeführt, um 
dort virtuelle Kursräume entsprechend 
den Bedürfnissen der Lerngruppe einrich -
ten und administrieren zu können.
Bleib' Weltentdecker! 
Jetzt auf 
www.vhs.koeln 
starten.
Die Oberbürgermeisterin
Zeitgleich mit dem Kampagnenstart 
wurde das Kurs- und Veranstaltungsan-
gebot unter neuer URL www.vhs.koeln  
veröffentlicht. 
Die Top-Level-Domain .koeln soll dabei 
die enge Verbundenheit der VHS mit der 
Stadt mit den Menschen, die hier leben, 
verdeutlichen.

Jahresbericht 2020
Das Rad der Politischen Bildung dreht sich – digital – weiter!
Ein Blick zurück…
„Die VHS geht zu den Menschen in die 
Veedel.“ Dieser Prozess begann bereits 
Ende der 1970er Jahre mit der Einrich-
tung dezentraler Zweigstellen im Zuge 
der kommunalen Neuordnung. Grundi -
deen der stadtteilorientierten Bildungs-
arbeit waren: ein flächendeckendes und 
wohnortnahes Bildungsangebot, Bürger -
nähe, Kooperation und Vernetzung. Das 
Programm wurde nicht nur für, sondern 
mit den Bürgerinnen und Bürgern ge-
macht. In der Folge konnten in allen Stadt-
bezirken deutliche Zuwächse an Teilneh-
menden verzeichnet werden – die Hälf-
te des VHS-Programms wurde hier umge-
setzt. Vielen Menschen vor Ort erleichter-
te der niedrigschwellige Zugang zu „ihrer“ 
Volkshochschule den Weg in die Weiter-
bildungskurse – oder machte diesen sogar 
erst möglich. Der dezentrale Aufbruch en-
dete Mitte der 1990er Jahre als Folge ver-
schiedener Maßnahmen zur Konsolidie -
rung des städtischen Haushalts. Ab 1996 
wurden einzelne Zweigstellen zunächst zu 
Regionalzentren zusammengefasst und 
2003 dann ganz aufgegeben.
„Lebenswerte Veedel“ und 
„Kölner Perspektiven 2030“
Heute stehen wir erneut vor den Heraus-
forderungen einer wachsenden Stadt, 
in der Bildung in den Stadtteilen mitge-
dacht werden muss. Erklärtes Ziel der 
VHS Köln ist es daher, wieder stärker 
in die Veedel zurückzukehren und vor 
Ort präsent zu sein. VHS-Leiter Jakob 
Schüller: „Nur durch eine personelle 
Präsenz in den Sozialräumen kann die 
VHS in die Lage versetzt werden, ein 
bedarfsgerechtes Angebot zu organisie-
ren und kompetente Beratung durchzu-
führen. Die VHS kann so einen nachhal-
tigen Beitrag zur Umsetzung der gesamt-
städtischen Konzepte ‚Lebenswerte Vee-
del‘ und ‚Kölner Perspektiven 2030‘ lei-
sten.“
Ankommen im Veedel
Ende 2020 war es dann soweit: In Mül-
heim, Porz und Ehrenfeld konnten insge-
samt fünf Pädagogische Assistent*innen 
ihre Arbeit aufnehmen. Sie sind verant-
wortlich für ein Grundangebot (Politik, 
Kultur und Sprachen) sowie für die Koo-
peration, Vernetzung und regionale Be-
darfserschließung. Der Bedarf an Wei-
terbildungsangeboten ist groß. Die 
neuen Mitarbeitenden haben den Dia-
log mit den örtlichen Sozialraum-, Seni-
oren- und Ehrenamtskoordinator*innen 
aufgenommen, um die Bildungsbedar -
fe vor Ort zu erschließen. Im Sprachen-
bereich sind es zum Beispiel Deutschan-
gebote, dezentrale Angebote der Grund-
bildung sowie Fremdsprachenkurse für 
besondere Zielgruppen. In der Politi-
schen und Kulturellen Bildung sahen die 
Netzwerkpartner*innen Bedarf für spezi -
elle Trainings zum gezielten Umgang mit 
Desinformation im Internet, lebensprak -
tische Angebote (Schulden, Wohnen) so-
wie Argumentationstrainings gegen 
Stammtischparolen.
Die Gespräche boten den Assistenzen eine 
gute Basis, um sich auf Augenhöhe zu ver-
netzen. Die Multiplikator*innen vor Ort 
wiederum freuen sich über die Rückkehr 
der Volkshochschule in die Veedel.
Jahresbericht 2020
Die VHS geht (wieder) in die Veedel | Stadtteileltern
Jahresbericht 2020
Literaturhaus Köln virtuell | Bildungsurlaube im Onlineformat
Jahresbericht 2020
Kommunikation und Onlineberatung für Bürger*innen | Die Werbetrommel 2020
Die VHS geht (wieder) in die Veedel
Kundschaft setzt auf Bildungsurlaube im Onlineformat
„Bis zu 40 Unterrichtsstunden vor dem 
Rechner sitzen und sich einem Thema 
widmen, das macht doch niemand“, 
war eine weit verbreitete Meinung bei 
der Frage nach Bildungsurlauben im 
Onlineformat. Das war vor der Corona-
pandemie. Heute wissen wir es besser! 
Online-Bildungsurlaube werden auch 
angenommen, wobei natürlich in erster 
Linie das Thema und auch die digitale 
Kompetenz der Teilnehmer*innen und der 
Dozent*innen eine Rolle spielen.  
Seit dem Lockdown im Frühjahr 2020 
wurden im Programmbereich Beruf -
liche Bildung 17 Bildungsurlaube online 
realisiert, vorrangig zu den gehobenen 
EDV-Themen wie Programmierung und 
Webdesign. Aber auch Bildungsurlaube 
zu speziellen Office-Themen konnten 
erfolgreich abgeschlossen werden. 
Außerhalb des EDV-Themenbereiches 
waren verstärkt Online-Bildungsurlaube 
zu Social Media, Prozessoptimierung und 
Rhetorik nachgefragt.
Stadtteileltern: 
Das Leben verändern
Das Projekt „Stadtteileltern“ konnte 
Ende 2020 auf drei wertvolle Jahre zurück-
blicken. Im Jahr 2018 starteten der 
Programmbereich „Qualifizierung und 
Beschäftigungsförderung“ sowie ver -
schiedene Kooperationspartner*innen 
damit, Menschen im ALG II-Bezug in ganz 
Köln für das Projekt „Stadtteileltern“ zu 
begeistern. 
Ziele des dreijäh-
rigen Projektes wa -
ren die Qualifizie-
rung der einzelnen 
Teilnehmenden 
sowie die gezielte 
und passgenaue 
Unterstützung von 
Familien in den 
Veedeln. Die Realisierung und Gesamt-
organisation lag in den Händen der Volks-
hochschule Köln; finanziert mit Förder-
geldern des Europäischen Sozialfonds, des 
Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und 
Soziales des Landes NRW sowie Mitteln 
der Stadt Köln und einer privaten Stiftung.
In acht unterschiedlichen Sozialräumen 
fand die VHS engagierte Kooperations-
partner*innen. In der ersten Phase wurden 
85 Frauen und Männer sechs Monate von 
Dozierenden der VHS zu Stadtteileltern 
qualifiziert. Auf der Agenda standen 
Themen zu Bildung, Gesundheit, Soziales 
sowie die Vermittlung von Basiswissen 
in Beratung und Zugang zu Hilfseinrich-
tungen. Nach der Qualifizierung betreuten 
die Teilnehmer*innen 18 Monate lang 
Menschen in schwierigen Familiensitua -
tionen in deren Veedeln. Das vergangene 
Jahr wurde für die eigene intensive beruf-
liche Qualifizierung genutzt, gefördert 
vom Jobcenter Köln, das das Projekt 
begleitete.
Dank des neu gewonnenen Selbstver-
trauens, der persönlichen Erfahrungen 
und der intensiven Betreuung der Träger 
vor Ort bestanden über 60 Prozent der 
Teilnehmer*innen ihre Qualifizierung und 
fanden eine Arbeitsstelle; die übrigen 
werden weiterhin unterstützt.
Fazit: 
Für viele hat sich das Leben positiv verän-
dert. Und das ist gut: auch und gerade in 
den schwierigen Zeiten der Coronapan-
demie.
Die Digitalisierung durchdringt alle Le -
bensbereiche, und so liegt es nahe, auch 
mit einer Onlineberatung neue Wege zu 
gehen, um zukunftsfähig zu bleiben und 
Ratsuchende in den unterschiedlichen 
Altersstrukturen, Lebenslagen und sozia -
len Milieus zu erreichen. Onlineberatung 
ermöglicht einen niedrigschwelligen Zu -
gang. Sie ist räumlich und zeitlich flexibel, 
erschließt neue Zielgruppen für die Be-
ratung und schafft neue personelle und 
räumliche Ressourcen. Zudem ermöglicht 
Onlineberatung Inklusion und Barrierefrei -
heit. Vor diesem Hintergrund hat die VHS 
Köln das Projekt „Onlineberatung in der 
Weiterbildung“ als Pilotprojekt im Rah-
men der Verwaltungsreform angemeldet. 
Das Projekt steht auf zwei großen Säulen: 
zum einen die Implementierung einer Be-
ratungsoberfläche, zum anderen die Ent-
wicklung eines Qualifizierungsangebots 
zur Onlineberatung für Mitarbeitende der 
Stadt Köln und als berufsbegleitende Wei-
terbildung im offenen Programm der VHS 
Köln für professionelle Berater*innen.
Verbesserung des Services für 
Bürger*innen 
Die Herausforderungen durch die 
Coronapandemie sind gewaltig: für die 
Menschen, die Verwaltung und die Po-
litik. Es stellt sich für alle Seiten die Fra-
ge: Wie kann guter Bürger*innenservice 
aufrechterhalten werden in Krisenzei -
ten? Gerade in der Ausnahmesituation 
wurde deutlich, dass Verwaltung innova-
tive Lösungen entwickeln muss, um un-
abhängig von Zeit und Ort für die Men-
schen da zu sein im Sinne eines modernen 
Kunden*innenmanagements. Mit dieser 
Herausforderung hat sich eine ad-hoc-Ar-
beitsgruppe als dezernatsübergreifendes 
Gremium mit dem Ziel befasst, gemein-
sam Digitalisierungsprojekte zu entwi -
ckeln und voranzutreiben. Nach drei digi-
talen Workshops im August 2020 wurden 
sechs Projekte ausgewählt, die von der 
Stadtspitze im Verwaltungsvorstand sehr 
positiv aufgenommen wurden. 
Mit Designsprints zur Umsetzung von 
Onlineberatung und Chatbotlösungen
Im September 2020 ging die VHS gemein-
sam mit dem Familienbüro im Jugendamt 
und den Bürgerdiensten in dem Projekt 
„Kommunikation und Onlineberatung für 
Bürgerinnen und Bürger“ an den Start. In 
mehreren Designsprints (ergebnisorien -
tiertes und schnelles Vorgehen mit agilen 
Methoden des Projektmanagements) hat 
das Team zunächst Lösungen für Chatbo-
tanwendungen bei immerwiederkehren -
den Kunden*innenfragen erarbeitet – z. B. 
Informationen zu den Öffnungszeiten der 
VHS und Kitas der Stadt Köln. 
In den nächsten Sprints standen vor allem 
die Umsetzung der Onlineberatung und 
die Entwicklung eines Trainings für Online -
beratende im Fokus. Coronabedingt liefen 
alle Designsprints online mit nutzerorien-
tierten Methoden, wie etwa dem Erstellen 
von Persona, Storytelling und der Entwick-
lung von Prototypen. Die Sprints waren 
kreativ, motivierend und zielorientiert, 
und die Ergebnisse können sich sehen las-
sen: Mit Big Blue Botton ist eine tech-
nische Lösung für Onlineberatungen in 
Sicht. Voraussichtlich im Sommer/Herbst 
2021 geht die Qualifizierung für Mitarbei-
tende der Stadt Köln und für Kund*innen 
der VHS an den Start. In weiteren Ämtern 
der Stadt Köln soll Onlineberatung einge-
führt werden, denn die Vorteile für die Ge-
samtverwaltung liegen auf der Hand: Mit 
der Einführung einer flächendeckenden 
Onlineberatung kann sich die Stadt Köln 
im interkommunalen Vergleich als Vor-
reiterin positionieren und vor allem den 
Bürger*innen einen digital zeitgemäßen 
und innovativen Service bieten.
Kommunikation und Onlineberatung für Bürger*innen 
Natürlich wurden die Online-Bildungsur -
laube, wie es sich gehört, im Anschluss 
mit einem Online-Tool evaluiert. Die Rück-
laufquote der Befragung war sehr hoch 
und bei der Auswertung war festzustellen: 
Unsere Kundschaft ist nicht nur im digi-
talen Zeitalter angekommen, sondern sie 
nutzt digitale Formate und Möglichkeiten 
immer selbstverständlicher. 
Das Feedback zu den Online-Bildungsur-
lauben war außerordentlich positiv. Sie 
wurden nicht als zwangsläufige Notlö-
sung wegen der Coronapandemie erlebt, 
sondern eher als Format mit Mehrwert. 
Insbesondere diese Vorteile wurden im-
mer wieder genannt: stärkere Konzentra-
tion auf das Wesentliche, Austausch mit 
den anderen Teilnehmer*innen und den 
Dozent*innen über sogenannte Break-
Out Rooms, Arbeiten in der gewohnten 
Umgebung, keine Reise- und Unterbrin-
gungskosten. Viele Teilnehmer*innen 
bestätigten in ihrem Feedback, dass sie 
künftig vorrangig im Onlineformat einen 
Kurs besuchen würden.
Die hohe Akzeptanz der digitalen Formate 
wurde entscheidend begünstigt durch 
einen Beschluss des Landtages NRW zur 
Anerkennung von Online-Bildungsurlau -
ben für das Jahr 2020. Mittlerweile wurde 
diese Regelung auf 2021 ausgeweitet. 
Online-Unterricht, Distanzlernen und 
Digitale Bildung sind heute Selbstver-
ständlichkeiten. Dieser Fakt sollte auch 
im Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz 
dauerhaft berücksichtigt werden.
Im Corona-Jahr 2020 standen gesell-
schaftliche Themen wie Antidiskrimi-
nierung und Antirassismus, Diversität 
und Empowerment, Hospizbegleitung in 
Zeiten von Corona, aber auch Parteien-
analysen, Kommunalwahl und Brexit auf 
der Agenda.
Neben den bereits bestehenden Online -
seminaren haben wir coronabedingt neue 
Onlineformate etabliert, mit denen wir 
auch im Lockdown weiterhin Veranstal -
tungen und Vorträge der Politischen Bil-
dung realisieren konnten. Besondere Be -
achtung fanden dabei Livestreams mit in-
teraktiver Zuschauer*innen-Beteiligung 
aus dem FORUM Volkshochschule. Diese 
fanden entweder „hybrid“, also mit einem 
kleinen Publikum vor Ort und zusätz-
lichem interaktivem Streaming, oder als 
sogenannte Geisterveranstaltung statt, 
wobei die Bühne coronagerecht ohne Pu-
blikum bespielt und das Geschehen ge-
streamt wurde. Beide Formate konnten 
die Zuschauer*innen über den YouTube-
Kanal der VHS verfolgen. Der direkte Aus-
tausch und die Diskussion kamen dabei 
nicht zu kurz – ihre Wortbeiträge konnten 
die Zuschauer*innen online einreichen. 
Der Diskussion mit Politikberater Erik 
Flügge zu seinem aktuellen Buch „Ego-
ismus“ folgten virtuell knapp 200 
Zuschauer*innen mit reger Beteiligung. 
Bereits fünf Stunden nach der Veranstal-
tung war deren Aufzeichnung bereits über 
3100 Mal angeklickt und 60 Mal geteilt 
worden.
Kurz vor der Kommunalwahl diskutierten 
Politiker*innen bei uns zu „Gleichberech -
tigtem Zusammenleben in Köln, so bunt 
wie die Regenbogenfahne?“. Per Video-
konferenz und auf Facebook und YouTube 
haben wir den bunten Abend gestreamt. 
Wegen der Kontaktbeschränkungen durf -
ten sich nur 50 Personen im 
FORUM Volkshochschule 
aufhalten – online schalteten 
dafür mehr als 2340 ein.
Die 6. Fair Trade Night fand 
sozusagen „op jöck“ statt 
– Ausfall war keine Option! 
Statt im FORUM Volkshoch-
schule und im Museumsfo-
yer, haben wir die Gäste auf 
vier Veranstaltungsorte in der 
Stadt aufgeteilt. So konnten 
wir die Besucher*innenströme 
reduzieren und ein gewohnt 
persönliches Programm anbie -
ten. Auch 2021 werden wir – 
den Umständen entsprechend 
– zunächst noch auf physische 
Distanz gehen, dabei aber Nähe 
nicht missen lassen.
Das technische Know-how zur Umsetzung 
digitaler Formate ist ein stetiger Lernpro-
zess und wir gehen ihn mit Innovations-
freude an. Die Resonanz von über 5.300 
Online-Teilnehmer*innen in fünf Monaten 
macht Lust auf mehr. Klar ist aber auch: 
Die Freude wird genauso groß sein, wenn 
wir endlich wieder zusammenkommen 
und vor Ort diskutieren können!
Das Rad der Politischen Bildung dreht sich – digital – weiter!
Zu den süßen 
Früchten der 
Coronapandemie 
zählt auch das 
Format Literatur-
haus Köln virtuell. Bereits seit längerer 
Zeit war das Literaturhaus immer wieder 
mit besonders großen Veranstaltungen 
im FORUM Volkshochschule zu Gast. Eine 
Vertiefung der Kooperation in Richtung 
gemeinsamer Veranstaltungskonzepte 
war bereits im Gespräch, als mit dem 
Lockdown im März 2020 erst einmal 
„nichts mehr“ in Präsenz möglich war. In 
dieser Situation öffnete die Volkshoch-
schule ihre virtuellen Räume gerne für die 
wichtigste Kölner Institution der Litera-
turförderung und Literaturvermittlung. 
Am 2. April fiel der offizielle Startschuss 
mit einer gemeinsamen Presseinforma -
tion, am 16. April fand bereits die erste 
digitale Veranstaltung statt. Elf weitere 
Veranstaltungen folgten bis Dezember 
2020. Die Beteiligung war rege – insge-
samt nahmen über 500 Menschen teil.
Gerade angesichts der abgesagten 
Leipziger Buchmesse war es ein gemein-
sames Anliegen von Volkshochschule und 
Literaturhaus, Literatur auch im Lock-
down sichtbar und hörbar zu machen. 
Den Autor*innen wollten wir auf andere 
Weise ein Forum bieten, um ihre neuen 
Veröffentlichungen einem interessier -
ten Publikum zu präsentieren und ins 
Gespräch zu kommen. Gleichzeitig konnte 
die Volkshochschule den Teilnehmenden 
aus den coronabedingt abgesagten Litera -
turkursen damit ein Angebot machen, um 
den Lockdown zu überbrücken.
Die gesellschaftspolitische Dimension 
kam in den Veranstaltungen des Literatur -
hauses virtuell auf ganz unterschiedliche 
Weise zum Ausdruck. Besonders erwähnt 
sei „Literatur in Einfacher Sprache“, ein 
Projekt des Frankfurter Literaturhauses, 
bei dem erfolgreiche zeitgenössische 
Autor*innen sprachlich einfache, aber li-
terarisch anspruchsvolle Kurzgeschichten 
verfasst haben, um sie Menschen nahe zu 
bringen, die aufgrund ihrer sprachlichen 
oder kognitiven Voraussetzungen zu 
Literatur ansonsten keinen Zugang haben. 
An der Veranstaltung mit Autor Kristof 
Magnusson und Initiator des Projektes 
Hauke Hückstädt nahmen auch Dozieren-
de aus den Deutschkursen der Volkshoch-
schule teil, die dort Impulse für ihre Arbeit 
fanden. 
Thematisch spann sich bei den gemein-
samen digitalen Veranstaltungen ein 
weiter Bogen: deutsch-deutsche Teilung 
und heutiger Rechtsextremismus, eine 
Pilotin in den 1920er Jahren, die Begeg-
nung zwischen Paul Celan und Heidegger 
und die Spuren brauner Vergangenheit in 
der frühen Bundesrepublik, komplexe Be -
ziehungsgeschichten im interkulturellen 
Spannungsfeld. Die Veranstaltungen gin -
gen über reine Lesungen hinaus, wesent -
lich war das Gespräch – sowohl über die 
literarische Form und den Inhalt als auch 
über den Prozess des Schreibens. Das For-
mat ermöglichte es dem Publikum, sich 
aktiv einzuschalten, was immer wieder 
erfreulich intensiv genutzt wurde. 
Alles in allem: Literaturhaus Köln virtuell 
und die VHS – eine gelungene Kooperati-
on, die 2021 fortgeführt wird.
Literaturhaus Köln virtuell
Wir begleiten Sie auf 
diesen Kanälen.
Im Internet:
www.vhs.koeln
Im VHS Newsletter
 
In den sozialen Medien:
facebook.com/vhskoeln
instagram.com/vhskoeln
twitter.com/vhskoeln
linkedin.com/company/
volkshochschule-vhs-köln
youtube.com/c/
VolkshochschuleKöln1

Jahresbericht 2020
Das Rad der Politischen Bildung dreht sich – digital – weiter!
Ein Blick zurück…
„Die VHS geht zu den Menschen in die 
Veedel.“ Dieser Prozess begann bereits 
Ende der 1970er Jahre mit der Einrich-
tung dezentraler Zweigstellen im Zuge 
der kommunalen Neuordnung. Grundi -
deen der stadtteilorientierten Bildungs-
arbeit waren: ein flächendeckendes und 
wohnortnahes Bildungsangebot, Bürger -
nähe, Kooperation und Vernetzung. Das 
Programm wurde nicht nur für, sondern 
mit den Bürgerinnen und Bürgern ge-
macht. In der Folge konnten in allen Stadt-
bezirken deutliche Zuwächse an Teilneh-
menden verzeichnet werden – die Hälf-
te des VHS-Programms wurde hier umge-
setzt. Vielen Menschen vor Ort erleichter-
te der niedrigschwellige Zugang zu „ihrer“ 
Volkshochschule den Weg in die Weiter-
bildungskurse – oder machte diesen sogar 
erst möglich. Der dezentrale Aufbruch en-
dete Mitte der 1990er Jahre als Folge ver-
schiedener Maßnahmen zur Konsolidie -
rung des städtischen Haushalts. Ab 1996 
wurden einzelne Zweigstellen zunächst zu 
Regionalzentren zusammengefasst und 
2003 dann ganz aufgegeben.
„Lebenswerte Veedel“ und 
„Kölner Perspektiven 2030“
Heute stehen wir erneut vor den Heraus-
forderungen einer wachsenden Stadt, 
in der Bildung in den Stadtteilen mitge-
dacht werden muss. Erklärtes Ziel der 
VHS Köln ist es daher, wieder stärker 
in die Veedel zurückzukehren und vor 
Ort präsent zu sein. VHS-Leiter Jakob 
Schüller: „Nur durch eine personelle 
Präsenz in den Sozialräumen kann die 
VHS in die Lage versetzt werden, ein 
bedarfsgerechtes Angebot zu organisie-
ren und kompetente Beratung durchzu-
führen. Die VHS kann so einen nachhal-
tigen Beitrag zur Umsetzung der gesamt-
städtischen Konzepte ‚Lebenswerte Vee-
del‘ und ‚Kölner Perspektiven 2030‘ lei-
sten.“
Ankommen im Veedel
Ende 2020 war es dann soweit: In Mül-
heim, Porz und Ehrenfeld konnten insge-
samt fünf Pädagogische Assistent*innen 
ihre Arbeit aufnehmen. Sie sind verant-
wortlich für ein Grundangebot (Politik, 
Kultur und Sprachen) sowie für die Koo-
peration, Vernetzung und regionale Be-
darfserschließung. Der Bedarf an Wei-
terbildungsangeboten ist groß. Die 
neuen Mitarbeitenden haben den Dia-
log mit den örtlichen Sozialraum-, Seni-
oren- und Ehrenamtskoordinator*innen 
aufgenommen, um die Bildungsbedar -
fe vor Ort zu erschließen. Im Sprachen-
bereich sind es zum Beispiel Deutschan-
gebote, dezentrale Angebote der Grund-
bildung sowie Fremdsprachenkurse für 
besondere Zielgruppen. In der Politi-
schen und Kulturellen Bildung sahen die 
Netzwerkpartner*innen Bedarf für spezi -
elle Trainings zum gezielten Umgang mit 
Desinformation im Internet, lebensprak -
tische Angebote (Schulden, Wohnen) so-
wie Argumentationstrainings gegen 
Stammtischparolen.
Die Gespräche boten den Assistenzen eine 
gute Basis, um sich auf Augenhöhe zu ver-
netzen. Die Multiplikator*innen vor Ort 
wiederum freuen sich über die Rückkehr 
der Volkshochschule in die Veedel.
Jahresbericht 2020
Die VHS geht (wieder) in die Veedel | Stadtteileltern
Jahresbericht 2020
Literaturhaus Köln virtuell | Bildungsurlaube im Onlineformat
Jahresbericht 2020
Kommunikation und Onlineberatung für Bürger*innen | Die Werbetrommel 2020
Die VHS geht (wieder) in die Veedel
Kundschaft setzt auf Bildungsurlaube im Onlineformat
„Bis zu 40 Unterrichtsstunden vor dem 
Rechner sitzen und sich einem Thema 
widmen, das macht doch niemand“, 
war eine weit verbreitete Meinung bei 
der Frage nach Bildungsurlauben im 
Onlineformat. Das war vor der Corona-
pandemie. Heute wissen wir es besser! 
Online-Bildungsurlaube werden auch 
angenommen, wobei natürlich in erster 
Linie das Thema und auch die digitale 
Kompetenz der Teilnehmer*innen und der 
Dozent*innen eine Rolle spielen.  
Seit dem Lockdown im Frühjahr 2020 
wurden im Programmbereich Beruf -
liche Bildung 17 Bildungsurlaube online 
realisiert, vorrangig zu den gehobenen 
EDV-Themen wie Programmierung und 
Webdesign. Aber auch Bildungsurlaube 
zu speziellen Office-Themen konnten 
erfolgreich abgeschlossen werden. 
Außerhalb des EDV-Themenbereiches 
waren verstärkt Online-Bildungsurlaube 
zu Social Media, Prozessoptimierung und 
Rhetorik nachgefragt.
Stadtteileltern: 
Das Leben verändern
Das Projekt „Stadtteileltern“ konnte 
Ende 2020 auf drei wertvolle Jahre zurück-
blicken. Im Jahr 2018 starteten der 
Programmbereich „Qualifizierung und 
Beschäftigungsförderung“ sowie ver -
schiedene Kooperationspartner*innen 
damit, Menschen im ALG II-Bezug in ganz 
Köln für das Projekt „Stadtteileltern“ zu 
begeistern. 
Ziele des dreijäh-
rigen Projektes wa -
ren die Qualifizie-
rung der einzelnen 
Teilnehmenden 
sowie die gezielte 
und passgenaue 
Unterstützung von 
Familien in den 
Veedeln. Die Realisierung und Gesamt-
organisation lag in den Händen der Volks-
hochschule Köln; finanziert mit Förder-
geldern des Europäischen Sozialfonds, des 
Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und 
Soziales des Landes NRW sowie Mitteln 
der Stadt Köln und einer privaten Stiftung.
In acht unterschiedlichen Sozialräumen 
fand die VHS engagierte Kooperations-
partner*innen. In der ersten Phase wurden 
85 Frauen und Männer sechs Monate von 
Dozierenden der VHS zu Stadtteileltern 
qualifiziert. Auf der Agenda standen 
Themen zu Bildung, Gesundheit, Soziales 
sowie die Vermittlung von Basiswissen 
in Beratung und Zugang zu Hilfseinrich-
tungen. Nach der Qualifizierung betreuten 
die Teilnehmer*innen 18 Monate lang 
Menschen in schwierigen Familiensitua -
tionen in deren Veedeln. Das vergangene 
Jahr wurde für die eigene intensive beruf-
liche Qualifizierung genutzt, gefördert 
vom Jobcenter Köln, das das Projekt 
begleitete.
Dank des neu gewonnenen Selbstver-
trauens, der persönlichen Erfahrungen 
und der intensiven Betreuung der Träger 
vor Ort bestanden über 60 Prozent der 
Teilnehmer*innen ihre Qualifizierung und 
fanden eine Arbeitsstelle; die übrigen 
werden weiterhin unterstützt.
Fazit: 
Für viele hat sich das Leben positiv verän-
dert. Und das ist gut: auch und gerade in 
den schwierigen Zeiten der Coronapan-
demie.
Die Digitalisierung durchdringt alle Le -
bensbereiche, und so liegt es nahe, auch 
mit einer Onlineberatung neue Wege zu 
gehen, um zukunftsfähig zu bleiben und 
Ratsuchende in den unterschiedlichen 
Altersstrukturen, Lebenslagen und sozia -
len Milieus zu erreichen. Onlineberatung 
ermöglicht einen niedrigschwelligen Zu -
gang. Sie ist räumlich und zeitlich flexibel, 
erschließt neue Zielgruppen für die Be-
ratung und schafft neue personelle und 
räumliche Ressourcen. Zudem ermöglicht 
Onlineberatung Inklusion und Barrierefrei -
heit. Vor diesem Hintergrund hat die VHS 
Köln das Projekt „Onlineberatung in der 
Weiterbildung“ als Pilotprojekt im Rah-
men der Verwaltungsreform angemeldet. 
Das Projekt steht auf zwei großen Säulen: 
zum einen die Implementierung einer Be-
ratungsoberfläche, zum anderen die Ent-
wicklung eines Qualifizierungsangebots 
zur Onlineberatung für Mitarbeitende der 
Stadt Köln und als berufsbegleitende Wei-
terbildung im offenen Programm der VHS 
Köln für professionelle Berater*innen.
Verbesserung des Services für 
Bürger*innen 
Die Herausforderungen durch die 
Coronapandemie sind gewaltig: für die 
Menschen, die Verwaltung und die Po-
litik. Es stellt sich für alle Seiten die Fra-
ge: Wie kann guter Bürger*innenservice 
aufrechterhalten werden in Krisenzei -
ten? Gerade in der Ausnahmesituation 
wurde deutlich, dass Verwaltung innova-
tive Lösungen entwickeln muss, um un-
abhängig von Zeit und Ort für die Men-
schen da zu sein im Sinne eines modernen 
Kunden*innenmanagements. Mit dieser 
Herausforderung hat sich eine ad-hoc-Ar-
beitsgruppe als dezernatsübergreifendes 
Gremium mit dem Ziel befasst, gemein-
sam Digitalisierungsprojekte zu entwi -
ckeln und voranzutreiben. Nach drei digi-
talen Workshops im August 2020 wurden 
sechs Projekte ausgewählt, die von der 
Stadtspitze im Verwaltungsvorstand sehr 
positiv aufgenommen wurden. 
Mit Designsprints zur Umsetzung von 
Onlineberatung und Chatbotlösungen
Im September 2020 ging die VHS gemein-
sam mit dem Familienbüro im Jugendamt 
und den Bürgerdiensten in dem Projekt 
„Kommunikation und Onlineberatung für 
Bürgerinnen und Bürger“ an den Start. In 
mehreren Designsprints (ergebnisorien -
tiertes und schnelles Vorgehen mit agilen 
Methoden des Projektmanagements) hat 
das Team zunächst Lösungen für Chatbo-
tanwendungen bei immerwiederkehren -
den Kunden*innenfragen erarbeitet – z. B. 
Informationen zu den Öffnungszeiten der 
VHS und Kitas der Stadt Köln. 
In den nächsten Sprints standen vor allem 
die Umsetzung der Onlineberatung und 
die Entwicklung eines Trainings für Online -
beratende im Fokus. Coronabedingt liefen 
alle Designsprints online mit nutzerorien-
tierten Methoden, wie etwa dem Erstellen 
von Persona, Storytelling und der Entwick-
lung von Prototypen. Die Sprints waren 
kreativ, motivierend und zielorientiert, 
und die Ergebnisse können sich sehen las-
sen: Mit Big Blue Botton ist eine tech-
nische Lösung für Onlineberatungen in 
Sicht. Voraussichtlich im Sommer/Herbst 
2021 geht die Qualifizierung für Mitarbei-
tende der Stadt Köln und für Kund*innen 
der VHS an den Start. In weiteren Ämtern 
der Stadt Köln soll Onlineberatung einge-
führt werden, denn die Vorteile für die Ge-
samtverwaltung liegen auf der Hand: Mit 
der Einführung einer flächendeckenden 
Onlineberatung kann sich die Stadt Köln 
im interkommunalen Vergleich als Vor-
reiterin positionieren und vor allem den 
Bürger*innen einen digital zeitgemäßen 
und innovativen Service bieten.
Kommunikation und Onlineberatung für Bürger*innen 
Natürlich wurden die Online-Bildungsur -
laube, wie es sich gehört, im Anschluss 
mit einem Online-Tool evaluiert. Die Rück-
laufquote der Befragung war sehr hoch 
und bei der Auswertung war festzustellen: 
Unsere Kundschaft ist nicht nur im digi-
talen Zeitalter angekommen, sondern sie 
nutzt digitale Formate und Möglichkeiten 
immer selbstverständlicher. 
Das Feedback zu den Online-Bildungsur-
lauben war außerordentlich positiv. Sie 
wurden nicht als zwangsläufige Notlö-
sung wegen der Coronapandemie erlebt, 
sondern eher als Format mit Mehrwert. 
Insbesondere diese Vorteile wurden im-
mer wieder genannt: stärkere Konzentra-
tion auf das Wesentliche, Austausch mit 
den anderen Teilnehmer*innen und den 
Dozent*innen über sogenannte Break-
Out Rooms, Arbeiten in der gewohnten 
Umgebung, keine Reise- und Unterbrin-
gungskosten. Viele Teilnehmer*innen 
bestätigten in ihrem Feedback, dass sie 
künftig vorrangig im Onlineformat einen 
Kurs besuchen würden.
Die hohe Akzeptanz der digitalen Formate 
wurde entscheidend begünstigt durch 
einen Beschluss des Landtages NRW zur 
Anerkennung von Online-Bildungsurlau -
ben für das Jahr 2020. Mittlerweile wurde 
diese Regelung auf 2021 ausgeweitet. 
Online-Unterricht, Distanzlernen und 
Digitale Bildung sind heute Selbstver-
ständlichkeiten. Dieser Fakt sollte auch 
im Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz 
dauerhaft berücksichtigt werden.
Im Corona-Jahr 2020 standen gesell-
schaftliche Themen wie Antidiskrimi-
nierung und Antirassismus, Diversität 
und Empowerment, Hospizbegleitung in 
Zeiten von Corona, aber auch Parteien-
analysen, Kommunalwahl und Brexit auf 
der Agenda.
Neben den bereits bestehenden Online -
seminaren haben wir coronabedingt neue 
Onlineformate etabliert, mit denen wir 
auch im Lockdown weiterhin Veranstal -
tungen und Vorträge der Politischen Bil-
dung realisieren konnten. Besondere Be -
achtung fanden dabei Livestreams mit in-
teraktiver Zuschauer*innen-Beteiligung 
aus dem FORUM Volkshochschule. Diese 
fanden entweder „hybrid“, also mit einem 
kleinen Publikum vor Ort und zusätz-
lichem interaktivem Streaming, oder als 
sogenannte Geisterveranstaltung statt, 
wobei die Bühne coronagerecht ohne Pu-
blikum bespielt und das Geschehen ge-
streamt wurde. Beide Formate konnten 
die Zuschauer*innen über den YouTube-
Kanal der VHS verfolgen. Der direkte Aus-
tausch und die Diskussion kamen dabei 
nicht zu kurz – ihre Wortbeiträge konnten 
die Zuschauer*innen online einreichen. 
Der Diskussion mit Politikberater Erik 
Flügge zu seinem aktuellen Buch „Ego-
ismus“ folgten virtuell knapp 200 
Zuschauer*innen mit reger Beteiligung. 
Bereits fünf Stunden nach der Veranstal-
tung war deren Aufzeichnung bereits über 
3100 Mal angeklickt und 60 Mal geteilt 
worden.
Kurz vor der Kommunalwahl diskutierten 
Politiker*innen bei uns zu „Gleichberech -
tigtem Zusammenleben in Köln, so bunt 
wie die Regenbogenfahne?“. Per Video-
konferenz und auf Facebook und YouTube 
haben wir den bunten Abend gestreamt. 
Wegen der Kontaktbeschränkungen durf -
ten sich nur 50 Personen im 
FORUM Volkshochschule 
aufhalten – online schalteten 
dafür mehr als 2340 ein.
Die 6. Fair Trade Night fand 
sozusagen „op jöck“ statt 
– Ausfall war keine Option! 
Statt im FORUM Volkshoch-
schule und im Museumsfo-
yer, haben wir die Gäste auf 
vier Veranstaltungsorte in der 
Stadt aufgeteilt. So konnten 
wir die Besucher*innenströme 
reduzieren und ein gewohnt 
persönliches Programm anbie -
ten. Auch 2021 werden wir – 
den Umständen entsprechend 
– zunächst noch auf physische 
Distanz gehen, dabei aber Nähe 
nicht missen lassen.
Das technische Know-how zur Umsetzung 
digitaler Formate ist ein stetiger Lernpro-
zess und wir gehen ihn mit Innovations-
freude an. Die Resonanz von über 5.300 
Online-Teilnehmer*innen in fünf Monaten 
macht Lust auf mehr. Klar ist aber auch: 
Die Freude wird genauso groß sein, wenn 
wir endlich wieder zusammenkommen 
und vor Ort diskutieren können!
Das Rad der Politischen Bildung dreht sich – digital – weiter!
Zu den süßen 
Früchten der 
Coronapandemie 
zählt auch das 
Format Literatur-
haus Köln virtuell. Bereits seit längerer 
Zeit war das Literaturhaus immer wieder 
mit besonders großen Veranstaltungen 
im FORUM Volkshochschule zu Gast. Eine 
Vertiefung der Kooperation in Richtung 
gemeinsamer Veranstaltungskonzepte 
war bereits im Gespräch, als mit dem 
Lockdown im März 2020 erst einmal 
„nichts mehr“ in Präsenz möglich war. In 
dieser Situation öffnete die Volkshoch-
schule ihre virtuellen Räume gerne für die 
wichtigste Kölner Institution der Litera-
turförderung und Literaturvermittlung. 
Am 2. April fiel der offizielle Startschuss 
mit einer gemeinsamen Presseinforma -
tion, am 16. April fand bereits die erste 
digitale Veranstaltung statt. Elf weitere 
Veranstaltungen folgten bis Dezember 
2020. Die Beteiligung war rege – insge-
samt nahmen über 500 Menschen teil.
Gerade angesichts der abgesagten 
Leipziger Buchmesse war es ein gemein-
sames Anliegen von Volkshochschule und 
Literaturhaus, Literatur auch im Lock-
down sichtbar und hörbar zu machen. 
Den Autor*innen wollten wir auf andere 
Weise ein Forum bieten, um ihre neuen 
Veröffentlichungen einem interessier -
ten Publikum zu präsentieren und ins 
Gespräch zu kommen. Gleichzeitig konnte 
die Volkshochschule den Teilnehmenden 
aus den coronabedingt abgesagten Litera -
turkursen damit ein Angebot machen, um 
den Lockdown zu überbrücken.
Die gesellschaftspolitische Dimension 
kam in den Veranstaltungen des Literatur -
hauses virtuell auf ganz unterschiedliche 
Weise zum Ausdruck. Besonders erwähnt 
sei „Literatur in Einfacher Sprache“, ein 
Projekt des Frankfurter Literaturhauses, 
bei dem erfolgreiche zeitgenössische 
Autor*innen sprachlich einfache, aber li-
terarisch anspruchsvolle Kurzgeschichten 
verfasst haben, um sie Menschen nahe zu 
bringen, die aufgrund ihrer sprachlichen 
oder kognitiven Voraussetzungen zu 
Literatur ansonsten keinen Zugang haben. 
An der Veranstaltung mit Autor Kristof 
Magnusson und Initiator des Projektes 
Hauke Hückstädt nahmen auch Dozieren-
de aus den Deutschkursen der Volkshoch-
schule teil, die dort Impulse für ihre Arbeit 
fanden. 
Thematisch spann sich bei den gemein-
samen digitalen Veranstaltungen ein 
weiter Bogen: deutsch-deutsche Teilung 
und heutiger Rechtsextremismus, eine 
Pilotin in den 1920er Jahren, die Begeg-
nung zwischen Paul Celan und Heidegger 
und die Spuren brauner Vergangenheit in 
der frühen Bundesrepublik, komplexe Be -
ziehungsgeschichten im interkulturellen 
Spannungsfeld. Die Veranstaltungen gin -
gen über reine Lesungen hinaus, wesent -
lich war das Gespräch – sowohl über die 
literarische Form und den Inhalt als auch 
über den Prozess des Schreibens. Das For-
mat ermöglichte es dem Publikum, sich 
aktiv einzuschalten, was immer wieder 
erfreulich intensiv genutzt wurde. 
Alles in allem: Literaturhaus Köln virtuell 
und die VHS – eine gelungene Kooperati-
on, die 2021 fortgeführt wird.
Literaturhaus Köln virtuell
Wir begleiten Sie auf 
diesen Kanälen.
Im Internet:
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In den sozialen Medien:
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VolkshochschuleKöln1

Jahresbericht 2020
Das Rad der Politischen Bildung dreht sich – digital – weiter!
Ein Blick zurück…
„Die VHS geht zu den Menschen in die 
Veedel.“ Dieser Prozess begann bereits 
Ende der 1970er Jahre mit der Einrich-
tung dezentraler Zweigstellen im Zuge 
der kommunalen Neuordnung. Grundi -
deen der stadtteilorientierten Bildungs-
arbeit waren: ein flächendeckendes und 
wohnortnahes Bildungsangebot, Bürger -
nähe, Kooperation und Vernetzung. Das 
Programm wurde nicht nur für, sondern 
mit den Bürgerinnen und Bürgern ge-
macht. In der Folge konnten in allen Stadt-
bezirken deutliche Zuwächse an Teilneh-
menden verzeichnet werden – die Hälf-
te des VHS-Programms wurde hier umge-
setzt. Vielen Menschen vor Ort erleichter-
te der niedrigschwellige Zugang zu „ihrer“ 
Volkshochschule den Weg in die Weiter-
bildungskurse – oder machte diesen sogar 
erst möglich. Der dezentrale Aufbruch en-
dete Mitte der 1990er Jahre als Folge ver-
schiedener Maßnahmen zur Konsolidie -
rung des städtischen Haushalts. Ab 1996 
wurden einzelne Zweigstellen zunächst zu 
Regionalzentren zusammengefasst und 
2003 dann ganz aufgegeben.
„Lebenswerte Veedel“ und 
„Kölner Perspektiven 2030“
Heute stehen wir erneut vor den Heraus-
forderungen einer wachsenden Stadt, 
in der Bildung in den Stadtteilen mitge-
dacht werden muss. Erklärtes Ziel der 
VHS Köln ist es daher, wieder stärker 
in die Veedel zurückzukehren und vor 
Ort präsent zu sein. VHS-Leiter Jakob 
Schüller: „Nur durch eine personelle 
Präsenz in den Sozialräumen kann die 
VHS in die Lage versetzt werden, ein 
bedarfsgerechtes Angebot zu organisie-
ren und kompetente Beratung durchzu-
führen. Die VHS kann so einen nachhal-
tigen Beitrag zur Umsetzung der gesamt-
städtischen Konzepte ‚Lebenswerte Vee-
del‘ und ‚Kölner Perspektiven 2030‘ lei-
sten.“
Ankommen im Veedel
Ende 2020 war es dann soweit: In Mül-
heim, Porz und Ehrenfeld konnten insge-
samt fünf Pädagogische Assistent*innen 
ihre Arbeit aufnehmen. Sie sind verant-
wortlich für ein Grundangebot (Politik, 
Kultur und Sprachen) sowie für die Koo-
peration, Vernetzung und regionale Be-
darfserschließung. Der Bedarf an Wei-
terbildungsangeboten ist groß. Die 
neuen Mitarbeitenden haben den Dia-
log mit den örtlichen Sozialraum-, Seni-
oren- und Ehrenamtskoordinator*innen 
aufgenommen, um die Bildungsbedar -
fe vor Ort zu erschließen. Im Sprachen-
bereich sind es zum Beispiel Deutschan-
gebote, dezentrale Angebote der Grund-
bildung sowie Fremdsprachenkurse für 
besondere Zielgruppen. In der Politi-
schen und Kulturellen Bildung sahen die 
Netzwerkpartner*innen Bedarf für spezi -
elle Trainings zum gezielten Umgang mit 
Desinformation im Internet, lebensprak -
tische Angebote (Schulden, Wohnen) so-
wie Argumentationstrainings gegen 
Stammtischparolen.
Die Gespräche boten den Assistenzen eine 
gute Basis, um sich auf Augenhöhe zu ver-
netzen. Die Multiplikator*innen vor Ort 
wiederum freuen sich über die Rückkehr 
der Volkshochschule in die Veedel.
Jahresbericht 2020
Die VHS geht (wieder) in die Veedel | Stadtteileltern
Jahresbericht 2020
Literaturhaus Köln virtuell | Bildungsurlaube im Onlineformat
Jahresbericht 2020
Kommunikation und Onlineberatung für Bürger*innen | Die Werbetrommel 2020
Die VHS geht (wieder) in die Veedel
Kundschaft setzt auf Bildungsurlaube im Onlineformat
„Bis zu 40 Unterrichtsstunden vor dem 
Rechner sitzen und sich einem Thema 
widmen, das macht doch niemand“, 
war eine weit verbreitete Meinung bei 
der Frage nach Bildungsurlauben im 
Onlineformat. Das war vor der Corona-
pandemie. Heute wissen wir es besser! 
Online-Bildungsurlaube werden auch 
angenommen, wobei natürlich in erster 
Linie das Thema und auch die digitale 
Kompetenz der Teilnehmer*innen und der 
Dozent*innen eine Rolle spielen.  
Seit dem Lockdown im Frühjahr 2020 
wurden im Programmbereich Beruf -
liche Bildung 17 Bildungsurlaube online 
realisiert, vorrangig zu den gehobenen 
EDV-Themen wie Programmierung und 
Webdesign. Aber auch Bildungsurlaube 
zu speziellen Office-Themen konnten 
erfolgreich abgeschlossen werden. 
Außerhalb des EDV-Themenbereiches 
waren verstärkt Online-Bildungsurlaube 
zu Social Media, Prozessoptimierung und 
Rhetorik nachgefragt.
Stadtteileltern: 
Das Leben verändern
Das Projekt „Stadtteileltern“ konnte 
Ende 2020 auf drei wertvolle Jahre zurück-
blicken. Im Jahr 2018 starteten der 
Programmbereich „Qualifizierung und 
Beschäftigungsförderung“ sowie ver -
schiedene Kooperationspartner*innen 
damit, Menschen im ALG II-Bezug in ganz 
Köln für das Projekt „Stadtteileltern“ zu 
begeistern. 
Ziele des dreijäh-
rigen Projektes wa -
ren die Qualifizie-
rung der einzelnen 
Teilnehmenden 
sowie die gezielte 
und passgenaue 
Unterstützung von 
Familien in den 
Veedeln. Die Realisierung und Gesamt-
organisation lag in den Händen der Volks-
hochschule Köln; finanziert mit Förder-
geldern des Europäischen Sozialfonds, des 
Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und 
Soziales des Landes NRW sowie Mitteln 
der Stadt Köln und einer privaten Stiftung.
In acht unterschiedlichen Sozialräumen 
fand die VHS engagierte Kooperations-
partner*innen. In der ersten Phase wurden 
85 Frauen und Männer sechs Monate von 
Dozierenden der VHS zu Stadtteileltern 
qualifiziert. Auf der Agenda standen 
Themen zu Bildung, Gesundheit, Soziales 
sowie die Vermittlung von Basiswissen 
in Beratung und Zugang zu Hilfseinrich-
tungen. Nach der Qualifizierung betreuten 
die Teilnehmer*innen 18 Monate lang 
Menschen in schwierigen Familiensitua -
tionen in deren Veedeln. Das vergangene 
Jahr wurde für die eigene intensive beruf-
liche Qualifizierung genutzt, gefördert 
vom Jobcenter Köln, das das Projekt 
begleitete.
Dank des neu gewonnenen Selbstver-
trauens, der persönlichen Erfahrungen 
und der intensiven Betreuung der Träger 
vor Ort bestanden über 60 Prozent der 
Teilnehmer*innen ihre Qualifizierung und 
fanden eine Arbeitsstelle; die übrigen 
werden weiterhin unterstützt.
Fazit: 
Für viele hat sich das Leben positiv verän-
dert. Und das ist gut: auch und gerade in 
den schwierigen Zeiten der Coronapan-
demie.
Die Digitalisierung durchdringt alle Le -
bensbereiche, und so liegt es nahe, auch 
mit einer Onlineberatung neue Wege zu 
gehen, um zukunftsfähig zu bleiben und 
Ratsuchende in den unterschiedlichen 
Altersstrukturen, Lebenslagen und sozia -
len Milieus zu erreichen. Onlineberatung 
ermöglicht einen niedrigschwelligen Zu -
gang. Sie ist räumlich und zeitlich flexibel, 
erschließt neue Zielgruppen für die Be-
ratung und schafft neue personelle und 
räumliche Ressourcen. Zudem ermöglicht 
Onlineberatung Inklusion und Barrierefrei -
heit. Vor diesem Hintergrund hat die VHS 
Köln das Projekt „Onlineberatung in der 
Weiterbildung“ als Pilotprojekt im Rah-
men der Verwaltungsreform angemeldet. 
Das Projekt steht auf zwei großen Säulen: 
zum einen die Implementierung einer Be-
ratungsoberfläche, zum anderen die Ent-
wicklung eines Qualifizierungsangebots 
zur Onlineberatung für Mitarbeitende der 
Stadt Köln und als berufsbegleitende Wei-
terbildung im offenen Programm der VHS 
Köln für professionelle Berater*innen.
Verbesserung des Services für 
Bürger*innen 
Die Herausforderungen durch die 
Coronapandemie sind gewaltig: für die 
Menschen, die Verwaltung und die Po-
litik. Es stellt sich für alle Seiten die Fra-
ge: Wie kann guter Bürger*innenservice 
aufrechterhalten werden in Krisenzei -
ten? Gerade in der Ausnahmesituation 
wurde deutlich, dass Verwaltung innova-
tive Lösungen entwickeln muss, um un-
abhängig von Zeit und Ort für die Men-
schen da zu sein im Sinne eines modernen 
Kunden*innenmanagements. Mit dieser 
Herausforderung hat sich eine ad-hoc-Ar-
beitsgruppe als dezernatsübergreifendes 
Gremium mit dem Ziel befasst, gemein-
sam Digitalisierungsprojekte zu entwi -
ckeln und voranzutreiben. Nach drei digi-
talen Workshops im August 2020 wurden 
sechs Projekte ausgewählt, die von der 
Stadtspitze im Verwaltungsvorstand sehr 
positiv aufgenommen wurden. 
Mit Designsprints zur Umsetzung von 
Onlineberatung und Chatbotlösungen
Im September 2020 ging die VHS gemein-
sam mit dem Familienbüro im Jugendamt 
und den Bürgerdiensten in dem Projekt 
„Kommunikation und Onlineberatung für 
Bürgerinnen und Bürger“ an den Start. In 
mehreren Designsprints (ergebnisorien -
tiertes und schnelles Vorgehen mit agilen 
Methoden des Projektmanagements) hat 
das Team zunächst Lösungen für Chatbo-
tanwendungen bei immerwiederkehren -
den Kunden*innenfragen erarbeitet – z. B. 
Informationen zu den Öffnungszeiten der 
VHS und Kitas der Stadt Köln. 
In den nächsten Sprints standen vor allem 
die Umsetzung der Onlineberatung und 
die Entwicklung eines Trainings für Online -
beratende im Fokus. Coronabedingt liefen 
alle Designsprints online mit nutzerorien-
tierten Methoden, wie etwa dem Erstellen 
von Persona, Storytelling und der Entwick-
lung von Prototypen. Die Sprints waren 
kreativ, motivierend und zielorientiert, 
und die Ergebnisse können sich sehen las-
sen: Mit Big Blue Botton ist eine tech-
nische Lösung für Onlineberatungen in 
Sicht. Voraussichtlich im Sommer/Herbst 
2021 geht die Qualifizierung für Mitarbei-
tende der Stadt Köln und für Kund*innen 
der VHS an den Start. In weiteren Ämtern 
der Stadt Köln soll Onlineberatung einge-
führt werden, denn die Vorteile für die Ge-
samtverwaltung liegen auf der Hand: Mit 
der Einführung einer flächendeckenden 
Onlineberatung kann sich die Stadt Köln 
im interkommunalen Vergleich als Vor-
reiterin positionieren und vor allem den 
Bürger*innen einen digital zeitgemäßen 
und innovativen Service bieten.
Kommunikation und Onlineberatung für Bürger*innen 
Natürlich wurden die Online-Bildungsur -
laube, wie es sich gehört, im Anschluss 
mit einem Online-Tool evaluiert. Die Rück-
laufquote der Befragung war sehr hoch 
und bei der Auswertung war festzustellen: 
Unsere Kundschaft ist nicht nur im digi-
talen Zeitalter angekommen, sondern sie 
nutzt digitale Formate und Möglichkeiten 
immer selbstverständlicher. 
Das Feedback zu den Online-Bildungsur-
lauben war außerordentlich positiv. Sie 
wurden nicht als zwangsläufige Notlö-
sung wegen der Coronapandemie erlebt, 
sondern eher als Format mit Mehrwert. 
Insbesondere diese Vorteile wurden im-
mer wieder genannt: stärkere Konzentra-
tion auf das Wesentliche, Austausch mit 
den anderen Teilnehmer*innen und den 
Dozent*innen über sogenannte Break-
Out Rooms, Arbeiten in der gewohnten 
Umgebung, keine Reise- und Unterbrin-
gungskosten. Viele Teilnehmer*innen 
bestätigten in ihrem Feedback, dass sie 
künftig vorrangig im Onlineformat einen 
Kurs besuchen würden.
Die hohe Akzeptanz der digitalen Formate 
wurde entscheidend begünstigt durch 
einen Beschluss des Landtages NRW zur 
Anerkennung von Online-Bildungsurlau -
ben für das Jahr 2020. Mittlerweile wurde 
diese Regelung auf 2021 ausgeweitet. 
Online-Unterricht, Distanzlernen und 
Digitale Bildung sind heute Selbstver-
ständlichkeiten. Dieser Fakt sollte auch 
im Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz 
dauerhaft berücksichtigt werden.
Im Corona-Jahr 2020 standen gesell-
schaftliche Themen wie Antidiskrimi-
nierung und Antirassismus, Diversität 
und Empowerment, Hospizbegleitung in 
Zeiten von Corona, aber auch Parteien-
analysen, Kommunalwahl und Brexit auf 
der Agenda.
Neben den bereits bestehenden Online -
seminaren haben wir coronabedingt neue 
Onlineformate etabliert, mit denen wir 
auch im Lockdown weiterhin Veranstal -
tungen und Vorträge der Politischen Bil-
dung realisieren konnten. Besondere Be -
achtung fanden dabei Livestreams mit in-
teraktiver Zuschauer*innen-Beteiligung 
aus dem FORUM Volkshochschule. Diese 
fanden entweder „hybrid“, also mit einem 
kleinen Publikum vor Ort und zusätz-
lichem interaktivem Streaming, oder als 
sogenannte Geisterveranstaltung statt, 
wobei die Bühne coronagerecht ohne Pu-
blikum bespielt und das Geschehen ge-
streamt wurde. Beide Formate konnten 
die Zuschauer*innen über den YouTube-
Kanal der VHS verfolgen. Der direkte Aus-
tausch und die Diskussion kamen dabei 
nicht zu kurz – ihre Wortbeiträge konnten 
die Zuschauer*innen online einreichen. 
Der Diskussion mit Politikberater Erik 
Flügge zu seinem aktuellen Buch „Ego-
ismus“ folgten virtuell knapp 200 
Zuschauer*innen mit reger Beteiligung. 
Bereits fünf Stunden nach der Veranstal-
tung war deren Aufzeichnung bereits über 
3100 Mal angeklickt und 60 Mal geteilt 
worden.
Kurz vor der Kommunalwahl diskutierten 
Politiker*innen bei uns zu „Gleichberech -
tigtem Zusammenleben in Köln, so bunt 
wie die Regenbogenfahne?“. Per Video-
konferenz und auf Facebook und YouTube 
haben wir den bunten Abend gestreamt. 
Wegen der Kontaktbeschränkungen durf -
ten sich nur 50 Personen im 
FORUM Volkshochschule 
aufhalten – online schalteten 
dafür mehr als 2340 ein.
Die 6. Fair Trade Night fand 
sozusagen „op jöck“ statt 
– Ausfall war keine Option! 
Statt im FORUM Volkshoch-
schule und im Museumsfo-
yer, haben wir die Gäste auf 
vier Veranstaltungsorte in der 
Stadt aufgeteilt. So konnten 
wir die Besucher*innenströme 
reduzieren und ein gewohnt 
persönliches Programm anbie -
ten. Auch 2021 werden wir – 
den Umständen entsprechend 
– zunächst noch auf physische 
Distanz gehen, dabei aber Nähe 
nicht missen lassen.
Das technische Know-how zur Umsetzung 
digitaler Formate ist ein stetiger Lernpro-
zess und wir gehen ihn mit Innovations-
freude an. Die Resonanz von über 5.300 
Online-Teilnehmer*innen in fünf Monaten 
macht Lust auf mehr. Klar ist aber auch: 
Die Freude wird genauso groß sein, wenn 
wir endlich wieder zusammenkommen 
und vor Ort diskutieren können!
Das Rad der Politischen Bildung dreht sich – digital – weiter!
Zu den süßen 
Früchten der 
Coronapandemie 
zählt auch das 
Format Literatur-
haus Köln virtuell. Bereits seit längerer 
Zeit war das Literaturhaus immer wieder 
mit besonders großen Veranstaltungen 
im FORUM Volkshochschule zu Gast. Eine 
Vertiefung der Kooperation in Richtung 
gemeinsamer Veranstaltungskonzepte 
war bereits im Gespräch, als mit dem 
Lockdown im März 2020 erst einmal 
„nichts mehr“ in Präsenz möglich war. In 
dieser Situation öffnete die Volkshoch-
schule ihre virtuellen Räume gerne für die 
wichtigste Kölner Institution der Litera-
turförderung und Literaturvermittlung. 
Am 2. April fiel der offizielle Startschuss 
mit einer gemeinsamen Presseinforma -
tion, am 16. April fand bereits die erste 
digitale Veranstaltung statt. Elf weitere 
Veranstaltungen folgten bis Dezember 
2020. Die Beteiligung war rege – insge-
samt nahmen über 500 Menschen teil.
Gerade angesichts der abgesagten 
Leipziger Buchmesse war es ein gemein-
sames Anliegen von Volkshochschule und 
Literaturhaus, Literatur auch im Lock-
down sichtbar und hörbar zu machen. 
Den Autor*innen wollten wir auf andere 
Weise ein Forum bieten, um ihre neuen 
Veröffentlichungen einem interessier -
ten Publikum zu präsentieren und ins 
Gespräch zu kommen. Gleichzeitig konnte 
die Volkshochschule den Teilnehmenden 
aus den coronabedingt abgesagten Litera -
turkursen damit ein Angebot machen, um 
den Lockdown zu überbrücken.
Die gesellschaftspolitische Dimension 
kam in den Veranstaltungen des Literatur -
hauses virtuell auf ganz unterschiedliche 
Weise zum Ausdruck. Besonders erwähnt 
sei „Literatur in Einfacher Sprache“, ein 
Projekt des Frankfurter Literaturhauses, 
bei dem erfolgreiche zeitgenössische 
Autor*innen sprachlich einfache, aber li-
terarisch anspruchsvolle Kurzgeschichten 
verfasst haben, um sie Menschen nahe zu 
bringen, die aufgrund ihrer sprachlichen 
oder kognitiven Voraussetzungen zu 
Literatur ansonsten keinen Zugang haben. 
An der Veranstaltung mit Autor Kristof 
Magnusson und Initiator des Projektes 
Hauke Hückstädt nahmen auch Dozieren-
de aus den Deutschkursen der Volkshoch-
schule teil, die dort Impulse für ihre Arbeit 
fanden. 
Thematisch spann sich bei den gemein-
samen digitalen Veranstaltungen ein 
weiter Bogen: deutsch-deutsche Teilung 
und heutiger Rechtsextremismus, eine 
Pilotin in den 1920er Jahren, die Begeg-
nung zwischen Paul Celan und Heidegger 
und die Spuren brauner Vergangenheit in 
der frühen Bundesrepublik, komplexe Be -
ziehungsgeschichten im interkulturellen 
Spannungsfeld. Die Veranstaltungen gin -
gen über reine Lesungen hinaus, wesent -
lich war das Gespräch – sowohl über die 
literarische Form und den Inhalt als auch 
über den Prozess des Schreibens. Das For-
mat ermöglichte es dem Publikum, sich 
aktiv einzuschalten, was immer wieder 
erfreulich intensiv genutzt wurde. 
Alles in allem: Literaturhaus Köln virtuell 
und die VHS – eine gelungene Kooperati-
on, die 2021 fortgeführt wird.
Literaturhaus Köln virtuell
Wir begleiten Sie auf 
diesen Kanälen.
Im Internet:
www.vhs.koeln
Im VHS Newsletter
 
In den sozialen Medien:
facebook.com/vhskoeln
instagram.com/vhskoeln
twitter.com/vhskoeln
linkedin.com/company/
volkshochschule-vhs-köln
youtube.com/c/
VolkshochschuleKöln1

Jahresbericht 2020
Das Rad der Politischen Bildung dreht sich – digital – weiter!
Ein Blick zurück…
„Die VHS geht zu den Menschen in die 
Veedel.“ Dieser Prozess begann bereits 
Ende der 1970er Jahre mit der Einrich-
tung dezentraler Zweigstellen im Zuge 
der kommunalen Neuordnung. Grundi -
deen der stadtteilorientierten Bildungs-
arbeit waren: ein flächendeckendes und 
wohnortnahes Bildungsangebot, Bürger -
nähe, Kooperation und Vernetzung. Das 
Programm wurde nicht nur für, sondern 
mit den Bürgerinnen und Bürgern ge-
macht. In der Folge konnten in allen Stadt-
bezirken deutliche Zuwächse an Teilneh-
menden verzeichnet werden – die Hälf-
te des VHS-Programms wurde hier umge-
setzt. Vielen Menschen vor Ort erleichter-
te der niedrigschwellige Zugang zu „ihrer“ 
Volkshochschule den Weg in die Weiter-
bildungskurse – oder machte diesen sogar 
erst möglich. Der dezentrale Aufbruch en-
dete Mitte der 1990er Jahre als Folge ver-
schiedener Maßnahmen zur Konsolidie -
rung des städtischen Haushalts. Ab 1996 
wurden einzelne Zweigstellen zunächst zu 
Regionalzentren zusammengefasst und 
2003 dann ganz aufgegeben.
„Lebenswerte Veedel“ und 
„Kölner Perspektiven 2030“
Heute stehen wir erneut vor den Heraus-
forderungen einer wachsenden Stadt, 
in der Bildung in den Stadtteilen mitge-
dacht werden muss. Erklärtes Ziel der 
VHS Köln ist es daher, wieder stärker 
in die Veedel zurückzukehren und vor 
Ort präsent zu sein. VHS-Leiter Jakob 
Schüller: „Nur durch eine personelle 
Präsenz in den Sozialräumen kann die 
VHS in die Lage versetzt werden, ein 
bedarfsgerechtes Angebot zu organisie-
ren und kompetente Beratung durchzu-
führen. Die VHS kann so einen nachhal-
tigen Beitrag zur Umsetzung der gesamt-
städtischen Konzepte ‚Lebenswerte Vee-
del‘ und ‚Kölner Perspektiven 2030‘ lei-
sten.“
Ankommen im Veedel
Ende 2020 war es dann soweit: In Mül-
heim, Porz und Ehrenfeld konnten insge-
samt fünf Pädagogische Assistent*innen 
ihre Arbeit aufnehmen. Sie sind verant-
wortlich für ein Grundangebot (Politik, 
Kultur und Sprachen) sowie für die Koo-
peration, Vernetzung und regionale Be-
darfserschließung. Der Bedarf an Wei-
terbildungsangeboten ist groß. Die 
neuen Mitarbeitenden haben den Dia-
log mit den örtlichen Sozialraum-, Seni-
oren- und Ehrenamtskoordinator*innen 
aufgenommen, um die Bildungsbedar -
fe vor Ort zu erschließen. Im Sprachen-
bereich sind es zum Beispiel Deutschan-
gebote, dezentrale Angebote der Grund-
bildung sowie Fremdsprachenkurse für 
besondere Zielgruppen. In der Politi-
schen und Kulturellen Bildung sahen die 
Netzwerkpartner*innen Bedarf für spezi -
elle Trainings zum gezielten Umgang mit 
Desinformation im Internet, lebensprak -
tische Angebote (Schulden, Wohnen) so-
wie Argumentationstrainings gegen 
Stammtischparolen.
Die Gespräche boten den Assistenzen eine 
gute Basis, um sich auf Augenhöhe zu ver-
netzen. Die Multiplikator*innen vor Ort 
wiederum freuen sich über die Rückkehr 
der Volkshochschule in die Veedel.
Jahresbericht 2020
Die VHS geht (wieder) in die Veedel | Stadtteileltern
Jahresbericht 2020
Literaturhaus Köln virtuell | Bildungsurlaube im Onlineformat
Jahresbericht 2020
Kommunikation und Onlineberatung für Bürger*innen | Die Werbetrommel 2020
Die VHS geht (wieder) in die Veedel
Kundschaft setzt auf Bildungsurlaube im Onlineformat
„Bis zu 40 Unterrichtsstunden vor dem 
Rechner sitzen und sich einem Thema 
widmen, das macht doch niemand“, 
war eine weit verbreitete Meinung bei 
der Frage nach Bildungsurlauben im 
Onlineformat. Das war vor der Corona-
pandemie. Heute wissen wir es besser! 
Online-Bildungsurlaube werden auch 
angenommen, wobei natürlich in erster 
Linie das Thema und auch die digitale 
Kompetenz der Teilnehmer*innen und der 
Dozent*innen eine Rolle spielen.  
Seit dem Lockdown im Frühjahr 2020 
wurden im Programmbereich Beruf -
liche Bildung 17 Bildungsurlaube online 
realisiert, vorrangig zu den gehobenen 
EDV-Themen wie Programmierung und 
Webdesign. Aber auch Bildungsurlaube 
zu speziellen Office-Themen konnten 
erfolgreich abgeschlossen werden. 
Außerhalb des EDV-Themenbereiches 
waren verstärkt Online-Bildungsurlaube 
zu Social Media, Prozessoptimierung und 
Rhetorik nachgefragt.
Stadtteileltern: 
Das Leben verändern
Das Projekt „Stadtteileltern“ konnte 
Ende 2020 auf drei wertvolle Jahre zurück-
blicken. Im Jahr 2018 starteten der 
Programmbereich „Qualifizierung und 
Beschäftigungsförderung“ sowie ver -
schiedene Kooperationspartner*innen 
damit, Menschen im ALG II-Bezug in ganz 
Köln für das Projekt „Stadtteileltern“ zu 
begeistern. 
Ziele des dreijäh-
rigen Projektes wa -
ren die Qualifizie-
rung der einzelnen 
Teilnehmenden 
sowie die gezielte 
und passgenaue 
Unterstützung von 
Familien in den 
Veedeln. Die Realisierung und Gesamt-
organisation lag in den Händen der Volks-
hochschule Köln; finanziert mit Förder-
geldern des Europäischen Sozialfonds, des 
Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und 
Soziales des Landes NRW sowie Mitteln 
der Stadt Köln und einer privaten Stiftung.
In acht unterschiedlichen Sozialräumen 
fand die VHS engagierte Kooperations-
partner*innen. In der ersten Phase wurden 
85 Frauen und Männer sechs Monate von 
Dozierenden der VHS zu Stadtteileltern 
qualifiziert. Auf der Agenda standen 
Themen zu Bildung, Gesundheit, Soziales 
sowie die Vermittlung von Basiswissen 
in Beratung und Zugang zu Hilfseinrich-
tungen. Nach der Qualifizierung betreuten 
die Teilnehmer*innen 18 Monate lang 
Menschen in schwierigen Familiensitua -
tionen in deren Veedeln. Das vergangene 
Jahr wurde für die eigene intensive beruf-
liche Qualifizierung genutzt, gefördert 
vom Jobcenter Köln, das das Projekt 
begleitete.
Dank des neu gewonnenen Selbstver-
trauens, der persönlichen Erfahrungen 
und der intensiven Betreuung der Träger 
vor Ort bestanden über 60 Prozent der 
Teilnehmer*innen ihre Qualifizierung und 
fanden eine Arbeitsstelle; die übrigen 
werden weiterhin unterstützt.
Fazit: 
Für viele hat sich das Leben positiv verän-
dert. Und das ist gut: auch und gerade in 
den schwierigen Zeiten der Coronapan-
demie.
Die Digitalisierung durchdringt alle Le -
bensbereiche, und so liegt es nahe, auch 
mit einer Onlineberatung neue Wege zu 
gehen, um zukunftsfähig zu bleiben und 
Ratsuchende in den unterschiedlichen 
Altersstrukturen, Lebenslagen und sozia -
len Milieus zu erreichen. Onlineberatung 
ermöglicht einen niedrigschwelligen Zu -
gang. Sie ist räumlich und zeitlich flexibel, 
erschließt neue Zielgruppen für die Be-
ratung und schafft neue personelle und 
räumliche Ressourcen. Zudem ermöglicht 
Onlineberatung Inklusion und Barrierefrei -
heit. Vor diesem Hintergrund hat die VHS 
Köln das Projekt „Onlineberatung in der 
Weiterbildung“ als Pilotprojekt im Rah-
men der Verwaltungsreform angemeldet. 
Das Projekt steht auf zwei großen Säulen: 
zum einen die Implementierung einer Be-
ratungsoberfläche, zum anderen die Ent-
wicklung eines Qualifizierungsangebots 
zur Onlineberatung für Mitarbeitende der 
Stadt Köln und als berufsbegleitende Wei-
terbildung im offenen Programm der VHS 
Köln für professionelle Berater*innen.
Verbesserung des Services für 
Bürger*innen 
Die Herausforderungen durch die 
Coronapandemie sind gewaltig: für die 
Menschen, die Verwaltung und die Po-
litik. Es stellt sich für alle Seiten die Fra-
ge: Wie kann guter Bürger*innenservice 
aufrechterhalten werden in Krisenzei -
ten? Gerade in der Ausnahmesituation 
wurde deutlich, dass Verwaltung innova-
tive Lösungen entwickeln muss, um un-
abhängig von Zeit und Ort für die Men-
schen da zu sein im Sinne eines modernen 
Kunden*innenmanagements. Mit dieser 
Herausforderung hat sich eine ad-hoc-Ar-
beitsgruppe als dezernatsübergreifendes 
Gremium mit dem Ziel befasst, gemein-
sam Digitalisierungsprojekte zu entwi -
ckeln und voranzutreiben. Nach drei digi-
talen Workshops im August 2020 wurden 
sechs Projekte ausgewählt, die von der 
Stadtspitze im Verwaltungsvorstand sehr 
positiv aufgenommen wurden. 
Mit Designsprints zur Umsetzung von 
Onlineberatung und Chatbotlösungen
Im September 2020 ging die VHS gemein-
sam mit dem Familienbüro im Jugendamt 
und den Bürgerdiensten in dem Projekt 
„Kommunikation und Onlineberatung für 
Bürgerinnen und Bürger“ an den Start. In 
mehreren Designsprints (ergebnisorien -
tiertes und schnelles Vorgehen mit agilen 
Methoden des Projektmanagements) hat 
das Team zunächst Lösungen für Chatbo-
tanwendungen bei immerwiederkehren -
den Kunden*innenfragen erarbeitet – z. B. 
Informationen zu den Öffnungszeiten der 
VHS und Kitas der Stadt Köln. 
In den nächsten Sprints standen vor allem 
die Umsetzung der Onlineberatung und 
die Entwicklung eines Trainings für Online -
beratende im Fokus. Coronabedingt liefen 
alle Designsprints online mit nutzerorien-
tierten Methoden, wie etwa dem Erstellen 
von Persona, Storytelling und der Entwick-
lung von Prototypen. Die Sprints waren 
kreativ, motivierend und zielorientiert, 
und die Ergebnisse können sich sehen las-
sen: Mit Big Blue Botton ist eine tech-
nische Lösung für Onlineberatungen in 
Sicht. Voraussichtlich im Sommer/Herbst 
2021 geht die Qualifizierung für Mitarbei-
tende der Stadt Köln und für Kund*innen 
der VHS an den Start. In weiteren Ämtern 
der Stadt Köln soll Onlineberatung einge-
führt werden, denn die Vorteile für die Ge-
samtverwaltung liegen auf der Hand: Mit 
der Einführung einer flächendeckenden 
Onlineberatung kann sich die Stadt Köln 
im interkommunalen Vergleich als Vor-
reiterin positionieren und vor allem den 
Bürger*innen einen digital zeitgemäßen 
und innovativen Service bieten.
Kommunikation und Onlineberatung für Bürger*innen 
Natürlich wurden die Online-Bildungsur -
laube, wie es sich gehört, im Anschluss 
mit einem Online-Tool evaluiert. Die Rück-
laufquote der Befragung war sehr hoch 
und bei der Auswertung war festzustellen: 
Unsere Kundschaft ist nicht nur im digi-
talen Zeitalter angekommen, sondern sie 
nutzt digitale Formate und Möglichkeiten 
immer selbstverständlicher. 
Das Feedback zu den Online-Bildungsur-
lauben war außerordentlich positiv. Sie 
wurden nicht als zwangsläufige Notlö-
sung wegen der Coronapandemie erlebt, 
sondern eher als Format mit Mehrwert. 
Insbesondere diese Vorteile wurden im-
mer wieder genannt: stärkere Konzentra-
tion auf das Wesentliche, Austausch mit 
den anderen Teilnehmer*innen und den 
Dozent*innen über sogenannte Break-
Out Rooms, Arbeiten in der gewohnten 
Umgebung, keine Reise- und Unterbrin-
gungskosten. Viele Teilnehmer*innen 
bestätigten in ihrem Feedback, dass sie 
künftig vorrangig im Onlineformat einen 
Kurs besuchen würden.
Die hohe Akzeptanz der digitalen Formate 
wurde entscheidend begünstigt durch 
einen Beschluss des Landtages NRW zur 
Anerkennung von Online-Bildungsurlau -
ben für das Jahr 2020. Mittlerweile wurde 
diese Regelung auf 2021 ausgeweitet. 
Online-Unterricht, Distanzlernen und 
Digitale Bildung sind heute Selbstver-
ständlichkeiten. Dieser Fakt sollte auch 
im Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz 
dauerhaft berücksichtigt werden.
Im Corona-Jahr 2020 standen gesell-
schaftliche Themen wie Antidiskrimi-
nierung und Antirassismus, Diversität 
und Empowerment, Hospizbegleitung in 
Zeiten von Corona, aber auch Parteien-
analysen, Kommunalwahl und Brexit auf 
der Agenda.
Neben den bereits bestehenden Online -
seminaren haben wir coronabedingt neue 
Onlineformate etabliert, mit denen wir 
auch im Lockdown weiterhin Veranstal -
tungen und Vorträge der Politischen Bil-
dung realisieren konnten. Besondere Be -
achtung fanden dabei Livestreams mit in-
teraktiver Zuschauer*innen-Beteiligung 
aus dem FORUM Volkshochschule. Diese 
fanden entweder „hybrid“, also mit einem 
kleinen Publikum vor Ort und zusätz-
lichem interaktivem Streaming, oder als 
sogenannte Geisterveranstaltung statt, 
wobei die Bühne coronagerecht ohne Pu-
blikum bespielt und das Geschehen ge-
streamt wurde. Beide Formate konnten 
die Zuschauer*innen über den YouTube-
Kanal der VHS verfolgen. Der direkte Aus-
tausch und die Diskussion kamen dabei 
nicht zu kurz – ihre Wortbeiträge konnten 
die Zuschauer*innen online einreichen. 
Der Diskussion mit Politikberater Erik 
Flügge zu seinem aktuellen Buch „Ego-
ismus“ folgten virtuell knapp 200 
Zuschauer*innen mit reger Beteiligung. 
Bereits fünf Stunden nach der Veranstal-
tung war deren Aufzeichnung bereits über 
3100 Mal angeklickt und 60 Mal geteilt 
worden.
Kurz vor der Kommunalwahl diskutierten 
Politiker*innen bei uns zu „Gleichberech -
tigtem Zusammenleben in Köln, so bunt 
wie die Regenbogenfahne?“. Per Video-
konferenz und auf Facebook und YouTube 
haben wir den bunten Abend gestreamt. 
Wegen der Kontaktbeschränkungen durf -
ten sich nur 50 Personen im 
FORUM Volkshochschule 
aufhalten – online schalteten 
dafür mehr als 2340 ein.
Die 6. Fair Trade Night fand 
sozusagen „op jöck“ statt 
– Ausfall war keine Option! 
Statt im FORUM Volkshoch-
schule und im Museumsfo-
yer, haben wir die Gäste auf 
vier Veranstaltungsorte in der 
Stadt aufgeteilt. So konnten 
wir die Besucher*innenströme 
reduzieren und ein gewohnt 
persönliches Programm anbie -
ten. Auch 2021 werden wir – 
den Umständen entsprechend 
– zunächst noch auf physische 
Distanz gehen, dabei aber Nähe 
nicht missen lassen.
Das technische Know-how zur Umsetzung 
digitaler Formate ist ein stetiger Lernpro-
zess und wir gehen ihn mit Innovations-
freude an. Die Resonanz von über 5.300 
Online-Teilnehmer*innen in fünf Monaten 
macht Lust auf mehr. Klar ist aber auch: 
Die Freude wird genauso groß sein, wenn 
wir endlich wieder zusammenkommen 
und vor Ort diskutieren können!
Das Rad der Politischen Bildung dreht sich – digital – weiter!
Zu den süßen 
Früchten der 
Coronapandemie 
zählt auch das 
Format Literatur-
haus Köln virtuell. Bereits seit längerer 
Zeit war das Literaturhaus immer wieder 
mit besonders großen Veranstaltungen 
im FORUM Volkshochschule zu Gast. Eine 
Vertiefung der Kooperation in Richtung 
gemeinsamer Veranstaltungskonzepte 
war bereits im Gespräch, als mit dem 
Lockdown im März 2020 erst einmal 
„nichts mehr“ in Präsenz möglich war. In 
dieser Situation öffnete die Volkshoch-
schule ihre virtuellen Räume gerne für die 
wichtigste Kölner Institution der Litera-
turförderung und Literaturvermittlung. 
Am 2. April fiel der offizielle Startschuss 
mit einer gemeinsamen Presseinforma -
tion, am 16. April fand bereits die erste 
digitale Veranstaltung statt. Elf weitere 
Veranstaltungen folgten bis Dezember 
2020. Die Beteiligung war rege – insge-
samt nahmen über 500 Menschen teil.
Gerade angesichts der abgesagten 
Leipziger Buchmesse war es ein gemein-
sames Anliegen von Volkshochschule und 
Literaturhaus, Literatur auch im Lock-
down sichtbar und hörbar zu machen. 
Den Autor*innen wollten wir auf andere 
Weise ein Forum bieten, um ihre neuen 
Veröffentlichungen einem interessier -
ten Publikum zu präsentieren und ins 
Gespräch zu kommen. Gleichzeitig konnte 
die Volkshochschule den Teilnehmenden 
aus den coronabedingt abgesagten Litera -
turkursen damit ein Angebot machen, um 
den Lockdown zu überbrücken.
Die gesellschaftspolitische Dimension 
kam in den Veranstaltungen des Literatur -
hauses virtuell auf ganz unterschiedliche 
Weise zum Ausdruck. Besonders erwähnt 
sei „Literatur in Einfacher Sprache“, ein 
Projekt des Frankfurter Literaturhauses, 
bei dem erfolgreiche zeitgenössische 
Autor*innen sprachlich einfache, aber li-
terarisch anspruchsvolle Kurzgeschichten 
verfasst haben, um sie Menschen nahe zu 
bringen, die aufgrund ihrer sprachlichen 
oder kognitiven Voraussetzungen zu 
Literatur ansonsten keinen Zugang haben. 
An der Veranstaltung mit Autor Kristof 
Magnusson und Initiator des Projektes 
Hauke Hückstädt nahmen auch Dozieren-
de aus den Deutschkursen der Volkshoch-
schule teil, die dort Impulse für ihre Arbeit 
fanden. 
Thematisch spann sich bei den gemein-
samen digitalen Veranstaltungen ein 
weiter Bogen: deutsch-deutsche Teilung 
und heutiger Rechtsextremismus, eine 
Pilotin in den 1920er Jahren, die Begeg-
nung zwischen Paul Celan und Heidegger 
und die Spuren brauner Vergangenheit in 
der frühen Bundesrepublik, komplexe Be -
ziehungsgeschichten im interkulturellen 
Spannungsfeld. Die Veranstaltungen gin -
gen über reine Lesungen hinaus, wesent -
lich war das Gespräch – sowohl über die 
literarische Form und den Inhalt als auch 
über den Prozess des Schreibens. Das For-
mat ermöglichte es dem Publikum, sich 
aktiv einzuschalten, was immer wieder 
erfreulich intensiv genutzt wurde. 
Alles in allem: Literaturhaus Köln virtuell 
und die VHS – eine gelungene Kooperati-
on, die 2021 fortgeführt wird.
Literaturhaus Köln virtuell
Wir begleiten Sie auf 
diesen Kanälen.
Im Internet:
www.vhs.koeln
Im VHS Newsletter
 
In den sozialen Medien:
facebook.com/vhskoeln
instagram.com/vhskoeln
twitter.com/vhskoeln
linkedin.com/company/
volkshochschule-vhs-köln
youtube.com/c/
VolkshochschuleKöln1

Amt für Weiterbildung
Jahresbericht 2020
Daten | Fakten | Einblicke
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Weiterbildung | Jahresbericht 2020
Jahresbericht 2020
Sprache und Bildung als Schlüssel zur Integration | Kooperationspartner | Impressum
Impressum:
Im Mediapark 7  
50670 Köln
Telefon:  0221 221 23608  
Telefax:  0221 221 65 69 007 
E-Mail: vhs@stadt-koeln.de
Internet: www.vhs.koeln
Jahresbericht 2020
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
Jahresbericht 2020
#Lernengehtimmer – Bildung lässt sich nicht vom Virus unterkriegen
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Weiterbildung
Volkshochschule
ein Jahresbericht über 2020 – Was gibt es denn da zu berichten?, 
mögen Sie sich vielleicht fragen. In der Tat: Von den 101 Jahren, 
auf die die VHS Köln nunmehr zurückblicken kann, dürfte das ver -
gangene wohl zumindest zu den seltsamsten gehören. Mitunter 
hatte es gar etwas Gespenstisches – und das nicht nur wegen der 
Masken.
Keine Frage, die Covid-19-Pandemie hat auch den VHS-Alltag maß-
geblich geprägt – um nicht zu sagen wesentlich bestimmt: Unterbrechung des Unterrichts, teilweise 
Wiederaufnahme und dann wieder komplette Unterbrechung. Gleichzeitig wurde umgehend unser 
Onlineangebot in allen Programmsegmenten und sogar in der Beratung ausgebaut. Es mussten Un-
terrichtsräume coronagerecht hergerichtet werden, Maßnahmen zur Hygiene vorbereitet und rea-
lisiert werden. Alles orientierte sich an dem VHS-eigenen Schutz- und Hygienekonzept, das wir ge -
meinsam mit dem städtischen Gesundheitsamt zum Schutz unserer Kundschaft, der Dozierenden 
sowie der Mitarbeitenden entwickelt und konsequent fortgeschrieben haben.
Dass wir allen Widrigkeiten zum Trotz Teile unseres Programms dennoch umsetzen und unser Online-
angebot stetig ausbauen konnten, ist einer großen Gemeinschaftsleistung der gesamten VHS-Fami-
lie zu verdanken – den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Programm- und Fachbereichen, in 
den Referaten sowie den Helferinnen und Helfern vor Ort direkt am Kursgeschehen; aber auch und 
gerade den vielen freiberuflichen Dozentinnen und Dozenten, die unser Weiterbildungsangebot mit 
Inhalten und Leben füllen. Und auch der Zuspruch vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat gut 
getan, Mut gemacht und motiviert.
Unter besonderen Bedingungen mit vielen Ungewissheiten galt es, neue Wege zu beschreiten: 
Telefon- und Videokonferenzen gehören inzwischen ebenso selbstverständlich zum Berufsleben 
wie das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus. Wir freuen uns natürlich darauf, wenn wir den 
Präsenzbetrieb wieder starten, und unsere Kund*innen und Dozent*innen auch wieder persönlich 
begrüßen können.
Nein, 2020 war ganz gewiss kein einfaches Jahr. Dennoch: Es gibt auch Positives zu berichten: die 
zügigen Fortschritte beim Prozess der Digitalisierung, den Erfolg des Projekts „Stadtteileltern“, der 
große Zuspruch bei den Onlineangeboten und der anhaltende Erfolg der Integrationskurse.
Lesen Sie selbst!
Mit freundlichen Grüßen
Jakob Schüller
Leiter des Amts für Weiterbildung/Volkshochschule
Die VHS Köln ist eine zuverlässige Kooperationspartnerin
Erfolgreiche Zusammenarbeit gibt es beispielsweise mit:
Die VHS Köln ist Trägerin der Integrations-
kurse seit der ersten Stunde. Eingeführt 
wurden die I-Kurse zum 1. Januar 2005 mit 
dem Zuwanderungsgesetz. Damit wur -
de erstmals in Deutschland ein zentrales 
und rechtlich verbindliches Konzept mit 
Blick auf die Sprachförderung beschlos -
sen. Zuwanderer*innen haben seither ei-
nen Rechtsanspruch auf einen vom Staat 
geförderten Deutschkurs.
Seitdem hat die VHS ihr Angebot kontinu -
ierlich ausgebaut. Waren es im ersten Jahr 
noch 52 Kursmodule, so hat sich deren An -
zahl stetig gesteigert: 199 Module im Jahr 
2008 und 435 Module mit ca. 1.400 Teil-
nehmenden im Jahr 2019. 
Die Teilnehmenden durchlaufen dabei 
ein aufeinander aufbauendes System von 
Deutschkursen bis zum Niveau B1 – ge -
messen an der Skala des Gemeinsamen 
Europäischen Referenzrahmens für Spra -
chen. Der „Deutsch-Test für Zuwanderer“ 
(A2-B1) als Abschlussprüfung wurde vom 
Goethe-Institut und der telc gGmbH ent -
wickelt und wird seit 2009 bundesweit 
eingesetzt.
Die Bedürfnisse spezieller Personen -
gruppen fördern
Über die allgemeinen I-Kurse hinaus bie -
tet die VHS Köln auch Kurse für spezielle 
Zielgruppen an. Dazu gehören Kurse mit 
Alphabetisierung für Personen, die kei -
ne Schulbildung mitbringen und die latei -
nische Schrift noch erlernen müssen, wie 
auch Jugendintegrationskurse für junge 
Erwachsene bis 27 Jahre, die hier zusätz -
lich eine berufliche Orientierung erhalten. 
Mit einem Orientierungskurs werden 
die Module abgeschlossen. Die Teilneh -
menden erlangen erstes Wissen über Ge -
schichte, Gesellschaft und demokratische 
Grundwerte unseres Landes. Inzwischen 
umfasst der Orientierungskurs 100 Unter -
richtsstunden und schließt ebenfalls mit 
einem Test ab („Leben in Deutschland“). 
Das „Zertifikat Integrationskurs“ beschei -
nigt Deutschkenntnisse auf dem Niveau 
B 1, wichtige Grundkenntnisse über die 
deutsche Gesellschaft und erleichtert den 
Weg hin zu einer unbefristeten Aufent-
haltserlaubnis und zur deutschen Staats -
angehörigkeit.
Eine Besonderheit der I-Kurse ist deren 
Vielfalt an Teilnehmenden: Sie sind nicht 
nur verschieden hinsichtlich Herkunft, Al -
ter und Bildung, sondern auch mit Blick 
auf die Gründe, die sie bewogen haben, ih -
re Heimat zu verlassen. Waren es anfangs 
vor allem Zugewanderte, die schon länger 
in Deutschland lebten, so kamen ab 2012 
viele Europäer*innen auf der Suche nach 
einer beruflichen Perspektive hinzu, seit 
2014 insbesondere Kriegsgeflüchtete aus 
Syrien, dem Irak und dem Iran. Zurzeit sind 
in den VHS-Integrationskursen Menschen 
aus über 80 Ländern vertreten. Das zeigt: 
Die VHS Köln ist eine wichtige Akteurin im 
Prozess der gesellschaftlichen Integration. 
Mit unserem speziell ausgearbeiteten Pro -
gramm fördern wir den Spracherwerb, die 
Kommunikation und Verständigung so -
wie die Bereitschaft und Fähigkeit zur In -
tegration und Partizipation in unserer Ge -
sellschaft.
Die Pandemie hat sich auch auf die I-Kur-
se ausgewirkt. Dank des Engagements der 
VHS-Beschäftigten sowie der freiberuflich 
Dozierenden besteht nun die Möglichkeit, 
im Lockdown weiterhin Deutsch zu lernen: 
in Onlinetutorien und „virtuellen Klassen -
zimmern“.
Sprache und Bildung als Schlüssel zur Integration
©Fotos: panthermedia, AdobeStock, verenafotografiert, Sonstige Fotos: VHS Köln
Bleib Weltentdecker! 
#Lernengehtimmer – Bildung lässt sich nicht vom Virus unterkriegen
Mitten im Semester, am Freitag, 13. März 
2020, mussten der Präsenzunterricht 
und die Beratung in Präsenz aufgrund der 
Coronapandemie eingestellt werden. 
Eine Situation die, wie so vieles im 
vergangenen und in diesem Jahr, nicht 
vorstellbar war. Wirklich geschlossen 
war die VHS Köln jedoch nie, denn der 
Kursbetrieb ging, wenn auch zunächst in 
geringerem Umfang, online weiter. 
Die Werbetrommel 2020 
Mit zwei Werbekampagnen hat die VHS 
im Kölner Stadtgebiet auf ihr Angebot 
aufmerksam gemacht. Das Werbemotiv 
für das erste Semester hat das Jahresthe-
ma Mobilität aufgegriffen. Zugegeben, 
mobil zu sein war im Coronajahr nicht 
einfach und zeitweise auch gar nicht 
gewünscht. Doch Mobilität findet nicht 
nur physisch statt; die Volkshochschule 
fördert in vielerlei Hinsicht seit jeher die 
geistige Beweglichkeit der Menschen, was 
das Motiv im Stil eines U-Bahnplans zum 
Ausdruck brachte.
In der zweiten Jahreshälfte wurde mit dem 
Motiv „Bleib Weltentdecker“ eine Image-
kampagne geschaltet. Die Welt entde-
cken? Eine ungewöhnliche Aufforderung 
zu einer Zeit, in der ein global agierender 
Virus uns davon abhielt, die Welt zu berei-
sen. Der Untertitel „Mit der VHS in Köln“ in 
Kombination mit dem sympathischen Bild 
löste diese Frage auf. 
VHS_Poster_A3_2020_1.indd   1 24.10.19   10:52
Digital erweiterte Kursangebote sind 
schon lange ein fester Bestandteil unseres 
Programms. Reine Onlineformate bildeten 
hierbei allerdings die Ausnahme. Zeit-
nah wurde, wo es inhaltlich möglich und 
gewünscht war, auf Onlineformate umge-
stellt. Der größte Teil der Angebote wurde 
neu geplant. Oberstes Ziel war es immer 
Formate zu entwickeln, die online Freude 
machen und nicht als Notlösung empfun-
den werden. 
#Lernengehtimmer 
war die Losung, und die 
Bilanz kann sich sehen 
lassen. Seit März 2020 
wurden über 1000 Kurse 
online angeboten. Die 
Themenpalette bildet 
die bekannte Vielfalt der 
VHS ab. Fremdsprachen 
und Kurse zum Erlernen 
der deutschen Sprache, 
berufsqualifizierende 
Themen, Musik, Theater und Fotokurse, 
aber auch Entspannungs- und Gesund-
heitskurse sind online. Auch auf die gesell-
schaftspolitischen Diskussionen, die im 
Forum VHS angeboten werden, musste 
nicht verzichtet werden. Die Vorträge 
wurden live gestreamt und das Publikum 
konnte sich online einbringen.
Ein Kraftakt, der nur möglich war, weil 
viele Kursleitungen bereit waren, sich in 
kurzer Zeit und mit viel Energie in die 
neue Thematik einzuarbeiten, denn 
Onlinekurse erfordern andere Vermitt -
lungstechniken und solide technische 
Kenntnisse. Um die Kursleitungen hierbei 
bestmöglich zu unterstützen, wurde das 
„Train the Trainer“-Programm, orientiert 
an den aktuellen Erfordernissen, kurzfri-
stig ausgebaut. Ebenso wurden die Kurs-
leitungen in das Lernmanagementsystem 
der VHS, die vhs.cloud, eingeführt, um 
dort virtuelle Kursräume entsprechend 
den Bedürfnissen der Lerngruppe einrich -
ten und administrieren zu können.
Bleib' Weltentdecker! 
Jetzt auf 
www.vhs.koeln 
starten.
Die Oberbürgermeisterin
Zeitgleich mit dem Kampagnenstart 
wurde das Kurs- und Veranstaltungsan-
gebot unter neuer URL www.vhs.koeln  
veröffentlicht. 
Die Top-Level-Domain .koeln soll dabei 
die enge Verbundenheit der VHS mit der 
Stadt mit den Menschen, die hier leben, 
verdeutlichen.

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Impressum:
Im Mediapark 7  
50670 Köln
Telefon:  0221 221 23608  
Telefax:  0221 221 65 69 007 
E-Mail: vhs@stadt-koeln.de
Internet: www.vhs.koeln
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Die Oberbürgermeisterin
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Volkshochschule
ein Jahresbericht über 2020 – Was gibt es denn da zu berichten?, 
mögen Sie sich vielleicht fragen. In der Tat: Von den 101 Jahren, 
auf die die VHS Köln nunmehr zurückblicken kann, dürfte das ver -
gangene wohl zumindest zu den seltsamsten gehören. Mitunter 
hatte es gar etwas Gespenstisches – und das nicht nur wegen der 
Masken.
Keine Frage, die Covid-19-Pandemie hat auch den VHS-Alltag maß-
geblich geprägt – um nicht zu sagen wesentlich bestimmt: Unterbrechung des Unterrichts, teilweise 
Wiederaufnahme und dann wieder komplette Unterbrechung. Gleichzeitig wurde umgehend unser 
Onlineangebot in allen Programmsegmenten und sogar in der Beratung ausgebaut. Es mussten Un-
terrichtsräume coronagerecht hergerichtet werden, Maßnahmen zur Hygiene vorbereitet und rea-
lisiert werden. Alles orientierte sich an dem VHS-eigenen Schutz- und Hygienekonzept, das wir ge -
meinsam mit dem städtischen Gesundheitsamt zum Schutz unserer Kundschaft, der Dozierenden 
sowie der Mitarbeitenden entwickelt und konsequent fortgeschrieben haben.
Dass wir allen Widrigkeiten zum Trotz Teile unseres Programms dennoch umsetzen und unser Online-
angebot stetig ausbauen konnten, ist einer großen Gemeinschaftsleistung der gesamten VHS-Fami-
lie zu verdanken – den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Programm- und Fachbereichen, in 
den Referaten sowie den Helferinnen und Helfern vor Ort direkt am Kursgeschehen; aber auch und 
gerade den vielen freiberuflichen Dozentinnen und Dozenten, die unser Weiterbildungsangebot mit 
Inhalten und Leben füllen. Und auch der Zuspruch vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat gut 
getan, Mut gemacht und motiviert.
Unter besonderen Bedingungen mit vielen Ungewissheiten galt es, neue Wege zu beschreiten: 
Telefon- und Videokonferenzen gehören inzwischen ebenso selbstverständlich zum Berufsleben 
wie das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus. Wir freuen uns natürlich darauf, wenn wir den 
Präsenzbetrieb wieder starten, und unsere Kund*innen und Dozent*innen auch wieder persönlich 
begrüßen können.
Nein, 2020 war ganz gewiss kein einfaches Jahr. Dennoch: Es gibt auch Positives zu berichten: die 
zügigen Fortschritte beim Prozess der Digitalisierung, den Erfolg des Projekts „Stadtteileltern“, der 
große Zuspruch bei den Onlineangeboten und der anhaltende Erfolg der Integrationskurse.
Lesen Sie selbst!
Mit freundlichen Grüßen
Jakob Schüller
Leiter des Amts für Weiterbildung/Volkshochschule
Die VHS Köln ist eine zuverlässige Kooperationspartnerin
Erfolgreiche Zusammenarbeit gibt es beispielsweise mit:
Die VHS Köln ist Trägerin der Integrations-
kurse seit der ersten Stunde. Eingeführt 
wurden die I-Kurse zum 1. Januar 2005 mit 
dem Zuwanderungsgesetz. Damit wur -
de erstmals in Deutschland ein zentrales 
und rechtlich verbindliches Konzept mit 
Blick auf die Sprachförderung beschlos -
sen. Zuwanderer*innen haben seither ei-
nen Rechtsanspruch auf einen vom Staat 
geförderten Deutschkurs.
Seitdem hat die VHS ihr Angebot kontinu -
ierlich ausgebaut. Waren es im ersten Jahr 
noch 52 Kursmodule, so hat sich deren An -
zahl stetig gesteigert: 199 Module im Jahr 
2008 und 435 Module mit ca. 1.400 Teil-
nehmenden im Jahr 2019. 
Die Teilnehmenden durchlaufen dabei 
ein aufeinander aufbauendes System von 
Deutschkursen bis zum Niveau B1 – ge -
messen an der Skala des Gemeinsamen 
Europäischen Referenzrahmens für Spra -
chen. Der „Deutsch-Test für Zuwanderer“ 
(A2-B1) als Abschlussprüfung wurde vom 
Goethe-Institut und der telc gGmbH ent -
wickelt und wird seit 2009 bundesweit 
eingesetzt.
Die Bedürfnisse spezieller Personen -
gruppen fördern
Über die allgemeinen I-Kurse hinaus bie -
tet die VHS Köln auch Kurse für spezielle 
Zielgruppen an. Dazu gehören Kurse mit 
Alphabetisierung für Personen, die kei -
ne Schulbildung mitbringen und die latei -
nische Schrift noch erlernen müssen, wie 
auch Jugendintegrationskurse für junge 
Erwachsene bis 27 Jahre, die hier zusätz -
lich eine berufliche Orientierung erhalten. 
Mit einem Orientierungskurs werden 
die Module abgeschlossen. Die Teilneh -
menden erlangen erstes Wissen über Ge -
schichte, Gesellschaft und demokratische 
Grundwerte unseres Landes. Inzwischen 
umfasst der Orientierungskurs 100 Unter -
richtsstunden und schließt ebenfalls mit 
einem Test ab („Leben in Deutschland“). 
Das „Zertifikat Integrationskurs“ beschei -
nigt Deutschkenntnisse auf dem Niveau 
B 1, wichtige Grundkenntnisse über die 
deutsche Gesellschaft und erleichtert den 
Weg hin zu einer unbefristeten Aufent-
haltserlaubnis und zur deutschen Staats -
angehörigkeit.
Eine Besonderheit der I-Kurse ist deren 
Vielfalt an Teilnehmenden: Sie sind nicht 
nur verschieden hinsichtlich Herkunft, Al -
ter und Bildung, sondern auch mit Blick 
auf die Gründe, die sie bewogen haben, ih -
re Heimat zu verlassen. Waren es anfangs 
vor allem Zugewanderte, die schon länger 
in Deutschland lebten, so kamen ab 2012 
viele Europäer*innen auf der Suche nach 
einer beruflichen Perspektive hinzu, seit 
2014 insbesondere Kriegsgeflüchtete aus 
Syrien, dem Irak und dem Iran. Zurzeit sind 
in den VHS-Integrationskursen Menschen 
aus über 80 Ländern vertreten. Das zeigt: 
Die VHS Köln ist eine wichtige Akteurin im 
Prozess der gesellschaftlichen Integration. 
Mit unserem speziell ausgearbeiteten Pro -
gramm fördern wir den Spracherwerb, die 
Kommunikation und Verständigung so -
wie die Bereitschaft und Fähigkeit zur In -
tegration und Partizipation in unserer Ge -
sellschaft.
Die Pandemie hat sich auch auf die I-Kur-
se ausgewirkt. Dank des Engagements der 
VHS-Beschäftigten sowie der freiberuflich 
Dozierenden besteht nun die Möglichkeit, 
im Lockdown weiterhin Deutsch zu lernen: 
in Onlinetutorien und „virtuellen Klassen -
zimmern“.
Sprache und Bildung als Schlüssel zur Integration
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Bleib Weltentdecker! 
#Lernengehtimmer – Bildung lässt sich nicht vom Virus unterkriegen
Mitten im Semester, am Freitag, 13. März 
2020, mussten der Präsenzunterricht 
und die Beratung in Präsenz aufgrund der 
Coronapandemie eingestellt werden. 
Eine Situation die, wie so vieles im 
vergangenen und in diesem Jahr, nicht 
vorstellbar war. Wirklich geschlossen 
war die VHS Köln jedoch nie, denn der 
Kursbetrieb ging, wenn auch zunächst in 
geringerem Umfang, online weiter. 
Die Werbetrommel 2020 
Mit zwei Werbekampagnen hat die VHS 
im Kölner Stadtgebiet auf ihr Angebot 
aufmerksam gemacht. Das Werbemotiv 
für das erste Semester hat das Jahresthe-
ma Mobilität aufgegriffen. Zugegeben, 
mobil zu sein war im Coronajahr nicht 
einfach und zeitweise auch gar nicht 
gewünscht. Doch Mobilität findet nicht 
nur physisch statt; die Volkshochschule 
fördert in vielerlei Hinsicht seit jeher die 
geistige Beweglichkeit der Menschen, was 
das Motiv im Stil eines U-Bahnplans zum 
Ausdruck brachte.
In der zweiten Jahreshälfte wurde mit dem 
Motiv „Bleib Weltentdecker“ eine Image-
kampagne geschaltet. Die Welt entde-
cken? Eine ungewöhnliche Aufforderung 
zu einer Zeit, in der ein global agierender 
Virus uns davon abhielt, die Welt zu berei-
sen. Der Untertitel „Mit der VHS in Köln“ in 
Kombination mit dem sympathischen Bild 
löste diese Frage auf. 
VHS_Poster_A3_2020_1.indd   1 24.10.19   10:52
Digital erweiterte Kursangebote sind 
schon lange ein fester Bestandteil unseres 
Programms. Reine Onlineformate bildeten 
hierbei allerdings die Ausnahme. Zeit-
nah wurde, wo es inhaltlich möglich und 
gewünscht war, auf Onlineformate umge-
stellt. Der größte Teil der Angebote wurde 
neu geplant. Oberstes Ziel war es immer 
Formate zu entwickeln, die online Freude 
machen und nicht als Notlösung empfun-
den werden. 
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war die Losung, und die 
Bilanz kann sich sehen 
lassen. Seit März 2020 
wurden über 1000 Kurse 
online angeboten. Die 
Themenpalette bildet 
die bekannte Vielfalt der 
VHS ab. Fremdsprachen 
und Kurse zum Erlernen 
der deutschen Sprache, 
berufsqualifizierende 
Themen, Musik, Theater und Fotokurse, 
aber auch Entspannungs- und Gesund-
heitskurse sind online. Auch auf die gesell-
schaftspolitischen Diskussionen, die im 
Forum VHS angeboten werden, musste 
nicht verzichtet werden. Die Vorträge 
wurden live gestreamt und das Publikum 
konnte sich online einbringen.
Ein Kraftakt, der nur möglich war, weil 
viele Kursleitungen bereit waren, sich in 
kurzer Zeit und mit viel Energie in die 
neue Thematik einzuarbeiten, denn 
Onlinekurse erfordern andere Vermitt -
lungstechniken und solide technische 
Kenntnisse. Um die Kursleitungen hierbei 
bestmöglich zu unterstützen, wurde das 
„Train the Trainer“-Programm, orientiert 
an den aktuellen Erfordernissen, kurzfri-
stig ausgebaut. Ebenso wurden die Kurs-
leitungen in das Lernmanagementsystem 
der VHS, die vhs.cloud, eingeführt, um 
dort virtuelle Kursräume entsprechend 
den Bedürfnissen der Lerngruppe einrich -
ten und administrieren zu können.
Bleib' Weltentdecker! 
Jetzt auf 
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starten.
Die Oberbürgermeisterin
Zeitgleich mit dem Kampagnenstart 
wurde das Kurs- und Veranstaltungsan-
gebot unter neuer URL www.vhs.koeln  
veröffentlicht. 
Die Top-Level-Domain .koeln soll dabei 
die enge Verbundenheit der VHS mit der 
Stadt mit den Menschen, die hier leben, 
verdeutlichen.

Beratungsverlauf (1)

19.04.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 5.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1143/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
30.03.2021
Erstellt
25.03.2021 11:12